When Hermione Fights
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 Kapitel 59-60

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queenie
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Kapitel 59-60 Empty
BeitragThema: Kapitel 59-60   Kapitel 59-60 EmptyDo Feb 09, 2012 1:44 am

Eine Nacht mit Draco und ihre Folgen

So materialisierten sich Draco und ich unter dem großen alten Baum, in der kalten, frischen Dezemberluft, was mich in meinem hauchdünnen Abendkleid frieren ließ, daher drängte ich zur Eile.

„Komm!“, zog ich ihn fordernd zum Cottage, bedeutete ihm, eine Hand an die Tür zu legen und intonierte eine kleine Beschwörung, die ihn in den Schutz des Hauses aufnahm.

„Hübsch!“, verkündete er nach einem kurzen Rundumblick, nachdem er tatsächlich alles sehen konnte und ich winkte ihn rasch herein.

„Wann schmeißt du den Fidelius, denn nach gerade eben wäre ich für so schnell als möglich!“, meinte er gewichtig und geschäftig, wobei er an der silbernen Mantelschließe seines dunkelblauen Samtumhangs nestelte.

„Eigentlich wollte ich warten bis die Twins am 25ten da sind“, wandte ich irritiert ein.

„Nein, das ist zu spät, wir machen das morgen in der Früh!“, bestimmte er forsch, danach ging er selbstherrlich ins Wohnzimmer, wo er mit einem Wisch und lautlos das Feuer entzündete. Er schien sich heimisch zu fühlen, als das Feuer prasselnd im Kamin knisterte und schnell den Raum erwärmte.

Er legte währenddessen den schweren, samtenen Umhang, der, wie ich jetzt sah, auch ein silberfarbenes Seidenfutter hatte, ab und gleichgültig über einen Stuhl, wobei er erleichtert aufatmete. Das gute Stück schien einiges zu wiegen.

„Was passiert gerade, Draco?“, fragte ich unsicher und sah ihn intensiv an. Ich stand recht verloren in der Gegend.

„Viel, leider!“, sagte er mit einem nicht zu bestimmenden Timbre in der Stimme. Sehr aussagekräftig, Mr. Malfoy, dachte ich zynisch und stieß ein unzufriedenes Schnauben aus.

„Muss ich mir große Sorgen machen?“, fragte ich überlegt und dachte an das unbeschreibliche Gefühl, als sich Lucius‘ Zähne, wie in Zeitlupe, unnachgiebig in meine Haut gegraben hatten und schüttelte mich leicht vor Grauen.

„Zum Teufel, ja, denkst du er ist umsonst DeathEater?“, kam es aufgebracht von Draco, der nahe beim Kamin stand. „Er hat dich gebissen…“, flüsterte er so leise, dass ich ihn kaum verstand und schüttelte, als könne er es nicht glauben, den Kopf.

„Wann gehst du wieder?“, versuchte ich abzulenken, wie gesagt, passiert war passiert. Jetzt konnten wir uns nur noch überraschen lassen. Aus mir sprach Pragmatismus pur.

„Gar nicht, wir wollten uns ja eh morgen früh treffen. Jetzt bin ich halt schon hier!“, meinte er lapidar und fuhr sich unruhig durch seine blonden Haare.

„Ja, aber wird dein Vater nicht misstrauisch, dass du… seit dem Ball verschwunden bist? Nachdem du uns… ähm, also nachdem du uns unterbrochen hast! …Danke dafür!“, meinte ich immer leiser werdend, dabei schlang ich meine Arme um mich selbst, da ich plötzlich ganz schrecklich fror. Vom Schock oder da das Kleid so dünn war? Was auch immer, es war als würde ich mich von jetzt auf gleich sehr unsicher fühlen, aber ich rief mich zur Ordnung, als ich fragte: „Und was ist mit deinen Sachen?“

„Nein, ich schreib ihm gleich einen Brief, dass ich noch schnell ein Bedürfnis hatte… und danach gleich zu Blaise gehe, wo ich, wie vereinbart, das Weihnachtsfest und den Rest der Ferien verbringe! Hast du Tinte und Pergament?“, fragte er geschäftig und als er mich derart abwägend ansah, trat ein besorgter Ausdruck auf sein Gesicht. „Ich werde Vater veranlassen, meine Sachen zu Blaise zu schicken, die hole ich dann morgen bei ihm ab!“, meinte er bestimmt.

„Ja natürlich… hier, bitte! Und die Idee mit Zabini ist gut!“, sprach ich ihm gut zu als ich ihm alles reichte und er schrieb eine kurze Nachricht, öffnete eines der kleinen Sprossenfenster und rief seine Eule mit einem Spruch selbst über diese Entfernung zu sich.

„Die kommt gleich, dann ist auch dies erledigt.“

In dieser Zeit hatte ich mir die hohen Schuhe von den Füßen gestreift und füllte für jeden von uns ein Glas mit Whiskey, die Muggelvariante, Lagavulin 16 Jahre „Classic Malt“, den ich extra für uns gekauft hatte, um Draco auch mal die nichtmagische Alternative anzubieten, damit er seinen Horizont erweiterte, aber auch weil ich nach dem Einbruch, der geglückt war und vor allem nach Lucius Malfoys Attacke einen Schluck ganz dringend nötig hatte.

„Ich muss Viktor auch informieren, da ich einfach so verschwunden bin“, meinte ich überlegt und reichte Draco nun den Drink.

„Nein, musst du nicht!“, meinte er sehr bestimmt, wobei seine Züge abweisend wirkten und nahm gleich gierig einen großen Schluck, während ich konsterniert war über seine rüde Art, als er mich überrascht ansah. „Was ist das?“, dabei besah er sich den bernsteinfarbenen Inhalt und schnupperte daran.

Ich kicherte leicht auf. Schön, dass Draco es schaffte, mich trotz der Umstände zum Lachen zu bringen, so wie er seine aristokratische Nase kräuselte. „Das ist Muggel Whiskey, „Lagavulin“, 16 Jahre alt und wie findest du ihn?“, fragte ich kokett und setzte mich auf die Couch und blickte interessiert zu ihm hoch.

Er nahm nun einen kleineren, vorsichtigeren Schluck und trank überlegend. „Erstaunlich gut, hätte ich den Muggeln gar nicht zugetraut. Nicht so scharf wie der Feuerwhiskey von uns, mal was anderes!“, war sein gnädiges Urteil. „Kann man trinken.“ Oh, mehr würde ich nicht von ihm bekommen, aber ich hatte die starke Vermutung, dass es ihm besser schmeckte als er zeigen wollte, so genießend wie er den nächsten Schluck nahm.

„Du musst wissen, bei den Muggeln gibt es eine große Vielfalt. Es gibt zig verschiedene Varianten von dem Zeug aus Irland, Schottland, Amerika und, und, und“, erklärte ich ausführlich, die Ablenkung tat gut.

„Echt? Muggel sind komische Leute…“, meinte er überrascht, doch dann wurde er unterbrochen, weil seine Eule kam. „Ah, da bist du ja, Ianus, hier, bring den Vater, aber erst wenn dieser im Manor ist!“, befahl er gewohnt herrisch, währenddessen band er dem herrlichen braunweißen Tier den Brief um und schickte es auf Reisen.

„Wow, Draco, war das eine Bay Owl? Die sind ja so selten, aber passt zu einem Malfoy, der immer Masken trägt, oder ist es nur Zufall? “, rief ich verzückt, denn diese Maskeneulen waren wahrlich nicht oft zu sehen und in der Schule hatte er eine andere, so viel ich wusste, eine sehr unauffällige Eule.

„Du kennst also die Art. Er war ein Geschenk von Severus, ob er damit etwas andeuten wollte weiß ich nicht, aber ich denke, Severus ist alles zuzutrauen. Ich mag Ianus sehr. Er ist was ganz Besonderes und so klug“, schwärmte er bereitwillig. Ich konnte die Gefühle für seine Eule in seinem Gesicht ablesen und nun, nachdem ich wusste von wem Ianus kam, war ich mir sicher, dass es mit Sicherheit eine böse Anspielung auf das malfoyische Verhalten war, alle Gefühle hinter Masken zu verbergen. Die Kritik kam vom Richtigen.

Ich lehnte entspannt, mit meinem Drink in der Hand, in den Kissen, mein wunderschönes Kleid bauschte sich um mich und ich stellte die neue Gefahr, die Mr. Malfoy für mich bedeutete in meinen Gedanken hinten an, da ich eh nichts mehr daran würde ändern können. In dieser Hinsicht war ich gleichgültig. Ich würde mich dem Problem stellen, wenn es auf mich zukam, beschloss ich resignierend.

„So, das ist erledigt“, kam Draco schwungvoll auf das Sofa, setzte sich neben mich und prostete mir augenzwinkernd zu, stieß mit mir vertraut an.

„Das war doch mal ein Abend!“, fasste Draco wenig begeistert zusammen und hob einladend seinen Arm und ich kuschelte mich willig an seine Seite. Ich atmete zur Beruhigung seinen sinnlichen Duft ein. „Wir kriegen das alles hin, was auch immer passiert. Wenn wir zusammenhalten, wird alles mehr oder weniger glimpflich ablaufen und Severus haben wir ja auch noch“, erklärte Draco beruhigend. Ich musste laut auflachen, mein Körper bebte belustigt. Es war als würde Draco einen Schlachtplan entwerfen und sich selbst und nicht nur mich beruhigen.

Er blickte schockiert, aufgrund meines erheiterten Ausbruchs, auf mich nieder. „Entschuldigung, D… Draco, aber du redest so pathetisch, du musst mich nicht trösten. Ich weiß, dass wir daraus mal kein Drama machen sollten, sonst wird’s nur schlimmer! Wie so oft ist es nicht schön, aber nicht zu ändern und Wert darauf habe ich nicht gelegt, ehrlich und das ist das Einzige was mich wirklich und wahrhaftig beschäftigt: Was hab ich falsch gemacht, dass er auf mich so aufmerksam geworden ist?“, meinte ich ehrlich, offen und schaute nun inbrünstig in mein Glas, als wäre hier die Antwort verborgen. Es erinnerte mich gerade an die Glaskugel im Wahrsageunterricht, da hatte ich auch nie mehr als wabernden, nichtssagenden Rauch gesehen.

Ich spürte, wie mich Draco fester in seine Arme zog, mich hielt und in meine ruinierte Frisur nuschelte: „Du weißt es wirklich nicht, Granger, oder? Du bist immer so schlau und bedenkst und planst immer so viel, aber dir selbst gegenüber bist du blind. Und nein, ich werde hier nicht deine Attribute aufzählen, aber wie ich dir schon mal gesagt habe, du bist was Besonderes und nicht vollständig blinde und dumme Menschen sehen das auf den ersten Blick und über dein Aussehen müssen wir nicht reden… Man fühlt und sieht die Macht, die Kraft und die Stärke deiner Magie, die dir innewohnt! Schau dir die Vollidioten an, die sich normalerweise Mudbloods schimpfen, Creevey, dieser Dachs im Löwenpelz und noch so andere Idioten, die mal gerade in der Lage sind ihren Stab zu halten“, kam es sehr eindringlich von ihm, da hob er mit der anderen Hand seinen Whiskey und nahm einen gierigen Schluck: „Mhmh, Ich denke, ich könnte das mögen!“

Wow, lag Draco richtig? War ich wirklich so extrem anders als die anderen Muggelgeborenen? Ja, war ich wohl, ich kannte nur die Wenigsten, bei denen so viele Zauber auf Anhieb klappten, wie bei mir, aber dass Draco mich so sah, war fast eine Erleuchtung und so dachte ich angestrengt über seine Worte nach.

Selbst bei den reinblütigen Kindern, siehe Ron oder Neville, klappte es meistens nicht sofort und das hatte nichts mit lernen zu tun! Und war es wirklich so, dass dies der Grund, oder einer der Gründe war, dass die snobistischen, eitlen Menschen, wie die Schlangen es waren, an mir so großes Interesse hatten und deshalb über den Makel meiner „niederen“ Geburt hinwegsehen konnten? Weil sie die in mir ruhende Magie und Macht erkannten, die augenscheinlich recht stark war?

Darüber würde ich mir zukünftig Gedanken machen und so saßen wir noch ein bisschen vor dem Kamin und redeten ein wenig. Er streichelte dabei sachte mein Haar, löste es immer mehr, bis es offen herabfiel und wir tranken noch das eine oder andere Glas, bis ich mich erhob, da ich mein Kleid loswerden wollte.

„Ich geh mich umziehen, komm, ich zeig dir den kleinen Rest des Hauses“, bot ich freundlich an, nahm ihn an der Hand und machte eine kleine Hausbegehung.

Ich trat als Letztes in mein Schlafzimmer. Zum ersten Mal fühlte ich so etwas wie eine aufsteigende Beklemmung. Wie würde der heutige Abend enden? Ich hatte bisher keinen Gedanken daran verschwendet.

Das Schlafzimmer war klein, aber gemütlich, viel Holz und blumige Vorhänge trugen dazu bei, einen Laura Ashley Chic entstehen zu lassen. Ein großes Bett und ein Schminktisch, ein bodenlanger Spiegel, sehr viel mehr bot es nicht.

„Granger, schau nicht so… du denkst doch nicht, dass du mir heute entkommst?“, hauchte er samtig an meinem Ohr und trat frech grinsend vor, dabei beherrschte er den kleinen Raum mit seiner vereinnahmenden Haltung, dass es mir die Sprache verschlug. Ich meine, ich durfte nie vergessen, Draco war der Sohn seines Vaters, im Guten aber auch im Schlechten.

Denn so schnell konnte ich gar nicht gucken, da lag ich schon an seiner Brust. Er hielt mich eng umschlungen und neigte seinen Kopf, um mir leidenschaftlich seine Lippen aufzudrücken und mich fordernd zu küssen. Nicht so sanft und langsam wie sonst, aber immer noch zärtlich, mit einer beginnenden Ungeduld und ich hieß seine Zunge willkommen, schlang meine Arme um seinen Nacken und stöhnte wohlig in seinen Mund.

Der Kuss war heiß und seine Hände begannen fahrig auf Wanderschaft zu gehen. Er strich fiebrig meine Seiten entlang. Auch ich hielt mich nicht auf, da er auf dem Sofa schon sein Jackett und seine Fliege verloren hatte, musste ich nur noch die silbernen Knöpfe seines Hemdes lösen, was ich mit geschickten Fingern rasch tat. Wir unterbrachen unsere wilden Zungenküsse nicht. Gerade zog er meine Unterlippe zwischen seine Zähne, was mir ein Quietschen entlocken und ihn kehlig lachen ließ.

So löste er sich dann doch von mir und öffnete in einer geschmeidigen und gekonnten Bewegung den Reißverschluss an meinem Rücken und strich mir die Träger lasziv, mit einem langen weißen Zeigefinger von den Schultern. Mein Kleid sank, sich um meine Füße aufbauschend, zu Boden.

Der Chiffon lag um mich ausgebreitet wie Blütenblätter und ich stand vor ihm, nur mit meinem grünen Seidenstring, der mit heller Spitze verziert war. Hey, ich meine, ich weiß auf was Schlangen stehen und so hatte ich mich auch gekleidet.

Er war noch ein bisschen zurückgetreten und betrachtete mich in dem hell hereinscheinenden Mondlicht und auch ich sah ihn an, wie seine Augen vor Begehren aufleuchteten und verheißungsvoll funkelten. Auch er bot in seinem halbgeöffneten Hemd einen vielversprechenden Anblick und wie er nun entschlossen auf mich zuschritt und mein Gesicht mit beiden Händen umfing und mich erneut begierig küsste, war es perfekt, wenn es nun passieren würde nach der ganzen Zeit, die wir uns gelassen hatten. Er drängte mich nun ungeduldig nach hinten zum Bett.

Schon konnte ich die Kante fühlen und sank, dank seiner Unnachgiebigkeit, auf das Bett. Er stand immer noch, sein Blick glitt forschend an mir auf und ab und er grinste mich nun lüstern an, was mich kurz schwer schlucken ließ.
Diesen, oder fast den gleichen Ausdruck hatte Lucius auch gehabt.

Ich wandte den Blick ab, sah aber wieder auf, als ich spürte, wie die Matratze unter seinem Gewicht nachgab. Er kniete an meiner Seite und betrachtete mich immer noch, als wäre ich, ich weiß nicht, wunderschön? Wirklich etwas Besonderes? Genau, träum weiter, versuchte ich mich selbst zu maßregeln, als er auch schon rau flüsterte:

„Du bist wunderschön, Hermione, so makellos!“, ich wusste, das konnte nicht der Wahrheit entsprechen, spätestens Boles Messer hatte eine breite Narbe hinterlassen, aber sein Blick strafte seine Worte keine Lügen. Er meinte es ernst, er sah mich als wirklich „makellos“ an, was mich ihn offen anlächeln ließ. Ich hob die Hände und griff sein Hemd und riss es nun ungeduldig auf, war mir doch egal, Malfoys hatten genug Geld, sollte er sich doch ein neues kaufen. Die letzten abspringenden, silbernen Knöpfe kamen mit einem lauten „Ping“ auf dem Boden auf.

„So ungestüm, Mudblood?“, lachte er nun erheitert und streifte sich das weiße Hemd restlos ab.

Wow, ich sah zum ersten Mal seinen entblößten Oberkörper, der in einer absolut ebenmäßigen Alabasterhaut erstrahlte. Er hatte gut definierte Muskeln und war sehr durchtrainiert. Okay, er hatte den Traumkörper eines Mannes. Ich leckte mir unbewusst über meine vom Küssen geschwollenen Lippen, was ihn zum Handeln brachte und ich fühlte sein Gewicht auf mir, wie er mich unter sich begrub und seine samtig weichen Lippen, die sich verlangend auf die meinen legten.

Gott, konnte er gut küssen. Er schickte meinen Verstand buchstäblich auf den Mond, so hingebungsvoll kümmerte er sich um mich. Er streichelte meinen Busen, knetete ihn, streichelte als wäre es eine Passion und löste sich nach langer Zeit, sah heiß auf mich herab und seine blonden Haare umschmeichelte sein schön geschnittenes Gesicht. Als er auch schon tiefer rutschte und sein Mund sich mit der gleichen Hingabe meinen Knospen widmete und er sie mit seiner Zunge und den Zähnen verwöhnte, konnte ich das nur genießen. Er knabberte und biss leicht in meine Nippel, bis sie sich sehr hart aufrichteten. Ich wand mich erregt unter ihm und stöhnte leise auf, ab und an entwich mir auch ein Wimmern.

Ich hatte meine Hände in seinem weichen Haar vergraben und es glitt durch meine Finger.

In mir konnte ich das Glimmen einer Glut fühlen und als er seine Hand über meinen Bauch wandern ließ und kurz bei meinem Nabel verharrte, um mich auch hier zu necken, konnte ich spüren wie sich das Glimmen zu einer Flamme steigerte und meine Muskeln sich vor Vorfreude anspannten.

Er zögerte den Moment, an dem er mich an meiner intimsten Stelle berühren würde, hinaus, strich hauchzart nach und nach erst mal mit seinen Fingern über meine Schenkel und teilte sie spielerisch. Ich gab mich seiner sanften Forderung nur zu gern hin und öffnete mich ihm willig. Er schnipste lässig mit den Fingern und ich trug keinen störenden Stoff mehr, wie schön, dass wir Magier waren.

Ich konnte es kaum erwarten, mir war so heiß, in mir schrien die züngelnden Flammen nach einer schnellen Befriedigung. Ich konnte aber an Dracos Blick sehen, dass ihm anderes im Sinn stand.

So wie er mich gerade erwartungsfroh angrinste, war nichts Gutes von ihm zu erwarten und so zog er den Moment quälend langsam in die Länge, bis er sich endlich herabließ, sachte über meine Falten zu streichen, die dank meiner Erregung schon ganz samtig feucht waren.

In diesem Moment stöhnte ich selig auf, machte ein Hohlkreuz und reckte meine Brust in die Luft. Als er zeitgleich einen Finger in mich brachte.

„AHRRRRR… Draco!“, rief ich verzweifelt aus, da er die Spannung so steigerte. So passiv wie ich mich gerade unter Draco verhielt war ich noch nie gewesen.

„Ich mag es, wenn du dich selbst berührst“, hauchte er zu einer meiner Brüste und biss verspielt in meinen harten Nippel, was mich dazu brachte, meinen Kopf im Kissen hin und her zu wälzen.

Er bewegte seinen Finger in einem für mich unerträglich trägen Rhythmus und trieb mich damit sprichwörtlich in den Wahnsinn, da er nur neben meinem Körper lag und mich beobachtete, wie ich mir vor Frust in meine Lippe biss und mittlerweile meine Brüste mit meinen eigenen Händen bearbeitete.

Ich versuchte, das Tempo seiner mich bearbeitenden Finger zu erhöhen, indem ich meine Hüfte hob und ihm entgegen trieb. Das Feuer in mir wurde von Minute zu Minute heißer und ich wollte meine Befriedigung.

Sein träges Lächeln, das er mir schenkte, war wirklich fies. Ich hoffte für ihn, dass er platzte, denn er trug noch immer seine eng sitzende, schwarze Anzugshose während ich entblößt vor ihm lag.

„Draco… bitte…!“, bat ich ihn stockend.

„Willst du für mich kommen, mein Mudblood? Ich genieße es gerade, dich derart hilflos unter meinen Fingern zu haben, du bist selten so schwach“, hauchte er mir da verführerisch in mein Ohr, leckte mit seiner Zungenspitze reizend darüber und bescherte mir damit eine Gänsehaut, die sich über meinen ganzen Körper ausbreitete.
„Oder nein, ich lass dich lieber weiter leiden!“, meinte er nach kurzem Überlegen als er meine Reaktion auf seine Worte registrierte.

Er lachte tief, dunkel und kehlig auf, als er mich derart ausgeliefert sah und setzte nun endlich auch seinen Daumen ein, mit dem er mein Lustzentrum unbarmherzig knetete, Göttin sei Dank.

Dieser Mann war unmöglich, dachte ich verzagt. Ich lief inzwischen aus und er war von mir noch nicht einmal wirklich berührt worden und trug noch immer seine verdammte Stoffhose, wie ich an meinem Bein spüren konnte. Wenigstens ging es ihm ähnlich, so hart und begehrlich wie sich sein Ständer an mein Bein drückte. Geschah ihm nur recht, dachte ich böse und schrie wieder leise auf, als er einen besonders empfindlichen Punkt in meinem Inneren getroffen hatte, da er nun zwei Finger verwendete.

Er erhob sich wieder auf seine Knie, ließ aber seine Finger in mir und unterließ seine langsamen, rein und raus gehenden Bewegungen keineswegs. Er schnippte sich seine Hose auf magische Art von seinem Körper. Ich erhob mich auf meine Arme und blickte auf den vom Mondschein in sanftes Licht getauchten Draco, so wie Gott ihn geschaffen hatte.

Sein Glied stand herrlich stolz hoch aufgerichtet da und am liebsten hätte ich danach gegriffen, als ich spürte, wie er durch schneller, härter stoßende Finger meine Aufmerksamkeit forderte.

„Hermione, spreiz die Beine ganz weit, für mich!“, raunte er, dabei schaute er mich hypnotisierend an und ich konnte und wollte gar nicht anders, als seinem Wunsch zu entsprechen und legte mich wieder in die Kissen. Ich spreizte meine Beine weit für ihn, öffnete mich ihm ganz und gar.

„Weiter…“, kam es heiser von ihm und ich konnte fühlen, wie er nun aus mir herausglitt um dann seine Finger wieder stärker in mich zu treiben. Dann verließ er mich endgültig. Ich knurrte protestierend auf, aber da tat er das, was ich die ganze Zeit schon so sehnlichst herbei gesehnt hatte und glitt auf mich, positionierte sich vor meinem Eingang, der ihn mehr als erwartete.

Als er sich mit Vehemenz in mich zwängte und mich mit einem Stoß nahm, stöhnte ich wollüstig auf und reckte ihm wieder meinen Oberkörper begehrlich entgegen. Er verharrte genüsslich in mir und kostete meine um ihn zuckenden Muskeln aus. Das alles war so überwältigend für mich und ich zitterte noch immer, endlich… endlich spürte ich Draco.

Er nahm dann meinen Mund wieder mit seinem in Beschlag und küsste mich mit einer Inbrunst, die mich vollkommen von ihm erfüllt zurückließ und ich gab ihm alles, was ich geben konnte.

Er begann, sich bedächtig auf mir zu bewegen und brachte mich innerhalb kürzester Zeit mit diesen sinnlichen Bewegungen, diesem langsamen aus mir Gleiten um sich dann mit einer Heftigkeit in mich zu treiben, mir dabei die Luft zu nehmen und mir seinen harten, dicken Schaft bis zum Muttermund hineinzutreiben an den Rand des Wahnsinns, dabei entfachte er damit einen Waldbrand in mir, brachte mich dazu, in einem Sinnesrausch unterzugehen und meine Verzückung laut heraus zu schreien!

„Arhhhh…“ Viele unzusammenhängende Töne entlockte er mir.

Mittlerweile keuchte ich nur noch und er hatte die alleinige Führung über unsere Vereinigung, wie noch nie ein Mann zuvor bei mir, da ich ihm vollkommen vertraute. Ich war bei allen anderen aktiver und führender gewesen als hier gerade eben.
Aber Draco beherrschte das Geschehen im Bett vollständig und ich konnte, wenn ich mal kurzzeitig klar in Gedanken war, sein Gesicht sehen, das er vor Konzentration verzogen hatte und in seinen Augen leuchtete eine entfesselte Leidenschaft, die sich auch immer mehr in seinen bestimmten, harten Bewegungen ausdrückte und mich immer weiter trieb.

Ich spürte ihn so tief, so ausfüllend, so hart und dick in mir, ich war so erregt, dass ich jetzt Sternchen hinter meinen geschlossenen Liedern sah.

Nun ging auch seine Selbstbeherrschung immer mehr flöten, wodurch jetzt auch er stöhnte und keuchte, was er sich bisher versagt hatte, bis er plötzlich langsamer wurde.

„Vertraust du mir, Hermione?“, erklang auf einmal seine durch Lust verhangene Stimme sehr ernst.

Ich riss die Augen abrupt auf und blickte ihn über mir überrascht an und musste mal erst den Inhalt seiner Worte langsam in mein Hirn sickern lassen. Als ich sie verstand, nickte ich knapp.

„Ja, Draco, ja!“, meinte ich zu ihm und was dann folgte war… war unbeschreiblich, überraschend, unerwartet!

Aufgrund dieser Aussage nahm er mich nun in einem schnellen, animalischen Rhythmus und ich verging restlos vor purer Lust und er raubte mir schier den Atem, aber da passierte es, dass er sich ruckartig aus mir zurückzog und eine verstörende Leere in mir zurückließ, weil er sich zurück auf seine Knie zog.

Ich riss die Augen. WAS, Warum…?

„Wasss…?“, meinte ich perplex und hob meinen Kopf, dabei konnte ich ausmachen, dass er plötzlich seinen Zauberstab in der Hand hatte, damit zwischen meinen weit gespreizten Schenkeln saß und auf mich mit einem unleserlichen Blick nieder sah. Auf einmal zielte er auf seine Hand und schnitt sich mit einem ungesagten Schneidefluch in die Hand, übergangslos legte er diese dann auf meinen Bauch und benetzte ihn mit seinem Blut. Ich war sprachlos und starrte auf das Ergebnis, meinen weißen Bauch beschmiert mit seinem roten Blut. Dass was sich hier vor mir abspielte verfolgte ich mit weit offenem Mund. Ich war völlig überrascht und gelähmt in meiner Reaktion, da ich nichts damit anfangen konnte was Draco hier vorhatte.

Dann legte er ohne zu zögern die Spitze des Stabes an meine linke Seite, etwas unterhalb des Nabels und ich erstarrte völlig überrumpelt über das Geschehen, da ich immer noch nach Luft schnappte und nicht in der Lage war dies alles zu verstehen oder zu erfassen. Dabei hingen mir meine wirren Locken im verschwitzten Antlitz.

„Ahhh, Draco, was…?“, rief ich gerade noch aus, als sich ein schleichender Schmerz beständig in mir ausbreitete und dafür sorgte, dass ich mir verzweifelt die Lippe zerbiss, um nicht zu laut zu Kreischen. Ich versuchte, von ihm wegzukommen, aufzuspringen, aber Draco ließ es nicht zu, ließ mich nicht entkommen. Er drückte fest mit seiner Hand auf meinen Brustkorb und mich dabei recht grob in die Matratze. Ich konnte über den immer schlimmer brennenden Schmerz keinen klaren Gedanken fassen, weil es wie Feuer an meiner Haut loderte, wie sich die stechende Qual ausbreitete und wie Lava durch meine Adern rauschte. Ich wusste nicht, was Draco dort tat und versuchte nur mehr schlecht als recht sein Handgelenk zu packen, es von meiner Brust zu ziehen, aber er wankte nicht, sondern hielt mich nur noch fester unter sich gefangen.

„Schsch…, ganz ruhig, ist gleich vorbei… schsch“, sprach er beruhigend auf mich ein, als mir einige Tränen entschlüpften und meine Wangen hinabliefen und ich inzwischen so fest in meine Lippe gebissen hatte, dass mir das Blut im Mundwinkel herabfloss.

Dann endlich, nach einer mir unendlich lang vorkommenden Zeit spürte, nein fühlte ich, wie endlich das spitze Holz, das in mein Fleisch gebohrt worden war, von meiner Haut genommen wurde und seine Finger auf einmal etwas sanft entlangstrichen, was sich wie eine schmerzhafte Verbrennung anfühlte und mich zischend Luft holen ließ.

Als der stechende Schmerz langsam verebbte und in mir ein beständiges Pochen zurückließ, wurde ich wieder langsam des Denkens fähig. Ich wollte ihn gerade scharf anfahren, was das sollte, doch soweit kam ich nicht, denn er zog mich wieder in Position und drang Millimeter für Millimeter langsam in mich, was mich empört zischen ließ. Ich war immer noch total perplex was er hier mit mir veranstaltete.

„Draco…!“, fauchte ich wütend und konnte den metallischen Geschmack meines Blutes schmecken. Ich versuchte, ihm auszuweichen, presste meine Hände gegen seine Brust, aber er begrub mich unter sich und nahm mich mit seinem Körper regelrecht gefangen.

„Schsch“, kam es nur begütend von ihm und er küsste meine Tränen und leckte mir das Blut vom Mund und seine Bewegungen wurden, als auch meine Erregung langsam zurückkehrte, immer bestimmter und schneller.

Ich musste zu meiner Schande gestehen, ich war immer noch geil und erregt, trotz oder wegen der Schmerzen? Wer wusste das schon? Dass ich schon lange nicht mehr als normal zu bezeichnen war, schoss mir wenig schön wie ein Blitz durch den Kopf. Was auch immer er mit mir angestellt hatte, ich verging trotz allem unter ihm vor Lust und gab mich ihm wieder hin, bis sich mein Unterleib verkrampfte und wir beide gleichzeitig mit einem laut ausgestoßenen, ekstatischen Schrei kamen, ich mich um ihn zusammenzog und er sich in mir heiß ergoss.

Er begrub mich vollständig unter sich. Ich spürte immer noch, wie mich die Wellen des Orgasmus überliefen und versuchte schwer, wieder meinen Geist die Oberhand gewinnen zu lassen und mir die letzten Minuten vor Augen zu führen.

Draco hatte…, er hatte… irgendwas getan, ich würde ihn umbringen!

Ich versuchte ihn von mir zu schieben, was nicht leicht war, da er so viel schwerer und größer als ich war. Er hatte nun seine Hände in meinem offenen Haar vergraben und flüsterte rau: „Es musste sein…, versteh…“, ich verstand gerade sehr wenig. Ich musste sehen, was er getan hatte.

„Draco! Lass mich aufstehen!“, forderte ich nun brüsk und gab es auf, ihn von mir schubsen zu wollen.

Er tat sofort wie von mir gefordert und rollte von mir, auf die Seite. Ich holte erst mal tief Luft, als ich wieder so frei, regelrecht befreit atmen konnte.

Ich versuchte, ihn zu ignorieren und stand auf, erhob mich schwer und schritt, nackt wie ich war, zu dem großen Spiegel. Ich stellte mich davor und besah mir, was Draco mir angetan hatte.

Bei dem was ich sah, quollen meine Augen fast aus ihren Höhlen, Schock wäre untertrieben. Ich war bestürzt, betroffen, empört, alles auf einmal. Meine Knie zitterten als meine Hand vorsichtig zu dem blutverschmierten Mal auf meiner Haut wanderte und ich die Konturen des Zeichens, deren feuerrote Linien langsam ins schwarze gingen, behutsam mit meinem Zeigefinger nachfuhr und dabei mein Spiegelbild sprachlos beobachtete.

Draco hatte mich tätowiert, mit dem verdammten Scheiß Zeichen, das er auch auf seinem verfluchten Mantel auf dem Rücken trug. Er hatte mir das filigrane, detailverliebte Wappen der Malfoys, das große verschnörkelte „M“, mit den Drachen und ihrem Familienspruch eingebrannt. Ich war kurz vor einem hysterischen Anfall oder ich verfiel gleich in Raserei. In mir brodelte es grade gefährlich. Er hatte meine Haut, meinen Bauch mit einem „M“ verunstaltet, mich auf ewig gezeichnet.

Auf einmal spürte ich, wie sich sein nackter Körper von hinten an mich drückte, er legte sein Kinn auf meine Schulter und sah mit seinen sturmgrauen Augen im Spiegel in meine vor aufkommendem, stetig wachsendem Ärger fast schwarzen Augen. Ich konnte sehen, wie sein linker Finger vor zu dem Mal fuhr und er es beinah liebevoll nachzeichnete.

„Es musste sein, deshalb werde ich nicht sagen, dass es mir leidtut….“, flüsterte er leise hauchend an meinem Ohr.

Ich schluckte schwer, aber ich wollte es wissen. „Warum? Warum hast du das getan?“, wisperte ich stockend. So standen wir noch immer da und sahen unsere nackten, im Schein des Mondes beleuchteten Spiegelbilder an.

„Du hast die Bücher gelesen, du weißt warum. Es war die einzige Möglichkeit, dich zu schützen, soweit mir möglich und das habe ich hiermit getan!“, kam es sehr ernst und bedeutsam von ihm, dabei bedeckte er nun mit seiner ganzen Hand das Stigma.

Ich riss mich grob von ihm los und zog mir den Morgenmantel, der auf dem Stuhl lag, über.

„Ach, und du denkst, dass du mich nicht fragen brauchst, wenn du so eine weitreichende Entscheidung triffst und mich… mich“, ich verschluckte mich fast an meiner Wut. Und fuhr mit einer verzweifelten Geste durch mein wirres Haar.

Er beobachtete mich mit einem fast unglücklichen Ausdruck und setzte sich nackt, wieder aufs Bett, unglaublich diese Selbstsicherheit! Er schien darauf zu warten, dass ich mich beruhigte, aber da können Sie lange warten, Mr. Malfoy, dachte ich bissig.

„Auch wenn du dich gerade in gerechtem Zorn gegen mich suhlst, wenn du darüber nachdenkst, weißt du, dass ich richtig gehandelt habe“, sagte er überzeugt. Oh, diese Arroganz.

„Oh, danke, du Mistkerl, dass du mir ein Stigma aufgedrückt hast, … dass, dass du mich verschandelt hast! Danke und ich vergaß, es geht ja so einfach wieder wegzumachen!“, schrie ich nun empört, dass die Trommelfelle klingelten.

Draco sah mich kühl an. „Sei froh, dass es nicht mehr weggeht. Es bietet dir Schutz. Kein Mann wird mehr wagen sich dir zu nähern, sobald er das Mal sieht, es bietet dir vor Fremden vollumfänglichen Schutz, sollten sie sich nicht mit unserer Familie anlegen wollen. Du bist jetzt ein Mitglied der Familie, freu dich, es wird dir helfen, auch bis zu einem gewissen Grad vor Lucius. Das steht doch alles in dem Buch. Warum regst du dich so auf, Hermione?“, kam es indigniert von ihm und ich stampfte nun in dem kleinen Zimmer zornig auf und ab.

„Draco, ich hoffe, dir nicht alles erklären zu müssen, aber… wie zum Teufel, soll es mich vor deinem VATER schützen…? Er ist das Oberhaupt der Familie!“, zischte ich gefährlich leise. „Und ich bin kein Besitz deiner Familie!“

Er verdrehte theatralisch die Augen, legte sich in die Kissen, verschränkte seine Arme hinter seinem Kopf und überschlug die Beine. Er wirkte sehr lässig, sehr souverän und absolut nicht eingeschüchtert von meinem Wutanfall.

„Hermione, ja, er ist das Oberhaupt, aber das was ich tue hat auch Gewicht, ich bin der Erbe, nur er oder ich können jemanden durch dieses Ritual aufnehmen und es schützt dich insoweit vor Lucius, dass, was immer er dir vielleicht mal antuen sollte, wenn er denn deiner habhaft werden sollte, dass er dich nicht umbringen, schwer-oder lebensgefährlich verletzen kann und wird. Das kann er nicht, wegen dem da….“, deutete er nun großspurig auf mich und hatte einen unglaublich zufriedenen Ausdruck im Gesicht. Ich seufzte entnervt auf. Warum war immer alles so kompliziert. „Außerdem hat das Zeichen wirklich wichtige Auswirkungen, du bist wie ein Mitglied, eine Tochter, Schwester, Nichte, Cousine, zwar nicht Blutsverwandt aber, ach… suchs dir aus, aber kein Besitz!“, ich hörte seiner Aufzählung zu und schloss gepeinigt die Augen, als mir die dramatische Tragweite seiner Tat ins Bewusstsein drang.

„Na gut, okay, aber warum hast du so unüberlegt gehandelt? Es verändert alles, so viel. Du hast mich tatsächlich zu einem Mitglied einer der ältesten, reinsten und reichsten Familien dieser Gesellschaft gemacht! Mich, ein Mudblood, das kann nicht gut enden!“, wisperte ich fast furchtsam. Ich sah ihn geschockt an, dann schoss mir ein schrecklicher Gedanke durch den Kopf. „Was ist mit dem Dark Lord, wenn er das erfährt, bist du geliefert!“, hauchte ich da nur noch und fasste mir wie in Trance an den Bauch, der durch den Stoff des Morgenrocks bedeckt war, dabei fühlte ich mich sehr unwohl.

Er lag immer noch entspannt da und sah mich mitleidig an. Ich mochte diesen Blick nicht und presste meine wunden Lippen fest aufeinander, was mich gleich daran erinnerte, dass ich die Bissstellen heilen sollte.

„Hermione, Vater ist nicht umsonst die Rechte Hand und wie ich dir gesagt habe, Ausnahmen bestätigen die Regel, glaube mir, der Lord ist erst mal unser kleinstes Problem. Ich gehe die Schwierigkeiten immer nach ihrer Dringlichkeit an und glaub mir, Vater auszubremsen war am wichtigsten“, erklärte er schrecklich belehrend und ruhig.

„Ach, erzähl mir doch nichts, ich kenne dich! Was steckt noch dahinter, du musst mit dem Gedanken spielen, seit du mir die Bücher gegeben hast, sonst hättest du auch nicht so viel Wert auf diese beschissenen Anstandsregeln gelegt“, spuckte ich ihm verächtlich entgegen, denn ich war weder dumm noch blöd und ich mochte es nicht wenn er mich so darstellte, als könnte ich ihn nicht durchschauen.

„Wie immer erstaunlich… Hermione, du bist erschreckend weitsichtig! Ja, ich gebs zu, ich spiele schon länger mit dem Gedanken, ich wollte dich nicht mehr gehen lassen, zuerst hatte ich anderes vor… aber dann wurdest du immer interessanter für mich. Du gehörst nun zu mir und meiner Familie! Ich bin ein Malfoy, was ich besitze gebe ich nicht mehr her, dafür bist du mir zu wichtig!“, legte er seine Gedankengänge dar und ich war kurz davor, über seine vermessene Art zu lachen. Er hatte recht, Malfoy musste man sein, unermessliche Ignoranz aber auch Arroganz zu zeigen und das in jeder Lebenslage.

„Und jetzt komm her, ich will dich halten. Und ich hab dir gesagt, es wird alles gut. Bitte, ich brauche dich und das mit Vater meine ich todernst… so wie er sich verhalten hat, möchte ich wirklich nicht wissen, was sich sein krankes Hirn ausgedacht hätte… Komm, Liebling…“, schnurrte er nun samtig und streckte mir seinen Arm auffordernd entgegen.

Ich erhob mich, ließ den Mantel zu Boden fallen und stieg unter die Bettdecke, da ich müde war und wusste, das was hier passiert war, überstieg gerade mein Fassungsvermögen, damit würde ich mich morgen beschäftigen.

„Nur damit du es weißt, das hier ist noch nicht vorbei, ich bin immer noch sauer und ich werde nie dein Besitz sein!“, erklärte ich hochmütig. Er antwortete nicht, er zog mich nur fester in seine Arme, umschlang mich, was ich widerstrebend zuließ.

Ich war sauer, ich würde es ihm nicht so schnell vergeben, aber ich war auch konsequent und Umstände, an denen ich absolut, aber so was von nichts ändern konnte, ich schluckte schwer, musste ich so nehmen wie sie kamen. Wenn einmal pragmatisch, dann schon immer!


Zuletzt von queenie am Fr Mai 10, 2013 8:43 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kapitel 59-60 Empty
BeitragThema: Der Morgen danach   Kapitel 59-60 EmptyDo Feb 09, 2012 1:55 am

Der Morgen danach


Der nächste Morgen kam viel zu früh, da ich erst spät über meinen wenig erbaulichen Gedanken eingeschlafen war. Die Sonnenstrahlen kitzelten mich und so weckte deren Helligkeit, die durch meine geschlossenen Lieder schien, mich leider endgültig. Widerwillig schmiss ich mich zur Seite. Ich wollte noch nicht aufwachen, das hieße, sich der Realität zu stellen und ich wusste nicht, ob ich dazu schon bereit war. Manchmal hatte ich Angst, dass alles zu viel wurde und ich wollte nicht hadern, denn dafür war es zu spät.

Aber was sollte ich tun? Ich musste stark sein und mich diesen neuen Herausforderungen stellen. Schließlich war ich taff und was waren drei Schlangen gegen mich? Ich stöhnte gequält auf. Wann hatte es begonnen so aus dem Ruder zu laufen? Dies fragte ich mich schicksalsergeben.
Wann waren die Zügel entglitten oder hatten begonnen mir zu entgleiten?

Als ich im Zug auf Draco zugegangen war? Als ich mich auf eine Freundschaft bis hin zur Beziehung mit ihm eingelassen hatte? Ohne genau zu wissen was ihn trieb? Denn schließlich war er ein hinterlistiger, manipulativer junger Mann. Oh, Hilfe, Fragen über Fragen, aber keine Antworten!

Ich fühlte neben mich und spürte nichts,... Draco war augenscheinlich schon aufgestanden, gut, sehr gut, denn ich wusste nicht, wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte.

Haderte ich doch ein wenig mit mir? War ich im Zwiespalt über den gestrigen Abend? Klar, ich meine, ich war nun dank Draco tätowiert, gezeichnet! Auf ewig! Bei dieser grauenhaften Erkenntnis in meinem traumumnebelten Hirn, zog ich mir mein Kissen stöhnend über den Kopf und stieß einen frustrierten Schrei aus und versuchte ihn so zu dämpfen.

Fühlte ich mich jetzt besser? Nein, schade! Es war aber auch zu ärgerlich! Aber mehr fiel mir auf die Schnelle auch nicht ein, um den Frust abzubauen!

Und so zog ich niedergeschlagen das Kissen von mir und stand auf. Wie zu erwarten fiel mein Blick wie magnetisch angezogen auf mein schickes, neues und unglaublich schönes, jetzt in schwarzen Linien unübersehbares Tattoo, toll. Ich fuhr mal wieder andächtig darüber. Glatt, nur ein leicht erhabenes Mal doch spürte ich es komplett! Das kam daher, dass es mit Dracos Blut gezeichnet und mit schwarzer Magie in meine Haut gebrannt worden war.

Was fiel diesem aufgeblasenen, blasierten, durch Inzucht degenerieren Arschloch ein, mir, Hermione Granger, ein, nein… sein Zeichen einzubrennen? War ich eine Kuh, oder ein Pferd?
War das ein Brandmal, als ob ich ein Besitz der niederen Sorte wäre?

Mein Blick verdüsterte sich, ich war viel zu stolz und zu stark, physisch wie psychisch, um mich derart allumfassend einverleiben zu lassen, von niemandem. Ich mochte vielleicht Hilfe und Schutz brauchen, den suchte ich mir aber immer noch selbst aus, wie konnte er es wagen!?

Ich glaube, ich hatte euch früher gesagt, wie sehr ich Magie und insbesondere Blutmagie mochte und es mir deswegen egal sei, dass es als schwarze Magie galt. Das nahm ich hiermit zurück.

Denn es bedeutete, man konnte solche Rituale, Flüche und Sprüche so gut wie nicht, na schön… ich wollte ehrlich sein, nie aufheben! Einmal in der Scheiße, blieb man in der Scheiße und wisst ihr, was das war? Alles Scheiße!

So eine verfahrene Situation, aus der ich keinen Ausweg sah. Ich musste das Beste aus meiner vertrackten Lage machen. Ich war selbstbewusst, von mir überzeugt und gefestigt, ich würde das schaffen. Jetzt musste ich erst mal alles rausfinden, was es über dieses Ritual zu wissen gab und Draco? Nun gut, ich würde ihn nicht sofort umbringen und ein Messer in seine Eingeweide rammen, es genüsslich langsam zuerst in die eine Richtung und dann in die andere drehen, aber es sich vorzustellen tat gut, sehr gut und ich gab diesem Vergnügen in meiner Fantasie gerade nach.

Und vielleicht konnte ich die Situation zu meinem Vorteil nutzen, mal sehen, versuchte ich mir Mut zu machen.

Drei Schlangen, alle verschlagen, alle listig, alle gefährlich! Alle nicht zu unterschätzen! Womit hatte ich das verdient? Und so leid es mir tat, das zuzugeben, ich war ja nicht blind und ich hatte vor Problemen noch nie die Augen verschlossen, aber ich brauchte Schutz! Guten Schutz, vor so vielen, ich wünschte nur, er hätte nicht so voreilig, so übereilt gehandelt und vor allen Dingen: er hätte mich gefragt! War das zu viel verlangt? Ich steigerte mich schon wieder in meine Wut hinein.

Wir waren hier nicht im Mittelalter, aber der Junge würde mich schon noch kennenlernen. Aber Zorn, Rache und Wut waren nie gut in der Hitze zu genießen, sie waren viel effektiver, wenn sie kalt genossen wurden und so würde ich warten können. War ich eine begnadete Schauspielerin, oder nicht?

Ok, ich würde jetzt duschen gehen, mir reichte es, sonst bekäme ich einen Tobsuchtsanfall und damit half ich niemandem und mir am allerwenigsten.

Als ich in Jeans und einem dicken und kuschelig warmen, roten Rolli, schließlich hatten wir Weihnachten, die Treppe herunterkam, roch es aus der Küche nach Kaffee. Himmlisch, den würde ich jetzt brauchen und so kam ich vorsichtig um die Ecke und ich sah etwas Unglaubliches; einen strahlend blonden Schopf mitsamt dazugehörigem Körper, der vor dem alten Gasherd stand und dessen Hände gefährlich mit einer Pfanne rumfuchtelte. Was sollte das? Dergleichen taten Malfoys nicht, das war ja nicht mit anzusehen.

Bevor ich beherzt in das traurige Geschehen eingriff, horchte ich kurz in mich, was ich bei Dracos Anblick nach gestern Nacht empfand. Die Gedanken, die ich mir vorhin zurecht gelegt hatte und das was ich tatsächlich fühlte, erschreckten mich kurz. Ich verfluchte mal wieder meine wankelmütige Moral, aber ich konnte damit leben, würde ich auch müssen, bis ich wusste, was genau diese neuen Umstände für mich hießen. Und sollte ich zur Sklavin der Familie Malfoy werden, würde er sterben, das schwor ich mir inbrünstig, so wahr ich Hermione hieß, denn bei meinem Nachnamen war ich mir im Augenblick gar nicht mehr so sicher!

Aber ich konnte mich an die ernsthafte und ehrlich gemeinte Aussage in seinen Augen erinnern, dass er sich sorgte, denn er hatte dies als einzige Option und Lösung gesehen, mich zu beschützen und das stand mal an erster Stelle! Der Wille und nicht die Tat! So war ich bereit, ihn anzuhören und ihn vorerst nicht ernsthaft zu verletzen.

Dass ein Slytherin niemals etwas nur aus einem Grund tat wussten wir alle, aber ich hatte mich sehenden Auges auf ihn eingelassen, also konnte ich jetzt nicht anfangen zu jammern, dass er so gehandelt hatte, wie es zu erwarten gewesen war. Ich war mittlerweile durch eine harte Schule des Lebens gegangen und war zu stark und zu stolz, um jetzt das Gesicht zu lange im Kissen zu verstecken. Ich würde mich hocherhobenen Hauptes meinem Schicksal begegnen und notfalls auch entgegen stellen.

Ich seufzte lautlos. Draco konnte so ein Idiot sein. Männer! Würde ich das „M“ überdecken können? Ahrrrrg, … Fragen über Fragen… und noch keine Antworten.

„So ein Mist, diese Mist-Eier….“, konnte ich ein genervtes Grummeln vernehmen, als er mit dem Pfannenwender herumhantierte, als wäre es eine Waffe, die er gerade für einen Mord einsetzte. Wo war die Kamera, wenn ich sie mal brauchte? Das würde mir niemand auf dieser Welt glauben, aber so was von nicht.

Draco, der Häusliche, der sich die Hände schmutzig machte. Ich schmunzelte ehrlich erheitert und lehnte immer noch lässig an der Tür.

Ich ging nun entschlossen auf ihn zu, um dem Trauerspiel ein Ende zu bereiten: „Draco, die Eier sind schon tot.“ Er fuhr herum und hielt seine Waffe nicht wirklich männlich in der Hand. „Oder willst du mich damit angreifen?“, biss ich mir in die Wange, um nicht lauthals zu lachen, bei dem köstlichen Anblick, den er bot.

Nach gestern hätte ich das nicht gedacht, ihm schon so gelöst und locker gegenübertreten zu können, aber ich hätte auch nicht damit gerechnet, ihn hier sooooo zu finden, so… - ich war ja versucht, es nicht zu denken, aber ich musste den Gedanken trotzdem zulassen - süß! Einfach süß, wie sein Haar wild durch die Gegend flog und er einen leicht gehetzten Ausdruck zeigte.

„Schenk mir bitte eine Tasse ein und gib her, ich mach das, okay?“, und nahm ihm bestimmt sein Instrument aus der Hand. Nicht, dass er sich noch damit selbst umbrachte! Wenn, durfte er nur durch meine Hand sterben.

„Hermione, … äh, schon wach?“, fuhr er sich einen Touch unsicher durch die Haare und bevor ich reagieren konnte, umarmte er mich und küsste mich auf den Scheitel. „Guten Morgen, Liebling!“, sagte er bestimmt, und da sollte mal einer sagen, mein Herz solle nicht schmelzen. Schon mal einen Malfoy mit schlechtem Gewissen gesehen? Nein? Ich tat es gerade, und das Beruhigende war, zu wissen, dass wir alle doch noch menschlich waren, egal was wir verkörperten oder zu tun bereit waren, wir alle waren nur Menschen, Menschen mit Fehlern.

„Guten Morgen, Draco!“, begrüßte ich sein Hemd. „Seit wann zeigen Malfoys ihre Gefühle?“, legte ich den Kopf provozierend zurück und sah ihn abwägend und recht kalt an.

„Oh, an sich bist du jetzt auch eine, ich denke, da kann ich es riskieren“, kam es von ihm betont lässig, dabei gab er mir einen vorsichtigen Kuss auf den Mund, drehte sich dann aber entschlossen um und holte den Kaffee, während ich leicht verwundert dastand. Der Mann war echt unglaublich!

Ich versuchte nun, die Eier zu retten, ein sinnloses Unterfangen und so schmiss ich sie kurzerhand weg, nahm eine neue Pfanne und gab ein Stück Butter hinein, die laut zischend zu schmelzen begann.

Ich rief mit meinem Stab Frühlingszwiebeln und Paprikaschoten zu mir und ließ diese sich selbst kleinschneiden, legte den Speck in eine andere Pfanne, in der er brutzelnd sein würziges Aroma in der Küche verbreitete und werkelte in Ruhe vor mich hin.

Draco hatte sich an die rustikale Küchentheke gesetzt und beobachtete mich genau. Ich griff nach meinem Lebenselixier und trank den Kaffee gierig. Er wirkte leicht unsicher und nervös in seinem Verhalten, aber noch immer arrogant und selbstsicher genug, dass ich in ihm den jungen Mann erkannte, den ich gewohnt war.

Ich holte die Eier aus dem Kühlschrank und verrührte sie, gab zuerst die Paprika in die Butter und wartete kurz. Ich würzte in der Zeit das Ei mit weißem Pfeffer und Salz und schüttete noch einen Schluck Sahne dazu, nun gab ich dies zu dem Gemüse und ließ es ziehen. Als das Ei zu stocken begann kamen die Zwiebeln dazu und ich musste abermals kurz warten. Den Speck legte ich auf ein Tuch und ließ ihn abtropfen. Diese systematische Arbeit ließ mir Zeit mich zu fangen und die brauchte ich auch.

„Schneidest du das Brot?“, bat ich, Draco blickte aber nicht auf, er tat es klaglos, wie von mir befohlen.

„Fertig“, verkündete ich und sofort wurden mir zwei Teller ins Sichtfeld gehalten und ich verteilte das Rührei auf einem davon und gab noch den Speck auf den zweiten Teller mit dem floralen Muster. Dies war gelebte Normalität, zumindest versuchte ich mir dies einzureden.

Ich wollte nichts, ich würde nichts runter bringen…

Als wir uns an dem kleinen, gemütlichen Frühstückstisch im Küchenerker niederließen, war es sehr ruhig, weitere Worte waren nicht gefallen. Der Anbau mit den bodentiefen Sprossenfenstern bot einen wunderschönen Blick in den leicht verschneiten Garten, was sehr idyllisch wirkte, kein Vergleich zu den Schneemengen in den schottischen Highlands, die durchaus auch bedrohlich in ihrer Masse wirken konnten, aber das war die Atmosphäre, die Hogwarts entschieden ausmachte.

Aber grade war auch hier die Atmosphäre zum Zerreißen gespannt.

„Sehr gut, wo hast du das gelernt?“, nahm er manierlich seine Gabel auf. Was waren wir doch alle höflich.

„Von meiner Mutter“, meinte ich neutral, trank einen großen Schluck Kaffee und fasste mir ein Herz.

„Draco, wir müssen reden… dieses Buch… dieser Ritus ist alt, wenn nicht sogar uralt?“, fragte ich und schaute doch leicht verstimmt durch die Gegend.

„Ja, sehr alt, dieser Ritus gilt in der Welt als verloren, aber wir Malfoys hatten ihn immer in unserer Sammlung!“, kam es einfühlsam von ihm, dabei sah er selbstzufrieden aus der Wäsche, am liebsten hätte ich ihm eine runtergehauen, aber so sah ich ihn nur fordernd an.

„Aha, warum ist er, also dieser Zauber, verloren gegangen?“, kam ich recht sparsam zum Wesentlichen.

„Weil die Leute aufgehört haben zu heiraten und das konnten die Hexen und Zauberer nicht zulassen und viele reinblütige Mädchen sind schon damals, vor Jahrhunderten, zu ihren Liebhabern geflüchtet und haben sich von denen Zeichnen lassen, womit sie sich vor ihren arrangierten Ehen gerettet haben“, erklärte er offen, dabei nickte er und aß unberührt weiter und ich starrte ihn sprachlos an, als er weitersprach:

„Damit standen sie ja dann unter dem Schutz der neuen Familie und sie haben ihren Eltern einen gefährlichen Strich durch die Rechnung gemacht, herrlich oder? Eigentlich ist er nur dafür da, dich mit einer Familie zu verbinden und dich zu einem Mitglied zu machen, wie bei den Clans und ihren Schwüren…, nur halt durch einen Zauber!“, zuckte er lapidar die Schulter. „Natürlich bietet er nicht nur Schutz, hat nicht nur Vorteile, es gibt auch Pflichten…“, wagte er mich nicht anzusehen, als er mit diesem Eingeständnis um die Ecke kam, wobei er raus in den Garten blickte.

Da murmelte ich sarkastisch vor mich hin: „War ja klar, es gibt immer einen Haken!“ Ich stützte den Ellenbogen auf den Tisch und lehnte mich schwer darauf, um nicht über den Tisch zu krabbeln und seinen aristokratischen Hals umzudrehen.

„Also, wo war ich… Pflichten, genau! Nun… gehorsam, zum Beispiel dem Oberhaupt und dem, der sie aufgenommen hat gegenüber, würde ich aber nie verlangen. Wie aber in allen alten Familien üblich Loyalität, Treue… blablabla, aber nun kommt das Gute, es läuft wie in einer normalen Familie. Solltest du dich dem Oberhaupt widersetzen und einem Befehl nicht Folge leisten, passiert von der Magie her nichts. Wenn er dich dann erwischt wird er dich zwar bestrafen, aber mehr passiert nicht und deswegen ging der Spruch erst recht verloren, da die alten Oberhäupter den Ritus als nicht ausgereift genug ansahen!“, erklärte er großspurig und ich hatte nun doch langsam, aber sicher immer mehr aufgeatmet.

Ich hätte es, wenn ich das erfunden hätte, auch anders gemacht und für Strafen gesorgt, denn es sah so aus als würde dieses Ritual mir mehr Vorteile bringen als Nachteile, aber mein Aufatmen war noch verhalten, ich wollte mich nicht zu früh freuen, bei meinem wankelmütigen Glück!

Und Draco hatte nicht das Recht gehabt, so über meinen Kopf hinweg zu handeln, dies wollte ich nicht aus den Augen verlieren.

„Du isst nie in der Früh?“, meinte Draco, nachdem er fertig war. Ich war so in Gedanken gewesen, dass ich gar nicht mitbekommen hatte, dass er seine Mahlzeit beendet hatte.

„Ja, das weißt du doch, so wie du mich immer in der Schule beobachtest“, lächelte ich ihn gekünstelt an, schwang meinen Stab und das benützte Geschirr verschwand und wusch sich ab. Wofür war ich eine Hexe? „Aber lenk mal nicht ab, Draco Malfoy, was heißt hier, dass du von mir keinen Gehorsam erwarten wirst? Ich geb dir gleich Gehorsam, ich… du bist immer noch nicht aus dem Schneider, mein Freund, weil du mich vor vollendete Tatsachen gestellt hast!“, sagte ich ganz ruhig und lässig und ich glaube, das hatte auf ihn eine größere Wirkung als wenn ich geschrien und getobt hätte.

„Hermione, ich…, es tut mir ja leid, dass ich derart rasch im Affekt gehandelt habe… ich hab vielleicht ein klitzekleines bisschen vorschnell gehandelt…“, sah er mich mit großen, grauen Augen reuig an.

Ich konnte darauf jetzt nicht antworten, dafür war ich wohl immer noch zu sauer und schenkte mir Kaffee nach. Ich konnte nun sehr gut nachvollziehen, warum Snape Lucius Malfoy mit Gläsern bewarf, ich war auch gerade versucht, meine Tasse nach Draco zu schmeißen und so klammerte ich mich haltsuchend an sie, da es eine meiner Lieblingstassen war, um mich vom Ausrasten abzuhalten.

„Komm, lass uns ins Wohnzimmer gehen, ich hab noch ein paar Fragen“, meinte er da vorsichtig, da er meinen Kampf um Kontrolle durchaus wahrnahm, oh, ganz schlecht, was kam denn jetzt noch?

So saß ich später angespannt auf der Couch, mit den Beinen unter mir und Draco setzte sich sehr wagemutig neben mich, legte seine Hand besitzergreifend auf meinen Schenkel und streichelte mich abwesend.

„Du wolltest mir noch erzählen, warum du nicht im Zug warst?“, fragte er da auch schon und ich hätte am liebsten meinen Kopf wieder im Kissen erstickt. Warum pickte er genau das Thema heraus, von dem ich mit Sicherheit nicht wollte, dass er jetzt darauf zu sprechen kam?

„Chrm, naja, Harry hatte eine Vision…, die auch so eingetreten ist. Er sah, dass Mr. Weasley schwer verletzt war und wir alle gingen zum Schulleiter und dieser hat uns dann per Portschlüssel, da Umbridge kam, weggeschickt!“, gab ich bereitwillig Auskunft.

„Wohin hat er euch geschickt?“, und an der Tonlage seiner Stimme und daran dass seine Hand nun still auf meinem Oberschenkel ruhte, dachte ich bei mir, dass meine kluge, kleine Viper schon eine Vermutung hatte, wo ich gelandet sein könnte.

Er schaute mich nicht an, als ich antwortete: „Ins Blackhaus.“ Und ich durfte fühlten, wie sich seine Finger fester in meine Hose gruben.

„Bei Black und wie war‘s? Euer letztes Zusammentreffen ging ja nicht so glimpflich aus! Habt ihr euch wieder geprügelt, hast du ihn getötet? Wenn ja, gratuliere ich dir!“, versuchte er neutral von sich zu geben, aber heute saß Dracos Maske nicht so gut wie sonst und man hörte eine eifersüchtige Verbitterung in seinem Ton.

„Du bist wie immer der Brüller, Draco!“, erwiderte ich zynisch und klopfte ihm auf seinen Schenkel.

„Wir hatten ein Gespräch in der Bibliothek…“, fuhr ich fort, aber da unterbrach er mich unwirsch.

„Was, du warst mit ihm alleine?“, zischte er aufgebracht fragend dazwischen.

„Draco, wenn du mich bitte aussprechen lassen würdest!“, meinte ich genervt, wobei ich ihn tadelnd ansah und er warf mir einen hochmütigen Blick zu und machte einen spitzen Mund, traute sich aber nicht, mir zu widersprechen.

„Danke, also wir waren in der Bibliothek, zusammen mit den Twins!“, entgegnete ich höhnisch, wobei ich ihn nun frech angrinste und er schnaubte fast erleichtert auf. „Sie haben sich geweigert, mich mit ihm allein zu lassen, sind sie nicht süß?“, versuchte ich Pansys quietschige Stimme nachzuahmen. Es war lustig, ihn so in der Defensive zu sehen, da er gerade sehr zufrieden aussah, dass ich nicht mit Sirius allein gewesen war aber auch unzufrieden und missgestimmt, dass es überhaupt zu so einem Treffen gekommen war.

„Es mag scheinen, als hätten diese Rotköpfe noch ein paar Hirnzellen am richtigen Platz! Warum wollte er, dass sie gehen?“, meinte er mit Bedacht und sah mich vorsichtig an.

„Ach, das weiß ich doch nicht, aber ich war froh, dass sie geblieben sind… ich trau mir und ihm nicht, am Schluss wären wir vielleicht doch noch aufeinander losgegangen, er vermutet, ich hätte was mit einer Schlange!“, kam es sardonisch von mir, dabei zuckte ich gleichgültig die Schultern.

„Ach, versucht der Köter seine verschüttete Intelligenz auszugraben und hellzusehen? Aber er hat keine Ahnung, welche Slytherins dich wollen?!“, beschied er eingebildet, da musste man ihn doch gleich mal ausbremsen.

„Draco, die Aussage macht es nicht besser!“, offenbarte ich ihm kalt. „Außerdem, wollen heißt nicht haben, ich gehör mir immer selbst, das solltest du ganz schnell verinnerlichen!“, stellte ich energisch klar, mich heute zu reizen wäre gefährlich.

„Sorry“, entgegnete er kleinlaut.

„Also, wir haben uns mehr oder weniger vertragen…, mögen werden wir uns wohl nicht mehr. Was ich schade finde. Aber wir gehen nicht gleich aufeinander los, wenn wir uns sehen und er hat gefragt, ob ich Interesse an Harry hätte…“, erzählte ich weiter und verdrehte die Augen, da mir gerade einfiel, dass dies Draco ja auch mal angedeutet hatte.

„Dann hat er es auch gesehen?“, freute er sich doch glatt, da sein verkniffener Ausdruck verschwand.

„Draco du…, ich habe Harry getröstet, er war am Boden, war nicht schön. Ich verstehe nicht, was ihr da immer seht, du und deine Abneigung Harry gegenüber!“, schaute ich aufgebracht zu ihm.

„Schade, dass du dem Köter keine gelangt hast!“, versuchte er mit seiner rachsüchtigen Kleingeistigkeit abzulenken.

„Draco, es tut mir ja leid, dich darauf aufmerksam zu machen, aber er hat mir nichts verpasst was nicht mehr weggeht!“, kam es leise von mir und ich verpackte meine Kritik geschickt und er zuckte sichtlich unter meinen harten Worten zusammen.

„Autsch, das war unter der Gürtellinie! Ich hab dir gesagt, dafür entschuldige ich mich nicht!“, zeigte er sein perfekt störrisches Malfoygesicht, er erschien sehr unversöhnlich. „Wie es passiert ist, dafür schon…“, flüsterte er plötzlich ganz rau und überrumpelte mich mit der wechselnden Schnelligkeit seiner Emotionen.

„Ach, jetzt spielst du den Eingeschnappten?“, irgendwie blieb ich erstaunlich ruhig bei diesem Gebaren und zeigte mich unversöhnlich.

„Oh, Granger, wie sagt Severus immer, wie kann man dir nur den Mund stopfen und weißt du was? Ich hab da eine fantastische Idee!“, packte er übergangslos meine Oberarme und drückte mich in die Couch, um meinen Mund fordernd zu küssen. Er hauchte federleichte Küsse auf meine Lippen, begann sie dann langsam mit seiner Zunge spielerisch zu streicheln und ich machte mit, es war schön, zu sehen, dass sich das Gleichgewicht in unserer Beziehung so gewandelt hatte, ich war eindeutig oben auf, so wie er versuchte sich einzuschmeicheln, denn er war sehr zärtlich und sanft.

Schnell erlagen wir dem wunderschönen Gefühl uns zu küssen und viel zu schnell beendeten wir dieses Liebesspiel.

„So gefällst du mir schon besser, wenn deine Wangen leicht rot schimmern und deine Augen so glänzen“, meinte Draco mit sich zufrieden, aber ich fand, er hatte auch sich sehr gut beschrieben, denn er sah genauso aus. „Leider muss ich zu Blaise. Ich denke, ich werde in ein oder zwei Stunden wieder da sein, wenn dir das recht ist?“, zeigte er aufrichtiges Bedauern.

„Geht klar.“ Gut, dann konnte ich mir die gestohlenen Unterlagen mal kurz zu Gemüte führen, die dieses ganze Durcheinander ausgelöst hatten. Wenn sie nicht das an Informationen enthielten, was ich mir versprochen hatte, würde ich wirklich vor einem Wutanfall stehen und da war es besser, wenn ich alleine war.

Wow!
Ich war kurze Zeit später echt geplättet, wer hätte gedacht, dass der gute alte Professor so eine zwielichtige Vergangenheit hatte? Rita hatte gute Ansätze in ihrem „Buch“ gehabt, aber sie war bei weitem noch nicht tief genug vorgedrungen, so wie ich.

Dumbledore, Dumbledore, du warst gut gewesen im Verbergen, Vertuschen und Verstecken der Vergangenheit, aber nicht gut genug für mich.

Aber ich bezweifelte, dass Rita es versucht oder gewagt hätte, in die Mysteriumsabteilung einzubrechen, dafür hätte ihr dann doch der Mut gefehlt.

Ich akzeptierte hiermit und sofort mein mir bestimmtes Schicksal, der Familie Malfoy anzugehören und Lucius‘ Beute zu sein und mit Draco geschlagen zu sein, denn für diese in den Unterlagen enthaltenen Informationen hatte es sich gelohnt. Schon alleine für Harry hatte es sich gelohnt.

Ich brachte die Akten verkleinert zu dem Safe, der sich hinter dem großen Landschaftsbild befand, welches über dem Kamin hing und sperrte es weg, sicherte es auch magisch.

Darüber würde ich noch nachdenken, was ich mit den gewonnenen Informationen anfangen würde aber so machte ich mich auf in den Dachboden, um die Weihnachtsdekoration zu holen. Mit Magie würde ich es schaffen, das Haus zu schmücken bevor Draco wiederkam und die Ablenkung würde mir gut tun.

Es war lustig, zuzusehen, wie die grünen Girlanden sich um das Treppengeländer, die Kaminkonsole, die aus gedrilltem Holz geschnitzt war und nun mit grünem Flitter und Kugeln geschmückt war, wickelten und auch die Türrahmen waren nicht vor meiner Dekowut geschützt, aber ich lebte mich kreativ aus. Nach einem Zauber waren alle unechten Tannenzweige echt, dafür gab es Magie und damit erfüllte das Haus ein intensiver Duft nach frischen Tannennadeln, was mich in richtig weihnachtliche Stimmung versetzte und meinen Ärger kurzzeitig kleiner werden ließ.

Ich dirigierte noch einige Kugeln und Kränze durch die Gegend, als ich hörte wie sich die Tür plötzlich öffnete.

„Wow, was ist denn hier passiert, wohnen wir jetzt in einem Wald?“, trat Draco mit einem breiten Lächeln auf mich zu und küsste mich wieder, was ich diesmal dank meiner guten Stimmung sofort und gerne erwiderte.

„Gefällt es dir?“, kämpfte ich weiter mit dem weihnachtlichen Verschönern.

„Ja, es ist was ganz anderes, ein bisschen viel Grün!“, sah er sich um und drehte sich im Kreis.

„Ich dachte, du bekommst von Grün nie genug?“, zog ich ihn auf.

„Haha, wir müssen noch den Fidelius schmeißen, kommst du?“, schaute er eindringlich und auf einmal wieder ganz ernst, das war ihm anscheinend sehr wichtig und ich vertraute seinem Urteil, da Lucius sein Vater war.

„Oh, das hatte ich erfolgreich verdrängt…“, meinte ich ernsthaft und landete wieder hart in der Realität.

„Dafür hast du mich, komm… Wer macht den Geheimniswahrer?“, fragte er forschend und hielt mir gentlemenlike den Mantel und half mir ihn anzuziehen.

„Ich dachte, ich könnte es selber sein, danke?“ Er öffnete galant die Tür.

„Klar“, folgte er mir ins Freie.

Als wir uns vor das Gartentor stellten, zückte ich ohne zu zögern meinen weißen Stab und begann den Fidelius zu wirken, indem ich die Formel rezitierte, so ging ich die Sachen meist an, ich warf mich in sie und dachte mir dann, dass ich es schaffen würde. Wow, ich konnte fühlen, wie die Magie von meinem Inneren über meinen Arm in den Zauberstab wanderte, es war als würde ich angezapft werden, es war eine intensive Magie wie ich sie noch nie gespürt hatte, jetzt verstand ich, warum in den Büchern stand, dass dieser Zauber nur von sehr versierten Zauberern gesprochen werden sollte, da er einige Tücken hätte. Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn und das Atmen fiel mir merklich schwerer, auch den Zauberstab ruhig zu halten wurde von Sekunde zu Sekunde schwerer, als sich die Magie um das Grundstück manifestierte.

Aber ich zielte weiter konzentriert und verbissen auf das Haus und wirkte das Ritual, es gab einen Grund warum Dumbledore der Geheimniswahrer des Ordens war, das hier war sauschwer und anstrengend, wie ich gerade am eigenen Leib erlebte.

Es war ein sehr komplexer Zauber und nun begann ich leicht zu schwanken konnte aber fühlten wie mich zwei Arme an der Hüfte umfassten und festhielten, wofür ich Draco gerade sehr dankbar war, wenn ich es nicht bald hätte, würde ich zusammenbrechen.

„Huc Focus Servare, Fidelius“, beendete ich die Beschwörung und wir konnten nun beobachten, wie sich eine große silberne Kuppel, einem Wasserfall gleich, über dem Grundstück aufbaute und das Haus umschloss, es war erhebend, dies zu erleben und ich hatte es vollbracht.

„Beeindruckend“, hauchte da Draco nur. „Es ist weg, komplett!“ Ich drehte den Kopf zu ihm und schenkte ihm ein strahlendes, glückliches Lächeln, wenngleich ich mich sehr müde fühlte. Denn das war der Beweis, dass es geklappt hatte, mein erster Fidelius war ein voller Erfolg.

„Hier“, meinte ich knapp, nahm ein Pergament aus der Jeanstasche und reichte ihm den Zettel mit der Adresse, er las ihn rasch und steckte ihn sofort mit einem stummen Incendio in Flammen.

„Du bist blass, Liebling… war es sehr anstrengend?“, hörte er sich besorgt an und nahm mich in einer fließenden Bewegung auf die Arme und trug mich ins Haus. Wie ritterlich, Malfoys konnten so schrecklich altmodisch sein. Er schien ein sehr schlechtes Gewissen zu haben, was er wohl nie offen zugeben würde, aber anstrengend war es gewesen.

„Draco, lass das, ich kann selbst gehen!“, lachte ich auf, befreit, da ich sehr stolz war, nicht jeder bekam einen Fidelius hin, aber eins gab ich gerne zu, er war echt der bisher schwierigste Zauber gewesen, den ich bisher gewirkt hatte, da ich richtig hatte fühlen können, wie mir die Magie abgezogen worden war. Ich war erschöpft, aber glücklich und unheimlich stolz auf mich.

„Nichts da, das bestimme immer noch ich und ich sage, du wirst heute einfach verwöhnt… ah ah, keine Widerrede, junge Dame“, schloss er mit einem Fußtritt die Tür und trug mich, als würde ich nichts wiegen, zur Couch und legte mich fürsorglich ab.

„Was soll ich uns machen, was brauchst du? Blaise und der Zauber haben länger gedauert als angenommen, es ist Nachmittag… sag mir, was du möchtest“, bat er eindringlich und strich sich seine blonden Strähnen aus dem blassen Gesicht.

„Tee bitte und ein paar Sandwiches, warte ich sag den Zauber“, zielte ich mit meinem Stab in Richtung Küche und wurde so schnell des schmalen Holzes beraubt, dass ich gar nicht mitkam mit schauen.

„Hey….“, rief ich aufgebracht.

„Nein, Hermione, heute ist Schluss mit dem Hexen für dich, ich kann das schon, Malfoys können alles wenn sie wollen. Und du weißt, dass ich recht habe… sonst hätte ich dir den da gar nicht abnehmen können“, meinte er verdammt arrogant und ging sehr von sich eingenommen aus dem Raum.

Ich war mal kurz sprachlos, er hatte meinen Stab, aber zu meinem Leidwesen, er hatte recht, ich sollte erst meine Reserven wieder aufladen.

Als er mit einem vor sich schwebenden Tablett wiederkam, welches unter der schieren Menge darauf drohte zusammenzubrechen, war ich baff, erstaunt. Er hatte es wirklich hinbekommen und er zeigte ein diabolisches Grinsen, als ich mir das erste Stück hungrig einverleibte.

„Lecker“, mein Urteil schien ihn zu freuen.

„Ich sagte doch, unterschätze mich nicht…“, grinste er frech.

„Wie war es eigentlich… bei dir Zuhause mit deiner Tante?“, fragte nun ich neugierig.

„Och nee, fang nicht damit an, sie ist echt verrückt, kichert immer und blubbert vom Foltern und so einem Unsinn, komische Frau! Ich erkenne aber leider Züge von Mutter in ihr, scheint erblich zu sein!“, überschlug er elegant die Beine und machte es sich im Sessel bequem.

„Da fällt mir ein, was wolltest du auf dem Ball, ich nehm mal an, du warst nicht da weil du Krum sehen wolltest, oder Vater oder mich… also was war der Grund für die Aktion?“

„Du bist gut, ja ich hatte einen Grund, aber ich möchte erst darüber sprechen, wenn ich alles zusammen hab und es fehlt leider noch was, aber dann präsentiere ich es dir… versprochen!“

„Kann ich akzeptieren, aber ich will wissen, wo du warst, du bist lange verschwunden gewesen! Ich sterbe fast vor Neugier?“, meinte er sehr interessiert und eins musste ich ihm lassen, auch wenn er Fehler begann, er war nett und ich mochte ihn halt immer noch, leider.

„Sagt dir die Mysteriumsabteilung was?“, wollte ich ihm von meiner Tat erzählen.

„Klar, die machen da ganz komische Experimente und ansonsten was man halt weiß, über die Mitarbeiter, die „Unspeakables“. Sonst nichts?“

„Ich bin dort eingebrochen!“, strahlte ich nun wie ein Honigkuchenpferd.

„Du bist was…?“ Dracos Teetasse wackelte grad gefährlich, es war schön, zu sehen, wie seine Züge so zusammenfielen. „Das kann nicht sein, das ist unmöglich, die haben das doch nicht offenstehen!“, kam es sehr laut und sehr aufgebracht von ihm. „Hermione, du verschaukelst mich!“ Er kämpfte darum wieder die Beherrschung zu erlangen. Ich glaube, ich wollte ihn gerade mal wieder so richtig schocken, damit er wusste, dass ich mit Sicherheit nicht sein Besitz war.

„Draco, ich lüge dich nicht an! War nicht mein erster Einbruch und der Letzte wird es auch nicht sein, aber ganz ehrlich, entweder bin ich viel zu gut, was ich nicht glaube, oder die Sicherheitsvorkehrungen der magischen Welt sind echt nicht zu gebrauchen!“, gab ich mich überheblich und trank einen Schluck des warmen Tees.

Er starrte überwältigt zurück, er wirkte regelrecht fassungslos, dass ich, die brave Hermione, auf Raubzüge ging, dabei musste ich sagen, das machte mir echt jedes Mal total Spaß, anderen die Illusion zu rauben.

„Warum schaffst du es immer noch mich zu erstaunen? Ich hätte mich schon längst daran gewöhnen sollen, dass du eine wandelnde Überraschung bist. Du meinst das ernst, oder? Du bist dort wirklich im Ministerium eingebrochen und schon wo anders… ich mein, mal ehrlich, du sahst aus wie immer… nicht nervös?“, stotterte er ungewohnt, dabei blickte er mich mit seinen schönen großen Augen erschüttert an.

„Draco, hab ich je gesagt, ich könnte nicht schauspielern? Obwohl, nervös war ich gar nicht!“, zog ich meine Lippe überlegend zwischen meine Zähne. „Und mal ganz ehrlich, da hatte ich mit Snapes Lagerraum im zweiten Schuljahr mehr Aufwand zu betreiben als dort und ich weiß es, da er mir gesagt hat, dass ich einen Bann übersehen habe und er dadurch wusste, dass Eingebrochen worden war, na gut, hätte er dank der verschwundenen Zutaten eh gemerkt“, zuckte ich gleichgültig die Schultern.

„Du bist mit zwölf bei Severus eingebrochen, wie die Zauber… ich weiß er hat starke, mächtige Schutzzauber?“, er sah echt schockiert aus und presste seine Lippen zu einem schmalen, empörten Strich zusammen.

„Tja, ich bin halt die geborene Diebin, ich hab es geschafft und glaub mir, es war nicht einfach und ich hab Blut und Wasser geschwitzt, dass ich es rechtzeitig schaffe. Dann hab ich noch der Wohnung des Käfers einen Besuch abgestattet und das ein oder andere aus der Krankenstation mitgehen lassen“, zählte ich meine Verbrechen auf und strich mir nun die Haare aus dem Gesicht.

„Du bist wirklich unglaublich, ich kenne keinen, der es wagen würde Severus zu beklauen, jetzt weiß ich, warum du immer wieder in solche Situationen gerätst. Du bist selbst schuld, wer die Gefahr so sucht wie du, dem können nur schlimme Dinge passieren. Weißt du, was dir geblüht hätte, hätte dich einer im Ministerium entdeckt…? Askaban! Wie soll ich nur jemals wieder ruhig schlafen, ich werde vor Angst um dich graue Haare bekommen und Malfoys, bekommen keine grauen Haare!“, meinte er mit richtig verzweifelter Stimme und sah mich offen an und ehrliche Sorge spiegelte sich in seinen Augen, so hatte ich ihn noch nie gesehen, ich schien ihm schon etwas zu bedeuten, eine interessante Erkenntnis.

„Ich denke, da gebe ich dir recht, wegen dem mit Askaban! Aber glaub mir, wenn mich jemand entdeckt hätte, wäre er nicht schnell genug gewesen, um jemandem zu sagen, dass ich da war! Und glaub mir, das Ministerium ist nur halb…, auch was, noch weniger gut geschützt als die Sachen von Snape, die Gefahr war relativ gering und du musst dir keine Sorgen machen, ich kann recht gut auf mich selbst aufpassen“, beschied ich ihm recht kalt.

„Du bist echt in diese Abteilung eingebrochen und wärst sogar bereit gewesen…? Ach, ich will es gar nicht wissen.“ Er wuschelte sich, sehr ungewöhnlich für ihn, durch die Haare, aber dann schien er sich mit den Gegebenheiten abzufinden, denn sein Haupt ruckte entschlossen hoch. „Und wie war sie, erzähl?“, siegte seine Neugier und er schaute mich fordernd an und so erzählte ich ihm in allen Einzelheiten von der Aktion in der Mysteriums Abteilung und erzählte von den Hallen und Räumen, die hier versteckt waren und er hörte mit sehr großem Interesse zu.

„Wow, krass, was die wohl da alles mit machen und dass du daran gedacht hast, alle deine Spuren zu verwischen? Und du hast das gefunden, was du in den Archiven gesucht hast?“, fragte er aufgeregt, aber ich schloss gerade die Augen, da ich noch erschöpft von dem Fidelius war, deshalb gähnte ich herzhaft hinter vorgehaltener Hand und rutschte tiefer in die Kissen der Couch, bis ich lag.

„Keine Ahnung was die da tun und denkst du, ich bin so doof und lass alle wissen, dass ich da war? Vielleicht muss ich nochmal da hin und dann bin ich froh, wenn’s schnell geht. Ich plane meistens alle Aktionen bis zum Ende. Und ja, die Suche war erfolgreich, hat aber noch ein paar Fragen aufgeworfen. Ein Gesamtbild ergibt sich noch nicht und ich will nicht vorschnell handeln, das ist nämlich nicht meine Art!“, betonte ich sehr in Anspielung auf unsere gestrige Nacht und seine in meinen Augen mehr als übereilte Aktion, mich zu markieren.

Mir fielen nach dieser aufregenden Zeit immer mehr die Augen zu und ich sank in einen tiefen, erschöpften Schlaf.
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