When Hermione Fights
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 Kapitel 263 - 264

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Nira
Elfe
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Nira


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BeitragThema: Kapitel 263 - 264   Kapitel 263 - 264 EmptyMo März 19, 2012 8:56 am

263. Kapitel: Schicksale

Ich hatte also das Gespräch mit Hannah beendet und war in den Gryffindorturm entschwunden, um zu sehen, dass sich Harry und Ron schon zurückgezogen hatten.

Also ging ich sofort auf den Schlafsaal der Jungs zu, dabei ignorierte ich alle anderen Löwen gekonnt, denn als ich eingetreten war konnte ich in den ausdruckslosen Mienen der Anwesenden erkennen…ja, was? Ja, was? Das man mir nicht traute? Vielleicht?

Das wüsste ich auch gerne, denn Harry schmiss mir übergangslos ein Shirt entgegen, das ich geschickt aus der Luft fischte, dabei schien er über meinen sinnenden Ausdruck überhaupt nicht erstaunt.

„Schönste, zieh das an und komm ins Bett. Mal früh ins Bett zu kommen sollte nicht schaden!“, schallte es mir von Harry bestimmt entgegen somit tat ich einfach worum er bat. Ich schlüpfte rasch in das leere Bad, während sich Harry und Ron noch unterheilten, und machte mich bettfein.

Als ich in dem kurzen Shirt, das mir bis zum Oberschenkel reichte, zurückkam schlug Harry schon einladend die Decke zurück und ließ mich neben sich hereinkrabbeln ins warme Bett.

„Und erzählst du uns was Hannah wollte?“, fragte da Ron auch schon ungeduldig, der lässig an einem Bettpfosten an Fußende von Harrys Bett lehnte und neugierig zu mir sah, während Harry mich zu sich zog, auf dass ich mich in seine Arme und an seine Seite kuschelte.

„Was wohl, sie war „die Abgesandte“! Neville traut sich nicht und Padma hat ja das Verbot! Und Blaise wird sich standhaft geweigert haben. Was sie wollte? Sie wollte mehr Infos wegen der Hufflepuff, Severus… und das wir ein Paar sind!“, pikste ich Harry spielerisch in die Seite und er kicherte höhnisch auf.

Auch Ron lachte schallend darüber das sie noch immer versuchten uns zu verstehen, denn das war ein wohl sinnloses Unterfangen.

„Dann war das also die Todesschwadron. Ich hab mich schon gefragt, wann sie kommen und mehr wissen wollen!“, knabberte Ron belustigt an seiner Lippe.

Wir wollten gerade etwas erwidern, als die Tür urplötzlich aufgerissen wurde und die Jungs zu dritt hereindrängten, da der gute Neville von der Aushorchaktion wusste, sie mitinitiiert hatte, bekam er bei meinem Anblick leicht rote Ohren, als er uns zusammen beratschlagend in einem Bett sah, doch wir winkten ihm höhnisch aus dem selbigen zu. Es war wirklich zu lustig, wie unsicher Neville doch noch ab und an sein konnte.

Am nächsten Tag hatte Ron Geburtstag.

Es war der erste März und Ron wurde volljährig, sprich 17, daher grinste er den ganzen Morgen wie ein Honigkuchenpferd.

Uns war klar, er erwartete nicht viel, da ihm schon die Komplettausstattung fürs Quidditsch zu Weihnachten unangenehm gewesen war, daher hatten Harry und ich von großen Geschenken Abstand genommen und schenkten ihm nur neue Hüterhandschuhe, da dank der häufigen Trainingseinheiten diese arg gelitten hatten. Dieses Geschenk übergaben wir ihm noch im Schlafsaal der Jungs. Wobei ihm die Twins noch nichts hatten zukommen lassen, aber das könnte noch später kommen.

Ron grinste nur zufrieden und meinte auf das Materielle käme es nicht an, was dafür sorgte, dass Harry und ich ihn mit großen Augen anstarrten, denn dieser Junge war ganz anders als noch vor kurzem.

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Wir schafften es an dem Tag kein einziges weiteres Mal in den Pausen in den Turm, da die Slytherins auch noch ihre Gaben abliefern wollten. So erhielt er von Astoria, Daphne und Blaise Armschoner, die auf der Innenseite zum Binden waren und gut für den Kampf geeignet waren. Sie waren nach dem bekannten Muster geschaffen worden und passten perfekt zu Ron. Ob Draco sich daran beteiligt hatte, blieb ein Mysterium.

Wie gesagt, von den Twins war noch nichts gekommen, aber das bedeutete ja nichts. Als es Abend wurde, trennte ich mich von ihnen, da Ron irgendeine Verabredung mit irgendeinem Mädchen hatte, oder auch mit mehreren, wer wusste dies? An diesem für ihn so besonderen Tage?

Seit dem wir die DA derart straff führten, himmelten viele der Mädchen Ron schwärmerisch an und er genoss es in vollen Zügen, somit würde er erst sehr spät sein Geschenk von den Twins erhalten, aber es war mir recht, denn ich hatte eine Verabredung und freute mich auf die traute Zweisamkeit, die mich erwartete.

Ich fasste das nicht, waren denn jetzt alle verrückt geworden?

Denn das was meine ungläubigen Augen jetzt sahen, ließen mich dies denken, als ich gerade am frühen Abend aus den Kerkern kam, nachdem ich wieder in heimeliger Zusammenkunft t mit Severus an Dracos wirklich zeitintensivem und schwierigem Trank gearbeitet hatte.

Nun wankten mir dort tatsächlich Harry und Ron wie volltrunken und nur mit Schlafanzügen bekleidet auf dem Geheimgang entgegen!

Sie wirken angeschlagen wobei Ron gefährlich Schlagseite hatte. Was passierte hier?

Er sah gar nicht gut aus, hochnotrot im Gesicht plapperte er wirres Zeug, während Harry fast verzweifelt um nicht zu sagen, verbissen wirkte und gegen den sich sträubenden Rothaarigen ankämpfte um ihn mit Gewalt auf Kurs zu halten.

Als ich mich näherte, hörte ich:

„ICH WILL ZU IHR….ZU ROMILDA….meiner LIEBE! Meiner Geliebten!“, jaulte Ron herzerweichend laut und blinzelte treu doof mit einem trotteligen Gesichtsausdruck durch die Gegend.

Er wirkte wie benebelt und nicht wirklicher Herr seiner Sinne, während ich Harry genervt stöhnen hörte, da er erneut damit kämpfte die sich wie Tentakel bewegenden und um sich schlagenden Hände seines Freundes einzufangen.

„Ist ja schon gut Ron. Ich hab es verstanden, Romilda ist die eine, welche du liebst…alles klar!“, klang Harry mehr als gestraft und zeigte sich mit leidenden Gesichtsausdruck, dabei zog er Ron immer weiter vorwärts.

„Brauchst du Hilfe?“, trat ich belustigt aus dem Schatten des Geheimgangs in Höhe des dritten Stocks und zeigte mich den beiden, während Ron fröhlich aufjauchzte:

„HUHU, Schönste, hilf mir! DER DA, er will mich nicht zu meiner Liebsten gehen lassen, vielleicht weil er SIE selbst will?“ Okay, diese Aussage sollte einem Sorgen bereiten, wenn Ron so was begann zu fantasieren?

Darauf starrte Ron fast wütend auf den ihn gegen seinen Willen festhaltenden Harry, der geschlagen die Augen schloss und laut aufstöhnte.

„Oh Ron, du wirst mir nach dem soooooooooo dankbar sein, dass ich das nicht zugelassen hab!“, prophezeite Harry weitsichtig und überging diesen Einwurf vollkommen, wobei er mir einen hilfelosen, genervten Blick schenkte.

„Hier Hermione, nimm den anderen Arm und hilf mir ihn zu Slughorn zu bringen, denn bis zu Snape schaff ich es nicht mehr und wenn ich mir dann vorstelle, wie ich mir anhören darf wie doof, bescheuert und unterbelichtet wir sind, ziehe ich jetzt den Dicken grad vor!“, kam es wenig schmeichelhaft von Harry somit hob ich nur taxierend eine Braue, bevor ich zu der durch die Luft peitschenden Hand blickte, mit der Ron Harry wieder brutal schlug um sich zu befreien.

„Klar aber erzähl mir wie es zu Rons spontaner Verliebtheit kommt?“, fragte ich neugierig nach und packte wenig sanft aber sehr bestimmt zu und zog den sich noch immer sträubenden Ron mit festem Griff weiter.

„Oh, unglücklich….ich war dabei meinen Koffer auszumisten, da hab ich die Pralinen die ich zu Weihnachten von Romilda Vane bekommen habe auf mein Bett geschmissen, dabei ging die Geschenkbox auf und sie sind alle auf mein Bett gekullert! Das passierte, als Ron gerade kam. Ich konnte gar nicht so schnell schauen wie er sich bedient und die Pralinen gegessen hat! Er dachte, die Schokoladen-Kessel wären ein Geburtstagsgeschenk von seinen Eltern oder den Twins! Aber das Romilda die wirklich mit Liebestrank versetzt und gefüllt hat, hätte ich ihr gar nicht zugetraut! DAS SIE DAS GEWAGT HAT! Für Ron war es nicht ersichtlich, dass er das nicht hätte essen sollen und tadada…. jetzt haben wir die Bescherung!“, fauchte Harry sarkastisch wobei er genervt mit den Augen rollte.

„Diese kleine Mistkröte!“, zischte ich erbost, als könnten wir so was gebrauchen. Das war viel zu gefährlich und sie wollte diese Pralinen und den Trank Harry unterschieben, eine Frechheit.

„Als hätten wir nicht genug Probleme! Ja und Ron wird das ärgern, denn er war schlecht drauf, weil Lavender ihm eine Szene gemacht hat im Gemeinschaftsraum, da sie ihn in einer Nische mit Megan aus Hufflepuffs erwischt hat, wobei sie dachte, es würde langsam aber sicher wieder ernster werden mit ihr! Dann wollte sie ihm, als er aus dem Schlafraum kam, sein Geschenk geben und er meinte lallend er suchte seine große „Liebe“ Romilda Vane, boha…ich sag´s dir, Lav ist total beleidigt abgezogen und meinte, ob er sie wirklich nur verarscht! Dabei war er davor gar nicht froh darüber mit Lav knatsch zu haben. Lav scheint ihm wirklich was zu bedeuten, so reumütig wie er ausgesehen hat….na, bevor er seinen Verstand verloren hat!“, erzählte er geschlagen das Drama um Rons Liebschaften.

„Ron und seine Weiber, aber das mit Lavender kapier ich so langsam nicht mehr. Sie mag ihn, er mag sie, warum stellst er sich so an?“, fauchte ich erbost und blickte böse auf den Verursacher meines Zorns, da dieser gerade versuchte wieder meinen Griff zu entkommen, dann traten wir aus einem Wandteppich im 2. Stock und strebten den verlassenen, spätnächtlich Gang entlang.

„WASSSS…LavLav? Nüüüü, bei ihr hab ich …..ANGST…..das sie MICH….gleich….heiratet!“, kam es erstaunlich klar und nüchtern von Ron, nur zerstörte es die Wirkung, als er plärrte „UND ich LIEBE doch ROMILDA!“, wir zuckten bei der durchdringenden Lautstärke zurück, da fast unser Trommelfell platzten, aber er schaffte es auch, das die uns beobachtenden Gemälde nun lauthals und aufgebracht über die nächtliche Störung schimpften.

Oh man, tat ich mir leid! Aber sicher nicht weniger als Harry, der mit verkniffenem Gesicht neben mir kämpfend her wankte, bis wir es geschafft hatten und an die Tür von Slughorn klopften.

Dieser riss nach kurzer Zeit abrupt die schwere, hölzerne Tür auf und starrte überrumpelt auf uns. Wir sahen seinen dicken Wanzt, der von einem braun goldenen Brokatmorgenrock verdeckt wurde. Er schien sehr konstatiert über unseren spätabendlichen Aufzug, sowie unsere späte Störung und wie wir zu dritt, Ron in unserer Mitte mit festem Griff haltend, die Jungs in Schlafanzügen und ich noch in der Uniform, dastanden.

Wir gaben bestimmt ein extrem abstruses Bild ab.

„Mr. Potter, Mr. Weasley und Miss Granger? Was wollen sie?”, fragte er misstrauisch, da er ja wusste, dass Harry auf seine echte Erinnerung aus war, aber dieser rollte nur schon wieder genervt die Augen als er erklärend meinte:

„RON hier hat einen zu hoch dosierten Liebestrank abbekommen, denn das man vor „liebe“ nicht mal mehr gerade ausgehen kann, gehört wohl nicht dazu….hätten sie ein Gegenmittel? BITTE!“ Es stimmte, wie es schien verfügte Romilda über kein Geschick im Tränke brauen, denn der Liebestrank war eindeutig zu stark, oder die lange Lagerung seit Weihnachten in Kombination mit der Schokolade hatten ihn verändert. Im Endeffekt war das aber egal, denn es zählte nur das Ergebnis und Romilda würde sich auf eine Strafe gefasst machen können.

„OH…ein Attentat….natürlich,…natürlich! Kommen sie rein, kommen sie rein! Das geht nicht, das haben wir gleich…..ich war gerade dabei mir ein Schlückchen eins edlen und wertvollen Mets zu gönnen….wissen sie, den hat mir einer meiner ehemaligen als Weihnachtsgeschenk verehrt….möchten sie ein Schlückchen?“, plapperte er redselig, dabei deutete er gewichtig zu der geöffneten Flasche und dem eingeschenkten Glas davor, während Harry und ich bestimmt abwinkten, denn wir wollten nur das Ron wieder normal wurde.

Somit ließen wir Ron los und dieser plumpste übergangslos ohne unsere Unterstützung erstmal laut polternd auf den Hosenboden, aber keiner achtete sonderlich darauf, da wir uns stattdessen im Wohnzimmer unsres Tränkelehrers interessiert umsahen.

Da dies nicht das Esszimmer war, wo er ansonsten sein Mitgliedertreffen abhielt, hatten wir es bis hier her noch nie geschafft.

Wie immer war alles bei Slughorn, wie auch der Raum, den er für unsere Slugtreffen benützte, sehr weitläufig und weitschweifig, passend zu dem Menschen, der sich gerne produzierte und darstellte.

Während er irgendwas faselte, sah ich jetzt wie Ron tapsig zu dem Glas mit dem perlenden goldenen, im edlen Eichenfass gereiften, Met, wie die bauchige Flasche daneben hochtrabend verkündete, robbte und dieses laut jauchzend und wie es schien durstig austrank.

Er blickte daraufhin glückselig grinsend durch die Gegend. In diesem Moment sahen wir alle zu ihm, da es zu ulkig war, wie doof Ron sich gerade gebärdete. Unterdessen hatte Harry auf Slughorn eingesprochen und dieser hatte gerade begonnen in einer Kommode nach einem Gegentrank zu suchen.

Harry hatte recht, ich würde auch nur zu Severus gehen, wenn es um Leben um Tod ging, aber einen Gegentrank für einen verhunzten Liebestrank von ihm zu fordern, wenn er nicht der einzige Tränkmeister im Schloss war, nein, das war unter Severus Würde.

Zu herrlich, wie sehr man abwägen musste ihn belästigen zu dürfen.

Doch meine Gedanken wurden unterbrochen, als ich aufgrund eines röchelnden Einatmens herumfuhr, dabei sah ich wie Ron sich noch immer kniend an die Kehle fasste und mit blubberndem, weißem Schaum vor den Mund nach Luft schnappte, dabei rollten die Augen in seinen Höhlen unkontrolliert hin und her. Auch sein Gesicht lief nun grünlich an, was sich schmerzhaft mit dem Rot seiner Haare biss.

Ich erkannte sofort, dass Ron vergiftet worden war.

Mein erschrockener Blick zuckte zu einem Harry, der auch nach einem kurzen, fassungslosen Blick erfasste hatte was vor sich ging. Wir erlebten mit wie Ron mit dem Rücken auf den Boden krachte, um nun von epileptischen Krampfanfällen geschüttelten zu werden.

Harrys Blick ging nun rasch zu mir, während der Professor mit offenem Mund und schockiertem, überfordertem Ausdruck auf den zusammenbrechenden sowie vergifteten, rothaarigen Jungen starrte.

Harry reagierte reflexartig, sofort und begann hektisch in dem offenen Schrank wie wild und panisch zu suchen, während Slughorn noch immer reglos dastand und zusah wie Ron starb.

So wirbelte ich ebenso reaktionsschnell wie Harry herum und startete durch, rief noch im Laufen:

„Rette ihn und schaff ihn auf die Krankenstation, ich hole den Professor!“ Ich sah noch aus den Augenwinkeln, wie Harry etwas in einem der unzähligen Kästen des Schrankes fand und es triumphierend in seine Faust schloss.

Ich konnte nur hoffen, dass er einen Geistesblitz gehabt hatte und hierfür das richtige Gefunden hatte.

Ich glaubte einen Bezoar gesehen zu haben, wirklich sicher war ich mir nicht, aber ich hoffte es inbrünstig.

Unter den gackernden Rufen von Peeves hetzte ich das nächtliche und menschenleere Treppenhaus hinab, flog rasant um die Ecken, worauf ich mein Ziel atemlos erreichte dabei die Tür zum Büro hektisch aufriss und übergangslos weiteeilte, das Passwort „Schlangengift“ schon aus der Entfernung brüllte und weiter rannte.

Bevor ich abrupt abbremste, sah ich mich einem betreten wirkenden Severus, sowie einem zu meinem Erstaunen anwesenden und konsterniert blickenden Lucius, sowie einem erstaunten Draco gegenüber, die traut im Wohnzimmer vor dem Kamin gesittet zusammensaßen und sich intensiv unterhielten.

Familientreffen, ganz eindeutig, nur ohne mich!

Ob mir diese Erkenntnis gefiel?

Nur war leider nicht der rechte Zeitpunkt dies zu überdenken, da die Zeit drängte:

„Mudblood…was!“, wandte Draco überrumpelt ein, wegen meines mehr als hektischen Erscheinens, doch ich überging ihn wenig freundlich und fuhr ihm über den Mund, indem ich eilig begann aber gezwungen ruhig versuchte das Geschehen wiederzugeben.

„Severus, komm schnell! Ron wurde mit einem Met von Slughorn vergiftet…..er hat sich an die Kehle gefasst, er läuft blaugrün an, weißer Schaum tritt aus dem Mund aus…die Augen rollen in den Höhlen und sein Leib zuckt krampfhaft unkontrolliert. Er wurde aber davor mit einem zu hoch dosierten Liebestrank abgefüllt….ich vermute, Harry hat in den Beständen von Slughorn einen Bezoar gefunden und ihm hineingestopft. Wir sollten uns trotzdem beeilen. Ich habe angewiesen, er sollte ihn in den Krankenflügel bringen!“, haspelte ich die Tatsachen rasant hinab und konnte sehen wie meine Männer mich interessiert, aber auch verblüfft ansahen.

Zu meiner unendlichen Erleichterung kam wirklich leben in Severus, er rief nonverbal und wohlgemerkt ohne Zauberstab, zwei ganz bestimmte Tränke auf, worauf diese von irgendwoher in Phiolen auf ihn zu schossen. Gekonnt fing er diese aus der Luft und ließ sie in den Tiefen seiner Kleidung verschwinden.

Er hatte sich schon sehr geschmeidig und fliesend erhoben und hastete dann auch schon an mir vorbei, auf das ich nur noch schwarz sah.

Ich warf noch einen letzten Blick zu den zwei Blonden, die sehr eschauffiert aussahen, weil sie derart auf dem Abstellgleis gelandet waren, was mich aber augenblicklich nur peripher tangierte, somit hob ich die Hand zum Abschied und rannte Severus übergangslos hinterher.

Wenn Severus so reagierte war keine Zeit zu verlieren, daher interessierten mich die Empfindsamkeiten meiner blonden Schönlinge gerade nicht wirklich.

So hetzte ich hinter Severus wehenden Umhängen her.

„Madame Pomfrey! Lassen sie den Jungen!“, herrschte Severus schon von der Tür aus schroff die Krankenschwester an und eilte auf den schneeweißen Ron zu, der von einem Schüttelfrost erbärmlich geschüttelt wurde, während ihm der Schweiß in Strömen hinablief.

„Professor Snape,… ich habe Ron einen Bezoar verabreicht, danach hörten die epileptischen Krämpfe, das Ersticken und das mit dem Schaum auf, aber es geht ihm nicht wirklich besser, denn jetzt schwitzt er und wird eher von Schüttelfrost gebeutelt!“ kam es akkurat und schnell von Harry, während der händeringender Slughorn immer wieder vor sich hin betete:

„Ich versteh das nicht, ich verstehe das nicht!....der edle Met war ein Geschenk!“ Er stand verloren im großen Raum der Krankenstation mit den vielen zur Zeit leeren Betten, während ihn die Krankenschwester finster niederstarrte und dann, nach Severus Worten, mit einem „Mpffff“, beleidigt abzog, da Severus sie wirklich wenig schmeichelhaft von ihrem Patienten vertrieben hatte.

„Gut gemacht, Potter! Wechselwirkung….beider Tränke, einmal das Gift und einmal der überdosierte Liebestrank, aber sie haben anscheinend doch einmal in ihrem Leben in meinem Unterricht aufgepasst, denn mit dem Bezoar haben sie ihm Zeit verschafft!“, führte Severus ruhig und akkurat aus, während er seinen Zauberstab schwang dabei wisperte er irgendwelche Zaubersprüche, um dann auf Ron drohend zu zuschreiten.

Dabei zwang er seinen Mund brutal mit einer Hand und der Magie auf, damit er ihm rasch die zwei Tränke verabreichen konnte, die er vorhin in seinen Gemächern zu sich gerufen hatte.

Unterdessen rauschte eine erregt wirkende McGonagall herein, die schon im Nachtgewand gewesen zu sein schien, da sie einen karierten Morgenrock trug und darüber einen hastig übergeworfenen, schwarzen Umhang.

Sie kam im Schlepptau mit einem struppig aussehenden Dumbledore, der ihr im Rücken folgte. Dieser trug zwar noch sein gelbgraues Zauberergewand, sah aber leicht übernächtigt aus, da er dunkle Ränder unter den Augen hatte.

„Poppy, was ist mit Mr. Weasley!“, rief die Professorin erregt und bremste abrupt ab, als sie vor uns ankam, während sich Harry zu mir stellte da nahm er meine Hand besorgt in seine und drückte sie fest. Er wirkte sehr unruhig und nervös, da er besorgt auf den nun erschlafften, wie leblosen Körper von Ron blickte, der noch immer sehr kränklich aussah. Es war wohl wirklich sehr knapp gewesen.

Slughorn versuchte nun leicht durch den Wind das Geschehen stotternd und weitschweifig wiederzugeben, was mehr als unverständlich daherkam.

Severus warf ihm einen dunkeln, herablassenden Blick zu, der mich fast schmunzelnd ließ, während ich Dumbledores skeptischen Blick auf mir bemerkte, worauf ich durch gesenkte Lider zu ihm auf schielte.

Ich sah, dass er missbilligend auf Harrys und meine verschlungenen Hände stierte, denn diese vertraute Geste schien ihm gar nicht zu passen.

„Ein Liebestrank!“, kreischte gerade McGonagall empört auf „…wer ist dafür verantwortlich?“, klang ihre Stimme fast drohend tief, wobei sie mir und Harry einen fragenden Blick zuwarf.

Ich zuckte mit den Schultern und Harry schüttelte den Kopf, denn wir würden Romilda…als DA-ler schützen, auch wenn sie es nicht verdiente, schließlich sagte ja keiner, dass sie nicht einer Strafe entgegen sah und die Frage war wirklich, wo würde Romilda besser fahren, mit uns, oder bei den Professoren?

„Woher soll ich das wissen, Professor McGonagall? Ich weiß nur, dass Ron eine Praline aß, von wem? Keine Ahnung!“, versuchte Harry überzeugend zu lügen. Ich erkannte an Severus schnellem Blick, dass JEDER hier in diesem Raum Harry „glaubte“ und seine Aussage einfach so für wahr befand.

Wie gut, dass wir alle derart einander Vertrauten.

Ich biss mir in die Wange, damit ich nicht doch noch zynisch schmunzelte, denn keiner glaubte Harrys Worten tatsächlich.

„Das sollte kein Wunder sein, wann weiß Potter irgendwas?“, kam es schrecklich schnoddrig und abwertend von Severus, was Harry veranlasste ihm einen empörten Blick zu zuwerfen, aber ich erfasste sehr wohl, dass Severus versuchte mit seiner Bösartigkeit die Lüge zu decken.

„Severus….Professor Snape, er hat, wenn ich das richtig verstanden habe, was Professor Slughorn gerade versucht hat zu erklären, dann hat Harry Potter dafür gesorgt, dass sein Freund solange überlebte bis sie kommen konnten!“, sprang Dumbledore für Harrys Ehre, wie gewohnt in die Bresche und sorgte fast dafür, dass wir alle über sein salbungsvolles Gebaren abwertend die Augen rollten.

„Glück! Dies bezeichne ich als Potters unsägliches und unverschämtes Glück, sonst ist da nichts dahinter!“, bescheinigte ihm Severus trocken daraufhin erntete er von Harry ein gespieltes, abfälliges Schnauben, als Severus auch schon fortfuhr.

„Und wenn sie mich nun entschuldigen….nachdem mich MISS GRANGER dachte, derart unhöflich stören zu müssen, ziehe ich mich nun zurück. Madam Pomfrey, morgen in der Früh ein Stärkungstrank und er soll viel trinken!“, sprachs und rauschte als schwarzer Schatten lautlos von dannen und dabei ließ mehrere wie begossene Pudel dastehende Personen hinter sich zurück.

„Pah…höflich wie eh und je….er war schon als Kind erschreckend liebreizend!“, raffte eine vor sich hin schimpfende Madame Pomfrey ihre Schürze, verschwand in ihrem Büro und ärgerte sich sichtlich über Severus Verhalten und wie er ihr befahl ihre Arbeit zu tun, während wir uns alle schüttelten und wieder Ron zuwandten.

„Mr. Potter, sie haben die Idee mit dem Bezoar gehabt?“, fragte da auf einmal der alte Direktor sanft.

„Nun, ich habe ihn beim Durchsuchen gesehen, das war alles!“, tat Harry dies schnell ab und blickte nicht auf.

„50 Punkte für Gryffndor, denn das haben sie gut gemacht und auch sie Miss Granger haben schnell gehandelt, indem sie zu Professor Snape gerannt sind, auch für sie 10 Punkte!“, sprach die strenge Professorin ernst und ich bemerkte, das Dumbleodre nichts tat als uns weiterhin stumm, aber sehr aufmerksam zu beobachten, bis er sich sachte über den Bart stich und hintergründig meinte:

„Professor Slughorn…was war dies für ein Met?“ Dann nahm er seinen Zaubertrank Professor scharf mit einem intensiven Blick über seine Halbmondbrille ins Visier. Es stimmte, bisher hatte niemand auch nur einen Gedanken daran verschwendet das der Wein vergiftet gewesen war.

„Das… das war ein wertvoller, im Eichenfass gereifter, Met. Den habe ich von einem ehemaligen Sluggie zu meiner Weihnachtsparty geschenkt bekommen. Ich wollte ihn eigentlich ihnen schenken Professor!....Dumbledore….“, stotterte Slughorn und atmete noch immer in einem erregten Staccato.

Ob dieser Offenbarung quiekte McGonagoll entsetzt auf und selbst ich hob auch überlegend und überrascht die Augenbraue…was bedeutete das? Kam der Met von …Nott?

Dies fragte ich mich sofort, denn die schwarzmagische Halskette hatte damals auch Dumbledore erreichen sollen!

Aber der junge Nott kam dafür nicht mehr in Frage, denn er gehörte uns mit Haut und Haaren, schließlich war er nicht nur in der DA, sondern auch in der BL.

Aber wenn er sagte vor Weihnachten, da konnte es schon sein, dass Nott sen. seine Aktion nicht mehr hatte stoppen können, nachdem ihm der Lord zurückgepfiffen hatte.

„Ich….wie auch immer, ich werde Mr. und Mrs. Weasley umgehend informieren, dass es ihrem Sohn nicht gut geht…..Mr. Potter….Miss Granger, sie sollten auch in ihren Gemeinschaftsraum zurückkehren!“, schaffte McGonagall gewohnt geschäftig und streng an, wobei selbst ein sichtlich in Gedanken versunkener Dumbledore uns mit einem weggetretenen nicken entließ.

Hermiones Sicht ende

Severus Sicht

Ich wurde von den blonden Schönlingen in meinen eigenen Räumlichkeiten belagert.

Schändlich, mich derart zu berängen und zu belästigen, nur weil mich die Vampire mit ihrem ständigen hin und her und vielleicht dort und vielleicht hier auch noch auf Trapp hielten, hieß das ja nicht das Lucius und Draco genauso verfahren konnten mit meiner Wenigkeit.

Aber aufgrund dessen war ich meinen leidvollen Verpflichtungen Lucius gegenüber nicht im vollem Umfang nachkommen.

Ich konnte momentan zumindest nicht in dem Umfang wie ihm es beliebte, nämlich ständig und überall, zu seiner steten Verfügung stehen, somit enervierte er mich sogar hier in meiner zweifelhaften Sicherheit, in Hogwarts, weil ihm schlicht und ergreifend langweilig war.

Ihm war langweilig, deswegen nervte er mich jetzt sogar in Hogwarts mit seinen Besuchen. War das zu fassen?

Nein, ich tat mich selbst damit gerade schwer, denn Lucius hatte dies schon früher ein paar Mal gebracht, aber wenn nur sehr selten und daher musste er mich schon sehr vermissen!

Nur schade, dass das nicht auf Gegenseitigkeit beruhte, denn ich musste seine aristokratische Visage nicht jeden 2 Tag sehen. Ihm schien es anders zu gehen, offenbar sehnte er sich nach meinem großen Zinken.

Ja, genau ICH, konnte einem leidtun, denn ich war ein leidgeprüfter, armer Mensch und selbst Draco hatte den Braten gerochen und war wie von Zauberhand erschienen.

Bis gerade eben hatten wir über die Veelas gesprochen, außerdem über das Biest und andere wichtige Themen, dabei verschwieg ich aber, dass sie an einem Trank für Draco arbeitete, denn es war nicht an mir das zu erzählen!

Wir wandten uns nun auch einem eloquenten Thema zu und sprachen auch noch über Dumbledore und sein baldiges Ableben. Wir beratschlagten und brachten uns außerdem auf den derzeitigen Stand der allgemeinen Dinge.

Ich dachte daran wie rasant sich dies alles entwickelt hatte.

Wie ich schließlich hier gelandet war, hier in Hogwarts und ja auch dies war nur wieder eine Verkettung von Umständen, die man durchaus als unglücklich bezeichnen konnte.

Diese Umstände gingen alle mit dem blonden Schönling vor mir einher und so starrte ich Lucius königlich, schöne Erscheinung finster an und versank in meinen trübsinnigen Gedanken über die Vergangenheit.

Was ich mir jetzt wieder für sinnlosen Geschnatter anhören musste war wirklich enervierend, daher war ich nur noch am Rande geistig anwesend, während ich mein Kristallgas in der Hand schwenkte und über mein Dasein sinnierte.

An den Abend als alles seinen Anfang für mich hier in Hogwarts als Lehrer genommen hatte, dachte ich zurück:

„Severus, ich habe eine brillante Idee!“, hatte Lucius mich damals mit einem begeisterten Ausruf aus meiner wohlverdienten Abwesenheit gerissen, denn auch damals war ich wie so oft in Gedanken versunken gewesen.

Ich hatte in stoischer Langsamkeit mein Gesicht und meine Aufmerksamkeit ihm zugewandt und dann hatte ich ihn betont eindringlich angesehen, bevor ich geantwortet hatte:

„Lucius…wie soll ich dir das sagen, die ist bestimmt nicht brillant…!“ Diese trockene Feststellung hatte ich sehr überzeugend von mir gegeben, worauf Lucius mich rasch unterbrochen hatte.

„Wo, du recht hast, sie ist genial!“, war die Miene des blonden Gockels vor Selbstgefälligkeit erstrahlt war, denn er hatte diese selbstverliebte Aussage tot ernst gemeint und hatte dies absolut von sich überzeugt von sich gegeben.

Seit dem er seine Pflicht erfüllt hatte und sein unerträgliches Eheweib endlich, nach unendlich langen 6 Ehejahren, geschwängert hatte, war er von selbstgerechter Rechtschaffenheit regelrecht selbst geschwängert und durchdrungen gewesen, da er jede an ihn gestellte Erwartung zur vollsten Zufriedenheit erfüllte hatte.

Seine Füße hatten zu meinem damaligen Leidwesen fast gar nicht mehr den Boden erreicht, so hoch war er über uns geschwebt.

„Weder genial, noch brillant, einfach nur bescheuert!“, hatte ich verächtlich ausgespukt, da mir der selbstgefällige Glanz in seinen Augen gar nicht zusagt hatte und mir mehr als suspekt erschien war, obgleich ich seine Idee noch gar nicht gekannt hatte.

Das war zu gefährlich, wenn er selbst derart überzeugt von sich sprach. Ich wäre der Leidtragende, nicht er, das hatte ich schon damals weitsichtig erkannt.

„Na….wir wollen ja mal nicht unverschämt werden….nicht wahr? Du bist nur eingeschnappt, da ich immer mit neuen innovativen Ideen um die Ecke komme und du das gar nicht abkannst, aus Furcht du könntest eingebunden werden!“, hatte er leutselig, jovial getadelt, dabei hatte er zielsicher den Nagel auf den Kopf getroffen.

Er hatte mich unterdessen sachte von oben herab angelächelt und seine edlen, aristokratischen Züge hatte ein derart bescheuertes, minimal, aber sehr arrogantes Grinsen geziert, das man ihm am liebsten ins ebenmäßige Antlitz geschlagen hätte. Ich hatte mich damals arg zusammenreißen müssen Lucius nicht mein Glas an den Schädel zu werfen, aber die Fantasie hatte ich mit Genuss ausgelebt, bevor ich geantwortet hatte.

„Furcht…was für eine Frechheit!“ Ich war angesäuert gewesen, da es keine Furcht gewesen war, sondern Angst, pure Angst etwas tun zu müssen, was mich von meinen viel interessanteren Studien, die ich in der damaligen Zeit betrieben hatte, effektiv abhalten würden, da alles was Lucius forderte zeitaufwändig und intensiv war.

„Hör erst mal zu, bevor du aufbrausend wirst!“, dabei hatte ein gemeingefährliches Lächeln seine Mundwinkel umspielt und er hatte seine absolute Kontenance behalten, trotz meiner sichtlichen Ablehnung, dann hatten sich seine hellen Brauen im unausgesprochenen Spott gehoben, während er mich mit seinen grauen Augen gemessen hatte, bevor er sich lasziv über die roten Lippen geleckte hatte um dann weiterzusprechen.

„Du hast doch im „Eberkopf“ diese halbe Prophezeiung belauscht….“, war er zielstrebig auf eine Begebenheit zu sprechen gekommen, die ich sehr gerne vergessen hätte, aber das konnte er wie kein Zweiter.

Ich hatte leidvoll aufgestöhnt, denn diese Peinlichkeit, als mich Aberforth gepackt und hinausgeworfen hatte, ja daran erinnerte ich mich. Ich entsinnte mich auch, wie ich damals sofort zu Lucius geeilt war, der mir befohlen hatte diese halbe Weissagung dem Lord kundzutun, was ich auch gehorsam getan hatte.

„Ja und….“, war es von mir brav gekommen, da Lucius nicht die Anstalten gemacht hatte fortzufahren, aber genau das war es, was er gewollt hatte. Er hatte sich noch mehr aufgerichtet, sehr gerade in seinem Sessel gesessen und mich begeistert fokussiert.

„Und…. du weißt, das der Lord daraufhin zwei Familien ins Auge gefasst hat…die Longbottoms und die …POTTERS…“, dabei hatten damals seine sturmgrauen Augen vorfreudig geglänzt und in ihnen hatte es gewirbelt wie bei einem tobenden Orkan, während er mich starr fixiert hatte.

„JAAAaaa…. und was tangiert mich das???“, hatte ich es absolut ernst gemeint, doch er hatte nicht die Anstalten gemacht weiter fortzufahren und ich hatte mit einer eindeutig abweisende Handgeste abgewunken, denn wirklich, was interessierte mich damals oder heute noch Lily, nach allem was geschehenen war?

Lily, die dachte, sie wäre etwas Besseres gewesen als ich?

„Oh, tu mal nicht so…desinteressiert! Du solltest es der kleinen Schlampe und ihrem tollen Hecht von Potter mal nicht so ungestraft durchgehen lassen, dass sie einen Prince bloßgestellt und der Lächerlichkeit anheim gegeben haben!? Lust auf Rache?“, hatte ein dämonisches, heimtückisches Grinsen das aristokratische Gesicht von Lucius geziert, während er mich versucht hatte an zu stacheln.

„Ich bin nicht rachsüchtig!“, hatte ich es abgetan, wenngleich ich ein kurzes Stocken nicht hatte unterdrücken können, denn die einstigen Demütigungen in der fünften, waren vollumfänglich verehrend für mein jugendliches Selbstvertrauen gewesen.

„Arch…tu mal nicht so, alle Malfoys sind das und du solltest gar nicht versuchen das edle Blut von uns zu unterdrücken! Ich will, dass du zu Dumbledore gehst, denn er weiß um deine….wie sag ich, das nun charmant, er ahnte um deine kindische Schwärmerei für Evans….wer tat das nicht! Du wirst zu ihm gehen und ihm vorlügen, wie Leid dir deine Lauscherrei tut! Das du nicht ahnen konntest, dass dies dazu führen könnte, das der Lord den Schluss zieht, das die Potters oder die Longbottoms in Frage kämen und er sie somit ins Visier nimmt! Dumbledore ist nicht doof, er zieht wegen den Familien dieselben Schlüsse wie der Lord, welche der Familien auf die Voraussage passen könnten…“, dabei hatte er sich damals lässig zurück gelehnt, während diese Worte samtig von ihm gekommen waren.

Dann hatte er die langen Beine überschlagen und hatte währenddessen den Blick auf die Flammen des flackernden Kamins gerichtet.

„Das ist doch nicht dein ernst?! Ich werde nicht vor Dumbledore buckeln!“, war es arrogant von mir gekommen, während ich starr, empört in das markante Profil des Gockels vor mir gestarrte hatte, der sich mir langsam zugewandt und mir sein selbstverliebtes Grinsen entgegengehalten hatte.

„Doch, das wirst du…! Du, der geborene Schauspieler!“, hatte er schlicht und ruhig, aber auch sehr bestimmt meiner Weigerung entgegnet.

„Und wie soll ich meinen Sinneswandel fundiert und logisch erklären?“, hatte ich süßlich fast höhnisch schnaubend gefragt, denn ich war schon damals ein DeathEater, ein Schwarzmagier, ein Slytherin, ein …ein Böser gewesen!?

Wie sollte mir ein Mann, ein Lichtmagier, ein gute Mensch wie Dumbledore Glauben schenken, das ich vom Glauben und meinem bisherigen Lebensweg abgefallen war? Auf einmal und ganz plötzlich?

„Indem du sagst, beziehungsweise behauptest, dass du den Lord um das Leben der Schlampe gebeten hättest…ihn angefleht, angebettelt hast! Aus früherer Sympathie und weil sie dir noch immer so unendlich viel bedeutet…DU SIE noch immer „LIEBST“, obgleich sie sich von Potter rannehmen lässt, aber dieser gutgläubige Dummkopf wird dir glauben, wenn du überzeugend bist! Du erzählst weiter, das der Lord nicht wirklich gewillt scheint dieses, ihr…Lilys, Leben zu schonen und DU hättest nie gewollt, dass ihr etwas Böses passiert! Daher deine Warnung…wohlgemerkt eine sich selbst erklärenden Warnung, da wie gesagt, Dumbledore niemals nach dieser Prophezeiung so hohl ist von anderen Paaren auszugehen….diese Intelligenz will ich sogar ihm zugestehen, also wirst du dem Lord damit nicht ins Gehege kommen!“, hatte er geschäftig ausgeführt und dabei seine Fingerspitzen vorfreudig aneinandergelegt und mit diesen dann verspielt an seine Lippen getippt, während ich ihm ungläubig gelauscht hatte, was sein verquerer Geist wieder ersonnen hatte.

Hätte ich den Clown spielen sollen? Ich!!!

„Lord! Wie gut, dass du ihn, den Lord, ansprichst….warum sollte ich ihn hintergehen?!“, hatte ich überheblich eingewandt und hatte hierbei mein Glück in der Flucht gesucht.

„DASSSS…. mein Lieber tust du nicht…!“, dabei hatten noch immer seine Fingerspitzten an seine Lippen getippt und er mich mit durchdringendem Blick gemessen.

„Bitte!“, hatte ich schockiert wissen wollen, denn dieser Mann konnte mich immer wieder überraschen.

„Eben, ich bin halt doch brillant! Wir gehen jetzt gleich zu ihm und lassen unseren oder besser meinen genialen und brillanten Plan absegnen! Dann feiern wir zusammen unser baldiges und zukünftiges Mitglied, Severus Snape in dem bescheuerten Orden….ich traue diesem Peter Petegrew nicht… er ist widerlich…zu undurchsichtig. Ich will einen Mann an der Front haben, dem ich vertraue…Severus. Du weißt wie wichtig es ist, dass die Familie überall ihre Fühler hat….ich brauche zuverlässige Information als absolut ERSTER, denn Wissen ist Macht!“, hatte mich Lucius inbrünstig beschworen und mich dabei ernsthafte angesehen.

Er hatte wieder die gewohnte Geige gespielt, der ich mich nie hatte entziehen können, somit hatte ich leidend aber auch resignierend aufgestöhnt.

„Familie“, schrecklich aber wahr!

Als ich schließlich meinen Widerstand aufgegeben hatte, war ganz plötzlich Leben in den enervierenden Blonden vor mir gekommen und er war aufgesprungen und hatte sich vorfreudig die Hände gerieben, dabei hatte er enthusiastisch verkündet. „Lass uns keine Zeit verschwenden, komm…komm!“, hatte er fordernd versucht mich anzutreiben und meine Reaktion war gewesen, das ich erneut mein Glas geworfen hatte, welches aber in hohem Bogen geflogen war und schließlich laut klirrend am Wandpaneel hinter ihm zersplittert war.

Es war in abertausende Scherben zersplittert, aber diese Aktion war leider an Lucius mal wieder total abgeperlte und er hatte nur sachte eine der akkuraten, weißblonden Augenbrauen gehoben und emotionslos gemeint:

„Also an deiner Treffsicherheit solltest du noch arbeiten! Severus und jetzt komm!“ Bei so viel Arroganz war mir die Spucke weggeblieben und ich hatte mich in mein zukünftiges Schicksal ergeben….hatte er eh nur ersonnen, auf das ich Draco als Lehrer an der Backe hatte und ER damit sicher sein konnte, dass sein Spross auf ewig vor dem alten Rauschebart sicher war. Keiner hatte je behaupten können, das Lucius nicht weit in die Zukunft plante.

Es kam dann alles wie es der strategische, militante Planer ersonnen gehabt hatte. Der Lord hatte sich von Lucius weitsichtigem Geschick erfreut gezeigt und mich schon in den vordersten Reihen der gegnerischen Front gesehen. Er hatte nie an meiner Loyalität gezweifelt, danach hatte ich wie vereinbart Dumbledore in einer Nacht und Nebelaktion getroffen.

In dieser Nacht hatte ich meine erste Rolle als Doppelspion überzeugend gespielt, nämlich die des von Selbstzweifeln und einem schlechten Gewissen geplanten Mannes, der es nicht ertragen könnte, das seine erste Liebelei bedroht sein könnte. Zu meinem eigenen Erstaunen war es mir nicht schwer gefallen dies zu spielen…wenngleich ich den Gedanken, das Lily mit Potters Balg zu jener Zeit, in den letzten Monaten schwanger gegangen war, eher ekelerregend gefunden hatte.

Als ich sie nach einer über einem Monat der genauen Beobachtung und Begutachtung durch Dumbledore das erste mal wiedergesehen hatte, da ich an einem Ordenstreffen hatte teilnehmen dürfen, war mir das Misstrauen aller nur so entgegen geschlagen.

Fast war es mit Händen zu greifen gewesen, also eine durchwegs erheiternde Situation. Bei dieser Situation hatte ich zum ersten Mal seit Beendigung der Schule Lily wieder gesehen.

Und eines hatte man ihr zu meinem Leidwesen zugestehen müssen, die Schwangerschaft stand ihr…bis auf den dicken, prallen Bauch war ihre Schönheit erblüht. Das dunkelrote Haar hatte noch mehr geglänzt und die intensiven, grünen Augen hatten mich überrascht angefunkelt als sie meiner gewahr geworden war, der ich mich wie immer wohl bedeckt im Schatten gehalten hatte.

Als dann sowohl Alice Longbottom, als auch Lily Potter am 30.07.1980 ihre Fracht abgeworfen hatten und sich damit die Prophezeiung endgültig bewahrheitet hatte, hatte ich die Information wie gewünscht weiter gegeben, sodass der Lord die Potters endgültig als Ziel hatte erwählen können und seine Entscheidung traf.

Ich hatte danach eine überzeugende und unendlich peinliche und weinerliche Show hingelegt, die an Demütigung nicht zu überbieten gewesen war, aber meine Schauspielkunst hatte ihren Zwecke erfüllt und die letzten Zweifel zerstreut, die Dumbledores in sich getragen hatte.

Mein theatralisches Schauspiel hatte sein zu weiches und seniles Herz erweicht, indem ihn meine Beichte, das „Ich sie liebte“ tief berührt hatte, somit war er sogleich losgezogen und hatte das Heim der Potters gesichert, bis sich ein Geheimnisbewahrer für den Fidelius finden würde.

Als Zeichen seines Vertrauens in mich und wohl auch weil Dumbleodre mich in seiner Nähe hatte haben wollte, war ich ab dem Jahr 1981 zum Professor für Zaubertränke in Hogwarts berufen worden.

Zu meiner eigenen Überraschung war es kurze Zeit danach zu einer weiteren Begegnung mit Lily gekommen, mit der ich in diesem Leben nicht mehr gerechnet hätte.

Sie hatte tränenumflort an meine Tür in Spinners End geklopft und mir ihr Leid zwecks James Potters Untreue geklagt.

Dies war die Nacht meines Triumphes über James Potter gewesen, da Lily in meinem Bett gelandet war. Es war eine Genugtuung sondergleichen gewesen es der Frau meines Schulfeindes zu besorgen und sie hatte es nötig gehabt.

In dieser Zeit des Versteckens vor dem Lord war auch das kleine Balg, Harry Potter, des Öfteren unvorstellbarer Weise Gast in meinem bescheidenen Heim gewesen, wenn Black und Potter die Häuser des Nachts trotz des Verbotes von Dumbeldore, unsicher gemacht hatten und dabei hatte alles an ihr sinnfreies Verhalten in der Schule erinnert.

In dieser Zeit war meine Affäre mit Lily erblüht und sie war fast tagtäglich zu mir gekommen und ich hatte die Schule des Nachts hinter mir gelassen. Ich war zufrieden mit meinem Sieg gewesen, wenngleich ich die Frau an sich gemocht hatte, so hatte ich damals schon gewusst, ich liebte sie nicht, wobei ich mich gefragt hatte, ob ich nach alle der Zeit als DeathEater zu einer solchen Gefühlsregung tatsächlich fähig gewesen wäre, den Lily war mir bei weiten nicht gewachsen gewesen. aber sie war hübsch und nicht total dumm gewesen, dennoch sie war mit Skrupeln belastet und behaftet gewesen und das hatte minimal genervt, doch meine Freude über meinen Sieg über Potter hatte überwogen gegenüber meinen Bedenken.

Nun hatte es sich zugetragen, das ich den Lord tatsächlich um die Schonung von Lily Potters Leben ersucht hatte, da es mir durchaus Befriedung brachte, die Frau zu besitzen, die mir vorher versagt gewesen war und der Lord hatte mir die Bitte großzügig als einem seiner treuersten und verlässlichsten Diener gewährt.

Er hatte vor gehabt Lily nichts tun, denn das er die Potters mit Hilfe von Pettigrew aufspüren würde, war nur eine Frage der Zeit gewesen.

Lucius hatte sich zu jener Zeit leidgetan und er hatte sich gefragt was ich mit einem solchen Weib wollte das, wie er es nannte, wankelmütig sei und selbst ich hatte erkannt, dass mir Lily bei weiten nicht als Partner ebenbürtig gewesen war, wenngleich mich ihre Präsenz in meinem Bett befriedigt hatte, so hatte sie nicht die Begabung gezeigt mir in geistigen Belangen zu folgen, da sie den Büchern in meinen Räumen immer scheele Blicke zugeworfen hatte, obgleich sie sich jedwedes Kommentar zu den Inhalten der Bücher tapfer verkniffen hatte.

Höchstwahrscheinlich war ich tatsächlich einfach nur rachsüchtig und wollte es Potter und Black zeigen, dass ich alles haben und halten konnte, was ich begehrte, da war dann wohl wirklich der Malfoy in mir durchgeschlagen und dies ohne Rücksicht auf Verluste.

Als dann der alles entscheidende Abend gekommen war und der Dark Lord die Potters heimgesucht hatte, hatte Lily die absolute Dummheit begangen sich dem Lord in den Weg zu stellen, wobei er ihr die Chance aufgrund meiner Bitte gegeben hatte, zur Seite zu treten um zu leben, aber nein, natürlich hatte sie sich vor ihren Sohn geworfen….und war gestorben.

Ein an sich unnützer und unnötiger Tod!

Vor allem, da auch der Lord verschwunden war. Ich war natürlich in jener schicksalhaften Nacht an Lucius Seite gewesen und hatte miterleben dürfen wie Lucius die Zügel vollständig von einem zutiefst erschütterten Abraxas übernommen hatte, denn Abraxas war getroffen gewesen vom Abgang seines Meistes, während Lucius nur darauf geachtet hatte sich eine möglichst gute Position zu sichern und mit mir zusammen dafür gesorgt hatte, dass die meisten unerkannten und nicht enttarnten DeathEater im Untergrund verschwinden konnten.

Wir hatten schnell und überlegt gehandelt und so waren dem Orden und dem Ministerium nur wenige unserer Leute in die Fänge gegangen….von Bellatrix und ihrem idiotischen Anhang mal abgesehen….ich hatte schon diesen ganzen, nervenden Mist als Tränkmeister in Hogwarts aufgeben wollen, als mir Lucius befohlen hatte…ja, zu meinem Leidwesen strikt befohlen, nach Hogwarts als Professor zurückzukehren und Dumbledore den zutiefst trauernden und betroffenen und auf Zeit seines Lebens gestraften und gezeichneten Mann vorzuspielen, um meine Position an seiner Seite zu halten, weil Lucius überzeugt gewesen war, dass der Lord zurückkehren würde, irgendwann.

Gut, das war ich dann auch, aber warum sollte ich jahrelang dieses Theater freiwillig mitmachen, doch da es ein Befehl gewesen war, hatte ich nicht weiter nachgefragt, sondern hatte wie mir befohlen getan und Dumbledore vorgejammert, dass ich nicht mehr wollen würde, dass alles sinnlos geworden sei mit Lilys tragischen Tod!

Wobei mir der Alte zu verstehen gegeben hatte, dass er das ähnlich sah und auch er hatte gemeint der Dark Lord würde wiederkehren, was mich für Jahrzehnte in einer Art Wartestellung hatte verharren lassen.

Und ich hatte erkannt, dass es durchaus unterhaltsam sein konnte als wandelndes Schreckgespenst durch Hogwarts zu geistern und der wahr gewordene Horror der Kinder zu werden, denn nachdem der Lord weg gewesen war, war das Leben mehr als öde und langweilig geworden.

Aber seit Potter jun. die Flure unsicher machte, konnte das zumindest keiner mehr behaupten, den jetzt tobte das Leben und der beginnende Krieg, wenngleich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine Frau zur Seite stand, die trotz ihres Alters oder ihrer niederen Geburt, mir an Intelligenz und Begabung auf vielen Gebieten gleichwertig war und gegebenenfalls sogar mithalten konnte, was sehr erfrischend war.

Gerade SIE war unser Thema, als meine Schutzzauber reagierten und mich warnte das sich jemand nährte, dann wurden auch schon die Türen aufgerissen und SIE, das Biest persönlich, stürmte gehetzt und atemlos wirkend in meine privaten Gemächer.

Ich hob skeptisch die Braue und wollte etwas über diese unangebrachte Art und Weise hier einzufallen und uns zu belästigen sagen, vor allem da auch Lucius konsterniert wirkte, als sie schon nach Luft japsend loslegte wobei sie ihr Anliegen präzise und knapp vortrug, auch wenn sie weiterhin gehetzt wirkte.

Während sie alles wiedergab, hörte ich aufmerksam zu und entschied mich dann zum Handeln. Weasley war seit einiger Zeit ein durchaus respektabler, junger Mann mit Potential geworden, der nicht aufgrund derart widriger Umstände von uns gehen sollte und so handelte ich überlegt und schnell.

Sekunden später verließ ich auch schon mit wehenden Roben wortlos meine Gemächer und war mir sicher, dass sie mir folgte!

Denn anders als bei Lily wusste ich, dass sie zu uns, zu mir, zu meiner Familie gehörte.
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BeitragThema: An Herausforderungen wachsen   Kapitel 263 - 264 EmptyMi März 21, 2012 8:38 am

264. Kapitel: An Herausforderungen wachsen

Severus Sicht

Als ich nach getaner Arbeit dem Krankenflügel entschlossen den Rücken kehrte um zu dem enervierenden Vater und dem genauso nervenden Sohn zurückkehrte, fragte ich mich erneut, wie Slughorn nur derart minderbemittelt sein konnte.

Wie konnte jemand wie er mal mein Lehrer gewesen sein, der mir etwas vielleicht sogar beigebracht hatte, wie abgrundtief demütigend für mich!

Lucius saß bei meinem Eintreten noch immer so da wie ich ihn verlassen hatte, mit überschlagenen Beinen, dabei spielte er gedankenverloren mit dem silbernen Schlangenkopf seines Gehstocks und blickte versonnen in das flackernde, rotorangene Feuer.

Draco war jedoch gegangen. Als ich eintrat, wandte er mir sofort seine ausdruckslose Miene zu und seine langen, im Schein des Feuers glänzenden Haare fielen ihm malerisch über die Schulter aufgrund der abrupten Bewegung.

„Der Retter in der Not!“, kam es spöttisch mit samtiger Timbre von ihm, während er mich mit kalten Augen ansah.

„Wenn du das sagst!“, erwiderte ich seelenruhig und setzte mich in meinen Sessel.

„Ach bitte, du hättest deinen Abgang nicht dramatischer gestalten können! ….möchtest du beindrucken?“, kam es abwertend von Lucius.

Seine Frage klang verachtend im Ton, während ich ihn nur mit schiefgelegtem Haupt stoisch begutachtete, wie er dasaß und seinen Gehstock aufreizend langsam zwischen den langen, schlanken Fingern rollte.

„Unbefriedigt, weil du bisher bei IHR keinen Schritt weitergehkommen bist? Nein, sogar Rückschritte gemacht hast?“, meinte ich nur süffisant aber nachsichtig gehässig und durfte sehen wie er angeekelt seine Lippen spitzte.

Dank seiner dominanten Präsenz wirkten meine Räume sehr viel kleiner als sie wirklich waren. Er verstand es einfach mit seiner Arroganz und Ausstrahlung jeden Platz der zur Verfügung stand einzunehmen.

„Was nicht ist kann immer noch werden!“, meinte er schrecklich blasiert und von sich schrecklich selbst überzeugt wie eh und je. Als er sein Glas anhob, prostete er mir herablassend zu und trank dann genüsslich einen Schluck.

„Nach dem was du im Gewölbe abgezogen hast?“, kam es ungläubig von mir, da er immer dermaßen übertrieben von sich eingenommen war, doch darauf erntete ich nur ein süffisantes, absolut überlegen wirkendes lächeln von Lucius.

„Ich bin Optimist, nicht Pessimist!“, tat er meinem Einwurf lapidar ab, aber so waren wir. Draco und ich waren uns einig, dass ER nicht alles wissen musste, wie zum Beispiel das Drama um die „weißen Augen“ und ihr Verschwinden letztens das damit einher gegangen war, denn er wusste nur, dass es die Augen gab, aber er war unwissend darüber das es wieder aufgetreten war und das sollte so bleiben.

„Dann sei du mal optimistisch….nur sag, wo ist Draco hin?“, überging ich großzügig seine Blasiertheit und fragte das Offensichtliche.

„Nachdem ihr abgerauscht seid um dem Wiesel zu Hilfe zu eilen, meinte Draco, er hätte da mal die eine oder andere Frage an jemanden aus Slytherin. Er dachte, er hätte eine spontane Idee wer für diesen Met verantwortlich sein könnte! Und weg war er!“, verzogen sich bei dieser Widergabe des Geschehens Lucius Mundwinkel misslaunig und er wirkte wie ein Tier auf der Lauer.

„Nott!?!?“, meinte ich daraufhin, worauf ich ein zustimmendes, sachtes Nicken erntete und darauf gespannt sein wollte was Draco herausfinden würde.

Es war eine intuitive Aussage, aber meist lagen wir mit unseren Vermutungen goldrichtig.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Ich blickte besorgt auf den totenblassen Ron und meine Wut auf Romilda wuchs sekündlich.

Was fiel diesem stupiden und verblödeten KIND ein uns dermaßen Scherereien zu bereiten?

Hinzukam, dass ich mich fragte, wer einen vergifteten Met in Schloss schmuggeln könnte, auf dass ihn Dumbledore über verschlungene, nicht nachzuvollziehende Kanäle bekam?

Vor allem kam man da mit Zitronendrops nicht schneller ans Ziel, wenn man Dumbledore beseitigen wollte? Die lutschte dieser alte Narr in einer Tour! Aber Met hatte ich ihn noch nie trinken sehen!

Welcher Idiot könnte dermaßen falsch gepolt sein und da fiel mir nur Nott ein.

Doch diesmal nicht mal Nott jun., weil dieser wirklich zu uns gehörte und über so etwas wie Intelligenz verfügte, also so einen dummen Fehler sicher nicht ein zweites Mal begehen würde.

Aber vielleicht hatte sein Vater in den Wochen vor Weihnachten seine Aktion gestartet und nicht mehr stoppen können?

Wie auch immer, die Idiotie war an sich nicht zu überbieten.

Meine überbrodelnde Wut auf Romilda nahm noch weiter zu, da ohne sie Ron oder Harry nie in Gefahr gewesen wären, denn was juckten mich Slughorn und Dumbledore.

Bei dem einen der beiden war das Todesurteil schon eine beschlossene Sache und das von mehreren Seiten, der andere war einfach arglos und in meinen Augen dumm, unnötig und unwichtig.

Aber durch diese bescheuerten Pralinen war alles aus dem Ruder gelaufen und das war Romildas Schuld. Ich schäumte regelrecht und Harry neben mir ging es nicht anders, während er auf den reglosen Leib, der wie tot darniederlag, von Ron starrte.

Wir waren zurückgeschlichen nachdem Dumbledore der Professorin gefolgt war um die Weasleys zu informieren, dass ihr Sohn fast gestorben wäre und so saßen wir nun wieder an seinem Bett.

Ich warf Harry taxierende Blicke zu, da sich um ihr herum eine schwarze Aura bildete durch die ich seine Stimmung sehr gut einschätzen konnte. Natürlich bemerkte er meine bösen Blicke.

„Was werden wir wegen IHR tun?“, grollte Harry mit erstaunlich tiefer sowie drohender Stimme, während er seine Hände zu wütenden Fäusten ballte.

„Das was ich am liebsten machen würde, darf ich nicht und du auch nicht, Harry! In der augenblicklichen Stimmung, in der wir uns befinden, sollten wir dies lieber Neville vertrauensvoll in die Hände legen. Alles andere wäre kontraproduktiv und sie untersteht seinem Kommando in der DA! Es sollte, nein es muss seine Aufgabe sein!“, meinte ich bestimmt und blickte ihn streng, regelrecht unnachgiebig an, als sein Kopf zu mir herumruckte und er mir einen empörten Blick zuwarf, das ich die „Rache“ in andere Hände abgeben wollte.

Aber er erkannte an meinem kompromisslosen Blick, dass ich auch am liebsten persönlich einschreiten würde, doch auch dass mich wirkliche Gründe davon abhielten, dennoch schüttelte er noch immer ungläubig den Kopf.

„Musst du immer derart abgeklärt und kalt sein?....so, so überlegt!“, stieß er erregt aus und ich zuckte gleichmütig die Schultern als mich seine aufbrausende Art der Wut traf. Wie es schien wusste er gerade mit seinen Gefühlen nichts anzufangen. „Oh…nun ja! Wir müssen so sein….DU auch!“, kam es kalt, um nicht zu sagen sehr abgeklärt von mir, denn das ich mich von meinem Gefühlen beherrschen ließ, das war ein Luxus den ich mir nicht mehr erlauben oder gestatten konnte, danke meiner Inferimeute.

Wie gesagt, einen Fehler beging ich selten zwei mal. Ich war ein Kopfmensch und das würde ich immer mehr sein und es war die richtige Entscheidung, dass wir Romilda den anderen übergaben! Da war ich mir sicher, vor allem da Harry nach einiger Zeit dann doch seine sieben Sinne wiederfand wobei sich sein brodelnder Zorn in eine kalte Wut verwandelte. Er erkannte dann doch das ich die Wahrheit sprach und nickte mir knapp zu.

Und so kam es das uns Pomfrey spät aus dem Krankenflügel warf um uns ins Bett zu schicken. Als wir nach diesem aufregenden und aufreibenden Abend um 23 Uhr den Gemeinschaftsraum betraten, registrierten wir das noch viele auf waren, denn Ginny war rasch von McGonagall informiert worden was ihrem Bruder zugestoßen war.

Sie hatte aber nicht mehr kommen dürfen, da an seinem komatösen Zustand nichts zu machen war und somit saß Ginny wie ein Häuflein Elend im Sessel, sehr blass mit tränenumflorten Augen. Sie wirkte leicht aufgelöst und sehr besorgt, wohl vor allem auch weil ihr niemand genaueres gesagt hatte.

Sie wurde aufopferungsvoll von Neville, Dean, Seamus und Colin umsorgt, die das sichtlich aufgelöste sowie ängstliche Mädchen beruhigten, wobei Ginny für ihre Verhältnisse und in meinen Augen erstaunlich gefasst wirkte, da sie sich die Tränen tapfer verdrückte.

Aber sie kaute nervös auf ihrer Lippe und strangulierte ein Taschentuch mit ihren Händen, doch als sie uns sah, kam Leben in das junge, rothaarige Mädchen. Sie ruckte aus dem Sitz hoch, aber da zeigte sich das sie doch nicht mehr soooo jung und unbedarft war, denn anstatt uns sofort mit Fragen zu bestürmen, stand sie nur fordernd aber schweigend vor uns schenkte uns einen fragenden, unnachgiebigen Blick.

Harry fing sich angesichts der Anwesenden trotz seiner Wut soweit, dass er Ginny wahrnahm und tröstend auf sie zutrat. Übergangslos zog er sie zu sich in seine Arme dabei barg sie sofort bereitwillig ihr Gesicht an seiner Brust.

Sie krallte sich mit ihren Fingern in seinen Schlafanzug, klammerten sich dran hilfesuchend fest. Alle schauten in dem vollen Gemeinschaftsraum zu uns, da jeder mitbekommen hatte das etwas mal wieder mit dem „Trio“ passiert war.

Etwas ungewöhnliches, etwas außergewöhnliches, einfach etwas nicht alltägliches, es nervte langsam wirklich sehr!

„Jeder der nicht zur DA gehört geht! Denn euch geht das alle nichts an!“, grollte es nun tief aus Harrys Brust, während er immer noch Ginny fest an sich gepresst hielt, aber er sprach derart schlecht gelaunt, das die Kleinen und die andere, die nicht zu uns gehörten schnell zusahen das sie wegkamen.

Harry hatte mittlerweile einen regelrechten Mörderblick drauf den er seiner Umgebung durch seine Brillengläser schenkte.

Ja, Harry hatte gelernt….zu Befehlen, zu Führen und souverän Aufzutreten.

Nun schob er Ginny sanft aber bestimmt von sich. Die DA-Mitglieder starrten gespannt auf uns und warteten ungeduldig, bis Harry mit seinem Zauberstab dafür sorgte das wir alle ungestört waren, dabei hielt ich mich absichtlich im Hintergrund, lehnte lässig am Kamin. Von dort aus beobachtete ich alles sehr genau, hielt mich aber zurück.

„Neville! Ich möchte das du dies Übernimmst….da ich zusammen mit Hermione nicht für die Unversehrtheit der zur Verantwortung zu ziehenden Person gewährleisten kann und…will!“, schlugen seine mühsam beherrschten Worte wie eine Bombe ein. Sie sorgten augenblicklich für großes Unwohlsein unter den DA-Mitgliedern und auch Ginny blickte geschockt zu Harry hoch, als seine unverhohlene Drohung jedem bewusst wurde.

„WAS…..“, quietschte eine in Tränen aufgelöste, schniefende Lavender, die bisher von Parvati getröstet wurde.

Parvati gab ihr bestes ihre aufgelöste Freundin zu trösten. Es berührte mich erstaunlicherweise das Lavender in ihrer Vernarrtheit an Ron festhielt, obwohl dieser Blaises Charakterzüge hinsichtlich seines Liebeslebens angenommen hatte „….geht es Ron sooooo….schlecht?“, hickste sie ängstlich währenddessen huschten Ginnys braune Augen unsicher von Lavender zu Harry und mir und wieder zurück. Es wirkte als wollte sie es gar nicht hören was wirklich passiert war, oder wie es um Ron wirklich stand, aus Furcht was sie hören würde.

Ich tat als würde ich nichts hören oder sehen, denn die DA und BL waren Harrys Baby, nicht meines. Mir unterstanden nur mein Team der DeathEater und die Wölfe, das reichte mir voll auf, an Verantwortung und somit würde ich mich nie groß einmischen, außerdem musste Harry lernen zu führen, so oder so….

„Chrmm…Ginny…Lavender, sorgt euch nicht zu sehr. Ja, es ist schlimm und ja es war knapp!....“, verstummte er kurz, als sowohl Lavender wie auch Ginny ängstlich auf keuchten, doch er fuhr mit einer beruhigenden und beschwichtigenden Geste fort:

„Aber er wird es schaffen! Ron ist vieles ….und vor allem ein starker Kämpfer! Doch, und jetzt kommen wir zu dem was mich sauer macht, denn jemand aus unseren Reihen ist schuld an Rons Zustand! Neville…ich werde die Fakten darlegen und dann hoffen, dass du allein oder zusammen mit Padma, Blaise und Hannah aktiv wirst….Ja, Ron wurde versehentlich vergiftet mit einem Met der nicht für ihn bestimmt war…dafür kann niemand was! ABER, es wäre nie geschehen, das er den tödlichen Met erwischt hätte, wenn er nicht über Pralinen gestolpert wäre, die mit einem zu hoch dosierten Liebestrank zersetzt waren und ich WÜNSCHE, ja ich wünsche und bestehe darauf, dass diese PERSON lernt, dass das nicht sein kann. Es ist ein Unding, das sie andere mit solch kindischen Dummheiten gefährdet!“, fauchte er böse und blickte starr zu einem schwarzhaarigen Mädchen, das an einem Tisch an der Wand saß wobei sie bei jedem anklagenden Wort von Harry schockierter aussah und versuchte kleiner, um nicht zu sagen unsichtbar, zu werden.

„Nicht wahr, ROMILDA?!?!“, sorgten Harrys eisigkalte Worte für absolute Verblüffung auch über seinen diktatorischen Ton waren sie erschrocken und die gefährlich wütende Aura, die er verströmte war geradezu angsteinflößend, da sie fast unkontrolliert als schwarzer, dichter sowie wabernder Schatten um ihn tobte. Er wirkte total sauer und machte die ersten Schritte dem Lord in seinem bösartigen Auftreten zu ähneln, dabei entwich mir fast ein sehnsuchtsvolles Lächeln über diese Erkenntnis.

Währenddessen tat Harry das einzige was richtig war, denn er rechtfertigte sich nicht weiter zu seinen Wünschen oder Befehlen. Er hatte alles Wesentliche gesagt und sah somit zu das er seine Wut anders abreagierte, dann wandte er sich flott ab, ließ den Gemeinschaftsraum rasch hinter sich. Er eilte trotz der Speerstunde hinaus in die verlassenen und leeren Gänge Hogwarts.

Ich vermutete mit dem Ziel sich im Raum der Wünsche, durch körperliches Training Erleichterung zu verschaffen, wie auch immer dieses aussehen mochte. Ich wünschte ihm dabei jedenfalls viel Vergnügen.

Die anderen sahen alle konsterniert, geschockt und überfordert hinter Harry her. Ich lehnte noch immer an dem Kaminsims, denn ich hielt mich bewusst weiterhin im Hintergrund, aber ich wollte beobachten was weiter passierte, weil ich gespannt war was nun passieren würde nach Harrys Forderung der Strafe.

Das gute war das ich es mittlerweile sehr wohl verstand mit den Schatten zu verwachsen, ähnlich wie Severus es tat, um still und leise abzuwarten bis es angebracht war in Erscheinung zu treten. Aber augenblicklich stierten alle Harry total verblüfft nach und sahen wie gebannt, sowie gefesselt auf den nun leeren Platz, den er bis vor kurzem eingenommen hatte.

Aber dann richteten sich auch schon die ersten vorwurfsvollen Blicke auf eine rotleuchtende, peinlich berührte Romilda, der es sichtlich unangenehm war derart plötzlich im Fokus des allgemeinen Interesses zu stehen.

In Sekundenschnelle stürzte eine aufgebrachte und zornbebende Lavender auf sie zu, die sie aus vom weinen verquollenen Augen böse anfunkelte, wobei sie erzürnt los kreischte und aufgebraucht schrie:

„Das nur, weil du dir einredest Harry zu wollen!“, hallte es auch laut von den Wänden des Gemeinschaftsraumes wieder, da sie ihr eine schwungvolle Ohrfeige gab, dass es laut klatsche.

Auwei, diese Ohrfeige hatte gesessen.

Kaum war Lavander fertig, trat auch schon Ginny vor und holte ebenfalls weit aus. Wieder klatschte es erneut, denn Romilda konnte gar nicht so schnell auf die rasanten Attacken der beiden Furien reagieren um auch nur annähernd gewappnet zu sein.

Der Schlag von Ginny traf sie mit voller Wucht, somit kreischte sie nun wieder schmerzhaft laut auf und brach mit gerötetem Gesicht weinend zusammen. Ihre Schluchzer erfüllten den mit Schülern gefüllten Gemeinschaftsraum.

Da Romilda nun panisch versuchte den erregten Furien auszuweichen, rutschte sie vom Stuhl, landete unsanft auf dem Hintern, saß nun heulend und sich die zwei leuchtend roten Wangen haltend auf den Boden, während die erregten Frauen schon wieder auf sie losgehen wollten.

„Hört sofort auf! Habt ihr verstanden? Auseinander! JETZT! Jeder von euch gestehe ich eine Ohrfeige zu….da es Ginnys Bruder ist und Lavenders….Freund, aber jetzt hört auf!“, brüllte Neville zu meiner sehr großen Überraschung bestimmt und gar nicht unsicher los, dabei blickte er drohend durch die Gegend.

Erstaunlich schnell stand er bei den Mädchen und fing Lavenders zum nächsten Schlag erhobene Hand aus der Luft ab. Er hielt sie fest, blickte ihr dabei durchdringend in die verweinten Augen und gewann dieses stumme Blickduell, worauf sie verschämt wegblickte und ihre Hand sinken ließ, erst da fuhr Neville fort nachdem er noch zufrieden nickte, weil sie sich seinem Willen unterwarf.

„Setzt euch, beide! Ihr habt Harry gehört…ER hat mir ihre Bestrafung übertragen und nicht euch!“, meinte er schon wieder erstaunlich bestimmend fest und ich war immer wieder positiv erstaunt was für eine Wandlung Neville durchlief.

Ginny ließ ebenso gehorsam sofort ab und schaffte es mit zornig verkniffenem Gesicht zurückzutreten. Auch sie unterwarf sich dem Befehl unverzüglich, da sie sich in den letzten Monaten in der BL verändert hatte, sie sank somit erschöpft zurück in ihren Sessel, während Lavender Romilda mit ihrem Blicken zu erdolchen schien, aber dann auch nachgab, als Parvati sie an der Hand fortzog.

Somit ging auch sie zu ihrem Platz zurück, nur Romilda rührte sich nicht und saß noch immer auf dem Boden. Schluchzte nun und heulte Rotz und Wasser, nachdem sie sich der verächtlichen sowie missbilligenden Blicke aller DA-ler sicher sein konnte.

Das erstaunliche war wie sehr mich die Gryffindors mittlerweile an die Slytherins erinnerten, denn auch hier war der Ton rauer geworden, schockierend aber wahr.

Harry führte zwar die Gryffindors nicht an wie Draco die Slytherins, aber durch die DA und BL hatte er zumindest über einen Großteil des Hauses die Befehlsgewallt, denn seinen Befehlen beugten und unterwarfen sich die, die unter den neuen Bedingungen weiter in der DA und jetzt in der BL waren. „Romilda…hör auf rum zu heulen, so hart haben die Beiden auch nicht zugeschlagen!“, stöhnte Neville geschlagen auf und dann reichte er ihr helfend ein Taschentuch das sie schluchzend und bebend annahm und dann geräuschvoll nützte.

„Dir sollte bewusst sein, dass wenn Harry diese Pralinen gegessen hätte, er nun in der Position von Ron wäre…ich hoffe, das ist dir klar!“, erläuterte er geschäftig!

Ich applaudierte Neville zu dieser raschen Erkenntnis, denn es stimmte, anders herum wurde auch ein Schuh daraus.

Es war fast schon erheiternd, wenn es nicht so ernst gewesen wäre, wie perplex und blöde nun Romilda aus der Wäsche schaute, bis ihr Kopf entsetzt hochrückte, da Nevilles Aussage langsam sackte.

„Aber….aber…!“, stotterte sie entsetzt während ihr die Tränen weiter über ihre geröteten Wangen rannen, doch Neville unterbrach sie rüde.

„Aber was? Du weißt, dass Harry eine Freundin hat…Hermione! Und auch wenn ich weiß, dass sie vielen nicht an Harrys Seite als dessen feste Freundin passt, so steht es euch nicht zu darüber zu urteilen! Und Romilda…wenn Harry nichts für dich empfindet, dann hast du das zu akzeptieren! Ich verstehe euch Frauen nicht, das ihr euch dazu erniedrigt euch solcher Hilfsmittel zu bedienen…aber davon abgesehen, das bei unserem Anführer zu versuchen, der absolut immer einen klaren Kopf braucht, ist unverzeihlich! Ich möchte, dass du nun auf dein Zimmer gehst und dort darüber nachdenkst was du falsches und verwerfliches du getan hast! Ich werde Harrys Angebot annehmen und mich mit meinen Teamleiterkollegen besprechen, da du uns alle aus der DA gefährdest hast. Somit wirst du Morgen nach der Schule um 20 Uhr deine Strafe erfahren. Ich werde eine außerordentliche Sitzung einberufen, da die Strafe vor allen verkündet werden wird!“, erklärte Neville bestimmt, handelnd und erstaunlich erwachsen.

Er wirkte gar nicht unsicher oder wankend in seiner Entscheidung, sondern sehr selbstsicher.

Romilda starrte ihn mit offenem Mund an, aber die Gyffindors mussten lernen, dass hier nun ein anderer Wind wehte und Romilda verdiente eine Strafe. So wie wir jetzt organisiert waren, lag es an uns das Hausintern zu regeln, denn verpetzen würde sie keiner, was nicht hieß, das sie mit Milde zu rechnen hätte.

Es war beeindrucken, wenn man an den alten Neville dachte, wie er sich nun wieder nach außen sehr ruhig erscheinend setzte, um Ginny und Lavender zu trösten.

Ich war zufrieden, dass er nicht den Crucio wie Draco auspackte um die Meute unter Kontrolle zu halten, aber Draco war ja auch ein ganz anderes Kaliber als Neville, der sicher keine Sekunde daran gedacht hatte einen Fluch zu verwenden, vor allem bei seiner Familiengeschichte. Somit wandte ich mich lautlos zum Portrait, damit ich in die Kerker kam, denn es interessierte mich brennend was sich bei den Slytherins abspielte.

Doch als ich die Kerker erreichte, schien die Show schon vorbei zu sein, jedenfalls war Draco schon in seine Räume verschwunden, wohin ich ihm nach einem kurzen Gruß an Blaise, Astoria und Daphne folgte.

Die Nacht mit Draco war wie immer erfüllend aber auch äußerst informativ. Theodore hatte nach Dracos offener Frage in seinem Zimmer sofort alles bereitwillig preisgegeben was er wusste.

Er hatte eingeräumt, dass das wenn wohl von seinem Vater kommen müsste, aber noch zu der Zeit passiert sein musste als er, Theodore mit der Kette gescheitert war und der Lord es noch nicht extra verboten hatte Hand an Dumbledore zu legen.

Er meinte laut Draco, sein Vater liebe es vergifte Mete zu kredenzen, in Anspielung auf das Ableben von Theodors Mutter, welches er immer noch seinem Vater nachtrug.

Zu unserer Verwunderung zeigte Theo sogar große Sorge um Ron, da er diesen in der BL schätzten gelernt hatte, vor allem da Ron in der DA Pansy, Theos Freundin, mit großem Respekt behandelte und niemals über diese eine verhängnisvolle Nacht an Halloween sprach und auch ansonsten so tat als wäre dieses eine Mal nie passiert.

Das rechnete Theo Ron hoch an, weil dies eine große Sorge von Pansy gewesen war, das Ron sich über sie lustig machen könnte oder sie verhöhnen, aber es hatte sich wirklich eine Art Gemeinschaft unter der BL gebildet. Das gemeinsame Training und das die anderen Häuser die Slytherins in der DA und BL positiv kennen lernten, verband und das war mehr als wir hatten erwarten können als wir dieses Projekt gestartet hatten.

Er bot an seinen Vater in einem Brief offen zu fragen, um ihn zu überführen und zu diesem Anschlag zu beglückwünschen. Sollte dieser antworten, wollte er uns informieren und ja, wir wollten Gewissheit, darüber waren Draco und ich uns einig.

Auch Draco sorgte sich, denn er wusste, dass wir Dumbledore schon alleine wegen seinem Stab umbringen musste, also wollte er jede Eventualität die diesem Plan zuwider lief eliminieren.

Aber auch er war froh, dass Harry seiner Ansicht nach einmal endlich im Unterricht aufgepasst hatte und somit Ron retten konnte. Draco verschleierte sein Interesse an Rons Schicksal damit das er sonst nicht mehr zu den Twins gehen könnte, wenn das Wiesel gestorben wäre, denn er meinte es wäre unerträglich zu ertragen.

Es stimmte, die Red Devils wären nicht zu ertragen sollte Ron, das einzige Familienmitglied das alles wusste und alles akzeptierte was die Twins an Geheimnissen hatten, von ihnen gehen würde, aber ich freute mich trotzdem, das Draco eine derart enge Bindung zuließ, selbst wenn er Ron an sich nicht mochte und sich nur mit ihm mir zuliebe arrangiert hatte, lagen ihm die Twins trotzdem am Herzen.

Und so kam der nächste Tag und ich war wirklich froh über die Ablenkung die Draco geboten hatte, auch wenn er nicht sagte weswegen ein Treffen zwischen ihm, Lucius und Severus nötig gewesen war und das noch in den Mauern von Hogwarts und ohne mich, so hatte ich doch bei ihm entspannen und mich erholen können.

Und er hatte mich effektiv von Ron abgelenkt, bis ich als erstes morgens zusammen mit Harry nach unserem Lauf mit der DA und BL zurück zur Krankenstation eilte.

Im Schlepptau hatte ich einen enorm wortkargen Harry, der aussah wie ein emotionsloses Wrack, da er wie es schien alle Emotion in sich zu begraben versuchte, aber er war darin noch nicht wirklich geübt, weshalb man ihm seinen inneren Kampf durchaus anmerkte.

Ganz offensichtlich schien ihm auch noch Daphne zu fehlen, die ihm mit ihrer einfachen und lieben Art half oft den Kummer leichter zu ertragen, aber ein Treffen war zwischenzeitlich wirklich fast nicht mehr möglich, dadurch das die Augen und Ohren aller mittlerweile mehr als argwöhnisch auf uns ruhten und zudem noch die der Slytherins auf Daphne, Draco und mir.

Als wir die Doppeltüren des Krankensaales öffneten wollten, hörten wir schon von weitem die Stimmen, aber sie hielten uns nicht auf und dann standen zu unserer Verwunderung die Red Devils uns gegenüber und unterhielten sich über Rons noch immer schlafenden Körper hinweg.

Als sie die mit Milchglas verglaste Tür zugehen hörten, wandten sie sich zu uns um als sie uns erkannten, stahl sich ein verschwörerisches Grinsen auf ihre augenblicklich besorgt wirkenden, gleichaussehenden Gesichter.

„Was tut ihr hier?“, fragte Harry forsch und schritt auf Ron zu, dabei begutachtete er sein blasses Gesicht.

„Ginny….“, wollte George ansetzten, während Fred besorgt zu Ron schielte, als die Tür wieder klapperte und eine Stimme in meinem Rücken meinte:

„Das war ich Harry, nachdem gestern Ruhe eingekehrt war, habe ich die Zwillinge verständigt, denn sonst hätte es ja keiner getan und ich weiß…!“, Ginny unterbrach sich, blickte stattdessen besorg neben uns auf Ron. „So weitsichtig Ginny?“, konnte ich mir einen wenig beißenden Spott nicht verkneifen, worauf sie mir ihr Gesicht zudrehte und mich ernst ansah.

„Nun, ich dachte McGonagall verständigt Mum und Dad, damit weiß es dann auch Bill, aber Fred und George wären außen vor gewesen…ich hab mir dafür Pig ausgeliehen!“, erwiderte sie ausführlich und ging auf meinen Spott nicht weiter ein.

„Und dafür sind wir dir auch Dankbar….Schwesterlein!“, neigten die Twins unisono ihre Häupter, dabei blickten sie ihre Schwester dankbar an und schenkten ihr ein kurzes, kesses Zwinkern. Ja, das Verhältnis der Zwillinge zu Ginny entspannte sich langsam wieder, weil Arthur zuließ, dass sie Kontakt zu ihren Brüdern hatte und Molly etwas zurück hielt.

„Ja, unbedingt, echt anständig von dir…wirklich! Poppy hat uns auch gleich zu ihm gelassen. Sie meinte es ginge aufwärts, aber er wäre noch nicht ansprechbar….leider!“, wisperte nun Fred leise und bedrückt, während Harry die Decke an Rons Brust fürsorglich zurechtzerrte, aber mit verkniffener Miene durch die Gegend starrte.

„Wie konnte das passieren?“, fragte nun George besorgt.

„Unglückliche Umstände, sehr unglücklich!....nicht hier…ich komme zu euch!“, versprach ich wispernd, aber ich nahm Ginnys lauschende Ohren sehr wohl wahr, doch den Twins standen die Infos zu und ich vermisste sie sehr schrecklich.,

Bei dem Desaster das mein Leben zur Zeit war, wurde es Zeit zu ihnen zu gehen, vorallem da ich bemerkte, dass sie etwas sagen wollten und wir uns gar nicht richtig wegen Ron begrüßt hatten und ich wusste, wie gut mir mein letzter Besuch bei ihnen getan hatte, wie ich frei über vieles hatte sprechen können was mir durch den Kopf gegangen war.

Als George mit Ginny und Harry zu sprechen begann, beugte sich Fred zu mir und wisperte:

„Schönste, das mit der Ausrüstung für G.G. war dein ernst?“

„Ja!“, antwortete ich leise und nickte bestimmt.

„Ich habe George gesagt wir sollen es machen, aber er ziert sich!“, gab Fred leise zu dabei sah mich fragend an.

„Es war ein Befehl!“, zischte ich kaum hörbar aber hart.

„OH…gut! Dann geht es morgen raus! Verzeih!“, antwortete Fred beflissen, derweil schielte Ginny, die neben Harry verharrte immer mal wieder zu uns, wenn ihr Blick nicht gerade auf Ron lag.

„Ist in Ordnung, ihr leistet immer gute Arbeit, aber dies muss sein, denn ich bin es ihm schuldig, hinterfragt es nicht!“, bat ich versöhnlicher, wenn auch sehr leise, bis wir laut polternde Schritte vernahmen und alle etwas abrupt auseinanderfuhren.

Auf einmal betrat Hagrid wenig leise den Saal und wir sahen ein schwaches, aber erleichtertes Lächeln über sein haariges Gesicht huschen.

„Geht’s ihm gut?“, nuschelte er besorgt, während er vorsichtig näher kam.

„Geht so Hagrid, aber schön, dass du fragst!“, erwiderte Harry müde und blickte auf.

„Schön! Das freut mich…das ist gut…aber sagt! Was macht ihr zwei Unholde hier? Ihr konntet es doch nicht abwarten abzuhauen von hier!“, fragte Hagrid neugierig mit interessiertem Blick zu den Twins.

„Nach was sieht es aus Hagrid großes Haus?“, grinste Fred dünn.

„Wenn jemand versucht, einen von uns auszuschalten…dann legt er sich mit dem Teufel an!“, fletschte George gefährlich die Zähne währenddessen tat ich bewusst unbeteiligt, denn jetzt zeigten die Devils zum ersten mal wirklich wie sie tickten.

Sie waren bösartige, kleine Racker, nichts anders waren sie je gewesen, zwar mit großem Familiensinn, aber gerade der trieb sie jetzt her. Ginny schien es zu gefallen wie ihre Brüder Zähne zeigten, denn sie blinzelte die beiden fast verzückt an.

„Wow, große Worte Weasley!“, dröhnte Hagrid noch immer versucht leise zu sein, bevor wir wieder klackernde Schritte hörten, die wie Elitesoldaten im Stechschritt die Krankenstation erstürmten.

Nun eilten Molly und Arthur Weasley geschwind herein, dabei war es nicht mal 7 Uhr.

Molly war in einen dunkelbraunen, groben Wollmantel gehüllt und ihre roten Haare standen recht wirr vom Kopf ab und auch Arthur wirkte leicht gehetzt mit der schief sitzenden Mütze auf dem schütteren Haupt. Auch er trug seinen ebenfalls brauen Zaubererumhang. Sie eilten sofort zu ihrem vergifteten Sohn und wir traten alle schnell zurück um Platz zu machen.

„Oh Merlin, RONRONRORNRORN!“, stürzte Molly gleich besorgt zu ihrem immer noch blassen und bewusstlosem Sohn.

„Beruhige dich Molly!“, wandte Arthur ruhig ein und Ginny warf sich schon schutzsuchend in seine Arme und ließ sich feste drücken.

Sie genoss diese Nähe zu ihrem Vater offenbar sichtlich, während Molly nur für ihr verletztes Kind ein Auge zu haben schien, so wie sie wie ferngesteuert auf den Bewusstlosen zueilte.

„Ich soll mich beruhigen, DU wolltest erst jetzt kommen…!“, brauste sie zornig auf und stockte kurz als sie gewahr wurde das auch die Twins vor Ort waren, aber dann zuckten ihre Augen schon wieder besorgt zu dem komatösen Ron.

„Was hätten wir in der Nacht tun können… sieh ihn dir an!“, kam es traurig von Arthur, der verzweifelt auf seinen Sohn blickte, während er seiner Tochter beruhigend über das lange, glatte Haar strich.

Seit dem Arthur sich aktiv in die Erziehung einmischte und Molly öfters mal in ihrem Überschwang bremste, war auch das Verhältnis von Vater und Tochter deutlich besser geworden, nicht das es vorher schlecht gewesen war, aber Ginny schien glücklich darüber das ihr Vater sah, das sie auch ihre eigenen Entscheidungen treffen musste und erwachsen wurde.

„Oh mein Ron….wie konnte das nur passieren?“, schluchzte Molly nun hemmungslos los und umklammerte den Arm ihres bewusstlosen Sohnes verzweifelt, während die Twins verschämt die Decke anstarrten, Hagrid zog sich peinlich berührt zum Eingang zurück und Harry und ich auf der anderen Seite des Bettes verharrten still sowie sehr leise, als uns Arthur ein zurückhaltendes begrüßendes Nicken sandte.

„Molly reiß dich zusammen!“, kam es nun energisch von Arthur und er entließ seine Tochter aus seinen Armen, die sich zu den Devils gesellte, während Arthur zu seinem Sohn ging und auch ihn einmal berührte, als müsse er sich selbst überzeugend, das das da sein Sohn war.

„Aber …aber Arthur, ….mein Junge, das letzte Mal als wir ihn sahen hat er Uns…uns so vorwurfsvoll angeblickt und wenn ich denke, was Minerva schrieb….das… das er fast….Harry…..!“

„Ja, Mrs. Weasely?“, fragte Harry ruhig.

„DANKE!“, hauchte sie ernsthaft ehrfürchtig sowie ergriffen dabei blickte sie ihn derart offen und aufrichtig an, dass Harry sie nur sprachlos anstarrte.

Dann ging ihr Blick neben ihn und visierte mich an, wobei sich der Ausdruck in ihren Augen nicht änderte.

„Auch dir Hermione, DANKE!“, kam es absolut ehrlich und aus tiefstem Herzen gemeint von ihr.

„Ja… Harry, Hermione auch von mir meinen aufrichtigen DANK, das ihr derart klug gehandelt habt!“, kam es recht gerührt von einem tränenumflorten Arthur, der sich enorm zusammenriss um Stärke zu zeigen, während er Rons Schulter anfasste und diese drückte. Molly wischte Ron zärtlich umsorgend eine Strähne seines roten Haares aus dem bleichen Gesicht.

Harry und ich, wir reagierten nur indem wir perplex nickten, aber nichts sagten, denn da legte Arthur schon mit bedeutungsschwangerer und belegt rauer Stimme nach.

„….Minerva hat uns informiert wie ihr beide Ron zusammen gerettet und vor dem sicheren Tod bewahrt habt….das war…das!“, stotterte er nun gerührt und Molly schluchzte laut auf, da ihr wie es schien wieder bewusst zu werden schien wie knapp es gewesen war.

Offenbar hatte McGonagall nicht versucht das Ganze an sich zu beschönigen, sondern eiskalt die allumfassende Wahrheit erzählt.

„Mr…Mrs. Weasley…das war selbstverständlich, denn wir hätten jedem geholfen und Ron erst recht!“, wehrte Harry mit einer Handgeste ab als er verstummte.

„….Arch Harry, du guter Junge!“, begann Arthur, wurde aber von einem markterschütternden Heuler, der auch Hagrid zusammenzucken ließ, unterbrochen.

„Es tut mir Leid, schrecklich Leid….unter Albus wiederfährt ihm das was ich dir …euch vorwerfe, das ihm bei dir…euch, passieren könnte….verzeih! verzeiht!“, winselte Molly lauthals und ich musste mich arg zusammenreißen um keinen verächtlichen Ton auszustoßen, während Harry bei so viel lautstark vorgebrauchten Dank leicht wiederwillig erschein und Hagrid ein leidendes Gesicht zog.

Ich wirkte und war nur peinlich berührt, denn derartige Gefühlsausbrüche waren mir fremd und fern, jetzt mehr denn je und die Twins erkannten mein Unwohlsein, schließlich waren selbst sie sehr ernst und ruhig heute, sie rollten jetzt extra über den Ausbruch ihrer Mutter mit den Augen, als sie meinten:

„Mum, das ist peinlich!“

„Ja, Mum, bitte, komm runter! Ron geht es ja gut…..!“, baten die Devils abwechselnd, als auch schon Arthur Molly zu trösten versuchte, indem er seine Frau, die untröstlich schien, beruhigend über den Rücken fuhr. Selbst Ginny sah peinlich berührt aus dem Fenster.

„Oh, ihr zwei….ihr seid auch immer sofort weg, nach jeder Sitzung! Ich will euch alle doch nur nicht verlieren!“, jaulte sie nun haltlos los.

„Molly….Mollyröllchen, so bleib doch ruhig….Liebes!“, wirkte Arthur mit seiner aufgelösten Frau leicht überfordert. Unterdessen stieß Fred George an, sah ihn an und das reichte für die beiden um sich zu verständigen.

„Hörst du auf rum zu heulen Mum, wenn wir dieses Wochenende zum Essen kommen!“, stöhnte Fred erbarmungswürdig und Molly reagierte herrlich.

Sie schnappte erschrocken nach Luft und blickte ihre Söhne ungläubig an, dann stieß sie einen erbarmungswürdigen Hickser aus, da sie nun Schluckauf hatte der ihren ganzen prallen Körper schüttelte.

Unterdessen bemerkte ich im Augenwinkel wie sich ein peinlich berührter Hagrid verzog, zwar blieb er hinter der Saaltür stehen, aber er wollte uns wohl Privatsphäre gewähren, wobei ich mich grade auch wegwünschte.

„Fred, George? Ist da wahr?“, zeigte Arthur mehr Beherrschung, aber dabei blickte er seine Söhne mit so etwas wie wehmütigem Stolz an.

„Würde Fred es sagen DAD, wenn wir es nicht so meinen?“, kam es recht entrüstet von George, wobei er sich eine wirre Strähne aus dem Gesicht wischte.

„Dann würde ich mich freuen, wenn ihr euch mal wieder im Fuchsbau sehn lassen würdet!“, erwiderte Arthur deutlich erfreut, aber auch sehr ernst und zeigte das ihm das Angebot viel bedeutete.

„AMAHMPF!“, wimmerte Molly nur und schluchzte nun in das Laken von Ron, während Harry und ich einen langen, sehr intimen Blick austauschten, wenn Ron wach wäre, würde er sich den Tod wünschen, da waren wir uns sicher.

Zum Glück tauchte in dem Moment Madame Pomfrey auf und lotste die aufgelösten Eltern in ihr Büro, um sie über den Zustand ihres Sohnes zu informieren.

Als ihre Eltern weg waren, zog Fred einen verkleinerten Gegenstand aus seinem Umhang und reichte ihn Harry.

„Gib, dass Ron, das ist unser Geburtstagsgeschenk! …ein leckerer Whiskey, von den Muggel. Es ist der, den er so gerne trinkt!“, meinte er mit einem verschwörerischen Zwinkern „…und Ginny…psssst, wir sehen uns!“, wandte er noch verheimlichend kess zu seiner Schwester und beide zwinkerten ihr verschwörerisch zu, bevor sie gingen wobei sie sich noch auch lautstark von Hagrid verabschiedeten.

„Komm Ginny, wir sollten auch gehen!“, meinte nun Harry mitfühlend, nahm die kleine Rothaarige am Arm und führte sie mit uns zur Tür.

„Schön, oder, das Mum und Dad….alles überdenken, ich hoffe sie streiten mit den Twins nicht, am Wochenende…mhm!“, war es als würde Ginny zu sich selbst sprechen und da noch immer Hagrid auf uns wartete, verstummte sie ganz als dieser meinte:

„Das wird schon Kinder…keine Sorge!“

„Das sagst du so leicht…aber mich würde interessieren für wen das Gift bestimmt war das Ron unabsichtlich erwischt hat!“, erklangen da auf einmal Ginnys weitsichtige Worte und ich applaudierte im stillen, wobei mir auffiel, dass ich mich wirklich ganz anders als früher verhielt und fast im Hintergrund verschwand und sehr bewusst und bedacht darauf verzichtete im Vordergrund zu stehen.

„Mhmh….das ist die Frage, denn die Lehrer wissen es auch nicht…oder sind sich sehr uneinig, vor allem Snape und Dumbledore…ich hab nix gesagt!“, biss sich der Riese grob auf die Lippe und ärgerte sich sichtlich, das er wieder einmal etwas gesagt hatte was er nicht hätte preisgeben sollen, aber es war zu spät, denn über Harrys Miene flog ein gemeingefährlicher Gesichtsausdruck.

„Was hast du belauscht Hagrid?“, fragte Harry da auch schon erstaunlich verschlagen.

„Nichts…nichts!“, wehrte Hagrid wenig glaubhaft ab.

„HAGRID! REDE, das da ist Ron, bitte!“, forderte Harry unbarmherzig, worauf Hagrid seufzte während er neben uns herlief und dann nuschelnd meinte:

„Ich konnte hören wie sich Snape und Dumbledore heute in der Früh gezankt haben. Es ist selten, dass sie derart schreien. Zusammengefasst war der Streitpunkt: dass Snape irgendetwas nicht mehr oder nun doch nicht tun will, da er nicht Dumbledores Spielball wäre und dann sind sie umgeschwenkt und dann bei den Schülern gelandet, dabei ging es darum, dass Snape angeblich bei den Attacken auf Katie Bell und Ron nicht richtig nachgeforscht hat und das das gut ist, denn man will schließlich keine schlafenden Hund wecken. Es war ein recht wirres Gespräch!“, zuckte er die massigen Schultern, die in dem haarigen Mantel steckten und verschwand unwohl schauend, weil er dies preisgegeben hatte, laut polternd um die nächste Ecke.

„Was,… was war das?“, stotterte Ginny überfordert und ich legte ihr beruhigend die Hand auf die Schulter und drückte sachte zu.

„Nichts, ist alles in Ordnung geht Frühstücken!“, meinte ich beschwichtigend.

Ich wusste selbst, dass ich mich schnoddrig, knapp und sehr befehlend anhörte, aber Ginny tat nichts außer sofort zu gehen somit blieben nur wir zurück und nach einem Spruch durch Harry waren wir ungestört.

„Nun, wie es aussieht will Dumbeledore noch immer, dass ihn Snape erledigt!“, wisperte nun Harry und ich nickte zustimmend.

„Ja und Severus fühlt sich genervt, aber ich fühle mich immer noch nicht wohl, wenn Severus oder Draco den Alten umbringen…der Stab…!“, warf ich besorgt ein bis Harry mir nickend ins Wort fiel.

„…ist zu wichtig, ich weiß! Ich frag mich nur, was er Alte damit bezwecken will, dass Snape ihn den Gar ausmacht? Aber sag, glaubst du Dumbledore denkt, das Malfoy diese ganzen Attentate verübt hat?“

„Könnte sein, wer würde schon auf Nott kommen? Aber selbst wenn er Draco für schuldig hält, ist es gleich!“, antwortete ich lapidar, aber auf die Frage nach den Gründen von Dumbledore konnte ich auch keine Erklärung liefern.

„Ja, es kommt auf das gleiche raus, was gut ist! ….oh Hermione, ich bin so unsäglich wütend auf Romilda, ihre Dummheit und warum hab ich die scheiß Schachtel nicht weggeschmissen…hirnrissig!“, zeterte er und fuhr sich fahrig durch die Haare.

„Tja, sei froh, sonst stünden wir nun ohne Tränkemeister mit Gewissensbissen da, von dem du eine Erinnerung beschaffen sollst….!“, kam mal wieder die Pragmatikerin in mir durch und der Blick aus Harrys Brillengläser sagte dies auch sehr deutlich, was mich lachen ließ „…und nun komm, ich brauche meinen Kaffee!“

_________________
“In the spring of 1988, I returned to New Orleans, and as soon as I smelled the air, I knew I was home.
It was rich, almost sweet, like the scent of jasmine and roses around our old courtyard.
I walked the streets, savoring that long lost perfume.”


Anne Rice, Interview with the Vampire
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