When Hermione Fights
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 Kapitel 309-310

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BeitragThema: Kapitel 309-310   Kapitel 309-310 EmptyMo Sep 10, 2012 12:59 am

309. Flaschendrehen


Jetzt wurden wir darüber informiert, dass die magische Art des Spiels „Flaschendrehen“ das Rennen gemacht hatte in der Auswahl.

Dafür zweckentfremdeten die Twins eine geleerte Absinthflasche und sprachen wispernd, eifrig tuschelnd einige Zauber über eben Jene, während wir uns alle tatsächlich, in der Mitte des Gemeinschaftsaufenthaltsraums, auf den wirklich bequemen Kissen niederließen. Dabei wurden wir angewiesen, einen Kreis zu bilden und dass sich die Paare trennen sollten.

Ich sagte schon, dass ich mir leidtat? Ich meine, ich war erwachsen und das war kindisch, aber die Spielverderberin wollte ich auch nicht sein und so gaben wir Frauen in unseren exotischen und prächtigen Kleidern ein bestimmt beeindruckendes Bild ab, weil sich die Stoffmassen dramatisch um uns bauschten.

Padma in ihrem farbenfrohen Sari, ich in meinem hellgrauen Chiffonkleid mit den Blüten, Ginny in ihrem weißgrünen Kleid sowie Astoria in dem grünen Coursagenkleid und Angelina mit Katie in den altrosafarbenen Brautjungfernkleidern. So was Ausgefallenes sah man bestimmt nicht oft.

Wenngleich ich auch mit meiner nach wie vor aufgeschnittenen Wange negativ auffiel, da die anderen Mädels im Gegensatz zu mir unberührt, perfekt und wunderschön aussahen, aber über dergleichen Äußerlichkeiten versuchte ich zu stehen, schließlich brachte es ja doch nichts. Doch eine gewisse Verbitterung verspürte ich in mir über das Schicksal, das ich selbst gewählt hatte, aber dann schob ich solche wehleidigen Anwandlungen resolut von mir und trank ein Glas auf ex aus.

Die Jungs hatten alle ihre Umhänge und ihre Sakkos sowie Jacken eingebüßt und saßen nun nur noch leger und weniger steif in ihren Hemden da, aber auch hier gab es sehr wohl Unterschiede.


Einige von ihnen, wie die Twins, Lee und Montague, hatten bereits ihre Fliegen oder Krawatten verloren und einen Knopf an ihrem Hemd lässig geöffnet, wohingegen Pucey, Bletchley und Draco noch tadellos erschienen. Greg und Wood hatten wenigstens ihre Krawatten abgelegt, behielten ihre Hemden jedoch geschlossen.

Wie gesagt, der Anblick, den wir als Gruppe boten, war sicher gewöhnungsbedürftig.

Als die Twins nun fertig waren damit, die Flasche zu verhexen, warfen sie diese übergangslos in unserer Mitte in die Luft, woraufhin sich die Flasche, wie durch Zauberei, in der Luft fing, zwar etwas absackte, um dann wieder aufzusteigen, aber dann schwebte sie, sich minimal bewegend, in der Luft auf und ab.

Ich kannte diese magische Abart zu meinem Leidwesen, schließlich wurde sie doch mehr oder weniger nach jedem Quidditchspiel zelebriert, doch sonst verstand ich es sehr geschickt, mich mit Harry und Ron zu drücken. Etwas was aufgrund der Connection schwer wurde, die das nicht zulassen würde, da wir hier angeblich alle zusammen Spaß hatten, eine Erkenntnis, die mich wieder einen Schluck von der Grünen Fee nehmen ließ.

Es war nun so, dass jeder von uns die Flasche berühren musste und somit legten sich 16 Hände an die freischwebende Flasche, woraufhin Fred auch schon die Flasche mit seinem Zauberstab berührte und sie silbern aufleuchtete und sich dieser Schein auch auf uns legte, dabei kribbelte die Macht der Magie leicht über unsere Haut.

Wie gesagt, es war die magische Form und da das Spiel „Wahrheit oder Pflicht“ beinhaltete, band uns dieser Zauber an unser Versprechen die Wahrheit oder die Pflicht zu wählen und im Rahmen dessen unser Bestes zu geben oder aber wirklich die Wahrheit zu sagen, oder das was dieser nahekam. Dies war einer der Gründe, warum wir konsequent dieses Spiel in Hogwarts mieden, denn wir, die Connection, hatten zu viele Geheimnisse, die es zu hüten galt.

Warum kam also ein solcher Spruch zum Einsatz, der einem die Möglichkeit gab ausweichend zu antworten? Das war ganz einfach, denn zum Beispiel ein Trank, wie das Veritaserum konnte ebenfalls durchaus nicht zu 100 % die Wahrheit zutage fördern und man konnte seine Geheimnisse trotz des Trankes für sich behalten. Auch das Serum war nicht zuverlässig, weswegen es auch nicht vom Ministerium bei Befragungen und Anhörungen anerkannt wurde, da das Serum die gewünschte Wirkung nur bei Personen erreichte, die überrumpelt wurden und die nicht die Zeit hatten sich davor magisch zu schützen.

Wie gesagt, auch dieser Trank war nicht gefeit vor Betrug:

Personen, die wussten was auf sie zukam, konnten ihren Hals magisch verschließen und dann nur so tun, als stünden sie unter der Wirkung des Serums, oder aber, sollte das Serum in einer Flüssigkeit verabreicht werden, so könnte das aussageunwillige Opfer das ganze Getränk heimlich in etwas anderes verwandeln, ehe es seine Lippen berührte. Und als letzte Option galt, wer Okklumentik gut beherrschte, konnte seine Gedanken gegen die Auswirkung des Serums abschotten und es damit auch unwirksam machen. Aber wenn man das Pech hatte und man wurde überrascht, sang man wie ein Vögelchen.

http://de.harry-potter.wikia.com/wiki/Veritaserum

Davon abgesehen war es abstrus anzunehmen, dass spielende Jugendliche an einen Trank a la Veritas kamen, der sehr schwer zu brauen war, dessen Zutaten teuer waren und der auch nicht frei einsetzbar war, da seine Verwendung vom Ministerium streng kontrolliert wurde!

Wir lernten ihn in unserer Ausbildung in Hogwarts nicht kennen, denn die Zusammensetzung wurde gut gehütet von den Zaubertränkemeistern. Natürlich hatte ich Bücher gelesen, in denen geschrieben stand wie und mit was der Trank gebraut wurde, aber nötig war es noch nicht gewesen und wenn, könnte ich immer noch Severus beklauen, da der Trank sehr lange ziehen und gebraut werden musste.

Oder ich könnte ihn auch einfach fragen und bitten, fiel mir nur so ganz nebenbei ein! Was für ein abwegiger, aber auch beängstigender Gedanke.

Als nächstes sank nach meinem Versprechen an die Flasche, wie bescheuert klang das denn, jeder zurück in die Kissen und stöhnte verhalten auf. Skeptisch besah ich mir meine Nachbarn, Blaise links und Bletchley rechts, okay das passte, da das herrliche Gefühl des Absinths mich zugänglicher als sonst für dergleichen Unsinn machte und mit Blaise neben mir würde es sicher lustig werden.

Wir hatten uns nun magisch gebunden, das Spiel ernst zu nehmen, sonst könnte uns die Magie beliebig strafen!

Natürlich nicht allzu schlimm, immerhin war dies ein Partyspiel, aber ausprobieren was sich die Magie böses als Strafe ersann, das war so eine Sache, denn mit der Magie sollte man nie spaßen, weil sie war unberechenbar.

„So… damit das Spiel gut in Schwung kommt, bestimme ich jetzt vorher was derjenige tun muss, wenn die Flasche auf ihn zeigt… mhm…!“, verkündete Fred eifrig, dabei biss er sich gespielt überlegend auf der Unterlippe rum und einige prosteten sich schon wieder mit den schönen grünlich oder weißgrünlich schimmernden Getränken zu und tranken gierig. Wir waren augenblicklich eine ausgelassene Runde.

„Oh, ich hab´s… also, egal wo es landet, derjenige muss nichts trinken, ich bitte euch Leute, aber derjenige muss ein Kleidungsstück ablegen!“, verkündete er, worauf ein abfälliges Schnauben und Rufen zu hören war, denn wir Frauen trugen doch meist ein großes Kleidungsstück und hatten weit weniger Chancen als die Männer, etwas abzulegen ohne gleich nackt zu sein. Aber Fred bedeutete uns mit einer bestimmten Geste still zu sein „…ruhig Blut, ich will uns nicht nackt haben… arrr… oder vielleicht doch!“, zwinkerte der Twin doch böse, bevor er vorfreudig fortfuhr:

„Nein, Spaß bei Seite aber lockerer, einige haben noch zu viel an... Oder ihr tauscht die Klamotten mit eurem Nebenmann, egal ob rechts oder links!“, sprach Fred generös und während er nun, als Initiator des Zaubers, die Flasche mit seinem Zauberstab anstieß und sie zu wirbeln begann, bevor sie fast drohend auf ihr erstes Opfer deutete:

„Astoria, meine Hübsche, was schenkst du uns?“, fragte er lauernd und sie besah sich ihr spärliches Kleid, das nicht wirklich viel zum Hergeben bot.

Sie trug ein langes, grünes Kleid, welches über einer Schulter einen breiten Träger hatte, der in eine zarte, schmale Schleppe überging und auf der anderen Schulter durch einen Spaghettiträger gehalten wurde. Sie zeigte also freie Schultern, auch weil Blaise das wohl nicht so eng sah, wie z.B. Lucius. Der fließende, grüne Stoff fiel über ihrer Brust in einen leichten Wasserfallausschnitt und das Oberteil ging in einen gewickelten Teil um Taille und Hüften über, wodurch diese schön betont wurden. Verziert war das Oberteil mit goldenen und silbernen, kreisförmigen Applikationen unterhalb des dünnen Trägers und mittig auf dem gewickelten Teil. Unter dem gewickelten Oberteil begann ein langer, weiter, schön schwingender und in vielen Falten fallender Chiffonrock, der sich während sie gerade auf den Kissen saß weit um sie ausbreitete.

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Ich wollte wetten, darunter trug sie, wenn wir Glück hätten, nur ein Höschen, aber wie immer überraschte der kleine Wirbelwind, indem sie prüfend ihre linke und ihre rechte Wahlmöglichkeit taxierte, um dann ihren weiten Rock entschlossen zu raffen, um aufzustehen, dabei saß ihr sichtbar der Schalk im Nacken.

„Graham? Du… gibst du mir dein Hemd?“, fragte sie Montague zögerlich auf ihrer linken Seite, der eh schon zu der legeren Fraktion gehörte und sich die ersten Hemdknöpfe geöffnet hatte, um leichter Luft zu bekommen.

Es war eine gute Wahl, denn Greg zu ihrer rechten stand nicht wirklich zur Debatte, wollte sie nicht die Eifersucht von Padma auf sich ziehen, die Astoria genau gegenübersaß und sie lodernd im Blick behielt.

„Ähh… ich zieh dein Kleid, diesen Fetzen, nicht an!“, brummte Montague dunkel auf.

„Als ob dir der passen würde!“, grölte George laut und alle stimmten ein, denn Montague war ein Baum von einem Mann, ähnlich wie Greg. Also stand Montague geziert auf, unter dem leichten Spott der anderen und knöpfte sich entschlossen das weiße Baumwollhemd auf.

Er reichte es ihr selbstbewusst, bevor er sich sehr nackt setzte, um zuzusehen wie sie es über ihre nackten Schultern überstreifte und vorne rasch schloss, um dann ihr Kleid magisch zu entfernen.

Pufff und weg war es, auch eine durchaus einfallsreiche Methode, damit stand sie nur noch in dem langen Hemd von Montague da, das ihr bis tief über die Oberschenkel ging, während sie Blaise lasziv angrinste, als sie sich vorsichtig setzte.

„Dann bin ich dran?“, rief sie übermütig und nun lief es anders. Wenn jetzt der Flaschenhals auf eine Person deutete, entschloss sich die Person die gedreht hatte was die anderen tun sollten.

Es lief gut und der ein oder andere Mann verlor schlussendlich Fliege, Weste, Hemd Schuhe und Socken, aber nackt war bisher keiner und einige Küsse wurden ausgetauscht. Das Süßeste waren Wood und Ginny, wobei Ginny, die von Greg aufgefordert worden war, uns zu zeigen was ein Zungenkuss ihrer Meinung nach war, danach hochrot zu ihrem Platz zurück krabbelte.

Aber umso später die Nacht und je mehr mehr Alkohol floss, desto bösartiger wurde es und da hatte ich das Glück oder auch das Pech, dass der Flaschenhals das erste Mal zu dieser späten Stunde auf mich zeigte.

„Wahrheit oder Pflicht?“, erklang es von Padma und da meinte ich gutgelaunt auf die Frage:

„Wahrheit“, und im selben Moment hätte ich mich treten können, da Padma böse wisperte:

„OH, da hab ich aber Glück!“, und sie warf sich mit Ginny einen langen, austauschenden Blick zu. Indes konnte ich nur denken, wie gut es war, dass in dem Spiel nur eine Frage und nicht mehrere gestattet waren. Wieso ich nicht aufgepasst hatte war schon eine Frage, die ich mir verärgert stellte und eindeutig mit Absinth beantworten konnte.

„Wo musstest du hin?“, fragte Padma und maß mich hart. Draco, der neben Padma saß, erstarrte und blickte fuchsteufelswild zu dem Mädchen neben sich und ich streichelte meinen Hals entlang und überlegte was ich sagen könnte. Dabei leckte ich mir über meine trockenen Lippen, da ich den Impuls unterdrückte mir an die Wange zu fassen.

„Arbeiten!“, und da log ich noch nicht mal, denn es stimmte, so sah ich die Angelegenheit. Der Lord war nämlich bei weitem kein Vergnügen.

„Wo?“, forschte sie bohrend nach und ich schüttelte nur abweisend den Kopf.

„Nur eine Frage, Padma!“, maßregelte sie Blaise streng, der neben mir an meiner linken Seite saß.

Die andere nahm, wie gesagt, Miles Bletchley ein und damit drehte ich die Flasche, froh glimpflich davongekommen zu sein.

Sie zielte auf George und ich lächelte dünn, jetzt würde es böse werden, aber ich war gerade missmutig über diese ungemütliche Situation, in die ich mich manövriert hatte und dass diese Frage gestellt worden war. Doch schon hatte ich einen Schuldigen und so grinste ich schmal, denn meine Rache würde fürchterlich sein für die, die für diesen Unsinn verantwortlich waren. George wählte fast prompt Pflicht und ich verkündete die Aufgabe.

„George, krabbel zu Angelina und knabber ihr zärtlich am Ohr!“, forderte ich gemein den einen der Twins auf.

„Das kann doch nicht…!“, begehrte George empört auf und Draco gluckste fies und warf mir einen verstehenden, hinterlistigen Blick über den Kreis, den wir bildeten, hinweg zu.

„Du… du Biest!“, echote Fred, der neben Angelinas rechter Seite saß ungläubig, aber er zeigte sich auch beeindruckt, schließlich hatte nie jemand gesagt, dass wir nett zueinander waren.

Also raffte sich George sichtlich widerwillig auf, um zu Angelina zu schleichen, dabei schaute Lee, der wiederum neben Fred saß, etwas leidend drein.

Selbst Angelina schien es unangenehm, wobei sie doch bisher eine Schwäche für eben Jenen vor ihr knienden George gehabt und ausgelebt hatte. Ich erinnerte mich mit Grauen an das Drama, das Fred daraus gemacht hatte.

Nun packte George sie, um brav an ihrem Ohr zu knabbern, etwas was sie quieken, kreischen und kichern ließ und es George nicht wirklich leichter machte, da die Gute empfindsam schien. Sie zappelte erbärmlich in seinem Griff.

Aber selbst Fred müsste nun erkennen, dass da kein Feuer dahinter war, als die beiden sich balgten, da selbst George nun laut an Angelinas Ohr lachte über ihre epileptischen Zuckungen.

Schließlich trennten sich die beiden ringenden Menschen atemlos und George auch noch mit rotgeschwollenen Lippen. George, der sie nun losließ um sich zurückzuziehen, wischte sich über seinen nassen Mund, dabei wirkte er minimal verstimmt über mich, während er zu seinem Platz zurückkehrte, um ebenfalls mit grimmiger Miene die Flasche zu drehen.

„Wahrheit oder Pflicht?“, murrte er finster.

„Pflicht!“, kam es vorsichtig von Ginny, die ihren Bruder unsicher maß, weil dieser wie immer schwer einzuschätzen war.

„Tja, Ginny, dann hüpf mal auf den Schoß von Draco und reib deinen Unterleib an ihm !“, wisperte doch tatsächlich ihr eigener Bruder gemein, aber seine teuflische, irre Seite gewann gerade sichtbar die Oberhand und Draco verdrehte leidend die Augen.

Als sie sich nicht rührte, da sie im Schock gefangen schien, winkte Draco Ginny mit einem elendigen Seufzer zu sich. Diese zögerte nur kurz, als Angelina, die neben ihr saß und ihr struppiges, wildes Haar nach Georges Attacke zu richten versuchte, wobei ihr gerötetes Ohrläppchen lustig hervorleuchtete, der zaudernden Ginny einen bestimmten und recht unsanften Schubs zu Draco hin gab. Draco blickte weniger vorfreudig und geschlagen durch die Gegend, als sie zögerlich auf ihn zukam.

„Was Draco, keine Lust eine schöne Frau auf dir drauf sitzen zu haben…?“, zog ihn doch glatt Pucey böse auf.

„Ich bin durchwegs begeistert!“, meinte er zynisch und bestimmte, wie sich Ginny zu setzen hätte, denn er zog sie rückwärts zu sich, dabei war er wenig zärtlich als er sie auf seinem Schoß zurechtrückte.

„Draco, ich war noch nicht fertig. Dann zeig der guten Ginny, wie es ist, wenn du ihren Busen verwöhnst… ganz ruhig Oliver, die Klamotten bleiben an!“, zierte ein gemeingefährliches Lächeln das Gesicht ihrer hinterhältigen Brüder, da Ginny ganz weiß wurde, als sie das hörte und sie erstarrte auf Draco. Nun saß sie sehr unbehaglich da und dann, unter dem sengenden Blick ihrer Brüder, legte Draco eine Hand auf ihre Brust. Ihm schien die Aufgabe nichts auszumachen, aber ich wusste ja wie gut er war im Masken tragen.

Er blickte kalt in die Runde, bevor er mit der anderen Hand ihre Hüfte fest umfing und sie nun begann sich sachte auf ihm zu bewegen. Mit dem weit ausgebreiteten, weißgrünen Rock sah das zu herrlich aus und Draco zog bei der Aktion jetzt eher eine wehleidige Miene, so als müsste er sofort aufs Klo, denn eine begehrliche.

Dieser sehr eigenwillige Anblick ließ mich kichern. Als Ginny das leichte vor- und zurückbewegen aufgenommen hatte und diesen Takt hielt, fasste nun Draco mit beiden Händen an ihre Brüste, packte herzhaft zu, was sie leise quietschen ließ, während Oliver rasch einen Drink nach dem nächsten kippte, um sich rauszuhalten. Dracos blasse Hände lagen an dem Stoff und bearbeiteten Ginnys Brüste gekonnt. Wenn Draco eines beherrschte, dann eine Frau zu verwöhnen und so lehnte ich mich zu dem neben mir sitzenden Blaise und wisperte mit ihm über Dracos Können und Ginnys beschämt sein und Woods ungläubigen Ausdruck, weil seine Freundin derart anzüglich dasaß, während die Twins sich wegschissen, diese gemeingefährlichen Teufel.

Ginny rutschte noch immer hochrot und überfordert auf Dracos Schoß rum, dabei schielte sie kurz peinlich berührt zu Wood, der nur durch Katie getrennt neben dem reitenden Paar saß, aber er wirkte von einer Sekunde zur nächsten gefasst und sehr ruhig. Doch wer auf ihn achtete, erkannte, wie er die Hände zu Fäusten ballte. Als Ginny gepeinigt die Augen schloss und der Schweiß an ihrer Schläfe in kleinen Perlen herablief und sie atemlos auf keuchte, verzog Wood gequält das Gesicht.

Dracos Arbeit zeigte Wirkung, da sie durchaus erregt wirkte, fast leuchtete und leise aufstöhnte, als Draco verspielt seine Finger über die nackte Haut ihres Dekolletés, am Saum des Kleides, entlanggleiten ließ. Dabei reizte er sie so, dass sich auf Ginnys Armen eine gut sichtbare Gänsehaut ausbreitete. Als er seine Hände plötzlich von ihrer Brust löste, schoss Ginny wie von der Tarantel gestochen von Draco Schoß hoch, um wieder auf ihren Platz zu kommen. Sie leuchtete wie eine Tomate und das biss sich grob mit ihrem Haar und dem Kleid. Atemlos versuchte sie, sich zu beruhigen.

Nun waren andere dran, während Ginny es nicht wagte, zu einem misslaunigen Wood zu sehen, der ihre Brüder mit Blicken erdolchte.

Das Spiel ging weiter und nach einiger Zeit zeigte die Flasche auch auf Draco, der Alkohol floss weiter in Strömen und die Männer saßen nun schon gut gelaunt und ganz entspannt da. Astoria hatte den bösen Auftrag von Draco bekommen, Wood das Hemd nur mit den Zähnen aufzuknöpfen und ihm dieses zu rauben.

Es war lustig gewesen, zu erleben was Astoria in ihrem bezaubernd kurzen Hemd für verrückte Verrenkungen an Wood beging, um ihm das Hemd mit ihrem Mund auszuziehen und sich selber gleichzeitig nicht zu sehr zu entblößen. Es war zum Brüllen komisch, vor allem da Blaise neben Wood saß und einen guten Blick auf das Geschehen hatte. Dabei konnte Blaise es nicht lassen und als sie ihm verführerisch und unabsichtlich, im Kampf mit einem der unteren Knöpfe, ihren Po hinstreckte, verpasste er ihr einen leichten Klaps, was sie empört hochfahren ließ, um ihm einen kurzen Kuss zu rauben, bevor sie sich weiter mit dem unwilligen Wood beschäftigte. Herrlich war es auch, dass es Wood sehr unangenehm war nun, neben Montague, als einziger Mann nur noch in Hosen dazusitzen.

Dann erging als nächstes ein bitterböser Befehl von Lee an Miles Bletchley, besser gesagt, er setzte es gleich selbst um, indem er dem armen Bletchley neben mir Eiswürfel in die Hose hexte, nachdem dieser Pflicht gewählt hatte.

Bletchley hielt stoisch und tapfer die ersten Sekunden mit klappernden Zähnen durch, bevor er dann doch abrupt hochsprang und zappelnd versuchte, ganz rasch seine beengende Hose zu verlieren. Es war urkomisch, seine Zuckungen und das unkontrollierte Klappern seine Zähne zu erleben. Sein Hemd mit der feuchten Boxershorts war lang genug, um ausreichend von ihm zu verstecken, bevor ich so gnädig war und ihm seine Unterhose trocken zauberte. Es ging übergangslos weiter. Die Twins brüllten noch immer lauthals und weinten gehässige Tränen, da Bletchley im Sitzen nun versuchte seine geschundene Stelle zu streicheln, das war aber auch putziger Anblick.

So ging es weiter und da befahl Pucey Wood etwas sehr Gemeines.

„Wood, damit die kleine Weasley weiß, auf was sie sich einlässt, hast du die Ehre uns zu zeigen, wie du mit einer schläfst und… mhm… ich denke, Fred wäre dafür sehr geeignet. Wenn du ihm in die Augen siehst oder nur aufs Haar, sollte das kein Problem werden, sich vorzustellen es sei Ginny, die du beglückst!“, grinste er sehr gehässig, als Fred übersprudelnd die Arme hochriss.

„Nimm mich… nimm mich!“, ja, so waren die Twins. Scheu, Scham oder gar Peinlichkeiten kannten sie nicht, hingegen leuchtete Wood wie eine Sonne über und über in Rot und Ginny schlug geschlagen die Hände vors Gesicht und wisperte, wie peinlich das doch alles sei.

Als sich Wood nicht regte und wie angenagelt verharrte oder wie mit einem Petrificus Totalus verhext dasaß, forderte Fred ihn feixend weiter auf loszulegen.

„Oh, natürlich mit Klamotten und nur so tun, also keine Scheu mein Junge und zwei Minuten sollen reichen!“, kam es nun versöhnlich und gönnerisch von Pucey, als Blaise, der neben Wood saß, diesem einen bestimmten Schubs gab und dieser unsicher auf Fred zu strauchelte, während indes Fred selten dämlich grinste.

„Zwei Minuten?… hast du einen Knall!?“, brauste Wood nun doch empört auf, nachdem die Information erst jetzt in ihn eingedrungen zu sein schien. Es war köstlich dies zu beobachten.

„OH, sag nur, du bist ein noch schnellerer Schießer!“, brachten Puceys nüchterne Worte Wood sofort zum Verstummen und sorgten dafür, dass er sich brüsk aufraffte, um sich Fred zuzuwenden, da Fred sich schon längst vor ihn hingekniet hatte.

„Wie willst du mich…?“, gurrte Fred verführerisch rau und räkelte sich einladend und ich biss mir schon auf die Lippen, um nicht lauthals wie so einige andere zu brüllen, denn das war ein herrliches Schauspiel.

„Äh… ich, warum hab ich mich auf das Spiel eingelassen? Er ist ein Mann!“, flüsterte Wood entsetzt, dabei kratzte er sich verzweifelt am Kopf, ahnend, dass die Magie nicht nett wäre, sollte er lügen bei seiner bevorzugten Stellung.

„Na, ist das nicht egal, du sollt ihn ja nicht wirklich ficken!“, kam es sparsam von George, der aber auch sehr amüsiert vor sich hin prustete und seinen ehemaligen Teamkapitän belustigt beobachtete bei seiner Aufgabe, die ihm sichtlich schwerfiel.

Somit stöhnte Wood leidend, als er sich vorsichtig vor Fred niederließ. Das war unfassbar, diese Szene, wie Fred freudestrahlend zurücksank und seine Beine breit machte, während Wood sich unbeholfen dazwischen kniete und seine Augen geschlagen schloss. Da bekam selbst Draco gerade einen Lachflash der seltenen Art, weil er sogar schwer die Lachtränen zurückhielt, die in seinen Augen glänzten.

Es sah wirklich urkomisch aus, vor allem da Fred keine Zurückhaltung kannte und Wood plötzlich an seinen nackten Schultern packte und fast grob über sich zog, sodass der Gute rudernd auf Fred fiel und ihn unter sich begrub:

„Nicht so stürmisch, Süßer!“, kicherte Fred affektiert und George ließ sich hinreißen zu sagen:

„Vorsicht Fred, der junge Mann gehört Ginny!“, schütteten die beiden ihren bitterbösen Spott über Wood aus. Währenddessen saß Ginny zuckersüß da und linste durch ihre gespreizten Finger, aber wagte nicht, die Hände vom Gesicht zu nehmen, zu peinlich schien ihr das Geschehen zu sein.

Wood versuchte ungehalten, die Hände von Fred an seinen Schultern zu lösen und es sah mehr wie Ringen denn wie ein Liebespiel aus, welches Wood tatsächlich gewann, denn durchtrainiert war er, was gut an den definierten Muskeln seines Rückens zu erkennen war und dazu war er auch noch in der besseren Position, nämlich über Fred.

Sodass er es nun schwerschnaufend schaffte und Freds Hände entschlossen packte, um sie fest über dessen Kopf auf den Boden zu pinnen.

„Wow, Oliver, na endlich, du bist doch noch so temperamentvoll wie im Spiel!“, kam es verrucht von Katie und diese Aussage löste Erheiterung aus.

„Dann leg mal los!“, kam es nicht weniger spöttisch von Blaise, woraufhin Wood nun seufzend eindeutig zurückhaltende Bewegungen mit seinem Becken machte und dabei künstlich versuchte, jede intime Berührung zu vermeiden.

„Boah, die Missionarsstellung, langweiliger geht es ja wohl nicht…“, grölte Montague dazwischen.

„Haltet eure Klappe!“, fauchte Wood durch zusammengebissene Zähne, während Fred sich unter ihm aufreizend räkelte, um dem festen Griff zu entkommen.

„Streng dich an, mein Hengst…!“, feuerte er Wood dann noch tatsächlich an.

Dabei war Freds Gesprächigkeit unter ihm nicht wirklich dazu angetan, dass Wood sich entspannte. Draco hielt sich die Hand vor den Mund, um nicht zu laut zu brüllen, während sich die Frauen am Boden kringelten, es war göttlich.

„Sei ruhig!“, knurrte Wood böse und schielte hochrot zu dem unter ihm liegenden Fred.

Dieser nicht existente Geschlechtsakt war grausam und ich biss mir vor Lachen auf die Lippen.

„Oliver braucht absolute Ruhe beim Akt, arme Ginny. Sie muss stumm sein!“, bemitleidete George seine Schwester mit einem süffisanten Blick, was sie hinter ihren Händen verschreckt quieken ließ und Wood antrieb, vor Wut sein Becken doch mal fest vorzustoßen und Fred unabsichtlich zu berühren, woraufhin dieser sofort gespielt lasziv aufstöhnte.

„OH ja, das ist gut… mach weiter Oliver!“, hauchte er mit süßlich verstellter, weibischer Stimme. Das war nicht zum Aushalten, als das Schauspiel schließlich endete und das Spiel weiterging, was auch gut war, denn wenn das weitergegangen wäre, hätte ich keine Luft mehr bekommen, so viel stand fest.

Nun war Blaise an der Reihe und erfüllte eine wenig spektakuläre Aufgabe von dem noch immer hochroten Wood, legte lediglich seine Socken ab und drehte die Flasche. Sie wies auf Kate und Blaise fragte gehässig und wenig nett, nachdem sie sich Wahrheit gewünscht hatte:

„Wie oft befriedigst du dich im Monat selbst?“ Sofort glühte sie leuchtendrot auf und selbst Pucey bekam einen Hauch Röte ins Gesicht, wenn er sich vorstellte, was seine verlassene und zurückgebliebene Freundin vielleicht so alleine in ihrem einsamen Bett in Hogwarts treib.

„Ähhh… ich also,… oh Mann!?“, quietschte sie sehr leise und vergrub dann ihren Kopf an der Halsbeuge ihres Nebenmannes, der Wood war und die zwei kannten sich ja als ehemalige Spielerkollegen und er streichelte ihr gebeugtes Haupt, ob der peinlichen Frage tröstend, aber er schien ganz klar zu denken, dass sie noch gut wegkam, entgegen seiner vorgegangenen Peinlichkeit.

„Ich denke, mhm… so zwei, drei Mal in der Woche… mhm!“, flüsterte sie ganz leise und schaute Pucey nicht an.

„Wow, du bist ja genügsam!“, kam es wenig einfühlsam von Fred und da sich nichts von der Magie tat, war es wohl sogar wahr.

Als ich wieder das unsägliche Pech hatte an der Reihe zu sein, rief ich diesmal sehr weitsichtig noch vor der Frage:

„Pflicht“, schließlich würde mich keiner dazu bringen, noch eine Frage freiwillig zu beantworten.

„Das war so klar!“, kam es zynisch von Padma.

„Ähhh okay, kannst du uns einen Zaubertrick zeigen, aber ohne Zauberstab?“, bat Greg, der gedreht hatte und ich überlegte kurz.

„Mhm… klar, Moment!“, da richtete ich meine Aufmerksamkeit auf mich und es sollte ja nichts besonders sein, nur dass es ohne Zauberstab sein würde.

In einem Anfall von makabren Denkens überlegte ich mir, dass ich sie mit weißen Augen beeindrucken könnte, es wäre ganz einfach, ich müsste nur dem beständigen Wispern, welches hier in Irland die ganze Zeit herrschte, nachgeben, was mich schrecklich nervte!

Aber dann rief ich mich doch zur Ordnung und ich griff auf einen leicht abgewandelten Kindertrick zurück, der mir aber nur dank meiner Erfahrung so leicht gelang und den ich auch mal in einem Kinofilm gesehen hatte und von dem ich wusste, wirklichen Hexen wie mir gelang er durchaus auch ohne Zauberstab.

Ich hielt mir die Handinnenflächen vor die Augen und begann mich zu konzentrieren, schloss die Neugierde der anderen aus und spürte die kribbelnde Magie an meinen Augenbauen und als ich die Hände langsam, mit Abstand über mein Gesicht und mein Haar wandern ließ und über mich führte, spürte ich, wie sich jenes Kribbeln beständig ausbreitete.

„Wow!“, „Krass!“, „Wie machst du das?“, „Sieht ja voll cool aus!“, meinten sie einhellig, da ich nun mit tiefdunklen, kräftig roten Haaren vor ihnen saß, doch als ich meinen Kopf schüttelte und den Zauber, der ja nur leichte Magie war, aus meinem Haar schüttelte, um noch einmal, während ich schüttelte, nicht normal zu werden, sondern nun ganz hellblond wie Draco und Lucius, konnte ich selbst ein Schmunzeln nicht unterdrücken.

„Das ist ja noch schärfer!“, „Total geil!“, kam es beeindruckt von unseren Mitspielern, aber als ich mich erneut schüttelte, fiel der Zauber endgültig ab und ich war wieder die Brünette, die normale Hermione.

„Ich vermisse Abraxina!“, wisperte da Draco leise, nur mit bewegten Lippen zu mir rüber und ich kicherte auf und prostete ihm verspielt und kokett zu.

Wir spielten weiter und nun drehte Padma . Die Flasche zeigte auf Draco, der zu meiner Überraschung meinte:
„Wahrheit!“, ich blinzelte ihn rasch irritiert an, aber er lächelte nur nachsichtig und es schien ihm gleichgültig zu sein. Wie lange noch, fragte ich mich bange, als Padma ihn von der Seite, da sie seine linke Sitznachbarin war, recht bösartig ansah bevor sie fragte:

„Malfoy, wann hattest du das letzte Mal mit jemand anderem als Hermione Sex?“ Sofort schlug die gehässige Frage wie eine Bombe ein und die Musik war nur noch zu hören weil alle plötzlich verstummt waren, als Dracos Männer und Frauen furchtvolle Blicke zu ihm warfen. Was bezweckte sie mit der Frage?

Einen Keil zwischen mich und Draco zu treiben? Da das Gewölbe noch nicht so lange hinter uns lag, was sie aber nicht wissen konnte, doch trotzdem, was sollte das?!

„Da gibt es doch Daphne? Warte mal, wo ist die eigentlich?“, fragte Greg perplex und Padma formulierte die Frage schnell um.

„Okay, wann hattest du das letzte Mal mit jemand anderem Sex, beziehungsweise, war es mit Daphne?“

„OH… äh… mit Daphne, NIE?! Und das andere, wann war das? Mhm… Liebling, Mist, wann war das?“, fragte er mich lässig, dabei schielte er an die Decke, denn er überlegte schwer, anscheinend wann genau das Gewölbe gewesen war und selbst in meinem wohligen Zustand der Seligkeit hier, schaffte es das Gewölbe mit den Frauen, mir einen schalen Nachgeschmack zu bescheren.

Padma, Ginny, Greg und Co. schienen nicht allzu sehr darüber erstaunt, dass er zugab mit Daphne an sich keinen Sex gehabt zu haben, auch wenn wir in Slytherin etwas anderes behauptet hatten.

„Ende Februar? Keine Ahnung, ich versuche immer noch den Anblick zu verdrängen, wobei du und das Mädchen sicher echt schön anzusehen gewesen sind, schade, dass ich es nicht gesehen habe, aber der Rest war weniger inspirierend…!“, versuchte ich cool zu tun, aber da war er schon bei mir und hatte sich erstaunlich schnell bewegt. Er nahm sachte meine Hand und hauchte mir einen herrlich zarten und formvollendeten Kuss auf den Handrücken.

„…Und vor allem für dich, es tut mir immer noch leid, dass ich nicht bei dir war!“

„Sei froh darum, du hättest nichts an der Situation ändern können!“, kam es knapp von mir, da ich mich nur ungerne an das erinnerte, was sich Lucius für mich im Separee ausgedacht hatte.

„HÄÄÄÄ, wovon redet ihr?“, fragte Pucey perplex, aber da George neben ihm an seiner rechten Seite saß, bekam er schon einen Ellbogenschlag in den Bauch geboxt und keuchte schmerzhaft zischend aus. Die Twins, die durchaus Auszüge aus dem Gewölbe kannten, würden alles tun, um dumme Fragen zu unterbinden.

„Moment, du weißt, dass er mit einer anderen schläft und dir ist es egal?“, wisperte Padma überrumpelt, denn anscheinend hatte sie versucht auf ungekonnte, hinterlistige Weise Unfrieden zwischen Draco und mir zu säen. Nun, da würde sie sich schwer tun, denn gegen Severus oder gar Lucius war sie ein kleines Licht.

„Genau und du hast es sogar gesehen? Und was war mit dir? Wobei? Was ist dir dort passiert?“, hauchte Ginny erschrocken.

„Das geht doch nicht, das ist… er betrügt dich?“, bohrte Padma penetrant weiter.

„Wenn ihr die Wahrheiten nicht vertragt, sollet ihr vielleicht nichts fragen!“, zierte Freds Züge ein gemeingefährliches, gehässiges Grinsen.

„Ja, Wahrheit kann hart sein!“, sinnierte George mit traurigem Ton in der Stimme, der sehr ungewohnt für ihn war.

Draco und ich ließen die anderen reden, während wir uns in dieser Zeit fest in die Augen blickten . Gerade damals hatte es zu Verstimmungen geführt, aber weniger weil er es getan hatte und mit der kleinen Smudgeley geschlafen hatte, sondern wegen allem drum herum und vor allem wegen Lucius.

„OH Gott, wir sollten sie wirklich nichts fragen! Vor allem weiß ich, dass sie es hart mögen!“, hustete Pucey los und erntete irritierte Blicke, als er kleinlaut eingestand, dass er und Flint uns überrascht hatten.

„Halt den Mund, Adrian!“, kam es erstaunlich leise aber auch beherrscht von Draco, während ich nur belustigt kicherte und Draco wand sich ab, um sich wieder zwischen Padma und Katie zu setzen.

Somit drehte Draco und da hielt die verhexte Flasche vor:

„Wood…mhm!“

„Ich nehme die Wahrheit!“, meinte Wood entschlossen, aber nicht mehr wirklich klar, da sein Blick leicht verschleiert wirkte. Er schien aus seinem letzten leidlichen Erlebnis mit Fred eine Lehre gezogen zu haben und verabscheute die Pflicht, so ähnlich wie ich die Wahrheit umging.

„Hattest du bisher immer nur mit einer Person Sex, oder auch mit mehreren? Du als Quidditchstar hast schließlich genug Groupies!“, fragte Draco bösartig grinsend, woraufhin Wood abrupt aufleuchtete wie eine Laterne im Dunklen und dabei erinnerte er mich an den Harry von früher.

„Ich, ähhhh ich… also, das ist nicht nett!“, huschte sein Blick zu einer fragend blickenden Ginny, bis er peinlich berührt wegblickte und da überkam mich die Erkenntnis.

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Kapitel 309-310 Queeniesig-1
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BeitragThema: 310. Kapitel Keller können so spannend sein   Kapitel 309-310 EmptyFr Sep 14, 2012 12:28 am

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310. Kapitel Keller können so spannend sein

„Ich, ähhhh ich… also, das ist nicht nett!“, huschte sein Blick zu einer fragend blickenden Ginny, bis er peinlich berührt wegsah und da überkam mich die Erkenntnis.

Diese Frage war wirklich gemein, da er nun nicht um die Wahrheit herumkam, dass er, wie es aussah, über keine Anzahl verfügte, die er nennen könnte. Das so vor allen und auch gerade noch vor Ginny zu gestehen, war wahrlich nicht leicht und da tat er mir doch echt leid.

Deshalb auch die komische Verrenkung mit Fred. Das war fast zum Lachen, wenn es nicht derart einzigartig gewesen wäre.

„Ach neee, oder Oliver?“ hauchte nun auch Angelina betroffen, als ihr ein Licht aufging. Das Erstaunliche hierbei war eher, dass sich die Twins raushielten und einmal nichts kommentierten oder ins Lächerliche zogen, wo es an sich nichts zu veralbern gab.

Wenn Wood sich für eine Frau aufheben wollte und Ginny dies auch respektierte, dann war das ihre Sache und in unserem verkommenen Haufen doch mal recht erfrischend. Er war halt ein anständiger, junger Mann, so brav und lieb, wie wir nie sein würden, denn Möglichkeiten hatte er angesichts des Starrummels um ihn sicher genug gehabt und auch in Hogwarts, schließlich sah er nicht schlecht aus und hatte durchaus etwas. Offenbar wartete er auf die Richtige und hatte sie noch nicht gefunden, oder vielleicht, wenn es Ginny war, waren sie noch nicht so weit.

Draco schüttelte mittlerweile nur noch ungläubig darüber den Kopf, wobei er sein herrlich seidiges, blondes Haar raufte, bis Oliver das abkürzte, indem er murrte:

„Keine!“ Aber er blickte nicht hoch und sah deshalb die Kanonenkugel a la Ginny auch nicht, die auf ihn zuschoss und sich ihm rasant an den Hals warf und aufgeregt mit ihm wisperte, woraufhin sich die beiden leidenschaftlich umarmten und küssten. Es war zu süß, zu unschuldig und ich konnte sehen, wie Draco verächtlich zu ihnen schielte, aber wir waren taktvoll und übergingen sie freundlicherweise.

Dann kam Montague dran und verlangte von Angelina, dass diese mit Katie mal zeigen sollte, was Frauen drauf hätten und sie auch keine Scheu haben sollten uns zu demonstrieren, wie sich ein richtiger Orgasmus anhörte.

Die zwei Freundinnen hatten keine Hemmungen und gabeneine recht heiße Show für die Männer hier ab und ihre Zungen lieferten sich dabei überraschenderweise ein recht einladendes Spiel.

Ein erotisches Schauspiel, das auch noch von Ginny und Wood ablenkte, die aber sehr glücklich wirkten, bevor sie sich trennten und von ihren Sitzplätzen aus sich gegenseitig anschmachteten, dabei warfen sie sich innige und heiße Blick zu.

Wobei ich bei dem schamlosen Schauspiel von Katie und Angelina gegen meinen Willen wieder an das Gewölbe denken musste und die gierigen Mienen von Lucius und Severus vor Augen hatte, etwas was ich eher versuchen wollte zu vergessen.

Aber dieser Anblick machte es mir schwer, wobei die Mädels so wirkten, als würden sie das erstens nicht zum ersten Mal machen und zweitens, als wäre es nicht annährend so schlimm, wie ich mir dies nach dem Gewölbe versuchte einzureden. Aber andererseits, meinen Kuss mit Daphne hatte ich auch nicht als schlimm empfunden, eher als wenig aufregend, um nicht zu sagen langweilig.

Die Mädels zogen diese hinreißende Stöhn-, Keuch- und Schnauforgie ab, ohne Scheu und sorgten damit für durchaus nicht mehr ganz keusche Gedanken, aber es schien ihnen Spaß zu machen und das war das Wichtigste.

Die Nacht schritt voran und plötzlich hörten wir leises Schnarchen, da nun auch Aufgaben gestellt worden waren, bei denen man wüst unterschiedliche Getränke zu sich zu nehmen musste und erraten was sie waren, deshalb war der Alkoholpegel bei manchen gefährlich gestiegen.

Wood war somit der erste, der diesem bösen Spiel zum Opfer fiel und ausschied, indem er profan auf den Kissen tief und fest einschlief. Es war erheiternd aber er hatte auch sehr tief in die Flasche schauen müssen und als Profispieler war er wohl nicht wirklich viel gewöhnt.

Hinzu kam die Offenbarung, dass er tatsächlich ein Glücksgriff für Ginny war, der perfekte, moralisch einwandfreie Gryffindor.

Loyal, treu und herzensgut aber halt auch etwas naiv und lächerlich gutgläubig, aber einfach zu süß, wie er vertrauensvoll dalag und seinen Rausch ausschlief. Doch wenn er schon so abstinent bei Sex war und seinen Groupies stoisch widerstand, dann würde er auch sehr mäßig im Alkoholkonsum sein. Das war schon putzig, aber so niedlich, dass mir sogar fast schlecht wurde und ich den pappsüßen Geschmack in meiner Kehle mit einem unverdünnten Absinth beseitigen musste.

Da zeigte die Flasche auf Angelina und George ergriff die Gelegenheit, als sie die Wahrheit wählte.

„Sag mal Angelina, ist dein Interesse an Lee ernst, oder gespielt? Oder gar nur ein Auftrag?“

„Ernst… zuerst war er nur ein Auftrag, aber mittlerweile ist da mehr!“, gurrte sie über Fred, der dazwischen saß, zu Lee rüber und da die Magie nicht zuschlug, musste man wohl die Aussage ernst nehmen. Wobei auch die Twins über diese Einstellung beruhigt schienen, da sie zu Lee verschwörerisch blinzelten.

Als nächstes wurde Ginny aufgefordert, an Blaise einen Eiswürfel weiterzureichen.

„Bitte?“, hauchte sie fragend und ich grinste recht verschlagen, als ich meinte:

„Na, per Kuss!“ Da gingen Ginny die Augen über und neben mir gluckste Blaise belustigt.

Aber auch Ginny war kein kleines Mädchen mehr, da ein taxierender Blick zu ihrem schlafenden Freund neben Blaise ging, bevor sie zusah, dass sie sich wie gefordert neben Blaise setzte. Die Show, die Blaise abzog, nachdem sie einen Eiswürfel in dem Mund genommen hatte, war anbetungswürdig und sorgt dafür, dass Astoria böse Funken zu spüren schien. So packte er Ginny in ihrem Nacken, um sie bestimmt zu sich zu ziehen, derart herrlich unnachgiebig und fordernd, vor allem da ihr Freund direkt neben Blaise selig, unwissend schlief.

Ginny krallte ihre Finger in sein Hemd, als er ihren Mund gekonnt bearbeitete und stöhnte gedämpft auf, weil er sich mit einem Zungenschlag gekonnt den Würfel hinüberholte, danach löste er seine geröteten Lippen von Ginnys und grinste gemeingefährlich, wobei er ihr kess zuzwinkerte.

Sie eilte mit vermutlich wild klopfendem Herzen zu ihrem Platz zurück, während Astoria verächtlich schnaubte und Blaise auch ihr schelmisch zuzwinkerte.

Später wurde Padma von Bletchley aufgefordert, einen erotischen Bauchtanz aufzuführen und als sie sogar ihren Sari zum Teil ablegte und verwandelte, wodurch sie nur noch ein enges Oberteil trug und einen Rock, war der Mittelteil ihre Brauches freiliegend.

Padma ließ sich nicht lumpen, anscheinend war ihr, als Inderin, das Gen für die geschmeidig, wiegenden Bewegungen der Hüfte in die Wiege gelegt worden und Scheu oder Zurückhaltung zeigte sie dabei auch nicht, sondern wackelte verführerisch, lasziv mit dem Becken. Greg schaute sie an wie eine göttliche Erscheinung aus dem Morgenland und sie schien die Blicke ihres Freundes zu genießen.

Solche Aktivitäten blieben nicht ohne Folgen und gerade die Männer sprachen noch mehr dem Absinth zu und auch die Mädchen schauten nicht mehr wirklich klar aus der Wäsche, es sei ihnen vergönnt, sie waren noch jung und unbeschwert, auch wenn ich dem nicht allzu viel abgewinnen konnte.

Schließlich begann Katie langsam aber sicher zu wanken, als sie zu Blaise kommandiert worden war, um ihm eine erotische Massage zu verpassen. Die Sprüche, die sie begleitenden, waren an Anzüglichkeit nicht zu überbieten, weil es eine Frage sei, wo die Massage stattfand, etwas was Astoria gar nicht zu passen schien, während Pucey belustigt wirkte.

Aber Katie überwand sich sichtlich, auch wenn ihr Freund wenig zimperlich erschien, tat sie sich nicht so leicht, Hand an einen anderen jungen Man zu legen, aber Pucey schien ihr indirekt nicht gut zu tun, da sie plötzlich nicht mehr haderte, sondern sich nun wacker vor Blaise niederließ und jetzt begann sein Hemd vorsichtig zu öffnen, um es langsam von seinen dunklen Schultern zu streifen.

Sie tat dies so bedacht, dass es schon lasziv wirkte und dem Ganzen die Erotik einhauchte, die sie bestimmt nicht erzielen wollte. Als sie sich hinter ihm niederließ, um ihm dann von hinten die Schultern zu massieren, ließ er dies mit genüsslicher Miene über sich ergehen. Dabei schloss er wohlweislich die Augen, um seine Umgebung und besonders seine zornbebende Freundin, die ihm direkt gegenüber saß, auszuschließen.

Lee musste darauf folgend versuchen, ohne Zauberstab zu schweben. Er schaffte es sogar wenige Zentimeter in die Höhe, bevor er laut auf den Boden krachte und hingebungsvoll jammerte, worauf er nach einem großen Schluck Absinth einschlief und herzerweichend schnarchte.

Bletchley war dazu verdonnert worden, einer schläfrigen Ginny, die neben ihm saß, die Füße zu massieren, wobei er es schaffte die arme Ginny, die den Alkohol am wenigsten von uns gewöhnt war, endgültig effektiv auszuschalten und sie gesellte sich zu ihrem Freund in den seligen Schlummer der Betrunkenen, was Draco abfällig Schnauben ließ über das unschuldige Paar.

„Die Zwei wissen schon, warum sie sich gesucht und gefunden haben!“, dabei deutete er verächtlich, auf das zu süße, tief und fest schlafenden Gespann.

Blaise grinste dreckig, nachdem Draco Pflicht gesagt hatte.

„Nachdem Padma ihren Sari so schön zweckentfremdet hat, Draco, betrachte ihren Körper als Löffel und hier,… kannst du den Honig von ihr lecken!“, forderte Blaise unnachgiebig und grinste weiter. Da Padma, die direkte Sitznachbarin von Draco war, war es an sich nicht mal zu viel gefordert.

„WASSSSSSS!“, „WIE bitte!“, echote es von den beiden Gestraften erschrocken und auch Greg schaute böse durch die Gegend.

„Habt euch doch nicht so!“, plärrten plötzlich die Twins.

Zur Beruhigung drückten sie Greg gleich mal ein neues Glas in die Hand, während Padma auf allen vieren unsicher zu Draco krabbelte. Sie schien sich enorm unwohl zu fühlen, während Draco mit leicht glasigen Augen doch gleichgültig auf sie sah und Fred ihr auf die Beine half.

Dann ging es los und ich durfte sehen, wie Fred frech helfend zur Hand ging und den goldglänzenden Honig auf die zarte, braune Haut von Padmas Bauch träufelte und wie eben Jene dabei geschlagen die Augen schloss, wodurch ihr die hinterhältigen Blicke von Fred und Draco entgingen. Das war nur eine subtile Strafe für ihr Verhalten vorhin und auch für Greg, der es nicht geschafft hatte seiner Freundin Herr zu werden, zu schön zu sehen, wie die Twins und Draco Hand in Hand arbeiteten, zu gemein.

Als Draco sie an ihren schlanken Hüfte packte und nah zu sich zog, quietsche sie auf, während er selbst auf die Knie ging und ich verbiss mir stoisch das gemeine Grinsen und trank lieber noch einen Schluck.

Wir konnten hören, wie sie die Luft zischend einsog, als Dracos rosa Zunge vorschoss und über ihren makellosen Bauch leckte, wobei sie keine Zeichen auf ihrer Haut verunzierten, wie ich sehr wohl registrierte und unweigerlich mal wieder mit meinem gezeichneten Körper verglich.

Ab und an wollte mich doch das Selbstmitleid überrollen, dass mein Körper nicht mal mehr im Ansatz makellos war, worauf ich einen widerwilligen Blick auf das Glas in meiner Hand warf, dieser Alkohol machte mich weinerlich, passte gar nicht zu mir.

Padma zuckte zurück vor der nassen Berührung, aber Draco hielt sie eisern fest und seine Finger gruben sich tiefer in ihr Fleisch, was Greg knurren ließ, aber nur dafür sorgte, dass Padma ihre Augen aufriss, um über die Schulter zu ihrem missgelaunten Freund blickte, während Draco nun leckte und schleckte. Ich durfte auch noch die Beobachtung der anderen erleben, die mich genau taxierten und meine Reaktion, aber ich blieb gelassen und tat mir eigentlich nur leid, dass ich bei diesem ausgewachsenen Unsinn mitmachen musste, aber sowohl ich als auch Draco, wir wollten uns beide das Gekreische der Twins ersparen.

Unterdessen drehte Draco, wie nebenbei, rasch die Flasche, ließ aber Padma nicht los, wie es schien war seine Rachsucht noch nicht befriedigt, so zielte nun diese auf Adrian und als dieser Pflicht meinte, wisperte Draco an Padmas nacktem Bauch:

„Streichle und massier zärtlich den Oberschenkel deines Nebenmanns und streng dich an!“ Wow, wie böse war das denn?

Erstens gab er Padma immer noch nicht frei und befreite nun weiter akribisch ihre Haut von der klebrigen Flüssigkeit, während Pucey angeekelt zu George spitzte und sich seine Lippen zu schmalen widerwilligen Strichen verzogen.

„Soll ich mich freimachen für dich, Süßer?“, zog George ihn indes auf, da dem Twin mal wieder jedwede Scham fehlte.

„Lass gut sein, du Verrückter!“, grummelte Pucey missgestimmt und patschte seine Hand unter Katies Kichern auf Georges Oberschenkel und massierte nicht wirklich freundlich darauf los, aber George gurrte schon sehr schwul vor sich hin.

„Oh, das machst du fantastisch… dafür solltest du Geld nehmen!“, wisperte George verführerisch, damit riss Pucey sich empört von George los und drehte bestimmt die Flasche.

Das Spiel lief weiter, bis sie bei Fred anhielt und dieser drehte.

„Soooooooooo Montague, was nimmst du?“, krähte Fred angetrunken und der mit nacktem Oberkörper dasitzende Mann hob überlegend eine Braue, bevor er meinte:

„Wahrheit!“

„Schön, dann sag mir oder auch uns, wie lange du schon zu Draco gehörst, zu deinem einzig wahren Boss?“ Ich fragte mich kurz, ob Draco den Twins wohl schon mehr über Irland gesteckt hatte als mir, ob sie von Contino Industries wussten und auch was er noch plante oder tat, zuzutrauen war es ihm jedenfalls, gerade sie einzuweihen.

„Mhm… seit ich von der Schule abging!“, schlug die Magie unglaublich bösartig zu und seine Nase wuchs a la Pinocchio stetig in die Länge, was dafür sorgte, dass er peinlich berührt die Hände hochriss, um sein neues langes Riechorgan zu bewundern und dann einen ängstlichen Blick zu Draco und Pucey warf, die ihn gefährlich düster, aber auch argwöhnisch anfunkelten.

„Ähhh… das stimmt nicht, Draco! Du bist der Chef… ich meinte, bevor ich dir beigetreten bin, da war es der Lord! Aber seitdem ich abgehauen bin, gilt meine Treu nur dir!“, wenigstens verlängerte sich seine Nase nicht noch mehr, weshalb er wohl nun wirklich die Wahrheit sprach.

„AHA!“, löste Draco seine Zunge und seine Lippen von einer entsetzten Padma, deren Hände sich in Dracos Haar vergangen hatten und sie glitt leicht erschöpft wirkend zu Greg, der ihr dumpf sein Glas hinhielt, damit sie gierig davon trinken konnte.

„Das hoffe ich für dich!“, murrte Draco dunkel zu dem Langnasigen und fasste Pucey fest ins Visier und dieser nickte nur unmerklich. Montague würde eine schwierige Zeit durchlaufen, das stand für mich fest.

Zu dieser Zeit schliefen wie gesagt Ginny, Wood und Lee und wenn es so weiterging könnten bald alle schlafen und wir endlich heimgehen?

Ich ertrug dies alles stoisch nur für Draco. Dies hier war seine Show, deshalb sagte ich nichts über den fast unerträglichen Kitsch der Hochzeit, oder dieses Kinderspielchen, da dies seine Leute waren und ich wusste, dass ich es akzeptieren musste, dass die mich umgebenden Leute nicht derart eigenwillig waren wie ich es war, somit übte ich mich in unendlicher Geduld und Langmut.

Nun ging mein verwunderter Blick zu Angelina, denn auch sie hatte sich soweit abgeschossen, dass sie sich vom neben mir sitzenden, hosenlosen Miles Bletchley befummeln ließ und gerade mit ihm wild und auf freiwilliger Basis knutschte. Gut, der Junge sah gut aus und Lee pennte gerade. Nicht jeder konnte wissen, was er wollte oder Treue die Priorität geben, das ging aber nur Angelina und Lee etwas an, selbst den Twins schien es gleichgültig zu sein.

Alle blickten erheitert auf das Pärchen, das gerade weniger mitbekam, während Padma und Greg etwas steif nebeneinander saßen, vor allem da Padma leicht atemlos wirkte, nachdem sie Draco in seinen kundigen Fingern gehabt hatte.

Dann schrie Fred böse auf, als er drehte und Blaise erwischte, als dann dieser Pflicht nahm, befahl er:

„Dann geh auf alle viere und spiel Pferdchen und Schönste, ich nehme an, du wirst eines Hengstes, wie Blaise hier, Herr!“ Er grölte los und selbst Blaise lachte ob der Szene, als ich mein Kleid entschlossen raffte und mich auf seinem nackten, dunklen Rücken niederließ und er mit mir auf sich den Kreis umrundete. Wie sehr ich mir leidtat brauchte ich wohl niemandem zu sagen und somit floss noch ein Glas Grüne Fee mehr meine ausgedörrte Kehle hinab.

Ich kam mir gar nicht lächerlich vor. Aber es war ein eigentümliches Gefühl, derart auf Blaise zu sitzen und nun, nachdem wir hier diese entspannte Atmosphäre hatten, verfehlte dies seine Wirkung auf mich nicht. Als ich von seinem kräftigen Rücken glitt, schenkte ich ihm ein verschmitztes Lächeln.

Schon ging es schnell weiter:

„OH, Astoria knie dich hin, ich verbinde dir die Augen und dann suchen wir einen und wer immer dich küsst, das musst du dann erraten!“, war dies Gregs Aufgabe an sie und als er ihr die Augen mit einem schwarzen Tuch verband, hielt er vor Pucey und zog diesen hoch.

Greg selbst setzte sich wieder auf seinen Platz, um Pucey zu beobachten, wie dieser die Lippen spitzte und vorsichtig auf Astorias drückte, während Blaise sich entspannt zurücklehnte und zusah, wie Astoria konzentriert ihren Gegenüber küsste, dabei aber ihre Hände nicht einsetzen durfte. Der tastende und unsichere Kuss wurde nach vorheriger Keuschheit durchwegs leidenschaftlicher und als Katie empört aufzeigen wollte, hexte ihr George einen Fluch an, der sie stumm hielt, bis sich die beiden Küssenden atemlos voneinander lösten.

„Mhm… das ist schwer… Mist, er küsst bestimmt, aber nicht zu hart. Ich schließe die Mädels aus und Draco, Blaise sowie die Twins… bleiben Greg und Adrian, da Miles ja beschäftigt ist und Wood und Lee pennen und Grahams Nase wäre zu fühlen, also mhm… 50:50 Greg oder Adrian? Ich tippe auf Adrian!“, rief sie kess und zog sich erwartungsvoll die Binde vom Kopf und strahlte ihren Küsser an, sprang gelöst hoch, als sie erkannte, dass sie richtig lag und hauchte ihm ein Küsschen auf die Lippen, grinsend weil sie gewonnen hatte.

Noch immer saßen Blaise und Montague ohne Hemd da, ein herrlicher Anblick, als Blaise sehr böse von den Twins forderte, sie sollten sich die Sahne von den Fingern lecken und nun, das wurde ein Schauspiel der extra Klasse, denn die beiden hemmungslosen Jungs genossen das Spiel, um noch mehr und nachhaltiger zu schocken.

Sie schoben sich gegenseitig gierig die mit Sahne beschmierten Finger in den Mund und begannen gleichzeitig sehr lasziv zu saugen, lecken und zu lutschen, während Draco, ich, Blaise und Astoria fast nicht mehr konnten. Es war so, dass ich besonders litt, da ich oft genug sah, wenn sie auch anderen Körperteilen des jeweils anderen derartige Aufmerksamkeit zukommen ließen, aber für die anderen war es fast eine Premiere.

„Okay, das ist ein gewöhnungsbedürftiger Anblick!“, bescheinigte ein konsternierter Pucey.

„Ja, total krass!“, „Kannst du laut sagen!“, „HILFE!“, „Da wird mir fast schlecht!“, „Ähm… meinen die das vielleicht ernst?“ kam es von Padma, Greg und Katie sprachlos, da sich die Red Devils nicht zurückhielten und wirklich hart an die Grenze gingen.

Über dem an sich anzüglichen Lustspiel vergaß ich doch glatt meine offene, schwärende Wunde an der Wange. Wie gut, dass Ginny, Wood und Lee pennten, aber auch dass Angelina mit Bletchley beschäftigt war und das gar nicht registrierten was die Twins hier gerade abzogen, denn sie wären maßlos entsetzt gewesen.

Als ich dran war und Pucey zu mir meinte, nachdem er abgewunken hatte, da außer Frage stand, dass ich die Pflicht nahm.

„Geh, such und finde den Keller und hol den alten Port, der dort im Weinkeller lagert und keine Angst, es gibt hier bestimmt Geister!“, befahl er mir nett grinsend und ich war mir sicher, dass es hier etwas gab, was hier in dieser Welt absolut nichts zu suchen hatte, aber ich erhob mich sofort, gegen den kurzen Schwindel konnte ich fast nichts tun, da schlug doch der Alkohol auch bei mir zu, aber mit einem langen Blick zu Draco, zog ich los und als ich das stickige Zimmer hinter mir ließ, atmete ich tief und befreit ein.

Es war wie immer. Ich fühlte mich unter meinesgleichen fast wie ein Fremdkörper, mich trennte so viel von diesen normalen Jugendlichen, aber ich konnte nicht weiter darüber nachdenken, denn das beständige Brummen hallte in meinen Ohren wider und ich hielt sie mir kurz, sehr kindlich zu, da es drohte, mich doch noch verrückt zu machen, bevor ich die Treppe nach unten nahm, um dann den Kellerzugang zu suchen und schließlich auch zu finden.

Jetzt verstand ich Pucey, als ich die enge Treppe bezwang. Es war durchaus „unheimlich“ und die anderen Mädels hätten sich alleine bestimmt unwohl gefühlt, aber jemanden wie mich konnte man damit eigentlich nicht wirklich schocken.

Als ich die Treppe hinabstieg, deren altes Aussehen an die des Manors erinnerte und auch der modrige Geruch, wobei hier das Salz und die Nässe intensiver aufgrund der Nähe zum Meer waren, wehte mir ein Gänsehaut machender Lufthauch entgegen.

Ich glitt weiter und immer tiefer. Neugierig suchte ich die Räume ab, bemerkte den ganzen Krempel der herumstand und dass dieser Keller etwas durchaus Unheimliches hatte. Seine Bauweise war gedrückt und geschwungen, ähnlich der Halle, aber selbst für mich wurde es mysteriös und unheimlich, da mir durchaus der Puls schneller schlug, desto weiter ich vordrang.

Dieses penetrante Wispern und Summen nahm ich nun umso stärker wahr, immer mehr bedrängte es mich und raubte mir fast die Luft zum Atmen.

Ich versuchte, es nicht zu sehr zu Kenntnis zu nehmen, denn ich wollte mir nicht die Blöße geben an einem Keller zu scheitern, das wäre lächerlich und lachhaft, also setzte ich einen hochkonzentrierten Schritt vor den nächsten. Es war als würden mir nicht nur durch den Alkohol die Sinne schwinden und meine Sicht verschwimmen, sondern auch wegen dem was sich in Dublin ereignet hatte, während ich es stoisch und stur ignorierte.

Angst wäre das falsche Wort, aber es bereitete mir Sorgen, dass ich nicht einordnen konnte was mit mir passierte und ich fühlte mich relativ hilflos, da meine Sinne und meine Wahrnehmung machten was sie wollten und leicht verrücktspielten.

Das war beunruhigend, sehr beruhigend, als ich plötzlich von jetzt auf gleich keuchend an einer rauen Steinwand halt suchte und meine Finger in den harten Stein grub, weil mir schwindelte und sich alles drehte, dabei legte sich ein beständiges Surren auf meine Ohren, sodass mir übergangslos übel wurde.

Mann, ging es mir dreckig, das war scheiße!

Dann bemerkte ich das Unfassbare, denn meine Wahrnehmung verschwamm und löste sich auf und ich wusste, von jetzt auf gleich hatte der Effect eingesetzt und ich sackte erschöpft auf den kalten Boden.

Mist, was tun, was machen?
Ich erkannte geschockt, dass ich erstens nicht wirklich wusste was los war und zweitens, dass es mir begann schlechter zu gehen und ich drohte die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren, ähnlich damals als mich Gellert hatte retten müssen, somit überlegte ich gar nicht lange sondern Schritt entschlossen zur Tat.

An sich war es noch lang hin bis zu meinem nächsten, nötigen Ritual und hier war auch nicht der richtige Ort, aber ich würde es nicht in Frage stellen, weswegen ich hektisch nach meinem Zauberstab angelte, um ihn rasch zu zücken.

Gerade interessierte mich der Stand der Gestirne, oder ob wir Altlicht hatten oder nicht, nicht wirklich!

Eilig fing ich an um mich herum ein Pentagramm in das Gestein zu fräsen, was mir wenigstens erstaunlich gut von der Hand ging und begann umgehend mit dem Ritual der Blutmesse.

Sobald der Kreis geschlossen war, wagte ich es, an meine Inferi zu denken, als mich fast der Schlag traf, wobei mein Herz raste und ich keuchte schmerzhaft auf, als mir der Schweiß ausbrauch.

Ich war fast sofort bei den Inferi gelandet und das Schlimmste war, ich war so intensiv bei ihnen wie noch nie, wirklich noch nie. Es war so plastisch, als wäre ich sie und sie ich, keine schöne Erfahrung.

Ihre Gier, ihr Hunger und ihre lauernde Gefahr, aber auch ihre Akzeptanz, Kraft und Stärke waren mir konstant bewusst, doch jetzt mehr als jemals zuvor und meine Hände zitterten, als ich fast gar nicht ausmachen konnte, wo sie begannen und ich aufhörte und andersherum.

Ich presste meine Augen fest zusammen und schloss den „White-eye-effect“ aus, wissend, dass er schon da war und dass ich das dem beständigen Gefühl der Beobachtung hier in dieser wispernden Umgebung zu verdanken hatte, während ich nun hektisch begann die lateinische Formel aus dem „Grimoire“ herunter zu beten.

Ich war dankbar, dass mir die Zaubersprüche und Beschwörungen derart leicht über die trockenen Lippen gingen.

Ich fühlte mich wieder einmal entsetzlich schwach, mental wie ausgequetscht und das Schrecklichste war, dass ich mir nicht mal sicher war, ob ich das richtige tat oder nicht. Vielleicht war meine Verweigerung mich auf das „Neue“ einzulassen der entscheidende Fehler, den ich beging.

Aber unter den Schmerzen und der Qual war mir ein logischer Gedanke fast nicht möglich zu fassen, da ich geistig wie körperlich im hier und jetzt bleiben wollte und musste und nicht abdriften durfte.

Da diesmal mein Dolch fehlte, hatte ich doch in meiner grenzenlosen Ignoranz gedacht, dass er auf einer Hochzeit unnötig wäre, nützte ich meinen Zauberstab und ritzte mir tief, sehr tief, in Ermangelung eines Hahns, eines Tieres oder eines anderen Menschen, in die Handinnenfläche und murmelte weiter inbrünstig die Beschwörung. Ich ersparte es mir, die Augen zu öffnen.

In dem modrigen Keller roch ich mein schweres, metallisches Blut intensiv und würgte schwer.

Ich zögerte nicht und in Nöten verzichtete ich auf einen Kelch sondern hielt mir rasch die blutige Hand an den Mund, wobei ich das Blut, das ich vergoss, gierig schluckte.

Es war unvorstellbar eklig, aber eben nötig!

Mein Bewusstsein änderte sich endgültig und öffnete sich noch weiter. Es war erschreckend zu sehen, dass es mehr gab als nur Himmel und Hölle und dass es dabei ganz gleich war, dass ich hier in der Realität die Augen fest geschlossen hielt. Es war beängstigend, die schier endlose Ungewissheit, die sich mir Offenbarte, zu erkennen.

Ich lag in meinem Abendkleid an die Wand gestützt, in meinem Pentagramm geschützt mit geschlossenen Lidern und blutiger Hand, die ich ableckte. Dazu gab ich mit meiner verunstalteten Wange ein makabres Bild ab.

Während mein reines Blut meine Kehle hinabrann, würgte ich ob der lauwarmen Flüssigkeit und des eisigen, metallischen Geschmacks. Dieser brannte sich in meine Zunge und ich bemerkte, wie meine Kreaturen freudig über mein Geschenk endlich Ruhe gaben, aber auch die Macht, die latent hinter dem Ganzen stand und sich nur schwer bezähmen ließ.

Ich wüsste zwar nicht, wie diese Macht zu nützen wäre, aber da war eine unvorstellbare Größe und Stärke in diesem anderen Sein, doch ich erkannte auch sehr klar, dass ich keine Kontrolle hatte, somit wich ich eher vor den neuen Offenbarungen zurück, als dass ich sie willkommen hieß. Da glitt der, wie ich fand, zähflüssige Saft weiter meine Kehle hinab und landete wieder wie ein Steinklumpen in meinem Magen, aber dank der bestehenden Verbindung der Inferi zu mir, labten sie sich an meiner Opfergabe.

Nachdem die kräftezehrende Beschwörung beendet war und ich genügend getrunken hatte, wischte ich mir mit dem Handrücken angewidert über den blutigen Mund, wobei ich den Brechreiz willensstark hinunterzwang.

Sogleich spürte ich einen explosionsartigen Krampf in meinem Magen, der dafür sorgte, dass mir aufgrund meiner momentanen Situation fast die Sinne schwanden, wobei auch das Surren in meinen Ohren zu einem unerträglichen Rauschen anstieg, das drohte mich verrückt zu machen, weswegen ich mir die Hände fest auf die Ohren presste, aber stur in dem Pentagramm blieb, das nun kräftig rot aufleuchtete, was ich sogar durch meine geschlossenen Lider aufflackern sehen konnte und wahrnahm. Was ging hier vor sich?

Ich keuchte atemlos erleichtert auf, als ich erkannte, dass das Surren und Rauschen tatsächlich nachließ, dann senkte ich meine Hände vorsichtig und nicht sicher, ob ich dem Frieden trauen konnte. Ich legte meine Hände auf den kalten und klammen Boden um mich abzustützen und den Schmerz besser ertragen zu können, währenddessen stöhnte ich gequält auf und widerstand dem Verlangen zu schreien, weil sich mein Magen verknotete.

Ich fand das nur noch abgrundtief schrecklich, denn ich war zu einem willenlosen Spielball der Mächte verkommen und das passte mir so gar nicht in den Kram!

Hier auf dem dreckigen Boden, in dem feuchtnassen Keller schwor ich mir inbrünstig, dass ich mir diese Macht, die ich spürte, untertan machen würde, koste es was es wolle, da es mir reichte, aber so was von!

Weiterhin kniff ich fest meine Augen zusammen, als die Verbindung soweit bestand, dass sich die Inferi und ich uns völlig verbanden.

Es war ein erhebendes, aber auch niederschmetterndes Gefühl mit diesen Wesen ein derart inniges Verhältnis zu teilen. Das Problem an der Sache war nur, entgegen zu dem sonstigen Verlauf des Rituals, dass ich mich nicht nur mit meinen „Kinder“ verband, denn es geschah viel mehr. Es passierte etwas so Machtvolles und so Unerklärliches, stürzte gerade auf mich ein, dass ich unter der Belastung erzitterte und erbebte.

Als ich dachte, noch schlimmer konnte es nicht werden, riss ich mich entschlossen zusammen und versuchte über den Schmerzen und dem Ekel zu stehen.

Ich rezitierte die letzten Sätze durch zusammengebissene Zähne, um diesem ganzen Theater den krönenden Abschluss zu geben und konnte dann beobachten, wie sich ein rotglitzerndes Schild um mich bildete. Es war wie ein Schutzschild, der sich gerade noch rechtzeitig um mich geschlossen hatte, der mich nun schütze vor dem anderen, dem Unerklärlichen, dem Unheimlichen da draußen, hier in der Burg, in Irland und in Dublin.

Als alles abrupt endete und mich wohltuende Stille umfing, stieß ich sofort keuchend meine angehaltene Luft aus und richtete mich soweit auf, dass ich es wagte meine Augen zu öffnen, die jetzt wieder tatsächlich normal waren, woraufhin ich mich geistesgegenwärtig mit einem einfachen Ratzeputz reinigte und wieder erschöpft an die Wand sackte, denn der kalte Schweiß stand mir auf der Stirn. Das hier war kräftezehrend und anstrengend gewesen.

Aber ich schüttele mich und raffte mich entschlossen auf und zog mich schwer hoch, während mehrere Dinge gleichzeitig passierten!

Erstens, ich trat aus dem Pentagramm, das mich bisher umschloss, was zur Folge hatte, dass ich durch die plötzliche Wucht der geballten Magie, die nun auf mich einstürmte, fast zusammenbrach und nach vorne an die gegenwärtige Wand taumelte und mich gerade noch an ihr abfing, bevor ich stürzen konnte.

Zur selben Zeit vernahm ich sich nähernden Lärm, Geräusche, Stimmen und Laute hier im Kerker und ich stellte in derselben, erschreckenden Sekunde fest, dass meine Augen wieder weiß waren.

Wie es schien hatte mich das rotleuchtende Pentagramm tatsächlich wie ein Schutzkreis umhüllt und beschützt. Jetzt hörte ich auch wieder dieses verleitende Wispern und fordernde Surren, was mich noch wahnsinnig machen würde.

Also schloss ich schnell die Augen, da die raschen Schritte immer näher kamen und lauter wurden.

„Schönste…?“, „Granger?“, konnte ich an den Stimmen in meinem Rücken Adrian Pucey und Blaise ausmachen, dann waren sie augenscheinlich das Sonderkommando, das geschickt worden war, um nach mir zu schauen, um herauszufinden wo ich so lange abblieb.

„Was ist mit dir passiert?“, überschlug sich ungewohnt hoch Blaises Stimme sorgenvoll hinter mir.

„Hier ist Blut, auch am Kleid, Fuck!“, konnte man bei Adrian einen panischen Klang ausmachen, als er seine Beobachtung laut mitteilte. „Und, und ein Pentagramm, das war da vorher noch nicht!“, überschlug sich nun seine Stimme ebenfalls erregt, aber ich versuchte mich nur auf mich zu konzentrieren, denn ich musste raus aus diesem mir gefährlich werdenden Keller.

Die Geräusche, die ich oben vernommen hatte, waren mit denen hier unten in den Kerkern nicht zu vergleichen gewesen. Hier war es dramatisch.

Gleichzeitig weigerte ich mich aber stur die Augen zu öffnen, denn es reichte, dass mich Daphne und vor langer Zeit auch Draco so gesehen hatten, also versuchte ich entschlossen etwas zu sagen, was gar nicht so leicht war über den Lärm hinweg, der nur durch meine Ohren rauschte.

„Bla… Blaise!“

„Ja, verdammt dreh dich um!“, forderte er besorgt, war schon an meiner Seite und drehte mich forsch an den Schultern bestimmt zu sich um, als ich dies nützte um mich an seiner, nur mit einem offenen Hemd bedeckten, Brust zu vergraben, etwas was ihn zu überrumpeln schien, aber er wirkte nur kurz unentschlossen, bevor er seine Arme schützend um mich schlang.

„Was?“, flüsterte Pucey ängstlich in Blaises Rücken, aber er wurde nicht von uns beachtet.

„Ich habe eine Bitte…!“, flüsterte ich rau an Blaises Hemd, dabei tat es gut von etwas Lebendigem, etwas Warmem gehalten zu werden und nicht von diesem toten, kalten beständig gelockt zu werden.

„Ja!“, war seine Verwunderung fast mit Händen zu greifen.

„Tu mir weh!“, bat ich tonlos und ich wusste, wenn ich die Augen loswerden wollte, musste etwas passieren was mich aus dem Tunnel, in dem ich gefangen war, riss und dann musste ich schnellstmöglich raus aus dem Keller.

Auch wenn ich die Augen zu hatte und mein Haupt an seiner Brust vergrub, war es mir, als könnte ich sehen, nun nicht richtig sehen, aber schemenhaft erahnen, dass er gerade sehr verwirrt war und widerwillig die Stirn in Falten legte.

Was überlegte er so lange?

Beim Training stellte er sich sonst auch nicht an und fügte mir durch Tritte und Schläge effektiv Schmerz zu.

Aber Blaise wäre keine Schlange, wenn er nicht doch handeln würde, nur anders als von mir erwartet, wobei das aber gerade vielleicht der richtige Weg war, um mir zu helfen, wer weiß.

Denn er packte urplötzlich sehr grob in mein hochgestecktes Haar und riss mich an meiner Kopfhaut ziehend von seiner Brust weg und ich war so überrumpelt und bemüht die Augen geschlossen zu halten, dass mir bei dieser Attacke der Mund empört aufklappte und seine Lippen übergangslos auf die meinen krachten.

Meine Hände stemmten sich gegen seine Brust, geballt zu Fäusten, als er mich unglaublich stürmisch und fordernd küsste und ich hörte, wie Pucey entsetzt die Luft anhielt.

„Blaise, spinnst du?“, rief er nur noch schockiert, bevor er keuchend verstummte, um unser Treiben zu verfolgen.

Und da tat Blaise, worum ich ihn gebeten hatten und biss mich während seines Kusses rücksichtslos in die Unterlippe, was mich schmerzhaft Keuchen ließ und der unerbittliche Zug an meinen Haaren, der bittersüße Kuss und mein Ritual zeigten insoweit Wirkung, dass meine weißen Augen von mir wichen und damit auch die andere Wahrnehmung und ich wieder mehr im hier und jetzt landete.

„Zufrieden?“, riss sich ein knurriger Blaise von mir abrupt los und ich blinzelte im fahlen Licht des Kerkers zu dem über mich gebeugten Mann.

Nun zog er mich wieder hoch, holte mich aus dem Hohlkreuz und ich wankte sofort wieder unsicher, aber er hob mich mit einem unverständigen Seufzer einfach auf seine Arme, um mich aus den Untiefen zu tragen und ich ließ es zu.

Zu sehr war ich damit beschäftigt alles zu verdrängen, auch die Frage, ob es richtig war alles immer wegzusperren, vielleicht schwächte mich genau dieses verbohrte Verhalten. Ich sollte stark sein, indem ich ein „SoulGatherer“ war und nicht schwach.

Aber vielleicht war mein Umgang mit dem „Effect“ einfach falsch und ich behinderte mich selbst.

„Was war das gerade, was war das??? Was sollte das?“, fragte ein uns hinterhereilender Pucey andauernd total überfordert, einer Leier gleichend.

„Ich weiß es nicht!“, zischte Blaise zu unserem Verfolger und ich lag erschöpft in seinen Armen, wie gut, dass Blaise stark war. Als wir das Erdgeschoss erreichten, wurde es heller, da es hier vor Fackeln nur so wimmelte.

„Scheiße, sie blutet!“, rief ein erregt klingender Pucey, während mich Blaise schwungvoll auf eine Kommode im Eingangsbereich setzte und ich mir grad wie eine Puppe vorkam, als Blaise auch schon meinen Körper nach Verletzungen scannte.

Da sah er es und griff nach meiner aufgeschnittenen Hand. Ich hatte nur daran gedacht mich zu säubern aber nicht die Wunde zu schließen, somit sah mein Kleid wieder versaut aus und es zeigte, wie weit weg ich geistig gewesen war, dass mir dieser grobe Schnitzer unterlaufen war.

„Warum? Das ist ein gezielter Schnitt!“, fragte Blaise streng, während er den Schnitt gekonnt mit seinem Zauberstab heilte.

Ich kam mir reichlich deplatziert vor, denn ich saß auf einer rustikalen Kommode, wie ein Kleinkind dessen Füße nicht den Boden berührten, davor ein gefährlich aussehender Blaise mit geöffnetem Hemd, schräg dahinter ein furchtsam blickender Pucey in der steinernen Eingangshalle der Burg und ich in meinem derangierten, blutigen Kleid, mit zerzaustem Haar, mit zerschnittener Wange, zerbissener Lippe und verletzter Hand, aber wenigstens mit braunen Augen, man musste auch das Gute betonen.

Er sah mir daraufhin tief und fordernd in die Augen, dabei legte er seine Hand an meine unverletzte Wange, hob mein Gesicht zu sich empor und ich war noch immer leicht wirr, verwirrt und geschwächt.

„Geht es wieder?“, fragte er besorgt und ich leckte mir über die zerbissene Lippe, die weder er noch ich geheilt hatten, als ich dieses verdammte Wispern wieder hören konnte und mir ein verärgertes Wimmern entfloh und ich sah, dass Blaise mich trotz seiner Angetrunkenheit verstand.

Er hatte offenbar erkannt, dass mir vorher sein Kuss geholfen hatte, also beugte er sich auch nun vor und küsste meine geschundenen Lippen schmerzhaft fest, aber auch ohne vor meinem Blut zurückzuzucken und ich verlor mich in diesem Kuss, der mir Hilfe versprach. Ich klammerte mich an dem offenen Hemd fest und erwiderte den Kuss hitzig.

Der Kuss war nicht süß und zart, sondern rau und schmerzhaft, bis zu meiner Überraschung Blaise auf einmal verschwand, da er plötzlich weg war und ich blinzelnd die Augen aufschlug.

„WAS GEHT HIER VOR?“, fauchte Draco unterkühlt. Er hatte gerade Blaise mit Gewalt von mir weggezerrt, doch ich beachtete Draco nicht weiter.

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