When Hermione Fights
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 Kapitel 303-304

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BeitragThema: Kapitel 303-304   Kapitel 303-304 EmptySo Aug 19, 2012 10:52 pm

303. Kapitel Forscherdrang


Hermiones Sicht

Es war so weit, Draco war in der Früh mit sehr mürrischer Miene in mein Zimmer gerauscht und hatte mir harsch und knapp bedeutet ihm zu folgen, etwas was ich wortlos getan hatte, um dann im Foyer seine Hand zu fassen, damit er uns apparierte.

Der Sog zog mich mit ihm und ich war gespannt wie Irland werden würde!

Ich freute mich auf die Zweisamkeit, auch wenn die Tage davor alles andere als harmonisch verlaufen waren, daher hoffte ich jetzt erst recht das Beste für unseren ersten gemeinsamen, wenn auch kurzen, Urlaub weit weg von den anderen, in einem Land, das ich noch nicht kannte. Also blickte ich mich gespannt um, als wir ankamen.

Ich blinzelte nur kurz verwundert, da ich erkannte, dass wir nun ebenfalls schon wieder in einem geschmackvoll eingerichteten Foyer standen, das nicht nach Hotel aussah.

Der Raum wirkte eher wie aus einer geräumigen Stadthausvilla entsprungen, nur etwas moderner gestaltet, wobei der Stuck und die Verzierungen der gregorianischen Epoche dadurch noch besser hervortraten. Es war ein harmonisches Spiel zwischen alt und neu. Dieser Eingangsbereich war deutlich kleiner als der des Manors, aber auch freundlicher und luftiger. Der Boden war mit hellen Steinfliesen ausgelegt und ließ alles großzügig und einladend wirken. In einem hellen Gelbton waren die Wände getüncht und gingen oben in herrlichen Stuck über, der den Übergang zu den Decken bildete. Die obere Etage war sehr offen und gut einsehbar.

Zu erreichen war sie über eine weiß getünchte Holztreppe mit schwarzem, filigranem Metallgeländer. Ein kleiner Absatz auf halber Höhe unterteilte die Treppe und so änderte diese dort im neunzig Grad Winkel ihre Richtung. Der Treppenaufgang befand sich gegenüber der Eingangstür und führte oben auf eine offene Galerie, die jedoch von recht schlichten, quadratischen Säulen abgestützt und etwas optisch vom großen Foyer abgetrennt wurde. Zwischen den Säulen befanden sich niedrige Geländer, die dem der Treppe glichen und alles sehr offen, weitläufig und hell wirken ließen. In den schwarzen, ansonsten recht schlichten Geländern rankten sich zwischen senkrecht nach oben führenden Streben immer wieder verschlungene Blätterranken.

Im hellen Flur befanden sich nur wenige Möbel. Ein schmaler, langer Tisch und ein Board auf der rechten Seite neben dem Treppenaufgang. Auf diesem modernen, sehr gradlinig geschnittenen, aus hellem aber dunkel gemasertem Holz bestehenden Tisch standen lediglich eine Schale aus schwarzem Glas, sowie eine große Vase, mit weißen Callas. Ansonsten war der Flur leer. Rechts von der Eingangstür konnte ich eine schmale Tür erkennen, die wohl in einen Wandschrank führte, in dem man seine Mäntel unterbringen konnte.

Ich bestaunte das sehr geschmackvolle, historische, aber auch moderne Ambiente, das mir Draco gerade stolz zeigte, wobei alles sehr einsam erschien. Mein Blick fiel auch auf die wenigen, sparsam ausgesuchten Gemälde, die in prunkvollen, gregorianischen Rahmen den Aufgang in den 1. Stock säumten.

„Draco… wo, das ist kein Hotel!“, kam es erwartungsvoll von mir und da schenkte er mir zum ersten Mal seit langer, langer Zeit ein aufrichtiges, ein entspanntes, ein rundum ehrliches Lachen, was ihn noch schöner aussehen ließ als er sonst aussah.

„Liebling, darf ich dich in meiner Villa in Dublin willkommen heißen? Die Hotelbuchung der Twins habe ich abgesagt!“, erklärte er lächelnd und streckte mir seine Hand auffordernd entgegen.

„Du hast eine eigene Villa? Hier?“, blinzelte ich ihn bestimmt wie Orange, meine Eule, an, wenn sie überrascht aussah, denn das war ich sehr, damit hatte ich nicht gerechnet. Den Twins und Draco war nicht zu trauen und ich fragte mich, ob das Geschenk von ihnen gemeinsam geplant gewesen war, wobei mir Dracos Reaktion an Weihnachten wieder einfiel und ich mir daher sicher war, er hatte bis dahin nichts davon gewusst, aber wohl danach mit den Twins gemeinsam die Modalitäten unseres Aufenthalts hier etwas verändert.

„Ja, dürfte ich dir eine Führung durch mein bescheidenes Heim vorschlagen?“, bot Draco großzügig an und zog mich schon sanft auf eine größere Doppeltür zu, die auf der rechten Seite des Flures war. Wir gingen vorbei an dem modernen Board an der rechten Wand und Draco ließ meine Hand los, öffnete dann schwungvoll die Doppeltür.

Ich staunte nicht schlecht. Es war ganz anders als das was ich mittlerweile gewöhnt war.

Wir betraten einen Raum, dessen Wände in kräftigen, kaffeebraunen Tönen gehalten waren, auf die aber zum Teil Akzente mit großzügig senkrecht gestreifter Goldtapete gesetzt waren. Diesen dunkleren Wänden stand der gleiche, helle Steinboden entgegen, den ich auch schon im Flur gesehen hatte. Offenbar hatte man hier aus zwei kleineren Salons einen großen gemacht, denn er wurde in der Mitte noch von zwei quadratischen, weißen Säulen etwas unterteilt. Auch hier war der Übergang von Wand zu Decke mit aufwendigem, breitem, weißem Stuck verziert, der einen schönen Kontrast zur Wand bildete.

Direkt gegenüber der großen Türen befand sich ein hoher Kamin, der von weißen Säulen und einem weißen „Dach“ auf den Säulen eingerahmt wurde.

Über dem Kamin hing ein moderner, rechteckiger, edler Spiegel, mit einem sehr schlichten, matten Goldrahmen. Vor dem Kamin befand sich eine ausladende, cremefarbene Sofalandschaft, denn anders war dieses Monstrum von Sitzmöbel nicht zu nennen. Auf ihr hätte locker die ganze Connection auf einmal Platz gefunden. Das Sofa war L-Förmig und ich stand jetzt vor der kürzeren Seite. Diesem riesen Sitzmöbel gegenüber stand, zu meinem Erstaunen, nur getrennt durch einen Glastisch, ein zweites, genau gleiches Sofa und bildete somit eine recht abgeschlossene Sitzecke, die für viele Personen Platz bot.

Da dieser nun riesige Raum wohl über die gesamte Hauslänge ging, waren, abgesehen von der Wand, in der sich der Kamin befand und der Wand in meinem Rücken, überall Sprossenfenster zu sehen, die im linken Teil des Raumes sogar bis zum Boden gingen und offenbar Türen in den Garten waren, den ich von hier aus nur vage erkennen konnte.

Draco sah mir mein Staunen deutlich an, trat weiter in den Salon und zeigte sich nun vorfreudig.

„Wie findest du es?“, fragte er neugierig, aber auch begierig.

Dabei musterte er mich aufmerksam, während ich ihm gespannt folgte und erkannte, dass im Bereich des Salons, der zum Garten hin lag, nur eine kleine Sitzecke, bestehend aus vier Sesseln und einem Glastisch, stand.

Sowohl die kleine Sitzecke als auch die große, standen auf einem sehr flauschig wirkenden, hochflorigen, cremegoldenen Teppich.

Erstaunlicherweise wirkte alles trotz der dunklen Wände nicht erdrückend, denn die goldenen und beigen Akzente lockerten es sehr schön auf. Es wirkte alles so gänzlich anders als im Manor.

Auch im Salonteil, der zum Garten wies, bildeten nur pinkfarbene Orchideen, die auf kleinen Tischchen standen, einen Farbklecks, mal abgesehen von zwei riesigen Gemälden, die an gegenüberliegenden Wänden hingen und farbenprächtige Kriegs- sowie Szenen in der Natur zeigten.

In der Mitte des Raumes, an der Wand gegenüber des Kamins, der groß genug war um durch ihn per Flohnetzwerk zu reisen, befand sich nur noch eine Anrichte aus dem gleichen hellen Holz wie die anderen und diese enthielt wohl eine Bar. Staunend drehte ich mich zu einem vor Spannung fast vibrierenden Draco um.

„Es ist wirklich herrlich, alles so stilvoll, modern und gleichzeitig historisch und so anders als das Manor! Das habe ich nicht erwartet!“, zeigte ich meine Begeisterung offen.

„So soll es auch sein, schließlich ist dies mein Haus!“, nickte Draco sichtlich zufrieden über meine Reaktion und steckte wieder seine Hand ungeduldig nach mir aus, dann sagte er schon fast nervös:

„Komm, ich zeige dir die obere Etage.“

Wir verließen flott den Salon wieder und Draco wies noch im Gehen auf eine Tür, die neben der Treppe aus dem Flur führte. „Dort geht es noch ins Arbeitszimmer, aber dazu später!“

Wir stiegen die Treppe gemeinsam hinauf und gelangten auf die Galerie im Obergeschoss, deren Wände genauso im sanften Gelb gestrichen waren und mit Stuck in die Decke übergingen wie die Eingangshalle. Der Flur führte nach rechts und links, aber es gingen nur 2 Türen von ihm ab. Das Haus war an sich nicht wirklich groß, aber großzügig geschnitten und erinnerte mich etwas an mein Haus, in Chelsea, wenngleich mein Elternhaus nicht im Ansatz mit der Extravaganz von dieser Residenz mithalten konnte.

Draco steuerte zielstrebig die linke Seite des kurzen Flures an. „Hier oben habe ich die Raumaufteilung etwas ändern lassen. Du weißt, ich mag es großzügig und weit, daher waren die mehreren Räume, die es hier oben gab, gar nicht nach meinem Geschmack!“, erklärte er blasiert und wirkte sehr malfoyhaft in seinem Gebaren, man hörte deutlich, wie stolz er auf dieses, sein Haus war und ich gönnte es ihm von Herzen, denn bei einem Vater wie Lucius und einem Onkel wie Severus, war es nicht einfach zu bestehen.

Hier oben hatte dunkler, edler Holzboden den hellen Steinboden abgelöst und ließ alles eher anheimelnd und nicht mehr so frei und weitläufig wirken.

Draco öffnete die erste Tür aufmerksamkeitsheischend, fast wie bei einer Theateraufführung und führte mich in ein großes und überraschend gemütliches Schlafzimmer. Mein Blick fiel als erstes auf einen sehr opulenten, um nicht zu sagen bombastischen, offenbar historischen Kronleuchter, der von der Decke hing. Draco folgte meinem perplexen Blick.

„Der hing als ich diese Haus kaufte im Salon, doch irgendwie fand ich ihn dort nicht mehr passend!“, führte er erheitert aus und zog mich tiefer in das Schlafzimmer.

Auch hier gingen erstaunlicherweise die durch Sprossen unterteilten und sicher ehemals kleineren Fenster bis zum Boden. Draco bemerkte meinen befremdlichen Blick und erklärte nicht ohne Stolz:

„Ja, die Fenster sind vergrößert worden und nun dienen sie als Zugang zu dem großen Balkon, der auch neu ist, aber natürlich alles im Stil des Hauses und nur durch Magie möglich gemacht“, bei seinen gewichtigen Worten kicherte ich und konnte nur denken: Tja, was wären wir ohne die Magie; eindeutig aufgeschmissen, aber ich sagte nichts und versuchte mein Amüsement etwas zu verstecken.

http://www.living4media.de/features/Georgianische-Pracht-Haus-im-georgianischen-Stil-11045677

(1. Reihe eine Galerie und Treppe in dem Stil, wie ich sie mir vorstelle und auch Gemälde der Art wie sie bei ihm hängen könnten)

Das Schafzimmer wurde beherrscht durch ein großes Doppelbett, dessen Kopfteil mit cremefarbenem Leder bezogen war. Durch das hohe, gepolsterte Kopfteil sah es sehr einladend aus. Auf ihm befanden sich opulente, kuschlig anmutende Decken und Kissen, die erstaunlicherweise in Gold und was wohl, das wunderte mich nun eher weniger, Slytheringrün gehalten waren, das war so klar gewesen, klarer ging es gar nicht.

Ich fragte mich, ob Draco oft hier war, wenn er seine Nächte außerhalb der Schule verbrachte und überlegte auch kurz, ob dieses Bett immer verwaist oder allein belegt war, doch ich verbot mir diesen wenig netten Gedanken rigoros.

Neben dem Bett standen zwei flache Nachttische in creme mit je zwei Schubladen, sowie ein runder Lederhocker im gleichen Stil und gleichem Farbton wie das Kopfteil des Bettes. Unter dem Bett und den Nachtschränkchen lag ein großer, weicher, creme-grün gemusterter Teppich.

Die Seite des Raumes gegenüber dem Bett wurde von einem großen Spiegel dominiert, auf den Draco mich nun zielstrebig zu zog. Der Spiegel ging wirklich vom Boden bis hoch zum Stuck und war sicher mehrere Meter breit und vergrößerte die Illusion der Weite des Raumes um ein vielfaches.

Ich schüttelte schmunzelnd, aber stumm über so viel Narzissmus von Draco den Kopf, folgte ihm jedoch bereitwillig auf den Spiegel zu, den wir plötzlich, wie durch Magie, durchschritten.

http://innen-archi.net/design/wp-content/uploads/2011/06/27449-1-bild3-foto-djd-nolte-moebel.jpg

Wir betraten ein großzügiges, sehr offenes und modern eingerichtetes Bad, welches von großen, viel Licht spendenden Fenstern dominiert wurde, die einen herrlichen Blick in den schönen, aber sehr kleinen Garten freigaben. Auch hier passte alles wunderbar zusammen.

„Ich sehe, das hier gefällt dir auch und das freut mich. Ich habe gehofft, dass du dich hier wohlfühlen könntest! Das hier ist wichtig für mich und ich habe die Hoffnung, für dich vielleicht auch? Schau nicht so unverständig, vertrau mir, du wirst alles nach und nach erfahren hab nur etwas Geduld! Bitte! Lass mich dir die Stadt zeigen. Dublin ist wirklich sehenswert!“, meinte er ungewohnt unsicher und ich nickte nur erstaunt und war gespannt, was sich mir alles offenbaren würde, aber ich war gewillt für alles offen zu sein was Draco mir zu offenbaren wünschte.

Wir verließen nur wenig später gemeinsam das Haus und Draco ergriff schon wieder meine Hand, sehr ungewohnt, dass er so viel körperliche Nähe zu mir suchte. In der Schule konnten wir es nie offen zeigen, im Manor ward es nicht gerne gesehen, bei den DeathEatern wäre es keine gute Idee gewesen mehr zu zeigen als unbedingt nötig war und ja, so war dies schon für mich etwas Besonderes und ungewohnt, als er seine Finger mit meinen verschränkte. Dann schenkte ich ihm ein fast keusches Lächeln über diese Intimität und wir gingen los.

Zielstrebig schlug er eine Richtung ein, während wir flotten Schrittes einhergingen. Er kannte Dublin ersichtlich und ich ließ mich von ihm leiten und hörte gespannt seinen Ausführungen über die Geschichte der Stadt zu. Es war schön derart ungewohnt gelöst und entspannt mit ihm durch die historischen und sehr belebten Straßen von Dublin zu schlendern, fern ab aller Verpflichtungen, Regeln und Vorgaben, fern ab von Lucius‘ alles sehenden Augen. Erst jetzt merkte ich, wie sehr ich doch einen Urlaub und Abstand gebraucht hatte.

Als mir Draco diese alte, mystische und zauberhafte Stadt zeigte, sah man überall Figuren von den Leprechauns, Feen und den allgegenwärtigen Kleeblättern und die Keltenkreuze, noch nirgends hatte ich derart viele Anspielungen auf die Magische Welt auf einem Haufen gesehen wie in Irland.

Es war unglaublich, dann ihre Steinkreuze oder die Runen, die sie im Schmuck, als Lesezeichen und was weiß ich nicht alles verkauften, auf T-Shirts und allem einfach aufdruckten. Hier war deutlich zu sehen, dass selbst die nicht magische Bevölkerung, aufgrund ihrer Traditionen und der Geschichte, einen tief verwurzelten Glauben an das Magische in der Welt hatte und es wunderte mich nicht, dass ich entdecken konnte, dass selbst das wirklich Magische hier tatsächlich nicht weit weg war.

Aber ob es mir gefiel war eine andere Frage!

Hermiones Sicht ende

Dracos Sicht

Ich hatte Hermione mitten ins stark belebte und auch magische Dublin geführt. Hier wimmelte es von Menschen und wer wie wir wusste wonach er Ausschau halten musste, sah auch, dass es nicht nur Muggel waren, die hier bummelten und ihre Einkäufe erledigten. Ich mochte diese quirligen, farbenprächtigen und vielseitigen Straßen, mit ihren historischen Häusern und den reich verzierten sowie bunten Fassaden. Hier fand man immer was man suchte. Die Grafton Street gehört zu einer der teuersten Einkaufsstraßen Europas und dennoch gab es hier nicht nur Edelboutiquen und teure Juweliere, wie es sonst oft der Fall war, wenn die Mieten derart exorbitant hoch waren. Als ich begonnen hatte mich hier in Dublin nach Immobilien für meine Firmen umzusehen, hatte ich mich natürlich über die örtlichen Mietpreise und Pachten für Gewerbeflächen akribisch informiert.

Die Grafton Street war nicht umsonst das Zentrum der Stadt.

Urige, schöne aber auch moderne Cafés wechselten sich mit kleinen Geschäften ab und was für die meisten nicht zu sehen war, dazwischen lagen, durch Zauber gut verborgen, magische Läden aller Art. Hier gab es magische Pubs, Buchläden, einen Zauberstabladen, eine Apotheke, in der man gut sortierte Trankzutaten aller Art bekam, eigentlich alles was es auch in der Diagon Alley gab, nur hier halt Seit an Seit mit den Geschäften der Muggel, die am Ende der Straße sogar ein großes, modernes Einkaufszentrum gebaut hatten, umgeben von historischen, magischen Gebäuden.

Hier in Irland, diesem so magischen Land, das tief verwurzelt mit seiner mystischen Gesichte war, die voller Magie steckte, verschwammen die Grenzen zwischen Magischer und nicht Magischer Welt sogar für mich auf faszinierende Weise. Es war fast, als wären sich die Muggel bewusst, dass es noch etwas anderes gab, aber es schien sie weder zu stören, noch zu erschrecken oder zu überraschen. Sie lebten einfach damit und akzeptierten es, wie sie es schon seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar Jahrtausenden, taten, denn die alten Legenden und die einstmals großen und mächtigen Druidenzirkel waren weit mehr als 1000 Jahre alt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Grafton_Street

Es tat gut, derart losgelöst von allem mit Hermione hier entlang zu schlendern, als wären wir ein ganz normales, unprätentiöses Paar und würden nicht in dieser harten und verqueren Welt leben, die uns sonst gefangen hielt.

Parallel zur Grafton Street gab es zwar weitere schöne Einkaufsstraßen, doch in keiner von diesen waren magische Geschäfte zu finden und die Grafton Street war einfach das Highlight der Innenstadt.

Wir waren ein Stück schweigend die Straße entlang gegangen. „Dies ist, wenn man einkaufen gehen will, das Zentrum Dublins. Hier kriegst du alles, du siehst, sogar magische Dinge!“, brach ich schließlich das einvernehmliche Schweigen, das bisher zwischen uns geherrscht hatte, aber seit dem wir das Zentrum erreicht hatten, hatte ich, als Stadtführer, mich erst mal zurückgenommen, sodass sie in Ruhe selbst entdecken konnte was ihr gefiel. Uns blieb schließlich noch genug Zeit alles wirklich zu erforschen und um es ihr zu zeigen.

„Es ist herrlich, wie hier alles direkt nebeneinander existiert. Ich freue mich, dass unsere Freunde so weitsichtig waren uns diesen Urlaub zu schenken, aber ich nehme an, du hättest mich sowieso nach Irland gebracht, oder?“, fragte sie mit einem misstrauischen Unterton aber sie grinste mich dabei herausfordernd an.

„Wer weiß, warts ab!“, erwiderte ich hintersinnig lächelnd.

Mir war klar, sie ahnte einiges, wusste sogar vielleicht schon etwas, aber das war okay, eine Frau wie sie war nicht leicht in die Irre zu führen. Sie wäre nicht Hermione gewesen und so klug wie sie war, wenn sie nicht schon einiges ahnen würde. Ich war trotzdem gespannt, was sie sagen würde, wenn sie den ersten Teil meines Werkes morgen sehen würde. Aber noch mehr war ich darauf neugierig, was sie zu der Burg und im Sommer zu den VenTes sagen würde, denn im Prinzip entsprach das was ich hier tat, ja genau dem was sie im Cottage, im kleinen Rahmen, aufgebaut hatte.

„Ich bin gespannt!“, kicherte Hermione auf einmal ungewohnt befreit und offen. Sie schien wirklich mal ausgelassen und gelöst zu sein, was mich sehr freute. „Komm!“, forderte sie mich auf und zog an meiner Hand, steuerte zielstrebig auf ein Haus mit rötlicher Fassade und protzigem Stuckwerk zu, in dessen Erdgeschoss sich eine kleine, magische Buchhandlung befand. „Wir kaufen ein Geschenk für die Twins, vielleicht gibt es dort etwas Passendes!“, erklärte sie verschmitzt und ich folgte ihr willig in den kleinen Laden.

Etwas für die Twins, als kleines Dankeschön, zu kaufen war eine sehr gute Idee. Die Türglocke der schmalen Holztür mit großer Glasscheibe klingelte scheppernd, als wir eintraten und uns sofort in einer anderen Welt wiederfanden.

Obwohl der kleine Laden große Schaufenster hatte, wirkte er durch die hohen, dunklen Regale, die über und über mit Büchern vollgestopft waren, erstaunlich dunkeln, eng und verwinkelt. Das Geschäft war nicht breit, schien aber weit nach hinten zu gehen, was wohl der Magie und den Ausdehnungszaubern zu verdanken war. Im Eingangsbereich befand sich eine hüfthohe Theke aus dunklem Holz, auf der ganz untypisch für ein magisches Geschäft eine sehr alte Kasse stand.

Der Besitzer saß hinter der Theke, in einem irgendwie hier viel zu groß und deplatziert wirkenden, geblümten Ohrensessel und las interessiert. Als wir eintraten blickte er fragend von seinem Buch auf, sah uns freundlich über seine Lesebrille hinweg aus braunen Augen an und fragte aufmerksam:

„Kann ich ihnen helfen?“

Hermione schüttelte den Kopf und trat vollends ein, dann schloss ich die Tür hinter uns. „Nein danke, ich würde gerne etwas stöbern und mich umsehen!“, antwortete sie ungewohnt freundlich, sonst war immer ein gewisser harter Unterton in ihrer Stimme, der ihr hier aber nun völlig fehlte und ich nickte nur zustimmend, dass ich das gleiche wollte.

Wortlos hob unser Gegenüber sein Buch wieder an und nur noch seine bereits leicht ergrauten, zum Teil noch braunen, wirren Haare waren über den Buchrand hinweg zu sehen. Ein komischer Kauz, wenn auch offenbar freundlich, fand ich. Er trug Kleidung, die in meinen Augen nicht mal Muggel heute mehr trugen, aber wohl seinem Verständnis entsprachen was Muggel tragen würden.

Wer als Magier in dieser Straße ein Geschäft hatte oder einkaufen ging, passte sich an, falls er nicht direkt aus seinem Geschäft nach Hause apparierte. Er trug ein dunkelgrünes Hemd unter einem braunen Cordblazer, der dunkelgrüne Flicken an den Ellbogen hatte. Dazu hatte er eine Stoffhose in einem schrecklichen Braun kombiniert und ich fand, es passte nicht zusammen, außerdem hatte seine Kleidung ganz sicher schon besser Zeiten gesehen, ich war pikiert über dergleichen Liederlichkeit, aber meine Freundin schien in ihrem Element gelandet zu sein.

Hermione gab mir einen kurzen flüchtigen Kuss auf die Wange und entschwand dann vorfreudig zwischen den Regalen. Ich sah mich unterdessen erst mal im vorderen Teil um und begann dann langsam, eigentlich wenig interessiert, die Regale abzuschreiten. Vielleicht wurde ich ja hier, in der Masse der magischen Bücher, auch fündig.

Bisher hatte ich kein wirkliches System entdeckt nach dem diese Bücher geordnet waren, aber ich gab mir auch nicht wirklich mühe. Das einzige was ich bisher erkannt hatte war, dass die Bücher allesamt alt und gebraucht waren und zu meinem Erstaunen schwarzmagisches und weißmagisches bunt gemixt stand. Undenkbar für Florish & Blotts, oder sogar für Borgin & Burkes, die auch die wenigen weißmagischen Bücher, die sie verkaufen, getrennt von den schwarzmagischen präsentierten.

Während ich gelangweilt die Buchreihen entlang schritt und mehr oder weniger motiviert meine Fingerkuppen über die Buchrücken streichen ließ und die Titel flüchtig überflog, fiel mir plötzlich ein Name auf, der mich abrupt stutzen ließ:

Gerard Sagredo!

Was suchte ein Buch mit diesem Namen als Autor in einer magischen Buchhandlung?

Meine Stirn runzelte sich tief. Ich blickte mich kurz um, doch Hermione war nirgends zu sehen, abgetaucht in den unendlichen Untiefen und massigen Reihen von Bücherregalen. Kurzentschlossen zog ich den schmalen, ledergebundenen, schwarzen Band mit in silbern eingelegter Schrift heraus. Es war kein wahrlich altes Buch, nicht so alt wie manch anderes hier. Ich schätze es auf weniger als 100 Jahre und strich überlegend über den Titel.

„Betrachtung der Magie“

Der Titel sagte mir nichts, aber der Name des Autors hatte mein Interesse erweckt. Gerard Sagredo, ich überlegte, warum klingelte es bei diesem Namen bei mir?

Doch dann, nach intensivem Sinnen, fiel es mir nach und nach wieder ein. Ich war zwar nicht so ein Lexikon wie Hermione, aber wenn ich etwas gelesen hatte, behielt ich es auch, selbst wenn es manchmal einen Moment dauerte bis ich mich erinnerte. Vor allem aber war dies hier etwas gewesen was ich spannend gefunden hatte und daher hatte ich es mir erst recht gemerkt.

Natürlich, „Gellért Hill“ oder Mons Sancti Gerhardi auch bekannt als Blocksberg.

Ich hatte davon gelesen, als ich mich im Zuge meiner Recherchen über Irland mit Plätzen beschäftigt hatte, die für die Muggel eine magische Bedeutung hatten, die geschichtlich und oder kulturell begründet war, quasi als Grundlage für ihren Aberglauben dienten. Nirgendwo sonst war die magische Welt so verwurzelt im Glauben der Muggel wie hier in Irland, aber auch in anderen Ländern gab es Plätze, denen Magie oder die Verbundenheit mit ja, heidnischen, magischen, spirituellen oder mystischen Ritualen zugeschrieben wurden.

Unter dem Namen Blocksberg waren in Europa mehrere Erhebungen bekannt.

Die bekannteste war wohl der Brocken im Harz, der höchste Berg dieses Mittelgebirges, der in der magischen Welt vor allem dadurch Berühmtheit erlangt hatte, dass bis ins 16. Jahrhundert dort Versammlungen der mächtigsten Hexenzirkel der deutschen Lande stattgefunden hatten. Danach hatte er traurige Beachtung erlangt, weil er zum Schauplatz vieler inquisitorischer Hexenverbrennungen geworden war, auch wenn die Muggel nie in der Lage waren eine echte Hexe zu erwischen um sie dort zu verbrennen.

Es war ein düsteres und trauriges Kapitel der Geschichte, das nur zu deutlich zeigte, wie unberechenbar das Verhältnis der Muggel zur Magie war. Ich hatte auch gelesen, dass trotz der Hexenverbrennungen der Brocken nie als Versammlungsplatz der Hexen an Bedeutung verloren hatte. Weithin bekannt und von den Muggeln beachtet sind wohl die als Hexen verkleideten Frauen, die in der Nacht zum 1. Mai den Brocken stürmen und die Walpurgisnacht feiern, die aber so gar nichts mit den Versammlungen der wirklichen magischen Hexen und Zauberer an diesem Platz zu tun haben, da die Muggel die heilige Walburga, eine englische Äbtissin aus dem 8. Jahrhundert, feiern und die Abwehr umtriebiger, böser Hexen. Zum typischen Feierplatz der Walpurgisnacht waren bei den Muggeln, über die Jahrhunderte, alte Hexenversammlungsplätze geworden, die geschichtlich bekannt waren, da es auch in Mitteleuropa eine Zeit gegeben hatte, in der Magier und Muggel deutlich offener und näher nebeneinander gelebt hatten als heutzutage. Seit dem internationalen Geheimhaltungsabkommen von 1692 hatte sich dies jedoch drastisch geändert, wobei sich nur Irland diesem nicht angeschlossen hatte und sich seine absolute Eigenständigkeit bewahrt hatte. Das Irland das Geheimhaltungsabkommen nicht unterzeichnet hatte, war wohl auch ein Grund, warum hier die Magie selbst für Muggel immer noch etwas präsenter war als im Rest der Welt.

http://de.harry-potter.wikia.com/wiki/Internationales_Statut_zur_Geheimhaltung_der_Magie

Ein weiterer Blocksberg, der mir in Erinnerung geblieben war, war Gellérts Hill in Budapest Ungarn.

Dies ist der höchste Berg am Westufer der Donau und ein sehr markanter Punkt, von dem aus ein weiter Blick über die Umgebung von Budapest möglich war. Der Berg, der von den Römern Mons Teutanus genannt worden war, war später, nachdem der Heilige Gerard Sagredo 1024 von diesem Berg zu Tode gestürzt worden war, umbenannt worden und erschien ab Ende des 15. Jahrhunderts auch in der Literatur unter diesem klangvollen Namen. Die Muggel vermuteten wohl, aufgrund seiner exponierten Lage und der sich auf ihm befindlichen Höhle, in der Schwefeldämpfe aufsteigen, hier im Mittelalter einen Hexenversammlungspunkt.

Dass sie damit gar nicht so falsch lagen, beweist die magische Geschichtsschreibung Osteuropas. Mich hatte dieser Ort interessiert, da sich hier nachweislich sogenannte schwarze Magierzirkel getroffen hatten. Dass dies so explizit in den Geschichtsbüchern gestanden hatte, hatte mich überrascht, schließlich agierten doch Schwarzmagier aufgrund des Makels, den man der schwarzen Magie immer andichtete, meist im Verborgenen und das sowohl damals als auch heute. Von diesem Berg jedoch war klar bekannt, dass sich bis vor ca. 500 Jahren, bis die Hexenverfolgung auch Budapest erreichte, dort ein sehr mächtiger Zirkel getroffen hatte.

Gellert oder Gerard, nach dem dieser Berg heute benannt ist, war ein Bishop im 10. Jahrhundert, der beträchtlich dazu beigetagen hatte, die Ungaren zu christianisieren und ihnen den Aberglauben auszutreiben.

Unter anderem war dieser Gellert auch der Erzieher des Sohnes, des ersten, christlichen Königs Ungarn, Stephan I, gewesen. Bei heidnischen Aufständen 1046 in Buda (Budapest) wurde Gerard Sagredo laut Legenden, wie auch zwei andere Bischöfe, in eine mit Nägeln gespickte Tonne gezwungen und diese dann den heutigen Gellért Hill hinab, in die Donau gerollt, wo er qualvoll ertrank und den Märtyrertot fand.

Etwa 40 Jahre später wurde er heiliggesprochen. Dies alles fiel mir nach und nach wieder ein, aber auch das eines ganz sicher war, Gerard Sagredo war kein Magier gewesen, auch wenn die Art wie man ihn getötet hatte ähnlich brutal gewesen war, wie man 500 Jahre später gegen die angeblichen „Hexen“ vorgegangen war, war er durch und durch Muggel gewesen. Keinerlei historische Aufzeichnungen hatten darauf hingewiesen, dass er ein Magier gewesen sein könnte, nein, er wurde in der magischen Geschichtsschreibung nur als Randnotiz erwähnt, um die Namensänderung des Mons Teutanus zu erklären.

Der Name Teutanus wiederum ging sehr wahrscheinlich auf den keltischen Gott Teutates zurück, der als Stammesgott und väterlicher Führer in Krieg und Frieden angesehen wurde. Auch wenn die Römer laut Muggelliteratur den Namen des Berges aus ihrer Geschichte ableiten und ihn nach diesem Kriegsgott benannt haben, so geht aus der magischen Geschichtsschreibung jedoch hervor, dass bereits bevor die Römer dieses Gebiet eroberten, die Kelten diesen Berg und den Versammlungspunkt ihrem Gott geweiht hatten und ihn nach Teutates benannt hatten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Teutates

http://de.wikipedia.org/wiki/Gell%C3%A9rtberg

Und hier war die Verbindung warum ich so viel über speziell diesen Blocksberg gelesen hatte, denn seitdem ich wirklich hier in Irland ansässig war, interessierten mich die Kelten in all ihren Facetten. Egal ob heutige Überbleibsel ihrer Lebensweise in Form von Bauwerken, Inschriften oder Ähnlichem, oder Legenden und Mythen sowie ihre Zauber und die Runen, die sie uns hinterlassen hatten. In großen Teilen Europas waren ihre Druiden für Jahrhunderte prägend für die Entwicklung der magischen Errungenschaften gewesen und ich fand es extrem spannend, mich mit ihrer zum Teil auch vergessenen Magie zu beschäftigen, erst recht seit dem Debakel in der Höhle unter den alten Burgruinen.

Natürlich, hatte ich mir viele verschiedene Optionen offengelassen welchen Ort ich schlussendlich als meinem Stammsitz wählen würde, es war eine große Entscheidung gewesen, die ich mir nicht leicht gemacht hatte.

Ich blickte noch einmal auf das kleine, ledergebundene Büchlein und schlug es gespannt und interessiert auf. Auf der ersten Seite fand ich erneut den Titel „Betrachtung der Magie“ und einen Untertitel, „In grauen Facetten“. Darunter stand erneut der Name des Autors und das folgende Veröffentlichungsdatum: 1910 Ungarn, zeigte mir, dass dieses Buch ganz sicher nicht von Gerard Sagredo, dem Heiligen stammen konnte, sondern dass der Name als Pseudonym für jemanden stand und ich ahnte auch ganz grob für wen.

Mir war gegenwärtig, dass Gerard eine andere Form des Namens Gellert war.

Ich wollte das Buch gerade auseinandernehmen, als Hermione um die Ecke kam und sie steuerte zielstrebig auf mich zu. Sie hielt einen dicken Wälzer in Händen.

„Das ist wie geschaffen für die Twins! Lauter Zaubertränke von gefährlich bis explosiv oder tödlich, aber auch viele mit seltsamer Wirkung, genau das richtige für ihre Artikel und ich kenne fast keinen der Tränke, was etwas heißen will!“, erklärte sie erfreut und hielt mir den dicken Folianten hin, der wirklich alt wirkte. Das Buch war in dickes, festes Leder gebunden, wirkte hier und dort abgegriffen und als ich es ihr abnahm, erkannte ich den Titel: „Verteidigung durch Zaubertränke“

Ja, das war wohl genau das richtige für sie und so nickte ich lapidar, während ich meine kleine Entdeckung wohlweislich unter dem dicken Band versteckt hielt.

„Ich werde dann bezahlen gehen, du kannst ja noch stöbern!“, versuchte ich es zu kaschieren, dass ich etwas in Händen hatte, was ich noch nicht bereit war zu teilen.

Sie strahlte mich nur ungewohnt locker an und verschwand wieder freudig zwischen ihren Büchern. Ich musste schmunzeln, denn egal wie sehr sie sich veränderte, ihren Wissensdurst und ihre Liebe zu Büchern würde sie wohl nie ablegen und das freute mich. Manche Dinge änderten sich offenbar nie und im Prinzip wusste ich ja auch wie wichtig Wissen war und eignete es mir selbst an, wenngleich ohne diese Liebe zum geschriebenen Wort wie sie.

Ich hatte Hermione meinen Fund nicht zeigen wollen, weil ich erst mal selber lesen wollte, worum es tatsächlich ging, vielleicht war es ja gar nichts und schließlich präsentierte sie ihre Rechercheergebnisse auch nicht sofort. Ich ging also zum Tresen und bezahlte ohne viel verhandeln die beiden Bücher. Ich war gespannt, was ich in meiner Entdeckung finden würde, aber das musste warten bis ich Zeit dafür hatte, also verstaute ich das Buch verkleinert in meiner Tasche und wartete geduldig auf Hermione.

Dracos Sicht ende

Hermiones Sicht

Ich trug ein paar beigefarbene Wildleder Overknees, sie waren verboten hoch mit einem Pfennigabsatz, welches zu den Stiefeln passte und sie zur Geltung brachte. Ich hatte ein kurzes, schwarzes Kleid aus Jeans mit goldenen Mustern gewählt. Das Muster bildete Ornamente, verteilt um immer wieder auftauchende, sich anschleichende Tiger. Das sehr enge, auf Figur geschnittene Kleid reichte mir nur bis auf die Oberschenkel und wurde vorne mit einem Reisverschluss vom Saum bis zum Ausschnitt geschlossen. Eindeutig sehr verführerisch. Es hatte breite Schulterträger, aber keine Ärmel, einen runden Halsausschnitt, der nicht übermäßig tief war, aber einen tiefen Rückenausschnitt, wobei die breiten Bänder des Stoffes gekreuzt waren.

Das hier war eindeutig Dracos Stil. Kurz, sexy, nicht so damenhaft wie die Kleider von Lucius und viel Haut zeigend. Ich mochte es und fand, so war ich richtig angezogen.

http://www.zalando.de/minkpink-outrageous-jeanskleid-anthra-gold-m8621c00b-917.html

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Draco trug seinerseits eine lockere Anzugkombination, ohne Krawatte. Einen Muggelanzug. Er stand ihm gut. Meine Haare hatte ich offen.

Draco führte mich in ein sehr schönes, exklusiv wirkendes Restaurant, das Shelbourne, ein Steak- und Fischrestaurant. Es war gemütlich und elegant zu gleich. Abgesehen von den frei im Raum stehenden Tischen, gab es an einer Wand Tische, die durch deckenhohe Wände, die mit goldenen Postern überzogen waren, voneinander getrennt waren und wie in Nischen standen. Der vorherrschende Farbton des Restaurants war eindeutig Gold, es war futuristisch und puristisch.

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Draco meldete uns an und nachdem er seinen Namen genannt hatte, führte man uns eilfertig direkt auf einen der Tische in den Nischen zu, wobei mir der Keller durchaus eindeutige Blicke schenkte, aber bei den Stiefeln und der kürze des Kleides auch kein Wunder. Der Tisch war schon sehr schön eingedeckt, mit einer weißen, bodenlangen Tischdecke, weißen Servietten, Weingläsern, Besteck und einem modernen Blumenarrangement, bestehend aus weißen Orchideen.

Zu meiner Verwunderung ließ sich Draco nicht mir gegenüber, sondern neben mir nieder und legte sobald er saß vertraulich und zufrieden grinsend seine Hand auf meinen nackten, freiliegenden Oberschenkel.

„Überlässt du mir die Auswahl? Ich kenne die Spezialität des Hauses!“, raunte er mir leise zu und küsste mich kurz auf die Wange.

Ich zwinkerte ihm verspielt zu und lächelte zurück, wobei ich mich kurz fragte mit wem er hierher ging, sodass er wusste, was die Spezialität des Hauses war, denn irgendwie konnte ich ihn mir hier mit Flint nicht vorstellen. Das Flint mit Dracos Geschäften in Irland zu tun hatte, hatte ich ja herausgefunden, aber ich war gespannt, ob er mir dies auch selbst offenbaren würde.

Der Ober kam, brachte uns die Karten, doch Draco lehnte jovial ab und bestellte sogleich Wein und zu meinem Erstaunen ein Fischgericht, bestehend aus Hummer und Kaviar. Es dauerte nicht lange, da wurde uns schon ein wohltuend frischer Weißwein gebracht, mit dem Draco und ich entspannt plaudernd anstießen. Es war wirklich lange her, dass wir so ruhig und gelöst Zeit miteinander verbracht hatten und ich genoss es wirklich, so wie Draco augenscheinlich auch.

Unser Gespräch wurde erst unterbrochen und geriet etwas ins Stocken als uns das Amuse-Gueule serviert wurde. Die kleine gebratene Jakobsmuschel duftete herrlich und auch wenn ich nicht so auf Fisch stand, so war dies doch sehr gut. „Guten Appetit“, wünschte ich und Draco erwiderte es zuvorkommend. Wir speisten einige Minuten schweigend den kleinen Happen, bis Draco sein Besteck beiseitelegte, einen Schluck Wein nahm und gleichzeitig wieder seine Hand auf meinen nackten Oberschenkel legte, da die Stiefel meine Knie umspielten. Fragend sah ich ihn an, während seine Hand langsam, sehr aufreizend immer höher glitt, bis zu Severus Zeichen und dort verharrte.

„Was wird das?“, fragte ich leicht irritiert, während Draco hintersinnig grinste und mich mit einem lauernden Ausdruck in den Augen ansah.

Sein Blick glitt über meine Züge, dann beugte er sich zu mir und küsste mich sanft auf die Stirn. Es tat gut wieder so mit ihm zusammen zu sein. Ich genoss es wirklich mit ihm hier zu sein. Weiter drang er vor und schob sich zwischen meine geschlossenen Schenkel, um besseren Zugang zu haben, denn so streichelte er nun sachte mit seinen Fingerspitzen Severus‘ Zeichen, das er jetzt genau erfühlte und akribisch nachfuhr, während ich kurz die Augen schloss und schwer schluckte.

„Ich denke, ich will es sehen!“, kam es rau von ihm.

„Wovon redest du?“, fragte ich perplex und sah ihm noch immer tief in die so schönen, grauen Augen.

„Davon!“, kam es theatralisch von ihm und die Dramaqueen Draco ließ die Serviette betont lässig auf den Boden fallen. Dann ließ er sich schon geschmeidig auf dem Boden nieder und kroch rasch unter die lange, weiße Tischdecke, bis er völlig außer Sichtweiter war. Verblüfft über sein ungewohnt forsches Verhalten wollte ich hinterhersehen und die Tischdecke anheben und ihn fragen, ob das sein Ernst war, dass er sich hier und jetzt gleich Severus‘ Zeichen, in aller Öffentlichkeit, an meinem Oberschenkel ansehen wollte, denn dies erschien mir nicht wirklich der passende Ort für dergleichen Intimitäten, aber ich tat es nicht.

Die Küchentür schwang plötzlich auf und unser Kellner kam mit einem zuvorkommenden, fast aufreizenden Lächeln auf mich zu.

„Ist alles zu Ihrer Zufriedenheit, Miss? Kann ich noch etwas für Sie tun?“, fragte er freundlich, aber mir entging der durchaus zweideutige Unterton nicht, während er abräumte um unseren Hauptgang zu servieren.

Offenbar hatte er sofort registriert, als er aus der Küche gekommen war, dass Draco weg war und nutzte die Gelegenheit. Ich sah ihn kurz perplex an uns versuchte doch krampfhaft ein lockeres Lächeln, bekam aber gerade nicht wirklich eine Antwort hin, da Dracos Finger beständig höher glitten zwischen meinen Beinen und über meine weiche Haut strichen.

„Miss???“, fragte er da schon, jetzt doch konsterniert über meinen verlorengegangenen Freund, der gar nicht so weit weg war wie er wohl vermutete, sondern nur unter diesem Tisch kauerte, um mich zu ärgern, wie ich mir verdrießlich dachte. Doch vielleicht irritierte den Ober auch meine fehlende Reaktion.

„Nein Danke! Oh, mein Freund ist gleich wieder da!“, versicherte ich rasch und unterdrückte mühevoll ein Aufkeuchen, da Draco es nicht lassen konnte und auf einmal eine seiner Hände von meinen Knien entfernt hatte und zielstrebig auf meine Mitte gelegt hatte, wo er kreisend mit dem Daumen Druck ausübte, den ich trotz der Stoffschichten gut spüren konnte. Schnell nippte ich an meinem Weinglas und fragte mich zaghaft, wann sich Draco wieder aus seinem Versteck begeben würde und wie weit er es noch treiben wollte, dieser Teufel.

Dann erstarrte ich übergangslos, als ich nun erneut eine Hand an meinem Knie spürte, die stur versuchten meine Beine zu spreizen. Aber nicht mit mir, denn ich drückte sie bestimmt zusammen. Was hatte Draco vor? In der Finsternis sich das dunkle Mal von Severus ansehen? Oder wollte er da unten einen Lumos zaubern?

So kehrte der verwirrt dreinblickende Kellner mit unserem Hauptgang, dem Hummer, wieder und servierte mir und dem leeren Platz kunstvoll das ansprechende Essen, sagte aber nichts mehr, wenngleich sich ein fragender und neugieriger Ausdruck in seiner Miene spiegelte. Ich fand es sehr peinlich und sandte einen nichts sehenden Blick durch den Raum.

„Danke!“, presste ich mir über die dünnen Lippen, da mein Kampf unten noch nicht geschlagen war.

Mit einem sichtbar besorgten Blick auf unser schönes Essen, das vor mir stand, verschwand der sichtlich verwirrte Ober wieder in die rettende Küche.

Zuvor hatte ich es genossen als Draco spielerisch Severus‘ Zeichen nachgefahren war als er neben mir gesessen hatte, aber gerade fühlte ich mich unter Druck, weil er weiterhin darauf beharrte und seinen Druck auf meine Beine verstärkte, als ob er mich zwingen wollte, das zu tun was er verlangte.

Aber ich blieb stur und daher änderte er wohl seine Taktik von grob zu sanft und so strichen nun wieder seine Fingerspitzen in sanften, kleinen, fast bittenden Kreisen über die Außenseiten meiner Schenkel, dabei arbeitete er sich immer weiter nach oben, schob damit mein sowieso schon kurzes Jeanskleid noch höher und ich rollte hier oben darüber die Augen, denn kaltlassen tat mich das bestimmt nicht. Tief holte ich Luft und legte schnell die Serviette noch breiter auf meinem Schoß aus, damit niemand sah, dass mein Kleid immer verboten höher wanderte. Zwar saßen wir in dieser Nische recht abgeschirmt, aber wer wollte, sah uns trotzdem, zumindest die Gäste an den nächsten Tischen.

Ich dachte ein leises Stöhnen, aber auch ein Flüstern von Draco unter dem Tisch zu vernehmen und so lauschte ich angestrengt über mein eigenes rauschendes Blut hinweg, da die Situation derart surreal anmutete.

„Du solltest etwas kooperativer sein, oder möchtest du, dass der Kellner nochmal auf uns aufmerksam wird?“, wisperte er und ließ noch mal kurz seine Hand über mein Höschen zu meiner Mitte wandern. Ich konnte seinen neckenden, fordernden aber auch amüsierten Ton genau heraus hören. Ihm schien die kompromittierende Situation Spaß zu machen.

„Draco…!“, drohte ich und dachte, wofür wir Magier waren, aber wo würde denn der Spaß bleiben, wenn ich einen Illusionszauber warf, wenn Draco derart wagemutig sein wollte war es seine Sache.

„Pssst, Liebling, öffne deine Beine. Öffne sie… für mich!“, bat er immer lauter und da ich nicht wirklich scharf darauf war die anderen Gäste auf uns aufmerksam zu machen, tat ich wie mir geheißen, dann sollte er seine Neugierde jetzt endlich stillen.

Ich zwang mich zu entspannen und spreizte schnell die Beine, worauf ich sofort seine kühlen Hände auf meiner brennenden Haut, an der Innenseite meiner Schenkel, fühlen konnte, die mich noch weiter öffneten. Schließlich verharrte er abwartend, seine Hände lagen an meinen Schenkeln, taten aber nichts und so wartete ich ab, während er sich anscheinend eingehend mein neuestes Tattoo besah.

Als ich mir schon dachte, dass er Severus‘ Zeichen doch sehr genau und lange studierte, zuckte ich plötzlich zusammen, denn gerade hatte er Magie angewandt, wie ich gefühlt hatte, da ich nun meiner herrlichen roten Spitzenunterwäsche von jetzt auf gleich verlustig gegangen war und somit ungeschützt vor seinen Blicken, mit gespreizten Beinen vor ihm saß. Ich erschauderte bei der Vorstellung wie er mich gerade unten musterte, dazu verkrampfte sich mein Magen abrupt vor Verlangen, wenn ich mich an seine liebkosenden Berührungen erinnerte.

Draco ließ sich Zeit, denn jetzt begann er sachte und sanft streichelnd weiterhin meine zarte Haut zu verwöhnen, dabei sparte er Severus‘ Zeichen nicht aus, sondern fuhr es liebkosend nach und das ließ mir meinen Atem stocken. Weder schien er aufgebracht noch wütend, nein, eher entspannt. Es war wohl genau das Richtige, dass er es hier, in Irland, in der entspannten Atmosphäre zum ersten Mal sah und so damit umgehen konnte, dennoch irritierte mich sein Verhalten, das mich schon an Lucius erinnerte, der Severus‘ Zeichen ebenfalls liebkost hatte.

Jede Berührung machte mich unweigerlich heißer, auch meine Umgebung und die Tatsache, dass ich mir nichts anmerken lassen durfte, sorgten für meine steigende Erregung. Mein Mund wurde trocken und ich stocherte betont ruhig auf meinem Teller rum und bemerkte, wie mein Atem immer flacher wurde.

Ich betete gerade, dass er seine Anschauung beenden würde, damit wir endlich nach Hause in seine Villa gehen könnten, wo wir das hier anständig zu Ende bringen könnten.

„Draco…!“, hauchte ich überrumpelt, als ich plötzlich unvorbereitet und unerwartet seinen heißen Atem viel zu nah an und auf meinem Zentrum spüren konnte, dann entglitt mir vor Überrumpelung die Gabel und diese fiel klappernd auf das Porzellan des Tellers. Das brachte mir einen fragenden Blick des Obers ein, der gerade einige Tische weiter das Essen servierte, doch ich versuchte verkrampft ihm ein entschuldigendes Lächeln zu zeigen, was mir nicht so recht gelang, doch es schien ihm zu genügen, denn er wandte sich ab und seiner Arbeit wieder zu. Ich seufzte erleichtert, doch Draco ließ mir keine Möglichkeit mich zu entspannen.

Okay, er würde doch wohl nicht…? Wagte ich mich zaghaft zu fragen, nicht hier, in einem öffentlichen Restaurant, wo die Gäste und der Kellner nur wenige Meter entfernt waren und mich, beziehungsweise uns beobachten konnten?

Aber was dachte ich?

Das hier war eine geborene Schlange, natürlich tat er es doch!

Denn es lag an mir, ob man auf uns aufmerksam wurde. Alles hing davon ab, wie sehr ich die Kontrolle über mich behielt in dieser Situation und ob ich stur genug war auf schützende Magie zu verzichten und ich wusste, Draco würde nicht zögen meine Selbstbeherrschung herauszufordern, solange es um etwas nicht wirklich Wichtiges oder Gefährliches ging. Er wusste, ich war gut und garantiert würde er hier nicht sein Vorhaben abbrechen um auf mich Rücksicht zu nehmen, schließlich war das eine Situation, die Dracos Begriff von Spaß zu 100% entsprach.

Und so spürte ich jetzt, wie er aufreizend mit der Zungenspitze verspielt meine Klitoris reizte. Es war ein so lustvolles Gefühl, dass es fast wehtat. Ich verkrampfte automatisch meine Finger um das Besteck in meinen Händen, während ich aus einem Reflex meine Beine schließen wollte, aber Draco dazwischen war eindeutig im Weg.

Gerade fing ich mit meinen fiebrig glänzenden Augen erneut den verwirrten Blick des Obers auf, der erneut in die Küche verschwand, nachdem er mir eine lange Musterung sandte dabei ging sein lauernder Blick immer wieder zwischen mir und der Tür des Ausgangs hin und her. Er wirkte gespannt und schien sich zu fragen wann denn nun mein Freund wiederkäme!

Wenn der Gute wüsste, dass es keine Frage war wann Draco wiederkam, sondern wann ich kam!

Ich schloss kurz sehr erhitzt die Augen und linste dann runter, in meinen Schoß, um zu kontrollieren ob auch wirklich alles gut verborgen war. Dann überlegte ich doch einen Zauber zu werfen, da ich so die Vermutung hatte, dass mich Draco nicht entkommen lassen würde, denn da passierte es gerade, dass Draco seine geschickte Zunge durch seine fordernden Finger ersetzte. Er strich mit großer Zärtlichkeit über die zarten Falten meiner Schamlippen. Diese langsamen, fast selbstvergessenen und zärtlichen Bewegungen hätte ich zu diesem Zeitpunkt nie und nimmer von ihm erwartet.

Ich war an einem Punkt angelangt, an dem es mir gerade egal war wo ich war und wollte seine Liebkosungen vollumfänglich genießen und mich ganz der unerwarteten Sinnlichkeit des Moments hingeben.

Unwillkürlich gab ich meine verkrampfte Haltung auf und spreizte meine Beine gierig weiter. Das ließ sich Draco nicht zweimal sagen und folgte willig meiner provokanten Einladung.

Sogleich spreizte er meine Schamlippen mit den Fingern und ich keuchte leise auf und trank schnell eine tiefen Schluck, den ich fast wieder ausgespukt hätte, als er nun erneut seinen Mund auf mich legte, um an mir sachte zu saugen, dabei reizte er mich spielerisch und leckte über mich, bis ich glaubte, es nicht mehr auszuhalten. Meine Hände zitterten zu diesem Zeitpunkt so stark, dass ich das Glas gerade noch schnell abstellte und auch meine Gabel wieder aus meinen schwachen Händen fiel und klappernd auf dem Teller landete.

Nun biss ich mir verzweifelt auf die Unterlippe um ja nicht aufzustöhnen. Ganz verschwommen nahm ich wahr, dass die Tür aufging und ein Paar eintrat, das gerade vom Kellner herzlich begrüßt wurde und nun zuvorkommend zu einem Tisch geleitet wurde, aber ich hörte an sich nur das schnelle Rauschen in meinen Ohren. Kleine Schweißtröpfchen hatten sich an meinen Schläfen gebildet und ich keuchte unstet, während meine Beine wie Gummi erzitterten.

Da passierte es, mein Orgasmus war unglaublich intensiv, umso mehr da ich ihn nicht zeigen durfte, nicht zeigen wollte und konnte, dabei kämpfte ich darum, meinen Atem ruhig zu halten und mich unter Kontrolle. Ich erwürgte gerade die Serviette in meinem Schoss mit meiner Faust, als die Wellen der Lust durch meinen Körper rollten.

Im nächsten Moment tauchte Dracos hellblonder Haarschopf unter dem Tischtuch auf, dabei glitt er fließend auf die Bank neben mich und begann sich provokant mit der Serviette, die er zuvor auf den Boden hatte fallen lassen, genüsslich den Mund abzutupfen, dabei wirkte er rundum zufrieden mit sich und seiner Umwelt.

Da blickte ich noch immer ganz benommen neben ihm, erkennend, dass ich noch immer mit willig gespreizten Beinen dasaß und mich nun zusammenriss. Noch immer bebend schloss ich diese und atmete stockend, während mir Draco hochzufrieden erschien, mit seiner provozierenden und aufreizenden Tat.

Unbeteiligt, als hätte das eben gar nicht stattgefunden, fuhr Draco nun fort zu speisen.

„Schmeckt es dir nicht, Liebling?“, fragte er genau so ruhig und als wäre nichts, doch als ich ihm in die Augen blickte, sah ich das freudige, schelmische Funkeln in ihnen, das mir zeigte, ihm hatte es gefallen und er war in bester Stimmung.

Bevor ich jedoch antworten konnte, eilte nun erneut der Kellern zu uns, der gerade erspäht hatte, dass Draco zurück war.

„Waren Sie nicht zufrieden, der Herr?“, fragte er bemüht, worauf Draco nur hintersinnig lächelte.

„Keineswegs, wir sind vollauf befriedigt!“, erwiderte Draco sehr zweideutig und lächelte doppeldeutig weiter, für den Kellner sicher nicht zu deutend, zumindest hoffte ich es sehr.

Sehr flott beendeten wir das Essen und verlagerten das Dessert in Dracos Villa. Da ich immer noch sehr wackelig und mitgenommen von Dracos Tun war, etwas was ich nicht erwartet hatte und auch Draco hielt hier nichts mehr, weswegen er einem perplexen Kellner viel zu viele Scheine in die Hand drückte, um mich aus dem Restaurant zu ziehen, wobei er mich rasch in eine Seitengasse dirigierte, wo er mich packte um uns direkt in sein Schlafzimmer zu apparieren. Ihm war die Ungeduld deutlich anzusehen.

Mich hatte das Essen an mein Date mit Lucius erinnert, nur dass ich dies hier mit Draco auf eine ganz andere Weise genoss. Ich war entspannt, es prickelte, aber ich war nicht angespannt darauf permanent zu achten, keinen falschen Schritt zu tun oder ein missverständliches Zeichen zu geben, denn zwischen Draco und mir war alles klar und ich konnte mich einfach fallen lassen. Es war unvergesslich.

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BeitragThema: 304. Dracos Reich   Kapitel 303-304 EmptyDo Aug 23, 2012 7:08 am

304. Kapitel Dracos Reich


Hermiones Sicht

Nach diesem berauschenden Abend fing der Morgen gut an. Denn das große weiße Bett hatte sich als erstaunlich gemütlich erwiesen und Draco verschwand als erstes im Badezimmer, sobald wir erwacht waren. Leicht suchend sah ich mich in dem großen, ungewohnt schlichten Raum um und erkannte nun, dass sich an der Wand, an der sich auch die Tür zum Flur befand, noch eine weitere verbarg.

Ich hielt auf die schmalere Tür zu und vermutete dort hinter ganz wagemutig ein Ankleidezimmer, oder zumindest einen begehbaren Kleiderschrank oder ähnliches. Ich wurde nicht enttäuscht und fand mich in einem weiteren Zimmer wieder, welches eine riesige Garderobe enthielt, sowohl für Draco als auch für mich. Eines musste man Draco wie Lucius lassen, sie litten wirklich an Kaufzwang, wenn man bedachte, wie oft sie mich bis jetzt schon komplett eingekleidet hatten. Da war mein immer noch gut gefüllter Kleiderschrankteil in Dracos Suite, das riesige, geradezu verschwenderisch große, weil ich gar nicht alles würde tragen können, bevor es aus der Mode kam, Ankleidezimmer, welches mir Lucius in meinen Räumen eingerichtet hatte und nun dies hier. Es war provokant zu sehen, wie viel Geld sie für Kleidung verpulverten.

Ich sah, dass im hinteren Teil halblange Kleider an einer hohen Stange hingen und steuerte zielstrebig auf diese zu. Das hier war wieder Dracos Stil, weniger damenhaft, weniger steif, mehr jugendlich, aber genauso sexy wie das was Lucius mir für private Anlässe ausgesucht hatte. Wo Lucius extremen Wert auf Etikette legte und dass ich mich penibel daran hielt, mich so zu kleiden wie es einer Malfoy gebührte, war Draco noch etwas lockerer und hatte nichts gegen kurze bis sehr kurze Kleider oder nackte Schultern. Ich zog hier und da ein Kleid hervor und besah es mir, alles wirklich sehr schön.

Kurzerhand hängte ich aber letztendlich die halblangen Kleider zurück an die Stange und trat nach vorne, suchte mir stattdessen ein kurzes raus, welches sich für das Sightseeing eignete, denn ich wollte Dublin erleben, wenn ich mal wieder gewusst hätte wie ich es erlebte, hätte ich wohl wieder anders gehandelt, als ich es nun gerade frohgemut tat.

Ich entschied mich für ein knielanges Kleid aus schwarzem, leichtem Jeansstoff. Es hatte breite Schulterträger, die wie schräg abgeschnitten wirkten und an die dann petrolfarbener Jeansstoff angesetzt worden war, sodass die Schulterpartie hervorgehoben wurde. Auch im schwingenden, weiten Rock gab es petrolfarbene Akzente. Der Rock wirkte wie in Kellerfalten gelegt, die mit petrolfarbenem Stoff hinterlegt waren und sich immer weiter öffneten, jedoch waren in Wirklichkeit einfach unter der Hüfte die sich farbig abhebenden Keile eingesetzt worden, sodass der Rock zum Knie hin immer weiter wurde. Der tiefe V-Ausschnitt war mit türkis gestreiftem Stoff hinterlegt und ließ es so wirkten als trage man noch etwas unter dem Kleid.

Insgesamt fand ich es von den Farben und dem Schnitt her sehr schön und passend für einen Stadtbummel, vor allem mit den schwarzen Ballerinas, die ich dazu kombinierte und einem schwarzen Bolero, denn in Irland war es zu dieser Jahreszeit noch nicht so warm.

http://www.zebraclub.de/pix/items/skunkfunk/zur-kleid-schwarz-vcx2x-wdr052/fullzoom_skunkfunk-zur-kleid-schwarz-vcx2x-wdr052-dress-black-v1.jpg

So erklärte mir Draco später, dass eine Küche im Souterrain lag, die man auch extra von außen erreichen konnte, wenn man den „Dienstboteneingang“ von der Straße her nahm und im hinteren Bereich im Keller ein Schwimmbecken läge, das mit einem Wintergarten in den richtigen, nicht so weitläufigen Garten übergehen würde!

Dabei frühstückten wir in einem kleinen, hell eingerichteten Salon, den man sowohl durch das Foyer als auch über den Salon erreichen konnte. Der Tisch bot lediglich für 8 Personen Platz.

„Ich will in diesem Haus nichts repräsentieren, dafür habe ich andere Orte, daher reicht mir das alles vollkommen!“, erklärte Draco und zeigte, wie sehr er sich mit dem ganzen beschäftigt und alles bis ins kleinste Detail geplant hatte, während ich mich von der neuen Umgebung gefangen nehmen ließ.

Hier stand der recht große Tisch aus hellem Holz und die hellen, modernen Lederstühle ließen alles sehr freundlich wirken. Auch die hohen Fenster, die wieder den Blick in den Garten freigaben, unterstützten die angenehme Atmosphäre des Raumes. Hier hing nur ein großes Gemälde und wir hatten beim Eintreten die großen Flügeltüren, die in den kleineren Teil des Salons führten, offen gelassen, so entstand der Eindruck eines größeren, weiten Raumes. Es wirkte großzügiger, auch wenn es natürlich im Vergleich zum Manor wahrlich klein war. Ich verstand jedoch Dracos Intentionen hinter dieser Stadtvilla sehr gut. Er hatte sich für seine Zeit, die er hier in Irland verbrachte, ein sehr angenehmes Heim geschaffen, das sich sehr vom Manor unterschied und wohl voll und ganz seinem Geschmack entsprach. Mir gefiel es, obwohl ich mich mittlerweile an die prunkvolle und protzige Umgebung daheim gewöhnt hatte.

Das Stadthaus enthielt viele Überraschungen, somit begann der Tag interessant und ging auch spannend weiter, denn Draco meinte, er hätte noch mehr zu bieten als nur eine eigene Villa, was er sehr abfällig sagte und so war ich mehr als neugierig, was er mir nun endlich alles offenbaren würde. Ich hatte nicht viel überlegt was mich hier erwarten würde, aber dass Draco sich schon derart vollumfänglich heimisch eingerichtet hatte, hatte ich nicht gedacht.

Nach dem Frühstück, das für mich aus Kaffee bestanden hatte, verließen wir die Villa und traten hinaus auf die Straße. Mein Blick glitt die lange Straße entlang, in der sich Haus an Haus in einer gregorianischen, renovierten Häuserzeile aneinander reihten. Alles war sehr ansprechend und apart für das Auge gestaltet, ging mir durch den Kopf, während mich Draco zum anderen Ende der Straße führte.

Wir blieben vor einem großen Haus stehen, welches im gleichen Stil wie auch Dracos Villa gebaut worden war.

Seine Fassade war genau identisch mit der Villa und hatte eine klare, symmetrische Gliederung. Dazu im Kontrast standen in der Vorderfront, der großflächigen Backsteinfassade, die weiß verputzten Ornamente, die in ihrer Form sehr minimalistisch waren.

Die mintgrüne Eingangstür wirkte einladend und ich blickte gespannt zu Draco, der sichtlich ungeduldig zu mir sah.

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:GeorgianischeTuer.JPG&filetimestamp=20050628144222

Ich blickte auf ein schlichtes, silbernes Schild, das in dunkelgrünen Lettern verkündete „Contino Industries“.

„Contino Industries“, murmelte ich lesend, dabei grinste Draco nun schon wieder verschmitzt, bevor er eine ausholende, einladende Handbewegung machte und ich behielt für mich, dass ich darüber schon Kenntnis besaß, schließlich hatte ich damals begonnen zu schnüffeln, als Oliver Wood bei dem Quidditchtraining aufgetaucht war und erst recht nach seinem steigenden Interesse Ginny gegenüber. Schlussendlich war ich über Wood und Puddlemere United zu Adrian Pucey gelangt, um dann über jenen auf Contino Industries zu stoßen, der Marcus Flint vorstand. Es war sehr teuer und zeitintensiv gewesen dies alles herauszufinden und ohne der mir wohlgesonnenen Kobolde nicht rauszufinden gewesen. Dabei war selbst dann der Name Malfoy kein einziges Mal auch nur im Ansatz erschienen. Es war etwas was mich rundherum neugierig machte und endlich war es soweit, dass sich Draco mir gegenüber offenbarte, etwas was mich sehr freute.

„Meine Fima, Contino Industries, bedeutet vom Keltischen kommend, Zusammenfluss von zwei Flüssen, beziehungsweise umschreibt die Vereinigung von getrennten Teilen. Ich fand diesen Namen sehr passend und symbolisch!“, erklärte er mit einem verschmitzten Lächeln, ging jedoch auf seine letzte Andeutung nicht näher ein, sondern sprach weiter: „ Nein, Vater und Severus wissen von Irland absolut nichts…!“, öffnete er bei seinen inbrünstig gesprochenen Worten dramatisch die mintgrüne Tür für uns.

Ich schmunzelte versteckt, da auch ich des Keltischen mächtig war und schon länger darüber fasziniert war, was er mit dem Namen aussagen wollte, aber offenbar wollte er noch nicht mehr dazu sagen und ich war gespannt was da noch kommen würde, denn auch wenn ich so gesehen ein paar Einblicke in die Strukturen dieser Firma erlangen hatte können, so gab es sicher viel was ich noch nicht wusste. Mir anzumaßen, anzunehmen, dass ich schon voll informiert war, soweit würde ich nicht gehen, zumal ich Draco kannte und ahnte, da war noch mehr.

„Du beeindruckst mich, aber das war wohl auch dein Ziel!“, lachte ich tief auf, als er mir schelmisch zuzwinkernd bedeutete näherzukommen.

„Audrey…!“, grüßte er freundlich zu einer hübschen, zierlichen, brünetten Frau, die hinter einem breiten Tresen saß und alles gekonnt zu steuern schien und Draco gerade ein zuckersüßes Lächeln schenkte.

„Mr. Malfoy, wie immer eine Freude!“, zwitscherte sie mit leichtem, französischem Akzent a la Fleur, während ich neben Draco trat.

„Dann nehme ich an, dass du dich hier oft herumtreibst… du Schulschwänzer!“, zeigte ich mich lässig. Die junge Frau vor mir zuckte bei meinem Anblick überrascht zurück, weil Draco nicht alleine war, wobei ich sie gar nicht kannte, sie mich aber nach einem nachdenklichen Blick ersichtlicher Weise auch nicht, denn es trat kein Erkennen in ihren Augen.

„Sie sind nicht allein?“, glubschte die junge, recht attraktive Frau weiterhin ungläubig, etwas was Draco rau auflachen ließ. Anscheinend brachte Draco nie jemanden mit.

„Nein, heute ausnahmsweise Mal nicht…!“, meinte er nur lapidar und zog mich übermütig gut gelaunt weiter und ich ließ mich ziehen, staunte über die Größe im Inneren der Häuser, die über- und ineinander zu gehen schienen. Auch hier vermischte sich der alte Baustil mit der neuen, modernen, hellen und schlichten Einrichtung sehr gekonnt und geschmackvoll.

Ich erfuhr nun endlich von Draco, dass es eine „Real Estate“ gab und eine Zeitung, den „Shamrock“ und noch vieles mehr. Dies waren Sachen, die ich nicht leicht rausgefunden hatte, da das Konglomerat seiner Firma wahrlich weit verzweigt war. Es war ein ausgefeiltes, verwobenes und undurchsichtiges System aus magischen und nichtmagischen Geschäften und dann eröffnete er mir sein ganz alleiniges Reich. Mich beeindruckten vor allem die Namen der eingetragenen Geschäftsführer, weil es ehemalige Hogwartsschüler aller Häuser waren, die mir sehr viel sagten, aber noch sprach Draco ihre Namen vor mir nicht offen an.

Ich war erstaunt ein derart schönes Büro zu sehen und das zeigte ich, dreht mich ehrfürchtig auf dem grünen Teppich im Kreis.

Sein großzügiges Büro lag im obersten Stockwerk auf der Rückseite des Gebäudes und offenbarte einen unglaublich unerwarteten Ausblick auf die magisch erschaffene Illusion einer grünen, bewegten Landschaft.

Auch hier herrschten helle Farben, edles, stark gemasertes Holz. Die Möbel hatten klare, moderne Formen und luden trotzdem dazu ein, hier zu verweilen. Es war ein gelungener und beeindruckender Mix aus altem und neuem, wie zum Beispiel dem alten, weißen, klassizistischen Stuck an der hohen Decke.

Draco hatte sein Büro ganz klar in drei Bereiche strukturiert. Sein Schreibtisch mit dem bequem aussehenden, hellen, hohen Sessel dahinter bildeten seinen Arbeitsplatz, dann gab es vor dem Fenster eine Sitzecke, die mich verblüffend an die kleine Sitzecke im Salon erinnerte, da auch hier vier weiße, moderne Ledersessel um einen Glastisch aufgestellt waren. Und als letztes gab es noch einen langen, sehr minimalistisch gehaltenen Konferenztisch aus Zebrano unter dem die Holzsessel mit weißem Lederpolster fast verschwanden.

Die Sitzecke direkt vor den großen Fenstern und mit dem Blick in die magische Landschaft lud geradezu dazu ein, sich hier zu unterhalten oder ein gelungenes Geschäft zu begießen.

Ich würde die Hand dafür ins Feuer legen, dass nicht Draco alles allein gestaltet hatte, aber es war ein und dieselbe Person gewesen, das sagte der Stil eindeutig.

http://www.thilomayr.de/tische/popup_01.html

Die einzigen farbigen Akzente bildeten in diesem Büro eine Vase und eine Schale aus grünem Glas, die auf einer sehr klar gehaltenen Zebranoanrichte standen, die wohl eine Bar enthielt.

http://www.chitra-collections.de/shop/product_info.php/info/p171_Couchtisch-Zebrano-Line--Manhattan-.html

http://www.moebel-profi.de/delife/sessel-carlo-weiss-napalon-leder-chrom-moderner-cocktailsessel

Außerdem standen die Sessel und der Couchtisch auf einem quadratischen, dunkelgrünen Teppich, der sich von dem hellen Marmorboden, der auch schon außerhalb des Büros vorherrschend gewesen war, sehr schön abhob.

Ich war mir sehr sicher, dass es Lucius mit den neumodischen Elementen nicht so wirklich zusagen würde, da er das Alte liebte, aber ich fand es ansprechend, gerade dieses stark gemaserte, aber noch recht helle Holz, das zudem auch sehr edel und teuer war, aber halt eben nicht alt. Es wirkte als wollte Draco in allen Bereichen neue Wege gehen.

Das Büro war doch sehr klar, strukturiert und innovativ eingerichtet, jedoch trotzdem einladend.

Als ich mir den großzügigen Schreibtisch ansah trat Draco zu mir. Bisher hatte er sich meinen Rundgang erwartungsvoll abwartend von seinem Schreibtischsessel aus angesehen und mich beobachtet. Nun fuhr ich mit meinem Zeigefinger aufreizend die gemaserte Tischplatte nach, bis ich vor ihm stand und ihn keck angrinste.

„Lucius wäre blass vor Neid…!“, meinte ich gehässig, da mir auffiel, dass ich Lucius‘ Arbeitsreich noch nie betreten hatte. Das was Draco hier aufgebaut hatte würde Lucius tatsächlich blass werden lassen, vor Verärgerung, weil er dies in Dracos Alter bestimmt noch nicht gehabt hatte.

Im nächsten Augenblick überraschte mich Draco, da er mich übergangslos an der Hüfte packte und mich grob auf die weiße Lederunterlage auf dem Schreibtisch vor ihm setzte. Der Rock meines Kleides war jedoch so weit, dass er nicht sofort hoch rutschte, sondern sich schön um meine Beine legte.

„Draco…“, kam es überrumpelt von mir, da er sich selbst in dem Moment erhoben hatte und nun dicht vor mir stand, nur um von meinen Hüften mit seinen Händen meine Seiten begehrlich aufreizend hochzufahren. Als nächstes umfasste er dann fest meine Handgelenke, die er mit einem leise gewisperten Spruch fesselte, wobei ich zwar große Augen bekam, mich aber nicht wirklich wehrte, warum auch?

Nun fing er an mich dann auf den Rücken zu drängen, sodass ich ausgestreckt auf dem exklusiven Schreibtisch vor ihm lag und ihm einen langen Blick zuwarf, gespannt zu ihm aufblickte, da er meine gefesselten Hände nun über meinen Kopf magisch am Schreibtisch fixierte.

„Sag mir… mein Mudblood, warum muss ich dich immer dominieren, damit du DIE anderen vergisst?“, fragte er provokant und mit ernster Miene, wobei mir der Ton in seiner Stimme gar nicht gefiel und ich mir sofort vorwarf, dass ich mich von ihm hatte freiwillig fesseln lassen. Auch wenn Draco mir gegenüber oft den aufmerksamen und zärtlichen gab, sollte und durfte ich nicht vergessen, dass er das durchaus nicht war. Ich ärgerte mich auch kurz, dass mein an ihn ernst gemeintes Lob Lucius hatte mit einschließen müssen, dass ich ihn überhaupt erwähnt hatte, den das schien etwas in Draco ausgelöst zu haben.

„Was meinst du?“, fragte ich trotzdem unwohl, als ob ich nicht wüsste was er meinte und wollte wieder hoch, aber er drückte mich hart nieder und hielt mich fest unten. Das Spiel, was er spielen wollte, war mir noch nicht gegenwärtig, um sagen zu können ob es mir gefiel oder nicht.

„DU weißt genau, was ich meine. Ich versuche dich, anders als die anderen, zu respektieren und dich als gleichwertigen Partner zu sehen, etwas was Lucius oder gar Severus nie tun würden und doch zieht es dich zu ihnen wie die Motte zum Licht! Ich muss dir immer zeigen, dass ich stärker als du bin, sein kann, oder sein könnte! Du willst es nicht anders!“, fauchte er vorwurfsvoll, dass ich ihn dazu zwang anders zu agieren als er es tun wollte, ich versuchte den Fehler in seinen Worten zu finden aber ich fand ihn nicht, außer dem, dass Lucius und Severus einzeln uns beiden selbst noch immer haushoch überlegen waren, sowohl Draco als auch mir zusammen. Als nächstes zauberte er mir, ungewohnt für Draco, die Kleidung kurzerhand komplett weg, somit fand ich mich nackt vor ihm liegend wieder, wobei ich weiterhin an den Händen gefesselt war, während er sich noch vollständig bekleidet vor mir aufbaute.

Dabei müsste er nur noch seine Hose öffnen, um mir seine Dominanz zu zeigen, weil ich als einzige von uns nackt war und er sich nicht ganz entkleiden würde, das war etwas was Severus sehr gerne tat, um den Unterschied zwischen uns subtil zu zeigen.

Genau das begann er auch gerade zu tun, befreite selbstbewusst seinen vollständig erigierten Penis, woraufhin mir ein heißer willkommener Stich in den erwartungsvoll pochenden Schoß schoss, da mir die Situation jetzt durchaus behagte, wenn ich daran dachte gleich von Draco derart roh genommen zu werden, schließlich gab es bedeutend schlimmeres. Sex mit Draco genoss ich immer, auch so.

„Dann weihst du das hier ein?“, fragte ich spöttisch und versuchte den erwartungsfrohen Unterton aus meiner Stimme zu verbannen, während ich in Dracos rauchgraue Augen blickte, die mich inbrünstig, heiß anblickten und wenn mein Körper nicht schon nackt gewesen wäre, allein durch diesen intensiven Blick hätte er mich entkleiden können.

„Natürlich!“, murrte er rau, als er hart in mich stieß und sich in einem einzigen tiefen Stoß in mir versenkte. Erstickt keuchte ich unter ihm auf, da ein wirkliches Vorspiel nicht stattgefunden hatte.

Es erinnerte mich daran, wie es war, wenn Severus und ich zusammen kamen. Draco war ganz anders als sonst und er zog die Nummer eiskalt durch, aber ich bog ihm meinen Rücken auch lüstern entgegen und genoss es den harten Schreibtisch unter mir zu fühlen, während meine Hände magisch über meinen Kopf zusammengehalten wurden und sich seine Finger fest in das Fleisch meiner Hüften bohrten.

Ich gab mich Draco hin und hielt gegen seine harten, tiefen und langen Stöße und während ich laut aufstöhnte und genießend die Augen schloss, um die leidenschaftliche Vereinigung voll auszukosten, hörte ich Draco verhalten Schnaufen, während er sich immer schneller in mich rammte.

Unerwarteter Weise klopfte es plötzlich und sofort wurde übergangslos die Tür aufgerissen, als Draco gerade wieder hart in mich stieß.

„Draco, ich muss…!“, „Fuck, was ist… dassss!“, „WOUHH, Draco…“, drehte ich meinen erhitzten Kopf abrupt zu der Störquelle und erkannte auf die Schnelle Markus Flint und Adrian Pucey, die mit großen, fasziniert glänzenden Augen auf uns starrten.

„Raus!“, fauchte Draco bestimmt und mit dem raschen, magischen Wischen seiner Hand, durch die Luft, schlug die Tür lautstark, mit Wucht direkt vor den Nasen der beiden zu.

Ich drehte mich wieder zu Draco, der kein einziges Mal in seinen Bewegungen mich zu ficken innegehalten hatte, während der unerwünschten Störung. Nun fassten seine Hände nur noch fester meine Hüften, damit er sich noch heftiger und schneller in mich bringen konnte und mir selbst war es auch in dem Moment egal, dass man uns gerade gestört hatte, weil ich ihn derart fühlen konnte und meine Erregung meinen ganzen Körper in Brand gesetzt hatte. Nun zog ich meine Füße höher, um meine Beine um ihn zu legen, damit ich seinen Körper umschließen und noch näher zu mir ziehen konnte, etwas was ihn heiser aufkeuchen ließ, weil er noch tiefer in mich glitt.

Dabei schenkte ich ihm einen intensiven Blick und beobachte seine vor Genuss verzogenen Züge, während er sich in einem stetigen Rhythmus in mir vergrub, dann überrollten mich die Gefühle und meine inneren Muskeln zuckten zusammen, als ich mich verkrampfte, um mit einem lauten Schrei zu kommen, während nun auch Draco mit einem verhaltenen Laut kam, um dann auf mir zum Liegen zu kommen.

Da er doch recht atemlos auf mir lag und ich selbst ganz erhitzt war, löste ich selbst magisch meine Fesseln und die Fixierung über meinem Kopf, nachdem ich mich wieder auf meine Magie konzentrieren konnte und umschlang mit meinen Armen dann Draco.

Ich wischte ihm eine verschwitzte Strähne seines seidigen Haares aus der Stirn, was ihn das Haupt anheben ließ, um mir tief in die Augen zu blicken, während ich befreit und zufrieden kicherte. Ja, hätte ich gewollt, hätte ich mich befreien können, es war an sich ein kindlicher Zauberspruch, den er absichtlich nonverbal angewandt hatte, also warum? Es hatte Spaß gemacht und war prickelnd gewesen und ich hatte nach einem kurzen Augenblick, in dem ich noch nicht durchschauen konnte was Draco vorhatte, erkannt worauf er hinaus wollte und nichts dagegen gehabt.

„Die zwei dort draußen werden deinen Schreibtisch nie wieder ansehen können ohne an das zu denken, was wir hier getrieben haben… sie wirkten erstaunt…“, erklärte ich fies und ein böse erheitertes Grinsen zierte meine geröteten Züge.

„Geschockt wohl eher… haben sie dich erkannt?“, wollte er wissen, während er sich auf seine Arme zog um auf mich hinabzulächeln, aber ein verärgerter Funke blieb in seinen grauen Augen zurück.

„Glaub ich nicht! Aber was ärgert dich?“, meinte ich schulterzuckend und berührte mit meiner Hand seine Wange und umfasste sie. Ich hatte es mehr als schön gefunden und auch jetzt noch genoss ich es ihn in mir zu fühlen, wenngleich ich nicht seine Haut auf mir spüren konnte, da er ja noch komplett bekleidet war.

„Ach… an sich egal, wenn sie dich erkennen! Aber sie müssen dich nicht nackt sehen!“, meinte er verschnupft, bevor er von mir wich und mich auf die wackeligen Beine zog. Somit stand ich nun nackt in seinem großen Büro und durfte seine feurigen Blicke auf mir spüren, da ihm dieser Anblick zu gefallen schien, doch trotzdem begann ich mich zu reinigen und langsam wieder herzurichten und anzuziehen.

„Marcus Flint und Adrian Pucey also? Diese beiden? Was sind sie in deiner Firma?“, wollte ich nun neugierig wissen und strich mir über die unordentlichen Haare, wobei diese Frage von meiner Seite rein rhetorisch war.

„Mein Stellvertreter und dessen Stellvertreter!“, informierte er mich beiläufig mit einem Schmunzeln, während er sich von seiner Bar abwandte und mir das volle Glas Wasser reichte von dem ich durstig einen Schluck nahm.

„Zwei Schlangen, das wundert jetzt wohl weniger!“, kam es sparsam von mir.

„Oh, die beiden werden von mir noch was zu hören bekommen,… einfach reinzukommen…!“, grummelte er böse, was mich albern kichern ließ.
„Du bist lustig, hätten sie denn so was erwarten sollen?“, fragte ich skeptisch, was mir von ihm einen nüchternen Blick einbrachte und ich trat mich innerlich selbst, dass ich so eine bescheuerte Frage stellte und damit indirekt seine „Treue“ anzweifelte, was ich gar nicht wirklich tat, aber jetzt war es ausgesprochen und er parierte rasant.

„Bin ich du?“, meinte er verhalten, autsch, Draco konnte so herrlich bissig sein und ich klopfte ihm aufmunternd die Schulter, dabei zeigte ich absichtlich nicht, dass er getroffen hatte.

„Eben, nein und das ist gut so! Soll ich gehen, damit du mit deinen Jungs reden kannst?“, fragte ich verständnisvoll, aber ich ging nicht auf seinen Vorwurf ein. Was sollte es bringen, nachdem ich wusste, dass es ihn noch immer verärgerte, was schon lange nicht mehr in unseren oder gar meinen Händen lag.

„Na, ist bestimmt nichts wichtiges was sie von mir wollen… aber wenn es dir unangenehm ist!“, meinte nun Draco rücksichtsvoll mit einem Blick auf meinen Körper und ich schüttelte ehrlich über seine Besorgnis lachend den Kopf. Seit wir hier in Irland waren fühlte ich mich leicht wie selten und ein Lachen kam mir erstaunlich einfach und fast schon erschreckend ungewohnt über die Lippen, dass ich mich fast jedes Mal selbst vor dem Ton erschreckte, da man ihn in der letzten Zeit so selten von mir vernommen hatte.

Das war eine Erkenntnis, die traurig machte!

„Wo denkst du hin? Das ist doch mir egal!“, tat ich nun seine Befindlichkeit ab, aber darauf ging er dann gar nicht mehr ein.

„Ich mag das Liebling, dein Lächeln und ehrliches Lachen sind so schön und du tust es daheim zu selten!“, erklärte nun Draco wehmütig und sah mich intensiv und ernst an.
„Oh, ich genieße es hier mit dir, fernab von allen und ich versuche nicht an meine Aufgaben zu denken, da ist es einfach und fällt auch erschreckend leicht sich gehen zu lassen! Die neue Leichtigkeit!“, grinste ich übermütig.

„Das war es was ich mir für uns erhofft habe!“, wisperte er nun rau, als er nach mir griff um mich an sich zu ziehen und mich dabei zärtlich wie selten auf die Stirn küsste. Glücklich schloss ich unter dem Kuss die Augen.

„Da, dann rufe ich die zwei Störenfriede mal rein!“, murrte er als nächstes böse, während er sich sachte von mir löste. Sogleich zückte er den Stab, um einen Zauber zu senden, dabei wandte er sich nun von mir ab und setzte sich lässig hinter seinen jetzt eingeweihten Schreibtisch, wie ich spöttisch dachte. Ich glitt in einen der Sessel, die in der Mitte beim Fenster standen, dabei überschlug ich elegant die Beine und wollte mich überraschen lassen, als die Tür nach einem vorsichtigen, sehr zaghaft klingenden Klopfen und einem langgezogenen „Herein“ von Draco sachte, regelrecht vorsichtig geöffnet wurde.

Schon diese Art sich anzuschleichen wirkte wie das personifizierte schlechte Gewissen, das sich fortsetzte als die zwei übereifrigen langsam, wie geprügelte Hunde, das Büro betraten. Es war interessant, vor allem da sich Draco, auch wenn seine Maske sehr gut saß, ein Grinsen heldenhaft verbiss, diese Bemühungen aber für mich sehr gut zu sehen waren.

Aber da sie in keiner Sekunde zu ihm blickten oder auch zu mir, sondern nur stur den Boden absolut spannend fanden, könnte dies eine Erklärung sein, dass diese Offenbarung an ihnen ungesehen vorbeiging, wobei auch interessant war, dass die beiden Älteren Draco als Chef total anerkannten.
„Sorry, Draco… also, das war un… unerwartet!“, quetschte der große, breite, an Körpergröße beeindruckende Marcus Flint zwischen schwer zusammengepressten Zähnen hervor. Leicht fiel ihm das Ganze nicht, diese Schlangen waren einfach immer zu stolz.

„Ohhh ja, Mannnn, also nicht, dass du jetzt denkst, dass ich denke, dass du… ähhhh! Also, klar hast du Sex, aber… hier, also ähhh!“, kam es brutal komisch von Pucey und ich verbiss mir nun heroisch das in mir aufsteigende Lachen. Es war grotesk, das Gestotterte, zu amüsant.

„Lasst es ihr zwei, das tut echt weh!“, brummte Draco grummelig als die zwei den Blick endlich zu ihm hoben. „Solange ihr es euch für die Zukunft merkt, dass Klopfen und warten nicht nutzlos ist!“, belehrte er sie kalt und schenkte ihnen beiden todesähnliche Blicke.

„Kommt nicht mehr vor!“, „Neeeee, echt nicht, darauf kann ich verzichten!“, echoten die beiden gleichzeitig, froh einem größeren Donnerwetter entkommen zu sein, während ich in ihren Profilen ein dreckiges Grinsen erkennen konnte, da sie sich rasant fingen.

„Aber sag mal, haben wir richtig gesehen… es ist das Mudblood?“, wagte es Flint und Pucey nickte um dann mit glühendem Blick zu mir zu sehen, als Flint auch schon abrupt schmerzhaft aufschrie und sich eine plötzlich rotglühende Wange hielt.

„Marcus, ich hab dir schon letztens gesagt, nenn sie nicht so… da versteh ich keinen Spaß, kannst froh sein, dass Morgen dein großer Tag ist, somit halse ich dir keinen Fluch auf, der dich für länger verletzt, da ich weiß, dass mich deine Holde sonst kastrieren würde!“, fuhr ihn Draco unterkühlt an und hatte ihm auf die Entfernung eine magische Ohrfeige verpasst.

„Tja, kann keiner sagen, dass er nicht deine Liebste kennen würde!“, kicherte Pucey böse und wenig mitleidig, dabei klopfte er dem magisch geohrfeigten eher spöttisch auf die Schulter, aber ich erkannte sehr wohl, dass der große, junge Mann mit seiner Beherrschung rang, wegen der schroffen Behandlung und der Demütigung im kleinen Kreis. Nun stellte ich entschlossen mein Glas lautklirrend auf dem Glastisch vor mir ab, um mich zu erheben, damit galt mir die Aufmerksamkeit aller im Raum und dies lenkte Flint von seinem mit ihm kämpfenden Stolz ab.

„Draco, leg dich nicht mit deinen Leuten wegen mir an… ich bin ein Mudblood!“, wies ich ihn kompromisslos auf die Tatsachen hin, die ich selbst in den DeathEaterkreisen hochhielt.

„Her…!“, erhielt ich einen genervt wirkenden Gesichtsausdruck.

„Nein, Draco, das war übertrieben! Jeder nennt mich so!“, kam es hart von mir und ich durfte erkennen, dass mein harsches Auftreten für Verwunderung bei den beiden Männern sorgte, die mich noch nicht kannten.

„Das ist es ja!“, brauste er auf.

„Nein, Draco! Es wird mit Verachtung ausgesprochen und doch haben sie alle Angst!“, huschte bei meinen sehr eindringlichen, aber auch samtigen Worten ein verruchtes und sehr zufriedenes Lächeln über meine Züge, denn es stimmte, ich war stolz darauf, dass dieses Schimpfwort mittlerweile von den meisten DeathEatern mehr wie eine furchtsame Drohung gehaucht wurde, wenn man die nervenden Lestranges mal außen vor ließ, aber meine brillanten Einfälle, wie das Scheren der Greengrass oder das Töten der Werwölfe, oder meine Vergiftungsaktionen hatten für einen durchaus akzeptablen Ruf in ihren grausamen Reihen gesorgt.

„Wie du wünschst!“, kam es von Draco knapp, aber ein sengender Blick traf seinen Stellvertreter, der sichtlich darunter kleiner wurde.

„Es… es tut mir leid!“, brummte zu meinem Erstaunen nun ein sichtlich zerknirschter Flint, worauf ich den Kopf schüttelte.

„Muss es nicht!“, tat ich es lapidar ab.

„Oh, doch Mann, wenn das seine Allerliebste spitz kriegt, was er gesagt hat, hat er eh krassen Ärger an der Backe!“, zeigte sich der andere junge Mann sichtlich erheitert, über die vertrackte Situation von seinem Freund. Tja, wenn man Schlangen seine Freunde schimpfte brauchte man wahrlich keine Feinde mehr.

„Was wollt ihr zwei überhaupt hier?“, wechselte nun Draco abrupt das Thema.

„Wir… ach ja, stimmt ja, wir brauchen Hilfe! Es geht um Morgen! Katie hat mich auf die Idee gebracht, dass wir auf das Gebäude denselben Zauber legen könnten, wie ihr bei eurer Halloweenparty, so ein Zauber wäre wünschenswert!“, erklärte Pucey gewichtig und Draco nickte nach kurzem Überlegen zustimmend.

„Und dafür braucht ihr meine Hilfe?“, echote er ungläubig und ersichtlich lustlos, über die Aussicht arbeiten zu müssen.

„JAJAJAAAAAAAA!“, meinten beide entnervt, wobei mir Draco einen langen Blick zuwarf, da ich noch nicht eine Frage gestellt hatte, denn ich hatte mir vorgenommen alles auf mich zukommen zu lassen, ganz geduldig, denn ich konnte warten!

„Geh ruhig, Draco! Der Schutz ist am wichtigsten…“, zeigte ich mich ungewohnt freundlich und verständnisvoll für die Befindlichkeiten von Gott und der Welt.

„Wo ist meine Freundin?“, kam es sehr verständnislos von Draco und ich lachte amüsiert auf.

„Draco!“, tadelte ich leicht. „Keine Sorge, ich streife etwas durch Dublin, deine Villa ist ja mehr als Zentral wie ich von gestern weiß! Ein paar Stunden kann ich mich wohl alleine beschäftigen!“, bot ich ihm großzügig an.

„Oh, das glaub ich dir! Bestimmt sind uns dann 10 Auroren auf den Fersen!“, ertönte es nun wenig schmeichelhaft von einem aufstöhnenden Draco, während ihn seine Männer verständnislos maßen über unsere sonderbar anmutende Diskussion.

„Ach wo, Ich werde keinen umbringen!“, bot ich dann versöhnlich, aber auch todernst an, etwas was dafür sorgte, dass sowohl Pucey wie auch Flint erschrocken zusammenzuckten und sehr große ungläubige Augen machten.

„Das möchte ich doch hoffen! Außer du musst… natürlich!“, schränkte doch glatt Draco wieder ein und ich schüttelte über uns nur belustigt den Kopf, wenn uns jemand hörte musste er glatt denken, wir tickten nicht ganz richtig! Und das traf bestimmt auf die zwei jungen Männer zu, die etwas verloren in dem Büro rumstanden.
„Natürlich… dann wünsche ich den Herrschaften noch einen schönen Tag!“, winkte ich spöttisch zu der Gruppe, da sich Draco sofort erhoben hatte um zu mir zu treten und mir wieder einen zärtlichen Kuss auf die Stirn zu hauchen.

„Du kannst jederzeit die Villa betreten!“, erklärte Draco jovial und lächelnd.

„Gut… bis dann!“, ging ich ohne große Verabschiedung und ließ leicht verstört wirkende Slytherins zurück. Das Einzige was ich mich noch im Gehen fragen konnte war, was diese beiden wohl von mir dachten.

Ich lief die Straßen Dublins entlang und genoss mal wieder das Alleinsein, nicht dass ich Dracos Gegenwart nicht gemocht hätte, aber es war auch schön die Eindrücke alleine in sich aufzunehmen und außerdem ging meiner Ansicht nach die Arbeit und die Pflicht immer vor.

Somit schlenderte ich zum Trinity College und besah mir das „Book of Kells“, lief durch den Long Room der „alten Bibliothek“ und konnte auch darin die älteste Harfe Irlands bewundern. Der Long Room trug seinen Namen, weil er fast 65 Meter lang war.

Dieser verstand es mich durchaus zu beeindrucken, aber etwas fiel mir unangenehm auf, während ich mich den beiden Artefakten näherte, fühlte ich ungewohnt stark die pulsierende Magie, die von den beiden alten Gegenständen, der Harfe und dem „Book of Kells“, ausging.

Ich keuchte unterdrückt auf und mein Blick huschte gehetzt über die neugierigen Besucher, aber keiner schien auch nur etwas im Ansatz zu bemerken oder auch nur zu fühlen. Ich war etwas konsterniert und überrascht, denn mit einer derartigen Reaktion meinerseits hätte ich nicht gerechnet, warum auch, so ein Gefühl war mir fremd, dieses anschwellende Pochen in mir.

Wobei mich das Buch am meisten anzog. Die ganzseitigen, aufwendig gestalteten und verzierten Seiten waren sehr sehenswert, aber ihre Magie war beeindruckend, es war fast als lebendigendes Prickeln zu bezeichnen, was ich hier wahrnahm.

Insbesondere die Initialen waren teilweise mit sehr feinen Mustern, in leuchten Farben, ausgeführt worden. Die typischen Verzierungen waren Spiral- und Flechtwerkmuster, sowie Ornamente von Mensch und Tiermotiven. Bei diesen Darstellungen handelte es sich um traditionelle, keltische Muster und ihre Magie fesselte mich derart, dass ich tatsächlich von jetzt auf gleich versucht war, das Sicherheitsglas zu zerschlagen um das Buch anfassen zu können. Ich war mir sicher, dass es für meine magischen Augen noch andere Geheimnisse offenbaren würde als die vier enthaltenen „Evangelien“ für die Muggel aber trotzdem sah ich hektisch zu, dass ich schnell von dort verschwand, bevor ich etwas Sinnloses und total Verrücktes tat, wie zum Beispiel dem fast unwiderstehlichen Drang nachgeben und das Buch stehlen!

Ich kämpfte mich keuchend und schnell in die Freiheit, woher dieses plötzliche und nicht nachzuvollziehende, drängende Bedürfnis kam wusste ich wirklich nicht, aber ich wollte von jetzt auf gleich dieses Buch besitzen und das mit jeder Faser meines Körpers.

Es machte mich fast krank diesem verlangenden Drang zu widerstehen und ich blinzelte in die mittägliche Sonne Dublins und fragte mich überfordert, was mit mir hier passierte!

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