When Hermione Fights
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 Kapitel 301-302

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queenie
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Kapitel 301-302 Empty
BeitragThema: Kapitel 301-302   Kapitel 301-302 EmptyFr Aug 10, 2012 7:55 am

Also es war soweit, unser Treffen hat stattgefunden, unglaublich aber wahr und wir waren 13 unterschiedliche, aber lustige Personen, die sich auf Anhieb gut verstanden haben und es hat Spaß gemacht, ich glaub jeder war zufrieden.
Dabei wurde mir ein Geschenk gemacht von der lieben Nira26 und Liselotte, die mit mir die ersten 57 Kapitel komplett überarbeitet haben und dies mit einem selbstentworfenen Cover drucken haben lassen, hier der Link, wer auch immer sich vielleicht, das bestellen möchte, vorenthalten will ich es niemandem und keine Sorge, am Band 2 arbeiten wir auch hart, es soll alles überarbeitet werden, da sich doch viel verändert hat, gerade in den ersten nicht gebetaten Kapitel hat sich viel getan.
Natürlich gilt hier, nichts gehört mir, alles JKR und ich verdiene damit kein Geld.
Glg
Queenie
Ps. viel Spaß hier auf lesen ff.de der ersten Kapitel.


301. Kapitel

Somit nahm ich in einer wagemutigen Aktion rasanten Anlauf, bevor ich kraftvoll in die Luft hochsprang, mich mit einem Fuß am Stamm des Baumes abstützte, um mit meinem rechten Fuß von hinten Schwung zu holen, damit ich eine Rolle rückwärts, oder auch einfach gesagt einen Salto hinlegen konnte, sodass ich halsbrecherisch durch die Luft wirbelte. Dann landete ich mehr oder weniger galant hinter dem Tier, dabei hatte ich noch meinen zweiten, längeren Horus-Dolch gezogen.

Das Tier war mir blindwütig gefolgt und eher darauf vorbereitet mir in den Baum zu folgen, denn dass ich nun in seinem ungeschützten Rücken stand war wohl unerwartet. Somit schoss ich nun mit den beiden gezückten Dolchen rasch nach vorne und rammte übergangslos beide tief in die Seiten, trieb sie unbarmherzig bis zum Anschlag in das große Raubtier hinein.

Der Puma brüllte entsetzt auf und sein Ruf erschallte in dem Wald laut wider.

Ich stand noch ganz atemlos schnaufend über dem Tier, das unter meinem nachhaltigen Griff erzitterte, als ich schon hörte, wie ein tiefes, wütendes Donnergrollen ertönte und der enorm kräftige Puma sich unter mir aufbäumte um herumzuwirbeln, wobei mir ein Dolch entrissen wurde, weil dieser noch fest in der linken Seite der Katze steckte. Während ich es gerade noch so schaffte den Dolch mit meiner rechten Faust umklammert zu halten, spürte ich, wie die Klinge aus dem weichen, nachgiebigen Fleisch des Tieres herausglitt und der Puma dabei wütend und fauchend aufjaulte.

Trotz meines Stiefeldolches, den ich vom Baum geworfen hatte und der auch noch immer in der Schulter steckte, sowie meines Horus-Dolches, der in der linken Körperseite steckte, dem nicht allzu tiefen Schnitt am Hals und der blutenden Wunde, die mein anderer Horus-Dolch in die rechte Seite geschlagen hatte, sprang mich nun urplötzlich die Raubkatze noch immer sehr lebendig an.

Ich riss instinktiv meinen linken Arm hoch, um mich vor den scharfen Reißzähnen und spitzen Krallen zu schützen, während ich mich wegbeugte, dabei hielt ich den mir verbliebenen Dolch in meiner rechten Hand fest umklammert. Im nächsten Augenblick wurde ich schon von dem großen Tier unsanft und mit Schwung umgerissen und landete auf dem Rücken. Dann spürte ich auch schon den unsäglichen Schmerz, als sich die Reißzähne des Pumas rücksichtslos und unerbittlich fest in meinen Unterarm bohrten, den ich schützend vor meine Kehle hielt.

Als die harten Zähne rücksichtslos leicht durch meine Haut schnitten, keuchte ich schmerzhaft auf und kniff kurz die Augen zusammen.

Es geschah nun gleichzeitig, der Biss des Tieres in meinen Arm, wobei ich den verwesenden Geruch des Rachens der Wildkatze einatmete, der mir ins Gesicht wehte und der mich fast würgen ließ, als ich zusätzlich mein eigenes frisches Blut roch, während die Raubkatze schmerzhaft rüttelnd und reißend an meinem Arm zog und sich seine Zähne brutal tief in das Fleisch und die Sehnen meines Unterarmes bohrten.

Es schmerzte höllisch, daher presste ich jetzt die Kiefer fest aufeinander und stöhnte verhalten, aber ich weigerte mich stur meinen Zauberstab zu ziehen, oder auf Magie zu setzen und versuchte in dem ungleichen Kampf, wobei ich eindeutig die Schwächere war, meinen Dolch zu platzieren. Mein Plan war ihn nah an mich, an meinen Körper zu bringen und als es mir in Sekundenschnelle gelang, blickte ich triumphierend in die gelbgrünlich leuchtenden Augen der Katze, dann stieß ich erbarmungslos, mit einem lauten Schrei auf den Lippen zu. Dabei durchbrach die stählerne Klinge den zarten, weichen, weißen Unterbauch des großen Tieres, unterhalb des Brustkorbs.

Sogleich konnte ich sein Erstaunen in seinen tierischen Augen lesen, konnte in ihnen den krassen Schmerz ausmachen, den er spürte. Dem Tier entkam ein atemloses Winseln, dabei entließ er meinen Arm aus seinem Kiefer und ich staunte noch immer über das Spektrum der mannigfachen Laute, des sterbenden Pumas.

Ich hatte Glück, denn der Puma war kurz davor gewesen mir meinen Knochen zu brechen, mit seinem stahlharten, mahlenden Gebiss, aber ich hatte noch gerade rechtzeitig den Kampf um Leben und Tod für mich entscheiden können.

Dann sackte die große Raubkatze plötzlich schlaff und sterbend über mir zusammen und begrub mich voll und ganz mit ihren gut 70 Kilo unter sich. Das Tier schaffte es, mir die Luft aus den Lungen zu drücken und ich keuchte schwer auf.

Nach einem Moment des Glücksgefühls, den ich mir erlaubte zu erleben, weil ich es geschafft hatte, begann ich mich schleunigst aufzuraffen, um mich aus meiner misslichen Lage zu befreien! Somit fing ich an zu kämpfen und versuchte mit Schwung mich herum zu drehen, weil es mir zu blöd wurde mit dem toten, auf mich blutenden Puma zu kämpfen, denn nun pochte und schmerzte auch immer mehr mein verletzter, um nicht zu sagen, zerfetzter Arm.

„Hallo, wenn ihr zwei Nervensägen schon spionieren müsst, dann könnt ihr mir jetzt auch helfen!“, meinte ich genervt, worauf ich unüberhörbare raschelnde, sich nähernde Schritte wahrnahm.

„Du… du weißt, dass wir dir folgen?“, hörte ich es gedämpft, als Harry erstaunt rumstotterte und erlaubte mir genervt die Augen zu verdrehen. Ich lag verletzt unter einem riesigen Pumamännchen begraben und das fragen sie mich, JETZT?!

„Bei dem Lärm, den ihr macht?“, fragte ich verächtlich, dabei verzog ich schmerzhaft meine Miene, da ich endlich, mit einigem Umstand, meinen Arm aus den geblichen Zähnen bekommen wollte, in denen er immer noch hing, obwohl der Puma seinen Biss vorhin deutlich gelockert hatte. Das tote Tier biss zwar nicht mehr zu, aber ich hatte es nicht mehr geschafft meinen Arm ganz heraus zu ziehen, bevor es auf mir zusammengebrochen war.

„Her… Hermione!“, quiekte wieder Ron hell auf und jetzt war es soweit, dass ich gequält die Augen schloss.

„Jaaaaaaaaaaa!“, meinte ich nur ergeben, als endlich an dem felligen Etwas auf mir unsanft gerüttelt wurde und als ich soweit von dem Gewicht befreit war, dass ich mich wieder bewegen konnte, kämpfte ich immer noch mit dem Gebiss.

Es dauerte, bis ich meinen blutenden und leicht zerfetzt wirkenden Arm aus den Reißzähnen hervor gezogen hatte. Mir bot sich dann ein Anblick, der selbst mich kurz erzittern ließ, aber auch dafür sorgte, dass Ron wieder erbärmlich würgte, während er noch immer sehr blass um die Nase wirkte.

Dann zückte ich, nachdem ich mich gefangen und das Zittern besiegt hatte, sehr unbeeindruckt meinen Zauberstab und zauberte rasch, heilte das zerstörte Gewebe, die zerbissenen Sehnen und das zerfetzte Fleisch, sowie die zerrissene Haut, auch wenn ich nicht gleich wieder einen schönen Arm haben würde, so würden die Salben und Tränke dafür sorgen, dass er bald wieder herzeigbar sein würde.

Der Heilvorgang war etwas, was schrecklich schmerzte und einem die ungeweinten Tränen in die Augen trieb, aber ich hatte schon Schlimmeres erlebt. Ich zog einen Heiltrank hervor und stürzte ihn hinunter, danach versuchte ich umständlich eine Salbe über die breite und zackige, sowie rotgeschwollene Narbe zu verteilten, bis mir abrupt und unerwartet jemand die Salbe bestimmt aus der Hand nahm und es für mich übernahm alles akkurat einzureiben.

Zu meiner Verwunderung war es nun Harry, der mich routiniert zusammenflickte, etwas was ich nicht erwartet hätte und wann immer sich unsere Blicke kreuzten, sah ich viele Fragen in seinen Augen stehen.

„Warum?“, meinte er dann auch schon vorwurfsvoll, leise flüsternd.

„Das könnte ich auch fragen! Warum seid ihr mir gefolgt?“, reagierte ich mit einer Gegenfrage.

„Na, wir lassen dich doch nicht allein zurück!“, kam es empört von Harry und an seiner erregten Mimik erkannte ich schon seinen Sturkopf, der gerade zutage trat.

„Harry, dann wundert euch nicht, wenn euch nicht gefällt was ihr seht!“, kam es sehr pragmatisch von mir, als ich und er einen langen Blick auf das tote, große Katzenviech warfen.

„Aber warum? Die Tiere haben dir doch nichts getan!“, wisperte er mit tellergroßen Augen. „Vor allem hast du doch selbst vorhin gesagt, dass allem ein rascher Tod vorzuziehen ist. Oder? Das war gerade nicht langsam… das war brutal!“, kam es stockend von ihm und ich erkannte sein Problem, meine Aussage von vorhin und ich verstand. Es stimmte, das hier war nicht rasch gegangen, aber ich war wie immer etwas anders! Das war der erste Punkt und der zweite; ich konnte wählen wie ich tötete, denn ich konnte beides, langsam wie schnell, nur Harry war weit davon entfernt auch nur eines von beiden zu können. Warum sollte ich ihn überfordern, indem ich etwas forderte was er nicht leisten konnte?

Er empfand dabei kein Vergnügen, keinen Spaß, kein Amüsement, mir hingegen hatte es einen Kick sondergleichen verschafft mich mit der großen Katze zu messen.

„Warum nicht? Jagen macht Spaß. Es geht darum: Die Starken fressen die Schwachen! Es ist eine Bestätigung und bitte, deine Hirschkuh von vorhin, die hätte der Puma auch gejagt und gerissen!“, warf ich lapidar ein und deutete abwertend auf den Kadaver des Raubtieres.

„Dir… dir macht das wirklich… Spaß? Freude?“, wimmerte Ron leise auf und ich warf einen kalkulierenden Blick zu ihm, dabei nickte ich bestimmt.

„Wirklich, Schönste?“, schien sich Harry soweit gefangen zu haben, dass er wieder zu meinem Kosenamen gefunden hatte.

„Ja, Harry! Ich hoffe die Vorstellung hat euch gefallen?“, kicherte ich amüsiert, dabei wusste ich genau, dass ich sie maßlos schockierte.

„Das… das war unglaublich! Wie du das kannst ist beeindruckend und beängstigend! Ich war schon gut fünfmal davor einzugreifen und dir zu Hilfe zu eilen, wenn ich nicht so gebannt gewesen wäre! Aber, aber… warum bereitet es dir nur keine Probleme?“, grübelte er fast schon misslaunig und fuhr sich unglücklich durch sein wirres, schwarzes Haar.

„Bei so was? Nein, es gab andere schwerwiegendere Entscheidungen, da war es schwer… sehr schwer! Aber es wiederum nicht zu tun, hätte mein Ende bedeutet, auch hier. Und da bin ich mir dann doch selbst am Nächsten!“, wisperte ich tonlos, da ich mich an Hannahs Vater, Mr. Abbott, erinnerte und wie ich es ohne zu zögern unter den Augen der DeathEater getan hatte, wissend, dass jedes Zeichen der Schwäche zu meinen Ungunsten ausgelegt werden würde.

„A… ABER, du bist ein Mädchen…!“, flüsterte Ron rau, dabei blinzelte ich überrascht über diese glorreiche Erkenntnis, während ich auf die Füße kam und über meine verdreckte Hose strich und den blutigen Kadaver anblickte. Es wirkte wie ein Schlachtfeld. Ich überging Ron erst mal und zog meinen Stiefeldolch schmatzend aus der Schulter und meinen anderen Dolch aus der Flanke des Tieres.

„Na und deshalb soll ich in dem was ich tue nicht gut sein?“, fragte ich dann doch beleidigt, als ich die blutbesudelten Klingen im Gras abwischte, bevor ich sie geschmeidig einsteckte.

„Nein, nein, das nicht, aber doch nicht so… begeistert?“, stotterte Ron unsicher, derweil sagte Harry gar nichts und blickte nur unstet durch die Gegend, im immer diffuser werdenden Licht des Abends.

„Ach… ich werde mich nicht entschuldigen, dass ich gerne jage!“, meinte ich gerade störrisch, als Harry seine Hand in der aufziehenden Dunkelheit beruhigend erhob.

„Klar, also ich mein, ich kenn das von den Muggeln, die Fuchsjagden und so,… Petunia liebte die Berichte im Fernsehen über diese Veranstaltungen, ist wohl aber nicht mit dem hier zu vergleichen was du abziehst! Ich bin ehrlich gesagt sprachlos aber auch sehr beeindruckt, wie krass das gerade war! Und zu meinem Leidwesen…, meinem unendlichen Leidwesen, erkenne ich, dass mir noch massig viel fehlt, um mich einem DeathEater wirklich zu stellen! Wir hatten unsägliches Glück im Ministerium und DICH… oder?“, hauchte Harry zum Schluss geschockt, aber auch erkennend und ich nickte langsam, denn es stimmte, ich hatte effektiv viele ausgeschaltet, ohne dass und Lucius‘ Anweisung nicht unseren Tod zu wollen, sowie unserem unsäglichen Glück, hätte das Ministerium für uns ganz anders ausgehen können.

„Mir wird schon wieder schlecht!“, würgte Ron schon wieder auf diese Eröffnung hin und ich schmunzelte nun doch. Der arme Junge konnte einem leidtun, denn das war heut alles ein bisschen viel für ihn. Unbewusst, fast panisch, strich er sich immer wieder über seine vernarbten Arme.

„Wir sollten gehen!“, meinte Harry nun wie aus heiterem Himmel und ich zauberte mit einem Wisch die Sauerei weg, nicht dass noch jemand diesen Puma hier fand und nachfragte, was dieses Schlachtfeld sollte, wobei ich doch eigentlich nach dem Desaster recht froh war, dass Harry und Ron Zeuge davon geworden waren, damit sie endlich sahen und verstanden, was es bedeutete zu kämpfen, zu töten und sich dem Ganzen wirklich zu stellen, um sich mehr damit identifizieren zu können.

„Ja, das sollten wir! Ich gehe aber gleich ins Manor!“, und mit diesen Worten apparierte ich, darauf vertrauend, dass die Jungs auch richtig agierten und ebenfalls nach Hause apparierten und vielleicht doch mal auf mich hörten.

Den Rest des Tages verbrachte ich zu meiner großen Überraschung alleine. Draco war wohl immer noch damit beschäftigt, das passende Präsent für die Veelas zu finden und Severus, keine Ahnung wo er sich rumtrieb. Wo Lucius war interessierte mich gelinde gesagt nicht die Bohne und ich war eher froh, auch ihm nicht zu begegnen. Ich hatte sogar das Glück alleine, für mich, Abend essen zu können und eine entspannte Nacht in meinen Räumen zu verbringen.

Am nächsten Morgen erwachte ich daher umso ausgeschlafener und erholter.

Ich hatte mich gerade angezogen und trug ein unspektakuläres, einfaches Sommerkleid und wollte mir als nächstes eine Tasse Kaffee gönnen, vor allem da mein nun verbundener Arm noch immer schmerzte, als die Türen zu meinem Salon aufflogen und jemanden offenbarten, der mir grimmig entgegensah.

„Ich wünsche, wie gesagt, noch vor deiner Abreise nach Irland, Potter zu sprechen!“, rauschte ein sichtlich kurz angebundener Severus herein. Ich hatte seit dem ungemütlichen Abgang von Draco gestern, vor dem Jagen, von eben Jenem nichts mehr gesehen oder gar gehört und hoffte inständig, dass Draco sich einkriegen würde, von was auch immer für seine Verstimmung gesorgt hatte, bevor es morgen, am Donnerstag, nach Irland gehen würde.

Und so seufzte ich über diese erneute sofortige Forderung leise auf.

„Natürlich, dann jetzt sofort?“, fragte ich kaltschnäuzig, wobei mich diese barsche Aufforderung überraschend traf, weil er mir einen Strich durch die Rechnung machte, indem er sich affektiert verbeugte und mir auffordernd die Tür aufhielt, um mein gar nicht ernst gemeintes Angebot spöttisch anzunehmen.

Verdammt, Glück musste der Mensch haben, das war doch zum Haare ausreißen.

Ich konnte nur hoffen, dass sie Remus im Cottage unter Verschluss hielten, somit schnappte ich mir nur im Vorbeigehen meinen langen Mantel und eilte vor Severus die Treppen des Manors hinab, um mit ihm in der Halle zu apparieren.

Hermiones Sicht ende
Severus Sicht

Sie erstaunte mal wieder in ihrer überlegenden, kalten Art. Ich hatte sie absichtlich überfallen mit meinem Wunsch und ihre erstaunlich abgebrühte Art sich zu geben überraschte mich positiv, da es zeigte, in Extremsituationen würde sie es immer schaffen kalt und pragmatisch zu agieren aber auch gleichzeitig ärgerte es mich unwesentlich, dass sie derart wagemutig war und so wollte ich mich überraschen lassen.

Sie marschierte selbstsicher vor mir her und rauschte vorweg, so auch als sie mir die Tür zum Cottage öffnete, um mich in die ungemütlich laute Höhle der Connection, wie sie sich selbst schimpfte, zu bitten.

„Schönst…!“, „Hermio…!“, „Was machst du…!“, „Oh, Professor!“, schaffte es der erstaunte Schrei von Zabini alle sofort zum Verstummen zu bringen. Eins musste man der Bande lassen, die nonverbale Kommunikation funktionierte immer besser zwischen ihnen und war unmerklich.

Aber ich, der ich zu meinem unendlichen Leidwesen diese Gören kannte seit sie 11 Jahre alt waren, konnte den schnellen, versteckten Blickwechsel einiger Mitglieder durchaus wahrnehmen und verstand ihn auch noch zu deuten.

Ein sichtlich überforderter Potter trug gerade sein Balg in den Armen, das lautstark plärrte, als eine erstaunlich gut und gesund aussehende Greengrass aus der Küche eilte, um ihm das augenscheinlich unwohle Kind abzunehmen, wobei der selbige ein erleichtertes verziehen seiner Züge nicht verhindern konnte, als sein unkontrollierbarer Spross ihm entschlossen abgenommen wurde.

Die Mutter brachte das Kind kopfschüttelnd in die Küche, kam aber kurze Zeit später ohne Last wieder alleine heraus und setzte sich interessiert zu uns, nachdem sie ihrem Freund und Vater ihres Kindes einen tadelnden Blick zugeworfen hatte.

Tja, da tat mir Potter doch mal gar nicht so leid, denn das hatte er verdient. Meine Mundwinkel kräuselten sich bei der Betrachtung dieses unharmonischen Bildes sehr hämisch.

„Potter, wie stellen sie sich das zukünftig vor?“, wollte ich rasch mit meiner Predigt beginnen, als ein rotgesichtiger Ronald Weasley laut polternd in das Wohnzimmer aus den oberen Räumen herein rauschte und erregt in die Runde schrie:

„WIR HABEN EIN PROBLEM!“ Dabei überging er mich, das bedeutete, er überging meine zu honorierende Person total.

An sich unverzeihlich, da fand ich doch tatsächlich rasch den Malfoy in mir!

Denn dieser Rothaarige registrierte mich sichtlich sehr wohl, da er mich mit großen, ungläubigen Augen, die an eine Kuh erinnerten, die geschlachtet werden sollte, anglubschte und das bedeutete, wir hatten wirklich ein Problem.

„Weasley, was fällt ihnen ein…!“, brauste ich eisigst auf, aber der junge Spund wagte es tatsächlich nur unerwartet lässig über meinen Tadel abzuwinken:

„Sorry, Sir! Aber gut, dass sie da sind,… aber nochmal: Wir haben ein richtig großes SCHEISS-PROBLEM… und das steht hier drin!“, haspelte er gehetzt daher, dabei wedelte er mit einem erstaunlich riesigen Schinken in seiner Hand herum und hatte ganz rot leuchtende Wangen.

„Warum? Was ist?“, fragte einer der Red Devils leicht zweifelnd.

„Na, ich hab gelesen!“, kam es von dem jungen Potterfreund geziert.

„HA, der Witz des Jahres!“, entkam es mir zynisch und selbst seine Brüder, die diabolischen Twins, klatschten sich bei meinen trockenen Worten mit einem High five ab, etwas was dafür sorgte, dass sie einen bitterbösen Blick von ihrem jüngeren Bruder kassierten.

„Fred, George ihr seid zu doof, ehrlich!“, keifte der Leidtragende des Spottes böse und schmiss das Buch polternd auf den Wohnzimmertisch.

„Okay, jetzt mal alles ruhig, lassen wir Ron erzählen was er rausgefunden hat!“, bat ein herrisch auftretender Zabini und klatschte dabei befehlend in die Hände, während ich mich zurücklehnte um das Kommende gespannt zu verfolgen. Auch das extrem schweigsame Biest setzte sich nur abwartend auf die Lehne eines Sessels und verharrte ruhig, dabei blieben mir die leicht distanziert wirkenden Blicke zwischen und innerhalb des Trios nicht verborgen, etwas was mich minimal irritierte.

„Danke, Blaise! Also es ist so… mit dem Baby, da bekommt man ja fast keinen Schlaf… und deshalb hab ich gelesen…!“, diese sehr unschuldig kommende Aussage, in diesem chaotischen und sehr verdorbenen Haufen, sorgte für sofortige und sehr ehrliche Erheiterung, die alle wieder auf den Schultern des Rothaarigen austrugen, selbst das Biest kicherte leicht über die Erklärung.

„Hahaha, ihr seid zu doof, alle miteinander! Macht euch ruhig lustig, aber man könnte sich echt fragen, warum es noch keinem von EUCH belesenen Schlaumeiern aufgefallen ist und seit der Jagd…“, dabei schluckte der Junge so sichtlich schwer, dass sein Kehlkopf nervös auf und ab sprang, wobei sein unruhiger Blick zum Biest aber auch zu Potter huschte.

Jagd? Na, das war doch interessant, wie es schien hatte das Biest ihnen gezeigt, was es hieß zu jagen, etwas was den beiden Jungs sichtlich schwer im Magen lag. Es wäre interessant zu wissen, was sie gejagt hatten und was sie getan hatte, dass beide derart erschüttert und unwohl wirkten.

„Was hat die Jagd damit zu tun?“, fuhr auch schon das Biest brüsk dazwischen und verschränkte abwehrend ihre Arme vor der Brust.

„…Schlafprobleme…!“, zeigte sich der Junge verschämt, etwas was alle dann doch wieder hart auf den Boden der Tatsachen brachte. Wobei ich mich aber fragte, ob alle wussten, was bei dieser ominösen Jagd geschehen war, denn die Mädchen hoben sehr wohl skeptisch ihre Augenbrauen und auch Zabini und die Red Devils tauschten kurz verwunderte Blicke woher diese „Schlafprobleme“ kamen.

Interessant, aber wie auch immer, ich wollte mehr wissen.

„Sagst du uns nun, warum wir Probleme haben?“, fragte Zabini drängend nach.

„Na, ich hör auf die Schönste und wer schwärmt seit Jahren von „Eine Geschichte Hogwarts“? … ja, genau und das tat ich und da hab ich rausgefunden, warum Dumbledore weiß, dass Hermine jetzt Malfoy heißt! Aber auch, warum es gefährlich wird, wenn Daphne und Harry im Sommer heiraten“, kam es wie aus dem Zauberstab geschossen von einem sehr aufgewühlten, jungen Mann.

Interessant, ahhh… ja, ich hatte schon die Lösung des Problems, ich hatte vorher nicht daran gedacht, es war mir schlicht als Option entfallen, aber natürlich, da war Weasley mal tatsächlich über das Offensichtliche gestolpert und hatte richtig kombiniert.

Das Buch!

Jedes magische Kind in England, das geboren wird, wird von einer magischen Feder in einem Buch in Hogwarts festgehalten, das Professor McGonagall einmal im Jahr öffnet, um Briefe an die betreffenden Schüler zu schicken, die das entsprechende Alter erreicht haben um Hogwarts zu besuchen.

http://harrypotter.wikia.com/wiki/Hogwarts_acceptance_letter

Respekt, das Cottage tat dem jungen Weasley gut.

„Beeindruckend, dass sie lesen können!“, verpackte ich mein Lob in triefenden Sarkasmus, aber der Junge erstaunte erneut, indem er dankbar nickte, verstehend und ahnend, dass ich wusste, was er meinte, während sich das Biest gerade schmerzhaft aussehenden, hart an die Stirn schlug, wobei sie verärgert auffuhr.

Es wirkte als hätte sie auch soeben erkannt, was ihr Freund rausgefunden hatte.

„Das Buch….“, wisperte sie tonlos, während uns andere anstarrten wie Erscheinungen, da diese Personen wirklich absolut keine Ahnung hatten von was wir gerade sprachen.

„Genau, Schönste! Das Buch!“, flüsterte der erregte Junge erschüttert zurück.

„Welches Buch?!“, erschallte es unisono im Chor von den restlichen Ahnungslosen, woraufhin Weasley, ich und das Biest verächtliche Töne von uns gaben und ehrlich, was für Idioten umgaben mich leidgeplagten Menschen immer nur?

Also forderte das Biest ihn auf die anderen einzuweihen, da es sein Verdienst war, dass wir es nun erkannt hatten und wussten. Ich erlaubte mir einen kleinen, feinen Stich der Verärgerung, dass ich dies nicht in meine Überlegungen mit einbezogen hatte, aber auf der anderen Seite fand ich es jetzt nicht übermäßig schrecklich, dass ich eben jenes übersehen hatte, schließlich hatte ich mehr zu tun als mich nur dieser Frage zu widmen.

„Ja… ähm, also das ist so Leute! In der Geschichte steht, dass es ja in Hogwarts ein Buch gibt, das die Namen aller „magischen“ Kinder enthält und einmal im Jahr öffnet es sich! Und der, der die Briefe schreibt, kann die Namen sehen und die Briefe an die Schüler verschicken! Aber das Buch öffnet sich nur in den Sommerferien, einmal! Sonst nie! Aber es aktualisiert sich! Ist alles hochkompliziert beschrieben. Es ist unheimlich mächtige Magie, selbst das Ministerium hat so was nicht und würde es sich wünschen, dass sich ihre Unterlagen selbstständig ändern! Aber nur die Gründer haben es geschafft so etwas zu erschaffen! Toll, die vier….“, schwärmte der Rotschopf als er alles erklärte.

„HÄÄÄ und was heißt das???“, fragte ein sich am Kopf kratzender Twin argwöhnisch.

„Das, das… das heißt, dass spätestens im Sommer Dumbledore von meinem Kind und meiner Frau wüsste!... und er dadurch auch von Hermiones Namensänderung erfuhr…?“, wisperte Potter überraschend klarsichtig von einer Sekunde zur nächsten ganz bleich, was für ein einsetzendes Keuchen sorgte, während das Biest nickte und auf ihrer Unterlippe kaute.

„Da sich dann das Buch öffnet und Daphne einen neuen Nachnamen hat und ein neues, magisches Baby auftaucht mit einem sehr eindeutigen Namen, sicher!“, eröffnete der stöbernde Weasley recht tonlos und blickte leidlich in die ihn anstarrende Runde.

„Damit haben wir ein neues Problem…!“, stieß das Biest sehr rational aus und knabberte wieder weiter auf der Lippe rum, während ich ebenfalls über die neue Situation nachdachte und sinnierte, dabei verschränkte ich meine Arme vor meiner Brust.

Plötzlich schoss Potter wie von der Tarantel gestochen in die Höhe und begann nervös hin und her zu laufen, dabei erinnerte er an einen gefangenen Löwen.

„Ganz ruhig Harry, Dumbledore wird nicht mehr lange genug Leben, um das noch zu erfahren!“, kam es nun erschreckend, oder auch von meiner Seite gesehen erregend, ruhig von ihr.

Die anderen Mitglieder sahen zum Teil überrumpelt oder auch entsetzt zur ihr, wenngleich ich ihr, von meinem vorfallenden Haar gut verborgen, einen heißen Blick sandte. Ihre überlegte, total kontrollierte Art war für mich sehr fesselnd.

„Du bist dir sicher, dass wir ihn vor den Ferien beseitigen?“, stoppte Potter abrupt und drehte sich zackig zu ihr um.

„Wir müssen! Egal, wer auch immer es tut, aber er wird beseitigt werden! Aber du musst weiter denken, Harry!“, bedeutete sie ihm und unterstrich ihre Worte mit einer eindeutigen Geste.

„Du meinst???“, glubschte er wenig schlau hinter seiner Brille groß zu ihr und ich wusste, das war ja so klar, dass besagter Potter einfach nur hohl sein konnte, bei einem Vater wie seinem!

„Ach Harry, denk doch mal! Sein Nachfolger… sein Nachfolger ist das was wir steuern müssen. Sollte es ein DeathEater werden, wäret ihr in noch größerer Gefahr als unter Dumbledore, sollte es McGonagall werden wäre es auch nicht vorteilhaft, vor allem da sie dann auch wüsste, dass ich nicht mehr Granger heiße, aber sollte es jemand von Ministerium werden, a la Umbridge wäre es katastrophal…!“, erklang es kühl vom Biest und ihre Worte sorgten für eine absolute Totenstille, wobei ich bei dem jungen Weasley erkannte, dass dieser diese Überlegungen schon gedacht hatte, da er ihr nur einen langen wenig glücklichen Blick zuwarf und nun relativ teilnahmslos wirkte, was bedeutete, dass dies das eigentliche Problem war, was er vorhin angesprochen hatte. Der Junge verstand auf einmal positiv zu überraschen.

„Shit!“, „Verdammter Dreck!“, „Glück muss der Mensch haben!“, „Da hätten die Gründer ihre Genialität echt mal stecken lassen können!“, „Als ob wir nicht schon genug Probleme haben!“, ertönte nun die allgemeine Anteilnahme über die „Katastrophe“.

„Da fällt mir ein, ist es nicht sonderbar, dass McGonagall nicht letztes Jahr gesehen hat, dass du nicht mehr du bist… äh, also du weißt schon…?“, kam es eloquent von dem rothaarigen, jungen Entdecker schon eher gewohnt wirr und zerstörte meinen ungewohnt löblichen Eindruck von ihm und ich gewährte mir großmütig ein abfälliges Schnauben.

„Nun, das stimmt Ron. Damals hat mir Dumbledore geschrieben, vielleicht hat er sich mal die Mühe gemacht die Briefe zu verfassen und McGonagall davon ferngehalten, würde zu ihm passen!“, kam es verächtlich von ihr.

„Nein, das ist es nicht, das Buch öffnet sich nur einmal in den Ferien, letztes Jahr war McGonagall noch von dem Angriff von Umbridges Schockzaubern geschwächt und lag danieder, somit musste der Alte sich darum kümmern! Und ich war als Spion unterwegs, schon tragisch!“, warf ich sehr bösartig ein und erinnerte die Meute an die Geschehnisse, die für diese Gruppe augenscheinlich schon Jahre zurückzuliegen schien.

Da verstummte die Gruppe und sinnierte über die neuen Erkenntnisse, als sich der intensive Blick des Biestes mit meinem verhakte bevor ein gemeingefährliches, böses Grinsen an ihren Mundwinkeln zuckte.

„Headmaster…!“, wisperte sie heiser, woraufhin ich nur in stiller Zustimmung mein Haupt neigte, nicht nur, dass der Lord und Lucius schon mit dieser Idee spielten, nun würde auch sie alles tun, dass die Schule und damit auch die Schüler in meine Hände gelangten!

Denn ich wusste schon wer alles vom Namen zu wem gehörte, damit war ICH die wünschenswerteste Person, der dieser neue Posten obliegen sollte. Ob dieser Offenbarung vernahm ich wieder einige wehleidige Stöhner und die lautesten kamen eindeutig von Potter und dem jungen Weasley. Ich kämpfte heldenhaft gegen das gehässige Grinsen an, das sich auf meine Züge legen wollte. Es wäre herrlich, wenn ich endlich würde schalten und walten können wie ich wollte.

Natürlich, ich war ein Bastard und ich genoss es einer zu sein, dachte ich, während meine bohrenden, schwarzen Augen auf den jungen Leuten hafteten, die sich unter dem stahlharten Blick zu winden schienen.

„Ja, wollen sie das überhaupt?“, fragte nun einer der Twins ungläubig, wobei ich meine Schultern zuckte, die tatsächliche Aufgabe an Arbeit, Verpflichtung und Ansehen wollte ich eigentlich nicht wirklich, das war ein Fakt, der mir wieder schrecklich wehtat. Aber wie immer wusste ich, dass ich eben der arme, schicksalsgeplagte Mann war, der ein leidvoll Gebeutelter der grauenhaften Umstände war und der sich diesen erhobenen Hauptes zu stellen hatte und daher neigte ich sachte mein Haupt in stummer, gequälter Akzeptanz.

„Das steht wohl nicht zur Debatte! Jetzt wissen wir eindeutig woher es der Alte weiß und das er stillhält, weil er es bisher niemandem mehr zeigen konnte um seine Behauptung zu untermauern, denn wer würde ihm glauben?“, kam sie wieder gewohnt kalt auf den Punkt und schaute recht biestig drein, während sie alles andere überging und böse aufbrauste „Ach... ich ärgere mich, dass ich nicht eher auf die Idee kam!“, brummte sie zu niemand bestimmtem.

„Jetzt wird es bald in unserem Heim nicht mehr lauschig zugehen, wenn sie die Schule bekommen!“, kam es patzig von einem schlechtgelaunten Potter und das erinnerte mich rasant daran, dass ich doch eigentlich hierhergekommen war, um dem jungen Mann noch zu erzählen, wie dumm, doof und minderbemittelt er doch war!

Die unvorstellbare Leistung zu erbringen, in dieser Zeit ein Kind zu zeugen, konnte nicht unkommentiert bleiben und so stieg ich auf die Andeutung auf mein Heim doch mal gleich ein. Ich war immer gehässig und mir sehr sicher, dass ich es schaffen würde Potter noch zu schocken.

„Oh, sie kennen mein Heim in Spinners End sehr wohl besser als sie es sich jemals hätten wünschen können, Potter und noch viel mehr als es mir und ihnen lieb sein kann! Sie sind an sich genauso voreilig wie ihre Mutter!“, tropfte der Spott aus meinen Worten wie zäher Honig, als ich ihm mein Gesicht zuwandte um ihn hämisch niederzustarren.

„Wie meinen sie das Sir?“, kam es behutsam von Potter, der argwöhnisch hochgeruckt war und auch die anderen erkannten, dass jetzt nicht der Zeitpunkt war etwas zu sagen.

„Wie ich es sage, Lily beliebte es, nachdem sie, Potter, auf der Welt waren und ihr werter Vater so frei war die Nacht mit Black zum Tage zu machen, mich zu beehren, da sie es bereute und bedauerte derart früh geheiratet und geschwängert worden zu sein! Und dann auch noch von so einem Mann wie Potter!“, spuckte ich verächtlich aus und ich durfte mir die Freude erlauben zu sehen, wie Potter grünlich weiß im Gesicht anlief bevor er sich die Brille herunterriss und sich ungläubig die Augen rieb.

„Dann… war meine Mum bei ihnen… um…!“, stotterte er plötzlich, als ich ihn barsch unterbrach.

„Um sich abzulenken!“, grinste ich spöttisch, süffisant als ich es doppeldeutig Potter unter die Nase rieb, wie seine Mutter sich abgelenkt hatte, oder auch mit wem und was wir dabei getan hatten um zu vergessen.

„Ablenken? Aber sie war doch verheiratet?“, warf Potter recht tonlos ein.

„Ach und sie denken, nur weil man heiratet ist dann alles gut? Ihre Eltern waren ein wirklich tolles Paar! Kaum dass sie auf der Welt waren Potter, fing ihr hochverehrter Herr Vater an wieder um die Häuser zu ziehen! Trotzdem er von der Gefahr wusste, die drohte, darum begleitete ihn auch Black immer! Machen sie die Augen auf, Junge! Ihr Vater war jung und wollte leben und das was er gerade hatte entsprach dem wohl weniger! Somit begann er Lily zu betrügen und Lily war viel aber nicht dumm! Wobei das auch so nicht stimmt, sonst hätte sie sich nicht auf den haltlosen Weiberhelden Potter eingelassen“, schränkte ich mich zum Schluss ein und fuhr unbeirrt fort, Potter endlich und sehr endgültig von seiner rosaroten Brille bezüglich seiner tollen und sehr toten Eltern zu befreien.

„Weiberheld?“, wisperte Potter tonlos, bei der Erkenntnis, was für ein Halodri sein werter Herr Vater gewesen war, sicherlich eine Bezeichnung, die man auf den jungen Potter vor mir nicht wirklich anwenden konnte.

„Jaaa, das war er, die Marauder waren schon in Hogwarts heiß begehrt und genossen diesen ihren liederlichen Ruf! Warum sich ihre Mutter davon blenden ließ? Keine Ahnung, aber als Lily es erkannte, kam sie zu mir, dem einzigen Freund, den sie außerhalb der holden Gryffindors hatte und flüchtete sich in meine Arme und glauben sie mir, ich habe sie besser behandelt als es ihr Vater jemals getan hat!“, zeigte ich mich erstaunlich mitteilsam, wobei ich die geschockten Gesichter regelrecht genoss, wenngleich das Biest nicht wirklich viel erkennen ließ, was sie von meinen Offenbarungen hielt.

„Mutter… also, sie hat dann auch… also? Ich dachte… da…. da war doch… das war in der Schule… längst… vorbei, nur Küsse, nur ein Kuss… nicht später noch!“, stottert er wenig eloquent und mir war klar, das Biest hatte ihm erzählt, was ich ihr zu Beginn des Schuljahres in diesem dämlichen Frage-Antwortspiel, auf das ich mich eingelassen hatte, gesagt hatte über Lily und mich. Aber wohlweislich hatte ich damals nur einen Teil der Wahrheit erzählt, sollte ja nicht jeder alles wissen.

„Zustände ohne Ende, KRASS!“, wisperte die kleine Greengrass erstaunt und erntete ein böses „Schschsch!“, von mehreren Seiten und verstummte sofort wieder.

„Nun, sie können es ruhig erfahren, Potter, hätte der Lord Lily nicht getötet, wäre sie wohl früher oder später bei mir geblieben! Ich habe um ihr Leben ersucht!“, warf ich Potter die Erkenntnis und die Einsicht vor die Füße, dass seine Eltern auch hierbei keine Vorbilder waren zu denen er auch nur eine Sekunde hätte aufblicken können.

Er saß einfach nur geplättet da und stotterte nun sinnlos:

„Das hat er, er… bei den Dementoren, ich höre es… er hat sie aufgefordert… er…!“

„Tatsächlich, interessant!“, meinte ich wirklich gespannt, dass der Lord sein Wort mir gegenüber gehalten hatte, in seinem Maße natürlich, da er Lily dann doch umgebracht hatte aber trotzdem. So blickte Potter gerade erschlagen durch die Gegend als ich fortfuhr:

„Nun, dann hoffe ich für sie und ihre Zukünftige, dass sie in dem Punkt nicht nach ihren Eltern kommen, Potter!“ Ich zeigte mich sehr ironisch und schenkte der jungen Mutter einen gehässigen Blick, wobei sie sich sichtlich unwohl in die Wange biss, während Potter sehr teilnahmslos verstummt war und gar nicht zu reagieren schien.

Doch plötzlich ruckte sein Kopf entschlossen hoch und seine Augen nagelten mich unerschrocken fest, etwas was dazu führte, dass ich mein Haupt wartend schieflegte und gespannt war.

„Ich weiß jetzt gar nicht, was mich mehr schockiert, dass meine Mum was mit ihnen hatte, Sir! Oder dass sie mich bei sich geduldet haben!“, zeigte er, dass er sehr wohl zugehört hatte als ich auf mein Zuhause angespielt hatte und so nickte ich wohlwollend.

„Noch mehr, Potter! Ich denke, wäre der Lord nicht gewesen, wäre Lily bald zu mir gezogen und sie hätte sie nicht aufgegeben!“, erklärte ich dann doch, dass auch wenn das Verhältnis seiner Eltern gelinde gesagt eine Farce gewesen war, Lily zumindest ihren Sohn geliebt hatte und niemals her gegeben hätte.

„DAS schockiert mich nun wirklich!“, hauchte Potter erschüttert und ich lachte bitter auf, während der junge Mann in einem sinnierenden Schweigen versank.

„Severus, du mochtest Lily so sehr? Das überrascht mich!“, meinte nun das Biest ernst und durchbrach zum ersten Mal unseren Dialog um irgendetwas zu sagen.

„Na, wir wollen mal nicht übertreiben… sie war in Maßen erträglich!“, beschränkte ich die Umschreibung wie ich Lily gefunden hatte für meine Verhältnisse sehr freundlich, denn ob ich Lily nicht bald überdrüssig geworden wäre, vor allem mit einem kleinen Baby bewaffnet, konnte man nicht wissen, aber ich vermutete es stark, denn ich hatte bei ihr nie in Erwägung gezogen, ihr etwas anders von meinem Leben zu zeigen als Spinners End.

Es war hier eher auch darum gegangen, dass ich das bekommen hatte was ich einmal wollte, wobei ich ihr nie wirklich verziehen hatte, das sie es wagte, mich für Potter abzuschießen, aber ich nahm meist meine Rache subtil und wartete geduldig ab bis meine Zeit kam.

„Bitte… erträglich? Was bin dann ich?“, wollte das Biest typisch arrogant, wie Frauen sein konnten, wissen.

„Du? Du bist unerträglich!“, bescheinigte ich ihr sofort und unterstich es mit einer Handgeste.

„Na, dann ist es ja gut, das zu wissen“, kam es deutlich verschnupft von der jungen Frau, die nun die Arme wieder abwehrend vor der Brust verschränkte und so ergriff ich ihre Einladung sofort.

„Aber, wie auch immer, vielleicht wäre ich zu dir gnädiger, wenn du endlich ehrlich zu mir wärst? Also hast du mir etwas zu sagen?“, forschte ich wieder entschlossen nach und bezog mich auf das Thema des Vertrauens und der Ehrlichkeit, in dem wir noch üben mussten, was zumindest sie betraf, denn meine Geheimnisse gingen niemanden etwas an.

„Vielleicht?!“, flackerte bei dieser rhetorischen Frage ihr Blick unsicher.

„Nun, nicht vielleicht, letzte Chance… rede!“, drohte ich ihr mit erhobenem Zeigefinger, worauf sie nur mit den Schultern zuckte und ihre Lippen fest zusammenpresste, was einer ablehnenden Aussage gleichkam und mich missbilligend meine Lippen zusammenkneifen ließ.

„Nun denn, ich wünsche… LUPIN zu sprechen!“, genoss ich es meinen Trumpf eiskalt auszuspielen, wobei sie mich wieder überraschte, da sie anders als die anderen, die sichtlich geschockt und entsetzt aussahen, hart, beherrscht und eiskalt bliebt, sich betont langsam erhob.

Das bedeutete, sie hatte damit gerechnet, dass ich es wusste, aber sie hatte augenscheinlich bewusst darauf verzichtet etwas zu sagen, auf die Gefahr hin, dass ich sauer wurde und sie bestrafen würde, da sie sich nicht sicher gewesen war, ob ich bluffte oder nicht!

Sie liebte es wohl wirklich zu spielen und manchmal auch um hohe Einsätze, dabei weinte sie diesen, wenn sie denn verlor, aber auch keine Träne nach! Schon wieder etwas was es schaffte mir Respekt abzuringen, denn waren wir das nicht alle? Spieler, die die Einsätze immer wieder erneut setzen und im Endeffekt doch immer nur an die Bank verloren.

„Wie du wünschst!“, waren dies ihr einzig ersichtliche, sehr sparsame Reaktion auf meinen Befehl, als sie sich aufmachte den Gefangenen zu holen, dabei wunderte es mich gar nicht, dass der Werwolf noch lebte, währenddessen hatte sich eine ungemütliche Stille über den erschütterten Raum gelegt.

Sie ging und kehrte nach kurzer Zeit mit einem gefesselten Lupin zurück, den magische Fesseln hielten. Er stelzte mit mürrischer, aber sehr lebendiger Miene einher, während er sich im Wohnzimmer umsah und als sein Blick auf mich fiel, stockte er abrupt und sein Mund ging ungläubig weit auf.

„Geh weiter Remus und setz dich auf die Couch!“, befahl das Biest harsch in seinem Rücken, da sich bis auf die junge Mutter und mich, die wir die Sessel besetzten, alle anderen mit den Stühlen um den Esstisch begnügt hatten.

„WASSSSS…“, zischte der Werwolf empört und ich lüpfte unter dem ungläubigen Blick nur eine meiner dunklen Brauen, wissend, dass sich Lupin fragte, wie es ging, dass außer mir auch noch die Twins als Ordensmitgliedern seelenruhig hier saßen und nichts taten, außer entspannt dazusitzen und die Red Devils wären nicht sie, wenn sie nicht reinquatschen würden:

„Hey, Professor Snape, dürfen wir sie auf ihren Lieblingswhiskey einladen?“, was sollte man dazu sagen? Also nickte ich nur huldvoll über diese Unterbrechung, aber die Getränke der Twins waren wahrlich nicht zu verachten. Eine Aktion, die Lupin noch mehr dem wirklichen Tod anheimbrachte und für mich ein Moment der bösartigen Rache war, wobei ich hier betonen möchte, dass ich nicht rachsüchtig oder nachtragend war, aber ich wollte immer alle Rechnungen begleichen!

In dieser Hinsicht war ich pedantisch und sehr korrekt.

„SETZEN!“, fauchte nun das Biest deutlich genervter und ich fand, der Wolf täte besser was sie forderte, gerade wenn sie in so einer wankelmütigen Stimmung war.

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BeitragThema: 302. Einen Toast auf Draco!   Kapitel 301-302 EmptyDi Aug 14, 2012 4:06 am

302. Kapitel Einen Toast auf Draco!

Snapes Sicht

„Remus, bitte nimm endlich Platz!“, stöhnte Potter genervt auf und klopfte auf die Couch, dabei fuhr er sich durch das wirre Haar, wobei der deutlich überforderte Lupin zusammensackte und in einer, aufgrund der Fesseln, recht unbequemen Haltung auf der Couch mehr lag denn saß.

„Warum fesselst du ihn? Denkst du, ich kann mich nicht erwehren? Vor ihm?“, fragte ich ironisch, da der noch immer von der Folter kränklich wirkende Mann kein wirklicher Gegner für mich war, daher war diese Aussage von mir etwas, was ihr ein höhnisches Schnauben entlockte.

„Nie im Leben! Wie kommst du darauf? Eher schütze ich mich, er ist nicht gut auf mich zu sprechen!“, perlte es verächtlich von ihr, während sie einen Mundwinkel sarkastisch anhob und dafür einen Todesblick von dem Werwolf kassierte.

„Noch jemand!“, hisste ich spöttisch auf und zeigte deutlich, dass ich sauer war, dass sie die letzte Chance, mir die Wahrheit selbst zu sagen, nicht ergriffen hatte. Meine Worte sorgten dafür, dass sie mich nun eindringlich musterte.

„Jaaaa, denkst du, ich frage absichtlich mehrmals, ob es etwas gibt was du mir erzählen willst?“, hauchte ich gespielt seidig, sanft unter den neugierigen Augen der anderen.

„JAAAA, aber denkst du, ich erzähle dir so was einfach soooo?“, zeigte sie sich nicht wirklich eingeschüchtert, während sie mir Paroli bot.

„Wer faselt immer von Vertrauen? Du forderst Vertrauen, vertraust aber selbst nicht!“, resümierte ich sehr emotionsarm.

„Oh…!“, entwich ihr ein Ton der Überraschung, etwas was sie selten zuließ und der zeigte, dass ich etwas ansprach, was sie so wohl noch nicht von dieser Seite betrachtet hatte und so ließ ihre bisher sehr abwehrende Haltung nach und sie wich meinem Blick fast beschämt wirkend aus.

„…Mhm… natürlich! Habe ich eine Strafe zu erwarten?“, fragte sie dann recht harsch und blickte mich wieder scharf an. Es war, als hätte sie innerlich etwas mit sich ausgemacht und wollte nun zum interessanten Teil für sich kommen. Sie war wie immer eine Offenbarung!

Die anderen, die ich keine Sekunde wirklich aus meiner Beobachtung entließ, verfolgten unsere Interaktion mit großem Interesse, während der aufgeflogene Spion einfach nur total überrumpelt dasaß und ungläubig zusah, wohin unser Gespräch ging.

„Nun… Strafe, ich weiß nicht, mhm… ich weiß, dass du Lucius ein… ein Treffen geboten hast! Dann denke ich, wäre es angebracht, wenn du in den großen Ferien ein oder zwei Wochen für mich einplanst, da ich dir etwas zu zeigen wünsche!“, so jetzt war es raus, ich plante etwas, was ich noch nie auch nur annährend in Erwägung gezogen hatte und auch nie angenommen hatte, dass es jemals so weit kommen würde, aber mein Zeichen auf ihrer Haut veränderte die Sachlage elementar.

Ich zog etwas in Betracht zu tun, woran ich bei Lily niemals auch nur im Entferntesten zu wagen gedacht hatte. Ungläubig blinzelte mich das Biest an. Sie konnte ihr Glück bestimmt kaum fassen, dass ich mich großmütig zeigen wollte und sie nicht strafte, aber das war Lucius‘ Vergnügen nicht meines.

„Du möchtest… von mir aus! Natürlich gerne, aber ich weiß nicht, ob Lucius dem zustimmen wird! Du weißt vielleicht von seinem Verbot…!“, zeigte sie sich auch hier gewohnt rasch entschlossen, wenngleich sie mich auf etwas hinwies, was für mich kein wirkliches Problem darstellte.

„Darüber solltest du dir keine Gedanken machen! Lucius wird nichts dagegen haben!“, winkte ich lapidar ab.

„Na, wenn du so davon überzeugt bist! Ich lass mich überraschen!“, meinte sie recht sparsam und der Werwolf entließ keuchend die Luft wegen unseres Gesprächsthemas.

„Das… das, das Zeichen, dieses Ding, das waren deine Initialen, oder Severus?“, wisperte der Werwolf in aufsteigender Erkenntnis empört, worauf ich ihm ein sehr sarkastisches Lächeln schenkte, aber Lupin war noch nie ein Volltrottel gewesen, das musste man ihm lassen.

„Ja… etwas dagegen, Lupin?“, murrte ich dunkel.

„Ich fass es nicht!“, machte es den Anschein als wollte Lupin am liebsten seinen Kopf gegen die Wand schlagen, vor absolutem Schock. „Du… du fickst sie auch?... Dieses Flittchen!“, brauste der Mann vor mir angeekelt auf und ich verzog verärgert das Gesicht.

„Unterlass diese Beleidigungen!“, grollte ich drohend, es stand niemandem zu über sie zu richten, nur uns.

„Ach, nein Severus, lass ihn doch! Er hat doch Recht, ich bin euer Flittchen!“, lächelte sie kalt in die Runde und ich rollte ob ihrer derweilen ordinären Art die Augen. Sich immer über die Beleidigungen anderer zu stellen, indem sie sie eins zu eins annahm und nicht dagegen aufbegehrte, war irgendwie nervig.

Natürlich nahm sie dadurch dem Angreifer sein bestes Gut, indem sie nicht zuließ, dass er das erreichte was er sich erhoffte, sie mit seinen Worten zu treffen und zu demütigen, aber es war frustrierend dem zuzusehen.

„Lupin, dies hier ist etwas was dich nicht zu interessieren hat! Belassen wir es dabei! Ich werde dafür sorgen, zusammen mit den Twins, dass du endgültig als tot giltst! Damit wird Lucius es offiziell dem Lord verkünden. Die Wölfe feiern deinen Tod und damit ist auch Hermione aus dem Schneider und niemand erfährt, dass sie derart irre war, dich aus den Kerkern des Manors zu retten! Etwas was noch nie vorkam, denn jeder, der die Ehre hatte, dort ein Gast und Gefangener zu sein, kam tot heraus, du kannst dich geehrt fühlen!“, erläuterte ich die Tatsachen und Fakten, etwas ungewöhnlich für mich, das sagten auch die Mienen aller Anwesenden, auch von ihr, als ich ihr ein Neigen meines Hauptes schenkte, denn ich wollte die Kooperation des Wolfes, dafür war die Situation zu heikel, in die sie uns gebracht hatte, weil er eben nicht tot war.

„Wie meinen…?“, stotterte der Wolf überfordert und ich verdrehte genervt die Augen über seine schwerfällige Art.

„Sie hat gute Arbeit geleistet, wahrlich und ich weiß derartiges zu schätzen! Bei mir und Lucius wärst du tot!“, triefte es ölig aus mir und ich ätzte gegen den überforderten Werwolf, bis sie dazwischen ging und mich mit rauer Stimme unterbrach.

„Lucius weiß es? Oder? Du hast ihm von deinem Verdacht erzählt?“, schlugen ihre Worte kolossal ein, da einige scharf die Luft einsogen und mich Potter mit gerunzelter Stirn maß.

„Sir?“, echote er da auch schon entsetzt, während ich mich zurücklehnte und langsam die Beine überschlug, meine auf sich warten lassende Aussage war an sich Aussage genug.

„Ich verstehe langsam, wie ihr tickt und zueinander steht…“, kam es plötzlich von dem Biest wispernd, das mich genau im Visier hatte.

„AHHAAA, maße dir nicht zu viel an…“, hauchte ich samtig, aber innerlich amüsiert über ihre Weitsichtigkeit.

„Nein, ihr zwei seid einfach unglaublich. Euch wirklich zu durchschauen würde ich mir nie anmaßen, zu denken! NIE im Leben, da blickt nicht mal ihr zwei durch, aber hier bin ich mir sehr sicher, zu wissen, warum du es ihm diesmal gesagt hast! Wegen dem Schutz der Familie... deswegen ist er so komisch! Warum? Warum willst du, dass es noch schwieriger wird zwischen uns?“, fragte sie plötzlich ungewohnt offen und das fand ich gar nicht gut.

„Vertrauen gegen Vertrauen!“

„Darum bringen Sie Hermione in Gefahr?“, hauchte Potter furchtsam.

„Nein, aber Lucius muss wissen, wie er agieren und reagieren muss, um die Familie zu schützen!“, erwiderte ich kalt und bestätigte ihre Vermutung, wobei ich einen missbilligenden Blick zu ihr warf und sie wacker versuchte, darunter nicht zu zucken, da ich ihr vermittelte, dass er es wissen musste, UM SIE zu schützen, da sie sich durch die Aktion vorsätzlich in Gefahr gebracht hatte.

„Aber… aber ich versteh das nicht, was wird Malfoy nun tun?“, fragte Potter besorgt aber auch ahnungslos, überfordert.

„Nichts!“, erwiderte ich abwehrend.

„Nichts, warum nichts?“, forderte Potter vehement und an seinem ehrlichen Gesichtsausdruck entnahm ich, dass er es wirklich nicht verstand.

„Weil er es respektieren, tolerieren und zum Teil wertschätzen kann, was sie getan hat. Sie war bereit ALLES zu geben um den Wolf zu bekommen und dann hat sie auch noch ihre Arbeit hervorragend erledigt!“, obwohl ich die Folterung sehr zynisch erwähnte und auch ihr Angebot, sich ihm vollständig hinzugeben, entlockte mir nur ein abfälliges Schnauben.

„Wobei sie dann auch noch auf die Schnelle des Vorgangs sogar bei der Entsorgung sehr kreativ war, wie gesagt, das kann Lucius hinnehmen! Aber sie sollte es nicht zu weit treiben!“, erklärte ich Potter detailliert.

„Wow, wo bist du da nur reingeraten!“, flüsterte der jüngste Weasley angstvoll. „Die sind alle irre!“

„Spannung, Spaß und Spiel!“, lachte sie zu meiner Überraschung laut, aber ehrlich auf.

„Du… meinst das ernst?“, sagte der Wolf erschüttert aber das erste Mal zu ihr in einem erstaunlich normalen Ton.

„Natürlich Remus, was denkst du? Hermione meint immer alles ernst, was sie sagt! Das sag ich dir doch die ganze Zeit!“, fuhr ihm Potter erstaunlich unsanft über den Mund, dann wandte er sich aber eindringlich an den Wolf, dabei wirkte es, als hätte Potter schon mehrere unfruchtbare Gespräche mit dem verhinderten Wolf über das Biest geführt.

„Remus, ich habe Entscheidungen getroffen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind, die ich aber auch nicht bereue oder gar zurücknehmen würde wenn ich könnte!“, zeigte ihr bestimmtes Auftreten keine Lüge oder gar Unaufrichtigkeit und dabei überraschte sie mich dann doch, denn diese Aussage bezog augenscheinlich auch die Sache mit den Inferi mit ein. Wie es schien versuchte sie nicht mit dem wankelmütigen Schicksal zu hadern, an sich eine richtige Entscheidung ihr Leben zu leben.

„Deine Meinung ist wohl einzigartig!“, kommentierte Lupin verbittert.

„Remus, nur weil du mit deinem Schicksal als Werwesen haderst und nicht im Reinen bist, muss doch nicht jeder so sein! Die Schönste versucht halt das Beste aus ihrer Situation zu machen!“, erklärte nun gerade einer der Twins, der ruhigere wohlgemerkt, in sachlichem Ton.

Dabei schüttelte der Werwolf ungläubig sein Haupt, als ich mit meiner Hand in der Luft herumwedelte, um die Aufmerksamkeit zu erhalten.

„Ist auch gleich… ich möchte nur Lupin darauf hinweisen, sollte er nicht stillhalten und sich an die Regeln hier halten, werde ich ihn ausschalten! Denn ich kann nicht akzeptieren, dass wegen einem herumstreunenden, verhinderten Wolf eine zu große Gefahr ausgeht… dies ist eine einmalige Warnung!“, drohte ich finster und erhob mich geschmeidig, dabei glitt ich auf die Eingangstüre zu.

„Professor warten Sie, bitte!“, rief Potter rasch und sprang auf, was mich unerwarteter Weise innehalten ließ und ich ruckte im Türrahmen herum und wartete. „Danke, Sir!“, kam es ernst von dem jungen Mann, Potter zeigte sich ungewohnt höflich und wohlerzogen. Dieser Junge mauserte sich wirklich noch unter den Fittichen des Biestes oder denen seiner reinblütigen Verlobten.

„Remus! Ich habe eine Frage und ich will die Wahrheit! Wusstest du, dass mein Vater meine Mum betrogen hat?“, überraschte selbst mich die Kälte in Potters Stimme, aber den Werwolf auf der Couch schien dieser eisige Potter mehr als nur zu erschüttern. Er wand sich sichtlich unwohl unter dem stahlharten grünen Blick.

„Harry, so ist das nicht! Also…!“

„Ja oder Nein, Remus!“, forderte Potter unnachgiebig fest.

„Bitte, denk nicht schlecht von James, er war noch jung. Er hat am Anfang sein Bestes gegeben und er liebte Lily über alles…!“

„Pfahh!“, entfuhr mir ein verächtlicher Ton.

„Also habt ihr alles, was ich von den beiden und ihrer großen Liebe weiß, wirklich auf Lügengeschichten aufgebaut!“, zog Potter ein erstaunlich gefühlloses und kaltes Resümee, worauf Lupin erregt mit dem Kopf hin und her wackelte.

„NEIN, nein Harry! Jeder ging und geht von dem glücklichen Paar aus! Und das waren sie auch, bis die Prophezeiung kam! Das hat James eingeengt, das konnte er nicht haben!“, wehrte Lupin nun ab und verklärte mal wieder seinen Freund in einem unschuldigen Licht.

„Ach und das plärrende Kind nicht?“, fragte ich daher zynisch, wie ich war, nach.

„Ja gut, die Anfangszeit mit dem Baby war auch nicht leicht, das ist es nie! Lily hat sich verändert und dann war da eine komische Stimmung. Niemand hat niemandem mehr vertraut und plötzlich, ganz plötzlich veränderte sich Lily. Von der missmutigen, schlechtgelaunten Frau war schlagartig nichts mehr zu sehen! Sie wirkte von heut auf morgen gelöster und glücklicher, aber auch gleichgültiger!“, haspelte der erschrockene Mann rasch hinunter, worauf Potter sich aufrichtete und mir einen langen Blick zuwarf.

„Das waren Sie, oder Professor, Sir?“, überraschte mich Potters höfliche Art schon sehr. Er war zwar, seit wir in Hogwarts trainierten, auch sehr aufmerksam, aber nun war er fast verbindlich und manierlich, aber unter Lupins unfassbarem Blick nickte ich nur knapp.

„Schade, dass Lily nicht eher den Absprung von James geschafft hat und zu Ihnen gegangen ist, vielleicht wäre ich dann anders aufgewachsen, Sir!“, erwiderte Potter nun erstaunlich ernst und unmissverständlich, aber mit einer Spur Wehmut in der Stimme.

„HARRY!“, krächzte ein sprachloser Wolf entsetzt. Aber selbst ich gab es offen zu, auch mich schockten seine unerwarteten Worte, selbst seine Freunde wirkten perplex über Potters Einschätzung der Sachlage.

„Bitte, Potter, keine Sentimentalitäten! Ich hätte Sie als Kleinkind nicht mit Samthandschuhen angefasst!“, baute ich mit meiner abweisenden Art jedwedem unerwünschten Gefühlchaos vor.

„Das nicht Professor, das nie! Aber ich hätte Sie trotzdem vorgezogen!“, blieb er stur dabei und verschränkte die Arme vor der Brust, er wirkte entschlossen und sicher in seiner Ansicht.

„Aber Harry…!“, stotterte Lupin sprachlos, bis ihn eine unwirsche Handbewegung von Potter zum Schweigen brachte.

„Weißt du Remus, mir reicht es! Der Professor hat es vorhin wieder bestätigt, alles was mich betrifft, meine ganze Vergangenheit und alles was mein jetziges Leben in Hogwarts angeht, beruht nur auf Lug und Trug! Der Einzige der zu mir ehrlich ist, schonungslos offen und ehrlich, ist der Professor!“, schwang ein deutlicher Trotz, aber auch eine gewisse Resignation in ihm mit, als der Wolf aufbegehrte, da drehte Potter um und stolperte wenig galant zur Küchentür, während der Wolf losbrüllte.

„Du darfst diesen Leuten nicht alles vorbehaltlos glauben… du musst-“, haspelte Remus hervor als ihm das Biest scharf über den Mund fuhr.

„Remus, du Idiot… du musst und du darfst sind die falschen Wörter, die du Harry gegenüber nicht verwenden solltest! Harry ist nicht auf Severus sauer oder über ihn traurig, sondern auf DICH und Sirius und Dumbledore, aber besonders auf DICH, du hast ihm soeben wieder bestätigt, dass du sehr viel weißt, aber dass er nichts weiß, beziehungsweise wusste!“, endetet sie brüsk und ich wandte mich endgültig ab. Ich hatte genug zu tun, meine Zeit war mir zu schade, um mich diesem Drama zu widmen, denn ich hatte gesagt, was zu sagen war.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

„Severus warte…“, hielt ich mich nicht mit den anderen auf, sondern eilte Severus in den Flur nach.

Er wandte sich mir nur stoisch zu und ich ging zu ihm, fasste ihn vertraut am Arm und meinte leise:

„Morgen, da bin ich dann weg… sehe ich das richtig, dass du dich zum Lord begibst?“, fragte ich sachte nach.

„Korrekt!“, kam es knapp von ihm als ich mir ein Herz fasste um ihn an seinem Arm loszulassen, bevor ich mich umwandte, wie er es auch tat, zu einer größeren Abschiedsszene wollte ich mich nicht herablassen und er anscheinend auch nicht. Ich ging wieder in das Wohnzimmer, wo mich die anderen gespannt ansahen und er verließ das Cottage, um Bericht über alles und nichts vorm Lord zu erstatten.

„So Jungs, ich werde dann gehen, passt gut auf euch auf und auf Harry…!“, bestimmte ich, dann warf ich einen Blick zur Küche und bemerkte sehr wohl, dass auch Daphnes Platz nun leer war. Wie es aussah war sie ihm gefolgt und ich konnte einen wie überfahren wirkenden und nach wie vor gefesselten Remus dasitzen, oder so zusammengesunken wie er war eher daliegen, sehen.

„Freust du dich auf Irland?“, wollte Blaise neugierig wissen, hielt mich damit auf, während wir alle absichtlich den leidend wirkenden Remus übersahen.

„Ja… schon, warum nicht?“, fragte ich, denn ich freute mich wirklich schon.

„Nur so, Draco scheint etwas nervös wegen dir?“, erwiderte Blaise ruhig.

„Wegen mir?“, fragte ich ungläubig, als ich mich umdrehte, da die Tür wieder aufging um einen scheinbar gefasst wirkenden Harry preiszugeben, der die letzten Sätze offensichtlich sehr wohl mitgehört hatte, da er auf meine Frage antworte.

„Ja, wegen dir und Snape, findest du nicht… du lässt ihn zu nah an dich ran?“, fragte mich nun Harry eindringlich, während Remus nur geplättet zwischen uns hin und her sah.

„Ich… verstehe Draco und seine Eifersucht nur zum Teil! Severus, wenn du so willst Harry, war schon vor Draco da! Er und seine Verbindung zu mir sind nicht diskutierbar und waren es auch nie und jetzt erst recht nicht mehr und vorher auch nicht. Er ist wichtig! In mehr als einer Hinsicht und vergesst nicht, Draco ist nicht das Unschuldslamm als das er sich darstellt! Er tut auch was getan werden muss!“, erklärte ich hart und ja, im Prinzip hatte ich in der Hinsicht wirklich kein Mitleid mit Draco.

„Ja, aber als müsste man dich zu Snape prügeln!“, kam es sehr spöttisch von Fred.

„Haha, dazu sag ich nichts!“, meinte ich nur abwehrend „Aber ich freue mich auf Irland!“

„Das heißt, du wärst bei Draco nicht eifersüchtig? Ich meine, wenn er eine Frau bräuchte um einen Erben zu bekommen?“, überging Blaise mein Vorhaben das Thema zu wechseln.
„Bitte…!“, keuchte ich kurz wobei mir einfiel, dass diese Frage falsch formuliert war. Draco hatte schon vor mir mit einer anderen geschlafen und ich bevorzugte es darüber zustehen, während Ron einen scharfen Blick zu Blaise warf.

In dieser Zeit versuchte Remus gerade mit der Couch zu verschmelzen um uns nicht zu unterbrechen, aber ich musste ehrlich sagen, das verwirrte sogar mich gerade.

„Du verstehst mich ganz richtig… Draco war hier und hat mit mir, oder auch uns, geredet…“, erklärte nun Blaise wacker weiter und warf sich wohl gerade für sein Oberhaupt und seinen Freund in die Bresche.

„ÜBER MICH?“, brauste ich kalt auf und blinzelte irritiert.

„Hey, beruhig dich, er war sehr aufgebracht… Snape hat zu ihm gemeint, dass du für DRACO nie mehr als ein „Spielzeug“ sein könntest!“, hisste nun Harry bitterböse auf. Da war es aus und ich brach in schallendes Gelächter aus, was mir mehr als pikierte Blicke einbrachte, vor allem da keinem aufgefallen zu sein schien, dass Harry gerade Draco das erste Mal bei seinem Vornamen genannt hatte.

Ich war mir sicher, Draco würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste wie die Connection gerade für ihn Partei ergriff, das war zu amüsant.

„Du findest das lustig?“, wisperte Blaise vorsichtig.

„Von Severus als Spielzeug bezeichnet zu werden? JA!“, kicherte ich wild und hielt mir meine Hand vor den Mund, um nicht laut zu prusten, aber ich nickte dabei, als ich mich langsam beruhigte und nach Luft schnappte.

„Das ist auch zu komisch, wirklich! Ich wusste gar nicht, dass Severus das Wort kennt und davon abgesehen, nein, es steht außer Frage für mich, dass Draco eine Frau braucht, die ihm das bieten kann zu dem ich nicht in der Lage bin. Ihm zu geben, was die Familie braucht!“, hatte ich mich soweit gefangen, dass ich mich hinsetzte, aber ich dachte darüber nach. Solange das abwertende Wort mir gegenüber nicht so gemeint war, konnte ich damit leben, solange man mich nicht wie ein Spielzeug behandelte, das man danach wegwarf, sondern mir Achtung und Respekt entgegenbrachte, war es in Ordnung, auch wenn sich die anderen gerade mit dieser Einstellung schwer taten.

„Dir würde es wirklich nichts ausmachen? Die arme Frau!“, hauchte Ron entsetzt und selbst Astoria und Daphne blickten sich unwohl an.

„Wenn die Frau weiß auf was sie sich einlässt, warum nicht?“, erklärte ich kalt meinen Standpunkt, aber glücklich machte mich dies natürlich nicht, doch was sollte ich sagen?

Es lag nicht an mir die antiquierten Regeln der magischen Gesellschaft zu durchbrechen, denn ich war keine Emanze, ich hatte genügend Schauplätze an denen ich kämpfte.

„Und du glaubst für so ein Schmierentheater findet sich eine Frau?“, zeigte Harry deutlich seinen Unglauben und auch seinen Unwillen.

„Natürlich! Da gibt es genügend Material!“, erklärte ich nüchtern und kalt.

„Und wenn nicht und sie ihre Pflicht erfüllt hat, kann man sie auch entsorgen? Oder wie?“, zischte nun Ron erbost und ich blinzelte ihn böse an.

„Ron, nur weil du seit der Jagd nicht gut auf mich zu sprechen bist, musst du nicht unverschämt werden!“, wies ich ihn schroff zurecht, was ihn den Kopf einziehen ließ, aber wir alle wussten, dass etwas durchaus Wahres in seinen Worten lag. Bei meiner Familie konnte man nie sicher sein und so verabschiedete ich mich rasch, sehend das Remus mehr als überfordert wirkte.

Ich begab mich ins Manor und wollte etwas Entspannung in einem Bad finden, denn morgen würde es für ein verlängertes Wochenende nach Irland gehen und auch wenn Draco und ich noch nicht davon gesprochen hatten, ließ mich etwas ahnen, dass mir Draco etwas dort zeigen wollte, es war ein Instinkt!

Hermiones Sicht ende

Lucius Sicht

Ich eilte durch die Gänge meiner Firma, um zu meinem Apparierplatz zu kommen. Manchmal erschien es mir, als würde ich nie etwas anderes tun als von einem Ort zum Nächsten zu hetzen, aber ein derart großes Imperium, wie das der Malfoys, ließ sich nicht wirklich ohne effektives Arbeiten beherrschen, lenken und steuern.

Somit rauschte ich gerade eben durch die sich für mich öffnenden Tore eines hübschen, wenn auch im Vergleich zum Manor kleinen Anwesen und wurde von niemandem aufgehalten, in meinem Bestreben dem Mann zu begegnen, der gerade künstlerisch einfallsreich versuchte, seiner Arbeit nicht in vollem Umfang nachzugehen.

Dramatisch rauschte ich in das „Arbeitszimmer“ von eben Jenem und donnerte die Tür hinter mir effektvoll zu.

„Könntest du mir mal sagen, warum du derart „gut“ zu erreichen bist? Wo treibst du dich rum?“, moserte ich los und erntete ein Grunzen, welches man mit viel Fantasie als Antwort verstehen konnte, aber mit nur sehr viel.

ER hielt seinen zu großen Zinken über ein blubberndes, grüne Blasen schlagendes Gebräu, das auch noch stank, während er sich wohlweislich seine Haare zurückgebunden hatte, damit ich jetzt ganz genau sein markantes Profil beobachten konnte.

Jeder nannte ein anders Plätzchen sein „Arbeitszimmer“, bei ihm war es halt das Labor.

„War das deine eloquente Antwort?“, fragte ich pikiert spitz.

„Lucius… du störst!“, grummelte er gutgelaunt weiter und ich drehte mich aufsehenerregend in dem zu kleinen Raum.

„Tja, wenn du kooperativer wärst, wäre ich gleich weg!“, zeigte ich mich blasiert und verzog angewidert die Mundwinkel.

„AHHH… womit hab ich das verdient?“, stöhnte er wehleidig und richtete sich endlich auf, um seine geschätzte Aufmerksamkeit von dem ekligen Gebräu weg und endlich meiner wichtigen Wenigkeit zuzuwenden, so gehörte sich das.

„Meine zauberhafte Gesellschaft? Keine Ahnung, denn ich übergehe mal grad deinen Sarkasmus!“, zeigte ich mich sehr verständig und wusste nur zu gut, ich trieb den Guten mit meiner Art gerade an den Rand seiner Selbstbeherrschung.

„Was willst du?“, fragte er betont ruhig, aber seine Maske verrutschte leicht und deutete auf seine Ungeduld mich loszuwerden.

„Wissen wo du warst!“, entgegnete ich wie selbstverständlich.

„Wo werde ich gewesen sein?“, ruckte sein Kinn etwas höher und seine tiefschwarzen Augen bohrten sich in meine, was dafür sorgte, dass ich meine aristokratische Augenbraue taxierend in die Höhe zog.

„OH, du treibst dich zu oft, zu viel in ihrer Gesellschaft rum! Sollte ich mir Gedanken machen?“, fragte ich samtig, während ich ihn genau beobachtete.

„Keine Ahnung, solltest du?“, antwortete er schnöde mit einer Gegenfrage und ich schnalzte mit der Zunge.

„Severus!“, zeigte ich mich genervt und wedelte mit der Hand affektiert durch die Luft.

„Lucius… dann ist dies wohl der beste Moment, um dir zu sagen, dass ich SIE in den kommenden Ferien hierherbringen werde!“, kam mein Name langgezogen von ihm, bevor mein grimmiges Gegenüber mir diese dramatische Offenbarung lapidar mitteilte und im ersten Moment war ich sprachlos, bevor sich ein sehr spöttisches Grinsen auf meine Züge stahl.

„Haha, also ehrlich, ich weiß nicht ob ich mich freuen soll oder ob ich verärgert bin!“, zierte doch tatsächlich ein schmales Lächeln seine ansonsten so düstere Miene, weil ich ausnahmsweise meine Erheiterung offenbarte.

„Das ist mir ganz ehrlich egal!“, kam es trocken von ihm, wie es nur von Severus kommen konnte.

„Dann abgemacht, aber nicht zu lange! Nicht mehr als 1 oder 2 Wochen, die sollten reichen!“, stimmte ich sofort mit einer Begrenzung zu, denn ich würde nicht mit ihm über sie Streit suchen, nie und nimmer!

„Oh, sollte ich mir Sorgen machen, dass du derart besitzergreifend bist?“, meinte Severus lauernd.

„Nicht wirklich, aber ich hab etwas vor…!“, bewegte ich die Hand mit meinem Gehstock abwägend.

„Das hört sich interessant an, will ich es wissen?“, fragte Severus leicht zynisch.

„Warts ab!“, erwiderte ich hintersinnig grinsend und fuhr dann fort: „Abgemacht… bringst du mich nun auf den neuesten Stand?“, fragte ich jovial und ging zielstrebig zu der Wand, in der er die Bar versteckte und schenkte uns ein. Währenddessen streute er irgendwelche zerhackten und gestampften Dinge in diesen schlecht muffelnden Trank, den eh keiner freiwillig trinken sollte. Die schmeckten alle gleich ekelerregend.

„Na, ich hab den Orden zusammen mit den Twins darüber informiert, dass Nott vermisst wird und dass der Wolf tot ist!“, schnarrte er immer noch in dem unseligen Trank rührend daher.

„Die Twins?“, echote ich ungläubig, wobei meine linke Braue ungeahnte Höhen erstrebte.

„Du weißt, die unerträglichen Zwillinge der Weasleys?“, bescheinigte mir Severus seelenruhig, während er gelassen in die andere Richtung rührte und sich die aufsteigenden Dämpfe veränderten. Statt grün waberte es gerade dunkelblau um ihn herum, sehr malerisch.

„Ja schon klar, aber du sagst das so… du findest diese Typen amüsant….“, fragte ich arrogant nach und rümpfte angewidert die Nase, das gab es doch gar nicht, jetzt stank es noch mehr als vorher! Machte er das mit Absicht?

War Severus geruchstaub?

„Natürlich, sie waren wenigsten immer kreativ in ihrer Bösartigkeit!“, erwiderte er unbeteiligt.

„Bewundernswert… was diese braven Eltern da gezeugt haben! Aber warum sollten sie von Nott wissen? Kommt das dem Orden nicht komisch vor?“, fragte ich erstaunt nach.

„Bitte Lucius, die zwei Spinner haben ein Geschäft mit Ausgang zur Knockturn Alley und wo denkst du, haben sie immer ihre Waren her? Sie haben Kontakte!“, informierte er mich mit einem gemeingefährlichen Schmunzeln, als er mit einer geschmeidigen Bewegung irgendwas in den Trank rieseln ließ, was dafür sorgte, dass dieser modrige Geruch endlich verschwand, daher gestatte ich mir tatsächlich ein weniger tiefer Luft zu holen und nicht mehr gar so flach zu atmen.

Man könnte meinen, wenn man Severus vorsätzliche Bösartigkeit unterstellen wollte, dass er versuchen würde, mich mit dem Gestank in die Flucht zu schlagen. Natürlich ein vergeblicher Versuch, der mich wenn nur dezent belustigt zurückließ, aber das der Miesepeter vor mir immer schlecht gelaunt war, über meine unerwünschte Anwesenheit in seinem Heiligtum, wusste ich auch so.

„Interessant und der Orden ist erschüttert über den großen Verlust?“, fragte ich süffisant.

„Wahrlich, die Todesnachricht schlug ein wie eine Bombe!“, ätzte er selbst giftig und grinste dann doch zum Schluss sardonisch.

„Das muss ein wahrliches Vergnügen für dich gewesen sein!“, lächelte ich nun verschwörerisch, bevor ich ihm zuprostend einen Schluck der brennenden Flüssigkeit trank.

„Es war ereignisreich, vor allem die unaufhörlichen Tränen und das laute Klagegeheul waren fast unerträglich in ihrer Intensität. Die Tochter deiner Schwägerin Andromeda, Nymphadora war beeindruckend!“, belustigte mich Severus‘ in totaler Seelenruhe vorgetragener Sarkasmus.

„Tonks… ja, an Andromeda denke ich gerne… sie hat eine wahrlich interessante Tochter bekommen, mit dieser beeindruckend seltenen Gabe!“, sinnierte ich, während ich mein Glas schwenkte.

„Tja, hätte sie sich nur nicht in Ted Tonks damals verguckt, nicht wahr? Dann hättest du sie bekommen können und nicht Narcissa!“, spöttelte Severus gemein und löschte das Feuer unter seinem Kunstwerk, das nun milchig weiß aussah und nicht mehr stank, was eine Wohltat war.

„Nein, Vater wollte Narcissa und nicht Andromeda!“, zuckte ich gleichmütig die Schultern, denn Andromeda war zwar amüsant aber nicht fesselnd, da war die arrogante und ignorante Narcissa sogar noch leichter zu ertragen gewesen als eine fordernde Andromeda.

„Oh und du auch!? Zu gut zu wissen!“, erheiterte ich nun gerade Severus ersichtlich, als er mich aufzog, dass ich mich nie gegen Narcissa gesträubt hatte, aber an sich war das bösartige Weib wirklich in ihrer Nonexistenz erträglich gewesen.

Anders als ein mich ständig forderndes, sehr präsentes und reizendes Wesen, das seit neuestem das Manor unsicher machte. Bei dem Gedanken verkrampften sich meine Hände um das Glas in meinen Händen.
„Draco bringt sie nun weg… weißt du wohin?“, fragte ich da auch schon betont gleichgültig!

„Nein, ich weiß es nicht…!“, erwiderte Severus.

„Ich auch nicht, er war nicht sehr auskunftsfreudig, er macht sich!“, meinte ich stolz, wenngleich auch ein wenig verärgert, da ich nicht sicher wusste wo sie sein würden.

„Ja, das tut er! Sie tut ihm gut, er wird erwachsen!“, sinnierte Severus sehr ernst und lobte Draco.

„Das ist so!“, stimmte ich ihm von Herzen zu.

„Dann auf deinen Sohn!“, prostete mir Severus provokant über den nun erkalteten, aber plötzlich schwarzen Dampf seiner Suppe, die vor ihm abkühlte, hinweg zu und ich erhob ebenfalls mein Glas.

„Auf dein Patenkind!“, antwortete ich nickend.

„Auf deinen Sohn!“, erklärte er.

„Auf Draco!“, schließlich musste ich das letzte Wort haben und so tranken wir verständig und uns einig in unserer Meinung.

Lucius Sicht ende

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