When Hermione Fights
Würden Sie gerne auf diese Nachricht reagieren? Erstellen Sie einen Account in wenigen Klicks oder loggen Sie sich ein, um fortzufahren.


Inhaltsangabe
 
StartseiteStartseite  SuchenSuchen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

 

 Kapite 317-318

Nach unten 
AutorNachricht
queenie
Königin
Königin
queenie


Anzahl der Beiträge : 1586
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 41
Ort : München

Kapite 317-318 Empty
BeitragThema: Kapite 317-318   Kapite 317-318 EmptyDo Okt 11, 2012 10:28 pm

317. Kapitel Ausgetrickst?


„Findet ihr nicht, hier ist es zu warm?“, kam es bissig, ironisch von ihr, während sie den Mantel lasziv abstreifte und ihr Gewand sichtbar wurde und die Frauen, die alle bis auf die schwarzhäutige Anführerin der gefangenen Frauen, neu waren, sich gerade demütig daranmachten, uns etwas zu trinken zu reichen.

„Wie bitte?“, kam es tatsächlich konsterniert von Lucius, der leicht perplex wirkte, wobei sie mich ebenso erstaunte. Als nächstes tat sie etwas wirklich Unerwartetes, da sie der schwarzhäutigen Frau, die sich ihr letztens, gegen ihren Willen aufgedrängt hatte, den Pokal fast grob aus der Hand schlug. Laut polternd und seinen Inhalt verspritzend landete dieser auf dem Boden, während das Biest die überrumpelte und mit einem überraschten, spitzen Schrei aufkreischende Frau auf die in der Mitte befindliche Matratze stieß.

Die Frau landete unsanft auf der Matratze, auf der das Biest damals auch gelegen hatte. Sie folgte der Frau ebenfalls in einer geschmeidigen Bewegung, während die schwarzhäutige Frau ängstlich schauend aufkam und erschrocken keuchte.

Das Biest zeigte ihre magischen Fertigkeiten, indem sie die Frau erstarren ließ. Diese verharrte nun mit hektisch herumirrenden Augäpfeln, die in ihren Höhlen wie irre rollten, da das Biest drohend über ihr aufragend ihren Dolch zückte, den sie wie immer an ihrem Oberschenkel befestigt hatte.

„Hermione…!“, rief Draco sichtlich überrumpelt, aber zu mehr kam er nicht, denn schon beugte sie sich vor, um das Nichts von einem Chiffonkleidchen der jungen Frau vom Leib zu schneiden. Ganz langsam schnitt sie es genau in der Mitte in zwei Teile. Die Sklavin wimmerte vor Angst, vor allem da man im Gesicht des Biestes nichts lesen konnte, bis nun die Frau nackt und ungeschützt vor uns dalag, ein Anblick, welcher dem Biest ein verächtliches Grinsen über die Züge jagte.

„Auf was warten wir? Schließlich wollen wir uns amüsieren… nicht wahr?“, provozierte sie absichtlich markant, während sie den Fluch aufhob, der die Frau stillhielt und als sie jetzt immer noch diese mit dem Zeigefinger bedrohte, sich bloß nicht zu rühren, was jene mit furchtsamem Blick auch nicht wagte, da sie schreckensstarr vor dem Biest lag.

„Hermione…!“, wollte gerade Draco mit großen Augen wieder total erstaunt einwerfen, als sie ihm scharf ins Wort fiel.

„Nichts da “Hermione“! Willst du mitmachen, Draco? Oder will mir Lucius zur Hand gehen?“, äffte sie zuerst Draco nach, um sich dann schroff an Lucius zu wenden, dessen zuvor so selbstzufriedenes und selbstgefälliges Lächeln, sich in eine offen gezeigte Missbilligung gewandelt hatte.

Etwas was sie nicht zu stören schien, da sie sich gerade neben der Nackten auf der Matratze niederließ, um ihr provozierend langsam die Seiten hinauf zu streichen mit einem absolut kalten, emotionslosen Ausdruck sowohl im Gesicht als auch in ihren Augen. Es war beeindruckend, was für eine Kontrolle sie über sich hatte. Sie wirkte vollkommen unbeeindruckt und unberührt.

„Weißt du, ich steh nicht so darauf, wenn ich nicht die Zügel in der Hand habe!“, wisperte sie auf einmal der jungen Frau unter ihr eisig zu, die furchtsam die Augen aufriss, da man das Biest augenblicklich tatsächlich schlecht einschätzen konnte. So war sie nun bei der Brust der Frau angelangt und dann schlossen sich ihre weißen Hände über den prallen, schokoladenfarbenen Brüsten der Gefangenen. Die Sklavin quietschte schmerzhaft auf, da das Biest die Brüste der Frau wenig zärtlich quetschte, doch sobald der erste Schock der Schwarzen vorüber war, biss sie sich schmerzhaft auf die Lippen, um keinen weiteren Laut von sich zu geben.

Durch das Geschehen vor mir wanderte meine Augenbraue in ungeahnte Höhen, denn was hatte sie vor? So etwas hatte ich nicht erwartet, dass das Biest plante!

Wollte sie dies hier durchziehen und eskalieren lassen? Neben mir bemerkte ich sehr wohl, wie Draco sich verspannte und sich seine Fäuste ballten.

Nach ihren bösen Worten und ihrem festen Griff lockerte sich nun gerade ihre Finger und entließ die kleinen Hügel aus ihrem gequetschten Zustand, was die Frau erleichtert auf keuchen ließ, doch da trat schon ein gefährliches Leuchten in die Augen des Biestes, während sie sich lasziv vorbeugte.

„Aber wer sagt, dass wir schon fertig sind?“, hauchte sie provozierend zu niemand bestimmtem und zerstörte damit die Hoffnung der Frau unter ihr, dass ihr Martyrium schon vorbei sei, während ich selbst nicht wusste was ich tun sollte. Nun konnte ich aus dem Hintergrund das nervöse und hektische Atmen der anderen Frauen wahrnehmen, die sich ängstlich an die nackten Steinwände pressten, vor allem, da sie nicht nur das hier sahen, sondern auch die gewohnheitsmäßig ausartende Party im Gewölbe beobachten konnten.

„Hör auf!“, klirrte da überraschend plötzlich die schneidend kalte Stimme von Lucius daher und das Biest blickte auf, wobei sie immer noch die schwarze Brustwarze der dunklen Frau zwischen ihren weißen Zähnen hielt. Die Frau wimmerte gequält, denn das Biest hatte fest zugebissen. Sie linste von unten herauf zu Lucius, als sie sich höher aufrichtete und ihr der Nippel der Frau entkam. Die Frau konnte einen erleichterten Seufzer nicht unterdrücken, während man den Zahnabdruck noch immer ausmachen konnte warf die Frau unserer Familie einen abwägenden Blick zu Lucius und da war es so ersichtlich, dass dies wieder nur ein Kampf zwischen den beiden war, wer gewann. Warum auch immer sie kämpften stand in den Sternen.

Während Draco und ich zu Komparsen abkommandiert worden waren, blickten Lucius und sie sich kalt, duellierend in die Augen. Das Ganze hier schmeckte mir nicht wirklich, aber ich hielt mich vornehm zurück, schließlich wollte ich meine Hände in Unschuld baden, sollten diese beiden sich irgendwann ins Grab bringen.

„Warum?“, kam es sehr lasziv von ihr, als sie endgültig von der Frau abließ und sich aufrichtete, dabei fuhr sie sich sinnlich, langsam mit ihrer rosigen Zungenspitze über die roten Lippen.

Doch Lucius schenkte ihr nur einen betont kalten Blick aus schiefergrauen Augen, während die liegende Frau wie ein gehetztes Tier ihre Augen hektisch und panisch vom Einen zum Anderen wandern ließ. Nun verzogen sich die Mundwinkel des Biestes widerstrebend. Sie wirkte gerade wie ein Kleinkind, dem man sagte, sie würde den Lutscher nicht bekommen.

„Was gefällt dir nicht, Lucius? Warum sind die Frauen noch nicht nackt und kümmern sich um euch? Oder passt dir das hier nicht mit der Frau? Gefällt es dir nicht, wenn ich mit einer Frau rummache? Ich könnte dir noch Severus oder Draco anbieten, ABER ob du das sehen willst… oder ich könnte auch jemanden von unten holen lassen! Die Kleine von Draco letztens, oder Scabior? Rodolphus zum Beispiel!...“, perlte es provozierend, zynisch von ihren schönen, rosigen Lippen und sie nahm durchaus die starkpochende Ader an Lucius‘ Schläfe wahr. Plötzlich stand sie von der Matratze auf und brachte mehr Abstand zwischen sich und die Frau.

„Oh verzeih, vielleicht wolltest du SIE heute? Sorry, ich wollte dir nicht ins Gehege kommen, Lucius, nimm sie dir! Hole es dir von ihr!“, kam es derart sinnlich von ihr, dass man die von ihr beabsichtigte Suggestion erhielt, dass sie sich ihm selbst anbot. Während der ganzen Zeit bewunderte ich Dracos selbstlose und vollkommen gefasste Kontrolle. Er nippte nur ab und zu an seinem Pokal, den er aber dennoch in einem unbarmherzigen Griff gefangen hielt.

„Sei…!“, fing Lucius an, aber in dem Moment schillerten abrupt die Schutzzauber auf, weil jemand Einlass ins Séparée begehrte, woraufhin er knurrend seinen Zauberstab schwang und den Zugang öffnete, während das Biest sich wieder auf die Matratze kniete und somit immer noch recht leger neben der nackten Frau saß, die nicht wagte sich zu rühren, als überraschenderweise Fenrir und Scabior diese Räumlichkeiten betraten.

Diese beiden Männer durchforschten das Séparée rasch mit ihren Augen. Sie erspähten die zwei Frauen an der Wand, unsere Sitzverteilung und die Spielwiese vor uns, aber sie wagten nichts zu sagen, vor allem da das Biest gerade laut in die Hände klatschte.

„Oho… noch mehr zum Spielen!“, klang sie erfreut und war schneller als Lucius. So kam Lucius gar nicht dazu, sie zu fragen was sie hier her führte und davon abhielt sich ihren Spaß im Gewölbe zu holen, wie es die anderen doch mit Genuss taten, wobei ich wusste, Scabior war diesen Feiern sowieso nicht so zugetan wie viele der anderen, warum auch immer.

Mit Müh und Not unterdrückte ich das sarkastische Schmunzeln, das mir entkommen wollte, als sie weiter provozierte. Ein Glück, dass sie gerade dem mörderisch wütenden Blick nicht gewahr wurde, den Lucius ihr schenkte.

„Verzeih, Lucius, aber es wird nach dem Püppchen verlangt! Die Pflicht ruft!“, kam es wacker von einem wie immer wild aussehenden Fenrir, der zusätzlich knurrig, genervt wirkte, wobei er einen fast sehnsüchtigen Blick aus den Fenster warf.

Erst danach glitt sein gieriger Blick auf die schwarze Schönheit zu unseren Füßen. Dass er gerade nicht freiwillig hier war und lieber dort im Gewusel wäre, war ihm leibhaftig anzusehen, etwas was man von Scabior nicht sagen konnte, da dessen aufgeweckter, fast neidvoller Blick alles genau absuchte. Ich war mir sicher, Scabior wäre liebend gerne immer im Séparée gewesen, das war eine Umgebung, die ihm zusagte.

„Was?“, fauchte Lucius unbeherrscht über diese Nachricht, als das Biest in ihrem Kleid hochruckte und sofort auf die Füße kam.

„Oh, die Arbeit ruft, tja, dann müssen wir das auf nächstes Mal verschieben, Süße!“, versprach sie aufreizend, als sie der Frau offensichtlich drohte, die ängstlich zusammenzuckte, während sie ihren Umhang von einem ungewohnt zuvorkommenden Fenrir umgelegt bekam, wenngleich er ihr gar nicht wirklich seine Aufmerksamkeit schenkte, sondern nur zu Bellatrix stierte, die sich gerade abartig amüsierte. Wo er sein wollte stand außer Frage.

In dieser Sekunde wirbelte das Biest schon gefolgt von ihren Männer aus dem Raum, während ich überrumpelt registrierte, wie Lucius reaktionsschnell seinen Zauberstab zückte und einen komplizierten Schlenker auf ihren Rücken malte, bevor sie der Zauber unbemerkt traf, den ich kannte, da wir ihn gemeinsam entwickelt hatten.

Dieser Mann war immer wieder eine gemeingefährliche Bereicherung. Er fing sich sehr schnell, wenn er überrumpelt wurde, was selten genug vorkam und somit schenkte ich ihm einen fragenden Blick, als er selbst auch schon aufstand sobald die drei weg waren.

Ich fragte mich, ob er das wusste, ahnte oder annahm, was ich dachte? Oder nicht!

„Und kommt ihr?“, fragte da auch schon ein rasch aufbrechender Lucius blasiert und nun, das musste er uns nicht zweimal sagen, denn sowohl Draco als auch ich waren sofort auf den Füßen, um aus dem Séparée zu stürmen. Ich mir sicher war, dass die Frauen aufatmeten, weil wir gingen und sie somit relativ gut davongekommen waren, trotz des unerwarteten Auftritts des Biestes.

„Vater, du hast ihr eine Spur angehext? Oder?“, fragte Draco atemlos, während wir uns an Lucius‘ Gehstock festhielten um von ihm appariert zu werden und auch ich war gespannt, was der Grund von Lucius war, dass er das Biest verfolgen wollte.

Wir legten rasch hintereinander 3 rasante Sprünge hin, etwas was auch mich noch skeptischer werden ließ, da das Biest mit ihren Männern anscheinend selbst auf Nummer sicher gehen zu schien. Sie hatte einige verwirrende Apparitionen begangen, um etwaige Verfolger abzuhängen, nur rechnete sie anscheinend nicht damit, dass Lucius sie in ihren Rücken verhext hätte und das weder Draco noch ich etwas dagegen gesagt hätten. Da sah sie mal, wie man sich täuschen konnte, wie sie sich täuschte.

Ich hatte meine Gründe, schließlich war ich schon davor im Gewölbe skeptisch geworden als ich sie beobachtet hatte wie sie sich für kurze Zeit in der Masse der DeathEater davongeschlichen hatte, schließlich hatte ich sie nie aus den Augen verloren und gesehen mit wem sie gesprochen hatte. Ich war sehr neugierig und fragte mich, ob Lucius dieselbe Beobachtung wie ich gemacht hatte, bevor wir endgültig in der Knockturn Alley ankamen.

„Was will sie hier?“, fragte auch schon Draco überrumpelt, als uns Lucius, großzügig wie er war, in einen unsichtbar sowie lautlos machenden und verschleiernden Zauber hüllte, aber auch zu gütig, als wäre ich nicht selbst fähig dazu, aber daran erkannte man, dass es ihm nicht schnell genug gehen konnte, ging es mir sehr gehässig durch den Geist. Was erhoffte er sich, von ihr oder über sie zu erfahren?

„Das werden wir nun beobachten!“, wisperte Lucius gespannt. Als wir vorsichtig um die Ecke schlichen, erinnerte mich das Ganze doch sehr an damals als wir ihr zur Beerdigung ihrer „Eltern“ gefolgt waren. Wie dies geendet hatte, hoffte ich heute nicht erneut erleben zu müssen.

Keiner von uns sprach, als wir sie ausmachten. Sie lehnte lässig, mit einem angezogenen Bein abgestützt, an einer steinernen Wand in dieser verruchten Ecke der Knockturn Alley, während Greyback und Scabior ihr gegenüber standen und auf sie hinabblickten. Aufgrund einer günstig angebrachten Laterne war ihr Lächeln selbst unter der Kapuze zu erkennen. Sie redeten eindringlich aufeinander ein, als sie abrupt den Kopf zurückwarf und heiser auflachte, dabei legte sie ihre Hand vertraut auf den Oberarm des Strähnchens und klopfte diesen somit sachte, etwas was auch den Werwolf rau bellen ließ.

Dann glitt ihre Hand wieder unter ihren Mantel, eine Bewegung, die nicht nur von uns sondern auch von ihrem Gegenüber genau und sehr gierig beäugt wurde, bevor sie langsam einen schweren Beutel hervorzog und diesen dem Werwolf zuwarf, aber mit einer Geste bedeutete zu teilen. Nun stieß sie sich entschlossen mit ihrem Fuß ab und wollte genau in der Mitte bei den beiden hindurch, aber sowohl das Strähnchen wie auch der Wolf legten ihr ihre großen Hände an die Schultern, um sie in ihrem Aufbruch zu stoppen. Dies war ein Moment, der uns näher gehen ließ, sodass wir nun verstanden was sie sprachen.

„Nehmt eure Pfoten von mir!“, fauchte sie gerade wenig freundlich, etwas was ich gewillt war positiv auszulegen.

„Stopp, wir sollten dich da rausholen, aber es war nie die Rede davon, dass du dann abhaust!“, erwiderte Fenrir in tiefer, bestimmter Stimmlage, dabei rührte er seine Hand keinen Millimeter von ihrer Schulter, was ihm aus ihren Augenwinkeln einen Todesblick einbrachte.

„Oh, was willst du damit sagen, Fenrir? Angst, dass ich überfallen werde? Ich bin oft alleine unterwegs! Was habt ihr Männer immer, dass ihr denkt, ich könnte mich nicht wehren?“, keifte sie frustriert niemand bestimmten an, aber ihr böses Knurren sorgte dafür, dass die beiden Männer vorsichtig ihre Hände zurückzogen.

„Das nicht, aber deine Leute denken, du bist mit uns unterwegs, sollte dir was passieren, hängen wir!“, grollte der Werwolf dunkel und so unrecht hatte er nicht einmal, aber wenigstens auch die Courage es ihr zu sagen.

„Das wäre aber ein zu komisches Bild!“, kicherte sie amüsiert, etwas was den beiden Männern gar nicht zusagte, denn sie verspottete sie offensichtlich.

„Jungs, träumt weiter, da wo ich hingehe werdet ihr nicht hingehen! Da ist ein tolles Haus, in dem ihr euch austoben könnt, nachdem ich schuld bin, dass ihr die „Vergnügungen“ im Gewölbe nicht erleben könnt! Sorry hierfür aber ich zahle gut!“, perlte es gewohnt kalt von ihr, wobei man aber durchaus ihren Widerwillen dem Gewölbe gegenüber entnehmen konnte, denn sie versuchte ihre Abneigung auch gar nicht zu verstecken.

„Als würde ich es deshalb tun!“, kam es sehr leise von Greyback, als sie unwirsch herumwirbelte, da ihr augenscheinlich die Geduld riss. Wobei ich aber Fenrirs Aussage fast schon bedenklich fand, somit verengten sich meine dunklen Augen zu lauernden Schlitzen und auch Lucius umfasste hörbar seinen Stock fester, nur Draco blieb von dieser Aussage unbeeindruckt wie es schien.

„Das wäre aber besser für dich!“, fauchte sie böse. „Und da wo ich hinwill,… sollten sie herausfinden, dass ihr da wärt, dann hängt ihr auch! Also los, amüsiert euch! Und es kann auch Spaß machen mit einer Frau, die sich bezahlen lässt! Auch wenn du die vielleicht nicht unbedingt beißen solltest, Fenrir!“, belehrte sie ihn überheblich, aber da ich sofort ausmachte, dass sie von meiner und ihrer Vergangenheit sprach, schlich sich auch ein kleines, gehässiges Grinsen auf meine Lippen, denn ich hatte immer gewusst, dass es ihr mit mir gefallen hatte, selbst damals als ich sie noch bezahlte und keine Ahnung gehabt hatte, dass es sie war. Wobei ich mir heute eingestand, dass ich es gar nicht wahrhaben wollte, dass sie es gewesen war.

„Und das weißt du woher?“, kam es süffisant von Scabior, während sich ihre Augen verdunkelten, sie aber nicht sofort antwortete. „Wohlbehütetes Püppchen!“, zog er sie weiter auf und ich konnte erkennen, wie sie ihre Hände zu wütenden Fäusten ballte und zu meinem leidlichen Wissen wusste ich, dass sie nun eher an die ungute Zeit erinnert wurde als ich entdeckt hatte das sie Minna gewesen war.

„Ihr kennt mich nicht! Ihr wisst nichts über mich, oder von mir! Und die Magie bewahre, dass jemals jemand alles über mich weiß! Also maßt euch nicht an zu denken, ihr wüsstet über meine Erfahrungen und Erlebnisse auch nur im Ansatz Bescheid!“, meinte sie schneidend, aber auch sehr resolut. Die Männer waren so überrumpelt von ihrer aggressiven Art, als sie auch schon schwungvoll herumfuhr, um in die Finsternis alleine davonzueilen.

Sie hinterließ zwei leicht bedröppelt wirkende Männer, die leicht verloren und zurückgelassen wirkten über diesen harschen Abgang, wobei man durchaus gehört hatte, dass sie mit Sicherheit kein „wohlbehütetes“ Wesen in ihr sehen sollten. Das konnte nicht mal ich von der sarkastischen Seite betrachten, denn leider Stimmte es, „wohlbehütet“ war anders, denn das was ihr immer widerfuhr, geschah mit den wenigsten.

„Dass das Püppchen immer so ein Miststück sein muss!“, beschwerte sich Scabior, dabei strich er sich mit einer lässigen Geste durch das lange, bunte Haar.

„Du bist doch nur beleidigt, weil sie deinem nicht vorhandenen Charme nicht verfällt!“, ätzte der Werwolf zu seinem Partner.

„Hey, was heißt hier nicht vorhanden? Das sagt derjenige, dem noch die Fleischfetzen in den Zähnen hängen!“, zog Scabior den Wolf eindeutig beleidigt auf.

„Willst du frech werden, Strähnchen?“, knurrte es grollend aus der breiten Brust von Greyback.

„War ich je anders? Aber was machen wir nun, sie verfolgen?“, fragte der Langhaarige zweifelnd und stierte nichts sehend in die dunkle Gasse.

„Besser nicht! Dieses Mädchen hat meine Werwölfe alle gemacht, sie wird schon nicht so schnell umkommen!“, beschied der Werwolf überlegt leise und schüttelte sein massiges Haupt.

„Du meinst, Unkraut vergeht nicht!“, warf Scabior spottend ein.

„Yessa und nun komm, ich hab noch was vor!“, beschied der Wolf nun entschlossen nickend.

„Was? Das Geld ausgeben!“, meinte Scabior frech und wackelte anzüglich mit den Augenbrauen, woraufhin er sich eine der Pranken einfing, aber es war eher wie ein Tätscheln.

„Was war das nun?“, fragte Draco perplex.
„Du weißt von nichts? Du bist nicht eingeweiht?“, hörte ich die suchende Schärfe in Lucius‘ Stimme, worauf sein für die Umwelt nicht zu sehender Sohn abwehrend die Hände hob.

„Ich weiß von nichts… aber…!“, begann Draco und wurde scharf unterbrochen.

„ABER?“, drohte sein Vater unverhohlen.

„Aber, ob ich es sagen würde, wenn ich es wüsste…“, ließ er unversöhnlich ausklingen, als ich einschritt und Vater und Sohn trennte.

„Also, das ist ja wohl rein hypothetisch, da er nichts weiß! Somit möchte ich jetzt gerne dem Biest folgen!“, schnarrte ich überheblich, was Vater und Sohn auseinanderfahren ließ und schnell schlossen sich unsere Finger um das glatte Holz des Gehstocks, sodass wir dem Biest bei ihrem nächsten Sprung folgen konnten.

Etwas überrumpelt nahm ich die Umgebung wahr.

Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet, denn was trieb sie hier?

Dieses Gör würde mich in den Wahnsinn treiben, dachte ich, während wir uns konsterniert umsahen, um sie nach kurzem Suchen in dem umzäunten Park auf einer Bank auszumachen, wo sie eingehüllt in den Mantel mit der Kapuze auf dem Haupt entspannt dasaß.

Sie blickte gerade versonnen in den dunklen Nachthimmel, dabei wirkte sie sehr ruhig. Sie schien zu warten und es dauerte nicht lange, dass wir auch selbst geduldig dastehen mussten und sie schweigend beobachteten, bis wir ein sich näherndes Geräusch vernehmen konnten.

„Sollten Sie sich nicht langsam etwas einfallen lassen, wenn Sie versuchen wollen ungesehen zu bleiben?“, fragte sie mit sanfter Stimme, wenig überrascht ins Nichts, etwas was ungewöhnlich war. Unsere Zauber verbargen uns und unsere Geräusche exzellent, aber es war jemand hier, der sich auch magisch tarnte, so viel stand fest.

„Wie immer eine Freude Sie zu sehen, Miss Granger, wenngleich sie uns viel zu selten beehren!“, kam die barsche Stimme eindeutig von dem mürrischen Moody daher, während er sich den einen Tarnumhang, den der Orden noch besaß vom Leib zog.

„Ein Tarnumhang, wie originell, sagen Sie mir, warum?“, meinte sie in Anspielung auf Potters perfekten Umhang süffisant.

„Ich wollte keine Zauber verwenden!“, kam es reichlich brüsk von dem hinkenden Mann.

„Oh, um sich an mich heranzuschleichen?“, fragte sie noch immer sehr freundlich und saß weiterhin sehr entspannt da.

„Eher um zu sehen ob Sie alleine kommen!“, erwiderte der alte Auror knapp und sie wiegte ihr Haupt überlegend hin und her.

„Furcht ich komme mit einem ganzen Komitee?“, war die Ironie in ihrer Tonlage durchaus wahrzunehmen, auch das Kräuseln ihrer Lippen deutete darauf hin, dass sie diese Idee ad absurdum führte.

„Wie sage ich immer, immer wachsam!“, zeigte sich der verschrobene Mann gewohnt eigenwillig, als sie mit einer relativ einladenden Geste seine Worte akzeptierte, schließlich wusste sie was dem Mann zu Beginn ihres 4. Jahres passiert war, damit war seine Paranoia zu erklären.

„Wohl wahr! Erfahre ich nun was mir die Ehre einbrachte von Ihnen einen Brief gesandt zu bekommen, der mich zu so später, so verbotener Stunde, weit von Hogwarts hinweg lotst? Sie wollen mir doch, so hoffe ich, nichts Böses, Mr. Moody? Oder aber die Frage, wie kamen Sie darauf, dass ich dies derart kurzfristig bewerkstelligen könnte zu erscheinen?!“, fragte sie mit viel Zynismus und sah den alten Mann in seinem weiten, ockerfarbenen Mantel hart an.

„Miss Granger… ich vertraue auf Ihre Fähigkeiten!“, entgegnete er in diesem komischen, zweifelnden, gönnerhaften und großväterlichen Ton wie er ansonsten von Dumbledore kam, wenn er ihren Namen „Miss Granger“ sprach und so legte auch sie ihr Haupt kalkulierend schief, während er noch immer vor ihr auf seinem Holzbein stand mit dem leicht korpulenten Körper.

„Und wenn ich nicht erschienen wäre?“, fragte sie provokant, wobei eine ihrer Brauen taxierend in die Höhe ging.

„Dann hätte ich an Ihren Fähigkeiten gezweifelt, MISS GRANGER!“, meinte er verrucht eindringlich, dabei betonte er ihren Namen schon wieder derart bedeutungsschwer, dass es kein Zufall sein konnte, dass er es ständig derart hervorhob, dies war etwas was sie tief Seufzen ließ.

„Mhm… Sie wissen es?“, meinte sie nur plötzlich resümierend mit einem fast sarkastischen Lächeln, aber sie blieb absolut seelenruhig in ihrer Reaktion, über die Offenbarung aufgeflogen zu sein.

Dabei lehnte sie sich nun reichlich entspannt auf der Parkbank zurück. Sie wirkte vollkommen locker und lässig in ihrer Haltung, zumindest hätte man dies denken können, denn sie erweckte absichtlich diesen Anschein, aber der welcher sie trainierte, dieser jemand, der ich war, erkannte sehr wohl, dass sie zum Sprung bereit wäre, sie sofort sowohl ihren Zauberstab als auch ihren Dolch gleichzeitig gezogen hätte, sollte es zum Kampf kommen.

„Es interessiert Sie woher und seit wann!?“, meinte er provozierend und sein magisches Auge rotierte wie wild in seiner Augenhöhle, nur unseren schwarzmagischen eigenen Fluchkreationen war seine Magie nicht gewachsen und somit blieben wir unerkannt, aber wir rührten uns auch nicht und wagten fast nicht zu atmen, denn es stand außer Frage, dass wir alle hören wollten was dieses ungleiche Paar zu bereden hatte.

„Spielt es eine Rolle?“, kam es sehr kalt aber auch enorm gleichgültig von ihr und er schnalzte ablehnend mit seinem schiefen Mund über ihre abweisende Art.

„Na… Ich sage es Ihnen trotzdem, letztens am Bahnhof, es war das erste Mal, dass ich sooooo tief geschaut habe und ich muss sagen, ich war entsetzt!!! Dies war keine Option, die ich in Erwägung gezogen hatte!“, erklärte er sich trotz allem. Sie blinzelte ihn konsterniert an wegen seiner Offenbarung, dass er durch ihre Kleidung gelinst hatte, wobei das Biest es schaffte mich zu erstaunten, als sie nicht pikiert losschrie was ihm einfiel, sondern dass sie plötzlich ihren Kopf in den Nacken warf und schallend lachte, über die Erkenntnis bespannt worden zu sein.

„Ich bin entsetzt wie schamlos Sie sind! Sie sind ein alter Spanner!“, hauchte sie atemlos, nachdem sie sich wieder gefangen hatte, wobei ihrer Reaktion fast etwas Irrwitziges anhaftete.

„Tja, was man nicht alles entdeckt! Sie sehen mich wohl im recht!“, schnarrte der irr und wirr wirkende Auror, als er sein kinnlanges Haar schwungvoll aus seinem Gesicht wischte, bevor er sich wieder schwer auf seinen knorrigen Stock stützte.

„Und was haben Sie nun mit Ihrem Wissen vor? Sie wissen schon, dass ALBUS es auch weiß!“, kam es noch immer sehr lässig von ihr. Es schien auch Moody aufzufallen, dass er das Biest mit dieser Neuigkeit enttarnt worden zu sein nicht wirklich schockierte und das schmeckte ihm ersichtlich nicht, so wie er seinen schiefen Mund verärgert verzog.

„Eben, sehen Sie! MISS MALFOY, das ist etwas was ich mir dachte, aber er sagt mal wieder nichts…!“, zeigte er sich offen verärgert und das war überraschend bei dem ansonsten so verstockt wirkend Mann, der von vielen Kämpfen gezeichnet war.

„OH…. und das ärgert Sie? Sein Schweigen?“, fragte sie ihn reizend.

„So könnte man es sagen!“, raunte er düster und sie hob aufreizend eine Braue, während Lucius mich sachte anstieß, aber auch Draco erkannte, dass sich dies gerade spannend entwickelte. Ich wurde mir bewusst, dass Lucius aufgrund ihres ersichtlichen Grundes das Gewölbe zu verlassen vielleicht bereit war, über die Scharade wie sie dem Ganzen entkam hinwegzusehen, denn augenscheinlich war es ihr nicht nur darum gegangen Lucius zu entkommen, sondern auch darum sich mit Moody zu treffen.

„Aber was wollen Sie von mir?“, fragte sie indigniert, als der ältere Mann zornig die Luft ausstieß und sich schwer auf seinen Stock stützte.

„Das Offensichtliche! Ich frage mich, wieso ist Potter, der seit Jahren in ihren Händen und seit einiger Zeit auch in den Ferien bei Ihnen ist, nicht schon beim Dunklen? Wieso feiert der Lord nicht schon den Tod des Auserwählten, Miss Malfoy?“, fragte Moody hinterlistig, aber auch sehr offen, während sein Auge aufhörte zu kreisen und nun seine beiden Augen sie festzunageln schienen.

„Mhm… gute Frage, werde ich darauf eine zufriedenstellende Antwort geben können? Sie blicken mich so fordernd an, Mr. Moody! Erstens, es liegen Zauber auf mir, die verhindern, dass Harry etwas von meiner Seite zu befürchten hat… ich habe vor langer Zeit den „Unbrechbaren Schwur“ geleistet, auf dass ich nie eine Gefahr für Harry sein kann! Dies ist aber etwas was Dumbledore nicht weiß und ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie es ihm nicht auf seine zu lange Nase binden!“, bekannte sie ihm gegenüber unbekümmert.

„Sie genießen die Auseinandersetzung mit Dumbledore?“, fragte Moody perplex und sichtlich verwirrt, dass sie es sich absichtlich mit Dumbledore schwer machte, denn wenn er wüsste, dass sie auf Harrys Sicherheit geschworen hatte, würde er viel ruhiger schlafen können.

„Ja, so könnte man es sagen. Wo wäre denn sonst der Spaß!? Soll er sich sorgen…!“, meinte sie brüsk und gemein, als sie zeigte, dass sie Albus nicht wirklich gewogen war.

„Sie mögen Albus nicht?“, resümierte Mad-Eye nüchtern.

„Das würde ich mir nicht anmaßen zu sagen, aber ist auch egal. Versprechen Sie mir nun, dies nicht zu offenbaren was ich Ihnen soeben anvertraut habe?“, forschte sie nach und er schien nachzudenken.

„Wenn ich Ihnen nun anbiete Ihrer Forderung nachzukommen und dies zu schwören, zu schweigen, nehme ich an, dass Sie annehmen würden, oder?“, kam es grollend von ihm, worauf sie ihn fast zähnefletschend angrinste und nickte.

„Richtig gedacht, Mr. Moody, das würde ich wahrlich!“, beschied sie deutlich.

„Sie machen es mir nicht leicht!“, meinte er argwöhnisch mit verengten Augen.

„Ja… das glaub ich Ihnen sogar! Was halten Sie davon, wir führen das Gespräch weiter und am Schluss klären wir diese bis dahin offene Frage?“, bot sie ungewohnt freizügig an.

„Wir haben eine Abmachung!“, ließ er sich auf ihr Spiel ein, als sie auch schon ihr Kinn in die Luft reckte und fragte:

„Aber Albus hin oder her, sagen Sie mir Moody, was wollen Sie von mir nun, jetzt? Weiß es schon der Orden, dass ich ein Mitglied meiner Familie bin?“

„Dass Sie eine Malfoy sind? Nein, der Orden weiß noch nichts! Sagen Sie mir lieber wo Ihre Loyalitäten liegen! Wie stehen Sie zu Ihrer Familie?“, hisste der alte Mann provokant und biss hart auf seine Kiefer.

„Moody, Moody über meine Familie werde ich nichts sagen!“, tadelte sie gespielt seidig und grinste schon wieder verrucht, während sie ihn mit erhobenem Zeigfinger wirklich maßregelte.

„Wie soll ich Ihnen dann trauen?“

„Mir ist nicht zu trauen! Wobei, meine Familie kann mir trauen! Obwohl… fast immer…“, schränkte sie sich selbst rasch ein, mit Erinnerung wohl an Lupin und Co. An sich hätte ich am liebsten laut, abfällig geschnaubt und Lucius an meiner Seite auch. Das Biest hier zu erleben, wie sie sich selbst schwertat, einzuschätzen wie sie zu uns stand, aber auch wie sie zugab, dass ihr nicht zu trauen war, war inspirierend. Was war sie für ein abgrundtiefes Biest.

„Was ist dann mit Potter?“, donnerte ihr Gegenüber wenig erfreut und schien sie misstrauisch zu beäugen.

„Harry? Harry, ist meine Familie, er ist mein BRUDER… hier!“, zeigte sie sich indigniert über seine Frage, während sie auf ihr Herz deutete. Eine Bewegung, die dafür sorgte, dass die zwei Männer neben mir sich versteiften. Es sagte ihnen gar nicht zu, zu hören, wie nah Potter ihr anscheinend stand.

Schön, dass sie die beiden blonden Gockel mit dieser Information überraschen konnte, mir hingegen offenbarte sich hier nichts Neues. Wobei ich bezweifelte, dass Draco wirklich überrascht davon war, schließlich war er näher an Potter dran als ich und wusste sicher was er ihr bedeutete, es war bei ihm wohl eher, dass das Biest es so offen aussprach. Potter war schon immer ihr Baby gewesen, sonst nichts. Ich hatte mich schon lange mit dieser Made abgefunden, die man nicht loswurde. Früher war er immer an Lily geklebt, gut als ihr Neugeborenes auch kein Wunder, aber jetzt klebte er auch an der anderen Frau, mit der ich zu tun hatte, im Guten wie im Schlechten, zäh wie ein Kaugummi.

„Wie wollen Sie ihre mehr als „zwielichtige“ Familie und Ihren „Bruder“ unter einen Hut bekommen?“, zweifelte er offen und schon fast verächtlich.

„Gar nicht! Ich laviere zwischen den Stühlen, ich stehe hinter Harry, aber auch hinter meiner Familie!“, erwiderte sie rasch und zum ersten Mal kam es mir so vor, als ob sie tatsächlich vollkommen ehrlich war Moody gegenüber, als sie ihm erklärte, dass sie keinen wirklichen Plan hatte.

„Wenn Sie sich entscheiden müssten, wie würden Sie wählen?“, lauerte der Auror und zeigte, dass er Erfahrung hatte im geschickten Ausfragen von Verdächtigen, aber auch sie war mit allen Wassern gewaschen, als sie ihn fast spöttisch angrinste.

„Harry würde mich nie vor diese Wahl stellen!“, begehrte sie auf.

„Dieser vielleicht nicht, aber die Mitglieder ihrer anderen „Familie“ sehr wohl…“, deutete er drohend an was er von uns hielt, worauf sie rau auflachte.

„Haha, Sie sind lustig. Was wollen Sie wirklich von mir? Wissen, wie sehr mich mein Oberhaupt vereinnahmt hat? Da beißen Sie auf Granit, wie ich sagte, ich stehe zu meiner Familie! Und ich weiß nur zu gut, irgendetwas bleibt immer auf der Strecke bei diesem Balanceakt und ich kann Ihnen sogar was verraten, meist bin es ich! Aber trotzdem werde ich zu ihnen stehen!“, gab sie ihm hart kontra und blieb gewohnt stur. Sie wankte keine Sekunde in ihrer Entschlossenheit. Sie zeigte sich erstaunlich loyal. Jeder von uns dreien hing an ihren Lippen wie an einem Quell der Offenbarung. Wir wagten kaum zu atmen. „Somit auch keine Fragen dazu!“, hauchte sie gespielt lasziv, bevor sie sich den Finger an die Lippen legte.

„Gut, dann eine andere Frage, Lupin hat jemanden beschattet, nun ist er fort, verschwunden. Angeblich tot, wie unser Spion verkündete! Sie können vielleicht erkennen, wohin meine Gedanken gehen…“

„Sie sind lustig! Sie wollen von mir wissen, ob wir ihn haben? Ob ER ihn hat? Wie gesagt, das bezieht sich auf meine Familie, dazu kann und werde ich nichts sagen, außer, dass Sie Ihrem Spion vertrauen sollten. Wenn er Ihnen sagt, Lupin ist tot, dann ist er es!“, zeigte sie sich bissig und zum ersten Mal wurden wir Zeuge, wie sie tatsächlich hinter der Familie stand und diese nicht hinterging. Es war fast überwältigend dies live zu erleben und auch auf Lucius‘ Zügen konnte ich erkennen, dass er dies honorieren würde, was mich überraschte, dass seine Miene, zumindest für mich, deutlich zeigte was er dachte.

„Und warten Sie, sagen Sie nichts, Moody! Ich kann Ihnen sagen, dass Albus schuld hatte, dass es Remus erwischt hat, da er ihn ins Rudel geschickt hat. Es hat nichts mit dem Hinterherschleichen und Ausspionieren des anderen zu tun auf den Sie vorher anspielten, dass ihm die Enttarnung widerfuhr ist dem Rudel zu verdanken!“, offenbarte sie ihr Können in der zweideutigen Anspielung, indem sie Lucius von dem Verdacht freisprach an Remus Entdeckung schuld zu sein, denn es stimmte, er hatte gewusst, dass der Wolf ihm folgte, so wie ich von meinen Anhängseln wusste, aber er hatte ihn sich nie geschnappt.

„Sicher?“, meinte er zweifelnd und seine rotblonde Augenbraue wanderte in die Höhe.

„Ich lüge nicht!“, sprach sie gerade tatsächlich die Wahrheit. „Aber etwas anderes, wie machen wir nun weiter?“

„Sagen Sie es mir!“, belauerten sie sich immer noch als sie aufgebend die Hände in die Luft warf und stöhnte.

„Moody, was wollen Sie von mir? Reden Sie! Oder sind Sie neuerdings schüchtern?“, kokettierte sie eindeutig, als er sich tatsächlich einen Ruck gab und sich schwerfällig neben ihr auf die Bank wuchtete, um ihr danach auffordernd seinen Flachmann hinzuhalten. Es war wie eine Freundschaftsgeste, sowohl die, dass er sich nun setzte, sich mit ihr auf eine Augenhöhe begab, als auch das Angebot aus seiner Flasche zu trinken.

„Danke, nein!“, lehnte sie brav ab, schließlich wusste man nie, ob sich nicht etwas in dem Gebräu befand. Ich hätte sie gewürgt, wenn sie dem einladenden Angebot nachgekommen wäre. Es könnten Veritaserum, Gifte und dergleichen in der Flasche sein, es wäre ein großes Risiko.

„Angst?“, fragte er da auch schon lauernd.

„Immer wachsam!“, meinte sie nur frech, während sie ihm verspielt zuzwinkerte und diese zwei verstanden sich erstaunlicherweise wirklich auf einer durchaus ebenbürtigen Ebene, worauf nun er rau auflachte.

_________________
Kapite 317-318 Queeniesig-1
Nach oben Nach unten
queenie
Königin
Königin
queenie


Anzahl der Beiträge : 1586
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 41
Ort : München

Kapite 317-318 Empty
BeitragThema: 318. Kapitel Der pensionierte Auror   Kapite 317-318 EmptyMo Okt 15, 2012 2:01 am

318. Kapitel Der pensionierte Auror


„Sie sind echt undurchsichtig, GRANGER!“, brummte er tief, bevor er selbst einen großen Schluck aus seinem Flachmann nahm.

„Ich gebe mein bestes, Sir!“, kam es sichtlich belustigt von ihr.

„Albus ist seit 2 Tagen merkwürdig. Er scheint etwas gefunden zu haben, was er schon lange sucht!“, eröffnete der Auror überraschenderweise ein völlig neues Thema.

„Mhm… ja, es spitzt sich zu!“, blitzte sehr wohl Interesse in ihren Augen auf, während sie aber ihren Ton gespielt neutral hielt, um nicht zu neugierig zu erscheinen, sie spielte das Spiel wirklich gut.

„Sie sind immer noch nicht bereit mir zu sagen, was Sie über Albus wissen?“, fragte er sachte nach und das war ein Thema, was auch ich als sehr spannend empfand, da ich davon nichts wusste, aber die anderen auch nicht. Lucius‘ Anspannung neben mir war fast körperlich für mich zu fühlen. Aber ich nahm an, dass Draco davon mehr wusste, wie so oft.

„Schwerlich, Sie wissen doch, ich liebe es meine Trümpfe zu behalten und noch muss ich Dumbledore zurechtbiegen und vor allem muss ich mit ihm noch leben! Aber sagen wir mal so, seine Verbindung zu Gellert war inniger als man allgemein denkt, oder gar bekannt ist, das nur für Sie, mein Guter!“, meinte sie einfühlsam. Sie fütterte ihn trotz ihrer Ablehnung gekonnt an, da der pensionierte Auror tatsächlich geplättet ob dieser Offenbarung dasaß und die Erkenntnis erst mal sacken ließ.

„Wow, jetzt verstehe ich sein Gebaren als er vom Tode des alten, verrückten Grindelwalds erfuhr… aber wenn ich wirklich darüber nachdenke, dann… nein, das wundert mich jetzt nicht! Aber ich bin mich sicher, dass Sie mir das nicht genauer erzählen werden!“, kam es von dem alten Haudegen grimmig und auch seine Mimik drückte sein Missfallen aus.

„Yes, Sir. Trauen Sie ihm nur nicht! Er stellt alles immer unter das „größere Wohl“, nur nicht jeder muss es immer so sehen wie er es tut!“, vertraute sie ihm mit leiser Stimme noch mehr an.

„Wohl wahr, wohl wahr! Aber sagen Sie mir, weiß Potter von dem toten Lupin? Albus will es verschweigen!“, meinte Moody fragend, worauf sie nicht antwortete, aber ihm einen intensiven Blick schenkte, der lange anhielt. Schließlich nickte der alte Auror nur brummig und meinte dann: „Klar, weiß es Potter! Er ist dank Ihnen wohlinformiert. Es ist Dumbledores verblendetes Sein und sein festhalten daran, Potter im Dunkeln zu lassen, das ihn von uns allen entfremdet!“, resümierte er düster.

„Wissen die anderen, dass Sie mich treffen?“, wagte sich nun das Biest zu fragen.

„Wen meinen Sie genau?“, konterte er mit einer Gegenfrage.

„Nun, zum Beispiel eine besorgte Mutter!“, warf sie ein und verzog leidlich das Gesicht.

„Oh, Sie meinen die möchtegern Fruchtbarkeitsgöttin?“, murrte er finster vor sich hin in seinen nicht vorhandenen Bart und das Biest gab sich einem erheiterten Lachanfall hin. Selbst ich fand Moodys kritische Aussage herrlich sarkastisch, denn so trieb sie nicht nur mich in den Wahnsinn mit ihrem übermütterlichen Gebaren, sondern auch den bärbeißigen Auror. Aber wohl auch ihren jüngsten Sohn, wenn ich mich so daran erinnerte, wie er damals darum gebeten hatte, das Biest begleiten zu dürfen.
„Hihihi, oh herrlich! So habe ich Molly noch nie gesehen, Sie sind wahrlich zynisch, Sie renitenter, im Ruhestand befindlicher Auror!“, ging das Biest gekonnt in die Offensive und selbst die vernarbten Lippen des Mannes kräuselten sich über ihrer Beschreibung für ihn.

„Nein, nur Arthur und Kingsley wissen hiervon!“, eine Information, die durchaus interessant war.

„Gut, das ist interessant. Wissen Arthur und Kingsely von allem? Haben Sie doch die Vermutung, dass es eine Familie für mich gibt? Oder wissen Sie nur von unserem Treffen hier, jetzt?“, fragte sie vorsichtig nach.

„Sie wissen nur von unserem Treffen!“, ertönte es rigoros von ihm und sie blickten sich gegenseitig lange in die Augen, als würden beide taxieren wie sehr sie sich vertrauen konnten, bis das Biest schließlich sachte nickte.

„Oh, das ist gut! Sehr schön, dass Sie verschwiegen sind! Somit bin ich offen, es weiß keiner von meinem kleinen Geheimnis! Aber dann zu dem was mich wirklich interessiert, wie werden Sie die Info verwenden, dass Harry nicht alles, aber sehr, sehr viel weiß?“, forderte sie nun energisch.

„Ich finde das gut! Der Orden muss auch ohne Albus funktionieren. Sie verstehen? Wir sind nicht glücklich mit der Anweisung von Albus, dass der Junge nichts von Remus Lupin erfahren soll! Er ist erwachsen, er wird dieses Jahr 17! Das ist die Realität, das ist der Krieg! Wir werden ihn nicht uneingeschränkt schützen können, müssen uns alle damit arrangieren in welchen Zeiten wir leben, da kann Dumbledore Potter nicht außenvorhalten!“, resümierte Moody eindringlich, bevor er zum nächsten Schluck aus dem Flachmann ansetzte.

„Wahre Worte. Ich sehe es auch so!“, stimmte ich ihm gerne und voll zu, denn Dumbledores undurchsichtiges Vorgehen gefiel mir so gar nicht.

„Können Sie mir etwas über das Verschwinden von Nott… erzählen?“, stockte er kurz in seiner Frage, als er ihr aus den Augenwinkeln mit rollendem Auge einen überlegenden Blick zuwarf.

„Nott ist weg?“, echote sie gespielt ungläubig und legte sich betroffen die Hand an die Brust, dabei funkelten ihre Augen aber belustigt im silbrigen Mondlicht der Nacht.

„Verkaufen Sie mich nicht für blöd, GRANGER!“, murrte er düster, über ihren Versuch ihn zu belügen.

„Hihi, Sie bringen mich immer zum Kichern, ich bin eine Frau, ich bin ein Mudblood, was denken Sie habe ich für eine Stellung in meiner Familie?“, kam es als Erwiderung verächtlich von ihr.

„Nicht die, die Sie mir suggerieren möchten!“, meinte der alte Mann argwöhnisch, aber auch erstaunlich weitsichtig. Es gab einen Grund, warum Moody ein derart guter Auror gewesen war.

„Ich bin geschmeichelt!“, meinte sie affektiert verschämt und tat sein „Kompliment“, dass sie mehr war als sie erscheinen wollte, mit einer wegwerfenden Geste ab. „Also wie verbleiben wir? Denken Sie, dass Sie mir schwören werden, dass mein Geheimnis meines bleiben wird?“, drang sie weiter in ihn und er verzog noch mehr sein vernarbtes Gesicht zu einer Fratze als es schon gewöhnlich war.

„Ich möchte noch weiter mit Ihnen reden! Aber ja, ich denke, ich kann ihnen anbieten, dass ich am Ende des Gespräches bereit bin auf meine Magie zu schwören, dass ich, was Ihre Familie und Ihre Zugehörigkeit zu selbiger betrifft geheim halte“, bot er langsam und wohlüberlegt an, woraufhin sie kindisch verspielt in die Hände klatschte, als wäre sie ein Kleinkind, das sich über ein Geschenk freute, das man ihm großzügig überreichte. Doch mit den nächsten Worten erschütterte sie sowohl mich als auch meine Begleiter.

„Harry wird zu den Dursleys gehen!“, meinte sie plötzlich übergangslos und damit schaffte sie es, dass sowohl ich als auch Draco und Lucius erstaunt zusammenzuckten über diese neue Offenbarung, da ich gerade gar nicht mitkam, was das Biest schon wieder aberwitziges plante.

„Wie meinen?“, echote der alte Auror selbst perplex zurück.

„So, wie ich es sage. WIR wissen, dass Dumbledore plant, die Dursleys für immer aus England wegzuschicken und WIR sind uns bewusst, dass gegenüber dem Lord der Schein gewahrt werden muss! Also wird Harry zurückkehren, natürlich nur zur Show und nicht für lange! Sie verstehen, er wird am nächsten Tage wieder gehen, er wird nicht lange dort vor Ort sein, also überlegen Sie sich etwas, um die Dursleys schnell wegzubringen, informieren Sie mich, dann kommt Harry für den Stunt zurück, damit WIR Harry zurückholen können!“, erzählte sie geschäftig, dabei betonte sie das WIR derart eigenwillig, dass zu entnehmen war, dass Potter darüber schon bescheid wusste, während ihr Moody mit bis in den Haaransatz verschwindenden Augenbrauen lauschte.

„Woher wissen Sie das? Woher wissen Sie, dass wir die Dursleys außer Landes schaffen wollen? Ich habe extra darauf geachtet, dass weder Snape noch die Weasley-Zwillinge etwas davon erfahren haben!“, kam es sichtlich konsterniert und mit unwillig tief gerunzelter Stirn von dem alten Mann, wobei ich es spannend fand, zu erfahren, dass er die Twins auch schon verdächtigte nicht sauber zu spielen. Aber Moody war schon immer ein eher schlaues Mitglied des Ordens gewesen, der auch eigenständig dachte.

„Oh Moody, Sie verdächtigen diese Personen nicht integer zu sein? Nicht nett! Ich versichere Ihnen, dass WIR unsere Informationen auf anderem Wege erhalten und erhalten haben. Sie verdächtigen die Falschen, aber wenn ich Ihnen sage woher ich das alles weiß, wäre ich selten dämlich, oder?“, raunte sie leise und ich selbst fragte mich, woher sie diese Information hatte, denn ich war schließlich wirklich nicht eingeweiht und erfuhr hier viel neues, was ärgerlich war. Ich biss meine Zähne so fest aufeinander, dass mein Kiefer schmerzte, aber die Frage blieb, woher zum Teufel wusste das Biest wieder alles.

„Mhm… Sie planen weit voraus. Sie überraschen mit Ihrem Vorschlag Potter in sein Zuhause zu senden. Albus ist überzeugt, dass Potter nicht in den Ferien zurückkehrt!“, bekannte er ihr gegenüber offen und sie fletschte unfreundlich die Zähne.

„Dumbledore unterschätzt UNS!“, entgegnete sie kalt.

„SIE!“, verbesserte Moody sie brüsk und sie ruckte wieder zu ihm herum, sah ihn konsterniert an.

„MICH? Oh, Sie schmeicheln mir schon wieder! Aber wir sind nicht blind, Harrys sofortiges Verschwinden oder auch nicht auftauchen, dies würde Aufmerksamkeit erzeugen, wo keine erzeugt werden darf! Harrys Flucht aus seinem Muggeldasein muss spektakulär werden! Und ich denke, hierbei können wir uns gegenseitig helfen…“

„Warten Sie, was wollen Sie von uns, dem Orden?“, unterbrach er unwirsch.

„Hilfe bei Harrys „Ausbruch“ oder auch Flucht, wie auch immer, die Tarnung sollte erhalten bleiben!“

„Wieso sollten wir helfen, wenn dann bleibt er auch bei uns, dem Orden!“, forderte er barsch, was ihm von ihr nur ein höhnisches Lachen einbrachte.

„Hahaha, oh Moody! Glauben Sie mir, Harry würde nicht bleiben, nicht freiwillig und wenn sie ihn festsetzen, verlieren Sie ihn ganz! Er wird die Ferien dort verbringen wollen wo er immer ist!“, erklärte sie ihm sehr ernst und ich stimmte zu. Potter würde immer zu seinem Kind und seiner Frau zurückkehren, da legte ich die Hand ins Feuer, diesen Bengel hielt nichts, wenn er losgelassen!

„Wieso sollten wir dann helfen?“, fragte der alte Auror skeptisch.

„Um Ihnen Harry gewogen zu halten, wo Dumbledore schon versagt hat! Harry ist gerecht, loyal und zuverlässig!“, zierte ein regelrecht diabolisches Grinsen ihre schönen Züge. „Er wird nur nicht Wochen im Haus der Dursleys sitzen und nichts tun… was verständlich ist! Aber ich kann Ihnen versichern, dass er einen Tag bevor Sie die Dursleys wegholen werden, in das Haus zurückkehren wird… ich finde, das ist schon sehr viel, was er bereit ist zu tun!“

„MHM… Sie sind eine gewiefte Verhandlungspartnerin!“

„Heute werfen Sie fast mit Komplimenten um sich! Sehr schmeichelhaft! Dann lege ich Harrys RETTUNG in Ihre kompetenten Hände, seien Sie kreativ und bedenken Sie, bei der Rettung werden sowohl die Twins als auch ich und Ron mit von der Partie sein! Egal was sich die Fruchtbarkeitsgöttin auch wünschen möchte!“, spottete sie am Schluss fies und Moody blickte sie wirklich mit fast so etwas wie Ehrfurcht an, wenngleich seine von ihr betitelten Komplimente eher wie verächtliche Zugeständnisse an sie klangen.

„Wollen wir dies so stehen lassen, Moody? Oder gibt es noch Fragen?“, so stand sie entschlossen auf und strich sich über ihren schwarzen Mantel, während sich Moody nicht regte und noch immer seinen Bauch umfassend dasaß und zu ihr aufsah, bis er plötzlich seinen Stab zog und ihn leuchten ließ, bevor er es tatsächlich tat.

„Ich, Alastor Moody, schwöre auf meine Magie, dass ich nichts über die Zugehörigkeit von Hermione Granger zur Familie Malfoy erzählen werde und auch die hier im Gespräch offenbarten Informationen nur geheim benutzen werde!“, grummelte er barsch und knapp seinen Schwur herunter. Es passte ihm sichtlich nicht, aber er tat es, woraufhin sie ihn mit einem schönen Lächeln bedachte.

„Ich wusste, Sie sind ein Mann von Ehre, aber auch ich verspreche Ihnen, niemandem von diesem Treffen zu erzählen, das soll unser Geheimnis bleiben!“, entgegnete auch sie.

„Das glaub ich Ihnen sogar, dass Sie zu viele Geheimnisse vor allen haben!“

„Sie sind ein sehr schlauer Mann!“, stimmte sie ihm inbrünstig zu.

„Passen Sie auf sich auf, Sie spielen ein gefährliches Spiel! Die Jugend begeht Fehler!“, schien es, als wollte Moody mit seiner Warnung an sie das letzte Wort haben.

„Das sagt der Mann, der 1 Jahr lang in einem Koffer eingesperrt war!“, bekam er von ihr auch schon prompt die Quittung serviert, sie nahm wahrlich kein Blatt vor den Mund.

„Autsch, Sie scheuen keine Offenheit!“, beschwerte er sich murrend.

„Warum auch, aber danke für Ihre Sorge! Doch ich weiß wirklich was ich tue und bin mir der Konsequenzen und Gefahren nur zu gut bewusst, weshalb ich Ihnen nun etwas offenbare, was ich schon auf die harte Tour gelernt habe, Alastor! Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Anfang!“, meinte sie mysteriös, bevor sie einem leisen Lufthauch gleich vor den Augen von Moody apparierte und einen sichtlich ergriffenen, alten Mann zurückließ, auch ob ihrer Demonstration wie gut sie die Magie beherrschte, weil sie ihm das lautlose Apparieren vorgeführt hatte, während der Auror mit einer gewissen sprachlosen Ehrfurcht auf die leere Stelle starrte.

Wir gaben dem Alten noch einige Minuten, bis er sich schwer erhob und mit einem langsamen Humpeln davonging, um schlussendlich im Haus zu verschwinden, während wir nun selbst ins Manor apparierten, bevor wir die Zauber von uns nahm und da standen wir nun und sahen uns erst mal schweigend an.

„Was war das nun?“, kam es schließlich sachte von Lucius, während er sich eine seiner langen, weißblonden Strähnen über die Schulter zurückwarf.

„Keine Ahnung!“, erwiderte Draco etwas unglücklich.

„Sie hat das alles geplant! Was für ein Biest!“, zeigte ich meinen sarkastischen Hohn offen, da es mich sehr erheiterte, was sie alles getan hatte um alles und jeden in die Irre zu führen. Ihre Flucht aus dem Gewölbe war spektakulär gewesen, auch in Anbetracht dessen was danach noch gekommen war. Es war inspirierend gewesen und sie einfach ein Biest.

„Das gefällt dir, nicht wahr!“, meinte da auch schon Lucius arrogant mit einem kalten Lächeln in den feinen, so edlen Zügen.

„Du musst immerhin zugeben, sie lässt es nie langweilig werden! Und bitte, du kennst sie, sie wusste was auf sie zukommen würde! Da war es vorauszuahnen, dass sie etwas planen würde um dem zu entkommen!“, setzte ich mich glatt für das Biest ein, denn wahrlich, Kreativität musste gelobt werden.

Severus Sicht ende

Lucius Sicht

Wir kehrten umgehend zurück ins Manor.

„Begeben wir uns in den Salon!“, forderte ich die beiden blasiert auf und schritt rasch vorweg, bevor ich mit einer geschmeidigen Bewegung platznahm und ungeduldig mit meinem Schuh einen Takt klopfend abwarte, bis jeder ein Getränk in Händen hielt.

„Draco, ich fordere und verlange dein Schweigen! Wenn SIE etwas erfährt, wenn sie auch nur im Ansatz die Kenntnis erhält, dass wir dort waren, werde ich sauer… so willst du mich nicht erleben!“, drohte ich meinem Sohn arrogant, aber in dieser ganzen Zeit blickte ich Severus ungebrochen hart in die so finsteren Augen, denn es war auch eine stumme Aufforderung an ihn, ihr gegenüber zu schweigen und ich wartete solange damit den Blickkontakt zu brechen, bis mir Severus ein sehr seichtes Neigen des Kopfes schenkte, um sein stummes Versprechen zu geben sich an meine Doktrin zu halten.

„Natürlich Vater, wie Ihr wünscht! Ich schwöre zu schweigen!“, versprach es auch gerade Draco widerwillig, sich nach meinen Wünschen zu richten.

„Halte… DICH daran, ihr wollt mich nicht wütend erleben!“, sandte ich auch meine versteckte Drohung an Severus, die er sehr wohl wahrnahm und jetzt gerade darüber mit seinen tiefdunklen Augen genervt in den Augenhöhlen rollte, da er bestimmt wieder fand, dass ich zu sehr dramatisierte.

„Tja, morgen ist wieder Schule, soll ich dann…“

„Gehen, ja geh! Und vergiss nicht…“

„Das Schweigen, das kann ich mir gerade noch merken, Vater, gute Nacht die Herren!“, kam es unverbindlich, höflich und so entschwand Draco geschwind. Als die Tür in seinem Rücken zufiel, nippte ich an dem scharfen Cognac.

„Möchtest du mich noch selbst einmal explizit darauf hinweisen zu schweigen?“, erging sich Severus wie gewohnt in seinem feinen Spott.

„Kann ich gerne tun!“, bot ich freilich an, was mir ein abfälliges Schnauben einbrachte, während er sein Glas in seinen schlanken Fingern drehte, aber ich tat es dann doch nicht. So tief wollte ich nicht sinken, dafür war ich zu stolz und meiner Ansicht nach Severus zu schlau. Er hatte meine Wünsche schon beim ersten Mal verstanden.

„Deine Gründe?“, fragte Severus betont ruhig.

„Sie steht hinter der Familie!?“, zweifelte ich offen und klopfte nun unruhig mit meinem Gehstock auf die Holzdielen zu meinen Füßen, denn ich konnte es zum Teil nicht fassen, was ich heute gehört hatte, aber auch wie sich das Biest präsentiert hatte.

„Stand das zur Debatte?“, fragte Severus schnarrend.

„Vielleicht! Was soll der Unsinn mit Potter!?“, kam ich konsterniert auf das zurück was mich an der Unterhaltung mit dem alten Auror am meisten gestört hatte. Sie hatte Potter ihren „Bruder“ genannt, das schmeckte mir gar nicht.

„Das war von ihrer Seite nie Unsinn, Lucius!“, regelrecht sachte teilte mir Severus seine Meinung mit und mein stahlgrauer Blick nagelte ihn fest, während er aber seelenruhig vor mir saß und nun gerade einen großen Schluck trank, denn er konnte mir viel erzählen, ich wusste, dass er Potter nicht mochte, komme was da wolle, also konnte ihm diese Aussage des Biestes auch nicht gefallen. Dass sie eng mit Potter war, war mir klar gewesen, aber so eng?

„Was willst du tun? Potter umbringen? Ich weiß nicht, wie ich es dir sagen soll Lucius, das ist der falsche Weg!“, belehrte mich dieser Miesepeter, als wenn ich einer seine Schüler wäre und so traf ihn auch ein vernichtender Blick von mir, was ihn veranlasste, fast spöttisch seine Schultern zu zucken.

„Severus, habe ich nach deiner Meinung gefragt?“, entgegnete ich giftig.

„Nein, aber du bekommst sie doch gerne!“, kam es gefällig, seidig über seine höhnenden Lippen.

„Dann beantworte mir eines! Stört Potter dich denn gar nicht?“

„Mhm… weniger! Er ist nicht sein Vater, er hat viel von seiner Mutter! Somit ist er im Ansatz gerade so… erträglich und er ist wichtig, ohne ihn gäbe es eine Front weniger! Also nein, meist ist er noch nicht mal ein zu großes Ärgernis, schließlich hat er es geschafft sie so weit zu treiben…“, zierte und umspielte ein absolut diabolisches Lächeln die Mundwinkel von Severus, als er auf das Mal an ihrem Oberschenkel anspielte, den nun Severus‘ Familienwappen zierte.

„Von dieser Seite aus betrachtet natürlich…“, stimmte ich unbestimmt zu und prostete ihm sachte zu.

„Was planst du bezüglich ihres Entwischens?“, fragt er sehr interessiert, während ich im Schweigen versank und mir überlegte, was ich darauf erwidern sollte oder könnte, denn es stimmte, sie war durch einen billigen Trick entkommen. Die Sache war nur die, ich hatte selbst nicht gewusst, was ich im Séparée erwartet oder gewollt hatte, nachdem das letzte Mal derart unglücklich aus dem Ruder gelaufen war und nachdem sie so unerwartet ordinär und aufreizend ihre Peinigerin des vorigen Mals angegangen war, hatte es mir widerstrebt sie weiter machen zu lassen.

Ich hatte ihre Hände nicht auf dieser Frau sehen wollen, es hatte mich aus nicht zu benennenden Gründen abgestoßen! In gewissem Sinn war mir ihr Abgang also gerade recht gekommen, denn ich hatte nicht gewusst, wie ich reagieren sollte, ohne dass die Situation wieder eskalierte. Mir war gegenwärtig gewesen, wir waren kurz davor uns wieder hoch zu schaukeln in gegenseitigen Grausamkeiten und das hatte ich eigentlich vermeiden wollen. Ihre einzelne Träne damals hatte mich durchaus getroffen, auch wenn es mir ganz und gar nicht gefiel mir dies einzugestehen und daher wollte ich eine ähnliche Situation nicht wieder erleben.

Vor allem aber wusste ich, dass sie das, was sie im Séparée abzog, gar nicht gewollt hatte sondern nur wieder versuchte mich zu provozieren!

Somit ging ich gar nicht auf Severus‘ Frage ein, da ich nicht mal sonderlich böse war, dass dies ein dermaßen abruptes Ende gefunden hatte. Ihre aufreizenden Angebote andere zu uns ins Séparée zu holen, waren auch nur sehr herausfordernde Bluffs gewesen um mich zu einer Reaktion zu bringen, mehr nicht und einer Erwiderung meinerseits nicht würdig. Dies hätte ein Desaster werden können, aber durch ihr geplantes Verschwinden war es das nicht geworden, daher bedurfte es keiner Repressalien, außerdem würde sie wissen, dass zumindest ich ihr gefolgt war, wenn ich sie für ihren Abgang belangen würde, denn dumm war sie nicht. Ich wollte nicht, dass sie es wusste oder auch nur ahnte, dass wir ihr hinterhergeschlichen waren, also war dies ein weiterer Grund, sie diesmal ungeschoren davon kommen zu lassen.

„Wirst du weich? Lucius, du lässt sie davonkommen?“, fragte Severus betont neutral, als ihn ein scharfer und harter Blick aus meinen grauen Augen traf, doch da ich aber weiterhin nichts erwiderte, erhob er sich langsam mit einem betont lauten Seufzen, um nun selbst nach Hogwarts zurückzukehren. Mir war einfach nicht danach zu antworten, zu sehr kreisten meine Gedanken darum, wie sich alles entwickelte und ob es sich so darstellte wie ich es wollte.

Weich? Nein, das würde ich nicht werden, aber ich wollte nicht zu nachtragend sein, vor allem da mich ihr Gespräch mit Moody doch schon sehr gefesselt hatte, eine durchaus neue und sehr interessante sowie faszinierende Darstellung ihrerseits und ihres Verhältnisses zur Familie Malfoy.

Das hatte ich nicht erwartet zu hören, erstens, dass sie derart hinter der Familie stand und so loyal und treu erschien, indem sie sich weigerte über uns zu sprechen, das war ein unerwartete Erkenntnis über sie und das trotz allem was ich mit ihr getan hatte.

Zweitens, ihr Vorhaben mit Potter war mehr als überraschend, was sie schon wieder plante, aber auch ihr inniges Verhältnis zu Potter störte mich fast noch mehr als dass sie um ihn herum plante.

Ich konnte es nicht fassen was ich fühlte, dass sie so über Potter sprach, aber es war ungewohnt, überhaupt eine Emotion feststellen zu können, wenngleich ich sie nicht benennen konnte, nur, dass es mir absolut nicht passte. Des Weiteren hatte ich es genossen, zu erleben, wie sie mit dem alten Mann spielte. Sie war mehr als gut und ich freute mich auf unsere Zusammenarbeit bei Fudge. Ich würde sie richtig in Aktion erleben können, worauf ich schon gespannt war und diesmal würde es anders ablaufen als damals in Mould-on-the-Wold, denn sie würde agieren und planen können, während ich meinen Teil abarbeitete und nicht darauf aus war sie zu fordern, zu testen oder in die Enge zu treiben, wie damals. Severus hatte recht, ließe man uns wie wir wollten, würden wir wohl einander wirklich früher oder später an die Gurgel gehen, aber langsam schienen sich unsere Kämpfe auf ein Level festzulegen und wir einen Punkt gefunden zu haben, den wir beide nicht überschritten, ob mir das jedoch gefiel, konnte ich nicht wirklich benennen.

Lucius Sicht ende

Hermiones Sicht

Nach dem Apparationssprung landete ich in einer Seitengasse, an der eine menschenvolle Straße mitten in London angrenzte und steuerte ein Pub an, da ich ganz dringend einen Drink brauchte.

Keiner beachtete mich sonderlich und nach ein wenig Magie, die ich an meiner Kleidung ausführte, somit fiel ich auch nicht weiter unter den Muggeln auf.

Ich überlegte, ob ich noch zu Gellert sollte, aber ich fühlte mich weder in der Lage mich ihm zu stellen noch den Offenbarungen, die dieses Treffen vielleicht mit sich bringen könnte, oder würde, daher begnügte ich mich damit, mein Glas immer wieder anzuheben und zu nippen.

Das war knapp gewesen, ich hoffte, dass man mir mein Schauspiel abgenommen hatte!

Ich war ebenso unendlich dankbar, dass Draco mitgespielt hatte und so getan hatte, als würde es ihm nichts ausmachen was ich sagte oder tat. Mir war klar gewesen, dass er trotzdem innerlich gekocht hatte, während ich Lucius erneut provozierte. Er hasste unsere Kämpfe und das war mir nur zu bewusst.

Außerdem ritt mich immer der Teufel, wenn ich Lucius zeigen wollte, dass er sich an mir die Zähne ausbeißen würde und da gab ich dann immer noch ein bisschen mehr und überlegte viel zu wenig. Das mit der Frau war von mir nicht wirklich geplant oder beabsichtigt gewesen, aber in dem Ganzen spielte mir der Brief, den ich morgens erhalten hatte, in die Hand.

Denn ich hatte sofort die Idee gehabt, dass dieser Brief erst recht eine Ausrede war von dort zu verschwinden, sollten sich die Männer doch in ihrem Séparée vergnügen, nur nicht mit mir!

Als es mir dann noch gelungen war, Fenrir und Scabior zu bestechen um mich nach kurzer Zeit zu holen, hatte sich mein Plan perfekt ineinander gefügt, um Lucius zu entkommen!

Einem Auftrag würde sich Lucius nie in den Weg stellen, wobei mich sein Verhalten erstaunt hatte, als er wollte, dass ich aufhörte die Frau zu belästigen. Ich hatte es gehasst, sie derart zu berühren, aber wie so oft war ich über meinen Schatten gesprungen und wäre noch viel weiter gegangen, um Lucius zu schocken und zu reizen.

Der Rest war mir egal, denn Lucius gegenüber kleinbeizugeben kam für mich nicht in Frage, wobei ich innerlich gebetet hatte wo die beiden Bestochenen nur blieben, denn nichts hatte ich lieber gewollt als nur schnell aus diesem mich beengenden Gewölbe zu entkommen, das zählte für mich. Der Anblick der kleinen Smudgeley hatte mich nur noch weiter getrieben, noch schneller von dort verschwinden zu wollen.

Ich verstand nicht, wie es jemandem gefallen konnte Frauen dies anzutun. Es war grausam und erschreckend und das Einzige worüber ich nicht wirklich stehen konnte. Immer wieder fühlte ich eine gewisse, hektische Panik, die mich ergriff, wenn ich dort war. Es war irrational und unsinnig und für mich enorm gefährlich, da meine „White-Eyes“ im Hintergrund lauerten, somit fand ich nur in der Flucht mein Seelenheil. Ich ahnte oder hoffte, dass mich eigentlich Draco und Severus beschützen und nicht zulassen würden, dass mir etwas passierte, aber dass selbst das nicht reichen konnte, hatte ja der letzte Zusammenprall im Gewölbe von Lucius und mir gezeigt. Sobald Lucius eingriff, hatte Draco wenige Möglichkeiten etwas zu tun und bei Severus hing es dann davon ab, für welche Seite er sich entschied.

Das Schöne war, dass meine Leute derart leicht zu bestechen waren, sie waren berechenbar, gierig und das liebte ich doch sehr, sodass ich es einfach hatte nutzen müssen.

Als ich dann vor dem Grimmauld Place in dem umzäunten Garten gesessen hatte, hatte ich mich wehmütig an die Läufe mit Sirius zurück erinnert, auf die er mich als Hund begleitet hatte. Eine sehr sentimentale Stimmung hatte sich auf mich gelegt, bis ich dem sich nähernden Moody gelauscht hatte. Seine gesamten Offenbarungen hatten mich erstaunt, dass ich es geschafft hatte den Orden derart gut zu unterwandern, war herrlich in seiner Konsequenz, da anscheinend nicht nur McGonagall, Moody, sondern auch Arthur und Kingsley durchaus ein Ohr für mich hatten.

Weniger erfreulich war, dass sie den Twins ebenso wie Severus mistrauten, aber wohl nicht zu ändern.

Hingegen Moodys Offerte, dass er wusste wer ich war, die war marginal überraschend gekommen. Es ärgerte mich, dass ich keinen Zauber auf mich gelegt hatte, aber nun, wenigstens hatte er Severus Zeichen auf meinem Oberschenkel und mein Dark Mark im Nacken nicht ausmachen können und somit nahm ich meine Entdeckung sehr cool auf.

Ich glaubte, dass es Moody verärgert hatte als ich bestätigte, dass Dumbledore von meiner neuen Familienzugehörigkeit wusste, aber nichts gesagt hatte. Moody schien zwar geahnt zu haben, dass Dumbledore es wusste, aber es von mir bestätigt zu bekommen war noch mal etwas anderes gewesen. Verrückte Welt, wobei es mich nicht verwunderte, dass Moody stillhielt und den anderen dieses Geheimnis vorenthielt und ich glaubte ihm, dass er nichts sagen würde, aber trotz allem hatte ich einen Schwur fordern müssen. Vertrauen war gut, aber Vorsicht war besser, so meine Devise! Es lief für mich perfekt.

Trotz Moodys neuem Wissen schien er meinen Worten Harry gegenüber zu trauen, etwas was mich zwar erstaunte aber auch erfreute und dass ich dann mit ihm geplant hatte, wie die Dursleys und Harry wegzuschaffen seien, war fast schon belustigend. So in der Art, der Feind meines Feindes ist mein Freund, oder so ähnlich! Pragmatismus wohin man sah, sehr ernüchternd.

Wobei ich mich gerade über meinem zweiten Glas fragte, ob ich die Männer wirklich in die Irre geführt hatte, denn mir waren Severus‘ mir folgende Augen am Anfang des Gewölbes sehr wohl aufgefallen. Er hatte mich keine Sekunde aus den Augen gelassen, als hätte er befürchtet, ich würde jede Sekunde die Flucht ergreifen.

Wie auch immer, während ich an meinem Drink nippte entspannte ich mich etwas und ließ meine Gedanken weiter kreisen. Solange mich keiner fragte, würde ich nichts sagen und so stellte ich mein Glas klirrend laut ab und wandte mich entschlossen um. Es war an der Zeit, in meinem Bett zu verschwinden und ich meinte es wie ich es sagte, MEIN Bett!

Schließlich hatte mich Severus letztens abgewiesen, um seinen Standpunkt klarzumachen, auch wenn ich mein Bestes getan hatte um mich zu rechtfertigen und zu entschuldigen, das was ich gesagt hatte, war ernstgemeint gewesen und besser konnte ich es halt nicht und Severus konnte nicht so leicht über seinen Schatten springen und mir einfach so vergeben, wenn machten wir es uns alle schon absichtlich schwer wie es mir schien.


Die nächsten Tage nach dem Gewölbe brauchte ich mal wieder um mich zu fangen, wobei es sich gut einspielte, wie Draco, ich und Severus zusammen interagierten. Wir wechselten uns ab, mal sah ich Draco, mal Severus, der mich doch wieder aufgenommen hatte und jeder von uns schien nur so in seinen Aufgaben zu versinken. Wir waren alle arg beschäftigt und ich sagte mir immer wieder, dass ich bezahlt werden sollte für das was ich alles tat, aber andererseits, um Geld musste ich mir ja wirklich keine Gedanken machen.

Tja, und so saß ich auch noch da und erledigte die lästigen Pflichten, die ein Schülerdasein so mit sich brachte und schaffte es eines Abends nicht frühzeitig aus der Bibliothek zu verschwinden, woraufhin sich mir Ginny provokant in den Weg stellte. Sie passte mich in einem engen Gang ab und funkelte mich aus fordernden Augen an.

„Was?“, fragte ich nur genervt und Ginny zog eindeutig einen Schmollmund.

„Ich möchte wissen, was da zwischen euch allen abgeht! Ich muss endlich verstehen was hier passiert! Ich bin erwachsen! Ich weiß, ich habe immer gesagt zu schweigen, doch dass ich so unwissend bin, sogar meine Brüder alle mehr zu wissen scheinen als ich, macht mich verrückt. Bitte, ich habe doch immer zu euch gehört, habe ich nicht genug bewiesen, dass du mir vertrauen kannst? Ich habe von nichts etwas gesagt, Hermione, obwohl ich so viel gesehen habe… und du mich nicht unter einen Schwur gestellt hast. Oliver hat auch so komische Andeutungen gemacht… Malfoy gegenüber! Ich will…!“, kam es vehement von ihr, der rotleuchtenden, wildgewordenen Furie. Man sah ihre Mutter in ihr, ein verstörender Gedanke, armer Wood, aber ich konnte auch sehen, dass sie langsam die Verzweiflung trieb, noch immer ausgeschlossen zu sein.

„Du hörst schon, dass jedes zweite Wort, bei dir „ICH“ lautet!“, tadelte ich sie missbilligend, während ich eine Hand lässig in meiner Hüfte abstützte, um zu demonstrieren, wie sehr mich ihr Gebaren einschüchterte, wobei sie sich als Reaktion noch breiter machte.

„Sorry, aber du musst verstehen, dass das alles total krass ist… wir machen uns doch nur Sorgen um Harry!“, schoss es aus ihr heraus, dabei reckte sie stur ihr Kinn angriffslustig heraus und zeigte sich uneinsichtig sowie unversöhnlich.

„Aber, wenn ich euch sage, dass ihr euch gerade um ihn keine Sorgen machen braucht?“, zog ich die Stirn verärgert kraus und antwortete ihr sehr kalt. Ich verstand, dass sie mehr wissen wollte und ihre Geduld strapaziert war, aber ich war nicht gewillt sie einzuweihen, es wussten schon genug Leute Bescheid, eigentlich zu viele und es lag nicht an mir Dinge über Harry zu offenbaren.

„Warum weiht ihr uns dann nicht ein? Wir sind die BL?!“, forderte sie rigoros und vehement. Ihre Wangen verfärbten sich in ein zartes Rosé, leicht fiel ihr dieses Auftreten anscheinend nicht, da sie unsicher blinzelte, aber sie versuchte auch keinen Schritt zu weichen, etwas was mich die Augen rollen ließ.

„Ginny! Erstens kann etwas nicht zu wissen ein wahrer Segen sein und zweitens je weniger alle alles wissen, desto besser!“, meinte ich nur knapp, worauf sie kurz verstummte und tief empört Luftholte.

„Das säht aber auch Misstrauen! Padma ist kurz davor durchzudrehen!“, kam es nun sanfter, aber auch sehr eindringlich von ihr und es war ja fast süß, wie sie versuchte mich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten zum Sprechen zu bringen. Sie war noch etwas unbeholfen, aber schon viel besser als früher, wo sie nur temperamentvoll gewütet hätte.

„Himmel, dieses argwöhnische Weib soll mal runterkommen! Wenn die Zeit gekommen ist… nur Geduld, ihr müsst endlich verstehen, dass dies hier alles KEIN SPIEL ist! Hier geht es um unser aller Leben! Es geht nicht nur darum, euch und eure Neugierde zu stillen!“, fauchte ich wütend eine offensichtliche Wahrheit, die ihr offenbar die Worte raubte, da sie mich wie ein gestrandeter Fisch auf dem Trockenen anschaute, der hektisch nach Wasser schnappte.

„Es ist nicht nötig, dass ihr derzeit alles wisst! Absolut und augenblicklich, auch viel zu gefährlich!“, hisste ich böse auf und ließ sie einfach stehen, schubste sie wenig nett schlicht zur Seite und eilte weiter!

Diese Impertinenz, die nicht in Worte zu fassen war. Ich war einfach zu gut zu den Leuten, die DeathEater gehorchten mir weitaus besser, aber die erzitterten auch vor schrecklicher Angst, lähmender Furcht und dem ahnungsvollen Grauen, was ich mir bösartiges einfallen lassen könnte um sie zu erziehen.

So hetzte ich durch die weitläufigen Flure, bis ich abrupt in einem Flur stoppte, da ich beobachten konnte, wie Dumbledore Harry gerade in den Fängen hatte und beide sich skeptisch maßen und zusammen etwas wispernd besprachen, interessant.

Aber es war zu erkennen, dass sich der Alte um Harry sichtlich bemühte, während Harry eine gewisse Distanz aufrechterhielt. Unterdessen sah ich zu, unbemerkt davonzuziehen, denn eine Konfrontation mit dem Alten suchte ich gerade wirklich nicht.

So informierte Harry mich und Ron abends, dass Dumbledore auf Eile gedrängt hatte die Erinnerung Slughorns betreffend und sich erfreut gezeigt hatte, bezüglich Harrys wohlbehaltenem Wiedererscheinen, woraufhin Ron ganz unabsichtlich das traute, ungeplante Zusammentreffen von Harry und dem Direktor unterbrochen hatte, weshalb sich Dumbledore rasch verzogen hatte.


Am Freitagmorgen erreichte Harry eine Eule mit einer Pergamentrolle und einer Nachricht, die Harry dann mit Ron gemeinsam las und sie sprachlos, aber auch konsterniert zurückließ.

_________________
Kapite 317-318 Queeniesig-1
Nach oben Nach unten
 
Kapite 317-318
Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Kapite 641-642

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
When Hermione Fights :: When Hermione Fights :: Kapitel 301-325-
Gehe zu: