When Hermione Fights
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 325. Kapitel Wie ein Sack Flöhe!

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BeitragThema: 325. Kapitel Wie ein Sack Flöhe!   325. Kapitel Wie ein Sack Flöhe! EmptyDo Nov 08, 2012 8:20 pm

325. Kapitel Wie ein Sack Flöhe!


„Fred!“, schoss es dann auch aus mir fest heraus, denn dieser Schalk in den fast ähnlich braunen Augen war zu aussagekräftig und ich erkannte den Wolf im Schafspelz, respektive den Bruder in der Schwester. So, jetzt wurde es verwirrend, eindeutig. „WARUM?“

„Wow, sie ist echt gut!“, wisperte Padma beeindruckt und auch Hannah zeigte sich ergriffen.

„Oh Hermione, ich bin ja so froh, dass du wieder wohlbehalten da bist!“, legte Harry los und ich unterdrückte bei dem quengelnden Ton, mir die Hand auf die pochende Stirn zu legen, denn der Kopfschmerz kündigte sich beständig an und Harry war gerade das, was ich am wenigsten sehen wollte… gut, okay, Daphnes Anblick würde mir die kalte Wut ins Antlitz bringen, aber Harry schaffte es schon recht gut, mich wieder wütend zu machen.

„Okay, langsam Leute! Warum bist du, Fred, im Körper von Ginny?“, fragte ich konsterniert und überging damit Harry sehr absichtlich.

„Woher willst du wissen, dass ich nicht George bin?“, kam es beleidigt und trotzig von ihm und eben halt wie es nur von Fred kommen konnte und das sagte wohl auch mein Gesichtsausdruck, denn Ginnys Züge zogen einen beeindruckenden Flunsch.

„Hat dir Snape nichts erzählt?“, hauchte nun Harry sprachlos irritiert und mein tadelnder sowie scharfer Blick streifte ihn, denn Severus hatte mir nichts gesagt, aber warum sprach er derart offen vor Padma und Hannah? Was machten die beiden hier, in Gryffindor? Ich hatte eindeutig was verpasst, einen ganzen Tag und eine ganze Nacht, ganz toll, aber dass der große Schweiger nichts gesagt hatte, verwunderte mich mal gar nicht.

„Oh… nein, nein, nein, keine Sorge, Hannah und Padma wurden von Snape mit dem Fluch belegt, dem nun alle unterliegen, nicht nur die, die in eben jener unseligen Nacht dabei waren!“, plapperte Ron flott drauflos, als er meine verständnislose Miene erkannte und ich lüpfte eine Braue. Was zum Teufel war vorgefallen, dass sie zu Severus gegangen waren?

„Das kommt überraschend und ich bin ganz Ohr!“, kam es hart von mir, während nun Ron leicht erledigt und erschöpft auf den Sessel sank. Er wirkte übernächtigt und sah ungesund bleich aus, selbst sein sonst sehr ignoranter Bruder schien dies zu bemerkten und legte, wie zur Stärkung, seine Hand mitfühlend auf Rons mittlerweile beeindruckende Schulter.

„Es geht Lavender nicht so gut…“, murmelte nun Harry unsicher und ich machte eine ungeduldige Handgeste, dass er sich beeilen sollte, denn bald würde der Montagsunterricht beginnen. „Na, wie auch immer. Sie ist im Raum der Wünsche eingesperrt. Kreacher passt auf sie auf, schau nicht so, war meine Idee, es wäre nicht gut, sie allein zu wissen,… gar nicht gut! Wir mussten am Sonntagnachmittag Snape zu ihr bringen und er hat sie ruhig gestellt! Die Heilung verläuft nicht so pralle, deshalb haben wir auch die BL-Führung komplett eingeweiht, denn mit Snapes Hilfe war dein Zauber ganz leicht… es ist so weil… ähm…“

„Harry, was macht Fred hier?“, versuchte ich auf das Wesentliche zu kommen und blickte auf die verstreute Gruppe im Raum. Jeder schien Abstand zu dem anderen zu suchen.

„Oh ja, nun, Ginny liegt als Lavender im Krankenflügel!“, erklärte Harry geschäftig weiter und ich blinzelte schon wieder irritiert.

„BITTE?“, hauchte ich ungläubig.

„Ja und ich nehme Ginnys Platz ein!“, sprang „Ginny“ beherzt ein, wenngleich es in Wahrheit Fred war, der aber augenscheinlich dank Vielsaftrank Ginny verkörperte.

„AHA, aber warum liegst du nicht als Lavender im Krankenflügel?“, wollte ich perplex wissen, denn so verpasste Ginny die Schule, wäre es nicht logischer und einfacher nur Lavender zu ersetzen?

„Das ist so, als Ginny kann ich leichter rein und raus, du weißt, was für ein Schießhund unsere gute Poppy ist! Ginny liegt als Lavender da, geschlagen mit einer magischen Grippe! Und außerdem, um allem die Krone aufzusetzen, wollte dieser Idiot von Bruder nicht, dass ich den Körper von Lav annehme, weiß der Himmel warum!“, höhnte Fred grinsend.

„Halt die Schnauze, Fred!“, fauchte da auch schon ein grimmiger und schlechtgelaunter Ron, wobei ich mir heroisch das gemeine Grinsen verdrückte, denn anscheinend wallten etwa eifersüchtige Gefühle in Ron auf.

„Gut, das habt ihr gut gemacht! Weiß es Severus genau, wer wie was ist?“, fragte ich weiter geschäftig nach, langsam nahm das Pochen in meiner Schläfe wieder ab, vielleicht blieben mir die Kopfschmerzen doch erspart. Mein erster selbst erlebter Crucio saß mir doch sehr in den Gliedern, wobei dieser nicht lange gedauert hatte und mehr als halbseiden gewesen war, fühlte ich mich ganz leicht erschlagen.

„In dem Umfang? Nein, es war ihm gleich, ich glaube er ist immer noch stinksauer!“, kratze sich Harry betreten am Kopf.

„Was erwartet ihr?“, warf ich sarkastisch höhnend ein.

„Wie war dein Aufenthalt im Manor?“, ging Harry nicht darauf ein, sondern lenkte ab, wohl wissend, dass ich sicher nicht darüber reden wollte. Manchmal hatte er echt etwas von einer Schlange, aber das Thema war nicht besser.

„Frag nicht! Ich will nicht darüber reden!“, kam es grimmig von mir und ich strich mir über die Schläfen, denn ähnlich wie bei Lavender arbeitete es in mir mehr an der Verletzung von gestern als an den anderen Dingen.

„Okay, wie auch immer! Neville, Luna, äh Gi… Fred, kommt her, hier eure Stäbe und ihr bekommt sie nur, weil heute Schule ist! Eigentlich würde ich sie am liebsten zerbrechen!“, fauchte nun Harry bitterböse und erhielt einige betretene Gesichter, wobei Padma und Hannah augenscheinlich nicht alles wussten, da sie sehr verstört wirkten und ich war fast dankbar, dass Padma nichts von meinem DeathEatertum wusste, wäre ja noch schöner.

Er hielt ihnen auffordernd die Stäbe hin und Neville grabschte sehr schnell nach seinem, während Luna sich ihren mit einem dankbaren Lächeln aus Harrys Hand nahm und Fred war köstlich, er verbeugte sich spielerisch mehrere Male, bevor er den Stab seiner Schwester nahm. Ihn tangierte das alles weniger.

„Fred, was ist mit George? Wer hat dich geholt? Was ist mit… nun, mit allem und dem Geschäft?“, umriss ich meine Frage nach Lucien mehr als grob.

„Geholt hat mich am Sonntagabend Harry und Verity und Lee kümmern sich um den Laden. George hält die Stellung!“, erklärte er leutselig und ich hoffte mal für Harry, dass er einen unserer vielen Kommunikationswege genutzt und nicht schon wieder das Schloss verlassen hatte, weswegen ich Harry einen scharfen Blick zuwarf, den er mit einem sachten Nicken zu bestätigen suchte. Dann dachte ich mir, ich wollte es gar nicht so genau wissen, schließlich lebten alle noch.

„Gut, das ist gut, aber was sagt Pomfrey zu den Verletzungen der unechten Lavender?“, versuchte ich jedwedem Problem auf den Grund zu gehen.

„Nun, wir haben festgestellt, dass die Probleme von Lavender nicht mit dem Vielsafttrank auf Ginny übergehen. Sie hat nur die heilenden Verletzungen, aber nicht die einhergehenden, unschönen Erscheinungen. Jetzt nippt sie stündlich an dem Vielsafttrank… ist herrlich zu beobachten, aber das ist Magie, wir haben ihr eine Lüge mit Snapes Hilfe aufgetischt von wegen, misslungener Auseinandersetzungen zwischen Mädchen und Jungs und dank Rons weitverzweigtem System an Liebeleien hat sie uns das sogar abgekauft, vor allem, da anscheinend wirklich jeder weiß, dass Ron sich nicht so genau festlegen kann!“, erklärte Fred und sah zum Schluss mit einem frechen Grinsen zu Ron. Obwohl die Situation ernst war, konnte sich Fred das nicht verkneifen, was typisch für ihn war.

„Hahaha!“, kam es düster von Ron.

„Das hier ist schlimmer als auf jedem Basar!“, murrte ich genervt und jetzt doch mit stechendem Kopfweh gestraft, wobei ich nur dankbar war, dass die anderen erstaunlich still waren, aber das hätte ich nicht denken sollen, wie ich eine Sekunde später leidvoll erkannte.

„Ich kann das nicht gutheißen!“, meinte nun Neville inbrünstig und meine Kopfschmerzen nahmen beständig zu.

„Was nicht, Neville?“, wollte da Harry auch schon recht aggressiv wissen und ich wünschte mir ein Kopfkissen, während nun ich auf das Sofa sank und mich fast wieder zu Lucius wünschte.

„Ich kann das wirklich nicht gutheißen. Dass sie… sie ein D… dass sie ist, was sie ist!“, stotterte Neville in seiner flammenden Rede, aber meine Zauber wirkten, denn er konnte vor den nichtwissenden Padma und Hannah nichts belastendes sagen, wenngleich er ihren Argwohn auch zusätzlich schürte. Als Harry gerade aufbrausen wollte, ich dem jedoch zuvorkam und einmal laut in meine Hände klatschte.

„Leute, … Neville, das kann ich bei dir sogar absolut verstehen! Aber es gibt so unendlich viel was du nicht weißt, also appelliere ich an deine Vernunft, die dir sagt, dass du dir kein Urteil erlauben solltest, bevor du nicht alle Fakten kennst!... Nein, sag jetzt nichts, bitte! Wir haben gleich Unterricht, wollen wir dieses unleidliche Gespräch, bei dem der vierte BL-Führer fehlt, nicht auf heute Abend 18 Uhr im Raum der Wünsche bei Lavender verschieben? Dann könnten wir vollständig sein!“, befahl ich eigentlich recht bestimmt und auch wenn sie grummelten und böse guckten, so wurde meinem Einwand doch stattgegeben und ich war nur dankbar dafür.

Das war ätzend und ich wünschte mich von Sekunde zu Sekunde intensiver zurück in Lucius‘ Bett, vor allem, da ich dort meine Ruhe hätte vor jedweden Nervensägen und ein nicht zu definierendes Gefühl in meinem Bauch verspürte, dass ich den Morgen genossen hatte im Manor, irgendwie, wenn ich betrachtete wie hier der Morgen weiter ging.

Der Schmerz zog sich dahin, ja ich war unleidlich und genervt, denn diese ganze, unselige Geschichte wäre nicht passiert, hätte sich Daphne am Riemen gerissen. Dieses idiotische Muttertier hätte ich soeben im Verwandlungsunterricht am liebsten in einen Kerzenleuchter verhext und so waren meine Blicke denn wohl auch mörderisch, die ich durch die Gegend sandte und war dankbar als der Gong ertönte, aber keiner wagte es, auch nur ein Wort an mich zu richten, doch wie so oft kam mir mein Glück dazwischen, weswegen ich mich Sekunden später sogar noch gestrafter vorfand.

„Miss Granger, auf ein Wort!“, sprach die schnoddrige Stimme von McGonagall auffordernd in meinem Rücken und ich kämpfte darum, nicht meine stolze Haltung zu verlieren, da ich durchaus aufseufzte. Warum heute?

Warum nach diesem Wochenende? Warum nach Lucius‘ Attacke? Warum, warum?

Manchmal konnte ich Severus‘ leidtragende Art verstehen, denn das Schicksal konnte wahrlich bösartig sein und so wandte ich mich ergeben zu der hochaufragenden, strengen Frau um, die bei ihrem Pult stand und auf mich wartete.

„Professor?“, erklang es von mir argwöhnisch als ich mich ihr näherte.

„Miss Granger, die Ferien nahen, da Sie nun ohne Eltern oder Vormünder, auch ohne jegliche Familie agieren, stellt sich mir die sorgenvolle Frage, was Sie in der langen Zeit der Ferien planen?“, fragte sie und ich sah deutlich, dass sie sich als meine Hauslehrerin ehrlich sorgte, aber sie musste sich nun wirklich nicht um mich sorgen und nach Höflichkeiten oder langen Gesprächen stand mir gar nicht der Sinn und so fiel auch meine Reaktion eher sarkastisch aus.

„Wow, Sie planen derweil weit voraus, Professor McGonagall!“, echote ich tatsächlich überrascht und der Zweifel stahl sich in meinen Blick, während ich sie genau beobachtete und tatsächlich schien sie unter meiner stahlharten Beobachtung zu wanken.

„Miss Granger, ich muss zugeben, dass ich, wenig schmeichelhaft für mich, einem Gespräch der Herren Moody, Shacklebolt und Weasley gelauscht habe und dieses beunruhigt mich nur noch mehr!“, erklärte sie sich unwillig, dabei spielte sie ein gefährliches Spiel und taxierte mich genau, inwieweit sie sich vorwagen konnte. Ich war sofort auf der Lauer und legte den Kopf schief, denn ich war mir sicher, dass weder Kingsley noch Arthur etwas wussten, so wie es mir der Auror geschworen hatte und schon gar nicht, dass Moody etwas von meiner Familienzugehörigkeit erzählt hatte.

Also war ich bereit zu spielen, wenngleich mich mein angeschlagener Kopf noch immer schmerzte, dank Lucius, der sich von mir einfach zu sehr hatte reizen lassen.

„Was hat Sie an diesem Umstand beunruhigt?“, fragte ich daher abwartend nach.

„Dass Sie schon wieder die Schule verlassen haben! Vor allem nach Professor Lupins Verschwinden und seinem ungewissen Verbleib!“, sprach die alte Dame eindringlich und ich musste anerkennen, dass sie eine derjenigen war, die sich an seinem Nichtableben festklammerte.

„Ein kalkuliertes Risiko?“, warf ich kühl ein.

„Nein, Miss Granger, ein vermeidbares Risiko… ich kann Sie nicht mehr in Ihren Verschwinden unterstützen, das geht gegen meine Moral, Ethik und Ehre! Wenn Ihnen etwas zustößt! KIND!“, wow, ging mir ihr salbungsvolles Gefasel auf die Nerven, aber was sollte ich tun außer gezwungen zu lächeln. In ihrer Miene lag nichts als ehrliche und aufrichtige Sorge, ganz anders als in Dumbledores undurchsichtigem Gebaren.

„Oh, Ihre Sorge ehrt Sie! Aber das versteht sich doch von selbst! Ich gehe schon lange nicht mehr raus! Jetzt, wo es derart gefährlich ist! Nur Moodys Aufforderung hat mich rausgelockt!“, log ich ihr wie gedruckt ins Gesicht, worauf ein empörter Schrei ertönte.

„ABER Miss Granger, was wäre wenn es eine Falle gewesen wäre?“, fragte sie sorgenvoll und vorwurfsvoll und sah mich tadelnd an.

„War es nicht! Aber Sie haben ja so recht, Professor, ab jetzt bleibe ich wieder in der Schule!“, tat ich sehr generös und ihre Augen verengten sich hinter ihrer Brille misstrauisch.

„Miss Granger, denken Sie bitte nicht, ich wäre ein Schulkind, das von Ihnen hinters Licht geführt werden kann!“, drohte sie mir in ihrer gewohnt strengen Art.

„Professor, nie! Machen Sie sich keine Sorgen. Ich bin vernünftig und ich schwöre Ihnen, Harry und Co. werden in diesem Leben nie die Schule verlassen! Sie können sich auf mich und mein Wort in dieser Beziehung verlassen! Die einzige Sache, die mich beschäftigt, ist die, ob der Direktor Harry einweihen wird über den Verlust von Remus, oder nicht?“, warf ich ein und wechselte geschickt das Thema zu einer Sache, über die sie sich, wie ich ja wusste, mit dem Alten gestritten hatte.

„Das weiß ich nicht! Professor Dumbledore wird das Richtige tun!“, schluckte sie den Köder jedoch nicht, sondern blieb vage und einsilbig in ihrer Antwort. Dabei ging sie nicht darauf ein, dass ich davon wusste, dass Remus nicht mehr da war und auch nicht, ob Harry davon wusste und damit die Taktik des Alten schon sinnlos war.

„Das hoffen Sie… dann will ich auch hoffen! Darf ich gehen? Mein Unterricht beginnt gleich, Professor?“, bat ich in unserem sehr steifen und erzwungen ruhigen Gespräch und sie nickte brüsk, woraufhin ich mich rasch umwandte, um das Klassenzimmer zu verlassen.

„Ach, Miss Granger… natürlich werde ich mein Augenmerk darauf legen, dass Sie mir die Wahrheit gesagt haben und sich an die Regeln von Hogwarts halten!“, drohte sie mir unverhohlen und ich nickte nur nüchtern über meine Schulter hinweg und war mir sicher, dass es mich wenig tangieren würde aus Hogwarts zu schleichen wie immer ich wollte, aber sollte sie denken was sie wollte und ich hoffte einfach mal, dass sie nicht des nachts als Katze auf Patrouille ging. Vielleicht sollte ich Krummbein aus dem Wald locken, damit er mir die tierische McGonagall vom Hals hielt.


Und so kam der unerwünschte Abend und es war kurz vor 18 Uhr, als ich einer ungewohnt hibbeligen Ginny, da sie schließlich gar nicht Ginny war, dem sprachlosen Harry und einem besorgten Ron in den Raum der Wünsche folgte, um uns später den Anklagen der anderen zu stellen.

Und so kam es, dass die anderen tatsächlich schneller gewesen waren als wir und an Lavenders Krankenbett im Raum der Wünsche standen und auf eben jenes bleiche Mädchen sorgenvoll hinabsahen, weil sie sich unter Schmerzen zu winden schien.

Ron lief sofort an uns vorbei, um als erster bei Lavender zu sein und nahm sogleich einen Lappen aus der Wasserschüssel auf dem Nachttisch, wrang diesen aus um dann dem Mädchen fürsorglich über die schweißnasse Stirn zu fahren.

Das ließ sie leidvoll keuchen. Selbst ich trat nun besorgt näher und legte meine Hand auf Rons Schulter und erst hier in diesem Raum wagten wir wieder offen und ehrlich zu sprechen, denn nach McGonagalls Drohung hatten wir uns an sich den restlichen Tag über angeschwiegen.

„Was sagt ER?“, fragte ich somit Ron und er wusste sofort auf wen ich anspielte.

„Hier, diese Phiolen morgens und abends! Mehr hat er nicht gesagt. Warten, hoffen und beten, das waren seine netten und sehr aufbauenden Worte!“, ätzte Ron sehr böse, wenngleich ich fand, dass Severus tatsächlich sehr nett gewesen war, aber nun gut, so ging ich zur anderen Seite und zog Lavenders Decke zur Seite und fand sie mit einem übergroßem T-Shirt bekleidet daliegend vor. Als ich es ihr kurzerhand wegzauberte, dufte ich zumindest von Neville einen empörten Laut wahrnehmen und einen anerkennenden Pfiff von Blaise, aber auch Ron schickte mir einen verärgerten Blick, während Harry schnell bei mir war und selbst auf Lavender starrte.

„Nun, vorne sieht sie gut aus!“, kommentierte Blaise da auch schon trocken über ihren an sich bis auf ein knappes Höschen nackten Körper.

„BLAISE!“, knurrte Ron „Ärger ihn nicht, Blaise!“, befahl unser Held und zuckte nur sachte die Schultern, während er versuchte, die Situation mit seiner kommenden Forderung zu entspannen:

„Kumpel, dreh sie um!“, ging Harry auf die Spannungen gar nicht ein, sondern sorgte dafür, dass Ron unerwartet sanft mit seinen großen Händen begann, Lavender an der Schulter herumzurollen und ich beugte mich vor, um ihm tatkräftig zu helfen sie herum und auf den Bauch zu drehen.

Und da hörte man das schockierte Luftholen von Blaise, Padma und Hannah, die zum ersten Mal die Wunde sahen, die weit von dem entfernt war, wie sie noch am Samstag ausgesehen hatte, aber schön war sie immer noch nicht.

„Krass, Werwölfe sind schon scheiß Viecher!“, kam dann auch schon der trockene Kommentar von Blaise.

„Tja, ihr Speichel ist halt nun mal giftig!“, resümierte ich recht kalt.

„Glaubst du wirklich, dass sie sich nicht wandeln wird?“, ruckten Rons furchtsam blickende Augen zu mir und ich überlegte genau, denn auch das was Severus gesagt hatte ging mir durch den Kopf.

„Nun, es könnte knapp sein! Wir sind nah an Vollmond gewesen, aber wir dürften Glück haben, ABER, ich glaube nicht, dass sie wieder ganz normal wird und ich spreche nun nicht von der Narbe. Lassen wir uns überraschen, zu ändern ist es nicht mehr, wir müssen mit dem arbeiten was sich ergeben wird!“

„Okay… okay, solange sie nicht einmal im Monat ein mordlustiger Wolf wird, was für Überraschungen erwartest du?“, hakte Ron weiter nach.

„Schwer zu sagen, du musst bedenken, so viel Anschauungsmaterial haben wir sonst nicht, denn Gebissene haben sonst nicht die Hilfe und die Möglichkeit mit den Tränken und Salben gegen den giftigen Biss anzukämpfen. Selbst wenn sie nicht genau an Vollmond gebissen werden, schwärt dann das Gift solange in ihrem Körper, bis sie sich schließlich doch verwandeln. Das konnten wir zum Glück verhindern. Selbst die Narbe wird relativ apart aussehen…“, überlegte ich laut, doch ich wurde unterbrochen.

„Ähm, bist du blind, Schönste?“, kam es wahrlich wenig hilfreich von Blaise.

„Apart aussehen, aber wie genau sich ihr Wesen ändern wird! Keine Ahnung!“, blieb ich hart in meinem Tonfall und betonte meine Ansicht.

„Und deshalb hab ich die BL eingeweiht! Es wird eure Aufgabe sein, Lavender in der Zeit der Findung nicht aus den Augen zu lassen, damit sie keine Gefahr ist… für niemanden, auch nicht für sich selbst!“, kam es sehr eindringlich von Harry, dabei wandte er nun seinen Blick von der gezeichneten jungen Frau ab und legte seine Aufmerksamkeit auf die versammelte Meute.

„Damit meine ich auch Luna und Ginny, wenngleich Fred grade für Ginny dasteht, ihr werdet sie einweihen, was ich von euch erwarte!“, erklärte er auffordernd und blickte hart in die Runde.

„Was du erwartest?“, echote Neville ungläubig, während ich die mit frischer Haut überzogene, fleischlose Stelle von Lavenders zerfetztem Rücken reinigte um sie einzusalben. „Ich bin immer noch nicht begeistert! Was ist sie… was ist das mit Hermione… zeig deinen Arm!“, brauste nun doch Neville bestimmt auf und Padma wirbelte zu ihm herum, um dann im Schwung zu mir herumzufahren.

„Wusste ich es doch! Ich will auch deinen Arm sehen,… den linken Unterarm!“, forderte nun Padma in einem bestimmten, unnachgiebigen Ton und blickte mich scharf an, während ich in provokanter Art sofort begann, meine Bluse hochzurollen, denn die Stelle, die der Lord gewählt hatte um mich zu zeichnen, nachdem ich ihm diese wohlweißlich vorgeschlagen hatte, sie war exorbitant gut gewählt und als ich meinen makellosen, weißen Arm präsentierte, fielen Neville und Luna vor Ungläubigkeit fast die Augen aus dem Kopf.

„Da ist nix…!“, „Das versteh ich nicht!“, „Jetzt bin ich verwirrt!“, „Mist, ich war mir sooo sicher!“, „Verdammt!“

„Was nehmt ihr an?“, fragte ich fast süßlich, als mich ein harter Blick von Neville traf.

„Das weißt du genau, Hermione! Ich bin manchmal schwer von Begriff und tollpatschig, aber ich war nie ein Idiot!“, brauste er ungehalten auf und ich schloss kurz die Augen und versuchte den pochenden Schmerz auszublenden, der heute leider doch mein ständiger Begleiter war.

„Wir müssen sie einweihen!“, bemüßigte nun Blaise zu fordern und trat in seiner schwarzen, selbstsicheren Pracht auf mich zu und zu meinem Erstaunen fasste er meine Hand, hob sie sanft an und wickelte meine Bluse wieder fürsorglich hinab, während Harry missmutig an den Streben des Bettes lehnte und Ron sich nur um Lavender kümmerte und ihr gerade gewissenhaft einen Verband anlegte.

„Wo er recht hat, Schönste, ihr braucht sie hier in Hogwarts!“, mischte sich nun eine quengelige Ginny-Stimme ein, die es nicht schaffte, den Charme an den Tag zu legen, der Fred sonst in seinem eignen Körper zu Eigen war.

Dass die „anderen“ gar nicht glücklich zusahen, wie vertraut Blaise, ich und die Jungs waren, registrierte ich doch sehr gut.

„Neville, Padma, Hannah und Luna! Es ist nicht immer alles so wie es zu sein scheint! Es ist verwirrend und kompliziert…“, setzte ich an und wurde unterbrochen.

„Das mag sein, aber hört auf uns immer Lügen zu erzählen!“, unterbrach mich eine erregte Padma laut.

„Schschsch!“, meinte nun Ron böse und es war gar nicht so wegen dem was sie sagten, sondern wegen ihrer Tonlage, da Lavender unwohl unter der Lautstärke gestrampelt hatte, weshalb die schöne Inderin verlegen die Schultern zuckte. „Sorry!“, rang sie sich wispernd ab.

„Das stimmt nicht, Padma, wir haben nie Lügen erzählt, wir haben wenn fast nichts erzählt, das ist ein Unterschied!“, bekannte ich resignierend und rief mir mein Gespräch mit Hannah und die Diskussionen mit der DA und BL ins Gedächtnis.

„Wie auch immer! Ja, wir spielen auf mehreren Seiten und ja, ich bin wohl dien die man als Böse bezeichnen kann!“, bekannte ich ohne eine Spur von Wehmut oder Mitleid in der Stimme.

„Du warst das in Kingswear, oder? Ganz ehrlich jetzt!“, forderte Padma ganz offen und als ich einen langen Blick in ihre dunklen Augen warf wusste ich, es war hier nun der Punkt erreicht, der über den schmalen Grat von Treue und Loyalität entscheiden würde, ob wir ihr Vertrauen gewinnen oder auf immer verlieren würden, weswegen ich dann kurzentschlossen brüsk nickte.

„Ja!“, meinte ich deshalb nur knapp.

„Wow, dann…! Ich sehe in jedem Albtraum, den ich habe, diese Situation vor mir und je öfters ich davon träume, desto sicherer bin ich mir, dass diese vermummte Personen uns geholfen hat, ich zweifle oft darüber und manchmal bin ich mir sicher! Also was ist richtig? Muss ich dir danken?“, fragte Padma mit einem sehr lauernden Unterton.

„Für Kingswear sollte mir keiner danken müssen, für nichts, denn was dort geschah war grausam, also behalte bitte deinen Dank, aber wegen deiner Frage, im Rahmen meiner Möglichkeiten habe ich versucht zu helfen!“, schränkte ich die Bezeichnung für mein Mitwirken ihrer Flucht ein, denn es stimmte, ich hatte wie immer alles getan was nötig gewesen war, weil mich Nott entdeckt hatte, doch zuvor hatte ich versucht, einfach Schäden zu vermeiden ohne aufzufliegen. „Aber vergiss nicht, ich habe auch geholfen, viel Schlimmes zu tun, denn es war wichtiger, dass mich keiner erkennt, als dass ich Leute retten konnte!“

„Ich dachte es mir schon sooo lange!“, erwiderte Padma und eine gewisse Erschöpfung war aufgrund der Erkenntnis in ihren Zügen zu erkennen. Es war oft so, da jagte man einer Wahrheit hinterher und sobald man sie aufdeckte, schmeckte die Erkenntnis schal.

„Ich weiß!“, kam es nüchtern von mir, da ich es als belästigend empfunden hatte, mit ihrem stetigen Misstrauen konfrontiert zu sein.

„Wo ist dann dein Dark Mark?“, brauste Neville dazwischen, der natürlich von Padma genau über Kingswear, wie alle BL und DA´ler, Bescheid wusste, darauf antwortete ich nicht, sondern hob nur den ersichtlich unmarkierten Arm und lächelte geheimnisvoll.

„Hört auf!“, ging nun Harry mit geröteten Wangen dazwischen.

„Wenn ich damit leben kann, dann sollte es euch nicht schwerfallen!“, war Harry hart, aber eisern.

„Moment, das geht mir grad zu schnell, langsam bitte! Das geht weit über das hinaus was ich mir hätte vorstellen können!“, versuchte nun Hannah ruhig zu bleiben und ging unruhig auf und ab, während sich Fred zu Ron gesellte und ihm half, Lavender wieder umzudrehen, nachdem Ron ihr wieder ein T-Shirt angehext hatte.

„Mir scheint dies alles etwas gefährlich, aber auch überrascht es mich nicht! Du wurdest von Jahr zu Jahr dunkler, wo die anderen dich noch immer als helle Sonne am leuchtend blauen Himmel sahen, wurdest du eher zu einem Licht in dunkler Nacht!“, fabulierte Luna gewohnt eigenwillig und alles verstummte als sie leise zu summen begann. Ich blinzelte sie an und fühlte mich, wie unfreiwillig in ein Gespräch mit Gellert hineingezogen. Es war als würde er zu mir sprechen, so etwas könnte er auch über mich sagen. Luna war wirklich eine ganz eigensinnige Person.

„Äh ja, danke Luna!“, raffte sich dann doch tatsächlich Blaise dazu auf, dies zu sagen, während alle anderen unverständig zu ihr sahen.

„Also langsam, ihr, du, also ihr versucht uns zu sagen, dass du Harry absichtlich hintergehst?“, versuchte nun Hannah, wild durch ihre kinnlangen Haare streichend, nervös zu erfahren.

„Na, da er davon weiß, sollte es nicht hintergehen heißen, Süße!“, tadelte Fred in Ginnys Stimme altklug.

„Sei du bitte still, das verwirrt zusätzlich, dass du nicht der bist, der du bist!“, kam es dann auch schon resolut von Neville und Fred schlug sich affektiert auf den Mund. „Das hier ist ernst!“

„Wow, was für Worte!“, versuchte ich spöttisch zu sein, aber andererseits verspürte ich nur eine unsägliche Müdigkeit wegen diesem ganzen, unguten Rumgetue und ich spielte gerade wirklich mit dem Gedanken, einen Stärkungstrank zu nehmen. „Eben und da es ernst ist, wäre schweigen wahrlich fantastisch… spart euch den Atem. Padma und Neville, es ist mir schon klar, dass ihr nicht den Mund halten werdet!“

„Du weißt ja gar nicht, was ich wissen will!“, zeigte sich Neville ungewohnt zynisch. „Was war das mit Snape?“, fragte er weitgefächert genug, dass der Zauber nicht agierte und ich durfte erleben, wie Ron ein sarkastisches Schnauben ausstieß und Blaise sich mit Fred/Ginny blöde grinsend abklatschte, während Harry stöhnend über seine Narbe rieb.

„Das war so klar!“, „Ihr wollt es gar nicht wissen!“, jammerten dann auch schon Ron und Harry los.

„Mit Snape? Nichts?“, antwortete ich kalt.

„Sorry, aber du hast IHN mit seinem VORNAMEN angesprochen und lebst noch, Hermione!“, umging Neville wahrlich geschickt meine Zauber.

„Tja, da zieht der Spruch von vorhin, der gute Professor ist so lieb und trainiert unsere kleine, aber feine Truppe hier! Was meint ihr, woher unser Wissen für die BL kommt, oder wo wir lernen um euch später etwas beibringen zu können? Von nichts kommt nichts!“, grinste ich nun diabolisch, da ich ihnen nichts von meiner Verbindung zu Severus sagen würde, ich war nicht wahnsinnig.

„Wie trainiert?“, „Hääää?“, „Das fällt mir schwer zu glauben!“

„Es ist aber so! Professor Snape unterrichtet mich, Ron und Hermione, selbst Fred und George waren auch dabei, als sie noch zur Schule gingen!“, erzählt nun Harry auskunftsfreudig.

„So lange geht das nun schon?“, echote Padma erschlagen und sank erschöpft auf einen Stuhl, der plötzlich aus dem Nichts erschien. Sie musste ihn regelrecht inbrünstig herbei gewünscht haben.

„Hat dich deshalb Snape schon zweimal aus unserem Gemeinschaftsraum rausgeholt?“, erinnerte sich Neville plötzlich.

„Stimmt! Das hat mir Parvati erzählt! Er hat dich sogar geschlagen!“, warf nun Hannah sofort ein.

„Unter anderem… aber ja, es zeigt, wie eng er mit uns zusammenarbeitet!“, erzählte ich gezwungen ruhig, denn die Erinnerung an diese Demütigung schmerzte sofort und nach wie vor sehr.

„Blickt ihr eigentlich selbst noch durch, wo ihr steht?“, fragte nun Hannah sehr kühl und ich fragte mich, was sie mit mir machen würde, wenn sie jemals das mit ihrem Vater rausbekäme, aber auch Nevilles intensiver Blick, den er Hannah schenkte, entging weder mir noch Luna, die aber sogleich mit einer unglücklich verzogenen Miene wegsah und mich überlegend zurückließ.

Eine unbehagliche Stille legte sich über den Raum und jeder, wirklich jeder maß mich kalkulierend und ich wollte mir die Antwort nicht leicht machen, während ich geistig alles abspiele was sich in meinem Leben getan hatte und ob ich wusste, auf welcher Seite ich stand, aber ob diese Seite wahrlich noch „gut“ war, wagte ich zu bezweifeln, als ich das Unbehagen, das mich beschlich, schwer unterdrückte.

„Ich weiß, wo ich stehe, aber meine Seiten sind flexibel!“, versuchte ich es mit einer abgeschwächten, aber durchaus ehrlichen Antwort.

„Wie kann das sein, wenn du hinter Harrys stehst?“, meinte Padma zynisch und wedelte zu Harry hin.

„Weil man zur Wahrung mancher Interessen oder auch aufgrund unschöner Umstände „böses“ tut und selbst die „gute“ Seite durchaus nicht nur schönes macht, um ihren Willen zu bekommen, es ist schwer, das zu umschreiben…“, versuchte ich ausweichend, aber auch sehr aufrichtig zu erklären, denn wahrlich, auch Dumbledore war nicht gut in dem wie er sich verhielt.

„Vor allem, wenn man nicht alles sagen will, nicht wahr, Hermione?“, zeigte Hannah sich wieder ironisch, dabei schnaubte sie abfällig.

„Gut gesprochen und ja, ich bin dafür, zu sagen, dass es in diesem Krieg mittlerweile keine Seite mehr gibt, die sich nicht die Hände schmutzig gemacht hat!“, kam es rigoros von mir und Nevilles sowie Lunas Blick zuckte besorgt zu Harry und Ron, denn es stimmte, schließlich hatten die Beiden live vor den Augen der anderen, getötet.

„Genau. Wollt ihr Ron und mich nun anklagen, weil wir uns gewehrt haben?“, fauchte da auch schon Harry eifrig, als er die taxierenden Blicke bemerkte.

„Das nicht, es war knapp, ABER unser Gegner war gefesselt und geschockt und den hat sie sehr wohl er…!“, wirkte der Zauber als er „ermordet“ sagen wollte, was mir einen bitterbösen Blick von Neville einbrachte, worauf er um Worte rang, diese aber nicht aussprechen konnte.

„Zeige mir den DeathEater, der nicht den Tod verdient hat!“, warf ich nun brüsk ein, denn dies war meine ureigenste Überzeugung. Nach diesen schicksalhaften Worten lag ein nachdenklicher und fast wehmütiger Blick von Ron, Harry, Blaise und Fred/Ginny auf mir, denn schließlich war ich selbst so ein derart gezeichnetes Schoßhündchen des Lords.

„Sag so was nicht! Meine Schönste!“, war sofort Fred bei mir, da er mehr als die anderen meine schwermütigen, melancholischen Momente kannte und seit meinem Schädelbruch, oder was es gewesen war, gestern war ich noch nicht wieder auf der Höhe und so umarmte mich der Körper seiner Schwester einem Schraubstock gleich und presste mein Gesicht an ihren Hals. „Wenn George das hört, wird er bestimmt böse mit dir! Wir wollen keine Zweifel hören! Nicht jeder verdient es! Schau dir unsere Fledermaus an, oder deinen so tollen, lieben, aufmerksamen Freund und naja, das blonde Monster, darüber kann man geteilter Meinung sein…“, zählte er rasch auf und bestätigte damit eigentlich den anderen, dass ich ein DeathEater war.

„FRED!“, meinte ich bei seiner Einschätzung meiner Männer und vor allem bei Lucius‘ Erwähnung maßregelnd.

„Hoho, ärger sie nicht!“, wandte Harry flott ein, der von meinen zwiespältigen Gefühlen wusste, wobei ich selbst nicht verstand, dass ich so was nicht über Lucius hören wollte, selbst nicht nach allem was er MIR erneut angetan hatte. Ich wollte nicht darüber nachdenken, dass er wie eigentlich alle drei ein gefährlicher DeathEater war und von den dreien wohl am tiefsten in üblen Machenschaften mit drin steckte und das schon immer, so wie ich ihn einschätzte.

Ich riss mich auch derart unter Freds Umarmung zusammen und fand zu meinem gewohnten kalten und sehr beherrschten Ich zurück. Die Blöße schwach zu sein konnte und wollte ich mir nicht geben.

„Neville, Padma, Luna und Hannah… glaubt mir, wenn ich euch sage, dass es um Pyrites nicht schade ist! Um keinen von ihnen, um Kendrick am allerwenigsten! Und ganz ehrlich, ich war schockiert als Luna, Ginny und du, Neville, Pyrites derart lasch versucht habt ihn zu besiegen. Wofür seid ihr in der BL? Warum lehren wir euch die schwarzen Sprüche? Zum Spaß? Das war verdammt knapp, wäre es ein kompletter Trupp gewesen, hättet ihr verloren!“, denn es stimmte, mit Scabior und John hätte die Sache anders ausgesehen, Scabior waren sie nicht gewachsen.

„War es so knapp?“, fragte dann Luna als erste perplex.

„Ja schon, auch Ron und Harry haben sich schwergetan aber sie haben es geschafft, sich zu überwinden, nicht jeder muss töten und morden, wo kämen wir da hin? Aber effektiver wehren solltet ihr euch schon. An sich werden keine Gefangenen gemacht, da Askaban schon lange nicht mehr sicher ist! Oder habt ihr vor, einen DeathEater in eurem Schlafsaal zu halten? Und DeathEater nehmen an sich ebenfalls keine Gefangenen außer… außer… um unschöne Sachen mit ihnen zu tun!“, umschrieb ich doch nett das Gewölbe oder das was Remus widerfahren war.

„Das klingt mehr als hart!“, warf Padma vorsichtig ein, dabei schenkte sie mir einen unglücklichen Blick.

„DAS ist die unerbittliche Realität, Padma!“, fauchte ich entnervt, schließlich hatte sie Kingswear und die Schrecken live und in Farbe am eigenen Leib miterlebt und daran, dass sie gerade die Lippen fest zusammenpresste erkannte ich, dass sie dran zurückdachte und wie skrupellos, rücksichtslos und grausam die DeathEater vorgegangen waren, ohne Mitleid und ohne Gnade.

„Aber… aber ich kann das nicht gutheißen!“, stotterte Neville verzweifelt, dabei sah man ihm seinen inneren Konflikt regelrecht an, denn wie gesagt, doof oder dumm war er nicht, nur halt rechtschaffend, ebenfalls ein wahrer Gryffindor.

„Neville, das ist mir relativ gleich, aber glaub mir, ich könnte Bellatrix jedes Mal wenn ich sie sehe umbringen, was glaubst du, wie viele Menschen sie jetzt schon auf dem Gewissen hat seit und nach deinen Eltern? Ja, schau mich nicht so entsetzt an! Zu viele, darunter auch Amalia Bones, Susans Tante!“, erklärte ich lapidar und blickte Neville unverwandt an, der von jetzt auf gleich alle Farbe verlor, als ihm die Tragweite bewusst wurde, dass ich mit den Lestranges, seinem Feindbild Nr. 1, verkehrte. „Du verstehst langsam? Eben, ich war sogar in ihrem Haus, glaub mir, sie sind die schrecklichsten und verachtenswertesten Typen, die du dir vorstellen kannst! Damals im Ministerium wolltest du sie dir auch schnappen, ohne Rücksicht auf Verluste! Aber die anderen sind auch nicht besser…“, entgegnete ich weiter, während Neville hektisch atmete, diese Offenbarung schien ihn mitzunehmen, als er sich hilfesuchend an der Wand abstützte.

„Weißt du auch, wer meinen Dad umgebracht hat?“, kam es sofort eifrig und hoffungsvoll von Hannah und das war es, was mich die Züge verhärten ließ, zu ärgerlich.

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