When Hermione Fights
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 Kapitel 51-52

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queenie
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Kapitel 51-52 Empty
BeitragThema: Kapitel 51-52   Kapitel 51-52 EmptyDo Feb 09, 2012 1:04 am

Slytherins Oberhäupter

Am Sonntag in der Früh sah ich Draco, wie erwartet, in der großen Halle und er nickte mir versteckt freundlich zu, was wohl bedeutete, dass die Twins es ihm hatten sagen können, dass er gestern nicht auf mich zu warten brauchte. Ich trank rasch den Kaffee und erhob mich wieder und zeigte mit einem auffordernden Blick zu ihm hin, dass ich jetzt mit ihm sprechen wollte und versuchte ihm auch klar zu machen, dass ich auf ihn warten würde. Ein minimales, kaum wahrnehmbares Neigen des hellen Kopfes sagte mir, dass er verstanden hatte. So wartete ich in der Nähe des Säulengangs, von dem aus man die großen Flügeltüren der Großen Halle im Blick hatte und nur Minuten nach mir, kam auch schon ein rasch daher schreitender Draco auf mich zu.

„Was tust du hier, Mudblood? Aus dem Weg!“, kam es zischend von ihm und deutete mir beim vorbei gehen auf das Ende des Ganges. Er schritt zielstrebig auf eines der heute am schulfreien Sonntag unbenutzten Klassenzimmer zu. Ich folgte in einigem Abstand. Heute trug ich ein grünes, schlichtes Collegekleid mit hohem Kragen und langen Ärmeln, ein Winterkleid, aus einem warmen, wollenen Stoff, weil wir uns heute, am Sonntag, mal nicht in unsere Schulroben zwängen mussten. Als ich die geöffnete Tür hinter mir schloss, fand ich mich so schnell von Armen umschlungen, wie ich gar nicht gucken konnte. Diese zogen mich fest an eine männliche Brust, die in einem engen, schwarzen Rolli vom feinsten Material steckte, das Ganze wurde von einem länger geschnittenen Sakko gekrönt. Es stand ihm sehr gut und brachte seine edle Erscheinung gut zur Geltung.

So standen wir im Klassenraum und hielten uns eng umschlungen, bis er mich etwas wegdrückte und losließ, um mein Gesicht mit seinen beiden blassen, gepflegten Händen zu umfassen und zu halten, worauf er sich zu mir neigte und begann seine Lippen unendlich sanft und zärtlich auf meine zu legen. Das bescherte mir ein unglaubliches Kribbeln im Bauch, als würden abertausende von Bienen in ihm summen. Der Kuss begann langsam, so dass zuerst nur keusch unsere sich berührenden Lippen aufeinander lagen und sich dann immer stärker, immer verlangender aufeinander pressten, was ein unbeschreibliches Glücksgefühl in mir auslöste! Als dann auch noch seine Zunge begann, gefühlvoll über meine Lippen zu streicheln, vergaß ich wo ich war und öffnete mich mit einem wohligen, kehligen Laut. Ich hieß in willkommen, was, wie ich spürte, ein kleines Lächeln auf seine Lippen zauberte. Er lächelte in unseren Zungenkuss. Unsere Zungen begannen einander zu umtanzen. Wir fingen langsam an und steigerten uns schnell zu einem stürmisch aufbrausenden Finale, in dem sich unsere Zungen ein heißes, leidenschaftliches Spiel lieferten. Als wir uns überwältig von diesem Kuss lösten, waren meine Beine so weich wie Pudding, so dass mich Draco nun mit einem Arm um meine Taille umschlungen halten musste, da ich sonst meinen sicheren Stand eingebüßt hätte. Also zog ich mich auch nah an seinen Körper.

„Draco, so stürmisch heute?“, versuchte ich mein Gleichgewicht wieder zu finden.

„Du hast mich gestern versetzt, das verkraften Malfoys nicht wirklich!“, flüsterte er in mein Haar und kraulte mit seiner Hand meinen Nacken.

„Wie haben sie dich informiert?“, fragte ich wirklich neugierig und gespannt.

„Sie haben uns vor der Kerkertreppe aufgehalten und uns ihre Produkte angeboten und gemeint, dass sie so großzügig seien, auch Slytherins an ihrer Genialität teilhaben zu lassen, da Geld, Geld sei, egal von wem und bekanntlich nicht stinken würde! Dann begannen sie von sich in der dritten Person zu reden, sehr verwirrend! Aber als nächstes erzählten sie und legten richtig los, dass sie so müde seien und man sie erst morgen wieder in der Früh sehen könnte und dass man deshalb schnell zugreifen solle, da man sich keine Hoffnungen machen sollte, sie heute nochmal zu sehen und haben mich dabei intensiv niedergestarrt. Ich müsste hirntot sein, um bei dieser Betonung nicht zu verstehen, dass du gestern Abend nicht kommen würdest!“, erklärte Draco ausschweifend und brachte mich mit der Darstellung dazu zu kichern. Er stellte es auch zu komisch da.

„Draco, du solltest Komiker werden, ernsthaft! Es tut mir leid, aber ich war zu kaputt! Zuerst das Kampfsporttraining in London, bei meinem Sensei…“

„Ich hab doch gesagt, ich will wissen, wenn du das Schloss verlässt…!“, fauchte er da regelrecht böse und hielt mich auf Abstand, um mich finster anzuschauen.

„Du weißt doch, dass ich Freitags immer Kampfsport habe!“, meinte ich perplex.

„Ich meinte damit, ich will, dass du mir mit der Münze schreibst, dass du jetzt gerade Hogwarts verlässt und wenn du wieder gut ankommst, mich auch informierst, ist das zu viel verlangt?“, knurrte er und hatte dabei seine Finger nun in meinen Schultern vergraben und schüttelte mich leicht ärgerlich.

„Oh, klar kann ich das so machen, wenn du es willst“, versuchte ich ihn mit meiner Kooperation zu beruhigen, hob meine Hand an seine glatte Wange und sah ihn entschuldigend an. „Wird nicht mehr vorkommen, versprochen“, versprach ich ernsthaft und wand mich aus seinem Klammergriff und ging auf ein Pult zu, dort setzte ich mich auf die Tischplatte. „Wo war ich mhhh, er hat mich eine neue Sportart gelehrt. Ich spür heute noch den Muskelkater und dann haben wir mit einigen Schülern hier eine geheime Verteidigungstruppe gebildet, in der Harry uns offensive Zauber beibringt. Wir hatten gestern ein wirklich hartes Duell! Ich glaube, die meisten unserer Klassenkameraden haben jetzt schreckliche Angst vor mir!“, erzählte ich ihm dann mit einer gewissen boshaften Befriedigung, vergessen war die kurzzeitige, leichte Enttäuschung von gestern.

„Gut!“, kam es gleichgültig von ihm.

„Ähm, was meinst du?“, ich war verwirrt.

„Dass sie Angst vor dir haben ist gut! Man muss auch vor dir Angst haben, die meisten haben auch Angst vor mir, man hat einfach Angst vor Malfoys!“, meinte er ziemlich arrogant und überheblich, wie eh und je und stand stolz vor mir.

„Draco, es tut mir leid dir das zu sagen, aber die Gryffindors haben vor dir nicht solche Angst wie deine Slytherins!“, meinte ich zynisch und versuchte seinen Höhenflug zu bremsen.

„Oh, da täuschst du dich, mein Mudblood! Sie haben Angst! Alle in eurem Turm! Nur du, das Wiesel und Potter nicht! Aber alle anderen schon, selbst die Twins haben den Anstand, um mich mit ihren Scherzen einen Bogen zu machen, frag sie!“, bot er nonchalant an und ich runzelte nachdenklich die Stirn, während ich meinen Beine hin und herschwingen ließ. Er hatte glaube ich recht. Draco war nie ein Opfer ihrer zum Teil sehr derben Scherze geworden, obwohl sonst die Slytherins ganz gewiss zu ihren Lieblingszielscheiben gehörten. Hatten wirklich auch die Löwen Angst und Respekt vor Draco? Ich kam ins Grübeln, ich wusste, dass alle Mädchen, aus allen Häusern, ihn gutaussehend fanden und die Jungs, ihn als konstante Bedrohung und Konkurrenz sahen! Aber Angst, direkt vor ihm, mhmh, wohl schon? Oder lag es an seiner ihm ständig folgenden Anhängerschaft, fragte ich mich. Das würde ich beobachten müssen, um mir ein Urteil bilden zu können!

„Aber ihr wisst schon, dass solche Gruppen von Umbridge verboten worden sind?“, unterbrach er meine Überlegungen.

„Ach, die Bitch…!“, holte ich verachtend aus, wurde aber von ihm mit einer ausholenden Geste harsch unterbrochen.

„Hermione, … sag so was nicht…!“, kam es scharf von ihm und er fasste mich tadelnd ins Auge und eine gewisse Unwilligkeit über meine Aussage zeigte sich in seinen edlen Zügen.

„Was meinst du Draco?“, runzelte ich über diese Ansage perplex die Stirn.

„Dieses Wort, sag das nicht, das ist unter deiner Würde. Hast du die Bücher gelesen?“, fragte er dann indigniert und ging nur ausweichend auf meine Frage ein.

„Das wollte ich dir gerade erzählen. Wir haben einen Raum entdeckt, etwas ganz tolles, aber das muss ich dir zeigen. Wann hast du Zeit? Er liegt im siebten Stock! Ach, in dem gibt es so viele Bücher, das kannst du dir nicht vorstellen und dein erstes Buch hab ich schon gelesen, nur das Zweite fehlt noch, warum?“, stoppte mein begeisterter Mitteilungsstrom verwirrt.

„Brav, dann verinnerliche was du gelesen hast, wenn ich an Weihnachten bei dir bin, musst du die Bücher verinnerlicht haben!“, befahl er recht harsch und ich nickte ihm zu.

„Wegen deinem Raum, die nächste Zeit ist schwierig. Ich würde sagen, das machen wir nach Weihnachten, ist ja nicht mehr lang bis wir hier raus können“, meinte er recht genervt und grinste nun schelmisch, was mich veranlasste die Hand nach ihm auszustrecken. Ich befand mich immer noch auf dem Tisch, so dass mein Gesicht auf seiner Brusthöhe war und er kam mir ganz nah! Mit einem zärtlichen Ausdruck blickte er auf mich nieder und so fielen seine Haare in sein Gesicht. Ich streckte mich, um von unten in sein herrliches Haar zu fahren, was ihn grinsen ließ.

„So machen wir es, morgen hab ich das erste Nachsitzen bei Snape… abends nach dem Abendessen…“, stöhnte ich leidend, denn auf die Aussicht war ich ganz scharf.

„Angst vor Severus?“, fragte er böse schmunzelnd.

„Oh ja, seine Launen können vernichtend sein!“, erwiderte ich realistisch, aber auch mir selbst leid tuend.

„Da muss ich dir leider zu stimmen, seit Bella draußen ist, ist er noch schlechter gelaunt als davor schon!“, tat sich nun Draco selbst ziemlich leid.

„Warum, was macht sie denn?“, fragte ich neugierig.

„Ihn mit ihrer schrillen Stimme und ihrem irren Auftreten nerven, wie er sagt und wörtlich… dieses Weib hat nur „verquirlte Dementorenluft“ im Hirn!“, ätzte er gerade und fuhr dabei meine Seiten leicht streichelnd auf und ab, was mich wohlig schnurren ließ.

„Armer, Snape!“, hauchte ich mitleidig und ließ mir gerne Dracos Streicheleinheit gefallen.

„Nicht nur Snape, es geht noch schlimmer! Vater hat geschrieben, dass er ihnen Lestrange Manor wieder zur Verfügung gestellt hat. Er ist der Geheimniswahrer und das hat er ganz schnell gemacht, da er sie keine Sekunde länger bei uns daheim ertragen hätte, ohne einen Avada zu sprechen, meinte er, nur sei er sich nicht sicher, ob er den Stab besser auf sich oder Bella richten sollte!“, schüttelte er betrübt den Kopf über seine Verwandtschaft, für die man bekanntlich ja nichts konnte.

„Die Frau scheint die beiden ganz schön fertig zu machen!“, verbiss ich mir heldenhaft meine hämische Freude über diese Erkenntnis.

„Ja, und meine Angst wird deswegen vor daheim nicht weniger!“, murrte er betrübt.

„Wenn ich das so höre, kann ich es verstehen“, meinte ich noch mitleidig, bevor er nun in mein Haar fuhr und mir den Kopf daran bestimmt in den Nacken zog, so dass meine Kehle frei lag und ich an die Decke starrte

„Draco, was…?“, fragte ich irritiert und schluckte gut sichtbar für ihn, da ich durch die Streckung spüren konnte, wie sich meine Kehle bewegte. Meine Hände hatte ich sofort auf die Tischplatte gelegt, da ich mich stützen musste, damit ich das Gleichgewicht halten konnte, in dieser sehr ungemütlichen Haltung. Er dominierte mich und wollte mich ihm unterwerfen, aber warum? Ich konnte ihn tief Luft holen hören und ich war leicht verunsichert darüber was seinen abrupten Stimmungsumschwung herbeigeführt hatte.

„Was sollte das mit Potter, dass er dich so berührt…?“, klang nun seine Stimme ernst und bedrohlich. Ich sah ihn ja nicht mehr in meiner unguten Position, konnte mich kaum bewegen.

„Draco hör auf, was meinst du? Harry hat mich berührt, das tut er oft!“, wehrte ich ab. Er zog ein bisschen mehr an meinem Haar, dass ich das Ziehen auf meiner Kopfhaut fühlen konnte und der Schmerz mich leise zischen ließ.

„Auwa, Draco, das ist unangenehm…“, beschwerte ich mich über seine grobe Behandlung.

„So hab ich es noch nicht gesehen, dass er dich berührt, will er dich? Entwickelt sich da was?“, zischte er nun gefährlich leise.

„Draco, Harry will nichts von mir, das kann ich dir versprechen“, erklärte ich eindringlich, denn das hier war lächerlich und seine Drohungen waren unnötig.

„Du magst dir bei dir sicher sein, kannst du für ihn auch die Hand ins Feuer legen?“, grollte er nun böse. Das ließ mich stocken, nein, Harry wollte nichts von mir, da war ich mir sehr sicher.

„Lässt du jetzt mein Haar los, sonst werde ich echt sauer!“, meinte ich mal als erstes provozierend, aber er ließ nicht von mir ab, was mich ärgerlich stöhnen ließ. „Auch wenn es dir nicht schmeckt, aber Harry ist mein Bruder und ich weiß zu neunzig Prozent, dass Harry das auch so sieht!“, informierte ich ihn über meine Beziehung zu Harry recht unwirsch und brüsk. Ich konnte ein tiefes Knurren hören.

„Vergiss nie, dass er dein Bruder ist, verstanden Mudblood!“, und legte nun den Mund plötzlich an meine entblößte Kehle. Ich konnte seine Lippen an meiner Haut fühlen und wie er nun begann sich daran herauf zu küssen. Er setzte auch seine Zähne ein und knabberte und biss an meiner entblößten, freigelegten Kehle, was mich selbst in dieser unbequemen Haltung aufstöhnen ließ. Seine Liebkosungen an dieser so empfindlichen und nun ungeschützten Stelle, verursachten bei mir eine Gänsehaut auf dem ganzen Körper! Schließlich hauchte er sanfte Küsse auf meinen Kiefer und hob meinen Kopf leicht an. Endlich gab er ihn so aus der ungemütlichen Stellung frei und küsste mich aber sogleich stürmisch auf meinen Mund. Ich schlang meine Arme um ihn und wir begannen uns wieder leidenschaftlich zu küssen. Meine und seine Erregung wuchsen enorm an. Ich sah kurz Sterne, wir waren wie enthemmt.

Als ich mich zurück riss und seine rot geschwollenen Lippen sehen konnte, konnte ich seinem Blick entnehmen, dass ich genauso aussah! Dann strich sein Daumen über meine leicht geschändeten Lippen. Sein Blick war lustverhangen.

„Du siehst geküsst aus, Mudblood“, bescheinigte er mir auch da schon sehr zufrieden.

„Du auch, Pureblood, leider muss ich los, bevor die Jungs eine Suchaktion starten!“, erwiderte ich und zuckte bedauernd mit den Schultern, auch er atmete schwer auf.

„Ich, wie?“, quiekte ich auf, als er mich an meiner Hand packte und mich ohne Rücksicht von dem Tisch zog und erst an der Tür hielt, um mich wie immer auf meine Stirn zum Abschied zu küssen, was mir einen wohligen Schauer über den Rücken sandte.

„Du musst nicht auf Harry eifersüchtig sein, ehrlich“, erklärte ich jetzt noch mal versöhnlich.

„Malfoys sind nie eifersüchtig. Ich mag es nur nicht, wenn dich ein Fremder so berührt!“, erwiderte er jedoch wenig versöhnlich.

„Ich versteh schon… pass auf dich auf!“, meinte ich zynisch und öffnete die Tür, dabei spähte ich in die Gegend. Was würde es für einen Aufschrei der Empörung geben, sollte man uns zusammen erwischen, nicht auszudenken!

„Ich denke eher, du solltest aufpassen, wer ständig verletzt ist bin nicht ich!“, erklärte er und ich konnte nicht wirklich erkennen, ob er mich aufzog oder sich sorgte. Ich sah ihn abschätzend an und verschwand. Für den Rest des Tages hing ich mit Harry und Ron zusammen, da Ron sich nicht mehr wegen des Duells einkriegte, aber wir beide taten unser bestes, um ihn klar zu machen, dass nur er etwas dafür tun konnte im Kampf besser zu werden und nicht wir Schuld waren, dass wir darin so gut waren und er halt nicht. Die Blicke der DA-Mitglieder, wenn sie unser Trio beim Essen beobachteten, konnte ich unangenehm spüren und auch wahrnehmen, wie sie mir beklommene Blicke zuwarfen und ich konnte Draco sehen, der dies alles mal wieder aufmerksam aufnahm. Ich denke, er hätte jetzt nur dank der Blicke alle unsere Mitstreiter enttarnen können. Er warf mir zum Ende des Abendessens einen kecken, aufmunternden Blick zu und zog danach sofort eine gleichgültige Eismaske auf, die wie er mir damit sagen wollte, ich auch tragen sollte. Das brachte mich doch glatt zum Schmunzeln, denn es war seine Art mir zu sagen, dass mir die Meinung der anderen doch egal sein konnte.

Nun stand ich am Montagabend vor Snapes Tür zu seinem Privatbüro, da er im Tränke Klassenzimmer nicht gewesen war. Fühlte ich mich unwohl? Wohl eher nicht, schließlich hatte ich das Intimste mit ihm geteilt was ging, aber wirklich wohl fühlte ich mich auch nicht, da ich wusste, er dachte wir hätten noch eine Rechnung offen. Dabei trug ich ihm seinen Auftritt bei uns im Turm nicht mehr wirklich nach, mal gewann man, mal verlor man! Sollte man an sich alles nicht so ernst sehen. Sonst würde man immer mit einer sauertöpfischen Miene herumlaufen. Ich vergaß, sah man ihn jemals mit einem anderen Ausdruck? Aber so nahm ich mir ein Herz und klopfte, da ich ihm nicht die Möglichkeit geben wollte zu sagen, ich käme zu spät. Und so hallte mein Klopfen von der Tür und ein sehr freundliches „Herein“ ertönte im gewohnt liebenswürdigen Ton. Ja, den hatte er drauf, da wusste man doch gleich, dass man sehr „willkommen“ war und er sich darauf freute einen zu sehen. Ich riss sie auf und trat forsch ein.

„Professor, Sir!“, meinte ich respektvoll, nickte ihm höflich zu und ging zu seinem Schreibtisch, hinter dem er wie ein selbstherrlicher Richter thronte und mir maskenhaft entgegensah.

„Miss Granger, pünktlich!“, schnarrte er kalt.

„Sir?“, so kurze Sätze wie möglich, dann könnte er mir keinen Strick drehen. Er aber starrte mich nur, mit vor der schwarz eingepackten Brust verkreuzten Armen, verachtend an. Dass diese Slytherins keine Farben kannten. Wie Draco trug auch er immer schwarz. Da tat man sich glatt schwer mit der Beschreibung Schwarz, Nachtschwarz, Tiefschwarz, Finsterschwarz, Tiefdunkelschwarz. Tja, mehr fiel mir gar nicht ein, was für nette Umschreibungen es für die farbenprächtige Erscheinung der Schlangen gab.

„Soll ich beginnen, Sir?“, wagte ich die vorwitzige Frage.

„Hab ich was gesagt, Miss Granger?“, hisste er gewohnt sarkastisch auf.

„Nein, Sir!“, meinte ich betreten, da konnte man doch nur verlieren, seine Laune schien grottig zu sein.

„Wie kommen Sie dann darauf, dass Sie beginnen sollen, Miss Granger?“, erwiderte er zynisch. Ach nee, musste er jetzt mit mir seine Psycho-Spielchen spielen, das war ja nicht auszuhalten.

„Entschuldigen Sie, Sir?“, meinte ich neutral, denken tat ich mir jedoch, wofür ich denn dann schließlich hier war?

„Sind wir heute kurz angebunden und zugeknöpft, Miss Granger?“, schnarrte er sarkastisch, dabei ging eine seiner schwarzen Brauen kalkulierend nach oben.

„Nie, Sir!“, versuchte ich mich nicht aus der Reserve locken zu lassen, denn ich stand über seiner Art. Nur nicht auf seine beleidigende, verachtende Art reagieren, damit reizt du ihn viel mehr, hielt ich mir vor.

„Gut, dass Sie mir zustimmen, dass Sie nicht zugeknöpft sind, denn wenn Sie so zugeknöpft wären wie Sie gerade tun, wie konnte es sein, dass ich Sie erst vor ein paar Tagen um kurz vor sechs Uhr in der Früh aus dem Gemeinschaftsraum der Slytherins habe kommen sehen?“, sprach er offen und zog mich mit seiner Ironie durch den Kakao, seinen dunkle Augenbraue bewegte sich dabei kein Stück. „Was hatten Sie dort zu suchen?“, frage er lauernd.

„Ich hatte ein Buch verloren und habe es gesucht, ist ja nicht verboten um kurz vor sechs, Sir!“ kam es liebenswürdig, genervt von mir. Warum musste er auch genau, wenn ich, einsames Mädel, allein herum schlich, ebenfalls durch die Gegend schleichen? Ich glaub, da kam die Sache mit dem Glück wieder daher!

„Sind Sie sich sicher, dass Sie sich nicht verirrt hatten und die Schlangengrube mit der Löwenhöhle verwechselt haben?“, fragte er ganz trocken und da fragte ich mich, ob er nicht doch so etwas wie Humor besaß. Argh, warum trieb mich dieser Mann immer so auf die Palme? Hör nicht auf das was er sagt, stell auf Durchzug, riet ich mir selbst und schenkte ihm ein mildes Lächeln.

„Wenn Sie das sagen, Sir, werden Sie recht haben“, da durfte ich beobachten, wie sein Kinn in die Höhe schoss und seine Nase dadurch besondere Betonung fand. Ich meine, er hatte eine Hakennase, Adlernase oder wie vornehme Menschen sagten, eine römisch, aristokratische Nase, die Büsten der alten Römer hatten alle so einen Zinken, genau lenk dich mit seinen körperlichen Attributen ab, halt eindeutig falsche Richtung, wenn ich über sein Riechorgan nachdachte! … Nur nicht daran denken, ich war hier, um meine gestohlenen Tränke nachzubrauen und für sonst nichts.

„Miss Granger, wie kommen Sie darauf so mit mir reden zu können?“, immer noch kühl und beherrscht.

„Gar nicht, Sir, natürlich nie, Sir!“, und da wurde mir bewusst, dass ich noch immer vor ihm stand, Mann, hatte er es bald.

„Haben Sie mit Draco? Sind Sie zu weit gegangen?“, fragte er nun erstaunlich sachte nach. Ich konnte gerade verhindern, dass mir der Mund vor Empörung aufklappte. Professor Snape stellte mir, seiner Schülerin, eine derart persönliche Frage, ob ich mit Draco im Bett gelandet war, was ging denn hier ab? Ich war kurz sprachlos und musterte ihn erstaunt, bevor ich meine Stimme wiederfand.

„Sir, also ich denke mal, dass Sie das gar nichts angeht!“, kam es harsch von mir.

„Das sehe ich anders, Miss Granger“, haute er nun seine Hand schwungvoll auf seinen Schreibtisch, dass die Gegenstände darauf nur so wackelten, mhm… ganz schöner Schlag, dachte ich bei mir. Brannte jetzt seine Hand? Ich hoffte es für ihn, ging meine Gehässigkeit mit mir durch. Aber was er konnte, konnte ich auch, ich ließ mir doch nicht solche Fragen gefallen.

„Ach, hören Sie mit diesem ewigen, Miss Granger auf, das nervt!“ rief ich ihm nun mitten ins blasse Antlitz, mein Temperament ging ein bisschen mit mir durch, aber dieses ewige, missbilligende Miss Granger ging mir auf den Keks.

„Miss Granger, was erlauben Sie sich…?“, fauchte er nun erbost und funkelte mich in den Boden.

„Das ist doch ein bescheuertes Spiel, soll ich jetzt brauen oder nicht, Sir!“, rief ich aufgebracht, wich kein Stück zurück, denn er jagte mir keine Angst ein, ich würde meinen Mann… äh, meine Frau stehen.

„Wenn Sie unbedingt darauf Wert legen, bitte!“, nahm er jedwede Erregtheit aus seinem Ton und meinte dies nun ganz lässig und sehr ruhig, der wollte mich echt nerven. Er wedelte mich, wie eine lästige Fliege, zu dem einzigen Arbeitsplatz, den der Raum bot. Der Mann litt unter Stimmungsschwankungen, von 180 auf 0 in einer Sekunde.

„Ich denke, Sie wissen am besten was Sie entwendet haben“, hauchte er seidig. Giftzahn, wie er das so von oben herab sagte, ganz der Meister!

„Natürlich, Sir!“, drückte ich liebenswürdig durch meine zusammengepressten Zähne, was er an Selbstbeherrschung aufbringen konnte, konnte ich schon lange und so blieb ich betont freundlich und stellte mich noch etwas gerader hin und machte mich nun daran, geschäftig, aber auch gekonnt und routiniert, einen Heiltrank anzusetzen.

„Ach, ich wollte Sie noch zwecks Potter informieren, ich konnte es an geeigneter Stelle fallen lassen und Professor Dumbledore will, dass Potter nach den Ferien Okklumentik-Unterricht erhält“, meinte er plötzlich aus heiterem Himmel mitteilsam und ich riss meinen Kopf hoch.

„Aber….“, ich blickte von dem zäh blubbernden Gebräu im inneren des Kessels auf, denn das fand ich viel zu spät, warum wollte sich der Alte so viel Zeit lassen, es Harry beizubringen?

„Unterbrechen Sie mich nicht, Miss Granger!“, hisste er böse auf und ich antwortete mit einem ergebenen Augenrollen.

„Haben Sie gerade mit den Augen gerollt?“, fragte er auch da schon lauernd nach und sah mich wie eine gefährliche Raubkatze auf dem Sprung an, wie er da hinter seinem Schreibtisch saß und mich verfolgte.

„Nein, natürlich nicht, Sir!“, das war herrlich, dieser Schlagabtausch, wenn ich es nicht durchleben müsste, könnte ich darüber lachen, aber so tat ich mir nur leid.

„Miss Granger, Sie vergessen mit wem Sie sprechen. Ich bin weder der Köter, wie ich dachte Ihnen schon verdeutlicht zu haben, noch mein kleiner, nicht erwachsener Patensohn!“, meinte er leise mit einem bedrohlichen Unterton.

„Ich vergesse natürlich nie wer Sie sind, Sir. Aber Sie unterschätzen Ihren Patensohn, Sie sollten ihn ernst nehmen, Sir“, riet ich ihm leise, dabei rührte ich im Kessel wie wahnsinnig, da ich relativ wütend war.

„Ich denke nicht, dass Sie in der Position sind mir zu raten!“, meinte er nun recht versnobt.

„Natürlich nicht, Sir!“, ging mein Spott mit mir durch.

„Hören Sie mit diesem „Natürlich“ auf!“, blaffte er mich nun laut an, anscheinend hatte ich seine Geduld kurzzeitig wieder erschöpft oder arg strapaziert.

„Dann hören Sie mit Ihrem ewigen „Miss Granger“ auf, Sir!“, traute ich ihm tatsächlich wacker zu sagen. Manchmal war ich selten dämlich, aber ich konnte nicht anders, er reizte mich unglaublich, so dass ich ihm Widerworte gab, das war wie ein Zwang, ein gefährlicher, idiotischer Zwang, aber trotzdem war er da!

„Sie sind ein unerträgliches Weib, was Draco an Ihnen findet ist mir schleierhaft!“, bescheinigte er mir wenig schmeichelhaft und warf in einer hilflosen, unwirschen Geste die Hände in die Luft, was mich meine Stirn kräuseln ließ. Ungewöhnlich für Snape. Er war in seinen Bewegungen sonst sehr sparsam.

„Ähm, fragen Sie ihn?“, erwiderte ich nur und sah in böse an. „So fertig, die Basis steht. Sie muss ziehen“, danach schmiss ich die Kelle missgestimmt auf die Ablage. Er hob kalkulierend den Kopf und maß mich sehr abschätzend.

„Und was wollen Sie mir damit sagen, Miss Granger?“, fragte er konsterniert.

„Ich bin fertig!“, meinte ich kurz und knapp.

„Na, das bestimme immer noch ich, denken Sie nicht, Miss Granger?, kam es doch sehr hämisch von ihm und mir entwich ein verzweifeltes…
„Ahhrrr“, dabei rammte ich die Hände in die Arbeitsplatte und ich durfte sein bösartiges heben der Mundwinkel sehen, als er meine frustrierte Reaktion sah, auf seine Sturheit, anscheinend gefiel es ihm mich zu nerven und dass ich darüber hilflos war.

„Was versuchen Sie derart unglücklich zu artikulieren, Miss Granger?“, triefte seine Stimme vor Süffisanz. Ich würde ihm gleich an die Gurgel gehen. Moment, hegte er vielleicht seit unserem Gespräch ähnliche Gedanken, höchstwahrscheinlich! Beruhigte mich diese Einsicht? Keineswegs, sie heizte mein Temperament wenn nur noch mehr an.

„Das war ein fast orgastischer Ausruf, aufgrund der Freunde, dass mir die Basis gelungen ist!“, kam es ironisch von mir und ich verzog den Mund zu einem grimassenhaften Lächeln. Seine Stirn runzelte sich aufgrund meiner frechen und leider unangebrachten Antwort, denn er war mein Lehrer.

„Was soll das heißen, wo ist Ihr Respekt, Miss Granger?“, zischte er leise, drohend.

„Ich habe vor Ihnen den größten Respekt, Professor!“, betonte ich besonders und ernst.

„Dann zeigen Sie das auch und lassen Sie Ihren Zynismus stecken, der steht Ihnen nicht zu!“, informierte er mich brüsk.

„Aber Ihnen natürlich, Sir! Ihnen steht er ja auch viel besser!“, konnte ich nicht einmal meinen Mund halten?

„Da sehen Sie, schon wieder, Miss Granger, das ist inakzeptabel. Wenn Sie so weiter machen, kommen Sie hier nicht mehr raus!“, giftete er ölig und grinste mich gemein an.

„Oh, Professor, ist das ein Versprechen, oder eine Drohung?“, meinte ich provokant, aber auch noch mit laszivem Ton. Ich kannte selten jemanden, der sich sein eigenes Grab so selbst schaufelte, wie ich es gerade im Begriff war zu tun.

„Miss Granger, ist das der berühmte Gryffindormut, oder Ihre eigene abgrundtiefe Dummheit, mich reizen zu wollen?“, flüsterte er so leise durch seine zusammengekniffenen Lippen, dass ich ihn kaum verstehen konnte. Sein Gesicht war eine Spur weiß und sah noch ungesünder aus als sonst schon. Ich glaube, ich forderte gerade seine ganze Selbstbeherrschung, die er aufbieten konnte, um mich nicht so anzugehen wie damals Sirius. Warum musste ich die Männer meiner Umgebung aber auch immer bis zur Weißglut reizen? Dumm, einfach nur sehr dumm, er war ein Gegner, dem ich immer noch unterlegen sein würde.

„Keine Ahnung Sir, aber Ihre Aussagen schreien mich geradezu an Ihnen so zu antworten, Entschuldigung, Sir!“, zog ich nun den Schwanz ein, da mir sein innerer Kampf, die Contenance zu wahren, sehr wohl aufgefallen war. Ich konnte mir aber ein belustigtes Schmunzeln echt nicht verkneifen. Meine Aussage und mein Amüsement schienen bei ihm keine Reaktion auszulösen, außer die, dass er sich nicht rührte. Er hockte da, als hätte er einen Besenstiel verschluckt. Auch ich wagte mich hinter meiner Arbeitsplatte nicht zu rühren. Aber dann erhob er sich mit einem Ruck und schritt mit sich aufbauschenden Roben zu seiner Regaltür.

„Mitkommen, Miss Granger!“, befahl er plötzlich schroff und öffnete den Durchgang und ließ mich jetzt sprachlos zurück. Okay, ich würde wieder in die privat Räume gehen. Warum? Was wollte er jetzt noch? Aber gut, den Mut hatte ich, also auf … Er saß schon in seinem Sessel und hatte seinen Rotwein vor sich stehen und vor meinem Platz, auf dem kleinen Tischchen, stand auch eines, wie ich verwundert feststellte. Ich setzte mich und hob es vorsichtig an, um ihm sachte zuzuprosten, was er abwägend erwiderte und so tranken wir schweigend und ließen uns nicht aus den Augen. Er hatte schöne Augen, an ihm, in dem blassen Gesicht, waren sie wie schwarze Edelsteine und mit das Attraktivste an diesem Mann. Die Stimmung war entspannt und gespannt zugleich.

„Wie soll ich Sie bestrafen? Wenn ich weiß, dass Ihnen nichts etwas bedeutet, was ich Ihnen antun könnte?“, erhob er auf einmal die Stimme und ich konnte leichte Resignation über diesen Umstand heraushören, in der ansonsten neutral getroffenen Aussage.

„Ich könnte Sie züchtigen und schlagen, und ich denke, nein, ich weiß sie würden es über sich ergehen lassen und hinnehmen! Sie würden sich nicht mal bei den anderen Professoren beschweren, damit ist es keine Strafe. Ich kann Sie alle Tränke dieser Welt brauen lassen, das tun Sie aber ohnehin schon. Das ist für Sie eine Übung, Fleißaufgabe, keine Strafe. Ich könnte Ihnen Hauspunkte abziehen, dass Sie schwarz werden. Ich weiß, dass die Ihnen schon lange egal sind, ebenso wie die Meinung Ihres Hauses, sollten Ihre Hausgenossen auf Sie wütend werden. Somit ist auch dies keine Strafe“, holte er tief Luft und sprach schon fast ergeben weiter.

„Ich könnte Potter und Wiesel für Sie bestrafen, aber höchstwahrscheinlich würden sie Ihnen nicht mal sonderlich leidtun, da Sie denken, die zwei Idioten sollen eh mehr lernen. Also würden Sie das eher gutheißen, als es denn als Strafe zu sehen. Sie aufzuhalten zu verschwinden fällt schwer, dank Ihres Zaubers und Sie von Draco fernhalten kann ich nicht, da er es nicht zulässt. Also sagen Sie mir, Miss Granger, wie kann ich Sie bestrafen?“, fragte er nun pragmatisch, dabei nahm er nun äußerlich seelenruhig einen Schluck Wein. Wow, ich saß wie geplättet da und nahm auf diese seine Ausführung hin auch erst mal ein Schlückchen Wein, das musste erst mal sacken. Er hatte recht, mit allem was er sagte, der Mann war echt gut. Er konnte mir mit keiner dieser Maßnahmen wehtun, noch mich irgendwie treffen. Er hatte mich in dieser Beziehung vollkommen durchschaut, erkannte ich erstaunt.

„Sie haben recht, Sir!“, kam es geschockt von mir über diese plötzliche Offenbarung und Erkenntnis. Er blickte mich nur mit schiefem Kopf überlegend an.

„Ich weiß!“, seufzte er untypisch schwer. Ach, jetzt bekam ich ein schlechtes Gewissen, weil er nicht die Möglichkeit hatte mich zu bestrafen. Hallo, Hermione, freu dich. Ja schon, aber ich hatte ihn ja wirklich geärgert im Gemeinschaftsraum der Schlangen. Und er war mein Lebensretter, der mir schon oft geholfen hatte. Ich war ihm verpflichtet und es tat mir leid, ihn da so verstockt sitzen zu sehen und auch wenn er es nicht zeigte, dass er unglücklich darüber war, dass ich ihm immer entschlüpfte.

„Soll ich Ihnen noch einen Zauber zeigen?“, bot ich auf einmal versöhnlich an und zuckte die Schultern, denn ich hatte echt Gewissensbisse. Da riss es ihn und überrascht gingen seine Augen auf, diese drohten mich zu durchbohren.

„Wie meinen, Miss Granger?“, fragte er indigniert, während ich mich langsam erhob, um zu ihm zu gehen, dabei ließ ich mich vor ihm auf den Teppich sinken und kniete nun zu seinen Füßen, am Fuß seines Sessels gelehnt. Er beugte sich leicht erstaunt vor, so dass seine kinnlangen, glatten und so dunklen Haare in sein Gesicht hingen, als er auf mich nieder schaute.

„Miss Granger?“, fragte er da perplex und wollte mich mit seiner Hand berühren, hielt aber auf halber Stecke inne.

„Hören Sie bitte zu, Professor und unterbrechen Sie mich bitte nicht, es ist eines meiner gut gehüteten Geheimnisse, dass ich Ihnen hier offenbaren will! Dagegen ist der Zauber, den ich Ihnen gegeben habe, ein Kinderwitz! Ich hab seit zwei Jahren an diesem Zauber gearbeitet, der seit den Sommerferien fertig gestellt ist. Er funktioniert und ist voll einsatzfähig. Ich hatte ein Versuchskaninchen. Stopp, das stimmt so nicht, eher einen Versuchskäfer“, kicherte ich kurz fies auf und er schenkte mir einen undeutbaren Blick, verharrte aber abwartend.

„Hierfür braucht man anders als beim Credere Tacientiae, den Sie kennen, also man braucht bei diesem überhaupt keine Zustimmung, um ihn jemandem anzuhexen, das Einzige was man braucht ist… Blut!“, gestand ich flüsternd ein, etwas was ihn zischend Luft einatmen ließ, da damit klar war, dass ich die schwarze Magie aktiv praktizierte, was er bisher vielleicht vermutet hatte, aber nicht wirklich hatte belegen können, nun gab ich es offen zu.

„Beiderseitiges Blut und nein, es muss nicht freiwillig gegeben werden…“, ich leckte mir hierbei nervös über die Lippen, da ich mir des intensiven Blicks aus diesen tiefen Seen nur zu bewusst war.

„Sie ritzen sich und Ihr Gegenüber z.B. in die Hand und halten diese dann verschlungen, damit sich das Blut verbindet und richten währenddessen Ihren Zauberstab auf die Hände und rezitieren Impetus Impedive, was so viel heißt, wie 'den Angriff verhindern und Loyalität sichern'! Das ist die richtige Bewegung dazu“, meinte ich geschäftig und führte die Handbewegung aus.

„Ich habe den Fluch dafür erfunden, dass mir die verhexte Person in keiner Art und Weise Schaden zufügen kann, noch mich direkt angreifen könnte. Der Zauber würde sofort reagieren und den Verfluchten in ein Koma schicken, aus dem er nicht mehr zu erwecken ist. Außer, Sie würden das Koma von der Person nehmen“, erklärte ich weiter, dabei biss ich mir unsicher auf meine Lippe, weil ich mich fragte, wie ihm dies zusagte, machte aber weiter, malte mit meinen Fingern kleine Kreise auf die Sessellehne, um ihn nicht anschauen zu müssen. „Verstehen Sie, Sir, dies ist ein untrennbares Band, ähnlich einem Unbrechbaren Schwur! Nur halt etwas abgewandelt, man sieht, dass es funktioniert hat, daran, dass sich ein weißer Rauch um die verbundenen Hände legt und besiegelt, somit wird das Ritual vollendet!“, endetet ich mit meinem Vortrag.

Ich war fertig und hielt den Kopf gesenkt, wagte nicht ihn zu heben, da ich seine Reaktion nicht sehen wollte. Es war totenstill, dass zwei menschliche, lebende Wesen in diesem Raum waren, hätte man nicht vermuten können, bei dieser absoluten Lautlosigkeit. Auf einmal konnte ich ein leises Rascheln vernehmen und schon fühlte ich einen Finger, der mein Kinn sachte berührte und dieses sanft aber bestimmt in die Höhe hob, so musste ich meinen Blick heben und ihn wohl oder übel ansehen und ich sah seinen gewohnt nichtssagenden Gesichtsausdruck, diese Maske der Empfindungslosigkeit, aber ein eindeutiges Funkeln in den Obsidianen, die stark hervortraten.

„Miss Granger, das ist eine beeindruckende Leistung, zwei Jahre sagen Sie? Dann haben Sie in der Dritten mit solchen Studien begonnen?“, kam es abwägend von ihm. Er schüttelte seinen Kopf leicht. „Ungewöhnlich für ein kleines Mädchen, da dies die schwarze, die dunkle, die verbotene und die gefährliche Art der Magie ist, das muss ich Ihnen nicht sagen?“, wisperte er leise, aber sehr samtig, dabei hielt er immer noch mein Kinn fast sanft fest, so dass ich ihn unverwandt anstarrte und keinen Muskel rührte. Ich konnte sehen, wie er tief Luft holte und sich sein Brustkorb unter dem Gehrock hob. „Sie sind ein komisches, ungewöhnliches Kind…“, was dazu führte, dass meine Lippen sich zu einem schmalen Strich verzogen, dieser Bezeichnung war ich so was von entwachsen, mein lieber, werter Herr Professor, als er sich selbst wohl eingestand, dass dies so nicht stimmte, denn er setzte erneut an.

„Nein, das stimmt nicht, eine merkwürdige und faszinierende junge Frau! Das passt eher! Dieser Zauber ist genial, aber was hat Sie veranlasst schon im dritten Jahr so etwas entwickeln zu wollen, aufgrund von welcher Intention?“, fragte er intuitiv richtig und legte überlegend sein Haupt auf die rechte Seite und betrachtete meine Gestalt, die so vor ihm kniete, intensiv. Trotz seines langen, schmalen Fingers, der noch immer unter meinem Kinn lag, fing ich beherzt zu reden an. „Ich habe mich schon immer für das Entwickeln und Erforschen interessiert, da ist es zum Erschaffen von eigenen Zauber nur ein kleiner Weg!“, erklärt ich kühl.

„Wahrlich, Miss Granger, an wem haben Sie diesen bösartigen, kleinen Zauber ausprobiert?“, fragte er nun leicht lauernd, aber auch mit wirklichem, böse funkelndem Interesse in den Augen.

„Das kann ich Ihnen leider nicht sagen, Sir. Aber ich kann Sie beruhigen, die Person befindet sich nicht in Hogwarts und ist erwachsen, ist sich somit vollkommen im Klaren, wie er agieren muss, um nicht dem Fluch zum Opfer zu fallen“, räumte ich ein und konnte sehen, wie ein fast amüsiertes Glänzen in seine Augen trat.

„Sie sind nicht zu unterschätzen, Miss Granger! Womit habe ich dieses Vertrauen verdient, da sie mir dieses geniale Material zur Verfügung stellen?“, forschte er weiter sehr nüchtern nach. Ich entwand mich dem Finger, indem ich den Kopf nach rechts riss, was dazu führte, dass sein Finger in meinem offenen Haar landete und er nun dieses zu meiner Überraschung auch nahm und zwischen Daumen und Zeigefinger rieb. Eine Geste, die mich schlucken ließ!

„Sir, ich schulde Ihnen viel und Sie tun viel für mich, ich bin Ihnen dankbar, ich bin kein undankbares Miststück, nein, wahrlich nicht. Ihre Worte vorhin, die stimmen, alle! Ich fühlte mich verpflichtet Ihnen etwas in die Hand zu geben, was mir nicht leicht fällt, und unangenehm ist…“, ich lachte rau auf.

„Das ist wohl meine Art Sie um Entschuldigung zu bitten, für das was im Gemeinschaftsraum beider Häuser vorgefallen ist und dass es zu spät war, um mich von Draco fernzuhalten!“, bekannte ich nun entschuldigend und sah ihn wieder nicht an.

„Verstehe!“, kam es kalt von ihm.

„Nein, Sie verstehen nicht, es tut mir leid!“, rief ich nun etwas aufgebracht, dass der Typ aber auch immer so halsstarrig sein musste.

„Doch ich verstehe schon, Sie denken, Sie stehen in meiner Schuld! Aber das tun Sie nicht, Miss Granger“, meinte er abweisend, also bei dem Mann war doch Hopfen und Malz verloren, da wollte man ihm mal einen Gefallen tun und was tat er, er pflückte es auseinander, bis jedes Blütenblatt ab war und es so ganz anders aussah als es sollte. Ich war kurz davor zu schreien, so sehr schaffte er es, mich auf die Palme zu bringen. Ich wusste mir nicht zu helfen, um diesen Eispanzer zu durchdringen und dann ging es so schnell, dass ich danach gar nicht mehr wusste, wie ich mich so rasant hatte bewegen können. Ich richtete meinen Oberkörper auf und kniete noch immer vor ihm, riss meine Hände nach vorne, packte sein Gesicht und zog es bestimmt zu mir und näherte mich ihm gleichzeitig und legte meine Lippen auf seine. Ich verschloss diesen giftigen, sarkastischen Mund entschlossen mit meinem. Ich konnte seine weit aufgerissenen, erschrockenen Augen sehen, diese Gefühlsregung hatte ich noch nie bei Snape erleben dürfen, aber es gefiel mir, etwas zu tun, was ihn schockierte und aus der Bahn warf, etwas zu tun, was es schaffte diesen Eispanzer zu durchbrechen.

Ich begann diese harten, unnachgiebigen Mund zu liebkosen, sah ihm dabei aber unverwandt aufreizend in die Augen, in denen ich es unstet Flackern sehen konnte und als meine Zungenspitze spielerisch über seine unerwartet weichen Lippen strich, tat er wie mir schien dies unbewusst und öffnete den Mund, was für mich Einladung genug war, um seinen Mund zu erobern und hineinzugleiten. Meine Augenlider glitten langsam aber sicher zu, da ich es genoss ihn zu fühlen und ich mich dem Kuss vollkommen hingab. Ich gab auch sein Gesicht nicht frei, durfte aber nun spüren, wie sich seine Hände ihren Platz suchten. Eine legte er bestimmt an meinen Rücken und zog meinen ganzen Körper näher zu sich und seine andere Hand legte er bestimmend in meinen Nacken und hielt mich ganz fest, worauf er mir auch schon die Führung aus der Hand riss und nun der Chef in unserem heißen Kussduell wurde. Nun plünderte er meinen Mund rücksichtslos, was mir heisere, kleine Laute des Genusses entlockte. Meine Hände glitten von seinem Gesicht und ich krallte mich in seinem Gehrock fest. Er war fordernd und unnachgiebig. Ich stöhnte wohlig auf, was ihn mich noch näher an sich ziehen ließ, so dass nun wirklich nicht mal mehr ein Blatt zwischen uns passen würde. Ich gab mich ihm hin und schaltete meinen ach so wachen Verstand aus, nur das Bedauern blieb, dass er Minna nie derart verführerisch küssen würde.

Warum küsste ich ihn, nach dem sinnlichen Kuss mit Draco? Ich wusste es nicht, wirklich! Das Einzige was ich wusste war, dass es ganz anders war als mit Draco, nicht zu vergleichen und dass es mir zu meinem Erkennen nicht leidtat, dies hier gerade zu tun. Als ich seine Zähne fühlen konnte, die mich unsanft in meine Unterlippe bissen, riss mich dies aus meiner Trance und ich schlug meine Augen auf und stöhnte auf, vor unerwartetem Schmerz! Er hatte richtig zugebissen und so stieß ich mich von ihm los und landete durch den Schwung unsanft auf meinen vier Buchstaben auf seinem Teppich. Ich kam dort zum Liegen. Ich blickte so ausgestreckt liegend und schwer atmend, zu ihm auf. Wie es schien war er zur Vernunft gekommen. Also richtete ich mich auf meinen Unterarmen auf, auch mein Schulrock war bei dieser Aktion gefährlich weit über meinen Schenkel nach oben gerutscht. Ich musste ein sehr einladendes Bild abgeben, wie ich so vor ihm lag und er in seinem Sessel saß und mich niederstarrte. Er sah mit einer eindeutig beschleunigten Atmung auf mich hinab, denn das Geschehen war auch nicht an ihm spurlos vorbeigegangen.

Auch ich atmete schwer. Was tat ich hier? Ich hatte zum ersten Mal aus eigenem Antrieb Snape geküsst bzw. mich ihm zum ersten Mal selbst aus eigenem Willen genährt, warum? Ich meine, ich hatte Draco, aber wie sagte er so schön, das war Familie! Und in diesem Moment hatte es sich richtig und verdammt noch mal auch verteufelt gut angefühlt. Ich leckte mir mit meiner Zungenspitze langsam über den leicht blutenden Biss in der Unterlippe und leckte mir das Blut lasziv von der Lippe, das er hinterlassen hatte. Ich konnte sehen, wie seine Augen dieser Bewegung fast zwanghaft folgten und in ihnen stand eindeutig Lust, Begierde und Erregung. Aber mal ehrlich, wollte ich das durchziehen? Hier war ich seine Schülerin, seine Schutzbefohlene, nicht eine Hure und mit meinem Lehrer als Hermione intim werden, konnte ich das, durfte ich das? Was würde Draco tun?

Bei ihm schienen dieselben Gedanken durch den Geist zu wandern, auch wenn sein lüsterner Blick immer wieder gierig über meine Gestalt wanderte und auch ich ihn nicht aus den Augen ließ. Ich konnte sehen wie auch er kämpfte. Er bot seine Selbstbeherrschung und Disziplin auf, um stark zu sein.

„Ich denke ich sollte gehen, Sir?“, hauchte ich fragend. Ich hatte es wie eine Frage klingen lassen und schluckte meine eigenen Gefühle schwer hinunter und sah ihn an. Er gab sich einen Ruck und überschlug lässig seine Beine und lehnte sich betont lapidar zurück.

„Das denke ich auch, Miss Granger!“, kam es kühl von ihm, aus diesem doch so heißen Mund. Sollte ich sauer sein, dass er mich gebissen hatte, nein, das war nötig gewesen, um mich wieder zur Besinnung zu rufen und wohl auch ihn, aber der Professor war nie sanft, ganz anders als Draco. Ich zog mich hoch und strich meinen Rock glatt, griff zum Glas und trank es auf ex leer, das brauchte ich jetzt und schon kam mir wieder ein fieser Gedanke, wie ich ihn reizen konnte und ich lächelte böse in mein Glas. Denn lasst uns ehrlich sein, das Spiel war noch lange nicht vorbei.

„Ach, Professor, nicht dass Sie denken, ich hätte das aus Mitleid getan, Sie küssen zu gut, das war reine Selbstsucht!“, meinte ich sehr frech, was mir ein rasches wenden seines Kopfs einbrachte und er abwägend die Braue hob.

„Vergessen Sie nächste Woche Montag nicht Ihre Strafarbeit, Miss Granger!“, kam es nur süffisant von ihm, aber er hatte es unerwartet gleichmütig aufgenommen was ich zweideutig gesagt hatte.
„Natürlich, Sir!“, schenkte ich ihm einen verruchten Augenaufschlag und ging nun langsam und gemächlich durch die Räume, bis ich auf dem Gang der Kerker stand und mein Kichern nicht mehr unterdrücken konnte, in mir summte es. Danke des Weins? Dank Snape? Dank seiner Küsse? Wer wusste das schon?


Zuletzt von queenie am Fr Mai 10, 2013 8:32 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Kapitel 51-52 Empty
BeitragThema: Hogsmeade   Kapitel 51-52 EmptyDo Feb 09, 2012 1:05 am

Hogsmeade

Am nächsten Morgen wachte ich mit einem Lächeln auf und während meines eisigen Schneelaufs auf dem Quidditchfeld, bei dem mein Atem in kleinen, weißen Wölkchen vor mir kondensierten, waren meine Gedanken bei gestern. Vor meinem inneren Auge liefen die Geschehnisse mit Draco und Snape, wie in einer Endlosschleife ab. Wenn meine Wangen nicht schon von dem eisigen, kalten Wind ganz gerötet gewesen wären, wären sie wohl vor Scham und dem wohligen Kribbeln in meinen Bauch so gefärbt worden, denn zum Teufel, küssen konnten beide. Ich konnte es selbst nicht fassen, zuerst der himmlische Kuss mit Draco und dann dieser von mir ausgehende Kuss mit Snape. Was zum Teufel ritt mich, es so weit mit zwei Männern an einem Tag zu treiben. Ich meine, ich war doch keine Schlampe, oder? War es nicht schlampenhaft, an einem Tag mit zwei Typen rumzuknutschen?

Arrrr, da drehten sich meine Gedanken im Kreis, verdammt mich! Zuerst hatte ich Snape nur aus meiner Rage und Hilflosigkeit heraus stumm machen wollen, da er mich echt in den Wahnsinn trieb und mir war anscheinend nichts besseres eingefallen, als ihm sein Mundwerk zu verschließen… aber Schande auf mein Haupt, es hatte mir gefallen und wie, wenn er mich doch küssen würde, wenn ich Minna war!

Bedauerte ich diesen Umstand zutiefst. Ich driftete in eine Traumwelt ab… er war kein schöner Mann, ganz anders als Draco! Der manchmal fast zu schön war um echt, real zu sein. Snape war aber beeindruckend, charismatisch in seinem ganzen Auftreten und auch auf seine ganz eigene Art und Weise attraktiv, aber nicht hübsch, nicht schön… Mhm, ich denke, mit meinem Verhalten hatte ich auch dem guten Professor ganz schön einen vor den Bug geknallt, zumindest hoffte ich dies sehr, denn ich liebte nichts mehr, als ihn sprachlos zu machen. Und so atmete ich tief und spürte den stechenden Schmerz in meinen Lungen, als die kalte Dezemberluft von mir eingesogen wurde, auwa, das tat weh und das holte mich aus meinen Träumen.

Heute war es echt eisig, ich ging nun verschwitzt und außer Puste zurück, dabei dachte ich darüber nach, wie recht er mit seiner Analyse hatte, dass ich nicht zu bestrafen war! Er war ein exzellenter Beobachter und er zog aus diesem angesammelten Wissen eine unbarmherzige und völlig richtige Bilanz. Die daraus resultierende Erkenntnis hatte ihm nicht gefallen und als er mir seine Beobachtungen dargelegt hatte, über die ich noch nie nachgedacht hatte, gefiel es auch mir im ersten Moment nicht, stellte es mich doch als ziemlich, tja als war dar? Als nicht besonders nette, freundliche oder liebenswürdige Person. Was fing ich jetzt mit dieser neuen Perspektive, die er mir hier eröffnet und offenbart hatte, an? Ich wusste, so eine kritische Sichtweise über mich selbst musste nun auch ich analysieren, um dann meine Konsequenzen daraus zu ziehen, so gut wie nicht bestrafbar oder erpressbar zu sein, konnte bei diesem gefährlichen Spiel, welches wir alle hier dank der permanenten Gefahr spielten, Gold oder besser Leben wert sein.

Es gab so viele Fronten, an die man denken, oder an denen man gleichzeitig kämpfen musste. Hier der Dark Lord, dort der Orden des Phönix, das Ministerium, dann noch Hogwarts mit den Professoren und seinen Schülern, und zum Schluss folgten meine engen Bezugspersonen, wie Harry, Ron…, Snape und Draco. Ich musste mir das alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen… aber da hatte ich die Duschen erreicht und musste mich für den Unterricht herrichten. Als wir uns dann alle gesammelt und dick eingepackt hatten, machten wir uns auf und gingen über die Ländereien, die immer mehr mit Schnee bedeckt waren, zu Hagrids Hütte, da wir heute Pflege magischer Geschöpfe hatten.

„Ich weiß nicht, hab aber wegen der Bitch ein ganz schlechtes Gefühl, meint ihr die inspiziert ihn heute?“, meinte Ron unglücklich und blickte leicht verfroren durch die Gegend.

„Mit Sicherheit. Jetzt, da er wieder unterrichtet. Sie hatte ja alle durch, nur Hagrid fehlt noch!“, und stöhnte recht hoffnungslos auf, da ich mir unseren leicht unbeholfenen und tollpatschigen Riesen nicht im Einklang mit dieser bösen Frau vorstellen konnte. Als sich die Klasse gesammelt hatte, kam auch schon Hagrid daher, dessen Wunden noch immer nicht verheilt waren und wenn mich nicht alles täuschte, auch noch eine Neue dazugekommen war, denn die Nase war letztes Mal noch nicht so krumm gewesen? Oder redete ich mir das gerade ein?

„Hagrid sieht nicht gut aus, der hat neue… ist das eine gebrochene Nase?“, flüsterte mir Harry ins Ohr, was Draco mal wieder mit einem bitterbösen Blick kommentierte, worauf ich ihm ein begütigendes Augenrollen schenkte, dieser gar „nicht eifersüchtige“ Malfoy war ja nicht auszuhalten.

„So heute geht’s in den Wald, liebe Klasse! Kommt!“, winkte Hagrid uns Richtung Verbotenem Wald. Als wir uns der Baumgrenze näherten, konnten wir einen noch blutigen Leib einer geschlachteten Kuh auf dem weißen, sich durch das Blut des toten Viehs immer röter und bräunlicher verfärbenden, Waldboden liegen sehen. „Wie gut, dass es so kalt war“, kam es mir ironisch in den Sinn. Im Sommer wären um das tote Fleisch nur so die Fliegen herumgeschwirrt und der Verwesungsgeruch wäre abartig gewesen. Die Reaktionen kamen wie erwartet.

„Igitt!“, „Wie widerlich!“, „Ekelhaft!“, „Mir wird schlecht!“, „Warum müssen wir so was ansehen?“, „Dieser dumme, Volltrottel, geht’s noch geschmackloser…!“ Und so ging es entrüstet hin und her. Lav und Pav waren, dank des blutigen Anblicks, einer Kreischattacke nahe, bitte nicht, verzog sich bei mir schon das Gesicht vor Furcht über das Kommende. Ich mein, schön war es nicht, aber schlimm? Boles toter Körper war schlimm gewesen aber das hier war das Leben. Schließlich hatte ich in dieser Schule noch keinen Vegetarier kennengelernt, dachten die, das Essen wuchs auf Bäumen?

„Ganz ruhig, Kinder. Das ist nur eine Kuh, nichts schlimmes! Wir gehen jetzt nur ein ganz kleines Stück in den Wald, bleibt zusammen und folgt mir!“, ließ Hagrid sich nicht aus der Ruhe bringen, bückte sich und schmiss sich mit Leichtigkeit die tote Kuh über die Schulter und stapfte frohgemut in den Wald.

Die Art, wie nun das Blut über seine Schulter, in seinen zotteligen Mantel tropfte, hatte wirklich etwas Widerliches und auch ich rümpfte darüber meine Nase, dass ihm dies so sichtlich egal war. Ein Blick nach rechts, ja Draco sah sehr angewidert aus. Doch Harry versuchte, solidarisch zu Hagrid, nicht allzu angeekelt auszusehen. Wir hielten auf einer kleinen, unschuldig weiß glänzenden Lichtung, die Äste der Bäume hingen tief mit ihren schweren Schneelasten und das durch das Geäst scheinende fahle Sonnenlicht ließ den Schnee glitzern und funkeln. Hagrid legte seine makabere Last in der Mitte ab und begann nun mit komischen Lauten, irgendetwas anzulocken.

Als ich es auch schon sah, Thestrale. Die aus dem Dickicht des dunklen Waldes langsam hervor trabten, angezogen durch das Aas und von Hagrids Ruf. Ich riss mich sofort von der Betrachtung der Tiere los. Ich kannte sie ja schon und zauberte einen wartenden, unwissenden Ausdruck auf mein Gesicht, überblickte gelangweilt die abwartende Klasse und nahm die Reaktionen der anderen neugierig auf.

Ich glaubte, sehen zu können, dass ein wissender Ausdruck über das Gesicht von Theodore Nott huschte, auch Neville schaute erkennend auf die geflügelten Pferde. Draco machte mal wieder ein aalglattes, blasiertes und vor allem genervtes Gesicht. Er zeigte absolut nicht, dass er die Tiere sehen konnte, musste er aber tun, da er ja zugesehen hatte, wie Menschen zu Tode kamen und gefoltert wurden, aber das würde er den anderen nicht zeigen. Er verwendete somit die gleiche Taktik wie ich, nur keinen merken lassen was man alles wusste und vor allem sah ich, als sich unsere Blicke kreuzten, seine Mundwinkel verdächtig zucken und ich durfte hören wie er sagte:

„Was sollen wir hier überhaupt, hier ist nichts… dieser Trottel!“ Er sollte Schauspieler werden. Zustimmendes Gemurmel erhob sich, da für die nicht sehenden Schüler, die Lichtung verlassen da lag. Tja und Harry war nicht wirklich gut darin sich nichts anmerken zu lassen. Ich glaube, er konnte es gar nicht fassen, dass die Tiere, die er vor den Kutschen am Anfang des Jahres gesehen hatte, nun wirklich im Wald vor ihm standen und ihm vorgeführt wurden. So mutig, tapfer und gut er im Kampf war, aber in solchen Momenten hätte ich ihn liebend gerne in den Boden gerammt, zweifelte an seinem gesunden Verstand, nur weil er zu faul war ein Buch in die Hand zu nehmen. Ich schüttelte resigniert meinen Kopf. Als die skelettartigen Viecher die tote Kuh erreicht hatten, machten sich die Thestrale über das Festmahl, das ihnen Hagrid serviert hatte, her. Was um uns die unterschiedlichsten Reaktionen unserer Klassenkameraden zeigte, da für diese das Fleisch frei schwebend, plötzlich in der Luft zerfetzt wurde. Und somit wohl wahrlich ein erschreckender Anblick war, was zu furchtsamen Ausrufen und ängstlichem hinter den Rücken der Stärkeren Zuflucht suchen führte, sehr erheiternd!

„Ruhe, Klasse! Was ihr hier seht sind Thestrale, leider oder Gott sei Dank, kann sie nicht jeder sehen. Diese Tiere sind sehr nützlich, nicht nur, dass sie die Kutschen ziehen, die euch jedes Jahr vom Bahnhof abholen, sie bringen euch überall hin wo ihr wollt und sie finden den Weg von selbst! Sie sehen aus wie…!“, wurde Hagrid abrupt unterbrochen.

„Chrrrr…“, och nee, dies war eindeutig Umbridge mit ihrer nervigen Angewohnheit auf sich aufmerksam machen zu wollen, höchstwahrscheinlich hatte sie aufgrund ihrer geringen Körpergröße Angst, sonst übersehen zu werden.

„Ähm, ja bitte?“, schreckte Hagrid, aus seinen Ausführungen.

„Wwaass, ttuunn Ssiiee hhiieer?“, fragte sie extrem laut und tat, als würde sie mit einem schwerhörigen und begriffsstutzigen Idioten reden. Hagrid ging in seiner gutmütigen Trotteligkeit auf ihr böses Spiel ein und antwortete auf ihre Fragen mit unbeholfenen Gesten, um seine Aussagen zu unterstreichen, was ihn nicht besonders intelligent erscheinen ließ. Ich konnte nur die Luft verärgert ausstoßen, was sollte man davon halten, sie legte Falle um Falle und verdrehte alles, was mich in Wut versetzte, diese eingebildete Kröte. Nur weil sie Halbmenschen nicht mochte, diese Rassistin.
„Wenn ich das jetzt richtig beurteile, können Sie der Klasse nur den Stoff nahe bringen, indem Sie sich mit Hilfe Ihrer Hände verständigen und auch das Verständnis untereinander ist nicht leicht…“, resümierte sie affektiert und notierte sich etwas auf ihrem Klemmbrett. Ich drehte mich um und verschwand rasch, da ich mir dieses Schmierentheater, das die Kröte hier aufführte, nicht mehr ansehen konnte.

Der Samstag kam so schnell, wie man gar nicht schauen konnte, wir hatten am Mittwoch ein neues DA-Treffen abgehalten, bei dem Harry als nächstes die Schildzauber übte, um sich gegen den Expelliarmus zu schützen! Es war abgelaufen wie immer, sehr erfolgreich! Harry war ein guter Lehrer und die Mitglieder machten sich. Es war eine Freude zu sehen, wie alle besser wurden. Und dann kam auch schon der Samstag, Hogsmeadetag und der Tag, an dem ich mir vorgenommen hatte meine Geschenke zu kaufen. Da ich aber in das zwielichtige Viertel wollte, würde ich als Minna Cale gehen. Ich hatte mich mit leichter Übelkeit bei meinen Freunden entschuldigt und lag schlummernd im Bett, was Harry und Ron nur oberflächlich interessiert hatte, da auch sie Geschenke einkaufen wollten. So stand ich nun alleine im Verbotenen Wald und nahm das Aussehen von Minna an und apparierte nach Hogsmeade. Ich trat, wegen der Kälte und um nicht erkannt zu werden, dick in meinem schwarzen Wintermantel vermummt auf den Marktplatz.

Oh, ging das hier zu, wenn Hogwarts seine Tore öffnete und sich die Schülermassen über das kleine, magische Dorf ergossen, steppte hier der Bär! Es war lustig so durch die Menge zu gehen und überall die bekannten Gesichter zu sehen, aber nicht von ihnen beachtet zu werden. Da, da hinten sah ich Ron und Harry, die gutgelaunt, zu Zonko's gingen und wie sie unbeschwert lachten, sollten sie diesen Tag doch genießen, ich gönnte es ihnen. Währenddessen schritt ich zielstrebig auf die immer verlassener werdende, dunkle Ecke von Hogsmeade zu, hier lag auch gleich der Eberkopf aber dies war nicht mein heutiges Ziel. Als ich um eine Ecke bog, sah ich Draco, der mit seinen Slytherins auch durch diese Gasse schlenderte. Ja, wenn man zu den Schlangen gehörte, fühlte man sich von solchen undurchsichtigen Gegenden angezogen, wie es schien durchzuckte mich meine Ironie.

Ich konnte erkennen, wie er kurz stockte und mich, als ich an ihm vorbei lief, überlegend anschaute, aber ich ließ ihn unbeachtet hinter mir zurück. Ich hatte zu tun und betrat Derwisch&Banges. Dies war ein Fachgeschäft für magische Geräte und Werkzeuge. Hier schlug ich zu und deckte mich mit Weihnachtsgeschenken ein. Ich wühlte mich akribisch durch das unübersichtliche Sortiment und wurde in dieser Fundgrube mehr als nur fündig. Ich war begeistert, warum mussten die besten Geschäfte immer in den fragwürdigsten Gassen versteckt sein? Als ich glücklich war dies erledigt zu haben, das schmuddelige Geschäft verließ, verlor ich meine Kapuze, da ich diese im Geschäft zurückgezogen hatte und stand nun gut sichtbar auf der Treppenstufe, schloss die Ladentür und stieg schnell hinab und zog mir die Kapuze wieder über, um weiterzugehen.

Und hier wären wir wieder, bei besagtem Glück und das ich, auch wenn ich ab und zu es auch mal hatte, doch eher in die Kategorie der Glücklosen gehörte. Denn ich konnte nicht mal blinzeln, schon stand vor mir ein, oh Wunder, schwarz gewandeter Professor Snape, der mich auch schon grob am Oberarm packte und wenig sanft durch den Schnee zog.

„Mr. Snape?“, rief ich erschrocken aus und stolperte wenig galant hinter ihm her. Uns beobachteten einige wenige Schüler, bevorzugt nur Slytherins, die aber selten dämlich guckten, wie Professor Snape eine in einem schwarzen Mantel steckende Frau rasch hinter sich her zog, er störte sich nicht daran und mir war es auch egal. Da ich gerade ganz andere Probleme hatte, bei seinem Tempo nicht zu stolpern. Ich versuchte mich seinem unbarmherzigen Griff zu entwinden, da er mir wehtat und nicht antwortete.

„Mr…?“, begehrte ich auf, als er mir einen intensiven Blick aus eisigen, dunklen Augen über seine Schulter schickte.

„Seien Sie still, Miss Cale und kommen Sie mit!“, zischte er mir böse zu und mir verschlug es die Sprache. Oh oh, na sagt was, hatte ich nicht Glück. Ich hatte gar nicht daran gedacht, dass der auch noch Hogsmeade gehen könnte und noch weniger hatte ich damit gerechnet, ihm über den Weg zu laufen.

Er wollte doch nicht, oder doch? Ich meine… nein, das würde er nicht tun, oder? Mich so überrumpeln… ich meine, er konnte doch nicht annehmen, dass ich selbst als Hure einfach so sprang, wenn er rief? Ich meine… ich meinte gerade sehr viel… half mir alles nichts, denn ich wurde von ihm gnadenlos weitergezogen. Ok, jetzt sah ich auch noch Draco, der in der Nähe des von ihm angesteuerten Eberkopfes stand und sich mit ein paar Jungs unterhielt. Sie drehten sich alle erstaunt zu uns um und ich durfte Zeuge werden, wie ein abruptes Erkennen in Dracos Augen trat.

Als er uns, Snape und mich, so sah, und da erlebte ich etwas, von dem ich gedacht hatte, es nur in trauter Zweisamkeit mit ihm zu erleben, er brach in echtes, schallendes Gelächter aus, hielt sich den Kopf mit einer Hand, lachte laut und bekam sich nicht mehr ein, was ihm mehr als verwunderte Blicke von seinen Begleitern eintrug, so was machte ein Malfoy normalerweise nicht, sich derart in der Öffentlichkeit gehen zu lassen. Aber er sah ja auch nicht alle Tage, wie sein Patenonkel triebgesteuert eine Frau hinter sich her zog, wie einen Sack Kartoffeln und dieser keine Ahnung hatte, wenn er da so dringend wollte. Ich warf Draco einen von Herzen kommenden giftigen Blick zu, den dieser leider nicht sehen konnte, da meine Kapuze dafür zu weit ins Gesicht hing und Snape achtete eh nicht auf unsere Umgebung. Er steuerte nur die Kneipe von Dumbledores Bruder an, ohne Rücksicht auf Verluste. Er trat die Tür brachial auf und stürmte auf Aberforth zu.

„Ich brauche kurz das kleine Separee!“, und knallte ihm mit der anderen Hand eine handvoll Münzen auf den Tresen, denn seine Rechte hielt mich immer noch wie ein Schraubstock fest umschlossen. Ich kam, dank der völligen Überraschtheit meinerseits, nur langsam wieder zu Atem, als ich sah, dass der Wirt auch schon zustimmend nickte und ich spürte nur den Ruck, der durch mich ging, als ich schon erbarmungslos weiter gezogen wurde. Hilfe, auf Draco, das kichernde Monster, durfte ich nicht hoffen, der würde noch Tagelang weiter über das Geschehen lachen können, dieses miese Frettchen. Er öffnete eine weitere Tür ungestüm, schubste mich in den kleinen Raum und schmiss selbige lautstark ins Schloss. Ich ruderte im Raum umher, um nicht zu fallen und wandte mich erbost zu meinem Entführer um.

„Mr. Snape, was erlauben Sie sich? Was soll das!? Dieses Attentat?“, schlug ich die Mütze zurück, um ihn empört niederstarren zu können.

„Es tut mir leid, Miss Cale! Wenn ich Ihnen… die Entscheidung abgenommen habe, nur ich habe nicht viel Zeit und ich wollte die Gelegenheit, als ich Sie zufällig sah, beim Schopfe packen!“, schnarrte er unglaublich arrogant zu mir und wirkte nicht wirklich eingeschüchtert, eher ungeduldig.

„Aha, nur dass Sie mich an meinem Arm gepackt haben!“, troff meine Stimme vor Ironie.

„Wie gesagt, entschuldigen Sie mein Temperament, ich werde Sie angemessen entlohnen!“, überging er meinen Einwurf und ich knirschte bei so viel gezeigter Ignoranz mit den Zähnen, biss sie so fest aufeinander, dass es wehtat, nur weil ich diesen „Job“ hatte, sollte ich flotten? Das schmeckte mir gar nicht. Das glaubte ich jetzt nicht, er wollte ficken. Ich sollte jetzt die Beine für ihn breit machen. Es war zum aus der Haut fahren... ich war unfassbar wütend!

„Mr. Snape, wenn Sie gefragt hätten, hätte ich Ihnen gesagt, dass ich leider keine Zeit habe, um Ihnen meine Dienste anbieten zu können, leider!“, meinte ich höflich, wenngleich ich mich auch nicht freundlich anhörte und wandte mich entschlossen, fast schon empört zur Tür.

„Miss Cale, jetzt wo ich Sie hier habe, lass ich Sie nicht gehen! Sie werden sich nur minimal verspäten“, meinte er kompromisslos zu mir. Toll, ganz toll, war das zu fassen? Ich hatte keinen eigenen Willen mehr! Er gab mir keine Zeit weiter nachzudenken oder gegen mein Schicksal aufzubegehren, denn er umfasste meine Taille mit seinen beiden starken Händen fordernd, zog mich gnadenlos an seinen Körper und presste seinen Unterleib an meinen, so dass ich spüren durfte und konnte, dass es bei ihm wirklich nicht lange dauern würde, so erregt wie er sich jetzt schon zeigte.

Schluck, was tun. Er war zwar immer höflich zu Minna gewesen, aber ich wusste auch, dass er durchaus kein netter Mann war, wenn er von einer Hure nicht das bekam, für was er sie bezahlte. Was blieb mir anderes übrig, als mich meinem Schicksal zu beugen. So fasste ich ergeben zu der Schließe meines Mantels und öffnete sie, damit dieser zu Boden fallen konnte. Was er auch als das verstand, als was es gemeint war, meine Kapitulation vor dem Unvermeidlichen. Er ließ von mir ab, zog den Stuhl vom Tisch weg und setzte sich darauf, blieb wie immer komplett bekleidet und öffnete nur geschwind seine Hose, die er aber auch anbehielt und befreite nur sein vollständig erigiertes Glied, das sich erwartungsfroh regte.

Ich war leicht beschämt, ich würde jetzt gleich wieder meinen Professor… Snape in mir haben. Oh Mann, er begann nun sich selbst zu verwöhnen und ließ mich dabei keine Sekunde aus den Augen, während seine Hand sich in langsamen Bewegungen auf seinem prallen Schwanz auf und ab bewegte. Ich stand ein bisschen hilflos da, sollte ich ihm einen blassen und leckte mir bei dem Gedanken über die trockenen Lippen. Was er wohl so verstand, wie ich es gemeint hatte, denn er reagierte mit einer Antwort.

„Nein, setz dich auf mich, schnell!“, kommandierte er da auch schon ungeduldig und atemlos. Na, auf Anweisungen konnte ich reagieren, dann mal los, brings hinter dich, Hermione! Dank des kalten Wetters, trug ich eine schwarze Stoffhose und einen warmen Pullover, über einem engen Shirt. Ich tat wie er verlangte und entledigte mich meiner Hose und zog den großen, weiten Pulli schnell aus und trat so auf ihn zu.

„Zieh den Slip aus, komm…“, kam es heiser und ungeduldig von ihm. Er hielt in seinem Tun, sich selbst zu befriedigen, nicht inne während er mich herumkommandierte. Und ich zog mir, in einer letzten mutigen Tat, den Slip von den Hüften, richtete mich auf und nahm mal wieder meinen Mut zusammen und setzte mich schwungvoll auf seine Hüften, hielt mich an seinen vollständig bekleideten Schultern fest und er ließ nun doch von sich ab. Somit legte er beide Hände fordernd an meine Hüften, hielt mich fest, fuhr zu meinen Pobacken und begann diese zu kneten. Ich sah in seine lustverhangenen Augen, während ich so in dieser wartenden Position verharrte und mich nun langsam auf seinen harten, unnachgiebigen Schwanz ziehen ließ und als ich ihn an meiner Pforte fühlte, schloss ich ergeben die Augen und nahm mir ein Herz und spießte mich mit einem einzigen Stoß an ihm auf. Ich schrie auf, da ich nicht wirklich bereit war, einen Mann in mir willkommen zu heißen und ich so gut wie trocken war, da er nichts für meine Erregung getan hatte, aber dafür wurde ich schließlich bezahlt, ging mir der traurige Gedanke durch den Sinn.

Was, nachdem ich meine Augen wieder aufgerissen hatte, ihm, wie ich an seinem verschleierten Blick entnehmen konnte, egal war, da er sich in meinem Inneren erkennbar wohlzufühlen schien. Und oh ja, ich fühlte ihn tief, dick und hart in mir und ich konnte mich der beginnenden Erregung nicht erwehren und wurde nun doch, langsam aber sicher, für ihn feucht und auch für mich! Während ich abwartend auf ihm saß und sein blasses Gesicht mit der markanten Nase betrachtete, wünschte ich mir es küssen zu dürfen, aber ich wusste, dass das nicht ging, das würde er nicht wollen und jede richtige Hure auch nicht, so was stand nicht zur Diskussion. Ich fing an mich auf ihm zu bewegen, so hatte ich es noch nie mit ihm getrieben, ein völlig neues Gefühl mit meinen weit gespreizten Beinen auf dem Schoß von Snape zu sitzen.

„Oho!“, als ich ihn langsam Stück für Stück aus mir gleiten ließ, um mich dann wieder rasant auf ihn fallen zulassen. Was Snape dazu brachte etwas lauter als sonst aufzustöhnen. Ich konnte sehen, wie er seine Augen genießend schloss und seinen Kopf leicht in den Nacken legte und nun begann ich, ein immer schneller werdendes Tempo und erhöhte meine Bemühungen, ihn zum Stöhnen zu bringen. Ich fühlte auch meine Erregung steigen, als ich ihn so ritt und das Verkrampfen meiner Muskeln in meinem Inneren zeigte mir, dass es mir sehr gefiel, mal wieder dem werten Professor so nah zu sein. Ich biss mir vor Lust auf meine Lippen, als er nun begann eine Hand auf meine noch verpackten Brüste zu legen und diese, nicht zimperlich, zu bearbeiten, als ich leise aufstöhnte, ruckte sein Kopf hoch und er schlug seine Augen wieder auf. Er zwang mich nun in ein Hohlkreuz zu gehen. Während mich seine Hand um meine Hüfte unten hielt, ließ ich, wie von ihm gewünscht, meinen Kopf in den Nacken fallen und er beugte sich vor und biss in meinen erregten Nippel durch das Shirt und meinen BH hindurch, es durchzuckte mich stürmisch.

„Arrrhhh “, schrie ich laut auf, es war ein Gefühl des Schmerzes und der Lust zugleich, als er sich so wenig schonungslos über meinen Busen hermachte. Ich hatte dabei wieder meine Augen aufgerissen und in meiner zurückgelegten Haltung, sah ich zum einzigen Fenster, das dieses Zimmer bot und glaubte zu halluzinieren. Das war doch das weißblonde Haar von Draco, der sich neugierig die Nase an der Scheibe platt drückte und mich und seinen Patenonkel beim Sex beobachtete, ich verkrampfte mich und erstarrte. Mein Hirn setzte kurzzeitig aus… bitte? Draco konnte… durfte das nicht sehen, das war peinlich, unangenehm, das war nicht gut! Snape hatte gespürt wie ich erstarrte, zog mich wieder hoch, was ihn wieder tief in mich zurückgleiten ließ, was sowohl ihn als auch mich aufkeuchen ließ. Er sah mir erregt in die Augen, ich konnte die animalische Lust in seinem Blick gut lesen, als er mich auch schon an meinem Hintern packte, festhielt und sich geschmeidig erhob. Ich krallte mich bei der ruckartigen Bewegung an ihn und schlang nun auch meine Beine um seine schmale Taille. Er setzt mich auf dem Tisch ab, dabei glitt er immer weiter aus mir, ich löste mich von ihm und er drückte mich hinab, so dass ich auf der Platte lag.

Dabei zwängte er meine Beine breit auseinander, was mich knurren ließ und dann spürte ich, wie er sich, mit einem einzigen Stoß brutal in mich stieß und in einer unglaublich erbarmungslosen Art in mich zu hämmern begann, ich wand mich unter ihm, wand mich vor ihm hin und her, ich fühlte so viel, bei unserer gierigen Vereinigung. Snape zwischen meinen Schenkeln und sein Glied, das immer wieder mein Lustzentrum traf und ich stöhnte verzweifelt auf, während ihm und mir der Schweiß vom Körper lief. In meinem Inneren fühlte ich den sich aufbauenden Höhepunkt, denn der schnellen und harten Penetration von Snapes in mich stoßenden Schwanz, hatte ich nichts entgegen zu setzen. Außer, ja außer, dass ich wusste, dass Draco da am Fenster stand und uns beobachtete, was wohl das Einzige sein könnte, dass meinem Orgasmus hinderlich sein könnte. Snapes Hände krallten sich jetzt schmerzhaft in meine Hüften, als er zu einem noch stärkeren noch rücksichtsloserem Sturm auf mein Innerstes ansetzte, ich wimmerte mittlerweile nur noch und biss mir die Lippen blutig um zu laute Schreie, zu unterdrücken. Und dann war es mir egal!

Draco sah eh schon, wie Snape immer wieder in mich stieß, wie ein Berserker, warum sollte ich mir den einzigen Spaß an der ganzen Sache verwehren, schließlich lag ich hier und nicht er, und ergab mich dem Ansturm meiner eigenen Leidenschaft. Und konnte fühlen… wie mein Orgasmus wie ein Sturm losbrach und in Windböen über meinen Körper blies, ich verkrampfte total und umklammerte das dicke, harte Glied von Snape als wäre ich ein Schraubstock und schrie meinen Orgasmus hinaus, was für ihn und seine Selbstbeherrschung wohl auch das Ende bedeutete, denn er warf den Kopf in den Nacken und entließ einen tiefen, langgezogenen, schwer unterdrückten Schrei, stieß dabei noch zweimal ungestüm in mich und sackte dann auf mir zusammen. So lagen wir beide auf dem Tisch in dieser Spelunke, ich fühlte mich mehr als erschlagen. Mein Körper fühlte sich sehr benutzt, sehr missbraucht an, aber die Nachwehen meines Höhepunkts, sagten mir, dass die Schmerzen auf positive Weise zu sehen waren. Schwer atmend erhob er sich von mir und sah mir ins Gesicht, ich fand es erstaunlich, dass er wirklich voll bekleidet vor mir stand, obwohl sein erschlaffendes Glied noch immer in mir steckte, befremdlich, wahrlich befremdlich.

„Miss Cale…“, meinte er, als er aus mir glitt und sich richtete und ich schnell meine Beine schloss, so benützt wie ich auf dem Tisch lag. „Wie immer ein Vergnügen Ihnen zu begegnen“, meinte er nüchtern zu mir und fing an, in seinem Mantel rum zu suchen, was ich nützte, um vom Tisch zu gleiten und mich wieder anzuziehen. Es würde wieder ans Bezahlen gehen, wie ich das hasste. Als ich mich wieder vorzeigbar hergerichtet hatte, sah ich auf und er legte für mich sichtbar den Geldbeutel auf den Tisch und wandte sich um.

„Bis zum nächsten Mal, Miss Cale“, und weg war er und ich sackte auf dem Stuhl zusammen, warum musste so was immer mir passieren? Ich würde mein Vermögen verwetten, dass da draußen Draco wartete... ich hatte gerade keine Lust mich zu rühren, mir tat so einiges weh und mein Kopf fing auch grad an Kopfschmerzen zu produzieren.
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