When Hermione Fights
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 Kapitel 334-335

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BeitragThema: Kapitel 334-335   Kapitel 334-335 EmptyMo Dez 10, 2012 3:54 am

334. Kapitel Ein gebührender Empfang


„Willst du wirklich lügen?“, flüsterte ich rau zurück, da man ihr regelrecht ansah, dass sie nicht mal im Ansatz wirklich versuchte, mir schauspielerisch etwas weißzumachen, man erkannte, dass sie nicht die Wahrheit sagte und es nicht mal groß zu verschleiern schien, es irritierte mich.

„Nein, aber ich werde!“, erwiderte sie hart und ihre mehr als gehauchten Worte entsetzten mich ungewohnt, da ich sonst nicht wirklich tief empfand, aber dass sie dies hier eingestand, dass schaffte diese Regung in mir hervorzurufen. Es war ungewöhnlich, dass sie offen zugab, mir nichts zu sagen, das war ungewohnt, diese neue Art der Kontroverse zwischen uns.

War dies ihr Zugeständnis an meine Bitte mir zu vertrauen und ehrlich und offen mit mir zu sein?

Jetzt brauchte ich einen kühlen Geist, denn schließlich wollte ich, dass sie sich mir öffnete. Aber ihre Aussage einfach so stehen lassen konnte ich auch nicht, so überlegte ich genau, was ich nun entgegnen würde.

„Ist er jemand, den ich kennen sollte?“, forderte ich lauernd zu erfahren und meine eisige Stimme vibrierte fast, als sie ihre Augen sofort aufriss und zu mir herumfuhr, überraschend nah zu mir kam und mir suchend tief in die Augen blickte, während ich ruhig mit emotionsloser Maske verharrte.

„Eifersucht?“, hauchte sie, während sie mich weiter intensiv ansah.

„Was bildest du dir ein?“, echauffierte ich mich kalt über ihre unglaubliche Anmaßung, während sie ihre eine noch behandschuhte Hand auf meine Brust legte, da sie bisher nur einen Handschuh abgelegt hatte. Mein Augenmerk lag auf dieser Berührung.

„Dann frag nicht!“, bat sie eindringlich und das machte mich noch misstrauischer.

„Und warum sollte ich nicht…?“, forschte ich unbarmherzig, aber doch auch vorsichtig, da ich unser fragiles, friedliches Zusammensein nicht schon wieder zerstören wollte, indem ich ihr brutal drohte.

„Woher hast du überhaupt den Namen?“, konterte sie nun mit einer Gegenfrage, aber so leicht würde ich mich nicht ablenken lassen und zugeben, dass ich sie im Schlaf beobachtet hatte würde ich auch nicht.

„Ich weiß ihn, also wer ist es?“, murrte ich finster und schenkte ihr einen bestechend harten Blick unter dem sie sich verärgert zeigte, indem ein fast schon wütender Ausdruck in ihren Augen Einzug hielt. Es schien als würde sie es schon wieder bereuen, im Ansatz ehrlich zu mir gewesen zu sein.

Verdammt! Ich kannte sie gut genug, dass ich wusste, ich musste mit Vorsicht und Bedacht und mit List und Tücke bei ihr zum Erfolg kommen, zu sehr geradeaus und stur aufs Ziel zuhalten würde bei ihr nichts nützen, da musste ich schon vorsichtiger vorgehen.

„LUCIUS… endlich sehe ich dich wieder!“, riss mich diese stürmische Begrüßung aus meinem Verhör, während sich gerade ein sehr wohlhabender Muggelgeschäftsmann in unser Séparée drängte, den ich gut kannte. Im Schlepptau hatte er noch 2 Freunde und 2 Frauen.

„Michael, eine Freude!“, kam es sofort blasiert, aber wenig erfreut von mir, so setzte ich mich gerader hin, während das Biest sichtbar aufzuatmen schien, dass meine ihr unangenehme Befragung unterbrochen worden war.

„WOW, du hast deinen Macallan ausgepackt… wer sind Sie, schöne Frau!? Das tut er wahrlich nicht bei jedem!“, polterte Michael und dabei grinste diese Nervensäge eindeutig zu interessiert zu dem Biest und diese schenkte ihm ein fast dankbares Lächeln, dass er sie meines Verhörs erlöste. Leider konnte ich nicht zu harsch sein, da das taktisch unklug wäre, weil Michael nicht nur in viele meiner Unternehmungen investierte, sondern auch über vorzügliche Kontakte verfügte und wie alles was in London wichtig war, hatte auch er einen Titel und bewegte sich ebenso in der Muggelaristokratie.

Sogleich setzten sich die drei Männer zusammen mit den zwei Frauen unaufgefordert zu uns, wobei ich mir der Aufmerksamkeit einer Rothaarigen sicher sein konnte, die sich aufdringlich neben mir niederließ.

„Tja, ich bin für Lucius etwas ganz Besonders!“, kokettierte das Biest plötzlich mit einem verruchten Lächeln und grinste gemein, worauf Michael konsterniert blinzelte, da er es nicht kannte, dass eine weibliche Bekanntschaft von mir auch nur im Ansatz wagte, den Mund aufzumachen. Bisher oder auch sonst waren meine Frauen schmückendes, aber schweigendes Beiwerk, wie es selbst früher Narcissa gewesen war, nur leider ließ sich das Biest so einiges nicht verbieten, ohne weltbewegende Katastrophen auszulösen.

„Lucius, was hast du dir da angelacht? Sie ist bezaubernd!“, schmeichelte mir Michael, während er feurige Blicke zu dem Biest warf, die diese auch noch provokant erwiderte. Ich biss derweil meine Zähne fest aufeinander und zwang mich zur Geduld.

„Genau, aber nichts für dich!“, zeigte ich mich auch sofort reichlich sparsam und meine harsche Art im ansonsten derart lockeren Umfeld, in dem wir uns bewegten, sorgte dafür, dass seine Augenbrauen fast in seinem Haaransatz verschwanden.

„Schade… wie bedauerlich! Sonst bist du nicht derart besitzergreifend!“, zeigte sich einer seiner männlichen Begleiter bedauernd. Diesen kannte ich natürlich auch, aber der war nicht so wichtig wie Michael und damit hatte ich mir seinen Namen nicht wirklich gemerkt und somit traf ihn ein eisiger, eisgrauer Blick von mir.

Wie sollte man diesen nichtsahnenden Menschen, diesen unwissenden Muggeln, klarmachen, dass dies hier kein leichtes, williges und auswechselbares Mädchen zum Amüsement war, sondern ein achtenswertes Familienmitglied, das andere Männer am besten nicht mal ansehen sollten?

„Strengt er sich wenigstens an?“, fragte nun eines der Mädels anzüglich, keck. Es war nicht die Rote neben mir, daraufhin erntete sie einen unheimlich frostigen Blick von meinem Biest, die anscheinend die Frage nicht wirklich zu schätzen wusste.

„Ein Malfoy kann gar nicht anders als immer sein Bestes zu geben!“, beschied sie resolut, knapp und sehr von oben herab. Sie war unglaublich, da sie sich indirekt der Familie zurechnete, was auch stimmte, aber es war selten, dass ich es erlebte, dass sie derart Stellung bezog aber gleichzeitig auch ein erhellendes Erlebnis.

„Und das weißt du woher?“, grinste die Rothaarige neben mir sie ziemlich überheblich an, so als würde sie in Frage stellen, dass dies das Biest wissen könnte.

Als ich der Roten daraufhin einen intensiveren Blick schenkte, dachte ich in ihr eine Frau wiederzuerkennen, die schon mal bei einer Party hier im Club anwesend gewesen war. Vor langer Zeit, jaaaa…, das könnte spannend sein, denn man hörte die anzügliche Doppeldeutigkeit und auch im dem Blick des Biest lag Verstehen.

„Weil ich mit einem Malfoy liiert bin!“, entgegnete nun Hermione herablassend, wobei sie rigoroses Erstaunen auslöste, da in der Muggelwelt weder bekannt geworden war, dass ich überhaupt jemals verheiratet gewesen war noch jemals eine feste Frau an meiner Seite gehabt hätte. Sie ließ derart zweideutig offen, dass ihre Aussage sowohl mich wie Draco mit einschließen konnte, doch mir war klar, sie meinte natürlich Draco, während es für unsere „Gäste“ anders klingen musste. Sie war ein gerissenes Biest, das ihre Worte immer so drehte und wendete wie sie es brauchte. Das Ärgerliche war nur, dass sie mir damit eben auch eines ausgewischt hatte, wie dieser Frau, weil sie mich schonungslos daran erinnert hatte, dass es noch einen Sohn namens Draco gab!

„Das meint die Kleine doch jetzt nicht ernst, oder Lucius? So etwas hättest du uns nicht vorenthalten? Du bist vergeben?“, sprachen nur die überraschten Männer, da die Frauen restlos schockiert wirkten, während das Biest genüsslich einen Schluck trank, da sie die Verwirrung zu genießen schien, die sie auslöste. Das Ärgerliche war nur, ich wusste, sie sprach von Draco, meinem Sohn, aber ich würde es eindeutig bevorzugen, wenn sie meine Liaison und mit mir liiert wäre denn anders herum. Als sich unsere Augen kreuzten, prostete sie mir fast süffisant zu, da die anderen mich durchaus skeptisch ansahen, weil ich nichts abstritt und mit ruhiger, nichtssagender Maske dasaß und ein fast gelangweiltes Gebaren an den Tag legte.

„Aber... aber das ist noch keiner geglückt!“, hauchte nun die rote Frau neben mir bestürzt, ein Umstand, der mich fast schmunzeln ließ, aber dafür hatte ich mich dann doch zu gut unter Kontrolle und schickte ihr nur einen eisgrauen Blick aus emotionslosen Augen, den das Biest eiskalt erwiderte.

„Süße, ficken kann jede, aber du musst seine Passionen teilen und glaub mir, die haben es in sich, das zieht rein!“, zog sie ihre ordinären Worte in die Länge und spielte eindeutig auf die Kerker und meine geheimeren Vorlieben an. Das Biest war heute in einer absonderlichen Stimmung.

„HERMIONE!“, tadelte ich kalt, da meine Präferenzen ein gut gehütetes Geheimnis der DeathEater-Welt waren.

„Sorry, Lucius! Aber gib wenigstens zu, dass es stimmt, die Auswahl ist verwindend gering!“, ruckte ihr intensiver, sehr durchdringender Blick zu mir und ich hielt ihm gelassen stand, denn dass sie provozieren wollte stand außer Frage.

„Ich denke, niemanden geht mein Faible etwas an!“, resümierte ich kühl, dann schlug ich überraschend und unerwartet rasant zu, fasste ihr urplötzlich, in einer unerwartet schnell hervorschießenden Bewegung mit meiner rechten Hand fest in ihren Nacken, den der straffe Pferdeschwanz freilegte und als meine Hände ihre Haut berührten, erbebte sie kurz. Dies ließ mich kalt Lächeln. Auch ihre Sehnen, die sich unter der Haut anspannten, erzählten ihre ganz eigene Geschichte.

Natürlich war es zugleich eine tadelnde als auch eine dominante Geste, als nun mein Daumen überraschend sanft über ihr Dark Mark streichelte, während uns die anderen nicht aus den Augen ließen.

„Oh, Leute! Lucius Malfoy kehrt den Beschützer raus!“, „Ungewöhnlich für dich!“, bescherten die Geschäftsmänner meiner Geduld einen harten Dämpfer, da sie das Biest leise und spöttisch kichern ließen.

„Willst du uns nicht auf ein Glas einladen?“, fragte das schwarzhaarige Mädchen kokett und ich erdolchte sie fast mit meinen Blicken, sodass sie sichtbar eine Gänsehaut überzog.

„Wenn ihr in EUER Séparée geht, spendiere ich sogar eine ganze Flasche!“, wisperte ich frostig und erntete betretene Mienen über meine sehr brüskierende Art sie hinauszukomplimentieren.

„Okay, ich bin weg!“, „Viel Spaß noch mit dieser ungewöhnlich entzückenden Begleitung!“, „Schade, ich denke beim nächsten Mal hast du mehr Zeit für uns!“, kam es von den Frauen und den Männer rasch, da sie zusahen, sich zu verabschieden.

„Ja, ich denke auch wir stören, wir wünschen noch einen schönen Abend!“, bat Michael fast schon um Entschuldigung und tippte sich an die Stirn, somit zog sich die Gruppe rasant zurück und ich bedeutete der Bedienung, dem entschwindenden Trupp, wie versprochen, eine Flasche zu schicken. Wenn man bedachte, dass ich mit dem Mann Millionen Pfund machte, konnte ich durchaus großzügig sein.

Als ich bemerkte, dass immer noch meine rechte Hand in ihrem Nacken lag und sie sich nun reckte um mich abzuschütteln, da wir jetzt alleine waren, gefiel mir das gar nicht.

„Lass das!“, meinte ich abgelenkt, denn ich wollte sie noch nicht freigeben und sie erstarrte unter meinem kalten Befehl.

Schließlich stand noch immer ihre Antwort auf meine Frage Lucien betreffend aus, aber auch jetzt fällte ich wieder meine Entscheidung spontan. Es war noch zu früh, diese Offenheit, in Anbetracht unserer Vergangenheit, von ihr zu fordern, aber ich würde Lucien nie vergessen und es war ihr bewusst. Doch wir würden den Status Quo halten. Ich würde es jetzt erst mal begraben und sie würde den Teufel tun und das Thema wieder von sich aus ansprechen, aber vielleicht, so hoffte ich, würde sie eines Tages zu mir kommen und mir freiwillig mitteilen, wer es war.

Während dieser Überlegungen streichelte ich versonnen, aber stetig ihren Nacken, wonach sie sich nach einiger Zeit sogar unter meinen Fingern entspannte.

„Willst du tanzen?“, wollte ich plötzlich aus heiterem Himmel wissen und sie ruckte zu mir herum, was meine Finger von ihr gleiten ließ.

„Nein, eigentlich nicht, ich genieße das Flair. Ich mag es, mir die anderen anzusehen!“, bekannte sie geschäftig.

„Dachte ich mir fast!“, entgegnete ich abwesend und somit gab ich ihren Worten statt und glaubte sie, da sie es ernst zu meinen schien und ihr Glück nicht fassen konnte, dass ich nicht weiter wegen Lucien in sie drang.

„Lucius, du hättest deine Freunde nicht wegschicken müssen…“

„FREUNDE?“, empörte ich mich augenblicklich und musterte sie nun pikiert.

„Verzeih, Geschäftspartner! Aber die Mädels wirkten nett!“, warf sie nun ein und bitte, dass sie das nicht ernst meinte, war so was von offensichtlich.

„Hermione, versuch bitte nicht, ständig für mich etwas zu suchen, was ich nicht suche!“, wies ich sie rasch zurecht, da ich durchaus den Ton vernommen hatte wie sie „Mädels“ betonte.

„Warum nicht?“, fragte sie und tat nichts wissend.

„Weil ich etwas anderes will!“, eine bedeutungsvoll gesprochene Aussage, begleitet von einem intensiven, rauchgrauen Blick, den ich ihr sandte, ließ sie schnell wieder ein Glas trinken, aber ich hatte nicht gelogen und das wusste sie.

Lucius Sicht ende

Hermiones Sicht

So kam ich sehr früh morgens, kurz vor 4 Uhr, von meiner Verabredung mit Lucius zurück. Der Morgen des Sonntages graute bereits.

Wir hatten noch Spaß gehabt, großen! Die Gespräche mit Lucius waren nett, aufschlussreich und anregend gewesen. Es war spannend, zu erleben, dass er auch eine in Maßen bekannte Persönlichkeit in der „normalen“, der Muggelwelt war. Seine Kontakte schienen weitverzweigt zu sein und auch hier hatte man Angst beziehungsweise Respekt vor ihm. Es war ungewöhnlich, dass er mir dies offenbarte, aber ich war zu neugierig als dass ich es nicht in vollen Zügen genossen hätte.

Schlussendlich hatte der Abend gezeigt, dass er viel von mir forderte. Vertrauen, Wahrheit, Offenheit und Ehrlichkeit! Er überraschte mich, indem er diese elementaren Dinge überhaupt ansprach. Ich hatte mich fast an meinem Drink verschluckt.

Wie sollte ich ihm dies geben können?

Wie sollte ich ihm gegenüber jemals offen und ehrlich sein können?

Wie sollte das möglich sein? Eben, es war unmöglich!

Er regierte mit List und Heimtücke, wie es für einen Slytherin üblich war. Das Problem war, seine Masken saßen noch immer viel zu perfekt als dass ich wüsste, woran ich tatsächlich bei ihm war.

An sich war er mir ein Mysterium, denn derart verbissen reinblutfanatisch wie man die Malfoys in der Zauberwelt einschätzte, konnten sie nicht sein, nicht wenn er mich, ein Mudblood, in seiner Familie willkommen hieß. Auch nicht, wenn er ein genauso glanzvolles und selbstsicheres Leben in der Welt der Muggel führte wie in der magischen Gesellschaft. Er war integrierter und heimischer in dieser anderen, der nichtmagischen Welt, als die Weasleys und das mochte etwas heißen.

Diese eine Familie, die er abfällig „Blutsverräter“ schimpfte, wandelte weniger häufig und selbstverständlich in der Muggelwelt als er!

Ihm ging alles was die Technik betraf erstaunlich leicht von der Hand. Er fiel nicht negativ auf, das konnte selbst Arthur nicht von sich behaupten!

Konnte man diesem undurchsichtigen Mann vertrauen? Ihm, dessen Masken noch immer perfekt saßen, denn selbst heute hatte er nur ab und an etwas hinter seine felsenfesten Mauern blicken lassen, aber was er wirklich wollte, war mir immer noch schleierhaft.

Dass es nur um mich ging, das wagte ich nicht zu denken, noch wollte ich es denken, für so wichtig oder aber auch begehrenswert hielt ich mich wahrlich nicht! Derart vermessen war ich nicht. Nicht bei einem Mann, der alles und jeden sowie jede haben konnte, die er sich wünschte, also plante er etwas und dies gewohnt hinterlistig!

Aber er war ein Schlitzohr, wie er mir suggerierte, dass er mir nichts Böses wollte! Auf der anderen Seite, wann hatte Lucius mir wehgetan? Wenn ich ihn offensichtlich belogen, betrogen und hintergangen hatte. Konnte ich es ihm da vorwerfen?

Nun, das letzte Mal, nachdem ich meinem Trupp verloren hatte, da hatte er sich regelrecht geweigert mich zu strafen und dass es außer Kontrolle geraten war, war bestimmt auf seine unterdrückte Wut und seinen Zorn sowie auf meine irrsinnige Provokation zurückzuführen und meinem beständigen Unglück oder auch meinem mich stetig im Stich lassenden Glück geschuldet, sodass ich so blöd gefallen war.

Wobei ich nun entschlossen von mir schob, Lucius und seine Beweggründe verstehen zu wollen, denn zu meinem Erstaunen hatte er nicht mehr getan als mich hin und wieder zu berühren. Er hatte den ganzen Abend über nicht mehr gefordert oder verlangt! Nur einmal war es noch kompliziert geworden.

Als er auf einmal wieder, während wir alleine gewesen waren, in meinem freiliegenden Nacken herumgespielt und plötzlich meinen Haarschwanz grob umfasst hatte, um mich nicht zu hart, aber auch nicht zu sanft zurückzuziehen, bis mein Haupt tief in meinem Nacken gelegen hatte.

Sekundenschnell war er auch schon über mir gewesen und ich hatte von der Aktion überrumpelt geblinzelt und der Blick aus seinen sturmumwölkten Augen hatte sich in meine gebohrt. Sofort hatte mein Herz in einem ungesunden Stakkato gegen meinen Brustkorb geschlagen, da ich schon gedacht hatte, er würde mich küssen.

Meine Augen hatten wie gebannt auf seinen Lippen gelegen, dabei hatte ich erwartungsvoll die Luft angehalten, doch in letzter Sekunde hatte er sich mehr gestreckt und mir einen zärtlichen Kuss auf die Stirn gehaucht, der mir zusätzlich den Atem hatte stocken lassen, wenngleich meine Haltung weniger bequem gewesen war. Ich hatte nur noch Lucius gerochen, bis er sich sachte gelöst und sich geschmeidig erhoben hatte, damit wir aufbrechen konnten.

Das war ein Abschied ohne gleichen gewesen und hatte mich völlig aufgewühlt zurückgelassen. Selbst in der Gasse, als er meine behandschuhte Hand in seine genommen hatte, um mir einen formvollendeten Handkuss auf das Leder zu hauchen, hatte er mich zusätzlich schwindelig gemacht. Ich hatte mich schrecklich leicht gefühlt und ja, natürlich, Lucius konnte einer Frau durchaus das Gefühl geben, begehrt und einzigartig zu sein und somit hatte ich mich dem Gefühl hingegeben.

Also war ich beschwingt, eilig den Geheimgang entlanggeeilt, um nun abrupt abzubremsen, da ich in schwarze Roben lief, die mich auffingen und umfingen.

Vom Regen in die Traufe, war noch mein letzter, leicht sarkastischer Gedanke!

Hermiones Sicht ende

Severus Sicht

Ich hatte einen Zauber gezogen, der mich ab nun informierte, wenn jemand durch den Geheimgang ging und da ich SIE unbedingt abfangen wollte, hatte ich auf sie gewartet, denn erstens musste sie über meinem Gespräch mit Dumbledore informiert werden und zweitens sollte sie nicht von Potter von dem unseligen Vorgang in der Toilette der Maulenden Myrte erfahren. So hielt ich sie jetzt in den Armen, während sie mit erstaunten Augen zu mir aufsah, dass ich tatsächlich kam und sie abfing.

Sie wirkte glühend, feurig und das in einem guten Licht, denn sie strahlte regelrecht und ich blinzelte verwundert, dass die zwei sich mal nicht fast umgebracht hatten. Es war eine unerwartete Leistung. Dafür hatte sich der andere Malfoy fast umgebracht, was sollte mir das über die Familie offenbaren?

Eben, dass man sie nicht aus den Augen lassen konnte, keinen von ihnen!

„Was ist geschehen?“, fragte sie atemlos.

„Nichts… komm!“, befahl ich gewohnt kühl und schob sie wieder auf ihre Füße.

„Und deshalb bist du das Empfangskomitee… nachdem uns Dumbledore schon letztens erwischt hat?“, fragte sie gewohnt nervend. „Weiß er nun von UNS?“, wollte sie provokant wissen.

„Komm!“, schnarrte ich erneut ernst und erlebte, dass sie sich verärgert auf die Lippe biss, mir aber dann wortlos folgte.

Als wir meine Gemächer erreichten, strebte ich kurz zu meiner Bar und schwenkte fragend mit der Karaffe zu ihr, worauf sie nur den Kopf verneinend schüttelte und sich schnell die Hand artig vor den Mund hielt, da sie ein Gähnen nicht mehr unterdrücken konnte. Während ich trank, beobachtete ich sie genau.

„Zieh dich aus und leg dich ins Bett…“, forderte ich dann plötzlich und sie stoppte somit in einer halbgebückten Haltung, da sie sich gerade auf die Couch hatte setzen wollten.

„Bitte?“, fragte sie tonlos und sichtlich perplex.

„Geh ins Bett, ich komme gleich!“, wies ich erneut an.

„Aber Draco? Harry? Ich muss hoch! Sie warten!“, meinte sie stotternd, worauf ich entschlossen das Haupt schüttelte.

„Erzählst du mir, was Dumbledore von dir wollte nachdem er uns entdeckt hat?“, fragte sie noch rasch und stellte sich nun wieder aufrecht hin.

„Ja, er weiß nun offiziell von mir, seinem Spion, dass du eben jene Malfoy bist, wie er schon wusste!“, erklärte ich recht schmallippig.

„Und? Was hat er vor?“, wollte sie reichlich gefasst wissen.

„Nichts, er erklärt dich für verloren, während er Draco als rettbar erachtet!“, erzählte ich rasch und erntete riesige Augen von ihr, die von Wort zu Wort größer wurden. Das konnte ich sogar nachvollziehen, schließlich war es mir im Gespräch mit dem Alten doch ähnlich gegangen.

„Tut er das?!“, echote sie ungläubig, als sich ihre Augen zu verärgerten Schlitzen verengten. „Moment, spielt er mit dem Gedanken mich zu beseitigen?“, kam es emotionslos von ihr, aber über ihr schnelles Auffassungsvermögen konnte ich nur staunen. Sie nickte sachte und hob gleichzeitig die Schultern. Ich hatte schließlich mehr oder minder dasselbe gefragt und keine wirkliche Antwort erhalten.

„Ich weiß es nicht, aber wir sollten mit allem rechnen!“, erklärte ich emotionslos.

„Gut, das sollten wir, aber was passiert nun?“, wollte sie überlegend wissen.

„Keine Ahnung, er meinte, er wäre nun weg, da er auf der Spur von etwas Wichtigem wäre aber danach würde er weiterschauen!“, entgegnete ich pessimistisch.

„Das heißt, es hat ihn nicht mal interessiert wie das alles kam?“, wollte sie dann doch konsterniert wissen.

„Weniger!“

„Ich hasse diesen ignoranten, alten Mann!“, brauste sie wütend auf und die Müdigkeit schien kurzzeitig von ihr abgefallen zu sein.

„Warum? Hättest du es wirklich lieber anders? Wenn er sich mehr um dich gesorgt hätte?!“, fragte ich süffisant und sehr zynisch und erntete tatsächlich ein spöttisches Lächeln von ihr, bevor sie die Mundwinkel hinab zog.

„NEEEEE, nicht wirklich!“

„Dann sind wir uns einig!“, prostete ich ihr gehässig zu.

„Ich freue mich, dass du mir dies nun erzählt hast, aber ich muss wirklich hoch zu Harry!“, wollte sie nun dem Ausgang zustreben und beendete meine Erzählung recht brüsk, wobei noch vieles ungesagt war von dem Gespräch.

„Nein! Musst du nicht! Dazu später mehr, geh vor ins Bett, ich komme gleich nach!“, beschied ich ihr bestimmt und konnte beobachten, wie sie sich selbst schwer mäßigte und die Widerworte, die ihr sichtbar auf der Zunge brannten hinterschluckte, bevor sie sich mit einer unwirschen Geste den Mantel von den Schulten riss, um dann vor mir in einem gewagten, aber durchaus ansprechenden Ensemble zu stehen, das durchaus Lucius‘ Geschmack widerspiegelte. Als sie mir brüsk den Rücken zuwandte, konnte ich erkennen, dass Lucius sogar über seinen Schatten gesprungen war und es mehr als gewagt sehr viel von ihrem Rücken freilegte.

Doch dann verließ sie schon den Raum und ich hörte sie rascheln, während ich meinen Drink ungeduldig hinab schüttete, um ihr zu folgen und nachdem ich ebenfalls nackt zu ihr ins Bett gestiegen war, kam es auch schon reichlich rüde von ihr:

„So, nun bin ich in deinem Bett, wo du mich hin befohlen hast!“, grollte sie und da drehte sie sich genervt zu mir und stützte ihre Hand auf, sodass ihr Haupt darauf ruhte und sie mich gestochen scharf anstarren konnte. Ich verzog missbilligend die Mundwinkel.

„Sei doch nicht immer so zickig!“

„WAGE es heute nicht, mich eine Zicke zu nennen!“, brauste sie kalt auf.

„Würde ich nie wagen, ich wollte nur kurz mit dir reden und dann schlafen!“, erklärte ich ruhig, ließ mich von ihr ganz und gar nicht aus der Ruhe bringen.

„AHA!“, lag so viel Zweifel, Misstrauen und Argwohn in ihrer Stimme, dass es ein Wunder war, dass ich nicht tot umfiel, somit strafte ich sie mit einem todesverachtenden Blick.

„Ich wollte dir zuallererst ausführlicher von meinem Gespräch mit dem Alten erzählen…“, und das war der richtige Einstieg, da es in ihren braunen Augen flackerte und sie hochruckte, denn nun glitt die bisher züchtig hochgezogene Decke runter und offenbarte ihre nackte Brust, da sie nun neugierig dasaß und mich aufgeregt ansah, ob es da noch mehr gab, was ich im Wohnzimmer noch nicht erwähnt hatte. Ich besann mich auf meine stetige Kontrolle, zwang meinen Blick regelrecht auf ihr Gesicht und berichtete ihr ganz emotionslos und detailreicher von meinem Gespräch mit Dumbledore.

„Für das Größere Wohl! Wie witzig!“, kam es schrecklich verächtlich von ihr.

„Ja, dafür ist er vielleicht sogar tatsächlich bereit, dich aus dem Weg zu räumen!“, führte ich weiter aus.

„Dann sollten wir schneller sein als er!“, sprach sie eisig, aber auch entschlossen, worauf ich sachte nickte.

„Ja, zu viel Zeit bleibt uns nicht mehr!“, schnarrte ich gewohnt emotionslos und es ließ mich auch tatsächlich vollkommen kalt.

„War es das?“, fragte sie unwillig und wollte es tatsächlich wagen, einfach so aus meinem Bett zu verschwinden, als ich hochschoss um sie zurückzuhalten. Es gelang mir nur ihren Pferdeschwanz zu fassen und als sie mit Schwung aus dem Bett hinauswollte, zog ich sie mit Schwung zurück und sie kreischte überrascht auf, als sie wieder auf der Matratze landete, dabei schossen ihre Finger zu ihrem Haar.

„Aua, sag mal spinnst du?“, keifte sie los und ich warf ihr nun einen kühlen Blick zu, während ein süffisantes Grinsen um meine Mundwinkel spielte.

„Ich bin noch nicht fertig!“, hisste ich böse und zog sie unsanft an ihrem Haar wieder richtig ins Bett und sie krabbelte unelegant hinterher.

„Barbar, also wirklich!“, schimpfte sie wütend über die wenig zimperliche Behandlung, die ich ihr angedeihen ließ.

„Wirst du still sein und liegenbleiben?“

„Ja… warum?“

„Du kannst auch hier schlafen, du bleibst und jetzt hör mir zu, denn ich bin noch nicht fertig! Leider hat sich noch mehr getan…!“

„WAS… was ist passiert?“, begehrte sie schon wieder auf und ich zog sie nah an mich, um jeden Widerstand im Keim zu ersticken, dabei spürte ich ihren nackten Körper nah an mir.

„Du wirst nun zuhören… verstanden?“, bat ich weniger, als dass ich es forderte und sie nickte ernst, anscheinend erkennend, dass mehr passiert war, bevor ich nun zum ersten Mal meine Stirn an ihre presste. Ich war zum ersten Mal bereit, sie in meinen Geist zu holen, also gestattete ich es ihr Legilimentik zu benützen und als ihr dämmerte, was ich in dieser intimen Atmosphäre erlaubte, leuchtete die Erkenntnis hell in ihren braunen Tiefen und die Offenbarung sackte in sie, dass ich einen gewichtigen Grund hatte um sie hier zu behalten.

Somit wisperte sie den Zauberspruch und wurde durch meine unbewegten Augen in meinen Geist gezogen, während ich sie führte, um ihr das zu zeigen was sie sehen sollte. All das was passiert war als ich die Toilette der Maulenden Myrte betreten hatte, bis dahin wo ich Potter magisch gezwungen hatte, mir alles zu zeigen was sich zwischen ihm und Draco abgespielt hatte.

Sie war zuerst unruhig, um dann vollkommen zu erstarren und sich dann nicht mehr zu rühren. Sie wartete, bis ich endete, da ich mich von ihr löste und die Verbindung unterbrach. Während sie nun zurückplumpste um dann keuchend ein- und auszuatmen, da es sie erschöpfte hatte den Zauber zu sprechen und zu wirken, lehnte auch ich mich wieder zurück. Sie war nicht mehr ganz nüchtern, ohne Grund hatte sie den Drink vorher nicht abgelehnt, aber es erforderte Konzentration und Kraft und alle Geisteszauber waren anstrengend.

Ich sagte währenddessen nichts, keinen Ton. Nun ließ ich ihr die Freiheit, zu entscheiden was sie tun wollte. Sollte sie mein Bett verlassen wollen, war es in Ordnung, da ich ihr alles mitgeteilt hatte was wichtig war und gesagt werden musste, aber ihre Reaktion war auch inspirierend, wie ich mir nachher eingestand.

Sie gab als erstes einen abfällig unwilligen Ton von sich, bevor sie sich herumdrehte und mir ihren Rücken präsentierte, um dann auf der Seite bewegungslos liegen zu bleiben. Sie sagte nichts mehr, sondern schien sich entschieden zu haben, zu schlafen, da ihre Atmung ruhiger wurde und während ich ihrem beginnenden Schlaf lauschte, wusste ich, ich hatte richtig entscheiden als ich mich entschloss, sie nicht Potter in die Arme rennen zu lassen, oder dass sie zu Draco ans Krankenbett eilte sondern, dass ich ihr alles näherbrachte, ohne die verwässerte Sichtweise der beiden inkompetenten und zu involvierten Kindsköpfe.

Sie musste ihre Entscheidung mit kühlem Kopf treffen und das tat sie augenscheinlich auch, denn sie entscheid sich dazu, erst mal hier bei mir Ruhe zu finden, etwas was mir sehr zusagte. Schließlich lag sie gerade nackt in meinem Bett und natürlich, jetzt war es kurz nach 4 Uhr und mit Müh und Not könnte sie bis 8 Uhr schlafen, aber plötzlich musste ich sie spüren und dieses Vergnügen wollte ich mir nicht versagen.

So presste ich mich unvermittelt fordernd von hinten an sie, um ihr mein Verlangen zu demonstrieren. Sie reagierte nicht sonderlich. Als ich schon dachte, sie wäre zu müde um sich zu regen, ließ ich mich nicht so schnell vertreiben und schlang ihr somit meinen linken Arm begehrlich um ihren Oberkörper und streichelte hauchzart ihre Brüste, reizte ihre Knospen und zeigte mich ungewohnt geduldig. Meine Bemühungen zahlten sich aus, denn sie begann sich plötzlich sachte an mir zu reiben. Ihr Po rieb gegen meine schon mehr als bereite und steinharte Erregung.

Ihre kreisenden Bewegungen waren wie eine Einladung, dass sie nichts dagegen hatte und dieser würde ich nur zu gerne nachkommen. Nachdem ich meine Hand von ihren straffen Brüsten gezogen hatte, fuhr ich ihr von hinten zwischen die Beine, was sie mit einem leisen Stöhnen auch zuließ und ich durfte erfühlen, dass sie mehr als bereit für mich war.

Sie machte keine Anstalten irgendetwas tun zu wollen, was ich verstand. Derart viele Stunden in der Gegenwart von Lucius konnten einem an die Substanz gehen. Ständig darauf zu achten was man sagte, dachte, tat oder wie man sich gab, das war anstrengend aber anscheinend hatte sie sein Umgarnen, sein Flirten und seine ganze verführerische Art den ganzen Abend lang auch nicht kalt gelassen, was auch immer sie sich einreden mochte.

„Leg dich auf den Bauch!“, wisperte ich daher verlangend rau, als ich meine Finger aus ihr zurückzog, was mir ein mürrisches Murmeln einbrachte, aber sie tat willig wie geheißen, etwas was es schaffte mir ein kleines Schmunzeln zu entlocken, während sie sich in die Matratze schmiegte und ihr Gesicht im Kissen bettete.

Selten hatte ich sie derart kooperativ, aber auch so völlig willig und matt unter mir, sonst war es eher unsere leidenschaftlich schnelle Vereinigung, die wir suchten, nur gerade eben nicht. Ich schob ihr noch rasch ein Kissen unter die Hüfte, damit sie mir ihr Becken mehr entgegen recken konnte.

„Severus…!“, grollte sie düster ins Kissen.

Ein gehässiges Grinsen zierte meine Züge, da ich mir die Zeit ließ, um gerade ihre Formen lasziv nachzufahren und dann ihre Pobacken genüsslich zu kneten, dabei schien sie an die Grenze ihrer Geduld zu kommen. Sie kommentierte es mit einem weiteren Grollen. So schaffte es dies, mir doch tatsächlich ein dunkles Lachen zu entlocken. Aber wer wäre ich, dass ich das Biest warten ließ und so legte ich mich doch sofort auf sie, begrub sie vollständig unter mir.

Genüsslich küsste ich mich ihren Rücken hinauf, verweilte ungewohnt geduldig verweilte kurz bei ihren Schultern, um mich dann ausgiebig ihrem Nacken zu widmen. Indessen presste ich mich gierig gegen sie, um dann ohne Vorwarnung vorzustoßen und mich hart in sie zu schieben, dabei entrang sich ihr ein genüssliches Stöhnen, das sie mit dem Kissen dämpfte, aber selbst mir entwischte ein heiseres Grollen, da es sich zu gut anfühlte, sich in ihr zu versenken.

Ihre Hände waren mittlerweile im Kissen verkrallt, während ich mich sachte in ihr bewegte und einfach nur genoss, mich immer wieder stetig tief in ihr zu vergraben.

Sie schien nichts gegen meine gemächliche Gangart zu haben, vor allem da sie fast am Schlafen war. Es war erheiternd, es mit ihr zu treiben, während sie nicht ganz da war. Sie war gerade unter mir viel weicher, nachgiebiger und williger als sonst. Ich mochte beides, wobei ich ihre sonstige fordernde und schroffe Leidenschaft vorzog, aber gerade behagte es mir, ihrem leisen Seufzen zu lauschen, während ich mich rhythmisch über ihr bewegte.

Sie reckte mir entgegenkommen ihr Becken entgegen und so glitt ich noch tiefer, was mich zufrieden die Augen schließen ließ. Ich sollte das nächste Mal Lucius meinen Dank aussprechen, dass er sie bei ihrer Verabredung derart gut für den Sex stimuliert und vorbereitet hatte und dass ich es genießen durfte, sie zu besitzen, während er allein und verlassen im Manor hockte. Jetzt ging sehr wohl meine Gehässigkeit mit mir durch.

Wenn sie eines nicht verhehlen konnte, dann dass Lucius sie angeturnt hatte, denn ein Vorspiel hatte ich ihr nicht bieten müssen, damit sie in Stimmung kam und ganz ehrlich, für Raffinesse war es eindeutig zu früh und die Nacht zu kurz, aber ich war auch zu realistisch, um mir vorzumachen, dass Lucius sie kaltließ.

Verwundert stellte ich fest, dass sie ohne großes Zutun gerade unter mir zuckte, sich ihre Fäuste noch fester in das Kissen krallten und ihre Rückenmuskulatur sich anspannte, während sie mit einem heiseren Keuchen auch innerlich um mich verkrampfte, um schlussendlich mit einem tiefen Stöhnen, den das Kissen dämpfte, zu kommen. Auch ich gab mich dem Erlebnis hin, ihre kontraktierenden Muskeln zu spüren, die meinen Schwanz gleichmäßig massierten, während ich nun fest und vor allem tief in sie stieß, bis auch ich mir den Genuss gönnte zu kommen. Mir entkam ein leichtes, keuchendes Stöhnen, bevor ich auf ihr atemlos und ausgelaugt, sachte zum Liegen kam und meine Nasen in ihrem Haar vergrub.


Ich schreckte hoch aus einem tiefen, erholsamen Schlaf. Ganz plötzlich wurde ich aus dem Schlaf gerissen und war sofort gewohnt hellwach und zur Verteidigung bereit!

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Kapitel 334-335 Queeniesig-1
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BeitragThema: 335. Kapitel Keine Atempause    Kapitel 334-335 EmptyFr Dez 14, 2012 4:00 am

335. Kapitel Keine Atempause

Aber zu meiner Überraschung durfte ich hautnah erleben, dass das Biest anscheinend genug geschlafen hatte, denn der Platz neben mir war leer, wie meine tastende Hand sofort erfühlte. Doch dann wandte ich mich umso lauernder nach unten, denn das kleine Biest war so unsäglich frech und unglaublich dreist und bearbeitete mich doch tatsächlich gekonnt mit ihrem Mund.

Es war eine unfassbare Unverfrorenheit, aber auch eine wunderbare Tat, dass sie mich verwöhnte… ich schielte rasch zu der Standuhr, die in meinem Schlafzimmer stand und musste mich arg anstrengen, um die Sicht einzustellen, da sie mich derart versiert mit ihrem Mund verwöhnte, dass ich das wohlige Stöhnen schwer unterdrücken musste, um mir keine Blöße zu geben. So stellte ich nach einigen Versuchen fest, dass es kurz vor 8 Uhr war und damit war es von ihr völlig in Ordnung mich zu wecken, wie ich mir selbst versicherte, während ich nun entspannt zurücksank und es großzügig über mich ergehen ließ.

Gerade als ich mich soweit gehen ließ, dass ich drohte meinen Höhepunkt zu finden, glitt ihr heißer Mund abrupt von mir und ich riss meine Augen empört auf. Doch noch bevor ich Protest erheben konnte, machte ich sie schon über mir aus, wie sie mit einem verrucht dreckigen Grinsen auf mich krabbelte, um dann mit weit gespreizten Beinen über mir zu schweben. Währenddessen legte sie ihre Hände an meine Schultern, um mich unten zu halten, da ich gerade hatte hochrucken wollen.

„Gestern Abend hattest du deinen Spaß… jetzt ich meinen!“, gurrte sie dunkel und setzte sich gewohnt furchtlos, ohne viel Zögern auf meinen voll erigierten Schwanz und ich keuchte unterdrückt auf, da ich sofort komplett von ihr aufgenommen wurde und mich die plötzliche enge, feuchte Wärme umschloss. Aber auch sie stieß einen kurzen, aber spitzen Schrei aus als sie sich selbst rücksichtslos aufspießte.

„Du kamst doch gestern Abend auch nicht zu kurz…“, hisste ich nun und packte grob ihre Hüften, umschlag sie fest mit meinen Händen und hielt sie auf mir entschlossen fest und genoss ihren Anblick in dem diffusen Licht meines Schlafzimmers.

Ihr Pferdeschwanz, der etwas schief auf ihrem Kopf saß, die Haarspitzen, die ihren Nacken umspielten, ihre geschwollenen und geröteten Lippen sowie ihre hochaufragenden Knospen ergaben über mir ein sehr schönes Bild. Dieses wurde noch besser, als sie mir jetzt ein verruchtes Lächeln zukommen ließ und gar nichts zu meiner Aussage von sich gab, sondern sich nur vorlehnte, bis ihre Ellenbogen an meinen Schultern lagen und sie sich abstützte, um sich dann trotz meiner Gegenwehr, da ich sie weiterhin versuchte an der Hüfte festzuhalten, auf und ab zu bewegen.

„Oh… ja, aber jetzt hab ich meinen Spaß!“, und als sie sich wie zur Unterstreichung ihrer Aussage entschlossen aufrichtete, ließ ich meine Gegenwehr fahren und lockerte meinen Griff und schaute durch vor Lust verengte Augen nur noch zu ihren wippenden Brüsten, während sie übergangslos begann sich hart auf mir zu bewegen.

Sollte sie nur denken, sie würde führen, denn ich würde ihr zeigen, dass dem nicht so war, hierbei bemerkte sie mein hinterlistiges Grinsen nicht, da sie gerade den Kopf in den Nacken legte und die Augen dabei schloss.

Somit löste ich meine Hände gänzlich von ihren Hüften und glitt mit ihnen sanft an ihren Seiten hinauf und packte urplötzlich fest zu, dabei genoss ich es, ihr pralles, weiches Fleisch in meinen Händen zu haben. Nun ließ ich auf beiden Seiten gleichzeig meine Finger zu ihren Brustwarzen wandern, sodass ich ihre Nippel zwischen Zeigefinger und Daumen gefangen nahm und erst zärtlich zudrückte, doch langsam, aber stetig begann ich den Druck zu erhöhen, bis sich ihrem Mund ein erstes ungehemmtes, lautes und langgezogenes Stöhnen entrang.

Nach einer ganzen Weile, während ich ihre geröteten Wangen nicht eine Sekunde aus den Augen gelassen hatte, gab ich plötzlich ihre Nippel frei. Ich beobachtete fasziniert, wie das Blut zurückkehrte, wie sie sich verdunkelten, sich leicht rot färben, bevor meine Hände wieder sachte über ihre makellos schöne Haut ihrer Brüste glitten, um wenig später wieder feste, richtig hart zuzugreifen und ihre Nippel zu Piesacken, während sie sich wild und ungestüm auf mir bewegte.

Dieses minutiöse malträtieren ihrer Brüste wiederholte ich eine ganze Weile, was jedes Mal von einem heftigen Aufbäumen ihrerseits begleitet wurde, wobei sich ihre Hände nicht von meiner Brust lösten, eher gruben und schlugen sich ihre Nägel rücksichtslos in mein Fleisch, während sie mich ausdauernd, leidenschaftlich und heftig ritt.

Es war wie so oft sehr rasch und leidenschaftlich zwischen uns und ich genoss jede Sekunde, sie in ihrer ungehemmten Art zu spüren. An ihrem glasigen Blick bemerke ich, dass sie schon fast soweit war, dennoch verzögere ich den Höhepunkt. Diese sanfte Qual zwischen Lust und Schmerz erhöhte ich langsam, baute mit aller Kraft zwischen den Fingern den Druck auf ihre Knospen auf, was sie gequält keuchen ließ und dann schnellte auch schon mein Becken ruckartig nach oben und sie warf den Kopf ekstatisch in den Nacken.

Dabei kam sie nun mit einem langgezogenen, spitzen Schrei, der es schaffte, dass ich schnell von ihr abließ und meine Hände rasch zu ihren unkontrolliert zuckenden Hüften fuhren, um sie zu halten und zu bewegen, so wie ich es brauchte. Während sie ihren Orgasmus auf mir erlebte, erlag nun auch ich dem Genuss, sodass ich mich tief in ihr entlud und mit einem dunklen Grollen erlöst, aber auch ausgelaugt zurücksank.

So dürfte sie mich die meisten Tage erwecken!

Severus Sicht

Hermiones Sicht

Vollkommen erschöpft und atemlos fiel ich auf Severus‘ nackte und verschwitzte Brust. Ich war noch völlig erfüllt von meinem Höhepunkt, der durch meine Adern rauschte und nicht bereit mich zu rühren.

Warum hatte ich das getan?

Als ich erwacht war, fühlte ich mich trotz des nur kurzen Schlafs von nicht mal vier Stunden recht erholt und mir kam in den Sinn, was Severus noch mit mir in einem sehr verschlafenen Zustand angestellt hatte.

Er hatte mich mehr oder weniger IN den Schlaf gefickt, so war es nur recht, wenn ich ihn AUS dem Schlaf fickte.

Und da machte ich mich doch an die nicht leichte Aufgabe, ihn soweit zu bekommen, dass ich ihn benützen konnte und es war dann doch keine wahrlich schwere, auch wenn er vollkommen wach hochschoss um zu sehen was ihn da geweckt hatte. Wenn man bedachte, was für eine Überwindung es ihn gekostet hatte, mich in seiner Nähe zu dulden und mich sogar bei sich übernachten zu lassen, konnte man sich ausmalen, dass ihm das nicht häufig passierte, was ich da gerade wagte.

ABER auch Severus war nur ein Mann und konnte nicht wirklich böse über meine eigenwillige Handlung sein, ihn mit dem Mund zu beglücken und ihn derart intensiv aufgeweckt zu haben. Denn sein Schwanz war meiner Arbeit durchaus nicht abgeneigt und als er auch nichts gegen einen morgendlichen Quickie einwandte, ritt ich ihn sehnsüchtig und als sich Severus meiner Brüste annahm, dachte ich, vor Wonne zu vergehen und kam fulminant.

Leider verflog das alles vergessende Lustgefühl aus meinem Hirn viel zu schnell, sodass mir wieder in den Sinn kam, was mir Severus so großzügig und derart intim mitgeteilt und mich sehr erschüttert hatte, dass ich nur noch neben Severus zusammengebrochen war. Außerdem waren der Tag und auch die Nacht zuvor sehr anstrengend gewesen und als wir nun gemeinsam sehr entspannt unter die Dusche hüpften, akzeptierte Severus mein Schweigen, was gut war, da mir viel zu viel im Geiste rumging.

Wie sollte ich reagieren?

Schließlich hatte Draco Harry angegriffen und dieser hatte ihn schlussendlich geschlagen, wenn auch mehr durch Glück denn durch Können, aber das kannte ich von Harry seit dem ersten Jahr. Das Glück war mit Harry, auf die eine oder andere Weise! Schließlich wäre Harry sonst auch nicht mehr am Leben. Harry hatte in den meisten Kämpfen, die ernsthaft geführt worden waren, nichts als Glück gehabt!

Anders als ich hatte er das Glück dort dann zuhauf, welches sich frecher Weise bei mir immer permanent versteckte.

Severus war schon fertig, während ich mich noch abtrocknete. Es war lustig, zu erleben, wie wir gemeinsam diese trivialen Dinge des Alltages verrichteten und uns zusammen fertigmachten. Wir störten uns nicht und das war ungewohnt gesellig, wie ich zugeben musste und machte mich ruhiger.

Er begrüßte mich mit einer Tasse dampfenden Kaffees und während ich das brühend heiße Getränk gierig in mich goss, blickte er mich aus tiefdunklen Augen fragend, aber auch geduldig an.

„Tja, was soll ich machen?“, fragte ich ihn dabei überfordert und durfte erleben, wie in die sonst abfälligen oder gehässig funkelnden Augen Erstaunen Einzug hielt, dass ich ihn nach seiner Meinung oder gar einen Rat von ihm fragte.

„Du… es ist nicht leicht!“, fing er ungewohnt unsicher an und darüber schenkte ich ihm ein fast höhnisches Grinsen, denn sonst würde ich ihn schließlich nicht fragen. Er selbst brach auch ab und nahm einen Schluck aus seiner Tasse zu sich, aber ich sagte nichts und wartete geduldig ab.

„Du willst wirklich hören, was ICH denke?“, wisperte er nun schon fast ungläubig, dunkel und ich nickte einfach nur, da es stimmte, ich konnte mir denken, dass er mit wenig schmeichelhaften Worten um sich schlagen würde, aber ja, ich wollte tatsächlich hören, was er dachte.

„Kinder, unreife Kinder! Inkompetente Individuen, die es nicht verdienen, von sich behaupten zu können, ein funktionstüchtiges Hirn zu besitzen! Unsäglich kindisch, unsäglich unüberlegt und schrecklich primitiv! Schade, dass sie sich nicht umgebracht haben!“, hisste er gehässig und ungnädig und ich brach übergangslos in Lachen aus, denn das hatte ich erwartet und es fasste fast alles zusammen was auch ich dachte und er trug mir meine Erheiterung nicht nach, denn er erkannte, dass ich ihm vorbehaltlos zustimmte und nicht über ihn lachte sondern darüber, dass er Harry und Draco so sah.

„Himmel, das weiß ich, aber was soll ich tun? Mir ist es fast zu doof, etwas zu sagen! Ich meine, ich kann mich nicht fünfteilen! Ich bin auch nur ein Mensch… naja…“, grummelte ich in meinen nicht vorhandenen Bart, da ich das Wort „fast“ hatte sagen wollen, aber ich durfte sehen, wie Severus mich aufmerksam musterte, um mich dann mit schiefgelegtem Haupt fast zu durchbohren.

„Schau nicht so… ja, ich überlege, nichts zu sagen! Ich will ihre Ausreden nicht hören, sonst reißt meine Geduld“, echauffierte ich mich verhalten um Kontrolle bemüht, dabei krampften meine Finger um die heiße Tasse.

„Und das wäre gar nicht gut, oder?“, kam es leise, bedacht von ihm und ich wusste instinktiv, dass er mehr über meine Nekromantie wissen musste als er sagte oder zeigte, so wie er mich gerade mit diesen Obsidianaugen sezierte.

„Nein, schon gar nicht für mein Aussehen! Da lassen graue Haare nicht lange auf sich warten. Aber ehrlich, wenn ich nichts sage und nichts hören will, wer bestraft sie, wie sollte man sie bestrafen? Bitte, Draco wird sich vor Scham und Demütigung genug gestraft fühlen, weil Harry ihn in den Krankenflügel geflucht hat, er ihm unterlegen war! Und Harry… ich weiß, dass du Harry nicht magst, aber Harry wird sich selbst hassen und verachten, dass er einem anderen das angetan hat! Auch noch meinem Freund… naja, einem Verbündeten! Er weiß, dass mir Draco etwas bedeutet und dass ich es nicht gut finde, wenn ihm etwas passiert und… DANN AUCH NOCH VON EINEM FREUND!“, donnerte ich zum Ende hin laut und musste mich wieder mit Gewalt zusammenreißen, nicht noch mehr auszurasten. Ich erkannte sehr klar, dass ich hier wirklich nicht involviert sein sollte, wenn ich nicht zum Schluss mit weißen Augen durch die Gegend rennen wollte.

Diese Hornochsen, sie sollten eine Einheit bilden, eine geschlossene Front gegen den Lord und nicht eine zerstrittene Truppe sein. Sie sollten zusammenarbeiten und ich hatte gedacht, spätestens seitdem Draco der Pate von Harrys Sohn war, hätten sie das begriffen.

„Beruhige dich, es wird nichts nützten, dass du dich reinsteigerst!“, kam es mal absolut ernst von Severus, ohne den gewohnten Spott, die Häme oder Gehässigkeit, die ihm eigen war und ich biss mir auf die Unterlippe und gab ihm recht.

„Wie auch immer, Harry ist sehr grüblerisch, es tut ihm bestimmt leid!“, warf ich überlegend ein.

„Oh ja, du hast meine Erinnerungen gesehen, er ist das personifizierte schlechte Gewissen! Aber auch der Trottel, der er schon immer war, aber bei dem Vater auch absolut kein großes Wunder!“, ätzte er nun doch in alter Manier und bescherte mir damit ein Lächeln.

„Da kann ich dir diesmal nicht mal widersprechen und ich will gar nicht wissen, wie sehr dich dies befriedigt!“, erklärte ich grinsend und sein schmieriges Grinsen war absolut Aussage genug über das was er dachte.

„Aber ich denke, ich mache das „Überraschendste“ für die beiden und werde nichts sagen…“, wobei ich absolut noch nicht wusste, ob ich wie immer wäre oder ob ich sie eine gewisse Distanz als Strafe spüren lassen würde. Verdient hätten es beide.

„Gut, wenn du das wünschst!“

„Das hört sich so an als wirst du auch nichts sagen… wobei… deine Blicke, die deine abgrundtiefe Geringschätzung ausdrücken, können vernichtender sein als jedes Wort von dir!“, ging mein Sarkasmus mit mir durch.

„Tatsächlich? Darüber könntest du mir mehr erzählen!“

„Halt, stopp! Kommt es mir grade so vor… oder bin ich immer noch bei Lucius?“, zuckte ein echtes Schmunzeln über Severus‘ sonst so düstere Züge und ich grinste ihn an, denn das Sammeln von Schmeichelei war sonst nicht seine Art, aber es zeigte auch, seine Laune war vorzüglich. Bestimmt machte es sich doch bemerkbar, dass wir zweimal miteinander geschlafen hatten.

„Übertreib es nicht!“, warnte er mich ölig schnarrend.

„Ohne Unsinn, würde ich nie!“, tat ich ab und wollte wissen: „Und was wirst du tun?“

„Mhm… gut, dieser unsägliche Geist wird nichts sagen, dafür hat sie zu viel Angst! Und Potter… nun, der ist gestraft genug, keine Sorge!“, erklärte er höhnisch.

„Wirst du weich?“, warf ich provozierend ein.

„Willst du mich beleidigen? Nein, aber ich denke, in meinen Räumen beim Kämpfen kann ich ihn besser versohlen und wenn ihm alles wehtut, ist es besser als nur die Hände vom Putzen!“

„Du bist unermesslich in deiner subtilen Bosheit!“, bescheinigte ich ihm fies grinsend, als er sich erhob und mir die Hand reichte um mich hochzuziehen, denn gleich würden wir uns aufmachen zum sonntäglichen Brunch.

Hermiones Sicht ende

Lucius Sicht

Ich kam gerade von einer ermüdenden Diskussion mit dem Dark Lord. Es spitzte sich zu, das war unübersehbar! So war auch seine Frage nach Dumbledores Ableben aufgekommen, wobei ich ihm versprach, dass sich dies bis zum Beginn der Ferien erledigt hätte, er sich nur gedulden müsste.

Als nächstes hatten wir darüber debattiert, wie es nun im Ministerium weiter gehen würde. Fudge würde vor Gericht gestellt werden, dies würde eindeutig das sogenannte Sommerloch zu unseren Gunsten füllen und von unserem Vorgehen im Ministerium ablenken. Wir hatten lange beratschlagt, wie es nun weitergehen würde, denn schließlich war Fudge nur der Weg um Scrimgeour zu beseitigen und dafür musste ein Adäquater und passender Nachfolger gefunden werden, der uns, der dunklen Seite, treu war, aber mir schwebte schon eine Person vor. Der Lord hatte nur abgewunken und mir bedeutet, dass das Ministerium vertrauensvoll in meinen Händen läge.

Ihn schien anderes mehr zu fesseln, vor allem die Frage, wie er Potters Person habhaft werden konnte. Er wollte ihn und seinen Sommeraufenthalt endlich ausfindig machen und ich erinnerte mich an das Gespräch zwischen Mad-Eye Moody und dem Biest. An die Dinge, die sie damals dort besprochen hatten, aber es zu sagen wagte ich noch nicht. Es war zu früh, um mit dieser Information herauszurücken. Wir würden dieses Wissen ausspielen müssen, das Einzige was ich dem Lord anbot war, dass sich Severus darum bemühen würde, dies herauszufinden.

Wir hatten noch kurz die Zentauren angerissen und dass es nach der Terminierung des Trupps des Mudbloods nur zu kleineren, nicht nennenswerten Zusammenstößen gekommen war, die aber bedeutungslos blieben, deshalb war das Thema auch recht schnell abgehakt. Dann stand noch an, dass Dracos Reise im Sommer zu den Veelas noch immer anstand, ebenso Severus‘ genehmigter Besuch bei den ortsansässigen Vampiren in London.

Kurze Erwähnung hatte auch noch die Konstellation des neuen Trupps des Biestes gefunden, etwas was er hingenommen hatte um dann noch zu äußern, dass er es nicht erbaulich fände, sollten wir alle ihn enttäuschen. Als ich mich zurückgezogen hatte, war ich tatsächlich ermattet, nach der kurzen Nacht, da das Biest lange mit mir im Club verweilt hatte, war meine Müdigkeit aber auch kein Wunder.

Ich setzte mich gerade müde auf die Couch meiner Suite, mit einem Buch bewaffnet um effektiv abzuschalten nach diesen Anstrengungen, als die Tür geräuschvoll aufflog und eine an eine schwarze Fledermaus erinnernde Erscheinung hereinrauschte, um mich meines Alleinseins zu berauben.

Lucius Sicht ende

Severus Sicht

„Severus, was verschafft mir die Ehre deines Besuchs?“, perlte es seidig von dem Lippen, des in einem dunkelblauen Hausjacketts mit einem weißen Plastron bewährten Hausherren. Er genoss es, sich pfauisch wie sein Lieblingstier zu präsentieren, selbst wenn gar keiner da war. Sollte ich das zu ihm sagen, würde er nur blasiert erwidern, dass ich ja augenblicklich da wäre und er damit doch recht behalten hätte.

„Oh… mein Dank! Ja, schau nicht derart pikiert, Lucius. Ich muss dir nochmal danken, du hattest sie in der Nacht wahrlich gut für mich vorbereitet!“, erklärte ich samtig und sehr gehässig, während ich mich setzte.

„Wie meinen?“, echote Lucius verschnupft und ruckte etwas höher.

„Wie ich es sage, dass sie die Nacht bei mir verbracht hat, dürfte dich nicht wundern! Freue dich lieber, dass sie nicht zu Draco ging! Das wäre dann vielleicht doch etwas abwegig…“, die Lust mit dem Sohn abbauen, die der Vater entfacht hatte, wäre auch etwas primitiv gewesen und mir war es gleich, dass es Lucius war, der sie „vorbereitet“ hatte.

Und da flog schon das Geschoss schwungvoll auf mich zu und ich sah mich tatsächlich bemüßigt, mich zu bücken um nicht getroffen zu werden. Laut klirrte das Glas, als es in tausende von Scherben zersprang. Diese Offenbarung, die ich ihm serviert hatte, schien ihm gar nicht zu gefallen und so lenkte ich rasch ab und versuchte, so unbeteiligt zu erscheinen wie möglich, während ich mich wieder gerade aufsetzte und mein kinnlanges Haar zurückwarf und nicht weiter darauf einging.

„Dumbledore weiß nun von ihrer Zugehörigkeit zur Familie“, setzte ich ihn ungerührt in Kenntnis. Sein aristokratisch spitzes Kinn zischte zur mir und sofort war seine Wut über meine Anmaßung, ihm das mit dem Biest unter die Nase zu reiben, vergessen und er war dabei, lauernd den neuen Sachverhalt aufzunehmen.

„Was?“, blaffte er kalt.

„Ja, er erklärt sie für verloren, aber deinen Sohn will er retten!“, versuchte ich meine Tonlage absichtlich nichtssagend und neutral zu halten, wobei mir der Sarkasmus auf der Zunge lag, aber nichts sollte andeuten, was ich dachte, während ich meine tiefschwarzen Augen hart auf ihn richtete und er mir konsterniert zublinzelte und sich schnell ein neues Glas von seinem Drink einschenkte, weil er das andere ja gerade zerstört hatte.

„Nicht dein Ernst?“, kam es nun doch sichtlich sprachlos von ihm, bevor wir einvernehmlich schwiegen, da er es scheinbar absolut nicht fassen konnte, was ich ihm gerade offenbart hatte, kurz bevor er nochmal nachfragte, so als könnte er es nicht glauben:

„Was für ein Trottel! Meint er das ernst?“

„Was denn sonst, wobei ich denke, dass den durchtriebenen Alten mehr treibt, als nur den Wunsch deinen Sohn zu retten…“, begann ich, und ließ das Ende offen.

„Ich hoffe es, Severus, sonst wäre ich zu unglücklich, dass mich so ein seniler, alter Mann zu lange geärgert hat! Das wäre meiner unwürdig!“, mokierte er sich sehr über die Erkenntnis, dass jemand Draco aus seinen oder auch unseren Klauen retten wollte! Retten vor was? Draco war schon ein mächtiger und großer Teil des Ganzen und nicht mehr daraus wegzudenken. Lucius schüttelte gerade fassungslos sein herrschaftliches, weißblondes Haupt und wirkte alles in allem von Dumbledores Gebaren irritiert.

„Ganz offensichtlich, dass dies ein großes Vergehen wäre!“, schnarrte ich ölig und zog ihn absichtlich auf.

„Severus, heute bist du eindeutig zu gut gelaunt!“, grollte er dunkel, dabei tippte er ungeduldig mit seinem Gehstock auf den Boden, bis ich es mir nicht verbeißen konnte Kontra zu geben:

„Oh, das könnte sein, es war inspirierend, sie in meinem Bett zu haben!“, entgegnete ich dann auch sehr seidig, dabei zerrten meine Worte sichtlich an seiner kühlen Fassade, denn sein sturmumwölkter Blick war mörderisch, bei der Erkenntnis, dass er sie umgarnt hatte und ich in den Genuss gekommen war sie zu pflücken. Seine leicht verrutschte Maske war herrlich und viel zu selten schaffte man es, sie zu durchdringen, aber mit dem Biest als Grund war dies doch ab und an möglich und etwas was ich mir nicht entgehen lassen würde.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Beim Frühstück saß ich da und weigerte mich stur, aufzublicken als sich Harry neben mich setzte. Im Schlepptau hatte er Ron, Neville und alle, die zusammen morgendlich die Runden liefen. Am Sonntag betrieben sie es länger als sonst, an sich war ich gewöhnlich mit von der Partie, aber nicht nach der langen Nacht. Als ich einen versteckten Blick zu den Slytherins warf konnte ich erkennen, dass der Tisch schon vollzählig war, wobei Blaise wie selbstverständlich Dracos Platz eingenommen hatte, aber an einem kurzen, irritierten Blick, den er mir sandte, durfte ich erkennen, dass er nicht wusste, warum Draco weg war, oder gar wo er war.

Ich beobachtete, wie Blaises dunkle Augen von mir weghuschten zu Harry hin, der ihm augenscheinlich mit unserer wortlosen Kommunikation etwas knappes mitteilte, was dazu führte, dass Blaise zackig nickte und sich mit grimmiger Miene seinem Essen zuwandte.

Ein weiterer, verborgener Blick offenbarte die an sich isolierte Daphne. Als Strafe für ihr eigenmächtiges Handeln wurde sie noch immer gemieden. Sie wirkte gefasst, wenngleich auch nicht wirklich glücklich mit ihrem Dasein als Aussätzige.

Ich warf zum Schluss einen aufmerksamen Blick in die Runde und konnte ausmachen, dass niemand diesen Austausch groß mitbekommen hatte, vor allem da Dumbledore wie so oft fehlte, war es weniger schlimm.

Plötzlich brannte meine Galleone und nicht nur meine, sondern auch die der Connection und als ich Ron ansah, beugte er sich über sein Müsli zu uns:

„Wir sollen in den Raum der Wünsche!“

„Ähm… alle auf einmal, fällt ja gar nicht auf!“, meinte ich sarkastisch und beachtete Harry neben mir gar nicht, selbst als er sich räusperte.

„Ist es von Fred?“, fragte er vorsichtig nach und Ron zuckte die Schulter, als ich rasch zur Tasse griff und einen letzten, großen Schluck nahm.

„Dann mal los!“, erhob ich mich entschlossen und hatte betont ausgespart, ob ich alleine ging oder nicht. Harry war nach gestern Luft für mich. Als ich am Eingang ankam durfte ich sehen, wie Harry und Ron hastig Sandwiches belegten und in ihre Taschen stopften um mir dann doch noch zu folgen. Es war mir recht, denn so gab ich Gas, um Abstand zu haben. Ich traute mich wirklich nicht, Harry direkt anzusehen und ihm vor Wut vielleicht doch noch eine zu knallen.


Als ich den Raum der Wünsche betrat, konnte ich zwei Lavenders ausmachen, wobei die eine im Bett lag und blass sowie ausgezehrt wirkte und nicht wirklich gut aussah, mit tiefen Augenringen und strähnigem, langem, blondem Haar, das verschwitzt an ihrem Kopf anlag. Daneben stehend sah ich eine lebendige und strahlende Lavender, aus deren blauen Augen, ein schalkhafter Ausdruck durchschimmerte und sie eindeutig als Fred verriet.

„Oh, da kommen sie… äh, oder nur sie?“, kam es hastig und dann überrumpelt von Fred, weil nur ich alleine eintrat.

„Hey, wie geht es ihr?“, fragte ich Fred und trat näher an die beiden heran, aber bevor er antworten konnte knurrte es dunkel:

„ICH kann für mich reden…“, funkelten mich sich plötzlich verdunkelnde, blaue Augen böse an.

„Ruhig Blut, dann wie geht es dir Lavender?“, meinte ich versöhnlich und erhob meine unbewaffneten Hände, während sie eine hundertprozentige Drehung hinlegte und erschöpft zusammensackte, nachdem sie sich so erregt hatte. Interessant, sie zeigte Züge eines Werwesens, nur bei Fenrir und den anderen leuchteten dann plötzlich die Augen gelb, was sie gerade bei ihr nicht getan hatten. Das würde spannend werden, dachte ich, während Fred sie mit einem durchaus besorgten Ausdruck musterte.

„Hilfe, ich will das nicht, ich versteh das nicht…“, jammerte sie plötzlich verstört, dabei umklammerte sie ein Kissen in einem Würgegriff. Sie wirkte alles in allem sehr verloren.

„Als Ron und du die Überwachung gewechselt habt, wie ging es ihr?“, überging ich LavLav und wandte mich fordernd an Fred.

„Da hat sie geschlafen. Ron meinte, es wäre eine ruhige Nacht gewesen!“, erklärte Fred, während ich einen sorgenvollen Blick auf die sich wie in einem Schock befindliche, vor und zurückschaukelnde, junge Frau warf, die sehr überfordert wirkte.

Da ging nun die Tür auf einmal auf und Harry und Ron stolperten in den Raum.

„Hey, warum hast du nicht gewartet?“, haspelte Harry hervor, worauf ich ihm nur eine kurze, kalte Maske zeigte und Ron meine Aufmerksamkeit schenkte.

„Ron, hast du auf Draco gehört und bist mit Lavender… na, du weißt schon…?“, fragte ich umschreibend, ob Ron mit ihr geschlafen hatte, denn sie wirkte wenigstens nicht mehr teilnahmslos. Er wurde über und über rot, als er sich mit diese Frage konfrontiert sah und kratze sich verlegen am Kopf.

„Ja! Seitdem spricht sie wieder!“, bekannte er dann doch erstaunlich freimütig und plötzlich erklang ein peinlich klingendes Kichern und Lavender barg verschämt ihr Gesicht in dem Kissen und schmiss sich wieder auf das große Bett. Sie vermittelte gerade den Eindruck einer schwer gestörten Frau.

„Schön, Brüderchen, aber so kann sie nicht raus…“, meinte Fred ernsthaft, dabei haftete sein zweifelnder Blick auf dem verwirrten und überforderten jungen Mädchen.

„Jupp“, „Yeah!“, „Ja, leider!“

„Oh Mann, wenn mich nicht alles täuscht ist am Freitag Vollmond, dann wissen wir, wo wir wirklich mit ihr stehen! Das heißt, Fred wird am Samstag wieder Hogwarts verlassen, schließlich haben wir dann noch Samstag und Sonntag, um Lavender auf die Situation einzustellen, ganz egal wie geartet sie sein mag! Bis dahin wird Fred weiterhin Lavender spielen… Einwände?“, entschied ich geschäftig und ging dabei in dem auf unsere Wünsche angepassten Raum auf und ab.

„Nein!“, „Nein“, „Geht klar!“, „Gut, so machen wir es!“, schallte es mir zustimmend entgegen, dabei hoffte ich inbrünstig, dass Severus‘ Hilfe doch half und wir nicht mit einem zweiten Problem a la Remus konfrontiert wären. Entschlossen schob ich diese unschönen Gedanken von mir.

„Und ich denke, vielleicht können Luna oder Ginny helfen, auch Astoria vielleicht, Padma oder Hannah… damit sich Lavender wieder in die Gemeinschaft einfügt?“

„Und warum du nicht!?“, fragte Ron mich abrupt unterbrechend und ich stoppte meinen Marsch, dabei wurde ich von ihm regelrecht durchbohrt.

„Ich denke, ich bin dafür nicht die Richtige!“, wehrte ich ab und wandte mich auch ab um weiterzugehen, während ich ausmachte, dass Lavender sich gerade die Bettdecke über den Kopf zog.

„Und warum nicht? Du hast ständig mit Wölfen zu tun, gerade du könntest ihr helfen, es zu akzeptieren!“, drang Ron gerade sehr eindringlich in mich und er sah mich hart an als ich abrupt inne hielt, weil sich eine weibliche Hand auf meine Schulter legte.

„Du weißt, dass er recht hat, oder?“, erklang Lavenders hohe Stimme in meinem Rücken, auch wenn es Fred war, der sprach, wobei ich nur brüsk nickte, da es stimmte, ich konnte die Wahrheit durchaus erkennen. Aber mich mit LavLav auseinanderzusetzen, fand ich einfach nur schwer, unangenehm und anstrengend.

„Ähm, Hermione, ich müsste dringend mir dir sprechen… ich…“, bat Harry und ich weigerte mich weiterhin stur, ihn anzusehen, legte meinen Blick auf die unter der Bettdecke, in dem großen Bett verschwundene Person. Sie war gerade meine Chance einem Gespräch mit Harry zu entgehen und es hätte den Vorteil, dass ich ihn nicht erwürgen musste.

„Nicht jetzt, Harry! Lavender braucht mich, würdet ihr uns alle bitte alleine lassen!“, wedelte ich verscheuchend mit meiner Hand zu den Jungs.

„Aber Schönste, es ist wich…“, trat Harry einen Schritt auf mich zu und ich zuckte zurück.

„Nein, Harry! Das hier ist wichtig!“, unterbrach ich ihn scharf und blickte ihm zum ersten Mal eindringlich in die smaragdgrünen Augen, die nur so vor Schuldgefühlen überquollen und da konnte ich die Erkenntnis in seinem Blick sacken sehen. Er erkannte, dass ich schon von ihm und Draco wusste und ihn absichtlich mied und ich wusste nicht, wie ich ihn ansah, aber er ruckte leicht ängstlich wirkend zurück und war verdammt flott an der Tür.

„Äh… okay!“, stotterte ein hochnotroter Harry auf dem Weg nach draußen, da er erkannt hatte, dass ich einfach sauer war, und deswegen suchte er nun weitsichtig sein Heil in der Flucht, nachdem er registrierte, dass ich mir meine Meinung schon gebildet hatte, ganz gleich und egal was er sagen würde.

„Was zum Teufel war das?“, rief Fred perplex und blickte zu der zuschlagenden Tür, während Ron total irritiert dastand und ebenso ratlos durch die Gegend starrte.

„Fragt ihn und jetzt geht, lasst Lavender und mich allein, bitte!“, löste meine harte Forderung mehrere Reaktionen aus. Ron warf Lav, die total erstarrt unter der Decke wirkte und versteinert darunter verharrte, einen unglücklichen Blick zu. Sie wirkte nicht so als wolle sie mit mir alleine sein.

Fred zuckte lapidar die Schultern und zog kurzentschlossen Ron mit sich, als die Tür aufging und Blaise hereindrängen wollte, aber von den beiden Jungs aufgehalten wurde.

„Hey, Pfoten weg! Schönste, Draco ist im Krankenflügel!“, klang Blaise gewichtig und geschäftig und wollte sich unwirsch von Freds beziehungsweise Lavenders Händen befreien.

„WASSS?“, „Was ist passiert!“, riefen sowohl Ron als auch Fred erschrocken über diese für sie neue Erkenntnis.

„Ich weiß, aber ihm geht es gut und jetzt raus!“, würgte ich alle ab und rollte genervt mit den Augen. Harry und Draco waren ein Thema, was ich gerade nicht brauchen konnte.

„Häää, das war’s?“, „Was soll das?“, „Weißt du warum, wieso, weshalb?“

„Fragt Draco oder Harry, aber nicht mich!“, kam es nüchtern, aber endgültig von mir und ich konnte einen ungeduldigen Ton nicht unterdrücken, sodass sie erkannten, dass ich mehr als verärgert war. Sie zogen endlich die Schwänze ein und verschwanden mit unwohl verzogenen Mienen.

Das ließ mich erleichtert aufatmen, dann wandte ich mich von der Tür ab und starrte nun mit unbewegten Zügen auf das zitternde Mädchen hinab, das sich in seinen Kissen und Decken unsichtbar zu machen versuchte. Was sollte ich zu ihr sagen?

Meine Geduld neigte sich schon jetzt abrupt dem Ende zu, als ich mir stöhnend eine Strähne ungeduldig hinter das Ohr strich und mich abwandte, um wieder in dem Raum auf und ab zu gehen. Währenddessen verstrichen die Minuten und selbst Lavender schien zu erkennen, dass es lächerlich war wie sie sich gab, da sie nun aufgab und langsam aber sicher aus ihrer sie bisher schützenden Decke krabbelte und unsicher zu mir aufguckte. Im Vorbeigehend schenkte ich ihr einen langen Blick durch meine Haare hindurch, sagte aber nichts, sondern lief nur weiter Furchen in den Boden.

Sie schien sich immer unwohler in ihrer liegenden Position zu fühlen und zog sich nun hoch, sodass sie saß und ich unterdrückte das zufriedene Schmunzeln, das an meinen Lippen zupfte. Heute war ich der große Schweiger und schien mehr zu erreichen als mit schreien und toben.

Weitere Minuten verstrichen, die sie nur noch unwohler werden ließen, so wie sie nun hektisch auf ihrer Lippe kaute und nun schwer den Mut suchte und dann auf einmal auch anscheind fand, da sie sich räusperte:

„Chrm…“, wobei ich nicht reagierte.

„Chrmmm… Hermione!“

„Ja?!“, fragte ich dann trügerisch sanft, nachdem sie sich tatsächlich aufgerafft hatte mich enorm leise anzuwispern. Plötzlich hob sie mir ihr blasses, eingefallenes Gesicht entgegen, dabei drohten ihre Augen aus den Höhlen zu kullern, während sie schwer schluckte.

„ICH HAB ANGST!“, flüsterte sie heiser .

„Haben wir das nicht alle?“

„Nein, du nicht!“, meinte sie todernst, dabei schüttelte sie wie zur Bestätigung ihren Kopf und ich sagte nichts, denn ich versuchte ihrer Aussage auf den Grund zu gehen und es stimmte nur indirekt, da es mir meist nur sehr gleich war, was mir passierte. Ich verspürte sehr wohl noch so etwas wie Furcht, aber ich wusste, ängstlich zu verharren half mir gar nicht. Entweder ich agierte und reagierte, oder aber ich starb, so einfach war das. Ich war nie in meiner Furcht und Angst gefangen!

„Mhm… vielleicht weniger, aber auch ich bin noch nicht ganz gefühlstot!“, entgegnete ich inbrünstig, wie um mich selbst zu überzeugen und erntete einen so unschmeichelhaften Blick, weswegen ich irritiert blinzelte und mich damit konfrontiert sah, dass ich wohl auf meine Umgebung mittlerweile einfach nur noch kalt und wie tot wirken musste.

„Wenn du das sagst! Aber mich versteht eh keiner! Ich bin nicht mehr… ICH! Das hier… das hier…“, dabei deutete sie aufgeregt auf sich selbst, „das bin nicht mehr ich! Nicht nur, dass ich für immer entstellt und hässlich bin! Ich weiß, dass du mich…, dass mich niemand versteht… aber ich bin nicht mehr ich selbst!“, schrie sie gepeinigt, aber auch sehr panisch, dabei zuckten ihre Augen hektisch hin und her und ich zeigte unendliche, langmütige Geduld, als ich ihr diesen Gefühlsausbruch zugestand. Nur weil ich mir größtenteils diese Emotionen versagte, bedeutete das nicht, dass ich nicht wusste, dass andere das brauchten um die Schrecken des Lebens hinter sich zu lassen.

Während sie wütete trafen ihre Worte unbewusst ins Ziel, denn ich verstand die gute Lavender erschreckend gut, denn auch wenn es keiner wusste, ich war auch nicht mehr allein, oder ich selbst! Ich war auch nicht mehr nur ich, eine Hexe, ABER es gab einen elementaren Unterschied zwischen Lavender und mir!

Ich hatte bewusst die Wandlung zum Nekromanten beschritten, hatte absichtlich und wissend diesen Weg eingeschlagen und war damit sehenden Auges mein Schicksal eingegangen. Dass ich noch das unsägliche Glück hatte ein SoulGatherer zu werden, was auch immer das genau sein sollte, war auf einem anderen Papier geschrieben, aber ich hatte um die Gefahren gewusst, die es mit sich brachte, mit der Totenmagie zu spielen und ich hatte den Preis bezahlt.

Lavender hingegen war jede Entscheidung abgenommen worden und daher stand es ihr zu, zu hadern, zu zetern und zu verzweifeln und Lavender sprach gerade mit dem einzigen Menschen, der sie verstehen konnte, auch wenn ich mich ihr gegenüber nicht offenbaren würde.

„Du weißt doch gar nicht, ob du ein Wolf wirst!“, wandte ich reichlich spärlich ein, worauf sie erneut spitz aufschrie.

„Selbst wenn nicht! Ich… ICH mag auf einmal mein Fleisch roh… ROH! Blutig! Ich habe sonst so was gehasst! Ich mochte Gemüse, Salat und Süßes und jetzt lechze ich nach blutigem, rohen Fleisch?! Nach einem saftigen Stück Steak und jetzt sag mir nicht, dass das nicht schon eine Veränderung ist!“, empörte sie sich kreischend und bekam zum ersten Mal Farbe in ihre Wangen, indem sich rote hektische Flecken darauf bildeten als sie aufgebracht mit Fäusten auf ihre Matratze einschlug.

„Okay, ja! Aber sollte das die einzige Anomalie sein, könnte man damit doch leben, oder nicht?“, fragte ich zaghaft und wie ich fand feinfühlig, doch ich erntete einen protestierenden Aufschrei.

„JAAAAAAAAAAAAA… vielleicht, vielleicht…!“, schniefte sie traurig und wischte sich über die tränenden Augen und ich wusste, ernst meinte sie diese Aussage noch nicht, die Akzeptanz war noch nicht da.

„Aber dann bleibt immer noch, dass ich verschandelt bin!“, wimmerte sie nun herzerweichend, sich im Selbstmitleid suhlend. Bitte, was sollte ich zu meinem gezeichneten Körper sagen?

„Lavender… Ron ist das egal!“, warf ich doch dann glatt minimal genervt ein und wippte ungeduldig mit dem Fuß.

„Ja, jetzt auf einmal! Auf einmal ist er nur noch für mich da… das ist doch nur sein schlechtes Gewissen!“, fauchte sie auf einmal mit einem grollenden Unterton, der mich meine Augenbraue lüpfen ließ. Dieser raue Ton war eindeutig eine weitere Anomalie, vor der ganze Tragödie hatte Lavender nur quietschen können.

„Aber immerhin fühlt er sich nicht abgestoßen, schließlich sieht man deinen Rücken nicht…“, wandte ich wohl wenig einfühlsam ein, denn sie blickte mich tief getroffen an und stoppte damit mein Wippen, dafür verschränkte ich die Arme vor der Brust.

„Du verstehst es, einem Komplimente zu machen!“, ätzte sie böse und ihr Gesicht war eine hässlich verzogene Fratze, die mich hassenswert anstarrte. Etwas was mich nicht wirklich wanken ließ, erst diejenigen, die auch vor dem Dark Lord standen und seiner Fratze Rede und Antwort stehen musste, verstand was es bedeutete und wenn ich vor ihm nicht zurückzuckte, dann ganz gewiss nicht vor einer wütenden Lavender Brown.

„Lavender, ich gebe mein bestes, ehrlich, aber soll ich dich anlügen?“

„Also hat er tatsächlich nur ein schlechtes Gewissen?“, jammerte sie schniefend und ich rollte innerlich die Augen.

„Lavender, was wird das hier? Eine Paarberatung? Da bin ich wahrlich die schlechteste Person, die du fragen könntest!“, erwiderte ich kühl.

„Nein, nein, ich werde nur nie mehr NORMAL sein!“, warf sie hektisch ein, als ich mich schon entnervt abwandte was sie veranlasste mehr in die Mitte zu rutschen und den Arm nach mir auszustecken.

„Ja, stimmt! Das wirst du nicht!“, war ich schonungslos offen und näherte mich nun ihrem Bett und beugte mich leicht zu ihr. „Aber sieh dir Harry an, er ist auch gezeichnet. An der Stirn markiert, da sieht es jeder… auch ich bin nicht mehr makellos… REIN! Aber ich habe das Glück, dass es wie bei dir ist und meine Kleider es verbergen… und was willst du, selbst Ron ist gezeichnet! Seine vernarbten Arme sind jetzt nicht wirklich zu übersehen und du bist Ron trotzdem verfallen!“, argumentierte ich ausschweifend und sie hörte mir tatsächlich mit interessierter Miene zu. Das war ungewöhnlich und offenbarte eine ganz neue Frau, denn die frühere Lav hätte verschämt kichernd zugehört und am Schluss die Hälfte vergessen.

„… ich, ich hätte nur nie gedacht, dass ich es sein würde…“, bekannte sie stotternd und wandte beschämt den Blick über dieses selbstsüchtige Eingeständnis ab, während ich mich wieder aufrichtete.

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