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 Kapitel 298 -300

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BeitragThema: Kapitel 298 -300   Mi Jul 25, 2012 5:06 am

298. Kapitel To see again, Wiedersehen

„Es tut mir Leid!“, erklärte ich einfühlsam, entschuldigend in die Runde, aber reagierte nicht sofort, indem ich zum Beispiel auf die Füße sprang, schließlich war ich keine Hupfdohle.

Als ich Dracos starren aber an sich ausdruckslosen Blick auf mir spürte, wartete ich noch weil die Schlange, die nach dem kurzen Befehl geschwiegen hatte. Doch plötzlich erschien sie erneut und zischte los. Sie verkündete etwas was ich nicht erwartet hatte.

„Jetzt! Komm, oder ich komm rein! Wir müssen gehen, ein Ruf erfolgt!“, zeigte es sich zu meiner Beruhigung, dass es nicht darum ging das er seine „neue“ Macht mir gegenüber ausspielte, sondern das es um den „Job“ ging und somit erhob ich mich resolut und meinte nochmal:

„Es tut mir Leid!“

Dabei strich meine Hand über Dracos Schulter und er fasste meine Hand, während ich mich langsam entfernt und wir uns immer mehr strecken musste, aber ich musste gehen. Bisher war ja alles gut und so schenkte ich der Runde ein aufmunterndes Lächeln, auch wenn ich nun eine weniger gesellige Runde besuchen würde, musste ich diesem Befehl, der wohl nicht einfach nur Severus Laune entsprungen war, folgen.

Hermiones Sicht ende

Severus Sicht

Unsäglich, warum ich sie holte?

Weil unter den DeathEatern die Wut ging, nachdem sie von den Zentauren erfahren hatten und nun hatte ich die unfassbare Ehre, es in der Höhle zu verkünden, wie das weitere Vorgehen aussähe, denn mein Pfau hatte ins Ministerium gemusst um sich zu produzieren und zu verlustieren, daher delegierte er gewohnt herrschsüchtig die Aufgaben.

Ich wusste, wo SIE steckte und es bereitete mir ein enormes Vergnügen sie aus der trauten Runde zu reißen.

Bösartig, aber ich war nie anders und wollte es gar nicht versuchen. Als ich ihr meine Schlange schickte, ahnte ich, das sie bocken würde, also schickte ich noch eine zweite Nachricht, die ihr verdeutlichen sollte, warum sie zu kommen hatte. Aber wie auch immer, da kam sie von hinten aus dem Garten und schlenderte betont lässig daher. Sie trug ein Gewand was mich überraschte, da es ein festlich anmutendes, grün schillerndes Kleid war. Offenbar hatten sie etwas gefeiert..

Sie sah exzellent aus. Ihr Haar hochgesteckt, nur einige Strähnen, die sich um ihr Gesicht kringelten, fielen verspielt aus der Hochsteckfrisur. Nur dezent war sie geschminkt und wirkte wie eine zurückhaltende, nicht aufdringliche Schönheit.

Nur ihre Augen, die ebenfalls in ihrem satten Braun ihr gut zu Gesicht standen, blickten missgestimmt durch mich hindurch, wie es schien war sie nicht gut drauf, während sie auf mich zuhielt. Das es sie ärgerte, das ich sie von Potter, seinem unsäglichen Balg und Draco wegholte, glaubte ich sogar. Als sie vor mir hielt, hob sie nur spöttische eine Augenbraue, während sie meine genau Musterung über sich ergehen ließ.

„Zufrieden?“, meinte sie recht barsch und ihr Ton war so herrlich zynisch, das ich sachte einen Mundwinkel anhob, denn es war nicht die Frage wie, wieso, weshalb, warum ich sie wegholte sondern, ob ich „zufrieden“ war, eine Anspielung mit doppeldeutigem Inhalt.

Erstens ob ich „zufrieden“ war, das sie derart brav erschien nach meiner Aufforderung und zweitens ob mir das gefiel, was ich sah und beides hätte ich bejahen können, würde ich aber nicht tun.

Somit ruckte ich nur auffordernd mit dem Haupt zu ihrem noch offenliegenden Gesicht, bevor ich mit einer Bewegung vor meinem Gesicht meine Maske anlegte. Eine Geste, die sie umgehend nachahmte und dann mit einer Eisenmaske vor mir stand und mich aus stechend aussagekräftigen Augen fokussierte, dann reichte sie mir fließend ihre Hand und ließ sich von mir apparieren. Wir landeten leise auftauchend vor der Höhle in Wales.

Sie ließ sich kein Erstaunten anmerken, sondern wandte sich resolut um und rauschte in die Höhle, dem entgegen von dem sie gar nicht wusste, was kommen würde. Über diesen bescheuerten Gryffindormut konnte ich nur immer konsterniert das Haupt schütteln.

Sie hatte keine Ahnung was da drinnen ihrer harrte, aber sie startete durch, beeindruckend wenn es nicht total hirnverbrannt wäre.

Ich schritt auch mit großen, ausholenden Schritten hinein und holte lautlos auf bis wir uns der kleinen Versammlungshöhle, die etwas weiter im inneren der Höhle lag, nährten. Ich würde heute im kleineren Kreis etwas verkünden.

Wie sehr ich mich doch über meine herausragende Rolle als „linke“ Hand freute, es war unsäglich.

Heute fand hier keine große Veranstaltung statt. Als ich den trotzdem gut gefüllten Raum betrat, waren auch nicht alle Mitglieder des Inneren Kreises vertreten, denn das war unnötig. Die beiden Lestrangesbrüder waren da, Dolohov, unser Neuzugang und Avery und das Mudblood, ansonsten waren Scabior und die Werwölfe da und noch so einige andere, die einigermaßen wichtig waren, aber ansonsten nichts zu sagen hatten.

Als ich den Raum endgültig betrat, hatte ich natürlich weiterhin meine Maske auf und durfte erleben wie sofort das nervöse, neugierige Summen abrupt verstummte, während ich geruhsam auf die steinerne Erhöhung zuschritt, dabei bemerkte ich aus den Augenwinkeln, das sich das Biest betont im Hintergrund hielt, etwas was meine Zustimmung fand.

Dann nahm ich vor der verachtenswerten Meute Aufstellung, viele waren noch mit ihren Masken bewährt, nur jene nicht, die schon als DeathEater enttarnt und vom Ministerium gesucht wurden. Es war schön zu sehen wie sehr wir uns hier vertrauen konnten, blieb ich gewohnt sarkastisch.

„Meine Kollegen und Mitstreiter! Ich habe die ehrenvolle Aufgabe euch die Wünsche unseres Lords zu übergingen, nachdem die „rechte“ Hand zu seinem Liedwesen verhindert ist. Aufgrund der neuersten Erkenntnisse, kann ich die umherschwirrenden Gerüchte bezüglich unsers hochrangigen Mitgliedes Nott offiziell bestätigten….“, sprach ich geschwollen, zu der angespannten Masse und tat mir selbst leid darüber wie ich zu ihnen sprechen musste, während bei Notts Namen ein Ruck durch die Menge ging „….das eben jener Tod aufgefunden wurde. Nott war nicht nur ein ehrenvolles Mitglied der DeathEater, sondern auch noch ein erlauchtes Mitglied des Inneren Zirkels! Ein verdienter, loyaler DeathEater, der Lord ist über diese Anmaßung sehr aufgebracht und sinnt auf Rache, wie auch ihr ….“, legte ich mit tiefer Stimme eine Kunstpause ein, um die nächsten Worte auf die Leute wirken zu lassen.

„Wir haben Hinweise um die Mitschuld der Zentauren….“, wurde ich von einem empörten und wütenden Aufschrei der Menge unterbrochen, als ich die umhergehenden Gerüchte bestätigte, die wohl anscheind niemand so recht hatte glauben wollen.

„RUHE!“, donnerte ich magisch verstärkt durch die Höhle und meine Stimme hallte mehrfach wieder, was viele furchtsam sich ducken ließ, ein Verhalten, das mich mehr als höhnisch aufschnaufen ließ.

„Euch ist es nicht gestattet zu sprechen!“, tönte ich gelassen, kalt aus den Schlitzen meiner Eisenmaske und das Grollen das ich ausstieß, sorgte für viele fruchtsame Blicke. Ich wäre mir nicht zu fein meinen Stab gegen jemanden zu richten, denn ich hasste es, wenn meine Autorität untergraben wurde.

„Gut! Gewöhnlich ist es für Zentauren sich aus den Angelegenheiten der Magier herauszuhalten, da sie es dieses Mal nicht getan haben, werden sie uns noch kennenlernen! Der Lord wünscht jedoch keinen sofortigen und allzu offenen Gegenschlag….“, brauste wieder leises Murren auf, das ich stillschweigend hinnahm.

„Auch wenn euch Kretins die Beweggründe unseres Lords nicht zu interessieren haben, so sage ich euch, dass wir Nott rächen werden! Aber mit Bedacht, damit wir die Zentauren nicht vollends auf die Seite des Ordens scheuchen, also sollte MIR zu Ohren kommen, das ein Idiot von euch denkt, er könnte ungestraft mit den Pferdchen spielen, dann irrt er gewaltig!“, drohte ich unverhohlen.

„Aber …aber?“, „Wie…jetzt?“, wollten Rudolphus und Avery aufbegehren, da sie aber gerade nicht Stunden mit dem werten, schlechtgelaunten Lord und einem affektierten Pfau verbracht hatten um sich Strategien zu überlegen, wie man das alles für sich nützen könnte und hier tun und dort planen, sollten diese Nervensägen einfach still sein und so hob ich einer bestimmten, abwehrenden Geste die Hand. Am besten, ich würde den Haufen einfach stumm Zaubern, schlimmer als eine erste Klasse auf Hogwarts zu unterrichten. Ich tat mir wirklich und wahrhaftig leid.

„Es wird ab jetzt Patrouillen durch den „Verbotenen Wald“ geben und Racheaktionen und Scharmützel, aber keinen offenen Krieg mit den Zentauren, erstmal! Vorerst kommen die Truppen mit den Werwölfen zum Einsatz und sollen zeigen was sie können!“, durfte ich amüsiert beobachten, wie IHR Kopf in die Höhe ruckte, denn jetzt konnte sie Eins und Eins zusammenzählen, warum ich sie und nicht Draco geholt hatte.

Da schlich sich auch schon der Oberwerwolf von den Lestrangesbrüdern weg, in ihre Richtung. Als er bei ihr anlangte, beugte er sich zu der neben ihm sehr zierlich und zerbrechlich erscheinenden Gestalt hinab. Ich glaubte nach einem kurzen Gespräch so etwas wie ein vorfreudiges Grinsen auf den wölfischen Zügen des verunstaltenden und grobschlächtigen Mannes zu erkennen.

Dass das Biest aber auch immer diese Gabe hatte die absonderlichsten Gestalten anzuziehen. Als nächstes trat dieses gesträhnte Etwas aus dem Schatten zu ihnen und beugte sich vertraulich von hinten zu dem Biest, dabei konnte ich zu meinem großen und ungläubigen Erstaunen beobachten, wie dieser Scaboir es wagte, ihr seine viel zu freizügigen und grabschenden Hände auf die Hüften zu legen und ihr etwas ins Ohr zu wispern und jetzt passierte das Unsägliche, SIE TAT NICHTS!

Sie gestattete es diesem Kretin sie derart intim zu berühren. Wenn das Lucius sähe, arch was, es reichte, das ich es sah und es sie nicht mal zu bekümmern schien, denn gerade sprach sie etwas über ihre Schulter, was den Mann hinter ihr veranlasste zu lachen.

„Somit wird die Gruppe um das Mudblood die größte Verantwortung, den „Verbotenen Wald“ betreffend tragen! Die anderen Gruppen, die schon ausgebildete Werwölfe haben, unterstehen diesem Trupp und wechseln sich untereinander ab!“, befahl ich kalt, klatschte bestimmt in die Hände und löste damit diesen impertinenten Haufen auf.

Aber diese traute Haufen schien sich gar nicht trennen zu können, denn als die Lestrangesbrüder dazu traten, löste sich zu meinem Missvergnügen diese traute Dreieinigkeit nicht auf, sondern sie wurde noch näher zu Scabior gezogen, während die Brüder mit einem gehässigen Lächeln zu den Dreien sprachen.

Etwas was mich von meinem erhobenen Standpunkt aus überraschte war, wie die Drei tatsächlich eine Einheit bilden konnte, an sich im Kampf beruhigend, aber ich wollte zu gerne wissen, was Lucius den beiden Männern angewiesen hatte. Auf das Biest zu achten mit Sicherheit, Streitereien mit den Lestranges zu unterbinden, auf jeden Fall. Streit unter und im Inneren Kreis wurde ungern gesehen, beziehungsweise offen ausgetragene Querelen.

Aber sie schienen sich einig vor den Lestranges gemeinsam aufzutreten, wenn Bellatrix mit von der Partie wäre, könnte es aufgrund ihrer Beziehung zu Fenrir anders aussehen. An sich wäre es spannend wie sich der Werwolf entscheiden wurde sollte es zu dieser brenzligen Situation kommen. Nur ich war mir nicht sicher, ob mir das sich mir bietende Bild gefiel und ob es Lucius gefallen würde, wenn er es selbst live sehen müsste. Ich nahm an, dass es ihm sauer aufstoßen würde, aber es lag nicht an mir es ihm zu hinterbringen.

Ich machte mich auf, verließ meinen Platz, um gleitend durch die sich mir öffnende und verstreuende Masse zu schreiten, wie Moses durch das sich zurückziehende Meer, rauschte ich mit meinen mich weit umwehenden Roben auf die kleine Gruppe zu, die als ich meine Ohren anstrengte, sich erstaunlich gut zu unterhalten schien. Dieses Biest schaffte es mich jedes Mal aufs Neue zu erstaunen.

„Also ich muss schon sagen, du sahst einfach scharf aus!“, wisperte gerade Rudolphus und die Augen vom Biest flackerten verschlagen hinter ihrer Maske auf.

„Deinen Geschmack möchte ich haben Bruder!“, würgte Rabastan wenig schmeichelhaft.

„Dieser Anblick war auch nicht für euch gedacht!“, hisste das Biest böse, aber auch sehr zweideutig auf.

„Bitte, dann für Lucius? Ich dachte, du bist mit unserem Draco zusammen?“, höhnte Rabastan giftig.

„Ich denke, es geht auch absolut nichts an!“, zischte sie kalt zurück.

„Ohhhh…jetzt zickt sie?“, erklärte nun Rudolphus spöttisch grinsend an seinen Bruder gewandt.

„Ist das nicht zu süß?“, antwortete sein Bruder im selben Ton.

„Ich bin nicht süß und wenn ich zicke, kratze, beiße und trete ich!“, erklärte das Biest nun äußerst kalt und abwertend.

„Hey, ich weiß nicht was ihr habt und auch du Püppchen, dein Anblick im Manor war toll…erinnerungswürdig….na gut, das Blut vielleicht weniger! Aber das heiße, knappe Teil war nicht zu verachten, schschsch!“, pfiff Scabior und zog eine Schnute, während er seine Hand begehrlich über ihre Hüften, in dem engen grünen Kleid wandern ließ, was sie nun doch veranlasste ihm einen Klapps auf die Hand zu geben.

„Na, mir gefiel das Blut mit am besten, auf der weißen Haut….so wie sie aussah, hatte sie viel Spaß!“, kam es provokant von Rudolphus, wobei er einen Finger in ihre Richtung streckte und sie diesem geschickt auswich, dabei aber nur noch weiter in Scabiors Arme kam.

„Über Geschmack lässt sich streiten!“, zischte Hermione böse und es klang als würde sie den einen wie den anderen zurechtweißen.

„Aber ich denke, wir sind hier um uns abzusprechen. Wann schnappen wir uns die Pferdchen?“, hielt ich mich noch zurück, als sie dies gerade nun vollkommen übergangslos in ihrer Stimmung wechselnd fragte.

Und wieder einen Schritt auf die Lestranges zutrat, was Scabior sichtlich weniger zusagte, aber seine Hände nahm er nicht von ihr.

„So begierig…?“, hauchte Fenrir zweifelnd mit schiefgelegtem, beeindruckend großen haarigen Haupt.

„Na, ich denke, es ist nie schlau den Lord warten zu lassen! Außerdem sollen wir ja nur guerillagleiche Ausfälle wagen und kein Schlachtfeld eröffnen, hinzukommt die Nähe zu Hogwarts und Dumbledore. Es darf nicht zu offensichtlich sein, das wäre kontraproduktiv!“

„Orch Püppchen, hör doch auf, das ist ja nervend! Schon mal was von amüsieren gehört?“, jammerte Rudolphus und Rabastan nickte inbrünstig.

„Natürlich, aber mir geht die Pflicht über alles!“

„Brutal, ist die immer so?“, zeigte Rabastan frustriert auf das Biest, wobei sich Scabior und Fenrir nur einen vertrauten Blick schenkten, bevor sie in Lachen ausbrauchen, aber nicht darauf konkret antworteten.

Ich hielt mich weiterhin neugierig zurück, während die Männer nicht zu bemerkten schienen, wie die Laune des Biestes umschlug und ein gemeingefährliches Funkeln in diese braunen Augen trat und sie sich urplötzlich in einer rasanten Bewegung aus Scabiors Händen an ihren Hüften riss, um dem vor Erheiterung laut lachenden Rabastan mit Wucht brutal in einer schnell wechselnden Zweierkombination, vor das eine wie das andere Schienbein zu treten.

Sie trat ihm mit Schwung regelrecht den Stand weg. Er war so überrascht das er laut brüllend vor Schmerz auf die Knie ging, nur um sich in ihrem sicheren und harten Kehlengriff wiederzufinden.
Sogleich verstummten die überrumpelten Männer abrupt, von dem spontanen und raschen Angriff und die wenigen anderen DeathEater, die noch in der Höhle waren, sahen zu, das sie wegkamen, bis nun noch die Mitglieder des Innern Kreises abwartend verharrten, denn auch Avery und Dolohov blieben neugierig zurück

Sie hatte nicht mit der ganzen Hand seinen Hals umfasst um zuzudrücken, sondern schlauerweise nur mit ihren vorderen Fingern, diese hielten die Gurgel in einem festen Griff, dabei könnte sie ihm jederzeit den Kehlkopf brechen mit einem brutalen Druck. Keiner zweifelte daran, dass sie es könnte, als Rabastan vor ihr wimmernd auf dem Boden kniete um nach Luft zu schnappen.

Ich rollte verborgen unter meiner Maske die Augen und verkniff die Lippen zu einem Strich. Warum legte sie sich immer mit den Lestranges an?

Natürlich, sie waren enervierende Idioten, das würde ich ihr sogar unterschreiben, aber sie derart vorzuführen, war wenig klug, wenngleich ihre Attacke herrlich zu beobachten war. Geschmeidig, fließend in einer einzigen zusammenhängenden Bewegung hatte sie agiert und ihre kleine Gestalt voll ausgenützt. Rabastan hatte seine missliche Lage noch gar nicht richtig registriert, als sie ihn schon im Griff hatte und nun die Männer verstummten.

„Ich bin nicht hier für eure Belustigung!“, hauchte sie eisig und klang dabei gefährlich.

Es umgab sie eine ganz eigentümliche Aura, die einem wirklich deutlich machte, das sie nicht ungefährlich war unter all diesen Männern. Man durfte das Biest zu keiner Zeit unterschätzten, auch wenn ihre Kleidung mit dem Kleid und der Maske in dieser Umgebung etwas unpassend erschien.

„Oder siehst du das anders Rabastan?“, schnurrte sie süßlich unter ihrer Maske zu dem Mann an dessen Stirn sich die Schweißperlen bildeten, da der Griff schmerzte, wenn seine Kehle beim Schlucken an ihrem Fingern rieb.

„Aber da ihr euch so sehr um Arbeit reißt, gebe ich euch Fenrir mit und somit werdet ihr die ersten sein, die das Vergnügen haben werden, den Wald unsicher zu machen! Eigentlich hatte ich vor die Erste zu sein, aber du hast recht, ich sollte alles ruhiger angehen und es weiter delegieren, also husch, husch….!“, konnte man das höhnische Grinsen hinter der Maske fast mit Händen greifen, als sie ihn mit einem harten Stoß von sich stieß, sodass er keuchend und hustend nach hinten fiel und sich an die den lädierten Hals faste, dabei funkelte er sie hasserfüllt an, aber bevor das weiter eskalieren konnte, trat ich schnell vor.

„Ihr habt es gehört, der Wald ruft und du kommst mit mir!“, wies ich mit einem seichten Handwedeln an, worauf alles entschwand, was aber teilweise nur wiederwillig geschah, während sie sich nicht rührte, eher wie eine Salzsäule wirkte. Nur ihre beiden Männer blieben noch.

„Fenrir, sorry, für die Extraarbeit! Aber pass auf und unterweiße die Wölfe vom Lestrangestrupp!“, befahl sie ihm und er zuckte nur gleichgültig mit den Schultern.

„Geht klar, Püppchen!“, tippte er sich an die Stirn und verschwand mit seiner mächtigen, muskulösen Gestalt, während ich fand, dass dieses nervende Strähnchen ekelhaft selbstgefällig lächelte.

„Noch wünsche an mich, Püppchen?“, grinste er anzüglich und ich schenkte ihm einen brandgefährlichen Blick, den dieser Idiot gar nicht registrierte, da er an ihrer Maske festklebte.

„Nicht explizit, geh mir aus den Weg, tu nichts Dummes und bis bald!“, hauchte sie eisig und schaffte es mich sehr zu erheitern, weil Scabior über ihre emotionsarme Art zusammenzuckte.

„Komm!“, grollte ich nur hinter ihr und sie folgte ungewohnt fügsam aufs Wort und ließ Scabior stehen um mit mir aus der Höhle zu gehen. Als wir fast den Ausgang erreicht hatten fragte ich sie:

„Findest du das so schlau?“ Ich hatte sie vor den Kretins nicht zur Rede stellen wollen, um nicht ihre Autorität in Frage zu stellen.

„Was? Das ich Rabastan angegangen bin? Nein, nicht wirklich, aber er wird nie aufgeben und es hat mir gereicht! So werde ich mit den Konsequenzen leben müssen! Und wenn du auf den ersten Einsatz anspielst? Ja, diese Idioten werden so einen Krach machen im Wald, dass die Pferdchen erst mal verschwinden. Es ist nicht die Art der Zentauren sich sofort zu stellen, vor allem nicht gefährlichen Gegnern. Sie schießen nur auf Schüler!“, schnaubte sie verächtlich auf.

„Wir werden sehen…Komm!“, forderte ich sie vor der Höhle auf, mir ihre Hand zu reichen und ich durfte beobachten, wie ein durchwegs argwöhnischer Ausdruck in ihren Augen auftrat, verriet doch die Maske sonst nichts von Regungen die man hätte lesen können, doch dann legte sie mit einem leisen Seufzen schließlich ihre Hand in meine und ließ sich von mir dorthin appariren wo ich sie haben wollte.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Das war ja so klar gewesen, fast unausweichlich! Ich war sauer und ärgerte mich schwarz!

Warum hatte ich das getan? Weil mich alles nervte, zuerst das Drama mit Remus, daraus das resultierende Drama mit Draco, um nun zu erfahren, das ich diese idiotische Waldangelegenheit anführen sollte, die ich mal, die Infiltration des „Verbotenen Waldes“ nannte.

Als dann aber Fenrir kam und mir erneut zuflüsterte, das ich lecker und zum vernaschen süß, wie ein Baby roch, ging es mit meiner Stimmung steil bergab, da er sich sehr erheitert zeigte und ich zynisch meinte, es sei immer schön, dass er mich gut riechen könnte.

Dann kam Scabior, der seine grabschenden Finger nicht von mir lassen konnte und ich ließ ihn, da ich wusste, wie sehr er es mochte zu zeigen, wie eng er mit mir war. Ich fragte mich, ob das noch immer so wäre, wenn ich einmal versagte und in Ungnade fiel, wir würden sehen.

Es störte mich nicht, denn ich wusste den Vorteil daraus zu ziehen, siehe die Information im Forrest am Bachlauf, die ich sonst nie erhalten hätte und damit auch Remus nicht so schnell hätte retten können.

Außerdem wusste ich, dass es Severus ärgern würde und damit war es für mich ein probates Mittel, bis die Lestrangesbrüder mich wie gewohnt, gedachten zu enervieren.

Die blöden Sprüche, weil Scabior und die Lestranges mich nach meiner Aktion im Kerker etwas unpassend gekleidet gesehen hatten, waren nervend. Wohl gerade deswegen gossen sie ihren Spott über mich aus, etwas was mir mehr als sauer aufstieß, da ich nicht stolz darauf war und als sie begannen den Auftrag nicht ernst zu nehmen und Rabastan dachte, mir wie immer blöd kommen zu müssen, reagierte ich nur noch und tat im Ansatz das was ich mir seit langer Zeit wünschte zu tun.

Ihn auf die Knie zu zwingen, ihm diesem eingebildeten Schnösel, zu zeigen welchen Platz er einnahm, diesen versnobten und eingebildeten Lestrange einmal zu zeigen, dass ich viel stärker, schlauer und besser war als sie.

Es kostete mich eine enorme Anstrengung, die man mir zum Glück nicht ansah, aufgrund der schützenden Maske. So konnte ich verbergen, wie ich um meine Beherrschung kämpfte um diesen elendingen, verachtenswerten Irren nicht mit einem einzigen Griff für immer ins Jenseits zu befördern.

Aber ich schaffte es meinen verkrampften Griff zu lösen und pragmatisch meine Anweisungen zu verteilen, bevor mich Severus hinausbefahl. Gewohnt beherrscht und gleichgültig tat er etwas Ungewöhnliches, indem er wieder meine Hand zum apparieren erbat, denn das Manor hätte ich jederzeit alleine betreten können.

Ich erkannte sofort wo wir landeten. Es war das mit Büchern vollgestellte Wohnzimmer in Spinners End, das ich das letzte Mal gesehen hatte, als ich Dumbledore hier lebensgefährlich verletzt abgeliefert hatte und als uns die Lestranges unterbrochen hatten. Sogleich löste Severus seine mein Handgelenk umklammernden, schlanken Finger.

Ich blickte mich genau um. Es hatte sich nichts getan, oder verändert. Die wenig komfortable Couch, der kleine Kamin, der rappelvolle, bis oben mit Büchern zugestellten Raum.

„Was tun wir hier?“, fragte ich neugierig.

„Arch, bitte! Treibt es dich so sehr zu Draco?“, kam es blasiert von ihm.

„Bitte, keine Sarkasmus und Nein, das ist es nicht, aber es ist jetzt nicht so als würdest du diese Räumlichkeiten denen des Manors vorziehen!“, rümpft ich sichtlich die Nase, als ich meine Maske mit einem Wisch verschwinden ließ und mich nun Severus von Angesicht zu Angesicht präsentierte.

„Gefällt dir mein Haus nicht? Zu fein dafür?“, spottete er höhnend.

„Sag ich doch nicht, nur das du nicht wirklich heimisch hier wirkst!“, erklärte ich betont ruhig.

„Etwas zu trinken?“, kam es schnarrend kalt und das sollte mir wohl bedeuten, dass das Thema beendet war, somit zuckte ich nur mit den Schultern. Das Severus immer dermaßen empfindlich bei gewissen Dingen sein musste, war ja so gar nicht nervend.

Somit schenkte er sich und mir ein Glas ein, bevor er sich auf die Couch sinken ließ und es mir überließ stehen zu bleiben oder nicht.

„Hast du mir etwas zu sagen?“, fragte er schließlich die aufkommende Stille unterbrechend und ließ mich verunsichert überlegen, denn worauf spielte er an?

„Ähh, nein?“, kam es schnell von mir.

„Sicher?“, durfte ich zusehen, wie er sehr skeptisch eine seiner dunklen Augenbrauen hob und betont Nachfragte, während ich mit dem Glas in meiner Hand spielte.

„Ich denke schon!“, erwiderte ich schon sicherer, denn mir fiel nichts ein, was ich ihm hätte sagen sollen.

„Dann überleg gut!“, kam es sehr samtig von ihm, wobei ich meine Augen argwöhnisch zusammenkniff.

„Über was sprechen wir?“, wisperte ich zaghaft, da mir flau im Magen wurde und ich nun rasch einen beruhigenden Schluck trank.

„Das weiß ich nicht, sag du es mir Hermione!!“, schnarrte es ölig von ihm und es war ganz schlecht wenn Severus mich derart persönlich ansprach, sonst vermied er es sehr geschickt aber gerade klang mein Name wie eine Drohung.

Somit wog ich meine nächsten Worte genau ab, nicht sicher was er wusste oder dachte zu wissen, aber auch vorsichtig unter Anbetracht, das er das mit Daphne gewusst hatte. Dieser Mann war gefährlich. Ihm zu vertrauen war genauso gefährlich, wie ihm nicht zu vertrauen, verdammt!

„Wäre es klug dir alles zu sagen, Severus?“, fragte ich nun lavierend und leckte mir über meine vom Cognac nassen Lippen.

„Das ist eine Entscheidung, die ich dir nicht abzunehmen vermag!“, hauchte er samtig und maß mich abwartend mit diesen schwarzen Edelsteinen, die er Augen schimpfte und die so gar nichts erzählten. Das war witzig, wirklich witzig, sollte mir diese Andeutungen nun sagen, dass er etwas wusste oder ahnte.

Was sollte ich tun, ihm von Remus erzählen?

„Ich….ich….erzähl doch du mal zuerst, wie es bei den Vampiren war?“, stotterte ich kurz unsicher und klammerte mich an das einzige was mir auf die Stelle einfiel, worauf ich bemerkte wie sich eine kalte, undurchdringliche Maske über Severus Züge legte.

Es war als würde man einen Schalter umlegen, nicht das er zuvor besonders emotional gewirkt hätte, aber ich erkannte den Unterschied, nur wusste ich nicht, ob mir die Erkenntnis das etwas bei den Vampiren geschehen war gefallen sollte.

„Wie wohl!“, kam es verächtlich von ihm.

„Dann war es ein Erfolg und du hast den Auftrag erfüllt?“, wagte ich genauer nachzufragen.

„Korrekt und ich wurde noch nicht mal gebissen!“, hisste er bösartig auf und bedachte mich mit einem recht eindringlichen Blick.

„Witzig…ist sonst etwas passiert?“, fragte ich knapp nach und kaute nervös auf meiner Unterlippe.

„Nicht weniger, oder mehr als bei dir in meiner Abwesenheit! Du hattest deinen Spaß mit Lupin?“, erkundigte er sich fast lasziv seidig und lenkte wieder von sich ab.

„Eine interessante Erfahrung die mir bisher fehlte“, antworte ich kalt.

„Du hast nicht enttäuscht!?!“, fragte er und hob eine seiner dunklen Brauen skeptisch an.

„Danke…!“

„Ich wünsche immer noch Potter zu sehen!“, beschied er plötzlich und wechselte schon wieder das Thema.

„Ist mir bewusst, am besten nächste Woche….geht es kurzfristig?“, stimmte ich mal besser zu, auch wenn mir klar war, wenn er ins Cottage ging, würde es gefährlich werden. „Natürlich! Was sagt Draco?“, fragte er nüchtern nach.

„Nichts…was sollte er sagen?“, biss ich mir nun sehr unruhig auf die Unterlippe und da konnte ich aus einem Blick, denn ich Severus verborgen unter meinen Wimpern zuwarf, erkennen, das er aufmerkte aufgrund meiner Geste und gekonnt weiterbohrte.

„Hat er es gesehen?“, fragte er nun gezielt nach, als ich nicht sofort antwortete, lachte Severus ein leises, aber sehr kaltes Lachen. „Nein, hat er noch nicht! Derart keusch in der Zeit meiner Abwesenheit?“, war der bitterböse Spott in Anspielung auf Lucius und sein Geschick mich mit Keuschheut zu schlagen, nicht zu überbieten.

„Was willst du Severus?“, brauste ich scharf auf, dabei stellte ich mein Glas klirrend auf den Tisch vor mir, als er plötzlich in einer geschmeidigen Bewegung so nah bei mir war, das ich blind blinzelte als seine Nase fast meine berührte.

„Ich? Was denkst du?“, flüsterte er seidig.

Der tiefe, dunkel Ton seiner Stimme sandte mir dabei eine Gänsehaut über den Rücken, worauf ich mich nicht mehr beherrschte, da ich ihn plötzlich aus einem Impuls heraus am Kragen packte und ihn begehrlich zu mir zog, die Millimeter die uns trennten schnell überwand und meine Lippen fest und verlangend aus seine presste.

Dabei strich ich mit meiner Zunge begierig über seinem Mund, versuchte ihn zu einem Kuss zu animieren, sodass er den meinigen nun erwiderte.

Aber Severus hatte sich versteift, wollte sich mir entziehen, etwas was mich frustriert an seinem Mund aufstöhnen ließ. Es war eine Krux, denn seit Tagen verspürte ich nicht das Bedürfnis nach Sex, aber gerade eben, war ich heiß und mein Schoss hatte sich erwartungsfroh zusammengezogen. Ich wäre heute auch bei Draco gelandet, wenn Severus mich nicht weggeholt hätte, aber gerade eben hatte mir seine leise gewisperten, doppeldeutigen Worte einen Schauer beschert und meine Abstinenz der letzten Tage machte sich nahtlos bemerkbar.

Meine verdrossenen Töne, die ich gegen seine Lippen ausstieß, schienen auf ihn zu wirken, denn er unterließ sogleich seine Bemühungen sich von mir zu lösen und schloss plötzlich drängend seine starken Arme um meinen Körper und ging mehr als fordernd auf meinem Kuss ein.

Was gut war, denn küssen konnte er. Dann schob mich Severus fordernd zurück auf die Couch, wobei es mir in meiner heißen Leidenschaft gleich war, das es nicht die bequemste Liegewiese war, auf der wir uns gerade befanden, aber in dem sich anbahnenden, lustvollen Rausch war es zweitrangig, da er nun fiebrig begann mir mein Kleid auszuziehen und dabei sorgsam, wie eh und je damit umging.

Ich räkelte mich lasziv und sehr begehrlich unter ihm und gab mich der Erregung hin, die mich wie ein heißer, schneller Strom durchfloss, während ich atemlos auf keuchte.

Es raschelte und einen Ratsch später lagen meine Brüste befreit vor ihm und seine gierigen Lippen entließen meinen geschwollenen Mund und legten sich jäh verlangend an meine steil aufgerichteten Brustwarzen, während seine Hände die andere Brust fest kneteten und verwöhnten.

Es war ein hektischer Kampf einander zu spüren, wobei ich aber gar nicht dazu kam, an seiner mit Knöpfen übersäten Kleidung zu hantieren, da er sich mir entwandt und nun ähnlich getrieben wie immer, jetzt nur noch sein Mund meine Brüste bearbeitete. Mal biss er, mal leckte er, aber seine Hände wanderten unstet suchend, fahrig über meinen Leib, bis er mein Kleid endgültig der Altkleidersammlung anheimgab, indem er es vollständig entzweiriss um nun ungehindert zwischen meinen Schenkel anzulangen. Automatisch öffnete ich meine Beine für seine flinken und fordernden Finger, um ihm einen besseren Zugang zu ermöglichen.

Seine Hände erkundeten mich gewohnt aufreizend, seine Finger schoben sich leicht in mich, spielten verboten mit meinem Kitzler, bis ich ein leises Stöhnen nicht mehr unterdrücken konnte. Dieser Mann war überall.

Ich brauchte dieses Liebesspiel. Es ließ mich lebendig fühlen. Es war einfach zu gut, diese Lust die mich durchströmte als seine Lippen von meinem Hals abließen und er an mir hinabwanderte um mir etwas fester in meine rechte, erregte Knospe zu beißen, was mir einen erstickten Schrei entlockte, weil mich ein süßer Schmerz durchzuckte.

Das ließ ihn aber nicht innehalte auf seinem Weg an meinem Körper hinab. Er hauchte ungewohnt zärtlich sanfte Küsse auf meinen trainierten Bauch und kam schließlich ganz tief unten an.

Dann geschah Etwas, was es schaffte um mich kurz wieder auf den Boden der Tatsachen zu befördern, da ich nun seine Finger an meinem rechten Oberschenkel fühlte, wie er langsam fast andächtig sein Wappen nachfuhren, somit schlug ich meine Augen auf, die ich bisher vor Wonne geschlossen gehabt hatte, um nach unten zu schielen.

Dabei sah ich einen zwischen meinen weit gespreizten Schenkel liegenden Severus, dessen lange, schwarze Haare wunderbar auf mir drapiert dalagen und ich konnte zusehen, wie seine Fingerkuppe gerade langsam, lasziv das zweite „S“ gedankenversunken nachfuhr, dabei lag sein Kopf selbstvergessen auf meinem Schambein und die Spitzen seiner Haare berührten das andere Zeichen auf meinem Bauch, links unterhalb meines Bauchnabels.

Dieser selten gezeigte, innige und geruhsame Moment zwischen uns, raubte mir fast den Atem und löste eine wahre Explosion in meinem Inneren aus, die mich fast in derselben Sekunde kommen ließ, als er sachte und ganz langsam seinen Kopf drehte, um mit einem unleserlichen Blick zu mir hochzuschauen, wobei sich seine andere Hand hervor schlängelte um nun mit seinem Daumen ähnlich wie es Lucius im Verließ getan hatte, über das „M“ der Malfoys zu streichen. Somit stöhnte ich entzückt auf und gab mich meinem sehnsüchtigen Verlangen hin und keuchte erhitzt auf.

Das ließ ein mehr als gerissenes, fast anzügliches Lächeln auf seinen ansonsten so beherrschten Zügen erscheinen, dabei senkte er abrupt seinen Kopf um mit seiner Zunge die Arbeit seiner Finger zu ersetzen und auch wenn es nur mein Oberschenkel war und nicht mein Zentrum, raubte es mir schier den Atem und sein intensiver Blick jagte mir Schauer der Lust über den Rücken, weswegen ich meine Augen lustvoll zusammenkniff.

Erst als er sich ausgiebig und zu seiner Zufriedenheit mit seinem Kunstwerk beschäftigt hatte, spürte ich wie mich seine Haare an meiner Haut kitzelten, weil er sein Haupt drehte und dann leckte er schnell über meinen Kitzler, bevor er endlich tief in meine Feuchtigkeit eintauchte.

Meine rastlosen Hände fanden und suchten seinen Kopf, dabei krallte ich mich unsanft in seine Haare, etwas was ihn ein raues Lachen an meiner empfindsamen Stelle ausstoßen ließ. Ich dachte, das die Vibration ausreichte um mich über die Klippe zu stoßen und die Anspannung die sich in mir aufgebaut hatte zu entladen und ich erzitterte unter ihm, aber kurz davor wurden seine Bewegungen ruhiger, da er seine Zunge nun tief in mich schob, ein schönes Gefühl, etwas was mich wieder die Augen aufreißen ließ.

Nun war es um mich geschehen. Ich kam heftig und bog dabei meinen Rücken weit durch, hob fast von der Couch ab und Severus hatte Mühe mich an meiner Hüfte ruhig zu halten, während ich an seinen Haaren etwas unsanft zog, aber auch nicht gewillt war, an etwas anders zu denken als daran das ich gerade einen überwältigenden Orgasmus hatte. Mein lauter, genüsslicher Schrei hallte selbst noch in meinen tauben und umtosten Ohren gut hörbar wieder, dann verebbte sehr langsam mein Höhepunkt, während sich meine Muskeln in meinem Inneren immer wieder zusammenzogen, bevor ich meine Augen vorsichtig öffnete und meine verkrampften Finger aus seinem Haar löste.

Er kämpfte sich wieder hoch, um mir seine von mir nassen Lippen gierig auf meinen Mund zu pressen und mich in einem wilden, sehnsüchtigen Kuss gefangen zu nehmen, dabei spürte ich seine mehr als pralle Männlichkeit an meinem Oberschenkel glühend heiß und ja, ich wollte ihn fühlen.

„Severus komm…!“

„Von langsam hast du noch nichts gehört?“, wisperte er rau, klang aber durchaus leicht spöttisch, etwas was mich leidvoll die Miene verziehen ließ.

„Severus, ich bin gerade wirklich nicht auf langsam aus….!“, knurrte ich ungeduldig, während ich mich noch immer verlangend an ihn presste, mich wenig subtil an ihm rieb. Jetzt wollte ich ihn ganz und gar und nicht erst später, sondern jetzt und schließlich zierte er sich sonst auch nicht, oder war für seine Geduld bekannt!

Ich murrte unzufrieden an seinem Mund, was mir ein sarkastisches Grinsen einbrachte aber auch dafür sorgte, dass er sich leicht anhob und sich mit geschickten Händen befreite, um sich sogleich zwischen meinen noch immer für ihn weit geöffneten Beinen zu positionieren.

Nur Sekunden später drang er mit einem gezielten Stoß in mich ein, dabei stöhnte ich wollüstig und befriedigt auf meinen Willen zu bekommen und auch er konnte einen zufriedenen Laut wieder in mir zu sein, nicht unterdrücken.

Es war herrlich wie er mich komplett auffüllte, während er sich nun auf mich senkte um dann in einem beeindruckenden und ziemlich hohen Tempo in mich zu stoßen. Intensive Schauer durchzogen meinen Leib, während meine Arme seinen Körper umschlangen und ich seinen Po mit meinen Händen umfasste um ihn noch näher, noch tiefer zu mir zu ziehen. Ich krallte mich regelrecht in seine empfindsame Haut, als er seinen Kopf in den Nacken warf und noch fester in mich stieß.

Wir bewegten uns wie in einem Fieber gefangen, keuchten laut und dann war es endlich soweit, meine Muskeln verkrampften wieder und zogen sich hart um seine Schwanz zusammen, während ich explodierte und hinter meinen geschlossenen Lidern Sterne aufblitzen sah. In dem Moment drückte sich sein Mund heiß auf meinen, um meinen Orgasmus von meinen Lippen zu saugen, als auch er mit einem heißeren Stöhnen an meinem Mund kam und sich tief in mir ergoss.

Hermines Sicht ende

Lucius Sicht

Ich saß zusammen mit Draco an einem unerwartet leeren Frühstückstisch und die sichtbare unterkühlte Laune meines Sohnes konnte sich mit meiner messen.

„Wo war sie?“, das waren meine trüben Gedanken, aber nun auch meine offen an meinem Sohn gestellte Frage, der mich aus sehr blicklosen, grauen Augen anfunkelte.

„Frag dies Severus!“, brummte mein Sohn schlechtgelaunt in seinen nicht vorhandenen Bart, was mich veranlasste eine meiner Augenbrauen schwungvoll in die Höhe zu befördern. Sturm im Paradies?

Hatte mein werter Herr Sohn, endlich gesehen was Severus am Oberschenkel des Biests hinterlassen hatte?

Wurde aber auch Zeit, wobei ich es gerne zugab, ich machte es den jungen Leuten nicht einfach, aber war das nicht das Schöne daran, ich konnte es und ich tat es. Es war nur gut, das Draco lernte wo seine Grenzen lagen, nicht das mein Erbe dachte, er könnte mir noch Dumm kommen, dem musste vorgebeugt werden.

„Sie ist bei Severus?“, erwartete ich auf diese rhetorische Frage gar keine Antwort und erhielt auch keine, nur einen sehr nüchternen Blick, bevor Dracos Aufmerksamkeit auf seiner Zeitung zum liegen kam.

Somit wurde es ein recht schweigsames Mahl, während ich gedanklich, mir die Gespräch mit den Lord in Erinnerung rief und die Pläne, die anstanden. Er war sehr erfreut gewesen über Severus „Erfolg“ bei den Vampiren, verteufelte aber ebenso wie ich, die unendliche Langsamkeit dieser Untoten, die sich noch Monate lang zeitlassen wollten, bis wir mit dem erstmal wichtigsten Mann hier vor Ort sprechen konnten. Aber so waren sie die Vampire, das einzig Positive was der Lord sah, war das auch die anderen Parteien vor demselben Problem standen wie wir, das den Vampiren die fortschreitende Zeit fremd war.

Da hörte ich das schnelle Klappern von Schuhen auf dem Marmor und schon ging die Tür schwungvoll auf und präsentierte einen gewohnt farbig, sehr prächtig gekleideten Severus, der auf seinen Platz zu meiner linken schwungvoll zuhielt, bevor er sich ungewohnt entspannt aussehend niederließ. Meine Meinung verkniff ich mir dazu mal großmütig, während er zu seiner dampfenden Kaffeetasse griff um einen Schuck zu nehmen.

„Guten Morgen Severus, einen annehmen Start in den Tag gehabt?“, verkniff ich mir nicht wirklich mein gönnerisches und hochmütiges Lächeln, das zu mir gehört wie zum Tag die Sonne, die gerade den großen Raum in ein helles Licht tauchte.

Meine Anmaßung führte dazu, das Draco lautstark, raschelnd seine Zeitung faltete, sowie das
Severus seine Tasse recht laut klappernd absetzte, aber die Überraschung kam von wo anders.

„Danke Lucius, aber den hatten wir!“, klirrte IHRE Stimme von der Tür sarkastisch zu uns, während sie sich einem hübschen und sehr angemessen Kleid in beigepräsentierte.

Sie ging direkt auf Draco zu und als sie sich auf den Stuhl neben ihm setzte, neigte sie sich zu ihm um ihm einen Kuss zu geben, denn dieser mit einem leichten Seufzer auch erwiderte, dabei trat ein fast entschuldigender Ausdruck in ihre dunkelbraunen Augen.

Auch wenn sie uns nun mit ihrer Anwesenheit beehrte, hieß das nicht, dass unsere Runde gesprächiger wurde. Sie hing geradezu an der Kaffeetasse, die sie mit beiden Händen umklammerte, während sie in der Zeitung blätterte. Severus sah nur desinteressiert durch die Gegend und ich beobachtete alles genau, sah auch, das sie zwischendrin über Dracos Oberschenkel streichelte und ihn sanft anlächelte, worauf auch er von seiner Zeitung aufblickte und sie sehr nett anlächelte. Die Stille wurde erst unterbrochen als Draco sein Frühstück beendet hatte.

„Severus, ich möchte dich kurz sprechen!“, klirrte es von Draco mehr als bestimmt und Severus neigte sachte sein Haupt nach rechts, da der Ton als recht anmaßend angesehen werden könnte, doch er hob die Stoffserviette mit seinen langen, schlanken Fingern von seinem Schoss und warf sie auf den Teller, bevor er sich geschmeidig erhob und Richtung Tür eilte, gefolgt von einem sich ihm rasch anschließenden Draco, der ein perplexes Biest zurückließ.

Sie schielte konsterniert zur der sich hinter den beiden schließenden Tür.


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BeitragThema: 299. Kapitel Vicinity and Distance   Sa Jul 28, 2012 4:37 am

299. Kapitel Vicinity and Distance

Lucius Sicht

„Was für ein Abgang!“, amüsierte ich mich köstlich und das zeigte mir doch, dass es das war, weswegen ich alle am Tisch in den Ferien zu sehen wünschte. Wenn alle da waren, wurde es nie langweilig.

„Wohl wahr, hoffentlich …!“, unterbrach sie sich selbst und biss sich auf die Lippe, während sie sich kurz schüttelte.

„Hoffentlich, was? Streiten sie sich nicht? Bitte, das würde zu dir nicht passen, du sähst, denn Unfrieden doch absichtlich!“, warf ich ironisch ein, was mir von ihr eine empörte Miene einbrachte.

„Unsinn…!“, fiel dann ihre Verteidigung ungewohnt schwach aus, weil ihr etwas anders in den Sinn zu kommen schien, weswegen plötzlich ein hinterlistiger Ausdruck in ihren braunen Augen geschrieben stand.

„Lucius, ich müsste dich um was bitten!“, erklärte sie ruhig und ich blinzelte mit meinen hellen Wimpern erstaunt.

Sie bat mich, um was?! Das waren ja ganz neue Töne, etwas was mich sofort argwöhnisch werden ließ, vor allem als ich mich etwas näher zu ihr beugte um gespannt zu verharren aber ich sprach nicht sondern wartete ab.

„…ich, wollte Fragen ob ich heut gehen kann, denn ich wollte mich mit Freunden treffen…!“, glitt auch ihre Hand zu ihrer Serviette die sie anhob um mit ihr zu spielen.

Ah, ah Potter, wie es aussah.

Sollte sie wirklich derart brav geworden sein, das sie mich fragte, ob sie sich mit ihnen treffen konnte? Ich hatte nicht erwartet, dass meine Ansage von ihr akzeptiert worden war und nach ihrem Akt mit Remus Lupin hatte ich nicht erwartet, dass sie es tatsächlich mit dem „vertrauen“ versuchen wollte, zwischen uns.

„Gehe ich recht in der Annahme, dass es der Unsägliche ist, mit dem du dich zu Treffen wünschst?“, fragte ich abwägend und ließ sie nicht aus den Augen.

„Ähm, könnte sein!“, zeigte sie sich ungewohnt einsilbig.

„Es könnte sein, das wenn du mir sagst, was ihr vorhabt, ich sogar ja sage!“, umschrieb ich meine eigentümliche Stimmung, die mich plötzlich überkommen hatte jovial und strich mir eine meiner langen, weißblonden Strähnen über die Schulter, während sie versuchte mich nicht erstaunt anzustarren.

„Du warst vorzüglich bei dem Werwolf, gutes muss belohnt werden!“, meinte ich samtig und konnte sehen wie sich ihre Rücken straffte. Es wirke als behagte ihr das Thema nicht, welches ich gerade ansprach. Wie gut ich doch war, glitt ein gerissen Grinsen über meine höhnisch schmunzelnden Lippen.

„DANKE!“, meinte sie arrogant und warf ihr offenes Haar schwungvoll über die Schulter. „Wir wollten jagen gehen, nichts besonders! Und keine Sorge, keine DeathEater oder dergleichen, nur Tiere!“, erklärte sie auf ein mal erstaunlich offen und beredet. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so gesprächig werden würde, wenn ich auf sie zukam und sie einmal nicht auf meine Provokation einging sondern sie überging.

„Zentauren?“, fragte ich wirklich interessiert.

„Nein, Göttin bewahre! Nicht magische Tiere….!“, wehrte sie jedoch entschieden ab.

„Wenn ich jetzt sage, Ja, du darfst, Was bekomme ich dann dafür?“, fragte ich kalkulierend, denn zu leicht wollte ich es dem Biest nicht machen, das sich noch immer sonderbar gefühlvoll zeigte indem sie nun mit ihrem Zeigefinger schnörkelige Muster auf die weiße Tischdecke malte, war sehr ungewöhnlich.

Ein fast wehmütig anmutenden Seufzer entwich ihr.

„Nun, das man bei dir nichts umsonst bekommt Lucius, ist sehr klar!“, erklärte sie dann resignierend, aber auch leidlich. Ich wollte schon aufbrausen bei diesem erstaunlich sanften Tadel als sie aber schon weitersprach und mir nun ein fast trauriges Lächeln schenkte, das mich unangenehm berührte.

„Aber was hältst du davon, nochmal so einen schönen Abend zu verbringen, wie damals in dem asiatischen Restaurant. Vielleicht schaffen wir es nochmal so einen Moment ohne Streit, ohne Spannungen, ohne ringen, um was auch immer…das war schön,… aber das wird dir nicht genügen, oder?“, wisperte sie zum Ende hin erstaunlich unglücklich klingend und ich fragte mich, ob sie das ernst meinte oder nur exzellent schauspielerte, denn eines war mir sehr gegenwärtig, als die Bilder von dem Abend in meinen Geist auftauchten, es war schön gewesen unerwartet und spontan und entspannend, außergewöhnlich und ja, so etwas sollte ich nochmal versuchen.

Warum auch nicht, wenn sie willig mitgehen und sich nicht dagegen aufbäumen würde, also nickte ich zu meiner eigenen Verwunderung sachte, etwas was sie aus ihrer versunkenen, träumerischen eigenen Erinnerung zu reißen schien, denn sie zuckte zurück.

„Wirklich?“, flüstere sie leise überrumpelt und sollte es mich treffen oder gar berühren, das sie augenscheinlich nur das schrecklichste und schlechteste von mir fürchtete.

„Freue dich, aber ja, ich gehe auf das Angebot ein! Solange du mich wegen der Jagd nicht belügst, ist dies gut genug!“, kam es snobistisch und sehr gönnerisch von mir, während sich auf ihren Zügen mehrere Dinge abspielten, Empörung über meine Unterstellung das sie log und Freude darauf, das ich annahm.

Die Frage war, war es nur Freude, weil es so einfach war, oder weil sie sich drauf freute zu Jagen?

„Danke Lucius, ich werde, wann immer du forderst für dich zur Verfügung stehen!“, schafften es ihre geraunten Worte, die an Doppeldeutigkeit nicht zu überbieten waren, mir warmen Schauer über den Rücken zu schicken, vor allem auch, da ich mich an die verruchten Küsse im Kerker entsann und dieser feurige Blick sorgte dafür, das das Biest relativ schnell und unprätentiös das Weite suchte wobei ich sie mit einer auffordernd Geste entließ.

Lucius Sicht ende

Severus Sicht

Draco war zielstrebig auf den Salon zugeeilt und ich ihm gefolgt. Sobald wir den Raum betreten hatten, legte er auch schon los.

„Ich kann akzeptieren, das sie zu dir geht, aber das du sie dir immer nach Belieben holst und zu dir kommandierst, das will ich nicht hinnehmen!“, fauchte Draco mich bitterböse an.

„Oh, kannst du nicht? Draco…was willst du tun? Glaubst du, du kennst sie so gut? Vielleicht ist es das was sie will, oder braucht?“, fragte ich mit einem ironischen Unterton, während ich anders als mein Patenkind mit Gesten sparsam war und lässig dasaß. Er wirkte sehr bewegt und erstaunlich aufgebracht.

„Severus, du musst mir nicht sagen, wie meine Freundin tickt! Und ich dachte immer, du willst sie doch gar nicht wirklich ….Ganz!“, zog er meinen Namen gedehnt in die Länge.

Bevor er sein letztes Wort hervorstieß stockte er kurz, dann gab er einen frustrierten Laut von sich, den er dann mit den Händen in der Luft zu würgen schien, in seinem Bestreben die korrekten Worte, oder auch die Umschreibung dafür zu finden, was er sagen wollte. Währenddessen hielt ich unter seiner Anklage ruhig und nickte ihm somit nur leicht zu, dabei beliebte es mir ihm gemessen zu antworten.

„Wenn du darauf anspielst, dass mir unser Arrangement zusagt, dann ist dies korrekt! Somit schenk dir deine Vermutung! Aufgrund dessen, verstehe ich deinen Auftritt gerade weniger und weiß ihn somit auch nicht zu schätzen!“, informierte ich meinen Patensohn von oben herab sehr kalt, worauf er sich mit einem mehr als höhnischen und gehässigen Lächeln zu mir umdrehte, das aufgrund seiner aristokratischen Haltung nur noch spöttischer wirkte.

„Schön, zu sehen wie blind du doch bist, Severus!“, schnarrte er spottend, daraufhin schenkte ich ihm einen bitterbösen Blick, denn es stimmte, ich legte keinen Wert auf die ständige Begleitung, oder gar permanente Gegenwart des Biestes.

Es war schon erstaunlich genug, das sie mir in der Zeit in der sie bei mir war, nicht auf die Nerven ging, oder nicht zu sehr, beeilte ich mich meine gedankliche Duldung einzuschränken!

„Was willst du wirklich, Draco? Ich habe dringliches…!“, murrte ich dunkel und ruckte etwas in meinem Sitz hoch.

„Ich will dich fragen, was dir einfällt, MEINE FREUDIND mit deinem Wappen zu beglücken!“, brüllte der junge Mann vor mir empört los und schien mich am liebsten persönlich würgen zu wollen, derart unbeherrscht wie er sich gab, etwas was es schaffte, das ich perplex die schwarze Augenbraue in die Höhe zog und ihn sprachlos musterte.

„Und dann noch DA???“, hauchte er eher fragend zu meinem Unverständnis, denn das er es mir so direkt um die Ohren haute, wie sehr es ihn störte was ich getan hatte, offen auf Konfrontationskurs ging, war ungewöhnlich und dies zeigte ich auch, indem ich eine fragende Geste mit meiner Hand vollzog.

„Bitte??? Aber ich dachte, du hättest es noch gar nicht gesehen!“, konnte ich mir den emotional gleichgültig hervorgebrachten Einwand nicht verkneifen, worauf ich mit einem todbringenden Blick aus eisgrauen Augen, die mich zu durchbohren schienen, belohnt wurde.

„SEVERUS!“, brauste er unterkühlt auf, während er mich aber aus sehr brodelnden sturmumwölkten Augen weiterhin erregt anfunkelte. Dann erkannte ich, dass er Antworten wollte und so stöhnte ich mitleidig mit mir auf, bevor ich ansetzte etwas zu sagen.

„Es war ihr Geschenk an mich!“

„ABER DIE STELLE!“, fauchte er schon wieder los und fuhr sich mit bebenden Händen durch die silberblonden Strähnen seines Haares.

„WASSS?“, hisste ich konsterniert auf, da ich es hasste mich zu rechtfertigen. Ich rechtfertigte mich vor niemandem und schon gar nicht vor Draco, denn es stand ihm absolut nicht zu meine Taten in Anfrage zu stellen.

„Die hast du nur gewählt um mich zu brüskieren!“, überschlug sich seine empörte Stimme, fast in der Höhe als er wild mit den Händen fuchtelte und tatsächlich getroffen wirkte, etwas was dafür sorgte, das sich tiefe Falten in meine Stirn zogen, das er sich derart darüber aufregen könnte, hatte ich nie in Betracht gezogen! Ärgern ja, aber so ausufernd aufregen, nein!

„Und wenn es so wäre?“, fragte ich kühl, da ich keine Sekunde wirklich an Draco gedacht hatte als ich zur Tat an dem Biest geschritten war.

„Dann würde ich wissen wollen, WARUM?“, kam es plötzlich in einem eher ergebenen, um nicht zu sagen geschlagen klingenden Ton von Draco und ich war kurz davor zu seufzen, weil ich mir selbst leid tat.

Lucius hätte mich niemals nach dem WARUM gefragt!

Als ich aber einen abwägenden Blick auf den jungen Mann vor mir warf, der schon immer ganz anders als Lucius und ich gewesen war, noch immer ein Gefühl in sich hatte und seit jeher mehr davon in sich gehabt hatte, als wir wohl jemals in unsren verdorbenen Leibern gehabt hatten, musterte ich ihn überlegend.

Woher kam das? Von seiner verrückten Black Mutter bestimmt nicht, vielleicht von seiner sehr gefühlsbetonten, französischen Großmutter Aenor?

Vielleicht!

„Arch, Draco…was willst du hören? Es erschien mir in dem Moment genau richtig und ich bin kein Mensch, der etwas ablehnt was ihm großmütig geboten wird! Außerdem, genieße ich sie! Und wegen der Stelle, bedenke bitte, mit dieser speziellen Stelle wollte ich auch ihr etwas klar machen und nicht nur dir!“, stellte ich meinen Standpunkt gefühllos dar und erwies damit Draco an sich ein enormes Entgegenkommen, etwas was Draco durchaus anerkannte.

Das sah ich an dem fast dankbaren Blick den er mir schenkte und war auch erkennbar, an seinem überlegten Gesichtsausdruck, bevor er nun reichlich ruhiger antwortete.

„Du denkst, du musst sie daran erinnern zu wem sie gehört…? Schwachsinn!“

„Draco, du unterschätz deine liebe Freundin sehr! Sie braucht eine harte Hand, sonst tanzt dieses penetrante Weib einem auf der Nase rum und glaub mir, sie ist experimentierfreudig und nur zu bereit die Grenzen auszuloten!“, kam es sehr gehässig aber auch kompromisslos von mir, dabei überschlug ich die Beine lässig übereinander.

„Du denkst zu gut über SIE!“, kam es mehr als spöttisch, ironisch und sarkastisch überzogen von ihm, damit zog er meine Einschätzung über das Biest ins lächerliche, aber das war etwas, was ich nicht so sehen konnte.

„Ich bevorzuge es immer realistisch zu sein!“, brauste ich scharf auf dabei funkelte ihn unterkühlt an, denn das Biest war in meinen Augen sehr viel, aber jemand der sich an Regeln hielt, ausgeschlossen, nein, das war sie nicht und so jemand brauchte immer etwas vor Augen!

„Severus, du respektierst sie nicht im Mindesten und mich auch kein bisschen, keiner von euch! Dass sie meine Freundin ist, respektierst du nicht, auch Vater respektiert das nicht! Das regt mich tierisch auf!“, ereiferte er sich schon wieder, dabei war er kurz davor mit dem Fuß wütend aufzustampfen, aber im letzten Moment schien er sich zu entsinnen, vor wem er sich derart gehen ließ und er riss sich schwerlich schluckend zusammen.

Seine Art amüsierte mich köstlich, weswegen ich laut, spöttisch auflachte. Eine Reaktion, die es schaffte Draco übergangslos verstummen zu lassen. Dabei biss er sich sichtbar in die Wange und schien von innen heraus zu brodeln.

„Draco, du bist amüsant! Häng dich doch nicht derart an dein Spielzeug!“, perlte es zynisch von meinen Lippen während mich Draco von einer Sekunde zur nächsten perplex ansah. Aber ich meinte das absolut ernst.

„Spielzeug?!?“, wisperte er ungläubig. „Das solltest du sie nicht hören lassen!“, fuhr er gehässig fort. Ich zuckte nur lapidar mit den Schultern. Für mich war sie kein Spielzeug oder so gut wie keines, sonst hätte ich sie nicht in meiner Familie aufgenommen, aber was sollte sie sonst für Draco sein?

„Draco, was soll das?“, fragte ich indigniert und sprach weiter:

„Du weißt genau, was man von dir erwartet und du kannst froh sein, das Lucius sie in unserer Familie aufgenommen hat und nicht in die Luft gegangen ist, weil sie ein Mudlood ist, aber bitte, vergiss nicht, du wirst deine Pflicht erfüllen müssen. Mehr als eine Affäre kann und wird das Biest für dich nicht sein können! Du brauchst einen Erben, irgendwann und dieser wird reinblütig sein!“, unterstrich ich meine ernsthafte Ansprach mit einer endgültigen Handgeste und sah ihn fest an.

„Bitte? Das liegt noch lange in der Zukunft!“, fauchte er aufgebracht und reckte sein aristokratisches Haupt echauffiert in die Höhe.

„Draco, das ist nicht dein ernst? Du kannst sie nicht als EHEFRAU in Betracht ziehen!“, erlaubte ich mir zum ersten Mal wirklich ungläubig weit geöffnete Augen und einen Ton, der sehr eindeutig zeigte, das ich an Dracos geistiger Verfassung zweifelte.

„Und warum nicht?“, provozierte er provokant wobei ich mein schwarzes Haupt über so viel blinden Optimismus, erschütterte schüttelte.

„Draco, das kann nicht dein Ernst sein! Es geht hier nicht nur um dich, sondern auch um sie! Aber wenn du mir nicht glaubst, frag sie, aber ich werde die Hand dafür ins Feuer legen, das sie dir immer antworten wird, das sie NIEMALS in diesem Leben, ein Kind freiwillig in die Welt setzten wird! Versprochen! So sehr kannst du sie nicht verkennen! Sie weiß das…also, das die Familie einen Erben braucht! Glaub mir! Sie sieht das bezüglich der Zukunft mit dir genauso und ist zu realistisch um es anders zu sehen. Sie weiß genau wie die Umstände liegen! Für dich kann sie nichts anders sein und sie ist somit auch nichts andres als ein Spielzeug, für DICH!“, zog ich unerbittlich ein bitterböses aber auch sehr ehrliche Resümee, da ich mich noch nie etwas vorgemacht hatte und nachdem ich erfahren hatte, das das Biest unendlich tief in der Nekromantie steckte, tiefer als ich es je für möglich gehalten hätte, das man vordringen könnte, war dies nur eine logische und konsequente Schlussfolgerung.

Zu meinem Leidwesen hatten alle Versuche, des Suchens noch nichts konkretes Ergeben. Ich wollte sogar bezweifeln, dass das Biest alles genau über ihren neuen „Zustand“ als „SoulGatherer“ wusste, aufgrund der enormen Wissenslücken durch die Bücherverbrennung der Übereifrigen.

Aber eines wusste ich, echte Nekromanten, wie es Gellert Grindelwald oder der Dark Lord gewesen waren und noch andere vor ihnen, hatten nie Nachwuchs gezeugt!

Das war eine Tatsache!

Ob es daran lag, dass die Vermutung im Raum stand, dass das Kind automatisch auch ein Nekromant war oder auch damit ein Rivale, der automatisch die Macht innehatte, die sich diese anderen Personen erst mühsam hatten aneignen müssen oder daran, das sie auch vom Wesen her einfach dem Tot näher standen als dem Leben, sei mal dahin gestellt?

Bestimmt war es keine leichte Entscheidung jemanden von vornherein zu diesem geächteten Dasein zu verdammen, einem Dasein, das von der Gesellschaft verpönt wurde, zu einem Leben bestimmt im Schatten, der Toten und Untoten.

Eines durfte man nicht vergessen, denn auch in den Reihen der Reinblüter und auch der DeathEater waren Nekromanten nicht gerne gesehen. Sie galten als die am Rande der Gesellschaft befindlichen, darum machte man auch einen großen Bogen um sie. Es war ähnlich wie bei den Muggeln mit den Totengräbern und Henkern von früher, allem was der Tod anhaftete wurde argwöhnisch beäugt. Schließlich hatten die Muggel mancherorts sogar dafür gesorgt, dass der Henker nicht auf dem gleichen Weg in die Stadt kam wie die restliche Bevölkerung. Ein Umstand der sehr deutlich zeigte, wie sehr diese Menschen außen vorgestanden hatten und ähnlich geächtet waren auch Nekromanten in der magischen Gesellschaft und das auch heute noch.

Dies war auch ein Grund warum der Lord die „weißen Augen“ vor seinen Getreuen totschwieg und Lucius hatte sich jegliche Frage resolut in diese Richtung verbeten, doch dies machte das Biest in den Reihen des Inneren Kreises nicht beliebter und somit wunderte sich auch niemand, das sie sich gut mit dem Werwesen verstand.

Selbst ich, der ich einmal bewusst mit der Nekromantie in ihrem Grundzügen gespielt hatte, war schlussendlich auch umgekehrt, da mir die Option mit dem Jenseits zu spielen, letztendlich doch zu endgültig erschienen waren und ich legte mich ungerne endgültig fest.

Vor allem legte ich mich nicht auf einem magischen Gebiet fest, das zu viele Unwägbarkeiten mit sich brachte und nicht wahrlich gut zu beherrschen war, da zu viele Mächte eine entscheidende Rolle dabei spielten, die nicht zu 100 Prozent benannt werden konnten. Das war mir dann doch zu heikel, vor allem da ich gerne die Kontrolle behielt und mich nicht auslieferte.

Ich hatte erkannte, man wurde unweigerlich zu einem willenlosen Spielball des willkürlichen Schicksals!

Und da kam die Frage auf, was passierte mit lieblichen Kindern, so denn ein Nekromant so wagemutig war es zu versuchen.

Wobei die Aussicht ein Kind zu einem Spielkameraden von Inferi, von Leichen und von untoten Seelen zu machen, nun wahrlich wenig erstrebenswert in meinen Augen war.

Hinzukam in diesem speziellen Fall, dass es das Biest geschafft hatte ein „SoulGatherer“ zu werden etwas was noch etwas ganz anderes war als ein „Nekromant“ und hier mochte ich gar nicht wissen, was es da bedeutete ein Kind zu bekommen.

Es wäre ein unabwägbares, unkalkulierbares Risiko was dieses Kind dann sein würde.

Das war gerade das Risiko was sie nicht eingehen würde und ich schätze sie nicht derart selbstsüchtig ein oder gar kinderlieb, das sie etwas derartig unkalkulierbares und potentiell gefährliches tun würde.

Sie hatte sich einmal die Finger in ihrem arroganten Übermut verbrannt und war nun für immer ein „SoulGatherer“ und ich schätzte sie so ein, dass auch sie in ihrem Leben einen Fehler nicht zweimal beging!

„Wer sagt dir überhaupt, dass ich ein Kind will?“, faucht Draco aufgebracht mit scheinbarer Ungeduld.

„Die Tradition! Und gerad DU, Draco, wirst daran nicht rütteln, dafür bist du dir der Regeln und Gesetze des Hauses Malofys zu bewusst!“, schnarrte ich sehr gehässig durch meine schmal verzogenen Lippen, um sie danach abschätzig zu schürzen, etwas was dafür sorgte, das er sichtbar in seiner Haltung zusammensackte.

„Warum behandelst du mich so? Ich bin dein Patenkind? Solltest du mich nicht schützen?“, wisperte er nun sehr leise, sodass ich meine Ohren spitzten musste.

„Das tue ich doch Draco, siehst du das nicht?“, echote ich ungläubig, denn es stand außer Frage, ihn, Draco klar darauf hinzuweisen wie seine Zukunft auszusehen hatte und hier spielte ich noch nicht einmal ein doppeltes Spiel, denn er könnte das Biest weiterhin behalten von meiner Seite aus gesehen, wenn er dies denn seiner zukünftigen Frau antun wollte.

Ich sagte dies jetzt gerade nicht, um das Biest für mich allein zu haben, sondern um zu verhindern, dass sich Draco in eine wahnwitzige Idee verrannte.

Denn Ehrlichkeit am Mann, dieses Biest war anstrengend und für einen einzelnen Mann kaum zu ertragen, sollte doch Draco ihre Launen erleben und mit ihr zusammen ausleben, ich würde es nicht wirklich willkommen heißen immer im Zentrum ihrer Spleenigkeit stehen zu wollen.

Aber der junge Mann vor mir starrte gerade uneinsichtig wütend zu mir und ich zeigte mich konsterniert, weswegen ich die Stirn krauszog.

„Draco…vergiss bei dem Thema nicht Lucius! Er wird kein Mudblood akzeptieren, niemals!“, setzte ich ihm die Fakten eisig auseinander.

„Aber…aber er will sie doch selbst!“, hisste er empört auf.

„So nicht, möchte ich sagen, oder vielleicht doch? Als Ehefrau? Keine Ahnung und davon abgesehen hat Lucius seine Pflicht erfüllt, indem er dich zeugte! Er hat in dieser Hinsicht also die Freiheit zu tun was ihm beliebt, du nicht!“, war ich kurz davor leidlich aufzustöhnen bei diesem enervierenden Thema.

„Ich lass mir nicht mein Leben vorschreiben!“, brauste Draco nun aufgebracht wieder auf.

„Draco, das ist Unsinn und das weißt du! Sie will doch selbst nicht!“, schlug ich nun ungeduldig mit der Hand fest auf die Lehne des Stuhles. Dieses Gespräch war unsinnig und raubte mir wertvolle Zeit, daher schenkte ich ihm einen sparsamen Blick.

„Und das weißt du? Weil….du sie soooooo gut kennst und soooo viel mit ihr redest? Außer sie zu ficken, tust du doch sonst nicht viel mit ihr!“, erlebte ich einen selten völlig unbeherrschten, jungen Malfoy vor mir, der sich mir gegenüber gerade eindeutig im Ton vergriff, wie ich zunehmend verärgert feststellte.

„Draco!?!?“, drohte ich schnarrend, während ich ihn mit einem harten Blick festnagelte.

„Wenn du dich wie ein Kind benehmen willst, behandele ich dich auch wie eines!“, stellte ich ihm nun ein bitterböses Ultimatum, während ich lässig mit der Hand einen Schlenker vollführte um mir ein Glas zu mir schweben zu lassen, aus dem ich sogleich einen beruhigenden Schluck nahm, der wohltunend in der Kehle brannte, dabei beachtete ich ihn nicht und ignorierte ihn gekonnt.

„Ihr unterschätzt mich alle, ihr werdet schon noch sehen was ihr davon habt!“, grollte Draco wütend, bevor er erstaunlich und unerwartet leise aus dem Salon eilte wobei er die Tür absichtlich lautlos hinter sich zuzog.

Ein unerwartet drohender Abgang von Draco, einer der es durchaus verstand, das ich ihn ernster nahm, als während seines gefühlsbetonten Ausbruchs gerade eben.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Ich wusste, ich hatte richtig taktiert als ich Lucius offen und ehrlich gefragt hatte, ob ich gehen durfte!

Auch wenn ich es hasste mich zu rechtfertigen, war es unerlässlich das ich ihm zeigte, das man mir vertrauen konnte, gerade unter dem Aspekt das man es eben nicht konnte, was zum Beispiel Remus betraf!

Das Schreckliche war, das ich mich selbst nicht mehr verstand, da es mir aufrichtig leidtat, das ich Lucius vollkommen absichtlich und sehenden Auges hinterging, aber im Umkehrschluss hätte es bedeutet, dass ich um Lucius glücklich und zufrieden zu machen einen Mann, um genau zu sein Remus zu Tode hätte foltern müssen. Das war ein Umstand der mir fürchterlich aufstieß und der mich zum Überlegen brachte ob ich noch ganz richtig da oben tickte, da ich es bedauerte Lucius zu enttäuschen.

Unterdessen strich ich gedankenverloren durch die einsamen aber prächtigen Flure und wollte gerade zu meiner Suite im ersten Stock, erklomm hierfür die Treppen, als mir ein erstaunlich und ersichtlich wütender Draco über den Weg lief, wobei er mir gerade einen schwerleserlichen sehr düsteren Blick zuwarf, um wortlos an mir vorbei zu rauschen, bevor ich auch nur reagieren konnte.

„Draco…warte….Draco…“, rief ich noch laut, nur um Zeuge zu werden wie Draco rasant in das Foyer eilte um dann zu apparieren, ohne ein Wort an mich zu verlieren.

Perplex blieb ich stehen. Das hieß dann wohl, dass das Gespräch mit Severus unterirdisch verlaufen war und ich wusste nicht, was ich fühlen sollte, da ich stark annahm das ich der Grund für den Streit war, unbemerkt biss ich mir erneut unwohl auf die Unterlippe.

Doch an dem was zwischen Severus und Draco vorfiel konnte ich nichts ändern, also eilte ich rasch in meine Räume, darauf bedachte nicht Severus oder gar Lucius über den Weg zu laufen. Eigentlich hätte mich Draco jetzt begleiten sollen, aber so war es mir auch Recht und so leid es mir für Draco tat und mich auch mein Gewissen drückte, soweit ich denn noch eines besaß, so stand außer Frage, das ich diese Verabredung würde einhalten müssen.

Hermiones Sicht ende

Dracos Sicht

Ich rauschte vor Zorn blindwütig ab. Das konnte doch nicht wahr sein, das Severus sich wirklich so in meine Beziehung einmengte, das er das wirklich ernst meinte! Erst war ich hinauf in meine Suite gestürmt um dort eigentlich sofort wieder kehrt zu machen.

Mir war zwar selber durchaus bewusst, dass Hermione keine Kinder wollte und mein Vater auf seinem Kredo das unsere Erben immer reinblütig bleiben mussten beharren würde, aber das hieß doch noch lange nicht, das Hermione und ich keine Zukunft hatten.

Vater wollte sie selber und ich war mir sicher, nicht nur als Geliebte, das sah ich eindeutig anders als Severus!

Vater hatte, zumindest bevor sie sich derart kolossal und grandios zerstritten und miteinander angelegt hatten, sehr deutlich gemacht, dass er sie auch als Ehefrau wollte. Severus war in der Hinsicht einfach blind und lag falsch und selbst wenn es keine Zukunft für Hermione und mich geben würde, so musste das doch längst nicht heißen, das wir uns von jetzt auf gleich trennen müssten, denn momentan lief doch alles einfach gut bei uns und ich hatte mich entschieden und würde sie gewiss nicht freiwillig aufgeben.

Klar, wir hatte mal kleine Probleme, wie alle Paare, aber die größten Probleme verursachte gerade Severus und das, wie ich jetzt wusste, gezielt um uns absichtlich auseinander zu bringen.

Was trieb ihn gerade zu diesem aktiveren, neuen Verhalten? Was hatte sich geändert, das er intervenierte?

Ich wusste von Hermione, Severus war von Anfang an dagegen gewesen, das ich etwas mit ihr anfing und trotzdem fragte ich mich erst jetzt zum ersten Mal ob Severus nicht doch auch zum Teil immer nur so getan hatte als wäre es ihm recht mich an ihrer Seite zu sehen.

Bevorzugte er vielleicht doch Vater neben sich an ihrer Seite zu sehen?

Ohne mir einen Mantel zu schnappen, verließ ich wie ich war das Manor, apparierte noch im Gehen und materialisierte vor dem Cottage, dabei ignorierte ich absichtlich die Rufe von Hermione, die versuchte mich aufzuhalten. Aber gerade mit ihr wollte ich jetzt unter keinen Umständen zusammentreffen um zu reden.

Ich ließ mir nicht die Zeit irgendwas zu betrachten, da ich erstaunlicherweise nur noch rot sah, egal wohin ich blickte, sondern begab mich umgehend zielgerichtet in das kleine Haus und rief, sobald ich im Flur war befehlend laut:

„Blaise!!! Sondertraining im Garten, sofort!“

Blaise kam mir wenige Sekunden später aus der Küche entgegen und sah mich perplex an, doch als er meinen vor Wut brodelnden Blick bemerkte, nickte er nur entschlossen, wandte sich um und ich folgte ihm wortlos durch das Wohnzimmer in den Garten.

Im Wohnzimmer saß Daphne entspannt in meinem Sessel neben der Wiege und schaukelte diese leicht, während sie offenbar gelesen hatte, aber jetzt sah sie erstaunt auf und mich mehr als entgeistert an. Astoria lümmelte müde auf einem der Sofas und schien genau so überrascht dabei unterbrach sie ihre aufsehenerregende Arbeit sich die Nägel in einem dunklen Schokoladenbraun zu lackieren.

Ich ließ ihnen keine Möglichkeit etwas zu sagen, sondern eilte durch das Zimmer, darauf bedacht mich nicht gehen zu lassen und mich weiterhin zusammenzureißen.

Noch im Gehen zog ich meinen Zauberstab und verwandelte meine Kleidung in etwas passenderes, genauso hatte es Blaise getan, der mich draußen auf dem Rasen schon Schicksalsergeben erwartete. Wortlos stellten wir uns voreinander auf und wägten uns gegen einander ab.

„Gibt es einen Grund?“, fragte Blaise plötzlich wie aus heiterem Himmel, nachdem er mich genau beobachtet hatte.

„Ja“, antwortete ich grimmig, knapp und ging übergangslos zum aktiven Angriff über.

Mir war danach meine Wut in einem harten Kräfte zerrenden Training loszuwerden.

Überspitzt gesagt, ich wollte mich sehr derb prügeln und eigentlich wollte ich auf Severus einschlagen, aber das war eine denkbar schlechte Idee in meinem derzeitigen Zustand und so musste Blaise zum Training herhalten.

Denn den Fehler Severus unbeherrscht herauszufordern, den hatte ich schon begangen und ich wiederholte meine Fehler nicht.

Dann ging es los.

Ich ging ihn geschmeidig an, indem ich auf ihn zustürmte um dann in die Knie zu gehen, sodass ich mit meiner Schulter auf seiner Bauchhöhe unterhalb seiner Brust war. Damit hatte er nicht gerechnet, denn er hatte versucht meinen Angriff, der von oben kommen sollte mit Faustschlägen abzublocken. Es war eine gute Finte gewesen um ihn zu überrumpeln.

Aber wie gesagt, ich bückte mich um einen sogenannten Doubel Leg Takedown anzubringen, hierbei ging es darum den Gegner unterhalb des Brustbeines mit der Schulter zu treffen, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Dabei umfasste ich sein Hinterteil mit beiden Händen, damit er seinen sicheren Stand nicht wiederfand, dann hob ich ihn mit dem Schwung aus meiner Hüfte in die Luft, um ihn mir dann über die Schulter zu schmeißen. Als nächstes schmetterte ich ihn mit Schwung in den Wiesenboden, worauf er schmerzhaft keuchend aufkam.

Er war überrumpelt von einem derart aggressiven Angriff.

Geschmeidig erhob ich mich aus meiner gebeugten Haltung über ihm und sprang zurück. Ich wollte ihn ja nicht sofort besiegen, denn ich wollte einen Kampf und konnte nun sehen wie sich seine von Natur aus dunklen Augen vor Wut noch mehr verfinsterten, weil er derart überrascht worden war, während er nun mit einer gemurmelten Verwünschung auf die Beine kam.

„Sagst du mir ihn auch?“, knurrte er erbost.

„WAS?“, zischte ich zurück und konzentrierte mich schon darauf, wie mein nächster Angriff aussehen würde, behielt seine Bewegungen ganz genau im Blick.

„DEN GRUND!“, rief er sauer.

„Nein!“, presste ich aggressiv zwischen den Zähnen hindurch, während ich auswich, da er eine Bewegung gegen mich führte, um nun meinerseits einen Tritt zu führen, den er wieder gekonnt abwehrte.

Aber ich war auf sein Ablenkungsmanöver reingefallen, da er nur Schwung geholt hatte, um gegen mich einen Spinning Back Kick auszuführen.

Er hatte sich dabei um die eigene Achse in einer Rotation gleich gedreht und holte soeben mit seinem eingezogenen, rechten Fuß Schwung um mir diesen mit Wucht in den Oberbauch zu rammen und er traf.

Seine harte Ferse traf zielgerichtet meinen Solarplexus, dabei konnte ich ein kleines Stöhnen nicht unterdrücken, als ich abhob und durch die Luft schleuderte um dann hart auf dem Hintern zu landen.

Wobei ich durchaus das leise Knacksen an meinen Rippen gehört hatte, aber nach einer vorsichtigen Streckung erkannte ich, es war nichts gebrochen, wenn im allerschlimmsten Fall nur angeknackst, aber selbst dies glaubte ich nicht, da der Schmerz erträglich war, somit gönnte ich mir keine Sekunde der Ruhe. Für so was war ich trainiert worden und damit sprang ich wieder nur noch mehr angetrieben von meinem in mir peitschenden Adrenalin vorwärts.

Ich ging in die Offensive.

Der Tritt, den ich nun gegen Blaises Körper ausführte, kam einer Peitsche gleich angesaust, indem ich mein rechtes Bein rasant hochriss und ihm meinen harten Knochen des Scheinbeins in die Seite des Oberkörpers rammte.

Blaise zuckte stöhnend unter dem Schlag ein und taumelte leicht von mir weg, wobei ich mir sicher war, auch hier ein leises Knirschen gehört zu haben. Er hatte es nicht mehr geschafft mich rechtzeitig und völlig abzuwehren, oder ganz aus meiner Reichweite zu gehen, somit hatte ich ihn nahezu mit voller Wucht getroffen.

Er schien noch immer überrascht von der harten Gangart des Kampfes, die ich anschlug. Ich ging wieder in die Ausgangsstellung um mir rasch mit einer Hand meine verschwitze Strähnen fahrig aus dem erhitzten Gesicht zu wischen und auf Blaises Reaktion zu warten.

Wir könnten nie so derart brutal, bedenkenlos und erbarmungslos kämpfen ohne Rücksicht auf unsere Gesundheit, wenn wir keine Magier wären. Ich fragte mich wirklich, wie die Muggel dies machten.

Aber Blaise war hart im Nehmen und er nützte diese Sekunde der Ablenkung von mir, um mir mit einem dezent gemeinen Ellbogenschlag kontra zu bieten. Er zielte mit seiner Ellenbogenspitzte auf meine Augenbraue und konzentrierte sich darauf seine Kraft und dies mit durchschlagendem Erfolg, genau auf diesen Punkt zu fokussieren.

Auch wenn ich reaktionsschnell zurückzuckte, erwischte er mich doch noch, sodass meine Haut über dem Auge schmerzhaft aufplatzte und mir das Blut ungehindert ins Sichtfeld lief.

Ich war so blindwütig wie ein wütender Stier, das ich noch im Zurückweichen mit meinem Körper Schwung holte um meinen Fuß hochzureißen, damit ich Blaise Attacke mit einem Roundhousekick erwidern konnte, dabei zielte ich diesmal auf seinen Schädel.

Ich traf den geschickt ausweichenden Blaise doch noch gut genug, sodass er nun ebenfalls im Gesicht blutete und sich mit dem Handrücken unter die blutende Nase fuhr und geräuschvoll ausrotzte und spukte. Weniger schön, aber verständlich und ich nützte diese Sekunde um mir mein Auge mit meiner Schulter abzuwischen, dann blinzelte ich blind aus dem trotzdem noch blutgetränkten Auge durch die Gegend.

Wie man vielleicht mitbekam, hielten wir uns diesmal an keinen konkreten Stil, sondern gaben uns dem Freestyle hin. Das hieß alles was gerade passte oder uns einfiel kam zur Anwendung. Es bedeutete Fäuste, Füße, Knie und Ellenbogen, oder auch am Boden Schläge, Hebel und Würgetechniken.

Es war ein Free Fight und wir verwendeten die Technik des Thaiboxen oder des Boxens um in Stand gut zu sein, oder bei den Ringerstilen. Es ging schlicht und einfach nur darum den Gegner besser zu Boden zu bringen, also nutzten wir auch das Jiu-Jitsu und das Luta Livre, oder was auch immer uns einfiel und das war gerade mehr als gut so.

Diesmal war es anders als damals in meinem wütenden Kampf gegen Severus, den Vater provoziert hatte. Ich war zwar wieder wütend, aber ich schaffte es meine Wut zu kanalisieren, mich zu fokussieren und einfach in Kraft und Stärke umzuwandeln mit der ich nun anfing erbarmungslos gegen Blaise zu kämpfen, wissend, ihn störte es weder noch war er mir merklich unterlegen, wenngleich er doch ein kleines bisschen schwächer war als ich und nicht von so kraftgebender Wut getrieben, durch die wobei ich in meinen Schlägen erbarmungslos war.

Er konnte sich mit mir stellen ohne gleich einzuknicken und ich war froh darüber, dass er ein relativ gleichwertiger Gegner war, sodass wir uns einen langen, ausdauernden, auszehrenden und heftigen Kampf lieferten.

Es ging rasant und rege hin und her, mal traf ich durch Glück oder Geschick, mal er, da hielten wir uns gut die Waage. Ich spürte jedoch wie meine Wut immer geringer wurde. Ich merkte wie ich es wirklich schaffte, sie zu bekämpfen und ich mich stattdessen immer mehr auf den Kampf fokussierte.

Natürlich fiel mir auf, dass unser Kampf nicht unbemerkt geblieben war. Mittlerweile waren die Twins hinausgetreten um uns interessiert zu beobachten, auch Astoria und Daphne standen neugierig im Wohnzimmer am großen Fenster und sahen gebannt zu, doch davon ließ sich keiner von uns beiden beeinflussen.

Wir droschen und traten solange aufeinander ein, das wir beide nicht nur ganz außer Atem und verschwitzt und mit Blut verdreckt, sondern auch mit blauen Flecken und Wunden versehen und übersäht waren, was uns aber nicht weiter störte, denn das gehörte dazu.

Das hier war dreckig und schmutzig und so hatte ich es gewollt.

Somit griff ich wieder mit einem judoähnlichen Wurf an, indem ich einfach frontal und rasant in die freistehende Seite von Blaise hechtete, um ihn endlich auf dem Boden festzunageln, dabei riss ich ihn aus seinem Gleichgewicht und zog nun mein Bein einem Fußfeger gleich unter seinen seitlich stehenden Füßen hindurch.

Er verlor den Stand und ich versuchte noch dem Savant gleich, die ungeschützte Achillessehne von Blaise zu treffen, als eine der empfindlichsten Stellen des Körpers, aber er schaffte es voraussehend diese gerade noch rechtzeitig aus meiner Reichweite zu ziehen. Trotz allem schlug er qualvoll auf dem Boden auf und keuchte schmerzhaft auf, aber er raffte sich wieder auf und zog sich auf die Beine und ich ließ es zu, damit es weitergehen konnte.

Doch schließlich, als der Kampf mehr mechanisch, denn wirklich aktiv und agil zu werden schien, wollte ich zum alles entscheidenden Tornado Kick ausholen. Ich wusste nicht, wo ich meine Kraftreserven bei dem andauernden Kampf fand, aber ich sprang in die Luft und wirbelte einmal einem „Tornado“ gleich, um meine eigene Achse durch die Luft.

Die schnelle Drehung verwirrte den nicht mehr so konzentrierten Blaise, als mein Fuß hoch aus der Luft auf ihn zuschoss und mein gestecktes Bein auf sein Kinn zuhielt. Die aus der Rotation resultierende Kraft meines Schlages würde verehrend für Blaise sein, wenn ich ihn traf, aber er war sehr schlau und zudem sehr reaktionsschnell, aber durch den kräftezehrenden Kampf auch langsamer geworden.

Er wich noch zum Teil aus, bevor ich ihn doch noch streifte und er übergangslos hart auf seinen Po fiel und von unten zweifelnd zu mir aufsah, während ich federnd landete. Der Tritt hatte bei weitem nicht den Effekt gehabt, den er gehabt hätte, wenn ich ihn wirklich voll getroffen hätte und nicht nur gestreift.

Als nächstes hob er kurz bevor ich erneut zu einem Schlag ausholen wollte, aufgebend und abwehrend die Hände, wie um zu zeigen, dass er unbewaffnet war.

http://www.youtube.com/watch?v=UQyqz6AL_zY&feature=fvsr

„Es reicht Draco, mir jedenfalls. Ich bin für heute fertig, wenn du meinst noch mehr auf jemanden einprügeln zu müssen oder zu wollen, frag die anderen, aber für mich reicht es wirklich!“, stieß er schweratmend und atemlos hervor bevor er sich erschöpft verschwitzt und blutig ins Gras sinken ließ, so lag er nun wie erschlagen da.

Er hatte ja Recht, ich hatte ihn als Mittel zum Zweck missbraucht und es reichte, auch ich war außer Atem und meine Wut aufgrund der Erschöpfung völlig verraucht. Wir hatten sicher über eine Stunde gekämpft und waren wirklich fertig.

„Okay…!“, brachte ich schwer über die lädierten Lippen und ließ mich auch ins kühle Gras sinken und genoss es das mein Blut laut in den Ohren rauschte und damit jeden Gedanken effektiv vertrieb.

„Man, das sah aus als wolltest du Blaise verprügeln, Alter!“, „Hat dir jemand was getan?“, „Was ist denn dir über die Leber gelaufen?“, „Hat die Schönste wieder Snape gefickt, oder warum rastest du so aus?“, plapperten die Twins feixend sowie böse grinsend ohne Unterlass drauf los und wussten aber, das ich nicht antworten würde, also warteten sie auch gar nicht erst darauf. Langsam rappelten Blaise und ich uns dann doch wieder auf und gingen schlurfend auf das Haus zu.

Wir betraten nacheinander das Wohnzimmer, wo Daphne schon kopfschüttelnd und mit leicht missbilligendem Blick auf uns wartete.

Astoria zog Blaise sofort besorgt und mit mitleidigem Blick aufs Sofa und begann ihn fürsorglich zu heilen, während Daphne nur stumm auf meinen Sessel wies, worauf ich mich dazu hinabließ mich schwerfällig hinzusetzten.

„Ich glaube, ich will gar nicht wissen, warum du so drauf bist Draco!“, murmelte sie, während sie zu mir trat.

Sie sprach so leise, das ich dachte sie falsch verstanden zu haben, aber auf eine Antwort wartete sie auch nicht, wie sie deutlich zeigte.

„Gib mir deine Hand!“, meinte sie recht ruppig als nächstes, worauf ich ihr wortlos gehorchte.

Somit ließ ich mir die Platzwunden an beiden Händen heilen, dann strich sie mir die Haare aus der verschwitzten Stirn und behandelte auch eine Platzwunde an meiner Augenbraue, während ich auf den schmatzenden Lucien neben mir in der Wiege aufmerksam wurde, der zufrieden vor sich hin guckend und strampelnd da lag.

Mein Blick ging zu Daphne, der man am Bauch noch etwas ansehen konnte, das sie wohl schwanger gewesen war, denn noch war ihr Schwangerschaftsbäuchlein nicht gänzlich zurückgegangen, auch wenn er natürlich bedeutend kleiner war als mit Babys drin.

Daphne trug jetzt gerade Salbe auf die Stellen, wo sie an meinen Händen die Wunden geschlossen hatte, auf.

„Trainierst du wieder?“, fragte ich unbeteiligt in die Stille und blickte noch immer auf ihren Bauch.

„Natürlich!“, wirkte sie über dieses so gänzlich andere Thema perplex, bevor sie empört dieses eine Wort hervorstieß.

„Dann trainier härter, der Bauch da muss weg sein, wenn wir wieder nach Hogwarts zurück kehren!“, wies ich kalt an und bekam einen leicht pikierten Blick von ihr, aber meine Laune war noch immer nicht wirklich prächtig, wenngleich ich jetzt viel ruhiger war, doch dann nickte sie geschlagen brav und ergeben und fragte stattdessen:

„Bist du sonst noch irgendwo verletzt? Rippen angeknackst, irgendwas geprellt?“

Ich erhob mich wieder und sie trat einen Schritt zurück, dann streckte ich mich etwas und hatte das Gefühl, das das einen ganz schrecklich dumme Idee gewesen war, denn ja, genauso wie ich Blaise den ein oder anderen Knacks an seinen Knochen beigebracht hatte, fühlte ich selbst, das auch ich nicht ohne Blessuren hervorgegangen war und so sank ich leicht leidend und gequält wieder zurück.

„Ja!“, brummte ich somit auch nur noch missbilligend, was dafür sorgte, das ich erkennen konnte, das ihre Mundwickel leicht spöttisch zuckten.

Sie unterdrückte diesen Reflex zwar, aber trotzdem entging er mir nicht als sie begann die nötigen Heilzauber auf mich zu sprechen. Ich biss mir verärgert auf die Lippen, weil diese verfluchten Zauber auch immer ein Ziepen und Zerren mit sich brachten. Es war eine Plage und lenkte mich von ihrer Schadenfreude ab. Nun hörte ich wie auch Blaise schmerzhaft aufstöhnte unter den heilenden Händen seiner Freundin.

„Daphne, du musst auch noch an Blaises Konchen!“, rief Astoria nun ihrer Schwester zu, die offenbar an die Grenzen ihrer Fähigkeiten bei Blaise gestoßen war.

„MHm…ja gleich, Moment!“, kam es abgelenkt von ihr.

„Du hast lange ausgesetzt, dich zurücknehmen müssen beim Training, Daphne, das werde ich jetzt nicht mehr durchgehen lassen. Du musst ganz schnell wieder fit werden!“, bohrte ich weiter fies in der Wunde, das ich sie zu ausgeleiert und dick fand, aber wie gesagt, ich war schlecht darauf und hatte keine Skrupel das an irgendwem der nicht Schuld daran war auszulassen.

Ich wandte mich um an Blaise und fuhr fort: „Blaise, du trainierst sie. Sonderstunden, jeden Tag. Ich will, dass man nichts mehr sieht in zwei Wochen! Sonst müssen wir sie auch weiterhin in ein Mieder stecken.“

Blaise nickte missgelaunt nur das er verstanden hatte, aber ich sah er wollte etwas einwenden, doch er tat es nicht. Ihm war wohl auch der Spaß vergangen, nachdem ich ihn so zugerichtet hatte.

Ich nickte bloß unzufrieden und ließ mich noch tiefer statt in meinem Sessel nieder. Als Daphne endlich von mir lief, sprang ich auf was noch immer leicht ätzend war, aber damit konnte ich leben. Ich nahm in Hermiones Sessel platz, denn ich wollte jetzt wirklich nicht neben einem Baby sitzen, das jeder Zeit losplärren konnte, doch meine Sitzplatzwahl ließen die Twins natürlich nicht unkommentiert.

„Angst vor einem Baby, Draco? Du bist der Patenonkel, also schau dir den Kleinen doch auch an!“, spotteten sie bösartig.

„Kein Bedarf, solange ich ihm nicht kämpfen, zaubern und das akzeptable Benehmen beibringen kann, kann die Mutter ihn gern behalten!“, fletschte ich grinsend die Zähne als ich dies salopp erwiderte.

Daphne schnappte empört nach Luft und auch Astoria sah aufgebracht aus, während ein auf der Couch drapierter Blaise teuflisch breit grinste und die Twins sich darüber köstlich amüsierten und feixten:

„Hört, hört, er will ihm benehmen beibringen, wenn das Harry hört…!“

Als hätte ich es geahnt gehabt, fing nun Lucien an zu plärren, was Daphne einen warnenden und kalten Blick von mir einbrachte, worauf sie flink an die Wiege trat, ihren Sohn herausnahm und mit einem bittenden Blick an Astoria, die ihr sofort folgte, in die erste Etage entschwand.

Himmel sei Dank, das hätte ich jetzt nicht verkraftet.

Nachdem sie gegangen waren, trat Fred an mich heran und reichte mir einen Drink, den ich ganz dringend benötigte, während George ebenfalls Blaise einen reichte. Ich nahm einen kräftigen, brennenden Schluck, unterdessen fläzten sich die Twins jetzt zusammen auf das andere Sofa. Wie konnte man nur so seine Gliedmaßen verknoten das man gemeinsam halb sitzen, halb liegend auf dieses kleine Sofa passte?

Das konnte unmöglich bequem sein!

Jeder von ihnen lehnte an einer Armlehne und hielt lässig einen Drink schwenkend in der Hand, während sie in der Mitte ihre Beine so verkreuzt hatten, das sie wirklich beide Platz fanden und das obwohl sie nicht gerade klein waren, aber sie wirkten glücklich, das sagte schon ihr diabolisches, identisches Grinsen.

Ich schüttelte kurz noch mal den Kopf und trank dann wieder, während Fred nun ernstlich fragte:

„Jetzt aber mal wirklich, was war denn los? Hat die Schönste dich so in Rage gebracht oder unserer allseits verehrter Tränkemeister?“

Eigentlich wollte ich darüber nicht wirklich mit anderen reden, aber ich sah mich drei durchaus neugierigen Blicken gegenüber und wusste ja eigentlich auch, das ich gerade mit den Drein reden konnte, also ergab ich mich schließlich sehr widerwillig, da ich wusste die Twins würden nicht Ruhe geben und mir meinen Frieden verleiden. Sie hatten aber auch eine enervierende Ader.

„Severus!“

Blaise hob daraufhin fragend eine Braue an, während die Twins nur verstehend, um nicht zu sagen mitleidig nickten.

„Du könntest einem Leidtun Draco, wenn du manchmal nicht so ein Mistkerl wärst!“, grinste George wenig beruhigend aber seine Aussage quittierte ich nur mit einem kalten Grinsen und erhob mein Glas, denn wenn ich eines nicht brauchte, dann Mitleid.

„Seit Weihnachten wird es immer schwerer mit ihr und deinem Senior, oder? Und dass sie langsam gefährlich kalt wird, macht es auch nicht einfacher!? Sie ist sehr abweisend allen gegenüber!“, kommentierte ein wieder sehr vorzeigbarer Blaise, dessen Nase aber noch gut angeschwollen war, wodurch er gerade auch sehr nasal sprach.

Was für eine treffende Analyse, fehlte nur noch, das sie noch Severus einbezogen und das tat Fred dann auch übergangslos:

„Und Snape holt sich einfach fordernd was er will, aber sie scheint genau das zu wollen. War das der Streitgrund?“

„Zum Teil!“ gab ich zu das es auch darum gegangen war, fuhr jedoch dann resignierend fort: „Er versucht aktiv uns zu trennen, weil er die Ansicht hat, das das mit uns es eh keine Zukunft hat!“

„Das gibt ihm noch lange nicht das Recht euch auseinander zu bringen!“, kam es von einem verständlich böse blickenden Blaise.

Die Twins nickten unisono und Fred erklärte dann: „Eindeutig, aber warum auf einmal?“ Was mich veranlasste mit den Schultern zu zucken. Was wusste denn ich?!

„Aber du wirst das nicht zulassen, oder?“, fragte George leise nach und ich schüttelte nur bestimmt den Kopf, etwas was sie die Gläser erheben und einander zu zuprosten ließ, da sie offenbar einer Meinung waren. Ich konnte nur nicken und ihnen auch zuprosten, denn was sollte ich dazu noch sagen?

Dracos Sicht ende

Hermiones Sicht

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queenie
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BeitragThema: 300. Jubilee   Do Aug 02, 2012 1:36 am

Unglaublich aber wahr, das Epos hat nun sage und schreibe 300 Kapitel, 1905582 Wörter, 223.207 Zugriffe, 583 Favoriteneintragungen und 3.172 Reviews.
Und ihr treibt und spornt mich/uns immer weiter an!
Hier mal das ernstgemeinte Versprechen, dass das hier ein Ende finden wird, im Guten wie im Bösen, denn es endet irgendwann, aber es wird auf alle Fälle vollendet!
Wir haben so viel erlebt mit dieser Story womit ich nie und nimmer gerechnet hätte. Zuerst so viele begeisterte Leser und auch Fans, unglaublich!
Eine Lesung, ein Treffen im Real Live, was sich toll entwickelt, ja etwas was auch gewagt ist, aber da wir uns alle durch die Facebookgruppe mit unglaublichen 55 Mitgliedern und unserem Forum, das auch schon fast 100 Mitglieder zählt, näher kennengelernt und Kontakte geknüpft haben, freuen wir uns riesig auf das kommende Treffen.
So ein Geschenk für alle:
Nach diesem Treffen werden die Kapitel 1-57 neu hochgeladen, verbessert und auch etwas aufgerüscht, also durchaus lesenswert, hierbei haben mir unsere zwei zauberhaften Damen Nira26 und Liselotte geholfen, mein DANKE kommt aus tiefsten Herzen. (Ich werde dies noch mal groß verkünden, wenn die Kap´s gepostet sind)

Glg
queenie

300. Kapitel Jubilee

Hermiones Sicht

Wir standen in einem Wald, um genau zu sein im „Forrest of Dean“.

Ich hatte diesen Wald gewählt, da ich vor Jahren einmal mit meinen Eltern hier zelten gewesen war, als sie ihre Naturphase ausgelebt und dabei gehofft hatten das wir Urlaub in der Abgeschiedenheit machen konnten und damit einhergehend hofften, dass ich keinen „Unsinn“ mit meinen „unheimlichen“ Fähigkeiten anstellen konnte.

Es war ein wunderbarer, sehr schöner Familienurlaub geworden und kurz danach war auch, der Brief der alles „unnatürliche“ erklärt hatte, gekommen. Wie sehr hatten sich meine Eltern gefreut diese neue Welt der Magie kennenzulernen. Es war im Nachhinein betrachtet sehr schade wie sehr wir gelitten hatten, weil man uns absichtlich im Ungewissen gehalten hatte, über das was ich war.

Vieles wäre vielleicht für mich anders gekommen, aber ich war ehrlich genug um dem nicht nachzutrauern, da ich wusste, Mum und Dad ging es fernab von unserer von Krieg zerfleischten Welt besser als wenn sie in Sorge um mich fast verrückt werden würden in dem Wissen, das sie mir nicht helfen konnten, wenngleich ich auch wusste, dass ich ihnen bestimmt noch unheimlicher werden würde als jemals zuvor. Letztendlich war es schon besser, dass wir uns getrennt hatten.

Damals hatten wir in dem kleinen Dorf „Tutshill“ Einkehr gehalten, nahe diesem großen, historischen Waldgebiet in der Nähe von Gloucestershire, welches auf einer Berggruppe angesiedelt war.

Ich war vom Manor nur unter die Eiche des Cottage appariert, wo mich Harry und Ron schon erwarteten. Ich hatte das Haus gar nicht erst betreten, sondern sie gepackt , um nicht weit von Tutshill im Wald mit ihnen anzukommen.

Wobei mir die beiden erzählten, das kurz vor mir ein brutal schlechtgelaunter Draco an ihnen vorbeigerauscht war. Sie erzählten er hätte sie gar nicht gesehen, bevor er im Cottage verschwunden sei. Ich weigerte mich aber groß auf diese versteckte Frage was vorgefallen sei einzugehen. Unterdessen sahen sie sich erstmals um.

„Sooo und was machen wir nun?“, fragte Ron verhalten und kratzte sich überlegend am Kopf.

„Kreacher!“, meinte ich sehr bestimmt.

„Oha ja, muss das sein?“, fragte Harry echt zaghaft und schielte dezent in das dichte Gestrüpp des Waldes, worauf ich gar nichts erwiderte, sondern nur mit meinem Fuß ungeduldig klopfend dastand und meine ungesagte Ungeduld zeigte.

„Mahhu, ich mein Dumbledore hat ihm doch in meinem Auftrag gesagt, er soll ruhig sein und in Grimmauld Place ausharren!“, verteidigte sich Harry und zeigte deutlich seinen Unwillen sich mit Kreacher auseinanderzusetzten, dem er immer noch die Mitschuld am Tod von Sirius gab.

„Harry!!!“, drohte ich böse und er zuckte zusammen, um zu mir unter seinen runden Brillengläsern schuldbewusst hinaufzublinzeln und das obwohl er minimal größer war als ich.

„Du bist erwachsen, dann schaffst du es diesem verräterischen, kleinen Elf zu sagen, was du von ihm erwartest!“, brummte ich giftig und er biss sich unwohl auf die Unterlippe.

„Kreacher!“, plärrte er dann plötzlich als hätte er sich entschieden und nur Sekunden nach seinem Schrei ploppte es und da stand er ein bis auf einen verdreckten Lendenschurz, den er provisorisch um die Hüfte trug, nackter Elf.

Seine hauselfisch großen Glubschaugen waren wie eh und je blutunterlaufen und wässrig blau, seine dicke, fleischige, sowie lange Nase erinnerte an die Schnauze eines Schäferhundes. Er wirkte noch älter als früher. Seine Haut schien noch schlaffer und faltiger, weil sie schlabbernd an ihm herabhing und aus seinen hängenden Fledermausohren wuchsen weiße Haarbüschel.

„Oh Mann!“, wisperte Ron stöhnend als er den abschätzig verzogenen Mund von Kreacher sah und Harry starrte ihn schon sehr ablehnend an, aber Kreacher stand ihm in dem nichts nach.

„Womit hat Kreacher das verdient? Warum kann Kreacher nicht der hochwohlgeborenen Bellatrix dienen?“, wisperte der Hauself grummelig und murrend vor sich hin, etwas was er vielleicht nicht tun sollte, denn Harry wurde extrem sauer, wie es uns seine sich verdunkelnde Aura mitteilte.

„Du….kleiner, mieser Verräter!“, hisste er da auch schon böse auf und seine eiskalte Stimme sorgte dafür, das Kreachers alter Kopf in die Höhe ruckte, bevor er rückwärts stolpernd auf seinen Hosenboden fiel.

„Ich…ich…!“, stotterte der Elf unsicher und auch etwas ängstlich.

„Hab ich dir Kreatur erlaubt etwas zu sagen?“, grollte er sehr dunkel und kehrte den Bösen unerwartet gekonnt heraus, etwas was auch Kreacher aufzufallen schien, da er seinen giftigen Mund tatsächlich hielt und mit großen Augen zu dem wütenden Harry aufsah.

„So ist es schon besser! Sirius hat in seinem Testament bestimmt das ich alle seine Besitztümer erbe, dazu gehörst auch du…leider! Gefällt mir auch nicht wirklich!“, fauchte Harry ätzend und der kleine Elf auf den Boden wagte keine wirklichen Wiederworte mehr.

„ICH, bin dein Gebieter und niemand sonst! Haben wir uns verstanden? Wenn ich erlebe, dass du jemals wieder mit jemand anderem von der Familie Black sprichst, wirst du mich kennenlernen! Ich habe dir bisher befohlen in Grimmauld Place zu sein, das befehle ich dir auch weiterhin. Dies ist mein Besitz und ich will wissen was der Orden dort veranstaltet!“, kam es kalt von ihm, während der Elf leicht unsicher zuhörte.

„Denkt ER wirklich, dass ich auf ihn höre?“, murmelte der Elf verstockt in seinen nicht vorhandenen Bart.

„JA, denn er ist dein GEBIETER und du der hauselfischen Gehorsamspflicht verpflichtet!“, herrschte ich Kreacher böse an.

„OHooo, das Mudblood denkt mir befehlen zu können!“, giftete er böse und fletschte die kleinen, spitzten Zähnchen.

„Wenn sie nicht, so ich dir! Ich verbiete dir alles zu tun was mir und meiner Familie, meinen Freunden und dem Orden schaden kann, diesmal nicht nur schriftlich, sondern jetzt auch mündlich!“, sicherte sich Harry mit allen notwendigen Verboten ab.

„OH, Dumbledore hat viel getan damit Kreacher nicht mehr so das Haus verlassen kann!“, erwiderte Kreacher eingeschnappt.

„Ja, das ist auch gut so. Ich habe ihn darum gebeten als ich dich erbte! Aber auf meinen Ruf kannst du immer folgen, da ich dein Herr und Meister bin!“, erklärte Harry sehr kalt.

„Mhm….!“, murrte der Elf verächtlich und nicht sehr kooperativ.

„Also hast du verstanden was ich erwarte, JA oder Nein?“, fragte Harry nun und funkelte den Elf weiter fordernd und unnachgiebig an.

„Natürlich!“, erwiderte dieser unwillig und trotzdem unterwürfig.

„Hast du nicht was vergessen, Kreacher?“, fragte ich zuckersüß und er schenkte mir einen hassenswerten Blick.

„Natürlich, Herr!“, verbesserte er widerwillig als würde er daran ersticken.

„Gut, dann geh und sage niemandem das ich dich gerufen habe, noch wo du warst!“, befahl Harry mit erzwungen sanfter Stimme, worauf es ploppte und der Elf verschwand.

„Baohh, man ich mag den Typen nicht! Da ist Dobby ganz anders!“, kam es teilnahmslos von Ron.

„Kannst du laut sagen Ron!“, stimmte Harry resignierend zu.

„Vergesst nicht seine Vergangenheit und 10 Jahre mit dem Portrait können einem Gehirn nicht gut tun!“, wandte ich ein, aber im Prinzip entschuldigte das nicht sein verbohrtes und gemeines Verhalten.

„Hermione, Schönste, du schockst mich…seit wann kommt deine menschliche den Hauselfen zugetane Seite wieder zutage?“, kam es sehr verschroben von Harry und ich schnaubte doch recht abfällig auf.

„Sehr witzig, Harry! Ich versuche nur zu verstehen was Kreacher dazu gebracht hat, gegen seine Prinzipien zu handeln. Das ist ähnlich wie bei Dobby, der tickt für einen Hauselfen auch nicht richtig, denn die Elfen im Manor sind glückselig vor sich hinzuarbeiten und für sie ist es am schönsten wenn du sie nicht siehst, hörst oder gar wahrnimmst, denn nur dann machen sie ihre Arbeit gut!“, erklärte ich welche Einsichten ich durch das Manor in das Leben, die Arbeit und Art und Weise der Hauselfen erhalten hatte.

„Ich hab die Dinger eh noch nie kapiert!“, kratzte sich Ron schon wieder unwohl am Kopf und blickte unbehaglich über seine Schulter in den Wald, denn an sich konnte die Jagd nun beginnen.

Alles war geklärt und im Grunde genommen im Vorfeld auch die Regeln und Aufgaben, die jetzt anstanden. Nun hieß es sie auch umzusetzen. Ich war gespannt wie sich die Beiden machten, denn ihre Nervosität und Unruhe vor dem Kommenden konnten sie nicht wirklich verbergen. Ihre ganze Haltung zeigte, dass sie schrecklich aufgeregt waren.

Das war etwas was ich nicht ganz nachvollziehen konnte, weil sie in den vorhergehenden Ferien doch unter Blaise gelernt und geübt hatten den „avada kedavra“ zu verwenden und es mit Müh und Not geschafft hatten ihn bei Ratten, Spinnen und dergleichen Getier erfolgreich einzusetzen. Ich forderte nun nicht zu viel von ihnen, nur den nächsten logischen Schritt.

Sie sollten nicht mehr und nicht weniger als ein Jäger der Muggel tun und versuchen ein „süßes“ Tier zu töten und das am besten zielgerichtet, schnell und schmerzlos ähnlich einer Parforcejagd.

Dies war eine Form der Hetzjagd, die seit früherster Zeit der Menschheitsgeschichte praktiziert wurde. Nur das wir großmütig auf die Hundemeute sowie auf die Pferde verzichteten, wobei ich das sogar grausamer fand als sonst was, da die verfolgenden Hunde langsamer als das flüchtende Wild waren, dieses auf der panischen Flucht ermüdeten und sie somit das Wild dann fast zu Tode hetzten um dann zu töten, oder zu stellen, damit der Jäger diese Aufgabe übernahm.

Eine wie ich fand recht simple Aufgabenstellung. Die Jagd bezeichnet das Aufsuchen, Nachstellen, Fangen, Erlegen und Aneignen von Wild durch einen Jäger und das sollte auch für die beiden zu schaffen sein.

„Harry, Ron macht mich stolz!“, meinte ich noch inbrünstig in ihre Richtung und erntete verunsicherte, aber aufrichtig bemühte Gesichtsausdrücke von den Jungs, als wir uns in das Dickicht des Waldes schlugen. Ich hatte eine lockere Gangart vorgeschlagen, sprich jeder für sich sollte versuchen zu jagen, aber sie könnte sich auch gerne zuerst an mich hängen um zu lernen.

Wir streiften bemüht leise durch den Wald, darauf bedacht so geräuscharm wir möglich vorwärtszukommen und den Wind nicht im Rücken zu haben um die Tiere durch unseren Geruch nicht frühzeitig auf uns aufmerksam zu machen.

Es war diesmal ganz anders als bei der Suche nach Nott. Dort hatte man bei Scabior und Fenrir sehr wohl bemerkt, dass diese stetig durch den Wald und die Natur strichen. Wenn ich mir nun Harry und Ron besah, die etwas unsicher durch das Blätterwerk tapsten, erkannte man deutlich den Unterschied. Es war nicht so das ich mich als perfekten Naturmenschen sah, Göttin bewahre, aber ich hatte dennoch mehr Erfahrung mit der Jagt als die beiden!

Ich verstand es mich lautlos anzuschleichen, geschickt durch das Dickicht zu gleiten und ungesehen näherzukommen. Das zu erlernen hatte einiger Zeit bedurft, aber es war wie mit den Einbrüchen, es lag mir!

Nur verwunderte es mich gerade ein wenig, das Harry und Ron im Laufe der Jahre in Hogwarts es durchaus perfektioniert hatten sich durch die dunklen Korridore der Schule zu schleichen, gerade aber trotzdem ihre Sohlen geräuschvoll auf den moosigen Waldboden zu vernehmen waren, doch ich vermutete stark, das es von ihrer inneren Unruhe herrührte, weil sie auch hektischer und schneller atmeten als sonst. Ansonsten war es recht ruhig, nur ab und an waren die Schrei eines Wanderfalken sehr laut und gut zu hören .

http://translate.google.de/translate?hl=de&langpair=en%7Cde&u=http://julieannamos.hubpages.com/hub/Forest-of-Dean-Wildlife

Ich machte mir aber keine Sorgen, denn ich wusste, dass es hier Dammwild zu hunderten gab.

Schließlich trafen wir auf eine weite, hohe, ausgedehnte Wiese, was mich sofort hinter einem dichten Strauch in die Hocke gehen ließ, denn dort auf der Wiese weidete gemächlich ein Rudel Dammhirsche. Es war ein friedliches, harmonisches und schönes Bild, was mich erschreckend an „Bambi“ erinnerte, aber solche Gedanken warf ich rasch ab und bedeutet den Jungs, das dies nun ihr Part war.

Wir hatten die Beute gefunden.

Die sich noch ungestört fühlenden Damhirsche zeichneten sich durch eine lockere Körperhaltung aus. Die Ohren der Tiere bewegten sich regelmäßig, sie gingen ruhig voran und ästen, dabei waren sie konzentriert. Andere aus dem Rudel lagen ruhig auf dem Boden und kauten gleichmäßig das Gras wieder.

Somit verharrte ich abwartend im Gebüsch und konnte zusehen wie sich nun Harry und Ron im hohen Gras versuchten lautlos heranpirschen. Sie machten es sogar erstaunlich und unerwartet gut. Die Tiere bemerkte sie nicht, auch wenn die Mutterkühe ab und an ihre Köpfe hoben um die Gegend zu sondieren, schienen sie die sich anschleichenden Jungs noch nicht gewittert zu haben.

Das Rudel umfasste meiner Schätzung nach so um die 50 Tiere. Das Damwild war sehr auffällig mit seinem Sommerhaarkleid aus hell-rostbrauen Fell. mit auffallenden weißen Flecken. Diese Fleckenreihen begannen fast am Hinterrand der Oberschenkel und zogen sich über die Seiten des Rumpfes und den Rücken bis zum Halsansatz hinauf. Auf der Rückenmitte verlief ein dunkler Aalstrich.

Ich betrachtete dieses an sich harmonische Bild. Der Damhirsch war deutlich größer als das normale Reh und damit schon ein wirkliches Kaliber, das es zu erlegen galt.
Als der Wind plötzlich drehte, erkannte ich, dass der erste Damhirsch etwas witterte. Die Hirschkuh schien etwas zu beunruhigen da sie ruckartig den Kopf anhob und dabei die Ohren nach vorne ausrichtete.
Zeitgleich sprangen die zuvor am Boden ruhenden Damhirsche auf und wenden sich der Störquelle zu, in diesem Fall Harry und Ron.

Die Körper der Tiere des Rudels spannt sich sofort an. Alle Tiere waren absprungbereit. Ihre Erregung drückt sich in kurzen, steifbeinigen, unruhigen Schritten aus, bevor sie endgültig die Flucht ergriffen und seitliche Prellsprünge ausführten.

Diese Reaktion übertrug sich sofort auf die anderen Mitglieder des Rudels. Eines der älteren Muttertiere ergriff die Flucht, somit folgen ihm umgehend auch die übrigen Mitglieder eines Rudels.

Sie stoben wie von der Tarantel gestochen im Galopp davon, sprangen mit hohen, weiten Prellsprüngen in die Luft und liefen weg. Die auf den Waldboden ausstoßenden Hufe verursachten dabei ein deutlich wahrnehmbares, donnerndes Geräusch.

In großen Sprüngen setzten sie hinfort, was dazu führte, das Harry und Ron panisch die Tarnung fallen ließen, um mit gezückten Stäben hinterher zu eilen und auf die wild auseinandersprengende Menge zu zielen und mit Flüchen zu feuern!

Bunte Blitze zuckten über die Wiese und schlugen rund herum in Bäumen oder den Boden ein, wobei sie nur warten müssten, da dieses Wild häufig nicht die nächste Deckung aussuchte, sondern flüchtete um dann nach der Störung auf Distanz zu verharren, wobei sie dann den „Störer“ weiterhin misstrauisch beobachteten, aber da hört ich das hektische und unkoordinierte hantieren der Jungs.

„Avada Kedavra!“, hörte ich plötzlich beide Jungs zeitgleich brüllen und somit zuckte ich zusammen als giftgrüne Blitzte aus ihren Stäben surrten um im Boden, sowie im Stamm eines Baumes und überall einzuschlagen, wo es nicht hinsollte!

An sich war das nicht gezielt, eher lebensgefährlich, weswegen ich schon dachte, das würde nichts mehr werden, aber dann traf Harry tatsächlich und für mich völlig unerwartet mit einem dieser grünen Flüche eine rennende und flüchtende Hirschkkuh.

Diese brach übergangslos zusammen.

Die Lichtung lag nun wie ausgestorben vor uns, da sich das Rudel doch bis ins Dickicht verzogen hatte bei dem Chaos was die beiden Chaoten verursacht hatten, als ich mit einem mitleidigen Stöhner aufstand, um rasch auf das umgefallene Tier zu zueilen. Ich fuhr empört zu Harry herumfuhr, während Ron leichenblass und mit tränengefüllten Augen neben dem käsigen und leicht schwankenden Harry stand.

„HARRY, was soll das??? Verdammt! Der rasche, schnell und vor allem schmerzlose Tod ist oft allen andren vorzuziehen! Glaub mir das…gerad nach…nach…“, redete ich mich in Rage und funkelte ihn wütend an.

„Remus….!“, warf Ron sehr hilfreich ein, wie es mir ironisch durch den Sinn ging, als ich ihn zwecks seiner mageren Leistung tadelnd anblickte und sie beide am liebsten gewürgt hatte für ihre Unfähigkeit.

„Ja, genau, danke Ron! Gerade nach Remus sollte dies doch klar sein! Du tust niemandem einen Gefallen, wenn du haderst! Erinnere dich an Bellatrix und deinen Crutio! DU MUSST ES WOLLEN! Aber du als Jäger musst wissen, was du tust! Wenn du auf die Jagd gehst ist Mitleid ja so was von fehl am Platze!“, regte ich mich schrecklich auf, während meine Hand entschlossen zu meinem Oberschenkel fuhr und ich meinen Dolch zückte, diesen zog ich in einer geschmeidigen Bewegung aus seinem Halfter.

Sogleich glänzte die silberne Klinge bedrohlich in der mittäglichen Sonne. Auffordernd reichte ich den Dolch nun Harry, der mich geschockt mit weit aufgerissenen Augen hinter den Gläsern seiner runden Brille anblinzelte.

„Was???“, hauchte er tonlos.

„MHMPFF…Dein Todesfluch war Schrott! Er war nicht so gemeint. Das Tier ist nun verletzt, denn der Todesfluch wirkt auch nur, wenn man es ernst meint! Du warst zerrissen…aber auch willig! Wohl was dazwischen, halt was Halbes und nix Ganzes! Schau dir die Atmung von der Hirschkuh an, sehr flach, bestimmt wirkt der Fluch, irgendwann…sie ist dem Tod geweiht, die Frage ist, wann ereilt er sie…also sei gnädig!“, zeigte ich kein Mitleid mit Harry in meinem befehlenden Ton, worauf ich seine Hand packte, um ihm grob den Dolch in die Hand zu drücken.

Natürlich hätte er nochmal den Todesfluch an dem verletzten Wild üben können, aber ich wollte es als kleine Strafe für ihn umsetzten, damit er verstand und sich merkte, das alles was man tat seine Konsequenzen hatte, selbst ich hatte das auf die harte Tour lernen müssen.

„Du… du willst…das Harrrryyyyyyyyyyyyyy…“, krächzte Ron kastratisch hoch auf und fasste sich bestürzt an die Kehle und röchelte panisch daher wobei er ein wenig zurückwankte.

„JA!“, meinte ich nur kalt, dabei trat ich nun auffordernd zurück, während meine Hand einladend zu dem herrliche schönen Tier, das einen leichten Körperbau hatte und so um die 40 Kilogramm haben dürfte, zeigte. Es lag bewusstlos im Gras und ich blickte auffordernd zu Harry, der wie geprügelt vor mir stand und auf das beachtliche Wild starrte.

Ich durfte zusehen wie mir Harry nun einen verzweifelten und sehr inbrünstigen Blick zuwarf und sein Körper zu zittern begann, bevor er kraftlos auf die Knie sackte und vor dem verletzten Tier niederging, während seine tränenumflorten Augen nervös durch die Gegend flackerten. Ich vernahm Rons lautes hochziehendes Schniefen und als ich zu ihm blickte, sah ich wie er sich eklig am Ärmel seines Shirts die Nase abwischte.

Die Zeit zog sich mit unnötigen Gejammer und Gewimmere dahin, so wie ich es empfand. Dann begann Harry doch tatsächlich zu weinen. Es kullerten ihm dicke Tränen über seine bleichen Wangen.

Plötzlich hallte ein irrer lauter, markterschütternder Schrei über die frühlingshafte Lichtung und Ron zuckte furchtsam zusammen, da der weidwunde Ton einem durch Mark und Bein ging. Harry schrie sich intensiv und inbrünstig die Seele aus dem Leib, während ich nur betont teilnahmslos und taxierend das Haupt schieflegte. Als nächstes sah ich, wie Harry sich wie ein rasender abrupt vorbeugte um dann mit einer erstaunlich gezielten Bewegung auf den Hals des Tieres zu zuhalten und dann durch, die wie ich wusste, unerwartet zähe und schwer zu schneidende Haut des Tieres säbelte.

Es sah sehr brutal und rabiat aus. Es war Schwerstarbeit, dabei stieß Harry immerwährend unter die Haut gehende, leidende Töne aus, die dafür sorgten, das Ron mittlerweile würgend im Gras kniete und sich lautstark übergab. Aber vielleicht war es auch der Anblick den Harry bot wie er auf das Tier einstach, oder das in rauen Mengen fließende Blut sowie der metallische Geruch, der Ron den Magen umdrehte.

An sich war es ein grausames Gemetzel zu dem sich dies aufgrund Harrys und Rons Unfähigkeit entwickelte, aber das mussten sie lernen, meinte ich dann doch recht gefühlkalt.

Das arme Tier, so einem Berserker ausgeliefert zu sein. Als sich das hellgrüne Gras immer dunkelroter verfärbte und die zuckenden Glieder des kämpfenden und sich aufbäumendes Tieres erlahmten und schließlich auch die Atmung des Tiers erstarb, um dann als lebloser geschlachteter Kadaver dazuliegen, hörte ich Harry herzerweichend weinen.

Während Harry nun, nachdem er das blutüberströmte Messer achtlos hatte fallen lassen, sich ebenfalls rasch wegdrehte von dem mörderischen Anblick des erlegten Wildes, hörte ich ihn zudem noch trocken würgen, während sein Leib von tiefen Schluchzern geschüttelt wurde. Ich warf recht sparsame Blicke auf das sich mir bietende, ungewöhnliche Bild zweier junger Männer, die gerade beide auf den Knien im hohen Gras robbten und um eine erlegte Hirschkuh heulten wie die Babys.

Okay, was war jetzt daran so schlimm, oder so schwer?

Klar, ich war anders, war ich immer gewesen!

Mir gelang viel beim ersten Versuch und trotzdem fragte ich mich, warum hatte Harry den Todesfluch nicht beim ersten Mal sprechen können, so wie ich es ganz von alleine geschafft hatte, bei Umbridge?

Gute Frage, einfache Antwort, egal ob bei einem harmlosen Fluch wie den „wingardium Liveosa“, den ich auch als erste unter den Schülern hinbekommen hatte und somit die Feder zur Freude von Professor Flitwick geschafft hatte in der Luft schweben zu lassen, so war ich auch eine Musterschülerin beim „avada kedavra“.

Mein Wille immer das Beste zu geben, immer die Beste zu sein, stand außer Frage und damit auch mein absoluter Wille, dass der Zauber wirkte!

Als ich mich daran erinnerte, dass ich sogar noch früher den ersten Zauberspruch meines Lebens bewusst gewirkt hatte musste ich schmunzeln, denn das war eben jener mit dem ich Harrys Brille im HogwsartsExpress repariert hatte, wobei ich zuvor noch nie in meinem Leben absichtlich gezaubert gehabt hatte. Ich hatte es zum Erstaunen von Ron geschafft, aber dass ich selbst am meisten über mich gestaunt hatte, hatte ich schon damals verstanden meisterlich zu verbergen!

Diese Überlegungen brachten mich wieder zurück zum Willen.

Dem Willen etwas zu tun, dem Willen etwas zu leisten oder zu bewegen und mir hatte es noch nie an Willen gemangelt, vielleicht an Mitleid und Mitgefühl, aber nie an meinem Willen etwas zu schaffen oder an mich gestellte Forderungen zu erfüllen!

Ich weiß es war wohl geisteskrank, aber ich war immer ein Mensch gewesen, der eine eins haben musste im Unterricht oder auch sonst wo….ein Mensch, der immer siegen musste und damit stand mein stahlharter Wille hinter allem was ich tat und damit funktionieren auch diese Zauber bei mir einwandfrei. So schrecklich es klang oder auch erscheinen mochte, ich war hierbei sehr emotionsarm, aber dafür zielstrebig.

Schade, dass Harry in letzter Sekunde doch gewagt hatte einen laschen „avada“ zu sprechen, denn das arme Tier hatte somit wesentlich mehr leiden müssen als wenn er es eiskalt durchgezogen hätte. Aber diese Tränen eben waren lächerlich und lachhaft und das zeigte ich nun auch, weil ich ein kaltes, verächtliches Lachen ausstieß:

„ARCH…habt ihr es nun? Genug Selbstmitleid ausgelebt?“, spottete ich.

„Sag mir nicht…dass dir das egal ist!“, würgte gerade Harry erbärmlich und zeigte mir ein käsig weißes Gesicht auf dem der Schweiß stand.

„Egal, nicht wirklich! Es tut mir leid um das Wild, aber mehr, weil es dank dir Schmerzen hatte, nicht weil es jetzt tot ist!“, erklärte ich kalt.

„Das mein ich doch gar nicht, ich mein, wie du ES das erste Mal tun konntest!“, blinzelte mich Harry verheult an und wischte sich mit den Fingern und Händen die Nässe aus dem Gesicht, während Ron unbeteiligt seinen Bauch hielt und sehr leidend wirkte.

„OH, das meinst du? Mhm….mein erstes Mal, Bole? Keine Ahnung, das sind wohl mildernde Umstände, da es Notwehr war? Aber ich war schon geschockt… aber auch schwer verletzt also wohl nicht zu vergleichen und dann Umbridge, aber bei der war ich so wütend, das es eher eine Genugtuung war! Und das dann wohl der erste Avada, Bole war ja der Dolch. Also nein, ich war erstaunlich gefasst als ich es tat, wobei ich dir zustimme, mit dem Messer ist es sehr viel…äh, intimer oder auch persönlicher!“, führte ich sehr erklärend aus und strich mir dabei überlegend über das Kinn und dufte die großen, ungläubigen, blauen und grünen Augenpaare auf mir spüren.

„Das ist sooooo irre und krass, widerlich! Hermione, ich bin entsetzt!“, zeterte Ron grünlich im Gesicht jetzt weiter und ich fragte mich, was er sagen würde, sollte er das von seinen skrupellosen Brüdern erfahren, das würde ihn richtig mitnehmen!

Die beiden wirkten total neben sich. Es war peinlich um nicht zu sagen unterirdisch, aber was sollte man tun?

Ich würde da wohl durchmüssen. Die Frage war nur ob es so intelligent war jetzt weiter zu machen oder nicht.

Aber so mitgenommen wie die beiden aussahen und wirkten wären sie nicht in der Lage auch nur im Ansatz einen Fluch zu wirken und schon gar keinen Todesfluch!

Das Problem war nur, ich hatte noch keine Lust zurück in mein „Gefängnis“ zu eilen und die Suche nach Nott war auch keine richtige Jagd gewesen, eher ein hirnloses Herumirren, aber hier und jetzt hatte ich total Lust etwas jagen zu gehen.

Somit blickte ich sparsam und ungeduldig zu den Jungs, die sich langsam aber sicher wieder erholten und wackelig auf die zitternden Beine kamen, während ich mich etwas abwandte von dem Kadaver, da wir diesen ruhig dem Wald und seinen Einwohnern überlassen konnten.

„Hermione…warte…..!“, stockte ein hinter mir wackelig hereilender Harry, worauf ich mich über die Schulter umblickte und auf die zwei leidend aussehenden armen gequälten Menschen sah.

„Leute, geht zurück ins Cottage!“, befahl ich mitleidslos.

„Aber …wir, dass… warum?“, stotterte Harry verwirrt und fasste mich nun, hielt mich an der Schulter zurück.

„Ja, geht klar, wir gehen….“, stimmte Ron sofort bereitwillig zu und handelte sich einen tadelnden Blick von Harry ein.

„Harry, das reicht für dich heute…eine Erfahrung mehr! Es war nicht der korrekte Todesfluch, aber du hast das getan weswegen wir hierherkamen, das sollte für einen Tag reichen!“, erklärte ich bestimmt, worauf ich Harrys Hand unwirsch abschüttelte.

Es trieb mich regelrecht in das Dickicht des Waldes. Ich wollte laufen, rennen mich frei fühlen! Aber ich wollte mich auch anschleichen und mich mit etwas messen. Es juckte mich regelrecht in den Fingern meine angestauten Energien auszuleben.

„Und was ist mit dir?“, kam es argwöhnisch von einem skeptisch aussehenden Harry, was Ron große runde Augen machen ließ, dabei hielt er sich noch immer mit einer Hand seinen Bauch.

„Ich??? Ich gehe später wieder ins Manor! Warum?“, wollte ich erstaunt wissen.

„Was heißt das?...später?“, fragte Harry misstrauisch.

„Nichts! Was soll es denn heißen? Geh ruhig, du brauchst die Zeit um alles zu verarbeiten!“, bat ich ihn und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter.

„DU willst hierbeleiben?“, quiekte Ron ungesund hoch dabei lüpfte ich eine Braue.

„Vielleicht, aber nur kurz, geht nur! Nur ins Cottage will ich nicht gleich!“, erklärte ich und erntete einen fragenden Blick von beiden.

„Warum? Angst Malfoy zu begegnen?“, fragte Harry erstaunlich provokant, wenn man seine ungesunde Gesichtsfarbe und seine allgemein wacklige Verfassung mit einbezog.

„Nein, aber ich möchte noch was machen! Also appartiert, bis dann!“, entschied ich mich das ganze abzukürzen, denn dafür waren die Jungs einfach zu neugierig. Somit winkte ich ihnen entschlossen zum Abschied, drehte mich um und spurtete trotz ihrer lautstarken Proteste in den Wald, brach durch das Dickicht und schlug mich durch das Unterholz.

Ich war auf der Suche nach einem ganz bestimmten Tier, das in der Abenddämmerung und eigentlich des Nachts jagte, somit war die Wahrscheinlichkeit am späteren Nachmittag zwar gering, aber durchaus vorhanden, das ich ein Exemplar fand. Also schlich ich leise weiter, darauf bedacht zu großen Lärm zu vermeiden, während ich hochkonzentriert durch den Wald mit seinen Geräuschen und Gerüchen lief.

Dabei vergaß ich die Jungs und denn Reinfall der der heutige Tag war, sehr schnell und auch meine Sorgen und Nöte mit meinen Männern traten weit in den Hintergrund von Dumbledore und dem Lord gar nicht zu reden.

Ich war ganz auf die Jagt konzentriert, als ich ein verdächtiges Knacken hörte und meine Aufmerksamkeit in die Richtung hinter mir neigte. Da, schon wieder, ganz eindeutig und bei der Erkenntnis verdrehte ich die Augen. Sollte es mich wundern? Oder es mich gar überraschen?

Severus würde jetzt sagen, dass er seit Jahren deklarierte, dass niemand das tat was er verlangte und schon gerade nicht diese beiden!

Erschreckend zu erkennen, dass er absolut recht hatte. Diese Zwei konnten wirklich nicht hören!

Und ja, ich dachte gerade ähnlich, wie Severus. Ihnen ging es scheiße, also warum schlichen sie mir dann jetzt nach? Warum hörten sie nicht auf mich und verfolgten mich?

Dachten sie, ich wüsste nicht was ich tat? Oder wollten sie mich beschützten?

Was Schwachsinn wäre, wenn man bedachte das ich genug und oft alleine in viel gefährlicheren Situationen war, oder waren sie nur schlicht und ergreifend neugierig was ich tun wollte?

Wenn ja? Bei diesem durchwegs bösen Gedanken schlich sich ein sehr diabolisches Grinsen auf mein Gesicht, denn dann sollte ich ihnen vielleicht etwas bieten, auf die Gefahr hin sie auf immer zu verschrecken, da sie mich noch nie wirklich in Aktion gesehen hatten.

Wäre das eine Option?

Das sie lernten wie es ging, indem sie mich beobachteten?

So hatte ich es zwar nicht geplant gehabt, aber ich hätte auch keine Scheu, dann sollten sie halt zusehen. Ich entschied mich spontan um nicht zu sagen in Sekundenschnell so zu tun, als hätte ich meine Verfolger nicht bemerkt.

Also wandte ich mich wieder entschlossen nach vorne und nährte mich den Ort, den diese Tiere bevorzugten bevor sie des Nachts jagen gingen.

Ich war damals wie gesagt mit meinen Eltern im Forest of Dean gewesen, da zu jener Zeit in der Presse rumging das ein Tier das in dem Waldgebiet gar nichts zu suchen hätte die Wälder heimsuchte und diese Aussagen und Sichtungen hatten sich seit damals sogar gehäuft. Es wäre eine nette Abwechslung und so hoffte ich sehr, dass ich das unerwartete Glück haben sollte vielleicht fündig zu werden, aber ich war geduldig.

Es dauerte doch noch einige Zeit bis ich die ersten Spuren fand. Große Pfotenabdrücke waren es, die sich in den ehemals vom Regen aufgeweichten, matschigen Boden gegraben hatten, aber nun verkrustet und ausgetrocknet waren.

Ich war auf dem richtigen Weg und hatte das Revier des Tieres erreicht.

Weniger gut trainierte wären nun aus der Puste gewesen, aber bei mir strömte eher das Adrenalin vorfreudig durch meine Adern, als das meine Lunge nach Luft schrie. Ich warf einen Blick in den aufziehenden Abendhimmel und blickte kalkulierend zu den Bäumen, wobei ich mich dann kurzentschlossen auf einen niedrigen Ast hangelte, um mich vollends auf den Baum über mir zu ziehen, bevor ich ganz auf einen tiefhängenden Ast kletterte.

Meine konzentrierte Beobachtung meiner Verfolger sagte mir, dass sie es mir nachtaten, was gut war, denn sie sollten nicht am Boden sein wenn es losging, wobei, bei den was ich erwartete zu finden war ein Baum auch keine wirkliche Option!

Gespannt verharrte ich und zu meiner unendlichen Erleichterung die Jungs auch. Sie versuchten einmal etwas richtig zu machen und waren an sich weder zu hören noch zu sehen.

Zu meinem oder unseren Glück wurde unsere Geduld nicht Übergebühr strapaziert, denn das Tier ließ gar nicht lang auf sich warten. Ich wurde auf ein sich ganz sachte bewegendes Gebüsch aufmerksam und mir leuchtete ein gespenstisch gelb-grünes Augenpaar entgegen, da die Augen im dunklen jegliches Restlicht zurückwarfen und reflektierten.

Vorfreudig ging ich in die Knie, dabei balancierte ich mich gekonnt auf dem schmalen Ast aus und zog lautlos meinen langen Dolch aus dem Halfter an meinem Oberschenkel und den Stiefeldolch, den mir Draco geschenkt hatte, während ich abwartend im Baum verharrte und dabei inständig hoffte, das die Jungs leise wären und keinen Mucks von sich geben würden. Nun bewegte sich das Tier würdevoll, geschmeidig und fließend einherschreitend durch das Gebüsch und trat schließlich majestätisch hervor, da es sich sicher wähnte und sich langsam aber sicher auf die Jagd begab und vielleicht sogar das tote Damwild wittern konnte.

Ein herrliches, majestätisches Tier.

Ja, ich hatte auch mal Glück und anders als damals mit meinen Eltern und ich sah die Geheimnisumwitterte „Big Cat´s“.

Immer wieder gab es Berichte über Sichtungen von den Großkatzen, die die Wälder in England unsicher machten. Man war sich nicht sicher, was für „Katzen“ es waren, aber das Exemplar vor mir war eindeutig ein Puma und ich war scharf darauf, heute mal etwas anders zu jagen als ein Wildschwein oder einen Wolf!

Dabei war ich überzeugt, dass ich auf Magie verzichten konnte, aber auch, dass es nicht leicht werden würde. Ich schätzte die Kreatur vor mir auf ein Männchen mit einem Gewicht um die 70 kg.

Das Fell war kurz, dicht und einfarbig beige, gelbbraun, das Kinn und die Brust sowie die gesamte Unterseite war weiß, die Schwanzspitze dunkel.

Die pure Kraft des Tieres war an seiner kräftigen, beweglichen Art vorwärts zu schleichen zu erkennen, genau wie seine Wendigkeit. Die sich in seinen Schultern geschmeidig unter seine Haut bewegenden Muskeln zeigten, diese Katze strotzte vor Energie, Kraft und Ausdauer.

Als das große Exemplar direkt unter mir stand, zielte ich genau und traf das Tier mit einem exakten Wurf in der Schulter. Der kurze Schaft drang geschmeidig in die straffe Haut der Katze und bohrte sich in das Fleisch des Tieres. Das Tier fauchte Ohrenbetäubend wild auf über diesen Angriff aus dem Hinterhalt, kurz bevor es an der rechten Vorderpfote einknickte.

Aber das wütende Tier fing sich wieder und brüllte nur noch empörter auf. Es war sichtlich nervös über den hinterhältigen Angriff, als das wackere Tier trotz der schmerzen wegsprang, da mein Dolch nicht tiefgenug eindringen konnte um es tödlich zu verwunden.

Ich nützte die Gunst der Stunde und sprang herunter, dabei landete ich genau vor der fauchenden, sowie gefährlich zähnefletschenden Bestie, die riesig aussah, sich vor mir bedrohlich aufbaute und verärgert die Nackenhaare aufstellte.

Ich reagierte rasant und bevor ich abrollte um mich rasch aus der Nähe seiner Krallen bewährten scharfen Klaue zu bringen, fuhr ich in einer mehr als tollkühnen Bewegung über die Kehle des Tieres.

Aber dieses hatte auch reagiert und es passierte alles in Millisekunden. Mein Sprung vom Baum, das Abrollen vor dem Tier und der Kehlenschnitt, der leider nicht Tief ging, da der Puma in einer rasenden, kräftigten aber auch geschmeidigen Bewegung auswich, was dazu führte , dass das Tier empört aufkreischte. Aber nur wenig Blut lief über sein weißes Brustfell , während seine kräftigen Pranken nach mir schlugen und seine starken Kiefer wütend nach mir schnappten.

Mich traf eine Kralle an meinem Handrücken und verpasste mir einen tiefen Cut, der Schmerzte, aber aufgrund der actionreichen und lebensgefährlichen Situation nahm ich diese minimale Verletzung gar nicht wirklich zur Kenntnis, denn das blindwütige Puma-Männchen knurrte wütend auf und raste nun zähnefletschend auf mich zu.

Ich erkannte den Angriff und sah zu das ich Land gewann. Rasant kam ich auf die Beine und noch dabei wandte ich mich um.

Ich sputete nun selbst verfolgt und gejagte vor dem Puma zu dem nächsten Baum, aber ich wusste Schutz in eben jenen suchend wäre wenig aussichtsreich, da Pumas nachweislich in der Lage waren vom Boden aus bis zu 5,5 m hoch in einem Baum zu springen.

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