When Hermione Fights
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 Kapitel 342-343

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queenie
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Kapitel 342-343 Empty
BeitragThema: Kapitel 342-343   Kapitel 342-343 EmptyFr Jan 18, 2013 4:21 am

342. Kapitel Gefährliche Wasserspiele


Hermione reckte mir nun unweigerlich ihren knackigen Po entgegen und ich zögerte nicht lange, sondern versenkte mich umgehend, mit einem gezielten Stoß von hinten in ihrem warmen, feuchten Zentrum. Sie keuchte atemlos, aber auch überrascht über mein raues und grobes Vorgehen auf, da meine Vehemenz, mit der ich mich in sie trieb, unerwartet kam, während Blaise jetzt böse grinste.

„Ihr seid zu uns gekommen, nicht umgekehrt!“, feixte er fies, was mich noch fester zustoßen ließ und dazu führte, dass sich ihre Finger noch mehr in seine Haut bohren und sie durchaus zu hören war, denn sie stöhnte auf, aber sie zeigte nicht, dass sie Schmerzen hätte. Ich war mir sicher, sie genoss es, wie sie es immer genoss, wenn wir uns heftig vereinten.

Aber das hielt Blaise nicht ab und um seine Worte zu unterstützten, glitten seine Finger nun um Hermiones Kinn. Er zwang sie, aufzusehen und dann legte er überganglos seine Lippen erneut fordernd auf ihre. Diesmal riss sie sofort ihr Haupt herum und drehte ihr Antlitz von ihm weg. Sie entzog sich dem Kuss sehr deutlich.

„Nicht!“, bat sie leise, wobei sie sofort stöhnend keuchte, denn ich hatte begonnen sie hart und intensiv zu nehmen, so wie es ihr sonst auch gefiel.

„Doch!“, zeigte sich Blaise stur und dirigierte wieder ihr Kinn zu sich und als sie sich wieder küssten, erkannte ich zwar, dass sie sich zurückhielt aber mir passte es nicht wirklich, dass sie nun doch den Kuss erwiderte. Aber auf der anderen Seite hatte er leider recht, wir waren hergekommen auf meine Entscheidung hin und irgendwie erregte es mich doch, zu sehen wie sie sich küssten, während ich sie von hinten nahm. Ich war weder zärtlich noch zurückhaltend, denn es war eher wie ein Zwang in mir, ihr meinen Stempel aufzudrücken, dass sie zu mir gehörte. Wir waren nicht liebevoll, sanft oder einfühlsam wie Blaise oder Astoria gerade eben gewesen waren, denn das war nicht unsere Art.

Schließlich entzog Hermione sich doch wieder Blaises Kuss und ließ ihre Stirn an seine Schulter sinken, um mehr Halt zu finden, den sie bei meinen harten Stößen auch brauchte.

Ich fing Blaises glutvollen Blick ein und erkannte, dass er viel Gefallen daran fand uns zu beobachten. Plötzlich tauchte Astorias Gesicht hinter Blaises Schulter auf. Sie hatte ich total vergessen, in meiner Fixierung darauf, dass ich nicht wollte was Blaise tat. Ich bemerkte, wie sie neugierig an ihm vorbei lugte und sich begehrlich an seinen Rücken schmiegte, nun ihrerseits ihre Hände verlangend über seinen muskulösen Körper gleiten ließ. Ihre hellen, kleinen, weiblichen Hände glitten über Blaises dunkle, muskulöse Brust und bildeten einen sehr ansprechenden Kontrast.

Schließlich verschwanden ihre schlanken Hände aus meinem Blickfeld, während Astoria ihren Kopf drehte und sich an Blaise kuschelte und mich frech anzwinkerte. Irgendwie surreal, dass sie sich so liebevoll an ihn schmiegte und Halt und Zärtlichkeit suchte und so frech reagierte, während ich Hermione gerade sehr dominierend und wenig sanft nahm und Hermione es aber wie gewohnt zu genießen schien, denn sie atmete heftig und drückte sich mir willig entgegen. Doch plötzlich wurde ihr leiser werdendes Keuchen von einem tiefen, kehligen Stöhnen von Blaise übertönt, der nun seinen Kopf zurück fallen ließ und die Augen schloss.

„Oh ja, mach weiter!“

Dracos Sicht Ende

Hermiones Sicht

Ich war von der sinnlichen Atmosphäre eingefangen, denn es war erstaunlich, zu sehen wie selbstvergessen sich Astoria gerade hatte gehen lassen, somit war ich völlig überrumpelt als sich Blaise, nachdem er sich erhoben hatte, zu mir mit laszivem Grinsen umwandte und mich fragte, ob ich Astoria nicht schmecken wollte. Nur langsam sackte bei mir, was er mit seinen Worten meinte.

Reagieren konnte ich gar nicht, als er plötzlich seine Lippen bestimmt auf die meinen presste. Ich schmeckte nicht wirklich viel, wohl weil unentwegt das warme Wasser auf uns herunter prasselte und alles hinweg spülte, dennoch hatte ich das Gefühl einen leicht herben Geschmack auf der Zunge zu haben, als Blaise schließlich sanft, aber bestimmt seine Zunge zwischen meine Lippen drängte. Er nahm dies, übermütig wie er war, als Einladung und ich begann nach kurzer, zugegebenermaßen schwacher Gegenwehr dann doch, bereitwillig den Kuss mit ihm zu vertiefen. Seine Hand hatte erst fest in meinem Nacken gelegen und er mich bestimmt gehalten, doch jetzt lockerte sie sich und er ließ sanft seinen Daumen in meinem Nacken über meine Haut kreisen, während er mich intensiv küsste. Klar, es war nicht so ein elektrisierender, prickelnder Kuss wie ich ihn von meinen Männern kannte, aber er küsste gut und es erregte mich irgendwie, denn hinzu kam, dass ich diesmal Blaise tatsächlich wahrnahm!

Damals, als er mir wegen den „White-Eyes“ hatte helfen müssen, war ich derart zwischen den Welten gefangen gewesen, dass ich es gar nicht groß bemerkt hatte, wie gut er küssen konnte und hey, er hatte jahrelange Übung darin, er war ein Meister und sehr begabt.

Dass Blaise für vieles offen war und sich nicht schüchtern gab oder durchaus zugreifen würde, hatte ich auch gedacht, schließlich war er nicht als Kind von Traurigkeit bekannt und hatte mich schon einmal freiwillig geküsst, zumindest davor scheute er sich nicht.

Doch als Reaktion darauf überraschte mich Draco nun auch nicht wirklich, denn da gruben sich schon seine Hände sehr fest, um nicht zu sagen schon fast rabiat, in meine Hüften und er zog mich unerbittlich zu sich, bevor er sich mit einem bestimmten Stoß in mir versenkte und Blaise anfuhr, dass nun er dran sei.

Ich hatte nichts dagegen, dass er mich derart herrisch und besitzergreifend nahm, auch wenn er mir im ersten Augenblick wehtat, genoss ich es, ihn tief in mir zu fühlen aber auch sein schmerzhafter Griff an der Hüfte störte mich nicht. Mir gefiel, wie er hart in mich stieß. Es war genau die Art wie wir es brauchten und was ich mochte, denn eines hatte ich nach diesem Erlebnis und dieser Erfahrung durchaus erkannt, für mich war es nichts, zu verhätschelt zu werden. Es reichte mir nicht und ich musste fühlen, dass ich etwas spüren konnte, da kam mir Dracos Brutalität gerade recht und es war noch lange nicht das, was Severus und ich in unserem leidenschaftlichen Verlangen teilten.

Severus konnte noch sehr viel grober, roher und regelrecht unsanft sein.

Atemlos hielt ich mich an Blaises Schultern fest und schielte erneut zu ihm hinauf, denn es war nicht leicht, Dracos Ansturm standzuhalten.

Aber ich gab es zu, es erregte mich wahnsinnig, zu wissen, wie wir hier zu viert dastanden, meine Hände auf Blaises gut trainierten, muskulösen Schultern zu haben und zu erfahren, wie sehr mich Draco wollte, war einfach gut, auch wenn es mich amüsierte, wie besitzgierig und gar nicht eifersüchtig er wieder war, weswegen ich leise auflachte. Typisch Malfoy, aber er war ja nicht eifersüchtig, so gar nicht. Ich keuchte, da ein besonders heftiger Stoß von hinten gekommen war. Anscheinend hatte er mein Kichern gehört und es hatte ihm gar nicht gefallen.

Ja, Draco war durchschaubar. Dass er Blaise auf diese Weise präsentierte, dass ich ihm gehörte obwohl er, Draco, doch den entscheidenden Schritt getan und mich in die Dusche gezogen hatte, war so was von typisch Malfoy. Das Einzige was mich beruhigte war, dass Draco tatsächlich kein Interesse an Astoria gezeigt hatte! Oder sollte es mich beruhigen, dass er wirklich nur mich zu wollen schien?

Wahrscheinlich schon, denn gerade ich war im Teilen nicht wirklich gut und es hatte mich ungemein befriedigt, dass er sich so desinteressiert verhalten hatte!

Hier näherte ich mich wieder der Frage, die sich mir bei Gellert gestellt hatte, was ich haben sollte was andere nicht hatten. Es war zum Verzweifeln, denn selbst jetzt, während wir so ungestüm bei der Sache waren, ließen mich diese Gedanken nicht wirklich los. Die Erkenntnis gefiel mir nicht, dass Blaise anscheinend das Ganze anders sah als Draco und sich sehr wohl mit mir amüsieren wollte! Aber ich hatte Astoria nicht nur angesehen, nein, ich hatte sie regelrecht seziert und sie war meiner Ansicht nach viel hübscher, schöner und begehrenswerter als ich! Ich konnte es nicht wirklich nachvollziehen! Auf der anderen Seite redete ich mir gerade gut zu, dass Blaise einfach als Schürzenjäger alles nehmen würde was freiwillig daherkam und es nicht explizit etwas mit mir persönlich zu tun hatte.

Ich war überrascht, als Blaise nun erneut nach meinem Kinn griff um mich wieder zu küssen. An Dracos Reaktion, wie er sich nun noch fester in meine Hüften krallte und sich noch härter in mir versenkte, konnte ich ganz deutlich spüren, dass ihm das nicht gefiel.

Somit entriss ich ihm mein Kinn und hauchte „Nicht!“, was Blaise aber nicht störte und er mit einem „Doch“, erneut nach mir griff und da ließ ich es geschehen, wenngleich ich mich zurückhielt.

Er war sehr sanft, zärtlich und einfühlsam und es offenbarte mir so einiges, wie er gerade so ganz andersmit mir umging als Draco oder auch Severus, ganz zu schweigen von Lucius.

Der Kontrast war riesig und mich erinnerte sein sinnlicher, hingebungsvoller, aber auch genießender Kuss ein wenig an Viktor und Cedric, die ich schon lange vergessen hatte, während Draco gar nicht zärtlich war, sondern dominierend und gesteuert von seiner Lust und dem Willen zu zeigen, dass ich sein war. Schließlich brach ich den Kuss doch ab, da ich Luft brauchte, somit ließ ich meine Stirn an Blaises Brust sinken und klammerte mich an ihn.

Wenige Augenblicke später hob ich kurz den Blick und über Blaises Schulter hinweg trafen sich meine Augen mit denen von Astoria. Wir sahen uns einige Sekunden intensiv an, dann ließ ich den Kopf aufstöhnend wieder sinken, während Astoria ganz nahe an ihren Freund herantrat und sich von hinten an ihn kuschelte. Im nächsten Augenblick merkte ich, dass Blaise seine Haltung veränderte und hörte sein kehliges Stöhnen.

Sofort ging mein Blick nach unten und ich durfte Astorias schlanke, weiße Hände ausmachen, wie sie über Blaises Becken glitten und sich um seinen steil aufgerichteten Schwanz geschlossen hatten. Sie begann, ihn langsam zu massieren, ein gemeines Grinsen zierte nun meine Züge und ich dachte mir, dass sie ganz anders war als ihre große Schwester, die bestimmt schon schreiend die Flucht ergriffen hätte.

Immer mehr Empfindungen schlugen auf mich ein. Das Prasseln des Wassers, Dracos Keuchen, Blaises herber, männlicher Duft, der mir in die Nase stieg. Ich spürte, wie sich seine Schultermuskeln bei seinen Bewegungen unter meinen Händen regten und genoss Dracos harten Griff, obwohl ich mir sicher war, er hatte es mal wieder geschafft, Abdrücke seiner Finger auf meiner Haut zu hinterlassen, aber das kannte ich ja schon und war mir egal. Auf einmal wurde mein träumerischer Genuss jäh unterbrochen, als ich plötzlich ein zweites Paar Hände erst an meiner Taille und dann über meine Haut wandern spüren konnte, wie sie langsam, aber zielstrebig weiter hoch glitten um schließlich meine Brüste zu erreichen.

Mir stockte der Atem und ich klappte die Augen empört auf, hob den Kopf und blickte direkt in Blaises braune, lustverhangene Augen, mit denen er mich intensiv, aber auch mit frechem Übermut musterte. Draco hinter mir grummelte unzufrieden, aber er sagte nichts. Offenbar hatte er mittlerweile akzeptiert, dass mich heute Blaise auch anfassen würde und mir war es jetzt doch herzlich egal. Ich gewahrte, wie durch einen Nebel, wie sich Blaises Hände um meine Brüste schlossen und er sie zu erkunden begann, sie streichelte und fest knetete, sie massierte und mir schließlich in meine Knospen kniff. Er ließ sich nicht durch Dracos unwilliges Knurren beirren, blickte mich weiterhin intensiv an, während Astoria noch immer dabei war ihn weiter und weiter zu bearbeiten.

Doch nach einigen Sekunden kam doch der Moment, in dem es mir unangenehm wurde, dass Blaise meine Brüste berührte. Es fühlte sich für mich falsch an und ich erkannte, dass es leichter war andere zu berühren als sich selbst anfassen zu lassen. Außerdem war dies etwas was ich nur Draco und Severus zugestehen wollte, denn das war mir zu persönlich, doch mir kam gerade rechtzeitig ein Gedanke, um Blaise von mir abzulenken.

Somit blickte ich gebannt auf Astorias gerötete, geschwollene Lippen, von denen das Wasser abperlte, während sie gerade unbewusst mit ihrer Zungenspitze über ihre Lippen fuhr, um das Wasser aufzunehmen.

„Komm zu mir!“, wisperte ich rau und sie verstand sofort und stellte sich etwas ungelenk neben mich, verließ Blaises Rücken, aber ihn ließ sie dabei nicht los, doch er löste eine Hand von mir und umfasste stattdessen Astorias Taille, zog sie an seine Seite, nahe zu mir. Langsam beugte ich mich zu Astoria und war mir bewusst, dass sowohl Blaise als auch Draco uns nun aufmerksam beobachteten.

Sanft trafen unsere Lippen aufeinander. Dies würde kein aufgezwungener oder scheuer Kuss werden, wie ich ihn zur Tarnung mit Daphne geteilt hatte, nein, Astoria kam mir von sich aus entgegen und presste ihre Lippen sehr fordernd auf meine. Offenbar hatte sie ihre Scheu ganz abgelegt und ging ihrer Neugierde nach, die sie auch sonst oft antrieb und sie auch so furchtlos um Blaise hatte kämpfen lassen. Wenigstens hatte ich erreicht, dass eine seiner Hände von mir verschwunden war, da er diese um Astorias Taille liegen ließ. Jetzt dufte ich nur nicht die Konzentration verlieren, denn Draco lenkte mich brutal ab, wenn ich ehrlich war.

Wie selbstverständlich vertieften wir beide den Kuss, öffneten leicht die Lippen und ließen unsere Zungen umeinander tanzen. Es fühlte sich so ganz anders an als die Küsse mit Draco, Severus oder sogar Blaise. Sanfter, weicher, zärtlicher und geschmeidiger, gleichzeitig nicht weniger leidenschaftlich. Ich wusste nicht, ob mir der Kuss gefiel, aber es war eindeutig was anderes und Draco schien zu gefallen was er sah, denn damit schien er besser leben zu können. Männer, dachte ich noch verächtlich, trotz der Erregung, die durch meine Adern rauschte.

So begann er sich noch intensiver in mir zu bewegen, schien sich vorzubeugen und dann spürte ich seine Hand, wie er über mein Becken fuhr und mit den Fingern zielstrebig zu meinem Kitzler glitt und begann, ihn zu stimulieren. Blaises Hand auf meiner Haut war mir immer noch genauso bewusst, wie Astorias Lippen auf meinen. Es war etwas ganz Neues, so viel Nähe, so viele Liebkosungen und so viele Hände an meinem Körper zu haben und ich war zwar zwiegespalten was ich fühlen sollte, aber die steigende Erregung ließ sich nicht verleugnen.

Durch Dracos intensivere Bewegungen und seinen Bemühungen mich auch noch mit seiner Hand zu stimulieren, kam ich meinem Höhepunkt eschreckend schnell immer näher. Mittlerweile hatte Astoria ihre freie Hand in meinen Nacken gleiten lassen, was mich sehr überraschte, aber sie schien nun auch aktiv teilnehmen zu wollen. Schließlich konnte ich nicht verhindern, dass mich während unseres Kusses stöhnend der Orgasmus überfiel und mich in einer intensiven und inbrünstigen Art erbeben ließ. Wir lösten uns atemlos aus unserem Kuss.

Draco folgte mir schon wenige Augenblicke später, nicht weniger heftig. Er hatte seine Hand zurückgezogen, sodass nun wieder beide Hände bestimmt an meiner Hüfte lagen und sich dort verkrallten, während er verhalten aufstöhnend in mir kam.

Als sich Draco schließlich sachte von mir löste, seine Hände von meinen malträtierten Hüften um meinen Bauch gleiten ließ, richtete ich mich noch immer keuchend auf und sofort zog er mich ruckartig, heftig atmend an sich. Ich erlebte noch, dass Blaise Astoria zu sich herüberzog um sie nun in den Armen zu halten, während ich selbst in einen leidenschaftlichen, stürmischen und überfallartigen Kuss mit Draco verfiel.

Es war ganz anders als der weibliche Kuss, den ich mit Astoria geteilt hatte, doch da war es, das Prickeln und ich fühlte mich wie elektrisiert unter Dracos Lippen. Seine Hände glitten forschend über meinen Körper, blieben schließlich auf meinem Po liegen und er zog mich eng an sich, sodass kein Blatt mehr zwischen uns passte.

Nur langsam lösten wir uns, während er mich zufrieden und spitzbübisch angrinste, bevor er mich an den Schultern packte und wieder umdrehte. Ich hatte Astorias und Blaises Anwesenheit fast ganz ausgeblendet und somit auch ihr Stöhnen nicht gehört, doch nun konnten wir beobachten, dass Blaise Astoria unter der Dusche an die Wand gedrängt hatte, gerade hingebungsvoll an ihrem Hals knabberte und saugte, während er ihr unter den Po fasste und sie hoch hob.

Draco fuhr in dieser Zeit mit seinen Händen sinnlich und verspielt über meinen Körper. Er war nach unserem Liebesspiel eher träge und entspannt, sodass wir einfach nur interessiert verfolgten, wie Blaise Astoria an der Wand nahm.

Nun flüsterte er ihr etwas ins Ohr, sie öffnete daraufhin die Augen und die beiden blickten sich innig verliebt an, während er sie weiter anhob und dann vorsichtig in sie glitt. Beide stöhnten in ihrer langsamen Vereinigung auf und mir zeigte es sehr deutlich, wie unterschiedlich wir doch waren. Ich wusste, Draco konnte genauso sein wie Blaise es gerade war, aber im Normalfall gaben wir uns fast nie derart zärtlich und so intensiv zugewandt, wie sie es gerade taten, denn noch immer sahen sie sich vertrauensvoll tief in die Augen, während Blaise langsam begann sich zu bewegen. Vor allen Dingen waren es wenn nur kurze Momente, in denen Draco und ich so innig, zärtlich zueinander miteinander umgingen, während es bei Blaise und Astoria der normale Zustand war.

Fasziniert beobachtete ich, wie sich unter Blaises dunkler Haut dabei seine gut definierten Muskeln bewegten. Wie die Muskeln in seinen Oberarmen sich schön abzeichneten, während er Astoria weiterhin erstaunlich leicht an Ort und Stelle hielt. Als Dracos Hände nun sanft meine Brüste umfassten und über sie zu streicheln begannen, als wollte er Blaise Hände von vorhin abzuwaschen. Ich musste über sein Verhalten schmunzeln. Dann ging mein Blick hinab zu seinen Händen und mir kam unweigerlich in den Sinn, dass seine Haut einen noch größeren Gegensatz zu Blaises bot als die von Astoria. Draco hatte so helle, blasse Haut, dass sogar meine dagegen dunkel wirkte.

„Schau nur wie schön sie aussehen! So harmonisch!“, wisperte ich leise.

Ich stellte mich langsam etwas auf die Zehenspitzen, um noch näher an Dracos Ohr zu kommen, erreichte es sogar, während ich nun eher seitlich an ihm stand.

„Sollen wir sie alleine lassen?“, flüsterte ich heiser und war mir unsicher.

„Nein!“, kam es relativ ruppig von ihm.

Langsam ließ ich mich wieder auf die Füße zurücksinken, da ich mir nicht sicher war, was er vorhatte, schließlich hatte ich seinen prüfenden Blick bemerkt, irgendetwas schien ihn die ganze Zeit zu beschäftigen. Es war nicht so als würde er dies hier tatsächlich genießen und ich tat es nur weil mich mal wieder meine fast schon ungesunde Neugierde trieb. Ich ließ meine Zunge eindeutig und anregend über meine Lippen gleiten.

„Hmmm…!“, brummte ich unbestimmt über seinen harschen Ton, während sein Blick gerade erstaunlich abwägend auf Blaise und Astoria lag, dann wandte er sich wieder mir zu und sah mir tief in die Augen. Langsam ließ ich meine Hände über seine Brust gleiten, um tiefer zu wandern.

„Vielleicht sollte ich dich einfach verwöhnen?!“, fragte und bot ich gleichzeitig an und als ich in die Knie gehen wollte, hielt er mich auf und ergriff mich entschlossen an den Schultern.

„Nicht jetzt, heute Abend bin ich dran und morgen und mal schauen, aber nicht jetzt…!“, meinte er abwehrend, etwas was mich verwirrte und ich verstand noch immer nicht was er vorhatte, so aber zog er mich mit sich, die wenigen Schritte zu dem sich an der Wand liebenden Paar. Ich sah kurz ein vorfreudiges, diabolisches, aber auch sehr gefährliches Aufblitzen in Dracos Augen, das mich sehr misstrauisch machte. Was hatte er vor?

Gerade unterstrich er seine Aussage mit einer Geste seines Arms, dabei erkannte ich plötzlich, dass Blaise und Draco noch etwas unterschied, denn gerade das Dark Mark stach krass auf Dracos weißem Arm hervor. Mir wurde erst jetzt klar, auch Blaise und Draco unterschieden sich über das Offensichtliche hinaus, die Haut- und Haarfarbe, genau so sehr wie Astoria und ich.

Ähnlich dem Leib von Astoria war auch Blaise fast makellos, etwas was auch Draco nicht mehr von sich behaupten konnte. Über Dracos Brust und Bauch zogen sich zwei Narben, sowohl von dem Wehrwolfangriff, an dessen Folgen er fast gestorben wäre, als auch von seinem Kampf mit Harry. Wir waren tatsächlich trotz unserer Jugend durch das Leben gezeichnet. Draco zog mich nun übergangslos weiter auf Astoria und Blaise zu und legte seine Hände ohne Scheu oder Zögern auf Blaises Rücken. Blaise schien kurz überrascht, stockte in seinen Bewegungen als Dracos starke Hände, die deutlich größer waren als meine, sich fest auf seine Schultern legten und sie kneteten, dann hinab glitten und wie eine helle, kontrastreiche Spur auf seiner dunklen Haut wirken.

Dracos Haut war so außergewöhnlich hell und er auch noch ein weißblonder Schönling, im Gegensatz zu Blaise, der ein dunkelhäutiger, schwarzhaariger Charmeur war. Beinahe wirkte der Kontrast so hart wie schwarz und weiß nebeneinander. Demgegenüber boten Severus und Lucius zwar nur durch ihre extrem unterschiedlichen Haare immer einen ansehnlichen Gegensatz, aber nicht so allumfassend wie die beiden vor mir. Es war ein fesselndes Bild, das sich mir bot. Ich beobachtete gebannt, was Draco tat und wollte mich überraschen lassen, schließlich hätte ich die Hand dafür ins Feuer gelegt, dass Draco etwas plante.

Hermiones Sicht Ende


Dracos Sicht

Natürlich hatte ich etwas vor, diese Eingebung war mir spontan gekommen als ich registriert hatte, dass sie es dort trieben. Ich vergaß schließlich nie etwas und forderte immer meine „Rache“ ein und vor allem jetzt, nachdem Blaise durch den Test gerasselt war, erst recht. Ich hatte gedacht, ich würde ausrasten, als er es tatsächlich gewagt hatte ihre Brüste anzufassen.

Mir kam Hermiones Aktion in den Sinn, denn sie schien es bemerkt zu haben und hatte versucht, ihn abzulenken, indem sie Astoria küsste. Es war nicht so als könnte ich in Hermiones Verhalten und Mimik nicht ab und an lesen. Ihre Reaktion hatte mich sehr erfreut, denn Blaise verdiente eine Abreibung.

Ich musste zugeben, mir gefiel es, Blaises sich bewegende Muskeln unter meinen Fingern zu spüren, aber noch mehr gefiel mir, zu sehen wie er Astoria vögelte. Auch mich hatte das Gewölbe und das was ich mit Severus und Vater erlebt hatte geprägt und ernsthaft, bisher hatte ich noch nie in Ruhe und Geduld beobachtet, wie es wirkte. Die Erlebnisse im Gewölbe, wo ich immer meinen Mann stehen musste, konnte man hiermit wahrlich nicht vergleichen. Ich dachte nicht gern an das Gewölbe und die Feiern dort, doch die Zeit hier würde mir sicher nicht negativ in Erinnerung bleiben. Als ich miterlebte wie sich Astoria gerade, ihr lautes Aufstöhnen unterdrückend, auf die Lippen biss, da kam mir der Gedanke, wie ich die Gelegenheit nützen könnte um die noch immer offene Rechnung zwischen Blaise und mir zu begleichen, denn auch wenn ich seit Minuten vor hatte dies hier und jetzt zu tun, hatte mir noch die zündende Idee gefehlt wie ich es tun würde.

Einem spontanen Impuls folgend begab ich mich auf die Seite zu Astoria und griff ihr etwas gröber als nötig in die nassen Haare und zog ihr Gesicht zu mir. Überrascht und unwillig öffnete sie umgehend die Augen und sah mich aus ihren braungrünen Augen umnebelt und fragend, aber auch sehr erschrocken an. Sie gewahrte mein diabolisches Lächeln und schluckte hart, bis ich meine Lippen zielsicher auf ihre legte.

Ich war mir bewusst, Blaise und Hermione beobachteten dies sehr genau, aber sowohl er als auch sie taten nichts. Zuerst kamen meine Lippen fast hauchzart auf Astorias zum Liegen und ich erlebte, dass sie sich wieder entspannte, da mein Kuss recht zärtlich war. Sie schloss wieder vertrauensvoll die Augen und erwiderte ihn. Ich ließ mir das einige Sekunden geduldig gefallen, ließ meine Zungenspitze sanft über ihre Lippen gleiten und animierte sie schließlich auch zu einem Zungenkuss, den sie gern zu erwidern schien.

Blaise hielt sie immer noch zwischen der Wand und sich gefangen und nahm sie gefühlvoll, liebte sie, während ich den Kuss intensivierte. Ich ließ nun meine zweite Hand planend in ihren Nacken gleiten, um sie festzuhalten. Sie würde mir nicht entkommen, schließlich war der Moment gekommen.

Astoria stöhnte gerade genießend in unseren Kuss, wohl weil Blaise seine Bemühungen nochmal gesteigert hatte und genau in dem Augenblick, wo sie sich noch mehr genussvoll ihrem Höhepunkt hingab, biss ich brutal und rücksichtslos zu und das richtig kräftig, sodass ihre Lippe und Zunge sofort anfingen zu bluten.

„Ahhhh!“, kreischte sie erschrocken und schmerzerfüllt auf und wehrte sich vehement. Sie wollte sich geschockt sofort von mir zurückreißen, quiekte furchtsam und empört auf über diese rohe Behandlung durch mich. Sie versteifte sich merklich und ich zog langsam meinen Mund von ihren blutroten Lippen. Selbst Blaise hielt bestürzt in seinen Bewegungen inne, als er ihre verletzte Lippe sah. Ich entließ Astoria jedoch nicht aus meinem Griff, hielt ihren Kopf weiter nahe bei mir und blickte ihr in die Augen.

„Was soll das?“, hauchte sie atemlos und ängstlich, während meine Miene ruhig und ausdruckslos blieb. Als Antwort zuckte ich gleichmütig mit den Schultern und starrte sie mit kalten, gefühllosen Augen an. Das Erstaunliche war die Erkenntnis, dass ich Hermione hierbei nie so derart unvorbereitet hätte treffen können, denn ich vermutete, selbst bei mir und Severus erwartete sie selbst beim Sex das Unerwartete! Sie würde sich nie derart hingeben, dass sie wirklich unvorbereitet überrascht werden könnte, während Astoria vollkommen entrüstet und erschüttert wirkte.

„Ich nahm an, Blaise hätte diese Vorliebe zuzubeißen von dir, schließlich hat er Hermione beim Küssen in Irland auch gebissen! Habe ich da vielleicht etwas falsch verstanden?“, fragte ich ganz unschuldig weiter und der süße Zynismus klang in jedem meiner Worte mit.

„WAAAAASSSS?“, „Draco!“, „Mrrrr!“, reagierten Astoria, Hermione und Blaise auf ihre eigene Art.

Ich wusste, Blaise sah mich gerade entgeistert an und ich konnte mir denken, dass Hermione nicht gerade zufrieden war, aber Rache musste sein und ich war da wie Hermione, wenn ich manchmal auch nicht gleich zuschlug, ich vergaß nicht, wenn ich noch eine Rechnung offen hatte und nach heute erst recht nicht. Dass Blaise Hermione geküsst hatte, auch wenn er ihr damit geholfen hatte, war eine solche offene Rechnung und dass ich Blaise dazu bisher nicht befragt hatte, lag einfach daran, dass ich ihm die Möglichkeit hatte geben wollen, selbst zu reden, aber das hatte er nicht getan und nun würde ich wohl nach unserem Zwischenspiel hier Erklärungen fordern.

„Was, … wie? Sie küssen sich auch so? Blaise? Stimmt das?“, hauchte Astoria pikiert über diese Offenbarung. Sie schien nur langsam zu begreifen, was ich ihr eben offenbart hatte, während Blaise es sofort verstanden hatte und mich kurz bitterböse musterte, bevor er wieder eine unbewegte Miene aufgesetzt hatte und mich kalt anblickte.

Unterdessen hatte sich Astoria gefangen und zappelte unter Blaises festem Griff, da er sie noch immer an die Wand pinnte.

„Blaise… Lass mich gefälligst runter! Sag mir, stimmt das? Du und Hermione habt euch in Irland geküsst?“, fragte sie nun schon vehementer und die Unzufriedenheit über diese Erkenntnis war ihr anzusehen.

Blaise wandte seinen wütenden Blick nicht von mir ab, wollte nicht nachgeben aber ich würde auch nicht wanken, während ich nun Astoria großzügig aus meiner Gefangenschaft entließ. Hermione stand noch immer unbewegt neben mir und schien gebannt zu warten, aber auch nicht bereit zu sein groß einzugreifen.

„Ja!“, erwiderte Blaise nun schlicht und sehr einsilbig auf Astorias entsetzte Frage, während wir uns noch immer mit Blicken duellierten. Diese Offenbarung schien Astoria ziemlich schnell in die Realität zurück zu bringen und ihre Erregung zu Fassungslosigkeit erstickt zu haben! Ja, es war etwas anderes wenn man nicht dabei war, oder nicht?

„Lass mich runter!“, forderte Astoria noch mal eindringlicher und sehr empört, worauf Blaise unser Duell aufgeben musste, denn Astoria begann auf seinen Armen immer unruhiger und vehementer rumzuzappeln. Sie versuchte, ihn grob wegzuschieben, woraufhin er sie langsam hinab ließ, bis sie wieder auf eigenen Beinen stand.

„Musste das jetzt sein?“, brauste Blaise nun plötzlich ätzend auf, während er mich wutfunkelnd anblickte und von der aufgebrachten Astoria zurücktrat.

„Du hast selbst gewählt, Blaise, dass du nicht von dir aus mit mir redest. Wenn du zu mir gekommen wärst und mit mir geredet hättest, tja…, dann hätten wir das vergessen können. Das hätte ich gerade von dir erwartet, aber so hast du dich in meine Hände begeben und du weißt, ich bin nicht nett. Ich habe dir letztes Mal schon gesagt, dass ich nicht davor zurückschrecken werde, deinen Schwachpunkt zu nutzen, um dich zu maßregeln!“, erwiderte ich eisig und verschränkte die Arme vor der Brust, während Astoria erneut sauer und geschlagen keuchte, bei der Erkenntnis, dass sie es nie hätte erfahren müssen.

Blaise maß mich noch immer verärgert, als nun plötzlich Hermione sehr energisch einschritt. Sie trat mit unglaublicher Arroganz zwischen mir und Blaise hindurch, schob uns auseinander und ging zu Astoria, zog sie bestimmt zu sich.

„Es reicht, hört mit diesen dummen Spielchen auf!“, fauchte sie sichtlich genervt in Blaises und meine Richtung. Hermione legte Astoria sanft eine Hand an die Wange und strich ihr versonnen mit ihrem Daumen über die geschundene, blutende Lippe, während das von oben kommende Wasser das Blut verdünnte und von ihrer Haut wusch.

„Lass dich von Dracos bösartigen Versuchen Blaise zu ärgern nicht verunsichern oder einspannen, Kleine. Das sind ihre Machtspielchen! Glaub mir, ich will deinen Blaise nicht und er hat mich eher gebissen denn geküsst, aber nur um mir zu helfen! Keine Sorge, er will niemanden wie mich, noch ich ihn!“, erklärte sie seit langer Zeit erstaunlich fürsorglich und willig. Im Vergleich zu ihrer sonst so kalten Art war sie gerade verblüffend einfühlsam und hielt dabei Astoria an der Taille umschlungen. Es sah ungewöhnlich vertraut aus, wie die beiden nackten, jungen Frauen dort unter dem auf sie herab prasselnden Wasser standen und sich erschreckend einvernehmlich ansahen.

Astoria schien unsicher zu überlegen, während langsam das Blut aufhörte aus ihrer Lippe zu sickern und der feine, vom Blut rot gefärbte Wasserstrom versiegte. Schließlich nickte sie langsam, ohne den Blick von Hermiones Augen, die sie regelrecht zu fesseln schienen, zu nehmen.

„Tja, mir hat Draco damit schließlich nicht den Höhepunkt versaut! Ich hatte ja schon einen…!“, antwortete Astoria schließlich erstaunlich frech und gehässig und erst da ging ihr Blick recht spöttisch zu Blaise, der nun wirklich zerknirscht und wütend drein blickte und ich war mir sicher, zu erkennen, dass er sich rachsüchtig dachte, dass er mir dies am liebsten zurückzahlen wollte, aber das würde ich ihm nicht raten.

„Komm!“, forderte Hermione plötzlich und ließ nur noch locker ihre Hand an der Hüfte der Jüngeren liegen, während sie auf den Ausgang zusteuern wollte. Ganz offensichtlich war unsere Zusammenkunft hier nun beendet.

„Hast du wirklich geglaubt, du kommst davon wenn du nichts sagst? Du bist mir immer noch eine Erklärung schuldig !“, höhnte ich ölig und sah den entschwindenden Frauen hinterher.

„Keine Ahnung, ich dachte wohl, du willst es auf sich beruhen lassen, da du es nicht wieder angesprochen hast, Draco!“, knurrte Blaise wenig zufrieden und wandte sich brüsk um. Ich folgte ihm rasch aus den Duschen und so durften wir dann noch beobachten, wie Hermione und Astoria sich gerade gegenüberstanden und Astoria offenbar, untypisch unsicher für ihren Charakter, eindringlich mit Hermione sprach.

Dracos Sicht Ende

Hermiones Sicht

Dass Draco gerade diesen Zeitpunkt hatte wählen müssen, um seine Rache- und Eifersuchtsgelüste an Blaise auszulassen, nervte mich gehörig, daher hatte ich auch Astoria ungewohnt fürsorglich von den beiden Kampfhähnen weggeholt, denn bitte, Draco hatte sich willentlich auf unser kleines Intermezzo heute eingelassen und sollte dann nicht den Eifersüchtigen rauskehren, wenn Blaise genoss was sich ihm bot.

Dass Draco so gar kein Interesse an Astoria gezeigt hatte, war ja nicht Blaises Schuld und solange wir alle miteinander zusammen gewesen waren, hatte es Astoria ja auch nicht groß gestört, dass Blaise mich geküsst oder angefasst hatte, trat hier wieder meine pragmatische Seite zutage.

Aber natürlich war es etwas anderes für eine Frau, zu erfahren, dass da schon mehr gelaufen war, wenngleich mich dies wieder an den Keller unter der Burg erinnerte und auch daran was ich von Gellert erfahren hatte und auch was mich derart offen gemacht hatte, etwas Neues zu testen, da mir Gellerts Offenbarungen noch immer nicht gefielen.

Wir drehten uns eindeutig im Kreis!

So in der Erinnerung gefangen fragte ich mich zwar kurz, ob etwas dahinter steckte, dass Blaise so forsch auf mich zugekommen war und mich verwöhnt und geküsst hatte, aber ich schob es schnell wieder von mir, denn ich wollte mir nicht darüber Gedanken machen, was passieren würde, wenn Blaise wieder in alte Verhaltensweisen zurückfiel, erneut zum Casanova wurde und Astoria und er sich trennen würden. Wobei ich bestimmt nicht der Grund sein würde, da war einfach kein besonderer Funke, weder von mir noch von Blaise aus, wenn wir uns küssten.

Egal was ich ihm in den Ferien gesagt hatte um ihn zu ermutigen auf Astorias Avancen einzugehen, eine Trennung der beiden, weil Blaise nicht treu war, würde trotzdem eine schwierige Situation im Cottage zur Folge haben und daher hoffte ich einfach, dass er sich nur von der Situation hatte mitreißen lassen und das was ich bei der liebevollen Vereinigung von ihm und Astoria in seinem Blick gesehen hatte, eher dem entsprach was Blaise antrieb.

So hatten wir die Duschen verlassen und ich griff im Vorraum zu zwei großen, weichen Handtüchern, von denen ich eines an Astoria weiter reichte.

Leicht zurückhaltend studierte Astoria mich, musterte erst mein Mal von Draco am Bauch, das geschwungene M und dann mein Mal am Oberschenkel, die beiden „S“, die Severus mir eingebrannt hatte. Danach wanderte ihr Blick wieder zu meinem Gesicht hoch.

„Darf…, darf ich…?“, stotterte sie wacker und ich dachte mir, wenn es sie ablenkte von dem gerade Passierten, warum nicht? Nun traten auch Blaise und Draco zu uns, doch sie schienen einander am liebsten immer noch mit Blicken erdolchen zu wollen, schwiegen aber während sie auch nach Handtüchern griffen.

Ich lächelte Astoria auffordernd an, worauf sie ihren Mut wieder vollends fand, denn die Scheu, dass wir nackt waren und uns gegenseitig beim Sex beobachtet hatten, die hatte sie überwunden. Sie war zwar kein weibliches Gegenstück zu Blaise, aber sie war gerissen, mutig, böse und ein kleiner Teufel und so hatte sie schnell die anfängliche Zurückhaltung hinter sich gelassen.

Sie zögerte hier nur weil sie Respekt vor mir hatte und sich nicht sicher war, wie ich reagieren würde. Jedenfalls straffte sie sich auf meinen freundlichen Blick hin und fragte fester:

„Darf ich es mal berühren?“ Ich überlegte nur kurz, aber nach allem was wir heute getan hatten war das eigentlich auch egal, also nickte ich ernst und sie trat zu mir. Sachte streckte sie die Finger aus und ließ dann zart und tastend ihre Fingerspitzen sehr vorsichtig über das sich leicht abhebende , verschlungene „M“ gleiten. Sie sah genau hin und auch Blaise konnte nicht verbergen, dass er es betrachtete, während ich dieser unheimlich ungewohnten Berührung nachspürte.

„Es fühlt sich gar nicht wie ein normales Tattoo an, es hebt sich richtig von deiner Haut ab und…!“ sie stoppte wieder, dann schluckte sie und sah auf, sah mir ergriffen in die Augen und fragte dann mitfühlend: „Tat es sehr weh?“

„Mensch, Astoria! Das ist ein schwarzmagisches Ritual, ein altes und klar hat es wehgetan, es ist eingebrannt!“, kam es ungeduldig von Draco, dabei zuckte sie erschrocken zurück und vielleicht dachte auch er daran zurück, wie ich geschrien hatte vor unerwarteter Qual, als plötzlich ein gerissenes Lächeln seine hübschen Züge zierte. Hier erinnerte ich mich ganz plötzlich, dass dies das letzte Mal gewesen war, wo ich mich hatte vollkommen gehen lassen und spätestens nach Severus‘ Ausraster als er das Mal entdeckt hatte, ließ ich mich erst recht nicht gehen. Draco hatte Astoria heute, wie mir damals, beigebracht, wirklich IMMER auf der Hut zu sein.

„Außerdem, Schmerzen tangieren doch keinen von uns mehr, oder?“, entgegnete Draco schallend lachend und seine morbide Art traf meinen sehr makabren Humor und ich kicherte leise.

„Ich war doch nur neugierig!“, erwiderte sie schmollend und verschränkte bockig die Arme vor der Brust.

Nun lachte auch ich laut. Irgendwie war die Situation surreal und sie wurde noch eigenartiger als Astoria nun langsam ihren Blick nach unten auf meinen Schenkel wandern ließ und als das Gelächter abgeebbt war durchbrach sie die Stille.

„War das der Preis, denn du für Daphne zahlen musstest?“

Darauf nickte ich knapp, trat zu Draco und lehnte mich an ihn, denn ich wusste, das war ein heikles Thema und ich wollte nicht, dass er sich jetzt schon wieder aufregte, dann verschränkte ich die Arme vor der Brust, mit dem offen Handtuch über den Schultern.

Astoria sah mich mit großen Augen an, wie hypnotisiert streckte sie eine Hand aus und reckte die Fingerspitzen dem Mal von Severus entgegen, doch sie stoppte sich dann abrupt, fing sich wieder und zog schnell ihre Hand zurück, bevor sie mir leicht abwesend in die Augen sah. Offenbar wurde ihr in der Bewegung klar, dass das Mal von Severus an einer weitaus heikleren Stelle prangte als das von Draco auf meinem Bauch.

„Danke dafür. Ich hab dir nie richtig gedankt, dass du sie gerettet hast. Ich werde dir das nie vergessen!“, wisperte sie tonlos.

Ihr Gebaren war voller Dankbarkeit und Ernsthaftigkeit, auch ihr dankbarer Blick sprach Bände, die Abwesenheit war total aus ihm gewichen und ich erkannte, sie trug mir Irland wirklich nicht nach.

„Gut, dass du es nicht vergisst. Deinen Dank nehme ich gerne an, aber ich tat es für Harry. Es war ein kleiner Preis für ihr Leben…!“, erwiderte ich recht emotionslos.

Nur langsam nickte Astoria, während ich spürte, dass Draco sich hinter mir ganz leicht versteifte. Ich wusste, er sah den Preis als nicht ganz so klein an. Blaise schwieg weiterhin, während Astoria mir zunickte, sich in das Handtuch wickelte und dann ohne einen weiteren Blick auf Blaise in die Umkleidekabine verschwand. Blaise seufzte schwer, als sie ging.

„Sie ist wohl trotzdem sauer…!“, meinte er trostlos, dann folgte er ihr mit um die Hüfte geschlungenem Handtuch und Draco zog mich noch enger an sich.

„Lass uns auch gehen!“, forderte ich und löste mich von Draco. Er folgte mir lautlos.

Ich hatte keine Lust, ihm Vorwürfe wegen des Vorfalles gerade zu machen, denn ich wusste nur zu gut, dass er eifersüchtig gewesen war und dass der Kuss in Irland ihn immer noch wurmte, auch wenn er es nicht zugab, außerdem war die Gefahr zu groß, dass er dann noch vehementer nach dem wahren Grund nachfragen würde, warum Blaise mich geküsst hatte und das wollte ich wirklich nicht erklären. Den „White-Eye-Effect“ und mein Dasein als SoulGatherer wollte ich ihm keinesfalls offenbaren, nicht jetzt oder wegen dieses dummen Kusses erst recht nicht.

Außerdem musste ich gerade dreckig Schmunzeln, als mir in den Sinn kam wie Severus oder Lucius reagieren würden, wenn sie von unserem kleinen Stelldichein von heute wüssten und wie nahe Blaise mir gekommen war, aber auch ich Astoria.

Es würde Mord und Totschlag geben, sollten es die beiden anderen erfahren. Aber ich war immer noch eine eigenständige Person und würde mir nicht alles von ihnen vorschreiben lassen. Ich fand es nur köstlich, dass der kleine Teufel Astoria es anscheinend nicht zu bereuen schien, Draco und Blaise tangierten mich hier weniger. Momentan ging es um uns, denn auch sie war auf ihre Kosten gekommen, genau genommen war Draco ja nur Blaise in die Parade gefahren, aber ich war mir sicher, das würde er verschmerzen können und Astoria würde sich sicher auch bald wieder einkriegen und ließ ihn wahrscheinlich nur zur Strafe etwas schmoren. Zuzutrauen war es ihr jedenfalls, denn dass sie verstanden hatte, dass da wirklich nichts weiter gewesen war, zwischen Blaise und mir, da war ich mir sicher.

Als ich in die Umkleide kam verließ Astoria diese gerade, während Blaise sich langsam anzog. Offenbar hatte Astoria nicht mit sich reden lassen.

So zog ich mich auch schnell an, trocknete meine Haare und verschwand, denn ich war mir sicher, zwischen Blaise und Draco war das letzte Wort dazu noch nicht gefallen, aber ich wollte auch nicht dabei sein, wenn sie das klärten, das war ihre Angelegenheit.

Hermiones Sicht Ende

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Kapitel 342-343 Queeniesig-1


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BeitragThema: 343. Kapitel Gestellt   Kapitel 342-343 EmptyMo Jan 21, 2013 10:21 pm

343. Kapitel Gestellt


Dracos Sicht

Schweigend zogen Blaise und ich uns an. Er war eher fertig als ich und wollte schon gehen.

„Blaise…“, hielt ich ihn auf, bevor er die Umkleide verlassen konnte.

„Ja?“, antwortete er kalt und wandte sich wieder mit unleserlichem Blick zu mir um, während ich gerade mein Hemd zuknöpfte.

„Wegen Hermione, ich sehe deine Blicke!“, warnte ich ihn scharf, denn ich mochte es gar nicht, wenn sie andere anfassten. Ich tat mir schon bei Severus schwer. Ich konnte zwar ihre Neugierde verstehen, denn bei uns ging es nie derart innig und aufopfernd zu, aber ich kannte sie, bevor sie in ihrem Wagemut andere Dummheiten alleine ausprobierte, war es besser wenn ich dabei war, denn Severus oder Vater würden durchdrehen, sollten sie es je herausfinden.

„Was meinst du?“, fragte Blaise leicht verwirrt und kam wieder zurück, während er mich wirklich irritiert ansah. Ich war mir recht sicher, dass Blaise nichts wirklich Dreistes oder Drastisches tun würde, aber ich hatte gesehen, wie begehrlich er sie heute angesehen hatte und dass er deutlich die Initiative ergriffen und sichtlich mehr Interesse an Hermione gehabt hatte, als ich an Astoria je haben könnte.

„Das was ich sage, was siehst du in ihr?! Sie hat mich, Severus und selbst Vater…!“, führte ich geschäftig aus, dabei zeigte mein kalter Ton, dass wir uns auf gefährlichem Terrain befanden. Mir war sehr gegenwärtig, von dem heute durfte Severus unter keinen Umständen erfahren. Er würde austicken und auch mir das Fell über die Ohren ziehen, weil ich es zugelassen, es sogar initiiert hatte, ganz zu schweigen von meinem herrischen Vater, der ja schon bei Krum heftig reagiert hatte und dieser hatte nur versucht sie zu küssen. Wir waren halt alle sehr besitzergreifend.

„OH, du denkst dagegen kann ich nicht an? Draco, das will ich doch gar nicht… Ich habe Astoria und, und…, und ich will Hermione nicht!“, erklärte Blaise nun entschlossen und verschränkte abwehrend die Arme vor der Brust, während er mir ein ernstes Gesicht zeigte.

„Erzähl das wem anders! Ich kenne dich lange und gut genug, Blaise!“, erwiderte ich abweisend und lüpfte kalkulierend eine Braue.

„Gerade sie würde mich auch nicht wollen, dazu gehören immer zwei! Aber ich mein das ernst, ich habe und LIEBE Astoria! Und bitte, nur weil ich sie interessant und attraktiv finde, heißt das nicht, dass ich wirklich an ihr interessiert bin! Schöne oder interessante Frauen gibt es zuhauf, da darf man doch wohl noch schauen… Sogar Astoria hat nichts dagegen und ich auch nicht, wenn sie bei anderen Männern schaut…“, führte Blaise abwiegelnd aus und raufte sich dann die kurzen Haare, bevor er entnervt fragte: „Draco, was soll das?“

„Blaise, ich kenne dich und weiß, wie du hübschen Frauen hinterher siehst, doch das ist anders, also was willst du von Hermione? Spiel mir nichts vor! Sie ist nicht wie andere… und dafür kenne ich dich zu gut!“, blieb ich fordernd hart und ich wusste, wie der Casanova Blaise früher die attraktiven Frauen angesehen hatte, aber die Blicke, die er Hermione manchmal zuwarf, waren anders, nicht flirtend wie er sich sonst gab, doch ich hatte den Ausdruck bisher nicht zuordnen können, kannte ihn nicht von ihm und das wollte etwas heißen, bei unserer Vergangenheit.

„Bitte frag mich das nicht!“, bat Blaise plötzlich nachgebend und seine Körperhaltung drückte auf einmal sehr deutlich aus, dass er es selber wohl nicht so recht wusste oder vor mir zugeben wollte. Das Geständnis war etwas, was mich argwöhnisch werden ließ. Was steckte dahinter? Somit drohte ich ihm mit meinem unnachgiebigen Blick, musste und wollte das jetzt wissen, bevor wir Probleme bekamen, denn Ärger mit Blaise, meinem Vertrauten und meiner rechten Hand, konnte ich mir wirklich nicht leisten. Leise seufzte er ergeben, erkennend, dass er nicht entkommen würde, ohne offene Worte.

„Draco, ich würde niemals das für mich begehren, was dein ist!“, drang er intensiv in mich und strich sich erneut verzweifelt über seine kurzen, schwarzen Haare aber ich blieb unnachgiebig. Wieder stöhnte er widerwillig auf, während seine Hand wieder zu dem Schnitt ging, den wir uns als Kinder zugefügt hatten und der uns wohl auf immer eng verbinden würde.

„Du bist mir viel zu wichtig, Draco, …egal um wen es sonst geht, aber ja… Sie ist anders als alle anderen, da hast du recht! Das macht sie sehr außergewöhnlich und anziehend, aber ich weiß, dass ich für sie nichts weiter bin als ein Krümel! Wäre ich nicht wichtig für dich, hätte sie nie einen Blick für mich übrig gehabt, geschweige denn mich in eure Gruppe geholt, das weiß ich sehr wohl, aber anschauen ist ja wohl noch erlaubt!“, erklärte Blaise sehr entrüstet, dass ich ihn zwang diese Realität auszusprechen und wirkte niedergeschlagen, weil er mir gegenüber dies hatte offen eingestehen müssen.

„Blaise…, du bist das, was ich als Freund bezeichnen würde…!“, begann ich vorsichtig, denn es stimmte, Hermione hätte Blaise von sich aus nicht ins Cottage geholt, aber für mich hatte immer festgestanden, dass er zu mir und nach Irland gehören würde, das verlangte schon alleine unsere Vergangenheit. Dass er also zur Connection gehörte, machte den Weg nach Irland nur einfacher.

„Draco…!“, unterbrach er mich jedoch stotternd und schenkte mir einen ungläubigen, unglaublich hoffnungsvollen Blick. Der schwarzhäutige Junge schien gerührt über diese selten so offen gesprochenen Worte von mir.

„Aber sei dir sicher, ich würde dich ohne zu Zögern aus dem Weg räumen! Doch Severus und Vater würden dich mit Genuss leiden lassen und foltern! Ich sage es nur in deinem Interesse!“, erklärte ich entschlossen und meinte es todernst, wie meine ganze Haltung ausdrückte, worauf ich Blaises geschocktes Antlitz sah und wie er hart schluckte.

„Oh, du bist zu lieb in deiner Sorge, aber die ist unbegründet! Ich schaue gerne und ich bin ihr dankbar, dass sie mich aufgenommen hat…, nun da ich Astoria habe, aber ich mache nichts! Ich liebe Astoria und bin treu!“, hob er beschwichtigend die Hände mit dieser ihm eigenen Leichtigkeit und bekräftigte noch mal, dass er sein altes Ich, den Casanova von früher, abgelegt hatte.

„Vergiss das nicht! Aber sag mir was dich noch treibt!“, blieb ich dran, denn ich hatte das Gefühl, seine Dankbarkeit, dass sie ihn in die Gruppe geholt hatte, war nicht alles, nicht das was ausschlaggebend für seine hingebungsvollen Blicke war.

„Ich…, das darfst du nie jemandem sagen…“, stotterte er nun peinlich berührt weiter. Ihm war jetzt wohl klar, dass ich nicht nachgeben würde und er deshalb besser gleich weiter mit der Wahrheit rausrückte, auch wenn es ihm sichtlich unangenehm war und er ungewohnt rote Wangen bekam, eine Seltenheit bei dem abgebrühten jungen Mann.

„Ich gebe dir mein Wort als Freund!“, erklärte ich todernst und meinte es auch genauso. Wenn er sich schon mir anvertraute, würde ich auch schweigen.

„Dann glaube ich dir als Freund! Draco, ich verehre sie…, sie ist für mich ein Idol! Es beeindruckt mich, was dieses Mädchen alles macht und kann, das ist außergewöhnlich! Aber das ist auch schon alles…!“, ereiferte sich Blaise etwas verschämt und ich war überrascht, aber ich glaubte ihm aufs Wort. Es war erschütternd, zu hören wie Blaise sie sah und sie wäre gar nicht angetan davon, wenn sie es wüsste, trotz allem riet ich ihm:

„Sie würde dich für diese Aussage hassen!“, warnte ich eindringlich und er nickte ernsthaft, als ich diabolisch grinste. „Aber ihre Küsse haben dir gefallen!“

„Hey, ich bin ein Mann und vor Astoria… hatte ich schnell viele, es ist schön auch wieder etwas anderes als nur Astoria zu spüren! Außerdem, ihr schienen Hermiones Küsse auch gefallen zu haben. Es war anregend…, bis du es beendet hast…!“, erklärte Blaise erst schmunzelnd und dann gespielt schimpfend.

„BLAISE! Vergiss nicht, dass Astoria deine feste Freundin ist, vergiss es nicht! So unwiderstehlich bist du nicht!“, kam es eindringlich von mir, als Blaises spöttische Arroganz zum Vorschein kam, wie sie jedem Slytherin innewohnte. Und grinsend fügte ich hinzu: „Und jetzt spiele nicht den Beleidigten, als ob dir Astoria lange böse sein könnte und du nicht heute Abend noch auf deine Kosten kommen würdest!“

„Das nicht! Aber sag, vertraust du ihr nicht?“, stellte er mit wackelnden Augenbrauen mein Vertrauen zu Hermione in Frage, als könnte ihm keine Frau widerstehen und überging fast meinen Einwurf zu Astoria. Das war der Blaise, der gerne den Casanova rauskehrte, sich sicher war, jede, die er sich erwählt hatte, zu bekommen und so grinste ich ihn höhnisch an.

„Doch, aber mir geht es hier um dein Wohl!“, zeigte ich ganz klar, dass ich wahrliches Vertrauen in Hermiones Verhalten hatte, aber auch, dass ich es ernst meinte, dass Blaise dem nicht gewachsen wäre, schließlich trieb sie doch sogar mich ab und zu an meine Grenzen.

Blaise nickte nur.

„Danke für die Sorge, aber die ist unbegründet. Ich weiß, dass sie unantastbar ist und wirklich, ich bin glücklich mit Astoria! Können wir jetzt gehen? Ich hab Hunger!“, erklärte er noch mal ernst um sich dann schon fast beschwingt umzuwenden.

Ich zog noch meinen Umhang über und folgte ihm mit dem Gefühl, dass sich unsere Freundschaft vielleicht doch wieder zu dem entwickeln konnte was sie mal gewesen war und wir dafür nach Jahren auf dem richtigen Weg waren.

Dracos Sicht Ende

Hermiones Sicht

„Du kommst noch einmal wieder?“, empfing mich schon die schneidend scharfe Stimme und ich blinzelte irritiert zu ihm.

„Bitte?“, fragte ich irritiert.

„Du magst alle anderen hinters Licht führen, aber mir ist durchaus aufgefallen, dass du das Schloss übers Wochenende gemieden hast und da ich über vorzügliche Kontakte verfüge, weiß ich sehr wohl, dass du nicht angefordert warst. Stellt sich mir die Frage: … wo warst du?“, führte er aus und entließ mich keine Sekunde aus seinem sezierenden Blick.

„Ach nööö, bitte fang du nicht auch noch damit an, mich zu hinterfragen, oder wie Lucius zu wollen, dass ich mich immer brav abmelde!“, bemerkte ich leidlich, dabei schmiss ich mich übergangslos auf den Teppich zu seinen Füßen, während er in seinem Sessel saß und mich mit mürrischer Miene begutachtete und dabei ein großes, dickes Buch auf dem Schoß hielt.

„Was soll das?“, forschte er, konsterniert über meine dramatische Geste, nach, als ich mich an sein in dunklen Stoff gewandetes Bein schmiegte und mein Haupt an seinem Knie ablegte. Ich war sofort hierhergekommen, nach der delikaten Sache, die in den Duschen geschehen war und wünschte mir gerade inbrünstig, dass er sich dazu herablassen würde mir einfach über mein Haar zu streicheln, aber aussprechen würde ich das nie, somit überging ich diese Frage.

„Ich war im Cottage, unter anderem und etwas unterwegs…, warum?“, fragte ich ausweichend, etwas was ihn aufstöhnen ließ. Daraufhin schob er das Buch auf seinem Schoß zurecht, bevor er zu meinem eigenen Unglauben tatsächlich seine Finger in mein Haar schob und gedankenverloren begann in meinem Haar zu spielen. Es war unsäglich selten, dass er dies derart zuließ und darauf einging. Er umwickelte sanft seine Finger mit meinem lockigen Haar, bevor er es wieder entließ um wieder von vorne zu beginnen. Fast hätte ich genüsslich geschnurrt und wäre aufgrund des doch aufreibenden Tages beinah vor Wohlbefinden, an seine Beine gekuschelt, eingeschlafen.

Es war ein einvernehmliches Schweigen, wie so häufig zwischen uns, während er mich nicht wirklich beachtete sondern nur sein Buch las. Ich genoss es, denn diese gerade erlebte Episode in den Duschen hatte mir klar und deutlich vor Augen geführt, dass das was ich brauchte hier war und ich es schon lange besaß.

Draco, Severus und ja, zu meinem Leidwesen in gewisser Weise auch Lucius!

Das Gute an der Begebenheit in den Duschen war gewesen, zu erkennen, dass ich es zusammen mit Astoria könnte, sollte es nochmal von Nöten sein, aber mögen würde ich es nicht und bei Blaise war es ähnlich wie bei Harry, Viktor oder den Twins, ich fühlte und spürte an sich nichts und deshalb würde ich es nicht noch einmal tun oder gar mehr als ich diesmal zugelassen hatte.

Ich erschrak selbst ein wenig über die Tatsache, dass ich meinen Männern und meiner Familie absolut treu, loyal und ergeben war, selbst wenn ich hier nun den sexuellen und intimen Aspekt in Betracht zog.

„Brown hat sich nicht verwandelt!“, warf Severus auf einmal unvermittelt ein.

„Oh, was…?“, schreckte ich urplötzlich aus meinem Schlummer und er legte mir sofort die Hand ruhig auf das Haupt und drückte mich wieder sachte nieder.

„Entschuldige, ich wollte dich nicht in deiner Ruhe stören!“, entgegnete er leise.

„Nein, nein, das tust du nicht! Genau, Lav hat sich nicht…!“, begann ich und erhob doch wieder meinen Kopf, um ihn ansehen zu können, aber seine Finger lösten sich nicht aus meinem langen Haar, als ich auch schon rüde unterbrochen wurde.

„Lav?“, fragte er sichtlich irritiert nach.

„Ja, das kommt von den Twins, ist eine Verarsche, Lav und Pav für Lavender und Parvati! Du kannst dir nicht vorstellen, was für eine Plage es ist mit ihnen in einem Saal schlafen zu müssen! Aber ja, das haben dir die Schlangen bestimmt mitgeteilt!“, erklärte ich bereitwillig und zog eine Flunsch über die Tatsache, dass ich es leider tun musste.

„Ja, ich frage mich nur, was du mit ihr vorhast, denn normal scheint sie nicht mehr zu sein. Ich habe sie beobachtet und mir sind durchaus einige Dinge in ihrem Verhalten aufgefallen, die mich nachdenklich stimmen!“, führte er aus und schlug das Buch, das noch immer in seinem Schoß lag zu.

„Das ist ja mal ganz was Neues!“, kam es spöttisch von mir, aber die Vorstellung, dass Severus mal nicht beobachtete war köstlich. Ob ich das jemals erleben würde? „Ich hab nichts Explizites mit ihr vor…!“, begann ich, worauf er ein sehr abfälliges Schnauben von sich gab, das mir doch fast ein sarkastisches Lächeln entlockte. Der Mann kannte mich einfach zu gut.

„Ist ja gut, ich hätte da einen Plan im Kopf! Wenn sie sich entwickelt, könnte es spannend werden! Sie rückt in die BL auf, wusstest du das schon?“, bekannte ich dann doch, wenngleich die Pläne noch zu unreif waren um sie anzusprechen.

„Dass sie aufrückt? Draco sprach so etwas an, 3 Personen! Brown, Parkinson und so ein Hufflepuff… Stopp, du willst dieses Tratschweib doch nicht ins Cottage holen!? Das überlebt keiner, am allerwenigsten bestimmt dieses Weib“, ruckte ich etwas weg von ihm und wollte ihn entsetzt ansehen, aber seine verwobenen Finger machten es mir nicht möglich, denn es ziepte schon sehr auf meiner Kopfhaut und so blieb ich mehr oder weniger wie davor an sein Bein gekuschelt sitzen und senkte mein Haupt, um zu ihm hoch zu blinzeln.

„Sag mir nicht, dass du dich für die Connection stark machst, das glaubt mir von denen keiner!“, meine Ironie verflog, als ich abrupt einen festen Ruck in meinem Haar spürte, da er fest daran zog, etwas was mich stöhnen ließ.

„Entweder wirst du zu frech, oder ich zu weich!“, schnarrte er in dunklem Bariton, wobei ich versuchte mir das Schmunzeln zu verbeißen. Hatte doch was Gutes, nicht in sein Gesicht zu sehen und so kuschelte ich mich selbst gegen den Zug an meinen Haaren näher an sein Bein. Ich kämpfte noch immer mit meiner Stimme, denn ein Lachen lag mir auf der Zunge, weil der Gedanke, dass Severus irgendwann weich werden würde zu abwegig war, eher würde ich vom Glauben an meine Magie abfallen.

„Nein…!“, warf ich dann in den Raum, aber mehr ging nicht ohne meine Heiterkeit zu zeigen, was ich nicht wollte.

„Was, nein?“, murrte er düster über mir.

„Nein, Lav wird nicht ins Cottage kommen!“, überging ich seine vorhergehende Aussage.

„Ich bin verwundert. Was ist mit Weasley? Er klebt an ihr!“, wollte er sogleich überlegt wissen und ließ etwas von seinem festen Griff nach, was mich erleichtert seufzen ließ.

„Du bist tatsächlich der schrecklich beste Beobachter, den es gibt! Aber ich habe mit ihr wenn andere Pläne. Ich denke nicht, dass sie die ist, die Ron braucht!“, bekannte ich nun leise und sprach in den Stoff von Severus‘ Hose.

„Was planst du wieder?“, war er sofort gehässig auf der Hut, das erzählte mir schon der lauernde Ton seiner Stimme.

„Überraschungen!“, bot ich ruhig an.

„Warne mich vor, damit ich ganz nah am Geschehen bin, wenn alle anderen sterben wollen!“, ging doch tatsächlich sein Sarkasmus mit ihm durch und ein sehr teuflisches Grinsen legte sich auf meine Miene, als ich mir vorstellte wie sehr Severus dies hier gerade genoss.

„Denkst du, es könnte so schrecklich sein, was ich mir ausgedacht habe?“, wollte ich pikiert wissen.

„Ja!“, entgegnete er sofort, ohne zu zögern und hörte sich dabei sehr ernst an.

„Wie schmeichelhaft! Aber wir sind uns einig, dass sie nicht ins Cottage passt, egal was sie nun ist! Ich werde ihre Zweifel an Ron nähren, sie wird nicht mitkommen wollen, wenn ich mit ihr fertig bin!“, meinte ich wenig nett, aber ich fand, es war die einzig sinnvolle Lösung, worauf er plötzlich wieder an meiner Strähne zog, aber sanfter und damit ging mein Haupt nach hinten und ich schielte wenig komfortabel zu ihm hoch. So erkannte er an meinem entschlossenen Ausdruck, dass ich ihm nicht antworten würde was ich plante, vor allem da ich nicht wirklich konkret plante, mich einfach treiben lassen und sehen wollte, wie sich Lav entwickelte.

„Das mit Dumbledore rückt näher!“, fasste er ein neues Thema auf und akzeptierte meine Entscheidung, noch nicht darüber zu reden, was durchaus ungewöhnlich für Severus war.

„Leider, oder nein, das stimmt nicht! Endlich ist es bald vorbei…“, entgegnete ich entnervt, denn diese Warterei zerrte an unser aller Nerven.

„Von was machst du dies abhängig?“, zeigte Severus einen unverständigen Gesichtsausdruck und er zog eine Braue taxierend in die Höhe.

„Von seinem Fortschritt mit Harry. Er scheint etwas zu planen, denn er hat ihm gesagt, er solle sich bereithalten!“, entgegnete ich entnervt.

„Dass der Schulleiter etwas plant, ist nicht ungewöhnlich! Aber der Lord wird ungeduldig!“, zierte eine fast süffisante Miene nun seine Züge.

„Er hat uns Zeit gegeben!“, warf ich konsterniert ein.

„Wohl wahr, aber er ist der Lord!“, stellte er mitleidlos klar und das erklärte wohl wirklich alles, denn der Lord war in seinen Launen unberechenbar. Als ich nichts entgegnete und nur gedankenverloren aussah und mich etwas gegen seinen Griff wehrte und meinen Kopf wegdrehte, erhob er erneut seine Stimme.

„Vielleicht interessiert es dich, dass Daphne Greengrass am 10.05. volljährig wird und damit aus meiner Vormundschaft entfällt!“, machte mich dieser abrupte Themawechsel etwas perplex, aber er hatte meine Versuche mich aus seinen Klauen zu befreien erfolgreich unterbunden.

„Gilt dies auch für Astoria?“, fragte ich überlegend.

„In der Muggelwelt würde dies wohl so sein, dass die ältere Schwester die Verantwortung für die Jüngere übernimmt! Aber bei uns hier nicht. Sie hat zwar ein Mitspracherecht, aber erst wenn Daphne heiratet würde die Vormundschaft auf ihren Mann übergehen. Die Gesetze des Ministeriums sind schrecklich veraltet“, erklärte er freizügig, wobei er es sich nicht nehmen ließ, ein theatralisches Seufzen auszustoßen.


„Du armer Mensch, sie machen es dir mit Absicht schwer, ein unbehelligtes Leben zu führen! Aber bald nimmt Harry dir dann ja die Verantwortung für Astoria ab, wenn auch still und heimlich!“, spottete ich gutmütig, aber Severus tat sich immer leid und so kicherte ich leise.

„Es ist schön, zu erkennen, wie ungerecht das Leben doch ist!“, ätzte er in gewohnter Manier bitterböse, auch sichtlich ungehalten darüber, dass ich lachte, aber dabei streichelte ich sachte seine Wade, bis er plötzlich mein leises Lachen unterbrach:

„Wirst du bleiben?“, fragte er betont nichtssagend.

„Wenn du mich lässt…“, entgegnete ich vorsichtig und als er seine Finger aus meinem Haar löste stand ich umgehend auf und blickte ihn mit einem auffordernden und gespannten Ausdruck an.

„Dann geh vor, ich komme bald!“, beschied er mir gnädig.

Diese Nacht blieb mir mit Wonne im Gedächtnis und ich musste erkennen, dass sowohl Harry, Blaise oder jeder andere Kuss so gar nichts mehr für mich war. Nur Severus und Draco verstanden es, etwas in mir zu entzünden, na gut, auch Lucius, aber an dessen verbotene Küsse wollte ich nicht denken!

Severus verstand es in dieser Nacht, wieder sehr deutlich zu machen, dass ich zu ihm gehörte und ich zahlte es ihm mit gleicher Leidenschaft zurück, bevor wir beide erschöpft, aber sehr befriedigt ins Land der Träume entschwanden.


So kam es, dass ich mich am nächsten Tag plötzlich in einem leeren Schulzimmer wiederfand und irritiert blinzelte, als ich blondes Haar ausmachte, das mir ganz nahe war, da ich hart an eine Mauer gedrückt wurde.

„Du bist gestern nicht mehr gekommen!“, hauchte er mir einen sanften Kuss zur Begrüßung auf die Stirn.

„Tja, keine Zeit! Aber ich glaub, du und Blaise habt die Zeit bestimmt brauchen können!“, grinste ich zu ihm hinauf.

„Ja, stimmt schon, doch ich wollte wichtige Dinge mit dir besprechen…“, entgegnete er, während seine Hand sanft meine Wange streichelte und ich dieser leichten Berührung nachspürte.

„Was betreffend?“, fragte ich überrascht nach, weil er so sanft war und auch wenig wütend darüber wirkte, dass ich nicht gekommen war.

„Irland!“, erwiderte er sofort.

„Wie Irland?“, fragte ich reichlich perplex und zog die Stirn kraus.

In dem Moment wurde aus heiterem Himmel die Tür stürmisch aufgerissen und Draco starrte mit einem reichlich konsternierten Blick auf die, wie ich erkannte, fast ausschließlichen DA-Mitglieder, die es augenscheinlich wagten uns in einer Freistunde zu stören. Diese Schüler erstarrten, als sie erkannten, wer bei mir derart nah stand, weswegen Draco sich mit einem genervten Stöhnen abstieß.

„Granger, du lernst es nie, nicht zu nerven, oder? Ich warne dich nur einmal, komm mir nicht mehr in die Quere, der 7. Stock ist für dich tabu und das erst recht abends!“, ätzte er hoheitsvoll und rauschte von dannen, die Ravenclaws und Hufflepuffs nicht weiter beachtend.

„Was für ein eingebildetes Aas…!“, „Unerträglich!“, „Brauchst du Hilfe, Granger?“, fragten die Störenden reichlich hilfsbereit.

„Danke Leute, nein, alles prächtig! Das ist Malfoy. Er denkt den starken Macker mimen zu können!“, bescheinigte ich ihnen rasch und suchte das Weite, denn die normalen DA´s, die keine Gryffindors waren, wussten erst recht nichts von Draco und mir. Mittlerweile war ich selbst fast verwirrt, wer von uns wusste und wer nicht.

So ganz nebenbei fragte ich mich, warum er mich gerade auf sehr subtile Weise in den Raum der Wünsche bestellt hatte, aber sollte mir recht sein, denn ich hatte ebenfalls davor ein Treffen mit einer ganz bestimmten Person anberaumt, also würde dies zeitlich perfekt für mich passen.

Hermiones Sicht ende

Dracos Sicht

Diese nervige Versteckerei ging mir gefährlich auf den Senkel und ich konnte es nicht abwarten, bis der alte Tattergreis endlich ausgeschaltet wäre, denn dann würde eine neue Zeit in Hogwarts anbrechen. So viel stand fest.

Ich eilte gerade meiner abendlichen Verabredung mit meinem Mudblood entgegen, als ich abrupt an der Tür stoppte, da mir eine verstörend wütende und heulende Brown in die Arme lief und ich sie an ihrem Ellenbogen fasste, damit wir nicht umfielen, so sehr prallte sie in mich.

„Hey, Vorsicht!“, fuhr ich sie wenig nett an.

„Verpiss dich, Malfoy!“, ätzte das verheulte Mädchen zornig und ungewohnt ordinär. Sogleich zog ich pikiert meine helle Augenbraue in die Höhe.

„Bitte? Du bist in mich gerannt!“, belehrte ich sie blasiert und erntete einen frustrierten Schrei, bevor sie sich brüsk von mir losriss und wie von zu vielen Werwölfen gehetzt den verlassenen Gang entlangrannte.

Ich blickte ihr leicht konsterniert hinterher. Was hatte Hermione mit der gemacht? Sie verwandelte sich schließlich nicht in ein blutrünstiges Werwesen. Sollte sie nicht freudestrahlend sein, fragte ich mich wahrlich verwundert, bevor ich die Tür des Raumes öffnete und eintrat.

„Was hattest du mit Brown zu schaffen?“, fragte ich sofort die sich im kleinen, herbeigewünschten Wohnzimmer auf einem Sofa räkelnde Hermione, die erschreckend selbstzufrieden zu mir grinste.

„Überraschung!“, rief sie lachend und winkte mich zu sich.

„Mein Mudblood, dir ist bewusst, dass sie wie ein irrsinniger Berserker gerade durch das Schloss rennt?“, ging ich langsam auf sie zu, als ich sie davon in Kenntnis setzte, was sie wieder verbrochen hatte.

„Jaaaa, mein Pureblood, sie scheint leicht instabil aber ich rechne nicht damit, dass sie Dummheiten begeht!“, bekannte sie sofort sehr überzeugt und klopfte auffordernd neben sich.

„Dein Wort in Morganas Ohr! Was hast du ihr gesagt?“, ließ ich nicht locker, da ich unbedingt wissen wollte, was die gezeichnete junge Frau wieder aus der Bahn warf. Langsam ließ ich mich neben Hermione nieder.

„Unwichtig! Erzähl mir lieber, was du wegen „Irland“ planst!“, forschte sie augenscheinlich zaghaft nach, denn wie es schien hatte sie die Befürchtung, dass meine Pläne sie mit einschließen könnten und irgendwie empfand ich es so, dass ihr die Vorstellung nicht ganz behagte. „In der Tat, es geht darum, dass wir uns etwas Kreatives einfallen lassen sollten, wie wir die Leute nach Irland bringen können, ohne dass Eltern und andere Personen hellhörig werden, wohin die Kinder verschwinden!“, erklärte ich dann recht hochtrabend und sah sie eindringlich an.

„Du willst ein Rattenfänger werden?“, fragte sie perplex und zog die Augenbrauen zusammen.

„Äh, ich will doch keine Ratten fangen!“, meinte ich angewidert und verzog die Miene, während sie leise kicherte und ich nicht wirklich verstand was sie daran so lustig fand.

„Passt schon! Muggelgeschichte!“, erheiterte sie sich über mein augenscheinliches Unwissen der Muggelliteratur gegenüber.

„Aber wen meinst du mit Kinder? Slytherins? Die BL? Oder die DA?“, wollte sie nun neugierig erfahren.

„Ja, es geht natürlich um einige Slytherins, aber auch durchaus um andere…, die BL Führer wären sowieso wichtig, da sie vermitteln und weiter üben und lernen könnten…“, entgegnete ich erklärend.

„Was für Ferien!“, spottete sie hörbar und stupste mich neckisch in die Seite.

„Das sagt die Richtige!“, gab ich hämisch kontra, denn was wollte mir Miss Bücherwurm groß vormachen, ihre Ferien bestanden doch nie aus Freizeit.

„Stimmt auch wieder, mhm…, da entsteht schon was in meinem Kopf. Kann es sein, dass du das schon länger planst?“, wagte sie sich vorzutasten und meine blanke, unleserliche Maske verdeutlichte, dass ich leider keinen eigenen Weg gefunden hatte und nun sehr umständlich nach ihrer Hilfe fragte.

„Okay, wir haben ja die Verbindungen zum Propheten, sobald Cuffe den Namen Malfoy hört schreibt der was wir wollen! Und das wäre die Idee: wir lassen auf einer der hinteren Seiten, ganz klein und unauffällig, ein Inserat bringen, wo der Aufruf für ein magisches Sommercamp „Das zauberhafte Camp for young Witches and Wizards“ … in… mhm…, wir sollten nicht Irland nennen, das wäre wie, das Offenbaren eines Geheimnisses. Vielleicht Nordengland, Schottland oder Wales! Ich könnte mir vorstellen, dass viele Eltern beruhigt wären, wenn ihre Kinder in Sicherheit gebracht sind und wenn wir nachweisen können, dass hier ein ähnlich magischer Schutz besteht wie in Hogwarts! Vielleicht ein noch besserer?“, schoss es unerwartet rasant aus ihr heraus und sie knabberte ganz aufgeregt an ihrer Unterlippe, während sie vor Ideen übersprudelte.

„Ich lausche deiner Genialität, sprich bitte weiter!“, kam es auffordernd von mir, was ich mit einer Handgeste auch noch unterstrich.

„Oh, nun ja, genau! Wir bieten es kostenlos an. Die Schüler müssen sich nur bewerben und das tun sie am besten noch hier in Hogwarts bei einem DA-Treffen. Sie füllen einen Test aus, so was in der Art und wenn sie „eingeladen“ werden, erhalten sie direkt in der ersten Woche nach ihrer Ankunft einen Portschlüssel, genau und die Eltern? Ich hab keine Ahnung…“, fabulierte sie regelrecht getrieben weiter, als ich langsam und überlegt übernahm:

„… nun, ich denke, wir sollten es schaffen, dass wir vom Ministerium einen Beglaubigungsschein, ein Prüfsiegel bekommen, das in den Unterlagen mitgeschickt wird! Dass so viele Hogwartsschüler daran teilnehmen wird niemand erwarten, bei der kleinen Anzeige, die ich im Blick habe!“

„Bestechung?“, fragte sie kalkulierend nach und ich mochte es sehr, wenn sie skrupellos wurde.

„Ich hab einen Mann im Ministerium, der hoch genug sitzt um uns die Beglaubigung für die besorgten Eltern heranzuschaffen! Und um unserer Einrichtung ein Prüfsiegel auszustellen!“, resümierte ich maliziös.

„Percy?“, fragte sie sofort knapp nach und ich grinste ein regelrecht sardonisches Lächeln, das zeigte, dass ich sehr weit gedacht hatte, als ich mir den von der Familie abgefallenen Sohn der Weasleys geschnappt und zu einem meiner Männer gemacht hatte. „Es sollte nur nicht auf ihn zurückfallen!“, gab sie dann noch grübelnd zu bedenken.

„Oh, keine Sorge, es wäre nicht das erste Ding, das Weasley dreht. Er ist erschreckend geschickt darin, sich selbst aus den Schwierigkeiten herauszuhalten,… frage mich heute noch, was der in Gryffindor zu suchen hatte!“, verstummte ich kurz über diese Einsicht, dass es so was von nicht passte aber nun gut, währenddessen schien auch sie über den eifrigen Percy zu sinnieren, der wahrlich wenig mutige und doch viele andere hinterlistige Eigenschaften sein eigen nennen konnte.

„Wie kommen dir so schnell derart verrückte, aber auch gut ausgedachte Ideen?“, fragte ich sie gespannt.

„Übung! Wenn es dir gefällt freut es mich sehr!“, meinte sie gönnerisch und spielte mit einer langen Locke, die ihr nach vorne über die Schulter fiel.

„Dann lass uns zu denen kommen, die du konkret in Irland haben möchtest. Das für mich Greg und Theo und wohl auch Pansy feststehen, das ist wohl klar! Aber natürlich noch so einige aus den anderen Jahrgangsstufen der Slytherins!“, fuhr ich im Thema fort und stieg tiefer in die Planung ein.

„Du bist eine zu gute und fürsorgliche Schlange“, lobte sie mich freundlich, aber auch leicht spottend.

„Aber wir können uns nicht sicher sein, dass alle kommen wollen. Oder doch?“, fragte ich nach, da ich die anderen nicht so gut kannte.

„Mhm... stimmt, Hannah will bestimmt zu ihrer Mutter, schon allein wegen dem Verlust des Vaters und Neville zu seiner Oma, aber vielleicht kommen sie doch nach, es soll ja auch nur die Möglichkeit für die Leute sein auszuweichen! Ich kann mir vorstellen, dass Padma nicht nach Indien will, vor allem da sie sich nicht für so lange Zeit und in den schwierigen Zeiten von Greg trennen wird. Sie weiß, dass ihre Eltern versuchen würden sie in Indien zu halten, auch gegen ihren Willen!“, gab nun Hermione sehr überlegt kund und ich nickte zustimmend.

„Gut, gut, also planen wir hypothetisch für alle und lassen uns überraschen?“, bot ich großzügig an und auch sie dachte nach, bevor sie langsam nickte:

„Ja, wie gesagt, an sich sind die Führer der BL sehr wichtig, dann aber auch Leute wie Lavender. Sie hat Panik, dass ihre Eltern erkennen könnten was sie nun ist und das möchte sie nicht! Ich möchte ihren Wunsch berücksichtigen. Aber auch Ginny wird nicht zu halten sein, wenn sie zu Wood kann. Ich hoffe auch auf Parvati, schließlich ist sie in dem Auswahlverfahren weit gekommen…!“

„Moment, dann könnten wir gleich sagen, alle aus der 7. und 6. Klasse….“, stoppte ich nüchtern ihre weitschweifenden Ausführungen und zog innerlich leidend eine Grimasse, denn die Arbeit würde sehr, sehr umfangreich werden, das alles organisiert zu bekommen.

„Nimm die 5–Klässler mit dazu, Luna und Co. sind bestimmt interessiert, auch die Creeveybrüder und noch viele mehr…“, sinnierte sie weiter und war nicht zu halten, dabei stellte ich mir die Reaktionen von Longbottom, Abbott und Bones und noch so vielen anderen vor, die wir über kurz oder lang zu uns nach Irland holen würden.

Dracos Sicht ende

Severus Sicht

Ich konnte es noch nicht völlig in seiner ganzen und absolut demütigenden und dramatischen Tragweite fassen, aber ich war ihr in die Falle gegangen, Tragödie pur!

Somit nahm das Melodram seinen Lauf und ich saß gefangen in dem Lehrerzimmer, das ich so gut es ging zu meiden versuchte und auch für gewöhnlich schaffte. Wir waren allein, aber ich wusste nicht ob dies von ihr geplant war oder nicht, aber ihre verkniffenen Augen hinter der kleinen Brille veranlassten in mir ein unwohles Gefühl. Augenblicklich fühlte ich mich wie die Fliege, die im Netz der Spinne gelandet war, ein unangenehmes Gefühl.

„Professor Snape, Sie werden mich heute begleiten!“, schnarrte sie mir diesmal ungewohnt ölig entgegen, was mich veranlasste, belästigt die Augenbraue in die Höhe zu ziehen, da sich das für meinen feinen Geschmack zu sehr nach einer Feststellung denn nach einer Bitte anhörte.

„AHA!“, kam mein eloquenter Kommentar auch schon daher, aber was sollte ich darauf auch antworten, war ich nun ein Gefangener? Witzlos, wenn sie mir die Katze aufhalsen würden, nichts gegen McGonagalls Fähigkeiten, aber meinen war sie dann doch nicht gewachsen.

„Dies wird ein ungeplantes Treffen des Ordens werden…“, erklärte sie rasch, als sie meine ablehnende Haltung absolut richtig einschätzte, dass ich nicht wahrlich gewillt war ihr zu folgen.

„AHA!“, meinte ich schon wieder aussagekräftig, was sie missbilligend ihre Brauen runzeln ließ, dabei wuchsen sie fast zu einem durchgängigen Strich zusammen.

„Professor Snape…, heute sind Sie erstaunlich wortkarg, aber solange wir noch Zeit haben möchte ich wissen, was Sie von Miss Granger derzeit denken?“, fragte sie schnoddrig wie eh und je und ich war dankbar für meine jahrelang antrainierte, unleserliche Maske der Gleichgültigkeit.

„Bitte?“, fragte ich durchaus überrumpelt nach, denn das war eine einmalige Premiere, seitdem ich seit dem Jahre 1981 unterrichtete, war es noch nie, absolut noch nie vorgekommen, dass sie mich, ihre Nemesis, über ein Urteil oder eine Ansicht meinerseits gefragte hatte. Aber dann noch zu einem Schüler ihres Hauses, das war unglaublich abartig, doch auch unermesslich befriedigend, dachte ich dann doch recht gehässig, wenn ich mir ausmalte, wie das Biest sie regelrecht zur Verzweiflung trieb. Bei der Frage legte sich sogleich eine absolut unleserliche Maske auf meine Miene, wobei meine Mundwinkel schwer ein amüsiertes Zucken unterdrückten, weil es dem Biest auch hier gelang, das Unmögliche möglich zu machen. Es war meiner gemeinen Gehässigkeit nicht gerade abträglich, dass bestimmt das Biest schuld war, dass die Löwenmama jetzt fast komplett grau war, sicher sogar. Arme Minerva, dieses Mädchen schaffte es, uns alle zu beschäftigen.

„Sie haben mich schon richtig verstanden, Professor!“, ätzte sie unwohl. Ihr war deutlich anzusehen, wie zuwider ihr dies eigentlich war.

„Sie überraschen mich…! Miss Granger? Eine unerträgliche Besserwisserin und neunmalkluge Nervensäge!“, servierte ich ihr absolut ernsthaft meine Meinung, die kannte das Biest selbst und ging mit mir d‘accord, da sie selbst wusste, dass sie dies durchaus sein konnte, eine unsägliche, nervende Belastung für einen geplagten Lehrer und gerade für einen sensiblen Menschen wie mich, welcher der Ruhe bedurfte. Auf der anderen Seite hatten ihre ungewöhnlichen Erfahrungen und das was sie alles gelesen und an Wissen gesammelt hatte, ihre umfangreiche Kompetenz egal auf welchem Gebiet durchaus eindrucksvolle Vorteile verschafft. Sie war ein wandelndes Lexikon, aber wirklich schätzte ich an ihr ihre rücksichtslose Unverfrorenheit und ihr eiskalt kalkulierendes Wesen. Sie war wie geschmiedeter, skrupelloser Stahl.

Diese zu meinem Entsetzen schon fast rühmenden Gedanken an sie, zusammen mit dem energiegeladenen Bild, das ich vor Augen hatte, hatten etwas ausgelöst was noch nie vorgekommen war, ich war ins Schwärmen gekommen, über eine Person, die seitdem sie unter unserer Ägide war, immer mehr an Profil gewann. Zum Glück waren diese unerwünschten Gedanken unausgesprochen geblieben, wäre ja noch schöner.

„…Snape…, Professor Snape, hallo?“, wedelte eine sichtlich pikierte McGonagall vor meinem Gesicht herum, denn anscheinend versuchte sie schon länger, meine Aufmerksamkeit einzufordern.

„Ich war in Gedanken!“, würde ich mich nie und nimmer auch nur im Ansatz entschuldigen, das kam nicht in Frage.

„Das habe ich bemerkt! Das sagen Sie auch bei jeder Lehrerkonferenz! Ich wollte wissen, was sie nicht im Unterricht über sie denken, sondern im Bezug auf ihre Freunde… oder auch im Bezug auf den Schulleiter…, die Professoren… außerschulisch!“, präzisierte sie geschäftig und ihr Mund spitzte sich angespannt.

„Und da fragen Sie mich?“, echote ich perplex und deutete auf meine dunkel gewandete Brust.

„Ja, wer ist denn der Spion?“, meinte sie reichlich brüsk.

„Beim Lord!“, erklärte ich nicht wenig rüde.

„Ach, papperlapapp, bitte, Sie können mir nicht weißmachen, Sie könnten Ihre Fähigkeiten schwuppdiwupp ausschalten!“, wedelte sie schon wieder mit so einer wegwerfenden Geste zu mir, sodass ich mich brüskiert fühlte. Was wollte dieses unsägliche Hexenweib von mir?

„Und das denken Sie, weil?“, schnarrte ich ölig von oben herab und lüpfte skeptisch eine meiner schwarzen Brauen.

„Weil ich nicht von gestern bin!“, schnappte sie empört zurück und ihre Wangen röteten sich malerisch.

„Nicht?“, gab ich zynisch von mir und meine Frage wirkte in dem ansonsten so stillen Lehrerzimmer wie in der Luft hängend, bis sie nach Luft schnappte und es aus ihr herausbrach. „Das verbitte ich mir!“, brauste sie echauffiert auf, aber ihr leicht nervös zuckender Blick zur Tür entging mir nicht, während ich dies für keine Antwort wert befand.

McGonagall ließ sich nur sehr ungern und sehr selten von mir einschüchtern, aber ich konnte es mit meiner Stimme, die ich derweil sehr wohl als Waffe benützte, aber auch mit meinem stechend scharfen Blicken. Dass es nicht häufiger passierte lag nur an meinem Bestreben allen so gut es ging aus dem Weg zu gehen, somit vergaß sie zu Anfang immer oft, dass sie eigentlich einen gehörigen Respekt vor mir hatte.

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