When Hermione Fights
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 Kapitel 153-154

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Kapitel 153-154 Empty
BeitragThema: Kapitel 153-154   Kapitel 153-154 EmptyDo Feb 09, 2012 5:39 am

153. Kapitel Abraxina kehrt zurück


Das Abendessen hatte ich schnell hinter mich gebracht und meinem „geminio“ ins Bett gelegt, um dann gut unter meinem langen, schwarzen Umhang durch die nachtschwarze Schule zu schleichen, er strich über meine nackten Beine da ich ein Kleid trug, dank des Geheimganges kam ich rasch vorwärts und lächelte nun schon über die Frage wie mich wohl die Schlangen ansehen würden?

Ich stand vor der Steinwand und fragte mich gerade wie wohl das Passwort sein könnte, ärgerte mich das sie es vergessen hatten es mir zu geben, aber da hatte ich eine geniale Idee und rief in dem dunkeln weiten der Kerker meine in der Finsternis hellstrahlende Elster und schickte sie in dem Raum und harrte gespannt der kommenden Ereignisse.

Als sich eine schlängelnde Viper aus der Mauer schälte und mir mit gespaltener Zunge zu hisste:

„Basilisken Haus!“, wie passend, das Haus der Schlangen hatte echt einfallsreiche Wörter, aber besser als „Bananeneis“, wie wir es letztes Jahr hatten, schmunzelte ich sehr als ich unter meiner Kapuze verborgen den grünlich schimmernden, großen Raum, der noch gut besucht war, betrat. Ich sah die kleinen Erstklässler, die mich mit großen, erstaunten Augen maßen, die großen kannten mich zwar, sahen aber nicht wirklich glücklich darüber aus, dass ich wieder selbstsicher und tyrannisch ihren Gemeinschaftsraum für mich eroberte.

Als einer der Erstklässler nicht schnell genug aus meinem Weg huschte, er mich behinderte, maß ich ihn und er blickte in die schwärze meiner Kapuze und ich wartete ungeduldig, aber der Kleine schien wie eingefroren in einer Schockstarre gefangen und ich war mir der Blicke nur zu bewusst!

Hier ging es anderes zu, sehr viel rauer im Verhalten untereinander als in Gryffindor, es war ein ewiger Kampf um den Platz welchen man errang und ihn dann zu erhalten und da er sich weigerte etwas andres zu tun als mich dumm auszusehen, trat ich unbekümmert nach ihm. Nicht nett, ich weiß, als das Kind unsanft auf den Hosenboden landete und laut vor Schmerz auf keuchte, da er so unvermittelt nach hinten flog, hatte ich auch den Anflug eines schlechten Gewissens, aber hey, ich war hier bei den Schlangen und so eroberte ich als diese bedrohliche Gestallt ihren Gemeinschaftsraum. Wieder zeigte ich, dass ich noch die gleiche, bösartige Person war, die die zitternde Pansy sehr wohl am Eingang zu den Schlafsälen wahrnahm, wie sie kurz auf den Sprung zu sein schien um sich in Sicherheit zu bringen. Alle anderen blickten wie immer stumm durch die Gegend, aber etwas schein die Slytherins zu beschäftigen, so unruhig wie sie wirkten, war etwas geschehen? So ging ich zielstrebig auf die Gruppe um den zentralen, großen Kamin zu, die wie immer entspannt und gleichgültig wirkte, ganz die Herren des Hauses, als ich schon hörte:

„Hey, das mit der Elster war echt genial, hab total vergessen dir das Passwort zu sagen!“, zuckte Blaise entschuldigend die Schulter und grinste mich an, zu mehr war er nicht in der Lage, da sich Astoria auf seinem Schoss sehr breit gemacht hatte, als müsse sie so dafür sorgen, dass er nicht auf dumme Gedanken kam. Bei den Blicken, die alle dem Paar zuwarfen, die schon sehr ungläubig blickenden Mädchen, die zu trauern scheinen, konnte ich sie verstehen, aber andres als sie, sah ich Blaises Blick und da standen, wenn auch gut verborgen, so viele Gefühle für Astoria drin, dass ich davon ausging, er meinte es sehr ernst mit ihr. Und das war ja auch das was er mir so frei in unseren Gesprächen gesagt hatte.

Jetzt bemerkten aber viele der Schlangen, dass wir vier auf vertrauterem Fuße standen, so wie wir uns gaben. Keiner, selbst die vier hier, gingen auf meinen Tritt und dergleichen mit nur einer Geste oder gar mit einem Wort ein, dann hatte ich wohl zur vollsten Zufriedenheit gehandelt. Der Junge war von einer Vertrauensschülerin ins Gebet genommen worden, sie sprach erregt, leise flüsternd auf ihn ein und ich konnte in der Ecke sehen wie sich die Erstklässler sammelten und an den Lippen der jungen Frau hingen, um die Regeln regelrecht in sich einzusaugen, während ihr Kamerad sich den schmerzenden Hintern mit der Hand rieb.

„Du kommst spät!“, hörte ich an Dracos Tonlage das es ihn bedrückte, das alles nicht so lief wie er es sich gerade ausmalte, aber echt, das nervte mich doch gleich wieder. Wenn ich die Blicke der Mädels sah, wie zum Beispiel Pansys, die sich zwar ängstlich im Hintergrund hielt aber ihm trotzdem heiße Blick schenkte, okay, Moment mal, viele sahen Draco komisch an? Was wusste ich nicht? Aber ihn jetzt, hier vor allen darauf ansprechen, so vermessen war ich nicht und wenn er es sagen wollte, würde er das schon tun, wie immer, einvernehmliches Schweigen, so verstanden wir uns.

„Und wenn du so weitermachst, bin ich auch ganz schnell wieder weg!“, drohte ich nicht leise und sah viele die überrumpelt wirkten bei meinem harschen Ton, selbst unsere drei Freunde hoben die Brauen, aber mal ehrlich, er war der der mich enttäuscht hatte. Ich hielt die anderen beiden so gut auf Abstand wie ich konnte, ich war treu und loyal und er….nicht aufregen Hermione, du hast das hinter dir gelassen atmete ich tief durch.

Er hob mir seinen stahlgrauen Blick entgegen und blickte mich hart an, nickte dann langsam, aber beherrscht.

„Anstrengenden Tag gehabt?“, wollte er nun wissen und ich war gedanklich bei dem hochspannenden Buch, das Severus in seiner Jungend geschrieben hatte, das mich wirklich fesselte.

„Ja, aber es geht! Ich will mit dir alleine sein!“, schmollte ich nun und griff mir in einer unbewussten Geste unter die Kapuze und massierte mir den verspannten Nacken, diese ganz Aufmerksamkeit den ganzen Tag über war anstrengend, vor allem, da wir drei, also das Trio von McGonagall und Dumbledore so beobachtet wurden, von der enervierenden Aufmerksamkeit der Schüler ganz zu schweigen.

„Ich doch auch mein Liebling, aber warte noch kurz!“, erhob er sich elegant aus seinem Sessel und blickte nun in den leise summenden Raum, in dem alle versuchten so zu tun als wären sie unsichtbar.

„Hört alle her, das sind die Regeln, es gilt das gleiche wie letztes Jahr, sie ist die „untouchable“, wer von euch so dämlich ist sich ihr in den Weg zu stellen, zieht sich meinen Zorn zu! Ihr habt ihr zu gehorchen und wenn ihr ihr aus dem Weg geht, sollte alles gut gehen!“, blickte er schrecklich kalt durch die Gegend und maß alles und jeden hart, dann reichte er mir galant seine Hand, die ich ergriff und führte mich höflich aus dem Raum und in seine Räume, lies das Wispern der anderen zurück als würde es ihn nicht tangieren.

In seinen Räumen meinte er als erstes:

„Sie sind wie Schafe, es ist zu jämmerlich, ich habe dich vermisst mein Mudblood!“, öffnete er die Schließe meines Mantels, strich mir zärtlich die Kapuze vom Haupt und sah mir erfreut ins Antlitz, während er mir den Stoff von den Schultern zog und ihn lässig auf einen Stuhl warf und mich plötzlich in seine Arme riss.

„Draco….!“, war ich von dem Gefühlsausbruch überwältigt und erwiderte die Umarmung.

„Ich finde es schlimm, dich den ganzen Tag zu sehen und nicht zeigen zu können, dass du zu mir gehörst, so zu tun als wärest du mein Gegner ist einfach nervend, es kostet so viel Energie, die wir viel sinnvoller nutzten könnten. Das ist nicht meine Art.“, wisperte er in mein Haar. Und ja, ich verstand ihn, mir ging es ähnlich, auch wenn ich es mir nicht zugestand so zu fühlen, vermisste ich das Manor, so erstaunlich es klang, aber ich wünschte mich zurück. Ich bemerkte nun wie er mich gekonnt auszog, mich meiner Kleidung mit einer unglaublichen Geschwindigkeit entledigte, was ich….was wollte ich nicht? Warum war ich dann hier? Fragte ich mich kurz als er mich schon geschickte unter vielen kleinen Küssen in sein Bett legte, seit der Sache, die ich nicht ansprechen wollte, die gerade mal nur zwei Nächte zurücklag, waren wir uns zum ersten mal wieder so nahe.

Doch schon spürte ich Haut an Haut, lag mit ihm im Bett, während er mich noch immer gierig küsste und ich ihn, aber da zog er sich für mich überraschend zurück, sah mir lange ins Gesicht, mit einem für mich unleserlichen Ausdruck. Er senkte seinen Kopf mit einem leisen Seufzen und schmiss sich auf die Seite neben mich, was mich perplex auf den Betthimmel starren ließ, okay, was war das? Was sollte das, hatten die alle hier beschlossen einen auf, geheimnisvoll zu machen, oder was? Was sollte das, als ich spürte wie er sich zu mir drehte und ich wollte gerade meinen Kopf zu ihm wenden, als er aber seine Hand auf meinem flachen Bauch platzierte und mich überrumpelte, indem er mich umdrehte und mich, als würde ich eine Feder darstellen, auf die Seite drehte und meinen Rücken nun an seine Brust zog, mich fest umklammerte. Ich war sprachlos, so hatte mich auch Lucius gehalten, waren sich Vater und Sohn wieder zu ähnlich.

Ich spürte, dass er versuchte mich noch näher an sich zu ziehen, mich ganz eng zu halten. Beide Arme hatte er besitzergreifend um mich gelegt, hielt mich fest und auch wenn ich spürte, ihn erregte unsere Nähe, mein Körper, zeigte er keinerlei Regung seiner Lust nach zu geben? Aber was sollte das hier dann, was wollte er, wollte er einfach nur Nähe, mich bei sich haben. Irgendwie gefiel mir das, aber es ließ mich auch erneut grübeln, was bezweckte er damit, hatte er Hintergedanken.

Meine Überlegungen wurden unterbrochen als ich spürte, dass er in meinem Rücken tief ein und aus atmete, sich seine Brust schwer an meinem Rücken bewegte. Schließlich hörte ich ein raues wispern von ihm: „Schlaf gut mein Mudblood, du musst oft zu mir kommen, versprich das!“ Ich konnte nur stumm nicken, war überrascht von seinen Worten, erwiderte schließlich: „Gute Nacht mein Pureblood! Versprochen!“ Ich wollte mich umdrehen und ihm noch einen Kuss geben, doch er hielt mich zurück, zog mich noch fester an sich, sodass ich mich nicht umdrehen konnte. Ich gab auf, ließ mich einfach fallen und genoss die Geborgenheit, die er mir gab, als er sich zu meinem Nacken vorkämpfte, meine Locken sanft über meine Schultern strich, dabei seinen engen Griff um mich löste. Er begann meinen Nacken zärtlich und liebevoll zu küssen, das verursachte mir eine wohlige Gänsehaut, es war schön und da drifteten meine Gedanken noch ein mal kurz zu der Frage, ob er sich einfach nach mir sehnte und meine Nähe brauchte, oder ob er etwas anderes vor hatte und erreichen wollte. Ich fragte mich, was die drei Männer der Familie ritt sich mir gegenüber in den letzten Tag so zu verhalten, wobei Lucius das ganze begonnen hatte, aber eine Hoffnung machte ich mir nicht, dass es immer so sein würde. Nein, das konnte ich mir bei ihnen nicht vorstellen, ich sollte mich wappnen, denn wenn sie wieder zu alter Grobheit fanden, könnte das Erwachen für mich sonst schmerzhaft enden… doch dann schlief ich, geborgen und wollig in den starken Armen von Draco, ein.



Der nächste Morgen begann zeitig, wie immer ich wollte gerade schnellen Schrittes durch den Gemeinschaftsraum eilen um noch rechtzeitig im Gryffindortum zu sein, sodass ich mich um ziehen konnte und dann mit Harry und Ron laufen, als mich eine ruhige, freundliche Stimme ansprach:

„Guten Morgen Schönste!“

Ich blickte mich zu der Quelle der Stimme um und sah nun Blaise, der in einem der beiden großen Sessel vor dem Kamin saß, ein Buch in seinen Händen hielt und den ich gar nicht gesehen hatte, da ich nicht davon ausgegangen war, das in diesen Sesseln jetzt jemand saß, schließlich waren es Dracos und Blaises Plätze, da traute sich keiner der Schlangen hin.

Schnell ging ich zu ihm.

„Guten Morgen Blaise, was führt dich so früh hier her?“, meinte ich freundlich unter meiner Kapuze. Er sah mich leicht abwägend an, so als ob er überlegte was er sagen sollte. Ich war vor ihm zum Stehen gekommen und er blickte zu mir auf, seufze schwer, was mich argwöhnisch werden ließ, war doch etwas geschehen von dem ich nichts wusste? Was für ein Drama hatte sich nun wieder ereignet?

„Auch wenn ER mich dafür bestrafen sollte, ich denke, ich muss dir etwas sagen!“

Mir war klar, so wie er seinen Kopf in Richtung der Tür zu Dracos Zimmer neigte, dass es um ihn ging, von wem sollte er auch sonst sprechen und doch auch wenn ich keine Zeit hatte, meine Neugierde war geweckt. Ich ließ mich ihm gegenüber in Dracos Sessel nieder.

„Warum willst du mir etwas sagen selbst wenn er dich dafür bestrafen wird, was ist denn so wichtig? Wenn er nicht will, das du es sagst, solltest du es vielleicht lieber für dich behalten!“, legte ich ihm freundlich meine Hand auf den Schenkel und versuchte ihm gut zuzureden.

Er atmete tief durch und erklärte dann ruhig, aber fühlte sich sichtlich nicht ganz wohl dabei: „Versteh das nicht falsch, ich bin absolut loyal ihm gegenüber, aber ich bin kein blinder Befehlsempfänger. Ich habe einen eigenen Kopf und wenn ich sehe, er trifft in einer Situation, die dich auch betrifft, eine so fatale Entscheidung, kann ich nicht ruhig bleiben. Ich bin euch, dir dankbar was du alles für mich tust und ich denke, das was gestern passiert ist musst du wissen.“ Seine dunklen Augen blickten mir sehr ernst entgegen und ich sah, er rang sich diese Entscheidung trotzdem schwer ab, auch wenn er so fest erklärte warum er es mir sagen wollte.

Mein Interesse war absolut geweckt, aber ich fragte mich, ob Blaise das wirklich tun sollte, also wandte ich ein: „Lass es lieber, ich will nicht, das du wegen mir bestraft wirst!“

Er schüttelte heftig den Kopf und antwortete: „ Du musst das wissen, glaub mir und mir wird es schon gut gehen. Draco war gestern bei Snape und als er zurück kam, naja, ich würde sagen, sie haben sich so richtig geprügelt und ich bin mir sicher, Draco hat den Kürzeren gezogen. Daphne hat eine Platzwunde am Kopf heilen müssen, ihm etwas gegen eine Gehirnerschütterung gegeben und sicher 10 Minuten lang daran gearbeitet die ganzen Wunden an seinem Rücken zu schließen. Sein Gesicht sah ziemlich übel zugerichtet aus. Ich denke, oder weiß, es ging in dem Streit um dich und irgendwas das im Manor passiert ist, mehr war leider nicht aus ihm heraus zu bekommen und selbst das habe ich mehr erraten.“

Ich schloss verzweifelt die Augen und war froh das Blaise nicht unter die Kapuze in meine Miene sehen konnte, verdammt, warum??? Warum, taten sie das? Das sollten sie nicht! Weder Severus noch Draco, das war kindisch, sich wegen, was? Wegen MIR, zu prügeln? Das war so idiotisch, das Draco aber auch nicht lernte seine Eifersucht zu zügeln, dass er Severus aber auch immer reizte, das im Cottage war schon so grenzwertig gewesen, das sollte er nicht tun!

Wenn das gestern ähnlich gelaufen war und die beiden alleine gewesen waren, wunderte es mich nicht, das Severus sich berufen gefühlt hatte Draco seine Grenzen aufzuzeigen und selbst wenn wir gut waren! Selbst wenn Draco und Ich besser waren als alle, mit der Erfahrung und dem Wissen von Lucius und Severus konnte wir halt dann leider doch noch nicht mithalten, wenn die beiden wollten, steckten sie uns mit einem kalten Lachen in die Tasche, das war extrem Frustrierend und ärgerlich, aber die Tatsache, sie waren die Meister und wir nur die willigen Schüler!

Ich nickte nun leicht, es war gut das ich es wusste, wie sagte man so schön, wissen ist Macht!

Aber ich würde mich nicht einmischen, wenn Draco schwieg, hatte ich sein Schweigen zu akzeptieren, so wie er meines immer achtete. Sollte er mit mir darüber reden wollen, wäre ich dazu bereit, aber ich bezweifelte das sein Stolz das zuließe!

Und Severus, nein, das war eine Sache zwischen ihnen beiden, warum sollte ich mich da einmengen? Das wüssten weder Severus noch Draco zu schätzen, aber ich war dankbar und das sagte ich nun:

„Ihr habt euch um ihn gekümmert? Das ist gut, danke! Auch wenn ich zu wissen glaube, dass er es nicht zu schätzen gewusst hat?“

„Weniger, er hat Daphne angedroht, sollte sie jemals wieder unaufgefordert in seine Räume kommen, würde er sie strafen?“, zeigte mir seine verschlossene Miene das er das nicht gut fand, aber ich verstand Draco, er hatte schon schwer an der Demütigung zu knabbern, ich hätte mich auch am liebsten dann zurückgezogen, hätte allein sein wollen.

„Ich verstehe ihn, aber trotzdem habt ihr richtig gehandelt, sollte so etwas wieder sein und er ist unvernünftig, ruft mich, dann habt ihr keine Strafe zu fürchten, dafür sorge ich dann!“, bot ich an und wollte mich nun erheben, als er meine Hand fasste und festhielt mich eindringlich ansah.

„Mehr sagst du dazu nicht, willst nicht mit Draco oder Snape reden?“, er schien überrascht zu sein.

„Nein, das kann ich nicht! Das würde alles nur viel, viel schlimmer machen, glaub mir, aber es ist gut das ich es weiß, aber weich dem Thema Draco gegenüber aus, das du geplaudert hast, er wird dich nicht fragen und solange er dies nicht tut, musst du nicht lügen und bist aus dem Schneider, das ist mein guter Rat an dich!“ Ich erhob mich und nickte im zu, was er erwiderte, schien schon wieder nach zu denken und so ließ ich die Slytherinkerker schnellsten hinter mir um noch so gerade rechtzeitig zu meiner Laufrunde zu kommen.

So liefen wir, das Goldene Trio, aber diesmal ohne ein unliebsames Zusammentreffen mit den Slytherins, es wäre doch zu auffällig! Harry hätte Daphne sicher gerne jeden Morgen gesehen, dachte ich schmunzelnd, aber auch wusste, es war zu gefährlich. Ich war ausgeschlafen und hatte die Nacht in Dracos Armen sehr angenehm verbracht, erstaunlich aber wahr und als wir dann zur ersten Stunde des Tages eilten, freute ich mich schon tierisch auf die erste Stunde McGonagall in Verwandlung für Fortgeschrittene, ein Fach, anders als Hagrids, das ich nicht guten Gewissens hatte abwählen können.

Wir betraten den hellen Raum mit den großen Sprossenfenstern und da stand sie schon, wie ein hochaufragender Racheengel mit ihrem schwarzen, hochgeschossenem Zauberermantel und ihrem straff hochgestecktem Dutt, mit den grauen Haaren, auf dem erhöhten Podest und blickte uns missbilligend entgegen, als sie uns zu dritt eintreten sah. Auch hier war aufgrund der Wahlmöglichkeit die Klasse geschrumpft und es wurden wieder alle vier Häuser zusammen unterrichtet.

Ich saß wie immer weit vorne, man sollte nicht mit alten Gewohnheiten brechen solange sie gut waren, so viel stand fest, ich merkte den beobachtenden, kritischen Blick, den mir die alte Dame ab und an schenkte, aber sie sagte nichts und zog den Unterricht wie gewohnt strukturiert durch. Ich hielt mich etwas zurück, meldete mich nicht ständig und fragte nur wenn sie es forderte, was sie sehr, sehr skeptisch beäugte durch ihre tiefsitzende Brille.

Selbst Harry und Ron fanden, dass es sehr eisig zuging im Unterricht, da sie auch Harry und Ron mit ihren Blicken erdolchte, oh ja, da war sehr viel Misstrauen und Zweifel.

In den Pausen konnte man Schüler sehen, die sich über die Ferien unterhielten und was da alles passiert war, Susan Bones wurde von allen sehr bemitleidet, da ihre Tante von den DeathEatern ermordet worden war und Harry sprach ihr auch sein Beileid was, was sie als Mitglieder der DA sichtlich freute. Aber ich konnte mich nicht durchringen so verlogen zu sein, wenn es mir befohlen worden wäre hätte ich mitgeholfen und zu wissen, dass ich die Mörder noch kurz davor in Severus Haus, mit ihm zusammen von Dumbleodre abgelenkt hatte und mich halbnackt präsentiert hatte, aber sie danach abgezogen waren um Mrs. Bones….nun lasst es uns vergessen.

Einige liefen etwas neben sich stehend rum, entweder zwecks denn Artikeln in der Zeitung oder aber durch Briefe der Eltern! Es war eine depressive, melancholische Zeit, trotz des draußen herrschenden, spätsommerlichen, schönen Wetters.

So verflog der Tag geschwind und ich verdrängte gekonnt das ich schon lange keine normale Schülerin mehr war. Ich fand es erstaunlich wie Draco dies seit langem schaffte, diese Fassade aufrecht zu erhalten, ich tat mir jetzt schon schwer, aber er hatte als Slytherin auch den wesentlich einfacheren Part, wie ich mir murrend eingestand.

Als wir uns nach dem Mittagessen auf den Weg machten und ein wenig draußen spazieren gingen, um zu besprechen wie wir das in dem Raum der Wünsche organisieren wollten und wir am Ufer des Sees Cho und Marietta ausmachten, reagierte Harry sehr gelassen, nahm sie kaum war. Die giftige Blicke, die sie in unsere Richtung warfen, tangierten ihn nicht. Sie waren nun Siebtklässlerinnen und Marietta trug einen sehr blickdichten Pony, verdeckte ihr verunzierendes Mal, aber sie schien meine Beteiligung an ihrem Unglück nicht zu vergessen.

Harry hatte überhaupt keinen Blick mehr für Cho, die so ganz andres als Daphne war. Daphne hatte immer, wie es schien, nur Harry gewollt und war sich ihrer Gefühle sicher, Cho hingegen? Nun sie war eine komplizierte Person, bei ihr wusste ich genau so wenig wie bei Ginny, ob sie nicht auf seinen Ruhm aus waren. Auch, dass sie so zauderte und zögerte, sich nicht zwischen ihm und Harry entscheiden konnte, dann, als Cedric tot war aber sofort ihr Heil in Harrys Armen gesucht hatte, ließ mich skeptisch sein.

Ich verstand durchaus, das es schwer war seinen Freund durch einen solchen Schlag zu verlieren, aber hieß ich ihr Verhalten danach gut, nein, ganz sicher nicht. Sie war keine starke Persönlichkeit, niemals hätte sie so hinter Harry stehen können wenn sie all das erfahren hätte was Daphne jetzt wusste, nie hätte sie es geschafft ihm so selbstverständlich den Rücken zu stärken, sie verging viel zu sehr in Selbstmitleid. Daphne würde immer wieder das Haupt erheben und wenn es nötig war sogar Harry da durch boxen, auf ihre ganz eigene, auch sanfte Art, aber sie war stark und das war Cho nicht.

Ich war so froh, dass dieser Kelch an Harry vorbei gegangen war und er sein Herz sowas von an Daphne verloren hatte, die eindeutig die Richtige für ihn war. Er brauchte eine starke Frau, keine die seinen Schutz brauchte, sondern eine, die für sich ein stehen konnte und ihm, wenn es nötig war emotional den Rücken stärken konnte, all das tat Daphne, wie sie eindrucksvoll schon bewiesen hatte.

Doch meine Überlegungen wurden durch Hagrid unterbrochen, der mit einer sehr beleidigten Miene, wie ich sie noch nie von ihm gesehen hatte, vor uns auftauchte und sich aufbaute. Er blickte uns aus seinem Gesicht, das von dem strohigem Haar und dem vollen Bart sehr verdeckt wurde, ungehalten und traurig zugleich entgegen.„Also ich hätte schon erwartet das ihr weiter an meinem Unterricht teilnehmt, ihr habt ihn abgewählt!“, hielt er uns vor und wir drei sahen ertappt und unbehaglich umher.

„Nun, sorry Hagrid, aber wir konnten nicht so viele Fächer nehmen und für den Auror braucht man das nicht zwingend und ich wollte mich darauf konzentrieren!“, wandte Harry standhaft ein und der Halbriese sah ihn erstaunt an.

„Ach so….es hat euch gefallen?“, fragte er bedröppelt.

„Ja, natürlich, du hast den Unterricht immer sehr, außergewöhnlich….einfallsreich…und …“, stotterte Harry.

„…und überraschend gestaltet….“, kam es von Ron reichlich zynisch.

„Schau mich an Hagrid, ich habe sogar auch freiwillig Kräuterkunde abgewählt, weil ich sonst nicht alles mehr schaffen würde, also nicht nur die Pflege!“, warf ich ein und war so dankbar das ich diese scheiß Pflanzen los war.

„Oh, wenn das so ist…ich dachte schon…!“, zog Hagrid seinen Vorwurf leicht bedröppelt und schuldbewusst zurück, er war einfach zu weich, dachte ich zynisch.

„Wo warst du eigentlich?“, wollte da Harry wissen und lenkte damit sehr gekonnt ab.

„Nun, zuerst bei Grawp!“, unterdrückte ich zusammen mit Harry heldenhaft ein schütteln, also Hagrids Halbbruder hatte es meiner Ansicht nach noch immer in sich. „Ihr müsst wissen, seit dem er in der Berghöhle hinter Hogsmeade haust, fühlt er sich puddel wohl und ist richtig umgänglich, ihr sollten ihn mal besuchen….!“, war Hagrid regelrecht begeistert, nie im Leben, war mein erster Gedanke.

„OH, ähm…nu, klar gerne wenn´s mal passt! Und dann warst du nur bei ihm?“, wurschtelte Harry durch die Gegend und versuchte abzulenken, als Hagrid theatralisch aufstöhnte und ein riesiges Stofftaschentuch zog und sich geräuschvoll schnäuzte.

„Hagrid..???“, wollte Ron vorsichtig wissen, während wir drei uns fragende Blicke zuwarfen.

„Arch…es ist nur, es kennt ihn ja sonst keiner, also Aragog, er liegt im Sterben! Er ist schon so alt, aber er hat mich so lange begleitet!“, schnaubte er schon wieder.

„Hagrid, du hattest weiterhin, zu …ihm, also Aragog, kontakt?“, fragte Harry reichlich konfus.

„Ja, natürlich er war und ist immer ein guter Freund gewesen!“, erklärte er wie selbstverständlich. Ron verzog etwas das Gesicht, seine Angst vor Spinnen und bei der Erinnerung, konnte ich es verstehen. Ich kannte die Geschichte aus unserem zweiten Jahr als Harry und Ron beinah Spinnenfutter geworden wären.

„Das ist dann natürlich echt schlimm, du Armer, wenn du Hilfe brauchst!“, bot ich nun an, aber er schüttelte sein mächtiges Haupt.

„Nee, lasst mal, Aragogs Sippschaft ist etwas haarig auf den Beißerchen!“, winkte er uns nun und machte sich zu seiner nächsten Stunde auf.

„Puh…das war knapp man, heftig, ich war so froh, Hagrids Monstern zu entkommen!“, stieß Ron die Luft aus und wir drei nickten, da waren wir uns absolut einig.



Ich hatte mit Harry und Ron ein ernstes Wort geredet, denn nun machten wir uns gerade auf zum Nachsitzen bei Severus und hatte ihnen gesagt, dass sie sich überraschen lassen sollten, denn ich hatte so eine Vermutung. Und als wir nach einem zaghaften Anklopfen von Harry in das leere Büro traten, war ich mir nun sicher, wie früher schon so oft, winkte ich die beiden staunenden weiter, Harry staunte eher nur da er sich fragte wo Severus war, Ron hingegen war platt als er nun in Severus Wohnzimmer stand, denn er hatte es bisher noch nie hier her geschafft. Ich ging weiter Zielstrebig auf die hinterste Tür zu und öffnete und sah was mich so gar nicht überraschen wollte, einen lustigen Trupp Slytherins plus ihrer Oberschlange.

Harry und Ron starrten den Übungsraum baff erstaunt an selbst, Daphne und Astoria schienen noch leicht überrascht, aber schon eilte ich freudestrahlend auf Severus zu und sah ihn dankbar an, er stand wie immer mit zurück gebundenem Haar mit Draco zusammen und unterhielt sich.

„Severus, wir melden uns zum Nachsitzen!“, sagte ich lächelnd und nickte Draco zu, ich würde nichts tun was Severus denken ließe ich würde ihn reizen wollen.

„Gut, Potter und Weasley, stehen sie nicht so doof rum! Sie sind hier um zu übern und zu trainieren!“, winkte er sie unwirsch rein und Ron zog die Tür brav hinter sich zu, so wie ich die Bücherwandtür vorhin sorgsam verschlossen hatte. Harry warf Daphne einen feurigen Blick zu und sie erwiderte diesen, aber beide wagten unter Severus drohendem Blick auch nur eine Begrüßung.

„Da wir alle versammelt sind, möchte ich gerne etwas besprechen, als erstes möchte ich dir danken, dass du bereit bist uns weiter zu trainieren, Severus, danke!“, verzog er bei meiner Schleimmerei abwertend den Mund, aber ich fand ihm stand trotzdem mein Dank zu.

„Aber ich wollte fragen ob ihr….“, deutete ich auf die Schlangen „…mit uns noch zweimal in der Woche im Raum der Wünsche, die schwarzmagischen Sprüche üben wollt?“, fragte ich und sah wie sich nun alle in einem großen Kreis versammelten.

„Hätte nichts dagegen!“, meinte Blaise schultern zuckend.

„Finde ich gut, vor allem, dass wir wieder Angriff und Verteidigung simulieren, könnte hilfreich sein!“, meinte Draco überlegend und tippte mit seinem Zeigefinger auf seine Lippe.

„Also wie machen wir es?“, fragte ich nun.

„Mhmh…Dienstag und Donnerstag?“, meinte nun Draco und sah fragend in die Runde, als erstaunlicherweise Severus etwas sagte:

„Gut dann kommen die Herrschaften am Mittwoch und Freitag zu mir, das wäre mir auch am genehmsten!“, verschränkte er nun die Arme und wir nickten alle brav als Ron fragte:

„Ähm und was ist mit dem Wochenende?“, da maß ihn Severus recht kalt, antwortete aber zu meinem Erstaunen.

„Der Samstag wird meistens für ein abendliches Besprechen mit dem Lord benötigt, Hermione und Draco sollten versuchen sich diesen so gut wie möglich frei zu halten!“, war ich nicht die einzige, die bei dieser, mir neuen, Nachricht schwer schluckte. Ich sollte so gut wie fast jeden Samstag ins Dark Manor gehen? Ja, Hilfe, da verging einem doch alles, sah ich Draco an der aber wie immer seine gleichgültige Maske trug.

„Ihr seid im inneren Kreis, da erwartet man von euch Engagement, viele Aufgaben für euch dürften dann auf den Sonntag fallen!“, erklärte Severus unbeweglich weiter. Wow, na das waren doch mal Aussichten, als Harry antwortete und mich total überraschte wie erwachsen und überlegt er mittlerweile war.

„Nun, dann müssen wir für die Schönste dafür sorgen das sie von Samstag bis Sonntag so gut wie unsichtbar in Gryffindor ist….mhm….gut das sie uns das sagen, Sir, dann sollten wir uns einen Plan ausarbeiten wie wir Hermione schützen können, vor der Entdeckung. Ich nehme mal an, für Malfoy dürfte das in Slytherins weniger zum Problem werden?“

„Da hast du recht Potter, die Slytherins wissen, oder besser vermuten es und würden es nie wagen mir hinterher zu spionieren!“, kam es arrogant von Draco.

„Gut Mr. Potter dann liegt es in ihren beiden Händen zusammen dafür zu sorgen, das Hermione ohne Sorge ihren Verpflichtungen nachkommen kann.“, fasste er auch Ron ins kalte blickende Auge und beide nickten synchron.

„Mr. Zabini, bitte zeigen sie mir was sie ihnen über die Ferien vermitteln konnten, ich überlasse es ihnen Gruppen zu bilden, immer zwei!“, wies Severus nun an und ich hatte so was ja vermutet, legte nun meinem Mantel ab und trug meine Sportsachen und zog aus meiner Manteltasche die verkleinerten Sachen von meinen Jungs. Ich reichte sie ihnen wortlos und sie huschten schnell ins Wohnzimmer, zogen sich die Hose und das Shirt an.

„Okay, Ron du gehst zu Draco, ihr könnt mit dem Thaiboxen weitermachen!“, schaffte Blaise an und ich sah wie Severus gespannt eine Braue hob, als sowohl Draco wie auch Ron begannen schweigsam ihre Handboxbandagen gekonnt magisch um ihre Hände zu wickeln.

Autsch, es mochte erstaunen oder auch nicht, wie gesagt Ron mochte alles was mit Boxen zu tun hatte, er lebte sich mit seinen Fäusten aus und Draco, seit dem er das Boxen mit Severus verloren hatte, übte daran auch. Gut das jetzt und das Boxen damals konnte man nicht wirklich vergleichen, aber nun gut. Denn bei Thaiboxen waren alle Techniken erlaubt, man konnte den Gegner halten, also clinchen und den Gegner innerhalb und außerhalb des Clinces mit Knie- und Ellenbogenstößen bearbeiten, sehr schmerzhaft!

Ron und Draco wärmten sich auf und gingen fast übergangslos über sich anzugehen, sie begangen mit der bekanntesten Technik, ein Kick mit dem blanken Schienbein, meist auf den Oberschenkel oder Rippenbereich gezielt und hier wechselten sich Draco und Ron ab, mal traf der eine da und dort der andere.

Später würden sie dazu übergehen zu Clinchen und versuchen sich aus dem Gleichgewicht zu bringen!

Nun, das Verletzungsrisiko war durch die Ellenbogen und Knietechniken sehr hoch, dies war ein harter Kampfsport, aber Leute echt, wann war ich das letzte mal aus einem Training als Ganzes rausgegangen? Draco und Ron schonten sich absolut nicht, die Faustschläge führten sie brutal und ohne Bedenken, Severus hätte es wohl als auch nicht korrekt angesehen, wenn sie nicht blutüberströmt aus dieser Übung herausgingen, denn wir üben hier ja den Ernstfall und keineswegs die Kunst des Kampfes! Da passte es sehr gut, dass die zwei sich aneinander austobten, als sie auch die Schläge aus der Drehung kommend auf dem Kopf des Gegners mit dem Faustrücken zielten. Das knallen der Schläge und Tritte und ihre zum Teil schmerzhaftes und gequältes Aufstöhnen, hallte von den Wänden wieder. Es war sehr beeindruckend die dahinterstehende Kraft in ihren Körpern zu sehen. Als Blaise weitersprach:

„Die Mädels machen Ju-Jutsu, es hat sich gezeigt, dass sie die Elemente aus Judo, Karate und Aikido am besten verarbeiten konnten! Also los Mädels!“, feuerte er Daphne und Astoria mit einem gewissen Stolz in den dunklen Augen an. Ja, das war gut, wirklich gut gewesen, dass sie das herausgefunden hatten, aber man sollte das nicht mit Jiu-Jitsu verwechseln, hier im Ju-Jutsu wurden die Hebel-und Wurftechniken des Aikido verwendet, die Fall-, Wurf- und Bodentechnik des Judos, sowie die Schläge und Tritte des Karate. Es war eine gute, ausgewogene Mischung, sehr gut geeignet für die beiden Mädels, da es wie schon der Name sagte, eine relativ sanfte Kunstgriffform war, es hier die Kunst war, durch Nachgeben oder Ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen. Aber sollte es nötig sein, könnten sie auch den Angreifenden mit Schlägen-Tritten-oder Blocktechniken erfolgreich abwehren. An sich war es eine Kunst, flexibel und vielseitig auf einen Angriff zu reagieren und besser geeignet für die Beiden als aggressivere Kampftechniken.

Die beiden agilen Mädchen nahmen Aufstellung mit ihren Straff zu einem Pferdeschwanz zurückgebunden Haaren, grober Fehler, ich trug nur noch einen Dutt wenn ich zum Kämpfen ging, man lernte schließlich aus Fehlern.

Sie übten das reflexartige Fallen um eine zeitliche Verzögerung zu minimieren und dadurch unverletzt und kampffähig zu bleiben, sie übten unermüdliche das vorwärts-rückwärts und seitwärtsfallen. Sie machten das schon sehr gut, wenn man bedachte, dass sie körperlich noch nie sehr aktiv gewesen waren, zeigten wir uns sehr zufrieden, als Blaise meinte:

„Nun was ihr zwei macht, da hab ich keine Ahnung aber Harry und ich wollten ein bisschen am Capoeira weiter machen!“, sprach´s und winkte schon Harry in ein Eck und dieser folgte etwas perplex, da er immer noch zusah wie Ron und Draco aufeinander eindroschen.

Aber nun standen sie sich gegenüber und begannen diese Kampftanztanztechnik, diese war für beide sehr gut geeignet, da sie leichte, agile, drahtige und sehr schnelle Menschen waren. Da kam ihnen hierbei die extrem Flexibilität des Tanzes zugute, es gab ihre viele Drehtritte und eingesprungene Tritte, sowie Akrobatik, gerade Harry, dank seiner relativen Körpergröße und seiner sehnigen Figur, flog nur so durch die Luft, als er die Bewegungskombinationen des Capoerira auslebte.

Natürlich wurde Harry in allem Unterrichtet und er verband eigentlich dann die einzelnen Techniken miteinander, aber erst musste man das eine beherrschen um es individuell einzusetzen und es war ein Vergnügen dabei zuzusehen wie er seinen Körper durch die Luft schwang, seine Beine hoch in die Luft entweder aus dem Stand schwang, oder er sprang und seine Beine dann über seinen Kopf in die Luft und durch die Lüfte wirbelte. Er vollführte, Handstandüberschlag alles in einer vielseitigen und sehr rasanten Abwechslung, da hier so abwechslungsreiches gefordert wurde. Er musste die Akrobatik, den Kampfsport mit der Rhythmik und der Reaktionsfähigkeit improvisieren und dies alles kreativ verneinen. Die Kämpfer befanden sich ständig in Bewegung, zum einen weil hier der Grundschritt bereits ein Wiegeschritt war, der Bewegung in das Ganze brachte und zum anderen, weil es sehr viele tiefe Bewegungen in der Hocke bzw. in der Akrobatik mit dem kopfüber, ohne Bodenkontakt, geschlagenen Rad und dem Kopfstand etc. gab.

Dies hier war ein sehr hinterlistiges umlauern, da ihr die Philosophie war, allen Schlägen auszuweichen und nur im Notfall zu blocken und dem Anderen kein leicht zu treffendes Ziel zu bieten. Harry war darin ein Naturtalent, das musste man sagen, es war schön ihnen zuzusehen, aber es war klar, das Severus beim nächsten mal eine Angriffstechnik sehen wollte.

Nun blieben nur noch Severus und ich, nachdem im Manor meistens Draco mit mir gearbeitet hatte und Severus sich an Lucius hielt, war unser letztes Mal lange her und ich schluckte schon schwer. Nach dem Kuss am ersten Abend, ihm nun wieder so nah zu kommen, aber auf der anderen Seite ich konnte auf ihn einprügeln, war doch auch etwas, versuchte ich mich aufzuheitern und bemerkte nur wie auf mich etwas zuflog und aus einem gut antrainierten Reflex, fing ich es geschickt aus der Luft. Severus hatte mir einen Hanbo zugeworfen, den ich nun erstaunt in meiner Hand wog, dies war ein Stock, ein relativ kurzer Holzstock, mit so um 100cm Länge.

Okay, wir würden dann wohl in den Bereich des Ninjutsu gehen, alles klar, machten wir heute auf Ninja! Na toll, das war ja gar nicht kompliziert, diese Technik bestand aus so wenigen Bestandteilen und dann auch noch mit dem eingebauten Waffenkampf, der fast alle Waffen abdeckte, ganz toll. Ich würde bestimmt Prügel beziehen, warf ich einen giftigen Blick auf den Holstecken! Auwa, massives Holz, ganz toll, eine blödere Sportart hätte er sich echt nicht aussuchen können. Sah ich aus wie eine Japanerin?

Er warf mir nur ein gemeingefährliches Lächeln zu, okay, was wusste ich über die blöde Waffe? Stöße, Schläge, war irgendwie logisch, dank der kürze würde es sich aber zum Hebeln besser eigenen, ach verdammt.

Er stand schon bedrohlich da in der Bereitschaftsstellung und ich konnte gar nicht so schnell reagieren wie er aus der Handgelenksdrehung den Bo hervorschnellen ließ und in einem beidhändigen Stoß den Stock zu mir schickte. Ich drehte mich zwar schnell, aber ich fühlte noch den Luftzug als er seinen Bo schon wieder durch seine Hände nachhinten gleiten ließ.

Er war ständig in Bewegung und auch dieser scheiß Bo wirbelte nur so durch seine Hände, als es auch schon weiterging. Er ging in eine Rückwärtsstellung und schoss wieder vor, traf nun, als ich mich drehte, meinen Rücken, was mich schmerzhaft keuchen ließ. Es war ein harter Schlag, der mir den Atem stocken ließ, war es seine Rache weil ich ihm in einem schwachen Moment einige Geheimnisse der Vergangenheit entlockt hatte. Hey, ich meine, dann sollte er es gleich sagen, dann würde ich mein Holz weglegen und mich einfach so von ihm verhauen lassen, als mir das hier anzutun, dachte ich echt gehässig.

Schon kam wieder ein Stoß, ich wich zurück, aber er kam unter meinen erhobenen Stab und da hebelte er mich gekonnt aus und schickte mich mit dem Rücken voran auf die Matte. Den kommenden Schlag parierte ich noch im Liegen, indem ich rechtzeitig und geistesgegenwärtig meine Hände, die den Stock an zwei Seiten umfasst hielten, ruckartig in die Höhe hielt, ihn vor mich hochriss und hörte wie sein Holz dumpf an meines prallte und die Vibration durch meine Arme ging, als ich den Schlag aufgefangen hatte. Auwa, er schien einiges in sich aufgestaut zu haben.

Ich rollte schnell nach hinter und kam keine Sekunde zu früh wieder auf die Beine, als ich den Stab waagerecht über meinen Kopf hielt und den nächsten Schlag abhielt. Er ließ den Bo immer wieder geschmeidig und in einer atemberaubenden Geschwindigkeit durch seine Hände gleiten, vor zurück und seitwärts, er wanderte hin und her, wirbelte um seinen Körper und seinem Kopf! Ich hatte mich nun auch etwas drein gefunden und bot ein wenig Paroli, man hörte das dumpfe aufeinanderprallen des Holzes und mein Stöhnen, wenn ich wieder einen Stoß abfing, oder er mich aushebelte und ich schmerzhaft zu Boden ging. Ich versuchte gekonnt zu fallen und weiter im Kampf zu bleiben, wir wirbelten mit den Stäben in einer rasanten Schnelligkeit auf der Matte umher. Es floss, Dank der stumpfen Waffe kein Blut, aber mein Körper würde übersät sein mit blauen Flecken, so viel war klar.

Doch nun machte er eine breitbeinige Vorwärtsstellung mit hocherhobenem Bo, um mich wieder anzugehen, als ich mehr als unabsichtlich es schaffte mit einem Stoß die Spitze des Stabes in seinen Oberbauch mit Wucht zu rammen, was ihn die Augenbrauen ärgerlich zusammenzeihen ließ und er ein schmerzhaftes zischen ausstieß.

Aber er ließ sich ansonsten nichts anmerken, atmete sichtbar den Schmerz weg, wirbelte wieder diesen scheiß Stecken durch die Luft und kam unter meinen und hebelte mich mal wieder aus, diesmal war ich nicht schnell genug, landete unsanft auf dem Rücken, sodass es mir die Luft aus den Lungen presste und fühlte da schon die Spitze des stumpfen Stabes an meinem Hals und ließ meinen Stab im Angesichte meiner Niederlage fallen.

Er schien diese Geste als das aufzufassen was sie war und nahm langsam den Stab von meiner empfindlichen Kehle und zog sich zurück. Beide atmeten wir schwer, es war ein harter und nervenaufreibender Kampf gewesen, für mich zumindest, da ich die eindeutig Unterlegener war, verdammt, ich könnte nun anfangen, das ich halt kürzere Arme hatte, aber irgendwie kam es mir so vor als würden der Stecken und ich keine Freunde mehr werden! Dieses ständige, schnelle durch die Hände gleiten, nach vor und zurück und ihn dann wenden, nein das hatte mir nicht gelegen, ich behielt lieber die Waffe fest in der Hand. Auch mal eine Erkenntnis wie ich zugeben musste.

Als ich aufblickte, sah ich wie uns alle ansahen, hatten wir mal wieder eine gute Show geliefert, so wie sie aussahen. Daphne kümmerte sich gerade um Draco um ihn wieder ansehnlich zu gestalten, denn sie hatten sich nicht geschont und Astoria kümmerte sich um Blaise und Harry, deren Verletzungen aber minimal waren, und ich? Ich, rappelte mich schwer vom Boden auf, mir tat alles weh. Ich vermutete, entweder jeder Knochen in mir hatte mit dem Bo Bekanntschaft gemacht, oder aber mit der harten Matte, ah…tat mir alles weh, aber zeigen würde ich das nicht, biss ich mir auf die Zunge, damit ich ja keinen Ton von mir gab.

„Brauchst du mich auch, Hermione?“, fragte Daphne sanft und ich schüttelte stur den Kopf und wandte den „episkey“ selbst auf mich an und fühlte wie die akuten, stark pochenden Schmerzen nachließen und ich wieder freier Atmen konnte. Der Schweiß stand mir noch immer auf der Stirn und ich wischte mir mit den Handtuch, das mir Blaise zuwarf, über das nasse Gesicht.

Severus hatte auf dem Absatz kehrte gemacht und war aus dem Raum gerauscht, manchmal fand ich es schwer ihn einzuschätzen und seine Stimmungsschwankungen waren wirklich zum Abgewöhnen, als wir uns magisch reinigten und heilten und die Tränke zu uns nahmen.

„Wow, also der kurze Stock ist echt nicht deines, Schönste!“, grinste Blaise mich verschlagen an, also für die Feststellung brauchte ich eigentlich jetzt nicht, wirklich Blaise, konnte ich nur verschnupft denken.

„Aber du hast gut gekontert….auch…also,…wenn!“, stotterte Astoria und ich winkte nur ab, ich sollte bei den Dolchen bleiben so viel stand fest, das sah ich auch so!

„Hey, sagt mir lieber wer bei Ron und Draco gewonnen hat….?“, wollte ich wissen

„Das du fragst Liebling, ist beleidigend…!“, empörte sich ein arroganter Draco als ihn Ron unterbrach.

„….er hat echt gewonnen, aber trotzdem habe ich das zu spitze, zu hübsche Gesicht zu Brei verarbeitet!“, schlug er seine Faust in seine andere Hand das es laut klatschte und grinste fies und Draco warf seine, ihm ins Gesicht fallenden, Strähnen elegant zurück und zeigte ein dämonisches Grinsen. Ron schien es zu gefallen, dass er Draco nun ungestraft vermöbeln durfte, offensichtlich gewann er so der neuen Situation, die in so vielen Punkten ihm sicher immer noch mal Kopfschmerzen bereitete, etwa gutes ab, so zeigte er eine sehr gute Laune, auch wenn er verloren hatte.

„Wenn es dich die Niederlage besser überstehen lässt, denn verloren hast du trotzdem!“, mussten wir doch alle über Dracos blasierte Art lachen.

Alle waren wir erstaunlich gut geworden, wir konnte viel einstecken und noch mehr austeilen, ich war vollauf zufrieden als Harry meinte:

„Und die Twins haben letztes Jahr hier auch trainiert? Wow, echt nicht nett was ihr alles vor uns verheimlicht habt!“, blickte er mich leicht vorwurfsvoll an.

„Hab dich mal nicht so Potter, erstens warst du dafür noch nicht bereit und zweitens lass es mich mal so sagen, sei froh das du die Schreie der Memmen von Twins nicht gehört hast, es war nicht auszuhalten!“, sprach er mir und Blaise aus der Seele, bis Severus sie soweit abgestumpft hatte das sie ein erträgliches Maß an Schmerz akzeptierten und nicht herumkreischten wie Babys, waren wir oft am Verzweifeln bis Severus auf die glorreiche Idee verfiel sie mit dem „silencio“ zu belegen. Was nicht nett gewesen war, aber irre beruhigend.

„So schlimm?“, fragte nur Ron zaghaft, als ihr Bruder musste er ja selbst wissen wie sie früher auf das kleinste Zippen reagiert hatten.

„Ja, so schlimm, aber mittlerweile sind sie echt hart im Nehmen geworden und unter Professor Snape wird jeder so!“, erklärte Blaise überzeugt

„Ich frage mich nur warum er mich und Ron unterrichtet, hier in seinen Privaten Räumen….ich mein er mag mich nicht mal und er tut es, habt ihr ihn darum gebeten?“, wollte Harry nun mit großen, neugierigen Augen wissen und ich blickte zu Draco.

„Also ich hab ihn noch nicht gebeten, du Draco?“

„Nein, aber ich glaub ihm war klar, dass wir da weitermachen wo wir aufgehört haben, für ihn war das wohl nur logisch! Freut euch, er ist ein guter Lehrer!“, belehrte Draco sie und alle legten sich nun ihre Mäntel um als wir uns umblickten sahen wir wie Harry gerade versuchte in Daphne hineinzukriechen.

„Potter lass das nur nicht meinen Patenonkel sehen, hier in seinen Räumen!“, schafften es Dracos barsch gesprochene Worte das Daphne und Harry geschockt auseinanderfuhren, wie es schien hatte sie wirklich vergessen wo sie hier waren als wir wagen die Tür zu öffnen und wie erwartet wurden wir schon freundlichst begrüßt.

Hermione Sicht ende



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BeitragThema: Re: Kapitel 153-154   Kapitel 153-154 EmptyDo Feb 09, 2012 5:40 am

154. Kapitel Der Beginn einer Panikattacke



Severus Sicht

Wie war ich mies gelaunt, Hermione hatte mich an zu viel vergessenes erinnert und zu sehen, das Potter wirklich das Zeug hatte seine Beziehung mit der kleinen Greengrass durchzuziehen, hatte meine Laune nicht gehoben. Dieser Junge hatte trotz der äußerlichen Ähnlichkeit zu seinem Vater wirklich eine ganz andere Einstellung zum Leben als dieser und ja auch als Lily, anderes als diese war er immer stur seinen Weg gegangen und er hielt loyal zu denen die zu ihm standen! Ich war mir sicher, Lily hätte sich von einer Freundin wie es Hermione war abgewandt, aber Potter? Nein, der doch nicht, der lief doch noch brav mit ihr mit und stellte sich dickköpfig wie er war gegen Dumbledore und er würde von seiner Meinung keinen Deut weit abweichen, so böse Blicke wie er zum Lehrertisch bei den Essen schickte.

Und selbst das wie nannte Draco ihn? Ah ja, das Wiesel….selbst dieser schockierte mich, ich hätte nie erwartet das die Weasleys so mit ziehen würden, also mal ehrlich die Twins nahm ich da aus, die tickten eh nicht ganz rund, konnte ich mir meinen Sarkasmus nicht verkneifen, da die beiden aber wirklich in dem was sie taten brillant und bedenkenlos skrupellos waren, passten sie nicht in diese ansonsten gewöhnliche Familie.

Aber nun, nun kam da dieses rote Wiesel und erwies sich als Loyal, was sollte das? Normale Weasleys hatte nichts mit der schwarzen Magie am Hut….das ging wieder der Natur und was tat dieser trottelige Junge, stellte sich brav hinter seine zwei Freunde und war mit von der Partie!

Ich mochte es gar nicht, wenn ich überrascht wurde, was selten genug vorkam, aber hier tat das Wiesel es, er überraschte mich, wenn ich an das vierte Jahr zurückdachte, hätte ich nie und nimmer damit gerechnet das er ein solch guter Freund für Potter wäre! Aber nun, verzog ich säuerlich das Gesicht, hatte ich einen Haufen roter Haare, die ich ertragen musste, tat ich mir Leid.

Was würden Molly und Arthur sagen wenn sie wüssten, das drei ihrer Kinder bis zu den Knien, ach …was sage ich ….Hermione unterrichtete sie, bis zum Hals in der schwarzen Magie steckten, da Zuckten meine Mundwinkel spöttisch, als ich darüber sann.

Ich war etwas ungehalten zwecks Hermiones Machenschaften gestern Abend, sie hatte mir Dinge entlockt die ich schon lange vergessen hatte, mich gezwungen hatte zu vergessen. Ich hatte mich an ihr abreagiert und ihr mit dem Stock gezeigt, dass ich der Stärkere war, ich wusste ein wenig…nachtragend, aber so war ich. Wer hatte je gesagt ich wäre nett, auch ärgerte ich mich im Nachhinein, dass ich sie hatte gehen lassen, das passte nicht zu mir und ich war nicht gewillt zu einem Malfoy zu mutieren! War ich sehr zynisch, aber hey, ich war auch nur ein Prince!

Da fragte ich mich ungeduldig was die da so lange in dem Trainingsraum trieben, als sich die Tür öffnete und der Pulk herausströmte, aber anderes als andere, immer nervige Schüler, war diese Gruppe hier vollkommen leise und stumm, sie waren gut, das musste ich ihnen zu meinem Leidwesen zugestehen. Als ich jedoch die geröteten Lippen von Potter und seiner zukünftigen Angetrauten sah, zogen sich meine dunklen Brauen zusammen, die Knutschten hier in meinen Räumen, wenn hatte nur ich hier das Recht so etwas zu tun. Da zuckten meine Augen zu der Person, mit der ich solche Treffen wenn hatte und kontrollierte mit Argusaugen ob auch sie geschwollene Lippen aufzuweisen hatte, aber zu meinem Erstaunen nicht, sie schien es nicht zu wagen meine Drohung nicht ernst zu nehmen, kluges Mädchen, ging es mir gehässig im Sinn herum!

„Ah, bequemen sich die Herrschaften heraus? Haben sie ihre Wehwehchen geheilt?“, sprach ich mit öliger, verächtlicher Stimme.

„Wie auch immer, Draco, Hermione! Diesen Sonntag, haben wir eine Zeichnungszeremonie im großen Stil, nicht mit der Euren zu vergleichen! Kommt gleich nach dem Abendessen hier her, damit wir dann aufbrachen können!“, wies ist kalt und befehlend an.

„Warum am Sonntag?“, fragte das kleine Biest mal wieder neugierig, aber nun gut.

„Viele wollten warten bis ihre Kinder wieder in Hogwarts sind und so findet dies am ersten Sonntag statt für die, die sich als Würdig erwiesen haben! Wenn ihr mich fragt, alles Trottel, aber wer fragt mich?“, klang ich sehr gemein und fies, stimmte es doch nicht wirklich, meine Worte hatten Gewicht, aber was interessierten mich diese Idioten? Gute Frage, eben gar nichts und Lucius war schon immer der Stratege gewesen, er würde die größten, minderbemittelten Idioten Bellatrix unterjubeln! Da konnte ich mir das bösartige Grinsen glatt schwer unterdrücken, aber das Verhältnis von Lucius und Bellatirx konnte nur als grenzwertig schlecht und seit Narcissas Verscheiden, als grottenschlecht, bezeichnet werden.

„Warum schaust du so Hermione, der Innere Kreis nimmt an solchen Veranstaltungen teil und erst die Feste danach, die haben es in sich!“, log ich nicht mal, auch wenn ich schaute das ich nach der Zeremonie immer schleunigst das Weite suchte, denn darauf das mir die anderen zuschauten wie ich etwas mit Frauen hatte, nun die Zeiten lagen lange zurück, bis auf die Familie, musste ich einschränken, aber das war was anderes. Aber Hermione kannte das noch nicht und sie würde wohl bis zum Schluss, bis der Lord ging, dableiben dürfen, oder müssen und da weder ich noch Lucius, oder gar Draco sie dort alleine unter den Verrückten zurückzulassen würden, würde es ein erbaulicher Abend werden.

Sie schluckte schwer, nickte aber nur sehr gleichgültig, was hatte ich erwartete? Schollt ich mich selbst, gehässig, was hast du gedacht alter Junge, das sie sich hilfesuchend an dich schmeißt und um deine Hilfe bittet? Wie utopisch, gestand ich mir hämisch ein! Das passte nicht zu ihr.

„Ach Potter, ich soll ihnen noch ausrichten, das sie jeden Montag bei unserem werten Herrn Direktor einzufinden haben! Schauen sie mich nicht so fragend an, ich habe keine Ahnung ….er meinte irgendwas von Zusatzstunden, keine Ahnung welcher Art, er wird senil so viel steht fest!“, kam es beißend von ihm und er zuckte abwertend die Schultern.

„Ach, und lassen sie sich immer wieder etwas einfallen, wie ich sie bestrafen kann, auf das sie hier erscheinen können! Aber das dürfte ihnen ja nicht scherfallen!“, war ich schon sehr gehässig, aber mich verwunderte das sie sich absolut nichts anmerken ließen, das sie nun etwas mehr über die Vergangenheit wussten, da ich mir sicher war das Hermione es den beiden erzählt hatte, aber sie zeigten nichts, absolut keine Regung und das war dann doch etwas was mich neugierig machte.

Aber auch Dumbledores Auftrag interesseierte mich, würde er endlich beginnen Potter etwas beizubringen? Wohl eher nicht, vermutete ich mal grob, so wie ich den alten, Zitronendrops lutschenden, senilen Zausel kannte, er tat immer so weiße und gutmütig, aber ich war schon lange unsicher wie viel er davon spielte!

Seit dem Tag, an dem ich ihn hatte retten müssen, schenkte er mir oft überlegende Blicke. Er konnte sich immer noch nicht erklären wie er bei mir gelandet war, ich verstand aber auch das seine Maske etwas verrutschte war, er doch einem stetigen, permanenten Schmerz ausgesetzt war, aber der Fluch war auch bösartig gewesen, es war als würde es immer schwelen das konnte zermürben, auch wenn er froh sein konnte, das ich es geschafft hatte. Ich wusste, dank Fawkes Träne war es uns gelungen den Schmerz auf ein durchaus erträgliches Maß zu senken.

Aber nun, noch wusste niemand von Dumbledores Gebrechen, was gut war und ich wusste auch Lucius brauchte das erst mal nicht wissen, auch wenn ich ihn heute mit meiner Anwesenheit beehren durfte, da er ein Abendessen für den Lord gab, wie hasste ich es das! Ich musste zu meinem Leidwesen irgendwie überall, immer mit von der Partie sein, das war so gar nicht meines. Der Lord gab sich selten die Ehre Malfoy Manor zu besuchen, aber heute war so ein Abend an dem er kam um mit uns in netter Umgebung die Details der kommenden Veranstaltung zu bereden. Wie fühlte ich mich doch geehrt!

Severus Sicht ende



Hermiones Sicht



Toll, das war doch nicht deren ernst, oder? Wohl, leider ja, war ja nicht anderes zu erwarten gewesen, jetzt nahm das Leben schon grausamere Konturen an, ich ging schweigend hinaus und die Slytherins huschten mit uns die Gänge entlang und verschwanden in dem Geheimgang, schon küsste mich Draco heiß und leidenschaftlich und auch Daphne hing an Harry.

Ich krallte mich regelrecht an Draco, war ja echt klar gewesen, das mir solche Partys nicht erspart bleiben würden, hoffentlich musste ich nicht zusehen…oder mitmachen….also, die anderen waren mir egal, hoffte ich mal, aber nicht das Draco, Severus oder Lucius etwas machen sollten, was ich nicht sehen wollte, oder konnte!

Aber was redete ich da, ich konnte alles, wenn ich die Zähne zusammenbiss, lachte ich freudlos in den Kuss! Da fühlte ich Dracos Hände in meinem Haar und wie er mich etwas zurückzog den Kuss beendete und wisperte:

„Wir lassen dich da nicht allein!“ Ich sah seinen inbrünstigen, tiefen, gefühlvollen Blick, der sein Versprechen begleitete und dann küsste er meine Stirn, nun davor hatte ich keine Angst gehabt, aber wenn er es so betonte??? Okay, wie würde das werden! Spürte ich doch, dass ich mich unwohl fühlte.



Dann kam auch schon das Wochenende und ich streckte meinen Körper genießend als ich überlegte was wieder alles gewesen war, gestern, am Samstag war der erste Teil der Auswahl der Quidditschmannschaft, nun da Harry der Kapitän von Gryffindor geworden war und er der berühmte „Auserwählte“ war, erscheinen so viele Bewerber wie noch nie. Harry hatte nach vielen, etlichen Pseudobewerberinnen, aus ANDEREN HÄUSERN, Erstklässlerinnen und seinen älteren Bewundrerinnen ausgefiltert, wenn er nicht so an Profil gewonnen hätte in den Ferien, wäre dies wohl alles in einem einzigen Chaos ausgeartet, aber so zeigte Harry was in ihm steckte.

Er hatte seine Stimme erhoben und böse rumgebrüllt:

„Wer nicht nach Gryffindor gehört und nicht sofort seinen Hintern von diesen Feld bewegt, wird von mir an Filch übergeben, da SIE meine sehr bemessene Zeit behindern und denkt bloß nicht ich scherze!“, wütete er und mit seinem Haar, das wüst in alle Richtungen abstand, und seinen zornig funkelnden Augen und in seiner Uniform, wirkte er durchaus Ehrfurcht gebietend. Die Damen schlichen aufgrund des Anschiss wie geschlagen vom Feld.

Dann kaufte er sich mit einem Mörderblick die vor ihm stehende große Gruppe Mädchen, die ihm mehr Kopfzerbrechen zu machen schien, als die auch große, aber überschaubarerer Gruppe der Jungen und so stierte er die Mädels an und legte los:

„Also, wer nun hier steht und denkt er kann hier mitspielen, aber ihm oder ihr sind die Regeln dieses Spiels nicht geläufig, irrt gewaltig, also dann hoffe ich nämlich für euch alle außerdem, das ihr keine Erstklässler seid!“, klang er schrecklich ironisch, wow, wir färbten echt ab. So sahen wir wie viele sehr klein gewachsene Kinder die Köpfe einzogen und versuchten so gut wie möglich in den Hintergrund zu kommen, um dann so unauffällig wie möglich die Flucht zu ergreifen! Und Harry gestattete es, tat so als sah er es nicht, entschied sich nun über die überschaubarere, gemischte Gruppe mit Testflügen zu entscheiden wer ins Team kam und wer nicht. Aber da es so viele waren, würde auch der Sonntag dabei draufgehen, was nicht weiter schlimm war, nur das ich mich geistig auf meinen Auftritt vorbereiten durfte und so nicht wirklich anwesend war.

Aber ich saß brav auf den Tribünen und tat mir Quidditsch an, sah und stimmte überein, das die bestätigte Jägerin Katie Bell blieb und die neuendeckte Demelza Robins und zu meinem Erstaunen wurde auch Ginny ein Teil des Jägerteams. Aber seit unserem spätnächtlichen Gespräch, riss sie sich soweit zusammen das man sie in unserer Nähe ertragen konnte, sie hielt sich sehr zurück, war freundlich und kümmerte sich um Dean, warf aber Harry ab und an überlegende Blicke zu, die er bereit war zu übersehen.

Die Treiber wurden Jimmy Peakes und Ritchie Coote, ich vermisste schon jetzt die Bösartigkeit der Twins in ihren Aktionen! Aber sie waren akzeptabel.

Und zu meinem großen Erstaunten, wurde Ron der Hüter, er hatte sich gegen Cormac McLaggen, den Siebtklässler aus dem Zug, der bei Slughorn gewesen war, durchgesetzt, da er einen Quaffelwurf mehr gehalten hatte, als dieser. Was in einem Streit endete, da McLaggen mit Harry feilschte und er erwartete eine Vorzugsbehandlung, weil er wie Harry zu Slughorns Favoriten gehörte und die doch, im O-Ton „Zusammenhielten“. Tja, da kannte er den guten Harry aber schlecht, aber gerade darum würde er ihn noch mehr ablehnen und ihn noch weniger bevorzugen und nun das ging dann irgendwann selbst in McLaggens Hirn und der stapfte wütend von dannen.

Ron war glückselig, hatte er es doch auch nun in das Quidditschteam geschafft und dank seines neuen Selbstbewusstseins hatte er das sehr souverän hinter sich gebracht. Er wurde, dank all dieser neuen Entwicklungen in seinem veränderten Auftreten, von den Mädels sehr angehimmelt und nicht nur er, auch Harry, aber dieser schien regelrecht froh, als er sich in meine Arme flüchten konnte und so erst mal seine Ruhe vor alle den Verehrerinnen hatte, deren neidvolle Blicke uns folgten.

Aber Ron, dieser genoss es das er die verliebten Blicke spürte und sonnte sich in ihnen, schwelgte in der Aufmerksamkeit die er erregte, besonders Lavender zeigte ihre offene Leidenschaft für Ron, hatte sie diesen doch schon frenetisch von der Tribüne aus bejubelt.

Am Abend im Gemeinschaftsraum, in dem wir eine ausgelassene Party hatten, die die neue Mannschaft willkommen hieß, nahm sie sich ein Herz und schmiss sich im Butterbierrausch an Rons Hals und küsste ihn stürmisch und Ron hatte sie zu meinem absolutem Erstaunen nicht zurückgewiesen, sondern den Arm um sie gelegt und in einen leidenschaftlichen Zungenkuss gezogen. Er wurde laut von allen Gryffindors bejubelt und es wurde richtig laut gegrölt, als sie weitermachten und sich nicht stören ließen, obwohl sie mitten im Zimmer standen, aber Ron schein im Cottage echt viel gelernt zu haben. Seine Brüder schienen ihm echt ein Vorbild gewesen zu sein, was so was anging und als er sich grinsend zurückzog und selbstsicher in die Runde lächelte, war Lavender die, die knallrot war und die er stützen musste, da ihre Beine sichtbar wackelten.

„Na, wie es scheint, wird Ron etwas gegen seinen Singlestatus tun?“, kicherte mir Harry ins Ohr und ich konnte ihm nur rechtgeben, als ich mich langsam zurückzog, da hielt mich Harry an meiner Hand fest.

„Du gehst?“, harkte er besorgt nach.

„Ja, ich muss mich noch herrichten…..“, flüsterte ich angespannt.

„Wird es….also gefährlich?“, wollte er wissen. Also, gefährlich wann war es in der Gesellschaft nicht gefährlich? Aber ich war relativ sicher, deswegen lächelte ich ein falsches Lächeln.

„Nein, nicht gefährlich, aber ich komme spät, viel Spaß und erzähl mir später was Ron alles anstellt!“, grinste ich und sah wie Ron Lavender begehrlich in eine Fensternische zog, aha…wie es schien wollte er weiterknutschen, zu köstlich, hatte ich mit meiner Vermutung das Lavender etwas von Ron wollte rechtbehalten.



Ich stand nun in meinem Zimmer und legte mal wieder meinen magischen Zwilling ins Bett, besser war besser, denn das das heute spät werden würde, daran zweifelte ich nicht.

http://www.zalando.de/second-female-lupa-kleid-tan-se421c001-702.html

Das Kleid, das ich anzog war ein bodenlanges, elegantes und sehr minimalistisches, aus glänzender Bronze-braunschimmernder Seidenkleid ein Traum mit kleinen, flatternden Ärmeln. Die Raffung der Schulterpartie und die unter der Brust, die einen schönen V-Ausschnitt erzeugten, waren der raffinierte Teil des Kleides. Da ich heute meine Haare hochsteckte, wirkte mein Hals noch zarter. Das Kleid unterstich und schmeichelte meiner schlanke Taille und betonte auch auf der gerafften Rückseite meine Silhouette.

Ich sah toll aus, das Kleid umfloss mich verführerisch, aber ich musste auch so Aussehen, da in mir sehr wohl eine gewisse Nervosität rumorte, als ich mir meinen schweren DeathEatermantel, der für die Treffen mit dem Lord reserviert war, umlegte und meine Maske anlegte. Ich verbarg mich gut, dann zauberte ich mich unsichtbar und sprach den „sonus ex“, huschte aus dem lauten, hell erleuchteten und gutgefüllten Gemeinschaftsraum, in dem alle ausgelassen und gutgelaunt feierten. Auf mich wartete auch eine Feier, aber die Frage war, ob ich dort auch Spaß finden würde, daran zweifelte ich doch sehr, als ich die ausgelassene Fröhlichkeit hinter mir ließ.

Dank meiner Unsichtbarkeit huschte ich ungestört in die Kerker und zu der Statue, hinter der der Geheimgang war der in den Verbotenen Wald führte und sah mich schon einem grimmig blickenden Severus gegenüber, der so vollkommen in schwarz war, das nur noch sein blasses Gesicht aus der Dunkelheit heraus leuchtete. Ich wurde in der Sekunde auch schon sichtbar, er wirkte nicht überrascht, winkte mich als Begrüßung nur in den schon offenen Gang, in dem mich Draco vollkommen angezogen, sprich mit Kapuze und Maske, begrüßte. Wir sahen uns nur aus den schmalen Augenschlitzen an, als sich der Gang auch schon schloss, da meinte Severus informierend:

„Ich war so frei diesen Gang mit einigen der Schutzzauber, ähnlich deren im Manor zu versehen, für uns drei ist es kein Problem sie zu passieren, aber in diesen Zeiten war es zu unsicher den Geheimgang so lasch gesichert zu lassen!“, meinte er kühl erklärend, legte nun selbst seine Maske an und wir beiden nickten nur brav, da er recht hatte, wie gut das Severus immer so weitsichtig war.

„Nun kommt!“, führte er uns an und wir folgten brav, da bemerkte ich wie Dracos Hand kurz meine drückte und erst jetzt wurde mir klar wie gut mir diese kleine Geste tat, bevor ich dem Dark Lord zum dritten Mal begegnen würde.

Als wie den dunklen Wald betraten mit seinen raschelnden, wispernden Geräuschen der Nacht, blickte ich mich forschend um und nahm doch alles anderes wahr unter der Eisenmaske, es war als würde man die Realität bis zu einem gewissen Grad aussperren und könnte deshalb die grausamen Taten leichter begehen, da die Wahrnehmung unwirklicher wirkte, fast als fiel es einem leichter die Skrupel, die einen hemmen konnten, eher über Bord zu werfen.

Und so konzentrierten wir uns auch schon auf unser Dark Mark, ich konnte schon das bekannte Kribbeln in meinem Nacken spüren, dann zog es mich auch und ich „apparierte“ dem Ruf hinterher und blieb sprachlos mit offenem Mund stehen! Wow, wie gut das niemand mein absolut erstaunt entgleistes Gesicht unter der Maske sah, ich war gelinge gesagt überwältigt wo war ich hier?

Es war beeindruckend, ich war in einer Höhle die ganz tief unten sein musste, wow….ich hätte ja mit vielem gerechnet! Friedhöfe, Wälder, Hallen, alles aber eine unterirdische Höhle wohl weniger. Das schwarze Gestein glitzerte richtig unter dem Licht und wirkte doch unheimlich, die Decke ging hoch in die Höhe und die herabhängenden Tropfsteine bedrohten einen, wie ich fand, so spitz wie sie zuliefen. Der Boden war magisch geebnet worden, da hier keine Erhebungen oder Unebenheiten zu sehen waren, nur ein Podest das aus dem Stein gehauen worden war, erhob sich und ging dramatisch in einer geschwungenen Form in die schwarze Wand der Höhle über und danach kam es wieder heraus. Es wirkte wie ein Stein Baldachin, der den Platz darunter beschattete, der Platz für einen eindrucksvollen Auftritt, gestand ich dies dem Lord gerne zu, hatte er diesen Ort so dramatisch gestaltet oder Lucius?

Es war hier trockener und weniger nass und feucht als in der anderen Höhle, die ich kennengelernt hatte, wie gut das ich nicht unter Platzangst litt, auch wenn ich sah wie viel Platz dieser Raum bot, so fühlte ich mich etwas eingeengt, so tief unter der Erde.

„Du bist erstaunt? Dies gehört zu dem Haupthöllensystem, das du kennst….!“, erklärte mir gerade Severus, als ich ihn abrupt unterbrach.

„Aber da kann man doch nicht hin apparieren!“, wandte ich ein und er sah mich mit einem stechend schwarzen Blick unter der schwarz grünen Maske an.

„Korrekt, aber hier her kann man es, zu den Feiern, wenn man das Dark Mark besitzt, aber an sich ist dieser Trakt von dem Höhlensystem abgetrennt, durch einen unterirdischen Fluss somit ist diese Halle autark und wird nur für die Zeremonie genützt andere aufzunehmen!“, erklärte Severus kalt und ging hinter Draco gerade auf Lucius zu und ich zupfte nochmal vorsichtig an Severus Mantel, wenn er gerade so gesprächig war, würde ich das nützen.

„Zwei Fragen, wie kommen die Anwärter her und wo ist der Lord?“, war ich mir sicher, dass er unter seiner Maske schmunzelte, aber er wirkte absolut nichtssagend auf meine Frage.

„Jeder Anwärter hat einen Führsprecher und dieser bringt auch den Unmaskierten hierher, er steht für die Vertrauenswürdigkeit der eintretenden Person und der Lord hat hier einen separaten Raum, er tritt in Erscheinung wenn alle erscheinen sind, das hier ist riesig!“, beschied er mir und bedeute mir ihm zu folgen.

So begrüßte ich Lucius mit einem Knicks, was dieser mit einem angedeuteten Nicken zur Kenntnis nahm, aber dann schnell hinter einem Wandvorsprung verschwand und nicht mehr gesehen ward, er hatte sich wohl zum Lord verzogen, hätte ich auch am liebsten, als der Innere Kreis nacheinander auftauchte.

Ich konnte beobachten wie Draco alles in die Hand zu nehmen schien. Er hatte anscheinend die Aufgabe bekommen Lucius Platz einzunehmen und alles zu delegieren. Ich hielt mich ganz uneigennützig im Windschatten von Severus, was er wohl mitbekam, aber nicht kommentierte. Hey, ich würde hier nicht streunen, so neugierig konnte ich gar nicht sein, der Großteil tickte hier nicht ganz richtig.

Als ich sah, wie Draco mit Mulciber wegging und in einem Gang verschwand an den Wänden sah ich viele Abzweigung, da erkannte ich, es schien sehr, sehr weit verästelt zu sein, ohne Kompass würde ich mich da nicht reintrauen, wie gut das ich eine Hexe war und mir einen zaubern konnte, dachte ich ironisch, als sich auch der Rest der DeathEater daranmachte zu erscheinen. Und als es ab und an immer lauter ploppte, verzog ich mein Gesicht, ich hatte das „apparieren“ nach nun einem Jahr geschafft fast lautlos zu absolvieren, so wie Lucius, Severus und auch Draco, aber hier schien es auch viele Dilettanten zu geben, waren dies meine verächtlichen Gedanken.

Aber nun fragte ich mich wo Draco hin verschwunden war, als ich hinter mir etwas spürte und sofort waren alle meine Sinne angespannt, okay da war wer in meinem Rücken und wo war nun Severus, blickte ich mich unter meiner Kapuze um, huschten meine Augen durch die Schlitzte hin und her und ich suchte die schummrige Umgebung nervös ab. Verdammt aber auch das hier immer alles so trist sein musste, später, gleich wäre ich für diese Düsternis, die mir viel zu sehen ersparte, dankbar, aber zu dem Zeitpunkt wusste ich das noch nicht.

Aber nun wäre ich froh gewesen zu wissen wo meine Männer waren, verdammt aber auch, ich hatte den Spaß hier noch nie mitgemacht und augenblicklich erinnerte es mich eher an einen lauten Haufen der sich gerade zu einem Fußballspiel traf, wären nicht die schwarzen Mäntel und okay, die unterirische Tropfsteinhöhle ist ja gut. Also so erinnerte es doch wohl eher an eine schwarze Messe, es war unheimlich und gespenstisch. Aber das große „Hallo“ in der Mitte des Platzes ließ anderes vermuten, auch wenn alle mit ihren silbernen glänzenden Masken gleich aussahen, was wirklich beängstigend wirken konnte, wenn sich das Licht des Feuers in dem schimmernden Metall brach, schien sich viele hier wohl zu fühlen. So wirkte dies alles sehr elitär, da alle gleich erschienen mit den schwarzen Mänteln, in diesem schwarzen Gewölbe, es war sehr mystisch, okkult und geheimnisvoll.

Und der Typ in meinem Rücken war immer noch da, aber mich umdrehen und mich erschrocken zeigen, das durfte ich auf gar keinem Fall, das wäre ja so was von selbstmörderisch, also fragte ich nur leise:

„Wer schleicht sich da in meinem Rücken an. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen wie beim letzten mal, ein Lestrange?“, wisperte ich den Namen und riet einfach ins Blaue hinein und hörte da ein, nein, zwei Stimmen die rau und heißer lachten.

„Du bist gut Mudblood!“

„Gar keine Angst, dass wir dir ein Messer in deinen ungeschützten Rücken rammen?“

„Wer sagt euch, das er ungeschützt ist?“, kicherte nun ich leicht und konnte spüren wie sie vorkamen und das so nah, das sich unsere Mäntel berührten.

„So allein?“, raunte einer der beiden unter seiner Maske mir viel zu nah zu.

„Könnte ich auch fragen, wo eure Verrückte ist!“, meinte ich abfällig.

„Also ich weiß ja nicht Bruder, aber irgendwas scheint sie gegen Bella zu haben!“, lachte eine Maske und hinter der Maske funkelten amüsierte Augen und blickten mich gefährlich blitzend an. Sodass ich mich mit verschränkten Armen, in einer geschmeidigen Bewegung zu ihnen wandte und mich mit dem Rücken an die kalten, raue Wand lehnte um eben alles im Blick zu behalten, äußerlich war ich ruhig und auch innerlich war ich recht entspannt, wusste ich doch, wo auch immer meine Männer waren, weit weg waren sie nicht.

„Nun, das scheint ja wohl eher auf Gegenseitigkeit zu beruhen!“, warf ich zynisch ein, was wohl Rudolphus auflachen ließ.

„Wo sie recht hat….!“, schien auch er amüsiert, als ihn eine harsch Stimme unterbrach:

„Wo bleibst du Mudblood, komm!“, wow, wie hörte ich das doch zu gerne, für mich klang es wie Musik in den Ohren und sah nur wie sich der schwarze Mantel von Draco aufbauschte, als er davon ging und ich zuckte die Schultern, ließ ohne weitere Worte die Lestrangebrüder hinter mir, die mir immer ein ganz komisches Gefühl machten. Das waren sehr bösartige Zeitgenossen und ich folgte Draco, war dankbar, dass er anscheinend nach mir hatte sehen wollen und er zeigte nun unvermittelt auf die recht Seite des Podestes, wo sich schon Severus positioniert hatte und mir mit stechend schwarzen Augen entgegensah. Ich befolgte den Befehl, den der ausgestreckte Finger für mich bedeutete, umgehend und glitt hinter Severus in den Schatten, erntete aber keine Reaktion, phu….also sie konnten schon manchmal schlimm sein. Nun hörte ich das gackernde, irre Lachen von Bellatrix von den Wänden wieder hallen und war dankbar meinen Platz gefunden zu haben.

Der Raum war gut gefüllt, ach… was, er war proppe voll, als ein dumpfer Gong ertönte und wie auf Bestellung, oder halt Zauberei, Fackeln hoch an den Wänden aufloderten und das Gewölbe in ein helles Licht tauchten und ich sah wie aus der verborgenen Durchgangstür eine kleine, dicke Gestalt verbogen unter einem Mantel hineinhuschte. Ah Wormtail …dann kam hocherhoben, herrschaftlich und geschmeidig Lucius mit seiner Lilienmaske aus der Dunkelheit um seinen Platz neben Severus einzunehmen, als der, der dem Podest am nächsten stand, er Stellung bezog und dann war es soweit, der Dark Lord hatte seinen großen, dramatischen Auftritt, den er sichtlich genoss. Alle warfen sich auf den Boden warfen, wie gesagt selbst der innere Zirkel ging in die Knie und ich gehörte zu meinem eigenen Ärgernis dazu und versank brav in meinem Knicks, während sich meine Männer nur wieder arrogant einer angedeuteten Respektsbezeugung hingaben, toll ganz toll. So schritt der Lord mit seinem langen Gewand langsam und gemächlich auf sein Podest zu, der Raum war in einer unheimlichen, vollkommenen Totenstille versunken, nur das Rascheln des schleifenden Gewandes des Lords war auszumachen.

Nachdem er das Podest erklommen hatte, den Ausblick über seine Untergebenen genossen und ein verzerrtes, aber zufriedenes Lächeln sein hässliches Schlangengesicht zierte, alles ausgekostet hatte, erhob er nun seine Hände und sprach dann leise:

„Erhebt euch meine DeahEater, wir sind heute zusammengekommen um würdige Anwärter in den elitären Kreis meiner Anhänger aufzunehmen, so tretet vor mit euren Fürsprechern!“, befahl er und die Menschen, die ohne Maske da waren und ihr Antlitz unter den großen Stoffkapuzen verbargen, traten vor. Alle DeathEater wichen an den Rand der Höhle zurück und schlossen einen Halbkreis, der zum Podest des Lords offen war und die zehn Anwärter knieten nun schon wieder im Staub der Höhle. Dahinter standen ihre Führsprecher mit ihren glänzenden Masken und sahen ehrerbietig zu ihrem Herrn und Meister und ich stand recht gut verborgen im Schatten meiner Männer, beobachtete alles genau, als sie alle vortraten und den Knieenden die Mützen vom Haupt zogen und so ihre Gesichter offenbarten, wow….alles Männer, von Jung bis Alt alles war da vertreten.

Aber kennen tat ich keinen, als nun die Prozedur begann, das man sie vorstellte mit Namen und Arbeit, hörte ich anfänglich hochkonzentriert zu, aber fand nichts an ihnen interessant. Dem Lord schien es ähnlich zu gehen, denn als ich meinen Blick gelangweilt über die Menge schweifen ließ, glitt auch mein Blick über mein Schulter zum Lord und da konnte ich ein entsetztes zurückzucken noch gerade so verhindern, da mich seine so intensiv rot, leuchtenden Augen fokussierten.

Aber ich hielt seinem Bick stand und neigte nur im Ansatz mein Haupt, was ihn doch glatt seinen schmallippigen Mund verziehen ließ und zu meinem maßlosen entsetzen leckte er sich mit der spitzen Zunge lasziv und provozierend über seine blassen Lippen. Mir klappte gut verborgen durch die Maske der Mund auf und ich unterdrückte ein Würgen, das in meiner Kehle zwanghaft aufstieg, bohrte mir meine Nägel in die Handflächen und rief mich zur Ordnung, sollte das eine Anspielung auf den…..also darauf sein als er mein Blut gekostet hatte, fragte ich mich leicht panisch und atmete etwas schneller….

Als er bewusst langsam wieder seine Augen auf die Zeremonie wandte, atmete ich auf. Ich blickte schnell einmal über alle und konnte nicht feststellen, dass jemand das mitbekommen hatte, ich hoffte es zumindest und ich hoffte, ich hatte es falsch verstanden und er hatte trockene, raue Lippen, die er hatte befeuchten wollen. Ja genau, das war es wohl gewesen, war ich mir selbst gegenüber zynisch, aber was sollte es bedeuten? Nun, das er irgendwann mehr meine Fertigkeiten in der dunklen Magie nützen würde war mir klar, war dies der Startschuss, wagte ich mich unsicher zu fragen.

Das Aufnahmeritual schritt voran und alle offenbarten ihre bisher makellosen, linken Unterarme und da sprachen sie die Worte der Treue in der Vereidigung für den Lord feierlich und er schritt bedächtig zu ihnen hinab und zielte mit seinem Zauberstab auf den ersten Arm, brannte routiniert, das Dark Mark ein. Dies wiederholte sich noch neun mal, und der eine schlug sich besser als der andere, alle versuchten sich die Schmerzen nicht anmerken zu lassen, dem einem gelang es und andere versagten spektakulär, indem sie laut wimmerten, erhielten und ernteten aber alle nicht viel mehr als einen kalten Blick.

Als es beendet war, zog sich der Lord unter seinen finsteren Baldachin zurück, um dann weiterzusprechen:

„Herzlich willkommen bei uns, Eure Führsprecher werden euch eure Mäntel und Masken überreichen, euer Platz wird euch zugewiesen, aber nun lasst uns feiern, auf das sich unsere Reihen wieder neu gefüllt haben!“, klatscht er herrisch in die Hände und damit kam Leben in die dunkele Masse zu seinen Füßen.

Ich sah wie nun alle ihre Mäntel abstreiften, diese per Zauber verschwinden ließen, nur die Masken blieben auf, sie waren alle in edlen Hemden und Stoffhosen gekleidet, in gedecktem Braun, Grau und Schwarz, dann lehrte sich der Raum rasch. Als ich suchte wo die Menschen so vorfreudig hinstrebten, sah ich, dass sie in einen anderen Raum gingen, die Frauen die man an einer Hand abzählen konnte, trugen Kleider, Bellatrix konnte ich an ihrem schwarzen, langen Fetzten ausmachen, die andren Frauen trugen eher Kleidung wie ich. Eine dieser Frauen musste Daphnes Stiefmutter sein, fragte ich mich neugierig welche es wohl war, die laut scherzend und lachend in den anderen Raum gingen.

Wow, was kam nun, also ich meine, ich konnte es mir denken, aber ich wie würde das hier ablaufen? Ich sah Severus, auch er hatte nun seinen Mantel abgelegt und trug immer noch alles in schwarz, also ehrlich, da hätte er den Mantel gleich anlassen können, schluckte ich schwer und sah wie Lucius in grau gekleidet, neben seinen Herrn und Meister trat und mit diesem tratschte. Das Gewölbe war nun fast leer und nur wir waren noch da, als sich Severus mit Draco in Bewegung setzte, folgte ich zaghaft und ging mit ihnen auf den Durchgang zu, der mir bis dahin gar nicht aufgefallen war, aber da fiel mir ein, Draco war da vorhin mit Mulcier verschwunden.

Als ich schon wieder total überrumpelt stehen blieb, das war ja so geschmacklos!

Das hier war auch eine natürlich gewachsenes großes Hallengewölbe, nur das hier das auf und ab des Bodens beibehalten worden war und auf erhöhten Felsvorsprüngen große, grüne Kerzen standen, die sanftes Licht spendeten und überall wo es passte Kissen über Kissen sich türmten. Die Menschen konnten es sich auf den Liegelandschaften kreuz und quer liegend gemütlich machten, taten dies auch, auf dem Gestein stellten sie ihre Getränke ab.

Wie es schien gab es hier alles was man sich an Alkoholischen Getränken wünschen könnte und auch zu essen gab es in Hülle und Fülle. Himmel, der Lord schien zu wissen wie man Menschen köderte, nicht nur mit der harten Hand, mit der er führte, nein, auch mit Speis und Trank, über die ängstlichen, verschüchterten, aber sehr hübschen Frauen, die in flatternden Hängekleidchen mehr schlecht als Recht bekleidet, durch die verstreuten Kissenlandschaften liefen und für das leibliche Wohl der Herrschaften sorgten, mal gar nicht zu sprechen.

Leise Musik spielte im Hintergrund und ich dachte durch das ganze Gemurmel auch das Rauschen des unterirdischen Flusses rauschen zu hören, als ich schon wieder jemanden in meinem Rücken spürte und ich erstarrte. Jemand führte von hinten seine Hände über meine Schultern und fasste an meine Schließe fasste, aber ich rührte mich nicht, die Hände kannte ich nicht, stellte ich nach einen schnellen Blick auf die leicht gebräunte Haut fest, also vermutetet ich stark zu wissen wer es war. Und als mir mein Mantel, den ich bisher als einzige noch nicht abgelegt hatte, von Haupt und Schultern glitt und ich mein schönes Kleid präsentierte, sah ich die gierigen Blicke vieler Beobachter hinter ihren Masken aufblitzen, denn ihnen schien weniger das Kleid als vielmehr mein Körper in dem Seidenstoff zu zusagen. Die braune Seide schimmerte schmeichelnd an meinen Körper, als das flackernde Licht darauf fiel.

„Du wolltest uns doch nicht vorenthalten was du trägst?“, wisperte da wieder einer der Lestranges und ich kam mir echt belästigt von dem Idioten vor.

„Nun, dann genieße es, denn du wirst nie mehr von mir sehen, als das!“, sprach ich kalt in die Luft, da er immer noch in meinem Rücken stand.

„Wir werden sehen, hier trink was….“, drückte er mir ein Glas in die Hand, trat nun vor mich und ich nahm es, hob es dankend, trank aber nicht, sah weiter in die Runde, der vielen Menschen, da das dunkle Gewölbe weit in die Tiefe ging und sich viele Menschen hier drängten, es war beeindruckend wie viele Anhänger der Lord doch hatte.

„Hey, Mudblood, deine FAMILIE wird sich auch gleich amüsieren und du kannst auch mit anderen Spaß haben, komm…..!“, wollte nun der zweite nach meiner Hand grabschen und mich in diesen Pfuhl hineinziehen. Und ich war gerade derart abgelenkt, da ein DeathEater grob nach einem der ängstlichen, blutjungen Mädchen grabschte und ihr verroht ihr Kleid vom Körper riss und der leichte Seidenchiffon laut ratschend nachgab und sie laut kreischend aufschrie, als die Arme vollständig entblößte war. Wie demütigend, das laut einsetzende Johlen der Männer schien etwas auszulösen und die letzten Hemmungen, nachdem der erste Durst gestillt war, fielen so komplett und absolut das es mich schockiert.

Ich konnte nur noch Hände wahrnehmen, viele Hände, grabschende Hände und kreischende Mädchen, die ängstlich und furchtsam versuchten wegzukommen. Lestrange zog mich grob auf diese animalische, tierische und zügellose Orgie zu und ich fühlte wie sich seine Finger schmerzhaft, grob in mein Handgelenk gruben, als ich entsetz abbremste, da ich das erste dunkelblonde Mädchen sah, das mit vor schrecken geweiteten, panischen Augen versuchte auf allen vieren davonzukriechen und ihr Heil in der Flucht zu suchen und mehrere Hände hemmungslos und zügellos nach ihr griffen und sie verroht festhielten.

Ich sah wie ein Mann mit einer der normalen, silbrigen Maske, aus der lüstern seine Augen aufblitzten, sich ebenfalls vollständig nackt hinter dem nackten jungen Mädchen, das nicht viel älter als ich sein konnte, positionierte, ihre Hüften brutal hielt und sich mit einem gutturalen Schrei in ihr versenkte. Die panische, junge Frau schrie gepeinigt und gequält auf, aus ihren Augen liefen mittlerweile die Tränen der Verzweiflung und des Schmerzes nur noch in Strömen hinab und ihre Schluchzer schüttelten ihren gutgebauten Körper, ihr hübsches Gesicht hatte sich zu einer schockverzerrten Fratze verzogen.

Sie bäumte sich verzweifelt auf als er immer wieder erbarmungslos, ungezähmt und wild in sie stieß und den Leib der jungen Frau immer mehr fremde Arme unsanft umfingen und sie zu verschlingen drohten. Ich stand nur starr dar und ließ mich nicht weiter zeihen, war gebannt über das grausige, sich mir bietende Bild und als mein Blick weiterschweifte, sah ich das nun überall nackte Menschen unter-und-übereinander lagen und sich verlustierten. Es war eine bestialisch und grausame Orgie an sich widerlich, da die Frauen das absolut nicht freiwillig taten, das waren die entführen und wohl hier wie Vieh gehaltenen, Muggelmädchen.

Als mich Lestrange zog und ich unwirsch in der Wirklichkeit landete, da nun die lauten Geräusche an meine belegten Ohren drangen, das laute Klatschen von nackten Körpern, die fest aneinander schlugen, das bettelnde Rufen und verzweifelte Schreien der Mädchen, das grunzende, grölende Lachen und das geile Stöhnen der Männer, das war einfach ekelerregend, widerwärtig und so was von abstoßend. Ich blickte Lestrange fuchsig an, wenn er mich nicht gleich loslassen würde hätte er bald keine Hand mehr, so viel stand für mich fest, wenn die annahmen, das ich da mitmachen würde, hatten die sich alle geschnitten. Ich würde mich nie soweit erniedrigen, hier mich vor allen nackt zu präsentieren!

Um was zu tun? Mit einem dieser Männer hier und jetzt zu ficken? Nie im Leben, lieber rammte ich mir eines meiner Messer selbst rein als das mit mir machen zu lassen, war ich regelrecht panisch, da ich fühlte wie die Erinnerung kam und ich musste hier raus…..schnell…..jetzt…..Und dann hielt mich der Verrückte Lestarnge immer noch und wollte mich in diesem widerwärtigen Pfuhl, zwischen all diesen armen Mädchen weiter ziehen, spürte ich wie ich davor stand meine Haltung zu verlieren und auszuflippen!

Als nun eine Hand urplötzlich meinen Fuß und mein Bein hochschlängelte, ich einen entsetzten Blick nach runter riskierte und sah wie mich gierige, hungrige, hellblaue Augen aus einer Maske heraus lüstern ansahen und die andere Hand des mir Unbekannten, damit beschäftigt war sich selbst einen runterzuholen, sah wie sich sein harter Schwanz in seiner Hand befand und er ihn hart rieb, konnte ich nicht mehr das Würgen unterdrücken. Ich schüttelte angewidert, forsch seine Hand von meinem Bein und stieg ihm mit meinem vollen Gewicht auf die Hand was ihn aufkreischen ließ und was seiner Erregung gar nicht bekam, aber das war mir gleich, diesem Tier sollte man seinen Schwanz abschneiden.

So schenkte mir Lestarnge ein irres, gackerndes Lachen, aber ich entzog ihm abrupt und ruckartig mein Handgelenk, was ihn perplex zurück ließ, als ich auch mein Glas laut aufprallend auf den Boden fallen ließ, herumwirbelt und floh, mich versuchte zum Eingang durchzukämpfen, das war…, das war….., okay in mir stieg die ängstliche Frage auf, ob ich wissen wollte wo meine Männer waren?

Oder sollte ich mich in diesem Sodom und Gomorrha das besser nicht fragen? Warf ich einen fruchtsamen Blick über die Schulter und sah wie mir Lestarnge wütend und ungehalten hinterher sah und ich suchte mit meinen Augen beunruhigt die sich bewegenden und wogenden Massen von Leibern ab, nach einem oder zwei mir bekannten Männern, aber ich fand sie nicht, sah sie nicht….verdammt! Verdammt, ich sah echt zu viel für meinen Geschmack, trotz des diffusen Lichts. Ich wurde von Minute zu Minute unruhiger, was spielten sie mit mir für Spiele? Kam ich mir in diesem schwachen Licht der schwarzen Hölle, die dies hier für mich wurde, regelrecht verloren vor, der Gestank machte mir mittlerweile richtiggehend Probleme. Das wachs der Kerzen, der Schweiß der schwitzigen Körper, der säuerliche Geruch des Spermas der vielen Männer….und ja auch der metallische Geruch von Blut….raubten mir die Luft zum Atmen.

So stolperte ich fast, als ich ein schrilles Kreischen hörte, das mich herumwirbeln ließ und ich sah Bellatrix, wie sie eines der bemitleidenswerten Mädchen mitleidlos mit einer Peitsche bearbeitet, auf das sogar das Blut über deren Brüste lief, während sich ein Mann an dem armen Kind verging und herzhaft lachte, als das Opfer wie besinnungslos schrie und kreischte. Bellatrix ließ ein total irres, hohes Lachen hören, als das laute Klatschen der Lederpeitsche wiederhallte, wenn sie die Haut der Brünetten traf, die schon leuchtend rote Striemen über Bauch und Brüste hatte und die ersten schon bluteten. Als sie ein Schlag auch im Gesicht traf, erklang ein spitzer Schrei, der von der Decke hallte. Die Beine und Arme des Mädchens wurden von vielen anderen Männern gehalten, während ihr Vergewaltiger tierisch verroht sich in sie rammte und Bellatrix es genoss sich gehen zu lassen. Das sie auch die Hände der Männer ab und an traf, regte weder sie noch die Männer dazu an von der Frau abzulassen. All das hier würde mich in meinen Träumen heimsuchen, das wusste ich.

Mir war schlecht und ich sah und spürte die Blicke aller, die über meinen noch bekleideten Körper huschten da hier ansonsten keiner mehr etwas trug, als nur noch ihre Masken. Und lasst mich festhalten, dass ich nie das Bedürfnis gehabt hatte Bellatrix so zu sehen, echt nicht!

Ich schaffte es geschwind den grabschenden Händen zu entgehen und mich wieder zum Eingang zu kämpfen, an dem mich der nächste Schlag traf, was sollte das? War das ein perfides, makabreres Spiel? Was ging hier vor? War das ein Test? Dort standen drei Männer, alle noch vollständig bekleidet und mit ihren Masken bewaffnet und starrten mir mit unbewegten, ausdruckslosen Augen durch die Eisenschlitze entgegen, warum standen sie dort? Warum hatten sie mir nicht geholfen? War das wie gesagt eine Prüfung, ob ich da mitmachen würde? Ob ich es schaffte, da alleine herauszukommen!

Als ich des Dark Lord in letzter Minute gewahr wurde und meine losen Worte mir auf der Zunge lagen, mir im Hals stecken blieben und ich schnell abbremste und stoppte.

„Mudblood, gefällt dir meine Party nicht?“, schien der Lord amüsiert und begutachtete das Geschehen in meinem Rücken mit einem geringschätzigen, kritischen Blick.

„My Lord!“, machte ich brav meinen zittrigen Knicks, was sollte ich denn darauf antworten.

„Nun gut, ich möchte dir zugestehen, das du als Frau, dem aufgrund der Anatomie schon nicht so zugetan bist und nicht jeder kann so sein wie Bellatrix…..!“, sinnierte der Lord anscheinend belustigt und warf einen kalkulierenden Blick auf die, wie von Sinnen lachende, Frau, die noch immer wie wild ihr Opfer bearbeitete.

„Aber es gibt doch einige ansehnliche DeathEater hier, warum hast du dich so brüsk abgewandt?“, senkten sich seine roten, glühenden Augen wieder auf mich.

„My Lord, ich….nun also, in der Hinsicht bin ich voll bedient!“, so ein Scheiß aber, auch, stotterte ich hier rum. Da lachte der Lord schallend los und uns alle überfiel eine Gänsehaut als seine so hallende, nicht mehr menschliche, Stimme das Gewölbe erfühlte und von den Wänden wiederhallte und die Geräusch der Massenvergewaltigung glatt leiser wurden, da sie zu uns und ihrem Lord sahen. Ein lachender Lord war furchteinflößender als ein normaler.

„Erklär mir eines, warum bist du angeekelt? Gerade du….die du doch keine Grenzen kennst?“, wusste ich richtig wie bei meinen drei Männern die Augenbrauen wohl hochgingen, als der Lord wieder so eine Anspielung anbrachte.

„My Lord, ich versuche mich moralisch gar nicht darüber zu erheben, nichts steht mir ferner….nur!“, senkte ich geschlagen mein Haupt und biss mir in die Wange, versuchte mich zusammenzureißen, ich durfte nicht die Nerven verlieren, sonst wäre es wohl das letzte was tat.

„So schlimm, was ist wenn ich dir anbiete dich mit Lucius dort zu vergnügen?“, klang es eher wie ein Befehl und mich blickten diese glutroten Augen durchbohrend, scharf an und ich schluckte schwer, toll ganz toll, an sich würde mich nichts dazu bringen mich dort irgendwem nackt zu präsentieren. Doch ich kam nicht dazu zu antworten, war wohl auch besser.

„Draco, oder vielleicht sollte ich ihn bitten….Severus!“, klang er regelrecht gehässig und ich schloss meine Hände zu Fäusten, was sollte ich tun, ich sah keinen Ausweg und schloss hinter den Augenschlitzen die Lieder schwer und unterdrückte ein schwermütiges Seufzen.

„Wenn my Lord es wünschen!“, kapitulierte ich, als ich kalte Finger an meinen Kinn fühlte, die sich unter meine Maske schoben, mich erschaudern ließen und er hob mein Kinn zu sich empor auf das ich ihn nun ansah.

„Nein, das ist nicht mein Wunsch, wenn dir dies hier nicht gefällt, dann sag mir, was befriedigt dich!“ schien es ihn wirklich zu interessieren, als er so schleppend sprach und ich in diese unheimlichen Augen sah.

„Bücher und Wissen!“, antwortete ich ehrlich, da dies das erste war was mir in den Sinn kam.

„Ah, das wollte ich hören, du bist ein gutes Mudblood, sehr gut! Denn es muss etwas geben was dich außergewöhnlicher macht, als die DA…..“, sprach er abfällig und verächtlich über die nackten, sich der Orgie hingebenden Untergebenden, als sich sein Mund ganz nah meinen Ohr nährte und er sehr leise flüsterte „….nächstes Mal im Manor wirst du Bücher erhalten, ich erwarte viel von dir und enttäusche mich besser nicht, sonst könntest du dort unten schneller landen als du dir vorstellen kannst und dann wärst du die einzige zur Verfügung stehende Frau!“, bescherte mir seine Drohung, die schlimmsten Albträume und meine panische Angst drohte mich zu überschwemmen und ich zitterte leicht.

„Natürlich my Lord, wie ihr wünscht!“, hauchte ich nur und sah wie er sich kalt lächelnd aufrichtete und es schaffte mich sehr zu überraschen.

„Lucius mein lieber, ich finde wie immer gelungen was du den anderen bescherst, aber wie es scheint sagt diese Feier deinem neuen Familienmitglied nicht zu, ihr könnt gehen. Ich weiß doch wie sehr ihr es genießt schneller von hier zu verschwinden!“, winkte er uns mit einer entlassenden Geste davon und rauschte selbst in das Zeremoniengewölbe und von da in seine Räum. Er konnte mit diesen menschlichen Gelüsten bestimmt eh nichts anfangen, aber ich sah wie ihm die drei Masken von meinem Männern perplex gefolgt waren, als sie so frühzeitig die Erlaubnis erhielten zu gehen.
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