When Hermione Fights
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 Kapitel 307-308

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BeitragThema: Kapitel 307-308   Kapitel 307-308 EmptySo Sep 02, 2012 10:06 pm

307. Kapitel Hochzeitscrasher

„Jaaaa, das kann ich mir denken, dass du das so siehst! Aber schön dich mit Greg hier zu sehen!“, erklärte ich ehrlich aber versuchte auch etwas abzulenken, aber ich ahnte auch schon, dass dies nicht gelingen würde.

„GREG?!?! Sag mal, verarscht ihr eigentlich alle? Auch Harry?!?“, zischte mir die Inderin betont leise zu, damit wir die uns Umgebenden nicht auf unseren Disput aufmerksam machten, aber ihr ungewohnt derber Sprachgebrauch ließ mich dann doch kurz sprachlos zurück. Das war unerwartet.

„Padma, ich verstehe, dass du als BL Mitglied und Teamführerin mehr Informationen wünschst, aber die kann ich dir so nicht bieten! Du vertraust Greg… hoffe ich…“, blickte ich sie doch sparsam, um nicht zu sagen kalt, an, aber sie zeigte keine Scheu und stierte unnachgiebig zurück.

„Natürlich traue ich Greg!“, hisste sie böse auf.

„Gut, dann hör auf ihn, dass alles in Ordnung ist!“, zeigte ich mich nun noch zurückhaltender in meiner Reaktion.

„ABER DU UND MALFOY!“, fauchte sie nun doch schon etwas lauter und funkelte mich aus tiefdunklen Augen argwöhnisch an, während ich lässig abwinkte.

„Was stört dich? Ich und Malfoy, oder wegen Harry?“, gab ich mich provokant und wusste, wir beide gaben in unseren Kleidern ein tolles Bild ab, denn es wirkte eher, als wären wir kurz davor uns einen Kampf zu liefern. Padmas Augen erzählten mir dasselbe wie Percy vorhin, auch sie hatte mich augenscheinlich an meinen Augen in Kingswear erkannt und bisher nur nicht die tatsächliche Verbindung hergestellt, aber sie zweifelte andauernd und war misstrauisch und das hier gerade trug nicht dazu bei ihren Argwohn zu zerstören.

„BEIDES…!“, kam es nun doch recht schrill von ihr, als zu meiner Überraschung nun noch eine Person nah an uns herantrat und das Bild vervollständigte. Sie trug ein wunderbares, lockeres, grünweißes Kleid, das wagemutig wild gemustert war.

Das kräftige Grün zierte das verschlungene und geraffte Oberteil um dann in einen weißen langen Rock überzugehen, der abstrakte, grüne Muster zeigte. Einzelne, smaragdgrüne Musterfetzen waren über den zartgrünen, weiten Rock verteilt, der erst zum Saum hin wieder kräftig smaragdgrün gemustert war. Die verteilten Musterfetzen wirkten fast wie schwebende Federn und verliehen dem Rock ein noch leichteres Aussehen als der dünne Stoff und die Weite des Rockes es schon taten. Die Farbwahl war gewagt, passte aber zu ihrem satten, roten Haar und deutete krass auf den Geschmack der Twins hin, aber auch, dass sie nicht gespart hatten und sie es ihr bestimmt geschenkt hatten.

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„Padma… Hermione… Padma, ich bin mir sicher… Harry ist nichts fremd!“, kam es zögerlich und vorsichtig von der ehemals so aufbrausenden jungen Frau, doch dabei blickte sie mich trotzdem immer noch misstrauisch an, dennoch griff sie sich nun auch noch unsicher an die Kehle, während sie Padma fest in die Augen sah. Ja, sie wollte nicht zu viel sagen noch konnte sie es, die Magie hinderte sie effektiv daran, unsere Flüche wirkten.

„Häää, was meinst du?“, meinte da Padma sehr unhöflich, aber sie war zu erregt und nach Kingswear und ihrer Veränderung zu einer kämpfenden Anführerin, erwachsen, somit sei ihr der Fauxpas vergeben, dachte ich dann doch leicht sarkastisch. Ich musste gestehen, ich war fast froh um die Abwechslung, die sich mir gerade bot und die mich von dem Gewisper effektiv ablenkte.

„Wie ich es sage, ich glaub die wollen nicht, dass wir alles wissen! Aber ich glaub, um Harry brauchst du dich nicht zu sorgen…“, kam es ungewohnt schlichtend von Ginny.

„Ach, nicht? Aber von Parvati weiß ich, dass die zwei auch bei euch im Turm knutschen oder sie bei Harry schläft und …was soll dann das jetzt hier mit Malfoy? Er… er füttert sie?“, kreischte das aparte Mädchen vor mir lautstark, dabei sprachen sie über mich als ob ich nicht da wäre. Ich wusste nicht, ob mich der Umstand erheitern oder erzürnen sollte.

„Das ist komisch, ja, aber wir können Hermione vertrauen!“, wisperte Ginny erstaunlich leise. Jetzt entschied ich mich einfach nichts zu sagen, weil ich baff war, baff und bar erstaunt, wie sich Ginny für mich einsetzte und ob ich das wirklich verdiente.
„Vertrauen? Blind? In diesen Zeiten?“, wütete da auch schon der exotische Wirbelwind bewegt und ihr Sari raschelte wild hin und her. Sie wirkte erregt wie die indische Göttin Kali mit den zu vielen Armen.

„Tja, das wirst du wohl müssen!“, meinte ich nun bestimmt und beide junge Frauen stoben abrupt zu mir herum und wurden sich wieder bewusst, dass ich sehr wohl noch da war.

„Ja, aber…!“, wollte Padma protestieren.

„Padma, dein Einstehen für Harry ehrt dich, aber glaub mir, dem geht es gut!“, wiegelte ich vehement ab.

„Aber, wie soll das sein? Dass Harry Malfoy traut, kann und will ich nicht glauben!“, brauste die kleine, sture Ravenclaw entschieden auf und die Seite an der ihr Sari einem Wasserfall gleich herunterlag flatterte erregt durch die Luft, weil sie wild mit ihren Händen sprach.

Ich konnte nicht anders, als mir ein recht kaltes Lachen entwich, das sehr wohl wieder von der Masse der anderen wahrgenommen wurde, die unsere kleine Gruppe nicht aus den Augen ließen, aber dass es für Fremde schwer verständlich war glaubte ich gerne. Man musste aber ehrlich sein und zugeben, dass weder Harry noch Draco als FREUNDE bezeichnet werden konnten, als Interessensgemeinschaft ja, aber mehr auch nicht!

„Padma… wenn ich dir sage, dass Harry Draco immer noch nicht mag und wohl auch nie wirklich mögen wird, kannst du getrost davon ausgehen, dass das stimmt…“, grinste ich nun doch sehr sardonisch, als ich mir die vielen Male im Cottage ins Gedächtnis rief, wo die zwei sich umlauerten in ihrer gegenseitigen und beständigen Abneigung gegeneinander.

Gleichzeitig hatte ich aber auch vor Augen, wie Draco Harrys Sohn hielt, oder Harry für Draco in die Bresche sprang und für ihn statt für Lucius votierte. Diese zwei waren ein lebender Widerspruch an sich, wobei mich Ginny, wie auch Padma gespannt weiter ansahen und darauf warteten, dass ich weitersprach.

„Leider wird es dir aufgrund der Zauber nicht möglich sein Harry in Hogwarts zu fragen… aber ich denke, ich kann dir sagen, dass Harry mehr weiß als du! Und dass er es akzeptiert und wenn er das kann, als dein Anführer der BraterLugo , dann solltest du seinem Urteil vertrauen!“, ließ nun ich meine autoritäre Stimme ertönen und hoffte, dass ich sie damit würde bändigen können ohne aufs Ganze gehen zu müssen, da dies hier nicht die wirklich richtige Umgebung für dergleichen brachiale Auseinandersetzungen war.

„Das ist eine riesengroße Verschwörung, oder?“, kam es sehr bitter über die schönen, aber missbilligend verzogenen Lippen, während ich sie nur lange ansah, aber darauf nichts erwiderte, sondern mich entschlossen abwandte und dem Eingang entgegen ging.
Somit ließ ich Padma und Ginny ohne weitere Erklärung hinter mir.

Ich betrat neugierig das Innere der wispernden Burg und besah mir die in ihrem alten, romanischen Stil erhaltene Umgebung genau.

http://www.flickr.com/photos/thomassalgado/3669465480/in/photostream/

Gleich rechts eröffnete sich der große, aber doch klein wirkende, zentrale Saal. Ich trat durch die doppelten Flügeltüren ein. Die Halle wirkte klein aufgrund der gewölbten, bogenförmigen Decke. Die Bänke und Tische glichen denen in Hogwarts, nur die Dekoration mit dem weißroten Blumenschmuck veränderte den Eindruck, wobei auch hier auf Tischdecken verzichtet worden war und daher dunkles, glänzendes Holz der Tische zu sehen war. Flackernde Kerzen schwebten in der Luft und verbreiteten ein sanftes Licht.

Die alten, rauen Steine, aus denen sowohl Decke als auch Wände waren, wurden an der Decke durch weiße durchscheinende Stoffbahnen verdeckt und ließen den Saal heller wirken. All dies betrachtete ich, während leichte Musik erklang und alle sich zum Essen ihren Platz suchten.

Zu meiner Überraschung fasste mich der strahlende Bräutigam plötzlich ohne Scheu an der Hand.

„Darf ich?“, fragte er dabei, obwohl das wohl eher rhetorisch gemeint war, da er mich schon mit sich zog.

„Hier, du sitzt neben Draco…“, und Draco saß ersichtlich neben Marcus, was wohl alles sagte, wenngleich Marcus heute mittig, als Herr des Hauses, dasaß und neben ihm seine wunderschöne Braut, die mir ein nettes, wenn auch noch immer fragendes Lächeln schenkte, was ich an Dracos Seite zu suchen hatte. Somit legte ich nur verspielt den Zeigefinger an die Lippen etwas was sie amüsiert glucksen ließ. Alicia schien es erstaunlich gut aufzunehmen, aber ich konnte mir denken, dass es bei einem Mann wie ihrem auch genügend Momente gab, in denen er sie nicht in alles einweihte und sie wirkte so als hätte sie sich mit diesem Umstand arrangiert.

Also begann das leutselige Mahl und ähnlich wie in Hogwarts erschien das Essen plötzlich auf den Tischen, wobei ich mir sicher war, dass für diesen Gag Draco den ein oder anderen Hauselfen aus den malfoyischen Häusern zusammengetrommelt hatte.

Die Stimmung war trotz der Misstöne, die mein Erscheinen erzeugte hatte, gelöst. Trotz der allgemein angenehmen, ruhigen Stimmung wurde ich während des Essens auf eine kleine, unruhige Ansammlung aufmerksam.

Die Twins, die mit Ginny und Wood zusammensaßen und vorhin noch gutgelaunt gelacht hatten, saßen nun neben Greg sowie auch Padma, daher war Ginny gerade dabei auf eben jene zusammen mit Wood und den Twins fast beschwörend einzureden.

Sie schienen zu versuchen, Padma davon zu überzeugen, sich damit abzufinden wie die Situation war, aber ihre glutvollen Blicke zu mir sprachen da eine andere Sprache, auf eine wenig kooperative oder gar einsichtige Weise.

Dies reizte mich, wobei ich ihnen betont verrucht und aufreizend zuprostete, denn ich versuchte es sportlich zu sehen, dass mir das Misstrauen vieler von Haus aus sicher war und nach diesem Auftritt erst Recht, stand für mich außer Frage.

Neben mir unterhielt sich Draco sehr gut mit Marcus und Alicia, aber auch diese drei waren sich der Beobachtung der anderen bewusst, denn die Schlangen, die schon aus der Schule draußen waren und mit ihr abgeschlossen hatten, kannten mich alle als Gryffindor und Harrys beste Freundin und auch Draco und unsere gelebte Feindschaft. Ich versuchte trotzdem das Essen zu genießen, bis urplötzlich etwas Unerwartetes passierte… Ich erstarrte mitten in der Bewegung.

Denn jetzt kribbelte mein Nacken. Ein ungutes Gefühl, seit langen wusste ich nun, wie es sich anfühlte wenn die unterschiedlichen Personen riefen!

Am Anfang hatte ich nicht darauf geachtet, sondern war nur dem Ruf gefolgt, wie ferngesteuert!

Aber seitdem Lucius mir verboten hatte dem Ruf der anderen aus dem Inneren Kreis zu folgen, hatte ich gelernt die Unterschiede zu erfühlen und ja, es gab eindeutige Abweichungen, ganz eindeutige Diskrepanzen in der Art den Ruf zu tätigen.

Die DeathEater des Inneren Kreises waren wie ein lauer Lufthauch über den man leicht hinwegsehen konnte, Lucius dagegen war immer wie ein harsches, klopfendes Pochen in meinem Nacken, unangenehm in seiner Penetranz.

Indes kribbelte es beim Lord wie irre, fast juckte es schmerzhaft und wenn er ungeduldig oder gar wütend war, ging es mit einem permanenten schmerzhaften Ziehen einher, augenblicklich näherten wir uns dem stechenden Ziehen, ein ungutes Zeichen für mich.

Aber noch schrecklicher war die augenblickliche Erkenntnis, dass es ihn, meinen Herrn und Meister, wieder mal nicht scherte, dass ich hier bei einer feierlichen Hochzeit saß und mich schlecht von jetzt auf gleich in Luft auflösen konnte, da ich unter der Belauerung zu vieler Argusaugen stand. Doch wenn ich es wagen und nicht vor dem Dark Lord erscheinen würde, dann würde ich mich mit großer Wahrscheinlichkeit auch in Luft auflösen, da er mich verhexen und verfluchen würde, also stand mein sofortiges Verschwinden außer Frage.

Somit murmelte ich leise aber aufgebracht und wütend vor mich hin und konnte nicht fassen was für ein Sklave ich doch tatsächlich war, dabei erkannte ich schockiert, wie vielen fremden Wünschen ich mich zu fügen hatte und das ohne Widerrede!

Wenn Padma oder Ginny wüssten wie mein Leben nur in Wahrheit aussah, sie wären schockiert und vielleicht täte ich ihnen leid.

Wenngleich ich das gar nicht wollte, musste ich trotzdem gehorchen. Ich sah mich nicht als Spielball der Mächtigen an, denn auch wenn es so wirkte, war ich doch taff genug aus den meisten Begebenheiten durchaus meinen Vorteil zu ziehen, vielleicht nicht immer auf den ersten Blick und die erste Sekunde, aber wie hieß es so schön; der, der die Geduld hat bekommt am Ende alles!

Und ich war bereit zu warten, nur halt eben jetzt nicht, also schmiss ich nun entnervt mein Besteck laut klirrend auf den schönen Teller und ruckte hoch.

„Leute, ich bin weg… lasst euch was einfallen, seid kreativ!“, zischte ich genervt, dabei schenkten mir Draco, Flint sowie Blaise, auf der anderen Seite mit Astoria, der neben mir saß, einen überraschten Blick, der bei Draco aber auch in sofortiges Verstehen überging, als ich mir mit einem genervten Seufzer in den Nacken fuhr.

Gerade war ich wirklich froh, dass sie derart schnell gelernt hatten sich rasant auf brisante Situationen einzustellen und das ohne große Worte, Anweisungen oder Befehle. So eilte ich unter den konsternierten Blicken der Festgesellschaft von dannen. Als ich von der Bank aufsprang, raffte ich mein wallendes Kleid, um rasch aus der Burg und dem Innenhof zu kommen, von wo ich apparieren konnte.

Lautes Gemurmel setzte ein und alle Augen folgten mir zum Ausgang, denn der Grund, warum ich plötzlich wie von der Tarantel gestochen hochfuhr, war bestimmt für viele unverständlich.

Ich wusste, das Augenmerk vieler, wenn nicht aller, klebte in meinem rasch entschwindenden Rücken. Mir war gegenwärtig, diese zweifelnden Blicke würden meinen Rücken durchbohren, aber darauf konnte ich keine Rücksicht nehmen.

Ich war wie gesagt ein Sklave der Umstände und dem hatte ich mich vollständig zu fügen, wie ich es doch hasste.

Somit hastete ich durch die Burg dem Apparitionspunkt entgegen. Als ich das Tor hinter mir schloss entschwand ich, um mich im Hof des Dark Manors Sekunden später wieder zu materialisieren.

Hermione Sicht ende

Dracos Sicht

Ich war überrascht, um nicht zu sagen wie vor den Kopf geschlagen. Mit einem Ruf hätte ich nicht gerechnet, absolut nicht. Ihr spontaner und absolut unverständlicher Abgang verwirrte viele, nur uns, um die Connection zu nennen, nicht wirklich, schließlich konnten wir uns denken worum es ging!

Selbst Marcus und Adrian blickten belämmert drein über Hermiones urplötzlich raschen Aufbruch.

Ich nickte ihr nur zu und sah ihr dann bedauernd hinterher, als sie mit weit wehendem Rock durch den Saal eilte und ihn verließ. Der leichte, blumenbesetzte Überrock wehte dabei flatternd und bauschte sich auf. Es war ein dramatischer Abgang der seinesgleichen suchte.

Die Erkenntnis, dass wir selbst in Irland vor derartigen Unterbrechungen nicht gewappnet waren, schmerzte irgendwie, aber sie schaffte es regelmäßig mich zu erstaunen, indem sie ohne Furcht, Angst oder Sorge ging, sondern nur mit einer sichtbar verärgerten Miene. Jeder, oder fast jeder den ich kannte, hatte immer Bedenken, wenn einen der Ruf ereilte, egal wer rief, aber sie?

Sie nicht!

Somit ärgerte es mich jedoch sehr, dass gerade unser Urlaub und diese schöne Feier mal wieder gestört werden mussten.

Hätte, wer immer sie rief, nicht noch 1-2 Tage warten können, aber nun gut, bisher war sowohl unser Auftreten hier als auch der Urlaub an sich mehr als gut gelaufen, daher war es an sich logisch, dass etwas diese traute Atmosphäre hatte stören müssen.

„Das Mudblood geht?“, fragte so auch Marcus unbedacht, um sofort einen entsetzten Gesichtsausdruck zu zeigen, da er seinen Fehler selbst auf der Stelle erkannte, weil er zuerst gesprochen hatte bevor er nachdachte. Sogleich hatte er strafend die flache Hand von Alicia über sein Hinterhaupt gewischt bekommen.

„Marcus Flint! Was fällt dir ein derart abfällig von Hermione zu sprechen?“, grollte ihn sein zartes, liebes Eheweib bitterböse an. Das fing ja schon mal gut an. Blaise, Adrian und ich mussten uns das gehässige Grinsen mehr als schmerzhaft verbeißen.

„Na, bitte! Sie ist doch die, die einfach geht!“, verteidigte er sich beherzt, während des einsetzenden Getuschels im Raum, unterdessen hing ich selbst meinen Gedanken nach und spielte sinnierend mit meinem Glas. Ich reagierte auf das in meinen Augen unnötige Geplänkel, das keiner Rüge bedurfte, gar nicht, da sein Feldwebel von Eheweib für genügend Strafe sorgen würde.

„Das tut SIE bestimmt nicht OHNE Grund oder schon gar… freiwillig! Also halt dich mit deinen Meinungen zurück, Flint!“, tauchte zu meinem Erstaunen ein funkensprühender Fred neben mir auf, der Marcus zornbebend in seine Schranken verwies, etwas was Marcus nicht wirklich gewohnt war, außer von mir oder von Alicia, die er liebte und die das durfte und ich, da ich die Macht dazu besaß und seinen Respekt, aber Fred funkelte er sofort bedrohlich aus seinen dunklen Augen an.

„Sag mal, spinnst du mit mir so zu reden?“, brauste Marcus da auch schon auf, worauf ich ein gemeingefährliches Leuchten in Georges Augen flackern sehen konnte, der nun hinter seinem liebsten Zwilling aufgetaucht war. Es gab sie irgendwie, egal wo, egal wie, immer nur im Doppelpack und dass die Twins immer gefährlicher wurden, war mir nur zu gegenwärtig.

„Ruhe, Marcus, genieße deine Hochzeit! Red Devils reißt euch am Riemen!“, murrte ich finster und spielte noch immer lässig mit meinem Glas in der Hand.

„DER darf sie nicht Mudblood nennen!“, schmollte ein sich ereifernder Fred laut und verschränkte verbockt die Arme vor der Brust, worauf ich tief auflachte, da er zu sehr nach einem eingeschnappten Eichhörnchen aussah.

„Ach, aber ich schon?“, fragte ich somit süffisant.

„DAS ist ja mal ganz was anderes… weißt du was… Genaues?“, kam es nun sehr besorgt von George, denn auch ihm war ihre Eile aufgefallen.

Auch dass ich keinen Ruf erhielt war eigenartig, dennoch war ich mir sicher, für Vater würde sie augenblicklich nicht im Traum derart schnell flotten, noch dass Severus derart dringlich rufen würde, dass es sie so eilen würde, also blieb nur noch ein schlechtgelaunter Lord und das behagte mir gar nicht und das zeigte wohl auch gerade meine missmutige Miene.

„Scheiße!“, kam es unisono von beiden und ich zuckte nur zustimmend die Schulter, denn ja, es war scheiße.

„Totale Scheiße!“, wiederholte Fred noch mal inbrünstig.

„Ja, Fred! Danke, für dein Mitgefühl!“, wiegelte ich schlechtgelaunt ab.

Nun legte mir auch Blaise die Hand auf die Schulter, wie um mir Mut zu machen, da auch er verstand, dass sie gerade jetzt beim Lord war. Wir schafften es mit unserer ungewohnten Art der Kommunikation den ganzen, festlichen Saal gut zu unterhalten oder zumindest auf uns aufmerksam zu machen.

„Sag mal, was geht hier eigentlich vor, Malfoy?“, trat nun die kleine Schwester von den Unholden ins Blickfeld und ich schnaubte nur auf.

„Was ginge es dich an?“, fragte ich auch sofort blasiert, aber nicht genau wissend was sie meinte, das Zusammensein mit ihren Brüdern oder den Abgang von Hermione.

„Ey, sei nett zu unserer Schwester!“, fauchte nun George beschützend.

„Warum sollte ich, George!“, erwiderte ich mit skeptisch gelüpfter Braue, wobei er gar nicht dazu kam darauf zu antworten.

Meine Versuch die Situation zu entschärfen und abzuwiegeln ging jedoch in eine ganz andere Richtung los als erhofft, denn von einer auf die andere Sekunde blickte die kleine Weasley nicht mehr wütend und aufgebracht zu mir und ihrem Bruder, sondern es zeichnete sich große Verblüffung und Unglauben in ihren Zügen ab und ihr klappte wenig hübsch der Mund auf, bevor sie stotternd fragte:

„Du… DU kannst sie auseinanderhalten, Malfoy?“

Ja, die kleine Weasley schaltete echt schnell und ich nickte nur lapidar, während nun der immer gewohnt ruhigere George seiner Schwester antwortete:

„Klar kann Draco das?“ Wobei er meinen Namen besonders betonte.

„DRACO?“, echote sie leicht entsetzt, um nicht zu sagen fast hysterisch hoch und spitz, dabei konnte ich deutlich sehen, wie ihr Unglaube umschlug und es in ihr arbeitete. Unterdessen hatte Wood sie am Oberarm ergriffen und versuchte sie dezent wegzuziehen.

„Bitte, Ginny, lass es, komm mit!“, kam es leise bittend von ihm.

Er sah sie flehentlich an, doch sie schüttelte nur seine Hand unwirsch ab, wandte sich gar nicht zu ihm um, sondern fuhr ihn erstaunlich energisch an:

„Nein, Oliver, ich will… ich muss das jetzt wissen!“ Bei diesen sturen Worten erkannte ich die Verwandtschaft zu den Twins allzu deutlich, dabei half es enorm, dass sie die braunen Augen der Red Devils hatte.

Wood versuchte es erneut und legte ihr nun eindringlich beide Hände auf die Schultern und wollte sie entschlossen umdrehen und mit sich nehmen, doch sie schüttelte seine Hände brüsk ab.

„Ich sagte NEIN!“, fauchte sie ihn nun wenig schmeichelhaft an und er zuckte zurück, als das berühmt berüchtigte Weasley-Temperament durchschlug.

Dann wandte sie sich wieder zu mir und trat einen fordernden Schritt auf mich zu. Sie sah mir fest ins Antlitz, während ich ihren Blick stoisch, um nicht zu sagen gelangweilt, erwiderte.

„Ich will wissen, was hier gespielt wird, Malfoy!“, forderte die Kleine hart.

„Was ginge es dich an?“, fragte ich dieselben Worte wie vorhin, provokant.

„BITTE, ja wohl alles! Harry und Hermione sind meine Freunde! Was zieht ihr hier ab?“, kam es fest, mit sturer Miene von dem Mädel, das mich gerade jetzt eher an ihren jüngsten Bruder erinnerte, als ich zu meinem Leidwesen die Patil hinter ihr ausmachen konnte, die ebenfalls ihrem Partner abhandengekommen war und zu uns kam und das nur um mich zu nerven.

„Und doch obliegt es nicht dir, jetzt und heute mehr zu erfahren! Fred, fang deine kleine Wieselette ein!“, befahl ich ob der Umstände erstaunlich milde und rollte genervt die Augen, da ich wirklich in Unruhe war warum SIE derart schnell hatte wegmüssen und ich mir keine Gedanken um die anderen hier machen wollte.

Ich hasste es untätig zurückzubleiben.

„Natürlich!“, meldete sich auch der, den ich gerade angesehen hatte, etwas was dafür sorgte, dass ihrer vorlauten Schwester der Mund erneut weit offenstand, da ich die zwei tatsächlich nicht nur auseinanderhalten konnte, sondern ihnen auch Befehle erteilte, die diese zwei, OH Wunder, auch noch befolgten.

„Nein, lass, ich kümmere mich um Ginny! Komm doch wieder mit zu mir! Das geht uns erst mal nichts an…!“, trat in diesem Augenblick der sehr peinlich berührt und leicht nervös dreinblickende Wood vor und ergriff erneut Ginnys Hand.

„Wie bitte? Oliver, das ist Hermione!“, quiekte seine Freundin empört auf.

„Ja und Granger war mir schon immer suspekt!“, kam es wenig schmeichelhaft von Wood, was wiederum dafür sorgte, dass ihn die Connection mit Blicken erdolchte und er sehr bleich wurde, bei dem plötzlichen Erkennen was er gerade gesagt hatte.

„Sorry, Malfoy!“, stotterte er unwohl.

Ich wollte gerade etwas auf seine waagemutigen Worte erwidern, als die aufgebrachte, neugierig wirkende Patil nun vollends zu uns drängte, sich frei machte, denn bisher hatte Greg verzweifelt versucht sie zurückzuhalten, was ihm leider misslang.

Sie baute sich mit verschränkten Armen neben dem um die Vorherrschaft kämpfenden Paar um Wood und Weasley auf.

„Nein Wood, stimmt schon, Hermione ist „suspekt“, ich möchte auch wissen was da vor sich geht!“, schaltete sich nun Patil tatsächlich ein und ich knirschte laut mit den Zähnen. Das war eine Hochzeit, wie ich mir in Erinnerung rief, da konnte ich nicht einen Crucio werfen, leider!

Wirklich bedauerlich!

Greg hatte die ganze Zeit versucht, Patil stumm zurückzuhalten, weniger auffällig als Wood, doch genauso zwecklos wie eben jener und die kleine Patil war ziemlich vehement, wenn sie etwas wollte, das hatte ich schon vermutet.

Aber auch die kleine Weasley besaß noch immer Temperament und ich beneidete Wood bei leibe nicht, doch er schien ja voll und ganz verschossen in sie, wo die Liebe hinfiel.

Ich blickte konsterniert von einer zur anderen, sah aus den Augenwinkeln, dass Marcus, der neben mir gesessen hatte, alles mit ein
iger Skepsis und unwillig betrachtete, schließlich machten wir gerade Ärger auf seiner Hochzeit.
„Greg…!“, klirrte nun gerade Blaises befehlende Stimme wider, als dieser versuchte eine sich sträubende Patil wegzuzerren, aber dafür hatte ich jetzt wirklich keine Muße und beachtete die Meute nicht weiter.

„Hey, warum tun wir so rum? Es ist nicht das erste Mal, dass sie DORT ist? Oder?“, überging auch George die Anwesenheit der anderen und versuchte mich aufzubauen und ich wusste nicht warum, nur diesmal hatte ich ein anderes Gefühl als ich über die letzten Tage nachdachte, die zu schön gewesen waren um wirklich wahr zu sein.

In jener Zeit hatte ich mich befreiter gefühlt, was wohl auch auf Hermione zutraf, denn wir beide hatten ungewöhnlich oft gelächelt und gelacht und das voller Freude und Leichtigkeit, nicht gehässig oder gemein.

Ich wollte mich gerade kommentarlos meinem Essen und dem Gespräch mit Marcus wieder zuwenden, denn ich hatte in meinen Augen klargemacht, dass Wood und Greg dafür sorgen sollten ihre Weiber in den Griff zu bekommen, als ich den Aufruhr zwischen den zwei Paaren wirklich wieder bewusst wahrnahm, denn Patil und Weasley wollten wohl noch immer nicht nachgeben. Die vergeblichen Versuche dieser Möchtegern-Männer ihrer Freundinnen Herr zu werden, schlugen offensichtlich nicht an. Das war ja unsäglich, bei dem Anblick rauschte meine Laune gerade noch mehr in den Keller, während ich einen sparsamen Blick auf Marcus und Alicia warf, um dann schließlich aufzubrausen.

„Was glaubt ihr, wo wir hier sind? Das ist eine Hochzeit, könnt ihr euch nicht benehmen? Wollt ihr Marcus und Alicia das Fest verderben?“, wütete ich abrupt laut los und erhob mich sofort, das war wohl ein Argument, das zog, denn sogleich legte sich auf die aufgebrachten Mienen der beiden jungen Frauen leichte Bestürzung und sie schüttelten betroffen und beschämt den Kopf.

„Raus mit euch, alle!“, kommandierte ich erbost und deutete mit dem Zeigefinger auf die Tür.

„Sorry, Marcus, wir kommen gleich wieder!“, entschuldigte ich und verließ, flankiert von den Twins, den Saal.

Wir gingen wieder hinaus in den von den Fackeln beleuchteten Innenhof, wo vorhin die Trauung stattgefunden hatte und als ich mich draußen in der aufziehenden Dunkelheit umdrehte, erkannte ich, dass uns außer den bisher beteiligten auch Blaise und Astoria gefolgt waren, somit waren also alle anwesend.

Greg und die Inderin traten als letztes zu uns und ich registrierte, dass Greg leise auf seine heißblütige Freundin einredete, die jedoch deutlich unwillig schien auf ihn zu hören, stures Wesen.

Weasley jedoch schien einerseits verwirrt, andererseits aufgebracht und bemüht hinter die Umstände zu kommen, sodass Wood gar nicht an sie rankam. Sie war mir stramm hinterher marschiert und hatte ihn stehen lassen und so trat er erst mit Blaise und Astoria zu uns.

Sobald wir zusammen standen legte ich kalt und erzürnt los:

„Was fällt euch ein?“ Ich hoffte die Weiber einigermaßen erwischt zu haben mit dem Hinweis, dass sie eine Hochzeit störten, doch ich hatte mich augenscheinlich zu früh gefreut, dass sie nachgeben würden, denn trotzdem forderte Patil nun eindringlich:

„Hier draußen stören wir aber jetzt niemanden, also Malfoy, was soll das? DU und HERMIONE? Und warum ist sie weg?“ Sie fuchtelte erregt mir ihren Armen umher und wirkte sehr unerschrocken.

„Draco, sie meint das nicht so, bitte!“, zischte Greg hinter ihr erschrocken auf, als sie mich derart offen anging und trat sofort und schnell vor sie, noch ehe ich antworten konnte.

Doch Patil reckte ihr Kinn aggressiv in die Höhe und drängte sich an dem großen, massigen Jungen vorbei, während sie mich fest und wenig freundlich anblickte.

„Doch, genau so meine ich es!“, erwiderte das kleine Persönchen entschlossen, während sie sich mit verschränkten Armen vor mir aufbaute.

„Das geht weder dich, Patil, noch dich, Weasley, etwas an!“, erklärte ich gedehnt, dabei blickte ich verächtlich auf sie herab und sah dann noch mal bestimmt zu Weasley.

„Ich will ja nur wissen wo Hermione hin ist, alles andere ist eure Sache und ich glaube,… oder ich hoffe sehr, dass Hermione Harry nichts vorspielt. Also, wo ist sie?“, kam es ehrlich und wahrhaftig sehr besorgt von der kleinen Weasley.

Mal wieder wurde mir die Möglichkeit zu Antworten gekommen, da einer dachte, er müsste mir wieder über den Mund fahren und so verdrehte ich genervt die Augen, als Fred sich drängend und eindringlich zu seiner kleinen Schwester vorbeugte und ihr tief, fast beschwörend, in die seinen eigenen ähnlichen, braunen Augen sah.

„Ginny, du kannst doch so viel akzeptieren, dann akzeptiere doch auch einfach, dass sie weg musste und sicher bald wiederkommt. Mehr musst du nicht wissen. Manchmal ist es besser nicht alles zu wissen! Du kannst akzeptieren, dass da was mit Hermione und Draco ist, oder dass auch wir uns mit Draco oder Hermione verstehen! Oder sogar, dass wir akzeptieren, dass auch Percy hier ist… und dieser auch nicht weiter nachfragt! Dann belass es doch einfach dabei!“, bat er eindringlich seine kleine Schwester, dabei fokussierte sie ihren Bruder intensiv.

Mir ging das Ganze langsam gewaltig auf die angespannten Nerven.

Greg und Wood schienen ob Ginnys und Padmas direkter Art mich mit Fragen zu belästigen so überrascht oder auch schockstarr zu sein, dass sie nun nur noch da standen und wohl sahen, dass sie es nicht schafften ihre aufgebrachten Freundinnen zurückzuhalten. Blaise und Astoria hielten sich unterdessen im Hintergrund. Ginny antwortete ihrem Bruder nicht, sondern musterte ihn einige Sekunden lang skeptisch, dann trat ein fast erschreckend desillusionierter Ausdruck in ihr so junges Gesicht.

„Ihr steckt genauso mit IHM unter einer Decke!“, stellte sie erstaunlich emotionslos fest und deutete nun anklagend mit dem Zeigefinger auf mich:

„Genauso unter einer Decke wie Hermione, nicht wahr!?“, dann wandte sie sich brüsk um und sah Wood traurig an.

„Und du auch, du, Oliver, kuschst genauso vor Malfoy… warum?“, wisperte sie nun leicht überfordert, während ihr Blick gehetzt von einem zum Nächsten huschte.

Doch sie ließ keinem von ihnen Zeit zu antworten sondern wandte sich an Blaise:

„Die BL wird Antworten haben wollen, Blaise. Von uns sind nicht nur Padma und ich hier, sondern auch Jack, Katie und noch ein paar andere, auch aus der DA, also überleg dir schon mal was ihr uns erzählen wollt, das kannst du Hermione gerne ausrichten, denn ich nehme mal an, dass du und deine Freundin auch dazugehören, schließlich vertrittst du ja Malfoy, wie du uns so schön erklärt hast!“ Sie blickte Blaise, der ganz kurz überrascht schien, dass sie ihn nun doch persönlich ansprach, noch einen Augenblick verächtlich an, dann wandte sie sich plötzlich ruckartig um und rauschte ohne ein weiteres Wort davon, während ihr weißgrünes Kleid ihr einen schönen dramatischen Abgang verschaffte.

Wood konnte gerade noch ein „Sorry, Malfoy!“, raus bringen, bevor er ihr eilig hinterher lief.

„Ja, wir werden Erklärungen fordern, Blaise!“, kam es nun vehement von der erstaunlich kalt wirkenden Patil.

Auch sie drehte sich nun um und rauschte in ihrem exotisch anmutenden Sari ab und ich kam nicht umhin anzuerkennen, dass die kleine Weasley klug war und Schneid hatte, denn sie hatte ganz deutlich gesehen, dass ich ihr nichts sagen würde. Dass die ganze Szene auf einmal so eine Wendung nehmen würde hatte ich nicht gedacht, aber nun gut, somit war das Theater erst mal beendet.

Jetzt hatte ich nur gar nichts gesagt, auch gut, war ja nicht so, dass ich mich darum riss viel zu sagen!

Die beiden Mädels waren erheiternd, so forderten sie die Erklärung von dem, von dem sie dachten, er würde sie ihnen eher geben, wenn sie da mal Blaise nicht schwer unterschätzen, denn nur weil er den ruhigen, lässigen und charmanten gab, hieß das nicht, dass er weich war oder nachgeben würde.

Greg lief seiner Freundin nicht so schnell hinterher wie Wood seiner. Er sah ihr nur verblüfft nach, dann wandte er sich aber entschlossen zu mir.

„Bestraf sie nicht, bitte!“, bat er nun doch noch mit leiser Stimme und leidend verzogenem Gesicht, denn er kannte im Gegenteil zu Wood meine Strafen und wusste wie ich mit Ungehorsam umging. Ich hob nur überrascht eine Augenbraue bei Gregs Worten, dieser wandte sich dann mit seinen nächsten Worten an Blaise und drang nicht weiter in mich.

„Und auch du bitte nicht! Ich rede mit ihr und regle das, versprochen. Sie wird Ruhe geben!“

„Das will ich hoffen!“, erwiderte ich kalt und musste nicht erwähnen was ihnen sonst drohte, denn das wusste Greg nur zu gut. Er schluckte schwer und nickte langsam, bevor er sich aufraffte um seiner geliebten Ravenclaw nachzulaufen.

„Das war heute ein großer Schock für sie. Ginny schaut zu Potter immer noch auf, weil er die DA und BL jetzt so stark anführt und steht hinter ihm, außerdem kennst und weißt du von ihrer Schwäche für ihn. Sie hängt trotz allem an Harry. Sie war überzeugt, dass ihr ein falsches Spiel mit ihm spielt, dass du und Hermione ihn hintergeht, auch wenn sie wohl begriffen hat, dass Hermione und Harry das Paar nur spielen!“, sprach jetzt George und ergriff für seine Schwester Partei.

„Mag sein, dass es ein Schock war, doch was Hermione tut hat sie nichts anzugehen und nun geh!“, befahl ich brüsk.

„Sorry, Draco, dass unsere kleine Schwester manchmal zur Furie wird!“, warf Fred trocken ein, als die Twins meiner Aufforderung sofort folgten und rasch zusammen ihrer Schwester hinterhergingen.

Sogleich traten Blaise und Astoria näher zu mir und vergewisserten sich noch kurz, dass die anderen wirklich gegangen waren.

„Sie ist gerufen worden, weißt du von wem?“, fragte nun Blaise vertraulich leise, woraufhin ich nur selbst den Kopf verneinend schütteln konnte, das ungute Gefühl wollte mich hierbei nicht verlassen, weshalb ich auch etwas abgelenkt gewesen war, als die Mädels dachten sie müssten einen Aufstand proben.

„Beschissener Zeitpunkt für einen Ruf!“, tja, Blaise kam zu demselben erquicklichen Schluss wie die Twins und ich.

Dracos Sicht ende

Hermiones Sicht

Ich trug tatsächlich immer noch mein zart graues, mit hauchdünnen Blüten besticktes Abendkleid. Das einzig zusätzliche Accessoire was ich jetzt trug war meine Eisenmaske, die mich als DeathEater kennzeichnete. Diese Kombination war ein mehr als makaberer Anblick.

Die schöne Hochsteckfrisur, die hohen Schuhe, die auf dem Marmor laut klackernde Geräusche von sich gaben und mein weit hinter mir wehender Rock, dazu wie gesagt, als spitze der Absurdität, meine DeathEater-Maske. Ich kam mir vor wie eine witzige, überzogene Karikatur!

Dieses Ensemble war nun doch sehr gewöhnungsbedürftig um nicht zu sagen, lachhaft, für diese düstere Umgebung, aber es drängte und ich hatte keine Lust mich mit einem ungehaltenen Dark Lord zu konfrontieren, weil ich Zeit vergeudete, indem ich mich noch umzog, denn anders als sonst hatte ich mein ganzes Equipment nicht bei mir!

Ich eilte gehetzt die langen, dunklen, kalten Flure entlang, begleitet von dem leisen Zischeln der mich umgebenden Schlangen. Wie es schien fühlten sie sich hier derart heimisch, dass sie sich ohne Ende vermehrten, was ich ungewöhnlich fand, da diese Tiere sonst die Wärme bevorzugten, schließlich waren es Kaltblütler, aber wofür gab es Magie?

Mich fröstelte in meinem leichten Abendkleid dann doch!

Kurz vor der Halle wurde ich langsamer, da ich etwas vernahm was mir einen schmerzhaften Knoten im Magen verursachte, denn ich hörte ganz klar Schreie, laute verzweifelte Schreie, die von der leidenden Qual erzählten, die gerade eine Person erdulden musste.

Was mir wiederum zeigte, dass ich richtig entschieden hatte so zu erscheinen wie ich gerade war, da längeres Warten nur noch mehr Zorn bedeutet hätte, daher stieß ich sofort, ohne zu überlegen, die Tür zum Thronsaal auf und ging todesmutig hinein.

Betont langsam, betont ruhig, um ja zu signalisieren, dass mich die Folter eines zu strafenden Delinquenten nicht davon abhalten würde gemessen und besonnen zu meinem Dark Lord zu eilen, wenn er rief, trat ich ein.

Was mich aber verwunderte war die Szene, die sich mir offenbarte!

Der Lord stand beeindruckend herrisch, gebieterisch und machtvoll auf seiner erhöhten Empore. Er hatte sich von seinem Thron erhoben und war stehend leicht vorgebeugt, zu der sich auf dem Marmor windenden Ratte.

Mein Mitleid war nicht vorhanden, als ich das sah, stattdessen breitete sich auf meinen Lippen ein von meiner Maske wohl verbogenes, sehr gehässiges, aber auch zufriedenes Lächeln aus.

Dort bog sich verzweifelt die „Ratte“ unter dem schmerzhaften „Crucio “ des Lords, der dickliche, um nicht zu sagen abstoßend hässliche, Mann wand sich unter epileptischem Zucken unter dem bösartigen Folterfluch, der eine Spezialität unseres Lords war.

Da erst wurde ich der Menge furchtsamer DeathEater des Inneren Kreises bewusst, die sich ängstlich an die Wand drängten und inbrünstig zu wünschen schienen, nicht anwesend zu sein oder aber um nichts auf der Welt in den Fokus des Lords zu geraten.

Ich konnte Goyle, Crabbe, Dolohov, Bellatrix und Fenrir ausmachen, die aber auch zu mir fragende Blicke schmissen und da alle schon ohne Masken waren, konnte ich ihre verwunderten Blicke ob meiner Aufmachung durchaus erkennen.

Indes war Fenrir derjenige, der noch am lässigsten dastand, wenngleich er nicht wirklich begeistert aussah und so zauberte ich meine Maske weg, damit man auch mein Gesicht in dem ausgewählten so holden Kreis sehen konnte.

Das lenkte die allgemeine Aufmerksamkeit nach meinem Erscheinen wieder auf die Ratte. Er sabberte, grunzte und spuckte unter dem Fluch, es war widerlich.

Mittlerweile blutete er aus mehreren selbstbeigebrachten Wunden. Er hatte sich ohne Rücksicht seine längeren Vorderzähne in die untere Lippe gegraben, dabei hatte er sie sich während einer Zuckung durchgebissen, was ihn schrill Kreischen ließ, aber er konnte nichts tun um dem Schmerz zu entgehen, also schlug sein Hinterkopf laut krachend auf den Boden auf und das Blut lief ihm übers Kinn.

Es war ein bitterböser Anblick. Ich keuchte einmal empört auf, da mir ein abstoßender Geruch beißend in die Nase stieg, wobei selbst der Lord, der bisher ein genüsslich kaltes Grinsen gezeigt hatte, eine vor ekel verzogene Fratze zeigte und auch die DeathEater des Inneren Kreises stießen angewiderte Geräusche aus, da Peter Pettigrew soeben ganz simpel in die Hose gemacht und nicht nur ein kleines sondern auch ein großes Geschäft verrichtet hatte.

Der durchdringende, beißende Urinduft, genauso wie der eindeutige Kotgestank verpesteten nun ordinär, aber auch durchdringend die Luft im Thronsaal.

Ich kam dem Lord helfend zuvor, da er mit der Folterung der Ratte beschäftigt war und ließ mit einem Wisch meines Zauberstabes die peinliche Misere verschwinden, nicht damit sich die Ratte wohler fühlte, sondern damit wir wieder freier atmen konnten.

So zauberte ich noch eine frische Brise, die die stinkende Luft reinigte, was den Lord endlich aufsehen ließ. Seine stechend, rotglühenden Augen blickten brennend zu mir, während er gekonnt den Fluch aufrechterhielt.

Sein Zauberstab lag noch immer locker in seiner dünnen Hand und wurde von seinen spinnengleichen, dürren Fingern lässig und ohne Anstrengung gehalten, aber er war einfach ein ungewöhnlicher, mächtiger Magier, das zeigte sich immer wieder. Wo andere größte Konzentration bedurft hätten, um einen derartigen Fluch zu wirken, schien er fast gelangweilt.

Schließlich brach er mit einem lässigen Schwenk der Stabhand den Fluch ab und wandte sich brüsk um, wobei er in einer fließenden und geschmeidigen Bewegung in seinem Sessel platznahm, um sich dann in einer extrem gefährlich anmutenden Bewegung betont lasziv mit seiner freien Hand über seine bleiche, kahle Glatze zu streichen, dabei kamen seine spitzen Nägel krass zur Geltung. Es war ein faszinierendes Spiel, was mich fesselte, während der keuchende und weinerlich wimmernde Peter zu seinen Füßen blutend, sabbernd und schluchzend dalag und dabei sich immer noch gequält krümmend zuckte.

Wie jämmerlich und erbärmlich!

Dann passierte etwas Unerwartetes. Mit einer fließenden, geschmeidigen und rasant von statten gehenden Bewegung schwang der Lord seinen Stab und ich registrierte nur wirklich das Ergebnis, nämlich, dass auf mich ein violett schillernder Strahl zuhielt.

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BeitragThema: 308. Kapitel „The Green Fairy“   Kapitel 307-308 EmptyFr Sep 07, 2012 9:15 am

308. Kapitel „The Green Fairy“


Ich verbot mir kategorisch, dem Instinkt nachzugeben dem Strahl, der buntschillernd auf mich zuschoss, auszuweichen.

Somit verharrte ich wohlüberlegt, stoisch an Ort und Stelle, denn der Lord war sehr, sehr rachsüchtig und sollte ich versuchen mich vor der Strafe zu drücken, würde es nur noch schmerzhafter für mich werden, denn ich erkannte aufgrund dieser hellen, lilafarbenen Färbung, dass es kein allzu tödlicher Fluch war. Über meine gedankliche Wortwahl war ich versucht sarkastisch zu grinsen.

Als mich schließlich der farbige Fluch traf, keuchte ich getroffen auf. Ich verzog das Gesicht vor Schmerzen, da der Strahl zielgerichtet meine Wange entlangstreifte und meine Haut unter dem Schnitt nachgab. Der Cut klaffte auf und brannte nun wie die Hölle. Sofort fühlte ich etwas meine Wange hinablaufen und ich war mir absolut sicher, dass mir keine Träne entkommen war und somit stand außer Frage, dass ich soeben mit einem Schneidefluch geschnitten worden war und wie ein Schwein blutete, weswegen ich nun zischend die Luft einsog.

Gerade noch biss ich mir auf die Zunge, um weitere Laute zu unterdrücken, als mich der Lord unwirsch anfauchte:

„Du bist nur ein Mudblood! Kenne deinen Platz!“, wies er mich schlechtgelaunt zurecht, etwas was Bellatrix hämisch versteckt kichern ließ, bis Fenrir ihr einen unsanften Stoß verpasste, der so hart war, dass er sie stöhnen ließ und ihm einen bitterbösen Todesblick von ihr einbrachte, aber sie verhielt sich nun ruhig, sandte mir aber giftige Blicke.

Ich tat dasselbe und verhielt mich ruhig, weder hob ich die Hand an meine verletzte, rechte Wange noch verzog ich eine Miene, als sich die unmenschlichen, rotglühenden Augen des Lords wieder auf den am Boden liegenden Mann richteten.

„Verschwinde, du widerlicher, weichlicher Kretin, der du dich DeathEater schimpfst! Wehe dir, wenn du Nagini noch einmal verärgern solltest, indem du auf eine ihrer Schlangen trittst! Diese edlen Geschöpfe stehen weit höher im Rang als du niederes, verachtenswertes Wesen!“, hisste der Lord mit klirrend kalter Stimme, die jedem im Raum durch Mark und Bein ging. Wobei ich über die Idiotie der Ratte nur die Augen rollen konnte, denn die Schlangen waren nach dem Lord die wichtigsten Wesen in diesen eisigen Hallen, das sollte er doch gerade wissen, da ER doch die unendliche Ehre hatte, dem Lord hier in seinem Reich dienen zu dürfen.

Aber was sollte man anderes von dem Idioten erwarten, der viel zu lange das Leben einer Ratte gelebt hatte?

Diese bitterbösen, bedrohlichen und verächtlichen Worte des Lords ließen Wormtail nur noch mehr erbeben und er schluchzte und dies ohne jede Würde. Er heulte Rotz und spuckte Blut. Da fragte ich mich doch kurz, wie das Leben hier für Wormtail aussah und überlegte, ob dies nicht eine bessere Strafe war als Askaban oder gar der Tod, wenn der Lord immer so mit ihm umging.

Die Erinnerung an das hier könnte Harry gefallen! Diese wenig netten Gedanken ließen mich das Brennen und Pochen meiner eigenen Verletzung vergessen.

Als der Lord genervt und abgestoßen seinen Bick von eben jenem Gestraften wandte und mir wieder seine Aufmerksamkeit schenkte, diesen intensiven, gefährlichen, alles sehenden Blick, senkte ich den meinigen demütig.

„Verschwinde, aus meinen Augen!“, befahl der Lord unheilschwanger und der dickliche, kleine sowie kriecherische Mann sah zu, dass er auf seine zitternden und wackeligen Beine kam, die ihm immer wieder wegknickten. Er versuchte schnell das Weite zu suchen. Bei seiner Flucht sah er schrecklich derangiert aus. Die salzigen Tränen benetzten seine Hamsterbacken, der Rotz lief grünlich aus seiner Nase und dies vermischte sich mit dem Blut aus seinem Mund, etwas was mich angeekelt die Mundwinkel verziehen ließ, als er würgend an mir vorbeihastete, um zur Tür zu kommen, die ich wohlweislich offen gelassen hatte, während die anderen abwartend dastanden, denn der Lord schien ungewöhnlich misslaunig zu sein.

Nun, nachdem wir von der peinlichen Gegenwart der Ratte befreit waren und sich die Tür geräuschvoll klickend hinter dem soeben Gefolterten schloss, sank ich doch mal schnell in meinen ehrerbietigen Knicks, sehr ansehnlich von meinem schönen Kleid untermalt, wobei die Stille schwer auf mir zu Lasten begann. Nachdem ich den Schnittfluch abbekommen hatte, pochte nun meine Wange unangenehm, aber ich hielt das Haupt demütig gesenkt, verharrte somit abwartend, etwas angespannt, aufgrund der schwer einzuschätzenden Stimmung des Lords.

„Das sieht absolut lächerlich aus!“, erschallte plötzlich die unmenschliche, fast körperlos anmutende Stimme des Dark Lords, wobei ich trotz allem eine minimale, sarkastische Erheiterung wahrnehmen konnte, in seinem eisigen Ton und ja, ich sah es ähnlich.
Ich fühlte mich tatsächlich selbst fast wie im Fasching, in dem sommerlichen Abendkleid mit den Blumen drauf und als Krönung bis vor Kurzem noch mit meiner Mördermaske bewaffnet. Sachte erhob ich mich, da seine direkte Ansprach an mich durchaus als Aufforderung angesehen werden konnten mich aufzurichten.

„My Lord, aber ich dachte mir, Ihr wärt mehr an meiner Schnelligkeit denn an meiner äußeren Erscheinung interessiert!“, gab ich ihm fest Widerworte, dabei achtete ich darauf, ebenfalls eine emotionslose Maske zu zeigen.

„Wohl wahr! Ich bevorzuge die Schnelligkeit, wenn man meinen Befehlen nachkommt! Aber dein Auftreten ist eindeutig zu selbstbewusst! Sollte das noch nicht gereicht haben?“, klirrte es provozierend und eisig von dem schlangenähnlichen Mann, der früher einmal ein durchaus ansehnlicher junger Mann gewesen war. Ich hörte somit die Rüge in seinen Worten und versank wieder umgehend und noch tiefer und noch demütiger in einem unterwürfigen Knicks, denn ich verspürte absolut nicht das Bedürfnis, wie Wormtail zu enden und war mir nicht zu schade auf den Knien rumzurutschen, um den Lord zu besänftigen.

Ich dachte währenddessen weiter über das Aussehen des Lords nach, denn erst letztens hatte ich in der Hogwartsbibliothek Jahrgangsbücher in den Händen gehabt und war so frei gewesen alle Menschen, die mich interessierten zu suchen und es war interessant gewesen, die jungen Leute auf den sich bewegenden Schulbildern wiederzuerkennen und zu wissen, wie sie heute aussahen, sie schon tot oder, so wie der Lord, nicht mehr das waren, was sie mal gewesen waren.

Da landete ich wieder im hier und jetzt , da ER sich nun anmutig erhob. Dabei wallte sein schwarzes, langes Zaubergewand herrschaftlich fließend um seine schlanke, androgyne Gestalt, als er fast geräuschlos die Stufen von seinem Thron herabschritt, um mir mit einer herrischen, knappen Geste zu bedeuten, ihm zu folgen, was ich umgehend tat.

Es verwunderte mich zwar, dass er auf die rechte Seite zuging, eine, die er sonst nie mit mir ansteuerte. Nur mit Lucius oder Severus ging er immer nach rechts, während er mit mir sonst immer auf die Tür hinter seinem Thron zuging, also war ich sehr zaghaft, als ich ihm aber mit entschlossenen Schritten und dem ungewissen Ziel vor Augen folgte.

Somit ließen wir die anderen verschüchterten und mir gegenüber hämischen DeathEater hinter uns zurück.

Als er sich zu meinem Erstaunen in ein privates Arbeitszimmer begab, das an dunkler Pracht alles übertraf was ich bisher gesehen hatte, Der schwarzweiße Marmor dominierte die schlichte, sehr minimalistische Ausführung, die typisch für das Dark Manor war. Auch an Möbeln waren nur wenige vorhanden, es war nur das Nötigste da, dafür aber war Weite, Breite und Tiefe im Übermaß vorherrschend und dies ließ mich staunend zurück.

Zwei breite, wuchtige Sessel mit einem Tisch davor standen vor einem irre großen schwarzen Kamin, in dem ein einladendes Feuer prasselte und im hinteren Bereich dominierte ein riesiger Schreibtisch die Wand, es war einem Muggelkönig würdig und stand auf einer erhöhten Empore, hinter einer wuchtigen Balustrade, die nur in der Mitte durchbrochen war, um den durchzulassen, der dahinter arbeitete.

Sofort hämmerte mein Herz unangenehm schnell gegen meine Brust, aber ich schluckte das ängstliche Gefühl kämpfend hinunter und folgte rasch, während der Lord in einem der beiden Sessel grazil platznahm.

„Mudblood, hier dein Auftrag!“, kam es lapidar von ihm, denn er hatte mein Zögern an der Tür sehr wohl bemerkt und grinste mich nun furchterregend sardonisch an, wobei er die schmalen, weißen Lippen grausam verzog.

Bei seinen Worten warf er mir auch schon in einem braunen Umschlag befindliche Papiere zu. Ich griff umgehend danach und warf neugierig einen raschen Blick hinein, wobei ich irritiert blinzelte und noch immer brav vor dem Lord stand und überlegte was er von mir wollen könnte.

Der Lord hatte mir nicht angeboten mich zu setzen und ich würde es auch nicht wirklich begrüßen, mich in einem derart intimen Rahmen zum Lord zu setzen, also stand ich da und studierte aufmerksam die Papiere, bis ich mit gerunzelter Stirn aufsah.

„Fudge?“

„Ja, er muss weg! Dies sind gefälschte Beschuldigungen wobei sogar einige Anschuldigungen echt sind! Die Klage, dass er bestechlich ist und einige private Beziehungen unterhält, die nicht gerne gesehen werden!“, hisste er knapp auf und lenkte seinen Blick kurz in die prasselnden Flammen, als er auf Lucius anspielte, der den ehemaligen Minister seit jeher manipuliert hatte.

„Und was soll ich tun?“, fragte ich vorsichtig, mit geneigtem Haupt nach, da sich mir noch nicht erschloss, was an dem, wie gesagt, EHEMALIGEN Minister wichtiges war, dass er „weg“ musste.

„Du bist doch angeblich so gut im Einbrechen?“, kam es provozierend langsam von dem finsteren Lord, während sein rotleuchtender Blick wieder zu mir schweifte und da zog er seine Worte samtig höhnend in die Länge.

„Ja!“, erwiderte ich entschlossen fest, denn dies stimmte, sollte er mal Severus und Lucius fragen. Wenn die wüssten, dass ich ihr ausbruchsicheres Manor immer noch verließ und betrat wie es mir passte, würden die zwei im Kreis hüpfen. „Keine falsche Bescheidenheit?“, fragte er irritierend samtig und grinste ein teuflisches Lächeln, das seine spitzen Zähne enthüllte, während seine filigranen Finger über den seidigen schwarzen Stoff seiner Robe glitten und sich eine haarlose Braue des Lord skeptisch in die Höhe hob, als er mich spöttisch taxierte.

„Nicht da, wo keine sein muss!“, kam es arrogant, aber entschlossen von mir, da ich von meinem Können überzeugt war.

„Damit gehen auch große Ansprüche einher!“, wandte er nun erstaunlich ernst, aber auch perlend seidig ein und sein durchdringender Ausdruck ging mir durch und durch und seine Augen fuhren meine Gestalt genau nach, etwas was sehr wohl dafür sorgte, dass mein Herz einen Takt schneller schlug. Es wäre nie gut, den Ansprüchen des Lords nicht zu genügen.

„Oh, My Lord, ich SCHÄTZE es, an den an mich gestellten Ansprüchen zu wachsen!“, kamen diese schicksalhaften Worte entschlossen von mir, Worte , die ich noch bitter bereuen sollte, aber das war wie mit meinem wankelmütigen Glück, man wusste immer erst später was für einen besser gewesen wäre.

„Dann enttäusche mich nicht! Du sollst diesen Auftrag bis in 2 Wochen erledigt haben und diese Unterlagen im Haus der Fudges verstecken! Lucius ist dabei eine ministerielle Hausdurchsuchung zu veranlassen, indem er das Garmot überzeugt, dass Fudge nicht der unbedarfte, regeltreue und unbestechliche Minister ist, als der er sich darstellt! Sein Andenken als guter Minister muss endgültig zerstört werden, sprich dich mit Lucius ab! Damit sollte die Durchsuchung und die Entdeckung der belastenden Beweise Hand in Hand gehen, da Lucius auch einige Hinweise im Ministeriumsbüro des ehemaligen Ministers und jetzigen Assistenten des gegenwärtigen Ministers hinterlegen wird, somit sollte dies Fudges Zeit als Zauberreiminister beschmutzen und in ein anders zweifelhafteres Licht stellen! Ich will, dass auch sein direkter Nachfolger in ein fragwürdiges, ein zwielichtiges Licht rückt, denn Scrimgeour ist unter Fudge als Leiter der Aurorenzentrale aufgestiegen. Jeder soll sich fragen, wie dies unter solch einem bestechlichen Minister möglich gewesen sein kann! Im Zuge dessen wird Lucius eine Pressestrecke im Propheten veranlassen, die sich mit Fudges Vergehen auseinandersetzt. Es ist von Vorteil, die Presse in der Hand zu haben!“, erläuterte mir der Lord erstaunlich leutselig, wobei ich die Bösartigkeit in seinem Blick bemerkte. Er genoss es regelrecht mich ins Vertrauen zu ziehen.

Er verstand es, ähnlich Lucius, sehr gut, einen mit Zuckerbrot und Peitsche zu führen. Zuerst strafte er mich, um mir dann ausschweifend seinen Plan darzulegen, somit fühlte ich mich zwar gedemütigt aber auch erwählt, da er sich ausließ und mich sehr mit einbezog!

Hatte ich jemals behauptet, dass dieser Lord hier dumm war? Nein? Gut, denn das war er mit Sicherheit nicht, sondern einfach nur ein Anführer, der Angst und Schrecken zu verbreiten wusste, aber gleichzeitig auch verstand zu führen. Somit lauschte ich, während ich die Unterlagen verkleinerte und in Ermangelung eines besseren Aufbewahrungsortes in mein Dekolleté stopfte.

„Gut, wie Ihr wünscht, ich breche ein!“, meinte ich entschlossen und ohne Nachfrage, da ich mich schon fast darauf freute so etwas tun zu können, versprach das doch immer einen guten Spaß für mich.

„Ich genieße es, wenn meine Leute einmal so funktionieren wie sie sollen!“, hauchte er seidig, wobei es mir einen eisigen Schauer über den Rücken sandte, da es bei ihm immer nicht wirklich fassbar klang. Er verstummte und maß mich mit seinen rotglänzenden Augen für mich unangenehm von oben bis unten und ich wünschte mir fast, etwas anderes zu tragen als dieses elegante Abendkleid, das nun mit Blut besudelt war.

Als mir seine nächsten, samtig gehauchten Worte abrupt den Boden unter den Füßen wegzogen:

„Deine Wunde wird nicht vor übermorgen heilen! Schließlich soll es dich an deinen Platz erinnern! Und somit gehen auch die Schmerzen erst später weg! Aber keine Sorge, es wird kein Mal zurückbleiben, es würde mir doch nie einfallen, das „Spielzeug“ von Lucius und Severus dauerhaft zu verschandeln, ich weiß doch, auf was meine Männer Wert legen!“, wisperte er rau, aber auch kühl und ich konnte nichts dagegen tun, dass meine Hand automatisch hochruckte, um meine aufgerissene Wange anzufassen, ein Reflex, den ich bisher erfolgreich unterdrückt hatte, aber jetzt, wo er es bösartiger Weise erwähnte, kam ich nur schwer gegen den Instinkt an es zu tun.

Es war ein sichtbarer Kampf von mir, die Kontrolle zu behalten, den der Dark Lord sehr wohl genüsslich wahrnahm und ein hämisches Lächeln zierte seine hässliche Fratze.

„Was ist?“, leckte er sich anzüglich über die bleichen Lippen.

„My Lord sind zu gütig!“, würgte ich fast an den untertänigen Worten.

„Wie gesagt, du, das Mudblood, weißt mit Worten umzugehen… nun geh…!“, meinte er brüsk und wedelte mich barsch, mit einer harschen Geste von sich und ich versank rasch in einen tiefen Knicks, bevor ich mich hastig erhob und davoneilte, um den unberechenbaren Lord in seinem eiskalten, schwarzweißen Marmorpalast alleine zu lassen und mich wieder der verachtenswerten Masse der buckelnden Dienerschaft gegenübersah, als ich den Thronsaal betrat.

„Endlich zeigt er dir deinen Platz!“, zischte mir schon eine schadenfrohe Bellatrix entgegen und ich blinzelte sie sparsam an.

„Was? Wegen dem Kratzer? Also Bellatrix, wenn du dich an dergleichen schon aufgeilen musst, dann bis du wirklich verzweifelt, oder?“, tat ich ihre Boshaftigkeit von oben herab blasiert ab, da ich fand, gegen die Ratte war ich doch mehr als prächtig davongekommen und eines war klar, der Lord war in seinen Launen unberechenbar, auch ihr gegenüber, aber da schien die Gute an Gedächtnisschwund zu leiden.

„Püppchen, werden wir eingeweiht, was du tun sollst?“, fragte Fenrir neugierig und ich erlebte durchaus, dass die Meute interessiert war mehr zu erfahren.

„Wenn der Lord wollte, dass ihr es wüsstet, wäre er nicht mit mir weggegangen, also NEIN!“, hauchte ich samtig und schenkte der Gruppen ein hohnvolles Lächeln.

„So gut drauf?“, grinste gerade Crabbe dümmlich und sein wenig ansehnliches Doppelkinn erzitterte, als Fenrir seine Hand aussteckte um mich zu berühren, da wich ich rasch aus und sah ihn finster an.

„EY, ich will nur die Wunde ansehen!“

„Um was zu tun? DANKE, das mach ich selbst…!“, wies ich ihn brüsk in seine Schranken, dabei wandte ich mich entschlossen ab, schließlich war ich nicht zum Spaß hier und mit einem Wisch saß die Maske wieder. Bevor ich jedoch die Saaltüren erreichen konnte, krähte schon wieder die nervige Stimme von dem Weib zu mir.

„Warum siehst du eigentlich so aufgemotzt aus?“

„Als ob es dich was anginge!“, murrte ich nur in meine Maske und schaute, dass ich weiterkam. Weder würde es der Lord gutheißen, wenn wir es wagen sollten uns im Manor an die Gurgel zu gehen noch würde es Draco gefallen, wenn ich erstens zu spät oder gar nicht mehr bei der Hochzeit auftauchen würde oder wenn ich zweitens ein zerfetztes Kleid präsentieren würde. Nach Hause ins Manor würde ich nicht gehen, nicht mit der Gefahr im Rücken dort Lucius zu begegnen, somit eilte ich die Flure unbehelligt entlang und apparierte im Hof.

Ich kam vor der Burg in Irland an und genoss kurz die romantische, unwirkliche Kulisse, die so gegensätzlich war zu jenem kalten, unfreundlichen Ort, den ich gerade verlassen hatte.

Dabei erlaubte ich mir ein tiefes, unsäglich leidendes Einatmen, um dann meinen Atem lautstark wieder auszupusten, bevor ich meine Maske entfernte. Ich zauberte mir meinen Handspiegel herbei und blickte in mein augenblicklich sehr blasses Gesicht, in dem der Schnitt auf meiner rechten Wange tief klaffend zu sehen war.

Er zog sich mittig am Beginn des Wangenknochens bis zu dessen Ende hindurch, wo man eigentlich das Rouge auftragen würde, aber jetzt zierte dort eine blutende und nässende Wunde, die hässlich hervorprangte.

Noch immer sickerte hellrotes Blut hervor und lief den unteren Teil meiner Wange hinab und hatte meine rechte freiliegende Schulter mit getrockneten Blutstropfen besprenkelt.

Ich sah wahrlich grotesk aus, somit reinigte ich mich von dem Schmutz und bemerkte zu meinem großen Missvergnügen, dass der mächtige, schwarzmagische Zauber vom Lord tatsächlich nicht zu brechen war und ich den Schnitt wirklich nicht heilen konnte. Es gelang mir zwar, die Blutung zu stoppen, damit es nicht mehr so krass aussah, aber der Cut blieb leuchtend rot und schmerzhaft offen wie ein Messerschnitt.

Tja, niemand konnte oder sollte gar behaupten, dass der Lord nicht mächtig wäre, zu meinem Unglück wohlgemerkt, aber das war mein wohlbekanntes, nicht vorhandenes Glück.

Ich straffte mich, da ich die Wunde nicht würde kaschieren können, denn es wäre lachhaft, zu erwarten, dass ich einen Tarnzauber darauf legen könnte. Der Dark Lord wünschte mich zu „brandmarken“ wegen meiner Unverfrorenheit, dann ließe er mir auch keine Möglichkeit seiner Strafe zu entgehen oder nicht zu ihr zu stehen.

Egal, ich würde da jetzt wieder reingehen und Fragen nicht zulassen, dies beschloss ich entschieden für mich, als ich losging um das Tor zu öffnen, dabei berührte ich noch kurz mein Dekolleté, in dem die Papiere verstaut waren, die ich in Fudges Heim einschleusen musste, sollte mir Fudge leidtun?

Denn mit diesen Unterlagen wäre sein Untergang besiegelt.

Wohl eher weniger, aber jetzt hieß es, sich den anderen stellen, wobei ich gerade einfach nur sauer war, wie wahnsinnig der Lord in seiner Selbstherrlichkeit war. Damit übertraf er doch glatt Lucius und da stieß ich entschlossen die Türen auf und gelangte wieder in den Saal, der sich ebenfalls wieder magisch verändert hatte.

Das Festmahl war beendet und die freigewordene Mitte wurde nun zum Tanz genützt. Nur an den Wänden waren noch Sitzbänke und Tische, alles wirkte heiter, fröhlich und ausgelassen. So ganz anders und im unwirklichen Gegenzug zu der Szenerie, der sich windenden und gefolterten Ratte, die ich hinter mir gelassen hatte.

Das aufgeregte Lachen verstummte plötzlich und nur noch die Musik spielte laut, da man mich sehr wohl bemerkte, etwas was mich doch gleich wieder fulminant ärgerte, da ich wusste, wie ich aussah.

Was meinen Kopf nur noch aggressiver in die Höhe beförderte und mein Blick eine einzige Einladung wurde, nur zu fragen was mit mir passiert war!

Die Gefahr, dass dem Ersten, der es wagte zu fragen, ein Crucio sicher war stand sogar erstaunlich gut, als ich mich sachte von der Tür löste und in den Saal ging, wobei ich Draco bei der Connection bemerkte, plus Pucey und Katie, die interessiert mit ihnen tratschten.

„Mein Mudblood… alles…“, begrüßte mich Draco laut und war gut über die Musik in der ansonsten vorherrschenden Stille zu hören, als er abrupt stockte, da sein Blick durchaus besorgt zu meiner Wange zuckte, bevor es in den Tiefen seiner sturmgrauen Augen flackerte, aber ich sah auch, wie er es sich wacker verbiss etwas anderes zu sagen oder zu fragen „…tanzen?“, fragte er aus heiterem Himmel und ich nickte nur knapp.

Da packte er meine Hand entschlossen, zog mich auf die jetzt wie ausgestorbene Tanzfläche und wirbelte mich gekonnt zu dem Lied umher und ich genoss es einfach. Auch dass er mir keine wörtlichen Fragen stellte freute mich, wenngleich mir sein finsterer Blick durchaus einige Fragen übermittelte,, die ich ebenso versucht war zu beantworten und als er sachte nickte, war es mir so, als hätte er verstanden, dass an sich nichts Schlimmes passiert war, nur der Cut und der würde vergehen, da das „SPIELZEUG“ nicht verschandelt werden sollte.

Da verkrampfte doch glatt meine Hand in Dracos Griff, da mich der Ausdruck doch schon sehr ärgerte, ich war doch keine PUPPE! Als mir auch noch Severus Ausdruck in den Sinn kam damals im Cottage, redeten die mit dem Lord über mich? So?

Ganz ruhig, rief ich mich selbst zur Ordnung und lockerte meine Verkrampfung. Das Ganze hatte vielleicht Sekunden wenn überhaupt nur ein bis zwei Minuten gedauert, als Draco seine Kreisdrehung unterbrechen musste, da Ginny und Padma uns derart breit im Weg standen, dass wir abrupt stoppen mussten.

„Hermione, was ist mit dir passiert? Du siehst schrecklich aus…!“, „Ja furchtbar… selbst dein Kleid hat einige Blutstropfen und deine Wange!“, „Tut es sehr weh…?“, „Warum machst du nichts…“, riefen die beiden jungen Frauen in einer zu hohen Frequenz, als dass es nicht wirklich jeder gehört hätte, der es nicht hören wollte und mal ehrlich, wer hörte nicht gerne, dass er schrecklich und furchtbar aussah?

„Boah, ihr zwei Kratzbürsten seid nicht auszuhalten!“, brauste Draco ungewohnt fahrig aus der Haut, als ich in ein fast hysterisches, aber sehr selten von mir gehörtes, ehrliches Lachen ausbrach.

Zu schön, zu erleben, dass die zwei Draco auf die Nerven gingen, aber auch die Situation war urkomisch.

„Beruhigt euch doch… was ist überhaupt los?“, fragte ich nun, nachdem wirklich jeder nach meinem Heiterkeitsausbruch dachte, dass ich nicht mehr ganz richtig tickte. Sogar die Musik verstummte nun auch und ich warf einen entschuldigenden Blick zu Braut und Bräutigam, die aber auch nur neugierig zu uns sahen.

„Beruhigen?“, „Leichter gesagt als getan?!“, „Wir wollen die ganze Zeit wissen, wo du hin bist!“, „JAAA und jetzt schau dich an… wer hat dich verletzt?“, wechselten sich die beiden Furien miteinander ab.

„Mädels… macht mich nicht sauer, okay? Draco besitzt die Höflichkeit, bisher kein einziges Mal gefragt zu haben! UND er ist mein FREUND! Warum denkt ihr zwei Hübschen dann, dass ihr das Recht habt mich das zu fragen?“, klirrte meine Stimme bösartig kalt in dem mittelalterlichen Steinsaal wider, als ich den perplexen Mädchen sehr eisige Blicke sandte.

„Ja, aber…!“, stotterte Ginny aussagekräftig.

„Nichts aber, ich war weg und ich bin wieder da!“, kam es kompromisslos scharf von mir, als ich beide zurechtwies.

„Das ist ja wohl nicht dein Ernst!“, brauste nun Padma entrüstet auf, wobei mir ersichtlich die Hutschnur riss.

„Wenn ihr zwei nicht auf der Stelle wieder zu eurem guten Benehmen findet, schließlich seid ihr hier auf einer HOCHZEIT, werdet ihr euch spätestens in Hogwarts wünschen, mich nicht wütend gemacht zu haben!“, drohte ich gemeingefährlich und die Bestürzung über meine Giftigkeit war nicht nur in den Gesichtern dieser beiden zu erkennen, sondern auch in gerade denen, die mich bisher nicht näher kannten, so wie Flint, Pucey und Co. Ich war wirklich versucht handgreiflich zu werden.

Vor allem nachdem ich mich schon derart widerlich vor dem Lord hatte demütigen lassen müssen, ohne mich zu wehren, war es fast eine übermenschliche Leistung, die Mädchen vor mir nicht zu versohlen.

Aber ich kam gerade vom Lord, hatte viel gesehen und erlebt, was ich mal wieder nicht hätte mitmachen wollen oder müssen. Meine Wange pochte unangenehm und ich versuchte mich hier abzulenken und erlebte, nachdem nun auch wieder das nervende und enervierende Wispern wieder eingesetzt hatte, diese Nervensägen! Ich hoffte, dass es verständlich war, dass meine Geduld rasant dem Ende zuging.

„Du weißt, wie scharf es mich macht, wenn du gefährlich und böse wirst!“, hauchte nun Draco trotz seiner leisen Stimme gut verständlich über meine Schulter in mein Ohr, denn meine aggressive Anwandlung wurde von ihm registriert

„Natürlich, wäre ich sonst so oft derart böse?!“, grinste ich nun provokant über meine Schulter, mit einem breiten Grinsen und ich wusste, mit meiner verwundeten Wange mutete es bestimmt wahnwitzig an, aber ich war gerade einem irren Lord entkommen und auch den DeathEaterhaufen hatte ich hinter mir gelassen, ich war nicht wirklich bereit jetzt zu diskutieren.

„Das ist soooooooooooo klar und hoffentlich weißt du, wie scharf es uns macht, wenn du die Chefin raushängen lässt, Schönste! Aber keine Sorge, dich kann nichts entstellen, du bleibst immer die Schönste!“, trampelten zwei gleichaussehende, idiotisch grinsende, aber auch erleichtert wirkende Red Devils auf uns zu und ihre Worte brachten mich gleich zum Lachen.

„Genau, ich bin ja immer noch dafür, dass du mal wieder die Peitsche auspackst!“, krähte Fred übermütig, als er mich an der Hand packte und in einer geschickten Drehung über das Parkett wirbelte.

„Das sagt derjenige, der wegen dem Cut nun heulend auf dem Boden sitzen würde!“, kam es sparsam von Blaise, der lässig neben Draco trat und dabei die Arme vor der Brust verschränkte.

„George! Blaise ist gemein zu mir? Das ist fies!“

„Selbst schuld, Fred und außerdem hat Blaise recht!“, wandte nun auch Draco ein, während George abgelenkt wirkte, da er suchend in einer Tasche seiner Jacke rumwühlte.

„Ähhhh, keiner kann so sehr auf Schmerz stehen wie ihr zwei!“, murrte deshalb der beschäftigte Twin nur abgelenkt. Dass Padma und Ginny mittlerweile verstummt waren, glaubte ich gerne, vor allem glaubten die anderen Gäste kaum was wir aufführten. Braut und Bräutigam hingegen wirkten weder sauer noch wütend sondern eher mehr als interessiert und gespannt.

Wir sorgten mit Sicherheit für gute Unterhaltung.

„Kann nicht jeder so eine Memme sein wie ihr!“, hisste Draco höhnend auf und die beiden brüllten gackernd vor Lachen.

„Na, ich frag mich… kann man da nichts machen?“, fragte nun Astoria frech und erhob ihre Hand, um zu meiner Wange zu fassen als ich auswich.

„Nein, das vergeht von allein!“

„Na, wenn das sooooooooooo ist, Schönste… dann hab ich eine geniale IDEE!“, krähte George.

„Neeeeee brillant, wir haben eine Überraschung, für alle!“, kreischte nun Fred aufgeregt und aufgedreht mit einem Sonorus verstärkt durch die Halle und alle zuckten vor Schreck zusammen.

„Da weiß ich nur gar nicht, ob ich mich freuen soll!“, mischte sich nun Flint zum ersten Mal ein, er wirkte, obgleich wir seine Hochzeit derart kompromittierten, erstaunlich gutmütig und ausgeglichen.

„Warum? Die Twins haben immer viel Spaß gebracht!“, kam es nun verteidigend von Alicia und sie schenkte mir einen mitleidigen, eindeutig starrenden Blick, , der auf meiner Wange liegen blieb, um dann zu den Twins zu wandern, wo er einen ernsthaft vergnügten Ausdruck annahm.

„BITTE? Dann kennst du die Chaosbrüder nicht so wie ich sie kennengelernt habe!“, warf Flint brüsk ein.

„Nur, weil ihr das Pech hattet am anderen Ende ihrer Streiche zu stehen, oder auch auf der falschen Seite des Klatschers!“, mischte nun auch noch Angelina süffisant ein.

„Ach… was für Zeiten, Bruderherz… ich vermisse das!“, schwärmte Fred versonnen und lehnte sich an seinen noch immer herumwühlenden Twin.

„Fred, hilf mir suchen!“, murrte George weniger freundlich, über die Untätigkeit von seinem Ebenbild.

„Ah, da ist es ja!“

„Sicher, dass du auch das Richtige hast? Nicht, dass ihr meine Burg in die Luft jagt!“

„Oh, Draco, die Gefahr könnte bestehen, wir testen gerade an einem…!“

„STOPP, wir wollen es gar nicht wissen! Echt nicht!“, rief Blaise händeringend, es war ganz klar, dass Blaise sich dergleichen nicht zum ersten Mal anhören musste, wie sein gequälter Gesichtsausdruck sehr deutlich zeigte.

„Hey, aber deine Freundin ist ganz scharf darauf… wenn wir zusammen im Keller sind!“, wackelte Freds Augenbraue mehr als anzüglich und schaffte es, einen leidenden Ausdruck in Blaises Gesicht zu zaubern.

„Ohhh, ich hab echt lang gebraucht, den Ruß und die Asche in der Dusche aus ihr rauszubekommen, kein Zauberspruch half…!“, jammerte der hübsche junge Mann leidlich.

„Ja, Astoria ist schon eine große Hilfe, nicht wahr, Süße?“, warf ihr Fred Luftküsschen zu, die sie verspielt versuchte zu erhaschen.

„Aber immer gerne!“, strahlte diese über das Lob mehr als erfreut und ich konnte nur dem armen Blaise aufmunternd auf den Arm klopfen. Der Arme konnte einem schon leidtun mit dem Haufen von Kindsköpfen im Cottage.

„So, aber jetzt mal alle herkommen, macht einen Kreis! Und keine Angst, das ist etwas, was nicht zum Explodieren gedacht ist… wobei, vielleicht implodiert ja ihr?“, schrillte es von einem leicht irre erscheinenden Zwillingspärchen beängstigend gutgelaunt los.

„Das ist nicht komisch!“, kommentierte ein hinzugekommener Percy mokant und blickte durch seine Brille pikiert rundherum und vor allem seine Brüder maßregelte er sehr, mit seinem tadelnden Blick.

„Oh, du alter Spießzauberer und ich dachte, die Süße da hätte ein wenig von deiner gut verstecken Ader hervorgekitzelt, denn mal ehrlich, irgendwo da drin müssen wir etwas von uns hinterlassen haben, du hast schließlich Jahre mit uns zusammengelebt!“

„Ja, leidvolle, geplagte Jahre!“, jammerte Percy gequält, aber auch verständlich. Er war so ganz anders als die Twins, das war schon frappant.

„Ruhe, Ruhe! Jetzt geht es los!“

„Mann, Fred und George, macht es doch nicht so spannend!“, jammerte Lee ungeduldig und Angelina nickte eifrig.

„Ja, wo wäre denn da der Spaß?“, fragte Fred irritiert, als George lachte und meinte:

„Aufgepasst, wir bereiten uns ja auf Irland vor und was damit einhergeht und wenn man sich das mal so anschaut, was passt zu uns besser als „The Green Fairy“ zu beschwören?“, fragte er bedeutungsschwer.

„Die Grüne was?“, „Fee, du Hohlbirne!“, „Irland und Feen… wenn sonst nichts passt!“, „Ich glaub, so meinen die das gar nicht!“, „Ich kapier nichts!“, „Seit wann sind Feen grün?“, ging es hoch her und die Twins kicherten amüsiert und ich rollte die Augen. Es würde zu den Red Devils passen, wenn sie mit dem la fée verte ankommen würden, ich dachte mir schon zu wissen, was uns drohte.

Da ich mit meinen Eltern des Öfteren Frankreich besucht hatte, war mir die französische Variante der Grünen Fee bekannt und damit wollte ich gespannt sein, ob und wenn welchen Unterschied es zum Irländischen gab.

„Leute, ist was Geiles, kommt aber von den Muggeln!“, wirbelte ein Zauber durch den Raum und vor den Twins stand eine ehemals verkleinerte, nun vergrößerte Fontaine.

Eine durchsichtige, feine Glasfontaine erwuchs, die sehr zart ziseliert und geschwungen war, mit einem gedrehten Glasfluss und zum Schluss thronte ein großer Glasadler oben auf.

Sechs silberne Hähne vollenden das Bild sowie auch das Eiswasser, das das Glas kühl beschlug.

Diese Fontaine gab es sechsmal und war damit für die Masse an Gästen ausreichend vorhanden.

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„Okay, hübsch! Aber was soll das sein?“, „Äh… Eiswasser?“, „Schick und was sollen wir damit machen?“, waren alle irritiert und sorgten für große Erheiterung bei den Twins.

„Nur nicht hetzen, Leute… das war noch nicht alles, das Wichtigste fehlt!“, beruhigte George die unruhige Masse und zauberte auf den Tischen wunderschöne stilechte „Belle Epoque“ Gläser, die er ebenfalls verkleinert aus seiner Tasche zog. Was die alles in ihren Taschen mit sich rumtrugen!

Sie waren immer wieder für eine Überraschung gut.

Diese gläsernen Pokale waren mit Ornamenten und Mustern verziert und hatten einen kleinen runden Bauch am Stil, sehr schön und passend, dazu erschienen in einem tiefen, satten Grün gefüllte abgestimmte Karaffen, mit einer sehr schönen, bauchigen, nach oben geöffneten Form. Dies ließ die dunkelgrüne, durchsichtig schimmernde Flüssigkeit vielversprechend aussehen.

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Nun bauten sich auch Zuckerwürfel in großen Schalen neben den Gläsern und Karaffen einladend auf und zum Schluss schwenkte George noch einmal dramatisch seinen Zauberstab und ließ silbrige, leicht gelochte und geschlitzte Löffel erscheinen, die sehr edel aussahen.
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„Ah und was ist das nun alles…?“, „Macht es doch nicht so spannend!“, bettelten nun die meisten schrecklich nervös und aufgeregt.

„Okay, Fred, du machst es vor, ich erkläre es währenddessen!“, befahl George eifrig, als Fred eilig loslegte.

„Nun, das ist eine Wermutspirituose…“

„Bäähhh,… wie Noilly Prat? Das trinkt meine Oma immer, grausig!“, schüttelte sich gerade Tamsin Applebee grausend.

„Schweig still, Apple!“, bedeutete George mit erhobener Hand, wie ein Dirigent.

„Das ist nicht nur Wermut, da sind noch viele andere Kräuter drinnen, daher auch die grüne Farbe und unter anderem der wohlklingende Name. Es gibt viel Auswahl, an sich liegt der Alkoholgehalt bei 45-85 Prozent …“, erläuterte er, wurde jedoch von einem Aufbrausen unterbrochen.

„Wow, geil!“, „Schenk mir gleich mal was ein!“, „Halt, welchen habt ihr genommen?“, „Sag nicht den 45er?“, „Bitte, sag den 85er!“, ging es hoch her und selbst der Rest der Connection starrte erwartungsvoll zu den Getränken, obgleich sie bereits über die Auswahl Bescheid wussten.

„Leute, ihr dürft ja gleich ran, aber da gehört schon was dazu, das zuzubereiten, da er sonst zu bitter schmeckt, wenn ihr ihn so runterkippt. Die Muggel haben sich was Schönes und Stilistisches einfallen lassen… Fred, bitte!“, somit griff Fred zum Glas, füllte es mit der Karaffe bis zur Hälfte mit der schillernden, grünen Flüssigkeit und legte den löchrigen Löffel auf den Rand des Glases, um dann einen Zuckerwürfel darauf zu legen.

Somit schritt er betont wichtigtuerisch und affektiert mit dem Glas in der Hand zu einem der Fontänen, um dann diesen Hahn aufzudrehen, wodurch das Eiswasser langsam, etwa ein Tropfen pro Sekunde, auf den Zuckerwürfel tropfte und dieser sich langsam auflöste.

Jeder Tropfen gezuckerten Wassers, der in das darunter stehende Absinthglas fiel, opalisierte den Absinth und die Verwirbelungen hinterließen eine milchig trübe Spur im ehemals bestechenden, klaren Grün.
Wie gut, dass ich belesen war und so wusste ich, dass dieses Phänomen, der sich verändernden Flüssigkeit als „Louche-Effekt“ bekannt war. Die Ursache des Effekts war hierbei die schlechte Wasserlöslichkeit des im Absinth enthaltenen ätherischen Öls Anethol.

„Seid aber nicht zu gierig, bis vor ein paar Jahren war das Gesöff verboten, aber mittlerweile darf man es wieder trinken!“, war dies wie der erwartete Startschuss und alle eilten zu dem Tisch mit den Utensilien und legten los.

Ich lächelte begeistert und stand mit den anderen zusammen um die sechs Hähne der einen Fontaine verteilt und besah mir das Schauspiel, das für viel Erheiterung sorgte.

„Hey, was denkt denn ihr, natürlich haben wir sogar auf 85 % zurückgegriffen, zu geil das Zeug!“, plärrte ein rasender Twin und half wo Hilfe nötig war, wobei es nicht wirklich schwer war, eher ein für eine Gesellschaft angemessener, lustiger Zeitvertreib. Als wir fertig waren, prosteten wir dem begeisterten Brautpaar zu.

Es schmeckte eigenartig, bitter und doch süß. Ich hatte vor langer Zeit einmal davon gelesen, als wir durch ein französisches Dorf gereist waren, aber probiert hatte ich es selbst noch nie und damit fand ich es erstaunlich eigenartig und vor allem gar nicht mit der Getränkeauswahl der Magier zu vergleichen.

Die Stimmung wurde von Glas zu Glas ausgelassener, was bei dem Alkoholgehalt nicht wirklich verwunderte, Die Melodie spielte verzückende Lieder und die „Grüne Fee“ schickte uns ins Feenreich, eine wunderbare Möglichkeit der Grausamkeit der Welt zu entschwinden.

„Connection… auf geht’s, wir haben da noch was!“, plärrte Fred auf einmal relativ durchdringenden durch den Saal und trieb somit mich, Draco, Blaise, seinen Twin und Astoria zusammen.

„Muss denn jeder wissen, wie wir uns nennen?“, fragte Draco zweifelnd.

„Hää… was fragste mich?“, kam es nicht mehr astrein von Fred und als er nur blöde kicherte, schenkte sich Draco alles weitere.

„Soooo, was Fred sagen wollte, es gibt noch die tschechische Variante und in Irland wird das auch gerne gemacht!“, klatschten die Twins wie die kleinen Kinder aufgeregt in die Hände und rieben sie danach vorfreudig aneinander:

„Das Feuerritual!“, grinsten die dämonischen Red Devils bedrohlich.

„Was?“

„Ahhh, habt ihr das vorhin mit implodieren oder auch explodieren gemeint?“, fragte ich vorsichtig und erntete nur verschlagenes Zähne zeigen.

„Schaut hin und lernt!“, fabulierte George und legte nun einen Löffel auf ein leeres Glas und beträufelte den Zuckerwürfel, der sich vollsog, mit Absinth. Als Fred sich vorbeugte und „Incendio“ wisperte, woraufhin sich der Würfel entzündete und bräunlich zu blubbern begann, liefen die karamellisierenden Zuckerfäden langsam in den Alkohol. Die letzten tanzenden Flammen verloschen und Fred zog den Löffel zurück und ließ den Zucker in das Glas fallen.

Das Grün war jetzt nicht milchig weiß, sondern eher grünlich trüb, da das Wasser fehlte, aber der Effekt war aufsehenerregend und alle probierten nun diese neue Methode aus. Ich nippte gespannt an dem Glas und genoss den intensiven karamellisierten Geschmack auf der Zunge. Dies hier sagte mir mehr zu, als die Verdünnung mit dem Wasser, wobei auch dies hier noch mit Wasser gestreckt werden konnte, aber ich mochte den kräftigen Geschmack nach Kräutern.

Es wurde lustig, als die ersten Gläser lautstark zersplitterten und explodierten, da die Gefahr bestand, dass sich der darin befindliche Absinth mit dem hohen Alkoholgehalt entzündete, wenn noch brennende Zuckerstücke in das volle Glas kamen und da konnte es passieren, dass das Glas dem nicht standhielt.

Auch bei uns passierte es nun, dass Astoria ein Glas in die Luft jagte, als George gespielt wehleidig seine Unterlippe vorschob.

„Schade, dass Seamus, unser Ire, nicht da ist!“

„Boah Mann, der jagt ja so schon alles in die Luft, der würde echt die Burg hochgehen lassen!“

„Dann weiß ich ja, wer nie herkommen darf!“, kam es sparsam von Draco, als er zu kichern begann, denn dieser ungewohnte, sehr, sehr kräftige Drink ließ auch ihn schwanken.

„Aber das kannst du laut sagen, Alter!“, selbst ich kicherte dümmlich, aber das Gebräu stieg einem auch unglaublich ins Gehirn. Die Party wurde sehr ausgelassen, die Klamotten saßen nicht mehr gar so steif und die knallenden Geräusche, wenn ein Glas zersprang, hallten immer wieder durch die Musik und jeder und alles tanzte mit jedem. Nachdem Draco atemlos war, rissen mich die Twins an sich und legten mit mir eine kesse Sohle aufs Parkett.

Astoria lallte etwas, sodass Blaise mich von den Twins ablöste und mit mir umherwirbelte, als der Moment kam und Marcus eine beschwipste Angelina in ihrem herrlichen Brautkleid auf die Arme hob und verkündete, dass er sich nun zurückziehen würde.

Dabei wurde er von der noch kompletten Festgesellschaft, die aufgrund des alkoholischen Getränks der Twins nicht mehr wirklich fest auf den Beinen war, laut grölend zum Burgausgang geleitet, aber es war dadurch umso lustiger. Dabei und darüber vergaß ich sogar meine pochende Wange, denn die Gäste zogen das Brautpaar mit der Hochzeitsnacht schon sehr auf.

Da stand nun die Gesellschaft in dem von flackernden Fackeln beleuchteten Innenhof, ohne das Brautpaar und prostete sich zum Teil verabschiedend zu und das war der Moment, wo auch der ein oder andere ebenfalls ging.

Wie zum Beispiel Percy, der seine höfliche und wohlerzogene Abschiedsrunde drehte, um Audrey heimzubringen, dann gingen auch die anwesenden DA Mitglieder, kurz darauf auch zum Teil Dracos Angestellte, wie Davies, Clearwater, Summerby und Co.

Zurück blieben die Connection und noch ein paar andere, als wir uns wieder in die nun viel zu große, leere Halle begaben und weiter von dem Teufelszeug der Twins, die uns weiter versorgten, tranken.

Da bemerkte ich, dass die Twins mit Astoria und Blaise tuschelten, anschließend zu Ginny und Wood gingen und sich schließlich, nachdem sie Pucey und Katie, sowie Greg und Padma eingesammelt und mit ihnen geflüstert hatten, Draco, mir, Bletchley und Montague näherten. kamen, diese gesammelte Masse, dann zu Pucey und Katie, die dann zu Greg und Padma gingen, auf das diese sich dann Draco und mir nährten, die wir gerade mit Bletchley und Montague sprachen.

Pucey und Katie hielten sich hierbei zurück und gingen gemeinsam aus der Halle. Dies alles nahm ich trotz meines ersichtlich angeheiterten Zustandes wahr und das passierte gerade mir, die ich doch nie bereit war die Kontrolle abzugeben, doch das Teufelszeug der Red Devils schmeckte einfach zu gut.

„Hey, Leute! Alle mal herhören! Kommt mit, ab in den Gemeinschaftsraum, der ist bedeutend kleiner und gemütlicher, folgt mir!“, erklang es von einer gutgelaunten Katie die gerade wiederkehrte und ich war sehr skeptisch als Draco meinte:

„Das ist gut, dann können so einige andere auch ein wenig mehr von der Burg sehen!“

Und ich muss sagen, das Treppenhaus war wirklich unspektakulär, dafür sehr gut ausgeleuchtet.

Alicia hatte mit Fackeln nicht gespart, der Unterschied zu Hogwarts war, dass hier die sich bewegenden Bilder fehlten, aber spärlich verteilte Ritterrüstungen gab es sogar auch an diesem Ort.

Der Raum, wo wir schließlich hingeführt wurden, war gemütlich, er erinnerte mich etwas an den Gryffindorturm mit seinem nicht zusammenpassenden, kunterbunten Mobiliar, aber er war gemütlich.

Die Twins halfen mit und rückten die Möbel geschäftig an die Seite, um dann Kissen heraufzubeschwören und sie im Kreis zu verteilen. Somit wurde ich gleich darauf von mehreren enervierenden Händen genötigt mich zu setzen.

Hier wurde mir dann eröffnet, man würde ein Spiel spielen wollen, während die Twins uns weiter mit diesem grünen Teufelszeug verköstigten, wenngleich ich gar nichts mehr trank oder im höchsten Fall nur noch nippte. So weit war ich nicht bereit mich gehen zu lassen und mich ins Koma zu betrinken.

Die Sache war die, ich traute der Ruhe nicht, zwar nahm das Wispern mal immer wieder ab, dafür gesellte sich ein nicht zu deutendes Surren in meinen Ohren hinzu, es war nervenaufreibend, aber ich wollte nicht weiter darüber nachdenken.

„Und jetzt wird gespielt!“, bestimmten die Twins, dabei glubschte ich sie ungläubig an, wie bitte? Als ich auch noch vernahm was sie spielen wollten, tat ich mir sofort leid, so betrunken war ich dann doch noch nicht, ein Spiel, als wäre ich ein Kleinkind.

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