When Hermione Fights
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 Kapitel 367-368

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queenie
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Kapitel 367-368 Empty
BeitragThema: Kapitel 367-368   Kapitel 367-368 EmptySo Apr 14, 2013 10:10 pm

367. Kapitel Ausgeschaltet

Severus Sicht

Gerade noch konnte ich ihre halb geleerte, herabgleitende Flöte auffangen, als sie ihr aus den kraftlosen Fingern glitt. Unterdessen lag mein Blick auf Lucius, der schon fast amüsiert auf sein nun schlafendes Opfer starrte.

Ihr Haupt war gegen eine Backe der Sessellehne gefallen und gab einen Blick auf ihren zart geschwungenen Hals frei, während sie tiefe, gleichmäßige Atemzüge nahm und tatsächlich selig und fest schlief.

Vielleicht aber nur vielleicht sollte ich es mir merken, dass sie dieses klassische, musikalische Spiel derart in den Orbit schickte, oder war es doch nur mein Trank?

„Zufrieden?“, wisperte ich leise zu dem mir zu zufrieden dreinblickenden Gockel.

„Ja sehr! Sie sah schon auf der Beerdigung zu erschöpft aus! Jetzt schläft sie wenigstens und wird sich nirgendwo rumtreiben!“, resümierte er selbstgerecht.

„Und deshalb inszenierst du diesen Unsinn?“, fragte ich fassungslos und deutete leidtragend auf mich, da ich diese akustische Belästigung auch über mich ergehen lassen musste. Mein Trank hätte völlig ausgereicht.“

„Papperlapapp!“, bescheinigte er mir affektiert mit der Hand wedelnd. Warum musste ich mit Lucius‘ nervendem Wesen gestraft sein?

„Du kennst sie doch! Jetzt hätte sie geplant, verhandelt und geredet und die dunklen Augenränder unter ihren Augen wären noch tiefer geworden, so schläft sie… sehr apart übrigens!“, kam es unglaublich malfoyhaft und schrecklich snobistisch von ihm.

„AHA, also lauschen wir, sehen ihr beim Schlafen zu und schweigen?“, zog ich mein leidgeplagtes Fazit doch recht ungläubig und als er tatsächlich nickte, sackte ich geschlagen und gestraft in meinen Sessel zurück. Der meinte das ernst, dann könnte auch ich gleich mal schlummern.

Somit döste ich mies gelaunt vor mich hin und ließ Lucius was auch immer genießen.

Denn ich war nicht doof, auch ich hatte ihre Erschöpfung durchaus wahrgenommen, als ich gut verborgen im Verbotenen Wald, versteckt von den Bäumen und geschützt vor Flüchen, der Beerdigung beigewohnt hatte.

Natürlich hatte ich Lucius‘ Stimme gelauscht, die durch den Sonorus verstärkt bis zu mir durchgedrungen war und dabei wollte ich seinem pathetischen Gespür für die richtigen Worte nur immer wieder applaudieren.

Er war ein enervierender Schwätzer, aber ein sehr Guter!

Ich hatte es als selbstverständlich empfunden, dass ich mich von der alten Nervensäge verabschieden würde, das gebührte der Respekt, andererseits schauderte es mir davor, als zukünftiger Schulleiter das Büro zu betreten und von dem „lebenden“ Portrait von Dumbledore empfangen zu werden.

Nachdem Dumbledore kurz vor dem Avada derart viel offenbart worden war, was bisher geheim gewesen war, konnte es nur ein Desaster werden und der Alte würde mir ewig in den Ohren liegen!

Gerade musste ich wieder über mein Erscheinen beim Schulbeirat nachdenken und wie zuvorkommend sowohl ich als auch Lucius behandelt worden waren. An sich war das kein Vorstellungsgespräch gewesen, sondern eher ein netter, völlig unnötiger Plausch.

Ich mochte ironisch denken, dass die kommende und folgende Abstimmung in den nächsten Wochen nur reine Formalität sein würde, um mich als neuer Schulleiter von Hogwarts zu benennen.

Somit hatte ich die Tage an der Ausarbeitung gesessen, wie zukünftig die Schule zu führen sei. Pläne anlegen und vorbereiten, organisatorisch war es leider sehr aufwendig.

Plötzlich riss mich eine Bewegung aus meiner Trance, da sich Lucius lautlos erhoben hatte und mir bedeute, ihm zu folgen, davor bückte er sich jedoch und hob gekonnt die sehr tief schlafende Hermione auf seine Arme und gemeinsam brachten wir sie zu Bett. Es war wahrlich fast wie ein Ritual, dem wir hier folgten, bevor ich gespannt auf das morgige Frühstück verschwand.

Und so kam es dann auch, ich saß erholt im vollen schwarzen Ornat hinter meiner Zeitung verschanzt am Tisch und nippte dahinter wohlverborgen und sehr genüsslich an meinem starken Kaffee, als ein Wirbelwind mit neuem Elan das Zimmer erstürmte.

„Okay, wie kam ich in mein Zimmer? Und habt ihr mir was in mein Glas getan?“, hagelten die Anschuldigungen nur so auf uns nieder, aber ich beliebte nicht, über die Zeitung zu sehen als ich antwortete:

„Durch Zauberei!“, meinte ich sehr süffisant auf diese Frage und erntete von Lucius ein Schnauben.

„Sehr witzig, Severus! Was war noch gestern Abend?“, ätzte sie abwertend und ich zog die Augenbrauen zusammen.

„Oh, was hättest du denn gerne, das gestern Abend noch gewesen wäre?“, wisperte Lucius samtig, doppeldeutig und ich rollte hinter der bewegten Zeitung die Augen. Er war schrecklich.

„Sehr witzig!“, konterte sie missmutig.

„Hermione, ich weiß es absolut nicht zu schätzen, wenn selbst Make-up es nicht mehr schafft, dir so etwas wie Lebens ins bleiche Antlitz zu hauchen!“, schnitt Lucius ihr nun scharf und sehr resolut das Wort ab, darauf verstummte sie abrupt und ich stimmte ihm zu, dass sie übertrieb. Aber seine gewählte Wortwahl trieb mir die Gehässigkeit über sein hochgestochenes Gehabe in den Geist.

Ein unartikulierter Laut der Empörung entkam ihrer Kehle und ich stieß ein belustigtes Schnauben hinter der erhobenen Zeitung aus, aber ich wusste schon jetzt, ich würde das hier wieder genießen. Zu lange waren die öden Frühstückessen in der Großen Halle mein Ort des Ausharrens gewesen, aber das hier war um Längen besser.

„Natürlich hast du wie immer recht, Lucius, es wäre tragisch wenn meine blendende, sooo einmalige Schönheit unter dem fehlenden Schönheitsschläfchen leidet!“, kam es absolut seidig von ihr und ich unterdrückte das laute Lachen, das aus mir herausbrechen wollte, wahrlich schwer.

Diese beiden waren brillant zusammen und wirklich erheiternd.

„Severus, darf ich deiner erzitternden Zeitung entnehmen, dass du gut unterhalten bist?“, keifte nun ein pikierter Pfau zu mir und ich schielte mal kurz zur Decke, bevor ich betont langsam die Zeitung senkte und zwei starre Augenpaare auf mir ausmachen konnte.

„Nie Lucius, warum sollte ich amüsiert sein? Das Gespräch behandelt einen durchaus wichtigen Aspekt des Lebens… denn der Schlaf ist sicher wichtig, damit wir wohlüberlegte Entscheidungen treffen können!“, klärte ich balsamartig auf und legte die Zeitung weg.

Beide sahen mich an als ob sie an meinem Verstand zweifeln würden, sprach ich doch schon so geschwollen wie es einem zukünftigen Direktor gebührte.

„Was? Ich denke auch, dass du es langsam angehen lassen solltest!“, fuhr ich weiter fort und warf ihr einen tadelnden Blick zu.

„Ist ja gut! Ich weiß selbst, dass die Tage durchaus anstrengend waren und ich werde mir auch Ruhe gönnen, falls euch das beruhigt, aber hier müsste ich dich um etwas bitten, Lucius!“, änderte sich ihre Sprache rasant von forsch zu schmeichelnd, dieses Biest, aber das bemerkte auch Lucius, der nun mit schiefgelegtem Haupt skeptisch zu ihr sah.

„Und das wäre?“, fragte er irgendwie mit ironischem Ton.

„Die nächste Woche ist ausgebucht!“, presste sie rasant hervor und versuchte, seinem starrenden Blick auszuweichen.

„Ah, verstehe, aber du weißt noch, dass du eigentlich die Ferien über hier sein solltest…?“, warf Lucius langezogen ein.

„Ja, das ist es doch! Das weiß ich, aber was kann denn ich dafür… ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen!“, trug sie jetzt sehr dick auf und erntete nur das ungläubige Heben einer hellblonden Augenbraue.

„Wie erfreulich, dass wir das ähnlich sehen!“, flüsterte er seidig und zeigte sich erstaunlich süffisant und sie wollte schon etwas erwidern, als eine erhobene Hand sie stoppte.

„Wie gesagt, ich erkenne durchaus, dass unser aller Planung etwas unglücklich torpediert wurde, deshalb ein Vorschlag von mir im Guten!“, bot er tatsächlich ungewohnt kooperativ an und blickte auffordernd in die Runde, aber auch ich war bereit, diesem ohne Einwand zu lauschen.

„Bis zum eigentlichen Ferienbeginn hast du Freilauf… wenn du es so nennen willst. Du darfst, wenn unbedingt nötig, auch woanders schlafen… ungern, aber du darfst! Danach erwarte ich, dass du zum Frühstück als auch zum Abendessen so gut wie immer im Manor bist…“, erklärte er sehr nüchtern.

„Chrmchrm …“, warf ich räuspernd ein und erntete eine kurze, scharfe Musterung.

„Natürlich ausgenommen die Zeit, die du mit Severus verbringen wirst!“, schränkte Lucius gerade nach meiner dezenten Erinnerung ein.

„Geht klar!“, rief sie sofort, irgendwie sehr erleichtert, dass sich Lucius nicht querstellte, als ich alles in eine neue Richtung lenkte und betont gleichgültig meine Frage stellte:

„Wurde Draco schon von dir beschenkt?“, wollte ich wissen und erntete eine betroffene Miene von ihr.

„Verdammt! Das hab ich ja total vergessen!“, rief sie aus und war versucht, sich gegen die Stirn zu schlagen, ein Reflex, den sie nach einem Blick auf Lucius dann doch unterließ, schließlich gebührte sich ein derartiges Benehmen doch nicht für eine Malfoy in den hochherrschaftlichen Hallen.

„Wahrlich? Ich habe ihm seine Planetenuhr hingelegt, da er am Morgen seines Geburtstages spurlos verschwunden war und seitdem wohl auch nicht wieder aufgetaucht ist!“, kommentierte Lucius pragmatisch und offenbarte uns sein Geschenk, wie es in unseren Kreisen üblich war.

„Und von dir?“, wollte Hermione sofort von mir erfahren und ich blickte blinzelnd zu ihr, da es für diese derart durchgeplante Frau ungewöhnlich war, den Geburtstag ihres Freundes zu vergessen und ich gestand Lucius zu, dass er recht gehabt hatte damit, sie gewaltsam und auch gegen ihren Willen auszuschalten.

„Meine Mithilfe am Trank?“, bot ich lapidar an, denn ich schenkte nichts, hatte ich früher so gut wie nie und ich würde jetzt nicht damit anfangen und so blickte ich auch düster zu ihr.

„Oh, Mann…“, wisperte sie leise und schien sich schrecklich über sich selbst zu ärgern.

„Wie auch immer, nach dieser vermasselten Ermordung von Dumbledore wäre eine Geburtstagsparty kaum das Richtige gewesen. Es werden derer andere und noch mehrere kommen!“, entgegnete Lucius gewohnt hoheitsvoll.

„Na bravo!“, entgegnete das Biest sarkastisch und steckte sich eine Erdbeere in den Mund.

„Ihr seht leider selbst, dass ich zu eingebunden bin die Tage, vor allem der Schulrat tagt in einer Tour. Einige nervende Kräfte, die sich da auch gerne als Ordensleute bezeichnen, sind vehement gegen deine Wahl, aber das ist nur ein minimaler Störfaktor. Sollten sie mich zu sehr nerven, jage ich Yaxley auf sie und lasse sie unter einen Imperius stellen!“, hisste Lucius genervt auf.

„Ganz ehrlich, Lucius, ich kenne dein Überredungstalent und ich weiß schon längst, dass dieser lästige Kelch nicht an mir vorbeigehen wird!“, jammerte ich kühl und erntete doch glatt ein spöttisches Heben der Mundwinkel von beiden. Sie waren unsäglich.

„Oh, Severus, da fällt mir ein, ich konnte deine Räume nicht betreten!“, warf das Biest urplötzlich ein.

„Wirklich? Geht wohl auf Dumbledores Konto… sehr schön!“, freute ich mich, dass meine Habe und meine Privatsphäre vor der Wut der Lehrerschaft geschützt waren.

„Hattest du Sicherheitsvorkehrungen?“, wollte Lucius sehr interessiert wissen und klopfte mit seinem Zeigefinger auf die Tischdecke.

„Sicher… alles wäre bei unbefugtem Betreten zu MIR transportiert worden! Ich werde niemandem meine Bücher überlassen!“, tat ich doch etwas pikiert ab, als wäre ich nicht IMMER vorbereitet.

„Hahaha, das dachte ich mir fast!“, amüsierte sich Lucius köstlich und tupfte sich distinguiert mit der Stoffserviette die Mundwinkel.

„Warum wolltest du zu mir?“, fragte ich dann doch nach.

„Oh… ich wollte bei dir etwas verstecken, die „Hand des Ruhmes“! Damit hat dieser Idiot Warrington doch die DeathEater hereingeführt!“, hisste das Biest durch wütend verkniffene Lippen.

„Wie immer reagierst du mehr als schnell und wo ist die Hand jetzt?“, wollte Lucius sofort erfahren.

„In meinem Koffer…“

„Dann werde ich sie später von einem Elf holen lassen, um sie in das Ruhmeszimmer bringen zu lassen!“, war er flott, aber bei so was kam immer der Jäger und Sammler in ihm zum Vorschein.

„Bitte? Gestern ein Musikzimmer, jetzt einen Ruhmesraum, ist das Malfoy Manor gewachsen?“, spottete das Biest parlierend.

„Sehr witzig!“, kommentierte doch Lucius ungewohnt freundlich und ich versuchte schon wieder, mein Amüsement über die beiden zu verstecken.

„Dann hoffe ich auf heute Abend…“, entgegnete er fordernd.

„Ja, aber…“, begehrte sie auf, als er sie rasch unterbrach:

„Ja? Jeden Abend schloss diesen doch nicht ein… oder hast du heute sooo schrecklich viel vor?“, fragte er lauernd.

„Äh… nein, heute Abend!“, murmelte sie konsterniert und blickte wenig begeistert auf den hoheitsvoll entschwindenden Lucius, der uns zurückließ.

„Du bist erstaunt?“, wollte ich wissen.

„Worüber? Über Lucius? Nicht wirklich, ich glaube, er könnte gar nicht anders sein, selbst wenn er wollte!“, resümierte sie sehr schmeichelhaft für ihn.

„Wohl wahr! Läuft alles gut?“

„Seit wann so interessiert?“, wollte sie sofort argwöhnisch erfahren und ich legte die Serviette betont gelassen neben meinen Teller und sah sie aus schwarzen Augen eindringlich an.

Seit der Nacht auf dem Turm war dies unser erstes, eigentliches Gespräch und ich wollte nicht diesen Abstand und so hob ich auffordernd meine Hand und winkte sie wortlos zu mir. Sie beobachtete die Geste genau, während sie innerlich abzuwägen schien und ich war gespannt, wie ihre Entscheidung ausfallen würde.

Sie erhob sich langsam, sehr bewusst, legte die Serviette erst weg nachdem sie sich über den Mund getupft hatte, um dann mit bedachten Schritten zu mir zu kommen. Eine Hand streckte ich ihr noch immer entgegen, als sie den Tisch umrundete, an Lucius‘ Stuhl vorbeikam, während sie mich mit unleserlichem Gesichtsausdruck maß.

Ich registrierte sehr wohl, als sie neben mich trat, dass sie meine Hand übersah oder auch schlicht überging, denn als sie nun anhielt beugte sie sich vor, bis sie mir ihr Antlitz entgegenhielt, mich mit stoischen, braunen Augen ruhig musterte.

Ich selbst erwiderte den Blick ungerührt, bis ich meine noch immer erhobene Hand rasant an ihren Hinterkopf legte und meine Finger in ihr lockiges Haar krallte.

„Ändert sich etwas zwischen uns?“, durchbrach ich die Stille mit neutralem Ton, aber irgendwie legte sich eine bedeutungsschwangere Atmosphäre über uns, als ich diese entscheidende Frage stellte.

Sie nahm meine Worte mit einem leichten Aufblitzen in den Augen hin, bevor ihre Augen meine Gesichtszüge entlangzufahren schienen und die wieder eingetretene Ruhe legte sich angespannt über den Raum.

Dabei sagte sie aber immer noch nichts und innerlich nervte es mich, dass sie dieses Spielchen spielte und als ich verstand, dass sie nichts sagen würde, genauso wie sie sich nicht gegen meinen Griff wehren würde, entschied ich, dass ich reagieren musste.

„Du weißt, dass Potter es nicht geschafft hätte!“, stellte ich nüchtern klar und behielt uns in dieser Stellung, da ich wollte, dass sie ebenfalls Position bezog.

Denn zu meinem Leidwesen wusste ich nicht, was in ihr gerade vorging, bis sie plötzlich ihre Maske soweit fallen ließ, dass sie sich mit ihrer frechen, kleinen Zungenspitze keck über die Lippen leckte und mich anfunkelte. Ich unterdrückte ein Seufzen, denn es war ein durchaus verlockender Anblick.

„Ja, das weiß ich, Severus und ich bin nicht glücklich darüber, aber ich bin froh, dass du es getan hast und nicht Draco!“, flüsterte sie sehr leise, aber ihr Blick war konstant auf mich gerichtet, während ich nichts gegen das zufriedene und verschwörerische, minimale Lächeln an meinen Mundwinkeln tun konnte. Ebenso konnte sie es nicht zurückhalten und schenkte mir in stummer Zustimmung ebenfalls ein verhaltenes Lächeln.

„Ich habe es dem Alten versprochen!“, wisperte ich dann noch rau und es war als würde sich unser intensiver Blick ineinander verhaken.

„Und du beliebst, deine Versprechen zu halten!“, entgegnete sie atemlos und dann geschah es zeitgleich, dass sie sich vorbeugte um ihre Lippen heiß gegen meine zu pressen, während ich sie an ihrem Hinterkopf zu mir zog. Anscheinend war es uns beiden wichtig, dieses gegenseitige Verständnis, was wir gerade erreicht hatten, mit einem leidenschaftlichen Kuss zu besiegeln.

Während des Kusses krallten sich ihre Hände an mein Revers und ich verwob meine Finger gierig mit ihrem Haar.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Nach Severus‘ und meinem kleinen Zusammenstoß im Speisesalon hatten er und ich leider zu unseren Aufgaben gemusst. Für keinen von uns war es gerade eine ruhige, entspannte oder gar besinnliche Zeit.

Ich hatte mich in ein passendes Sommerkleid geschmissen und apparierte aus unserer Halle direkt nach Irland, vor Dracos Büro im Herzen Dublins. Na gut, ich landete in einer Seitengasse und eilte rasch und erholt nach dem langen, aufgezwungenen Schlaf auf die mintfarbene Tür des Unternehmens zu.

Das Schöne war, dass mich Lucius‘ Kammermusik zusammen mit dem Trank gestern so in Tiefschlaf versetzt hatte, dass ich nach einer morgendlichen Dusche und dem ein oder anderen muntermachenden Trank tatsächlich das Gefühl hatte, wieder voll einsatzfähig zu sein. Etwas, was ich auch unbedingt sein musste.

Froh war ich, dass die vorgezogenen Vorstellungsgespräche der Schulabgänger von Hogwarts in Dublin stattfanden und nicht in der Burg, die mich immer an die Grenze des Belastbaren brachte und so wiederhergestellt war ich nun doch nicht.

Ich betrat das, wie es schien, lebendige und sehr gefüllte Haus und stand vor dieser kleinen Französin, deren Name mit entfallen war.

„Oh, Willkommen! Mr. Malfoy erwartet Sie schon!“, empfing sie mich freundlich und erhob sich sofort höflich, da ich eigentlich auf die Treppe zusteuerte.

„Nicht dorthin, Miss! Er erwartet Sie, wie die anderen, im Konferenzzimmer, wenn Sie mir folgen wollen?“, bedeutete sie mir, in den hinteren Teil des Erdgeschosses zu kommen und als sie eine große Flügeltür öffnete, landete ich mitten im munteren Getümmel.

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Es war ein großer, sehr heller, lichtdurchfluteter und weitläufiger Raum. Ein Konferenzzimmer im klassischen Sinne war es wirklich nicht, denn es gab keinen großen Konferenztisch, um den alle saßen, sondern mehrere gut verteilte Sitzgelegenheiten in creme, beige, gold und dunkelbraun.

Einladend aussehende, dunkelbraune Ledersessel mit goldenen Ziernägeln waren kombiniert mit modern wirkenden, gradlinigen, hellen Sitzlandschaften und gläsernen Tischen, auf denen Papiere lagen und Getränke standen. Die Sitzgruppen bildeten in sich abgeschlossene Elemente, in dem jede auf einem eigenen, großen, sehr modernen Teppich platziert war. Auch die Teppiche nahmen das sehr stimmige Farbthema wieder auf. Auch wenn der Raum eine gemütliche Atmosphäre hatte, schrie hier momentan geradezu alles nach Arbeit.

„Da bist du ja!“, rief mich Draco, der weit hinten auf einer Couch saß.

Er winkte mich sichtlich erfreut zu sich, während viele erwachsene Leute hier herumirrten. Offenbar war er sehr froh, mich zu sehen und auch wenn er gewohnt blass war, so schaute er erfrischt aus. Die Strafe des Lords war ihm nicht mehr von außen anzusehen, ein Fakt, der mich beruhigte.

Bellatrix sah nach ihren Strafen tage- und teilweise wochenlang schlecht aus, aber das waren bei Draco wohl die positiven Folgen von Severus‘ hochwirksamen Tränken, die Bellatrix natürlich nicht zur Verfügung standen.

„Draco!“, begrüßte ich ihn ein wenig kühl und er verzog sein hübsches Gesicht zu einer missbilligenden Schnute.

„Du bist sauer!“, verkündete er feststellend, aber da es wahrlich rhetorisch war, ersparte ich mir eine Antwort.

„Warum hier?“, wollte ich wissen, dabei stand ich noch immer recht verstockt vor ihm.

„Dachte mir, die unterschiedlichen Häuser fühlen sich im Ganzen wohler! Deshalb das große Zimmer und ich dachte, hier könnten beim nächsten Durchgang auch die Bewerbungsgespräche stattfinden! Gleich kommen die ersten…“, wurde ich informiert und er griff vorsichtig nach meiner Hand.

Dabei blickte ich taxierend auf unsere nun verbundenen Hände und anders als bei Severus stieg in mir eine leise, aber latente Wut darüber auf, wie er mit Harry geschachert und gehandelt hatte, ohne mich zu informieren.

Darüber, dass ich irgendwie recht gehabt hatte, dass Draco gegen die Macht des Stabes nicht immun war, gegen diese Enttäuschung konnte ich soeben nicht an, doch wir wurden unterbrochen, als die Tür wieder aufging und nun tatsächlich die ersten hereindrängten und ich entschlüpfte Dracos Griff geschickt, indem ich mich umwandte.

„Hey, wundert mich irgendwie nicht, dass Malfoy nix machen kann was nicht protzig ist!“, kam es reichlich trocken von einer verhärmt wirkenden Hannah, die mit entschlossener Miene eintrat.

„Schönste… hallo!“, winkte ihr Begleiter deutlich wohlwollender.

„Neville, Hannah! Schaut so aus als wäret ihr die ersten!“, begrüßte ich die beiden „Wie war´s daheim?“

„Oh, frag nicht!“, wedelte Neville abwehrend und ein trauriger Zug zog in Hannahs harte Augen ein.

„So schlimm?“, trat ich näher auf das Paar zu, froh, dass sie mich und Draco unterbrochen hatten, denn für eine Aussprache war gerade nicht die rechte Zeit. Wir hätten uns in Vorwürfen verloren, da war es besser zu schweigen und sich auf anderes zu konzentrieren.

„Naja, Oma war wie eine Glucke, nun, nachdem ihr großes Idol Dumbledore umgebracht wurde… sie schimpft wie ein Rohrspatz auf das Ministerium und Hannah umtüddelt sie ständig, sie ist schon ganz genervt!“, erzählte ein geplagt wirkender Neville.

„Das stimmt, ich meine klar, ich bin nun alleine! Aber deshalb bin ich nicht geistig minderbemittelt! So nett und bemüht Mrs. Longbottom ist, das zehrt gefährlich an meinen doch recht dünnen Nerven und deshalb… hey, Malfoy! Kann man auch gleich ganz bleiben?“, rief sie zum Ende hin laut zu Draco.

„Was? Oh, ja, natürlich kann man das, Abbott, … ihr erhaltet dann gesammelt eine Führung, da siehst du dann, dass genug Platz da ist… was ist mit dir, Longbottom?“, fragte Draco salopp, während er zusammen mit Roger Davies über Papiere blickte, er wirkte sehr abgelenkt.

„Ähm? Naja, ich hoffte, noch 1 oder 2 Tage bei Oma zu haben…“, stammelte er überrumpelt und Draco zuckte nur die Schultern.

„Wo kommen die BL-Mitglieder an? Im Zwischenlager in Wales?“, wollte ich nun erfahren.

„Nein, das haben wir zeitlich einfach nicht geschafft! Sie landen hier, in einem extra Apparitionsraum, der sehr gut geschützt ist, aber das geht nur, weil die Zahl recht übersichtlich ist!“, informierte plötzlich Miles Bletchley gewichtig, während er zur Tür hereinkam.

Dann konnte ich Theo und Greg ausmachen, schließlich waren die schon am Tag der Rückreise nach Irland gebracht worden und nun tigerten die beiden unruhig durch das Zimmer, nervös auf ihre Freundinnen wartend, da sowohl Pansy als auch Padma zur BL gehörten und erst noch kommen würden.

Als die Tür schon wieder aufging, trat ein Schwall plappernder Mädchen ein, dabei runzelte ich meine Brauen aber ich musste gar nichts sagen.

„Hey, stopp! Padma, was hat Parvati hier zu suchen?“, forschte Hannah recht harsch nach, wobei Padma gerade nicht wirklich antworten konnte, da sie schon in Gregs Armen lag und der Riese von einem Mann gierig ihren Mund mit seinem verschloss.

„Sorry, du Griesgram, aber Lavender kommt hierher und unsere Eltern haben heute die Reiseverbindung nach Indien im Ministerium gebucht! Ich musste irgendwo hin!“, verteidigte sich Parvati mit rudernden Armen und ihre langen Haare umpeitschten ihre schlanke Gestalt, als sich Padma entschlossen von Greg löste, vor allem wenn man die tragische Trennung von vor einem Tag mit einrechnete, ging doch tatsächlich mein Sarkasmus mit mir durch.

„Lass Parvati in Ruhe!“, keifte Padma zu Hannah und blickte Draco offen an. „Es ist doch kein Problem, dass meine Schwester schon jetzt mit mir zusammen hier bleiben muss?“

„Marcus?“, gab Draco geschickt, wie selbstverständlich, an Flint weiter, der an einem verwirrenden Flipchartboard stand, das so groß wie zwei war und anscheinend sowohl die Zimmerverteilung von Dublin als auch der Burg wiedergab und an sich sehr vollgeschrieben wirkte, mit vielen Pfeilen.

Es sagte keiner, dass hinter dem Unternehmen keine Planung stecken würde.

„Ähm, nein. Null Problem, sie sollte mit dieser kleinen Brown zusammen in ein Zimmer und die kommt ja heute… also alles in Ordnung!“, murmelte er vor sich hin und schob mit Penelope Clearwater irgendwelche Namen magisch hin und her und wirkte alles in allem sehr beschäftigt.

„Wunderbar!“, klatschte eine zufriedene Padma in die Hände, als sich Greg nah zu ihr beugte:

„Ihr hattet Probleme mit euren Eltern?“

„Ja, sie gehen mit unserem Bruder und wenn wir nicht mitkommen wollen, stehen wir allein! Es war unschön…“, bekannte die hübsche Inderin traurig.

„Genau, aber sorry, England ist meine Heimat, nicht Indien! Wir sind nur Frauen, die gelten da unten nichts, Hexe hin oder her!“, echauffierte sich eine sichtlich wütende Parvati, ungewohnt für ihre Interessen einstehend.

„Dann seid ihr uns hier willkommen!“, nahm ein charmanter Pucey die Führung an sich, da schon die nächsten zur Tür hereindrängten.

Wobei nun Puceys Freundin, Katie Bell, zusammen mit Jack Sloper in den Raum kam, obwohl beide ganz aus Hogwarts und der BL ausgeschieden waren, da sie die Schule abgeschlossen hatten. Sie schien sich gut auszukennen, dank ihres festen Freundes Pucey, obwohl es für sie unbekannt sein müsste hier in diesem Büro zu sein und winkte gerade ihrem Adrian zu.

Draco sprach eindringlich mit Montague, während nun auch der Ausscheider Tom Vaisey durch die Tür trat und von Angelina freudig begrüßt wurde.

Wir näherten uns einem Taubenschlag, der logistisch zu handhaben war, brutal und ich beobachtete mehr als dass ich mich einmischen wollte.

Danach ging es Schlag auf Schlag, weil nun die BL-Mitglieder eintrudelten: Ernie McMillan, Dean Thomas, Terry Boot, Seamus Finnigan, Susan Bones und Pansy Parkinson! Wobei sich Pansy ebenfalls in Theos Arme warf, wie nach einer monatelangen, schweren Trennung, war Liebe schön! Ich war schon wieder zu bissig, aber dass es zwischen diesen beiden Paaren immer noch hielt, war unerwartet und schön für diese!

Der braun, beige Konferenzraum füllte sich somit beständig, als auch noch Dennis und Colin Creevey sowie Justin Finch-Fletchley dazu kamen.

„Sind alle da?“, brüllte Flint plötzlich lautstark über die versammelte Masse mit seinem lauten Organ hinweg.

„Nein…“, wuselte seine Ehefrau aufgeregt mit einem Klemmbrett bewaffnet zu ihm. „Blaise Zabini, Astoria Greengrass, Ginny Weasley, Luna Lovegood und Lavender Brown fehlen!“

„Aha, aber die BL-Abgänger Sloper, Katie und Tom sind da?“, rief er wieder donnernd laut über die Meute.

„Adrian, schnapp sie dir, zeig ihnen Contino und die einzelnen möglichen Abteilungen, in denen sie tätig werden können! Danach zeig ihnen den Wohnblock und die Burg! Ihr anderen, die BL-Führer wartet hier! … Ansonsten ist Team Gryffindor bis auf Greengrass komplett… Parvati Patil nimmt ihren Platz ein! … Angelina, führ sie zum Wohntrakt und zeig ihnen den, danach die Burg!“, orderte er geschäftig an und umgehend liefen die Benannten los.

Beeindruckend, dass er den Überblick behielt, aber er war auch ganz ruhig inmitten des Chaos. „Team Ravenclaw, sehe ich, ist ebenfalls bis auf Lovegood vollzählig! Davies nimm du sie auch… und Colin Creevey nimmt ihren Platz ein… geht! Du zuerst in die Burg, dann in den Wohnblock!“, endete er bestimmend und auch diese Leute liefen sofort los, während sich nun der Raum rasch leerte.

„Okay, wie machen wir es…? Team Hufflepuff ist bis auf Ginny Weasley vollzählig! Susan Bones nimmt ihren Platz ein! Alicia, mein Schatz, bist du so lieb und führst sie weg?“, bat er schnulzig und handelte sich ein liebes Lächeln von seiner Frau ein, bevor sie mit ihrem Team entschwand. Als auch diese Personen gingen waren nur noch die BL-Führer und Pansy Parkinson bei uns.

„Hat einer von euch Ahnung was mit den 4 fehlenden ist?“, wollte Flint nun ungeduldig wissen, denn das schien ihm gar nicht zu passen, weil sein Zeitplan durcheinander kam. Als Kapitän im Quidditchteam hätte ich ihm damals nicht Untertan sein wollen.

„Keinen blassen Schimmer!“, kommentierte Draco und auch ich zuckte unwissend mit den Schultern.

„Bleiben Sie doch endlich mal stehen verdammt, bleiben Sie bei mir!“, hörten wir einen enervierten Schrei aus dem Vorraum und eine sichtlich mit den Nerven am Ende scheinende Audrey eilte hilfesuchend herein.

„Da ist die ganze Zeit ein blondes, langhaariges Mädchen, das verträumt durch das Haus läuft…, dabei habe ich ihr gesagt, sie soll hierher gehen… jetzt ist sie schon wieder entwischt! Sie redet die ganze Zeit was davon, dass sich hier Helantropen verstecken? Was ist das?“, plapperte die aufgelöste Frau rasch.

„Das hört sich brutal nach Lovegood an! Graham, fang sie doch bitte ein!“, kommentierte Draco recht trocken, als ich leicht schmunzelte, denn Luna war einmalig.

Im nächsten Augenblick konnte ich nur noch perplex starren, denn plötzlich sah ich wortwörtlich nur rot, viel zu viel rot, um ehrlich sein.


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Kapitel 367-368 Queeniesig-1
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BeitragThema: Re: Kapitel 367-368   Kapitel 367-368 EmptyDo Apr 18, 2013 7:14 pm

368. Kapitel Ausgesetzt


„Was machst du hier?“, fragte ich perplex und alles wandte sich zu den Neuankömmlingen um.

„Hey, hallo…“, begrüßte sie der Rest. „Wo ist Oliver?“, plapperte das Mädchen los, das eindeutig Ginny war.

„Oh, der hat Training!“, antwortete Draco sogar eilfertig und sie zog einen malerischen Flunsch, während mein fordernder Blick nur auf ihrem Begleiter lag.

„Ich hab es vorgezogen, zu flüchten! Ich hab gestört…“, flüsterte Ron mir nun zu, der sich extra nah zu mir beugte und mir zur Begrüßung einen sachten Kuss auf die Wange hauchte.

Dies wurde von den irischen Leuten von Draco genau beobachtet und sie waren natürlich verwundert, nur 2 Leute des Trios zu sehen und fragten sich, wo Harry war, beziehungsweise waren verwundert, dass Ron auch von allem wusste!

„Oder, weil du hoffst eine ehemalige Affäre von dir hier zu finden?“, fragte ich flüsternd und sehr zweifelnd und er wirkte leicht ertappt, aber dann schüttelte er doch den Kopf.

„Das Cottage ist ohne Harry etwas… öde. SIE versteckt sich mit IHM in ihrem Zimmer und Astoria und Blaise sind für sich, da fühl ich mich leicht überflüssig!“, bekannte er wispernd.

„Apropos, wo sind die beiden anderen?“, wollte ich etwas lauter wissen.

„OH, wir sind hier!“, meinte ein soeben leutselig eintretender Blaise „Wir sind Sarah Fawcett auf der Treppe begegnet und sie liebt es zu tratschen!“, lachte er düster auf.

„Damit sind dann endlich alle vollzählig?“, wollte ein mehr als genervter Draco erfahren.

„Lavender fehlt noch!“, warf Padma sorgenvoll ein, während Montague mit einer plappernden Luna am Arm eintrat und dabei leicht geschlagen wirkte.

„Penelope, du gehst mit Astoria, Lovegood, Weasley und Pansy! Jetzt!”, befahl er enerviert und wedelte hoheitsvoll mit seiner Hand.

„Geht klar, kommt bitte mit!“, flötete die ehemalige Ravenclaw und Ex von Percy Weasley, während ihr die Gruppe gespannt folgte.

„Und was passiert nun mit uns?“, wollte Neville, der in dem jetzt mehr als leeren und verlassenen Konferenzraum stehen blieb, erfahren.

„Patil, Abbott, Blaise, Weasley und du, Longbottom, ihr werdet von mir rumgeführt!“, bestimmte Draco süßlich und Ron warf mir einen verzweifelten Blick zu, worauf ich nur die Hände abwägend hob und selbst einschritt.

„Brauchst du mich dabei?“, wollte ich etwas gelangweilt wissen, denn ehrlich, da gab es anderes für mich zu tun, als mir das alles wieder anzusehen und ich war doch zusätzlich noch so sagenhaft gerne in Irland.

„Mhm… nein, natürlich nicht! Marcus und das Team warten jetzt noch auf die restlichen Schulabgänger der DA, deshalb ja auch noch der Auflauf hier in dem Zimmer. Die werden sich dann auch erst entscheiden müssen, bevor sie ins Wohnheim kommen oder überhaupt in die Burg…! Marcus, sagst du Summers, er soll die Eulen loslassen damit sie JETZT die Portschlüssel an die Abgänger bringen?“, befahl er noch rasch.

„Geht klar, bin weg!“, eilte der Angesprochene schnell davon.

„Hermione, was hast du vor…?“, wurde seine Frage abrupt unterbrochen, da eine schluchzende Lavender von Audrey hereingeführt wurde, welche ihr die Schulter tätschelte, dabei sah Lavender leicht struppig aus. Ihr langes, lockiges, dickes Haar hatte sie in einem langen Zopf zusammengefasst, außerdem trug sie einen riesigen Rucksack und wirkte total verloren.

„Lavender?“, fragte Ron besorgt, bei seinem Anblick quiekte sie laut und wich erschrocken zurück, was die Mädels auf den Plan rief.

„Hey, Süße, geht es dir gut?“, „Ja, was ist passiert?“, wollten sowohl Padma als auch Hannah sorgenvoll wissen, dabei gingen sie auf Lav zu und Neville hielt Ron weitsichtig zurück.

„Ich… ich… ich, ich bin auf das Parfum meiner Mama allergisch!“, jammerte sie dramatisch aufheulend und ich stand ähnlich perplex wie Draco und Blaise da, während sie sich vor Kummer schüttelte.

„Nicht dein Ernst!“, echote auch schon Blaise fassungslos und konnte sich ein leichtes, dreckiges Grinsen nicht verkneifen, dabei rollte Draco offen mit den Augen, während ich vortrat.

„Nun, das heißt wohl, du wirst gleich bleiben?“, wollte ich vorsichtig wissen und sie nickte schniefend, mit vielen roten Flecken in ihrem Gesicht, die nicht wirklich ansprechend aussahen. Unterdessen versuchte sie zudem, sich vor Ron zu verstecken.

„Ja, will ich! Ich hab nicht die Kraft, mich auf meine Eltern zu konzentrieren, dafür ist alles noch viel zu frisch!“, erklärte sie dann doch überraschend kräftig und ich grinste sie an, was mir relativ komische Blicke einbrachte.

„Gut, dann unternehmen wir zwei was zusammen! Geht das okay? Draco?“, fragte ich über die Schulter.

„Was hast du vor?“, wollte er perplex wissen.

„Das werdet ihr dann sehen! Komm, Lavender… sag Tschüss!“, bestimmte ich und besah mir etwas überheblich ihr Sommerkleid und stöhnte, bevor ich in der Tür abrupt stoppte, da mir etwas einfiel, während uns die anderen etwas konfus hinterherblickten.

„Äh… Draco! Alles Gute nachträglich zum Geburtstag!“, meinte ich reichlich kühl, fasste in die Tasche meiner Kleidung und zückte die Phiole.

„Danke!“, stotterte er sehr überrumpelt.

„Oh Mann, Mist! Das hab ich ja total vergessen!“, „Wow, Malfoy! Ich auch!“, „Ärgerlich, das fiel aber unglücklich!“, kommentierten Blaise, Ron und ein paar der Irländer.

„Hier, dein Geschenk, auch wenn du es nicht verdienst!“, warf ich ihm die wertvolle Phiole mit dem kostbaren Trank durch die Luft zu. Sie wirbelte und flog auf Draco zu, der sie zu seinem Glück als Sucher des Qudditchteams sogar gekonnt auffing und bei meinen Worten verärgert die Lippen zusammenpresste.

„Danke… wofür ist der?“, wollte er irritiert wissen und starrte durch das Glas auf die „goldene“ Flüssigkeit.

„Für deinen Auftrag und ohne Severus gäbe es den Trank nicht, sieh es als seine widerwillige Gabe für dich zum Geburtstag an!“, entgegnete ich knapp, wobei ich erkannte, dass er verstand, dass dies ein Schutz vor den Veelas sein sollte und so packte ich rasch Lavenders Hand und zog sie mit mir.

„Mudblood, so warte doch… verdammt!“, hörte ich noch Draco, der mir nachkommen wollte, aber ich war schneller und rasch mit Lav, die ich recht rabiat hinter mir herzog, aus dem Haus und in der Seitengasse, woraus wir schon apparierten als sein Blondschopf durch die mintgrüne Tür geschossen kam und uns noch entschwinden sah.

„Wow, kannst du mich das nächste Mal bitte vorwarnen?“, flüsterte die atemlose und auf den Boden gegangene Lav nach der Seit-an-Seit Apparition und ich stand ungerührt da und blickte mich interessiert um.

„Wo zur Hölle sind wir hier? Warum hast du mich von den anderen getrennt?“, meinte sie nun schon forscher, nachdem sie ihre neue Umgebung fassungslos betrachtete.

„Hast du Angst, dass du nicht zurückkommst?“, lächelte ich minimal gehässig über ihre offene Sorge.

„Neee, naja, ich kann dir nicht ganz folgen!“, bekannte sie ehrlich und rappelte sich auf die Beine.

„Nun, das hier war der Wald, in den wir geflüchtet sind als die DeathEater die Quidditchweltmeisterschaft aufgemischt haben… wir sind also noch in Irland!“, informierte ich sie und fühlte, dass es hier, anders als in der Burg oder auch Dublin, relativ ruhig für mich war. Es wirkte auf mich als wären wir hier in Schottland und England. Die Grenzen zwischen den Welten waren an diesem Ort sehr viel klarer, als an den anderen Orte, die ich besucht hatte.

Das wäre bestimmt für Gellert interessant zu erfahren, machte ich mir eine geistige Notiz.

„Ja, schön und was sollen wir hier?“, motzte Lavender ungeduldig.

„Nun, komm mal her… nimm Platz!“, bot ich, neben mich klopfend, erstaunlich duldsam an und sank selbst in das saftige, grüne Gras der irländischen Wiesen.

Sie schmiss den sichtlich schweren Rucksack auf den Boden, ließ sich recht forsch in ihrem passenden Blümchenkleid nieder und blickte mich fordernd, aber auch sehr irritiert an.

„Also, ich habe mir was überlegt… so in 10 Tagen hätte ich ein wenig Zeit und dann würde ich wieder zu dir herkommen…“, begann ich ausholend und ließ meinen Blick über die Landschaft wandern.

„Moment, was heißt „wieder“?“, unterbrach mich Lavender leicht kreischend.

„Das, was es bedeutet… mal ehrlich, was willst du bei den anderen? Deine neuen Instinkte müssen erwachen. Ich hätte gesagt, du bleibst hier…“, eröffnete ich ihr und mit einer weitschweifigen Handgeste untermalte ich es, dabei stierte sie mich nun mit riesigen Augen an, in denen der pure und nackte Unglaube stand.

„HIER! ALLEIN! IM! WALD? Bist du noch ganz dicht?“, brüllte sie zornbebend und so aggressiv, wie sie früher nie gewesen wäre. Das waren ihre animalischen Instinkte. Dabei rührte ich keinen Muskel, denn Angst machte sie mir nicht wirklich, wenn ich es schon schaffte, Fenrir zu stoppen, dann war sie keine Gegnerin.

„Du bist doch schon 17, das heißt, du hast sogar als Verteidigung deinen Zauberstab!“, bot ich recht generös an.

„Genau, damit könnte ich sogar zurück apparieren!“, keifte sie fassungslos über meinen Vorschlag in der Natur zu bleiben und meine Züge verhärteten sich unmerklich, bei dieser Feststellung.

„Korrekt, aber die Frage ist, willst du wirklich von vornherein scheitern?“, fragte ich provokant.

„Was soll ich solange hier?“, hisste sie empört, mit roten Flecken im Gesicht auf und wedelte erregt mit der Hand durch die Luft.

„Zu dir finden! Zu dir und deinem neuen ICH! Hier wird niemand sein, der dir etwas einredet! Nichts gegen Parvati und die anderen… aber sie werden dich trotzdem nie verstehen. Du wirst immer anders sein und außerdem würde es dir wirklich gut tun… Abstand…“, versuchte ich zu erklären und nahm sie fest ins Visier.

„WAS? Hier zu verrotten? Ich glaub nicht, dass ich das kann! Ich hab ANGST!“, rief sie außer sich und kreischte zum Ende hin sehr laut, weswegen ich tadelnd das Haupt schüttelte.

„Sei doch nicht so melodramatisch! DU hast einen Zauberstab! Du kannst Feuer und Licht machen und in Irland gibt es keine soooo gefährlichen Tiere aber das Wichtigste, es gibt keine Werwölfe! Du kannst jederzeit mit deinem Patronus nach mir rufen, sollte es dringend nötig sein…“, gab ich zum Schluss widerwillig die Erlaubnis, mich belästigen zu dürfen, während sie furchtsam vor und zurück wankte, in einem beruhigenden Rhythmus, derweil fragte ich mich zaghaft, ob sie die große Ehre, die ihr hiermit zuteilwurde, erkannte, oder eher nicht!

„… Aber ganz allein? Draußen im Freien? Das war ich noch nie! Das will ich gar nicht… so allein sein! Wo soll ich schlafen?“, stotterte sie ängstlich und sehr aufgebracht, aber an der letzten Frage konnte man erkennen, oder eher erahnen, dass sie es wenigstens in Erwägung zog.

„In einem Schlafsack, den du dir verwandelst, oder einem Zelt, das du ebenfalls aus etwas zauberst. Schließlich bist du eine Hexe, oder du kletterst in einen Baum!“ bot ich reichlich nüchtern an und ein scharfer Blick von ihr strafte mich mit Verachtung.

„Und wenn ich runterfalle?“, ätzte sie böse.

„Sichere dich, binde dich magisch mit einem Seil an den Stamm. Es gibt so viele Möglichkeiten für dich!“, blieb ich trotz ihrer Provokation ruhig, denn ich wusste, ich verlangte von dieser jungen Frau vor mir sehr viel.

„Wolltest du mich deshalb nicht im Cottage haben?“, wisperte sie plötzlich atemlos und stoppte in ihrer wiegenden Bewegung. Unter ihrem bohrenden Blick überlegte ich genau, was ich sagen würde.

„Gut, du bist gut! Ja, ich gebe es zu, es stimmt, ich hoffe schon länger, dass du dich auf mein Experiment einlassen würdest, einige Zeit in der Wildnis zu leben!“, umschrieb ich ihren Vorwurf und hoffte, sie mit diesem Eingeständnis abzulenken und sie von der Frage abzuhalten, warum ich sie wirklich nicht im Cottage haben wollte.

„Warum? Und woher soll ich Essen und Trinken bekommen?“, fragte sie lauernd und ihre Zugeständnisse überraschten mich, ich starrte sie abwägend an.

„Überrasch mich, hier ist die Natur, du kannst jagen oder was sammeln aber auch was klauen, sei nur geschickt! Ich wollte eben, dass du nicht gerüstet hierherkommst, sondern dich unvorbereitet dieser Aufgabe stellst!“, verstummte ich in meiner Erklärung, da sie plötzlich von mir wegblickte, um mit einem tiefen Stöhnen vollständig ins Gras zu sacken.

Sofort hielt ich ein und wartete, denn Bedenkzeit wollte ich ihr wohl geben. Es war keine einfache Entscheidung und eine, die wohlüberlegt sein wollte. So sank auch ich zurück und blickte in den sonnigen und wolkenlosen Sommerhimmel.

Eine derartige Ruhe hatte ich schon lange nicht mehr verspürt, fast hätte ich Lavender um diese Auszeit beneidet, die sich ihr hier bot.

Plötzlich vernahm ich, wie sie tief durch die Nase die Luft einsog und langsam ausatmete. So rollte ich mein Gesicht zu ihr, als sie die Augen aufschlug und in den hellen Himmel blinzelte.

„Es riecht so intensiv…“, wisperte sie leise und ich schmunzelte ganz sachte. Natürlich gab es mannigfaltige Gründe, warum es dem Rudel im Wald gefiel und dies hier würde mein ultimativer Test sein, ob dies auch auf Lavender zutreffen könnte.

„Lavender, du musst nicht bleiben, wenn du nicht willst! Wenn du aber bleibst, dann halte durch! Versuch es zumindest! Solltest du dich aber verletzen oder sonst etwas passieren zögere nicht! Du hast die Münze der DA und deinen Patronus! Du befindest dich im Wald der Quidditchweltmeisterschaft, du hast die Kavallerie sehr wohl in deinem Rücken!“ versuchte ich ihr dieses Abenteuer schmackhaft zu machen.

„Wow, hätte mir jemand zu Anfang des Jahres gesagt, dass ich einen auf Waldmenschen mache… tsseeeee!“, hauchte sie ungläubig aber ihre Instinkte mussten doch stärker vorhanden sein, als bisher vermutet, wenn sie derart darüber nachdachte. Ich hatte dies gehofft, dass wenn sie hier länger mit mir wäre, sie der Versuchung und dem Lockruf der Natur nicht widerstehen könnte.

„Und wenn mir einer gesagt hätte, dass ich mit einer schweigsamen Lavender auf einer Wiese liege, hätte ich demjenigen den Vogel gezeigt!“, bekräftigte ich und da kicherte sie los und selbst ich schmunzelte, dabei zog ich mich auf meine Unterarme.

„Also du versuchst es?“, zweifelte ich sorgend, dass sie Angst vor der eigenen Courage bekommen würde.

„Abgemacht, die Hand darauf?“, fragte ich skeptisch und wachsam, als sie nicht reagierte. Nun richtete sie sich auch langsam auf, um mich mit geröteten Wangen unsicher anzusehen.

„Aber… aber, wenn ich es nicht schaffe… ist es auch nicht schlimm?“, flüsterte sie furchtsam.

„Lavender, das ist kein Schultest, sondern nur um dir zu helfen, zu dir selbst zu finden! Also nein, es ist nicht schlimm!“, sprach ich ruhig und überzeugend zu ihr, um dem Ganzen die Spannung zu nehmen und dann nickte sie vorsichtig, sehr sachte und ich schenkte ihr ein zufriedenes Lächeln. Sogleich wühlte ich kurz in meiner Tasche, denn ich hatte ein Buch für sie, das ich ihr geben wollte und so schob ich es ihr, es wieder zu seiner Originalgröße zaubernd, zu.

„Was ist das?“ Diese fast pikierte Frage passte zu ihr, dass sie Bücher nicht als Bücher erkannte.

„Lies es… und pass auf dich auf! Ich bin stolz auf dich!“, waren dies meine letzten Worte, bevor ich noch im Sitzen von ihr weg apparierte und erleben durfte, wie sich ihre Augen panisch weiteten als sie verstand und registrierte, dass ich nun tatsächlich und endgültig ging.

Aber ich dachte mir, ein Abschied mit Schrecken wäre besser als es unnötig in die Länge zu ziehen.

Obwohl ich noch im Sitzen sprang landete ich gekonnt im Stehen, danach ging ich wohlgemut und gespannt, wie sie sich schlagen würde, wieder auf die Häuserschlucht von Contino Industries zu.

Ich war wahrlich neugierig, ob Lavender, unser bisher behütetes Reinblut, viel mit Robinson Crusoe, von Daniel Defoe, einem Muggelautor, anfangen konnte. Aber ich hoffte, diese spannende Lektüre würde ihr in der Einsamkeit helfen, zurecht zu kommen!

Somit ging ich herein, aber gerade war der Empfang unbesetzt, dafür trappelten zu viel Menschen rasant die Treppen hoch und runter. Hier herrschte gerade eindeutig hektisches Leben.

Die Abgänger der DA waren nun da!

Viele waren in dem Konferenzraum versammelt, sehr malerisch schwebte über den einzelnen Gruppen erklärende Schilder, die anzeigten welche Abteilungen von Contino Industries dort repräsentiert wurden. Sachen wie Journalismus, Immobilien, Quidditch oder sogar das Ministerium und noch vieles mehr.

Zu meinem Erstaunen waren tatsächlich alle mit dem Portschlüssel gekommen, aber so viele waren es nicht, an ihrer Zahl 12! Aber dass Cormac und Cho dabei waren überrumpelte mich.

Cormac McLaggen, Justin Kirsch, Leanne aus Gryffindor. Aus Ravenclaw Marcus Belby, Cho Chang. Slytherins waren Terence Higgs, Ella Wilkins und Mel Baddock, sowie Hufflepuff Anthony Rickett, Chris Chadwallader, Elisa Branstone und Tamsin Applebee.

Sie alle waren tatsächlich hier in Irland! Es funktionierte, selbst diejenigen, die sich nicht sicher waren ob sie überhaupt in der magischen Welt bleiben wollten, gaben dem hier und sich eine echte Chance.

„Oh, Draco ist noch nicht da. Er hat mit der Burg angefangen!“, informierte mich Flint wie nebenher als er mich in der Menge ausmachte.

„Aha… eigentlich könnte ich dann ja gehen! Ich wollte euch nur informieren, dass Lavender wohlauf ist und in gut 2 Wochen wiederkommen wird, also braucht sie ab dann ein Bett! Und sollte ihr Patronus kommen oder ihre Münze glühen, helft ihr!“, ordnete ich geschäftig an und durfte erleben, wie mich die DA-Abgänger musterten.

„Was hast du mit ihr getan?“, musterte Flint mich mit misstrauisch verengten Augen an.

„Nichts…“, winkte ich ihm zum Abschied frech zu, während ich beobachtete, dass sich Cormac McLaggen intensiv mit Kenneth Towler über das Ministerium unterhielt.

„Hey, Granger, du bist da? Ist Harry auch hier?“, fragte mich da plötzlich eine eifrige Cho, der ich nur einen langen Blick sandte, ohne etwas zu entgegnen.

Als ich mich abwandte, um endgültig zu gehen, dabei wog ich meine Möglichkeiten ab, denn beim besten Willen, nichts würde mich gerade dazu bringen in die Burg zu gehen, oder ins Wohnheim, vor allem könnten mir überall Albus und Gellert auflauern und auf die beiden hatte ich auch gerade keine Lust.

„Hey, Granger… naja, warte! Bleib verdammt nochmal SOFORT stehen!“, fuhr mich ein hinter mir herbeieilender Flint an und ich stoppte.

„Bitte…?“, wollte ich konsterniert wissen.

„Dein Alter benimmt sich voll komisch! Wollte ich dir nur mal so sagen! Nicht dass er nicht von Anfang an merkwürdig gewesen wäre, aber jetzt redet er laut mit sich selbst! Und wie… brutal!“, standen wir nun im Empfang und er berührte mich an meiner Schulter, hielt mich auf.

„Oh… ja, so ist er! Nicht beachten, solange er nicht versucht, sich selbst umzubringen!“, entgegnete ich jovial und warnte sehr sarkastisch, weil ihn vielleicht Albus in den Selbstmord trieb, aber sonst war doch alles prächtig.

„So locker siehst du das?“, wollte er wachsam und irgendwie lauernd erfahren.

„Nein, aber ich kenne das Problem, nur an der Lösung muss ich noch arbeiten, also passt alles, aber danke für die Info!“, beschied ich ihm, bevor ich das Haus wieder verließ und einen mürrischen Flint zurückließ.

Ich stand vor der Entscheidung in ein wohl leeres Manor zu gehen, in ein schlechtgelauntes Cottage, aus dem sogar Ron geflohen war, weil Harry fehlte oder in mein Haus, in dem ich Tonks und Remus bei etwas überraschen könnte, was ich gar nicht sehen wollte oder ich würde mir mal jemanden kaufen und fragen, was ihm in letzter Zeit das Gehirn vernebelte.

So sprang ich und auch wenn ich meine Dolche und meine Zauberstäbe bei mir hatte, so wirkte das bunte, grün gemusterte Freizeitkleid, das ich trug, absolut untauglich für diese Gegend, wenngleich ich feste und hohe Stiefel angezogen hatte. Irgendwie passte heute alles nicht so recht zusammen.

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Aber so stapfte ich frohgemut los und wusste instinktiv, es wäre nicht gut, die Konfrontation länger aufzuschieben. So war es unvermeidlich, dass sich Sträucher oder kleine Äste in dem zarten Stoff verfingen und ihn etwas einrissen, es störte mich aber weniger, denn soeben konnte ich die ersten Beobachter in ihren Verstecken ausmachen und hob nur grüßend die Hand, sodass ich unbehelligt weiterging, da sie mich erkannten.

Während ich nun in die Senke zum Lager hinabstieg, bemerkte ich sehr wohl, dass es lauschiger war als im Winter und natürlich fläzte Fenrir wie ein Krösus vor seinem abgestorbenen Baum und ein junges Werwolfmädel saß obszön auf ihm.

Göttin sein dank hatte ich es auch mal, das seltene Glück, und musste nicht erleben, wie sie vögelten! Da reichte mir die lebhafte Erinnerung an Bellatrix. Die beiden heute balgten sich eher wie die Kinder, oder verspielte Hunde, die sie sein konnten. Ehe ich weiter zu ihnen trat knirschte unter meinen Schuhen das trockene Geäst, das hier verstreut lag und sie erstarrten überrumpelt in ihrem Übermut.

„Lasst euch nur nicht stören!“, bot ich lässig an und ich durfte erleben, wie das Mädel im hohen Bogen kreischend durch die Luft flog und alsbald recht unsanft auf dem harten Boden landete.

„Püppchen?!“, kam es leise, fast ungläubig von ihm, weil ich ihn bei dieser Lächerlichkeit überrascht hatte.

„Ufff…“, schlug in dem Moment seine Gespielin auf, aber anstatt keifend zu schimpfen zog sie eher winselnd den Schwanz ein und suchte geschlagen das Weite.

„Warum?“, wollte ich nur konsterniert wissen und blickte noch immer auf die Stelle, an der die Kleine gelandet war, auch wenn ich etwas ganz anderes meinte als seine amourösen Abenteuer und das wusste er.

„Setz dich…“, forderte er mich auf, dabei klopfte er einladend neben sich und auf die geflickte Decke, die auf dem Boden ausgebreitet war und ich ließ mich in meinem seidigen Kleid nieder, schenkte ihm aber einen Augenaufschlag, der aussagte, dass ich es immer noch wissen wollte.

„Warum was? Genug gespielt!“, stellte er sich absichtlich doof und ich rollte vorwurfsvoll die Augen.

„Ohhh… da muss also nur ich kommen und du bist bereit für die Arbeit? Oder soll ich dein Verhalten so deuten, dass du ein schlechtes Gewissen hast?“, fragte ich lieblich, aber meine Züge waren verhärtet.

„Hör mal, das war soooo alles gar nicht geplant!“, stritt er nun vehement ab und streckte mir seine dreckigen Klauenhände entgegen.

„Höre ich nun faule Ausreden? Du bist nicht in Bellas Trupp, egal ob du sie vögelst oder nicht!“, wisperte ich ihm drohend zu und er sandte mir einen stechend scharfen Blick.

„Ich bin aber auch nicht in deinem, Püppchen. Ich bin in gar keinem!“, knurrte er unwillig, seine Oberlippe zuckte aggressiv und ich runzelte tadelnd die Stirn.

„Trotz allem liegen die Wölfe in meinem Bereich und nicht in Bellatrix‘, also hast du an sich nicht mit ihr zu agieren! ... und sorry, wenn ich das so deutlich sage, aber es kommt dabei nur Scheiße raus!“, ärgerte ich mich zum Schluss hin so, dass ich doch brüllte, aber er blieb völlig ruhig, etwas was mich noch mehr ärgerte.

„Moment mal! Ich war auf dem Weg zur Kneipe, weil ich mein Soll erfüllt hatte…“, fing er an sich zu rechtfertigen, als ich eine Frage einwarf:

„Was meinst du? Die Mädchen? Der Nachschub für diese Kretins?“, kam mir die Erinnerung an seinen letzten Auftrag und ich verzog widerwillig meine Miene.

„Kretins? Häää… die Mädels für die Höhle halt, du hast es mir mit deiner Altersvorgabe ja nicht leichter gemacht!“, murrte er verdrießlich und ich nickte knapp. Sollte ich jetzt dafür wirklich dankbar sein?

„Was ist dann passiert?“, wollte ich daher rüde wissen und unterstrich dies mit einer ungeduldigen Geste.

„Was? Oh, Bellatrix kam total aufgescheucht und aufgeregt aus dem Laden von Borgin, sie wollte ihn einschüchtern als dieses Kabinett aufging und sie hat mich und Yaxley vor der Tür gesehen, dann ging alles ganz flott… dieser Warrington war froh uns zu sehen und Schwupps waren wir in Hogwarts… tja, den Rest kennst du…“, zuckte er seine mächtigen Schultern.

„Also eine Verkettung tragischer Umstände… wie gemein, das Leben schreibt schlechtere Drehbücher als jeder Autor!“, stöhnte ich geschlagen, dass Bellatrix, Fenrir und Yaxley aufgegabelt hatte war aber zu ärgerlich.

„Wie meinen?“, wollte er perplex erfahren.

„Unwichtig! Soll ich also noch weiter sauer auf dich sein, weil du mir und den anderen unseren schönen Plan zunichte gemacht hast? Oder war Rodolphus‘ Bestrafung ausreichend?“, wollte ich hart wissen und blickte stechend scharf in seine schillernden Augen, die mich fokussierten. Mir schien es so, als würde er gerade schwer überlegen, ob er ehrlich zu mir sein sollte oder nicht!

Gerade konnte ich Lucius und Severus immer besser verstehen, wie es war, wenn man Menschen führte und man direkt in ihnen lesen konnte, was sie dachten, wie sie abwogen und man gespannt wartete, wie sie sich entscheiden würden und was man dann letztendlich tun würde.

Doch er traf zu meinem Leidwesen die falsche, spontane Entscheidung.

„Ja, ausreichend! Er war sehr einfallsreich und hat es sehr genossen, mir mal nahezukommen!“, fasste er betont ruhig zusammen und ich unterdrückte das missbilligende Stöhnen, das in mir aufsteigen wollte und zu meinem Schrecken konnte ich Lucius jetzt sogar noch besser verstehen, in seinen Entscheidungen, während die Augen des Wolfes unter meiner stechenden Musterung unruhig umherhuschten.

„Ach, Fenrir!“, meinte ich noch leidlich traurig, als alles so schnell ging, dass er gar nicht schauen konnte. Natürlich war ich mir bewusst, dass ich in seinem Revier war, aber dafür sollte es für ihn auch umso eindringlicher in Erinnerung bleiben.

Was nun passierte geschah von meiner Seite so rasch, dass es fast nicht zu sehen war. Noch im Sitzen lenkte ich meine Energie in meinen Zauberstab, gleichzeitig stieß ich mich ab und flog fließend in die Höhe, landete so flott mit gespreizten Beinen auf Fenrirs Burstkorb und nagelte ihn auf dem Waldboden fest, sodass er wieder umkippte und unter mir lag. Ich nahm an sich dieselbe, zweideutige Haltung ein, wie das Mädchen vor mir, nur dass mein Zauberstab mittlerweile glühte und bevor er registrierte was gerade passierte, hatte ich mit meiner Hand eine wischende Bewegung ausgeführt und schon schlang sich die glühende, goldene Peitsche drohend um seinen massigen und muskulösen Hals.

Zuerst verengten sich seine Augen, dann weiteten sie sich, denn als erstes hatte er nicht verstanden, warum ich auf ihn kletterte, dann gefiel es ihm augenscheinlich ganz kurz, dass ich so mit hochgeschobenem Rock aufreizend auf ihm saß und deshalb nahm er seine missliche Lage im ersten Moment gar nicht wahr.

Erst als sich die goldene Peitsche in die Haut an seinem Hals brannte, verstand er und seine Augen verengten sich wütend.

„Hast du immer noch nicht aufgegeben, zu hoffen, dass ich wie Bella bin?“, wisperte ich, nah über ihn gebeugt, lasziv in sein Ohr.

„Was ist das um meinen Hals?“, knurrte er leise zurück, denn dass das Rudel verstummt war, um uns zu beobachten, war uns gegenwärtig.

„Ohhhh… denkst du wirklich, ich lass zu, dass du mir frech ins Gesicht lügst?“, wisperte ich noch immer leise zu ihm, während mich seine wilde Mähne kitzelte und mir sein erdiger Geruch nach nassem Hund in die Nase stieg.

„Ich habe nicht… arrr…“, fing er an sich zu rechtfertigen, aber der Beginn gefiel mir gar nicht und so zog ich etwas an meiner aus dem Zauberstab erwachsenen Peitsche und das Seil schlang sich enger um seinen Hals, was ihn röcheln ließ.

„Tsetse… Fenrir, wer liegt gerade oben?“, ärgerte ich ihn provokant und erntete ein entrüstetes Schnauben, das seinen mächtigen Brustkorb und damit auch mich anhob.

„Wenn du nicht, wie die Kleine vorhin, durch die Luft fliegen willst, krabbelst du von mir runter!“, zischte er mir nun durch zusammengebissene, spitze Zähne zu und ich richtete mich etwas auf, um von oben in sein Gesicht sehen zu können.

Ich schmunzelte diabolisch grinsend, denn ich hätte gewettet, dass er es ohne die ihm die Luft abschnürende Peitsche genossen hätte, dass ich auf ihm saß.

„Oh, das würde ich nicht empfehlen… ich denke schon, dass du es kannst, denn du bist ja sooo unsäglich kräftig, viel stärker als ich, aber wenn ich fliege, dann hab ich noch immer den Zauberstab in der Hand und der reguliert die Peitsche und nun… dann zieht sich die Schlinge zusammen und… naja, weniger schön für dich, denn sie würde dich köpfen… geschmeidig, schneidet wie durch Butter… willst du es testen?“, fragte ich süßlich, dabei fletschte ich die Zähne und er erwiderte diese Grimasse, indem er seine Oberlippe anhob und mir seine Lefzen offenbarte.

„Oha, also hältst du doch still?“, fragte ich sachte nach, da seine großen Pranken, die sich schon gefährlich um meine Hüften geschlungen hatten, verharrten.

„Was willst du?“

„Wissen, wie lasch Rodolphus durchgegriffen hat!“, ätzte ich.

„Er hat die Leute hart rangenommen! Der Lord hat es schließlich befohlen. Ich möchte bezweifeln, dass einige von ihnen schon wieder stehen können! Für mich hat er sich auch was einfallen lassen, nur hat der Idiot nicht bedacht, dass ich bin was ich bin! Seine Flüche waren mehr als lasch!“, gab Fenrir verächtlich zu und schnaubte abfällig.

„Ja, fluchen kann doch anstrengend sein, wenn man es selbst macht! Was hat er geflucht? Und du fandest es erbaulich?“, drängte ich weiter.

„Rrrrrrrr… würde ich so nicht sagen, er hat es geschafft, mir die Haut vom Rücken zu ziehen, aber wir haben hier im Lager eine gute Salbe und ein Werwolf regeneriert sich halt flott!“, ratterte er peinlich berührt runter und da verstand ich, warum er gelogen hatte, denn es war ihm unangenehm. Gut, das konnte ich sogar verstehen und richtete mich langsam auf, sodass ich nun gerade auf ihm saß. Schnell warf ich einen Blick in die Runde, wobei wirklich jeder zu uns stierte.

Ich erinnerte mich daran, wie es war als Lucius dasselbe mit mir getan hatte, wie schmerzhaft es doch sein konnte und entschied, dass Fenrir nichts für seine Heilungskräfte konnte. Ich bewegte meinen Zauberstab gekonnt in meiner Hand und das Seil löste sich langsam von seinem leicht angebrannten Hals. Ich selbst ließ die Peitsche nur langsam verglühen und verschwinden, dabei zeigte ich nicht, wie anstrengend es war, diese Magie zu wirken und so saß ich noch immer auf ihm, mit seinen Händen an meinen Hüften, nur dass er nun frei atmen konnte.

So wollte ich gerade schwungvoll mein Bein zurückziehen, als er zupackte und ich schwer ein Quieken unterdrücken musste, da er mich wie eine Puppe hochhob, selbst dabei fließend, mit angespannten Bauchmuskeln hochkam und mich zu meinem eigenen Erstaunen ordentlich neben sich absetzte.

Das hätte ich von ihm jetzt so nicht erwartet, denn er lehnte sich wieder ostentativ entspannt zurück und warf mir einen unleserlichen Blick zu, bevor er mit einer unwirschen Geste zu seinen Leuten knurrte:

„Habt ihr nichts Besseres zu tun?“ Rasant kam Leben in die anderen, sodass sie zusahen, dass sie irgendetwas zu tun hatten.

„Was macht ihr mit euren kleinen, wenn sie groß werden?“, fragte ich in die eigenartige Stimmung hinein, die zwischen uns entstanden war.

„Wie bitte?“, blinzelte Fenrir, den der abrupte Themenwechsel überrumpelte.

„Naja, was macht ihr mit den Frischlingen, die neu bei euch aufschlagen?“, hake ich nochmal nach.

„Ich dachte schon, du hättest nicht zugehört, da ich dir ja letztens erst erklärt habe, dass das Kinder machen oder auch bekommen von Werwesen zu Werwesen nicht wirklich erfolgsversprechend ist! Aber die Neuen, die neu verwandelten, nun, sie werden im Rudel langsam, aber sicher darauf vorbereitet was sie sind und müssen sich zum Schluss als Test in der Wildnis durchschlagen lernen!“, erzählte er dann sehr offen und musterte mich sezierend.

„Was heißt?“, forschte ich genauer nach.

„Sie sind auf sich allein gestellt, weit weg von hier und wenn sie es nicht zurück ins Lager schaffen, haben sie Pech gehabt!“, bekannte er beherzt und zuckte gleichgültig mit den massigen Schultern.

„Erschütternd, wie mitfühlend und kollegial ihr seid!“, ätzte ich betroffen und fasste mir an mein Herz.

„Das sagt die Richtige!“, gab er in nicht weniger schmeichelhaftem Ton zurück und strich mit den Fingerspitzen an seinem geschundenen Hals entlang. „Was war das für ein Ding? Das kenn ich nicht!“

„Eigenkreation, du denkst doch nicht, dass ich mich dem Rudel zum Fraß vorwerfe, ohne etwas gegen euch Biester in der Hand zu haben?“, stieß ich ihm süßlich grinsend entgegen.

„Aber… aber bei dem Kampf damals hast du auch das da nicht benützt!“, beschwerte er sich regelrecht empört und spielte auf mein erstes Treffen hier im Rudel an, als ich meine Bewährungsprobe zu bestehen hatte.

„Warum sollte ich?“ Das kommentierte er mit einem widerwilligen Schnauben. „Es war nicht nötig!“, servierte ich noch sehr gehässig und überheblich und nun rollte er die Augen über mein arrogantes Auftreten.

So war ich dann recht rasch aufgebrochen. Nachdem ich nun wusste, wie sie mit ihren Neuen umgingen, konnte ich immer nur wieder staunen, in was für einer Welt ich gelandet war. Fressen oder gefressen werden!

Ich landete zu später Stunde im Manor und war dankbar als ich von einem Elfen empfangen wurde, der mich informierte, dass die Herren des Hauses bei einem spontanen Essen des Schulrates eingeladen worden waren und zwar in ein anderes Herrenhaus. Sollte mir ja so was von recht sein, also konnte ich schulterzuckend in mein Gemach gehen um zu baden, denn hier genoss ich es einfach, mal ich selbst sein zu können, ohne darauf achten zu müssen, dass gleich jemand kam, der mich nerven, angreifen oder umbringen wollte.

Danach krabbelte ich ungemein müde in mein Bett, verfluchte diesen Peitschenfluch und dass dieser an meinen schon angegriffenen Kräften mehr als sonst schon gezehrt hatte, aber es war elementar wichtig, dass das Rudel verstand und auch Fenrir, dass ich der Boss war und nicht sie!

Das einzig Gute war, sie alle hatten noch keine Ahnung, wie durchschlagend und gut meine Peitsche wirklich im Einsatz war, denn sie hatten nur einen seichten Vorgeschmack erhalten aber nicht mehr. So griff ich ergeben in den Nachtschrank und zückte die Tränke, die ich zwar verabscheute aber mir ihrer Wirkung durchaus bewusst war und nahm sie mit Todesverachtung aber ahnend und wissend, dass ich für die kommenden Tage alle Kraft brauchen würde, die ich zu bieten hatte.


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Kapitel 367-368 Queeniesig-1
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