When Hermione Fights
Würden Sie gerne auf diese Nachricht reagieren? Erstellen Sie einen Account in wenigen Klicks oder loggen Sie sich ein, um fortzufahren.


Inhaltsangabe
 
StartseiteStartseite  SuchenSuchen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

 

 Kapitel 340-341

Nach unten 
AutorNachricht
queenie
Königin
Königin
queenie


Anzahl der Beiträge : 1586
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 41
Ort : München

Kapitel 340-341 Empty
BeitragThema: Kapitel 340-341   Kapitel 340-341 EmptyFr Jan 11, 2013 5:13 am

340. Kapitel Von Scones und gerüschten Schürzen!


So hatte ich am frühen Morgen ein schlafendes Haus verlassen. Ich wusste, mein Aufenthalt fern von Hogwarts könnte länger dauern und ich würde meine sieben Sinne hierfür brauchen, daher hielt ich noch schnell, wohlverborgen im Garten des Cottage, mein Ritual ab, um meine garstige Meute zu füttern, bevor ich den schweren Gang antrat.

Mit einem entschlossenen Ruck steuerte ich mein Elternhaus an und rauschte hinein, doch was mich erwartete ließ mich im Türrahmen der Küche gefrieren. Warum tat Gellert das immer wieder? So durfte ich einen mit der roten Rüschenschürze meiner Mutter gekleideten Gellert sehen, der gerade ein Backblech in den Ofen balancierte, während auf einem Rost Scones auskühlten. Auf einem anderen Kuchenteller lag eine Apfeltarte. Der Mann entwickelte anscheinend ein Faible fürs Backen. Dazu trällerte das Radio und er selbst pfiff erbärmlich ein Lied. Wenigstens ging es einem gut.

„Wow, kein Tränkebrauen?“, fragte ich perplex und er zuckte unter meiner Stimme zusammen, denn anscheinend hatte ich ihn überrascht, aber er schaffte es, sich nicht zu verbrennen, als er die Ofenklappe gekonnt zuschmiss.

„Sonnenschein! Was für ein unerwarteter Glanz am frühen Morgen! Du hast dir lange Zeit gelassen! Und brauen? Tue ich ab und an, aber unten im Keller, denn hier gab es einige unschöne Explosionen und das Putzen auf Muggelart ist wahrlich aufwendig, daher geh ich lieber in den Keller! Und diese prächtigen Muggelutensilien produzieren schmackhafte Sachen!“, erzählte er leutselig aber beschwerte sich trotzdem noch kurz gutgelaunt über mein Fernbleiben. Unterdessen glitt das immer noch schlanke, aber nicht mehr so schlaksige und ausgezehrte, alte Männchen geschmeidig zur Kaffeemaschine. Wuselig, wie er war, erinnerte er mich gerade erschreckend an Dobby.

„Kaffee?“, fragte er heiter und ich nickte nur, als ich aussprach, was ich dachte:

„Ihnen geht es gut, Gellert?“

„Besser als seit über 50 Jahren, also ja!“, grinste er mich zahnlückig an und blinzelte mit diesen bestechend blauen Augen.

„Backen… in der roten Rüschenschürze meiner Mutter?“, konnte ich es mir dann doch nicht verkneifen pikiert nachzufragen und diese ungemein gewöhnungsbedürftige Aufmachung zu kommentieren.

„Äh…was anderes hab ich nicht gefunden! Der Ehegatte scheint nicht in der Küche tätig gewesen zu sein!“, resümierte er viel zu ernsthaft und ich versuchte, nicht über diesen kauzigen alten Mann zu lachen, der einmal versucht hatte die Weltherrschaft an sich zu reißen, das sollte man trotz seines denkwürdigen Anblicks nicht vergessen.

„Ja, Dad war nicht der Küchenmensch! Freut mich wenn es Spaß macht!“, erwiderte ich und nahm die Tasse mit dampfendem Kaffee entgegen.

„Setz dich, Sonnenschein! Um die Zeit kannst du noch nicht gefrühstückt haben! Ich serviere gleich die Scones mit ein wenig Marmelade und Clotted Creme!“, sprach er und wieselte schon davon. Sprachlos setzte ich mich auf den Stuhl, trank von meinem Kaffee und ließ den agilen Gellert in seiner roten Schürze werkeln.

Warum taten diese Männer das immer?

Zuerst Dumbledore, der mit seinen wallenden Gewändern in den abstrusen Farben versuchte, einen auf ungefährlichen Opa zu machen, oder jetzt Gellert, der so verkleidet rumlief. Es war als wollten sie die Leute in die Falle locken, indem sie vorspielten so schrecklich harmlos zu sein und in Wahrheit waren sie lebensgefährliche, verschlagene und hinterlistige Männer.

Ich musste vorsichtig sein, denn was auch immer ich sah, das war nicht der Gellert, der er sein konnte wenn er denn wollte. Während ich sinnierte klapperte er heimisch in der Küche. Es war erschreckend, ich hatte ein Küchenmonster geschaffen.

Als ein Teller und die dampfenden Teilchen vor mir lagen griff ich schon aus purer Höflichkeit zum Messer und strich mir etwas von der lockeren, weißen Creme auf den Teller und gab einen Klecks von der dunkelroten Marmelade dazu.

„Wie schmeckt es?“, schmatzte ein zufriedener, alter Mann, während er genussvoll seine Miene verzog und dem Geschmack in seinem Gaumen nachfühlte. „Mhm... mehr Salz?“

„Oh nein, es schmeckt gut, besser als in Hogwarts!“, erwiderte ich rasch, nachdem ich ein kleines Stückchen abgebissen und die wirklich gelungene Köstlichkeit probiert hatte.

„Gut, gut… und nun Sonnenschein, was treibt dich plötzlich her?“, fragte er gespannt, unterbrach sein Frühstück aber nicht.

„Uha…, einfach, dass ich Sie sehen wollte?“, fragte ich lieblich.

„Glaubt dir kein Mensch!“, meinte er wahrlich knapp und schmunzelte hinter seiner erhobenen Kaffeetasse und ich erwiderte diese Geste ehrlich und prostete ihm zu, bevor ich den Mut fasste weiterzusprechen:

„Ich war in Irland…“, brach abrupt meine raue Stimme, etwas was ihn hellhörig werden ließ.

„Was passierte in Irland, Sonnenschein?“, fragte er misstrauisch.

„Zu viel, für meinen Geschmack…, zu viel!“, kam es unweigerlich in melancholischer Tonlage von mir und in Erinnerung an das, was dort passiert war, verging mir der Appetit. „Dann beginne zu erzählen, ich bin ein gelangweilter Gefangener!“, schaffte er es, dies in völliger Nüchternheit von sich zu geben, dabei klang er nicht mal anklagend, wobei ich sofort protestierend hochzuckte.

„Aber…!“, begann ich, doch er stoppte meinen empörten Einwand sofort, mit hoch erhobener Hand. Er schaffte es trotz seiner extrem lächerlichen Schürze, totale Autorität auszustrahlen und so klappte mein Mund zu.

„Widersprich nicht, Sonnenschein, denn was bin ich anderes als das?“, zeigte er sich resolut und offenbarte augenscheinlich keinen Groll. Somit verstummte ich und nickte nur sachte, bevor ich zum Erzählen ansetzte und ich war über mich erstaunt, aber ich vertraute mich dem alten Zausel tatsächlich an und ging sogar ins Detail.

Ich berichtete von Dublin, den Gestalten im Park, dem Buch, der Kirche, dem Gefängnis, aber auch von der Burg, dem Keller und meinem improvisierten Ritual. Als Letztes erzählte ich von der Rettung durch Blaise und dessen Hilfe durch den Kuss und auch, dass es mir hier in England und Schottland viel, viel besser ging als in Irland. Er unterbrach mich kein einziges Mal, lauschte mir nur aufmerksam, stöhnte einige Male mitleidvoll auf und fuhr sich ab und an über den stoppeligen Schädel. Dass seine Haare rasant wuchsen konnte man nicht gerade behaupten, woher mir diese Eingebung während meiner Erzählung kam, wusste ich nicht. Erstaunlicherweise tat es mir unheimlich gut, das alles endlich einmal auszusprechen.

„… So und nun bin ich hier! Ich weiß, dass gerade etwas gehörig falsch läuft!“, sank ich regelrecht müde zusammen, als ich letztlich endete und er schob mir eine weitere Tasse dampfenden Kaffees zu, den ich dankbar nahm und daran nippte, während er nun gerade eigentümlich begann, eine Melodie, die nur für ihn existierte, durch seine Zahnlücke zu pfeifen.

„Sonnenschein, da hast du dich ganz schön in die Nesseln gesetzt!“, resümierte er schließlich trocken.

„Tja, für diese Feststellung hätte ich Sie grad echt nicht gebraucht!“, erwiderte ich süßlich.

„Dachte nur, es täte gut es mal auszusprechen!“, kam es lapidar von ihm. „Was willst du von mir? Du weißt, viel mehr weiß ich aus den Büchern auch nicht mehr und der Rest ist verloren!“, grollte er zum Schluss wütend, denn das ärgerte ihn immer noch sehr.

„Ja, aber es gibt niemanden, außer den Lord, der die Materie so gut kennt wie Sie, Gellert! Ich hoffte, wir könnten gemeinsam aufgrund des Wissens vielleicht einige Sachen erschließen oder herleiten. Von mir aus sehen Sie mich als lebendes Forschungsobjekt! Aber so geht das nicht weiter, denn ich verschließe für gewöhnlich meine Augen nicht vor der Realität!“, schaukelte sich die Atmosphäre hoch, weil bei dem Thema meine Nerven dünn wurden, was Gellert tadelnd beobachtete und mir nun gerade mit einer harschen Geste bedeutete mich zu fassen.

„Wäre auch etwas spät, damit anzufangen! Das Kind ist in den Brunnen gefallen! Reiß dich zusammen! Immer die Contenance wahren!“, befahl er und ich rollte ergeben die Augen, denn dafür brauchte ich keinen Gellert mit dämlichen Sprüchen.

„Mädchen, dein Ansatz in deinen Ausführungen war schon richtig! Du bringst dich mit deiner Ablehnung noch um! Das ist kontraproduktiv! Warum fällt es dir so schwer, zu akzeptieren ein Nekromant zu sein? Die Entscheidung den ersten Schritt zu tun fiel dir doch auch leicht. Was ist an einem SoulGatherer schlimmer?“, fragte er selten dümmlich, worauf ich ihn entrüstet ansah.

„Ich…, ich…, alles… oh, ich weiß es doch auch nicht! Es fühlt sich so viel schlimmer an!“, versuchte ich erregt, ihm mein Dasein zu erklären, was gar nicht leicht war und so schloss ich kurz die Augen um mich zu sammeln.

„WARUM?“, hörte man Gellerts anwachsende Neugierde, weil dies auch für ihn Neuland war.

„Weil es so viel von einem nimmt, einfordert und verlangt. Es ist allumfassend! Es verzehrt mich! Vereinnahmt mich…, meine Wahrnehmung verändert sich total!“, wisperte ich leise zu ihm, während ich versuchte, zu erklären wie es war wenn man sich verlor und darum rang, sich mit Allgewalt an etwas festzuklammern und wenn es nur das Hier und Jetzt war.

„Ja, das sagtest du einmal, dass es so ist und ich sagte dir dazu auch, als SoulGatherer bist du immer noch der Herr und Meister! Genau wie als Nekromant!“, schaffte er es, es wie das Normalste von der Welt klingen zu lassen, nur weil er auch ein Nekromant war. Wie sollte ich ihm erklären, dass das Andere so ganz anders war und die Frage war: Wollte ich ihn so sehr einweihen?

„JAAAA, aber warum funktioniert es dann nicht?“, rief ich wahrlich frustriert aus und schlug wütend auf den Küchentisch ein, was ihn tadelnd mit der Zunge schnalzen ließ.

„Woher soll ich das wissen? Sei froh, dass ich mich an das Ritual erinnern konnte, um dir deine „unechten“ Inferi vom Leib zu halten!“, schrie er nicht weniger ereifernd zurück, dabei schlug er mit der flachen Hand harsch auf die Tischplatte und funkelte mich mit hellblau irisierenden Augen fast ein bisschen irre an, bis ich erschöpft zurücksank und mir über die schmerzenden Schläfen rieb.

„Ich weiß…, Entschuldigung!“, kam es doch tatsächlich reumütig von mir, was mir ein fast zynisches Schmunzeln von dem in die roten Rüschen gewandeten Greis einbrachte. Ich war versucht, ihm die Zunge rauszustrecken.

„Sonnenschein…, jahrzehntelange Ruhe, nur damit du daherkommst!“, stöhnte er mitleidig mit sich selbst, weil ich so fordernd war. Was für ein eingebildeter, alter Mann, dachte ich und dabei verzog sich meine Miene zu einer vor Sarkasmus strotzenden Grimasse.

„Hey, jetzt mal halblang. Sie hätten ja auch in dem Loch versauern können!“, bot ich gehässig an, was mir ein zahnloses, hämisch wirkendes Lächeln einbrachte.

„Du hast halt ein zu gutes Herz! Hahaha!“, lachte er über seinen eigenen, bösen Witz selbst am lautesten, bevor er gierig in einen Scone biss, den er tatsächlich selbst gebackten hatte. Das konnte ich immer noch nicht glauben. Er fühlte sich wirklich immer heimischer in meinem Haus. Als ich ihm nun ein haifischartiges Grinsen gewährte, fing er sich, noch immer kichernd und schmatzend, nur langsam, bevor er sich räusperte:

„Chrmm…, also mal aufgezählt! Hier in unseren Breiten reicht das Ritual anscheinend, um dir die „Anderwelt“ fernzuhalten, sonst würdest du schlussendlich auch hier Probleme mit der Wahrnehmung haben! Richtig? Ja, sehr schön! Also muss es an Irland liegen! Darüber gibt es bestimmt Buchmaterial und mal ehrlich, wir Magier wissen alle, dass Irland ein sehr zauberhaftes, magisches, altes und reines Land ist! Es ist eines der wenigen, die sehr offen mit der Magie leben, so etwas trifft man sonst nur noch manchmal in afrikanischen Stämmen an, oder auf den Inseln des Pazifiks, diese Harmonie zwischen Muggelwelt und magischer Gesellschaft!“, erläuterte er sehr nüchtern.

„Ja, stimmt! Also denken Sie, es liegt daran? An dem Zusammenspiel der Gesellschaft?“, überlegte auch ich und konnte seinen sehr einleuchtenden Gedankengängen folgen.

„Nein!“, lautete seine knappe Antwort. Na, das war doch mal informativ, zog ich verärgert einen Schmollmund. „…Oder besser, nicht nur! Ich sage nur, dass dieser Umstand bestimmt ein Teil des Grundes ist, denn als du mich aus Nurmengard geholt hast, hatten sich für dich vor Ort auch keine Probleme ergeben, oder?“

„Nein!“, stimmte ich rasch zu.

„Also muss es etwas mit Éire zu tun haben!“, gab er sich sehr überzeugt und nickte hektisch mit seinem schmächtigen Haupt.

„Sie meinen, etwas was Irland magisch einzigartig macht? Und nicht nur die Leute, die dort leben?“, fragte ich wissbegierig und beugte mich weit über den Tisch zu ihm. Dies war eine eifrige Geste, die ihn ironisch mit den Augenbrauen wackeln ließ.

„Ja, aber wissen tue ich es nicht!“, wehrte er sofort eilig ab, während er sich selbst etwas rastlos über die stoppelige, weiße Pracht auf seinem Kopf fuhr.

„Warum muss das nur so schwer sein?“, jammerte ich nun herzerweichend und verteufelte mein unbeständiges Glück.

„Es ist eine Bürde, einzigartig zu sein!“, kommentierte er ernsthaft, aber auch wenig tröstlich und musterte mich intensiv.

„Hören Sie mir damit nur auf, mich so einfühlsam zu bemitleiden! Ich könnte getrost darauf verzichten…“, giftete ich hämisch, da ich seinen Spott durchaus wahrnahm.

„Warte mal, Sonnenschein! Ein Nekromant zu sein wäre nicht schlimm gewesen? Oder wie? Es gibt ja auch so erschreckend viele davon! Aber ein SoulGatherer zu sein ist grausam? Ich versteh es immer noch nicht, gegen was du dich wehrst!“, fragte er zielgenau wo es wehtat und versuchte, mir auf die Spur zu kommen, bei etwas, wo ich selbst unsicher war und so wand ich mich auch unwohl unter seinem steten Blick.

„Na, das Eine hätte ja schon völlig gereicht!“, moserte ich pikiert, dass es mich noch immer ärgerte, weil mich das Schicksal mit diesem verdammten SoulGatherertum strafen musste. Warum musste ich immer die Musterschülerin sein?

„Was macht dir Angst?“, fragte er deutlich neugierig.

„Es ist unheimlich, eben weil ich es nicht beherrsche. Ich fühle mich dann so machtlos und getrieben. Ich bin allem ausgeliefert und das kann ich gar nicht ab!“, hisste ich betroffen und biss mir zum Schluss auf die Lippen. Es war aufwühlend, auf der anderen Seite waren bekanntlich Gefühle Gift für mich und so atmete ich ruhig ein und aus, alles unter seinem tadelnden Blick, da er meinen inneren Kampf durchaus wahrnahm. Ich rubbelte über meine Oberarme, da mir urplötzlich schrecklich kalt wurde.

„Ein Kontrollmensch!“, resümierte er recht emotionslos und tippte mit dem Zeigefinger auf die Tischplatte.

„Ja!“, antwortete ich knapp.

„Da wird das Problem liegen! Du wirst eines Tages die Kontrolle abgeben müssen, um die perfekte Macht über dein neues Dasein zu erlangen!“, grinste er mich fast teuflisch amüsiert an. Ihm machte das Spaß. Das war ja wohl die Höhe! Seine Gehässigkeit erregte mich minimal.

„Sind Sie irre?“, echote ich ungläubig über seine empörenden Worte, während er meinem entsetzten Blick mit diesen strahlend blauen Augen stoisch standhielt.

„Vielleicht! Aber nur so wirst du eines Tages die Siegerin sein und nicht nur ein willenloses Spielzeug der Mächte! Augenblicklich fliehst du vor dir selbst und deinem neuen Sein!“, zählte er die Fakten einfach eiskalt mit seinen, von Gicht und Rheuma verunstalteten, Händen auf, die er mahnend erhoben hatte.

„Aber wie soll das gehen? Sie wissen doch auch nicht was… danach kommt. Sollte ich es schleifen lassen, was ist, wenn ich nicht mehr wiederkomme?“, fragte ich sorgenvoll, denn das war eine Ebene, die ich geistig mit meinem Verstand grade nicht mehr fassen konnte.

„Tja, bedank dich bei den Regierungen, welche die Bücher verbrannt haben! Das wird ein Risiko sein, das du wirst eingehen müssen um gestärkt daraus hervorzugehen oder du verlierst was auch immer. Es wird sich zeigen!“, resümierte er mitleidlos.

„Sie verstehen es, einen aufzubauen, ja! Aber Sie meinen das ernst, oder?“, stieß ich hervor, völlig überrumpelt, dass er mir so einen Vorschlag unterbreitete mich absolut dem Unvorhersehbaren hinzugeben.

„Ja, natürlich! Du Sonnenscheinchen wirst eines Tages den Mut oder auch die Verzweiflung finden, dich so gehen zu lassen, um von allem loszulassen und was dann passiert liegt in der Hand der Magie…, so sehe ich das!“, stellte er eiskalt klar und zuckte lässig mit den mageren Schultern. Dieses kleine Männchen, in dieser lächerlichen Schürze, schaffte es, dass ich mich schrecklich dumm und klein fühlte.

„Wow, Motivation pur!“, meinte ich gespielt fröhlich.

„Nichts als die Wahrheit!“, fasste er ernst zusammen.

„Okay, okay! Mal was anderes! SoulGatherer bedeutet Seelensammlerin… was, wie, wo… ich spaziere durch die Straßen und sammle getrost Seelen? Von wem?“, fragte ich ratlos, wobei mein Sarkasmus durch den Raum triefte.

„Woher soll ich das wissen?“, entgegnete er leutselig, aber auch viel zu kaltschnäuzig, während er seinen fast kahlen Kopf schüttelte und ich stieß einen weiteren frustrierten Knurrlaut aus. Unter Anbetracht dessen was wir hier besprachen, wirkte er in der roten, rüschenbesetzten Schürze meiner Mutter noch lächerlicher.

„Was ist mit den Geistern in Irland?“, fragte ich nun forsch, denn ich musste mich mit diesem leidigen Thema befassen.

„Hat denn ein anderer diese „Geister“ gesehen?“, forschte er überlegend weiter nach.

„Wie meinen?“, entgegnete ich mit einer perplexen Gegenfrage.

„So wie ich es sage, die Geister in Hogwarts sehen die Magier ja auch… hat mir mal Albus erzählt! Muggel können sie nicht sehen! Konnten Zauberer in Irland deine Geister sehen?“, ließ er sich großzügig dazu herab, mir seine für mich unverständliche Frage zu erklären und damit zeigte er doch mal einen guten Punkt auf.

„Äh…, nein! Draco hat die Geistgestalten im Park nicht wahrgenommen!“, erwiderte ich rasch, denn ich erinnerte mich an unseren Spaziergang und dass Draco seelenruhig neben mir gewesen war und kein Zeichen hatte erkennen lassen, dass er mehr sah.

„Interessant…, Geistgestalten? Sonnenschein, du sagst nicht Geister! …Sag mir, was ist der Unterschied zu normalen Geistern?“, forderte er eine Erklärung und da hörte er sich in meinen zarten Ohren wie ein Professor im Unterricht an und so legte ich in bester Strebermanier los:

„Mhm…, normale Geister, wie die in Hogwarts, die Hausgeister unter anderem, sind perlweiße Gestalten. Die irländischen waren eher nebelhaft durchsichtig. Durchscheinende, nur angedeutete, gestaltenhafte Umrisse. Unsere Geister reden miteinander, aber auch mit uns lebenden Menschen, die irischen schienen nicht reden zu können, oder zu wollen“, führte ich rasch überlegt aus, als ich kurz stoppte um die Stirn zu runzeln, was Gellert nützte um dazwischen zu gehen und ich legte meinen Kopf überlegend schief, während ich ihm lauschte.

„Also können wir feststellen, dass sie unterschiedliche Geister sind! Was macht einen magischen Geist aus?“, forschte er weiter und ich reagierte, indem ich mein Wissen ohne zu zögern kundtat.

„Menschen können nur zu Geistern werden, wenn sie magisch sind, denn Hexen und Zauberer können im Gegensatz zu Muggeln eine Art Abdruck von sich auf der Erde zurücklassen. Somit können wir nach unserem Tod entscheiden, ob wir als Abklatsch unseres früheren Seins in Gestalt eines Geistes unter den Lebenden bleiben wollen, statt für immer in den Tod überzugehen. Nicht richtig tot, aber auch nicht lebendig. Es ist ein frustrierendes, endloses Dasein als Geist“, endete mein geschäftiger Vortrag über das Geisterdasein und ich blickte Gellert eifrig an, wodurch ich seinen leicht glasigen Blick bemerkte, bevor er sich schüttelte.

„Sonnenschein, du hast wahrlich ein Lexikon verschlugen! Aber zurück zum Punkt. Was heißt das für uns?“, entgegnete er mit schnarrender Stimme und erinnerte mich erschreckend an Severus, wenn er sagte, dass ich eine besserwisserische Nervensäge wäre.

„Dass die Geister keine Geister waren?“, versuchte ich seine Schlussfolgerung zu bestimmen, denn ich kannte mich an sich mit Untoten aus, aber nicht mit Geistern, die hatten mich bisher eher peripher interessiert, weil sie mir unwichtig erschienen waren.

„Nein, dass diese Erscheinungen Muggel-Gespenster waren, weniger als ein Abklatsch…, denn wie du richtig festgestellt hast, können nur Magier zu Geistern werden!“, wies er mich nun auch schon wieder unwirsch zurecht, während sich seine Mundwinkel abweisend verzogen, weil ich seiner Ansicht nach falsch geantwortet hatte.

„Halt, warum sehe ich dann hier keine Muggel-Gespenster?“, verwies ich schnell auf einen offensichtlichen Fehler in seiner Überlegung.

„Das ist wohl die Eigenheit Irlands, der du auf die Spur kommen musst!“, setzte er mir mit pragmatischem Ton die wenig einladende Aussicht vor, mich nun auch noch mit Geistern und Gespenstern auseinandersetzen zu müssen, sodass es mir erst mal die Sprache verschlug.

„Wie verhalten sich die Geister in Hogwarts dir gegenüber?“, fragte er schließlich, die Stille brechend und riss mich aus meinen wenig erbaulichen Gedanken.

„Äh…“, reagierte ich überrascht, da ich ernsthaft über diese Frage nachdachte. Ich hatte die Geister schon lange nicht mehr gesehen und Peeves auch nicht, wobei dieser ja etwas anders war, als Poltergeist. Er war solider und plastischer in seiner Gestalt und konnte Gegenstände fassen, aber er war auch nie eine lebende Person gewesen, die sich für das Weiterleben als Geist entschieden hatte. Vielmehr war der Poltergeist das personifizierte Missgeschick, also der „Geist des Chaos“, der sich an einem magischen Ort wie Hogwarts mainifestiert hatte, was irgendwie nicht wunderte. Bei meinen Überlegungen wurde mir auch klar, dass ich die Geister von Hogwarts schon lange nicht mehr bewusst in meiner Nähe wahrgenommen hatte.

„Wow, Gellert, es ist lange her, dass mir ein Geist in Hogwarts nahekam, fällt mir jetzt erst auf! Sie haben recht!“, zeigte ich mich sehr verwirrt über diese Tatsache, denn ich konnte mich nicht entsinnen, ob ich sie beim großen Dinner nach den Weihnachtsferien gesehen hatte oder im Sommer nach den Ferien und wenn ich überlegte, dann hatte ich sie höchstens aus großer Ferne wahrgenommen.

„Sollte dir zu denken geben, Sonnenschein!“, ertönte nun eindringlich die schon fast amüsiert klingende Stimme des Greises, der mich erheitert musterte, bevor er mir spöttisch mit der Tasse zuprostete um zu trinken.

„Wow, jetzt hab ich mehr Fragen denn Antworten!“, resümierte ich leicht erschlagen.

„Tja, kann ich auch nichts machen!“, grinste er mich schon wieder so sardonisch, zahnlückig an, als er rasch fortfuhr:

„Was ich schon immer fragen wollte, wie kam es, dass du wurdest was du bist?!“ Diesmal schaffte es seine Frage, dass ich ihn sehr irritiert anblinzelte.

„Ich verstehe nicht! Sie wissen, wie ich ein SoulGatherer wurde und auch wie ich anfing ein Nekromant zu werden!“, schaffte ich es erstaunt von mir zu geben, woraufhin er den Kopf schüttelte.

„Jaaaa, das meinte ich auch nicht! Ich wollte wissen, wie es kommt, dass ein junges, hübsches Mädchen, wie du es bist, sooo wird…“, begleitete seine Aussage eine Handgeste, die meine Gestalt abwägend auf und ab fuhr.

„Nette Umschreibung!“, murrte ich düster, aber ich reagierte nicht gleich, denn ich musste dem erst nachfühlen, was er versuchte zu hinterfragen. So saß er leger da und nippte an dem heißen Getränk und ließ mir anscheinend unendlich Zeit um darauf eine Antwort zu finden.

„Warum interessiert es Sie?“, schoss plötzlich eine erste, brüske Reaktion aus mir raus.

„Ich denke, man sollte nie vergessen und immer wissen warum! Es kann helfen, darüber zu sprechen…, es würde dir guttun und gleichzeitig meine Neugierde befriedigen…“, bot er erstaunlich ruhig an und in ihm lag eine gewisse, selten gezeigte Ernsthaftigkeit. Man mochte ihm fast glauben, dass es ihm um mein geistiges Wohl ginge. „Was hat dazu geführt, dass du den Weg gegangen bist? Dafür muss es Gründe geben!“, drang er beharrlich weiter in mich.

„Einsamkeit!“, bot ich abrupt an, erstaunt, dass ich es in Erwägung zog zu antworten und dann auch noch ehrlich, worauf ich mir aufstöhnend durch die Haare fuhr und plötzlich war es als sei ein Damm gebrochen, von dem ich gar nicht gewusst hatte, dass er vorhanden war und es sprudelte aus mir wie aus einem Geysir.

„Ich war nie besonders, beziehungsweise ich fühlte mich nie besonders…, wenn immer nur aussätzig! Mhm… und ich war allein, sehr allein, regelrecht einsam, denn niemand verstand mich und noch weniger mochte man mich. Niemand, selbst meine eigenen Eltern nicht, wenn ich ehrlich zu mir bin. Sie liebten mich als ihr Kind, aber wenn sie es sich hätten aussuchen können, hätten sie bestimmt gerne auf mich verzichtet, verstehen Sie was ich meine?“, forschte ich unsicher nach und als er nur sachte nickte, war ich froh, dass er mich nicht unterbrach und fuhr fast begierig fort:

„Dann die Schule…, nun, Kinder können das Böseste sein was es gibt! Aber ich denke, das weiß jeder. Es muss ein Fluch sein, als begabtes Kind auf die Welt zu kommen, aber ein begabtes, intelligentes, magisches Kind in einer Muggelfamilie ist der blanke und pure Horror. Ich denke, wenn ich mir Nevilles Geschichten in Erinnerung rufe könnte man es mit einem Squibkind in einer reinblütigen Familie vergleichen. Nur, dass die wenigsten wissen was abgeht und vor keinem unerklärlichen Rätsel stehen!“, schoss ich frustriert und bevor ich weitermachen konnte hörte ich seine leise, aber mit Bedacht gesprochene Antwort.

„Du warst immer besonders! Selbst unter Muggeln. Ich habe die Zeugnisse von dir gefunden, deine Benotung, deine Beglaubigungen Klassen zu überspringen! Niemand erscheint gerne neben brillanter Intelligenz, da man automatisch klein und unscheinbar wirkt. Du warst etwas Besonderes, auch ohne Magie, mit Magie wurdest du einzigartig. Und hinzu kommt, jeder fürchtet, was er nicht kennt oder erklären kann, das ist normal!“, meinte er unglaublich einfühlsam und verstehend und in dem Moment konnte ich erkennen, was Albus in dem jungen Gellert gefunden hatte. Einen verständnisvollen Gefährten, vereint in der Einzigartigkeit, der Genialität und der Brillanz ihres Daseins. Einen Menschen, der ihn verstanden hatte.

„Wohl wahr, aber wie auch immer! Ich bin ein Eigenbrötler, schon immer gewesen. Ich mach viel mit mir selbst aus! Das kommt ganz von allein, wenn man viel alleine ist! Ich hab nach den ersten Versuchen aufgegeben, künstliche Nähe zu suchen, denn ich brauch das nicht, dafür bin ich mir zu schade!“, ätzte ich böse und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Du bist stolz, aber was passierte schlussendlich, dass du dich von allen abgewandt hast? Was sind deine Beweggründe…?“

„Die Erkenntnis, dass ich auch in einem Krieg alleine bin! Wie gesagt, ich mach gern Dinge mit mir aus und meistens bin ich vermessen genug, zu denken, ich weiß alles besser! Tja, und so entscheide ich dann auch sehr willkürlich!“, bekannte ich leise, dabei strich ich mit der flachen Hand über das Holz unter meinen Fingern.

„Du hättest wegen deiner Eltern nur den Orden oder Albus fragen müssen!“, warf Gellert ein.

„Oder, bitten!“, hisste ich verächtlich auf, denn das wäre für mich nie in Frage gekommen, wenn sie mich vergaßen weil ich unwichtig war, dann war es ebenso. Ich wusste mir selbst zu helfen, brauchte ihre Hilfe nicht und schon gar nicht hätte ich darum gebeten.

„Ahhh, Hochmut? Und fragen, das war dir nicht möglich?“, grinste er mich teuflisch an: „Sei ehrlich zu dir, du wolltest sie loswerden!“, seine Worte schafften es, mich konsterniert und reichlich bestürzt zurückzulassen und ich klammerte mich rasch an meine Tasse, sodass meine Knöchel weiß wurden, weil ich so fest zupackte, denn die unwillkommene Offenbarung sackte in mir.

„Es stimmt!“, hauchte ich ergriffen. Es stimmte, ich hatte mich entschlossen, meine Eltern in Sicherheit zu bringen, sie wegzuschaffen, aber unter meinen Bedingungen, mit der Aussicht mich von einer Last zu befreien. Sie waren eine Verantwortung, die mich hemmte. Willkommen war diese Einsicht nicht gerade, denn sie ließ mich in keinem wirklich guten Licht dastehen, aber ich war selbst überrascht, dass ich es geschafft hatte, mich damit so lange selbst zu belügen.

„Schön, eine Erkenntnis mehr! Aber weiter. Was trieb dich immer weiter?“, warf nun Gellert ein, nachdem er erkennen musste, dass ich akzeptierte, dass ich alles wie immer sehr kalkuliert getätigt hatte.

„Ich bereue nicht, wie ich mich ihrer entledigt habe!“, begehrte ich abwehrend auf und biss die Kiefer fest aufeinander.

„Du klingst hart und verbittert!“, stellte er ruhig fest.

„Bitte, was wollen Sie mir einreden, Gellert? Ich bin nicht wie H…, wie andere Personen, die tatsächliche Misshandlung von ihren Familien erlebt haben. Ich hatte es gut bei meinen Eltern…“, warf ich verteidigend ein.

„Kinder fühlen Misshandlung, Missachtung und Beachtung oft anders, es kommt auf das gesunde Maß an, … siehe mich an, ich komme aus einer reinblütigen, geordneten Zauberfamilie, nichts Besonderes wenn du so willst! Gut, Vater und Mutter starben früh, wobei sie schon älter waren, da sie mich als spätes Geschenk bekamen, was heißt, dass ich sehr verwöhnt wurde und trotz allem wurde ich der, der ich war!“, bekannte er erschreckend offen und er hatte mehr über sich preisgegeben als jemals zuvor.

„Wie auch immer. Was trieb oder treibt mich? Keine Ahnung…, überleben wollen? Leben wollen? Frei sein? Kämpfen? Wobei die Schule immer ein Kampf war! Aber ich bin nichts außergewöhnlich Besonderes, ich weiß nur meine Gaben zu nützen!“, wehrte ich entschieden ab, dabei benutzte ich auch meine Hände um diese Aussage zu unterstreichen.

„Du verkennst dich total, Sonnenscheinchen!“

„Tue ich nicht, denn ich versuch nur, kritisch zu sein! Oft weiß ich nicht, was die Menschen in mir sehen, das stimmt, aber ich kann es nicht nachvollziehen! Gut, ich mache gerne Pläne, aber meist hatte ich keinen genauen Plan irgendetwas zu werden oder zu machen. Vieles passierte aus der Not heraus und ich passe mich flexibel an! Aber eins wollte ich nie sein, ein Opfer, eine Schachfigur oder wehrlos…, ich will selbst für mich und mein Schicksal verantwortlich sein und ich will über mich bestimmen und das ist wohl der Hauptgrund, dass ich das alles getan habe, um nun heute hier zu sein, als das was ich bin! Und mittlerweile haben die Leute Angst vor mir!“, resümierte ich wie ich war und was ich wollte.

„Wahre Worte! Aus dir spricht eine starke Persönlichkeit und dieser Wille ist bestimmt eine gute Antriebsfeder, aber wie passt deine „neue“ Familie in dieses Bild?“, wollte er neugierig wissen und er hatte recht, Dracos eigenmächtige Tat, mich einfach in die Familie aufzunehmen, hatte meinem Freiheitsdrang einen gehörigen Dämpfer verpasst.

„Ja, das ist eine gute Frage! Das fällt wohl unter keinen Plan. Es passierte aus der Not heraus und nun…, tja, ich vermute…, ich habe wohl eine Schwäche für Männer, die nicht gut für mich sind!“, bekannte ich wehmütig. „Wobei, wenn ich ganz ehrlich bin, ich hab keinen blassen Schimmer was sie in mir sehen? Ich möchte behaupten, so begehrenswert bin ich nicht! Es gibt hübschere, unversehrtere, makellosere Frauen als mich… als dass sich die Familie um mich streiten müsste!“, ging mir diese abwertende Feststellung fast zu leicht von den Lippen, aber es stimmte, ich wusste nicht, womit ich Dracos Liebe verdiente, die ich nur in Maßen erwidern konnte, oder auch was Severus in mir sah, sodass ich ihm reichte und ihn zufriedenstellte, oder noch schlimmer, was Lucius begehrte, wo er doch alles und jede haben konnte. Denn ich war nicht im Ansatz so schön, vornehm und ätherisch wie Narcissa. Unterdessen spürte ich seinen stechenden, fast sezierenden Blick auf mir.

„Schönheit liegt im Auge das Betrachtes…“, begann er, mein abfälliges Schnauben unterbrach seine Ausführung jedoch und er rollte die Augäpfel über mein abweisendes Gehabe, fuhr aber ungerührt weiter fort: „Halten wir fest, du bist von deiner magischen Stärke und deinen Fähigkeiten überzeugt, auch von deiner körperlichen Wehrkraft! Deine Intelligenz und deinen Geist stellst du nicht in Frage?“

„Tja, auf irgendetwas sollte ich mir wohl was einbilden!“, perlte nun der Sarkasmus ungebremst aus mir hinaus, nur leider prallte er an Gellert genauso nutzlos ab.

„Solltest du! Halten wir weiter fest, dass ich dir versichern kann, dass all diese Argumente dich sehr einmalig machen und selbst ich senke davor mein Haupt, da deine jungen Lenze noch dazu kommen und du somit noch lange nicht das Ende der Leistungsfähigkeit erreicht hast!“, stimmte er mir viel zu ernst zu.

„Aber du verkennst deine Wirkung auf die Außenwelt. Du erscheinst selbstbewusst, selbstsicher, souverän, bist eine unabhängige Persönlichkeit und attraktiv, eine sehr schöne, junge Frau, somit wirkst du auf viele sehr anziehend, Sonnenschein! Anziehend wie ein Licht in dunkler Nacht und das nicht nur für untote Seelen!“, meine er schrecklich eindringlich und mit ernster Miene.

„Ach… bitte, Gellert, Sie wollen mir weismachen, dass ich unwiderstehlich bin, oder soll dies mit meinem neuen Dasein einhergehen? Nein, nein, ich bin nicht vermessen genug, zu denken oder auch nur in Betracht zu ziehen, dass meine Familie, der Lord, Harry, Blaise, die Twins und Freunde oder meine Männer aus der Truppe, oder auch Feinde wie Rodolphus auch nur im Ansatz alle von mir so bezaubert, regelrecht geblendet sind, das ist lächerlich!... Was sage ich, das ist realitätsfern und ich bin nicht die einzige Frau auf der Welt, andere Mütter haben auch schöne und hübsche Töchter!“, wehrte ich vehement ab, denn das konnte ich wirklich nicht glauben.

„Was denkst du dann? Sag jetzt nicht Zufall, außerdem möchte ich auf die Zeitungen verweisen, die von diesem Qudditchtypen berichtet haben. Da warst du noch ein Niemand, ein kleines Mädchen und der wollte dich auch für diesen Jule Ball!“, warf er ein und versuchte weiter, mich von seiner Sicht der Dinge zu überzeugen.

„Hey, Moment, woher wissen Sie das?“, fragte ich lauernd und funkelte ihn misstrauisch an.

_________________
Kapitel 340-341 Queeniesig-1
Nach oben Nach unten
queenie
Königin
Königin
queenie


Anzahl der Beiträge : 1586
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 41
Ort : München

Kapitel 340-341 Empty
BeitragThema: 341. Kapitel Wasserspiele, Black and White   Kapitel 340-341 EmptyMo Jan 14, 2013 3:42 am

341. Kapitel Wasserspiele, Black and White


„Oh…, na, diese netten Freunde, die du hast und die mich beliefern, damit mir nicht langweilig wird, schreiben oft und manchmal auch viel und sie dachten wohl eines Tages, ich sollte 50 Jahre Abwesenheit nachholen und haben mir zu Hauf Zeitungen und Bücher über das magische England geschickt. Es war spannend, vor allem was diese Zeitung seit seinem ersten Schuljahr alles über Potter und Co. geschrieben hat!“, erklärte er entgegenkommend und ich war sprachlos, dass die Twins ihn derart allumfassend unterrichteten, aber ich konnte nichts falsches daran erkennen, ihn zu informieren was hier alles passiert war, in dieser Zeitspanne und daher nickte ich nur widerwillig schwer.

„Aber um auf meine Ausführungen zurückzukommen, all diese Männer, die du da aufzählst, werden vieles in dir sehen, aber nicht von dramatischer, verliebter und kitschiger Sehnsucht nach dir erfüllt sein!“, stellte er akkurat richtig und unterstrich dies mit einer Handgeste, während ich konsterniert aufsah.

„Unsinn, so was würde ich nie glauben…!“, entgegnete ich unwirsch, als würde ich erwarten, dass einige dieser Männer mich immer nur anmachten, bedrängten oder mit mir flirteten, weil ich so unwiderstehlich war! Was für ein utopischer Unsinn. Es geschah eher, um mich zu demütigen, zu erniedrigen oder zu dominieren. Der Einzige, der sich wohl wirklich verliebt hatte, war in meinen Augen Sirius gewesen, der aber auch einfach zu gut für mich gewesen war, doch selbst er hatte am Ende seine körperliche Überlegenheit zeigen wollen.

„Warum? Na gut, deine Familie ist schon einmalig, sie könnten etwas anders sein und mehr in dir sehen! Aber der Lord sieht in dir bestimmt die Macht als Nekromant wie nun auch als SoulGatherer! Hinzu kommt zu deinen ganzen anderen Attributen, du bist für ihn ein interessantes Wesen und somit für den Lord von Bedeutung! Aber nur aufgrund deines Daseins bist du selbst für ihn etwas ganz Besonderes und wichtig! Dieser Potter und eure Freunde, auch diese Twins…, sie werden in dir sehr viel sehen und zwar mit Emotionen, Empfindungen und Gefühlen, die du gar nicht möchtest, aber ich bezweifle sehr, dass diese Jungen den Mumm hätten, mehr zu wagen als in dir von einer platonischen „Liebe“ zu denken, vielleicht in ihren Träumen, aber nie in der Realität, dafür bist du ihnen bestimmt schon als kleines Mädchen im Unterricht zu schlau und unheimlich gewesen. Du redest weiter von deinen Truppenmitgliedern und Feinden, das ist schon etwas anders. Die sind alle älter als du und in den Reihen der DeathEater gestandene Männer! Dies sind alles dominante Personen und du bist eine Frau, die sich nicht dominieren lässt, die eher beherrscht. Das ist eine unglaubliche Herausforderung für diese machtbesessenen Männer, denn du bietest Kontra, wehrst dich, das ist für sie anziehender und aufreizender als es jede wunderschöne Veela sein könnte! Unterschätze diesen Trieb vieler Männer, eine Frau, eine starke, unabhängige Frau unterwerfen zu wollen, nicht! Du siehst, du bietest mehr als ein schönes Gesicht oder einen begehrenswerten Körper!“, erklärte er in einer pragmatischen Seelenruhe, die ihm eigen war und ich hörte ihm atemlos zu.

Würde das verständlich machen was Scabior, Fenrir und selbst Rodolphus beständig zu mir trieb und ihren nicht endenden Wunsch, mich körperlich einzuschüchtern? Ja, bekannte ich, ebenso wie die Twins mit ihrer stetigen, aber immer spaßigen Anmache oder auch Blaises gefühlvoller Kuss, selbst wenn mich Harry überzeugend küsste, für unsere Tarnung, nur ob es mich froh machte, mich damit brutal offen und ehrlich auseinanderzusetzen, wusste ich nicht. Zumal ich mich selbst oftmals nicht sonderlich mochte. Erklärt zu bekommen, dass es viele Gründe gab, weshalb ich für das andere Geschlecht ansprechend sein könnte, fiel mir nicht so leicht.

Gleichzeitig gestand ich mir ein, dass ich das wiederum gar nicht wollte. Das Schicksal war aber auch zu komisch, doch ich zuckte betont lässig mit den Schultern.

„Wenigstens wird es dann nicht langweilig!“, bestimmte ich resolut und schaffte es, dass Gellert einen ausgewachsenen Lachanfall bekam, der das dünne Männchen schüttelte.

„Diese Einstellung ist es, die dich so besonders macht… aber nun etwas anderes, etwas Leichtes. Erzähl mir von der Hochzeit und der Trauung, denn in meiner Gefangenschaft gab es so was für mich nicht, ich will es hören!“, bat er auf seine eigenwillige Art und Weise energisch und seine Augen funkelten wie irre über die Vorstellung, mit Klatsch und Kitsch bedacht zu werden, daher gab ich mich geschlagen, schließlich hatte er auch versucht mir zu helfen und seine Hinweise hatten mir wenigstens neue Möglichkeiten aufgezeigt, also sollte ich ihn wohl als Dank unterhalten.

So beugte ich mich seinem für mich erschreckenden Wunsch und erzählte ihm von der ernsthaften Liebe, die ich bei Marcus Flint und Alicia Spinnet nun neue Flint, wahrgenommen hatte und amüsierte ihn mit den Geschichten, wie es noch war als sie zur Schule gegangen waren und sie ihren Hass und ihre Abneigung gepflegt hatten.

Beim Aufbruch schließlich verspürte ich eine tiefe Wehmut und das Gespräch mit Gellert lag mir schwer im Magen, dabei ging es nicht nur um diesen nekromantischen Unsinn, sondern auch um mich, meine Vergangenheit, mein Verhalten, meine Beweggründe und meine Zweifel. Die Frage, wie mich die anderen wahrnahmen hatte ein aufreibendes Gespräch ergeben, aber es ging noch weiter, sodass Gellert weiter etwas über wahre Liebe fabulierte, ähnlich dem Blödsinn, den Dumbledore ansonsten von sich gab und somit für meinen Geschmack einfach einen schrecklichen Unfug gefaselt hatte.

Dann war er regelrecht ergriffen gewesen, bei meiner Hochzeitsschilderung und ich konnte in seinen Augen lesen, dass er an Albus gedacht hatte. Wie es schien hatte Dumbledore Gellert tatsächlich etwas bedeutet und seine romantische Ader war getroffen worden, als ich die ganzen Paare auf der Hochzeit geschildert hatte, um ihn zu unterhalten. So viel stand fest, ich war in einer absonderlichen Stimmung und mir war nach brechen zumute, somit entschied ich, dass ich dringend Ablenkung brauchte, aber rasch. Als ich zurück in Hogwarts die in grünen Uniformen kreisende Qudditchmannschaft hoch oben am Himmel über dem Stadion wahrnahm, entschloss ich mich kurzfristig, diesen Weg einzuschlagen.

Ich brauchte Gesellschaft und wollte absolut nicht einsam sein und nachdem ich und Draco uns wieder versöhnt hatten, wollte ich ihm jetzt umso mehr nahe sein.

Ich hatte bemerkt, bis ich beim Stadion angelangt war, dass das Training beendet war und schon viele aus der Mannschaft die Kabine als Gruppen verlassen hatten und erblickte aus der Entfernung, dass Draco noch draußen war, da Madame Hooch noch mit ihm redete. Nun, da er nicht mehr länger Kapitän der Slytherins war, ging es wohl um sein Verhalten dem neuen Kapitän, Blaise, gegenüber. Ich konnte mir vorstellen, dass es eine Gradwanderung für ihn war, nun beim Quidditch sich Blaise unterzuordnen, wo dieser doch sonst sein Stellvertreter war, aber sich Blaises Anweisungen zu fügen war ihm wahrscheinlich zumindest noch einigermaßen möglich, bei einem ihm weniger nahe stehenden Slytherin würde er sich wohl nie unterordnen können. Ich war mir aber auch sicher, selbst Blaise ordnete er sich nicht wirklich unter.

So schlich ich mich ungesehen in die Umkleidekabinen der Slytherins. Ich wollte Draco überraschen und darüber das grausige Gespräch mit Gellert hinter mir lassen. Außerdem wollte ich auch nicht darüber nachdenken, also suchte ich, wie so oft, das Vergessen.

Harry hatte mir mal erklärt, dass auch die Mannschaftskabinen sich anpassten, je nachdem ob es in der Mannschaft auch weibliche Spieler gab oder nicht. Die Qudditchmannschaft von Slytherin bestand momentan nur aus männlichen Spielern, also gab es nur eine große Umkleidekabine und einen großen Duschraum, anders als in Gryffindor.

Ich huschte also leise in die Kabine und blieb überrascht stehen, nachdem die Tür hinter mir ins Schloss gefallen war, denn zu meinem Erstaunen war doch noch jemand anwesend. Als die Tür geräuschvoll zufiel wandte er sich um und ich sah in das grinsende Gesicht von Blaise, der gerade dabei war sich die Schienbeinschoner abzunehmen und mit dem Rücken zu mir saß, wobei er mir nun über die Schulter hinweg einen lasziven Blick schenkte.

„Was treibt dich denn her, Schönste?“, fragte er feixend.

Ich ging einige Schritte auf ihn zu und erwiderte rhetorisch fragend: „Draco?“

„Ah, war ja klar!“, antworte Blaise breit grinsend und machte sich daran, weiter seine Trainingsklamotten abzulegen.

„Kannst ruhig hier warten, mich stört es nicht!“ Der neckende Tonfall und das freche Schmunzeln konnte ich auch so heraus hören und so ließ ich mich auf einer der Bänke nieder und wartete, während Blaise sich seelenruhig vor mir bis auf die Shorts entkleidete.

„Wenn man die Kabinen für sich alleine hat, ist das echt angenehm. Astoria weiß das auch zu schätzen, vor allem jetzt, da ich Teamchef bin!“, warf er mir ein anzügliches Zwinkern zu, packte seine Kleidung zusammen und erzählte weiter: „Ich wünsche dir viel Spaß mit Draco!“

Eine doppeldeutige Aussage, die er mit einem weiteren, frechen Zwinkern zu mir unterstrich und dann entschwand. Wenige Zeit später vernahm ich das leise Prasseln der Dusche.

Also blieb ich sitzen und wartete weiter, dabei versuchte ich, nicht zu sehr an Gellert zu denken und an das was er noch alles erzählt hatte. Schließlich vernahm ich Geräusche, doch dann betrat nicht Draco die Kabine, sondern die schmale, kleine Astoria huschte schnell und bemüht nicht aufzufallen herein. Flink und leise schloss sie die Tür hinter sich und wollte weiter, doch sie erstarrte abrupt in der Bewegung, als sie mich ausmachte.

Mit großen Augen blinzelte sie mich an. Ich konnte mir denken, was sie hier wollte und meine Züge wurden anzüglich. „Er ist duschen!“, erklärte ich weiter diabolisch grinsend und deutete in Richtung der Duschen.

Sehr überrascht und mich ungläubig anblickend nickte Astoria nach einem kurzen Zögern. Einen Augenblick schien sie noch zu überlegen, ob sie unter diesen Umständen überhaupt hier bleiben und tun sollte was sie vor hatte, aber dann strebte sie an mir vorbei, vorfreudig auf die Waschräume zu.

„Danke!“, murmelte sie leise, aber mit einer erwartungsfrohen Miene.

Sie hatte wirklich kurz gezögert, aber ich konnte mir denken, dass sie und Blaise seit dem Vorfall mit Daphnes Korsett, als Draco es hatte zurren müssen weil sie verschlafen hatten, nicht mehr wagten, die Nacht im Raum der Wünsche zu verbringen, wenn man mal vergaß, dass er augenblicklich ständig besetzt war und so auch für sie die Möglichkeiten zu zweit zu sein deutlich abgenommen hatten. Nur weil sie im gleichen Haus waren und offen zeigen konnten, dass sie zusammen waren, hieß das ja nicht, dass sie die Möglichkeit Sex zu haben oft hatten, um es mal ganz deutlich zu sagen.

Leider ließ Draco noch immer auf sich warten und nachdem ich eine leise, freudige Begrüßung von Blaise vernommen hatte, hörte ich nun durch das Rauschen der Duschen ab und an verhaltenes Stöhnen.

Ich biss mir überlegend auf die Unterlippe. Eigentlich war es nicht meine Art, andere neugierig zu beobachten oder aber doch?

Wollte ich das wirklich sehen, nachdem ich so viele negative Beispiele erlebt hatte? Angefangen mit dem Gewölbe, wo ich deutlich hatte mit verfolgen müssen, wie andere erzwungen, unfreiwillig, brutal und schmerzhaft Sex hatten, oder die unsägliche Begebenheit als ich Bellatrix und Fenrir in den Höhlen erwischt hatte. Zwar war dieser Sex einvernehmlich gewesen, aber dennoch für mich sehr abstoßen und grenzwertig in seiner Abartigkeit, dann letztendlich noch Fudge mit seinem angetrauten Eheweib , die sich an SM versuchten, was auch nicht wirklich ansehnlich oder anregend gewesen war. Somit hatte ich an sich schon zu viel gesehen und es hätte mich eigentlich nicht reizen sollen, aber bei dem Gedanken an Blaise und Astoria, kaffeebraune Haut auf weißer, entstand ein Bild vor meinem inneren Auge, das ich einfach nicht los wurde. Außerdem war das hier doch etwas ganz anderes, denn die beiden waren ein junges, hübsches Paar, keiner wurde gegen seinen Willen gezwungen und hinzu kam, dass mir stinklangweilig war und ich Gellerts Stimme dringend aus meinem Hirn vertrieben musste.

Während ich angestrengt überlegte, erhob ich mich schon langsam wie ferngesteuert. Bisher hatte ich nur die Twins jemals beim freiwilligen Sex beobachtet, aber das waren nicht nur Männer, sondern auch noch fast identische Personen, was auch abwegig war, aber noch nie hatte ich ein anderes, normales Paar gesehen! Ich war wirklich einfach zu neugierig und diese Sucht alles zu wissen und zu sehen trieb mich beständig an, sonst würde ich nicht so viel erleben und sehen und so viel vergessen wollen, vermutete ich mal stark.

Gerade tapste ich mit leisen Schritten auf den Vorraum zu. Am Rande nahm ich wahr, dass er sehr ansprechend eingerichtet war, mit einem hüfthohen, tiefen Regal aus dunklem Holz auf der einen Seite, in dem dicke, weiche, weiße Handtücher bereit lagen und glänzenden, cremeweißen Waschbecken mit goldenen, verschnörkelten Armaturen auf der anderen Seite. Der Boden und die Wände bestanden aus grauschwarzem Stein, der auf Hochglanz glatt poliert war. Über den vier Waschbecken befanden sich vier Spiegel, zwischen denen hell leuchtende Fackeln für Licht sorgten.

Der Zugang zu den Duschen war nur ein offener Türbogen, genau wie der zum Vorraum.

Der Duschraum war erstaunlich einladend, obwohl sowohl die Wände als auch der Boden aus dem gleichen grauschwarzen Stein bestanden wie der Vorraum. Die Decke war gewölbt und unter ihr schienen wie im Nichts die Duschköpfe zu hängen, ähnlich den Kerzen in der Großen Halle, die auch einfach in der Luft schwebten. An jedem Ende des langen Raumes befand sich eine sehr große, in den Boden eingelassene Badewanne, wie sie auch in den Vertrauensschülerbädern zu finden waren. Die hohen Wände hinter den Badewannen wurden durch große, buntglasige Fenster unterbrochen, die fast von der Decke bis auf Hüfthöhe herunter reichten und viel Licht herein ließen.

Nach einem schnellen Blick auf all diese Pracht, wobei ich zweifelte, dass es bei den Gryffindors ähnlich nobel zugehen würde, blieb mein Blick an dem leidenschaftlichen Pärchen hängen, welches ausgiebig die warme Dusche genoss.

Und sie boten das, was ich gesucht hatte. Das war ein „echtes“ Liebespiel und sie liebten sich und machten Liebe. Sie hatten keinen rohen, getriebenen Sex und mein Interesse stieg unweigerlich an, vor allem ihr genüsslicher Anblick ließ mich nicht kalt. Blaise, der seine Lippen gerade hungrig über Astorias Hals gleiten ließ und liebevoll mit seinen großen, dunklen Händen ihre helle Haut erkundete, bot genau den Kontrast, den ich mir vorgestellt hatte.

Mir zeigte sich ein faszinierendes Bild, denn seine dunkle Haut hob sich wunderbar gegen ihre helle ab und gerade beobachtete ich, wie sie genießend, aber auch vertrauensvoll den Kopf in den Nacken legte und sich entspannte, während Blaise ganz offensichtlich beanspruchend ihren Körper erkundete und verwöhnte. Er huldigte ihm regelrecht und ließ sich alle Zeit der Welt.

Das warme Wasser prasselte auf die beiden hinab, ihre langen, dunklen Haare hingen tropfnass bis weit auf ihren Rücken hinab. Alles in allem boten sie ein sehr romantisches Bild, vertieft in ihr Liebesspiel mit so viel Genuss, Geduld und Langmut wie ich es noch nie erlebt hatte, nicht zu vergleichen mit meinen bisherigen Erfahrungen, wenn ich andere bei ihren raschen, brutalen, brachialen und auch schmerzhaften Zusammenkünften beobachtet hatte.

Blaise erreichte mit seinen zärtlichen Küssen gerade ihre runden und vollen Brüste, legte ihr die Hände auch sogleich schützend und stützend in den Rücken, sodass sie sich fallen lassen konnte, während er sanft begann mit den Lippen ihre kleinen, rosigen Nippel zu umschließen und an ihnen zu saugen. Sie stöhnte leise und genoss es sichtlich, aber er biss nicht hinein, sondern war einfach nur lieblich zu ihr, interessant. Noch immer hatten sie mich nicht entdeckt, da sie ihr behutsames Vorspiel zu sehr fesselte. Ich war ganz gefangen von dem innigen, harmonischen Anblick, den sie boten. Auch wenn ich mir bewusst war, dass ich das eigentlich nicht tun sollte, wollte ich mich auch nicht abwenden, denn es war auf seine ganz eigene Art sehr fesselnd.

Ich vernahm sehr wohl, dass die Tür zur Umkleidekabine erneut geöffnet und geschlossen wurde, aber ich reagierte nicht darauf, weil ich mir sicher war, dass es Draco war. Einige Sekunden später wurde mir diese Annahme bestätigt, indem ich starke, große Hände auf meinen Schultern fühlte. Dracos Duft stieg mir unweigerlich in die Nase.

„Na, na, das tut man aber nicht, mein Mudblood!“, spottete er lächelnd, aber auch sehr leise, nah an meinem Ohr, dabei knabberte er sanft an meinem Ohrläppchen, was mir wohlige Schauer über den Rücken jagte.

„Gefällt dir was du siehst?“, forschte er amüsiert und gerade erlebten wir, wie Blaises dunkle, lange, schlanke Finger über ihre helle Haut tanzten und zwischen ihnen ihre rosigen Knospen vorwitzig hervor blitzten. Astoria verzog unter seinen Berührungen ihr Gesicht, nicht vor Schmerz, sondern vor Lust.

„Sehr! Sie sind so zärtlich…, liebevoll…, gefühlvoll…“, hauchte ich verhältnismäßig rau, aber auch irgendwie wehmütig, denn ich war in einer melancholischen Stimmung, lehnte mich haltsuchend nach hinten an Dracos Brust und ließ meine Hände ebenfalls nach hinten an seine Hüften gleiten, um ihn näher an mich zuziehen, da ich mich geradezu nach menschlicher Nähe verzehrte.

„Was ist, Liebling, geht es dir nicht gut? Du wirkst so gedankenverloren?“, fragte er besorgt und er hatte recht, ich wusste, auch der Sex mit Severus und Draco bestand nicht nur aus Schmerz, sondern aus Lust und Leidenschaft, aber eine derartige Zärtlichkeit hatte ich selbst bei Draco noch nicht erlebt, was daran liegen mochte, dass ich ihn immer antrieb wenn er mir zu sanft wurde. Aber trotz allem, das was ich dort sah und geboten bekam, hatte ich noch nie derartig erlebt, denn selbst Cedric war dafür damals zu unerfahren gewesen und die Liebe, die Astorias und Blaises Liebesspiel einfach deutlich beherrschte, hatte es bei Cedric und mir schlicht nicht gegeben.

„Mhm…, ich, oh nein, alles in Ordnung!“, antwortete ich leicht abgelenkt.

„Wirklich?“, fragte er ungläubig nach, als er wieder seinen Blick nach vorne richtete und dann lachte er tief und kehlig an meinem Ohr, was mir sehr gefiel, bescherte es mir doch eine Gänsehaut am ganzen Körper. So lachte er nicht oft, sollte er öfters tun.

Im nächsten Augenblick drehte mich Draco ruckartig zu sich um und zog mich in einen fordernden, leidenschaftlichen Kuss, während seine Hände begierig über meinen Körper wanderten. Atemlos löste ich mich schließlich aus diesem heißen Kuss und blickte in Dracos gierig, vorfreudig und böse funkelnden Augen. Was hatte er vor?

Nun bemerkte ich auch, dass er seinen Zauberstab in Händen hielt und wenige Sekunden später waren wir beide auch schon plötzlich nackt. Draco grinste hämisch, als ich ihn überrascht anblinzelte, doch da ergriff er schon meine Hand und zog mich ohne zu zögern zu Astoria und Blaise, der inzwischen vor seiner Freundin fast anbetungsvoll kniete.

Ich ließ mich, überrumpelt ob meiner Nacktheit, willig mitziehen, wobei Blaise zu bemerken schien, dass wir herein kamen, denn er verspannte kurz seine Muskulatur und ließ seinen Blick in unsere Richtung schweifen, doch als er uns erkannte, entspannte er sich eigenartigerweise wieder sofort und machte einfach weiter. Draco steuerte die Dusche direkt neben den beiden an und als wir diese erreichten, prasselte umgehend das warme Wasser auf uns nieder.

Blaise unterbrach nun seine intensiven Liebkosungen und löste seine Lippen von Astorias Bauch, blickte kalkulierend zu uns, während sich langsam ein breites, diebisches und gemeines Grinsen auf seinen Zügen ausbreitete.

Mein Blick zuckte zu Draco und ich erkannte plötzlich, dass auch er noch immer dieses gewisse, unbeständige Funkeln in den Augen hatte, das nichts Gutes verhieß. Astoria schien davon aufgeschreckt, dass Blaise seine Liebkosungen unterbrochen hatte und öffnete murrend die Augen, doch ihr widerstrebender Protest wurde von einem wenig damenhaften Quieken unterbrochen, als sie uns direkt neben sich erkannte.

Hektisch legte sie die Arme vor ihre Brust und schien sich auch sonst bedecken zu wollen, doch Blaise zog sanft, aber bestimmt ihre Hände weg. Tja, wie es schien hatte er kein Problem damit, dass Draco seine Freundin derart unbekleidet erblickte.

„Schließ die Augen wieder und vergiss sie einfach!“, bat Blaise leise und sie starrte ihn intensiv und leicht ungläubig an, folgte dann aber seiner Bitte und flatternd schlossen sich ihre Lider. Ihm schien die Situation gar nichts auszumachen, aber seine Augen huschten auch immer wieder umher. Er war offenbar in seinem Element. Ich hingegen ließ mich treiben wie selten, denn es war anregend, Blaise zu beobachten wie er mit dieser mir unbekannten Sanftheit vorging.
Unterdessen hatte sich Draco hinter mich gestellt, ich mich an ihn gelehnt und genoss es, dass er seine Hände spielerisch über meinen Körper gleiten ließ. Blaise zwinkerte uns übermütig zu. Man sah ihm deutlich an, er hatte Spaß, an dem was wohl kommen würde, auch war sehr wohl sein Blick über meinen unbekleideten Körper gewandert und erst dann wandte er sich wieder seiner Freundin zu und fuhr fort sie an ihrem Bauchnabel zu verwöhnen. Seine Küsse wanderten nun immer tiefer, er erreichte ihre Beckenknochen. Hingebungsvoll begann er an der zarten Haut zu saugen und zu knabbern. Akribisch arbeitet er sich immer tiefer. Langsam schob er ihre Beine etwas auseinander, wobei sie willig mitging, aber stur keine Sekunde zu uns sah und die Augen fest geschlossen hielt. Ich nahm an, sie wollte unsere Anwesenheit ausblenden.

Nun begann Blaise ohne zu zögern seine Zunge über ihren Kitzler tänzeln zu lassen und Astoria reagierte, indem sie den Kopf in den Nacken sinken ließ, während sie leise seufzte.

Blaise hielt sie weiter fest, indem er sie mit beiden Händen im Kreuz stützte. Gebannt sah ich zu wie er sich, im Wechselspiel zwischen dunkler und heller Haut, zwischen den langen, weiblichen Beinen seiner Freundin vergrub. Er ließ eine Hand auf ihren Po gleiten und begann ihn sanft zu kneten, was dazu führte, dass sie sich nun endgültig fallen ließ, alles um sich herum vergaß und lauter aufstöhnte, dies war etwas, worauf er angespornt seine Zunge noch mehr tänzeln ließ.

Wow, ohne Scheu und Scham, es war ein für mich ungewohnt sinnliches, ruhiges und beschauliches Bild, wie das Wasser über ihren schönen, jungen Körper floss und ihre langen Haare nass und schwer von ihrem Kopf herab hingen und einen Kontrast zu ihrer Haut bildeten. Sie war leicht ins Hohlkreuz gegangen und reckte vorwitzig ihre runden, festen Brüste in die Höhe. Astorias Brüste waren nicht viel größer als meine, aber Astoria wirkte trotzdem insgesamt weicher, runder, ebenmäßiger und weiblicher als ich, aber bei weitem nicht so wohlgeformt fraulich wie Daphne mit ihren üppigeren Rundungen.

Ich verglich uns schamlos, nach dem Gespräch mit Gellert, denn es beschäftigte mich noch immer, was andere in mir sahen oder wahrnahmen! In meinen Augen war Astoria wahrlich eine schöne Frau und viel unverbrauchter als jemand wie ich!

Gut, wir waren beide eher sportliche Typen, doch wenn ich sie so vor mir musterte, wie sie sich hingebend, vertrauensvoll und nachgiebig präsentierte, so erkannte ich deutlich die krassen Unterschiede zwischen uns. So wie sie war ich nicht und auch nie gewesen! Gleichzeitig fragte ich mich, was an meiner Art denn dann bitteschön anziehend sein sollte, denn sie wirkte in diesem Moment wie eine verdammte Sexgöttin. Derart gutgläubig gab ich mich weder Draco noch Severus hin, nicht, dass ich ihnen nicht vertraute, eher traute ich mir nicht! Aber dass dies den Männern gefallen sollte, diese totale Hingabe, konnte ich auch nicht verstehen. Ich war verwirrt, denn Weichheit war etwas, was mir seit langer Zeit abging.

Auch Draco machte der Anblick anscheinend an, denn während ich mich eng an ihn schmiegte, seine Hände verlangend meine Brüste kneteten und lüstern über meinen Körper fuhren, konnte ich deutlich seine heiße Erregung spüren, die sich an meinen Po und Rücken drängte.

Unterdessen blieb ich aber trotzdem kalkulierend in meiner Beobachtung, denn die Unterschiede zwischen der nackten Astoria und mir waren noch größer als auf den ersten Blick. Denn wie ich nun feststellte erzählte mein Körper eindrucksvoll Geschichten in Form von Narben und Zeichnungen, die ich für immer tragen würde, davon hatte ich immer mehr und ich war mir sicher, ich würde auch weiterhin neue Narben davontragen, solange der Krieg währte. Während Astorias Körper im Vergleich nahezu jungfräulich rein und unberührt wirkte, auch wenn sie durch unser Training sicher die ein oder andere kleine Narbe hatte, war diese mit dem bloßen Auge an sich nicht auszumachen, zumindest nicht auf diese Entfernung.

Da spürte ich, wie Draco sich vor beugte und fühlte wieder seinen warmen Atem an meinem Ohr.

„Sieh genau hin, willst du das auch? Willst du meine Zunge fühlen, wie sie über dich gleitet?“, kam es heiser von ihm. Die Erregung klang auch in seiner Stimme durch und ein Schauer lief durch mich hindurch. Er versuchte zu ergründen, was ich suchte und wollte.

So fiel mein Kopf nach hinten an seine Brust und meine Augen fielen zu, als er bei diesen Worten zielstrebig mit einer Hand zwischen meine Beine fuhr und gekonnt mit seinen Fingern durch meine nasse Spalte glitt.

„Hm…, mein Mudblood, wie feucht du bist. Sieh hin, was willst du? Du darfst Astoria berühren, wenn du willst!“, bot er mir großzügig an mitzumachen. Ich war kurz perplex über dieses unerwartete Angebot als ich verstand, dass Draco damals nicht im Gewölbe dabei gewesen war. Bestimmt ärgerte er sich heute darüber noch schwarz und ich betrachte es kurz von zwei Seiten, nicht von der Seite, dass er sauer war, dass es mir danach so schlecht gegangen war, sondern auch, dass Severus und Lucius etwas gesehen und erlebt hatten was er nicht mitbekommen hatte. Ich kannte ihn gut genug um zu erahnen, dass er dem bestimmt, wenn auch ungesagt, nachtrauerte!

Doch sollte ich wirklich diesen Schritt wagen? Kamen dabei nicht alte, unschöne Erinnerungen hoch? Es war Astoria, die ich berühren würde, nicht Blaise. Bei dem Gedanken daran, Hand an einen anderen Mann zu legen kam mir Severus‘ deutliche Warnung in den Sinn, dass er, sollte ich je zulassen, dass ein Mann, der nicht zu unserer Familie gehörte, mir zu nahe kam, diesem der Tod blühen würde. Ich war mir sicher, Severus meinte seine Drohung absolut ernst und daran was Lucius tun würde, wollte ich gar nicht erst denken, wenn ich bedachte, wie er auf nur einen Kuss von Viktor reagiert hatte. Aber ich hatte ja nicht vor, Blaise näher zu kommen, wenn überhaupt nur Astoria und da hatten die beiden Abwesenden schon sehr viel mehr zugelassen als ich jemals von mir aus tun würde.

Warum also nicht? Denn selbst im desaströsen Gewölbe Teil 2 hatte ich die Brustwarze der schwarzen Frau aus Rache gebissen, das war aber fast asexuell geschehen, warum sollte ich nicht einmal kosten wie es war eine Frau zu berühren und dies zu genießen, so wie auch sie genoss.

Natürlich hatte ich aus Dracos Worten sehr wohl geschlossen, dass Blaise tabu war, das war mir ja auch so klar, aber er war ein Malfoy, was sollte man erwarten und mir war es nicht wichtig.

Ich blickte unter meinen halb geschlossenen Lidern hervor. Draco hatte meinen Blick geschickt zurück auf Astoria gelenkt und erneut stöhnte ich auf, da er mich kundig mit flinken Fingern stimulierte. Unweigerlich fiel mein Blick wirklich auf Astorias Brüste, auf ihre kleinen, rosigen Knospen, die sich fest in die Höhe reckten. Viele kleine Wassertropfen perlten über ihre Haut, die Atmosphäre war gänzlich anders als das was ich jemals im Gewölbe erlebt hatte. Sie war geladen vor erotischer Spannung, Lust und Sinnlichkeit.

Langsam öffnete ich meine Augen vollständig, aber mein Blick blieb ungewöhnlich fokussiert. Würde ich dies wirklich tun? Auf der anderen Seite, ich stellte mich den Herausforderungen und gerade nach Gellerts Worten, als er meinte, ich musste lernen loszulassen und mich dem Unbekannten zu stellen, vielleicht sollte ich es als Übung ansehen. Bevor ich mich auf das Andere, das Endgültige einließ, ja, warum sollte ich nicht einmal testen wie es wäre?

Fast ohne es wirklich zu merken hob ich meine Hand und streckte sie langsam nach Astoria aus. Draco hinter mir drängte vorwärts, schob uns in ihre Richtung, deutlich näher an das in ihr ausgiebiges Vorspiel versunkene Paar heran. Ich stand schließlich hinter dem vor Astoria hockenden Blaise, der sie bearbeitete. Astoria hatte ihre Hände in seinem Haar vergraben und nun konnte mich nicht zurückhalten, ich überwand den kurzen Abstand und legte entschlossen meine Hände an Astorias Brüste.

Sofort riss sie überrascht und keuchend die lustverhangenen Augen auf. Ruckartig hob sie dabei den Kopf und sah mich aus großen, fast geschockten Augen an. Ihre Finger versuchten hektisch aus Blaises Haar freizukommen, als ich sie berührte, doch Blaise ließ sich nicht stören und nicht von ihr ab und hielt sie noch ein wenig fester um die Hüfte. Er schien sogar seine Bemühungen zu intensivieren und anders als Astoria hatte er wohl dergleichen erwartet und war nicht wirklich überrascht.

Ich spürte dem Gefühl nach zum ersten Mal wirklich Brüste freiwillig zu berühren und es zu wollen, anders als im Gewölbe als ich Lucius hatte provozieren wollen! Somit begann ich sanft und gefühlvoll, ihren Busen zu kneten und an ihren sensiblen Knospen zu spielen. Hier kannte ich keine Scheu, nein, es gefiel mir, zu meiner Überraschung. Sie war weich, nachgiebig es war eine neue, wahrlich neue Erfahrung, den Körper einer Frau zu erkunden und wie immer stellte ich mich jeder Herausforderung und war neugierig auf das Unbekannte.

Auch wenn Astoria nicht so offen war und etwas schüchterner, hätte sie jederzeit sagen können, dass sie nicht wollte und hätte gehen können, dafür war sie keck und selbstbewusst genug. Auch sie zwang keiner und Draco und Blaise zwang jetzt und hier erst recht niemand. So gefiel es mir, zu meinem leichten Erstaunen, mich dem Neuen zu stellen und auch sie schien nur überrumpelt aber war nicht abgeneigt. Zwar blickte mich Astoria sprachlos und leicht entsetzt an, doch es war eher ein abwartender und auch wieder sinnlicher Ausdruck, den ihre Augen widerspiegelten. Langsam ließ sie sich wieder fallen, aber Blaise hatte auch dafür gesorgt, dass sie sich gar nicht lange hatte ablenken lassen, denn er gab sich alle Mühe, sie zum Höhepunkt zu lecken.

Erneut spürte ich Dracos Lippen und seinen Atem an meinem Ohr, was mir eine angenehme Gänsehaut unter dem warmen Wasserstrahl bescherte.

„Willst du sie nicht kosten?“, meinte er verführerisch und fast sofort dachte ich meine Vermutungen bestätigt zu sehen, was mir ein fast sardonisches Lächeln bescherte, Männer!

Trotz allem schluckte ich leicht, doch ich konnte nicht leugnen, dass ich den Blick nicht abwenden, die Hände nicht von ihrer weichen Haut nehmen konnte und ich war zutiefst überrascht, dass ich den Wunsch verspürte, meine Lippen an ihre Knospen zu legen und wissen wollte, wie sie sich anfühlen würden, nicht zwischen den Zähnen um zuzubeißen, um Schmerz zu verursachen und um zu quälen, wie bei der schwarzen Frau im Gewölbe, sondern um ihr Genuss zu bereiten. Ich bemerkte am Rande, dass ich zu oft über das Geschehen dort nachdachte und entschloss mich nun, Astoria als meine Therapie zu betrachten und wollte mich ins Geschehen werfen, wie es meine Art war, wenn dann richtig. Ich würde so etwas nur einmal tun, dann sollte ich es auch ordentlich machen!

So wirklich nahm ich nicht wahr, ob es nur ich war oder ob mir Draco einen kleinen Anstoß gab, jedenfalls beugte ich mich langsam vor und nahm eine Hand von ihrer Brust, legte sie stattdessen stützend auf Blaises Schulter ab und näherte mich immer mehr ihrer vorwitzig vorstehenden Brustwarze.

Langsam, kostend umschlossen meine Lippen ihre Knospen, was Astoria ein atemloses Keuchen entlockte und ihren Körper unter meinen Lippen erzittern ließ und ich war wirklich gebannt von diesem neuen Erlebnis. So merkte ich im ersten Augenblick auch nicht, dass Draco hinter mir verschwunden war. Erst als ich seine schmalen, eleganten Hände aus den Augenwinkeln auf Astorias Schultern wahrnahm, was sie erneut erbärmlich Quietschen und sich verspannen ließ, wurde mir bewusst, dass er weg und hinter sie getreten war.

Was für ein Bild wir abgaben! Ich war kurz davor dreckig zu lachen und das nach Gellerts Offenbarungen, also entschied ich, dass mir das gut tat, daher konzentrierte ich mich auf das Geschehen hier, ließ mich gefangen nehmen und rief mir vor Augen wie wir dastanden.

Astoria wurde nun von uns eingekesselt, Blaise zu ihren Füßen, ich ebenfalls vor ihr, an ihren Brüsten und Draco hinter ihr. Sie war regelrecht gefangen. Ich vertiefte mich jedoch erneut und begann mit meiner Zungenspitze ihre kleinen, harten Nippel für mich ungewohnt zärtlich zu umspielen.

„Entspann dich!“, hörte ich Draco sachte Astoria zuraunen.

Hermiones Sicht ende

Dracos Sicht

Ich war überrascht gewesen, dass ich Hermione in der Kabine vorfand, da sie bisher nie auch nur den Ansatz gezeigt hatte vorbeizukommen, weil ihr Interesse diesem Sport gegenüber non existent war, aber noch überraschter war ich darüber, wobei ich sie erwischte.

Nur ein kurzer Blick genügte mir jedoch, um zu erkennen, warum sie derart gefesselt war, denn das Bild, was sich mir bot, fand auch ich sehr ansprechend, erotisch und leidenschaftlich und vor allem stachelte es meine rachsüchtige Fantasie an. Aber viel mehr als das fiel mir auf, dass Hermione nicht glücklich war. Sie wirkte als würde sie etwas suchen, erschien rastlos und unglücklich. Somit gab ich meinem spontanen Impuls nach und hatte Hermione mit unter die Dusche gezogen, wobei ich nicht darüber nachgedacht hatte, was sich ergeben könnte, denn ich hoffte einfach, sie würde finden was sie suchte.

Es machte mir nichts aus, dass die anderen beiden uns nackt sahen, denn schließlich hatte ich kein wirkliches, sexuelles Interesse an Astoria oder Blaise und ich hoffte für sie beide sehr dasselbe und vielleicht war es auch ein klitzekleiner Test von mir, denn Irland stand noch immer unausgesprochen zwischen mir und Blaise .

Aber natürlich war mir gegenwärtig, dass die Grenzen innerhalb der Connection verwischten, spätestens als ich Daphne geküsst hatte so wie sie Potter küsste, oder wenn ich daran zurückdachte wie uns Potter und Weasley überrascht hatten und eine fast nackte Hermione auf mir im Wohnzimmer des Cottage sitzen sahen, oder an die Twins, die sie für mich entkleidet hatten am selben Abend, oder wie wir die Twins beim Sex erwischt und sie ungezwungen weiter gemacht hatten. Aber das war das Cottage und die Connection! Wir waren alle jung und steuerten auf einen Krieg zu, befanden uns schon mittendrin, da war es nur verständlich, dass wir die wenigen, wirklich schönen Momente in vollen Zügen genossen und uns dafür nicht schämten.

Es war weniger Scheu vorhanden und auch wenn ich es nicht akzeptabel fand, wenn andere es wagten, Hermione anzufassen, so war ich mir doch sicher, dass es das gar nicht war was sie suchte. Auf der anderen Seite fragte ich mich, was sie beschäftigte und ob sie nach dem was im Gewölbe passiert war vielleicht versuchte, dies zu verarbeiten? Schließlich gab ich ihr einen kleinen Schubs und die Erlaubnis Astoria zu verwöhnen.

Sie ging mehr ran als ich es erwartet hatte. Aber so war sie eben immer, sie zeigte stets vollen Einsatz, ohne Scheu. Hermiones kleine Hände wanderten an Astorias Brüsten entlang. Dies zu beobachten war inspirierend und zu meiner Überraschung schienen es die beiden Frauen doch zu genießen.

Als Hermione dann tatsächlich begann, ohne großes Zögern Astorias Brüste zu küssen, verließ ich schnell und spontan meine Position, denn ich wollte einen besseren Blick über das Geschehen und auf Hermione und so stellte ich mich hinter die so abwesende und genießende Astoria und legte ihr sanft die Hände auf die Schultern.

„Lehn dich an!“, forderte ich sie flüsternd auf, wohl wissend, dass sie sich gefangen vorkommen musste zwischen unseren nackten Körpern. Hermione blickte kurz auf, doch als sie verstand was ich tat und wo ich war, senkte sie ihren Kopf wieder und fuhr fort Astorias kleine, rosige Knospen mit ihren Lippen und ihrer Zunge zu verwöhnen und zu reizen.

Ich merkte deutlich, dass Astoria zögerte, doch gleichzeitig fühlte ich, wie Blaise ohne Absicht mit seiner Hand meinen Bauch streifte, als er eine Hand von ihrem Rücken entfernte und dadurch zuließ, dass sich seine Freundin an mich schmiegen konnte, was sie auch umgehend tat, da sie keine rechte Kraft mehr in den Beinen zu haben schien. Blaise stützte sie nicht mehr, also musste sie an meiner Brust Halt suchen. Im nächsten Augenblick stöhnte Astoria sehr laut und wohlig auf.

Ein taxierender Blick und ich erkannte, dass Blaise jetzt auch seine Finger einsetzte, um sie zu befriedigen und es schien als könne sie gar nicht anders als sich anzulehnen. Ich spürte ihre Schulterblätter an meiner Brust, ihre nassen Haare kitzelten meinen Bauch und ich erlebte jedes erregte Erbeben ihres Körpers hautnah mit.

Ich wollte eigentlich an sich nur beobachten, denn mich aktiv um Astorias Höhepunkt zu bemühen, lag mir fern. Zu betrachten wie Hermione hingebungsvoll Astoria liebkoste war viel mehr das was ich wollte, aber dennoch ließ ich jetzt zart meine Fingerspitzen über Astorias Schultern, Arme und Seiten gleiten. Sie erzitterte unter diesen hauchfeinen, vielleicht auch kitzelnden Berührungen. Unruhig stöhnend und seufzend ließ Astoria nun ganz los, legte ihren Kopf richtig in den Nacken an meiner Schulter und ich konnte ihr entspanntes, gerötetes Gesicht sehen.

Leise stöhnend brachte sie Blaises Namen hervor und forderte: „Mehr, jaaa…, mehr!“

Sie schien ihre Zurückhaltung gegenüber der Situation total abgelegt zu haben, so sehr wie sie sich jetzt gehen ließ. Als Astoria stöhnend mehr forderte, begann Hermione sich von ihren Brüsten zu lösen und richtete sich langsam auf. Ihr suchender Blick glitt erst zu mir und begegnete meinem freudig funkelnd, aber auch lustvoll. Ich streckte eine Hand aus, ergriff Hermiones Kinn und ließ meinen Daumen zart über ihre geröteten Lippen gleiten, worauf sie die Fingerspitze mit ihren Lippen kurz umschloss, dann löste sie ihren Blick von mir und ich meine Hand von ihr. Gebannt sah sie die unkontrollierte Astoria in unserer Mitte an, die von Blaise gerade zum Höhepunkt getrieben wurde.

Somit wurde ihr schlanker Körper langsam immer mehr von erschaudernder Erregung geschüttelt. Mittlerweile klebte sie an mir und schien gar nicht zu bemerkten, dass sich mein steil aufgerichtetes Glied begehrlich an ihren Rücken und Po drückte. Sie genoss es einfach nur ehrlich, vertrauensvoll und offen, verwöhnt zu werden und das noch immer von mehreren Leuten, denn Hermione hatte wieder ihre Hände an Astorias Brüste gelegt und bearbeitete sie sanft. Sie zwirbelte und kniff ihr zärtlich in die dunkelroten Knospen. Plötzlich umschloss sie immer wieder einen Großteil ihrer Brüste und knetete sie, aber sie nahm sie nicht mehr in den Mund, denn nun lag ihr kalkulierender und irgendwie musternder Blick wie gebannt auf Astorias vor lustvoller Anspannung verzogenem Gesicht.

„Oh ja, Blaise!“, hauchte sie, atemlos ihren Höhepunkt genießend, am ganzen Körper unkontrolliert bebend und zuckend. Hermione ließ ihre Hände wo sie waren, aber sie hatte aufgehört sich zu rühren, während Blaise deutlich langsamer in seinem Tun wurde und Astorias Höhepunkt nach und nach ausklingen ließ.

Sogleich tauchte auch schon Blaises zufrieden blickendes Antlitz auf, als er sich geschmeidig und breit grinsend erhob, dabei warf er einen arroganten, von sich überzeugten Blick auf seine erschöpfte, aber zufriedene Freundin, die sich noch immer nach Luft schnappend, mit geschlossenen Augen an mich schmiegte. Während er aufstand nahm Hermione ihre Hände von Astoria, um Blaise Bewegungsfreiheit zu geben. Im nächsten Augenblick zwinkerte mir Blaise teuflisch grinsend zu, um sich dann rasant zu Hermione umzudrehen.

„Willst du sie nicht auch mal schmecken…?“, raunte er dunkel, in Anspielung auf meine vorherige Frage zu ihr und Hermione schien nicht so schnell schalten zu können, jedenfalls reagierte Blaise sehr flink, noch in der Drehung begriffen. Noch bevor ich etwas tun konnte, hatte er Hermione eine Hand in den Nacken gelegt, ihren Kopf zu sich gezogen und begonnen sie umgehend heiß und inbrünstig zu küssen. Er ließ seine Lippen sehr leidenschaftlich über ihre gleiten und ich registrierte auch, dass er es schaffte, mit seiner Zunge in ihren Mund zu gelangen. Ich biss den Kiefer hart zusammen, das erinnerte mich schon sehr daran als ich die beiden in meiner Burg überrascht hatte, nur dass sie diesmal nackt waren. Das Missfallen wollte aus mir herausbrechen, aber ich beherrschte mich eisern, denn das Mädchen vor mir war auch erstarrt, als sie gesehen hatte was Blaise tat.

Auch Hermione versteifte sich deutlich und ich bemerkte, dass sie nach der ersten Schocksekunde Blaise von sich drücken wollte, um sich dem Kuss zu entziehen, doch er war einfach zu stürmisch und sie wohl doch zu überrumpelt um sofort so heftig zu reagieren wie sie es sonst getan hätte. Es war für mich deutlich wahrzunehmen, dass sie ihre Schilde und Verteidigungsinstinkte herunter gefahren hatte, sonst hätte sie sich nie so überrumpeln lassen.

Ich konnte es wahrlich nicht haben wenn andere Männer sie betatschten oder ihr zu nahe traten, das zu sehen war grenzwertig! Hinzu kam, Blaise war gerade dramatisch durch meinen Test gerauscht, wie eine von diesen Muggelachterbahnen. Ich würde ihm zeigen müssen, dass sie kein wirkliches Jagdobjekt für ihn war, wobei ich bisher immer angenommen hatte, dass Blaise klug genug war, zu wissen, dass Hermione unantastbar war! Wenn schon nicht wegen mir, so sollte ihm die nackte Angst um sein Leben vor Severus und Vater gegenwärtig sein. Er kannte doch beide gut genug, um zu wissen, dass sie ihm keine Gnade gewähren würden, wenn sie es jemals erfahren würden und auch ich war gerade nicht geneigt, freundlich zu ihm zu sein, aber ich sah sehr wohl ein, dass ich es gewesen war, der uns in diese Situation gebracht hatte, weil ich Hermione animiert hatte, zu den beiden zu gehen und mitzumachen, damit sie auf andere Gedanken kam und nicht mehr gar so unglücklich aussah.

Und außerdem hielt mich meine Neugierde zurück was Hermione tun würde. Erst schien sie kurz erstarrt zu sein, wollte ihn dann von sich weg drücken, doch plötzlich erwiderte sie zu meinem Unglauben den Kuss interessiert und neugierig, aber gleichzeitig ließ sie ihre Hände abwehrend an seiner Brust. Es wirkte nicht wie eine heranziehende Geste, eher wie eine, die ihn weiter auf Abstand hielt und wenn es ihr wirklich zu viel werden sollte, ihn von sich zu stoßen.

Und diese Reaktion von ihr war es schlussendlich, die mich zurückhielt, was dafür sorgte, dass ich nicht eingriff. Ihre Haltung zeigte, sie hatte mein vorheriges Angebot Astoria zu berühren verstanden, denn es hatte Blaise ausgeschlossen, dass er sich nicht dran hielt war etwas ganz anderes. Gut, sie erwiderte den Kuss, aber sie vergaß eindeutig nicht, dass sie so was besser nicht tun sollte, denn das erkannte ich durchaus, an dem wie sie sich gerade zurückhielt.

Mittlerweile hatte sich Astoria etwas von mir gelöst, aber immer noch stand sie sehr, sehr nahe vor mir. Ich versuchte, einen Blick auf ihr Gesicht zu bekommen, dabei erkannte ich, dass sie mit großen Augen einfach fasziniert und gebannt betrachtete, was Blaise gerade tat, aber sie wirkte nicht als wollte sie eingreifen, doch mir gefiel das gar nicht so wirklich, wie ich feststellen musste.

Ich hatte nicht erwartet, dass sie es genoss oder mitging, schließlich verspürte ich ja auch nicht das Bedürfnis Astoria näher zu kommen oder den Anblick zu genießen. Im Prinzip war ich eher vom Zusehen ausgegangen und dass, wenn überhaupt, die Frauen einander Gutes taten, aber gut, ich fand mich rasch damit ab, denn ich wollte Hermione, jetzt sofort und auf der Stelle, ich hatte lange genug gewartet.

Auf einmal verstand ich, wie schwer es wohl für Blaise gewesen sein musste sein altes Leben hinter sich zu lassen, denn Blaise war keiner, der sich eine Gelegenheit entgehen ließ und dies war schließlich für ihn die Möglichkeit, ungestraft, ohne dass seine Freundin ihm etwas vorwerfen konnte, wieder eine andere Frau anzufassen. Es war quasi wie in alten Zeiten, wo er kein Kostverächter gewesen war. Doch seit Astoria war er treu, bis auf den Ausrutscher in Irland, wobei dies nur ein Kuss gewesen war, aber ich war nicht gewillt, ihm zu viel von Hermione zuzugestehen, dafür war ich viel zu besitzergreifend und schon dieser Kuss ging mir eindeutig zu weit.

Ungeduldig löste ich mich schnell gänzlich von Astoria, umrundete das in den Kuss versunkene Paar und trat wieder hinter Hermione, bestimmt und sehr fest griff ich zu ihren schmalen Hüften und zog sie hart von Blaise weg. Leicht keuchend und atemlos löste sie sich von ihm, warf mir über ihre Schulter hinweg einen glasigen Blick zu, während Blaise mich abwägend und fast schon provokant grinsend ansah, sich lasziv über die geschwollenen Lippen leckte und ganz deutlich zeigte, dass er es genossen hatte Hermione zu küssen. Ein Grollen stieg in meiner Kehle auf, das ich gar nicht zurückhalten wollte.

Bestimmt ließ ich eine Hand sinnlich über Hermiones geraden Rücken gleiten und drückte sie fordernd nieder. Sie sollte sich vorbeugen. Um den Halt nicht zu verlieren griff sie aus einem Impuls heraus nach vorne, nach Blaises Schultern, denn etwas anderes war nicht in Reichweite für sie und hielt sich mit gesenktem Haupt an ihm fest, was Blaise überrascht aufnahm, aber sofort ihre Ellenbogen umfasste, damit sie nicht fiel.

„Ich bin dran!“, murrte ich besitzergreifend, fast drohend, worauf ich dachte von ihr unter dem Rauschen des Wassers ein ersticktes Kichern vernehmen zu können! Fand sie das lustig?

_________________
Kapitel 340-341 Queeniesig-1
Nach oben Nach unten
 
Kapitel 340-341
Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Kapitel 7-9
» Kapitel 44-45
» Kapitel 80-81
» Kapitel 113-114
» Kapitel 146-147

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
When Hermione Fights :: When Hermione Fights :: Kapitel 326-350-
Gehe zu: