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 Kapitel 589-590

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BeitragThema: Kapitel 589-590   Di März 21, 2017 8:05 pm

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589. Kapitel Crème de la Crème

„Die imponierende Familie Nott, der wir unser Verzeichnis verdanken!“, fuhr Weasley unbeirrt fort.

Dort stand nur der Sohn des grausam ermordeten Nott, Theodore, dessen Mutter bei seiner Geburt verstorben war. Trotzdem gedachte man noch immer dem Vorfahren Cantankerus Nott mit einigen mehr Worten als den anderen fortgesetzten Familien und weiter ging es mit dieser Farce der Selbstbeweihräucherung. Ollivander und Parkinson wurden erwähnt, als bei der nächsten Nennung Hermiones Kopf erstarrte.

„Ausgestorbene Linie… der Potters“, verklangen Weasleys unwahre Worte, denn schlussendlich hatte Potter sogar einen Sohn, von dem niemand wusste, aber keiner wagte einen Einwand und kein Tost wurde von den Anwesenden erwartet und es erhob auch niemand das Glas. Niemand war dafür todesmutig genug, während Harry Potters Tod schon vom Ministerium besiegelt war. Indes verzog die Frau neben mir keine Miene, ihre Maske saß perfekt. Sie war eine exzellente Schauspielerin.

„Was?“, entfuhr es ihr amüsiert zu meiner Verwunderung. „Keine Attribute für Harry? Das enttäuscht mich ehrlich… Lucius“, blickte sie mich über die verführerisch nackte Schulter mit Schalk im Blick an.

„Du bist bitterböse“, flüsterte ich leise zurück und fand ihre Art mit der Situation umzugehen faszinierend, während viele der jüngeren Anwesenden als Potters Mitschüler sichtbar mit ihrem Unwohlsein zu kämpfen hatten. Es schien sie noch immer zu beschäftigen, während es fröhlich mit Prewett, Rosier und Rowle weiterging, schon erstaunlich, was für wenig herausragende Persönlichkeiten Zugang zu diesem Kreis gefunden hatten.

„Ich schlaf gleich ein…“, gähnte Hermione wohl versteckt hinter ihrem Glas, dabei plätscherte die Lobpreisung Weasleys der folgenden Familien Selwyn, Shacklebolt und der absolut unbekannten, da völlig zurückgezogen lebenden, Familie Shafiq im Hintergrund an uns vorbei. „Von einigen habe ich noch nie gehört“, kommentierte sie irritiert und ich neigte mein Haupt, um ihr zuflüstern zu können:

„Das sind ganze Eigene. Sie schicken ihre Kinder nie nach Hogwarts, unterrichten immer von zu Hause aus und tauchen nur auf, wenn sich die 28 treffen… sie sind leicht inzestuös unterwegs…“, wisperte ich widerwillig, denn sie konnten nicht verbergen, wie sonderbar und degeneriert ihre Mitglieder waren und so etwas konnte und wollte ich nicht gutheißen.

„Und das sieht man, anscheinend wollen sie den Gaunts Konkurrenz machen“, murrte sie abfällig und warf ihr Haar in einer abwertenden Geste zurück, als es auch schon weiter ging.

„Die prominente Familie Slughorn“, stieß sie umgehend ein genervtes Seufzen aus. Sofort musterte ich den dicklichen Tränkelehrer Horace Slughorn und erinnerte mich an seinen bescheuerten Slug-Club. Jedoch war der Professor nicht der Einzige, der die Familie ausmachte. Er schien Brüder zu haben, die, anders als er, Familie aufzuweisen hatten. Dabei konnte er nicht verhehlen, dass er diese Zusammenkunft in vollen Zügen zu genießen schien und prostete wild in der Gegend herum.

„Die beeindruckende Familie Travers“, zuckte ihr Kopf zu dem Mann aus Dracos Truppe und seiner Familie und sie schüttelte sich minimal.

„Bah, nicht ihr ernst! Lucius, das hier ist eine Farce sondergleichen“, verstand ich ihren Einwand, war Travers doch einer der Typen, der sich nicht gerade durch verdiente Lorbeeren auszeichnete. „Percy sollte einen Orden für seine schmeichelhaften Lügen erhalten“, erklärte sie sarkastisch.

„Die bodenständige Familie Weasley“, zuckte unser aller Aufmerksamkeit zu den eben genannten, die mühsam um ihre Beherrschung kämpften, da sie von einem Familienangehörigen auf nette Art und Weise als arm bezeichnet worden waren.

„Autsch“, murmelte Hermione betroffen und ja, es war ein Affront, den der abtrünnige Sohn hier beging.

Wie er dafür Wiedergutmachung leisten wollte, nachdem ich auch von seiner Verehelichung und zu erwartenden Vaterschaft wusste, seine Familie aber sicher nicht, konnte ich mir in den kühnsten Träumen nicht vorstellen. Aber nach einem Blick zu Molly Weasley konnte ich sagen, diese Mutter war nicht wie andere reinblütige Mütter, die selten vergaben und noch weniger verziehen.

„Die profilierte Familie Yaxley“, endete mit dieser ausgesucht rabiaten Familie die Schmierenkomödie, auch er ein DeathEater mit einem hohen Posten als Leiter der Abteilung für magische Strafverfolgung und Mitglied von Hermiones Trupp.

„Ein Hoch auf die „Unantastbaren Achtundzwanzig“, brüllte Weasley nun mit frenetischer Inbrunst, die durchdringend war. Seine Stimme vibrierte vor Gewichtigkeit und hallte tragend durch diese alten Hallen, als wieder ein einstimmiges „Hoch“ ertönte.

„Und darauf seid ihr stolz?“, stieß sie bodenlos entsetzt aus und drehte sich nun wieder zu mir und zeigte wieder allen ihren nackten Rücken. „Auf diese verlogene, snobistische und blutschänderische Crème de la Crème? Nicht euer Ernst…“, echauffierte sie sich verachtungsvoll und hob aufreizend langsam eine Braue, musterte mich beinah schon anzüglich, während ich mit ausgewählter Noblesse und Contenance an meiner aristokratischen Haltung arbeitete, um nicht laut zu lachen.

„Krawumm“, knallte die doppelflügelige Türe, anders als bei Hermiones Eintritt, schwungvoll auf und krachte an die Wände, ein Umstand, der meine Entgegnung unterbrach und auch der bisher anhaltende Applaus wurde abrupt abgeschnitten, weil alle sich umdrehten, um zu sehen, wer es wagte, diese elitäre Veranstaltung derart unsanft zu stören.

„Was?“, meinte sie überrumpelt.

„Sind wir zu spät?“, „Sorry, haben wir es echt verpasst?“, „Charlie, du Schnarchnase, du bist schuld“, verzog Weasley auf der Empore das Gesicht, als würde er auf eine Zitrone beißen, als er seine Brüder erblickte. Auch Hermione wirbelte herum und sah erstaunt auf das, was sich uns hier bot, während derselbe Ministeriumsangestellte, der schon Hermione eingelassen hatte, hektisch an der Tür ankam und sichtbar überfordert auf die Bescherung besah.

„Esssss, es tut mir Leid… sie dürfen doch nicht einfach…“, stotterte der Beamte schuldbewusst los.

„Wir sind Weasleys.“, „Wir gehören hier hin“, schüttelte der Zwilling den lästigen Verfolger ab, der es nicht wagte, die Türschwelle zu übertreten „Ja und blind ist er auch noch, sieht doch jeder, dass wir Weasleys sind.“, regten sie sich übergangslos abwechselnd auf.

„Ich bitte um Ruhe“, brüllte Percy Weasley mit rot anlaufendem Gesicht zu den Eindringlingen, woraufhin der Ministeriumsangestellte eilig die Tür schloss.

„Was?“, „Oh, ups…“, „Was machst du denn da oben?“, fragten diese anmaßenden und unerträglichen Zwillinge abwechselnd und badeten regelrecht in der Menge, während dem dritten Bruder das Ganze recht peinlich zu sein schien und man sah ihm an, dass er überall sein wollte nur nicht hier, sodass ihr sichtbar widerwillig mitgeschleifter Bruder sich eilig losmachte und zu seinem ältesten Bruder huschte, um aus dem Fokus zu verschwinden.

„Was für eine Familie“, meinte ich versnobt. „Und was für ein Chaos, man will gar nicht daran denken, wie die sich zu Hause aufführen“, wisperte ich verachtend und hob meine Mundwinkel distinguiert an.

„Lucius“, mahnte Hermione und ich schnaubte leise, sie ließ auch nichts auf diese zwei Chaoten kommen, wie bedauerlich.

„Fred! George!“, schoss die kleine Molly Weasley wie eine Kanonenkugel auf ihre blinkenden und blitzenden Söhne zu. Sie trugen dem Schnitt nach Zauberersmokings, aber der Stoff, beim einen in Gold-Kupfer, beim anderen in Bronze-Silber gehalten, war an geschmacklicher Scheußlichkeit nicht zu überbieten und erinnerte an Discokugeln, die einen blenden und blindmachen konnten.

„Mum.“, „Wir dachten, du freust dich, wenn wir antanzen.“, „Ach ja und Percy…“ „Sorry, Brüderchen.“, „Wir wollten deinen großen Moment nicht unterbrechen“, lag die Aufmerksamkeit aller auf den Störenfrieden. Das versprach interessant zu werden. „Dann noch mal ein Hoch auf diese so elitäre Runde, und natürlich auf uns, nicht wahr, Bruder?“, prostete er seinem Bruder Percy zu, der grade vor ihnen zum Stehen kam.

„Ruhe“, hisste der korrekte junge Mann auf. „Könnt ihr nicht einfach verschwinden?“, presste er genervt hervor.

„Percy, deine Brüder haben das gleiche Recht hier zu sein wie du und nun kommt und hört auf mit der Show“, unterbrach Arthur Weasley erstaunlich autoritär die Vorführung seiner Söhne und legte einem der Zwillinge die Hand auf die Schulter, während der älteste Weasleybruder an den anderen Zwilling herantrat. Percy Weasley wollte etwas erwidern, doch zu meinem Erstaunen brachte ihn ein strenger Blick seiner Mutter dazu, seinen Mund wieder zu schließen und nichts zu sagen.

„Chrm… wie auch immer“, raffte sich der rechtschaffende Mann auf, seiner Tätigkeit als Hofmarschall nachzukommen. „Auf einen guten Abend und den Start in ein erfolgreiches Jahr für unsere Familien im Jahr 1998!“, versuchte er zu retten, was zu retten war und wieder prostete ihm alles zu und auch Hermione machte mit.

Sie jedoch schmunzelte verdeckt hinter ihrem Glas und erschien sehr erheitert und mir ging es hinter meiner Maske ähnlich, als sie weitersprach als hätte es diese unpassende Unterbrechung nie gegeben.

„Herrlich, wenn man sich hier alle Familien besieht…, schüttete sie ihren Spott über den Unantastbaren aus und freute sich sichtlich über das Auftauchen der Zwillinge, wie mir ihr Blick zeigte, als sie sich wieder zu mir drehte. „Du weißt schon, dass das völlig übertreiben ist, wie ihr euch hier feiert, oder? Kein Wunder, dass du mich nicht fragen wolltest. Wie kam Severus auf die Idee, dass ich hierherkommen sollte?“, fragte sie mich sichtlich interessiert. Unterdessen widmeten sich die anderen Anwesenden nach und nach wieder ihren Gesprächen und ich antwortete nicht sofort. „Aha, ja natürlich, er genießt in seinem Büro das Wissen, dass ich mich schrecklich darüber aufregen werde, wie sich diese Idioten hier feiern!“, beantwortete sie sich die Frage selber.

„Ja, das könnte bei ihm durchaus passieren“, entgegnete ich ahnungsvoll und sah ihn vor mir, wie er es genießen würde, die Erinnerungen an diesen Abend von mir zu erhalten. Er war oft gerne Zuschauer, ohne selbst an irgendetwas teilnehmen zu müssen.

„Abbott, Black, Crouch, Gaunt, Greengrass, Prewett… vergesse ich jemanden?“, zählte sie die verlorenen Familien auf und ich nickte langsam.

„Sechs Familien in den letzten 70 Jahren, ein schlechter Schnitt“, gestand ich großmütig ein und besah mir die kleine Schar an Teilnehmern, bei der die meisten Familien mit wenigen Nachkommen glänzten. Nur die Weasleys, ja, die fielen wirklich und wahrlich aus dem Rahmen, da hatten die beiden verrückten Zwillinge schon recht, sie waren vor allen Dingen „kinderreich“.

„Abbott, Crouch, Black, Gaunt und Greengrass sind ja noch vertreten“, murmelte sie wegwerfend und seufzte leise.

„Werden aber keine Nachkommen bekommen, beziehungsweise Nachkommen unter anderem Namen, aber das ist mir gleich, solange Draco gewissenhaft für einen Sohn sorgt“, brachte ich es auf den Punkt und nippte exaltiert an meinem Glas, als sie mich mit verengten Augen musterte.

„Erst jetzt erkenne ich, wie passend Astoria in deinen Augen für ihn sein muss“, meinte sie neutral und wirbelte mit sich aufbauschendem Rock herum, während ich taxierend eine Braue hob, dabei verzog sich mein Mundwinkel zu einem souveränen Lächeln, da sie natürlich recht hatte, wenn man bedachte, dass die Greengrasses zu den Achtundzwanzig gehörten.

„Findet ihr das passend, oder gar ziemlich?“, erklang hinter mir eine vorwurfsvolle Stimme, woraufhin ich betont langsam herumfuhr.

„Wertgeschätzt, Mrs. Weasley“, entkam es mir sorgfältig in meiner Höflichkeit, da ich mich schrecklich belästigt fühlte. „Zu meinem Leidwesen kann ich nicht evaluieren, was Sie genau sagen möchten, aber ich freue mich sehr über Ihre Glückwünsche zu unserer Verbindung?“, antwortete ich jovial, während ich Hermione hinter mir schon wieder seufzen hören konnte.

„Uhhh“, stieß die Frau vor mir eloquent aus. Anscheinend fehlten ihr aufgrund meiner absolut souveränen Reaktion kurzzeitig die Worte und bescherte mir gehässiges Amüsement ohnegleichen, aber sie schüttelte sich und ihre füllige Gestalt, bevor sie den Mund erneut öffnete. „Mr. Malfoy!“, knurrte sie beinah schroff. „Von Ihnen kann man nichts anderes erwarten“, sprach Verachtung aus ihrem Blick, als sie zum Biest sah, das mittlerweile an meine Seite getreten war, weshalb sie nun Hermione ansprach, „aber von dir, mein Kind, das hier kann nicht euer Ernst sein?!“ Die Weasleymutter zitterte vor selbstgerechter Moral und ich verfolgte, wie Hermione vor ihr die Augen niederschlug.

„Mrs. Weasley“, lag eine unverkennbare Drohung darin, wie ich jeden Buchstaben ihres Namens doktrinierte. „Was wollen Sie andeuten?“, war meine Frage schneidend scharf.

„Dass das nicht der freie Wille von Hermione sein kann!“, begehrte sie mit unverhohlenem Hass auf und verschränkte ihre Arme vor ihrem mächtigen Vorbau. „Sie… Sie könnten ihr Vater sein. Ihr Verhalten ist skandalös. Es ist anmaßend und völlig unangebracht… Sie… Sie…“, erregte sie sich mehr und mehr, dabei biss sich ihre gerötete Haut mit ihrem orangefarbenem Haar.

„Und Ihr Verhalten ist nicht weniger aufdringlich, meine gute Dame“, hielt ich ihr überlegen entgegen, ohne meine Stimme zu erheben. Eigentlich war sie sogar unglaublich ruhig und leise und das Biest neben mir sog scharf die Luft ein. Anscheinend ahnte sie, dass es bei mir gefährlicher war, wenn ich nicht aufbrausend wurde, aber das hielt diese aufgebrachte Mutter vor mir nicht davon ab, weiter zu machen.

„Ich? Aufdringlich?“, regte sie sich über Gebühr auf und kämpfte unter großen Anstrengungen darum, nicht zu laut zu werden. „Weil ich es nicht in Ordnung finde, dass Sie ein junges Ding verführen, das Ihre Tochter sein könnte? Ich will Ihnen nur die Augen öffnen, wie verdorben und verwerflich dieses Verhalten ist“, bescherte sie uns eine Unterweisung in ihren Wertvorstellungen, die mir jedoch nur ein süffisantes Lächeln entlocken konnte. Wenn sie nur wüsste, wie verwerflich doch das Verhalten ihrer eigenen Kinder war.

„Denken Sie, dafür benötige ich Sie?“, fragte ich aufreizend mit blitzenden Augen.

„Es scheint Ihnen ja sonst keiner zu sagen, dass Sie sich lächerlich machen!“, echauffierte sie sich eifrig und ihr Busen hob und senkte sich hektisch, als sie sich zu der erstaunlich zurückhaltenden Hermione wandte. „Hermione… Sirius war ja schon schlimm, aber Malfoy? Sirius war noch wesentlich jünger als er… aber noch wichtiger ist seine Einstellung und die ist nicht über jeden Zweifel erhaben!“, zog sie schamlos über mich her, als wäre ich nicht anwesend, woraufhin sich meine Augen zu Schlitzen verengten.

„Gehen Sie nicht zu weit, Werteste?“, sprach ich weiterhin manierlich zu ihr, wobei ich den Schlangenkopf meines Gehstocks fester umklammerte, woraufhin Hermione sofort ihren Arm an meinem vorbei schob und sich einhakte. Sie schien genau zu beobachten und zu bemerken, dass meine Geduld sich dem Ende entgegen neigte.

„Gehe ich das?“, huschten die blauen Augen von Molly Weasley mit Missbilligung im Blick sofort zu unseren ineinander verschlungenen Armen. „Oder habe ich den Schneid, etwas zu sagen? Sie machen sich lächerlich, Lucius“, beharrte sie auf ihrer Meinung und wurde unerwartet vertraulich, aber Hermiones Aktion hatte mir wieder meine innere Gelassenheit beschert, sodass ich höhnisch auflachte.

„Könntest du uns bitte alleine lassen? Ich denke… Mrs. Weasley und ich sollten miteinander reden…“, wisperte ich beinah sanft und ließ die Frau vor mir, die ihre Überraschung nicht verbergen konnte, da ihr Mund ein stummes O formte, nicht aus den Augen.

„Sicher?“, zweifelte das Biest kurz an meiner Verfassung, woraufhin ich ihr einen langmütigen Blick schenkte, den sie hielt.

„Moment“, neigte ich vor meiner Verlobten höflich das Haupt und sah sie weiterhin eindringlich an. „Ja, bitte, das wäre sehr nett“, war ich ausgesucht manierlich und dann überraschte sie mich, da sie ihren Arm von mir zurückzog und mir augenscheinlich ihr Vertrauen schenkte und ich war aufrichtig angespannt, da es nicht sicher gewesen war, wie Hermione reagieren würde. Aber es war wie ein Test zwischen uns. Sie vertraute mir und ich ihr, dass sie meiner Bitte Folge leisten würde.

„Wie du möchtest, Lucius“, vollführte sie tatsächlich vor mir einen kleinen Knicks und ahnte wohl, was sie mit dieser Geste bewirken würde, dabei blieb ihre Miene unleserlich. „Molly“, meinte sie noch warnend und entfernte sich mit entschiedenen Schritten von uns.

Somit wandte ich mich ziemlich zufrieden an die Matrone, die den Knicks noch nicht ganz verkraftet zu haben schien, so wie sie meiner Verlobten verstört hinterher sah.

„Hören Sie, Teuerste…“, begann ich absichtlich freundlich klingend, „Ihre moralischen Vorstellungen können Sie sich meiner Person gegenüber sparen“, klirrte die Schärfe zum Ende hin doch durch und ihre Aufmerksamkeit schoss wieder zu mir zurück.

„Lucius…“, meinte sie jetzt atemlos, ob ihrer zu vertraulichen Ansprache, als sie sich meinem sie taxierenden Blick allein ausgesetzt sah, „hören Sie mir zu, Sie sind dabei, als alter notgeiler Bock dazustehen!“, erklärte sie hitzig mit geröteten Wangen, einer Gryffindor würdig, gefangen in ihrem Todeswunsch mir gegenüber. Solche Worte anzuschlagen, das war… unfassbar!

„Hahaha, eine köstliche Bezeichnung“, gab ich meiner Erheiterung nach und prostete ihr exaltiert zu und dann wollte ich ihr einen Schock nach dem nächsten versetzen, sodass ich mich dazu herabließ, zu antworten.

„Aber Sie müssen verstehen, Hermione ist etwas ganz Einzigartiges für mich…“, lag eine Spitze in meinen Worten, die sie so assoziierte, dass sie über und über rot anlief. „Sie versteht es… mir dort neue Horizonte zu eröffnen, wo andere schnöde versagen“, umspielte ein sinnliches Lächeln meine Mundwinkel, gefangen in der Vorstellung, dass sich das Biest von keinen Grenzen halten ließ.

„Werden Sie nicht auch noch ordinär“, rief die Frau vor mir empört und fasste bebend an ihren Hals, während ich sie verächtlich musterte.

„Nie, Sie lenken gerade Ihre Gedanken in die Gosse“, schoss ich abwertend zurück und schnaubte. „Ich spreche von völlig anderen Horizonten als den Horizontalen“, ließ ich mich zur näheren Erläuterung hinab, dabei stand ihr der Zweifel ins feiste Antlitz geschrieben, aber eine Frau, die sieben Kinder hatte, konnte wohl nur solche Gedanken haben, wenn man bedachte, dass der Storch wahrlich nicht die Kinder ins Haus brachte. Schließlich waren die ihren auch nicht durch spontane und unbefleckte Empfängnis entstanden.

„Ich verrate Ihnen etwas, Molly“, wisperte nun ich zu vertraulich und näherte mich ihr in meiner herrschaftlichen Gestalt, woraufhin sie sichtbar unwohl schluckte „Wenn man etwas derart Kostbares findet, das einem so ähnlich ist, hinterfragt man solche lapidaren Altersunterschiede nicht…“, beschied ich ihr mit sardonischer Stimme, wobei ihr bei meiner Anspielung auf unsere Ähnlichkeit die Luft wegblieb. „Hermione wäre nicht die Richtige für einen jungen Mann. Sie würde sie alle kaputt machen und hätte einen zu großen Verschleiß aufzuweisen und dann würden Frauen wie Sie, sie eine Schlampe schimpfen. Ich hoffe, Sie erkennen die Diskrepanz.“ Daraufhin regte sich erneut ihr Mut.

„Sie können mir nicht weismachen, Mr. Malfoy, dass Sie keine adäquate Dame in Ihrem Alter finden, die es versteht, Ihren Bedürfnissen zu genügen“, hielt sie atemlos und wieder förmlich dagegen, woraufhin ich mitleidig wegen ihrer Borniertheit mein herrschaftliches Haupt schüttelte.

„Sie irren, Sie irren gar sehr“, wies ich sie zurück. Niemand war wie das Biest. „Ich möchte behaupten, sie ist reifer, erfahrener und gezeichneter vom Leben als meine erste Ehefrau oder Sie“, traf sie mein wenig schmeichelhafter und sezierender Blick, unter dem sie zusammenzuckte. „Und niemand kann alle meine Bedürfnisse so abdecken wie sie, wobei ich Ihnen wahrlich nicht zur Rechenschaft verpflichtet bin… Teuerste…“, klang das letzte meiner Worte wie ein Schimpfwort, während sie sich nervös eine verirrte rote Haarsträhne zurückstrich.

„Das mag ja stimmen. Sie sind nur sich und Ihrem Gewissen verpflichtet, aber das arme Mädchen hat schon viel zu viel erlebt und gesehen. Finden Sie wirklich, dass Sie der richtige Mann sind, um an ihrer Seite zu stehen?“, fragte sie nun etwas ratloser und ihre Augen fuhren zu Hermione hin, die soeben mit dem Mann meines lästigen Anhängsels, Arthur Wesley, und Rodolphus sprach.

Das war interessant!

Rodolphus‘ Augen leuchteten gerade amüsiert auf und er prostete dem Biest übertrieben zu, was sie kichernd erwiderte. Das war für mich und alle anderen sichtbar vertraut und ich zwang mich, meine Aufmerksamkeit wieder meiner Gesprächspartnerin zuzuwenden.

„Ich denke eher, sie ist die richtige und die einzige würdige Frau, um an meiner Seite zu stehen“, ließ ich mich zu einer Rechtfertigung hinab. „Eine Malfoy zu sein ist eine enorme Herausforderung und sie ist dem gewachsen, davon abgesehen sollten Sie anderen Tatsachen ins hässliche Angesicht sehen, denn auch Sie haben eine eigenwillige Brut zustande gebracht, die sie besser im Auge behalten sollten als uns!“, hielt ich ihr vor, nach dem Auftritt, den ihre Kinder gerade hingelegt hatten, war meine Schelte mehr als angebracht und das wusste sie

„Bitte?“, entfuhr es ihr entrüstet. „Fred und George waren schon immer schwierig, aber sie haben sich gemacht und ein gut laufendes Geschäft aufgebaut“, begann sie sich sofort zu rechtfertigen, aber schien vollkommen ahnungslos zu sein, was ihre Kinder wirklich trieben, als sie mein Amüsement bemerkte und sich selbst bremste. „Sie wollen ablenken! Sie sind und bleiben ein alter Mann!“, servierte sie absolut unverfroren, weshalb sich meine Kiefermuskeln anspannten. Sie tat so, als hätte ich Dumbledores Alter.

„Tja, ihrer aller Umgangsformen in der vornehmen Gesellschaft bedürfen noch des letzten Schliffs, meine Gute!“, punktete ich penibel in meiner Bosheit und traf zielsicher eine Wunde, da sie sich sofort auf die Unterlippe biss. „Aber um Ihre Nettigkeit zurückzugeben, Ihre teuflischen Zwillingssöhne sind auch nicht ohne… und durchaus als Schande zu bezeichnen, wie sie uns gerade wieder bewiesen haben!“, doch im letzten Moment bremste ich mich, da mir einfiel, wie eng das Biest mit dieser zwillingshaften Brut war, innerlich musste ich mich noch immer über die Absurdität der Situation wundern. Aber wenn ich vor mir sah, wie diese Twins Nott abgeschlachtet hatten und wie sie sich ihrer inzestuösen Beziehung hingaben, dann fand ich es unangebracht, wenn ihre Mutter den Moralapostel mimte.

„Was wollen Sie andeuten?“, fragte sie vorsichtig und ich hob die edel verpackten Schultern an.

„Dass Sie erstmal vor Ihrer eigenen Tür kehren sollten, bevor Sie sich zum Richter über andere aufschwingen“, wollte ich mich distinguiert abwenden, als sie ihre Hände hebend aufbegehrte.

„Wie meinen?“, fand diese Frau einfach keinen Punkt.

„Sie wissen ganz genau… was ich andeute und nun entschuldigen Sie mich, gar mehrere gewichtige Persönlichkeiten erwarten meine Anwesenheit und Aufmerksamkeit“, verabschiedete ich mich endgültig mit einer schwungvollen, dramatischen Drehung und lenkte meine Schritt auf Rodolphus zu.

Lucius Sicht Ende

Hermiones Sicht

Wow, Mollys Auftritt war episch. Warum ich mich Lucius‘ Bitte gebeugt hatte und sie alleine ließ?

Ich legte wirklich keinen gesteigerten Wert darauf, mich mit Mollys mütterlicher Fürsorglichkeit konfrontiert zu sehen und Lucius hatte wohl zum ersten Mal in seinem Leben vor einem anderen eine Bitte an mich gerichtet. So einfach war das. Ich meine, er würde sie schon nicht vor so vielen Augen schmerzlich foltern, oder gar umbringen, dafür hatte er sich einfach zu gut unter Kontrolle.  

Und so stolperte ich leider direkt in die Arme des Nächsten unbequemen Gesprächspartners.

„Hermione“, meinte der Mann vor mir sanft und schenkte mir ein sehr mitfühlendes und freundliches Lächeln, das mir im Herzen wehtat.

„Mr… Mr. Weasley“, stockte ich kurz unbehaglich, aber er ergriff meine Hand und hielt sie sanft in seiner.

„Nein, Arthur passt schon“, bot er mir großzügig an und ich nickte überrumpelt. „Und es tut mir Leid, dass meine Frau dich mit ihrer Vorstellung von Moral attackiert“, sprach er resigniert und wirkte peinlich berührt, als ich ihm eilig über den Mund fuhr.

„Nein, entschuldigen Sie sich nicht für Ihre Frau Mr… ähm… Ar… Arthur…“, rang ich mit mir, seinen Namen auszusprechen. Er wollte mich unterbrechen, doch ich hob eilig die andere Hand mit dem Glas. „Ich mag sie wirklich und wie sie versucht, für alle das Beste zu wollen. Sie ist eine Mutter und das soll sie sein, nur dass ich nicht ihr Kind bin“, entgegnete ich einschränkend, aber freundlich, da ich nicht wollte, dass sich ihr Mann für sie entschuldigte. Sie war schon immer temperamentvoll und eine Gryffindor gewesen. Gegen manche Charaktereigenschaften kam man manchmal nicht an und dass es sie reizte, Lucius und mich zusammen zu sehen, das glaubte ich auch so.

„Warst du das jemals von jemandem?“, riss mir Arthurs Frage den Boden unter den Füßen weg. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er seine Meinung so offen aussprach, aber es war eine Frage, über die man durchaus nachdenken konnte.

„Uhh, eine weitsichtige und gewagte Frage, Arthur“, versuchte ich höflich zu umschiffen, während mir auffiel, wie er mich mit traurigen Augen maß.

„Mhm, es tut mir leid für dich, dass du dich nicht in der Sicherheit deines Elternhauses geborgen fühlen konntest. Etwas muss dich zu dem gemacht haben, wie du geworden bist…“, resümierte er mit absolut neutraler Stimme, während ich ihn sprachlos musterte. Dann schüttelte er seinen Kopf und ein wehmütiges Lächeln hielt auf seinen Zügen Einzug. „Ja, du siehst hinreißend aus in diesem Kleid und so gar nicht, als ob du Hilfe von Erwachsenen brauchst, da du selbst eine Erwachsene bist…“, kam er für sich auf den Punkt und so wie er schmerzlich die Miene verzog, passte ihm diese Erkenntnis nicht wirklich. „Meine Ginny zum Beispiel ist noch weit davon entfernt, so zu sein und dafür möchte ich dir… danken“, schaffte es der Mann heute, dass mir meine Maske kurzzeitig abhandenkam und ich nur noch starren konnte.

„Bitte?“, stieß ich zum Schluss überfordert aus und ließ fast mein Glas fallen. Wofür dankte er mir?

„Denkst du, ich bin blind?“, wollte er gutmütig erfahren. „Du hast Ginny nie ein Teil von eurem Trio sein lassen. Ich weiß nicht, ob du das absichtlich getan hast, oder nicht, aber so ist sie ein Teil von uns geblieben. Wir hätten auch sie verlieren können“, erklärte er mir sichtbar willig und ich ließ diese Begründung sacken.

Ich dachte nach, gerade noch gezeichnet von Rons Wiederauftauchen und seinem Verlust, wie er Schutz, Geborgenheit und Trost bei uns gesucht und gefunden hatte und ich erinnerte mich daran, was mir Draco von seinem Gespräch mit Ron erzählt hatte. Wie Ron die Sachlage sah und da verstand ich, was Arthur andeuten wollte. Er hatte Ron völlig an Harry und ein wenig an mich verloren. Wir waren nun seine Familie und vielleicht hatte er recht, wenn ich damals Ginny auch ins Cottage mitgenommen hätte, wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch sie nicht mehr wirklich zu ihnen, sondern eher zu uns gehören würde.

„Sie haben Ron nicht an Harry verloren!“, murmelte ich betreten vor mich hin, als er traurig auflachte.

„Oh doch, das haben wir!“, erstickte ich meinen Protest im Keim, denn es würde ihm wehtun, wenn ich eine Tatsache, die ein Fakt war, abstritt.

„Ich weiß nicht, ob Sie mir der Ehre hier zu viel andichten, aber nach der Kammer des Schreckens war Ginny trotz allem noch immer ein Kind und auch wenn ich sie damals nervig fand, mag ich sie… Ginny wird eine tolle Frau werden…“, zeigte mir das aufrichtige Grinsen, das er mir schenkte, dass ihm gefiel, was er über seine Tochter hörte. „Niemand sollte in solch jungen Jahren sein Leben riskieren, aber wer zu Harry, Ron und mir gehört, der geht dieses Risiko ständig ein. Jedes Jahr aufs Neue und Ginny ist ein zu nettes und zu gutes Mädchen, um sich mit solchen Leuten rumzuschlagen… in Zeiten wie diesen…“, nickte er auf meine Worte hin langsam und strich über seinen in die Jahre gekommenen Zauberersmoking, der etwas sehr eng saß und um seinen Bauch spannte.

„Sag mal“, meinte er nach einer Sekunde nachdenklich, „fragst du dich oft, was aus dir oder euch geworden wäre, wenn die Zeiten andere wären? Wenn es keinen Lord und keinen Auserwählten gäbe?“, offenbarte sich Arthur gerade als ein völlig anderer Mann als ich ihn kannte und plötzlich konnte ich erkennen, wie er zu solch unterschiedlichen Söhnen kommen konnte.

„Mhm… eine spannende Frage…“, gestand ich gerne und sinnierte. „Mhm… ich denke, es wären langweilige Zeiten geworden“, murmelte ich mit der plötzlichen Erkenntnis gesegnet, dass ich mein jetziges Leben trotz aller Unwägbarkeiten eben nicht missen wollte, indes lag mein Blick auf Lucius, der sich noch immer mit Molly unterhielt, dabei folgte mir Arthur mit den Augen.

„Du magst den Mann wirklich“, stieß er  wenig begeistert aus und sah mich mit sorgenvoll gefurchter Stirn an. „Ich hoffe, dir ist klar, dass er böse, sehr böse ist… ein gefährlicher Mensch, dem nie ganz zu trauen ist. Er wird sich nicht verändern, für nichts und niemanden. Ich bezweifele sogar, dass er das könnte, selbst wenn er wollen würde…“, erklärte Arthur sehr offen und so zuckte mein Blick zu ihm und ich zog die Augenbrauen hoch.

Was dachte Arthur von mir? Dass ich eines der verliebten Mädels war, die dachten, sie könnten ihre Partner nach ihren Maßstäben und Vorstellungen verändern und formen? Naja, dann hätte ich mich wohl eher einem Gleichaltrigen zuwenden sollen, wenn ich so was suchte. Ich hatte immer gewusst, wer Lucius war und wer er sein und bleiben würde! Er würde sich nicht ändern, niemals. Er würde nicht plötzlich nett, lieb und gut werden. Das war auch bei Severus ausgeschlossen. Das weniger schöne Eingeständnis war, dass dies bei mir aber auch nicht passieren würde. Ich war keine Frau, die sich zähmen und verändern lassen würde!

„Das würde ich nie wollen. Er soll und darf sein wie er will, solange er mir dasselbe zugesteht“, hielt ich deshalb Arthur auch sofort mit Entschlossenheit meine Hoffnung vor, als er seine Augen weit aufriss und sich etwas näher zu mir beugte.

„Hermione, ich warne dich… wenn du denkst, du hast ihn und bist dir seiner sicher… könnte es sein, dass er dir genau in dem Moment abhandenkommt… es gibt solche Männer!“, warnte er mich eindringlich und das war ein wirklich guter Rat, den ich mir sofort zu Herzen nahm.

Ein versonnenes Lächeln umspielte meine Mundwinkel. Ich hatte ihn eigentlich nie gewollt, aber ich sah die Wahrheit in seinen Worten und verinnerlichte sie. Lucius würde mich schon aufgrund von Severus‘ Dasein nie ganz besitzen und ich wusste nicht, ob ihm das schon klar war, aber es war ein Vorteil, den ich nicht bereit sein würde, herzugeben.

„Uh, Arthur, deine Weitsicht versteckst du gut. Weiß deine Frau, was du alles siehst? Ich denke, Ron hat mehr von dir als er ahnt!“, machte ich ihm ein großes Kompliment, aber mein Gegenüber ging eilig darüber hinweg.

„Nein, ich will, dass du sagst, dass du das verstehst… Hermione, bitte!“, kam er mir immer näher und ich erkannte, dass es ihn belastete und legte nun meine freie Hand auf seinen Arm und drückte ermunternd zu.

„Arthur, deine Sorgen sind herzerweichend, aber unnötig. Ich bin weder blind noch doof. Ich weiß, wie Lucius ist, aber das Gute ist…“, sah er mir aufmerksam ins Gesicht und ahnte, wie entsetzt er sein würde, wenn ich jetzt die Wahrheit sagte: „Ich bin genauso!“ Arthur ging der Mund in seinem Schock über mein Zugeständnis weit auf und ihm fehlten die Worte.

Aber ich war ehrlich. Ich war auf diesem Ball erschienen, weil ich mir seiner nicht sicher war und die Frage war, wollte ich mir seiner sicher sein, oder würde er dann seinen Reiz für mich verlieren? Eben, wir waren uns sehr ähnlich, ob mir diese Erkenntnis jedoch schmeckte oder gar passte stand auf einem anderen Stück Pergament.

„Püppchen“, riss ich mich sofort von Arthur los und drehte mich um. „Dich zu sehen erhellt mein Herz“, stieß Rodolphus mit mir, aufdringlich wie er war, an, aber gegen das Lächeln, das meine Mundwinkel verzog, kam ich nicht an. Ohne Bellatrix wirkte er immer viel freier in seinen Handlungen.

Natürlich bemerkte ich, wie sich Arthurs Gesicht neben mir bei der Vertraulichkeit zwischen uns verdunkelte. Die Unterbrechung unseres vertraulichen Gespräches schien ihm gar nicht zu passen, während sie mir sehr zupass kam.

„Weasley“, neigte Rodolphus nun erzwungen höflich seinen schwarzen, mit grauen Strähnen durchzogenen Schopf zu Arthur, als dieser sehr steif wurde.

„Lestrange“, begrüßten sich die Männer eisig, aber keiner schien bereit, einen Zentimeter von meiner Seite zu weichen.

„Rodolphus, soll ich nun sagen, dass auch deine Anwesenheit mein tristes Dasein erhellt? Du trollst dich einfach nicht in den Sphären, in denen ich verkehre“, brach Rodolphus bei meiner Gehässigkeit in Lachen aus, während Arthur mehr als nur aufmerksam lauschte. Er belauerte uns regelrecht, aber man konnte wohl nicht verhehlen, dass wir mehr als nur bekannt miteinander waren.

„Naja, deine normalen Sphären sind so eigenwillig, dass ich ehrlich an deinem Geschmack zweifele“, entgegnete Rodolphus nach seinem Lachanfall atemlos, dabei zwinkerte er mir übertrieben zu und ich fragte mich, auf wen er anspielte. Da zur Disposition stand, ob er Harry, Ron, die Wölfe, Scabior oder sogar Lucius und Severus meinte. „Wir müssen was daran ändern. Du zauberst mir immer ein Lächeln ins Gesicht und wenn es nur dein verführerischer Anblick ist“, überwarf sich Rodolphus fast in seinen Schmeicheleien und ich rollte mit den Augen.

„Na? Arthur, ist er nicht ein erschreckend schlechter Schmeichler?“, wandte ich mich deshalb von ihm ab und Arthur zu.

„Ich wundere mich, dass ihr einander kennt“, kam es auch schon reichlich vorsichtig vom Oberhaupt der Familie Weasley und ich verzog meine Mundwinkel zu einem erzwungenen Lächeln.

„Oh, kennen ist wohl zu viel gesagt“, schränkte ich eilig ein und sofort landete eine Hand auf meiner nackten Schulter.

„Püppchen, jetzt verletzt du mich tief, uns verbindet gar zu viel“, wandte er entrüstet ein, woraufhin ich auf seine Hand schielte.
„Hahaha, hör nicht auf den Spinner, Arthur, und lass das mal nicht deine herzallerliebste Frau hören...“, versuchte ich, Arthur zu beruhigen und wandte meinen Blick nun zu Rodolphus, als ich weitersprach. „Oder am besten nicht Lucius sehen, was du gerade anfasst“, zog er eilig seine Hand weg und warf einen vorsichtigen Blick zu Lucius hin, dem aber diese Geste entgangen zu sein schien, so nah wie er sich zu Molly hinabbeugte und ihr etwas ziemlich ernst ins Gesicht sagte. „Was sagen die beiden eigentlich zu deinem neuen Ansehen innerhalb der Gesellschaft?“, überspielte ich diese Situation, in der sich Arthur sichtbar unbehaglich fühlte.

„Sie sind beide genervt, dass es nicht für sie gilt“, gab er offen und ehrlich zu, woraufhin Arthur sofort mit den Zähnen knirschte, aber er hielt stoisch seinen Platz an meiner Seite.

„Wie kommt es eigentlich, dass du Absolution erhalten hast? Lucius war sehr undeutlich“, wollte ich erfahren und nippte wieder an meinem aufgefüllten Glas. Magie war schon was Tolles.

„Das würde mich auch interessieren“, zeigte Arthur wacker, dass er ebenfalls waschecht aus Gryffindor kam und ihn sein Mut nicht verließ.

„Oh, zwei Opfer, drei Angreifer…“, meinte Rodolphus und nickte zu den Longbottoms rüber, während Neville versuchte, uns mit Blicken zu erdolchen. Dabei erhob er seine beiden Hände in einer unschuldig erscheinenden Geste, während nichts an Rodolphus‘ Person Unschuld ausdrückte.

„Hahaha, ehrlich, soll ich dir glauben, dass du da nicht mit gemacht hast?“, lachte ich höhnend auf und musterte ihn zweifelnd.

„Ich bin weder unschuldig noch bin ich gut“, gab er zu und grinste verschlagen zurück, außerdem zwinkerte er mir auch noch lasziv zu. „Aber ich sehe, wenn es sinnlos ist und lieber bring ich jemanden um, als ihm das Hirn rauszufoltern“, tat er die Tat seiner Frau und seines Bruders verächtlich ab und ich zuckte mit den nackten Schultern.

„Eine gnädige Einstellung…“, gestand ich ihm großmütig zu. So würde ich auch handeln, bekannte ich, weswegen Arthur neben mir wie ein Walross die Luft ausstieß. Er schien Rodolphus nicht zu glauben, anders als ich.

„Tja, ich sag Karma. Hat mir nur nichts genützt“, grinste Rodolphus beinah schon aufreizend zu Arthur und prostete diesem spöttisch zu.

„Du meinst Askaban? Aber selbst wenn, jetzt macht es sich bezahlt“, erinnerte ich ihn mit einer wegwerfenden Handgeste hinein in den Raum, in dem sich die Achtundzwanzig unantastbaren Familien tummelten, als wir uns ansahen und zu lachen anfingen.

„Wohl an“, stießen wir in einvernehmlichem Schweigen an und ich nippte an meinem Champagner, dabei schloss sich Arthur uns nicht an. Er wirkte gerade abwesend und drehte seinen Kopf aufgeregt hin und her.

„Ohhh, Molly wurde stehengelassen, ich denke, ich eile zu ihr“, meinte er jetzt entschuldigend zu mir.

„Mach das und Arthur… danke“, fühlte ich mich gezwungen, zuzugestehen, woraufhin er seine Züge eher zu einer Grimasse denn einem Lächeln verzog.

„Immer gerne, Hermione“, vernahm ich gerade noch so, da er schon eilig das Weite suchte.

„Was war das denn?“, flüsterte jetzt Rodolphus intim zu mir hin und ich grinste ihn spöttisch an.

„Nichts, was dich anginge“, meinte ich gemein, als ich mich ihm jedoch voll zuwandte. „Sag mal, in letzter Zeit Fenrir gesehen?“, fragte ich vorsichtig, denn ich hatte das Gefühl, das Fragen zu müssen, da ich nur noch so wenig von ihm sah und hörte. Und ich hielt mich eigentlich beständig an den Rat, dass man seinen Feinden besonders nah sein sollte.

„Ich?“, deutete Rodolphus empört auf seine Brust. „Du verstehst dich mit ihm“, wiegelte er sichtbar unbehaglich ab.

„Und deine Frau auch“, lebte ich meine bösartige Gehässigkeit aus, weswegen er mich mit vorwurfsvollen Augen empört anfunkelte.

„Ehemals… erinnere mich nicht daran, dieses Werwesen ist unter meiner Würde. Du bist so fies“, würgte er an dem Satz und fletschte zum Schluss wenig schön anzusehen seine Zähne.

„Ach und du zu zart besaitet…“, tat ich seinen Unwillen lapidar ab.

„Willst du mich ärgern?“, raunte er knurrig und ich kicherte kurz, bevor ich meinen Kopf schüttelte.

„Nein, aber er ist nur sehr zurückhaltend… das beunruhigt mich“, gab ich offen zu, als er die Stirn runzelte.

„Mhm, wenn ich so nachdenke, niemand sieht ihn in letzter Zeit so recht….“, meinte er dann informativ und nippte nun selbst an seinem Glas.

„Vielleicht muss ich meinen Männern doch wieder mehr auf die Finger schauen“, kam ein missmutiger Ton von mir, bei der Vorfreude auf diese Tätigkeit.

„Der Ansicht einiger… und auch meiner, da ich dich vermisse, bist du viel zu oft weg“, umschmeichelte mich Rodolphus‘ tiefes Timbre, das ich einfach nicht ernst nehmen konnte, und ich stieß ihn kameradschaftlich in die Seite.

„Tragisch, wenn man begehrt ist“, lachten wir beide erheitert, als Avery Rodolphus ziemlich aufdringlich zu sich winkte, sodass er sich tatsächlich gezwungen sah, dorthin zu gehen, während ich nichts dagegen hatte und mich gerade umwandte, um zu sehen, ob Lucius noch immer frei war, als ich mich plötzlich einer Wand aus Leibern gegenübersah und schlicht erkannte, dass ich umstellt war.

Sie mussten das irgendwie koordiniert haben. Nacheinander musterte ich die vorwurfsvollen Mienen und, unfassbar aber wahr, mein allseits bekanntes und stets fehlendes Glück hatte mich mal wieder im Stich gelassen, sodass ich mir Rodolphus nun wieder heiß und innig zu mir wünschte.

„Was wollt ihr?“, fragte ich schicksalsergeben und versuchte, eine gleichmütige Maske zu tragen.

„Du hast gerade auch noch mit Lestrange geflirtet?“, empörte sich Hannah, während Neville sprachlos in seiner Wut schien. „Reicht Malfoy nicht?“, ging es hoch her und ich trank einen tiefen, beruhigenden Schluck.

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Lilo
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BeitragThema: 590. Kapitel The old man   Di Apr 04, 2017 7:24 pm

590. Kapitel The old man

„Was? Flirten?“, stieß ich überrumpelt aus. Wenn das Flirten war, was tat ich dann mit Lucius? Als würde ich Rodolphus anmachen. Soweit kam es noch, nie und nimmer. Unterdessen wurden es immer mehr Schulkameraden von mir, die mich umringten. Ernie, Theo, Pansy, selbst Millicent trollten sich zu uns. „Nein… es ist nicht… so wie es…“, konnte ich meinen Satz nicht beenden.

„Sag jetzt nicht, es ist nicht so wie es aussieht“, stieß Neville bebend vor Zorn aus und konnte das heftige Zittern seines Körpers nicht ganz unterdrücken, sodass Hannah ihre Hand beruhigend auf seine legte.

„Neville, ich verstehe dich ja, dass du bei dem Namen Lestrange durchdrehst, aber bitte glaube mir, wenn ich dir sage, ich kenne ihn besser als du…“, bemerkte ich zu spät, dass diese Aussage vielleicht nicht gut und das Falscheste war, was ich sagen konnte, als sich seine Nasebflügel blähten.

„Pfff.“, „Uhhh, wie kannst du das behaupten?“, wurde ich wieder verächtlich unterbrochen und die Gesichter aller verzogen sich vor Ekel bei der Vorstellung, dass man sich mit Rodolphus verstehen könnte, weshalb ich mich genötigt sah, mich zu rechtfertigen.

„Jaaa“, meinte ich daher widerwillig in die Runde, „und ich kann dir sagen, Neville… richte deinen Zorn auf Bellatrix und Rabastan, aber bei Rodolphus ist er verschwendet“, versuchte ich mit Entschiedenheit, die Führung in diesem Gespräch zu behalten, indem ich ihm Wahrheiten vor Augen führte, die unschön aber wahr waren.

„Aha und warum?“, „Weil du das sagst?“, „Diese ganze Familie ist verkommen und eine Schande!“, „Sie sind böse“, steigerten sich Hannah, Neville und selbst Ernie mit hinein. „Sie gehören nach Askaban, alle miteinander.“, „Wie kommt es, dass sie überhaupt frei sind und HIER auftauchen dürfen?“, echauffierten sie sich weiter. Uhhh, das war ein heikles Thema, sehr heikel und so entschied ich eilig, zu antworten, um eine andere Richtung vorzugeben.

„Was ist schon böse und gut? Und glaub mir, wenn ich dir sage, dass wenn er das Sagen gehabt hätte, deine Eltern tot wären und nicht im Mungo lägen!“, überging ich ihre Einwände, als Hanna einen Schritt vortrat.

„Wow, was für ein Trost“, hisste sie so böse, aber so leise, dass niemand von den anwesenden Eltern mitbekam, was bei der Jugend abging, dabei zielte sie mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf meine Brust, so dass ich meine nackten Schultern hochzog.

„Ja, Hannah, so was könnte tatsächlich ein Trost sein“, gab ich nicht weniger harsch zurück, da ich mich gewiss nicht von ihr einschüchtern lassen würde, dafür war sie nicht böse genug, und ruckte mit meinem Kopf hoch.

„Wie kannst du nur mit diesen Männern so reden?“, „Ich bekomm eine Gänsehaut bei ihnen.“, „Sie machen mir Angst, wenn sie mich nur ansehen.“, „Und wenn sie mich so ansehen würden wie sie es bei dir tun, würde ich eine Decke über mich ziehen“, warfen alle wild durcheinander ein, wobei Pansys Satz als letzter in der Luft schwebte.

„Tja…“, murmelte ich selbstvergessen und dachte nach.

Ich warf einen abwägenden Blick zu Lucius und Rodolphus. Einen Blick, der zeigte, dass ich überlegte, wie ich mit ihrem Interesse leben konnte, diese Aufmerksamkeit bemerkte Rodolphus als erster, daraufhin zwinkerte er mir übertrieben zu, auch wenn es spaßig rüberkommen sollte, lag eine gewisse aufreizende Geste dahinter, was natürlich Lucius nicht entging und als er ausmachte, dass dieser Kontakt mir galt, verzogen sich Lucius‘ Mundwinkel in der für ihn typisch distinguierten Art und Weise, wenngleich der Ausdruck seiner Augen funkelnd seine Missbilligung kundtat, da er dachte, dass ich nur ihm gehörte und ich erkannte mit einem Schlag, dass ich dieses Spiel liebte, dass es mich belebte und prostete ihnen provozierend über meine Klassenkameraden hinweg zu.

Ja, ich wünschte mich aufrichtig zu ihnen, statt hier rumzustehen und mich rechtfertigen zu müssen, das nervte mich gewaltig. Gleichzeitig wusste ich aber, worauf meine Kameraden anspielten, wenn sie sagten sie hätten Angst, Angst hatte ich zwar nicht, aber ich wusste, dass ich stets vorsichtig sein musste und so spürte ich meine magisch versteckten Dolche an meinen Oberschenkeln und meinen Zauberstab in der dezent eingearbeiteten Seitentasche meines Kleides. Sie gaben mir Sicherheit und das Gefühl, zu keiner Zeit hilflos zu sein. Ich war nie wehrlos und ich konnte mich verteidigen, mit und ohne Magie, und ich vertraute auf meine Fähig- und Fertigkeiten und es war noch nie einer meiner Charakterzüge gewesen, mich vor einer Aufgabe zu verstecken.

Diese Blicke waren eine Aufforderung und eine Herausforderung und ich stellte mich den Herausforderungen des Lebens!

„Hör auf damit“, beschwerte sich nun selbst Theo mit einem tiefen Seufzen und Pansy neben ihm nickte eindringlich, da ihnen allen meine Aktion sauer aufstieß und ich seufzte nun ebenfalls.

„Leute, was wollt ihr von mir? Das da ist mein Verlobter und Rodolphus neben ihm ist ein Freund der Familie… was erwartet ihr von mir?“, warf ich resignierend in den Raum und bemerkte ihre betretenen Mienen.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so furchtbar ist, zu sehen, wie du mit Malfoy rummachst?“, warf Neville mit gelebtem Grauen in der Stimme ein.

„Wir haben nicht rumgemacht“, giftete ich zurück und beglückwünschte mich, dass sie nicht auf den Festen im Manor anwesend waren.

„Aha.“, „Wenn du das sagst.“, „Wenn du das denkst.“, „Glaubst du das wirklich?“, zweifelte die Masse um mich herum, woraufhin ich mit den Augen rollte.

„Schämst du dich nicht ein klein wenig wegen Draco?“, fragte Pansy plötzlich sehr leise und sofort fuhr ich herum und suchte Draco, wobei mir nur Astoria auffiel, die mittlerweile auch zu unserem Kreis gehörte und mir nun kurz mit erhobener Hand zuwinkte.

„Wo ist Draco überhaupt?“, wandte ich mich an Astoria und blickte sie offen an, ein Blick, den sie mit starren Zügen erwiderte.

„Zum Glück nicht mehr da, wenn man dich und Malf… seinen Vater so zusammen sieht“, meinte Astoria ebenfalls sehr anklagend und ich zuckte minimal zurück. Der Vorwurf war unverkennbar und er traf mich doch sehr.

„Astoria!“, rief ich erstaunt, weil sie so direkt wurde. „Was willst du andeuten?“, ließ mich meine typische Neugierde nicht im Stich. Denn ich fand, wir hatten uns sehr zurückgehalten!

„Dass bei euch die Funken fliegen“, stand ihr ihre Missbilligung deutlich ins hübsche Gesicht geschrieben und ich seufzte, dabei verkrampften meine Finger um den zarten Stil des Champagnerglases.

„Unfug“, entfuhr es mir fassungslos und in mir rumorte es.

Sollten wir wirklich Draco verletzt haben?

Blöde Sache, natürlich verletzten wir Draco, das wusste ich selbst, aber unser Verhalten war doch nicht wirklich anders als sonst auch gewesen. Es war nicht provokant. Weshalb ich nicht nachvollziehen konnte, was wir Falsches oder Anstößiges getan hatten. Mollys Vorwürfe nahm ich hier nicht ernst, da sie das immer sagen würde. Die Schüler waren auch so eine Sache, aber Astorias Aussage beunruhigte mich in unerwarteten Ausmaßen, ebenso wie Dracos plötzliches Verschwinden.

„Na, mach mal halblang, Hermione.“, „Sie hat recht.“, „Euch zusammen zu sehen tut weh.“, „Eure Blicke.“, „Eure Gesten.“, „Euer Verhalten, da kommt das Kopfkino.“, „Bäh, das will ich gar nicht denken“, warfen mir die anderen vor und ich schüttelte vehement meinen Kopf.

„Ihr redet euch Unfug ein, wir haben nichts getan und Draco… wo ist Draco überhaupt hin verschwunden?“, verlangte ich mit entschiedener Schärfe zu erfahren und wandte mich Astoria zu, die mich mit einer betont missmutigen Miene musterte.

„Weg“, meinte sie extrem angespannt, woraufhin ich die Stirn runzelte. „Irgendwann zwischen dem Kuss und eurem Betatschen hat er mir gesagt, dass er geht…“, erklärte sie ziemlich gepresst, dabei zog sie ihre Schultern unwohl hoch und ich erkannte, dass ich dringend mit Draco sprechen musste.

„Was? Das… das…“, stammelte ich sprachlos und fuhr mir über meine plötzlich pochende Schläfe.

Musste er jetzt den leidenden und betrogenen Ex-Freund mimen?

Obwohl er mir nichts anderes angetan hatte und ich bereit war, das alles zu vergessen und zu verdrängen, zog er eine Show ab und tat vor den anderen so, als wäre ich die alleinige Böse?

Boah, mit einem Schlag machte mich diese Situation schrecklich wütend, doch ich bremste mich selbst. Wir alle waren verletzt worden und auch wenn ich vielleicht doch Sorge vor einem solchen Gespräch hatte, würde ich es nicht mehr länger vor mir herschieben können, wenn ich nicht wollte, dass wir unsere Basis verloren und egal was war, das durfte ich nicht zulassen!

„Verdammt“, brauste Neville auf. „Dabei wollte ich ihn noch fragen, was nun mit Luna ist, wo sie steckt, wie es ihr geht“, kam es reichlich involviert von Neville, der mich so böse ansah, als wäre ich für alles Leid dieser Erde verantwortlich und ich war etwas überrumpelt von dieser Aussage.

Was war mit Luna?

Ich hatte eindeutige Defizite meines Wissensstandes aufzuweisen, das behagte mir gar nicht, weshalb ich die Meute vor mir musterte. Wussten oder ahnten die eigentlich, was Harry, Ron und ich durchmachen mussten?

„Hermione, wo ist Luna?“, forderte Theo etwas besonnener und weniger anklagend von mir zu erfahren.

„Woher soll ich das wissen?“, fuhr ich ihn zu meiner Schande haltlos, aber auch überfordert an. War ich Trelawney?

„Malfoy wollte sie finden… als er wiederkam meinte er, wir sollen sie vergessen, es ginge ihr gut. Das ist witzlos. Ich will mehr wissen“, kehrte Neville den starken, jungen Mann raus, zu dem er sich in der letzten Zeit entwickelt hatte.

Ich verstand, dass er mich dafür verantwortlich machte, dass ihm Draco abhandengekommen war, bevor er ihn in die Mangel hatte nehmen können. Tja, so ging es mir ständig. Schön, zu sehen, dass es anderen auch mal so erging. Nichts lief so wie man es sich wünschte!

„Ihr Vater bombardiert die Schüler mit Nachrichten, um rauszufinden, wo Luna ist“, warf Ernie erklärend ein und funkelte mich verhalten begeistert an.

„Ich weiß von nichts“, wehrte ich ab, doch sie zweifelten sofort an meiner Antwort, aber dann glaubten sie mir doch und schlussendlich ließen sie sich dazu herab und erzählten mir die Geschichte von Lunas Entführung im Zug, Dracos Suche und jetzt vom völlig hirnlosen Verhalten ihres Vaters.

„Aber wenn Draco meint, dass sie sicher ist, dann wird sie es sein“, sprach ich Draco in dieser Angelegenheit sofort mein Vertrauen aus. „Ihr Vater sollte dann keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen“, mahnte ich besorgt, während mich Neville und Hannah zweifelnd musterten. „Astoria, weißt du was? Du bist doch bei Draco, oder?“, wandte ich mich an seine Verlobte, die bei meinem eindringlichen Blick etwas kleiner zu werden schien, aber dann straffte sie sich doch.

„Ja, ich bin bei ihm“, gestand sie dann widerwillig, anscheinend war sie besorgt, wie ich auf diese Nachricht reagieren würde, aber mit einem Lächeln forderte ich sie auf, weiter zu sprechen. Aber er hat nichts wegen Luna gesagt.“

„Wie, du bist bei ihm? Ihr seid beide nicht in Irland“, kam es von Pansy hitzig, während sie Astoria mit hochgezogenen Augenbrauen maß.

„Ähm… ja… er ist mit mir in Dublin“, flüsterte sie so angespannt, dass ich mich zu ihr neigte, um sie zu verstehen, dabei verkrampften sich meine Finger wieder um mein Glas.

„In seinem Haus?“, entfuhr es mir sprachlos, da ich wusste, dass er eigentlich niemandem diesen Hort offenbarte. Das kam unerwartet, während die anderen staunten, dass da noch ein Haus war, von dem sie anscheinend nichts ahnten.

„Jaaaa“, murmelte sie langgezogen und da verstand ich wirklich, woraufhin ich knapp nickte und mir ins Gedächtnis rief, dass Draco nichts von Syon ahnte und selbst Prince House nicht kannte.

Wenn er Astoria sein Haus zeigen wollte, bitte, das war sein gutes Recht. Ich hatte keine Rechte, oder gar Ansprüche ihm gegenüber. Nicht mehr, nicht seitdem ich mit seinem Vater ins Bett ging, das war schlicht und ergreifend ein Fakt und trotzdem tat es weh und es kostete mich einiges an Überwindung, den anderen vorzuspielen, dass gar nichts war. Es war nichts.

Mein Blick lag auf Lucius und er fing diesen ein, musterte mich kurz mit schiefgelegtem Haupt, er versuchte zu ergründen, was in mir vorging und ich hielt seiner Musterung stand, bis mich jemand an stupste.

„Müsst ihr so eine Show abziehen?“, fragte Astoria flüsternd und musterte zuerst mich dann Lucius mit hörbarem und sichtbarem Missfallen.

„Ich weiß nicht, was du meinst, wir sind wir… wir sind ganz normal, wir tun nichts… wir schauen uns nur an“, versuchte ich mich zu rechtfertigen, wenngleich mir dieser Blick Halt gegeben hatte, weiterhin diese Show abzuziehen.

„Das reicht völlig, dieser Blick… rrrr…“, schüttelte sie sich von oben bis unten, so dass ich sie nun gänzlich musterte, nur um dann über ihre Schulter eine andere Gruppe auszumachen, die mich daran erinnerte, dass ich noch andere, noch wichtigere und noch weitreichendere Verpflichtungen hatte.

„Sag uns nicht, dass das normal ist“, regte sich Hannah weiter auf, bis es mir reichte.

„Doch“, bemerkte ich aus dem Augenwinkel wie Rowle, Rosier, die Carrow-Geschwister, Selwyn und Yaxley die Köpfe zusammensteckten und mir immer wieder schräge Blicke schenkten und ich wusste, ich durfte das nicht so stehen lassen. Es ging um meine Autorität, so oder so. „Ihr entschuldigt mich“, löste ich mich abrupt von der Gruppe und erntete ihre überrumpelten Gesichter.

„Was?“, „Nein, warte.“, „Hermione, bleib.“, „Wir sind doch noch nicht fertig.“, „Wo willst du hin?“, „Zu denen kannst du nicht gehen.“, „Hey“, riefen mir meine Klassenkameraden aufgeregt hinterher, doch ich hörte nicht, sondern steuerte diese so eigenwillige Gruppe an, die sich sichtbar nicht darüber freute, dass ich keine Scheu hatte, zu ihnen zu kommen.

„Sie kommt.“, „Sie wagt es tatsächlich“, erregten sie sich bemüht leise, jedoch nicht leise genug für mich. Aber ehrlich, was hatten sie erwartet? Dass ich zimperlich war?

„Alecto, was für eine Freude“, lächelte ich gekünstelt und ein empörter Ruck ging durch ihre gedrungene Gestalt. „Aber glaub mir, auf deine Gesellschaft könnte ich getrost verzichten, die in der Schule reicht mir völlig“, provozierte ich süßlich lächelnd. Daraufhin kicherte Rosier verhalten und kassierte einen bitterbösen Blick. DeathEater unter sich waren schon immer wieder eine wahre Bereicherung.

„Du ambitioniertes Mudblood!“, hisste sie gemein auf und ich legte affektiert eine Hand auf mein freizügiges Dekolleté.

„Bitte?“, heuchelte ich Unwissen darüber, was sie meinen könnte und um sie zu ärgern prostete ich ihr mit meinem inzwischen brühwarmen Getränk aufreizend zu.

„Du hättest doch sonst nie Zutritt zu dieser Elite erhalten, wenn du nicht die Beine breit machen würdest!“, warf mir Rowle bösartig mit anrüchigem Grinsen vor.

„Eifersüchtig?“, grinste ich böse. „Da… wo du bist… ist Elite? Uhhh“, überzog ich mein Gegenüber mit Spott und es war so herrlich leicht, Rowle und Alecto auf die Palme zu treiben.

„Was bildest du Mudblood dir…“, „Du hast hier in dem edlen Rahmen gar nichts verloren“, echauffierten sie sich, woraufhin ich die nackten Schultern hochzog.

„Jaja und trotzdem bin ich hier. Eine bittere Pille für einige von euch“, stimmte ich mit dem mir innewohnenden arroganten Gleichmut zu, denn mir war es sowas von Schnuppe, was sie alle dachten. „Das tut aber absolut nichts zur Sache“, ging mein Blick zu der Ansammlung von jungen Hogwartsschülern und ich bemerkte, wie sie mich zu keiner Sekunde aus den Augen ließen und wie wild tuschelten. Selbst Lucius warf mir ab und an einen Blick zu. Er war nicht begeistert, dass ich mich so öffentlich bei den DeathEatern rumtrieb.

„Selwyn, Yaxley“, richtete ich meine Aufmerksamkeit auf meine Männer, die bei meinem Ton und ihrem Wissen um ihr Versagen schon vorsorglich zusammenzuckten, aber sie folgten meiner Aufforderung, sich von den anderen abzusondern und traten mit mir zu einem vertraulichen Dreiergrüppchen zusammen.

„Habt ihr mir was zu sagen?“, verlangte ich geschäftig zu erfahren und sah in ihre Gesichter, in denen das schlechte Gewissen deutlich stand.

„Ähm.“, „Naja… also…“, drucksten sie herum und ich schüttelte belustigt meinen Kopf.

„Männer“, lag ein Tadel in meiner Stimme, der sie zu kleinen Jungs degradierte. Ein Umstand, der ihnen sichtbar sauer aufstieß, aber ich musste Präsenz zeigen, wenn ich Respekt wollte. „Wie ich vernahm habt ihr es geschafft, einen Fang entkommen zu lassen“, legte ich eine Kunstpause ein, in der beide blass wurden, „und wer von euch war auch noch so schlau, dabei seinen Zauberstab zu verlieren?“, verengten sich meine Augen zu dünnen Schlitzen.

„Wer?“, „Ähm, das stimmt so…“, „Woher?“, stotterten sie ertappt los und wirkten so schuldig wie sie nur konnten, als ich affektiert seufzte.

„Ich bin halt wohl informiert“, schnurrte ich drohend.

Ich arbeitete absichtlich an meinem geheimnisvollen Image, das ich nach Kings Ableben in unseren Reihen mein Eigen nennen konnte. Jetzt mischte sich sichtbares Unwohlsein in ihre Angst, woher ich das alles Wissen konnte. Auch wenn ich froh war, dass Ron entkommen war, konnte ich ihnen so ein Versagen nicht durchgehen lassen und ich musste sie verunsichern, um mir ihrer Gefolgschaft, die der Angst geschuldet war, gewiss zu sein.

„Ähm.“, „Das war ziemlich doof.“, „Die Wölfe lassen uns eh gerade ziemlich hängen.“, „Und Scabior amüsiert sich ständig mit diesem rothaarigen Typen.“, „Ich möchte darauf verweisen, dass ich schlussendlich immer noch eine leitende Position hier im Ministerium innehabe…“, „Bestimmt hat der Wolf gepetzt“, gingen die beiden in die Offensive und attackierten mich mit ihren Entschuldigungen.

„Schluss“, unterband ich diese lahmen Ausreden und unterstrich dies mit einer knappen und recht herrischen Geste. „Wollt ihr jetzt mein Mitleid?“, wisperte ich empört.

„Naja…“, „Wenn du es uns gibst?“, linsten sie hoffnungsvoll zu mir und ich klappte, um Geduld bemüht, meine Augen kurz zu.

„Träumt weiter. Wer so doof ist, seinen Stab zu verlieren, gehört versohlt“, entwich mir ein Knurren, das Selwyn und Yaxley etwas vor mir zurückweichen ließ, während mir in meinem Zorn gleich war, wie dies auf die Gesellschaft wirken mochte.

Manchmal konnte ich Lucius‘ schlechte Laune verstehen, wenn man sich nur mit solchen minderbemittelten Idioten herumschlagen musste, als ich meine Augen aufschlug und Charlie ausmachen konnte.

Den rothaarigen Typen, der Scabior von seiner Arbeit abhielt, meinen Trupp in meiner Abwesenheit zu führen!

Somit ließ ich Selwyn und Yaxley unvermittelt stehen, drehte ihnen einfach wortlos den Rücken zu und lief Charlie hinterher.

„Charlie“, hielt ich ihn gerade noch auf und er stoppte irritiert und drehte sich schwungvoll zu mir um. Er war offenbar auf dem Weg zum Ausgang gewesen und wollte die Veranstaltung verlassen.

„Was willst du?“, meinte er recht unfreundlich und ich lächelte erzwungen.

„Kurz mit dir reden“, bot ich relativ freundlich an und deutete in eine kleine Nische.

„Du bist -die Schönste-, die gute Freundin meiner Brüder… Hermione Granger… bald Malfoy…“, lag ein hörbar verächtlicher Spott in seiner Stimme, als er den erfundenen Kosenamen seiner Zwillingsbrüder verwendete, während ich mich seinem durchdringend kritischen Blick aussetzte.

„Jaaaa“, erwiderte ich langgezogen und mir viel auf, dass es das erste Mal war, dass wir uns ohne andere Anwesende gegenüberstanden.

„Warum beachtest du meine Brüder nicht?“, fragte er zu meiner Verwunderung und ich blickte rasch zu den Twins, die in ihren bronze-silbernen und kupfer-goldfarbenen Anzügen herausstachen wie zwei Sterne in einer Finsternis. Sie waren nun bei der Hogwartsgruppe und amüsierten sich schrecklich gut, zumindest kündete ihr gehässiges Gelächter davon.

„Tja, ich denke, niemand von den hier Anwesenden muss wissen, wie nah mir die Twins wirklich stehen“, entgegnete ich knapp, aber aufrichtig. Die Blicke, welche die Red Devils und ich bisher ausgetauscht hatten, waren niemandem aufgefallen, aber wir hatten unsere minimale Kommunikation schon gehabt.

„Was willst du jetzt von mir?“, fragte er genervt und ich lächelte kurz.

„Du hast mir wohl einiges zu verdanken“, meinte ich mit einer unleugbaren Arroganz, aber ich wollte ihn ärgern und das schaffte ich, so wie sich seine Lippen zu einem Strich verzogen.

„Wegen Snape?“, erwiderte er knapp.

„Wie war dein Treffen mit den Vampiren?“, hielt ich dem entgegen.

„Jaaaa, bei dem Treffen ging es sehr viel um dich, erstaunlich, du hast dieses Treffen gar nicht persönlich unterbrechen müssen…“, informierte er mich und ich legte die Stirn in Falten. Das hörte sich bedenklich an, aber er wirkte nicht so, als wollte er das vertiefen, als mir seine nächste Frage auch schon Recht gab. „Also, was willst du?“

„Mhm, ich hoffe eigentlich nur, dass dir bei deiner Entscheidungsfindung geholfen werden konnte, aber was viel wichtiger ist; ich will wissen, warum du Scabior von seiner Arbeit abhältst“, servierte ich eine Spur gemein, da er plötzlich über und über rot anlief.

„Er hat Arbeit?“, fand er dann seinen Zynismus wieder und ich knirschte mit den Zähnen.

„Sehr witzig, ich meine das ernst, treibt er sich wirklich ständig bei dir rum, oder wo ist er?“, bohrte ich weiter, als er die Schultern hob.

„Woher soll ich das wissen, und ja, wir sind oft zusammen, wir reden viel“, bekannte er dann und offenbarte mir einen völlig anderen Scabior als ich ihn bisher kannte.

„Über die Vampire und deine Entscheidung?“, fragte ich nach, woraufhin er schnaubte.

„Das geht dich nichts an“, wiegelte er relativ harsch ab, was mich meinen Kopf schütteln ließ.

„Tut es das nicht? Schau, ich zeig dir was“, legte ich mein Haupt provokant schief und präsentierte ihm meinen Hals, fuhr mit meinen Fingern bis zu den zwei vernarbten, helleren Bissstellen an meiner Haut und bemerkte seinen fokussierten Blick, der sich regelrecht an mir festsaugte. „Ja, ich weiß, wie es ist, von ihnen gebissen zu werden“, murmelte ich eindringlich und präsentierte mich ihm ziemlich offenherzig.

„Du… nein… ich wollte ihnen nicht glauben, war das wirklich Sanguini? Sie sagten es, aber ich konnte es nicht glauben“, erregte er sich plötzlich sehr involviert und trat einen Schritt näher auf mich zu, dabei stand ihm sein Entsetzen ins sommersprossige Antlitz geschrieben.

„Ja, er war so freundlich, mir zu zeigen, wie angenehm es ist, ihr Futter zu sein“, sprach ich eine Tatsache aus und erinnerte mich an den Biss und die Welt, die sich damit für mich eröffnet hatte.

„Warum bist du nicht verwandelt?“, meinte er interessiert. Als ich nur hintersinnig lächelte und er erkannte, dass ich nicht antworten würde, schoss er die nächste Frage ab. „Wie… wie war es?“, wisperte er hörbar bewegt und seine Finger schwebten über meiner Haut und dann wagte er es und als er mich dort hauchzart berührte, zog mir unvermittelt eine Gänsehaut auf, dieser Mann schien eher fasziniert als abgestoßen und das beunruhigte mich.

„Hermione“, ließ mich die bebende Stimme von Molly herumfahren. „Junge Dame, ich hoffe, du weißt, wie unpassend das ist!“, erklärte sie geschäftig, als sie ihren Sohn und mich unterbrach, sofort zuckte Charlie vor mir zurück, wie von einem verbotenen Gegenstand, an dem er sich verbrannt hatte.

„Mrs. Weasley“, entwich es mir begeistert und schon legten sich ihre Hände, einem Schraubstock gleich, um meinen Unterarm, was mir unangenehm war, aber ich hielt mich zurück, sie abzuschütteln, da mir dies als zu unhöflich erschienen wäre und Charlie nützte die Chance, nun endgültig die Flucht zu ergreifen.

„Komm“, drängte mich die resolute Mutter wieder weiter in die Nische. „Du solltest dich nicht mit diesen zwielichtigen Männern umgeben und jetzt auch noch meinem Sohn den Kopf verdrehen“, mahnte sie energisch und sah mich mit aufrichtiger Sorge, aber auch gelebtem Missfallen an.

„Zwielichtig?“, ging mein Blick wieder zu Lucius, aber da bemerkte ich, dass sie diese Gruppe von Losern meinte, die sich DeathEater schimpften. „Charlie?“, setzte ich noch verwirrt hinterher, Charlie war vom anderen Geschlecht verdreht und von Vampiren, aber sicher nicht von mir.

„Diese Gruppe, Hermione… so sehr kannst du die Gefahr nicht lieben, um das zu übersehen. Das ist schon Vorsatz“, zeigte sich Molly resolut und fuchtelte mit ihrem erhobenen Zeigefinger vor meinem Gesicht rum.

„Also, wenn mir die gefährlich werden, dann ist alles zu spät“, murrte ich finster und stellte nun mein Glas lustlos am Fensterbrett ab, wo es umgehend im Nichts verschwand. Magie war schon was Tolles!

„Sei nicht so von oben herab. Gefährlich werden können einem die, die man unterschätzt“, überschüttete sie mich mit ihrer unerwünschten Weisheit, weshalb ich leidlich begeistert seufzte.

„Ich weiß“, murmelte ich dann, denn das stimmte sogar. Hier hatte sie Recht, man durfte keinen von ihnen in ihrem Willen, boshaft zu sein, unterschätzen.

„Nein, eben nicht“, tat Molly ab. „Du verdrängst die Gefahr, in der du dich allgemein befindest. Dieser Mann, Lucius Malfoy, ist gefährlich, der gefährlichste von allen“, warnte sie so eindringlich und erregt, dass sie mir beinah leidtat, aber innerlich dachte ich nur, dass ich ebenfalls gefährlich war, aber sie ließ sich nicht bremsen und wetterte munter weiter: „Ihr seid euch nicht gleichwertig!“

Mir ging vor Empörung der Mund auf. „Du bist noch ein Kind und er ist ein für dich viel zu alter Mann!“, schrillte ihre bemüht gedämpfte Stimme zu mir, während ihre Wangen rot anliefen und ich verbot mir das Grinsen.

Alter Mann, das war gut, das musste ich mir merken.

Natürlich hatten wir einen großen Altersunterschied, einen größeren sogar als zwischen Severus und mir lag, aber warum fühlte ich mich dann an seiner Seite so wohl, gleichwertig und angekommen, genauso eben wie an Severus‘ Seite? Eine interessante Frage!

„Nein, unterbrich mich bitte nicht, für Harry und dich fühle ich durchaus wie eine Mutter, auch wenn ihr das nicht wollt! Bitte verschwende dich nicht an einen alten Mann“, resümierte sie derart involviert, dass es mir einen Stich ins Herz gab. Sie war eine rundum gute Frau, mit dem Herzen am rechten Fleck.

Sie würde solche Menschen wie uns niemals verstehen. Auch ihre Söhne, die Twins, würden ihr immer fern sein, wenngleich sie all ihren Kindern immer eine gute Mutter gewesen war. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem Eltern nicht mehr für ihre Kinder verantwortlich waren. So schwer es ihnen auch fallen mochte, aber irgendwann trafen sie alle ihre eigenen Entscheidungen und die Eltern mussten lernen, loszulassen und zu akzeptieren was ihre Kinder taten, egal ob gut, böse, richtig oder falsch.

„Alter Mann…“, wisperte ich begeistert und verbiss mir heroisch das in meiner Kehle aufsteigende Lachen. Lucius und Severus waren besser in Form als so manche Jungs aus meinem Jahrgang. „Wir haben uns gesucht und gefunden“, bot ich ihr versöhnlich an und verkniff mir das „wir haben uns verdient“ gerade noch.

„Das was ihr da habt ist nur eine kurzzeitige Verirrung und Verwirrung, eine peinliche Liebelei, die sich auf das Körperliche beschränkt… Begierde, Lust… Leidenschaft!“, kämpfte sie um die Worte, die ihr bei der Vorstellung von mir und Lucius sichtbar schwer über die Lippen wollten. „Aber das ist nichts Dauerhaftes… siehst du das nicht, Kind?“, beschwor sie mich regelrecht sanft und ergriff meine beiden Hände mit ihren und hielt sie sehr fest, so dass ich ihr aufmerksam ins Antlitz blickte und jede Lustigkeit von mir wich, während ich genau nachdachte.

„Mhm… ich verstehe Ihre Bedenken“, gab ich nun zu, da ihre Besorgnisse doch lange Zeit auch meine gewesen waren, „und ich gestehe… ich habe es mir nicht leicht gemacht, mich in allen Lebenslagen auf ihn einzulassen“, öffnete ich mich ihr mehr als anderen gegenüber und leicht fiel mir das wahrlich nicht. „Und sollten Sie recht behalten und es hält nicht, dann ist es so, aber dann hatte ich wenigstens eine vergnügliche Zeit“, zuckte mein Blick zu Lucius, der sich nun angeregt mit Burgin unterhielt.

„Oh, ich möchte dir so gerne glauben, Kind“, schüttelte sie traurig ihre rote, von grauen Strähnen durchzogene Haarpracht, „aber deine Augen strafen dich Lügen“, wisperte sie bewegt und schniefte leise.

„Wie meinen?“, fuhr mein Kopf zu ihr.

„Du bist ihm verfallen und er wird dir wehtun“, erklärte sie daraufhin überzeugt und ließ meine Hände los, woraufhin meine Hände zu meinem Haar zuckten, nur um etwas zu tun.

„Na, wer wem verfallen ist, darüber könnte man streiten, aber ich denke, Sie machen sich zu viele Gedanken“, entgegnete ich wegwerfend und schüttelte meinen Kopf.

„Hermione, was findest du an einem alten Mann wie ihm?“, fragte sie vorwurfsvoll und es wurmte sie, dass ihre Ratschläge kein offenes Ohr bei mir fanden, so dass mein Blick erneut zu ihm zuckte und ich beobachtete, wie er sich nun hochtrabend mit dieser mir völlig unbekannten Familie unterhielt, deren Name ich schon wieder verdrängt hatte.

„Er ist gut im Bett“, sagte ich dann ohne nachzudenken und verteufelte mich in derselben Sekunde für meine vorlaute Klappe, da ihr der Mund empört aufging und ihre Augen aus ihren Höhlen zu kullern drohten.

Auf der anderen Seite hatte diese Frau sieben Kinder, die kamen nicht vom Händchenhalten.

Hermiones Sicht Ende

Lucius Sicht

„Haaaaalloooo, alter Mann“, begrüßte sie mich gutgelaunt mit einem verführerischen Timbre in der Stimme, das mich aufhorchen ließ. Sie fing mich gewissenhaft am Eingang des Saals ab, nachdem der Ball als beendet galt und sich die Gesellschaft langsam auflöste, dabei musterte sie mich mit einem schon als anrüchig zu bezeichnenden Blick.

„Sie hat auch mit dir geredet“, erkannte ich mit der präzisen Schärfe eines Blinden.

Molly Weasleys beleidigende, regelrecht anmaßende Worte aus dem vorlauten Mund des Biest zu vernehmen amüsierte mich, während ich es im Stillen betrachtet köstlich fand, dass auch sie, genauso wie ich, ins dissonante Gebet genommen worden war. Diese Frau scheute vor nichts zurück, somit erahnte ich wenigstens nun, woher diese teuflischen Twins ihre blutrünstige und furchtlose Ader hatten. Sie kamen eindeutig nach ihrer Mutter. Ob das Severus in seiner Gänze schon aufgegangen war? Ich wollte es bezweifeln.

„Oh ja, das hat sie“, bekräftigte das Biest gut unterhalten und sah so aus als würde sie etwas abwägen. „Und ich muss gestehen, dass ich mir über unseren Altersunterschied bedeutend mehr Gedanken machen sollte als ich es bisher getan habe“, meinte sie ebenfalls furchtlos in einer unglaublichen Anmaßung, dabei biss sie sich auf ihre Unterlippe und schien damit zu kämpfen, nicht laut lachen zu müssen.

„Besorgt, dass ich nicht mit dir jungem Hüpfer mithalten kann?“, entgegnete ich lapidar, ging somit aber auch darauf ein, um ihr zu zeigen, wie gleichgültig die Meinung der Übermama mir persönlich war.

„Tja, der Gedanke könnte einem kommen, nicht wahr?“, reizte sie mich sorglos und ihre Finger tanzten aufreizend über den Ärmel meines Gehrocks. „Sie sorgt sich, dass du mir wehtust“, sprach sie auf einmal leise und leicht zynisch, als würde sie diese Sorge verstehen, jedoch leckte sie sich zudem ostentativ über ihre Lippen, was ihre eindringlich vorgebrachte Aussage Lügen strafte.

„Du willst es manchmal doch gar nicht anders?“, hielt ich ihr deshalb sofort entgegen.

„Gewagte These…“, spitzte sie ihren Mund zu einem lasziven Schmollen. „Jedoch habe ich sie darauf hingewiesen, dass du gut im Bett bist“, lachte sie jetzt doch kurz laut auf und wir handelten uns den ein oder anderen Blick ein, den ich nonchalant überging, „trotz des Alters!“, kicherte sie rau, wobei ich verblüfft war, dass sie das grade Molly Weasley gegenüber aussprach. Wobei, wundern tat mich bei meiner Verlobten nur noch sehr wenig.

„Oder gerade wegen meines Alters. Du unterschätzt all meine Erfahrung, die ich sammeln konnte, du Biest“, hielt ich ihr mit Noblesse vor, was sie noch mehr zu amüsieren schien.

Ich fühlte mich von ihr gut unterhalten und weniger beleidigt als man annehmen wollte, da mir ihr Kompliment durchaus gegenwärtig war, während ich mir gerade eine Phiole mit ihren Gedanken wünschte, um das blöde Gesicht von der moralischen Nervensäge zu erleben, wenn sie unser Gespräch erleben könnte. Unterdessen schritt Hermione mit mir den langen, schwarz gekachelten Gang des Ministeriums entlang, als in mir das Bedürfnis aufstieg, sie zu überrumpeln.

„Waasss?“, kam es erschrocken von ihr, da ich sie plötzlich und für sie wohl wenig vorhersehbar mit mir in den großen Kamin zog und sie eng an mich gepresst hielt, als sie sich wehren wollte.

Aber schon züngelten die grünen Flammen an uns hoch, während ich den Ort nannte. Das Flohnetzwerk brachte uns in Windeseile in den ebenfalls riesigen Kamin in der Eingangshalle im Manor.

„Wow“, stieß sie beeindruckt aus, nachdem ihr nichts passiert war und ja, sie wusste immer noch nicht alles von dieser Welt, ein Umstand, den sie zu überspielen versuchte.

Das Reisen zu zweit war durch einen Kamin sehr wohl möglich, wenn beide Kamine gleichwertig von der Größe her waren, ansonsten konnte man unschöne Überraschungen erleben, aber so war es durchaus angenehm, gemeinsam das Ministerium verlassen zu können. Dabei war es einfach schön, mitzuerleben, wie sie mich überrumpelt anstarrte, als ich mit aristokratischer Verachtung etwas Ruß von ihrer nackten Schulter wischte, um sie gleich wieder an mich zu ziehen, dabei genoss ich das Gefühl ihres Körpers eng an meinem und wurde mir sehr schnell bewusst, dass sie so sehr gut die pochende Härte zwischen meinen Beinen spüren konnte.

„Für einen alten Mann noch recht gut, oder?“, wisperte ich heiser und gestattete mir, ohne die abwägenden und taxierenden Blicke der anderen Purebloods in meinem privaten Reich, das erste echte und offene Lächeln dieses Abends ihr gegenüber.

„Mhm… um diese delikate Aussage treffen zu können, wären wohl doch noch so einige Kostproben nötig…“, wisperte sie verrucht und verboten verdorben und ihre Fingernägel malten selbstvergessen Muster auf meine Brust, was ich sogar durch mein Hemd und den Anzug auf meiner Haut fühlte.

Alles an ihr schrie nach Sex, dabei sah ich keinen Grund, mich selbst zu foltern und zog in einer fließenden Bewegung die vorwitzige, tief ausgeschnittene Korsage ihres Kleides herab und entblößte ihre Brüste, während mein schwarzer, seidener Umhang schon wie von selbst von meinen Schultern fiel.

„Uh“, entfuhr es ihr gespielt überrascht, da ich weniger subtil und ausgefeilt als aggressiv vorging. Plötzlich schützten ihre Hände ihre nackten Brüste, weswegen ich die Braue hob. Sonst war sie nicht derart schüchtern, oder scheu. „Deine Ahnen“, meinte sie perplex und wich zusammen mit mir weiter zur Wand zurück, da ich nicht bereit war, sie entkommen zu lassen und meinen Körper fordernd gegen sie presste, während ich ihr mit geschmeidigen Bewegungen folgte.

„Das wollte ich den ganzen Abend tun“, servierte ich lediglich exaltiert und erfasste ihre ganze Gestalt, genoss ihren Anblick, als aufreizender Schalk in ihren Augen Einzug hielt.

„Mich vor allen auszupacken und nackt zu präsentieren?“, kicherte sie amüsiert, dabei gruben sich herrlich anzusehende Grübchen in ihre Wangen. „Das Kleid war deine Wahl“, erinnerte sie mich lasziv und leckte sich anzüglich über die roten Lippen, woraufhin ich ihre Hände resolut von ihrer Blöße wegzog und mein wohlgefälliger Blick auf ihr zum Liegen kam. „Die Bilder…“, meinte sie jedoch entschieden und etwas verlegen, ein Gehabe, das mich verwunderte. Was hatte sie wegen der bescheuerten Portraits? Ich unterbrach sie herrisch.

„Habe ich je vermuten lassen, dass ich keinen erlesenen Geschmack besitze? Trotz dessen ich ein alter Mann bin? Und du wirst doch nicht etwa schüchtern werden“, wisperte ich noch an ihrem Mundwinkel und erlaubte mir den Spaß, sie aufzuziehen, indes sich meine Lippen süffisant verzogen.

Aufseufzend gab sie ihre Gegenwehr auf und vergaß für einen Moment ihre Blöße, während ich mich an ihren Brüsten zu schaffen machte. Meine rechte Hand umschloss ihre rechte Brust und knetete diese, während ich mit der anderen Hand den Nippel der anderen zwirbelte und etwas in die Länge zog. Spürbar versteiften sich ihre Nippel unter meinen fordernden Händen und sie seufzte leise auf. Nahtlos ging ich dazu über, beide Brüste zu kneten, um mich dann mit meinem Mund ihren rosaroten, aufgerichteten Brustwarzen zu nähern. Ich nahm sie kurz in den Mund und saugte genüsslich, intensiv an jedem, was ihr ein urtümliches Stöhnen entlockte, als sich ihre Finger in meinem langen Haar vergruben und ich mich langsam wieder aufrichtete. Dann schnippte ich mit den Fingern einmal gegen beide aufgerichteten Warzen und verschloss dann ihren Mund und auch ihr Aufstöhnen mit meinen Lippen. Ich genoss, dass sie mir und ihrer Lust in diesem Moment völlig ausgeliefert schien.

„Die Bilder“, murmelte sie wieder an meinem Mund, als sie ihr Gesicht leicht von mir abdrehte.

„Was soll mit ihnen sein?“, wisperte ich atemlos und blinzelte konsterniert, da ich ihre Bedenken nicht nachvollziehen konnte und so gut wie alles andere außer ihrer Anwesenheit ausgeblendet hatte.

„Die schauen gar nicht begeistert aus… das erinnert mich an… an Severus und sein Büro…“, gestand sie widerwillig, indes verzogen sich ihre Mundwinkel und sie biss sich auf ihre gerötete und geschwollene Unterlippe.

„Die waren einmal, die können mich mal“, knurrte ich ungehalten zurück. Bestimmt würde ich nicht Rücksicht auf die Befindlichkeiten irgendwelcher gemalter verstorbener Snobs nehmen, die schon lange hinüber waren, wenn ich gerade dabei war, mich mit meiner zukünftigen Frau zu vergnügen. Als mir erst ihre vorhergehende Bemerkung ins Bewusstsein drang stutzte ich kurz.

Severus, Büro, Bilder?

Was hatte er getan? Beziehungsweise was hatten sie beide vor den anderen getan?

„Du bist wie Severus“, murmelte sie verträumt und kapitulierte vor mir, da sie mich nun an sich zog, während ich mir das Schulleiterbüro vorstellte und die beiden, naja, sie würden eine ganz schöne Show abgezogen haben, die dem ein oder anderen in den Gemälden einen Herzinfarkt beschert hätte, wenn sie denn noch leben würden, aber irgendwie fiel mir das Denken immer schwerer und selbst Dumbledores mit Sicherheit lustloses Antlitz konnte mich nicht fesseln, da ich eine Mission mit dem Biest zu erfüllen hatte.

So erklommen wir blind tastend eine Stufe der weitschweifigen Treppe nach der anderen, während wir uns immer wieder leidenschaftlich küssten, dabei begann sie fieberhaft und ohne zu zögern, die Knöpfe meiner Weste zu öffnen. Anscheinend war ihr die beobachtende Gesellschaft mittlerweile auch einerlei.

„Ach, da hat es wohl jemand eilig“, meinte ich süffisant, raffte ihre Röcke und fuhr leidenschaftlich ihre Oberschenkel hinauf.

„Ich will nur gleiche Verhältnisse schaffen, schließlich stehe ich auch schon entblößt vor dir“, meinte sie schnippisch. „Und wer weiß schon, wie viel Zeit uns noch bleibt. Du weißt, das Alter…“ fing sie übermütig an, konnte jedoch ihren Satz nicht mehr zu Ende bringen, weil ich mich entschied, sie für ihre Frechheit zu strafen und ohne weitere Vorbereitung ihren Rock hoch schob und zwei Finger, ein paar Mal in ihre feuchte Scheide rammte. So feucht war sie also bereits. Das schamlose Stück, wie mit Sicherheit Molly Weasley resümieren würde.

„Hahaha“, schrie sie überrascht aus. „Du bist furchtbar!“, erwiderte sie atemlos, als sie etwas zu Luft gekommen war, während es mir ähnlich erging und meine nicht zu verhehlende Erregung beinah schmerzhafte Züge annahm.

Wir tasteten uns immer weiter die Treppe hinauf, dabei fielen wir wie getrieben übereinander her und rissen uns immer hastiger werdend die Kleidung vom Leib. Wir konnten einfach nicht die Finger voneinander lassen. „Ich denke nicht, dass wir es bis ins Bett schaffen“, meinte sie verführerisch rau und ich sah mit aufgewühltem Blick auf sie hinab.

„Oh, wir werden es bis ins Bett schaffen“, versprach ich ihr inbrünstig, was sie konsterniert blinzeln ließ. „Vergiss nicht, ich bin ein alter Mann und brauche es bequem“, beschied ich ihr drakonisch, woraufhin sie beinahe vor Lachen wieherte.

Bis wir es nach oben in unsere gemeinsamen Räume geschafft hatten, verloren wir jedes Stückchen Stoff, das wir anhatten, was bei ihr nicht viel war, nur ihr Kleid und ihr Höschen hinterließen eine eindeutige Spur von Lust und Leidenschaft. Schließlich stand sie herrlich nackt, nur auf ihre hochhackigen Schuhen, vor meiner Tür. Sie präsentierte sich leicht zitternd, mit geröteten Wangen und wirrem, lockigem Haar und einer Gier in den Augen, die ich zu befriedigen gedachte, da es mir ebenso erging. Beinah schmerzhaft wurde mir mein steifer, von ihr schon befreiter Schwanz zwischen meinen Beinen bewusst. Oh ja, ich hatte es so nötig. Ich hatte sie so nötig und ganz eindeutig vermisst. Schließlich packte sie fest zu und ihre Finger fuhren mein bestes Stück mit lasziver Langsamkeit entlang.

„Uhhh, du brauchst anscheinend keine Schützenhilfe“, amüsierte sie sich auf meine Kosten.

„Naja, scheinbar habe ich kein Potenzmittel nötig, von wegen alter Mann, nicht wahr?“, erwiderte ich pikiert, als sie schon wieder laut auflachte.

Woraufhin ich sie plötzlich mit Leichtigkeit hochhob, um sie zu tragen. Sie keuchte überrascht auf und entließ mich aus ihrem Klammergriff, legte mir stattdessen ihren Arm fest um den Nacken, während sie mich etwas atemlos anlachte.

„Nicht dein Ernst“, kicherte sie regelrecht spöttisch, weshalb ich verächtlich mit den Augen rollte.

Doch sie fügte sich und akzeptierte, dass ich sie auf Händen in mein Reich tragen wollte, woraufhin sie plötzlich ihren Kopf in meiner Halsbeuge vergrub und tief einatmete, während ich die zwei Türen nur durch Magie öffnete und sie heroisch über die Schwelle trug. Ich ging mit ihr leichtfüßig durch die Zimmerflut, um sie danach auf mein riesiges Bett zu werfen und sie umgehend unter meinem Körper zu begraben.

Dies war der Zeitpunkt, um alle Zurückhaltung hemmungslos fallen zu lassen. Dieser Abend würde ein rundum befriedigender Erfolg werden.

Lucius Sicht Ende

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