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 Kapitel 503-504

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 503-504   Di März 24, 2015 7:26 pm

Kapitel 503: Bissige Wahrheiten

„Wie, nein? Du zeigst es mir nicht, oder du glaubst mir nicht?“, fragte ich daher mit scharfer Stimme und zwang mich zur Ruhe und Gleichmut.

„Arrrr… Draco“, entwich es ihr nun irgendwie verzweifelt und entnervt. Sie fasste sich an ihre Schläfen und wirkte mit einem Schlag erschreckend müde.

„Was? Ich frage dich, was dir mein Vater, dein Verlobter, geschenkt hat und du machst es nicht besser, wenn du daraus ein Geheimnis machst“, brauste ich auf und schlug mit meiner Hand auf den Sessel, was natürlich die gesamte Aufmerksamkeit der Anwesenden im Gemeinschaftsraum auf uns lenkte.

„Vielleicht hat sie es zurückgesandt?“, wagte sich Blaise fast schon todesmutig vor und ein mörderischer Blick von ihr ließ ihn den Schwanz einziehen, als sie aufsprang und zum Ausgang strebte.

„Sie haut ab?“, fragte ich so ungläubig wie möglich und das kam ja mal gar nicht in Frage, deshalb setzte ich ihr in Sekundenschnelle hinterher. „Hermione, verdammt, bleib stehen“, rief ich wütend und jeder von den Schlangen versuchte, mir als auch ihr aus dem Weg zu gehen, während hinter uns der Tratsch erblühte.

„Bleib stehen“, schrie ich im Gewirr des Kerkers, aber dann gab ich Gas und bekam sie an ihrem Ellenbogen zu fassen und donnerte sie mit Schwung gegen die Wand.

„Ahhh“, stieß sie atemlos aus und blitzte mich zu keiner Sekunde eingeschüchtert an.

„Was soll der Scheiß?“, rang ich schwer nach Atem und zwängte sie mit meinem Körper ein. Ich stellte mich vor sie und legte meine Hände rechts und links von ihrem Kopf an die Steinmauer.

„Was? Ich wollte weg“, kam es von ihr, als hätte ich eine besonders lange Leitung.

„Weglaufen? Seit wann das denn?“, saß mein arrogantes Grinsen perfekt.

„Draco, ist es sooo schwer zu verstehen, dass ich es dir nicht zeigen will?“, meinte sie reichlich entnervt.

„Zeig es mir und sage mir dann, warum du es mir nicht offenbaren willst“, forderte ich weiterhin mit Vehemenz und sie rang sichtbar mit sich, als sie sich schwer an die Wand hinter sich lehnte und die Augen zuschlug.

Ich wartete und wartete, gab ihr alle Zeit, die sie wollte, und als sie die Augen wieder aufschlug, sah sie mich entschlossen an. Da bemerkte ich, wie ihre Hand zu der Innentasche ihres Umhangs ging und sie daran rum nestelte und schon wurde mir ein relativ kleines Etwas in die Hand gedrückt, ohne Worte, nur mit wie in Stein gemeißelt wirkender Miene.

„Danke“, lebte ich kurz meinen Triumph aus, während mir jedoch darauf die Worte im Hals stecken blieben. „Was…?“, hauchte ich sprachlos, gab nun meine sie dominierende Haltung auf und drehte mich von ihr weg, sodass ich nun selbst neben ihr zum Stehen kam und mich ebenfalls schwer gegen die Wand lehnte.

Auf mich strömten Gefühle, Emotionen und Erinnerungen ein, während ich auf das Bild in meinen Händen starrte.

Ich war fast dankbar, dass Hermione nichts sagte, auch wenn mir ein kurzer Seitenblick bestätigte, dass sie dachte, dass sie recht gehabt hatte, es mir nicht zeigen zu wollen und ich konnte es verstehen, als ich mir über meine auf einmal so trockenen Lippen leckte.

Wieder wanderte mein ungläubiger Blick zu dem goldenen Bilderrahmen.

„Warum, warum wolltest du es mir vorenthalten?“, presste ich rau hervor und mein Griff um den Rahmen wurde immer fester. Kurz war ich davor, das kleine Ding zu zerstören.

Wir drei zusammen, ich erinnerte mich an den Tag, als wäre es gestern gewesen. Mein Merlin, lag das weit zurück. Es war wie aus einem anderen Leben! Dass das aufgenommen worden war, war mir zu keiner Zeit bewusst gewesen. Das war der Tag, nachdem das dritte Schuljahr zu Ende gegangen war und ich Vater als auch Severus gestanden hatte, dass mich ein Mädchen geschlagen hatte.

Wenngleich ich wohlweislich verschwiegen hatte, dass es Hermione gewesen war, diese Blöße hatte ich mir vor den beiden damals nicht geben wollen.

„Warum wohl, ich wusste, dass es dir nicht gefallen würde, dass er mir das da schenkt!“, meinte sie recht trocken und offenbarte eine verschlossene Miene.

„Warum… sag es… sprich es aus“, forderte ich vehement und es war wie der Wunsch, mir selbst Schmerz zuzufügen.

„Warum? Du willst es wirklich hören? Wirst du gerade ein Masochist?“, traf sie zu meinem Leidwesen ziemlich ins Schwarze und hörte sich dabei noch schrecklich sarkastisch an.

„Hermione“, warnte ich seidig und mittlerweile zitterte das Bild in meinen Händen, da ich es so fest hielt, dass meine Knöchel in den Fingern weiß hervortraten.

„Ist ja schon gut, ich weiß, dass es etwas sehr außergewöhnlich Seltenes und Persönliches ist. Ein Bild von euch dreien zusammen und ja…“, brach sie kurz ab und leckte sich nervös über die Lippen, während sie tief luftholte. „Es bedeutet mir etwas“, gestand sie dann aufrichtig und in mich bohrte sich ein heißbrennender Stachel der Eifersucht.

„Warum?“, presste ich schwer heraus und beherrschte mich mit großer Anstrengung.

„Weil ihr lacht, offen, ehrlich und einfach glücklich. Ihr wirkt zufrieden“, lösten ihre nervös hervor gebrachten Worte fast Brechreiz bei mir aus. „So habe ich euch noch nie erlebt“, flüsterte sie verklärt und die beißende Galle schoss mir in die Speiseröhre.

„Vater… Vater… ist…“, suchte ich Worte und fand doch keine in meiner allumfassenden Wut.

„Gut? Oh ja, das ist er, das war er schon immer“, erklärte sie tonlos, woraufhin ich ihr das Bild in Ermangelung einer besseren Idee grob zurück in die Hand drückte. Ich stand kurz davor, es zu zerstören, da es mir wie heiße Kohlen auf der Haut brannte.

„Wunderbar, ganz wunderbar und anders als mein Geschenk, freust du dich darüber“, brach plötzlich mein verletzter Stolz aus mir hervor!

Neid zerfraß mich, weil er ihr etwas derart Preisgünstiges und so schrecklich Einfaches und Simples geschenkt hatte und es doch so einen furchtbar guten Stand in ihrer Gunst einnahm. Ein magisches Bild, eine doofe Photographie und dann auch noch von uns dreien! Vereint als glückliche Familie? Er hatte ins Schwarze getroffen, das konnte man an ihrer Begründung durchaus herauslesen und es machte mich zornig und auf der anderen Seite machten mich ihre Worte traurig.

„Anders als du wollte er mich nicht provozieren und ärgern“, wandte sie leise ein und sah mich nicht an.

„Du… Duuu…“, ballte ich die Hände zu Fäusten und war schlicht sprachlos über ihre Aussage.

„Höre ich recht und Sie streiten gerade mit Ihrer zukünftigen Stiefmutter“, schnarrte plötzlich Amycus daher und trat vor uns, ein Umstand, der uns sofort verstummen ließ.

„Ich wüsste nicht, was Sie das angeht… SIR“, murrte ich in bester Malfoymanier und ich funkelte dieses aufdringliche Etwas von einem DeathEater wütend an. Was bildet er sich ein, uns zu unterbrechen?

„Und ich wüsste nichts, was es entschuldigt, sich als Slytherin derart ungebührlich auf den Fluren aufzuführen, vor allem da die Ausgangssperre schon gilt“, entgegnete der Dummkopf frech.

„Wir sind Vertrauensschüler“, schleuderte ich ihm entgegen.

„Aha, dann würde ich sagen, dass ich ihre Aufgaben übernehme und gute Nacht“, unterbrach er und es wunderte mich nicht, dass Hermione dies als die Gunst der Stunde betrachte um auf Nimmerwiedersehen zu entschwinden.

Draco Sicht Ende

Hermione Sicht

Ich konnte es nicht fassen!

Jetzt hatte ich den Salat, verdammt aber auch!

Dass er aber auch keine Ruhe geben konnte. Die Wahrheit tat manchmal weh und wenn man sie nicht hören wollte, dann sollte man das Schweigen lieber akzeptieren!

Aber ich versuchte aus früheren Fehlern zu lernen und nicht mehr alles zu verschweigen. Ob es das besser machte? Das bezweifelte ich nach diesem Gespräch ernsthaft.

Als ich den Gemeinschaftsraum der Gryffindors betrat und feststellte, dass Ron und Harry den Kamin mit Beschlag belegten, überlegte ich, dort weiter zu machen, wo ich mit Draco aufgehört hatte, nämlich damit, die Wahrheit zu finden!

Und so schlenderte ich kurzentschlossen auf die beiden Jungs zu.

„Und wie war´s bei deinem Freund?“, „Ja, eigentlich bleibst du dann weg.“, „Und kommst nicht mehr wieder.“, „Was ist passiert?“, empfingen sie mich mit aufrichtig besorgten Mienen und ich lächelte unecht. „Geht es dir gut?“

„Harry, ich weiß es“, entschied ich mich, dass Angriff die beste Verteidigung war.

„Du weißt was?“, fragte Harry sichtlich irritiert.

„Mann… denkst du ich bin blöd? Ich weiß das von dir und Pansy!“, erklärte ich daher entschieden und fühlte doch Zweifel in mir aufsteigen, als sich sein Gesicht verdüsterte und seine Miene regelrecht dunkel wurde.

„Du glaubst echt, alles zu wissen, oder?“, provozierte er eiskalt und dabei zeigte seine Miene mehr als störrische Züge.

„Willst du mir blöd kommen?“, fragte ich daher gereizt. Ich versuchte, so etwas wie Verständnis für ihn aufzubringen und so wurde es mir gedankt?

Während Ron doch nun tatsächlich neben mir gekünstelt zu lachen anfing.

„Kann man dir denn blöd kommen?“, versuchte er sichtbar, die schlechte Stimmung aufzulockern und ich seufzte dann nur ergebend und fuhr mir durch mein lockiges Haar.

„Harry, was willst du von mir?“, meinte ich vorwurfsvoll und wünschte meine Kopfschmerzen zum Teufel.

„Ich versuche, zu verdrängen, dass du dich mit der Mitgift in meine Angelegenheiten einmischst und versuche, dir Verständnis entgegenzubringen, wobei ich das alles nicht ganz nachvollziehen kann…“, erklärte ich mit engelsgleicher Geduld, vor allem „weil du doch Daphne angeblich sooooo sehr geliebt hast“, das dachte ich zumindest, aber sagen wollte ich es nicht, denn es stimmte, ich verstand es nicht.

Besonders nachdem ich bei den Schlangen hatte beobachten dürfen, wie Pansy an Theo klebte wie eine Schlingpflanze.

„Hermione, nicht jetzt… bitte“, strich sich Harry über seine Stirn, als hätte auch er Schmerzen und sah mich irgendwie blind an. „Interessant, was du alles zu wissen glaubst, komm Ron, wir gehen… ich bin müde!“

„Was meinst du, Harry?“, rief nun ich leicht verwirrt, denn mir war nicht klar, was Harry damit implizieren wollte. Es war doch ganz eindeutig, vor allen Dingen nach dem Auftritt gerade, dass etwas mehr zwischen den zweien lief als gut war.

Harry winkte nur im Gehen und rief über seine Schulter zurück: „Du musst nicht alles wissen, Schönste!“, „Sehe ich auch so!“, stimmte Ron ihm noch zu, was nicht zu fassen war, denn offenbar wusste er, anders als ich, was los war.

So blieb ich ziemlich bedröppelt sitzen, sah mich blind um und versuchte, die Enttäuschung, dass nur weil ich heute über die Wahrheit reden wollte, nicht alle sofort so zogen wie ich es wollte, hinweg zu atmen.

Nur um dann langsam auf die Beine zu kommen. Ich war ebenfalls müde und sehnte mich fast schmerzlich nach meiner Ruhe und frohlockte über meine eigenen Räume, endlich würde ich sie sehen. Während ich nun den Gemeinschaftsraum durchquerte, ignorierte ich strikt die wenig freundlichen, vorwurfsvollen und anklagenden Mienen meiner Mitschüler.

Als ich die Tür zu unserem Schlafraum öffnete, bemerkte ich, dass ich nicht alleine war, sondern darin befanden sich Parvati und Lavender. Der Göttin sei Dank waren die beiden anderen Tanten, Quirella Mayer und Sally Smith, die in unserem Jahr waren und sich tunlichst aus allem raushielten, nicht anwesend. Die beiden gingen mir gefährlich auf den Senkel.

Aber das laute Schimpfen, das ich gerade durch mein Eintreten gestoppt hatte, ging mir nicht weniger auf die beanspruchten Nerven. Anscheinend war ihr Problem, dass niemand wusste, was Lavender trieb. Wobei Parvati gar nicht zur BL gehörte, aber wie so oft machte der Tratsch vor nichts halt.

„Sag mir, wo du warst? Vendi, du erzählst mir doch sonst auch immer alles. Ich mache mir solche Sorgen um dich, du bist so anders… so verschlossen“, drang Parvati in ihre Freundin und ich bekam noch stärkere Kopfschmerzen, als ich das Vendi vernahm, da war mein Lav-Lav von früher noch fast human gewesen.

„Nein“, kam es entschieden von Lavender, die sehr unnachgiebig wirkte und nun regelrecht zu mir hastete. „Hey, Hermione!“, warf sie sich fast schon als peinlich zu bezeichnen zu mir hin, als würde sie sich von mir Schutz vor ihrer besten Freundin erhoffen.

„Lavender, so kenne ich dich nicht… rede mit mir“, ließ sich Parvati selbst durch meine heroische Person nicht bremsen und schon stupste mich Lavender doch tatsächlich von hinten in die Seite. War das zu fassen?

„Parvati“, stöhnte ich leise und strich mir wieder über die Schläfen, „… es gibt Dinge, die will man nicht wissen und Dinge, die man nicht wissen muss. Beides trifft hier auf dich zu“, versuchte ich es, denn das mit Fenrir war zu heikel, als dass es öffentlich werden durfte.

Parvati blinzelte mich skeptisch an, bevor sie ein entschuldigendes Lächeln aufsetzte, denn sie war nicht wie ihr Zwilling Padma gestrickt und zog über den Rüffel das Haupt ein.

„Ist es gefährlich?“, hauchte sie stattdessen besorgt zu mir und Lavender neben mir erstarrte, denn was war im Verbotenen Wald ungefährlich. Fenrir war es bestimmt nicht.

„So gefährlich ungefährlich, dass ich es verantworten kann, dass Lavender es macht?“, bot ich wagemutig an, aber Parvati wirkte nicht wirklich glücklich über diese Aussage.

„Ihr wisst, dass ihr mir vertrauen könnt? Oder? Ich bin deine Freundin, Lavender… immer!“, begehrte das hübsche Mädchen auf und legte ihre Hände an ihr Herz.

„Das weiß ich doch, Pavi…“, begann Lavender entschuldigend.

Damit machte ich mich entschieden von Lavender los, ging auf mein Bett zu und suchte verzweifelt nach dem Ort, der mir von Severus versprochen worden war.

Aber da war nur mein Himmelbett, doch während ich auf mein Bett zuging, durfte ich erleben, wie sich das Bett wie eine Illusion auflöste und sich am Kopfende des Bettes bei der steinernen Wand eine Tür manifestierte.

„Wow“, „Hammer“, „Wo kommt die her?“, „Was ist das denn?“, hauchten Lavender und Parvati, die nun neben mir standen und ihren Disput überwunden hatten, da es etwas viel Spannenderes gab als das.

„Nun, ein Raum… ein Raum nur für mich“, gestand ich offen und ehrlich und konnte das verspielte, sehr glückselige Lächeln nicht verhehlen, das auf meinen Zügen Einzug halten wollte.

„Ohhhh, dann weiß ich, von wem das kommt“, murmelte Lavender und sah mich lächelnd an. Schlussendlich wusste sie, nachdem Severus sie geheilt hatte, dass wir alle enger verbandelt waren als es sein sollte.

„Ich hoffe, dass ihr schweigen werdet“, setzte ich mehr oder weniger voraus, aber sie nickten inbrünstig.

„Gegenüber?“, wollte Parvati zur Sicherheit nochmal erfahren und blickte zu den anderen beiden Betten.

„Allen!“

„Verstehe“, knurrte Lavender leise, als wäre es ihr langsam aber sicher zu viel, was ich alles verlangte.

„Äh, ich verstehe es zwar, aber ich weiß nicht, warum. Warum ist da eine Tür für einen Raum nur für dich?“, meldete sich Parvati zu Wort.

„Das ist mein neues, mein eigenes Schlafzimmer“, präzisierte ich und lächelte aufrichtig gerührt.

„Ich beneide dich um die Ruhe, die du dann haben wirst…“, flüsterte Parvati plötzlich ernsthaft und ich hob meine Brauen.

„War es in Irland nicht schön?“, fragte ich verwirrt.

„Oh… das war keine Kritik, ich gönn dir den Raum“, wehrte Parvati ab, als sie mein fordernder Blick zum Weitersprechen brachte. „Aber… aber, es war voll, niemand hätte dort einen Raum für sich alleine haben können und in Hogwarts gilt dasselbe… überall sind Leute, immer und zu jeder Zeit!“

„Ihr konntet alle nicht zu euren Familien!“, flüsterte ich leise und erkannte, was ich dank der Malfoys doch für ein verwöhntes Ding geworden war. „Und ständig von Leuten umgeben sein zehrt an den Nerven, das glaub ich euch sogar“, sprach ich weiter und verstand wirklich, warum bei einigen aus der BL derart die Nerven blank lagen. Als beide nickten, stöhnte ich leise auf. „Okay, wenn ich nicht da bin, könnt ihr den Raum abwechselnd nützen, wenn ihr Ruhe wollt und du Lavender kannst den Ausgang benützen, wenn du verschwinden musst“, verstand sie die Anspielung Fenrir betreffend „Aber ich warne euch, wenn ihr an meine Sachen rangeht, dann…“, drohte ich wenig subtil und mir erhobenem Finger, war aber gleichzeitig auch sprachlos, dass ich so was anbot. War ich heute nicht mehr ich?

„Bringst du uns um“, kommentierte Lavender tonlos und ein bitterer Ernst lag in ihrer Stimme, der einem kalt den Rücken runterlief, aber gleichzeitig lag auch ein vorfreudiger Glanz in den Augen der Freundinnen, als könnten sie es nicht erwarten, endlich mal alleine zu sein.

„Wie schön, wenn wir uns verstehen!“, zupfte ein Schmunzeln an meinen Mundwinkeln. „Aber haltet das Geheimnis vor den anderen beiden Schnepfen Quirella und Sally geheim, sie gehören eh nicht richtig zu uns“, befahl ich entschieden.

„Keine Sorge“, kam es zeitgleich von den Mädels, als ich sie hinter mir ließ und mein neues Reich eroberte.

Laut klickte die Tür hinter mir zu und ich stand in einem kleinen, aber feinen Raum.

Kreisrund, mit einem kleinen Schreibtisch, einem für Hogwarts typischen Himmelbett, meinem Koffer vor dem Bett, einem Nachttisch und zwei Türen, war der Schlafraum spartanisch aber halt eben meiner!

Ich stieß beim Anblick einen sehr tiefen, sehr gerührten Ton aus, der aus den tiefsten, tiefen meines Selbst kam. Als ich die beiden Türen checkte und ausmachte, dass das Bad auch nur das Nötigste enthielt, aber halt auch nur von mir benützt werden würde, war ich froh über den Luxus, der dieser Raum in Hogwarts war.

Die andere Tür endete wirklich im Geheimgang. Ich trat nicht hinaus, denn wie es aussah, war das eine Einbahnstraße. Ich würde meinen Raum nur wieder durch den Schlafsaal der Mädchen betreten können, interessant!

Also plumpste ich in voller Montur auf das Bett und griff nach der Photographie, um sie wieder mit einem verklärten Blick zu betrachten. Ich konnte von ihr einfach nicht den Blick abwenden und es würde das Letzte sein, was ich heute sah, denn darüber schlief ich selig ein.

Hermione Sicht Ende

Lucius Sicht

„Herzlich Willkommen“, triefte der Snobismus aus meiner Stimme und er schnaubte höhnend. Bestimmt dachte er, dass ich hier meine heilige Ruhe hatte, um die er mich so heiß beneidete, aber er wusste ja nicht, wie schrecklich öde das hier im riesigen Manor sein konnte.

„Spar dir das, ich weiß, dass ich dich habe warten lassen“, knurrte Severus mich mürrisch an und trat mit wehenden Roben beeindruckend ein.

„Da heißt man dich schon manierlich willkommen und wird angeknurrt… tse… tse“, zeigte ich mich extra affektiert und deutete anklagend auf ihn. In dieser Zeit tippte ich mit meinem Stock rhythmisch auf dem Boden rum, im genauen Wissen, dass ihn das in den Wahnsinn treiben würde.

„Merlin“, stieß er geplagt aus und er rollte bei meinem Gebaren eingeschnappt mit den düsteren Augen, was mich die Schultern in einer Unschuldsgeste heben ließ.

„Deine Laune…“, jammerte ich plötzlich unverständig, nur um sofort weiter zu sprechen „Aber sag, wie läuft es mit ihr?“, versteckte ich mein Interesse an ihr mehr schlecht als recht.

Und natürlich erkannte ich, dass er es genoss, in diesem Punkt vielleicht mehr zu wissen als ich und auch dass er sich nicht sofort dazu herablassen würde, es mir leicht zu machen. Severus war leider kein Samariter. Er würde mich erst einmal genüsslich schmoren lassen.

„Was hast du ihr zum Geburtstag geschenkt?“, wollte er auf einmal explizit erfahren.

Dabei warf er mir einen sehr intensiven Blick aus diesen tiefschwarzen Augen zu, dem ich insofern auswich, indem ich plötzlich mit Schwung aufstand und zu dem Tischchen ging, auf dem eine kleine Barauswahl stand. Es war zu ärgerlich, dass er wirklich sofort ausmachte, auf was es mir ankam und das erkannte, was ich wirklich wissen wollte, nämlich wie sie auf meine Gabe reagiert hatte. Diesem Mann konnte man wahrlich kein X für ein Y vormachen, tragisch!

„Möchtest du?“, zeigte ich rein rhetorisch auf die Getränke, während ich mir selbst schon einen Cognac einschenkte und so wedelte Severus nur lapidar mit seiner Hand. Ich füllte ihm nach einer kurzen Auswahl einen alten Brandy ein.

„Was hast du ihr gegeben?“, kam es betont gleichmütig von mir und reagierte erst mal mit einer Gegenfrage.

„Oh… nichts Besonderes“, wich auch er aus und ich spitzte meine scharfen Ohren. Er hatte ihr also sehr wohl etwas zukommen lassen, aber ich warf ihm nur einen langen Blick zu, als er mir das Glas abnahm.

„Warum? Hat sie etwas wegen meinem Geschenk gesagt?“, ließ ich ihn kurz von der Leine und bohrte eben nicht weiter und so kam schon wieder mein schlecht kaschiertes Interesse zu tage, während ich versuchte, nicht zu viele Nerven zu offenbaren.

Irgendwie hoffte ich, dass sie es ihm gezeigt hatte und er sprachlos über meinen Einfallsreichtum war, auf der anderen Seite wollte ich nicht, dass sie es herum zeigte, auch wenn es Severus war. Es waren sehr widersprüchliche Wünsche, aber ich hatte mir die Auswahl nicht leicht gemacht. Es war etwas Besonderes, das sie wie einen Schatz hüten sollte. Wenn sie es ihm einfach so zeigte und damit hausieren ging, bedeutete es ihr eher weniger als erhofft. Kurz verkrampfte meine Hand um das Glas, welches ich mit mir herumtrug. Natürlich hatte ich überlegt, ihr wertvollen, unbezahlbaren Schmuck zu offerieren, war dann aber davor zurückgeschreckt. Ich war mir sicher, dass das gar nicht ihrem eigenwilligen Geschmack entsprach und ich wollte ihr etwas schenken, was einmalig war. Ich spielte mit der Vermutung, dass wir ihr zu Dritt mehr bedeuteten als sie jemals zugeben würde.

Keiner von den anderen beide wusste von dem Bild, das war eines meiner Geheimnisse, aber ich hatte meine Hauselfe von Anfang an beauftragt, zu jedem Schuljahresende am Ferienbeginn versteckt Momentaufnahmen von uns zu machen. Sorgsam hatte ich alle Aufnahmen gesammelt und verwahrte sie in Jahrbüchern. Bisher hatte es sich nie ergeben, irgendjemandem diese Bilder zu zeigen, vor allem da die Aufgenommenen wohl weniger von diesen Schnappschüssen begeistert wären. Ich hingegen sah sie mir immer mal wieder an und staunte offen und ehrlich über die Veränderungen, die in aber auch mit uns vorgingen.

„Nein“, knurrte er auf einmal ernsthaft und riss mich aus meinen Überlegungen. „Daher will ich es von dir wissen“, insistierte er, woraufhin ich ihm einen taxierenden Blick über meinen Schwenker hinweg zuwarf und ihn studierte.

„Vielleicht gar nichts?“, verkündete ich leise, denn ich hatte meine Antwort, ob sie damit hausieren ging, soeben bekommen. Einen Versuch war es Wert, ihm auszuweichen, und so setzte ich mich wieder in meinen breiten Ohrensessel.

„Erkläre mich nicht für dumm, außerdem hielt sie es in der Hand, aber als ich kam hat sie es verschwinden lassen und sie wirkte sehr… bewegt… also?“, forderte er beharrlich und ich erkannte sehr wohl sein Interesse und dass er Antworten wollte, so legte ich mein aristokratisches Haupt schief.

„Nur wenn ich erfahre, wie kreativ du warst“, bot ich mit einem lakonischen Schmunzeln an.

„Das ist ein Deal“, schnarrte er ölig und grinste nun in seiner schwarzen Pracht teuflisch zu mir, bevor er sein Glas hob und mir zuprostete. Selbst ich war aufrichtig amüsiert, wie gut wir uns doch verstanden.

„Ein Bild, eine Photographie“, gab ich somit bekannt und beobachtete ihn, wie er seine Stirn kraus zog und verwundert zu mir blickte.

„Von wem? Was sollte sie daran so bewegen?“, fragte er schon. Fast sofort konnte ich ein breites Grinsen über meine Genialität nicht mehr verbergen, nachdem er mir vorhin offenbart hatte, dass sie bewegt gewesen war.

„Von uns dreien“, sprach ich neutral, hob meinen Schwenker und nahm genüsslich einen tiefen Schluck.

„Wir drei? Draco, du und ich? Von… was? Wann? Wo?“, ruckte er ein wenig mehr in die Höhe. Es schmeckte ihm gar nicht, dass er es nicht bemerkt hatte, dass ich ein Bild von ihm hatte. Aber wer war ich, es ihm zu sagen?

Eben, das konnte er sich abschminken!

„Tja, Severus, da staunst du. Ja, ein Bild von uns dreien und einfach so“, erklärte ich nichtssagend und strich mir eine sehr lange, weißblonde Strähne manierlich über meine Schulter zurück.

„Ich bin sprachlos!“, stieß er irgendwie verärgert, aber auch resigniert aus und sank etwas zurück, bevor er begann, langsam seinen Kopf hin und her zu wiegen. „Du kennst sie wirklich gut… kein Prunk, kein Schmuck, kein Geld, kein Haus… nein, einfach eine Sentimentalität… verdammt, das ist gut“, ließ er mir die Güte zukommen, aufrichtig zu mir zu sein und ich genoss sein selten gehörtes Lob wegen meiner Genialität in vollen Zügen.

„Ich weiß“, bekannte ich wenig zurückhaltend und lebte meinen Snobismus in vollen Zügen aus.

„Du bist unglaublich“, servierte er mit Zynismus aufgrund meiner fehlenden Bescheidenheit und lachte höhnend auf, bevor er nun selbst einen tiefen Schluck trank.

„Danke dir, mein Guter, ich fühle mich geschmeichelt“, legte ich souverän meine Hand an mein Herz und gratulierte mir selbst zu meiner guten Menschenkenntnis.

„Du hast erreicht, was du wolltest, sie war danach sehr anschmiegsam“, entgegnete er plötzlich ziemlich gehässig und ich schloss jeden einzelnen Finger der anderen Hand fester um das Glas, das machte er absichtlich, mir diese Doppeldeutigkeit zu servieren.

„Nun bist du dran“, forderte ich mit zusammengepresstem Kiefer, da mir die Bilder, was sie getrieben haben dürften, sehr plastisch im Geiste herumspukten. Ich wartete unheimlich und ungewohnt angespannt darauf, was er sagen würde.

„Ein eigenes Gemach“, bekannte er mit glutvollen, so dunklen Augen. Dass meine blonde Braue in die Höhe wanderte, war verständlich, denn auf einmal zeigte Severus Seiten, die er Jahrzehntelange gekonnt geheim halten hatte, selbst mir gegenüber.

So etwas Absonderliches wie Einfühlsamkeit schien er trotzdem zu besitzen. Ich war von seinem Handeln tatsächlich überrascht! Erstaunlich, es war ein fabulöses Geschenk von ihm, das ich so nicht erwartet hätte. Das tat weh!

„Autsch, das ist auch verteufelt gut“, gestand ich nach einiger Zeit ein und durfte erleben, wie er mir ein mehr als sardonisches Grinsen schenkte.

„Danke“, meinte nun er fast unerträglich selbstgefällig und doch verkniff ich mir die Frage, ob er wusste, was sich Draco ausgedacht hatte.

„Jetzt erzähle mir bitte, was passiert ist“, blitzte es derart feurig in den obsidianfarbenen Augen meines Gegenübers, dass mein zum Trinken erhobenes Glas in der Luft verharrte.

„Wo?“, stellte ich mich absichtlich minderbemittelter dar als ich tatsächlich war.

„Lucius“, meinte er daraufhin nur unduldsam und schüttelte sein kinnlanges, schwarzes Haar.

„Verzeih… nun, Bellatrix und Hermione hatten endlich ihren Kampf“, erinnerte ich mich versonnen. „Und er war süperb“, schürzte ich zufrieden die Lippen und nippten an meinem Drink.

„Das hatten sie… endlich“, kam es recht trocken von Severus, der nicht wirklich glücklich wirkte und seinen Mund zusammenkniff, woraufhin ich die hohe, aristokratische Stirn kraus zog.

„Was ist?“, fragte ich aufrichtig irritiert. Ich verstand seine Ablehnung nicht. „Sie hat gewonnen und das sehr eindeutig“, freute ich mich noch immer diebisch, während ich das laute Knacken der Schulter von Bellatrix noch gut in meiner Erinnerung vernehmen konnte.

„Es macht Bellatrix nicht zu ihrer Freundin“, gab Severus gewohnt weitsichtig und nachdenklich zu bedenken und ich rollte mit den Augen.

„Das war sie nie“, konterte ich rasch.

„Wohl an, aber besser macht es das nicht“, zeigte er sich dieser ungewohnten noblesse oblige verhaftet, die mit seinem neuen Amt anscheinend einherging und ihm in meiner achtbaren Einschätzung gar schlecht zum mürrischen Gesicht stand. „Die Gemüter kochen hoch, du hättest erleben sollen, was sie sich darauf in Hogwarts geleistet hat“, schnarrte er anklagend daher und alles an ihm äußerte seine Missbilligung über ihr Verhalten.

„Wie bitte?“, gab ich mich gewohnt distinguiert und entlockte ihm damit doch nur ein Schnauben.

„Carrow… gerade Alecto, vergiss nicht, sie gehören, oder auch gehörten zu Bellatrix‘ Trupp“, stöhnte Severus leidend und erzählte mir nun von seinem unendlichen Leid, etwas was ich nicht nachvollziehen konnte. Er nahm es schon immer sehr schwer, ich fand es eher erheiternd, wie sie sich mit diesen Kretins abgab und sich ihnen gegenüber gebärdete.

„Süperb und Fabulös“, fasste ich nach seiner Erzählung zufrieden zusammen und stieß meine Stockspitze mit Freude auf den Boden.

„Ja, dass dir das gefällt, glaube ich dir sogar, nur dass ich es ausbaden darf, ist etwas ganz anderes“, zeigte er sich bedächtig und missmutig.

„Misch dich doch nicht ein“, riet ich ihm überheblich und nahm noch einen brennenden, aber so wohltuenden Schluck.

„Ich werde involviert, weil die eine Person Professorin ist, die andere Schülerin“, murmelte Severus vor sich hin, aber ich konnte nur denken, dafür hast du auch deinen Spaß mit dieser einen Schülerin und aufgrund dessen erhielt er nicht wirklich mein Mitleid.

„Verzwickt“, zwinkerte ich von oben herab zu ihm. „Aber ich denke nicht, dass du darüber ergrauen wirst. Du hast das schwarze Haar der Prince geerbt“, spöttelte ich gemeinhin, woraufhin seine Augen zu mir funkelten.

„Treib es nicht zu weit, Lucius, und als Entschädigung wünsche ich deine Erinnerung bezüglich Bellatrix“, forderte er diabolisch grinsend, woraufhin ich mir nur ein Nicken abrang. Seine Laune würde unterirdisch schlecht werden, wenn ich ihm dies nicht geben würde, auf der anderen Seite teilte ich dergleichen Unterhaltsamkeit doch gerne mit ihm.

„Natürlich, wie du wünschst, du bekommst deinen gefüllten Glaskolben, bevor du gehst. Aber ich hätte noch eine Frage, weißt du etwas Neues von Fenrir und Hermione?“, wagte ich mich an ein heikles Thema, das mir aber keine Ruhe ließ.

„Nein, sollte ich?“, wollte er sofort etwas angespannter erfahren.

„Sie erschienen bei dem Kampf unerwartet vertraut“, versuchte ich es zu umschreiben, aber er schüttelte sogleich sein Haupt.

„Nein, umso gespannter bin ich, deine Erinnerungen zu sehen. Zeig mir, was du mit „vertraut“ meinst“, bat er umgehend und ich nickte sofort.

„Dann so und jetzt sag mir, wie ist es als Direktor? Wie erwartet?“, drang ich weiter in ihn und er warf mir einen recht unleserlichen Blick zu.

„Die Gemälde nerven unerträglich“, setzte Severus wieder an, um herzerweichend los zu jammern.

„Das glaube ich dir sogar. Ist Dumbledore erwacht?“, legte ich nach und überging sein Wehklagen zu seinem sichtbaren Verdruss.

„Ja, aber er keift nur rum, wie gesagt, unerträglich. Die Lehrerschaft ist ebenfalls keifend und nervend, nur seitdem ich dort Direktor bin, erreichen sie bisher unbekannte Höhen!“, klagte er genüsslich und ich schmunzelte verhalten hinter meiner erhobenen Hand und spielte kurz mit meinen Fingerspitzen über meiner Lippen.

„Dann ist deine Laune…“, wollte ich ansetzen, doch er unterbrach mich mit strafend erhobener Hand.

„Brutal mies und bei dir?“, zog er seine letzten Worte akzentuiert in die Länge und ich stockte.

„Nicht besser“, gestand ich nach kurzer Zeit ehrlich und verspürte zum ersten Mal einen Stich Mitleid mit mir selbst. Wenn ich daran dachte, wie ich hoch oben in meinem Turm im Zentrum Londons stand und hinab auf die Straßen blickte, konnte man sich nicht mehr des Eindruckes erwehrend, dass es beständig finsterer und dunkler um uns herum wurde.

„Das ist wirklich ärgerlich. Läuft der Lord nicht, oder die Geschäfte?“, fragte er milde interessiert und überschlug lässig seine Beine, denn in Wahrheit konnte er mit meiner Arbeit nicht das Geringste anfangen.

„Beides… der Lord wird unduldsam… und selbst die Muggel merken langsam aber sicher, dass etwas nicht stimmt und werden mit Investitionen vorsichtig, es ist zum Doxy melken“, ließ ich entnervt verlauten.

„Oh, verliert der Herr ein paar Galleonen?“, offenbarte Severus mal wieder Null Einfühlungsvermögen.

„Spar dir deinen Spott“, gab ich verärgert zurück. „Der Lord ist wirklich unzufrieden!“, versuchte ich ihm die Weite meiner Probleme darzulegen und jedwede Lässigkeit wich aus Severus‘ Körper, denn er straffte sich umgehend.

„Das denke ich mir“, faltete Severus bei seiner überlegenden Antwort die Hände vor seinem Gesicht zu einer Raute und wirkte alles andere als berauscht.

„Er will endlich Potter“, sprach ich es widerwillig aus und erntete ein Schulterzucken.

„Das will er die ganze Zeit, ich frage mich eh, warum er ihn derart lange unbehelligt lässt“, unterstrich er sein Unverständnis mit einer Handgeste.

„Die öffentliche Meinung ist UNS. wichtig“, entgegnete ich mit einer gewissen Süffisanz und erreichte, dass eine dunkle Braue sehr hohe Höhen erreichte.

„Was wird passieren?“, fragte er auch sofort und erkannte, dass meine Anspielung nun sehr ernste Gewässer anstrebte. „Hier sind die Unterlagen“, griff ich unter das Tischchen neben mir und warf ihm die Akte im hohen Bogen zu. „Es geht los“, murmelte ich, während er sie geschickt aus der Luft auffing.

„Lucius“, meinte er plötzlich sehr ernst und seine Augen loderten auf.

„Was soll ich tun, Severus?“, wollte ich ernsthaft erfahren und hob meine beiden Hände.

„Ich weiß es selbst nicht… dann gib mir wenigstens Zeit“, bat er nach kurzem Überlegen.

„Einen Tag… mehr kann ich bei Leibe nicht hinauszögern, danach wird die Registrierung beginnen“, rang ich mir schwer ab, dabei lag aber auch ein entschlossener Ton in meiner Stimme, welche die Endgültigkeit des Ganzen unterstrich, während ich überlegte, wie ich ihm diesen Tag gewährleisten sollte. Leicht würde es nicht werden, das alles zu verzögern, aber ich würde es schaffen.

„Zu Befehl“, beugte sich Severus zu mir, zog ein Röhrchen aus seiner Robe, das ich eilig mit Gedankenfäden befüllte, bevor er sich eilig erhob um zu gehen. Für ihn begann nun die Zeit, zu laufen.

Lucius Sicht Ende


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BeitragThema: 504. Der Stachel in meinem Fleisch   Di März 31, 2015 9:09 pm

504. Kapitel. Der Stachel in meinem Fleisch

Hermiones Sicht

„Irgendwie läuft es gerade echt mies“, murrte ich missmutig und starrte durch die Luft, denn trotz der mehr als erholsamen Nacht in meinen so ruhigen Räumen, war die Stimmung in Hogwarts brutal negativ.

Die Schule strahlte eine echt ätzende Atmosphäre aus.

„Mies? Scheiße hört sich besser an“, knurrte mein Gesprächspartner.

„Was meinst du, Blaise? Noch immer nicht darüber hinweg, dass dir die Untoten am Hintern geklebt haben?“, versuchte ich es locker angehen zu lassen und kassierte doch nur gebleckte Zähne.

„Hahaha, sehr witzig, diese Wesen sind abgrundtief hässlich und ekelhaft und furchterregend… das sind Zombies, wie aus den Filmen der Muggel. Ich mag sie nicht und witzig ist eher, dass du an Lucius‘ Hintern klebst“, parierte er wenig nett und ich konnte mir denken, dass sich Draco gestern über mich und Lucius‘ Geschenk beschwert hatte.

„Sehr lustig“, murrte ich nur wegwerfend.

„Ich find mich schon immer irre komisch“, zwinkerte er mir dann doch versöhnlich zu und ich erwiderte es mit einem nachsichtigen Lächeln. „Draco hat nicht gesagt, was du bekommen hast, sondern nur darüber gemosert, dass er es einfallsreich fand. Und er mag es nicht, dass du es magst“, erklärte er mir leise und legte kurz seine Hand auf meinen Arm und drückte zu, was mich seufzen ließ.

Als mein Augenmerk zum anderen Ende des Raumes zuckte, registrierte ich, dass dort das Mysterium weilte, welches mich seit einiger Zeit beschäftigte und als ich bemerkte, dass auch mein Nachbar hinsah, hielt ich mich nicht zurück.

„Was hältst du davon, Blaise?“, beugte ich mich leicht zu ihm herüber und blickte weiter in die Richtung, in die auch er sah und sinnierte über die abendliche Szene im Flur nach.

Nun beobachteten wir zusammen zwei Personen, die sich erstaunlich vertraut und zugewandt verhielten. Es war nicht mal das Offensichtliche, was mich, und offenbar auch Blaise, sie skeptisch mustern ließ, sondern die kleinen, vielleicht von ihnen selbst gar nicht so wahrgenommenen Vertrautheiten, die mir aber sehr wohl auffielen.

„Ich weiß nicht, schwer zu sagen, es ist kompliziert. Ich kann nicht benennen, was da abgeht! Ihn scheint es jedoch nicht zu stören!“, deutete er mit einem Kopfnicken in eine andere Richtung und ich folgte seinem Blick zu Theo.

Dieser arbeitete seelenruhig mit Padma an der Heilmagie und schien sich nicht beirren zu lassen. Wir konnten verfolgen, wie er jetzt überlegend seinen Blick von dem Text vor sich hob und kurz durch den Raum schweifen ließ. Letztendlich blieb er an seiner Freundin hängen, die ihn aber nicht wahrnahm.

„Er ahnt nichts?“, fragte ich überlegend und beobachtete nun wieder Harry und Pansy.

„Nein, ich denke nicht. Sie sind noch zusammen. Im Gemeinschaftsraum hängen sie immer zusammen, machen gemeinsam ihre Aufgaben und für Slytherins wirken sie erstaunlich offen verliebt, noch immer!“, gab Blaise intensiv Auskunft.

Wir konnten erneut erleben, wie Harry Pansy etwas erklärte, dabei so geduldig wie immer wirkte, aber irgendwie auch aufmerksamer als ich es sonst bei ihm wahrzunehmen dachte. Er zeigte unendlich geduldig, zum wiederholten Mal die Zauberstabbewegung, dabei achtete er genau darauf, dass sie auch jeder Kleinigkeit folgte. Als sie ihm die Bewegung erneut nachmachen sollte, berührte er kurz mit aufmunterndem Lächeln ihren Ellbogen und sie lächelte mit einem verschmitzten Grinsen zurück.

Nun war sie wieder dran und noch während sie es versuchte, trat Harry, als wäre es ganz normal, dass er dies tat, zu ihr und ergriff von hinten ihre Hand. Er führte mit ihr zusammen die Bewegung aus und schien ihr nahe an ihrem Ohr etwas zu sagen. Es wirkte sehr intim. „Mir gefällt das nicht!“, gab Blaise zu bedenken. „Versteh das nicht falsch, Schönste, ich gönne Harry nach all dem… Unglück… sicher jedes Glück auf dieser magischen Erde, aber wenn er und sie… also, wenn sie wirklich hinter Theos Rücken was am Laufen haben, dann kann ich dir versprechen, das gibt böses Blut. Theo wird das nicht auf sich beruhen lassen, oder sich geschlagen geben und wenn sie sich so unvorsichtig, so offen verhalten, auch wenn es nur in der BL ist, wird es Gerede geben!“, gab er wirklich besorgt klingend zu bedenken und ich nickte schweigend und zustimmend, ließ aber Harry und Pansy keine Sekunde aus den Augen.

„Harry kümmert sich sonst sehr selten um einen so persönlich, er ist eher der Typ fürs Grobe!“, warf nun Blaise noch hinterher.

„Ja, ich weiß… aber Harry kann doch nicht so dumm sein… oder so schnell…ach…!“, grollte ich, während ich die Arme vor der Brust verschränkte und nun mitverfolgte, wie Pansy die komplizierte Bewegung mit Harry zusammen gelang und somit auch der Zauber. „Männer denken manchmal halt nicht mit ihrem Hirn!“, gab Blaise recht lapidar von sich und schnaubte.

„Wie schön, dass das dich mit einbezieht“, giftete ich, bis ich stockte, als ich dann zu meinem Grauen sah, wie Harry seine Hand hob und sie anerkennend auf ihre Schulter legte, eine fast als zärtlich zu bezeichnende Berührung.

„Ron weiß, was los ist!“, gab ich schließlich wirklich verstimmt von mir, woraufhin Blaise endlich nach einem langen Lachen antwortete: „Ernsthaft? Und du nicht? Nicht nett.“

„Ich fasse es echt nicht“, murrte ich verärgert, als ich nun miterlebte, wie Harry ihr erstaunlich flink eine Strähne ihres kurzen schwarzen Bobs hinters Ohr schob.

„Ein Wunder? Du hast auch viele Geheimnisse, aber woher weißt du, dass Ron es weiß?“, fragte Blaise irritiert und da es nichts Interessantes mehr zu sehen gab, wandte er sich wieder mir vollständig zu.

„Ja ja, ich arbeite dran“, kommentierte ich knapp, was ihn nur zweifelnd schnauben ließ und so sprach ich flott weiter. „Pansy hat Harry geküsst… auf die Wange…, gestern bei uns im siebten Stock und Ron war dabei. Und ich habe sie gefragt und Harry sagte, dass Ron es weiß und Ron findet es in Ordnung“, gab ich widerstrebend zu.

Was mich derart verunsicherte und ungehalten wirken ließ, war meine Unsicherheit, weil ich gehofft hatte, dass Harry Daphne treu gewesen war.

Es klang komisch, aber ich hoffte, dass er auf so viele Arten besser war als ich. Klar, das war Schwachsinn, er war schlussendlich auch nur ein Mensch und doch hoffte ich so sehr, dass er anders war.

Harry und Daphne hatten sich geliebt!

Ich verstand nicht, wie Ron dieses Techtelmechtel gutheißen konnte, denn Ron war eigentlich, obwohl er im letzten Jahr die eine oder andere Affäre gehabt hatte, rechtschaffend! Er selbst hatte jeder von Anfang an gesagt, woran sie war, jedenfalls nachdem er mit den Armbändern so auf die Schnauze gefallen war, daher konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er es in Ordnung fände, wenn Harry seine Verlobte und Ehefrau damals betrogen hatte.

Ich hatte eigentlich gedacht, für Ron als auch für Harry wären dies keine leeren Begriffshüllen, sondern Dinge, die noch eine wirkliche Bedeutung für sie hatten. Treue und Liebe gehörten für sie zueinander und dazu.

Schon nach dem letzten Vorfall waren mir Zweifel gekommen, ob Blaises implizierte Schlüsse, dass Harry und Pansy eine Affäre haben könnten, wahr wären.

Aber das, was wir jetzt beobachtet hatten, untermauerte wieder Blaises Vermutung.

So konnte das nicht weiter gehen!

Falls Harry etwas mit Pansy hatte, dann sollte er mit Theo reden und nicht dieses unwürdige Spiel spielen, das war Daphne nicht fair gegenüber und auch nicht Astoria!

Machte er das vielleicht wegen ihr, dass er es versteckte?

Wie auch immer, ich konnte mir nicht vorstellen, dass Theo sehenden Auges zuließ, dass Pansy einen anderen neben ihm hatte. Es war angesichts dessen, wie verliebt er zu sein schien, mehr als unwahrscheinlich. Alles in Allem musste die Situation aufgeklärt werden, dies könnte schlechtes Blut und Unruhe innerhalb der BL bedeuten, es würde die Ordnung der BL gefährden, unserer Kampftruppe, die loyal und treu sein musste, in der Vertrauen herrschen musste. Das durfte nicht sein, das wäre fatal.

Theo und Pansy waren wichtige Teile dieser Einheit und auch Astoria nahm eine elementare Stellung in der BL ein. Es musste Einigkeit herrschen, sonst könnte es gefährlich werden!

Und wenn ich ganz ehrlich zu mir wäre, dann würde ich bemerken, dass ich schlicht Angst und Sorge hatte, dass sich Harry von mir entfernte.

Wir trainierten weiter bis zum Ende der Übungsstunde, doch danach konnte ich mich nur schwer zurück halten, als nun alle aufbrachen, beobachtete ich, wie Pansy wieder auf Harry zuhielt. Sie griff zu ihrer Schultasche und wühlte darin herum. Dann reichte sie ihm eine kleine Kiste, die Harry äußerst behutsam, als sei es etwas Zerbrechliches, oder sehr Wertvolles, annahm. Er öffnete kurz den Deckel und klappte ihn schnell wieder zu. Pansy ließ ihn in dieser Zeit nicht aus den Augen. Sie war sichtbar gespannt, als sich auf Harrys Gesicht ein für mich nicht zu deutendes Lächeln ausbreitete.

Plötzlich ging alles ganz flott, er trat vor, ließ eine Hand über ihre Wange gleiten, dann näherte er sich ihr noch mehr und diesmal küsste er sie, zwar auch nur auf die Wange, aber trotzdem.

„Ich fasse es nicht… schon wieder“, stieß ich vorwurfsvoll aus und scannte den Raum. „Wie gut, dass alle schon weg sind!“

„Lippenlesen müsste man können!“, grummelte diesmal Blaise und ich konnte nur den Kopf hin und her schütteln.

Ich würde Harry ganz sicher nicht vor Pansy zur Rede stellen, aber sobald sie weg war, war er dran und diesmal würde ich ihn nicht so leicht entkommen lassen. Wenn er wirklich tat, was Blaise und ich vermuteten und auch noch so dumm war, solche offenen Zeichen der Zuneigung zu bekunden, so konnte ich das nicht gut heißen und nicht riskieren.

Er brachte Pansy in Gefahr, wie jeden, der ihm nahestand und es passte nicht zu ihm. Warum verhielt sich Harry so?

War es die Trauer? Die Einsamkeit? Oder vermisste er die Vertrautheit mit mir? Verschreckte ich ihn mit meinem Verhalten? Dabei meinte ich es doch gar nicht böse… sondern… ach, was trieb ihn zu Pansy?

Aber nein, dann würde es immer noch nicht passen, denn als sie sich angenähert hatten, war Daphne noch unter uns gewesen.

Aber selbst wenn, nach seiner Beziehung mit Daphne wusste er doch zu gut, was Geheimhaltung bedeutete und bei ihr hatte er niemals irgendwelche Möglichkeiten zu Zweifeln aufkommen lassen. Er hatte sich selbst als sie schwanger gewesen war, so zurückhalten können, dass niemand etwas erfahren hatte. Also, warum verhielt er sich nun so fahrlässig?

Sein Verhalten früher und jetzt passte so gar nicht zusammen. Harry war sich seiner Verantwortung bewusst, oder? „Er vögelt sie!“, gab Blaise gerade ganz trocken und ungefragt dieses wenig erquickende Kommentar von sich. „Das wissen wir nicht!“, wiegelte ich hoffnungsvoll ab, denn ich wollte noch nicht glauben, dass er so doof war. Gut, Daphne zu betrügen war eine Sache, aber sich so dumm zu verhalten, dass jeder sah was los war, wollte in meinen Augen nicht zu Harry passen.

„Ich weiß, was ich gesehen habe!“, erwiderte Blaise unversöhnlich fest, während wir uns erhoben und nun genau wie Harry unsere Taschen holen wollten.

„Was hast du gesehen?“, fragte Harry soeben, der Blaises letzten Satz gehört hatte und nun zu uns trat. Auch Ron gab seine Warteposition an der Tür auf und kam zu uns herüber.

„Dich und Pansy“, antwortete Blaise herausfordernd, während Harry seine Tasche öffnete um das Kästchen wegzupacken.

„Aha“, gab er lapidar zurück und kramte weiter in seiner Tasche um Platz für das Kästchen zu schaffen. „Wenn du es sagst.“

„Was hat sie dir gegeben?“, frage ich recht schroff.

„Nicht so wichtig!“, wiegelte Harry meiner Ansicht nach zu eilig ab, denn er beeilte sich und stopfte das Kästchen recht grob in die überfüllte Tasche.

„Können wir los?“, fragte Ron soeben ungeduldig in die Runde, während ich mich nun aber vor Harry aufbaute und ihn ins Visier nahm.

„Dann kannst du es mir ja auch sagen… also, wenn es nicht so wichtig ist!“, gab ich gefährlich samtig von mir, woraufhin sich Harry sofort anspannte und mich nun zum ersten Mal seit Beginn des Gespräches richtig ansah. „Was soll das, Hermione? Du hast irgendein Problem mit mir, aber warum?“, fragte er mit hochgezogener Braue. „Weil ich die Mitgift bezahlt habe? Ist es das? Du wolltest nicht mal unser Geschenk“, wurde sein Blick sogleich hart und forschend.

„Natürlich bin ich sauer wegen der Mitgift. Du verhandelst mit Lucius, als wäre ich ein Gaul, den es zu verschachern gilt und… und… ich will und brauche dein Geld nicht! Das ist das Geld von Sirius, von Greengrass und deinen Eltern“, nützte ich die Gelegenheit beim Schopfe, um endlich Wahrheiten auszusprechen und eben weniger in mich hinein zu fressen.

„Nein“, kam es stur von ihm. „Das ist nun mein Geld und ich tue damit, was ich will“, gab er mir ungewohnt selbstsicher Kontra. Solche Worte wären früher nicht über Harrys Lippen gekommen und ich stockte.

„Was soll das mit Pansy?“, fragte ich schließlich direkter und ließ meinen Groll hinter mir.

Auch wenn ich es nicht zugab, ich konnte es akzeptieren, gerade mit dieser wunderbaren Antwort. Harry tat es aus ähnlichen Gründen, aus denen ich die Dursleys mit meinem Geld weggeschickt hatte, das musste ich honorieren.

„Was soll mit ihr sein? Ich sage dir, es ist alles in Ordnung!“, wiegelte Harry ab und fuhr sich nun aufgebracht durch seine wirren Haare.

„Genau!“, stimmte ihm Ron sofort, wie der beste Freund, der er war, zu, doch ich starrte weiter zu Harry.

„Du glaubst mir nicht!“, glitt auf einmal seufzend jegliche Spannung aus seinem Körper. „Warum, Hermione?“, fragte er offen getroffen und traurig klingend.

„Weil ich weiß, was ich gesehen habe! Und da ist nicht… nichts…“, gab ich bemüht neutral zurück, denn ich wollte keinen Streit, nur die Wahrheit von Harry.

„Und was wäre das bitte?“, fragte Harry nun langsam und versuchte offenbar, genau so neutral zu klingen wie ich.

„Na, das eben! Ihr seid euch viel zu nahe! Es macht mir Bauchschmerzen und lässt mich zweifeln…“, warf ich überfordert ein, während Ron nun fast wie verteidigend den Rücken stärkend halb hinter Harry trat, während Blaise noch immer an meiner Seite stand.

„Wie bitte? Deswegen regst du dich auf? Man darf mir nicht nah sein? Hörst du dir überhaupt zu? Das ist nicht dein Ernst! Und warum zweifelst du an mir?“, gab Harry sichtlich ungläubig von sich und sah mich kopfschüttelnd an. „Ich versteh es nicht.“

„Du vögelst sie!“, warf in diesem Moment Blaise reichlich unpassend, da wenig schlichtend, in den Raum, worauf ich ihm einen mahnenden Blick zuwarf. „Was? Ihr redet doch nur drum herum, so stehen wir noch bis morgen hier!“, gab er verteidigend von sich und hob abwehrend die Hände, als wir drei tadelnd zu ihm herumfuhren.

Ich seufzte schwer und wandte mich wieder zu Harry.

„Ist es so wie Blaise sagt?“, fragte ich schließlich schlicht und hatte Angst vor einer Antwort, die lautete, dass er es nicht tat, denn dann hätte er zu ihr eine Beziehung, die bisher nur mir vorbehalten gewesen war und es verletzte mich unerwarteter Weise, dass auch ich für ihn austauschbar wäre.

„Du erwartest wirklich, dass ich darauf antworte?“, hörte sich Harry durch und durch beleidigt an. „Traust du mir wirklich zu, ich hätte Daphne betrogen, oder würde jetzt zulassen, dass Pansy Theo betrügt? Ja?“, gab Harry keine wirkliche Antwort auf meine Frage, aber indirekt gab er sie schon und sofort fühlte ich mich schuldig.

„Harr…“, begann ich, aber er unterbrach mich mit erhobener Hand.

„Ich bin enttäuscht!“, fügte Harry noch sichtlich betrübt hinzu, wandte sich dann rigoros ab und trat zu Ron. „Komm, wir gehen!“, bat er geradezu ungeduldig, woraufhin Ron nur grimmig nickte und sich ihm anschloss.

Ich wollte das nicht so enden, oder auf sich beruhen lassen. In mir brodelte ungewohnte Eifersucht auf Pansy, denn auch wenn Harry nicht mit Pansy schlief, was ich sofort bereit war zu glauben, wollte ich wissen, was los war, denn irgendetwas lief da trotzdem, das sagte mir mein Instinkt. Er verbarg etwas und ich hatte das Gefühl, es war kein Geheimnis der harmlosen Sorte und es gefährdete meine innige Stellung und Beziehung zu Harry.

„Dann sag mir doch, was wirklich los ist, Harry!“, rief ich ihm fast schon panisch und bettelnd hinterher, bekam jedoch weder eine Antwort noch reagierte er.

„Harry James Potter! Du lässt mich nicht hier so stehen!“, rief ich jetzt energisch, während sie weiter stur auf die Tür zu steuerten.

„Du erzählst mir auch nicht alles… an sich erzählst du nie etwas“, meinte er unversöhnlicher und ich stoppte mit einem schlechten Gewissen gestraft, während er sich nun zu mir umwandte. „Aber… aber ich vertraue dir und lass dich machen und tun, ohne dich zu nerven, tu du bitte das Gleiche!“, kam es nur sehr ernst von Harry und die Panik in mir schlug immer höhere Wellen, die mir eine Übelkeit bescherten, die ich schon lange nicht mehr gekannt hatte.

„Das tue ich ja, aber ich kann es nicht, wenn du das, was du aufbaust, in Gefahr bringst, weil du die Slytherins provozierst!“, begehrte ich ausweichend auf und rang unsicher die Hände.

„Treibt dich wirklich nur die Sorge um mich, oder hältst du es nur nicht aus, auch mal was nicht zu wissen?“, provozierte er absichtlich und ich rollte mit den Augen und blinzelte hektisch.

„Harrrryyyy“, rief ich fast schon verzweifelt, dabei stand mir klar und deutlich vor Augen, dass ich viel falsch gemacht hatte, aber ich wollte ihn nicht an Pansy verlieren.

„Ist doch wahr“, murrte er nachtragend.

„Was hat sie dir gegeben?“, hakte ich jetzt nach und deutete auf seine Tasche.

„Vertrau mir!“, forderte Harry nur erneut mit Vehemenz.

Kurz haderte ich schwer mit mir, ob ich wirklich auf Antworten beharren sollte, denn das hier war Harry, mein Freund, dem ich immer vertraute! Harry, an dessen Seite ich immer stehen würde, der Harry, dem ich vertrauen musste und wollte!

An sich sollte ich es gut sein lassen, aber ich wusste nicht, was ich tun sollte um ihn zu halten und Harry erkannte das auch.

Ich würde ihn hier und jetzt nicht aufhalten, da ich Sorge hatte, ihn dann für immer zu verlieren und das erkannte er auch, woraufhin er nickte und gehen wollte, doch in diesem Augenblick konnte ich in den Augenwinkeln eine äußerst flinke Bewegung ausmachen, auf die Harry jedoch schneller reagierte als ich.

Ich realisierte, dass Blaise seinen Zauberstab gezogen und einen simplen Accio gesprochen hatte. Harry versuchte umgehend, den Zauber zu blocken und was soll ich sagen?

Es war eine Wonne, zu beobachten, wie flink Harry geworden war, denn es gelang Blaise nicht, ihn wirklich zu überraschen, oder ihn ganz seiner Tasche zu berauben, denn Harry war schnell und wehrte den Fluch ab. Doch leider, leider riss bei der ruckartigen Bewegung von Harry und durch den Fluch von Blaise, der die Tasche streifte, der Riemen seiner Tasche, woraufhin diese nun polternd zu Boden fiel und aufging.

Die zuoberst in der Tasche verstaute, kleine Kiste von Pansy fiel scheppernd heraus und sie ging auf, sodass sich sowohl der Inhalt der Dose als auch der der Tasche malerisch auf dem Boden verteilten.

„Was soll das?“, kam es in diesem Moment aufgebracht sowohl von mir als auch von Ron und Harry zu Blaise hin, der seine Hände hob.

Wie schön, dass wir uns ganz schnell einig sein konnten, während die Schlange schelmisch grinste.

„Was? Auf einmal wieder einer Meinung?“, mokierte Blaise, der wohlweislich die Hände oben behielt, auch umgehend, während wir drei aufgebracht zu Blaise starrten, der daraufhin betont unberührt zu mir sah und Schultern zuckend erklärte:

„Ich hab nur getan, was nötig war und wozu du nicht in der Lage warst, Schönste!“

Ron und Harry standen mit offenen Mündern da, während ich Blaise kalt maß, der jetzt trotz dem Cottage und aller Freundschaft zu den Jungs recht deutlich bekannte, zu wem er hielt. Ich wusste nicht, ob ich geschmeichelt, oder beleidigt sein sollte, weil eben seine Wahl auf mich fiel!

„Ach ja?“, kam es somit schneidend kalt von mir, denn wenn ich Harry wirklich hätte aufhalten wollen, hätte ich es getan. Aber was mich mehr beunruhigte, bedeutete dies, dass er auch zwischen Draco und mir so wählen würde?

Fuck, warum musste immer alles kompliziert sein? Ich brauchte niemanden, keinen Blaise und auch die anderen nicht! Doch in meine in Aufruhr befindlichen Gedanken hinein sprach Blaise weiter.

„Er pocht auf Vertrauen und du gibst nach? So weit würdest du es doch nicht mal bei Draco kommen lassen!“, gab Blaise wenig auf meinen Blick, der ihn erdolchte und der nächste Stachel in meinem Fleisch hielt Einzug, da mich hier Harrys Emotionen bewegten, die mir sonst fremd waren und die Schuld erdrücke mich von einer Sekunde zur nächsten fast.

„Was willst du damit andeuten?“, ging ich nun schon aggressiver auf ihn zu, denn wir verloren das Thema aus dem Blick.

„Was wohl, dass du Malfoy Senior Draco vorziehst!“, warf nun Harry auf einmal unglaublich provozierend in den Raum und ich stockte getroffen.

„Halt dich da raus!“, fuhr ich Harry auch sogleich unbeherrscht an, behielt aber Blaise im Blick.

„Ach ja? Jetzt soll ich mich raushalten? Wo es um deine Loyalitäten, Ehrlichkeit und darum geht, mit wem du alles ins Bett steigst?“, klang Harry plötzlich anklagend und ich schluckte hart, als ob ich Lucius je dort hineinlassen würde, nach allem was er mir angetan hatte!

„Das geht keinen etwas an!“, giftete ich unheimlich genervt zurück, als ich energisch herumwirbelte. „Es geht auch dich nichts an, Blaise. Denn ich vertraue Draco vollständig in allem und ich stelle nicht seinen Vater über ihn!“, klagte ich ihn mit meinem Zeigefinger an. „Wie kommst du überhaupt auf diesen Unsinn?“

„AHA! Tust du das? Draco hat gesagt, er hat kämpfen müssen um zu erfahren, was Lucius dir geschenkt hat…“, warf mir Blaise vor und ich sah ihn an und verstand nicht, warum er sich derart einmischte.

„Bin ich hier in einem Tratschverein?“, wandte ich sprachlos ein.

„Ja, immer doch und lass dir gesagt sein, wenn ich dir etwas verheimlichen würde, würdest du dir die Info egal wie besorgen. Harry hat bei dir immer eine Sonderstellung. Jedem anderen hättest du alles ohne zu überlegen weggenommen um zu erfahren, was in der Schatulle ist! Aber Harry, nein, dem nicht!“, gab Blaise wütend zurück und durchquerte den an sich leeren Raum der Wünsche.

„Machst du auf Draco?“, konterte ich böse und beobachtete seinen Aufstand.

„So leicht nimmt mir niemand was weg, was ich nicht hergeben will. Immer wachsam!“, knurrte Harry beleidigt und tippte sich, sich an Moodys Lieblingsspruch erinnernd, an die Stirn.

Während Ron geschlagen „Schlangen!“ murmelte und betrübt den Kopf schüttelte und ich entschied, dass Blaise unwichtig war und wandte mich wieder zu Harry.

„Um was geht es denn jetzt noch? Was ist so Wichtiges in der Box? Was könnte dir Pansy geben, was bedeutend ist?“, kam ich auf das Wesentliche und was mich in Wahrheit wirklich bewegte zurück.

„Schönste, es kann auch mal Dinge geben, die dich nicht interessieren müssen!“, kam Ron Harry zuvor und wollte sich zwischen mir und Harry aufbauen, da wir uns unversöhnlich anstarrten. Irgendwie kamen gerade alle alten, versteckten, begrabenen und doch so aufwühlenden Sachen hervor, die uns seit Jahren belasteten.

„Ach, du bist so arrogant… wie sie“, murrte Harry vorwurfsvoll und man musste kein Hellseher sein um zu wissen, dass er die Malfoys meinte, als er abrupt in die Knie ging um die Sachen, die aus der Box gefallen waren, aufzusammeln, dabei dachte ich, auf den Blättern sich bewegende Personen auszumachen? „Wie sie?“, hauchte ich empört, während sich nun Blaise und Ron zurückhielten.

„Ja, wie sie! Warum darf ich keine „Geheimnisse“ haben? Du hast ständig welche, wie zum Beispiel die, dass du dich in Malfoy Senior bis über beide Ohren VERLIEBT hast“, betonte er jede Silbe gemein und verpasste mir nun mal wieder mit seinem Vorwurf, der völlig aus der Luft gegriffen war, einen fulminanten Tiefschlag.

Woraufhin Blaise nur eine Braue hoch zog, ansonsten aber mal wieder zum Beobachter geworden war und unleserlich zu mir blickte, während Ron bei dieser Unterstellung leicht käsig wirkte.

„Wow“, hauchte Ron dann doch etwas perplex. „Wow, also ehrlich, Harry, das denkst du? Wow, jetzt ist mir schlecht, dass sie ihn mag, okay, aber dass sie in ihn verliebt sein soll… das… das… das…“, presste Ron sichtlich überfordert und stockend hervor und das ließ mich empört nach Luft schnappen.

Das war die Höhe! Ich hielt verwirrt inne und sah zwischen den beiden Jungs hin und her, denn schlussendlich war dies nicht das erste Mal, dass ich und Harry über diese leidige Behauptung diskutierten.

„Was meint Ron?“, war ich sichtlich irritiert, dass ihn Harrys Vorwurf an mich derart überraschte, schlussendlich warf mir Harry dies seit unserer Begegnung im Tropfenden Kessel immer mal wieder vor.

„Was? Was, Schönste, was denkst du? Dass ich mit dem was ich gesehen habe hausieren gehe?“, giftete Harry zu mir, als er erkannte, dass ich aufrichtig überrumpelt war, dass Ron nichts davon wusste. „Wuhu, stell dir vor, ich kann ein Geheimnis für mich behalten!“, wedelte er verächtlich mit seinen Händen durch die Luft.

„Du hast Ron wirklich nichts gesagt?“, war dies mein erster, absolut ungläubiger und sprachloser Kommentar. Das hatte ich nicht erwartet, sondern dass er über seine Vermutung mit Ron sprach.

„Ha, jetzt gibst du es wenigstens zu“, jubelte er gemein auf und grinste mich überlegen an, als ich rasant meinen Kopf schüttelte.

„Nein, nein, das tue ich nicht“, wehrte ich rasch ab und hob sogar beide Hände in Ermangelung einer Antwort.

„Ich gebe es auf, du bist soooo unendlich stur und unglaublich verbohrt, dass es wehtut, Hermione“, warf er mir aufgebend vor und ich schluckte unwohl und wandte den Blick rasch ab.

„Das stimmt doch gar nicht, Harry“, wedelte ich wegwerfend mit meiner Hand und vergaß dabei fast das glitzernde Kleinod an meiner Hand, das sich beinah schmerzhaft in meine Haut fraß.

„Nicht? Rede es dir ein, ich weiß, was ich gesehen habe und ich weiß zu meinem eigenen Leidwesen, dass ich recht habe!“, erklärte er rundum überzeugt und strich sich ziemlich müde aussehend über seine Stirn.

„Harry, so einen schlechten Geschmack kannst du mir nicht wirklich unterstellen“, bleckte ich die Zähne, dabei hob ich entschieden mein Haupt.

„Danke, aber das kann man sich nicht aussuchen“, grinste er schon wieder übermütig und ganz plötzlich beugte sich Harry hinab und hob auf, was sich aus der Kiste auf dem Boden verteilt hatte. Er trat näher zu mir und meinte mit den schlichten Worten: „Hier, nimm!“ Er zeigte mir, dass ich gewonnen hatte, denn völlig überraschend reichte er mir nun das Kästchen.

„Was?“, meinte ich perplex. Jetzt wollte ich es gar nicht mehr, nicht nach dieser unerfreulichen Diskussion.

„Ja, nimm, ich will nicht länger! Damit du siehst, wie lächerlich du dich mit deinem Misstrauen machst! Weil… ich bin nicht dumm, Hermione. Ich bringe niemanden in Gefahr, nur damit du es weißt“, haute er mir rechtschaffend um die Ohren. „Ja, ich… ach, was… wir sind immer vorsichtig, der- oder besser diejenige, die eher von einer Gefahr in die Nächste läuft, bist du“, hielt er mir anklagend vor, dass ich nicht vorsichtig genug war und er sich Sorgen um mich machte.

„Aber… aber das stimmt doch so ni…“, deutete ich erregt auf mich, bis mich sein strafender Blick innehalten ließ.

„Hermione, bleib bei der Wahrheit“, schnitt er mir scharf das Wort ab. „Gefahr bedeutet die Familie Malfoy und das von Anfang an! Wir haben uns mit Draco abgefunden und deine Einschätzung, dass er hilfreich und von Nutzen sein kann, okay, die war richtig!“ Er hob wie mahnend seinen Zeigefinger. „Aber damals hast du auch noch mit dem Kopf entschieden“, raubte es mir bei seiner Tirade kurz die Luft zum Atmen und ich schüttelte nur den Kopf, während er fröhlich weiter machte.

„Genau und gerade jetzt ist es anders, denn Malfoy Senior ist eine ganz andere Hausnummer“, kam es ernst von ihm, dabei starrten auch Ron und Blaise Harry gespannt an.

„Harry“, wisperte ich tonlos, tief getroffen von seinen eindringlichen Worten.

„Ja, lass mich, der ist gefährlich und zu groß für dich, vor allem weil du nicht ehrlich zu dir selbst bist. Er ist die Gefahr. Dass gerade bei DEM dein Gehirn aussetzt und du dich in ihn verliebt hast, ist schon schlimm genug, aber dass du es vor dir selbst auch noch verleugnest und das, obwohl du mittlerweile sogar mit ihm verlobt bist, ist mehr als fahrlässig und äußerst gefährlich. Nicht ich gefährde euch und alles, was wir uns aufgebaut haben, sondern du!“, versetzte er mir brutal und rücksichtslos den Todesstoß, der mir auch ohne Schlag den Atem aus den Lungen trieb.

Er zeigte sich ernst und offensichtlich besorgt, während Ron und Blaise mit sorgenvollen Blicken abwechselnd zu uns sahen und ich versuchte, das soeben Gesagte zu verarbeiten, wobei ich mich, wie ich fand, am Elementaren aufhängte.

„Zwangsverlobt!“, giftete ich daher böse und wenig eloquent und spreizte den Finger mit dem Ring weit von meiner Hand ab.

„Pah, dass ich nicht lache!“, übernahm Harry wieder das Heft und zeigte sich gehässig, dabei glühten seine so grünen Augen hinter seiner Brille. „Als ob dich das wirklich stören würde…“

„Was?“

„Ja, genau, es nimmt dir doch nur ab, dich selber von Draco trennen zu müssen“, brachte er es zustande, mich effektiv mundtot zu machen und ich starrte ihn wahrlich sprachlos und zum ersten Mal auch hilflos an.

„Erkennst du die Wahrheit? Natürlich, seine Methoden mögen nicht die feine Art sein, aber das ist Malfoy, was soll man von dem erwarten? Aber das Ergebnis an sich stört dich nicht mal annähernd so sehr wie du vorgibst und dir einredest“, hielt Harry mir brachial vor und das ließ mich leicht zurück taumeln.

„Nein…“, wisperte ich tonlos und drückte das Kästchen an mich, während Ron und Blaise nicht mal mehr zu atmen wagten.

„Oh, doch! Eure momentanen Zwistigkeiten sind doch nur das, was ihr beide schon seitdem du bei ihnen wohnst miteinander treibt. Du kannst doch schon nicht mehr ohne DAS, was ihr da veranstaltet, leben!“, warf er mir weiter unerbittlich vor. Als ich nicht reagierte, da ich außerstande war, etwas zu tun, fuhr er geschäftig fort.

„Sieh es ein. Mal seid ihr erschreckend einträchtig und leugne es nicht, dann genießt du die Zeit mit ihm und dann wieder geht ihr euch an dir Gurgel und ich bin mir sicher, das genießt ihr zwei nicht weniger. Wenn du es weiter leugnest, ändert das auch nichts an der Tatsache, dass sogar du mal Gefühle für einen Mann entwickelt hast, wenn auch für den Falschen, nur bringt uns dein blindes Verhalten in Gefahr!“, beendete Harry seinen Vortrag, verschränkte nun die Arme vor der Brust und blickte abwartend zu mir und als ich nicht reagierte, schüttelte er nur aufgebend seinen wirren Schopf.

„Na los, sieh es dir an, wühl in meiner Privatsphäre wie es dir passt!“, warf er mir noch schnippisch hinterher und sprang von einem Thema zum Nächsten, während mir gefährlich der Kopf schwirrte.

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Kapitel 503-504
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