When Hermione Fights
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 Kapitel 348-350

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Kapitel 348-350 Empty
BeitragThema: Kapitel 348-350   Kapitel 348-350 EmptyFr Feb 08, 2013 4:48 am

348. Kapitel The Whisperer in Darkness


Plötzlich war das Biest an die Wand gepresst und meine Hand lag auf ihrer Kehle und sie erstarrte unter meinem bestimmten Griff. Sie mochte es nach Bole immer noch nicht, wenn man ihrem Hals zu nahe kam, deshalb übte ich auch keinen wirklichen Druck aus, eher war es ein subtiles und sachtes umschließen ihres Halses, aber es reichte, dass sich ihre braunen Augen verdunkelten.

„Du bist in letzter Zeit ganz schön flügge! Zuerst die Episode in der Höhle als du dir deinen neuen Trupp gesucht hast, dann gestern in der Kneipe und der Vorfall in der Gasse Du kommst rum!“, raunte ich dunkel, dabei drückten nun meine Fingerspitzen ganz zart zu, berührten ihre Kehle nur minimal, aber ihre Atmung beschleunigte sich doch.

„Und wenn es so wäre?“, flüsterte sie, während ich ihrer ausgeprägten Schluckbewegung nachfühlte.

„Dann wäre es angebracht, dass du nicht vergisst, dass ich auch immer und überall sein kann, wo auch du bist!“, drohte ich seidig und verbarg sie vollständig mit meiner Größe und meinem schwarzen Gewand.

„Oh, Severus, eine Drohung, damit ich schön brav bleibe?“, hisste sie verärgert auf und in ihren Augen glühte ein gefährlicher Funke.

„Sieh es wie du willst!“, raunte ich ihr flüsternd zu, während meine Finger immer wieder über ihre schlanke Kehle fuhren und ich erleben durfte, wie sie sich das Beben unter meinen Händen versagte. Ich beugte mich nah zu ihr und strich zuerst mit meiner Nase und dann mit meinen Lippen über ihr Ohrläppchen. Dieses Spiel gefiel mir gerade sehr, denn es war immer wieder erregend und inspirierend, mit ihr ihre Grenzen auszuloten.

„Du reizt den Wolf unglaublich. Dein Streit mit ihm war sehenswert und erst das Foto!“, wisperte ich ironisch, dabei überlief sie sichtbar eine Gänsehaut, denn anscheinend konnte ich hundertmal bedrohlicher sein als ein Fenrir Greyback, ein Kompliment, das ich gerne annahm.

So erinnerte diese Szene doch gerade sehr daran als auch dieser Wolf sie gegen eine Wand gedrängt hatte und das wusste dieses Biest auch nur zu gut. Ich genoss es regelrecht, zu erleben, wie sie bei mir ganz anders reagierte als bei diesem Werwesen, während ich nun ihr Ohrläppchen zwischen meine Lippen gleiten ließ und ihr einen erstickten Ton entlockte.

„Das Foto ist aussagekräftig! Sei froh, dass der Alte nicht da ist!“, resümierte ich hart und biss fester zu.

„Ahhh…“, schrie sie leise auf, bevor sie keuchte. „Ich…, ich weiß, dass es sich zuspitzt!“, hauchte sie atemlos, während sich nun ihre Hände hoben und sie diese fast kraftlos gegen meine Brust legte.

„Was planst du wegen Tonks?“, löste ich meine Lippen von ihr, aber nicht meine Hand von ihrem Hals und auch mein Leib drückte weiter gegen sie.

„Nichts! Draco hat das gerade übernommen, du weißt ja, dass mein Verhältnis zu Remus gestört ist und wir haben Tonks zu ihm verfrachtet!“, erklärte sie nun wieder gefestigter.

„Aha, verstehe, ihr spielt Kuppler!“, murmelte ich leise und streichelte sachte, fast selbstvergessen, die zarte Haut ihres Halses.

„Ach bitte, Severus, jetzt geh weg! Was soll das?“, fragte sie ungeduldig und drückte etwas fester gegen meine Brust, worauf ich meinen Mund senkte, um nun mit der Zungenspitze ihre Ohrmuschel nachzuzeichnen, etwas was sie sofort scharf einatmen ließ.

„Se…!“, wollte sie tadelnd beginnen, aber ich unterbrach sie rasch:

„Das Strähnchen war auch in der Kneipe!“, sprach ich hauchend in ihr Ohr.

„JAAAAA, er ist Teil meiner Truppe!“, entgegnete sie und schluckte wieder unwohl unter meiner Hand.

„Wie der Wolf, wirkt auch er dir sehr vertraut!“, drängte ich weiter gehässig vor und genoss, dass ich meine körperliche Macht ausleben konnte, indem ich sie schlicht und einfach bedrängte.

„Eifersüchtig?“, meinte sie aufreizend, aber durchaus atemlos.

„Bitte!“, hauchte ich abschätzig. Als hätte ich dergleichen nötig. „Ich will nur erinnern, dass ich dem Strähnchen nicht über den Weg traue!“

„Ich auch nicht!“, entgegnete sie scharf und atmete tief ein.

„Schön!“, kommentierte ich reichlich sarkastisch.

„Ja, wir ticken ähnlich!“, raunte sie mir abrupt, aufreizend zu und dann schlug die Stimmung zwischen uns rasant um und ich drückte mich einem plötzlichen Impuls folgend noch enger an sie, während sich ihre Hände auf einmal in meinen langen Umhang krallten und nicht mehr versuchten mich wegzuschieben.

„Tun wir das? Ticken wir ähnlich? Denkst du das? Was tun wir dann? Was hast du vor? Willst du es mir hier zeigen…?“, fragte ich fordernd, als ich ihr satanisches Grinsen fast ausmachen konnte, auch wenn mein Kopf an ihrem Hals gebeugt war, da ich noch immer in ihr Ohr wisperte.

„Du hast mich schon wieder beobachtet! Überall “, meinte sie rasch das Thema wechselnd und mir eine Vorwurf machend, dabei knurrte ich unwillig auf.

„Wie du den Wolf bedroht hast? Wie er dich angegangen hat? Wie du es zugelassen hast? Natürlich!“, schleuderte ich ihr nun entgegen.

„Bastard!“, war ihre einzige, gehässige Antwort und das war für mich wie der Startschuss, den ich gebraucht hatte, aber sie anscheinend auch!

Plötzlich ging alles ganz schnell und ihre Finger fanden ihren Weg in mein Haar und zogen meinen Kopf von ihr weg. Es war brutal wie fest sie zog und ja, es tat weh und ich gab nach, ging mit, sodass ich sie nun in dem diffusen Licht des Geheimgangs intensiv ansehen konnte.

Hier in diesem Gang, der bei den Slytherins bekannt war und den auch einige Gryffindors aufgrund unserer Verflechtungen nun kannten, ein durchaus beliebter Durchgangspunkt für eventuell störende Schüler, hielten wir uns trotzdem nicht zurück. Ich registrierte, dass trotz allem meine Hand noch immer als Mahnung an ihrem Hals lag, auch während sie sich überwand und mich gerade an meinem Haar zu sich zog, um mich zu einem Kuss hinunterzuziehen.

In dem Moment war es mir egal, wo wir uns befanden.

Ich beantwortete ihre unerwartete Leidenschaft mit ungeminderter Intensität. Anscheinend überraschte sie dieses Feuer, da sie unter dem ungestümen Kuss keuchte und ich mich fast schon gewaltsam an sie presste und nun ihre Lippen mit meiner Zunge grob auseinanderzwängte, um ihren Mund vollständig zu erobern.

Wobei es mich nicht verwunderte, dass es nicht lange anhielt, denn sie fing sich schnell und küsste mich gierig zurück. Plötzlich hob sie ihr Bein an und legte es anzüglich um meine Hüfte, wickelte sich beinahe um mich, damit ich sie noch besser fühlen konnte und so zog sie mich noch näher an ihren einladenden Leib. Sie erwiderte nun ebenso hungrig den Kuss, dabei stöhnte sie zufrieden, als sie bemerkte, dass ich sehr wohl auf sie reagierte.

„Das hat dir gefallen!“, wisperte sie atemlos, nachdem sie den Kuss unterbrochen hatte. Ich runzelte die Stirn, um zu überlegen was sie meinen könnte. Dies hier? Oder aber den Wolf, den sie erfolgreich nach seiner Anmache in die Schranken verwiesen hatte. „Aber du willst mich doch nicht wirklich hier vernaschen, oder Professor? Was, wenn jemand kommt?“, wollte sie anzüglich wissen, dabei war sie ein derartiges Biest, dass sie sich beständig mit ihrer Mitte an meiner Hüfte rieb. Scham schien ihr fremd zu sein.

„Als wäre dir dies nicht vollständig egal!“, raunte ich atemlos, aber auch sehr ironisch und sie lachte erstickt auf, wobei ich von ihr überrumpelt wurde, indem sie ihre eigenen Einwände ignorierte und ihre Finger in meinem Haar verkrallte, um mich diesmal noch brutaler und sehr hungrig zurück an ihren Mund zu führen. Das tat sie so rasch, dass ich eine Hand von ihrem Hals löste um mich an der Steinwand neben ihrem Gesicht abzustützen, die andere ließ ich jedoch weiterhin dominierend an ihrer Kehle.

Erst nachdem ich sie ausgiebig geküsst und meine Zunge ihren Mund ausreichend gekostet hatte, löste ich langsam die Hand von der Wand und ließ sie leidenschaftlich über sie wandern.

Natürlich wusste ich, dass ich stoppen sollte, schließlich waren wir an einer mehr oder minder öffentlichen Stelle, hinzu kam, dass uns letztens Dumbledore fast in flagranti erwischt hatte, aber ich brauchte das jetzt, ich wollte sie! Ich wollte nicht warten und gerade dieses Verbotene war durchaus etwas was seinen Reiz hatte und ich mochte ein vorsichtiger Mann sein, aber ich war auch ein wagemutiger.

Zielstrebig schob ich ihren braven Schulrock hoch, während ihre Finger noch mit meinem Haar verwoben waren. Ich griff nun geschickt unter sie, um meine Hose zu öffnen. Beide atmeten wir schwer, während wir uns ununterbrochen küssten und ich geschickt und gekonnt unsere störende Kleidung notdürftig zur Seite schob.

So biss ich ihr gerade leicht in die Unterlippe, die ich durch meine Zähne zog, zeitgleich verschwand meine Hand unter dem Rock, zwischen ihren Beinen. Ihren Slip zur Seite ziehend glitten meine Finger in ihre warme und feuchte Enge. Ihren genüsslichen Aufschrei unterdrückte ich, indem ich wieder meinen Mund gierig auf sie presste, als sie sich begehrlich und ungeduldig gegen meine Hand drückte und meine in sie stoßenden Finger willkommen hieß, dabei zogen ihre Finger schmerzhaft in meinem Haar, während sich ihre Muskeln um meinen Finger herum anspannten.

Rasch löste ich mich von ihrem Mund, zog mein Gesicht zurück und zeigte, indem ich mein Haupt bewegte, dass sie ihre in meinem Haar verkrallten Hände entfernen sollte, was sie widerwillig und langsam dann auch tat. So löste auch ich meine Hand mit Bedacht von ihrer Kehle, was sie wohlig seufzen ließ. Aber als ich mich vollständig und ohne lange zu fragen aus ihr zog, kommentierte sie dies mit einem sehr unwilligen Ton, aber ich achtete nicht darauf, da ich nun mit beiden Händen ihren Hintern umfing und sie problemlos vom Boden hochhob, sie hart zurück gegen die Wand drückte und mich geschickt positionierte.

Was auch immer sie gesagt hatte, sie mochte so etwas, sie mochte es rau und rasch und leidenschaftlich und sie war ein sehr verdorbenes Wesen, aber ich würde nicht über sie richten. Ich war ähnlich veranlagt! Deshalb harmonierten wir meist auch sehr gut zusammen und das gerade beim Sex!

Denn sofort schlang sie ihre Beine verlangend um meine Hüften. Sie kam mir willig, um nicht zu sagen gierig mit ihrem Unterkörper entgegen und lehnte ihren Oberkörper abstützend selbst gegen die Wand, gab mir einen harten Widerstand, während mein, von mir zuvor befreiter, Schwanz schon begehrlich an ihren Eingang drückte. Ich begann mich langsam in sie zu pressen, da ich mir augenblicklich nichts sehnlicher wünschte als bis zum Ansatz in ihr zu sein. Ihre Hände krallten sich nun schonungslos in meine noch bekleideten Schultern.

Ihr kleiner, filigraner Körper zuckte unter mir, als sie fast verzweifelt flehte: „Severus…jetzt!“, dabei glänzten ihre Augen fiebrig in dem Halbdunkel, in welchem wir uns befanden und ich genoss es, bisher nur meine Eichel in ihr versenkt zu haben. Was gab es schöneres als sie einmal flehentlich mir ausgeliefert zu erleben?

Ich ließ mich aber nicht hetzen und so näherte ich mich ihr noch mehr, legte nun meine Lippen wieder an den zuvor von mir malträtierten Hals und leckte zärtlich über ihre weiche Haut, kostete ihren salzigen Geschmack, als ich sie noch ein Stückchen mit meinen Armen hochschob. So knurrte ich wortlos auf ihre Bitte hin und schob mich endlich mit einem einzigen, harten Stoß tief in sie, vergrub mich vollständig in ihr und füllte sie komplett aus.

„Ahhh…“, kommentierte sie mein gewichtiges Eindringen in sie genüsslich, worauf ich einen Moment in ihr inne hielt und tatenlos verharrte, bevor sich meine Augen im Genuss verschlossen. Ich unterdrückte diszipliniert, das in mir aufsteigende Beben, atmete stoßhaft ein und aus, bevor ich mich etwas anders stellte, um mich nun in einem raschen Rhythmus in ihr zu bewegen.

Allein der Gedanke nicht in meinem Räumen zu sein, war wie immer ein Reiz. Wir vereinigten uns leidenschaftlich wie jedes Mal, aber in fast kompletter Stille, ohne Schreie oder zu lautes Stöhnen, da sie es sich verbot und ihre Atmung schwer wurde und sie sich wohl auf die Lippe biss, während ich an ihrem Hals knabberte, leckte und hinein biss. Ich bewegte mich fest, rau und hart, nahm sie ohne Rücksicht und rammte sie immer wieder gegen die Wand. Der Rhythmus, den mein Körper vorgab, war harsch und sie passte sich diesem sofort willig an, während ihr Leib mit jedem fordernden Stoß auf die steinerne Wand knallte.

Ich befand mich fast in einem wohligen Rausch, als ich mich noch rauer in sie schob und sie genau dort in ihrem Innern berührte, wo sie es brauchte um über die Klippe zu springen, denn rasch erschauderte sie unkontrolliert unter den Kontraktionen ihres Orgasmus, der sie schüttelte. Sie keuchte, sich selbst die lauten Töne versagend, ekstatisch auf und ich selbst unterdrückte die Laute, die in meiner Brust entstehen wollten, als ich fast brutal in ihr zum Höhepunkt fand und erleichtert in ihr kam, mich tief in ihr verströmte. Sie zitterte unter meinen Händen an die kühle Wand gedrückt und ich drückte mich schwer auf und in sie.

„Fuck!“

„Herrlich eloquent, wie eh und je!“, ätzte ich schon wieder gewohnt gehässig, wenngleich ich noch nach Luft schnappte und mich nun entschlossen löste, dabei schloss ich rasch, mit geschickten Händen meine Hose und so langsam beruhigte sich auch wieder mein schnell schlagendes Herz.

„Aha, alles klar! Herr Professor, wünschen Sie einen Aufsatz darüber?“, meinte sie erwartungsgemäß frech, während sie ihren Rock richtete, dabei wurde mein Lächeln breiter, denn dass sie befriedigt worden war stand ihr ins sonst ausdruckslose Gesicht geschrieben. „Weißt du, dass mich das immer an unser erstes Mal erinnert?“, warf sie urplötzlich zu meinem Erstaunen ein, worauf ich sie kurz eindringlich musterte, dabei überlegte ich welches sie meinte.

„Ja, genau, das in der Gasse, wo du mich noch bezahlt hast!“, bestätigte sie meine ungute Vermutung, dass sie darauf anspielte, als sie für mich noch Minna gewesen war. Ehrlich gesagt war ich überrascht und wollte gerade was sagen, als sie mir zuvorkam:

„Was tun wir nun?“, fragte sie weiter und klang wieder geschäftig, als abrupt, wie aus dem Nichts, zu uns in den finsteren Geheimgang ein leuchtendes Tier schoss, das sich plötzlich vor mir aufplusterte, wie es sonst nur sein Besitzer zu tun pflegte.

„Was ist…?“, wollte sie perplex wissen.

„Schsch…“, befahl ich, als ich erkannte, dass der Patronus nur eine bestimmte Bewegung mit seinem Haupt vollführte und ich verstand. So nickte ich und die strahlende Lichtgestalt löste sich in Luft auf, ohne ein einziges Wort gesprochen zu haben.

„Ich muss weg!“

„Das dachte ich mir schon! Dann geh ich mal!“, zierte ihre Miene keine wirkliche Gemütsregung mehr, aber sie unterdrückte auch ihre offensichtliche Neugierde, wem dieser Patronus gehört hatte, wobei ich dachte, dass die Form an sich ihr Antwort hatte sein müssen, da dann doch plötzlich ein dreckiges Schmunzeln an ihren Mundwinkeln zupfte, bevor sie sich endgültig abwandte.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Herrlich, sollte ich das glauben?

Am spannendsten fand ich, dass er überhaupt fähig war einen Patronus zu beschwören. Man sollte annehmen, dass ihm dies nicht möglich sei. Die meisten DeathEater waren nicht in der Lage, einen Patronus zu gestalten, daher kam auch zum Teil die Kommunikation über das Dark Mark.

Auf der anderen Seite sollte mich dies auch vor die Frage stellen, warum ich immer noch dazu fähig war. Aber selbst Severus war dessen mächtig, also lag es augenscheinlich nicht daran ob man mordete oder nicht, aber dass trotz meines Spielens mit der Nekromantie mir diese Gabe noch geblieben war, erfreut mich, wenngleich ich nicht wusste, warum!

Aber zurück zu der überraschenden Unterbrechung und hier fragte ich mich, was passiert war, dass er sich bemüßigt sah, seinen tierischen Begleiter zu beschwören, denn oft schien es nicht vorzukommen. Auf der anderen Seite bestätigte es mich in meinem Vorhaben, dass mein Geschenk, das mir im Geiste vorschwebte, genau das Richtige für ihn wäre. Bestimmt würde er sprachlos sein, wenn ich es ihm überreichte, schade, dass es noch dauerte.

Es störte mich weniger, dass er uns gerade unterbrochen hatte, da ich mich auf den Schlaf nach den Anstrengungen freute und nachdem es Severus vorzüglich gelungen war, uns auf andere Gedanken zu lenken, nahm ich es großzügig hin und nahm es wie es kam. Ich schlenderte recht gemächlich weiter, nur um in einiger Entfernung den flattrigen Umhang des über und über mit silbrig glänzendem Blut besudelten blutigen Barons flattern zu sehen. Als ich ihn erkannte, gab ich übergangslos Gas.

„Entschuldigt, Baron!“, rief ich, denn mir kam Gellerts Gespräch, bezüglich der mich meidenden Geister, in den Sinn. Diese silbrig scheinende und schwebende Gestalt warf mir einen konsternierten Blick zu und das wohl wegen meiner recht saloppen Ansprache, denn die meisten hatten großen Respekt vor diesem Geist, welcher der inoffizielle Anführer war. Selbst Peeves hatte so viel Furcht und Respektvor ihm, dass er seinen Anweisungen gehorchte.

Na gut, er war wortkarg, er redet fast nie und sein ausgemergeltes Gesicht mit den leeren, stierenden Augen war nun auch nicht das Einladendste, aber kam es mir nur vor, dass er mir besonders abgeneigt schien? Als er mich erkannte, huschte so etwas wie großer Widerwillen über seine Züge und so rasch konnte ich gar nicht schauen, da drehte er zackig ab und verschwand in einer Steinwand und ich stoppte, verärgert über diesen unhöflichen Abgang, vor dem Hindernis.

Dieser Feigling war geflohen! Das war frustrierend!

Mittlerweile wusste ich, dass die Bibliotheken hier und die in meinem Haus zugängliche der Blacks keine großen Abhandlungen über Geister besaßen und schon gar nicht in meinem Zusammenhang, also gab es keine Bücher, man musste das Gespräch suchen und das sollte anscheinend schwer werden. Nur die Bibliothek im Manor könnte noch hilfreich sein, aber momentan hatte ich keine Zeit, diese zu besuchen.

Somit wandte ich mich ratlos um und ging weiter, mit den Gedanken weit weg und der nächste Tag kam rasant.


Wir alle versammelten uns im Raum der Wünsche. Sowohl die BL und die DA als auch die Connection selbst, mit Draco! Und das war das Ungewöhnliche daran, dass er sich den anderen zeigen würde und als gerade dieser zusammen mit 4 weiteren Schlangen als letzter zur Tür hereinrauschte, wandten sich viele überrascht zu ihm um. Für Menschen wie Cho Chang, Zacharias Smith und Cormac MacLaggen war es ein gefundenes Fressen, dass Draco her kam.

Harry Potters größter Feind, Draco Malfoy, kam zu unserer geheimen Zusammenkunft, da ging das Herz eines jeden Verschwörungstheoretikers auf.

Trotzdem lag die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit auf Hannah, die nun heute, zwei Tage nach ihrem Zusammenbruch, aus der Krankenstation entlassen worden war. Mein Glück war es nur, dass Dumbledore noch immer nicht von seiner Mission zurückgekehrt war und somit außerhalb von Hogwarts verweilte.

Wobei ich aber stark annahm, dass wenn er zurückkäme, der Showdown unweigerlich eingeleitet werden würde, aber jetzt hieß es, die ersten Vorbereitungen für das nächste Jahr zu treffen.

„Wie geht es dir, Hannah?“, wollte gerade Blaise einfühlsam wissen und es war ein ungewohnter Anblick, den sie bot. Hannah hatte nach dem Tode ihres Vaters ihr langes Haar rigoros abgeschnitten und trug nun Bob, diesmal hatte sie nichts Extremes an sich verändert und doch wirkte sie jetzt vollständig anders.

Sie sah weder wie ein fast 17-jähriges Mädchen aus noch wirkte sie wie eines. Sie schien über Nacht erwachsen geworden zu sein, denn alles Weiche und Zarte war von ihr abgefallen. In zwei Wochen hätte sie Geburtstag und wäre damit volljährig, würde dieses Schuljahr somit als Erwachsene beenden, also würde sie keinen Vormund benötigen, aber bedeutete dies irgendwas?

„Gut!“, brachte sie dann doch noch frostig und barsch hervor, während sie knapp nickte. Sie hatte sich in der Gewalt und schien bereit zu sein weiterzumachen, denn sie war nicht ohne Grund eine BL-Anführerin, wenngleich ihre Augen durchaus schmerzerfüllt wirkten.

Draco schlenderte währenddessen gewohnt selbstbewusst unter dem Wispern aller zu uns, zum Trio, aber auch den Anführern der BL sowie zur BL, die sich ebenfalls etwas abseits zusammengerottet hatte. Es war eine eindeutige hierarchische Ordnung erkennbar, denn die DA hielt etwas Abstand zu uns allen.

„Alle mal herhören! Es freut mich, euch verkünden zu können, dass wir unsere Leute gefunden haben, welche die freien Plätze, die durch unsere drei Abgänge entstehen, auffüllen werden! Ich bitte Ernie, Pansy und Lavender nach vorne zu uns zu kommen!“, trat Harry entschlossen vor und verkündete dies mit bestimmter Stimme und sofort wurde es in den hintersten Reihen ruhig.

So kamen Pansy und Ernie, die sich in dem Pulk der BL herumgedrückt hatten zu Harry, während Lavender aus Harrys Rücken brach, da sie bei Ron und Padma gestanden hatte. Wobei Lavender etwas Abstand zu Ron suchte, denn nach unserem letzten Gespräch schien sie sehr auf Distanz bemüht, etwas was Ron sichtlich zusetzte und ihm gar nicht gefiel.

„WASSSS…?“, „WOWWOW“, „Damit hätte ich ja nun jetzt nicht gerechnet!“, „Überraschend!“, brausten die Meinungen über unsere Wahl zu uns.

„Ja, es war überraschend, wer alles bestanden hat, aber ich denke, wir können sagen, wir haben es diesen dreien wahrlich nicht leicht gemacht! Sie haben es verdient und so verhaltet euch auch bitte und freut euch für sie!“, begann nun Harry ostentativ zu klatschen und immer mehr machten ihm dies nach, was den dreien sehr unangenehm zu sein schien.

Lavender hatte sich von den Neuzugängen verständlicherweise am meisten verändert, aber sie hatte nicht wie Hannah zur Schere gegriffen, sondern ließ ihr leicht gelocktes Haar lang, wenngleich sie es nun nicht mehr offen, sondern in einem langen, dicken blonden Zopf trug. Auch sonst verzichtete sie, im Gegensatz zu früher, auf Schminke, Schmuck und Schnickschnack. Eine derart ernste und geradlinige Lavender war ungewöhnlich, aber ein Anblick, an den man sich würde gewöhnen müssen, denn dies war die neue Lavender!

Ernie blond und ein Pureblood aber auch ein geborener Diplomat, stand zwar verlegen, aber nicht wirklich schüchtern vor allen und freute sich wirklich, endlich in der BL zu sein und ich sah es ähnlich, dass er ein Gewinn für die Gruppe sein würde.

Daneben stand Pansy Parkinson mit ihrem schwarzhaarigen Bob. Sie hatte schon vor langer Zeit das bescheuerte Kichern eingestellt. Ihr dunkelbrauner Blick lag beständig auf dem BL-Mitglied Theodore Nott, ihrem Freund. Er schien ihr innerer Antrieb, aber auch ihre Stütze geworden zu sein, nachdem sie lange Zeit an einen flatterhaften Schmetterling erinnert hatte.

„Ernie wird Jack Slopers Platz im Team Gryffindor einnehmen und Blaise wird für Team Slytherin unsere zwei neuen Mädchen Lavender und Pansy aufnehmen, die Tom Vaisey und Katie Bell ersetzen!“, der Applaus brandete erneut auf, als Harry langsam, mit erhobenen Händen für Ruhe sorge:

„… Naja, viele werden sich fragen, was Malfoy hier zu suchen hat! Nun, wir beide haben es tatsächlich geschafft, ein ernsthaftes Gespräch zu führen, ohne uns an die Gurgel zu gehen!“, versuchte er einen Spaß zu machen, der ihm einiges unsicheres Gekicher einbrachte, bevor er sich räusperte:

„Chrmmm…, wie auch immer, dabei kam sogar etwas heraus und zusammen mit Blaise und den anderen BL-Leuten haben wir beraten, welche neuen Leute aus Slytherin zu uns stoßen sollen!“, erklärte nun Harry geschäftig und Draco beliebte, nun neben Harry zu treten, dabei hob er eine seiner hellen, aristokratisch schmalen Augenbrauen, währenddessen blitzten seine hellgrauen Augen spöttisch auf über die offenen Münder der DA-Mitglieder.

„Tja, Überraschung, Überraschung!“, amüsierte sich Draco zynisch über das fassungslose Gebaren seiner Zuhörerschaft, als nun Harry wieder das Wort übernahm:

„Wie auch immer, bei Hannahs Team Hufflepuff wird sich am meisten ändern, da bis auf drei Jungs niemand mehr da sein wird, alle anderen scheiden zum Ende des Schuljahres aus. Ihr bleiben nur Antony Goldstein, Michael Corner und Zacharias Smith, nur Parvati Patil wird das Team Ravenclaw verlassen und im Team Hufflepuff dazu stoßen. Diese Vier werden dann Hannah als 7-Klässler unterstützen, die ganzen Neuen einzuweisen!“, verkündete Harry, während er nun süffisant eine fast verbeugende Geste zu Draco machte, wie um ihm zu verdeutlichen, dass nun er übernehmen sollte.

„Malfoy, dann leg mal los, erzähl uns, wen du uns gibst…“, bat Harry und überließ Draco die Bühne und glitt hinter ihn.
„Ja, danke, Potter…“, schnarrte Draco in bester Malfoymanier und trat gewohnt überheblich vor, bevor er der Gruppe einen sehr taxierenden Blick schenkte.

„Vielleicht mag es den einen oder anderen wundern, dass ich mich darauf einlasse, aber lasst euch gesagt sein…, nicht alle Slytherins sind gleich und ich verstehe es sehr wohl, zu unterscheiden. Nun, hier meine Entscheidung betreffend der Slytherins, die eurer Gruppe beitreten dürfen: Adelaide Murton, Darius Berrow, Byron Miller und Garrick Newbourne, die alle ab nächstem Jahr in der Fünften sind, alles Purebloods, bis auf Berrow, der ein Halfblood ist!“, stellte er ohne große Regung einfach nüchtern vor.

„Moment, eine Frage!“, rief Goldsmith dazwischen und unterbrach Draco, was diesen maliziös Grinsen ließ, da er damit augenscheinlich gerechnet hatte. „Warum tust du das Malfoy?“

„Tja, das ist eine sehr, sehr gute Frage!“, erwiderte Draco langezogen, enorm arrogant klingend, als würde er sich weit dazu hinablassen etwas ihm sehr widerwilliges zu tun, bevor er gespielt sein Kinn umfasste und mit seinem Zeigefinger auf die Lippe tippte.

„Eine Frage, die ich dir aber nicht beantworten werde! So Leute, ich habe meine Schuldigkeit erfüllt! Ich werde nun gehen, meine Termine rufen… an die Slytherins: Benehmt euch…, ich will keine Klage hören!“, befahl er noch knapp, bevor mir sein eindringlicher Blick bedeutete, dass er nun zur Höhle aufbrechen würde, um zu sondieren, wie sehr Fenrir und ich uns zerstritten hatten. Es war besser, das im Vorfeld festzustellen und ich protestierte nicht, denn erstens war ich noch zu sauer um vorurteilsfrei zu werten und zweitens, würde ich, wenn überhaupt, ohne meine Männer zum Rudel gehen, schließlich mussten sie nicht alles wissen.

Dracos Abgang war der einer Dramaqueen würdig, da er ein leichtes Chaos unter der DA zurückließ, weil diese es erstens nicht fassen konnten, was Draco tat und wie er es tat und dass zweitens die Slytherins bei seiner harschen Aufforderung auch noch brav nickten. Es schien viele zu empören, sie bekamen sich gar nicht mehr ein und dessen wurde auch Harry gewahr, der erst durch einen durchdringenden Pfiff wieder Herr der Lage wurde.

„PFFFF, hey, Ruhe! Lasst uns die Neuen willkommen heißen! Ihr Slytherins geht gesammelt zum Team Hufflepuff! Dazu kommen noch neu aus Ravenclaw Isobel MacDougal, ihre Schwester lässt sie nun zu uns stoßen …“, amüsierte sich Harry über Morag MacDougal, eine von denen, die mit uns nächstes Jahr die 7. Klasse besuchen würden und die bisher standhaft ihrer Schwester die DA verweigert hatte, aber nun doch einsah, dass es vielleicht nicht schlecht war, zu lernen sich zu wehren.

„Weiter geht es mit Rebecca Bagnold und Andrew Hillard! Dann noch direkt aus Hufflepuff Laura Madley und Gabriel Tate! Hier geht mal zu eurer Gruppe!“, bat er bestimmt und brachte Ordnung in die Unruhe.

„Leute, hört zu, wir haben es gleich! Im Team Ravenclaw tut sich nicht viel, außer dass Lavender ja aufgestiegen ist und Parvati das Team an sich wechselt, haben wir 3 Neue zu vermelden, einmal aus Ravenclaw Stewart Ackerley und aus Hufflepuff Owen Cauldwell und Rose Zeller! Geht rüber…, traut euch…“, forderte er sie mit einer Handgeste auf, zu ihrem Platz zu gehen.

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„Soooooo, alle anderen Teams bleiben unverändert! Vielleicht interessiert aber noch den einen oder anderen unsere Stärke. Wir waren bisher 74 DA-Mitglieder und werden nun 71 haben. Das ist eine übersichtliche Zahl. Natürlich werden wir die ausscheidenden 12 DA-Mitglieder und 3 BL-Mitglieder vermissen, aber nur weil sie Hogwarts verlassen, sind sie nicht aus der Welt und eine Mitgliedschaft bei uns endet deshalb auch noch nicht!“, erklärte er und diese Aussage sorgte bei einigen für große Augen. Diese Offenbarung schien noch niemandem wirklich gegenwärtig gewesen zu sein, weswegen sich ein freches Grinsen auf Harrys Zügen bildete.

„Ja, schaut nicht so, eher möchte ich euch fragen, ob ihr Interesse daran habt, die Sicherheit und Gemeinschaft zu suchen! Der Start mit 15 Leuten ist hier nicht schlecht!“, fing er nun gezielt an sie für uns anzuwerben und ich schmunzelte, als ich daran dachte, dass die 3 BL-Leute, die uns verließen, gesammelt nach Irland zu Draco gehen würden.

Das war eine Tatsache, die mich nicht gewundert hatte, weil Katie endlich zu ihrem Adrian Pucey wollte, dann war da noch Tom Vaisey, der in das Quidditchteam kommen würde, in dem auch Wood spielte und schließlich Jack Sloper, der aufgrund einer Einladung Alicias und Angelinas ebenfalls einen Job bei Contino Industries annehmen würde.

„Was bietest du uns da an, Harry?“, wollte Cho in ihrer gewohnt leisen Art wissen.

„Wisst ihr, ich mache mir die Verantwortung, die ich übernommen habe, nicht leicht! Ich habe gelernt, was es heißt dort draußen alleine für sich zu stehen! Ich habe erfahren, was das bedeuten kann! Ich will und kann euch da nicht einfach so entlassen, nicht in diesen gefährlichen Zeiten! Natürlich steht es jedem frei, zu entscheiden, wie viel Hilfe und Unterstützung man erhalten möchte! Niemand wird genötigt oder gezwungen!“, versuchte er mit einem bestimmten und sehr offenen Auftreten Sicherheit zu demonstrieren und legte nun eine Kunstpause ein.

„Was ich euch anbiete? Gute Frage. Ich habe lange abgewogen und die vorhandenen Optionen geprüft. Bestimmt wird es den ein oder anderen geben, der schon einen Job hat, oder der in die Muggelwelt gehen oder vielleicht auch schon seine Flucht plant, wie auch immer! Ich möchte euch Bewerbungsgespräche oder auch Orientierungsgespräche anbieten! Als Ansprechpartnerin wäre dies für die Gryffindors Angelina Johnson, an die ihr euch sicher noch erinnern könnt?“, fragte er um Aufmerksamkeit bemüht nach. Während ihn viele oder besser alle die nicht eingeweiht waren überwältigt anstarrten, denn so in sich ruhend kannte man Harry sonst nicht in der Schule, schwieg er kurz. Harry machte eine Kunstpause, in der ich in aller Weitsicht erfasste, dass er mit Draco nicht nur gesprochen haben musste, sondern sich mit diesem richtiggehend abgesprochen hatte.

Ich war stolz auf Harry, da ich aber schon vor langer Zeit gesagt hatte, dass die DA und BL nicht meine Baustelle waren, schienen mich Ron und Harry tatsächlich nicht damit belästigen zu wollen. Das war löblich, denn ehrlich, wie ich sonst alles unter einen Hut bringen sollte, war mir auch schleierhaft!

Wenngleich ich erstaunt war, was sie vorhatten. Mir fiel nur Irland ein!

Aber das würde bedeuten, dass Harry und Draco mal wieder über ihre Abneigung hinweggesehen hatten, um das zu besprechen, doch es fiel mir sehr schwer, mir dies nach dem Vorfall in der Toilette vorzustellen! Aber irgendwie musste die Kommunikation abgelaufen sein, denn die Planung stand augenscheinlich.

Draco hatte mit mir nur über die anderen Mitglieder gesprochen, nicht über die Abgänger, das war mir klar, aber vielleicht hatte er das getan weil mit Harry doch nicht alles so rund gelaufen war?

Vielleicht hatte Harry ihn auch nur wegen der Abgänger angesprochen, weshalb er Draco auf die Idee gebracht hatte über die anderen mit mir zu reden? Ich wusste es nicht, aber es war auch egal. Lustig oder eher dramatisch war nur, dass mir die Abgänger total entfallen waren.

„Weiter geht’s… Penelope Clearwater als Ansprechpartner für die Ravenclaws, David Summers für unsere Hufflepuffs und zum Schluss haben wir Adrian Pucey für die Slytherins!“, beendete er seine Aufzählung und sorgte für fast atemlose Stille, nachdem er offenbart hatte, dass er nicht nur einen sondern viele Ansprechpartner liefern konnte.

„Ist nicht euer Ernst?“, echote schließlich ein die Sprache wiedergefundener Cormac McLaggen, der dieses Jahr ausscheiden würde und er wirkte nicht nur total überrumpelt, sondern auch ein wenig ergriffen, etwas was gar nicht zu dem sonst so eingebildeten Jungen passte.

„Doch und ich hoffe, ihr nehmt an, wenn ihr den Brief am dritten Tag nach eurer Ankunft mit dem Hogwarts Express Zuhause erhaltet! Es kann ganz unverbindlich sein, aber für die, die fliehen müssen… packt eure Sachen und nehmt den Portschlüssel. Über Geld, Unterkunft und Verpflegung müsst ihr euch keine Gedanken machen! Für alle anderen hört euch an, was man zu sagen hat!“, sorgte er mit seinen ruhigen und bedachten Worten für Staunen, während die ersten begannen, leicht benommen auf den Boden zu sinken, um diese Option sacken zu lassen.

Hier bot sich eine Hilfestellung für ihre Zukunftspläne, die sie bisher nicht gehabt hatten.

Dies hörte sich schon sehr verlockend, aber auch nach einer logistischen Höchstleistung an. Vielen war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben über die gebotenen Möglichkeiten. Mehr als ich bisher wahrgenommen hatte, stand vielen die Angst im Gesicht, aber so einige hatten auch Tränen der Rührung in den Augen, denn sie schienen sich tatsächlich Sorgen gemacht zu haben.

Da erkannte ich, wie selbstgefällig ich mir selbst gegenüber geworden war. Ich hatte keinen einzigen relevanten Gedanken an die anderen verschwendet! Auf der anderen Seite beruhigte ich mein Gewissen damit, dass ich noch nie sonderlich viel über die anderen nachgedacht hatte, denn dafür gab es schließlich die anderen. Ich lenkte mein Augenmerk auf die wirklich wichtigen Dinge, beziehungsweise die Dinge, die ich für wichtig erachtete!

Selbst der sonst derart von sich überzeugte Cormac wirkte von dem großzügigen Angebot überrumpelt. Auch ich musste der kreativen Ausarbeitung meinen Respekt zollen.

„Wow, da habt ihr euch aber was vorgenommen?“, „Ist das überhaupt machbar?“, „Ist das möglich?“, „Wo wäre das denn?“, „Genau, wo müssten wir hin?“, „Wie soll das alles funktionieren?“

„Wir würden es euch nicht anbieten, wäre es nicht möglich! Und das wäre erst mal geheim, es ist sicherer!“, bekannte Harry ernsthaft und räusperte sich nun. „Nur es ist so, ich will euch warnen! Wenn der Brief, der euren Namen trägt, kommt, müsst ihr schnell sein, denn er wird sofort aktiviert und spätestens nach 5 Minuten, wenn er nicht benützt wird, vernichtet er sich selbst!“, informierte er alle über die Fakten. „Eine einmalige Chance!“

„Aus Gryffindor Cormac McLaggen, Justin Kirsch, Leanne… aus Ravenclaw Marcus Belby und Cho Chang. Aus Slytherin Terence Higgs, Ella Wilkins und Mel Baddock sowie aus Hufflepuff Antony Rickkett, Chris Chadwallader, Elisa Branstone und Tamsin Applebee. Euch allen steht es frei, zu uns zu kommen! Für immer, für länger oder auch gar nicht, wie ihr wünscht!“

„Wow, Harry, das ist krass…“

„Denkt darüber nach!“, gebot er ihnen, als jemand laut einen empörten, spitzen Schrei ausstieß:

„HALLO und was ist mit UNS? Bitteschön! Also sorry, ich freu mich ja für unsere Schulabgänger, aber vergesst ihr da nicht etwas?“, warf nun der reinblütige Stephen Cornfoot aus Ravenclaw erregt ein, als sich ein Mädchen nickend wieder erhob.

„Ja, sehe ich auch so…, was ist mit uns…?“, deutete Romilda Vane, die ebenfalls reinblütig war, im großen Bogen auf die Versammelten. Sie hatte seit ihrer Strafe an Stärke und Entschlossenheit gewonnen und war nun viel ernsthafter geworden. Offenbar verübelte sie keinem von uns die ihr aufgezwungenen Repressalien, da sie immer noch ein viel zu schlechtes Gewissen hatte, was wegen ihr geschehen war.

„Ja, so ungern ich es sage! Aber am liebsten wäre mir das auch… weggehen zu können! Ich habe in einem Brief meiner Eltern erfahren, dass Dad einen Job in Amerika bekommen hat und Mum als Hexe würde ihn gerne begleiten, da sie froh ist, England den Rücken zu kehren, aber ich will mein letztes Jahr hier machen, doch ich denke nicht, dass ich sie aufhalten kann mich mitzunehmen wenn sich mir keine Möglichkeit bietet!“, erzählte die halbblütige Lisa Turpin aus Ravenclaw traurig.

„Beruhigt euch! Auch dafür wäre gesorgt, wenn ihr mich erzählen lasst!“, erhob nun ich mich, da schließlich Draco und ich den Plan erarbeitet hatten.

Sofort verstummten alle Proteste im Keim, während ich langsam vorschritt. Irgendwie schienen sie allesamt zusammenzuzucken, wenn ich kam. Offenbar verbreitete ich bei ihnen nur noch Angst und Schrecken.

Gefiel mir der Gedanke? Nein, was mich missmutig die Mundwinkel verziehen ließ und ich unterdrückte das Stöhnen, als ich loslegte:

„Hört zu! Es ist kompliziert, denn wir denken nicht, dass eure Eltern euch einfach ziehen lassen würden, wenn ihr nur lieb bitte, bitte sagt!“, bekam ich bei meinen ironischen Worten umgehend die von mir gewünschte Aufmerksamkeit und Ruhe und alle lauschten mir neugierig und interessiert.

„Morgen erscheint im Propheten eine Annonce, die für das zauberhafte „Camp for young witches and wizards“, einem magischen Sommercamp, Werbung macht. Laut Inserat in Wales. Darin steht, dass es kostenlos ist und die Kinder fern und sicher vor den Schrecken des Krieges aufgehoben sind! Aber man muss einen Test ablegen, um sich zu qualifizieren! Das würdet ihr heute gleich tun! An eure Eltern geht am Tag der Abfahrt mit dem Hogwarts Express eine Infobroschüre mit einer offiziellen Beglaubigung sowie einem Prüfsiegel des Ministeriums, dass mit dem Camp alles in Ordnung ist und die höchsten Sicherheitsvorkehrungen vorliegen! Dass es mit Hogwarts gleichgesetzt ist! Sogar Empfehlungsschreiben der Hauslehrer werden dabei liegen!“, erklärte ich detailliert und fand es brillant, dass wir uns den Test hatten einfallen lassen, damit vermittelten wir die Exklusivität und das elitäre Flair, das für viele Menschen so wichtig war und uns damit einen erlesenen Hintergrund gab.

Als ich kurz tief luftholte, um gleich fortzufahren:

„Ihr würdet dann nach einer Ferienwoche einen Portschlüssel erhalten, der euch per Brief überbracht wird und dann bei uns beim Sammelplatz aufschlagen!“

„So einfach, denke ich, ist das nicht! Was ist, wenn die Eltern nein sagen? Wenn sie dem Ministerium misstrauen?“, rief jemand, mich unterbrechend, dazwischen.

„Oh, ja, natürlich! Entschuldigt… Dem Portschlüssel wird extra von jedem Lehrer aus Hogwarts, passend zu eurem Haus, ein Empfehlungsschreiben beiliegen! Jetzt schaut nicht so! Ja, von jedem, sowohl den Hauslehrern als auch den anderen!“

„Wie?“, „Was?“, „Glaub ich nicht!“, echauffierten sich alle und natürlich hatten sie recht, es waren Fälschungen, selbst die von Severus aber der Zweck heiligte die Mittel, bis das herauskäme wären die Kinder schon weg.

„In dem Brief an eure Eltern wird ein magisches Versprechen liegen, dass das „Camp“ daran gebunden ist, für die Sicherheit, die Unversehrtheit und den Schutz seiner Schützlinge verantwortlich zu sein! Auch dies wird vom Ministerium beglaubigt sein! Deswegen glauben wir, dass sich eure Eltern darauf einlassen werden. Zusätzlich zu den Empfehlungsschreiben sollte dies reichen… sollten Probleme auftreten, könntet ihr eine Eule senden…, dann könnte ein Abgesandter persönlich kommen, passend zu eurer Hauszugehörigkeit, um überzeugend zu sein! Natürlich wird auch die Kommunikation über die Eulen gewährleistet…, jeder der will darf sich einen Test schnappen und ihn ausfüllen, damit kommt dann das Ganze ins Rollen!“

„Moment, Moment! Wo landen wir dann?“, „Genau, wo werden wir sein?“, „Ist es wirklich sicher?“

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Kapitel 348-350 Queeniesig-1


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BeitragThema: 349. Kapitel „Roter Faden“    Kapitel 348-350 EmptyMo Feb 11, 2013 12:18 am

349. Kapitel „Roter Faden“


„Auch das ist geheim, aber eure Teamführer werden da sein, um euch zu empfangen!“, entgegnete ich ungerührt.

„Aber was ist mit unseren Eltern?“, fragte eine verschüchterte, ängstlich klingende Stimme aus der Masse und ich blickte direkt in die vielen großen Augen der Menge, die mich keine Sekunde aus dem Blick ließ.

„Keine Ahnung?! Wir können nicht alle retten, außer ihnen vielleicht die Sorge über euch und eure Sicherheit nehmen, sodass sie sich auf sich selbst konzentrieren können! Das ist das Einzige, was wir tun können! Aber die Entscheidung liegt allein bei euch!“, legte ich nüchtern dar.

„Wow, das ist ganz schön viel, was ihr einem da liefert!“, resümierte ein erschöpft wirkender Antony Goldstein, der das Gehörte schwer verarbeitete.

Danach dauerte es noch, denn eigentlich jeder wollte sich die Chance und die Möglichkeit auf die Tests nicht verbauen und somit füllte jeder einen Test aus, bis wir schließlich mit den BL-Anführern alleine waren.

„Interessant, dass die Teamführer wo auch immer sein werden und ich als Teamführer von nichts weiß!“, warf Hannah schnöde ein. Das Problem war, es stimmte, sie war die Einzige, die aufgrund ihrer labilen Verfassung noch nicht gefragt worden war.

„Sorry, es gab keine Chance mehr dich vorher zu fragen, alle anderen haben zugesagt und wir dachten…, also wir …, ähm…“, stotterte Blaise, zum ersten Mal um Worte verlegen, da Hannah von einer Sekunde zur nächsten sehr blass war.

„Ich… ich… ich weiß gar nicht, was ich die ersten Tage tun soll!“, flüsterte sie tonlos, als plötzlich Neville vortrat und sie sachte am Arm berührte.

„Ich habe mit meiner Oma gesprochen, wir würden uns freuen, wenn du die Woche bei uns verbringen würdest! In der Zeit könnten wir dir auch mit der Hinterlassenschaft helfen!“, bot er mit mitfühlender Stimme an.

„Du musst wissen, Großmutter kennt sich mit so was aus!“, flüsterte er noch rau und autsch, das tat weh, dieses Eingeständnis, das mit Sicherheit auf seine Eltern anspielte, etwas was selbst Hannah auffiel, die nun zu unser aller Erstaunen ihre starre Haltung aufgab, um nun Neville stürmisch zu umarmen.

„Nun falls es euch interessiert…, ich habe von den Abgängern schon die Zusagen, von Justin Kirsch wenn auch ohne, dass er es recht weiß, da er wie Jack bei Puddlemere angeworben wurde, dann Leanne und Chris Chadwallader. Elisa ist Muggelgeboren und weiß noch nicht, ob sie mit ihren Eltern England verlässt oder nicht und was mit den Slytherins Terence, Mel und Ella ist, keine Ahnung!“, zählte Blaise auf, um den anderen beiden auch eine gewisse Ungestörtheit zu gewährleisten.

„Was ist mit Cormac und Cho?“, wollte Padma wissen.

„Purebloods, beide! McLaggen denkt bestimmt, er schwebt im Ministerium ein und braucht uns nicht und Cho? Die kommt aus einer Ravenclaw Familie, die hält es bestimmt nicht für nötig!“, wandte Ron überlegt ein. „Aber vielleicht überlegen sie es sich, wenn sie die Portschlüssel bekommen!“

„Gut, wir gehen dann…“, riefen sie müde, das Treffen hatte länger gedauert als gedacht.

„Ja, bis dann!“

„Sorry, Harry, könnte ich dich noch kurz sprechen?“, bat ich.

„Ja, natürlich!“, lenkte er ein, während alle anderen gingen, um uns allein zu lassen.

Hermiones Sicht ende

Lucius Sicht

„Severus…“, wehte es kühl und wenig warm als Begrüßung zu dem selbstsicher einherschreitenden Mann, der gerade abrupt stoppte und zackig das Kinn respektvoll beugte.

Ich hatte mich gezwungen gesehen, ihn mit meinem Patronus zu rufen, da mich noch im Malfoy Manor der Ruf ereilt hatte, der mich augenblicklich zum Lord beordert hatte und wenn ich schon herhalten musste, so konnte er dies auch, also hatte ich missgestimmt meinen Patronus beschworen, etwas was ich wahrlich nur sehr selten und sehr ungerne tat.

„My Lord!“, legte er nun noch seine Hand respektvoll an die schwarzgewandete Brust, was der Lord kommentarlos aus seinen rotglühenden Augen begutachtete.

„Severus, es hat gedauert!“, empfing nun ich ihn kühl, als der Lord ihm mit einer schroffen Geste bedeutete, in dem Sessel neben mir vor dem Kamin in unserem bevorzugten Salon im Dark Manor Platz zu nehmen. Dabei schaffte es Severus, dass seine abweisende und nichtssagende Maske etwas genervt wirkte, trotz der Anwesenheit des Lords.

„Haben WIR dich gestört?“, fragte der Lord regelrecht schadenfroh und seine Züge zeigen eine fast hämische Fratze, während seine langen, weißen Finger lasziv auf die Sessellehne trommelten.

„Könnte man so umschreiben!“, schnarrte Severus als Antwort recht kühl daher, wie nur ich und er es uns gegenüber dem Lord erlaubten und er es uns gestattete und Severus schaffte es, dabei ganz und gar missbilligend zu erscheinen in seiner wenig zugänglichen Art.

„Wir haben es gar wahrlich nicht leicht! In letzter Zeit geschehen viele unvorhersehbare Dinge, die mein Missfallen erregen!“, sprach der Lord schleppend mit dieser tragenden, unmenschlichen Stimme, die es schaffte, dass man sich ungemütlich fragte, ob man daran schuld war.

„Da stimme ich meinem Lord zu, ich komme heute aus Paris und was müssen meine ungläubigen Augen dann bitte in diesem Schundblatt von Tagespropheten wahrnehmen? Was ist passiert? Steht Cuffe nicht mehr unter unserem Imperius?“, forderte ich vehement und sehr blasiert zu erfahren, dabei verzog Severus leidlich die Züge, da er zuständig war, wenn ich außer Landes weilte, das wusste er, aber eigentlich waren die Imperio immer verlässlich, doch ich war noch nie ein Mann gewesen, der um Worte verlegen gewesen wäre.

Währenddessen saß der Lord einfach nur einer weißen Statue gleich ungerührt da und verströmte eine unsägliche Kälte, wobei er einfach nur still zuhörte. Severus setzte uns nun prägnant über die Geschehnisse um die Diagon Alley in Kenntnis und ging gar nicht auf meinen Vorwurf ein, denn das war ihm bestimmt wieder zu blöd.

Ich lauschte gespannt und gebannt, denn Severus verstand es, wie kein zweiter, jemanden mit seinen Erzählungen zu fesseln, mit dem beißenden Spott, dem treffenden Zynismus und dem zielsicheren Sarkasmus, aber auch mit der nötigen Prise Ironie. Es war immer wieder ein Erlebnis und ein Genuss, etwas aus seiner bösartigen Sicht geschildert zu bekommen, selbst der Lord konnte als gut unterhalten bezeichnet werden.

Während Severus berichtete wurde uns nun eine seltene Ehre zuteil, da dieses lange Ungetüm von Nagini angeschlängelt kam, um sich zu den Füßen ihres Meisters zusammenzurollen und der Lord begann nun eben jener selbstvergessen das nackte, schuppige Haupt zu kraulen. Dies war eine Intimität, die er den wenigsten offenbarte und wir waren uns seiner Vertrautheit uns gegenüber nur zu bewusst.

Nur etwas gefiel mir an der Erzählung gar nicht und das war, wo sie sich wieder rumtrieb! Es war besorgniserregend und ich missbilligte es durchwegs.

„Aha…, warum können derartige Angriffe nicht koordiniert ausgeführt werden, dann wären sie bei weitem erfolgreicher!“, flüsterte der Lord verstimmt in die einsetzende Stille, die nur von dem zischenden Züngeln der Schlange wirklich geräuschvoll unterbrochen wurde.

„Tja, die Leute werden unruhig und gerade die Wölfe sind schwer zu kontrollieren!“, wandte nun ich vorwurfsvoll ein und schüttelte affektiert mein langhaariges Haupt.

„Ohne SIE wäre Fenrir mit seinen zwei Wölfen, die er dabei hatte, nicht zu halten gewesen. Erst dieser erbitterte Streit und ihr wenig kollegialer Abgang haben dafür gesorgt, dass Schluss war!“, entgegnete Severus ungerührt, dabei blieb er absolut neutral, wie es nur wenige gekonnt hätten.

„Tatsächlich?“, hauchte der Lord derart klirrend, dass es eiskalt in dem schwarzweißen Marmorraum wurde.

„Alles Tiere!“, erwiderte ich blasiert und meinte es auch abgrundtief verachtend. Fenrir war ein tierisches Monster, ohne die nötigen Feinheiten und Finessen der Subtilität, die ich so sehr verehrte.

„Aber sehr gut als erste Front geeignet!“, schnarrte Severus daraufhin ebenfalls sehr emotionslos und kehrte mal wieder den Pragmatiker raus. „Auf der anderen Seite wollen die Wölfe ihren Frust abbauen, dass ein Mitglied ihres Rudels im Wald von den Zentauren ermordet wurde!“

„Diese Pferde entwickeln sich zu einem Ärgernis!“, hisste der Lord abrupt auf und seine scharf ausgestoßenen Worte sorgten dafür, dass selbst Nagini ihr flaches Gesicht anhob um ihren Meister interessiert anzublicken, wobei er sofort beruhigend über ihren geschuppten Kopf strich, wie um zu demonstrieren, dass sein Zorn nicht ihr galt. Seine Bewegungen waren geschmeidig, aber auch sparsam und sehr autoritär.

„Wohl wahr, aber die Zentauren sind schwer zu fassen, sie sind im Verbotenen Wald daheim, was man von den meisten DeathEatern nicht behaupten kann!“, wandte Severus gehässig ein, worauf der Lord sein Gesicht zu einer hässlichen Fratze verzog, als ich einem aufziehenden Wutausbruch seinerseits schnell zuvorkam.

„Unnützes Gesindel, wenn man ihnen nicht alles haarklein vorkaut!“, echauffierte ich mich über unsere minderbemittelten Anhänger, die nicht selbst nachdachten. Das ärgerte mich immer am meisten und so erlebten wir nun die Genugtuung, dass ich ein sachtes Senken des Hauptes, des schlangengesichtigen Lords erhielt, der rasch wieder zu seinem gleichgültigen Selbst gefunden hatte.

„In der Tat! Einige sind einfach nicht zu gebrauchen, leider…, wie froh bin ich aber, auch DIENER an meiner Seite zu haben, die durchaus nützlich sind“, bekannte er samtig und jetzt war ich versucht meine Zähne aufeinanderzubeißen, denn als DIENER bezeichnet zu werden, passte mir gar nicht. Aus den Augenwinkeln nahm ich war, dass auch Severus keine Miene verzog, so auch ich nicht. Unsere Masken saßen zu jeder Zeit.

„Lucius, so gratuliere ich dir zu deinem gelungen Coup gegen Fudge!“, lobte der Lord spärlich. Durch die Akzentuierung seiner Worte klang es eher spöttisch, aber dies überging ich mit gewohnt nonchalantem Charme.

„Danke, My Lord! Aber auch das Mudblood hat gute Vorarbeit geleistet!“, wandte ich ungewohnt für mich, einen anderen positiv zu erwähnen, ein und erntete auch umgehend das taxierende Heben von zwei Brauen, einer haarlosen und einer tiefschwarzen.

„So, so…“, wisperte der Lord leise vor sich hin und schmunzelte ein als sardonisch zu bezeichnendes Lächeln, das gefährlich wirkte, bevor ich betont souverän weitersprach:

„Fudge befindet sich bisher auf unabsehbare Zeit in Hausgewahrsam. Ihm wurde sein Zauberstab abgenommen und bis zur endgültigen Anklageerhebung wird noch einige Zeit vergehen, in der er ein Gefangener im eigenem Heim ist, stets bewacht von Auroren. Seine Frau musste sich in ihr walisisches Cottage zurückziehen. Ich denke, dass das Gamot bis zum Ende des Sommers bereit ist, die Anklage zu erheben aber es geht, wie immer, langsam voran!“

„Was für uns durchaus gut und dienlich ist!“, warf Severus knapp ein.

„Wohl wahr!“, stimmte ich nüchtern zu, denn der Lord war nur an den harten Fakten interessiert.

„Wie geht es mit der Übernahme des Ministeriums voran? Hast du Kandidaten, die wir als Minister einsetzen könnten ausgewählt?“, glitt bei dieser autoritären Frage über das knochige und weiße Antlitz des Lords ein vorfreudiges, aber auch erschreckend kaltes Grinsen, das es in eine abstoßende Grimasse verwandelte. „Wie sieht die weitere Vorgehensweise aus?“, fragte der Lord weiterhin souverän und ich zückte vorbereitet, wie ich immer war, meine Mappe und schlug sie gewichtig und raschelnd auf.

„Ja, Pius Thicknesse! Augenblicklich Leiter der Magischen Strafverfolgung und Nachfolger der Amelia Bones!“, erklärte ich in den Unterlagen blätternd.

„Mhm…, wie kommst du auf diesen Mann, Lucius?“, wollte er mit dieser ihm eigenen Überlegenheit wissen und runzelte die hohe Stirn.

„Mehre Gesichtspunkte führen mich zu ihm als geeigneten und wünschenswerten Kandidaten! Er ist ein angesehenes Ministeriumsmitglied und ein Halfblood, anders als Fudge und Scrimgeour die Purebloods sind. Ich möchte der Gesellschaft eine Alternative bieten. Hinzu kommt, er ist eher auf sich und sein Aufsteigen fokussiert, des Weiteren, wenn ich ihn im Wizengamot erlebe, wirkt er versnobt und erscheint wankelmütig, beinflussbar. Ich denke, ein Imperius würde ihn durchaus überzeugen können, ein treuer DeathEater zu werden!“, führte ich gewohnt gewichtig, aber auch überzeugend aus, aber auch ohne eine Sekunde des Zögerns.

„Dafür bedürfte es in dieser Position der ständigen Überwachung!“, gab Severus in unnachahmlicher, ironischer Manier trocken zu bedenken.

„Sehr gut erkannt, Severus und genau dies ist meine Überlegung, denn Yaxley würde zu seinem direkten Nachfolger als Leiter der Magischen Strafverfolgung aufrücken! Damit hätten wir unseren Mann direkt an einer exponierten Stelle und von dort aus kann er auch den Imperius aufrechterhalten! Und natürlich wäre es nur ein netter Nebeneffekt, dass Yaxley somit zusätzlich die Exekutive unter sich hätte!“, erklärte ich unendlich bestimmend, denn wer die ausführende Gewalt in einer Gesellschaft einnahm, hatte so gut wie gewonnen.

Um die wichtige Stellung dieser Abteilung auch im Ministerium zu symbolisieren befand sich die Abteilung für Magische Strafverfolgung direkt unterhalb der Chefetage im 2. Stock. Damit wurde nicht nur die räumliche Nähe zur Ministeriumsleitung deutlich, welche die magische Staatsgewalt verkörperte und durchsetzte. Hier waren die wichtigsten Organe, die Recht und Ordnung in der magischen Welt sicherstellten zusammen untergebracht.

Dazu gehörte die Aurorenzentrale, diese diente der Abwehr schwarz-magischer Bedrohungen aber auch die Magische Strafverfolgungspatrouille erfüllte alle magischen Polizeiaufgaben, die dieser Abteilung untergeordnet war und auch der Zaubergamot-Verwaltungsdienst sorgte für die rechtliche Ahndung aller Verstöße gegen Zaubereigesetze.

Alle anderen Ministeriumsabteilungen, mit Ausnahme der Mysteriumsabteilung, waren der Abteilung für Magische Strafverfolgung untergeordnet und wenn Yaxley der Chef davon werden würde und Thicknesse der Chef des Ministeriums als Minister, konnte man das Ministerium als gefallen und als vollständig in unserer Hand betrachten.

Ach…, schon fast selbstgefällig lächelte ich selbstverliebt auf mein ausgeklügeltes Pergament hinab, denn ich genoss es, wenn alles wunderbar einem roten Faden folgte.

„Wie immer sehr durchdacht, Lucius! Aber ich bin auch nichts anderes von dir gewohnt, außer Perfektion!“, kam es respekteinflößend kühl, aber doch auch anerkennend von unserem Lord und ich neigte mein Haupt andächtig vor ihm und seiner hohen Meinung über mich. „Wann wirst du uns Thicknesse vorstellen?“

„Zur großen Versammlung im Malfoy Manor, am 30.06.?“, bot ich generös an.

„So sei es!“, wisperte er bestimmend leise und Nagini zischelte mit ihrer gespaltenen Zunge dazu. Es war ein erhebendes Bild des Grauens, die beiden vereint zu sehen, dabei warf ich einen Blick in meine Unterlagen und unterdrückte ein leidvolles Stöhnen, denn das nun folgende Thema hielt mich seit Wochen stundenlang im Ministerium fest.

„Der Avada!“, stieß ich verächtlich aus und erreichte die volle Aufmerksamkeit des Lords, aber er sagte nichts, sondern blickte nur auffordernd und mit messerscharfen, rotglühenden Augen zu uns.

„Ich glaube, dass ich das Thema bis zum Ende des Augusts hinauszögern kann, hierbei kommt mir der Skandal um Fudge natürlich gelegen, weil die Gemüter hier noch höher kochen, als bei dem Unverzeihlichen Fluch!“, erklärte ich überheblich, mich über die unendliche Dummheit der Allgemeinheit hämisch auslassend.

„Diese rechtschaffende Empörung!“, kam es gespielt affektiert und süffisant vom Dark Lord und er fletschte die spitzen Zähne, zeigte diese kleinen, scharfen Reißzähne, die er seit seiner Auferstehung sein Eigen nannte.

„Unübertroffen, my Lord! Diese Schafe, die blindwütig dem Strom folgen!“, schnarrte Severus ölig durch den Raum und höhnte verächtlich über die leichtgläubige Masse.

„Gut, was planen wir noch, Lucius?“, wisperte der Lord seidig fragend zu mir und ich warf einen kurzen Blick in die Ausarbeitung, schließlich debattierten wir schon seit Monaten über diese ganzen Aktionen, die nun nach und nach begonnen werden würden, aber Planung war alles.

„Ihr wolltet wieder Askaban angreifen, um gefasste und gefangene DeathEater zu befreien! Das wird die Zauberwelt erschüttern, da hiermit auch schlussendlich geplant ist, die Dementoren endgültig für unsere Seite zu gewinnen!“, erklärte ich rasch.

„Hast du entschieden, wer diese Aktion leiten wird?“, zeigte er sich zufrieden und lehnte sich in seinem schwarzen, wallenden Gewand in seinen Sessel zurück.

„Draco! Er hat schon einmal hier mehr als gute Arbeit geleistet! Ich rechne mit erquickend wenig Widerstand!“, resümierte ich bestimmend, als ich dies lapidar einwarf, dabei entfuhr dem Lord ein tiefes Stöhnen, denn augenscheinlich sagten ihm die zukünftigen Aktivitäten zu.

„Aber es gibt noch mehr, denn die insgesamt 80 Riesen werden von Macnair nach und nach hierhergebracht. Der „Gurg“ Golgomath ist uns immer noch gewogen, nur das dauert, da sie schließlich aus dem osteuropäischen Gebirge kommen und in Europa nur langsam vorankommen! Wie gesagt, Walden Macnair ist dran und es ist nicht verwunderlich, er versteht sich formidable mit den Riesen!“, tat ich abwertend kund, da die Riesen an sich nichts waren, was meiner werten Anwesenheit bedurfte. Sie waren eklige, verdreckte Geschöpfe, mit zu viel Körpermasse und umso weniger Hirnmasse gesegnet.

„Wohl kein wirkliches großes Wunder, Macnair ist genauso grobschlächtig wie diese viel zu großen Mischwesen!“, warf Severus unnachahmlich verächtlich in seinem Sarkasmus ein, selbst der Lord nickte zustimmend.

„Aber nötig!“, äußerte er schlussendlich gebieterisch und hoheitsvoll. Wir beide nickten devot zu seiner Feststellung.

„Danach gibt es noch zu bedenken, dass Draco zu den Veelas gehen wird und Severus zu den Vampiren!“, was meinem Nachbarn ein kleines Schnauben entlockte, mir aber wiederum fast wieder ein ironisches Lächeln entwischen ließ. Es war herrlich, wenn sich Severus tangiert sah.

„Erfreulich! Ich erwarte zukünftig viel und was ist mit Dumbledore?“, fragte der Lord nun explizit nach, woraufhin sofort Severus das Wort ergriff:

„Das läuft, an sich wäre es schon erledigt, wenn der Alte endlich einmal dort wäre, wo man erwarten sollte, dass er eine Aufgabe hat, aber schon seit Wochen und Monaten verschwindet er auf nimmer wiedersehen und wirklich absolut keiner weiß wohin, auch der Orden nicht, my Lord!“, gab Severus offen verärgert kund, dabei blitzten seine rabenschwarzen Augen unheilverkündend auf. Kurz zeigte sich auch ein unwilliger Ausdruck im Gesicht des Lords, bevor er jedoch sachte das kahle Haupt neigte.

„Gut, ich wäre sehr ungnädig, sollte dieses allerwichtigste Problem nicht zu meiner Zufriedenheit gelöst werden!“, drohte der Lord unverhohlen, dabei war seine präsente gebieterische Macht mit den Händen zu greifen.

„Sobald er wieder in Hogwarts erscheint, wird Draco zur Tat schreiten, mit dem Mudblood und mir!“, entgegnete Severus inbrünstig und ungewohnt ernsthaft überzeugend, als könnte er es nicht erwarten, dass dieses leidige Thema erledigt wurde.

„Lucius, wäre dies dann alles?“, wisperte der Lord samtig weich, wobei seine Bewegungen sparsam und fließend waren.

„Nun, alles weitere sind Treffen, Besprechungen mit dem Zirkel, Aufnahmen des Nachwuchses, aber nichts mehr wirklich von Bedeutung!“, entgegnete ich geschäftig und schlug die Akte zu.

„Ich finde es durchwegs erbaulich, zu betrachten wie du planst, Lucius, wir sind zufrieden!“, sprach er überheblich von sich in der dritten Person und streichelte noch immer die schuppige Schlange, die uns beständig im lauernden Blick gehalten hatte.

„My Lord!“, fasste ich mir ergriffen an die Brust bei diesem selten gesprochenen Lob, zeigte ich mich offen erfreut.

„Auf mich und unseren Sieg über die verachtenswerten und minderbemittelten Magier!“, erschallte es autoritär von unserem nicht mehr menschlichen Lord.

„Auf Euch…“, „Auf Euch und Euren Triumph über alle!“, parlierten Severus und ich gewohnt demütig, als der Lord seinen kahlen Schädel in den Nacken warf und ein hohes, klirrendes und so schrecklich hohles Lachen ausstieß, dass selbst ich fröstelte.


Und so erholten wir uns von unserem Empfang beim Dark Lord und saßen nun gemeinschaftlich in meinem Salon und nippten an unseren Getränken. Wir hingen jeder unseren Gedanken nach, als ich die Stille mit meiner nächsten Frage brach:

„Ahhhhh und jetzt würde ich gerne erfahren, wo die Aurorin hin verschwunden ist?“, fragte ich nun, das für mich offensichtlichste und wichtigste, was mir in Severus‘ Erzählung etwas verloren gegangen zu sein schein.

„Keine Ahnung! Ich werde zusammen mit Draco in die Höhle gehen und verkünden, dass sie verschwand und auch das Biest nicht weiß wohin!“, kam es zu rasch von Severus und eine meiner akkuraten platinblonden Brauen hob sich indigniert.

„Dann lebt sie?“, forschte ich konsterniert nach, denn auch die Zeitungsberichte hatten diese „Aurorin“ komplett verschwiegen, etwas was mich doch glatt neugierig machte.

„Ich denke ja…“, zeigte er sich pragmatisch, wenngleich auch widerwillig und seine obsidianfarbenen Augen funkelten mich an.

„Aber du, der du alles weißt, hast keine Ahnung, wohin die verletzte Aurorin verschwand und wer diese Aurorin überhaupt war?!“, wisperte ich maliziös, da mir Severus sehr viel erzählen konnte, aber glauben tat ich noch lange nicht alles und überschlug geschmeidig meine Beine.

„Spar dir deinen Zynismus, Lucius!“, entgegnete er unwirsch, als ich auf seine ätzenden Worte blasiert lächelte, dann sprach er genervt weiter: „Davon abgesehen dachte ich, dass du Cuffe unter Kontrolle hast!“, zierte ein gehässiger Ton seine Stimme. „Denn wahrlich, ihre Augen sind derart prägnant, dass man viel guten Willen oder absolute Stumpfheit braucht, um sie nicht zu identifizieren!“

„Woher soll ich wissen, dass sie sich soooo auf Papier bannen lässt! Alles kann man den Zeitungsleuten auch nicht vorschreiben und schließlich ist sie maskiert! Damit verliert sie ihre Tarnung vor Dumbledore und er weiß nun, dass du gelogen hast!“, resümierte ich empört und wies auf einen eklatanten Missstand hin, der uns nun gefährlich werden könnte und der Umstand, dass auch ich nicht allmächtig war, war ein immer wieder schrecklich ernüchternder Gedanke, einer der Severus hämisches Gemüt buchstäblich zum Leuchten zu bringen schien, aber mir eine unermesslich schlechte Laune bescherte. Dieser schrecklich gehässige Mistkerl.

„Ist mir gegenwärtig!“, murrte mein Gegenüber düster.

„Eben, sagtest du mir nicht letztens irgendwann, dass du ihn nur besänftigen konntest, weil du behauptet hast, dass sie keine DeathEaterin wäre, obwohl sie ein Mitglied der Familie Malfoy ist? Du weiß, was das bedeutet?“, rief ich ihm geschäftig ins Gedächtnis, worauf mich ein sehr tiefgründiger Blick aus seinen schwarzen Obsidianen traf.

„Ja, dass sobald Dumbledore zurückkommt, es kein Zögern geben darf!“, hauchte er mit tiefer Stimme, wobei kein Gefühl in seiner dunklen Stimme zu liegen schien. Es wirkte so als würde es ihm nichts ausmachen, dass er den Tod über seinen Arbeitgeber brachte.

„Korrekt!“, stimmte ich gleichgültig zu, während wir uns in stiller Eintracht zuprosteten.

„Und jetzt erkläre mir, was das mit Fenrir sollte?“, durchbrach ich unsere Gedanken und wandte mein Profil Severus zu.

„Dass der Werwolf austickte und die Diagon Alley unsicher machte? Oder dass er und das Biest sich beschimpften?“, fragte er perplex nach und warf seine kinnlangen Haare mit einer knappen Geste nach hinten.

„Nun ja..., beides! Ich finde das Bild aussagekräftig, wie sie sich angehen!“, bekannte ich verstimmt weiter, bevor Severus das Haupt leicht schieflegte.

„Du hättest ihr Gekeife hören müssen! Es war mehr als erbaulich, denn sie haben es sogar geschafft, dass DeathEater sowie Auroren gleichermaßen abgelenkt waren“, erzählte er sichtbar belustigt und ich gestand ihm zu, dass man dergleichen bestimmt nicht Allertage sah und erlebte.

„Sie hat einfach keinen Respekt vor dem Wolf!“, meinte ich blasiert. „Das ist dumm und sehr gefährlich!“, entgegnete ich missmutig und rammte meinen Stock fest auf den Boden, sodass Duke und Duchess, sichtbar gestört in ihrer Ruhe, belästigt den großen Wolfshundkopf anhoben und uns aus dunklen Augen fokussierten.

„Falsch, Lucius, sie hat keine Angst vor ihm, das ist ein Unterschied!“, wandte Severus mit der ihm eigenen bedachten Ruhe ein, die mich aufsehen ließ, da selbst er mich nur selten verbesserte.

„Ist dies so? Tatsächlich?“, forschte ich gespannt nach.

„Ja, sie respektieren sich beide, da bin ich mir sicher und sie fürchtet ihn nicht! Als ich sie beide in der Höhle beobachte habe, als sie ihren neuen Trupp zusammenstellte, da…!“, erinnerte er sich zurück und erzählte mir nun ausführlich die Geschehnisse aus seinem Blickwinkel. Meine Finger verkrampften sich um mein Glas, als ich hören musste, dass dieser bärtige Wilde es wagte, sie derart intim zu berühren, dabei entging mir Severus‘ intensive Musterung nicht, unter der er mich keine Sekunde unbeobachtet ließ, wobei ich gekonnt jedwede emotionale Regung hinter meiner kühlen und gleichgültigen Maske versteckte. Ich zweifelte jedoch, dass ich Severus wirklich täuschen konnte.

„Er hat sie hochgehoben und bedrängt!“, fasste ich mit leichtem Grollen nach, etwas was es schaffte, dass einer von Severus‘ Mundwinkeln ungewöhnlich für ihn, aber doch sehr verdächtig zuckte. Meine Augen verengten sich zu gefährlichen Schlitzen.

„Und sie hat es geschafft, dass er sie losgelassen hat… nach einer Weile, es war sehr erbaulich!“, wisperte er nicht wirklich besorgt klingend.

„Denke ich mir, das musst du mir beizeiten mal in Prince House in deinem Denkarium zeigen, denn es gibt wenige, die von sich behaupten können, wenn sie einem Werwolf derart nahe gekommen sind, unversehrt weggekommen zu sein!“, resümierte ich dann auch überheblich.

„Wohl wahr! Aber wie du wünschst!“, meinte er mit hörbarem Spott im Ton, denn er erkannte durchaus eher den Befehl denn die Bitte dahinter und meine fast nicht zu bezwingende Neugierde.

Natürlich war ich gespannt, was ich durch Severus‘ Erinnerung zu sehen bekommen würde, denn mittlerweile konnte ich mir eingestehen, dass es mir gefiel wie das Biest mit dem Trupp umging und wie sie sich vor ihnen behauptete, von ihnen anerkannt wurde. Das fiel mir zu meiner absoluten Konsterniertheit auf, aber ich kämpfte nicht dagegen an. Ich erkannte, dass es schon viel zu lange her war, dass ich sie von dieser Warte aus betrachtet hatte. Es wäre spannend in dieser Hinsicht, einmal der heimliche Beobachter zu sein und einen anderen Blickwinkel auf sie zu erhaschen.

Lucius Sicht ende

Severus Sicht

So kam es endlich, dass ich nach seiner endlosen Ausfragerei, die verstecken sollte, dass ihn in Wirklichkeit doch nur das Biest interessierte, großzügiger Weise und voll der erlösenden Gnade entlassen wurde.

Somit eilte ich verspätet wegen dem Lord und eines nervenden Lucius zur Höhle, annehmend und ahnend, dass Draco dort schon hingegangen war, nachdem ich eindeutig zu spät erscheinen würde, weil mal wieder alle anderen dachten, dass ihre nervtötenden Themen die wichtigsten wären, die es zu besprechen gäbe.

Und so kam es, als ich als der schwarze Schatten, der ich war, von Nische zu Nische glitt, dass ich den Männern und ihrer Unterhaltung lauschte, ohne dass ich wirklich in Erscheinung trat:

„Na, JUNIOR? Auch mal da…?“, begrüßte Rookwood Draco abfällig, der gerade erst angekommen zu sein schien. Ich fragte mich dezent, wo sich der Junge immer rumtrieb.

Irgendetwas plante Draco im Geheimen, aber er war gut, denn ähnlich seinem Vater und mir, war nicht offensichtlich was er tat.

„Halt dein Schandmaul und nenn mich nicht Junior!“, fauchte Draco gemeingefährlich durch den Schlitz seiner Maske und trat brutal nach dem am Boden sitzenden Mann, worauf dieser empört wegen der rüden Behandlung aufschrie, denn der harte Stiefel von Draco hatte ihn unsanft in die Rippen getroffen.

„Hey…!“

„Selbst schuld…!“, motzte Draco durch das Eisen, während der andere Mann sich die Seite hielt, in die Dracos Fuß getreten hatte und vor sich hin jammerte, aber wenig Mitleid von seinen Artgenossen rund um das Feuer erhielt.

Bei ihm, Draco, wie beim Mudblood versuchten sie, die DeathEater, immer ihre Autorität zu untergraben, sie anzugehen oder ihnen ihren Platz streitig zu machen, schon allein aufgrund ihrer Jugend, aber das war normal, denn das versuchten Avery, Mulciber, Rookwood und wie sie alle hießen auch untereinander. Es war eine Schlangengrube und ich wusste, wie es war wenn man ein sehr, sehr junger DeathEater war. Man musste immer vom Schlechtesten ausgehen und versuchen, sich zu wehren.

„Wo ist der Wolf?“, fragte Draco nicht wirklich, sondern forderte es eher ungeduldig zu erfahren.

„Was, wen meinst du Ju…?“, fragte Rosier, der gerade unwirsch unterbrochen wurde.

„Du meinst Greyback?“, ging Avery dazwischen, da Rosier gerade wieder Junior zu Draco hatte sagen wollen und Avery diesen Streit unterbinden wollte.

„Ja, genau den!“, bestätigte Draco blasiert und überging arrogant die Anmaßung des anderen.

„Der hat sich mit Dolohov und Mulciber in den hinteren Höhlen versteckt!“, informierte nun Rookwood abfällig schnaubend und deutete hinter sich.

„Sagt das doch gleich!“, murrte Draco missmutig und ging einfach eingebildet weg, wie es nur ein Malfoy konnte und beachtete die anderen gar nicht weiter.

„Wie sein Vater…, brutal!“, ätzte Rookwood und spuckte gerade geräuschvoll auf den Boden.

„Was erwartest du? Das sind die Gene!“, zischte Avery böse, als wäre Rookwood ein Idiot sondergleichen. Nach meiner werten, aber uninteressanten Ansicht, die ich schon seit Jahrzehnten vertrat, nahmen die sich aus der Familie Malfoy alle nichts, doch wie immer ging meine Meinung ungehört unter und so behielt ich sie wohlweislich für mich. Also pirschte ich geschwind hinterher, dabei immer noch ungesehen von allen und folgte Draco unbemerkt weiter zu Greyback.

„Wann lieferst du?“, hörte ich eine aufbrausende Stimme, während ich ausmachte, dass Draco kurz vor mir im Schatten gestoppt war, um nun selbst zu lauschen und so tat ich es ihm gleich. Ich wollte nicht, dass mich Draco gleich bemerkte, aber ich war angetan, zu erleben, wie geschickt er sich anschlich.

„Warum so ungeduldig, Mulciber?“, flüsterte der Werwolf, der uns bestimmt schon gerochen hatte, bedrohlich, ließ sich aber die neuen Zuhörer nicht anmerken.

„Weil ich Nachschub brauche! Mir sind 2 Mädchen beim letzten Mal verreckt und daran war die Lestrangeschlampe nicht unschul…!“, kam es ungeduldig von dem hektischen Mann, der für die Sklavenbrut verantwortlich war.

„KRRRRR…“, grollte das Werwesen drohend auf.

„WASSS? Sie war schuld, keiner richtet die Schlampen so brutal zu wie sie! Ich halte nur Tatsachen fest. Dann ist mir aber auch noch eine so einfach von heut auf morgen weggestorben. Die letzten Tage und mit dem vorletzten Mal sind das 5 Mädels, die ich damit verloren habe! 5 Stück, das macht sich bemerkbar! Schafft mir Material ran!“, meinte der sichtlich gestresste Mann verzweifelt und rang dabei unglücklich die Hände.

Immer wieder erbaulich, zu erleben, wie sie von anderen Menschen sprachen! Wenigstens hatten diese Frauen nun ihre Ruhe.

Mhm…, aufgrund meiner mannigfaltigen Aktivitäten hatte ich diesmal keine Zeit gefunden zur Heilung und Verarztung der Frauen zu erscheinen. Jetzt verstand ich den leicht panisch erscheinenden Ruf, den mir Mulciber zugesandt hatte, aber auf den ich keine Zeit gehabt hatte zu reagieren. Er hatte bestimmt gewollt, dass ich die Frau rettete, aber ich war nicht gekommen. Tja, meine Devise hieß, Prioritäten setzten und vielleicht hatte es die junge Frau im Tod nun besser als hier leben zu müssen, kam mir der Gedanke von vorhin nochmal in den Geist. Während dieses Gespräches rührte sich auch Draco hinter dem Felsenvorsprung kein Stück und hörte nur gespannt zu.

„Ich werde mit von der Partie sein!“, bestimmte gerade Dolohov, der seitdem er es nach Notts auffinden endlich in den Inneren Kreis geschafft hatte, sich immer enorm wichtig zeigte.

„Was? Sorge, dass ich nichts finde?“, hisste Fenrir gefährlich leise auf und fühlte sich sichtbar auf den Schlips getreten. Seine Laune war grottig und ich mochte wetten, dass dies anhielt, seitdem es den Streit mit dem Biest gegeben hatte.

„Sorge, dass dann noch genug da ist, was man gebrauchen kann. Mulciber will einwandfreie Ware!“, verteidige sich der kühle Dolohov gewohnt gewandt.

„Das habe ich schon verstanden!“, fauchte Greyback ungehalten.

„Mann, du bist unausstehlich, fick entweder deine Schlampe oder vertrag dich mit dem Mudblood, unerträglich, deine Laune!“, giftete nun schon Dolohov bösartig und marschierte mit zügigen Schritten weiter in die Höhle hinein, wo es ins Gewölbe ging. Mulciber blickte noch vorwurfsvoll und aufgeregt zu Greyback, bevor er sich rasch umdrehte um Dolohov hinterherzurennen, während er noch im Rennen rief.

„Lasst euch nur nicht zu lange Zeit!“ Als Antwort erntete er nur ein dunkles, von den Wänden widerhallendes Knurren. Nun stand Greyback alleine da.

„Was willst du, junger Malfoy?“, erschallte es kurze Zeit darauf grollend von dem Werwesen, das sich uns noch nicht zugewendet hatte. Dass er mich auch noch nicht ansprach bedeutete wohl, dass er wusste, dass ich weiter hinter Draco stand, also nicht mit ihm gekommen war.

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BeitragThema: 350. Kapitel Rudelgeflüster   Kapitel 348-350 EmptyFr Feb 15, 2013 4:04 am

350. Kapitel Rudelgeflüster


„Mir dir reden…“, setzte Draco sofort hinterher, dabei klang er hart und entschlossen, als er sich langsam aus dem Schatten löste. Unterdessen stieß Greyback ein lautes Schnauben aus und reagierte nicht wirklich, während Draco nun gewohnt höhnend loslegte.

„Das in der Gasse war nicht wirklich brillant! Das weißt du aber bestimmt selbst. Mich interessiert eher, wie du nun zu unserem Mudblood stehst!“, fragte Draco zum Ende hin scharf und ging damit seinem Auftrag nach.

„Was geht es dich an?“, knurrte der Wolf abweisend.

„Alles!“, konterte Draco rasch und stoppte nun direkt ohne Furcht vor dem Werwesen.

„Das denkst du, Bürschchen!“, schnaubte Fenrir verächtlich und fletschte hämisch die Reißzähne. „Weiß sie das? Ja, ehrlich? Wenn sie es weiß, dann wird sie es nicht schätzen, dass du kommst um für sie die Situation auszuloten!“

„Du glaubst, du kennst sie?“, wehte Dracos Stimme sehr kühl daher. Er klang unnahbar und abweisend. Die Abneigung, die er gegen die Werwesen hatte, war sehr spürbar und sein Blick durch seine Maske zeigte deutlich seine Verachtung. Als nächstes zuckten die Mundwinkel des haarigen Mannes vor ihm.

„Würde ich mir nie anmaßen zu denken! Und das solltest du auch nicht, aber ja, ich kenne einen Teil von ihr besser als du es jemals können wirst…“, flüsterte Fenrir nun sehr ernsthaft und auch wenn Dracos Hände sich zu aggressiven Fäusten schlossen, konnten er oder auch ich diese Feststellung nicht sofort widerlegen, denn das Verständnis, was zwischen diesen beiden herrschte, war nicht „normal“. Greyback achtete das Biest mehr als andere Magier oder auch Frauen und sie hatte weder Angst oder gar Furcht vor den Werwölfen noch ekelte sie sich vor ihnen, und wenn doch, verbarg sie ihren Ekel so gut, dass selbst ich ihn bisher nicht gesehen hatte. Anders als ich, Lucius oder auch Draco, wir fühlten uns von diesen wenig gepflegten, so animalischen Mischwesen abgestoßen und konnten ihnen nichts abgewinnen.

Da waren mir die Vampire in ihrer überspitzten Zivilisierung noch lieber, als dieses tierische Pack.

„Was bildest du dir überhaupt ein?“, ätzte Draco böse über Fenrirs Anmaßung, während Fenrirs Miene einfach nur Geringschätzung darüber zeigte, dass man seine ehrlichen Worte nicht schätzte.

„Oha… wird da jemand wütend?“, zog er den mit seiner Beherrschung kämpfenden Draco auf.

„Weißt du, sie riecht anders! Es gibt nicht viele, die anders riechen als der Rest, genauso wie der Lord auch…, nicht dass der Lord und sie gleich riechen, das nicht, aber sie riechen anders als andere…“, raunte er düster, woraufhin ich meine Zeit gekommen sah diesen Plausch zu unterbrechen, denn das ging gefährlich in den Bereich der Nekromantie und niemand von der Familie würde wollen, dass dieses gut gehütete Geheimnis ans Tageslicht kam, also schritt ich ein.

„Greyback!“, grüßte ich knapp und löste mich abrupt aus dem Schatten.

Es war zu delikat, was der Lord und sie taten, damit kamen wir dem Thema ihres neues Seins als Soulgatherer eindeutig zu nah, denn ähnlich wie der Lord war sie nicht mehr nur Mensch, aber das musste niemand genau ergründen.

„Oh, der dunkle Mann! Sei gegrüßt! Bist auch du hier… wegen ihr?“, spottete Fenrir, der genau wusste seit wann ich dort stand und dass ich schon länger lauschte, während Draco mit einer unwirschen Geste zu mir sah.

„Natürlich, dem Lord und der Rechten Hand gefällt es nicht wirklich, was ihr zwei in der Gasse aufgeführt habt! Der Lord hat nur eine niedrige Toleranzgrenze!“, entgegnete ich schnarrend.

„Mein Rudel verkraftet den Tod von Kendrick schlecht. Sie wollen die Zentauren jagen und stellen, da kommt das Verbot nicht gut an und die Gasse ist so eine nette Abwechslung!“, grollte Fenrir knurrig und knackte hässlich mit seiner Nackenmuskulatur, als er seinen Kopf hin und her drehte.

„Tja, aber ihr werdet euch daran zu halten haben!“, warf Draco seidig ein.

„Das ist wahr, denn der Lord wünscht keine offenen Feindseligkeiten in der Nähe der Schule oder auch in der Diagon Alley, solange er es nicht anders befiehlt!“, setzte ich flott hinterher und blickte entschlossen in die im dämmrigen Licht der Höhle irisierenden Augen des Werwolfanführers.

„Warum sagt sie mir das nicht?“, forderte er resolut zu wissen.

„Wirst du dich dran halten?“, fragte ich unbeugsam und überging seine Frage nach ihr gewichtig, darauf fletschte er sichtlich verärgert die Lefzen.

„Spielst du gerade ihren Schoßhund?“, zog Draco ihn ins Lächerliche und erntete von Fenrir einen kalten Blick, der den Jungen keine Minute einschüchterte, denn er stand genauso wie ich, die Gesichtszüge unter der eisernen Maske verborgen, in stolzer Haltung vor dem Wolf und wich keinen Millimeter zurück.

„Hast du Tollwut?“, meinte er gerade verächtlich.

„Kleines Bürschchen, halt deinen vorlauten Mund!“, grollte Fenrir drohend und erntete doch nur eine lässig hochgezogene Schulter.

„Eine Frage. Warum denkst du, ich wäre anders als das Mudblood?“, fragte Draco gerade gespielt leutselig nach und ich hielt mich absichtlich zurück, dabei überging er die Beleidigung von dem Wolf arrogant und nahm sie gar nicht zur Kenntnis.

„Oh, dass du ein kaltblütiges und rücksichtsloses, aber auch arrogantes Reinblut bist kannst du nicht verbergen. Bei dem familiären Hintergrund wohl kaum ein Wunder!“, erklärte der zornige Werwolf und wir ließen ihn reden, lauschten ihm bei seiner abfälligen Einschätzung.

„ABER sie ist so viel kälter, rücksichtsloser und gefährlicher als DU, dass selbst Bellatrix Angst haben sollte, wenn sie nicht so verdammt irre wäre würde sie das sogar erkennen!“, erklärte er offen und ich lüpfte wohlverborgen unter der Maske eine Braue. Dass Fenrir sich falsche Vorstellungen über das Biest machte, konnte man ihm nicht wirklich vorwerfen, er sah sie sogar sehr realistisch. Es war interessant, zu erfahren was andere über sie dachten und wie sie von Dritten wahrgenommen wurde.

„Oh, ES spricht!“, verspottete Draco Fenrir böse, aber ich nahm seine Einschätzung durchaus ernst, denn wenn ein Tier und gerade dieses Mischwesen etwas besaß, dann war es ein untrüglicher Instinkt, ein Überlebensinstinkt!

„Spotte ruhig!“, winkte er mit seiner großen Pranke mit den langen, dreckigen Fingernägeln lässig ab.

„Se… Linke Hand, siehst du das auch so?“, fragte Draco nun mich konsterniert und in letzter Sekunde wurde er sich der weniger komfortablen Umgebung bewusst und verkniff es sich, meinen Namen auszusprechen.

„Ich denke, Fenrir täte gut daran niemanden in der Familie zu unterschätzen!“, erwiderte ich diplomatisch.

„Ihr denkt echt, nur weil wir Werwölfe sind, sind wir hohl im Kopf, oder? Der Lord hätte niemals die Rechte und die Linke Hand erwählt, wären sie nicht genauso dunkel wie er selbst! Euer von schwarzer Magie durchtränktes Blut kann ich bis hierher riechen… viel intensiver als Bellatrix jemals gerochen hat. Ihr spielt mit der Magie, wie mit Gold oder auch mit Menschenleben!“, ätzte Fenrir und es stimmte, Bellatrix war eine Schwarzmagiern und zauberte viel, aber die Abgründe der schwarzen Magie, in die wir auf unterschiedliche Art und Weise vorgedrungen waren, würde sie nie erreichen. Dafür war sie zu unbegabt, zu wenig diszipliniert und auch nicht schlau genug. Sie würde sich irgendwann von der schwarzen Magie lenken lassen und damit wäre nicht mehr sie die Beherrscherin der Macht, sondern nur noch deren Spielzeug!

Doch wir waren anders!

„Du spinnt, Wolf, auch ich verwende die dunkle Magie seitdem ich klein bin!“, unterbrach ihn Draco unwirsch.

„Oh oh… Magie und Magie. Und? Wirst du ihm, als sein Patenonkelchen, die Unterschiede erklären?“, grinste der Werwolf mit hochgezogenen Lefzen zu mir und ich wusste worauf er anspielte. Natürlich hatten meine Experimente mit der Nekromantie aber auch die Magie der Vampire, da ich auch bei einigen Ritualen von ihnen teilgenommen hatte, ihre Spuren auf mir und in mir hinterlassen.

Auch Lucius war tiefer vorgedrungen, auch wenn er nie ein Nekromant geworden war, oder es versucht hatte zu werden, hatte er genügend andere Versuche auf dem weiten Spektrum der dunklen Magie unternommen, um ein Meister in der Ritual- oder auch Beschwörungsmagie zu sein. Seine Experimente waren weit genug fortgeschritten, als dass er noch als unbefleckt gelten könnte, denn auch diese Sparte war nicht ohne. So viel ich wusste, war Lucius auch mal sehr emsig in der Seelenmagie insbesondere in der Seelenverschmelzung unterwegs gewesen und fand das faszinierend, da ihn die Unsterblichkeit reizte. Aber ich hatte nie den Grund erfahren, warum er sich plötzlich von diesem Gebiet rigoros zurückgezogen hatte und selbst „normale“ Schwarzmagier a la Bellatrix hielten sich von diesen Gebieten wohlweislich fern, da man sehr viel Macht, Können und Stärke benötigte um Herr dieser Kräfte zu sein.

Der Blick aus knallharten grauen Augen traf mich durch die Schlitze der Maske.

„Das tut hier wohl nichts zur Sache!“, wandte ich endgültig ein, vor allem da ich wusste, dass dieses Wesen keinen Schimmer hatte was SIE war und nur versuchte Informationen zu sammeln, aber Dracos unbeugsamer Blick, der Antworten forderte, entging mir nicht, doch dies war weder der rechte Ort noch die rechte Zeit.

„Wie auch immer,… was wollt ihr sonst noch?“

„Wir sollten dir nur von der Rechten Hand ausrichten, dass du dich zusammenreißen sollst, sonst bekommst du Ärger. Er weiß es nicht zu schätzen, dass ein schlechtes Licht auf ein Mitglied des Hauses fallen könnte!“, überbrachte Draco nun plakativ und drohend unsere Botschaft, etwas was dem Werwesen nicht zu gefallen schien, daher kämpfte er sichtlich in seinem Inneren mit seiner Wut, bevor er aber kurz nickte und sich dann wortlos an uns vorbeidrängte, dem Ausgang entgegen, während ich Draco wortlos bedeutete mit mir zu kommen.


„Severus… was meinte ES mit der Anspielung auf Magie? Magie? Wie?“, fragte nun Draco perplex, während auch wir die Höhle verließen und zusammen nach Hogwarts zurückkehrten.

„Ach, Draco…“, stöhnte ich leidlich, da es so kam wie ich schon vermutet hatte, aber er drang nicht bohrend weiter, ließ aber diese Frage wie ein Damoklesschwert über uns schweben.

„Du weißt doch über meine Studien und …“, fing ich sachte an zu erklären.

„Und Vaters und deine Experimente…, JA! Darüber weiß ich aber nicht wirklich was, nur dass ihr immer sagtet, ich soll meine Nase aus diesen Sachen heraushalten!“, unterbrach er mich unverschämt und plapperte erregt vor sich hin.

„Sehr gut, dann halte dich daran!“, schnarrte ich umgehend zurück und grinste hämisch, während ich mir die langen, schwarzen Strähnen hinter meine Ohren strich, reagierte er, indem er verächtlich schnaubte.

„Pffff… Severus, du glaubst doch echt nicht, dass ich jetzt nicht weiterfrage!“, hielt er mir stur entgegen.

„Eine Hoffnung hatte es wert sein sollen!“, kam es ungehört von mir. „Bei unseren Angelegenheiten, Draco, ging es nicht um schwarze Magie, die als „verboten“ gilt, sondern um pechschwarze, zum Teil verpönte und verachtete Magie und die lässt sich nicht so einfach abwaschen, das meinte der Wolf! Magie ist facettenreich, einzigartig, sie ist faszinierend, aber sie kann auch verderblich sein und gefährlich… und immer wird sie eine Versuchung sein…“, denn dass Lucius und ich in der Vergangenheit viele Grenzen ausgelotet hatten, konnte wahrlich niemand bestreiten.

Unfug, was sagte ich, es gab weder Grenzen noch sonstige, ethische Moral die uns zurückhielt und das bezog sich nicht nur auf die Magie, denn man konnte uns nicht vorwerfen, nicht wirklich alles getan zu haben was man sich vorstellen konnte oder auch wollte. Das war ein Umstand, über den ich gerne nachdachte, aber trotz allem hatten wir in dem was wir taten immer Maß gehalten, denn augenscheinlich gab es tatsächlich Unterschiede. Wenn man nur betrachtete was der Lord an sich vollbracht und verbrochen hatte, konnte man vielleicht verstehen, was Magie alles verändern, bewirken und bewerkstelligen konnte.

„Interessant, dachte ich mir schon… um was ging es da? Und warum bezieht er Hermione mit ein?“, zeigte mir mein Patensohn sein abgebrühtes, vollkommen rücksichtsloses Wesen und schien davon unberührt was ich ihm erzählte und hielt auf das zu, was ihn wirklich interessierte, seine Freundin!

„Oh… Ritualmagie, sehr besondere, nicht die Alltägliche oder die zu den großen Festen der Zauberer… und natürlich auch Seelenmagie, lauter der geartet abstruses Zeug, was nicht wirklich spannend für dich ist! Und was das Biest betrifft, du warst anwesend, als sie mit dem Lord wiederkehrte damals… von wo auch immer…“, umschrieb ich weitschweifig, aber auch ungenügend.

„Diese Augen… unheimlich, gruselig, diese bestechenden „weißen Augen“!“, beschrieb er fasziniert, in seiner Erinnerung gefangen, diese Szene, die sich auch mir für immer in mein Gedächtnis gegraben hatte und ich erinnerte mich, wie sich in mir damals der Wunsch manifestiert hatte, ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Es war ein Unterfangen, was mir gewohnt geglückt war, aber Draco schien es ähnlich ergangen zu sein, auch wenn er noch nicht wusste, was sie genau war!

„Diese Augen hatte sie bisher nicht mehr! Das war einmalig, oder? Weißt du mehr? Severus…“, unterbrach Draco jedoch meine Gedanken, doch ich tat seine Frage nur schulterzuckend ab und eilte davon, ließ ihn stehen.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Als Harry und ich dann alleine im Raum der Wünsche waren fragte ich sehr interessiert nach, wie Harry auf die Absolventen und deren Sicherheit gekommen war und wie es kam, dass er und Draco, unter Anbetracht dessen, dass ihre Beziehung gerade so wunderbar belastet war, derart eng zusammenarbeiteten.

Es war ein mehr als ersichtliches Paradoxon!

Er bekannte mir gegenüber sichtlich nervös, dass er und Draco nach Severus‘ Trainingseinheit, nach dem Vorfall, zurückgeblieben waren und sich in einem wenig schönen Gespräch ausgesprochen hatten. Er erklärte, dass sie dann dazu übergegangen waren, auch das Wichtige, Geschäftliche zu besprechen und dem Wesentlichen ihr Augenmerk zu schenken. Harry gab zu, dass er Draco darum gebeten hatte.

So erklärte er mir, dass ihm dies nicht einfach so aus dem Nichts eingefallen war, sondern dass ihm Fred etwas vertraulich, während seiner Zeit als Doppelgänger hier in Hogwarts, erzählt hatte. Etwas was ihm und seinem Bruder George passiert war und das war eine Geschichte, die noch nicht mal bis zu mir vorgedrungen war. Nämlich, dass Maxine O´Flaherty, eine Hufflepuff aus dem Jahrgang der Twins, ihnen vor einiger Zeit in die Arme gelaufen war, und zwar kurz vor dem Drama im Wald, bei dem ich meinen Trupp verloren hatte. Das Zusammentreffen mit Maxine musste schockierend gewesen sein, denn es hatte Fred, laut Harry, sehr bewegt. Das Mädchen wäre total heruntergekommen und angeblich kaum wiederzuerkennen gewesen und hätte in einem Teil der Knockturn Alley gehaust.

Fred hatte weiter berichtet, dass sie ihre ehemalige Kameradin sofort zu sich in den Laden gebracht hatten. Sie war nicht mehr die höfliche, brave und gefasste, aber auch unscheinbare Hufflepuff von früher gewesen, sondern ein vom Krieg gezeichnetes, verdrecktes und verzweifeltes Mädchen.

Maxine hatte ihnen ihre Geschichte erzählt, und zwar, dass sich ihr Leben nach ihrem Schulabgang und nach Kingswear drastisch gewandelt hätte und das für sie nicht zum Besseren, da dort ihr Elternhaus zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern in Flammen aufgegangen sei und davor seien bei den Riesenangriffen in einem anderen Teil des Landes ihre Verwandten ebenfalls ermordet und auch deren Besitz verwüstet worden. Sie sei die Einzige ihrer Familie, die diese Attacken überlebt hatte und nun ganz allein wäre.

Aber durch die Brände sei alles weg und in Gringotts sei auch fast nichts mehr an Barem gewesen, da ihre Eltern vor 3 Jahren eine große Investition in ihrem eigenen Betrieb getätigt und vergrößert hätten und dann hatte ihr sozialer Abstieg begonnen. Sie hatte noch nie großen Wert auf Noten, Schule oder Arbeiten an sich gelegt, da sie als Pureblood mit einer Heirat geliebäugelt hätte und schließlich war sie in der magischen Gärtnerei ihrer Eltern tätig und gut aufgehoben gewesen, die aber auch an dem schicksalhaften Abend mit abgebrannt war.

Fred hatte weiter berichtet, dass sie keine Ahnung gehabt hatte, was nun aus ihr werden sollte, denn alle Freunde und Bekannte aus der Schule waren schwer bis gar nicht für sie zu erreichen gewesen und bei der Flucht aus Kingswear sei auch noch ihr Zauberstab im Haus für immer verloren gegangen. Also hatte sie sich wochenlang nach London durchgeschlagen und war schließlich mit Müh und Not in der magischen Gasse gestrandet.

Sowohl ich jetzt, die ich es gerade von Harry erzählt bekam, aber auch die Twins, die das arme Mädchen gefunden hatten und schlussendlich Harry, der es von Fred geschildert bekommen hatte, waren zutiefst geschockt, wie schnell es gehen konnte, dass einem niemand mehr blieb, der einen auffing.

„Und was haben sie dann getan?“, fragte ich mitfiebernd, da mich das Leid des Mädchens traf. Ich brauchte nur meine Augen zu schließen, um Kingswear vor meinem geistigen Auge wiederauferstehen zu lassen, um dann sofort ein schlechtes Gewissen wegen dieses Massakers zu verspüren. Ich fand es immer noch grässlich, wie wir das Dorf vernichtet und wahrlich dem Erdboden gleich gemacht hatten. Nun aber auch noch die direkten Konsequenzen vor Augen geführt zu bekommen, war nicht wirklich berauschend.

„Nun, das sind die Twins! Fred erzählte, sie haben das Mädel zuerst mal in die Wohnung von Lee und Angelina über dem Laden gebracht und sie in die dringend benötigte Dusche gesteckt… sie muss erschreckend ausgesehen haben und dann haben sie sie erst mal gefüttert, verhungert wie sie anscheinend war… Als sie dann alles erzählt hatte, kamen Lee und Angelina dazu…“, schloss Harry seinen Bericht und ließ mich auf brennenden Kohlen sitzen, wie es weitergegangen war. Wo war das Mädchen jetzt?

„Harry, bring es doch bitte auf den Punkt!“, bat ich ungeduldig, schließlich hatte ich heute noch etwas vor.

„Oh sorry, wo war ich… ja, also! Fred meinte, als Angelina das alles hörte, kam leben in sie. Sie ist sofort nach Irland aufgebrochen und kam gleich darauf mit Marcus Flint und Alicia wieder, um dann Maxine mitzunehmen… Das alles hat Fred so erregt, dass er es mir erzählen wollte, da er meinte BL und DA schön und gut, aber was ist mit den anderen, den Schulabgängern, wenn sie in der Welt dort draußen sind, ohne die schützenden Mauern von Hogwarts?“, bekannte nun Harry sichtlich mitgenommen und betroffen und ich stimmte den Twins zu, denn das hatten wir bisher etwas vernachlässigt und außer Acht gelassen, wenngleich ich seit Irland wusste, dass Draco diesen Part bis zu einem gewissen Grad abgedeckt hatte.

„Brillant, dann war also die Idee und die Erzählung der Twins der Grund, dass du mit Draco geredet hast?“, fragte ich nach, denn ich fand es gut, dass Harry das Netz, quasi ein Sicherheitsnetz, für die Absolventen enger stricken wollte.

„Mehr oder minder! Sagen wir mal so, als wir das zwischen uns versucht haben zu bereinigen, wegen der Waldgeschichte, habe ich die Gunst der Stunde genützt und mit Malfoy ein ernstes Wort geredet, vor allem da ich aufgrund der Hochzeit von euch weiß, dass er da was großes in Irland aufbaut und sehr wohl häuserübergreifend agiert und da dachte ich… einfach mal nachfragen. Ich fühle mich für die Mitglieder unserer Armee durchaus verantwortlich!“, bekannte Harry inbrünstig.

„Das ist sehr löblich, Harry!“, zeigte ich mich stolz und klopfte ihm auf die Schulter. Dass alles auch ohne mich lief und Harry und Draco es schafften, über ihre Animositäten hinwegzusehen, bei derart wichtigen und elementaren Themen, war überwältigend. „Aber macht Draco nicht ähnliches?“, wollte ich überlegend wissen, als Harry verneinend das Haupt schüttelte.

„Nein, ich hab ihn gefragt, nur bei arg gefährdeten Slytherins, ansonsten lässt er die Leute für seine Firma anwerben, wenn sie schon wo arbeiten, oder von seinen Firmen eingestellt werden!“, erklärte er mir und ich war erstaunt, dass er so viel mehr nun schon über Dracos Tätigkeiten wusste als ich.

„Mich freut es einfach, dass du selbst so mitdenkst, Harry! Das machst du toll. Ich finde das für unsere Abgänger echt eine super Option!“, lobte ich ergriffen, während ich mich erhob.

„Aber nun muss ich leider aufbrechen!“, erklärte ich, da ich los musste.

„Sagst du mir, wo du hingehst?“, fragte er noch rasch, aber ich entschwand mit einem verhaltenen Lächeln und huschte die Korridore entlang.

Rasch erreichte ich mein Ziel und stand unter Robin Hoods mächtiger und wuchtiger Major Oak. Gewandet war ich in meinen schwarzen, enganliegenden Catsuit und den weiten Mantel mit der Kapuze auf dem Haupt. Nur auf meine Maske hatte ich verzichtet und so stand ich unter dem mittlerweile blühenden Baum, umgeben von der erwachenden und knospenden Natur des Maies und lauschte der nicht vorhandenen Stille eines nächtlichen Waldes.

Dieser nichtmagische Wald strahlte eine ganz andere Atmosphäre aus als der reinmagische Verbotene Wald bei uns und daher ließ ich diese Unterschiede auf mich wirken.

Aber trotz allem konnte diese mitternächtliche Finsternis einem durchaus das Fürchten lehren. Das Laub raschelte verheißungsvoll im Wind. Die Geräusche der nachtaktiven Tiere umgaben einen förmlich. Das Flügelschlagen der jagenden Eulen und ab und an ertönte das entfernte Heulen eines Wolfes.

Für zart besaitetere Gemüter als mich würde es unbestreitbar unheimlich wirken und jeder würde es sich zweimal überlegen, ob er tatsächlich des Nachts ganz alleine durch diesen Wald marschieren wollte oder auch sollte. Als ich den dicken, nassen und klammen Nebel zu meinen Füßen ausmachte, der wabernd über den Waldboden kroch, schrie ein Kauz gerade wieder durchdringend auf und ich zuckte die Schultern und machte mich entschlossen auf den Weg.

Ich trat sicheren Schrittes mit meinen Stiefeln auf und lief gewohnt leichtfüßig über den federnden Boden, doch achtete ich, auch während ich über den unebenen Waldboden ging, auf meine Umgebung, denn zu leicht konnte man über Wurzeln und anderes stolpern. Zu stürzen wäre in dieser feindlichen Umgebung nicht das Klügste. Immer vorsichtiger kam ich vorwärts, denn ich konnte fast nichts ausmachen, aufgrund der aufsteigenden Suppe des Nebels, der immer dichter wurde.

Gleichzeitig waren alle meine Nerven angespannt. Stetig behielt ich die Umgebung im Auge. Jedes Geräusch und war es noch so leise, registrierte ich, denn die Wölfe waren mir des Nachts noch weiter überlegen als sonst schon, dabei entging mir keineswegs, dass es mir ganz leicht fallen würde in diese andere Betrachtung des Seins abzugleiten, sollte ich das wollen.

Mein „White-eye-Effect“ würde meine Auffassung für die Umgebung erweitern, verändern und intensivieren auf andere Art und Weise. Aber im Endeffekt entschied ich, dass für derartige Experimente nicht der rechte Ort oder gar die rechte Zeit war, wenngleich es mich zum ersten Mal in den Fingern juckte, es zu testen.

In diesem Moment stoppte ich abrupt und verharrte reglos, lauschte angestrengt mit nach links geneigtem Kopf, als es auf einmal sehr schnell ging. Ich wirbelte rasant herum, bemerkte, dass mein Gegner hinter mir ebenfalls den Kopf leicht schief gelegt hatte und wählte den ersten Angriffspunkt, zielte mit meiner flachen Hand auf das freiliegende Ohr und schlug wuchtvoll darauf, betäubte damit seine Sinne. Vielleicht wurde er auch taub und sein Trommelfell platzte durch den gezielten Schlag?

Er schrie gepeinigt auf und es war mir gleich, daher zögerte ich keine Millisekunde und setzte in einer Offensivkombination meinen Angriff auf die Stimmbänder fort, um sie zu lähmen. Ich schlug mit der anderen Hand mit Wucht rücksichtslos auf den empfindsamen Kehlkopf, nur achtete ich darauf ihn nicht zu brechen. Mein Gegner kam bei meiner rasanten Aktion gar nicht dazu mir Kontra zu bieten. Somit verhinderte ich gerade von seiner Seite jeden Ton, da beide Schläge unmittelbar hintereinander erfolgten.

Als er röchelte und gebeutelt vom Schmerz der raschen Attacke mit dem Oberkörper nach vorne ging, setzte ich dem Werwölf weiter zu. Mit einem einzigen, gezielten, harten Rippenschlag in die Höhe der Leber, in die ich mit Schwung meine Faust rammte, behielt ich die Oberhand.

Er versuchte verzweifelt einen Ton von sich zu geben, dann riss er seine gelblich leuchtenden Augen verzweifelt auf, als ich gerade zum letzten, alles vernichtenden Schlag ansetzte, nachdem ich mich akribisch an seinem Körper hinabgearbeitet hatte. Ich war geschmeidig mit meinem Körper mit hinab gegangen und mein Leib war nach vorne gebeugt, sodass ich auf guter Höhe mit seinem Bein war, um nun mit der rechten Hand in seine Kniekehle zu fahren und sie festzuhalten, während ich die linke Faust mit Wucht von außen gegen die Kniescheibe donnerte, dabei fühlte ich regelrecht, wie sich das Gelenk auskugelte!

Ein unartikulierter Schrei wollte über seine Lippen kommen, was nicht ging, da seine Stimme hinüber war.

Sogleich brach er wie ein gefällter Baum zusammen und landete bewusstlos auf dem nebeligen Waldboden. Während ich sowohl meinen Dolch mit der einen und meinen Zauberstab mit der anderen Hand zog, repetierte ich im Geiste den Kampf wieder:

Taub, Lähmung der Stimme, Leberpunch und ein ausgekugeltes Knie.

Meine Prognose; bewusstlos für 90 Sekunden, kampfunfähig für eine Viertelstunde, vollständige körperliche Genesung unwahrscheinlich! Als Muggel unmöglich und als Magier mit den rechten Mitteln wäre es wieder hinzubiegen, wobei als Werwolf könnte es möglich sein, dass er sich schnell wieder regenerierte, wobei er jetzt keine Gefahr mehr für mich darstellte.


Absichtlich hatte ich mich nur mit den Händen gewehrt, denn in dieser angespannten Situation wollte ich nicht noch einen Werwolf des Rudels töten.

Nun glitt ich wieder mit gezückten Waffen geschmeidig in eine aufrechte Position, den Dolch drohend nach links, den Zauberstab nach rechts erhoben und fragte süßlich:

„Wollt ihr spielen?“

Die zwei weiteren Werwölfe verharrten vorsichtig neben mir, als der sachte Mondschein, der durch die Wolken brach, offenbarte, dass die Klinge meines Dolches gefährlich an der Kehle des einen lag und mein gezückter Stab fluchbereit auf den Brustkorb des anderen Werwolf deutete.

„RRRR, was willst DU hier?“, murrte ein mir unbekannter Werwolf zu meiner rechten Seite unfreundlich, während ich die Lippen zu einer lächelnden Grimasse verzog.

„Was wohl?“

„Du bist grad nicht erwünscht!“, fauchte nur der, welcher den kalten Stahl meines Dolches an der empfindsamen Haut seiner Kehle spürte und dessen Namen ich nicht kannte.

„Nicht? Und das entscheidet ihr?“, blieb ich bei meiner Frage seelenruhig, obgleich ich durchaus nur hoffen konnte, dass vielleicht Patrick oder Fenrir auftauchen würden, sonst würde ich doch zu härteren Mitteln greifen müssen und das würde wiederum meine Position nicht gerade stärken. Aber aus der Ruhe brachte mich die gezeigte Aggressivität nicht, denn zu meinen Füßen lag noch immer der wuchtige Werwolf, der sich nicht mehr rührte, als Zeichen meiner Stärke.

„Was geht hier vor?“, durchbrach ein weiterer Werwolf diesmal lauter das Gebüsch und ich machte meinen ehemaligen Mann John aus, der dem Massaker im Wald an meinem Team entkommen war. Bei dem Anblick stockte er kurz und sah mich fragend an.

„Was wollen Sie hier?“, fragte er bedeutend höflicher.

„Zu ihm…“, entgegnete ich nur und hielt meine Verteidigungshaltung aufrecht, als sein Blick zu dem sich nun langsam rührenden Mann auf den Boden fiel, um gleich danach mich mit seinem Blick fast zu durchbohren.

„Er ist nicht gut auf Sie zu sprechen!“, raunte er mir düster zu.

„Dann soll er mir das selbst sagen… nicht du!“, erwiderte ich kalt.

„Du denkst, du bist ganz toll!“, drohte der eine Wolf neben mir haltlos und ging waghalsig einen Schritt mehr auf mich zu, sodass sich mein Stab direkt in seinen Brustkorb bohrte.

„Willst du es testen?“, fragte ich samtig.

„WASSS soll das? Auseinander!“, befahl nun die düstere Stimme des ersten Mannes des Rudels, des Alphatieres, in meinem Rücken, denn jetzt war er doch persönlich aufgetaucht. Es war interessant, dies zu erleben, wie die bisher stolzen Omega-Männer zu demütigen, kleinen Welpen mutierten und in geduckter Haltung zurückwichen.

„Verzeiht, aber sie wollte eindringen und hat Gary zerlegt…“, beschuldigte und rechtfertigte sich einer der Männer und zu meinen Füßen rollte und wimmerte noch immer der von mir ausgeschaltete Wolf.

„Nachdem er mich von hinten angreifen wollte!“, fuhr ich dem Typen barsch über den Mund und drehte mich langsam zu IHM um, steckte aber während der Bewegung sowohl meinen Dolch zurück an meinen Oberschenkel als auch meinen Stab in mein Halfter, um Fenrir zu demonstrieren, dass ich nicht auf Streit aus war, sondern hier war um zu reden.

Der mitleidlose Blick von Fenrir lag auf dem verletzten Mann am Boden, der gerade versuchte sich wieder aufzurichten, dabei wimmerte er erbärmlich und wälzte sich auf dem harten Boden.

„Du bist gekommen…“, stellte er leise fest und ich verengte meine Augen.

„Klar! Aber anscheinend willst du mich nicht sehen! Wenn mich deine Männer vom Lager fernhalten!“, setzte ich noch pikiert hinterher und blickten ihn ohne meine Maske offen an und er erwiderte diesen intensiven Blickkontakt.

„Schafft dieses nutzlose Stück Dreck weg und ihr selbst versteckt euch lieber vor mir, denn ich habe euch nicht befohlen, sie aufzuhalten… verschwindet, wir werden uns später unterhalten!“, drohte er nun ungehalten und es klang bei weitem bedrohlicher als alles was diese Lächerlichkeit von Omegas von sich gegeben hatten.

Erst als er mich mit einem entschlossenen Wink seiner Klaue zu sich rief, erlaubte ich dem Adrenalin, das in meinen Adern rauschte, sich zu beruhigen. Ich setzte mich in Bewegung, um dem beeindruckenden Mann zu folgen, der sich rasant von hier entfernte und als ich ihn einholte sprach er mich sachte an:

„Du kommst spät, Püppchen…, hätte dich eher erwartet!“, zeigte er sich dann doch recht ruppig, aber als ich nicht reagierte fuhr er fort. „Oder bevorzugst du es nun, dich hinter ihnen zu verstecken?“, eine Frage, die mich unwillig die Stirn krausziehen ließ.

„Werde nicht unverschämt…, das hab ich nicht nötig!“, entgegnete ich schroff und fühlte mich tatsächlich beleidigt.

„Sie tun es aber trotzdem!“, erwiderte er vollkommen unbeteiligt, dabei warf er mir lediglich einen überlegenden Blick von oben nach unten zu und ich schnaubte ob dieser Feststellung und verschränkte meine Arme vor der Brust.

„Sollen sie doch! Ich werde keinen einzigen Nerv daran verschwenden mich darüber aufzuregen!“, meinte ich hitzig, aber auch mit einer Prise Pragmatismus und Resignation in der Stimme.

„Dann hast du aufgegeben?“, fragte er flüsternd und blieb ruckartig stehen, da ich gerade etwas versetzt hinter ihm ging, knallte ich in seine mächtige Schulter und strauchelte über den noch immer fast nicht auszumachenden Waldboden. Das ließ rasch ein flüchtiges, sehr wölfisches Grinsen über seine Züge gleiten, während ich mich rudernd fing.

„Das nicht, aber wenn sie denken, sie müssen sich einmischen, sollen sie doch! Schließlich bin ich hier, ohne dass sie es expliziter wissen!“, erklärte ich meinen Standpunkt aber schränkte es auch ein, denn ich war mir nicht sicher, ob sie es nicht vielleicht vermuteten, dass ich mich selbst auf den Weg machte, aber das waren ihre Probleme, nicht meine. Mein neues Kredo war, mich nicht mehr in alles einmischen zu wollen, dafür hatte ich auch schlicht keine Zeit mehr!

„Püppchen, Püppchen, du spielst ein gefährliches Spiel mit ihnen!“, ermahnte mich Fenrir mit ernsthafter Tonlage, als er übergangslos durch das dichte Gebüsch brach, um in das Rudellager zu stoßen, während ich ihm auf dem Fuße folgte.

Natürlich bemerkte ich die freundlichen, lieblichen und netten Blicke der Rudelmitglieder, während ich Fenrir hinterher stapfte, dabei meinte ich dies durchwegs ironisch. Während ich vorbei an den Lagerfeuern, die den Nebel und die Nässe fernhielten, marschierte, konnte ich beobachten, dass die 3 verhinderten Wächter gerade ihren von mir verletzten Kameraden hierherschleppten. Ich ließ mich unter dem großen, abgestorbenen Baum auf Fenrirs Geheiß hin nieder, worauf sich Patrick, das Betamännchen, sein Stellvertreter und Mitglied meines neuen Trupps sofort nach einem Nicken zu mir trollte.

Ich begab mich geschmeidig in einen Schneidersitz nahe des Feuers und begegnete den starren Blicken der beiden Wölfe.

„Ich werde mich nicht dafür entschuldigen Kendrick verloren zu haben, nicht vor dem Rudel! Ich bin ihnen keine Rechenschaft schuldig! Und eure Art mit eurer Unzufriedenheit umzugehen und die Diagon Alley zu verwüsten ohne Sinn und Grund ist auch hirnrissig. Ihr hättet aufgrund der Auroren viel mehr Verluste erleiden können! Ich wollte helfen, aber jemand, der vollkommen selbst schuld ist, darf die Suppe selbst ausbaden, also werde ich mich auch vor dir nicht für mein Gehen entschuldigen!“, erklärte ich hart und fuhr fort, nachdem ich kurz geschluckt hatte um seinem harten Blick zu begegnen.

„Auch deine Aktion mit dem kleinen Junge fand ich nicht gut, das habe ich dir schon gesagt und dazu stehe ich, aber ich werde dir nicht vorschreiben… wen, was oder wie du zu töten hast, aber dir sagen, dass ich das nicht richtig finde… das werde ich tun!“

„Hast du deinen Standpunkt nun genug vor mir vertreten?“, knurrte Fenrir.

„JA!“, kam es recht pappig von mir.

„Ein DeathEater, der Skrupel hat, oder gar Moral?“, flüsterte er sehr leise und ich runzelte schon wieder unwillig die Stirn, das wäre nicht gut wenn man so von mir dachte und ich knabberte an meiner Lippe, bevor ich wohlüberlegt antwortete:

„So würde ich das nicht sagen, aber ich habe gewisse Grundsätze, selbst als DeathEater. Ich will nie derart geistesgestört enden wie Bellatrix ist, oder auch so bescheuert handeln wie einige andere… siehe Rabastan! Solange ich es mir leisten kann… versuche ich, nicht „Unschuldigen“ gegenüber grausam zu sein! Natürlich kann ich es und sollte man es mir befehlen werde ich es sein! Unterschätze mich da nicht, Fenrir! Aber nur aus Spaß an der Freude? ... Nein, dagegen wehre ich mich!“, beschied ich sehr kalt.

„Unschuld, Reinheit? Das ist dir wichtig? Aber mal ehrlich, selbst Kinder können diese schon verloren haben…“, warf er verächtlich ein.

„Hahaha…“, lachte ich zynisch auf und er behielt mich fest im Fokus: „Oh, Fenrir, ich bin nicht hier wegen einer Grundsatzdiskussion, oder um mich zu rechtfertigen oder von dir zu Verlagen, es zu tun. Ich weiß, dass man nie alles über einen Kamm scheren kann, aber an sich hat es niemand verdient, das Futter eines Werwolfs zu werden… meine Meinung!“, flüsterte ich nun zum Schluss und durfte es in seinen Augen flackern sehen, als meine Worte in ihm sackten. Aber es stimmte, denn was gab es schrecklicheres als von einem Werwolf bei lebendigem Leib aufgefressen zu werden?

„Und um so was zu sagen erstürmst du das Lager? Keine Angst, dass ich gegen dich zum Angriff blase? Nach deinem Auftritt oder eher deinem Abgang in der Gasse?“, wollte er nun mit lasziver Tonlage wissen und steckte seine Beine weit von sich, bevor eine Frau aus dem Lager vorsichtig zu uns geschlichen kam und ihm seinen Humpen mit dem warmen Bier reichte. Wobei er mir spöttisch zuprostete und die Frau ostentativ den zweiten Humpen neben Fenrir stellte, bevor sie sich schnell wieder zurückzog. Sie fühlte sich sichtlich unwohl in der Nähe ihres Rudelführers und mir, nicht wissend, ob ich trinken durfte oder nicht.

„Nicht doch Lust, dass ich dich beiße? Du wärst das perfekte Alphaweibchen!“, fragte er provokant aus heiterem Himmel, dabei streckte er sich genüsslich und stieß verspielt mit seinem Stiefel gegen den meinigen. Ich unterdrückte schwer einen Hustenanfall und somit starrte ich ihn perplex an, bevor ich konsterniert das Haupt schüttelte, wobei ich vorsichtig war, denn ich wusste nicht, wie ich diese Aussage werten sollte.

Aber auch eine ungute Angst beschlich mich. War dieses Angebot ernst gemeint?

Ich musste mit Bedacht antworten, denn wir hatten schon augenblicklich eine komplexe Situation. Wenn ich zu respektlos oder zu abweisend wäre, dann könnte das unsere Beziehung schwer schädigen.

„Ich bin überwältigt, dass du mir dies immer wieder anbietest, Fenrir! Aber sei ehrlich, ich würde dich in den Wahnsinn treiben, denn schlussendlich würde ich versuchen auch dich vom Rudelthron zu stoßen!“, ätzte ich giftig, dabei grinste ich ihn mit verzogener Grimasse an, worauf er rau auflachte, was sich eher wie ein heiseres Bellen anhörte, bevor er den Humpen schwungvoll austrank. Nun liefen ihm Schlieren der Flüssigkeit in den Bart, was ich stillschweigend, aber angeekelt betrachtete, bevor er sich mit dem Handrücken über den Mund wischte.

Doch ich dankte meinem Glück, dass er nicht rülpste, das war doch auch schon etwas und ich würde dankbar für jedes Stückchen Manieren sein, das ich hier geschenkt erhielt und freute mich, dass meine Entgegnung diplomatisch genug gewesen war.

„Du hast immer noch keine Angst!“, resümierte er amüsiert.

„Vielleicht bin ich minderbemittelt!“, bot ich an, warum ich derart keck gegenüber den Werwölfen war. „Aber ich vertraue nicht auf dich, Fenrir, verwechsle das nicht, sondern einzig nur auf meine Fähigkeiten! Deshalb trete ich euch oder auch dir furchtlos gegenüber!“

„Sie färben auf dich ab in ihrer Arroganz!“, antwortete er, nachdem er mich lange gemustert hatte, während ich überheblich mein Haar in den Nacken warf.

„Dann willst du mir sagen, dass sie es sich nicht leisten können eingebildet zu sein?“, wollte ich indigniert wissen und warf ihm einen recht sparsamen und kühlen Blick zu.

„Kann sich dies irgendeiner erlauben?“, wollte er leise wissen und griff gerade zu dem zweiten Humpen, während ich langsam begann meine Handschuhe auszuziehen, dabei winkelte ich lässig mein rechtes Bein an.

Im Moment spielten wir ein gefährliches Katz- und Mausspiel, noch war nichts wirklich geklärt und wirklich entspannt war ich nicht, denn ob man es glaubte oder nicht, trotz oder gerade wegen meiner soeben gezeigten lässigen Coolness war ich ständig in Alarmbereitschaft, um wenn nötig sofort meinen Dolch oder Zauberstab zu zücken. Auch könnte ich in Sekundenschnelle apparieren, sollten sie mich im Lager angreifen. Ich hatte, während ich neben Fenrir hergegangen war, überprüft, ob ein Schutz auf dem Lager lag und da er es nicht tat, war ich beruhigt. Wirklich unaufmerksam würde ich hier, in dieser mir von Grund auf feindlichen Umgebung, nie sein.

Denn egal, wie gut ich mich mit ihnen verstand, ich wusste immer, ich war kein Werwolf und damit keiner von ihnen!

Und das machte den alles entscheidenden Unterschied!

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