When Hermione Fights
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 Kapitel 273 - 274

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Kapitel 273 - 274 Empty
BeitragThema: Kapitel 273 - 274   Kapitel 273 - 274 EmptySa Apr 21, 2012 5:29 am

273. Kapitel Abseits

Hermiones Sicht

Die nächsten Tage waren nicht einfach, denn wir wollten unter allen Umständen diesen „Streit“ aufrechterhalten und ausbauen, gleichzeitig mussten wir den Fragen unserer Schulkameraden ausweichen, da die DA und vor allem die BL extrem misstrauisch waren, was mich dazu trieb, mich fast häuslich bei Severus einzurichten.

Das machte diesen jedoch fast wahnsinnig, weil er jedesmal wenn er spät nachts kam mich vorfand oder zusah wie ich gerade wieder ging, nachdem ich seine Bücher durchstöbert hatte und den Trank für Draco immer wieder überprüft hatte.

Er trug es mit stoischer Würde, aber seine schwarzen Edelsteine, die er Augen schimpfte, funkelten schon extrem in einem gefährlichen Glanz.

Entweder blieb ich dann die Nacht über bei ihm, oder ich schlich zu Draco.

Warum ich nicht ganz in den Slyhteringemeinschaftsraum ging, sondern zu Severus?

Ganz einfach, nach dem Drama um Daphne und die Aussage Dumbledores wo ich immer hin verschwand, war uns und vor allem mir das Unterfangen zu heiß, viel zu gefährlich, das ich verfolgt werden könnte und dann würde alles Auffliegen. So traute ich mich nur sehr spät am Abend, oder in der Nacht zu Draco zu schleichen. Die paar Tage musste ich es mir halt verkneifen aufzutauchen wann oder wo immer ich wollte.

Auch Severus war die ganze Zeit sehr geschäftig auf Tour.

Er hatte Aufträge und hier erkannte man doch das der Lord Draco und mich, weil wir Schüler waren mit Befehlen verschonte. Es wirkte als WOLLTE er nicht riskieren, das herauskam das sich zwei DeathEater unter der Schülerschaft von Hogwarts tummelten, eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung, die Frage war nur ob ich mir deshalb Angst um Ostern machen sollte?

Aber den Gedanken schob ich mal gekonnt weit von mir.

Die Tage waren abnorm.

Ich floh von Klassenzimmer zu Klassenraum, um dem Tratsch und den Augen der Tratschtanten zu entkommen, während Ron Harry abschottete, danach floh ich meist auf die Türme, selbst den Eulentrum suchte ich einmal in meiner Flucht auf und streichelte Orange.

Die Bibliothek war auch gut, aber die Blicke der anwesenden Ravenclaws waren enervierend, von der „Großen Halle“ ganz zu schweigen. Ich kam mir wie eine Aussätzige vor.

Da verging mir doch glatt der Appetit.

Das ich wegen so einem Unsinn zu einer Aussätzigen wurde war nicht zu glauben. Ein Umstand der mich nicht mal sonderlich an sich störte, denn es war keine neue Erfahrung auf eigenen Beinen zu stehen, wobei es aber diesmal anders war da mich entweder die einen trösten wollten wie zum Beispiel Ginny und Neville und die anderen mich auslachten, wie zum Beispiel Cho und Marietta.

Eines Mittags hatten wir dann wirklich die Krone dieses Theaters erreicht.

Aber nicht wegen mir. Ich durchquerte gerade das Eingangsportal, wollte raus auf die Länderreihen gehen, um dem beginnenden Frühling zu huldigen und etwas spazieren zu gehen um nicht zum Mittagstisch zu müssen, als ich im Vorhof noch erstaunlich viele versprengte Schüler erblickte, darunter auch Harry und Ron, in einer abgelegenen Ecke sowie einige Slyhterins, aber auch gerade eine Cho, die soeben wacker auf Harry zuschritt.

Ich ging sofort lautlos einen Schritt zur Tür in den Schatten und beobachtete dies interessiert.

Ich hörte zu meinem Leidwesen nicht was sie sagte, aber Harry wandte sich nachdem sie ihn an der Schulter gestupst hatte zu ihr um und neigte leicht den Kopf, während sie rasch aber auch vertraulich auf ihn einsprach, dabei versuchte sie immer Körperkontakt herzustellen und berührte ihn intim an seinem Arm, was Ron mit gerunzelter Stirn verfolgte. Als er den Blick abwandte und die Gegend unauffällig mit einem schnellen Rundumblick sondierte war ich mir sicher, dass sie gerade versuchte ihn anzumachen, DANKE Ron, ging es mir gerade etwas spöttisch durch den Sinn, da seine Reaktion mir Aussage genug war.

Harry schüttelte gerade ablehnend den Kopf zu dem was Cho wollte, als ich mich spontan entschloss mitzumischen, somit ging, ich in Aktion, stürmte einer Furier gleichmit wehender Kleidung rasant die Treppen hinab und lief auf die kleine Gruppe zu. Ich bemerkte, dass wo ich vorbeilief die Gespräche sofort verstummten.

„HARRY, jetzt ist es so weit, oder wie? Versuchst du mich auszutauschen? Willst du Schluss machen und bist MAL wieder nicht MANN genug zuerst mit mir Schluss zu machen?.....Aber weißt du was? Mir reicht es …..“, kreischte ich schrill, dabei errichte ich die erstarrte Gruppe und verpasste Harry zielsicher und übergangslos eine saftige Ohrfeige, die ihm seine Brille von der Nase schleuderte.

„Sag mal spinnst du?“, fauchte Cho erbost.

„Willst du auch eine!“, drohte ich ihr finster, funkelte sie provozierend an, worauf sie dann doch mit erhobenen Händen vor mir furchtsam zurückwich.

Ron hatte in der Zeit die verbogene Brille vom Boden geangelt, während Harry sich die gerötete Wange hielt und sich die wirren Haare aus den Augen strich, dabei funkelte er mich wütend an.

„Hermione, was soll das?“, grollte er dunkel als ich seinen intensiven Blick wahrnahm der sich mit meinem verflocht. So spielten wir weiter theatralisches Theater und ich würde gleich eine Glanzleistung hinlegen.

„Was das soll? Ein Streit! Ein einziger Streit …und schon wirft sich dir diese Schlampe an den Hals und du …tust NICHTS. Ich dachte zwischen uns ist nicht NUR DAS, sondern wir wären auch Freunde…aber du kommst nicht auf mich zu…….ich will nicht mehr!“, jaulte ich schluchzend auf und die hervorgepressten Tränen liefen mir dramatisch in Strömen die Wangen hinunter, während ich weinend laut aufschluchzend wieder ins Schloss lief und mein Gesicht gesenkt hielt, damit niemand meine lachenden Augen sah, als ich im Portal fast mit McGonagall und Dumbledore kollidierte, schniefte ich jedoch noch ein wenig mehr.

Das lief besser als erhofft, da ich aus den Augenwinkel sah wie McGonagall sich betroffen die Hand aufs Herz presste, wobei Dumbledore mit gutmütigem Funkeln in den strahlend blauen Augen ihr begütend die Schulter tätschelte.

Im Treppenaufgang wo sich die Treppen wüst hin und her schoben kam mir dann unsere Abordnung der Slytherins Connection auf mich zu und als ich sie sah, hob ich frech mein verheultes und verquollenes Antlitz ihnen entgegen und zwinkerte ihnen leutselig zu, während sie alle entgeistert auf mein gezeichnetes Gesicht starrten, aber sich heroisch jeden Ton verkniffen, wobei ihnen das Interesse aus jeder Pore zu strömen schien, aber ich war mir sicher, dass sie sich die Szene von ihren Hauskameraden erzählen lassen würden.

Klatsch und Tratsch erblühte in den prächtigsten und buntersten Farben die Tage nach der Schmierenkomödie wunderbar zu unseren Gunsten und wenn ich nun aus meinem Eck einen vorsichtigen Blick auf Dumbledore riskierte, konnte ich das zufriedene, nicht zu übersehende Glitzern in seinen blauen Augen bemerken, wenn sein Blick selig auf Harry lag.

Als wir in die Kerker zu einer Runde brauen gingen, lotste Harry mich gekonnt in eine Ecke dabei achtete Ron darauf, dass dies keinem auffiel.

„Musstest du gestern so fest zuhauen?“, fragte er unerfreulich eisig, aber seine Augen funkelten leicht aufgebracht.

„Fest…Harry, das war ein Tätscheln!“, tat ich seine Beschwerde spöttisch ab.

„Erzähl das meiner Wange, die ist heut noch ganz blau!“, erwiderte er fast schmollend. Zu herrlich, wie Harry sich gerade gab.

„Man sieht aber nichts!“, warf ich breit grinsend ein und fand das gerade wirklich witzig, dabei griff ich nach seinem Kinn und drehte seine Wange zu mir um mir das Corpus Delicti anzusehen.

„Dank dir hab ich gelernt was verschleiern heißt! Da gibt es schöne Zauber, aber du hast die doofe Creme!“, schimpft er grummelnd, während ich zufrieden war, da man wirklich nichts sah, wenngleich klar war, er hatte nur die Haut verzaubert das sie normal wirkte, der Schmerz war noch da, aber ein tapferer, junger Mann würde daran bestimmt nicht zugrunde gehen.

„Was denkst du, kauft uns einer aus der DA Show ab, wenn ich nicht zuhaue?“, fragte ich ihn jetzt doch kalt, denn bitte, es reichte doch langsam.

„Nee, aber zärtlicher ginge ja schon! Mann, Cho nervt, aber wie!“, schimpfte und jammerte er. Es wurde Zeit das Harry wieder zu Daphne kam und er sich bei ihr ausjammern konnte.

„Was wollte sie?“, fragte ich daher ausweichend und verdrehte genervt die Augen.

„Fragen ,ob ich mal Lust hätte mit ihr was zu machen! Sie war …charmant!“, erklärte Harry verächtlich wobei er gequält grinsend die Zähne bleckte.

„Pass bloß auf das Daphne das nicht hört!“, meinte ich gehässig und warnend, denn auf dieses Eifersuchtsgetue und ihre Jammerei hatte ich keine Lust, obwohl, die würde wohl eher Draco abbekommen, der sie dauernd begleiten und ihren Freund spielen musste, aber Harry winkte nur ab.

„Jaaaa, hast du Dumbledore gesehen? Er wirkte mehr als zufrieden wenn er zu mir sieht, der hat mir gestern Abend sogar freundlich wohlwollend zugenickt!“, erklärte Harry nun zufrieden grinsend, denn ihm schien es wirklich zu gefallen den Alten so hinters Licht zu führen, aber wenn ich so daran dachte, es machte ja auch einen Heiden Spaß und ich freute mich schon auf sein doofes Gesicht, wenn er erkennen würde das Harry die Schule trotzdem verlassen würde.

„Ich frag mich nur ob er wirklich so dumm ist uns das abzukaufen!“, wagte ich mich skeptisch zu fragen, denn Gellert war ein ganz anders Kaliber, der rief in mir immer ein Gefühl größter Gefahr wach und auch Dumbledore sollte nicht unterschätzt werden, somit hatte ich die Sorge da er das nur spielte.

„Keine Ahnung, vielleicht will er nur das sehen was er sehen will!“, warf Harry nachdenklich ein.

„Ach Harry, so schätz ich ihn nicht ein!“, zweifelte ich doch stark, das der Alte so naiv war. Wenn er derart gutgläubig und blind in seinem Leben gewesen wäre, wäre er wohl nicht so weit gekommen. Darauf sah Harry mich nur abwartend an.

„Aber es ist eher so das er solange wir das spielen nichts groß machen kann…da du seiner Aufforderung mir zu misstrauen nachkommst, mich auch jetzt offen anzweifelst! Ich glaube seine Hoffnung stirbt wohl zuletzt, aber wenn er nun mehr interveniert, weiß er gleich, dass du auf stur schaltest! Das ist seine Art dich deine eigenen Entscheidungen treffen zu lassen, soweit glaube ich, das ich ihn durchschaut habe!“, führte ich aus und biss mir dabei überlegend auf die Lippe, denn leicht wirr klang es schon, aber Dumbledore war nicht wirklich berühmt für seine geradlinige Denkweise.

„Ja, du könntest schon Recht haben, mich nervt er mit seiner gönnerischen Art! BÄHHH…“, verzog er das Gesicht und streckte die Zunge raus als würde etwas sehr eklig schmecken.

„Tja, dann spiel mal schön Harry und erdolche mich mit deinem Blick, blad haben wir es geschafft!“, erklärte ich kopfnickend und freute mich schon auf die Osterferien, zwar würde Lucius wieder versuchen Draco und mich voneinander fernzuhalten, aber wenigstens hatten wir es dann geschafft.

Harry war hoffentlich raus gekommen aus der Schule und Daphnes Schwangerschaft nicht entdeckt worden. Wenn wir es schafften, würde das wirklich eine Meisterleistung sein auf die wir irgendwie auch stolz sein konnten.

„Gott sei Dank! Ich bin so froh wenn das vorbei ist, am liebsten würde ich dann gar nicht mehr zurück…halt, stopp, sag nichts! Ich weiß, dass ich das nicht machen kann, aber wollen, wünschen und hoffen sind zwei paar Dinge! Tschüss!“, wandte er sich schließlich resolut ab, ließ mich in der Nische stehen und schlenderte betont gleichgültig davon.

Ich stand noch da und sah ihm traurig nach, ja das „zurückgehe“n und vor allem das „zurücklassen“ nach Ostern würde wirklich nicht leicht werden.

Am Ende der Sommerferien war es für ihn schon schwer gewesen, weil ihm bewusst war das er Daphne in der Schule wieder nur heimlich und wenig sehen würde, aber jetzt, wenn das Baby da wäre, würde es noch um einiges schwerer werden.

Mittlerweile war es Mittwoch und am Freitag würde es „nach Hause“ gehen, oder was immer man darunter verstand und ich musste mich mit dem Gedanken auseinandersetzten, das ich Lucius wieder wirklich begegnen würde, er mir wieder öfters tatsächlich über den Weg laufen würde.

Ein durchwegs beunruhigender Gedanke!

Beim Essen, abends im Salon, ständig, denn selbst wenn wir kurz im Cottage wären und ein Wochenende für Irland reserviert war, hatte ich so eine dunkle Ahnung das Lucius uns nicht ständig weg sein lassen würde.

Ich bemerkte die allgengewärtige, seit Tagen herrschende Unruhe erst sehr spät, da ich mich von allen aufgrund meiner Taktik abgeschottet hatte und so gut es ging alle gemieden hatte. Somit war alles recht gleichgültig an mir vorbei gegangen, bis ich die Tageszeitung sah.

Da ich es bevorzugte meinen Kaffee in Severus Räumen zu mir zu nehmen, entging mir dies doch glatt und als ich abends den Gemeinschaftsraum der Gryffindors verlassen wollte, stoppte mich das Bild, wenngleich ich eigentlich schnell hatte durchgehen wollen, um nicht von den anderen auf Harry und Ron angesprochen zu werden, die mit Ginny und Neville am Kamin saßen.

Ich musste einfach nach der zerknitterten Zeitung greifen und las, dass zu meiner Belustigung Mundungus Fletcher nach Askaban gebracht worden war, weil er bei einem Einbruch nachdem man ihn entdeckt hatte so getan hatte, als sei er ein Inferius. Wie bescheuert konnte Mundungus sein?

Die Twins würden einen neuen Schmuggler brauchen, war mein recht trockener Kommentar in meinem Geist und die Frage, wie Dumbledore so einen Idioten im Orden aufnehmen konnte?

Als ich las das schon wieder ein Zauberer verschwunden war, der Oktavius Pepper hieß, nun das gehörte mittlerweile zur Tagesordnung.

Aber das wirklich schockierende war, das ein 9-jähriger unter dem Imperusfluch versucht haben sollte seine Großeltern zu töten und das hörte sich gefährlich nach der Gruppe DeathEater um die Lestranges an, die mal wieder auf der Suche nach Spaß gewesen waren.

Die waren alle krank!

Somit legte ich die Zeitung zurück auf den Tisch und versuchte weiterzukommen.

Morgen wäre Donnerstag, der Tag vor der Abfahrt. Weiterhin tat ich mein Bestes unsichtbar zu werden, während Harry versuchte in der Masse zu verschwinden. Um Lehrer machten wir seit Beginn der Woche generell einen großen Bogen. Die Spannung in mir stieg permanent.

Ich büffelte weiter die Bücher die ich mir besorgt hatte, denn Gellerts Briefe zu dem „Thema“ waren nicht wirklich hilfreich. Das fing bei der Geburt an und hörte bei der Nekromantie auf, er schien regelrecht beseelt mich nerven zu können.

Dem Guten war langweilig und seit dem er sich mit Orange verstand, lockte er sie wie auch immer ab und an zu sich und schickte mir dann Briefe, die doch arg an befehlende Vorlagen erinnerten, wie ich etwas zu tun hätte und wie ich etwas machen sollte.

Er langweilte sich Kolossal, dieser brillante Geist im Körper eines alten Mannes!

Aber die Korrespondenz war wirklich lustig und seit dieser Woche der Einsamkeit für mich ehrlich eine Form der Ablenkung. Das einzige was ich bedauerte war, das er das Thema Geburt schrecklich komisch fand und darauf spaßig rumritt.

Man hätte ihm dieses Teufelsgerät von Fernseher nicht zeigen sollen, aber dieser Mann war ein erschreckendes Mysterium. Er ängstigte mich zu Tode als er anscheinend aufgrund dieses gemeingefährlichen Mediums, des Fernsehers auf die absurde Idee kam, dass das da auf dem Schreibtisch im Büro ein Computer sein könnte und ja, dieser uralte Opa schreckte vor nichts zurück und vergewohltätigte nun auch das Netz.

Ich bekam fast einen Herzinfarkt und zückte den Hut, das er vor wirklich nichts Halt machte! Aber es war bedenklich!

Aber seine gut oder eher bös gemeinten Briefe machte mich nur nervöser, auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte, aber ich war doch noch sehr jung, wie wir alle und ehrlich, für ein Baby verantwortlich zu sein, beziehungsweise für eine Geburt, das machte mich wirklich fertig.

Vor allem, wenn ich mir vorstellte das ich etwas falsch machen könnte, schließlich lag doch das Leben von Daphne und von Harrys Kind in meinen unfähigen Händen und nein, es war mir nicht gleichgültig, welch großes Vertrauen Harry und die anderen hier in mich setzten und natürlich sagte ich mir die ganze Zeit, das sekündlich auf der ganzen Welt Kinder auf die Welt kamen in Krankenhäusern, aber auch unter den widrigsten Umständen die man sich vorstellen konnte und die Frauen und Kinder überlebten.

ABER, dieses Wort, dieses ABER begleitete mich mein ganzes langes Leben lang, es konnte halt eben auch viel schiefgehen, davor durfte man nicht die Augen verschließen, schließlich war es bei den Muggeln auch erst seit dem letzten Jahrhundert im Zuge der Industriellen Revolution mit dem Bevölkerungswachstum proportional aufwärts gegangenen, nachdem die Kindersterblichkeit und das versterben der Mütter im Kindbett mehr und mehr sein Ende gefunden hatte.

Aber davor waren viele Babys während und nach der Geburt verstorben und die Mütter gleich mit!

Ein dramatischer Gedanke, der absonderliche Ideen in mir hervorrief, sodass ich sogar von diesen Horrorszenarien träumte, etwas was schon lange nicht mehr passiert war und so träumte ich lebhaft das Daphne und ihr Baby selbst „meine ganz persönlichen Kinder“ ,sprich Inferi werden würden und da wurde mir so mulmig im Magen, das ich um drei Uhr aufstand und ab vier Uhr morgens meine einsamen Runden lief, bis es mehr wie Flucht den wie Laufen anmutete.

Ich wollte gar nicht wissen wie es Daphne ging, wenn ich schon derart unruhig, um nicht zu sagen nervös war und immer mehr zu einem Nervenbündel mutierte. Ich schollt mich eine Idiotin, aber ich fühlte einer inneren Stimmte lauschend das mein Glück mir noch nie hold gewesen war und bestimmt nicht alles glatt laufen würde, nur weil ich es mir so wünschte, dieses wankelmütige Schicksal schlug immer wieder zu.

Wie auch immer, ich stellte mich meinen inneren Zweifeln, aber ich würde nicht dran verzweifeln, sondern setzte mich nur mit meinen Versagensängsten auseinander und war dankbar, das Severus augenblicklich derart beschäftigt war, das ich in seinen Räumen etwas Ruhe finden konnte, während ich sonst nirgends wirklich hinkonnte!

So schlich ich am frühen Abend huschend durch die Flure bedacht von niemandem groß wahrgenommen zu werden, als ich ein Zischeln hörte, das mir verdächtig vorkam und ich stolperte fast, da ich so abrupt abbremste. Ein Blick und ich registrierte das ich beim Klo der Maulenden Myrte im ersten Stock war.

Ein taxierender Blick auf die nicht ganz geschlossene Tür und schon war ich drinnen und fauchte aufgebraucht los:

„Pass besser auf Harry, du Idiot!“, zuckte der Junge, der mit „etwas“ grünem auf den Boden saß wie von der Tarantel gestochen hoch und jaulte auf, als er sich den Kopf bei der unbedachten Bewegung an einem Waschbecken anhaute, aber wirklich, er tat mir gar nicht leid, das war verdient gewesen so unaufmerksam wie er war.

„Wäähhhh, Hermione….musst du das machen?“, rieb er sich herzhaft über den schmerzenden Schädel, hoffentlich würde die Beuel schön groß werden.

„Ja Harry, die Tür war nicht zu und es hat gezischelt! Wie doof kannst du sein!“, keifte ich und trotz seiner schmerzverzogenen Miene schenkte er mir nun einen entschuldigenden Blick.

„Sorry, ich hab Apsis gesucht und gehört, da bin ich nur schnell hier rein. Ich wollte sie holen, morgen geht es ja los!“, erklärte er entschuldigend.

Ich blickte auf das erstaunlich groß gewordene, grasgrüne Exemplar der Grasnatter, das mich keine Sekunde aus den schlitzigen Reptilienaugen ließ und ich schenkte ihr kurz einen stechenden Blick. Seit dem ich im Dark Manor gewesen war, kannte ich Schlangen zu Hauf, somit beachtete ich sie nicht weiter.

„Ihr saht sehr vertieft aus in eurer ähm, Diskussion!“, wie sollte ich dieses zischeln umschreiben?

„Nun, ja sie will da bleiben, sie meint zwei Wochen sind nix, sie will erst in den großen Ferien mit kommen, denn ihr gefällt es hier zu gut, sie hat immer noch nicht alles gesehen…!“, erklärte Harry mit einer Hand fuchtelnd und blickte dabei immer wieder zu seiner Schlange, die sich gerade über seinen anderen Arm schlängelte.

„Harry, sorry aber das ist nicht wirklich spannend!“, kam es von mir leicht snobistisch, sagte aber auch keiner, dass meine Männer nicht abfärbten.

„Nicht so flott, Schönste, sie bietet an Dumbledore und so zu beobachten. Sie meint da ist ein Rohr bei seinem Büro und ich hab sie grad instruiert!“, erklärte er leicht herablassend, dabei wirkte er aber sichtlich stolz auf Apsis.

„Na, sag so was doch gleich…brave Apsis, DANKE!“, sah ich sie nun doch an und sprach direkt mit ihr. Ich war mir nicht sicher was sie verstand aber wenn sie Dumbledore ausspionieren wollte, dann sollte sie wohl in der Lage sein etwas zu verstehen von dem was ich sagte.

Darauf zischelte das Vieh auch schon los und auf Harry ein auf dass ein breites Lächeln über sein Gesicht glitt, während er nickte und zurückzischte, worauf sie dann auch schon mit ihrem langen Körper geschmeidig über den Boden und auf die geöffnete Luke zu schlängelte, die in das unterirdische Reich führte und darin verschwand.

Dann schloss sich der Geheimgang und ich lächelte Harry nun fragend an.

„Der gefällt es da unten wirklich, oder?“, meinte ich versöhnlicher.

„Jupp, aber wie! Sie meinte du wärest ein ganz „ausgefuchstes Luder“… und jetzt schau nicht so vorwurfsvoll, sind nicht meine Worte!“, hob er abwehrend die Hände und ich lachte rau auf als ich mir vorstellte, was die falsche Schlange von Apsis mit ihrer gespaltenen Zunge da von sich gab.

„Komm!“, befahl ich nur nickend und wollte mit Harry zusammen aus dem Bad schleichen. Wir würden uns gleich trennen. Er würde in den Turm gehen und ich mein heil im Kerker suchen.

Wir hatten uns schon getrennt, Harry war an der Treppe zum zweiten Stockwerk und ich um ins Erdgeschoss zu gehen, als wir überrascht wurden, da Tonks mit hektisch wechselndem Farbenspiel der Haare in das Treppenhaus wie gehetzt und sichtlich erregt laufen sahen.

Sie wirkte sehr neben sich, sodass sie in ihrer Hektik in eine der Trickstufen stieg und fast das Gleichgewicht verlor, worauf Harry todesmutig schon von seiner sich gerade bewegenden Treppe sprang und auf Tonks zuhielt, seine Reflexe waren schon immer schnell gewesen, sonst währe er niemals ein so hervorragender Sucher geworden und aufgrund unseres Trainings wurde er immer schneller.

„Tonks, was ist passiert!“, fragte er besorgt und reichte ihr die Hand um ihr zu helfen sich aus der verschwunden Stufe zu befreien, da schniefte sie herzerweichend auf und blickte uns unsicher mit tränenumflorten Augen an, weil ich nun auch hinter Harry stand und mit schiefgeneigtem Kopf auf sie sah wirkte sie leicht überrumpelt.

Dann fing sie an mit immer mehr Tränen in den Augen langsam den Kopf zu schütteln, dabei wechselten die Haare, die sie in einem Bob trug, von schwarz zu mausbraun, zu einem tiefen lila und wieder zurück. Sie schien sehr aufgewühlt.

„Rmm, Danke Harry…aber ich muss zu Dumbledore! Ist wichtig…sorry!“, stotterte sie mit heißerer, rauerer und belegter Stimme.

„Aber doch nicht so, du bist total durcheinander! Was ist passiert?“, fragte Harry besorgt und blickte zu ihr herab. Da riss sich die junge Frau sichtlich zusammen und straffte ihre dünnen Schultern und drückte sich durch. Sie stellte sich aufrecht vor uns hin wobei selbst das Wechselspiel ihrer Haare auf hörte und sie nun weißhaarig vor uns stand, ein verwirrender Anblick.

„Nein, nein, es ist alles in Ordnung! Sorgt euch nicht, alles bestens!“, versuchte sie uns zu beschwichtigen und überzeugend zu sein dabei riss sie sich sichtlich zusammen.

„Genau und der Lord ist nett,, freundlich und allen wohlgesonnen und hat nie jemanden umgebracht! Ich bin von gestern oder was?“, blaffte Harry empört und ließ ihre Hand abrupt los dabei erstaunte er mich, da seine Ansprache nicht in Wut aus ihm schoss, sondern in beißendem Zynismus, Severus wäre stolz auf ihn.

Tonks Augen quollen fast aus ihren Höhlen als sie Harry zum ersten mal richtig wahrzunehmen schien, nachdem er sie angeschnarrt hatte und ihre Augen verengten sich danach zu Schlitzen, als sie sein Gesicht skeptisch fokussierte.

Ja, jemand der Harry nicht täglich sah, dem musste die Veränderung in dem jungen Mann umso mehr auffallen. Langsam, fast wie um zur Besinnung zu kommen schüttelte sie den nun weißen Kopf.

„Harry! Rede nicht so…bitte! Aber das sind Ordensangelegenheiten…!“, knabberte sie nervös an ihrer Unterlippe und hüpfte unruhig von einem Fuß auf den anderen.

„Ja, soll ich dir was sagen? Das dachte ich mir schon fast, nachdem du abends wie wild das Schloss erstürmst! Und soll ich dir noch was sagen? Ich kann mir denken, das was passiert ist! Ich mach mir auch sorgen um euch…ABER ich weiß noch was, IHR werdet es mir nicht sagen, weil es ja ORDENSANGELGENHEITEN sind!“, brüllte er nun doch unbeherrscht, drehte sich geschwind um und war so schnell auf eine sich drehenden und bewegende Treppe gesprungen wie man schauen konnte als er diese auch schon hochgestürmte, so dass er gar nicht sah, wie Tonks schluchzend in Tränen ausbrach und herzerweichend schniefte, während ich mit in der Hand gestützter Hüfte dastand und Tonks beobachtete. Aber insgeheim amüsierte ich mich über Harry und das sein Temperament immer noch mehr als vorhanden war.

„Hier!“, konnte ich mir das Drama nicht mehr ansehen, als sie begann den Rotz hochzuziehen und hielt ihr nun angeekelt ein Taschentuch hin. Sie blinzelte irritiert, wobei sie sich mir zu wandte. Wie es schien hatte sie mich schon vergessen gehabt, doch trotzdem nahm sie meine Gabe an und schnäuzte sich lautstark.

„Danke Hermione!“, schniefte sie.

„Nicht dafür, ähm ich will dich nicht aufhalten!“, versuchte ich es gar nicht, erst als ich mich umwenden wollte um die Treppe hinabzukommen, hielt sie mich auf.

„Wie, du willst es nicht wissen?“, wisperte sie ungläubig und ich blickte konsterniert auf ihre Hand, die an meiner Schulter lag und erst da bemerkte ich wieder das ich an sich selten von anderen berührt wurde und wie sehr ich diese Intimität hasste.

„Na, so würde ich das nicht sagen! Ich wäge aber ab und stufe es als sinnlos ein zu fragen! Nur solltet ihr nicht vergessen, das Harry Euch schon zu viele Chancen gegeben hat als das er es hinnimmt immer nichts zu wissen, ist aber nur ein Rat von mir! Viel Glück bei Dumbeldore!“, kam es mehr als nüchtern von mir als ich ihr noch ein schmales Lächeln schenkte, bevor ich einfach weiterging bis ihre Hand von meiner Schulter glitt.

„Halt warte, wo willst du ihn …der Turm ist da?“, rief sie mir noch hinterher als ich nur meinte:

„In die Küche, ich hab Hunger…oder verpetzt du mich?“, provozierte ich dabei blieb ich auf der Treppe stehen und wandte mich zu der ehemaligen Hufflepuff, die auch sehr wohl wusste, wo der Küchenzugang lag und so etwas wie ein trotziger Aufdruck erschien auf ihren verweinten Zügen.

„Nein, wo denkst du hin! Lass es dir schmecken!“, meinte sie da nur, somit straffte sie sich nochmal, um dann wie es wirkte mit deutlich klarerem Kopf als zuvor zu Dumbledore zu stürmen…warum auch immer?

Klar, es war etwas passiert, die Frage war nur was!

Und als ich in den verlassenen Räumen von Severus ankam, schrieb ich einen Brief an die Twins, in dem ich sie bat zu erforschen was im Orden passiert war, denn in letzter Zeit wusste Severus auch nicht alles zu seinem Leidwesen, siehe das Vorankommen des Ordens im Bereich der Vampire. Der Alte streute mal wieder seine Informationen, teilte sie aber mit niemandem ganz.

Das einzige was mich freute war, das Harry jetzt wieder einen Grund hatte mir morgen zu verzeihen.

Das Schicksal meinte es doch gut mit uns. Ich fragte mich nur ob Tonks es dem Alten sagen würde das Harry sauer war, oder nicht?

Severus kam erst spät nachts zu mir ins Bett gekrochen und ich erwachte aus einem leichten Schlaf, fühlte seine Haut an meiner, als ich mich an ihn kuschelte und er es geschehen ließ.

Zum Glück fühlte er sich nicht gestört von meiner Gegenwart und ich fragte mich wie es mit uns im Manor sein würde, so kam der nächste Morgen viel zu schnell, denn heute hieß es Abschied nehmen und Kraft für Lucius zu sammeln. Es würde spannend werden. An sich freute ich mich darauf ihn zu sehen, so unglaubliches es klang, aber sagen würde ich das keinem.

Ich trug ein recht einfach geschnittenes, schwarzes, knielanges, figurbetontes Etuikleid, welches, kleine angesetzte Ärmel hatte und auf der linken Seite einen durchgehenden, silbernen Reisverschluss vom Saum bis zum runden Halsausschnitt hatte.

Außerdem hatte es auf der einen Seite eine kleine Tasche, welche ebenfalls mit einem silbernen Reißverschluss geschlossen werden konnte. Der Clou an dem Kleid war eher, das es komplett aus schwarzem leicht knittrigem Leder war. Dazu hatte ich sehr lange, mattschwarze, flache, einfache Lederstiefel kombiniert. Ich wollte es ja mit dem auffallen nicht übertreiben, wenn wir auf den Orden treffen würden. Über alles hatte ich meinen schwarzen Reiseumhang gelegt. http://www.zalando.de/ventcouvert-valerie-antique-kleid-noir-ve321c001-802.html

So fiel ich weniger auf als ich mich auf den Weg in die Eingangshalle machte, von wo es gleich los in die Ferien gehen würde.

Ich hatte versucht der Masse zu entgehen und wollte als Letzte kommen, wenn die Kutschen schon vorfuhren um uns nach Hogsmeade zu bringen.

Gerade ließ ich den letzten Treppenabschnitt hinter mir und kam in der großen Vorhalle an, in der sich noch einige Schüler tummelten, während die ersten schon in die von den Thestralen gezogenen Kutschen stiegen.

Ich bemerkte wie ein sonnengelber Dumbledore aus der Großen Halle schoss, dicht gefolgt von einer wie stets dunkelgewandeten McGonagall, da Harry und Ron gerade dabei waren das Portal gemeinsam zu durchqueren, um zu den Kutschen zu gehen.

„Was soll das HARRY…wolltest du nicht im Schloss bleiben?“, donnerte Dumbledore recht bestimmt und laut über die Schüler hinweg, die sich sofort erstaunt zum Schulleiter umdrehten um ihn perplex anzusehen, so auch Harry und Ron die stolpernd stehenblieben.

Ich reagierte sofort blieb stehen und glitt geschmeidig in eine Nische zu meiner rechten Seite. Nach einem Blick in die Runde war ich mir sicher, das mich noch niemand wirklich wahrgenommen hatte und so wollte ich kurz verharren und abwarten, mehr als gespannt konnte ich beobachten wie sich Harrys Lippen ärgerlich verkniffen.

„Nun, Professor! Ja und nein! Ron geht und ich will auch gehen!“, zeigte sich Harry gewohnt stur.

„Aber Harry…entschuldige... Mr. Potter, die Gefahren! Bitte bleiben sie!“, bat er eindringlich schmeichelnd wobei er sich nach Harrys kaltem Blick die unerwünschte Vertraulichkeit verbissen hatte, in die er immer glitt wenn er besonders überzeugend sein wollte.

„Professor…!“, wandte sich Harry mit einem genervten Stöhner endgültig zu dem alten Mann, als ihn dieser unwirsch unterbrach.

„Nein, vergessen sie nicht was wir besprochen haben!“, donnerte Dumbledore schon aufgebrachter los, was Harry veranlasste seine Braue zu wölben und er blickte recht sparsam auf den sichtlich erregten Professor, der sich gewichtig vor ihm aufbaute, aber Harry keine Sekunde einzuschüchtern schien.

„Das tue ich nicht Professor, daher weiß ich auch, dass sie es mir versprochen…es geschworen haben, dass ich gehen könnte, wenn ich will! Hören sie bitte auf über mich bestimmen zu wollen oder mich wie ein kleines, unmündiges Kind zu behandeln, denn das bin ich wahrlich nicht mehr! Ich weiß von ihren Bedenken und bin diesen auch nicht blind gegenüber…genaugenommen hoffe ich diese
Probleme die sie ansprechen klären zu können!“, sprach Harry bedächtig ruhig und überlegt, alles in allem wirkte er sehr erwachsen.

„Da können sie nichts klären, Mr. Potter!“, brauste Dumbledore frustriert auf dabei stierte er eindringlich auf Harry. Es überraschte mich wie erregt er gerade rüberkam, aber wenn ich an Tonks gestrigen Auftritt dachte, musste etwas passiert sein im Orden, etwas was auch Severus noch nicht wusste, da er meinte, er wisse von nichts und ich wollte mal seiner Aussage Glauben schenken.

„Professor?...ich muss doch bitten, warum nicht? Hermione ist meine beste Freundin, seit der ersten Klasse und MEINE FREUNDIN seit diesem Jahr, wir sind zu gut befreundet als ich dies einfach wegwerfen würde! Aber ich glaube, außerhalb von Hogwarts werde ich diese Dinge besser klären können!“, unterstrich er seine Aussage mit einer eindeutigen, das Schloss umfassenden, Geste.

„Neinneinnein!!! Das ist nicht gut, sieh das doch bitte endlich ein Harry! Du musst hierbleiben!“, wetterte Dumbledore vehement und wirkte schon fast verzweifelt.

„Sorry, Professor, aber ich lasse meine Freunde nicht hängen! Ich gehe heute mit ihnen in die Ferien!“, schüttelte er stur den Kopf, auf dass seine wirren Haare noch weiter abstanden.

„Wenn es denn Freunde sind!....Harry….!“, kam es bedeutungsschwanger von Dumbledore, als er rüde unterbrochen wurde, indem ich aus meiner Nische rannte und auf die Gruppe zuhielt:

„HARRY! Höre ich recht, du begleitest mich doch?“, quiekte ich gekünstelt freudig und warf mich prompt in seine Arme, die sich für mich öffneten, den alten Rauschebart nicht beachtend lächelte Harry zwar nur zaghaft und zurückhaltend, aber er zeigte seine verhaltene Freude mich in den Armen zu halten.

„Ja, Hermione hatte ich vor …wenn ich darf!“, fragte er verschüchtert und verschämt, während ich nicht ihn, sondern einen zornfunkelnden Dumbledore fest im Blick hielt, als ich ernsthaft antworte.

„Natürlich, Harry immer, denn auch ich denke eine Aussprache ist wichtig und vor allem lasse ich MEINE FREUNDE auch nie derart einfach fallen!“ Es war als bohrten sich seine irisierenden, blauen Augen intensiv in meine, als ich mich kurz unterbrach um Luft zu holen und den nächsten Satz zu sprechen:

„Egal was kommen mag, mein Freund bleibt mein Freund!“, sprach ich bedeutungsschwanger sowie absichtlich doppeldeutig und versuchte unserem verunsicherten Schulleiter verständlich zu machen, das Harry nicht auf direktem Wege zum Lord war.

„Danke Hermione, ich bin froh, dass du das ähnlich siehst wie ich! Und Professor, ich bin mir sicher sie haben genug zu tun damit was Tonks ihnen gestern Abend so dringendes mitteilen wollte, als sich um mich zu sorgen. Ich schreibe ihnen sogar eine Eule, wenn sie sich darüber freuen!“, meinte Harry erstaunlich jovial zum Direktor, denn es bei diesen trivialen Worten riss und er funkelte Harry nun argwöhnisch an, ah interessant dachte ich nur, Tonks schien ihm wirklich nichts von unserem Treffen auf der Treppe erzählt zu haben und selbst wenn er die Gemälde befragen sollte, die die Wände im Treppenaufgang säumten, würden die nur sagen können, das Harry und ich einzelnd und nacheinander zu Tonks kamen und das weder ich noch Harry uns gegenseitig beachtet hatten, denn das hatten wir nicht getan, also alles in Butter. Man durfte nur nicht zu viel hineininterpretieren.

„Mr. Potter, das ist keine….!“, wurde Dumbledore unterbrochen, als ich ein bekanntes, raues Räuspern neben mir vernahm.

„Chrmm, Sir, wir hätten noch dringende Dinge zu besprechen wegen der kommenden Prüfungen, würden sie mich begleiten?“, schnarrte McGonagall ungeduldig und ich neigte nur wohlwollend mein Haupt zur Seite, weil die alte Dame einsprang, vor allem da ich aber annahm das sie selbst wissen wollte was Tonks gestern hier zu suchen gehabt hatte.

„Minerva, das ist jetzt ungünstig…!“, versuchte Dumbledore sie abzuwimmeln.

„Ungünstig, Schulleiter? Bitte, die Kinder verpassen sonst die Kutschen und den Zug und ich habe auch noch viel zu erledigen!“, kam es kompromisslos, ungeugsam von ihr.

Wir nützten also den Disput und sahen eine Chance durchaus, wenn sie sich uns darbot und eitlen ohne Grüße eiligst davon.

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BeitragThema: 274. Kapitel Quietsch-und Kunterbunt   Kapitel 273 - 274 EmptyMo Apr 23, 2012 8:43 am

274. Kapitel Quietsch-und Kunterbunt

Im Zug fielen, plumpsten und setzten wir uns in unser Abteil, danach schloss ich nur extrem erleichtert die Augen. Unfasslich, mir war fast ein Zementsack vom Herzen gefallen als ich gesehen hatte wie Draco mit Daphne unbehelligt am Arm in den Zug gestiegen war.

Sollten wir es wirklich schaffen?

Wirklich?

Ich wagte es nicht zaghaft zu hoffen, dass wir die erste Hürde hinter uns gelassen hatten um uns der noch viel größeren Hürde zu stellen!

Der beginnende, aufziehende Schmerz in meinen Schläfen kündigte davon das ich endlich etwas von meiner angespannten Haltung verlor, denn ich machte nie den Fehler Dumbledore zu unterschätzten, aber ich hatte die tiefen, dunklen Ringe unter seinen Augen bemerkt.

Nach Tonks Besuch gestern wirkte es so als hätte er keinen Schlaf mehr gefunden und ja unglaublich aber wahr, er tat mir Leid….wegen vielem in seinem langen, unsteten Leben.

Für ihn musste es sein als würde alles in seinem geplanten, strukturierten und verplanten Leben, das sich dem Ende zuneigte, aus dem Ruder laufen.

Er verlor Gellert indem dieser in seiner Zelle „verstarb“, dann Harry, der ihm entglitt, mein neuer Name und meine Person die ihm entwischen, McGonagall, die ihm skeptisch gegenüber war, das Ministerium, das an ihm zweifelte, alles war gerade nicht so wirklich mit ihm konform, einiges lief gerade extrem falsch für den großen, alten Mann.

Als ich wieder einen abwägenden Blick auf die Jungs riskierte, bemerkte ich, das Harry verloren aber ohne seine Brille aus dem Fenster starrte, diese lag vergessen in seinem Schoss.

Während Ron recht leger im Sitz saß und auf seine Hände starrte als würde ihn so eine Erleuchtung heimsuchen, an sich ein herrlicher Anblick, wenn ich nicht wüsste, dass es die Sorge war die sie umtrieb.

„Wie machen wir es diesmal?“, riss mich Rons Stimme da auch schon aus meiner geistigen Abwesenheit und ich blinzelte ihn überrascht an, selbst Harry wandte ihm seinen kurzsichtigen Silberblick zu.

„Oh…ich mein, das Harry abhauen kann ohne Aufsehen zu erregen!“

„Verstehe, lasst euch überraschen! WIR haben dafür gesorgt, dass das hinhaut. Harry muss als erstes unter dem Tarnumhang verschwinden und sollte versuchen irgendwo aus dem Zug zu steigen und dann lasst euch überraschen, sollte ein Spaß werden! Harry muss dann nur zusehen schnell zu apparieren!“, antworte ich kryptisch und kicherte leise auf.

„ÄH…und du meinst genauer solltest du mich nicht einweihen?“, fragte Harry leicht skeptisch.

„Nein, lass dich überraschen!“, meinte ich nur, bevor ich ein wenig die Augen schloss und mir das Manor ins Gedächtnis rief. Es erstaunte mich wirklich, aber ich vermisste das alte Gemäuer. Ich fühlte mich dort tatsächlich heimisch.

Die Zugfahrt zog sich und alle hingen ihren Gedanken nach, ob gut oder böse behielt jeder für sich. Gesprochen wurde nicht und an sich war der Zug relativ leer, denn nur wenige Schüler gingen für diese zwei Wochen heim, selbst die Weasleys waren früher immer gesammelt Ostern in Hogwarts geblieben und jetzt nach Kingswear und Co. fanden viele Eltern Hogwarts sehr viel sicherer als ihr eigenes Heim und ließen ihre Kinder vertrauensvoll in der Obhut der Schule, somit sahen wir auch keine Slytherins, da sich alles sehr verlief.

Ich möchte anmerken, meinen Nerven tat das gar nicht gut, so gelangweilt war ich schon lange nicht mehr gewesen, außerdem verleitete es dazu das meine Gedanken zu sehr abschweiften. Als wir endlich das erlösende Kings Cross Gebäude in der Ferne erkennen konnte, schmiss Harry sich den Tarnumhang über und verschwand im Flur des Zuges, während wir die Koffer verkleinerten und einsteckten.

„Glaubst du es wird wieder so ein zähes Zusammentreffen mit meinen Eltern?“, fragte Ron abwägend während er seine Sachen zusammen suchte.

„Keine Ahnung, aber seit dem sie dich in Hogwarts besucht haben, als du vergiftet wurdest, haben sie sich ja doch sehr gewandelt!“, wagte ich es einzuwerfen.

„Mhm… schade, davon hab ich ja nix mitbekommen, denn ich war bewusstlos!“, erklärte Ron und sah betreten zwischen uns hin und her.

„Freu dich, Fred und George schienen wieder Kontakt zu haben!“, warf ich ein dabei schenkte ich Ron ein aufmunterndes Lächeln.

„Fragt sich nur wie lange es dauert bis Mum und Dad erfahren was die Zwei da wirklich am Laufen haben!“, brummte Ron, was mich nur Kichern ließ, was aber unterging da der Zug ohrenbetäubend quietschte und laut pfiff, bevor er ruckelnd anhielt.

„Komm!“, rief ich nur, während wir uns auf den Weg machten.

Ich sprang gerade auf den Bahnsteig und konnte schon das übliche Abholkommando erkennen, das gerade eine lachende Ginny in den Arm nahm und als Molly von ihr glückselig abließ, damit auch Arthur sie drücken konnte, bemerkte Molly ihren Sohn neben mir und eilte mit weit aufgerissenen Armen auf Ron zu. Sie überraschte den mittlerweile großen, jungen Mann mit ihrer überschäumenden Freude als sie ihn überschwänglich an sich drückte.

„Ron…mein Junge, wie schön, dass es dir wieder gut geht, deine Briefe waren schön, DANKE!“, haspelte Molly an seiner Brust schnell herab als habe sie Sorge er würde sofort apparieren, wenn sie ihn losließ oder würde ihm nicht mehr alles sagen können bevor er ging.

„Hey, Mum! Geht klar, ich freu mich auch wirklich! War ganz schön knapp!“, machte er sich nach einem generösen, aber auch sehr souveränen Küsschen auf ihre Wange von ihr los und pustete sich kess eine Strähne seines roten Haares aus dem sommersprossigen Gesicht.

Auch Arthur ließ es sich nehmen seinen Sohn zu ergreifen und fest zu umarmen, was Ron sichtlich unangenehm war vor all den beobachtenden Leuten in unserer unmittelbaren Umgebung.

„Mann, schön das ihr euch freut!“, nuschelte er, dabei rieb er sich verlegen mit der Hand den Nacken und ich schmunzelte leicht amüsiert, als ich Moodys intensiven Blick auf mir fühlte und diesen fest erwiderte. Aus den Augenwinkeln sah ich wie Draco mit der restlichen Bande gerade apparierte und mir noch ein sachtes Nicken schenkte.

„Wo ist Potter, Granger?“, wollte ein schnarrender Moody nun wissen, wobei sein Auge wie wild in seiner Augenhöhle rotierte.

„Keine Ahnung, Sir!“, grinste ich ihn gerissen an.

„Versteckt er sich wieder unter dem Mantel!“, wollte er argwöhnisch wissen und wir wussten ja, dass er fähig war hindurchzusehen mit dem magischen Auge, was mir gar nicht gefiel, aber noch bevor ich in die Verlegenheit kam antworten zu müssen ging es zu meiner unendlichen Erleichterung endlich los und das absolute panische Chaos brach um uns herum aus.

Erstes verdunkelte sich von einem Augenblick zum nächsten der Bahnsteig aufgrund des „Instant-Finsternispulvers“ total.

Das Gleis lag nun in absoluter Düsternis und ließ jede Beleuchtung ausgehen. Umgehend setzte eine gespenstische Stille ein, die dann von einem ohrenbetäubenden hektischen Chaos angeführt wurde. Das reinste Durcheinander brach auf dem magischen Bahnsteig aus und angsterfüllte sowie schrille Schrei erklangen in der Düsternis.

„Zückt die Zauberstäbe!“, brüllte Moody harsch.

„Alle appariern!“, befahl Arthur ungewohnt scharf, der Orden zeigte sich erstaunlich und ungewohnt, strukturiert und behielt überraschenderweise die Nerven.

„Arthur, hast du Ginny! Ginny wo bist du!“, kreischte Molly ängstlich und panisch los.

„Mum, ruhig ich bin hier!“, blieb Ginny ungewohnt selbstbewusst, ruhig trotz der undurchdringlichen, blindmachenden Schwärze um uns rum.

„Ich hab sie Molly!“, schrie Arthur über den Lärm beruhigend zu seiner Frau.

„Oh gut, gut, gut! Ron, Ron ….Hermione, geht schnell geht!“, rief eine hörbar erregte Molly.

Zuerst hatten die Twins und ich überlegt noch einige ihrer Knaller einzusetzen, aber dann hatten wir uns dagegen entschieden, da wir das Chaos dann doch nicht zu sehr den DeathEatern anlasten wollten.

Vor allem würde dies hier dafür sorgen, dass es ab jetzt nur noch von Auroren hier so wimmeln würde, etwas was wohl gut war, da ich erfahren hatte, das der Lord und einige des Inneren Kreises planten zum Ende der Osterferien oder dem Beginn der großen Ferien hin, einen Anschlag auf den Bahnhof zu verüben und damit würde dem schon wohlweißlich ein Riegel hier vor Ort vorgeschoben werden, somit war ich wohl zufrieden über unsere Aktion.

Ja, ich wollte nicht, das das passierte und ich hatte mit den Twins vereinbart das dies als fehlgegangener, jugendlicher Scherz getarnt als Auslöser für diese Panik fungieren würde, damit würde niemand größeren Ärger bekommen und wir Harry, trotzdem am einfachsten von hier wegbekommen.

Also taten Ron und ich was die andren so vehement forderten und apperierten umgehend.

In dieser alles verschluckenden Dunkelheit fiel es gar nicht auf das wir mit unseren anderen, gezückten Zauberstäben apparierten, was wir offiziell auch noch gar nicht durften, da wir erst nach den Ostertagen im Schloss die erste offizielle Prüfung ablegen könnten.

In der Dunkelheit waren nur die lauten Plopps der flüchtenden Menschen zu hören und so gingen wir. Es lief wie gewünscht und schon standen wir unter der Eiche, worauf mich Ron fies anlächelte.

„Fred und George?“, fragte er grinsend und mit wackelnden Augenbrauen.

„Jupp, waren getarnt… und hat dir die Show gefallen?“, wollte ich kalkulierend wissen.

„ÄH ja, etwas unspektakulär? Warum?!“, sah mich Ron eindringlich an.

„Weil es ein Schülerstreich sein sollte! Erstens wollten wir keinen gefährden, die Nerven liegen blank hinzukommt, dass die DeathEater so was planten in kommender Zeit und jetzt weiß das Ministerium wie gefährdet und angreifbar der Bahnsteig ist!“, führte ich erklärend aus und eilte derweil schon rasch auf das Haus zu.

„Das sollte eine Warnung werden?!“, fragte Ron sichtlich überrascht.

„Auch, wenn du so willst, ja! Aber es hat sich angeboten Harry rauszuholen!“, erklärte ich weiter.

„Ihr seid Krass! Die Twins hätten bestimmt mehr auf die Kacke hauen wollen!“, erwiderte Ron verschlagen grinsend.

„Bestimmt, aber wer bekommt schon was man will!“, kam es recht desillusioniert von mir, dabei starrte ich auf das Cottages, das im beginnenden Frühling zart, erblühende Knospen zeigte und ich stieß nur ein schnauben aus, als Ron die Tür aufstieß und wir in einen unvorstellbaren Lärm eintraten.

Das Radio spielte eine schallende Musik und wir gingen neugierig ins Wohnzimmer. Als wir bemerkt wurden sprangen zwei rote Wirbelwinde auf, rissen mich überschwänglich in ihre Arme und wirbelten mich wild durch die Gegend, auf das mir fast schwindlig wurde ob so viel gezeigter Freude, während ich wahrnahm das alle schon verteilt dasaßen und oder standen und Getränke in Händen hielten.

Ein eindrucksvolles Banner war über dem Kamin gespannt. Es wechselte ständig blinkend und grell die Farbe in allen Regenbogenfarben und verkündete hochtrabend:

„Baby on Board“ dazu sangen die Red Devils reichlich schief „Baby, baby, baby come home!“

Ich blinzelte ungläubig, neben Dracos Stammsessel hing ein „Etwas“, eine freihängende und schwebende Babywiege, damit auch in diesem Raum der zukünftige Erdenbewohner gut aufgehoben sein würde.

Ich fasste es nicht wie das Haus meiner Großmutter und Tante verschandelt wurde. Es war an sich in einem Landhausstil eingerichtet mit vielen Antiquitäten und die Schlafzimmer hatten einen Laura-Ashley-Chic, aber dieses Ding passte hier gar nicht rein.

Das Kopf-und-Fußteil dieser WIEGE war rund und zeigte ein schlafendes Sonnengesicht, das als ich es genau beobachtete dann doch die Augen aufschlug und mich träge anblinzelte, wobei sie dann sogar dabei herzhaft Gähnte und schmatzend den Mund verzog.

Ich zuckte minimal zurück, okay, an die Magie in jedem Teil meiner Umgegeben würde ich mich wohl nie ganz gewöhnen können.

Die Stäbe zwischen Kopf- und Fußteil waren gewellt und alles war aus hellem Eichenholz gefertigt, was gar nicht zu dem dunklen Holz der Umgebung passte. Dazu hatte die Wiege weiße Vorhänge, . Alles in allem gut und schön, doch einfach nicht hier hinein passend.

Auf mich wirkte die Wiege recht befremdlich, aber gut, es war wohl einfach süß und Harry stand ungläubig davor und zupfte verträumt an der Bettdecke rum, während George auf ihn aufgeregt einsprach und Draco, der schon in seinem Sessel saß, konsterniert und belästigt mit hochgezogenen Brauen neben sich auf das Ungetüm schielte.

Es wirkte doch als würde Draco die Wiege von seinem Platz aus bequem schaukeln können. Ein Anblick für die Götter, wenn man sich vorstellte wie Draco die Wiege bediente.

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Aber das war nicht die einzige Überraschung, denn eine unübersehbare riesige, mehrstöckige Torte stand hinten rechts auf dem Esszimmertisch vor der großen Flügeltür zum Garten, dabei wurde sie in ein dramatisches, hereinscheinendes Licht getaucht, auf das ich fast zurückstolperte vor dem nächsten beeindruckenden Ungetüm, vor dem Dobby mit erregt schlackernden Ohren stand und es aufgeregt beschützte wie mir schien, äh…vor jedem eventuellen Lufthauch.

Es war ein gigantisches, schiefes, aufeinandergetürmtes, unförmiges Konstrukt von 3 Tortenböden, die absolut ungleich, asymmetrisch und schief waren. Es erinnerte mich augenblicklich etwas an Alice im Wunderland und den scheppsen Kopfschmuck des Hutmachers, denn auch das Marzipan außen rum an der Torte war vom Grundton braun über pink bis hin zu grün und weiß, um das Geschlecht neutral zu halten…es war farbenfroh und sehr…auwa, das sah definitiv nach Zahnweh aus.

Die Twins schienen in ihrer eigenen, überschwänglichen und bisweilen schwer zu ertragenen Art eine Party feiern zu wollen, weil wir es wirklich unentdeckt geschafft hatten und weil in wenigen Tagen ein Bewohner oder eine Bewohnerin mehr in diesem Haus leben würde, auf den sich die Twins offenbar sehr freuten.

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http://mycakes.wordpress.com/

Mein abwägender Blick ging von dem umsturzgefährdeten Turm zu einem der roten Red Devils, der das bemerkte, mich dann diabolisch, durchtrieben angrinste, denn ich war wirklich versucht hinzueilen um das mehr als schiefe Kunstwerk zu stürzen.

„Schönste, haben wir drei hier gebacken!“, erklärte er ungefragt, dabei deutete er hochtrabend zufrieden auf seinen gleichaussehenden Bruder und den kleinen, aufgetreten Hauself, der mit den Ohren schlackerte, als es aufgeregt weiter aus ihm sprudelte:

„Geiles Teil, oder? Unten ist eine Schokoladentorte mit einer gerösteten Haselnuss Kahlua Ganache, ganz wenig, also kann die Mama das durchaus essen…geht ja nur ums Aroma und in der Mitte, da ist eine Vanillecreme drin und der letzte Boden, der ist aus einer Buttercreme bestehend aus einer Schokoladen, Vanillecreme. Jami!“

Jetzt strahlten die Red Deviles wie zwei Feuerwehrmelder und wir anderen warfen uns amüsierte teils belustigte Blicke zu, selbst Draco lachte spöttisch, erheitert über das schiefe Gebäck was sich Torte schimpfte.

„Euch muss schrecklich langweilig sein!“, kommentierte Draco spärlich nüchtern, während sich Fred wacker auf Dracos Lehne setzte, etwas was sowohl Ron als auch Harry aber auch Blaise erstaunt zu Kenntnis nahmen, vor allem da Draco ihn nicht einfach gemein mit einem Handstoß runterschubste, wie es ihm sonst zuzutrauen gewesen wäre, aber die Twins waren etwas Besonderes und das wohl in jeder Beziehung und auch in Dracos Augen.

„Nee, George der fordernde Hund hält mich gut beschäftigt, aber ich freu mich, dass es jetzt nicht mehr so leise ist! Ich mag es laut!“, grinste Fred breit in die Runde und schien sich sichtlich wohl zu fühlen.

„Wäre uns jetzt allen gar nicht aufgefallen Fred!“, plärrte Blaise über die laute Musik hinweg und zwinkerte belustigt.

„Was ist das da?“, ruckte Dracos Kopf zu der schwebenden Wiege.

„Ähm, du weißt nicht was eine Wiege ist? HALLO?“, krähte Fred frech dabei erntete er einen verzweifelten Blick von Draco.

„Fred, ich will wissen, was das hier, genau hier, soll?“, kam es bestimmt aber immer noch recht freundlich von Draco, wobei es mich erstaunte, das er mal wieder zielsicher sagen konnte mit welchem Twin er sprach.

„OH, ja ich find das auch need so schön, aber das wollte Dobby haben, hatte genaue Vorstellungen…und er hat die ganze Zeit von einer Sonne gequatscht, deshalb haben wir ihn überrascht. Er hat sich total krass gefreut, quietsch hier und quietsch da! Er fand das ganz wichtig und er meinte DU, mein Lieber, hättest es als Baby geliebt in der schwebenden Wiege zu liegen und hättest dabei endlich mal gelächelt!, erklärte Fred breit grinsend, auch als Dracos Blick deutlich kälter und leicht gequält wurde.

„Jupp, wie es scheint hattest du schon immer ein schwieriges Gemüt, Draco!“, bescheinigte ihm George ganz trocken.

„OH, diese Tratschbase von Elf!“, murrte Draco düster und seine Augen funkelten bedrohlich zu Dobby, worauf Harry einschritt.

„Reiß dich am Riemen Malfoy, als könntest du dich erinnern was dir in der Wiege gefallen hat!“, meinte Harry lässig mit dreckigem Grinsen wobei Ron amüsiert losprustete bei der Vorstellung von einem lächelnden Baby Draco.

„Hier ein Früchtepunsch für dich Schönste, trink!“, wurde mir von George auch schon ein Glas in die Hand gedrückt. Brav nippte ich daran und bemerkte jetzt erst richtig, dass Daphne verschwunden war, während Harry bei Dobby kniete und auf diesen freundlich einsprach, wobei er immer wieder zu der Wiege zeigte.

In der Zeit witzelte Ron mit Blaise und Astoria, wobei jetzt grad Fred von seinem Platz von Dracos Lehne hüpfte um auf Ron zu zuhalten und dessen Schulter nett tätschelte. Die Twins freuten sich noch immer sichtlich, das ihr Bruder überlebt hatte und sie wieder in den Fuchsbau gingen, sagte ja keiner das so ein Mordversuch nicht auch positive Aspekte zutage fördern konnte.

„Und Potter, gut weggekommen?“, wollte nun Draco wissen, während ihm Fred, der sich von Ron losgeeist hatte und wieder seinen wackeligen Platz neben Draco eingenommen hatte, von seinem Teller auf einer Gabel ein Stück pappsüsse Torte anbot.

Draco warf daraufhin zwar einen wehleidigen Blick in die braunen Augen des Twins, aber als dieser heischend blinzelte dachte ich, dass ich nicht richtig sehen würde, denn Draco öffnete schicksalsergeben und laut stöhnend den Mund und ließ sich füttern. Kurzeitig waren wohl alle vor Schreck erstarrt auch Dobby, während Draco bekräftigend zu einem gespannt wartenden Fred blickte der hibbelig auf der Sessellehne dem Urteil von unsere Tester entgegen harrte.

„Gut!“

„OH man Alter, geht es noch knapper!“, jammerte George daraufhin los was Draco lachen ließ.

„Ihr seid mir Nervensägen, es ist gut!“, gab er großmütig kund dabei klang er gar nicht genervt, worauf ich sehr wohl Harry sah, der mit sich kämpfte um nicht zu laut lachen und auch Ron kämpfte wacker gegen seine Belustigung an. Die Twins taten einem wirklich gut.

„Potter, halt die Backen!“, fauchte da Draco, als er Harrys rotes, angespanntes Gesicht bemerkte, woraufhin ihn dieser gespielt beleidigt anblickte, denn diesen Umgangston war Harry von Draco gewöhnt und so meinte Harry dann affektiert:

„Malfoy, du wolltest, das ich was sage…also, ich kam gut weg, hat mich keiner groß beachtet, arch… spar dir die Spucke, klar war ich unter dem Umhang und ich glaub Moody hat mich kurz bewusst unter diesem Wahrgenommen, nur zu meiner Überraschung hat er sich dann demonstrativ dir zugewandt Schönste!“

„Das ist gut zu wissen!“, meinte ich überlegend wobei ich wieder an meinem Drink nippte, denn das Moody seit unserem letzten Zusammentreffen im Grimmauld Place sehr kooperativ mir gegenüber war sagte mir durchaus zu.

Doch dann verstummten unsere Gespräche, da Daphne hereinkam und wow, sie sich für uns mehr als ungewohnt präsentierte.

„Wow Süße, was für ein Brummer!“, schielte George beeindruckt auf Daphnes ungebundenen Bauch, der nun rund, breit und dick hervortrat.

„Echt wahr und DAS war die ganze Zeit gequetscht?“, kicherte Fred wie Irre.

„IRRE massig!“, „Nee Fred, eher Kolossal!“, „Gigantomansich!“, „Bombastisch!“, „Einfach überwältigend!“

„Ihr seid gemein, haltet euer Schandmaul!“, keifte Astoria verteidigend, als Daphne unter dieser überschwänglichen aber vielleicht wenig schmeichelhaften Begrüßung stark errötete.

Aber selbst Astoria schaute leicht überrumpelt auf den prallen Bauch, denn Daphne sichtlich stolz in einem schönen Schwangerschaftskleid unser allen Blicken präsentierend darbot und ja er war groß und es war ungewohnt sie jetzt derart…ähm, wie sagte man dies jetzt schmeichelhaft, jemanden jetzt derart wohlgerundet zu sehen!

Jeder von uns starrte ihn an, es war unübersehbar das sie sehr schwanger war und wie wir wussten sich in der 34 Woche befand.

http://www.mamarella.com/festliche_umstandsmode.carrie_kleid.2240.1.1.htm

Sie trug ein Jerseykleid in einem tollen sehr stimmigen Farbenmix. Das Bustierteil und der äußerst breite Saum des Rockteils waren in aubergine gehalten, genau wie die halblangen Ärmel, während der Rest des Rocks schwarz war.

Die Ärmelenden und das breite Band, das unter der Brust das Kleid im Empirestil unterteilte war in einem kontrastreichen Himbeerton gehalten. Unter dem schwarzen Rock wölbte sich der Bauch schön rund hervor aber der große, runde Ausschnitt und die Unterteilung unter der Brust, hoben ihre großen Brüste auch gut hervor Dazu strahlte sie glückselig übers ganze Gesicht.

Das Chaos legte sich etwas, als sie streichelnd nun fast ehrfürchtig über ihren freigelegten Bauch fuhr und dabei ein verträumtes Lächeln zeigte und meinte:

„Oh, es ist so schön…Danke euch, ihr verrückten!“ Sie kicherte und drehte sich im Kreis. Man merkte deutlich, auch ihr war wohl eine Last vom Herzen gefallen, jetzt wo wir es zumindest bis hier her geschafft hatten und eine große Hürde genommen war. Sie wirte sehr erleichtert, während George erklärend meinte:

„Da wart ihr noch nicht da, als wir Daphne gesagt haben, sie soll sich umziehen …denn das haben wir gekauft, schließlich hat sie ja keine Kleidung für ihren Umstand!“

„Exzellenter Geschmack!“, kam es von Blaise zustimmend, dabei prostete er den Twins generöse zu.

„Ja, sehr schön! Ihr habt ein Auge dafür!“, stimmte ich auch mit ein. Der grellbunte Aufzug der Twins machten mal wieder blind, aber das Outfit für Daphne war wirklich gut gewählt.

„Ich atme viel freier! Oh und das Baby tritt die ganze Zeit, derart viel Freiraum ist es wohl gar nicht gewöhnt!“, erklärte Daphne lächelnd, dann kicherte sie sanft, als Harry auf sie zutrat und die Hand ablegte um zu fühlen.

„Hier ein Stück Torte…“, sprang Fred von seinem Platz an Dracos Seite und ließ sich von Dooby ein Stück geben, somit reichte er ihr dann stolz das selbstgemachte und wir alle sprachen dem Ganzen zu, selbst Draco saß lässig in seinem Sessel und akzeptierte das spaßige Beieinander, aber ich wusste, es war nur eine kurze Pause vor dem eigentlichen war was uns noch drohte, aber ich genoss einfach mal dieses lockere Zusammensein mit Freunden.

Dooby hüpfte wuselnd durch die Reihen um alles und jeden zu versorgen und sich dabei um alles fürsorglich kümmerte, auf das das Trinken und Essen nie versiegte. So wirkte auch der Elf glückselig wieder viele Leute um sich zu haben.

Doch dann passiere was passieren musste, Ron sah den kleinen wuselnden Elf nicht, stolperte über Dooby, dieser ging getroffen zu Boden, dabei riss Ron lautschreiend beinah Daphne um, die von Harry in letzter Sekunde gerettet wurde, indem er rasch reagierte und sie flott an sich zog.

Während Harry Ron grob aus dem Schwung heraus recht brutal wegstieß, so dass dieser mit den Armen rudernd nach hinten kippte und versuchte Halt an dem ebenfalls zappelnden Fred zu finden, der aber nun auch versuchte Dobby, der nach dem unsanften Tritt von Ron weiter strauchelte und verzweifelt versuchte wieder keuchend auf die Beine zu kommen, auszuweichen.

Dabei kam der arg gebeutelte Elf Fred unglücklich vor die Füße und dieser kämpfte aufgrund von Rons grabeschenen Händen mit dem Gleichgewicht.

Also versuchte nun Dobby hektisch wegkriechend, sich vor den tretenden und trampelnden Füßen von Fred und Ron in Sicherheit zu bringen. Zu dem Zeitpunkt bemerkte ich wie Draco in seinem Sessel schicksalsergeben und geschlagen über das Chaos die Augen schloss, wissend um das zu erwartende Chaos. Ich glaube, er tat sich grad schrecklich leid, weil er in mitten des aufziehenden Sturms saß.

Blaise, der auch typisch Schlange seine Astoria weitsichtig aber auch seelenruhig an der Hüfte hochhob und zu sich an den Rand des Kamins aus der Schusslinie zog, versuchte nicht in die Schusslinie zu geraten, da nun der aus dem Tritt gekommene Fred selbst bei George Halt und Hilfe suchte.

George schaffte es aber nicht sich bei den zu vielen Armen und Beinen zu halten und stieß daher mit Krach und Schwung an den Esszimmertisch, sodass dieser erbebte und tja nun, ich sagte ja von Anfang an, das ich fand, das das Konstrukt der Torte bedenklich in seiner Stabilität war.

Aber da sie nun angeschnitten war…nun, was sollte man erwarten, es lief an sich wie in Zeitlupe ab, wobei es sich nur um Millisekunden handeln konnte. Das noch nicht angeschnittene, oberste Stockwerk, das mit der Buttercreme gefüllt war, rutschte ab, sowie auch der Mittelteil der Torte.

Ich sah noch wie Dobby seine Hände in Panik erhob um das aufzuhalten was nicht aufzuhalten war und hörte den erschrockenen, sowie erstickten Aufschrei aller, während sich das oberste Totenstück rasant von seinem Platz verabschiedete durch die Luft segelte und rasch und zielsicher seinen neuen Platz suche.

„Platsch….!“!, absolute erschrockene Ruhe legte sich über den Raum, gespenstische Stille breitet sich aus und jeder hatte mit Sicherheit einen geschockten Ausdruck im Gesicht.

Ich nahm ein unterdrücktes, glucksendes Kichern wahr und öffnete die zusammengekniffenen Augen vorsichtig, dann wurde das Lachen immer lauter und während ich zu dem wie idiotisch kichernden Draco blickte, sah ich die Twins und Ron zu einem verwickelten Knäul auf dem Boden liegen und bekümmert, wie auch Ron peinlich berührt dreinsehen über das gerade geschehene Unglück.

Ihre schöne „schiefe“ Torte war dahin.

Aber nachdem Draco so böse lachte und sich gar nicht mehr ein bekam, konnten auch sie sich nicht mehr halten und krümmten sich schnell vor unterdrücktem Lachen, als auch Harry den Kopf in den Nacken legte und schallend loslachte, mochte ich nicht wissen, was ich gleich tun sollte, ob ich lachen oder weinen sollte, während Astoria ihren Finger aussteckte und nach Luft japsend wimmerte:

„Her…her..mione, du siehst zum Brüllen komisch aus!“ Sie brach ab und brüllte nun wortwörtlich wie auch Blaise neben sich, dessen Körper immer wieder von Stößen geschüttelt wurde, während Daphne in Harrys Armen still kicherte und sich herrlich amüsierte.

Selbst bei mir zuckten nun die Mundwinkel, als Draco die Tränen über die Wangen liefen, selten hatte ich ihn derart gelöst gesehen, aber es musste auch ein göttliches Bild abgeben, denn ich war der neue Platz der Torte und mein Kopf war voll getroffen worden und somit war ich von oben bis unten mit Buttercreme beschmiert.

„Oh, ihr seid Chaoten!“, schimpfte ich lachend, während Dobby sich aufgeregt freikämpfte und erregt um uns wuselte.

„Die schöne Torte! Die schöne Torte, warum gehen bei Dobby und Harry Potter immer die Torten auf den Kopf der Menschen?“, fragte er sichtlich getroffen und schniefte ergriffen, worauf Harry kichernd vortrat und meinte:

„Ganz ruhig, ist ja nix passiert ….hihiihi, an sich ist es zu komisch, so gelacht hab ich seit Wochen nicht mehr, Danke kleiner Mann!“ Er sprach auf Dobby ein, der ihn gespannt und ungläubig ansah. Ich strich mir während dieser Ansprach Teile des matschigen Kuchens aus Gesicht und Haar, bis Draco plötzlich vor mir stand und ebenso etwas von meiner Haut wischte, sich seinen Finger ansah und dann davon genüsslich naschte und verführerisch raunend meinte:

„So süß warst du noch nie, mein Mudblood!“

„Macht euch nur alle über mich lustig!“

„Aber du siehst zu süß aus, Schönste!“, grinste Harry mehr als frech durch die Gegend, als ich aufstöhnend lachte und mir meinen Weg vorsichtig durch das Wohnzimmer bahnte. Ich wollte gerade an mir einen „ratzeputz“ vollführen, als mich Draco abhielt, an der Hand packte und hochzog unter den wissenden Blicken aller, unterdessen hörte ich wie Dobby gerade alles aufgeregt reinigte und noch immer der Torte lautstark hinterherweinte.

Mit einem verruchten Grinsen auf den Zügen zog mich Draco in unser Zimmer, das nicht mehr unser Zimmer war und das erkannte ich in dem Moment mit Schrecken, denn selbst Draco stolperte fast wieder nach hinten raus.

Das hatte nichts mehr mit dem Zimmer meiner Oma zu tun.

Es war magisch vergrößert worden und bot dem ehemaligen Doppeltbett auf der linken Seite Platz, das als unwichtig aber leider nötig, an eine Wand geschoben worden war. Es wirkte wie eine Verbotsecke in die man verdammt und verbannt worden war, armer Harry und arme Daphne, auf das sie wussten wo ihr Platz war.

Dafür wurde der Rest des Zimmers dominiert und zwar für das Baby, mit dem Baby und wegen dem Baby.

Die Twins waren irre, so viel stand fest. Als erstes kam ich mir vor als wäre ich nicht in England, sondern in Afrika. Himmel, ich war in einem Urwald gelandet, schrecklicher ging es kaum.

Wie hieß es so schön: „Rumble in the Jungle“

Die Wände waren rundherum in Gelb gehalten, darauf abgebildet waren Palmen, mit sich in einem magischen Wind sanft bewegenden Blättern auf denen Bananen, Annanasse und Kokosnüsse wuchsen.

Eine afrikanische Hütte aus Stroh war auf der rechten Seite der Wand hingemalt und davor stand das weiße wunderschöne Gitterbettchen.

Die restlichen Wände zierten gepunktete, braune Giraffen, graue Elefanten, schwarz-weiß gestreifte Zebras, sich durch die Lüfte hangelnde, kleine, freche, braune Affen, eine zischelnde, grüne Schlange, die an Apsis erinnerte, sowie ein beeindruckender Löwe mit schöner Mähne, der sich im Dickicht versteckte.

Ich kam mir vor als wäre ich im Jungelbuch und hinzu kam, da sie dies alles magisch erschaffen hatten, bewegten sich die Tiere auch noch, versteckten sich in den Bäumen, den Gebüschen, bei der Hütte, glitten über die Wände im Kreis. Es ging zu wie auf einer Autobahn.

Ein weißer Schaukelstuhl, eine Sofalandschaft in Gelb mit Kissenhüllen aus Ananas, eine Giraffentischlampe und Vorhängen im satten grün vor den Fenstern und auf dem Boden ein Teppich wieder mit den allseits beliebten Tiere, die der afrikanische Kontinent zu bieten hatte, wieder beweglich, versteht sich von selbst, rundeten das farbenfrohe Bild ab.

http://furnitureanddecors.com/wp-content/uploads/2011/11/baby-room-jungle.jpg

Es war blindmachend und man konnte froh sein, dass sie nicht noch Sound daraufgelegt hatten, sonst würden die Eltern nie mehr Ruhe finden.

Die Twins waren irre, absolut irre und verrückt.

„Wow, wenn die Zwei was machen, dann… wow!“, hörte sich Draco etwas perplex an.

„HAHA, da kann Harry den Tarzan und Daphne die Jane machen!“, kicherte ich bis ich Tränen lachte.

„Die, was und wer?“, fragte Draco verwirrt und ich winkte nur ab, wobei er die Schultern zuckte.

„Okay, aber was haben sie mit dem Urwald?“, fragte Draco irritiert.

„Keine Ahnung…echt nicht, aber es ist einmalig!“, meinte ich belustigt, während Draco wieder meine Hand faste.

„OH man, einmalig das ist es wirklich! Verdammt, das ist krank, echt krank! Aber weißt du was? Das gönn ich Potter …komm, ich hoffe sie haben das Bad nicht auch verunstaltet!“, und auch wenn es nicht mehr unser Zimmer war, für jetzt musste es reichen, denn er überging dies, lotste mich ins Bad und half mir sofort meine verdreckte Kleidung abzustreifen.

Er hatte mich die Tage vermisst, da ich bewusst die Slytherins gemieden hatte und ich streifte auch seine Kleidung rasch mit ab, während wir uns hungrig küssten und er an mir knabberte. Es schien ihm zu schmecken.

Er dirigierte mich in die Dusche, um uns unter einem angenehm warmen Strahl zu stellen. Ich genoss es unter seinen streichenden Bewegungen gereinigt zu werden, denn auch im Manor würde Nähe seit dem ich meine eigenen Räume hatte wieder etwas sein was nicht so ohne weiteres möglich war, gerade unter Lucius Argusaugen.

Er wusch meine Haare und ich strich fahrig über ihn, seifte auch seine Brust ein und lehnte mich dann an seine Brust, als er mit einer Spülung meine Haare auswusch aber der Papp ging gar nicht so leicht aus meinem Haar.

Ich genoss seine zärtliche Behandlung und dachte während das warme Wasser auf mich einprasselte das ich erleichtert war das wir es bis hierher geschafft hatten, ein Gedanke der mich permanent begleitete.

Ich spürte wie sich Dracos starke Finger an meine Schultern legten und wie sie meine Anspannung wegmassierten, bis er mich umdrehte und an die Wand presste, dabei legte er auch sofort seine Lippen begehrlich an meine und zog mein Bein hoch, legte es sich um seine Hüften und ich umklammerte sofort willig seinen Hals und hob mein Becken an und gab mich ihm selbstverständlich hin.

Ich genoss seine sanften Bewegungen, als er mich ausfüllte. Ich mochte es sichtlich ihn so nah zu spüren, währenddessen sahen wir uns lange und intensiv an, ahnend dass es alles nicht leicht werden würde.

Als wir fertig waren trockneten wir uns ab und als ich meinen Koffer vergrößerte und ein neues Ensemble herausnahm und es anzog fragte auf einmal Draco:

„Du machst dir Sorgen?“

http://www.zalando.de/american-retro-betty-kleid-ivory-am721i001-704.html

Ich wählte ein cremefarbenes, langarmiges Kleid das etwas altmodisch anmutete. Es bestand aus Spitze, die über den Schultern und Armen nicht mehr unterlegt war und so etwas Haut durchblitzen ließ.

Doch auch wenn es oben sehr bieder wirkte, war es umso kürzer und endete in einem Stufenrock, der auch aus Spitze bestand und mit cremefarbenem Stoff unterlegt war. Es endete sehr weit oberhalb meiner Knie und nach kurzem Überlegen kombinierte ich es mit gefährlich hohen, roten Pumps mit Pfennigabsatz.

Die Spitze zeigte ein großblütiges Rosenmuster und als ich im Nacken das hochgeschlossene Kleid schloss, musste ich trotz des ernsten Gespräches schmunzeln, denn mir kamen Lucius Worte in den Sinn das ich mit meinem Auftreten der Familie keine Schande machen sollte und meine Schultern züchtig bedecken sollte.

Draco ließ einen begehrlichen Blick über mich schweifen, der ebenfalls grinsend an meinen schlanken Beinen hängen blieb und an den so hohen Schuhen. Doch der Moment währte nur kurz, dann kehrten meine Gedanken unweigerlich wieder zu Dracos Frage und dem was uns bevorstand zurück.

„Arch, ich hab so ein komisches Gefühl und gewöhnlich hör ich auf meine Instinkte…ich frage mich, ob wir Severus nicht doch einweihen hätten sollen?“, warf ich überlegend ein, während ich meine Haare richtete und mir eingestand das ich zweifelte sehr zweifelte.

„Jetzt doch?“, blickte er konsterniert auf und als ich nicht antwortete sprach er weiter:

„Dann war alles umsonst….aber wenn du wünschst, weihen wir ihn ein! Du wirst seinen Hauptärger abbekommen!“, prophezeite Draco ungerührt.

„Na, du würdest von ihm auch nicht gerade gelobt werden Draco und von mir erwartet er es gar nicht anders! Außerdem, nicht alles war umsonst, es darf doch sonst auch keiner wissen!“, warf ich ein und wollte nicht eingestehen, das dann vor allen Dingen meine Opfer um sonst gewesen waren, dachte man an die „fast“ Fehlgeburt, denn das ich über Severus hergefallen war um ihn aufzuhalten Daphne zu genau in Augenschein zu nehmen konnte man nicht wirklich als Opfer bezeichnen.

„Was ist das dann? Ein komisches Spiel zwischen dir und ihm, wer wenn von euch etwas zuerst „erkennt, entdeckt oder fängt“?“, fragte er unwirsch, dabei klang er ärgerlich.

„Nein, das würde ich nicht riskieren! Es geht hier ja nicht um mich! Davon abgesehen hätte er auch nichts anderes getan als die Schwangerschaft zu vertuschen und zu kaschieren! Das ist es nicht! Aber ich weiß, hier geht es um Harry und Harry ist bei Severus ein zusätzlich schwieriges Thema, das weißt du selbst und damit weiß ich, dass der Preis für seine „Mitarbeit“ nicht wirklich angenehm ist, ich hoffe, wir schaffen es ohne ihn!“, antwortete ich kompromisslos hart und sah Draco fest an.

„Aber du hast Zweifel?“, harkte er mit fragend erhobener Braue nach.

„Ja!“, erwiderte ich fest.

„Aber warum auf einmal?“, fragte er skeptisch weiter.

„Keine Ahnung Draco… wirklich nicht…aber versprich mir eines, sollte mir das alles entgleiten, hohl ihn, Bitte!“, ich sah ihn ernst aber auch etwas flehend an, denn wenn ich eines nicht wollte, dann das Daphne stab, das würde Harry…ach, ich wollte daran nicht denken.

„Natürlich…aber du schaffst das!“, umarmte er mich beruhigend, wenngleich ich nicht wirklich überzeugt war und ein Stöhnen unterdrückte. Aber ich wusste, wenn es hart auf hart kam, würde ich Severus Preis lieber zahlen als das ich Harry schon wieder jemanden nahm, den er liebte.

Als wir wieder herunterkamen standen die Twins schon ungeduldig, abwartend da und zogen mich verschwörerisch von den anderen fort, wobei sie Draco recht deutlich zeigten, dass sie mich alleine zu sprechen wünschten und so wurde ich kurzerhand in die Laube im Garten gezogen.

Ich war erstaunt was für ernste und unlustige Gesicht die Twins zogen, während sie beide synchron, tief Luftholten.

„Okay, Jungs, warum plötzlich so ernst?“, wollte ich skeptisch wissen, weil sie sichtlich rumdrucksten!

„Wir haben eine Überraschung für dich!“, meinte Fred relativ unsicher wobei er mir einen fragenden Blick schenkte, der gar nicht zu der Aussage passte was mir ein Unwohlsein bescherte.

„Ja, aber anders als Fred weiß ich nicht ob du dich freust!“, kam es von George, der eine sorgenvolle Stirn krauszog, plötzlich sehr, sehr ernst. Somit sah ich meine Vermutung bestätigt, dass etwas Ernstes vorgefallen war.

„AHA, also Spannung mag ich gar nicht!“, zog ich meine Antwort überlegt in die Länge, wirklich nicht wissend wie ich das sonderbare Verhalten der Twins einschätzen sollte.

„Wir haben uns gestern Abend jemanden geschnappt!“, kam es sachte von George, dabei rubbelte er sich unruhig durch seine Haare.

„JUPP, fiel uns einfach so in die Hände!“, klatschte Fred schon sehr viel freudiger in die ebenerwähnten Hände und blinzelte betont unschuldig durch die Gegend, während ich versuchte zu verdauen, das sie JEMANDEN geschnappt hatten!

Wen?

„Und das heißt?“, traute ich dem Braten wohlweißlich nicht, als mich George plötzlich zur Bank führte und mich zwang Platz zu nehmen, was mir noch mehr skeptisch werden ließ.
„Nun wir, Fred und ich, wir haben uns entschieden einige Versuche und Experimente mit unserem neuen Freund zu begehen…..!“, holte George aufgrund meines harten Blicks aus, während er mir ein recht spärliches Lächeln schenkte.

„Oh nein, sagt mir nicht das….das…nein, oder?“, wollte ich auf einmal mehr als besorgt wissen.
Ich wusste um ihre Experimente, ihre gefährlichen Versuche mit dem ein oder anderen Tier. Die Twins waren nicht das wofür sie andere im Großen und Ganzen hielten, denn sie konnten kleine sadistische und gemeingefährliche Teufel sein.

Nicht jedes der Tiere hatte überlebt!

Ihr Spitzname von mir kam nicht von ungefähr.

„Ihr habt jemanden getötet?“

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