When Hermione Fights
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 Kapitel 375

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queenie
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Kapitel 375  Empty
BeitragThema: Kapitel 375    Kapitel 375  EmptyFr Mai 17, 2013 12:37 am

375. Kapitel Lipstick on Your Collar (Lippenstift am Kragen)


Sie hörte aber nicht, deswegen fuhr ich ihr entnervt mit einer Hand in die nun wild abstehende Lockenmähne und umwob meine Finger mit ihren Strähnen, dabei zog ich etwas unsanfter dran, was sie ein wenig ruhiger werden ließ, aber ihr Blick hätte noch immer töten können.

„Ich habe dich nicht abgelehnt!“ brauste ich auf, darauf schnaubte sie verächtlich.

„Hör auf, dir Unsinn in deinem zu klugen Hirn einzureden! Du bist zu verführerisch für mich, das weißt du, aber ich wurde von 2 Abgeordneten des Schulbeirates zum späten Dinner eingeladen, du kannst dir vorstellen, wie sehr mich diese unerquickliche Aussicht erfreut! Also kann ich dir nur einen mehr als unbefriedigenden 2 Minuten Quickie bieten, da ich eigentlich schon auf dem Weg sein müsste, oder halt gar nichts…“, rechtfertigte ich mich ungerne, sie hingegen funkelte mich weiter inbrünstig an. Plötzlich seufzte sie auf, bevor sie in meinem Armen etwas erschlaffte und ihren Widerstand aufgab.

„Okay…“, nuschelte sie verzagt und nagte an ihrer Unterlippe, was meinen Blick unweigerlich darauf lenkte, während ich von oben auf sie hinabblickte, wobei ich einen guten Ausblick auf ihren nackten Körper hatte.

Mit einem leisen Seufzer zog ich sie nun ruckartig noch fester an mich und ihren Kopf hoch, sodass mein Mund auf ihre Lippen gelangen konnte und begann sofort, sie leidenschaftlich zu küssen, denn wie sie auf die abstruse Idee verfallen konnte, ich könnte sie verschmähen, war mir gelinde gesagt schleierhaft!

Sie hatte kurz aufgewimmert, sich aber dann ganz dem Kuss ergeben, dabei half es nicht wirklich, ihren nackten begehrenswerten Leib eng an mich gepresst zu spüren. Es war herrlich, zu erleben, wie sie sich sehnsüchtig unter meinem Griff wand, aber auch umso bedauerlicher, dass mich die Pflicht rief.

Auf der anderen Seite eilte ich bloß auf Abruf dorthin, wo ich nicht sein wollte, weil ich mir damit die fast ungestörten Tage auf Prince House sauer verdiente. So war der Deal und das wusste Lucius nur zu gut, eine Tatsache, die mich unwillig in den Kuss knurren ließ. In dieser Zeit war meine Hand weiterhin in ihren Locken vergraben, somit hielt ich ihren Kopf fixiert, während sie auf meinem Schoß mehr lag denn saß. Aber so war meine andere Hand frei und in der Lage, auf Wanderschaft über ihren Körper zu gehen.

Meine Finger steiften verspielt über die Rundungen ihrer weichen Brüste, fuhren die Kurven ihrer Taille sinnlich nach um dann verspielt auf ihrem Oberschenkel auf und ab zu streichen.

Dabei stöhnte sie gerade wohlig und reckte mir verführerisch, wollüstig ihre Brüste entgegen. Ich öffnete meine Augen und blickte in ihr lustvolles Gesicht. Sie hatte die Augen vertrauensvoll geschlossen, während ich den Kuss nicht unterbrach, aber mir magisch die Zeit aufrief, um zu sehen, dass ich wahrlich in 2 Minuten würde gehen müssen um pünktlich zu sein und selbst dann war es knapp, aber ein Severus Snape war an sich nie unpünktlich!

Nun ritt mich tatsächlich der Teufel und ich schloss für 2 Minuten genießend die Augen, ergab mich in den Zungenkuss, dabei streichelte ich aufreizend über mein Zeichen und sie bot mir keinen wirklichen Widerstand als meine tastenden Finger weiter vordrangen und schlussendlich an ihren schon feuchten, samtigen Lippen bedächtig zum Liegen kamen.

Ein lüsterner Zustand, der ihr weniger behagte, da sie fast sofort willig ihre Beine öffnete, um mir den Zugang zu ihrer intimsten Stelle zu erleichtern. Sie gebärdete sich leidenschaftlich und lustvoll, was mich sachte in den Kuss lächeln ließ.

So teilte ich ihre Schamlippen und ließ meinen Zeigefinger geschickt und verlangend über ihre gierige, so feuchte und so warme Spalte gleiten. Ich war wehmütig wegen der Tatsache, dass dies nicht zu einem längeren Vergnügen führen würde, während ich mit meinem Finger zielstrebig in sie stieß und sie sich mit einem Stöhnen auf meinem Schoß aufbäumte.

Selbst ich hatte über den warmen und engen Empfang meine Augen genießend geöffnet und beobachtete sie, da ich nun den Kuss löste und etwas Abstand suchte, während sie die Lider nicht aufschlug, sondern nun wieder auf ihrer Unterlippe knabberte.

Rhythmisch bewegte ich meinen Finger in ihr, fuhr rein und raus, dabei war ihr Becken unruhig in Bewegung, um mir immer wieder entgegenzukommen.

Sie schien sehnsüchtig der Befriedigung entgegenzustreben, während gerade mein begieriger Blick über ihren angespannten Leib huschte, der ekstatisch nach Erlösung suchte und strebte. So lag gerade mein stechend schwarzer Blick auf ihren stark hervortretenden Halssehnen, die so gut sichtbar wurden, da sie ihren Kopf in den Nacken warf und ein sehr erotisches Bild abgab.

Ihr war anzusehen, dass sie es bald geschafft haben würde, während sie keuchend die Luft ausstieß, die sie kurz angehalten hatte. Unterdessen ließ ich meinen Daumen geschickt über ihre kleine, erregte Perle kreisen, was ihr sofort ein tiefes, heiseres Stöhnen entlockte.

Selbst ich spürte meine knallharte Erregung unangenehm gegen meine momentan zu engen Hosen drücken und verbot mir den Gedanken, mich dem hier zu ergeben und den Termin sonst wo hin zu schießen, wo der Pfeffer wuchs, auch wenn es mir gar einiges abverlangte.

Da war es!

Ich stieß ein letztes Mal tief in sie um dann abrupt meinen Finger aus ihr gleiten zu lassen, was ihr ein empörtes Stöhnen entlockte, welches ich zum Verstummen brachte, indem ich noch einmal sanft ihre Falten entlang fuhr. Dann zog ich meine Hand endgültig mit großem Bedauern aus ihrem Schoß, was sie umgehend ihre Lider aufschlagen ließ.

„Wasss…?“, hauchte sie empört und mit einem fast maliziösen Lächeln, das mehr an Lucius denn mich erinnerte, hob ich sie in ihrer nackten Pracht gekonnt von mir und legte sie auf dem Sofa ab.

Sie war so perplex, dass sie sich weder wehrte noch mich im ersten Moment festhielt, sodass ich mich ungehindert aufrichtete und ein nachsichtiges Lächeln in ihr erhitztes und gerötetes Antlitz warf.

Ganz absichtlich, unter ihrem fassungslosen und ungläubigen Blick, hob ich sehr lasziv meinen Finger an meine Nase und roch genüsslich daran, bevor ich ihn mir demonstrativ in den Mund steckte und fast lächelnd davonging.

„Hey... was soll das?“, fauchte sie nun aufgebracht und richtete sich auf, während ich an der geöffneten Tür innehielt.

„Du kennst mich, ich bin gründlich, ich lasse Arbeit nie unerledigt, bis später!“, gab ich ihr ein doppeldeutiges Verspechen, worauf ich schon zur Tür hinaus war und nur noch von weit weg das Splittern vernahm, als etwas gegen die geschlossene Tür flog.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Ich dampfte und das wortwörtlich!

Was fiel ihm ein? Da wäre es mir ja noch lieber gewesen, er wäre einfach gegangen, als jetzt hier mittendrin abzubrechen. Das war, das war einfach brutal, unfair und gemein!

Ich lag splitterfasernackt auf der Couch und fühlte mich schrecklich benutzt. Er und seine verdammten, viel zu geschickten Finger, die mich um den Verstand gebracht hatten. Ich schoss entschlossen hoch, packte wutentbrannt die Karaffe mit Wasser und warf sie ihm wuchtig hinterher. Es hatte ihm Spaß gemacht, mich auflaufen zu lassen, das hatte schon sein Grinsen ausgesagt, denn Severus grinste sonst nie!

Gerade splitterte das Glas und ich zuckte bei dem lauten Geräusch zusammen, verdammt!

Und dann auch noch sein doofer Satz „Du kennst mich, ich bin gründlich, ich lasse Arbeit nie unerledigt, bis später!“ Was wollte er? Dass ich in sein Bett schlich und dort auf ihn wartete?

Da konnte er warten bis er schwarz wurde, da war mir mein großer Stolz eindeutig im Weg.

Ich raffte meine Sachen zusammen und zog mich an, bevor ich mehr als nur unbefriedigt ins Bett krabbelte und versuchte, an nichts zu denken, denn eigentlich hatte ich schließlich das Vergessen gesucht, vor allem nach dieser Drohung des Lords, die mir immer noch im Kopf rumspukte.

Schließlich fiel ich in einen unruhigen Schlaf.

Aus dem ich doch um sage und schreibe 6 Uhr morgens durch ein Klopfen am Fenster aufweckt wurde. Ein ungeduldiger Wisch mit der Hand und es schwang auf, herein flatterte zu meinem Erstaunen meine kleine Orange, die sich vertrauensvoll auf mir in meinem Bett niederließ.

Wie sollte ich ihr böse sein, als sie mich mit ihren bestechend orangenen Augen anglubschte und leise schuhute, dabei reckte sie mir ihr Bein entgegen und ich entfernte die Nachricht.

„Na, dann geh mal schlafen oder jagen… ist ja noch früher Morgen…“, entließ ich sie gutmütig und fiel stöhnend in die Kissen zurück. Da war ich endlich eingeschlafen um auch schon so früh wieder aufgeweckt zu werden, wobei ich für meinen Lauf ja auch eigentlich so früh hätte aufstehen können.

Wer zum Geier schrieb mir gerade jetzt einen Brief?

Ich ließ die Kerzen auf dem Nachttischchen sich entzünden und öffnete das Pergament.

Mein Mudblood,

verzeih die frühe Störung, ich weiß, es ist unverschämt, nur weil mein Tag schon begonnen hat, dasselbe von dir anzunehmen, aber vielleicht bist du ja auch bei deinem allmorgendlichen Lauf. Ich hoffe, dich nicht nun auch aus deinem Schlaf zu reißen, aber dies ist der einzige Zeitpunkt des Tages, an dem ich Zeit finde dir einen Brief zu senden.

Zu den 3 vermissten Schulabgängern:

Marcus Belby hat sich gemeldet! Er hat einen Job im Ministerium angenommen, der uns sehr zugute kommt, denn er ist als Auszubildender in der Mysteriumsabteilung aufgenommen worden. Seine Vereidigung war am Tage unserer Aktion, deshalb konnte er nicht kommen! Er will aber hier wohnen, doch zuerst will er seine Familie wegbringen, nach Frankreich.

Tamsin Applebee, unsere reinblütige Hufflepuff kam verspätet mitten in der Nacht an. Wie gut, dass wir das Team dort hatten, es war wie für diesen Fall gemacht! Sie ist etwas mitgenommen, ihr ist mit knapper Not die Flucht gelungen. Ihre Familie ist zwar kein direkter Anhänger des Lords, aber sie wollten sich absichern, indem sie Tamsin an einen der Gibbonbrüder verheiraten wollten. Als sie sich weigerte haben sie ihr wehgetan, sie konnte gerade noch fliehen!

Nur Ella Wilkins, unsere Slytherin, vermissen wir noch. Ich werde ein Team aussenden, das versteckt nach ihr suchen soll. Ich strecke meine Fühler aus, aber könntest auch du in Erfahrung bringen, ob du bei deinem Trupp etwas über Wilkins rausbekommst?

Auch werde ich eine Gruppe zum Dorf der Whitbys senden, um zu schauen ob der Junge etwas in seiner Panik übersehen hat, oder auch irgendwen. Vielleicht findest du raus wer das von den DeathEatern verbrochen hat, denn ich würde es zu spannend finden, das zu erfahren!

Des Weiteren will Vater heute mit mir einen Auftrag des Lords ausführen, aber dazu ein andermal mehr!

Ich würde mich freuen, wenn du irgendwann, wenn es deine Zeit zulässt, hierher zu mir kommen könntest…

D.

Ps. Wir müssen reden, dringend!

Na wunderbar! Jetzt gab er mir schon Anweisungen über Briefe!

Ich ließ mich übergangslos noch tiefer in meine Kissen plumpsen und stöhnte minimal auf, denn natürlich erkannte ich auch seine Müdigkeit hinter der unsauberen Schrift, die untypisch für Draco war. Auch fand ich es süß, wie er zaghaft Kontakt zu knüpfen versuchte, nachdem ich derart kühl und abweisend gewesen war, wobei ich es nur mit einem schlechten Gewissen tat, wissend, dass es mir eigentlich nicht zustand, über ihn zu urteilen.

Aber ich trug es ihm trotzdem nach, Logik ließ grüßen!

So ärgerte ich mich über mich selbst und strampelte die Bettdecke von mir, denn an Schlaf war nicht mehr zu denken.

Dramatisch und spannend war das Schicksal alle drei Vermissten, aber für mich stand außer Frage, dass ich Dracos Aufforderung nachkommen würde, denn ich hatte heute eh vorgehabt in die Höhle zu meinem Trupp zu gehen, also war es kein zu großer Gefallen, den ich ihm da tat.

Unter der Dusche verweilten meine Gedanken bei der noch immer verschollenen Lavender und ich überlegte, wann ich nach ihr sehen sollte. Dass sie derart lange, ohne einen Hilfeschrei der besonderen Art zu schicken, durchhalten würde, hatte ich nie und nimmer erwartet, es verunsicherte mich sehr und eine leichte, latente Sorge nagte an mir.

Als ich im Wohnzimmer die zwei Briefe von Severus fand, die er nach seinen Spielchen mit mir hier zurückgelassen hatte, sammelte ich sie auf und fand sie geöffnet, aber sie interessierten mich nicht. Wenn er sagte, sie kamen vom Beirat, dann war es so und daher flatterten sie in den Kamin, denn wenn sie derart unwichtig waren, dass er sie hier liegen ließ, konnte ich sie auch verbrennen.

Schwungvoll wollte ich aus meiner Tür hinaus, viel zu früh, um kurz nach 6 Uhr, zum Frühstück runter gehen, als ich schon in meine typische Lederkluft gewandet, kurz vor der Treppe, fast in Severus hineingerannt wäre.

Ein gewisser, eindeutiger Alkoholgeruch umfing mich, aber auch an seinem weißen Kragen erkannte ich zu meinem Entsetzen knallroten Lippenstift und schielte fast, da er mich mit seinen Armen umfangen hatte und ich regelrecht auf dieses Corpus Delicti starrte.

„Wohin des Weges?“, fragte Severus etwas unsicherer und wenngleich sehr müde wirkend, so doch mit leicht verhangenem Blick, passend zu dem ihn umgebenden Alkoholduft. Vielleicht hatte er auch einen Ernüchterungstrank getrunken, was wusste ich schon, oder davor einen Trank, der verhinderte, dass der Alkohol ihn vernebelte?

Denn getrunken hatte er viel und reichlich!

Ich schluckte schwer, da ich nicht sofort antworten konnte oder wollte. Auf alle Fälle versuchte ich, mich aus seinen klammernden Armen zu befreien, denn natürlich waren seine Spielchen in meinen Räumen auch an ihm bestimmt nicht spurlos vorbeigegangen, aber die Tatsache, dass er zu einer anderen ging, während ich auch willig da war, das war… ja, was?

„Wassss…?“, polterte er ungewohnt lispelnd, als ich nicht sofort reagierte.

„Nicht, ich habe keine Zeit! Ich werde kurz mein erzwungenes Frühstück abhalten und dann gehen, ich habe Termine!“, beschied ich ihm recht kühl und riss an meinen Armen, ohne dass es etwas nützte. Nicht nur, dass er mir das gestern angetan hatte, jetzt kam er auch noch aus einem Puff? Oder woher auch immer!

Mir reichte es gerade gefährlich, sollten sie doch alle tun was sie wollten und bleiben wo der Pfeffer wuchs. Draco brach unsere Vereinbarungen, Severus trieb was auch immer und Lucius war immer ein Ärgernis!

Das war frustrierend, aber er ließ mich nicht los und hielt mich fest, seine zu schwarzen Augen verdüsterten sich unheilvoll, während er mich fixierte.

„Wolltest du nicht auf mich warten?“, flüsterte er plötzlich aufreizend und ich verzog angewidert die Mundwinkel. Was bildete er sich ein?

Dass er unwiderstehlich war? Oder hatte er sich nicht genug verausgabt in den vergangenen Stunden? Schade, dass er augenscheinlich dachte, ich wäre in seinem Bett vor Sehnsucht vergangen!

„Severus, ich habe bis vorhin selig in meinem Bett gelegen, bevor ich das Pech hatte, geweckt zu werden! Ich habe zu tun…“, hisste ich empört auf und zog weiterhin an meinen Armen.

„Bist du schon wieder zickig…“, stöhnte er leidlich auf und ich funkelte ihn wütend an. Am liebsten hätte ich ihm wie vor langer Zeit einmal, mein Knie wieder kraftvoll in den Schritt gerammt.

„Nein, das steht mir bekanntlich nicht zu in diesem Haus! Keine Sorge! Aber spar dir deine Kraft für die Dame, die ihren Lippenstift an deinem Kragen zurückgelassen hat, denn ich habe für dergleichen Amüsement gerade absolut keine Zeit!“, erklärte ich rüde und erlebte, dass seine perfekte Maske ein wenig verrutschte.

„Lippenstift?“, wagte er es tatsächlich zu fragen, was mich Rot sehen ließ. Ich riss mich endgültig los, schlug ihm meine Hände hart vor die Brust und schubste ihn grob von mir, bevor ich schnell die Treppe hinablief und ihn, empört über sein Verhalten, hinter mir zurückließ.

Sollte er doch zu anderen Frauen gehen, ich ging auch zu Draco, ich war nicht unwiderstehlich, ich war nicht die einzige Frau auf Erden, dachte ich zynisch als ich kurz in einem der Korridore stoppte und mir die Faust gegen die Brust drückte. Berührte es mich? Tangierte es mich? Selbst wenn ja, durfte ich dabei etwas fühlen?

Stand mir dies zu?

Als ich mich an unser vergangenes Gespräch zurückerinnerte, während wir den Trank für Draco fertiggestellt hatten und mich Severus darauf hingewiesen hatte, dass nichts planbar war und viel geschehen konnte und ich ihm bestätigt hatte, dass ich mich keinen Illusionen hingab über die Realität, in der wir lebten, hatte er da nicht sogar damit angedeutet, dass so was passieren konnte und ich hatte ihm meine Zustimmung gegeben?

Aber trotz allem fühlte ich mich nicht wohl bei dem Gedanken. Fast furchtsam blickte ich auf und hatte das Glück, oder auch das Pech, in einen Spiegel zu sehen, der vor mir aufgebaut war und was ich sah, gefiel mir gar nicht.

Hermiones Sicht ende

Lucius Sicht

Ich glaubte ja nicht, was ich da zu früher Stunde beobachten durfte.

Ich hatte gerade meine exponiert liegenden Gemächer verlassen wollen, da ich in meinem Büro noch einiges erledigen wollte, bevor ich zum Frühstück ging, als ich verwundert feststellte, dass augenscheinlich schon das komplette Manor wach war! Wobei komplett momentan nur zwei Personen außer mir bedeutete.

Aber dann wurde es spannend. Sie stritten sich und als ich einen klitzekleinen Zauber vollführte, hörte ich sogar was sie sagten.

„Severus, ich habe bis vorhin selig in meinem Bett gelegen, bevor ich das Pech hatte, geweckt zu werden! Ich habe zu tun…“, ätzte sie gemein.

„Bist du schon wieder zickig…“, stöhnte er leise, irgendwie geplagt auf. Das war typisch er und sie sah aus, als wollte sie ihn gleich schlagen.

„Nein, das steht mir bekanntlich nicht zu in diesem Haus! Keine Sorge! Aber spar dir deine Kraft für die Dame, die ihren Lippenstift an deinem Kragen zurückgelassen hat. Ich habe für dergleichen Amüsement gerade absolut keine Zeit!“, hisste sie kühl zu ihm, dabei hörte sie sich einfach nur absolut unterkühlt an und schien sich und ihr Temperament wieder absolut unter Kontrolle zu haben, dafür ließ er augenscheinlich bei dieser für ihn neuen Information etwas die unleserliche Maske fallen.

„Lippenstift?“, hauchte er konsterniert, während sie sich losriss und ihn wegstieß, bevor sie rasch die Treppen hinabeilte, aber sie versagte es sich, zu rennen, sehr manierlich.

Sofort glitt ich maliziös wie eine Katze auf mein sehr perplex wirkendes Opfer zu, dabei entging mir Severus‘ ungewohnt mitgenommener Zustand keineswegs.

„Severus!“, grüßte ich distinguiert, akkurat gekleidet und blendend aussehend, sogleich zuckte sein leicht unfokussierter Blick zu mir. „Heute leicht unpässlich?“, spottete ich, worauf sich seine müde erscheinenden Augen zu Schlitzen verengten.

„Du bist schuld!“, meinte er vorwurfsvoll und ich blinzelte.

„Ich? Was habe ich getan?“, fragte ich pikiert, schließlich hatte ich diesmal wirklich nicht meine Hände im Spiel. Ich war auf einem Geschäftstermin der Muggel gewesen und hatte, wenn ich ehrlich war, keine Ahnung, was Severus meinen könnte.

„Du und dieser dämliche Schulrat…!“, beschuldigte er mich weiter und in einer empörten Geste wies ich mit der Hand auf mich selbst.

„Wieso?“, ließ ich mich hinab, wahrlich perplex nachzufragen und nahm den von Hermione so vehement verdammten Makel, den Lippenstift an seinem Kragen, genau ins Visier. Sonst passierte Severus so was nicht! Sollte ich mir Sorgen machen, dass der alte Knabe, der zwar jünger war als ich, schon abbaute und wahrlich alt wurde? Vielleicht war das eine Schulleiterkrankheit? Senilität?

„Das sind so ewig nervige, geistreiche Typen, die doch tatsächlich auf Goldlackwasser bestehen…“, nuschelte er zum Schluss angewidert und ich spitzte die Ohren.

„Oh, das ist schlecht! Sie haben dich auf einen ihrer Ausflüge eingeladen. Gratuliere, das ist schon die halbe Miete, aber sonst kannst du dem doch auch immer entkommen. Du weißt doch selbst, dass du das nicht verträgst!“, ratterte ich Fakten herunter und erntete ein regelrecht mörderisches Glitzern in seinen tiefschwarzen Augen, wobei sich durch seine Aussage meine Sorgen legten.

„Lucius!“, drohte er nur leise und ich zuckte mit den aristokratischen Schultern.

Das war wahrlich Pech, aber sonst schaffte er es auch immer, sich rauszuwinden. Ich hatte selten so ein schlüpfriges Geschöpft erlebt wie Severus.

„Dieser fette Wicht, Blackston, saß fast auf mir und wollte immer anstoßen, glaub mir, ich war schon geschickt!“, wies er empört von sich.

„Würde NIE an dir zweifeln!“, entgegnete ich ironisch und fasste mir theatralisch an die Brust. „Aber dir ist schon klar, dass dein sonst ach so weißer Kragen verdächtige Spuren von rotem Lippenstift aufweist? Nicht dass mich das groß tangiert…“, ließ ich aus, dass es augenscheinlich dem Biest sehr wohl nicht gepasst hatte, als eine Hand von Severus zu dem Beweis fuhr, aber ich gestand mir ein, dass ich vor Neugierde fast verging.

„Schau mich nicht SO an!“, echauffierte sich Severus miesepetrig und eine meiner akkuraten Brauen ruckte in die Höhe.

„Bitte?“, hauchte ich konsterniert, dieser Vorwurf war gewagt.

„Ich kenn den Blick!“, erwiderte er barsch und drehte sich ruckartig um, entschwand mit wehenden Roben seinen Gemächern entgegen, während ich ihm amüsiert hinterher blickte.

So was kannte er eben nicht, Auseinandersetzungen mit dem weiblichen Geschlecht, weil man sich vielleicht außer Haus vergnügt hatte. Ich verbiss mir hier den Sarkasmus, da ich mich mit Grauen an Narcissa und ihre Aufstände erinnerte und mich nun lieber auf den Weg zu IHR in den Salon machte, denn ich war gespannt, wie sie sich verhalten würde.

Meine Briefe, die konnten getrost warten, denn das zu erwartende Drama in meinem Frühstückssalon, wenn Severus wiederkehren würde, war viel erbaulicher als jedes Geschäft und um nichts auf der Welt würde ich mir das entgehen lassen!

„Liebes, schon auf…? Ich wünsche dir einen wunderbaren, guten Morgen!“, begrüßte ich sie galant, als ich geschmeidig den Salon betrat und elegant auf meinem Platz an der Stirnseite platznahm.

„Du bist schon auf? Guten Morgen Lucius!“, hatte sie sich wie immer vorzüglich in der Gewalt, nichts deutete darauf hin, dass ihre Laune schlecht sein könnte, während ich ihren Aufzug unter die Lupe nahm, der darauf hindeutete, dass sie ihren Trupp besuchen würde.

„Ich bin meist früh auf!“, informierte ich wie nebenbei.

„Ja, ich auch und wenn man viel zu tun hat, ist es am produktivsten!“, parlierte sie höflich.

„Wie immer erfrischend, Liebes! Sag mir…“, wollte ich gerade ansetzen, als plötzlich sich nähernde Schritte ertönten und schon stand eine hochaufragende schwarze Gestalt im Raum und schaffte es, mich zu unterbrechen. Was hatte er getan?

Gezaubert um derart schnell fertig zu sein? Da ging ganz eindeutig meine Süffisanz mit mir durch, das war ein amüsanter Gedanke, da er schließlich ein Magier war. Sein mürrischer und grimmiger Blick huschte von ihr zu mir, aber er grüßte niemanden, sondern glitt in gewohnt wortkarger Manier zu seinem Stuhl, nur dass er heute nicht als erstes die Zeitung aufschlug und sich dahinter versteckte.

Er griff fast gierig zu seiner Tasse und nahm einen tiefen Schluck und schloss dabei kurz die Augen, dass er Kopfweh hatte, glaubte ich ihm unbesehen.
„Auch dir einen prächtigen, guten Morgen, Severus. War die Nacht lang und amüsant?“, begrüßte ich ihn zu laut und erntete ein knappes Aufschlagen der Augen und das Funkeln von schwarzen Obsidianen, die mich am liebsten erdolcht hätten.

So strafte er mich mit Nichtbeachtung und ich überging es galant.

„Anscheinend ist ihm eine Laus über die Leber gelaufen, Liebes!“, warf ich ihr ein charmantes Lächeln zu.

„Wohl eher über etwas anderes!“, stieg sie doch tatsächlich sofort mit beißendem Spott ein und Severus unterdrückte bei dem Vorwurf rasch ein zu starkes Zucken zu ihr, dabei krampften seine Finger um seine Tasse und seine Knöchel traten weiß hervor.

„Sag bloß? Wie kommst du darauf?“, bohrte ich insistierend weiter und versteckte mein maliziöses Lachen hinter einem Perlmuttlöffel, auf dem etwas Ei aufgehäuft war, darauf lagen ein paar Kügelchen Beluga-Kaviar.

„Verdächtige SPUREN… rote FARBE!“, raunte sie mir verschwörerisch mit leiser Stimme zu, dabei wirkte sie weniger beleidigt als vielmehr verschlagen, über die Tatsache, dass eine andere Frau Severus zu nahe gekommen war. Aber vielleicht spielte sie dies auch nur, ich konnte nicht in ihren Augen lesen was sie bewegte.

„Okay, mir reicht es, ihr zwei Nervensägen, DANN FRAGT HALT!“, brauste Severus urplötzlich ungehalten auf und stellte seine Tasse laut klirrend ab.

„Was?“, meinte ich konsterniert, während Hermione ihn nur mit Blicken erdolchte, aber nicht reagierte.

„Frag, was da letzte Nacht war! DU platzt fast vor Neugierde…“, kam es anklagend von Severus.

„Stopp, nie! Ich bin ein Malfoy!“, warf ich pikiert ein, was ihn veranlasste, ein dumpfes Schnaufen von sich zu geben.

„Und sie vergeht in kalter Wut und schweigt!“, spießte er sie anklagend mit seinem strafend erhobenen Zeigfinger auf. Sie sagte noch immer nichts direkt zu ihm, deutete nur empört auf sich und schwieg stur weiter.

„Hermione?!“, wagte ich es tatsächlich, sie samtig anzusprechen und sie neigte mir leicht ihr Haupt zu. „Vergehst du vor Wut?“, trieb ich ihn unerbittlich weiter, indem ich ihn reizte.

„Nicht dass ich wüsste, Lucius!“, säuselte sie gekünstelt und dampfte fast, da sie soeben die Zähen bleckte, aber sollte mir recht sein.

„Siehst du, Severus? Du interpretierst zu viel hinein!“, hielt ich ihm affektiert vor und er sah aus als würde er uns alle gleich vergiften wollen.

„Arrrrr, ihr treibt mich in den Wahnsinn und du bist schuld!“, stöhnte er leidend auf und ich kicherte leise.

„Schon wieder ich? Ich versteh dich nicht, du hast dich amüsiert, das ist doch kein Verbrechen!“, bohrte ich weiter in der Wunde und erntete ein drohendes Knurren von ihm und ein Klappern von ihr, als sie ihre Tasse sehr ungalant auf die Untertasse rammte.

„Ein für alle Mal! Vergnügen ist etwas anderes! Ich habe mich nicht zu rechtfertigen, vor NIEMANDEM! Soweit kommt es noch, aber um meines Seelenfriedens willen und da ich mir selbst gerade gar nicht leidtue…“, fing er gewohnt gehässig an, als ich ihn geschickt unterbrach.

„Ist ja nicht so, als wäre es sonst anders!“, kommentierte ich trocken und erlebte zu meiner Überraschung von ihr ein schwer unterdrücktes Kichern.

„LUCIUS! Wenn du nicht gleich Ruhe gibst, gehe ich!“, drohte Severus ungehalten und ich bat mit einer generösen Geste darum, dass er fortfahren möge.

„Wie auch immer, Hermione, Lucius! Gestern gedachte ein Teil des Schulbeirats den geschäftlichen Teil in den geköpften Henker zu verlegen…“, dabei ruckte ihr Haupt hoch, aber ihre Miene war unleserlich, schließlich war doch dies das Etablissement, in dem sie sich zu ihrer Zeit als Minna getroffen hatten und in dem auch ich ihr begegnet war.

„Wir waren eine größere Gruppe und bekamen einen separaten Saal!“, stockte er kurz und dabei war es als würde er mich nun ausschließen, denn er blickte nur zu ihr hinüber, schaffte es durch seine stoische Art, dass sie den Blickkontakt aufnahm und ihn intensiv mit ihm hielt.

„Diese hochwohlgeborenen Herren des Beirates baten um Gesellschaft, so fiel auch eine der Damen für mich ab…“, bekannte er leidlich mit einem leisen Seufzer.

Sie rührte sich nicht mehr, aber auch Severus tat so als könnte es nichts Schlimmeres auf der Erde geben, als so etwas, sprich, eine Frau abzubekommen. Das Biest reagierte noch immer nicht, nichts an ihrer Gestalt deutete darauf hin, was sie empfand. Sie gab sich gerade so wie sie es tat wenn sie beim Lord war, absolut kontrolliert sowie gefühl- und emotionslos.

„Dazu kommt, dass ich das ausgeschenkte Goldlackwasser nicht vertrage, ABER das ist keine Rechtfertigung!“, erklärte er hitzig und ich lehnte mich herrlich unterhalten zurück.

Genau!

Das hier war keine Rechtfertigung, das verstand sich von selbst. Der alte Junge tat gerade etwas, was er in diesem Leben noch NIE getan hatte. Ich hätte mir jedes einzelne, lange Haar ausrupfen können, hätte aber nichts von ihm erfahren, aber SIE bewerkstelligte es, dass er auf seine ganz eigene Art zu Kreuze kroch, eine Premiere. Wie gut, dass ich schon wach war! Man stelle sich das Drama vor, ich hätte das hier verpasst!

„Und warum?“ Severus verstummte sofort, als sie ganz leise, plötzlich nachfragte, wieso er das Getränk nicht vertrug, anscheinend erkannte sie die Premiere als das was sie war, als einzigartig!

Auch Severus zuckte zusammen als sie unerwartet sprach.

„Das… nun, ich bin resistent! Ein Unfall, der Ausnüchterungstrank wirkt bei diesem Gesöff leider nicht, weil ich mal eine Explosion hatte und mir zu viel Gillyflower in die Poren eindrang…“, zeigte er sich auskunftsfreudig und er erzählte mir nichts Neues, aber es war spannend, dass er es ihr wirklich erzählte, doch dann winkte er ab und sie nickte leicht, honorierte diese Erklärung.

„Wie auch immer, so eine nervige Person nahm neben mir Platz und hing die ganze Zeit an mir! Zusammen mit diesem alten, fetten Sack, der mir andauernd einschenkte, bis der sich endlich mit seiner Begleitung beschäftigt hat! Eines dieser belästigenden Weiber hing an meiner anderen Seite und an meinem Hals. Als endlich alle derart betrunken waren, dass ich sie mit einem nonverbalen Stupor ins Reich der Träume schicken konnte, verließ ich UNBEHELLITGT den Ort!“, knurrte er genervt mit starrer Miene, bevor er abrupt endete.

„Und das sollen wir glauben?“, fragte ich akzentuiert und blinzelte irritiert.

„Glaubt es oder nicht!“, zeigte sich wieder der gewohnt verschlossene und wortkarge Severus, der nun einen Schluck von seinem Kaffee nahm und unbeteiligt schien. So wartete ich gespannt auf ihre Reaktion, die nicht sofort kam, da sie erst noch wie unbeteiligt ihr Rührei aß, bevor sie sich manierlich mit der Serviette die Mundwinkel abtupfte.

„Nun, ich hoffe die Herren entschuldigen mich, heute werde ich arg beschäftigt sein, mein Trupp ruft!“, fing sie, die vorhergehende Erklärung von Severus übergehend, an und ich dachte schon, dass er aufgelaufen war, als sie aber mit neutraler Stimme fortfuhr:

„Und Severus, danke für deine Worte, wie wir schon einmal beim Brauen besprochen haben, gebe ich mich keinen Illusionen hin, weder bei dir noch bei Draco, sollte es also doch anders sein, … wäre es auch… unumgänglich, das fällt dann wohl unter Arbeit!“, verkündete sie fest, autsch, dieses Biest war brutal, vielleicht war noch mehr zwischen ihnen vorgefallen, aber ihre rüde Art, mit der sie sich eiskalt präsentierte, war inspirierend. Doch Severus stand ihr in nichts nach, als ein fast satanisches Lächeln auf seinen Lippen erschien.

„Ich wusste, dass du es so sehen würdest! Du verstehst es, eine Sachlage nüchtern zu betrachten!“, schmierte er ihr ein Kompliment nach dem anderen aufs Brot. Wie ungewöhnlich für ihn! Das kommentierte sie auch mit einem diabolischen Lächeln.

„Ein Lob von meinem Professor, bekommen ich dafür ein Ohnegleichen?“, kam es reichlich ironisch von ihr.

„Ich werde sehen, was sich machen lässt!“, gab er sofort schlagfertig zurück, dabei schienen sie sich, zu meiner Verwunderung, fast zu schnell wieder vertragen zu haben. Ich war fast enttäuscht, dass es so schnell gegangen war. Der intensive Blick, den sie austauschten sprach nicht von Hass und Zweifel, sondern von so etwas wie Vertrauen und Akzeptanz.

Was hatte sich in der letzten Zeit zwischen ihnen verändert, dass sie es so umgänglich hinnahm?

Und als sie mit einem fast freundlichen, verabschiedenden Winken ging, erkannte ich noch etwas, sie glaubte ihm wirklich! Sie glaubte ihm, was er erzählt hatte, ohne weiter zu bohren, oder mehr in ihn zu dringen! Sie glaubte es!

„Sie glaubt dir!“, stolperten meine ungläubigen Wörter auch schon aus meinem Mund. Ich konnte es fast nicht fassen! Warum tat sie das?

Alles sprach gegen ihn. Während ich konsterniert dasaß, lachte jetzt Severus ein seltenes, lautes Lachen. Er klang sehr amüsiert als ich meinen perplexen Blick zu ihm lenkte.

„Hahaha…“, kam es dunkel von ihm.

„Sie tut dir nicht gut!“, hauchte ich dann sichtlich überrumpelt und nippte rasch an meinem Kaffee.

„SIE kann mir glauben!“, beharrte er ernsthaft und ich lehnte mich distinguiert zurück und nahm ihn in meinen zweifelnden Fokus. Ich sagte erst mal nichts und sah ihn nur stumm an, wie er nun gelassen zur Zeitung griff und diese gewohnt alltäglich zu lesen begann.

Denn egal was er dem Lord erzählt hatte, es gab niemanden, der alles was es zu lesen gab so studierte wie Severus und so auch den Propheten las, auch wenn er ihn nicht mochte.

„Du würdest sie also nicht anlügen?“, durchbrach ich die raschelnde Stille plötzlich und er legte mit einem typisch genervten Seufzen die Zeitung knisternd beiseite. „Selbst wenn du sie betrügst?“, wurde ich deutlicher.

„Das lässt dich nicht los, oder Lucius?“, schoss er reichlich gehässig zu mir, während er mich kurz taxierte.

„Aber ja, selbst wenn etwas derartiges vorfallen würde, was ihr nicht passt, würde ich es wohl nicht durch eine Lüge kaschieren, sollte sie eine Antwort fordern! Denn das Biest kann mit der Wahrheit besser umgehen als mit der direkten Lüge. Vor allem wenn sie dahinterkommt, dass es die Unwahrheit war, die du ihr aufgetischt hast, wird es nur noch schlimmer!“, bekannte er inbrünstig und ich lauschte sehr interessiert. Sie schienen sich doch einen wesentlichen Schritt nähergekommen zu sein. Das war interessant! Lag es nur an dem Zeichen, das sie nun durch Severus trug, oder an der Nähe? Denn an sich hatte er gerade zugegeben, dass er ihr wenn sie genau fragte, immer die Wahrheit sagen würde, also stimmte es, dass nichts passiert war, mit einer anderen Frau. Aber anders als ich hatte sie keine Sekunde gezweifelt, das war beunruhigend, das war ungewöhnlich, das war interessant. So versank ich in meinen Gedanken, bis er mich erneut aus eben diesen riss.

„Sie erinnert mich darin fast an dich, besser nichts sagen als zu viel, wenn es denn nicht die Wahrheit ist, die dabei rauskommt!“, erklärte Severus leise.

Lucius Sicht ende

Hermiones Sicht

Seit ich den Salon hinter mir gelassen hatte, lag ein zufriedenes Lächeln auf meinen Zügen. Ich hatte ihm sofort geglaubt!

Warum auch immer, aber irgendwie konnte ich nicht an ihm zweifeln, etwas was mich eher verunsicherte. Wäre meine Reaktion, wenn etwas gewesen wäre, auch so cool gewesen? Irgendwie hatte mich die Sorge, dass dort mehr passiert war, doch unangenehm berührt.

Aber gleichzeitig rief ich mir immer wieder unser Gespräch in Erinnerung und wusste, dass er es gesagt hätte, wäre es anders gewesen, dennoch hätte er das Schweigen bevorzugt. Hätte ich aber insistiert, hätte er mir alles erzählt. Es war ein großer Vertrauensbeweis gewesen, dass er sich heute Morgen gerechtfertigt hatte, indem er uns erklärt hatte, was passiert war und die unbequeme Wahrheit ausgesprochen hatte. Aber ich fragte mich zaghaft, wurde ich etwa besitzergreifend?

Aber gerade jetzt schob ich diese lästigen und unnötigen Emotionen beiseite und legte meine Maske an, bevor ich aus dem Foyer in die Höhle der DeathEater apparierte.

Immer wieder erbaulich, im Kreis dieser Menschen aufzulaufen. Sie amüsierten sich gerade köstlich und mampften ein spätes Frühstück, oder was auch immer, als ich schon fast zu selbstverständlich in ihrer Runde einen Platz fand.

Ich lauschte und versuchte aus dem Geprahle und den Angebereien der Männer eine Information herauszuhören, was Dracos Angaben betraf.

Dabei suchte ich meine Männer vergebens und freundete mich gerade damit an, relativ unbehelligt zu sein, als mal wieder mein Glück mit brutaler Wucht zuschlug.

„Püppchen, so allein? Fühlst du dich einsam?“, sank meine Laune um Äonen in die Tiefe, als ich die Stimme von Rodolphus Lestrange an meiner Seite ausmachen durfte und wie er sich neben mir niederließ.


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