When Hermione Fights
Würden Sie gerne auf diese Nachricht reagieren? Erstellen Sie einen Account in wenigen Klicks oder loggen Sie sich ein, um fortzufahren.


Inhaltsangabe
 
StartseiteStartseite  SuchenSuchen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

 

 Kapitel 161-162

Nach unten 
AutorNachricht
queenie
Königin
Königin
queenie


Anzahl der Beiträge : 1586
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 41
Ort : München

Kapitel 161-162 Empty
BeitragThema: Kapitel 161-162   Kapitel 161-162 EmptyDo Feb 09, 2012 5:48 am

161. Kapitel Private Audienz


Hermiones Sicht

Ich floh, fing mich erst mal, als ich aus seinen Räumen war und richtete mich notdürftig wieder her, verwandelte meine zerstörte Bluse in ein Shirt, konnte ja nicht mit offener Bluse durchs Schloss rennen.

Dass er sogar in so einer Situation nur an seine Lust dachte und an die Befriedigung seines Triebes, das machte mich gerade sowas von wütend. Ja, irgendwo war ich froh ihm gerade noch entkommen zu sein, da er mich heute wohl nicht hätte gehen lassen, aber sein Kuss hatte mir nur zu gut gefallen, doch dann, als er weiter gehen wollte, war ich wieder erstarrt. Ich hatte nicht mit ihm schlafen wollen, egal wie gut es sich anfühlte ihn zu küssen, soweit wollte ich noch immer nicht mit ihm gehen, wusste das ich mit dem Feuer spielte.

Das Gespräch mit Dumbledore hatte ich mit Schrecken verfolgt, war mir kurz das Herz fast stehen geblieben und ich hatte mir schon ausgemalt welchen Trumpf ich ziehen musste um Dumbledore zum Schweigen zu bringen, doch Göttin sei Dank, hatten sie Lucius gestern in Hogsmeade noch nicht unter Beobachtung gehabt.

Ohne Unterlass eilte ich hinauf in die Eulerei, ich musste ihn dringend warnen, sollte Severus doch sehen wo er blieb, wie konnte er nur so ignorant sein. Aber mein Glück ließ mal wieder grüßen, waren wir doch nur so nur knapp einer Entdeckung entkommen und mir wurde mal wieder klar, wir wandelten auf einem schmalen Grad. Das hätte gar nicht gut ausgesehen, hätte die Szene jemand beobachtet, jemand außer Severus, wie mir wieder bewusst wurde, denn ihn hatte ich auch nicht gesehen, aber er verstand es ja auch in den Schatten zu verschwinden mit ihm eins zu werden, eine Fähigkeit, die ich Tonks nicht unbedingt zutraute. Wie es schien hatte die Szene mit Lucius Severus sehr geärgert, sodass er mir etwas so persönliches schenkte wie das Buch, verdammt das Buch, das lag noch auf seiner Couch, Mist ich wollte es wieder, aber so schnell würde ich mich da nicht hin trauen.

Ich verfiel in ein leicht hysterisches Kichern, als mir vor Augen kam wie es ausgesehen haben musste, Ron und Harry, die mich einträchtig zu Lucius begleiten, ihn sogar grüßten und er sie. Das wär ein gefundenes Fressen für den Orden gewesen, aber es war ja noch mal gut gegangen, nur das es weiter so gut lief, das würde ich nicht dem Zufall überlassen.

Ich würde nicht zulassen, dass er in eine Falle rannte, nicht nachdem ich nun zur Familie gehörte, wirklich aufgenommen war, was er mir mehrfach eindrucksvoll gezeigt hatte in der letzten Zeit. Schon im Ministerium hatte ich ihn, als Teil der Familie geschützt, gegen den Orden, gegen Remus und nun, ich tat es ohne zu zögern wieder, vor allem wenn Severus so triebgesteuert seine Pflicht dort vergaß. Mein Zugehörigkeitsgefühl zu dieser, meiner Familie, das mich schon bei Severus überfallen hatte, war durchaus ehrlich und ernst von mir gemeint.

Ungesehen und schnell erreichte ich die in Dunkelheit liegende Eulerei, zog meinen Zauberstab und beschwor mir Papier, Tinte und Feder herauf. Ich schrieb ohne groß zu überlegen eine kurze Notiz an Lucius und rief meine schöne Orange zu mir. Während sie in Kreisen in dem runden Turm zu mir herunter segelte, überflog ich noch mal meine Zeilen:

Du wirst überwacht, rund um die Uhr, zwei Schichten, je eine Wache vom Orden.

Pass auf dich auf!

H.

Ja, so ging es, passend, kurz, alles drin. Orange landete auf meiner Schulter und ich reichte ihr meinen Arm, auf den sie dann hüpfte. Schnell band ich ihr den Brief an, ging zu einem der großen Fenster und wisperte:

„Bring das zu Lucius, meine Kleine, schnell, lass dich nicht aufhalten!“ Sie schuhte leise, bevor sie ihre Flügel ausbreitete. Ich streckte den Arm aus und sie flog davon, glitt schnell über die Ländereien und als sie am Horizont verschwand, wandte ich mich ab und machte mich langsam auf den Rückweg.



Am nächsten Morgen , konnte ich überhaupt nicht fassen was ich dort beinah gemacht hätte, mein Geist musste noch komplett geschlafen haben, das ich es nicht geschafft hatte mich früher von Severus zu lösen, wurde ich lasch und das verachtete ich, also schwor ich mir das nicht mehr zu sein! Ich freute mich schon auf Mittwoch, da würde er mich mit Genuss bestimmt wieder verhauen, sah ich es schon vor mir und verzog missgestimmt das Gesicht. Aber auch die Information, das Dumbledore so abhängig war sagte mir gar nicht zu, spannend fand ich das Severus mal wieder niemanden informierte, weder den Orden, noch uns, noch Lucius, dieser Mann war aber auch eine verschwiegene Auster, nicht auszuhalten.

Grummelte ich schlechtgelaunt in meinem Frühstück als alles in meiner unmittelbaren Nähe verstummte und ich etwas erstaunt innehielt und schnüffelte, es war als wäre ich im Wald gelandet, so viele Kräuter und unterschiedliche Düfte, die zu mir wehten. Als ich wahrnahem wie eine Hand über meine Schulter fuhr und neben meine Hand die die Gabel hielt, ein kleines, schwarzes ledergebundenes Buch vorsichtig abgelegt wurde, schluckte ich mein Essen, das nun schwer wie ein Stein in meiner Kehle lag, schwer hinunter und war mir bewusst, das Severus mir mein Buch brachte und das noch sehr, sehr öffentlich in der Halle unter den Blicken von Allen und Jedem. Ich wollte mich nun umdrehen, was ich auch tat und in eine nichtssagende, böse blickende Maske sah und er hauchte:

„Miss Granger, das nächste Mal wenn sie ihr Hab und Gut vergessen, sollten sie vorsichtig sein das es niemand findet, der nicht so wie ich, bereit ist, es ihnen zurückzugeben!“, wow, wow, hatten alle Gryffindors das Essen eingestellt, da ihnen bei Severus Anblick immer der Appetit zu vergehen schien, aber meine Augen zuckten zu seinen Lippen, da konnte ich fast nichts dagegen tun. Ich musste gegen mein dankendes Lächeln ankämpfen das er mir das Buch gab, es mir brachte, was ….ich weiß nicht, ob ich da zu viel hineininterpretierte, aber auf mich wirkte es fast wie eine Entschuldigung und so fasste ich mich dann doch.

„Danke Professor, ich war zu schusselig, ich werde nie wieder etwas im Klassenraum vergessen, verzeihen sie!“, erklärte ich ruhig und sah ihn weiter an.

„Wäre auch besser für sie, ich setzte einen Termin für eine Stunde nachsitzen an, auf das sie lernen mit ihrem Besitz achtsam umzugehen, aber unter Anbetracht das sich das erstaunlicherweise bei ihnen drei ja häuft, füge ich es nur der Liste der Stunden hinzu die sie abzusitzen haben!“, rauschte er auch schon geschmeidig weiter und ich blickte ihm nicht wirklich wütend hinterher, da ich wusste, er meinte es nicht so.

„Wow, warum hat er das dir so zurückgegeben?“, kam die Frage von Ginny und ich schluckte, steckte das wertvolle Kleinod zurück in meine Tasche.

„Wenn ich das wüsste Ginny, wäre ich schlauer, vielleicht um mich zu brüskieren?“, sprach ich noch so als wenn ich im Manor wäre und mit den meinen Reden musste und so schenkte sie mir auch nichts außer ein Grunzen und eine tief gefurchte Stirn.

„ÄH…ähm, ich meinte, er wollte mich ärgern, er nützt doch jede Sekunde um einen Gryffindor bloßzustellen, und sieh…was er erreicht hat!“, blickten mal wieder alle zu uns, als wären wir Akteure eines großen Theaters. Seit meinem Geburtstag und der Standpauke von Harry waren wir fast so etwas wie die Persona non grata! An sich wurden Harry und ich geschnitten und auch Ron wäre da nicht nur Lavender die ihn anhimmelte, die andere Häuser und deren Mitglieder himmelten Harry und zum Teil auch Ron immer noch an und schmachteten ihnen hinterher, aber im Haus der Löwen selbst, sah es anderes aus! Es war als hätten die anderen Mitglieder unseres Hauses eine große Portion Misstrauen gegen uns aufgebaut, na gut wir vierhielten uns auch nicht besonderes mitteilsam und saßen meist für uns, nur Neville war oft bei uns was nett war, da er sich zu einem interessanten Gesprächspartner gemausert hatte!

Ginny versuchte schwer nach Harrys Anschiss wieder den Anschluss zu uns zu finden, aber ich war immer noch sauer das sie einfach meine Post las, Ron war wütend was sie sich herausnahm und Harry war schlicht und ergreifend genervt. Tja, und so standen wir in unsrem Haus recht allein, aber an sich waren wir wohl selbst schuld mit unsrem eigenbrötlerischen, komisch anmutenden Verhalten, aber mal ehrlich, brauchten wir sie? Nein, also warum daran was ändern.

So verflog der Tag, McGonagall war zu Harry jetzt wesentlich freundlicher als zu Beginn der Schule, ihr schienen die Informationen, die sie bei unserem Gespräch mit Dumbledore erhalten hatte, nicht gefallen zu haben. Nur mich sah sie immer noch an als würde sie mich am liebsten eigenhändig nach Slytherin stecken, was mich permanent schmunzeln ließ.

Als wir, wie immer an Dienstagen und Donnerstagen, das Essen zum Abend schnell hinter uns brachten um dann in dem Raum der Wünsche zu üben, wurden wir wieder kritisch beobachtet, aber egal. Natürlich fragte mich Draco was das für ein Buch gewesen war und ich zeigte es ihm was er, was mich erstaunte, sehr ruhig hinnahm, obwohl sich sehr wohl seine elegante Braue hob und er sich des ideellen Wertes des Buches bewusst war, sagte er dazu nichts, sondern akzeptierte es schweigend. Wie es schien arbeitete er hart an sich und seiner Beherrschung, was ich toll fand!

Da erzählte ich ihnen noch was ich hatte belauschen dürfen, bevor ich losging um Orange zu schicken, natürlich unterschlug ich sehr eigennützig was Severus forderte, da ich das noch immer beleidigend fand wenn ich daran dachte. Ich war keine Hure verdammt! So erzählte ich von meinem Brief und Draco lachte schallend, was ihm unsere fragenden Blicke einbrachte.

„Was….hihih, das ist zu komisch, Hermione, reg dich nicht auf, das ist Severus Art, er hat Vater schon oft versucht durch seine Heimlichtuerei hinters Licht zu führen, aber er sieht wohl den Wolf und die kleine Black Verwandte von uns nicht wirklich als Gefahr an und wenn sie es für Vater wären, würde Severus wohl seine Achtung vor Lucius verlieren! Du kennst ihre Spielchen, das ist eines davon! Misch dich da bloß nicht ein! Da kannst du nur verlieren! Da blick nicht mal ich durch, was etwas heißen will!“

„Ernsthaft… Snape lässt deinen Vater willentlich in eine Falle laufen?“, sah Ron ihn mit großen Augen an.

Na toll, dann ist Severus erst recht sauer. War das einzige was ich denken konnte, aber warum gab er mir dann so Nonchalance das Buch zurück, wenn ich mich so in seine Dinge eingemengt hatte, verdammt, ich hatte mir wohl unwissentlich eindeutig zu viel herausgenommen. Das würde ihn für mich in nächster Zeit umso gefährlicher machen und als ich an Lucius dachte, schoss mir fast das Blut in den Kopf das war zu beschämend, Lucius wird mich auslachen weil er nun denkt, dass ich annähme er käme mit so einer Lappalie nicht klar!

„Ja, aber sollte es zu gefährlich werden, würde natürlich Severus als großer, dunkler Retter in die Rolle fallen, die er sich wünscht! Glaubt mir, weder er noch Vater würden sich mit ihren Spinnereien in große Gefahr bringen, aber ohne ein bisschen Kitzel würde ihnen wohl langweilig werden, wenn nichts da ist, suchen sie sich es selbst! Vielleicht wollte er Vater testen wie lange er braucht bis er mitbekommt das er verfolgt und beschattet wird! Bin gespannt was Severus dazu sagt, dass du dich in ihr Spielchen einmischst!“, kicherte Draco nun böse.

„Komische Familie hast du!“, wandte Harry ein.

„Hat ja keiner gesagt, dass Familie einfach ist Potter!“, belehrte ihn Draco und Ron stöhnte zustimmend.

„Echt Harry, da hat er recht, ein, zwei Geschwister weniger, hätten mir mein Leben bedeutend erleichtert!“, lachten wir schallend, denn dann blieben immer noch genug Weasleys übrig.

Als ich unruhig wurde, das kannte ich so nicht, was war das, fuhr meine Hand instinktiv an das kribbelnde Dark Mark in meinen Genick und ich strich beunruhigt darüber, was sollte das?

Da machte es bei mir Klick, ich wurde gerufen! Verdammt, aber Draco machte keine Anstalten, hieß das der Ruf erfolgte nur an mich, schluck! Hilfe, hieß das ich sollte…also ich musste alleine zu ihm? Okay, jetzt hieß es schnell sein! Ich musste mir meine Sachen holen und dann schleunigst zusehen das ich hier wegkam!

„Ähm…Leute, wollen wir heute Schluss machen, ich bin müde!“, gähnte ich hinter vorgehaltener Hand und das bescherte mir einige überraschte Blicke, vielleicht sollte ich ihnen die Wahrheit sagen? Nein, dann würden alle warten bis ich wieder da war und das wollte ich nicht. Ich war früher alleine klargekommen und das hatte sich nicht geändert.

„Bist du krank?“, fragte Harry besorgt.

„Nein, aber wie jeder Mensch habe auch ich mal Tage an denen es mir nicht so gut geht, vor allem als Frau!“, flüchtete ich mich in eine bescheuerte Ausrede, aber echt, mir viel sonst nichts ein und ich erntete von den Jungen betretene und von den Mädchen verständige Blicke, auch wenn mir schien als würde Daphne etwas nervös wirken.

„Okay, also wenn das so ist….dann machen wir halt Schluss!“, verkündete Draco endgültig klingend.

„Schön dann haben Daphne und ich etwas mehr Zeit!“, zeigte Harry ein breites Grinsen, freute sich und zog Daphne zu sich, die leise zu kichern begann, ja sie wirkte wirklich etwas nervös, aber warum? Da i schob ich den Gedanken weg, das ging mich wahrscheinlich nichts an und ich hatte gerade wichtigere Probleme.

„Cool und ich kann mit Lavender noch kurz raus an den See, das Wetter ist heut so schön!“, freute sich auch Ron.

„Kommst du mit zu uns!“, wisperte Draco an mein Ohr und ich grinste ihn frech an.

„Nein, erst mal nicht, vielleicht kommt ich später, aber jetzt wollte ich mich erst für ein Stündchen oder so aufs Ohr hauen!“, zuckte er die Schultern als würde ich nicht wissen was mir Gutes entging und so küsste ich ihn sanft zum Abschied und erhielt noch einen Stirnkuss, bevor ich die Tür des Raumes hinter mir ließ und dem Turm entgegen strebte.

Ich rannte die Stufen hoch und ließ einige verwunderte Gryffindors zurück und legte den „geminio“ ins Bett, zaubert mir meinen Anzug an, wusste ich doch nicht was mich erwartete, bestückte mich mit allen Waffen, die ich hatte, selbst den verkleinerten Ritualdolch steckte ich gut gesichert in meinen leichteren Kampfmantel und legte mir, nachdem ich meine Haare zurückgebunden hatte, die Kapuze über. Ich wurde schon unsichtbar, betrachtete wie mein Spiegelbild verblasste und das keine Minute zu früh, als auch schon Parvati in den Saal kam und zu meinen geschlossenen Vorhängen einen Blick warf und sichtbar für mich mit den Augen rollte. Ich huschte dank meines „sonus ex“ lautlos an ihr vorbei zur offenen Tür, da sie nur etwas aus ihrem Nachtisch holte, und verließ die noch im abendlichen Trubel befindliche Schule und huschte zu unserem Geheimgang, um die Appariergrenze hinter mir zu lassen.

Ich stand nun alleine in dem Wald, der mir mit seiner düsteren aber doch offenen Weite von Mal zu Mal besser gefiel und folgten nun dem Ruf, konzentrierte mich auf das beständige Klopfen in meinen Nacken und wurde sofort fortgerissen. Als ich ankam, bewahrheiteten sich meine Befürchtungen, ich stand in dem Wind umtosten, laut rauschenden Innenhof des Dark Manors.

War es zu fassen? Wollte er mir nun auch ein verspätetes Geschenk zukommen lassen, war ich gewillt es von der abstrusen Seite zu sehen und schritt bestimmt auf die weit offenen Türen zu und verschloss jegliches Gefühl das ich besaß tief in mir! Ich zuckte noch nicht einmal zusammen als die Flügeltüren mit einem lauten Donnern zuglitten und mich in dieser finsteren Behausung einsperrten.

Mein Mantel schlug um mich, als ich festen Schrittes die verlassenen Korridore entlangging. Ich folgte dem Weg, den ich mit meinen Männern damals zusammen gekommen war und hörte nur ab und an das zischelnde Wispern der Schlangen, die meine steten Begleiter zu sein schienen.

Ich hielt mich gerade und war ein wenig für meine Maske dankbar, das niemand sehen konnte wie ich verächtlich meine Mundwinkel verzog, ich mochte es ihr echt nicht, so kalt, so steril, aber zum Glück wohnte ich ja auch nicht hier, fragte ich mich wie ich wohl zu ihm kommen sollte. Durfte ich eintreten, wie ging das nochmal, verdammt?! Da hatte mich mal wieder keiner eingeweiht, aber das man ihn einfach stören durfte, selbst wenn er rief?? Also ich konnte mir das nicht vorstellen!

Als sich meine Befürchtungen auch schon in Luft auflösten, da die Flügeltüren zu dem Thronsaal offenstanden und mich somit meiner Überlegungen enthob, als ich zügig durch das offene Portal schritt, damit auch diese Türen sich hinter mir schlossen. Nun stand ich etwas ratlos in der großen, marmornen Halle und blickte mich um, hier war Nichts und Niemand, ich war ganz allein. Ich hob nun meine Hand und ließ meine Maske mit einem Wisch verschwinden, damit mein Sichtfeld größer wurde, was nun?

Sollte ich warten, hallten auf den harten Boden meine Schritte laut in meinen Ohren wieder. Als ich in der Mitte anhielt und mich einmal im Kreis drehte und mich wachsam umsah! Hier waren meine Sinne immer bis zum zerreißen angespannt, ich war auf dem Sprung, wissend das ich aufpassen musste damit mir nichts geschah, mit allem rechnen, einem Test, einen Fluch, allem was mir schaden konnte.

Schließlich fiel mir etwas auf, ein Wandpanel neben dem Thron war offen, da war ich mir sicher, obwohl es schwierig war aus zu machen, da der Marmor schwarz war, auch das Panel und die Beleuchtung ließ wirklich zu wünsche übrig. Was dahinter zum Vorschein kam, war wie zu erwarte auch Schwarz, also wirklich nicht gut zu sehen. Okay, es war offen, hätte mich auch gewundert wenn die große Flügeltür der einzige Ausgang aus diesen Hallen war, aber bedeutete dies hier ich sollte es wagen??? Kam mir nicht so vor, aber wenn ich es nicht tat, wer sagte mir das er mich nicht hier versauern lassen würde. Also fasste ich mir ein Herz und ging weiter und trat ein. Es war ein kurzer, schmuckloser Flur, der wieder vor einer offenen Tür endete, die ich durchschritt um dann mehr oder weniger sofort auf den Boden zu fallen und ganz tief zu versinken, mein Haupt zu senken.

Ich hatte ihn gefunden.

„Du enttäuschst mich, Mudblood!“, ganz schlecht waren meine Gedanken, als seine seidige, aber sehr unwirklich klingende Stimme den Raum erfüllte. „Warum hast du so lange hierher gebracht?“, zischte es wie eine aggressive Schlange kurz vor dem Angriff.

„My Lord verzeiht, es hat mich überwältigt, das ich bis hierher vordringen durfte!“, hatte ich ihn zu meinem maßlosen Entsetzen in einem normalgroßen Raum an einem prasselnden Kaminfeure sitzend gefunden. Der Stuhl war, ganz anderes als seine Thronsessel extrem dick gepolstert und der Raum war zwar immer noch in dunklen Farben gehalten mit Silber und grün und viel schwarz und dunkelbraunem Holz, aber anderes als die Halle war es gemütlich und bewohnbar, dies schienen seine privaten Gemächer, hatte ich ein ungutes Gefühl im Magen.

„In der Tat, eine große Ehre!“, stimmte er mir hoheitsvoll zu, meinte dann abrupt: „KOMM!“, und ich ruckte sofort in die Höhe und schritt auf ihn zu, ging auf den weichen Teppich, meine Schuhe versanken tief in dem hohen Flor, als ich zu meinem Lord schlich, darauf bedacht nichts falsch zu machen, daher wagte ich es nicht mein Haupt zu heben.

Ein schneller Blick durch meine Wimpern zeigte mir das es hier einige Bücher an den Wänden gab und einen kleinen, zierlichen Schreibtisch, sonst nichts, noch zwei Sesseln, die dem seinem Gegenüberstanden, ansonsten ein spartanischer Raum, der auf jedweden Nippes verzichtete.

Ich hielt demutsvoll vor ihm und blickte auf den Saum seines schwarzen Gewandes, nicht wissend was er von mir wollte, als ich ihn kichern hörte, was sehr bösartig klang.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass du bei Lucius und Severus so zurückhaltend bist! Ein Mudblood in der Familie Malfoy, DAS ist etwas Besonders!“, klang es bei ihm sehr gefährlich, so verächtlich wie er dies sinnierend aussprach.

„My Lord, ein Mudblood in den Reihen eurer DeathEater, das ist etwas Besonderes und etwas was mich stolz macht!“, schleimte ich wohlüberlegt, ein falsches Wort und ich würde mich wohl auf allen viere wiederfinden und unglaubliche Schmerzen leiden. Schon spürte ich fast sofort wie sich magische Klauen an meinem Kinn zu schaffen machten und es unaufhaltsam in die Höhe zwangen, auf das meine Augen nun in die rotglühenden, aber so schrecklich kalt blickenden, des Lords sahen und ich war gewillt wieder auf die Beine zu sinken, als er nur langsam den kahlen Schädel schüttelte und mir bedeute in dem Sessel hinter mir Platz zu nehmen. Ich zeigte mein Erstaunen, das ich in der Gegenwart des Lord würde sitzen dürfen in meinen Zügen, was ihm zu gefallen schien. Er wägte meine Worte noch immer ab.

„Du bist gut, sehr gut! Immer der richtige Ton, immer das richtige Wort, das ist eine Begabung! Aber wie viel ist davon echt und wie viel gespielt?“, überzogen diese Worte mein Herz mit einer Eisschicht, aber ich setzte mich nun ganz vorsichtig auf die Kante des Stuhls wie auf dem Sprung, legte die Hände sittsam in den Schoss und atmet tief durch, bevor ich den Mund zu einer Antwort öffnete, ich musste sehr vorsichtig taktierend um nichts falsches zu sagen.

„Was ist im Leben nicht gespielt? Ich versuche es Vielen Recht zu machen, aber ganz besonders versuche ich euch zufrieden zu stellen! Es ist oft nicht leicht alles zu meinen was man sagt, wenngleich ich es nie wagen würde in eurer Gegenwart zu lügen. Aber ich wünsche euch zu dienen und werde versuchen meine Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit zu erfüllen!“, bot ich demütig und unterwürfig an. Als er lachte, schon wieder und ich das schütteln, das mich erfassen wollte unterdrückte, tat er das, weil er wusste wie schrecklich sich seine Stimme lachend anhörte, so hohl, so blechern? Biss ich die Zähne zusammen als er mich spöttisch ansah.

„Ich sage es und meine es „Du bist gut!“, weiß deine Familie inzwischen mit was für verbotenen, bösen Dingen du spielst!“, sinnierte er geschmeidig und ich schüttelte den Kopf. Ich fühlte mich unwohl so seziert vom Lord, ganz alleine auseinander genommen zu werden behagte mir nicht wirklich. Ich war vollkommen in seiner Gewalt!

„Sooooo gut, es gibt nur wenig was Lucius und Severus nicht herausbekommen? Interessant, aber wie es scheint, verstehst du es Geheimnisse zu hüten!“, sagte ich darauf nichts, neigte nur leicht mein Haupt versuchte nicht zu geschmeichelt zu wirken bei diesem Kompliment aus dem Mund des bösen Dark Lords.

„Deine erste Aufgabe mit der Brücke hast du wahrlich gut erledigt, erstaunlich, dass du dazu bereit bist und nicht gezögert hast, was aber für dich auch fatale Folgen gehabt hätte!... Wenn der alte Narr das wüsste, was für eine Natter er in die Nähe seines Goldjungen gelassen hat! Aber er war schon immer ein gefühlsdusseliger Narr!“, tropfte es verächtlich aus dem Mund des Lords und er zog jedes Wort genüsslich in die Länge und ich versuchte nicht zu erleichtert zu erscheinen das ich ihn nicht enttäuscht hatte.

„Aber nun, zu dem Grund dieses intimen Treffens zwischen uns beiden! Zeig mir nochmal wie du es geschafft hast, zwei Inferi beim ersten mal zusammen zu erwecken?“, leckte er sich begehrlich über die blutleeren, blassen Lippen und ich wurde noch ein Stückchen starrer und versuchte mein wie wild klopfendes Herz zu beruhigen, erwiderte aber sofort den Blick des Lord und ließ ihn willig in meinen Geist. Jedes zögern, oder auch jeglicher Widerwille hätten ihn misstrauisch gemacht und ich wusste, meine Wände standen, ich hielt das zurück was er nicht sehen durfte, holte die leicht veränderte Erinnerung an die Inferi zutage, ließ das modifizieren des Äußeren von den beiden Leichen weg und zeigte nur, wie ich die Erweckung durchführte. Wie ich das Ritual routiniert zelebrierte, wie schwer es war die Macht aufzubringen und zu halten, aber wie ich es schaffte und als dann zwei Inferi vor mir standen, die auf mein Kommando hörten.

Dann löste er die Verdingung und lehnte sich mit geschlossenen Augen in seinem Sessel zurück und ich atmete flach und wischte mir mit einem Zipfel meines Mantels über die schweißnasse Stirn, weil es sehr anstrengend und schmerzhaft war einen so mächtigen und präsenten Geist in sich zu haben und beobachtete konzentriert wann er wieder zu mir sehen würde, rang darum mich zu fassen und den pochenden Kopfschmerz zu ignorieren der sich in meinen Schläfen ankündigte.

„Erstaunlich, was dir da gelungen ist! Du hast mit dem Feuer gespielt und gewonnen, so etwas verlangt meinen Respekt! Hast du gewusst was geschieht wenn du versagst?“, klang seine Stimme schrecklich gefährlich schmeichelnd, als wäre es erneut eine Falle, doch ich nickte.

„Natürlich, my Lord!“

„Natürlich, sagt sie!“, klang er höhnisch und schlug nun seine Augen unvermittelt auf und nagelte mich in meinem Sitz fest.

„Warum hast du es dann mit zwei gewagt, das habe nicht mal ich!“, oh, das war nun brandgefährlich, kein Lord gab zu, das er etwas weniger gut gemacht hatte als der Untergebene, man selbst im direkten Vergleich nicht so erfolgreich gewesen war, das tat man nicht, das war gar nicht gut. Da musste ich nun ganz vorsichtig sein, wie es schien war es ihm schon schwergefallen einen Inferi zu erschaffen, das war nun wahrlich dünnes Eis auf dem ich mich bewegte, wenn ich es geschafft hatte zwei beim ersten mal zu erwecken und ihm schon der eine schwergefallen war. Was hatte ich nur für ein Glück?

„Selbstüberschätzung und Hochmut, my Lord, ich hätte fast versagt!“, schwenkte ich sofort um, damit ich mich ganz klein gab, mich devot und unterwürfig hielt, aber er erkannte diesen taktischen Rückzug von mir, doch wie es schien gefiel es ihm, das er sah wie ich immer mitging und versuchte alles richtig und zu seiner Zufriedenheit zu machen, offen zeigte und wusste mein Wohl lag nur in seinen Händen.

„Ich will jedem zugutehalten, das er eine besondere Begabung auf einem Gebiet hat, bei dir scheinen es die Toten zu sein!“, zeigte er sich gnädig in seiner Entscheidung meine Entschuldigung anzunehmen.

„Ja, my Lord, mich faszinierte schon immer dieser spezielle Zweig der Magie!“, gab ich begierig zu.

„Wann hast du begonnen?“, ließ er seinen rotglühenden Blick nicht von mir.

„Ende meines ersten Jahres und dann richtig im zweiten Jahr, nur leider ist die Verbotene Abteilung in Hogwarts da etwas lasch ausgestattet, erst im vierten Jahr, auf dem Schiff der Durmstrangs habe ich noch mehr interessante Lektüre über das Thema in die Hände bekommen….“, musste ich aufpassen nicht zu viel zu quatschen, das wüsste er bestimmt nicht zu schätzten, ermahnte ich mich unruhig und drückte meine Nägel in meine Handflächen.

„Ja, das das Wissen darüber schrecklich begrenzt ist, ist eine wahrlich große Schande, deshalb bist du auch hier!“ deutete nun einer dieser langen, spinnedeldürren Finger mit dem langen, spitz zulaufenden Nagel auf zwei Bücher, die auf dem Tischchen vor ihm lagen und ich blickte mit großen Augen dahin.

„Du siehst richtig, das sind Bücher über die Nekromantie, mit dem Nebengebiet der Inferi! Sehr selten, sehr alt und ein wahrer Schatz, ich möchte das du sie liest, in die Materie eintauchst und mich dann überraschst!“, grinste er nun fies und seine Fratze machte mir angst, als noch seine Augen rot, lustvoll zu glühen begannen.

Ich antwortete indem ich wagemutig meine Hände ausstreckte und die zwei Bücher behutsam anhob und an mich nahm, wirklich hin und weg war über den Schatz, den ich nun in Händen hielt, liebevoll über den Einband strich, der aus Haut zu sein schien. Nach dem Aussehen und der Beschaffenheit vermutete ich menschliche Haut, aber das schreckte mich nicht wirklich, als ich ehrfürchtig mit meinen Fingerspitzen die Überschrift auf dem Buchdeckel entlangfuhr und verzückt war, das war eines der Werke die ich verzweifelt gesucht hatte und das viele Unsicherheiten bei meinem ersten Versuche hätte helfen können zu umgehen, aber ich war nicht fündig geworden. Selbst bei Lucius, egal in welcher Bücherei, das hatte es nirgends gegeben.

„Erstaunlich, du bist wirklich nicht normal, selbst meine rechte und linke Hand besehen sich die Bücher, die mit Haut …menschlicher Haut bespannt sind, mit einem gewissen Widerwillen und sie sind mit der schwarze Magie aufgewachsen, aber du…kennst keine Scheu?“, zuckten meine Finger bei diesen bedachten und so überlegten Worten zurück und ich blickte ihn entschuldigend an.

„Ähm…My Lord, ich …tja, ….!“

„Du bist amüsant Mudblood, ich sehe die unglaubliche Gier, die dich ganz ungeduldig werden lässt dir das Wissen dieser mit Blut beschriebenen Seiten einzuverleiben! Ich erwarte von dir, dass du mir die Bücher unversehrt beim nächsten Ruf ins Manor zurückbringst! Auch hast du die Erlaubnis, immer einzutreten, dieser Raum ist für uns reserviert!“, glühten seine Augen freudig auf, das Thema der Inferi schien ihn auch extrem zu interessieren und sich nie mit jemandem über dieses hochspannendende Thema der Nekromantie austauschen zu können, war ärgerlich, wie ich nur zu gut selbst wusste. Aber gleichzeitig schollt ich mich, das ich versuchen sollte Abstand zum Lord zu halten nicht noch nach Gemeinsamkeiten zu suchen und zu haben, schockte es mich minimal das wir dieses Thema für uns entdeckt hatten, aber ehrlich, ich liebte dieses sehr unerforschte Gebiet.

Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht bewusst was für eine Ehre mir hier zuteilwurde, das er mir uneingeschränkten Zutritt gewährte, erst später würde ich dies verstehen, dass das niemand durfte, außer Lucius und Severus, denen aber noch mehr Räume offenstanden als mir in diesen heiligen Hallen und im Zuge dessen auch Draco, aber sonst niemandem. Keiner aus dem Inneren Kries, niemand, nur ich, hatte nun auch noch diese Erlaubnis bekommen, auch für den Thronsaal, wow, aber erst recht das er mir einen eigenen Raum zugewiesen hatte, war erschütternd an sich, aber wie gesagt, das würde ich erst nach und nach herausbekommen.

Also erhob ich mich aus meinem Sessel und versank in einem demütigen Knicks, bei so viel Freundlichkeit und sah mich als entlassen an, als ich es wagte rückwärts mit den Büchern in Händen zurückweichen und aus der Tür zu gleiten. Nachdem er mich nicht mehr zu beachten schien, traute ich mich aber nicht schon aufzuatmen, denn ich war mir sicher, unbeobachtete war man in den kalten, gruseligen Hallen des Manors nie.

Das schlimmste war, kam mir der Gedanke durch den Sinn als ich schnell durch den Thronsaal und die verlassenen, verwaisten Gänge und Flure des einsamen Anwesens eilte, wenn man so mit ihm sprach, erkannte man seine Genialität und sein umfangreiches Wissen genauso wie man permanent seine Macht fühlen konnte, die ihn wie einen Kokon umgab.

So ließ ich die wertvolle Fracht in meinen Mantel gleiten und apparierte hurtig, froh diesen unheimlichen, unwirklichen Ort hinter mir zu lassen.

Ich schafft es ungesehen nach Gryffindor und ließ Draco und alles andere gut sein, ich würde heut nirgendwo mehr hin gehen, da ich mich auf diese zwei kleinen Büchlein stürzte, sie regelrecht verschlang, zum Glück war die Nacht noch jung ich hatte mir vorgenommen diese Nacht nicht zu schlafen, schlaf wurde eindeutig überbewertet, wie ich fand, wer brachte das? Ich nicht!

Und so schlug ich Seite für Seite um und erlebte eine interessante Aussicht auf die Vorstellung wie die nächste Beschwörung von mir ablaufen könnte, das war so toll und faszinierend und fesselte mich vollkommen, wenn ich diese Schätze schon gehabt hätte, dann hätte ich mit noch mehr von mir das ganze Ritual noch besser streuen können. Man musste nur bereit sein noch mehr Blut zu geben, hey, kein Problem, Blut hatte ich in rauen Mengen, aber es kam auch klar rüber, dank meines unbedingten Willens hatte ich das fast unmögliche Geschafft und mir gleich zwei Inferi beim ersten Mal unterworfen und sie mit meiner Macht beherrscht.

Wie der Lord recht hatte, sonst gelang normalerweise so eine Beschwörung nicht so leicht, wenn man eben die falschen Motive hatte und somit die Kanalisation der Macht nicht reichte um die schwarze Magie zu bündeln, aber ich war doch wohl einen Touch verzweifelt gewesen und hatte deshalb mein Herzblut hineingehängt und daher hatte ich es geschafft den Lord hier zu überflügeln. Wenn auch nur knapp und desto mehr ich las, desto mehr verstand ich wie knapp es wohl gewesen war und mein Spiel mit der Nekromantie auch ganz anderes hätte ausgehen könne, also manchmal war Unwissenheit echt ein Segen.

Als ich mit großen Augen das zweite Buch zuschlug und erkannte das es kurz vor sechs Uhr war und ich mich für dem führ morgendlichen Lauf anziehen sollte, verkleinerte ich die von mir nun auswendig erlernten Bücher gewissenhaft und stecke sie in meinen DeathEatermantel und verbarg alles tief in meinem Schrankkoffer. Dass mir das Wissen der Bücher so in Fleisch und Blut übergegangen war, verdankte ich meinem Interesse, hatte das Wissen wahrlich aufgesogen, glitt ein zufriedenes Grinsen über meine Gesichtszüge und ich stöhnte leidend auf als ich in den Spiegel sah, da meine Augen von grausigen, dunklen Ringen umschattet waren. So griff ich ergeben zu meinem Make-up, auch wenn ich erst nach dem Lauf unter die Dusche gehen würde, heute musste ich mir etwas Farbe ins Gesicht malen, da mich sonst die Jungs zu Tode löchern würden.

Während wir im Unterricht saßen musste ich an diese interessanten Bücher denken und wie sehr mich der Unterrichtsstoff gerade anödete, gab es was Langweiligeres als gerade Flitzwick zuzuhören, bah…wenigstens waren dank meiner Künste im Zaubern, sowie mit dem Deckstift die Spuren der Nacht verschwunden. Durch mein Makeup hatte ich alle Fragen im Keim erstickt, selbst Draco glaubte mir das ich im Bett gelegen hatte, obgleich ich gerade meinem Schlaf hinterher weinte, da mir fast die Augen zu fielen und heute Abend war Severus angesagt, toll, ganz toll, aber was mich nicht umbrachte machte mich härter.



Okay, vergesst alles was ich gesagt hatte, es hatte mich vielleicht nicht umgebracht, aber es hatte mich fast umgebracht! Konnte ich nur säuerlich denken, als ich als grün und blaugeschlagenes Etwas, denn als Mensch fühlte ich mich mit Sicherheit nicht mehr, im Gemeinschaftsraum saß und meine Hausarbeiten erledigte.

Das einzig Positive war, das wir alle so fühlten, da Severus sich jeden von uns vorgenommen hatte und aus uns Hackfleisch gemacht hatte, somit konnte ich es nicht auf meinen Schlafentzug zurückführen. Der einzige, der noch stehen konnte war Draco, aber mich hatte es böse erwischt! Ich hatte mir ein blaues Veilchen eingehandelt, das mich fast ausgeknockt hatte, dank der Tränke und Daphnes Können hatten wir es so aussehen lassen können als wäre nichts, aber ich brauchte auch die Muggelschminke das nicht jeder gleich sah das ich wie verprügelt aussah, wobei, ich war verprügelt worden!!!!

Tja, Severus war ein echt nachtragender Mistkerl, konnte er mir erzählen was er wollte, ich hatte das zufriedenen Grinsen aufblitzen sehen als er mich traf und mir fast mein Auge zerquetschte. Dieser Scheißkerl, knurrte ich wütend und Harry und Ron warfen mir verschreckte Blicke zu, da seit dem, mit mir nicht mehr viel anzufangen war, meine Laune war mörderisch und das hatte dann wohl doch was mit dem Schlafmangel zu tun.

Nun knurrte ich böse auf als mich die plappernden Stimmen der anderen im Gemeinschaftsraum an die Grenze des erträglichen Trieb und ich kurz davor war einen weniger netten Spruch zu sprechen, während ich bedrohlich die Augen zu schlitzen zusammenkniff und gerade wüten wollte.

„Hermione, geh auf dein Zimmer und schlaf!“, kam es bestimmt von Harry und er hatte mir die Hand auf die Schulter gelegt und der Raum verstummte sofort, als es so wirkte als wäre ein Misston zwischen uns.

„Warum?“

„Weil du schon den ganzen Tag leicht abwesend wirkst, der Schlaf kann dir nicht schaden!“, blickte ich schnell zu Ron, sah aber das dieser Harry auch verständnislos maß.

„Aber Harry, Hermione ist doch wie immer!“, bitte, hatte ich schon Angst gehabt meine Schauspielkunst verlernt zu haben. Wurden da schon von Harry ungefragt meine Sachen gepackt und ich war sprachlos ob der Unverschämtheit, wie ich fand, als ich spürte wie mein Wangenknochen, der auch einiges abbekommen hatte, zu hämmern begann und mir Schädelweh bescherte, ganz toll.

Da zog mich Harry am Arm hoch, beachtetet Ron nicht weiter und geleitete mich zur Tür.

„Also was auch immer du allen anderen vorspielst, bei mir zieht das nicht! Verstanden, du hast irgendwas gestern getan, aber nicht geschlafen! Deine Augen erzählen diese Geschichte….mir zumindest. Sei einmal brav und hör auf mich und geh schlafen!“, erschütterte es mich das Harry nun so feinfühlig für mich geworden war und ich atmete tief ein und hauchte ihm ein dankbares Küsschen auf und ging hoch schlafen, auch wenn es noch früh war. Auf das ich morgen ausgeschlafen war!
Nach oben Nach unten
queenie
Königin
Königin
queenie


Anzahl der Beiträge : 1586
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 41
Ort : München

Kapitel 161-162 Empty
BeitragThema: Re: Kapitel 161-162   Kapitel 161-162 EmptyDo Feb 09, 2012 5:49 am

161. Kapitel Was ich nie sehen wollte!!!



Und so schnell hatte ich gar nicht blinzeln können und es war Samstag und ich stand vor dem Spiegel und verwandelte mich wieder in die DeathEaterin, die zu allem bereit war und sein musste. Die Tage waren schnell vergangen, dank unseres mehr als ausgefüllten Tagespensums schafften die Stunden es viel zu schnell zu vergehen!

Es war aber sonst nichts spektakuläres mehr passiert, außer das mir auffiel wenn ich diese Bücher des Lords las, was ich noch ein paarmal zur Recherche getan hatte und um sie dann verbotener Weise zu duplizieren um sie in den Weihnachtsferien meiner Blackbibliothek einzuverleiben, das diese knisternden Seiten mit dem mittlerweile dunkelbraun gestockten Blut eine irre Faszination auf mich ausübten und selbst wenn ich dann fertig war, meine Stimmung einer gewissen aggressiven Spannung unterlag, die sich erst langsam verflüchtigte.

Aber das entlockte mir nicht mehr als ein Schnauben. Ich hatte die Bücher durch und würde sie erst wieder anfassen müssen wenn ich zum Lord durfte und nun, keine Ahnung ob es wieder in das Dark Manor ging, aber heute, kurz nachdem wir die Halle verlassen hatten und die Treppen erklommen um zu unserem Turm zu kommen, hatte mein Dark Mark angefangen zu rufen. Als ich drängte die Stufen eiliger zu nehmen, fragten mich die Jungs ob ich heute Abend WEIT WEG müsste und ich bejahte was mir von den beiden sehr, sehr traurige Mienen einbrachte, wussten sie doch das alles möglich war wenn ich ausflog, das es meist extrem gefährlich war, nicht nur für die auf die ich angesetzt wurde, sondern auch für mich. Aber sie hielten mich nicht auf, was ich ihnen hoch anrechnete. Noch vor einem Jahr hätte ich so viel Verständnis zwischen uns für das, was ich tat für unmöglich erachtete, aber nun, das hatte das Potenzial mich sehr glücklich zu machen.

Ich zog mir gerade die Kapuze auf und wurde unsichtbar, als ich wieder mal das unsägliche Glück hatte das Lavender und Pavati mit Ginny im Schlepptau unser Zimmer erstürmten und ich, da sie die Tür hinter sich zuknallten, nicht sofort entschwinden konnte, derweil mein Mark immer heißer brannte und mich drängte. Mist, Glück musste man haben, als ich sie schnattern hörte.

„Schläft Hermione schon wieder?“, wandte Lavender ein.

„Wie es aussieht, ….arch, Mist sie hat wieder diese ganzen Zauber auf sich liegen aber ja sie liegt da und schläft….komisch nicht?“, warf Pavati ein und maß mein Bett misstrauisch.

„Vielleicht ist sie schwanger, die brauchen doch alle viel Schlaf?“, meinte die indische, schwarzhaarige Schönheit wichtig und ihr Gesicht glänzte aufgeregt vor Tratschsucht. Ja, genau ihr Hühner, weil ich es darauf ankommen lassen würde das ich vor den Lord mit einem dicken Bauch trat, da musste mir Bella nur einen Tritt verpassen und ich wäre kampfunfähig und das wäre mein Todesurteil, genau, aber ist schon gut! Ihr Schnepfen! Dachte ich erbost, aber an sich war es besser als das sie dachten, dass ich nicht da war.

„Glaubt ihr zwischen Harry und ihr läuft es noch gut, sie sind seltener zusammen?“, wollte Ginny wissen.

„Nee, ich weiß nicht, Harry scheint ja ein neues Hobby gefunden zu haben….BÜCHER!“, kicherte Lavender und rollte mit den Augen bis man das Weiß sah.

„Ja, aber da musst du gerade reden, Ron steckt auch erschreckend oft seine Nase in ein Buch und nicht in dein Gesicht um dich zu knutschen!“, giftete Ginny zurück.

„Ja, leider, aber keine Ahnung was dazu geführt hat!“

„Wohl eher ich hätte nie gedacht, dass ich meinen Bruder mal so strebsam erleben würde!“, seufzte Ginny und sah die anderen überlegend an.

„OH, glaub mir, er lernt schnell!“, wurde Lav bei der Aussage knallrot und ich rollte die Augen, das wollte ich nun wirklich nicht von Ron hören, aber Ginnys Reaktion schockte mich dann doch.

„Echt, erzähl!!! Hätte nie gedacht das Ronnilein es auf dem Gebiet bringen könnte!“, fragte sie begierig und war ganz neugierig bei der Sache.

„Ginny, du bist unmöglich, dein Bruder hat ganz hervorragende Qualitäten vor allem geht er unglaublich lieb auf mich ein….auch wenn mich seine letzte Aussage etwas verunsichert hat! Aber bei dem Trio blicke ich schon lange nicht mehr durch, und er versteht es mich von Harry und Hermione total fernzuhalten!“, waren Lavenders bewundernde Worte, doch dann wurde auch ihr Blick verwirrter, als versuche sie gerade jetzt erneut zu ergründen was bei uns vor ging.

„Was meinst du?“, „Ja, was…ich bin neugierig!“, kam es von Pav und Ginny gleichzeitig und ja, mich interessierte es auch.

„Er meinte ich sollte doch auch so ansprechende Dessous tragen wie Hermione, sie würde farbige Seide und Spitzte bevorzugen und nicht immer weiß….? Was soll ich also davon halten, das mir mein Freund von der Unterwäsche der Freundin seines Freundes vorschwärmt?“, schloss ich geschlagen die Augen und erinnerte mich an meine Strafe an Draco als ich mit meinem BH, auf Harry und Ron zugegangen war und jenen der Anblick sehr gefallen zu haben schien, ja, nun….Ron konnte manchmal so ein Idiot sein, bestimmt hatte sie ihm einen geblasen und sein Hirn war in die Hose gerutscht.

„Echt, das hat er gesagt, dass ist krass….“, zeigten sich Ginny und Pav sprachlos.

„Ja, nun, also, ich hab ihn gefragt ob ihm gefällt was ich trage und er hat rumgemurmelt als ich ihm dann einen geblasen hatte, da hat er es dann eher unabsichtlich gesagt, danach war er sehr verschlossen!“, da sage nochmal einer ich kannte Ron nicht, musste ich mir das Lachen jetzt doch verkneife und biss mir auf die Lippe.

„Alos, IHIHIHIH, das wollte ich so genau gar nicht wissen!“, schimpfte Ginny.

„Aber es ist schon erstaunlich, dass er Hermione soooo sehen soll, wann nur?“, wollten nun Lav und Pav wissen und ich war gespannt, brennendes Dark Mark hin oder her das war auch wichtig, ich würde mich schon aus einer Strafe heraus lavieren können und wenn nicht, shit happens, ich wollte wissen in wieweit wir Ginny trauen konnten.

„Warum schaut ihr mich so an?“, giftete Ginny

„Du bist seine Schwester und eine Bekannte vom Trio, also, hast du eine Ahnung immerhin ist er mein Freund?!“, erklärte Lavander und wartete sichtlich auf eine Antwort von Ginny.

„….MHmh….also zu mir sagen die nix! Leider! Wenn in Harrys Schlafsaal? Dean erzählt mir manchmal, dass sie dort schläft und die Drei oft zusammen noch in Harrys Bett quatschen über sehr wichtige, geheime Sachen, das sie aber immer ganz ernste Gesichter haben, also kein Spaß! Aber mehr weiß ich da echt nicht, vielleicht erzählt Harry Ron das, was weiß ich?“, blockte Ginny ab und erstaunte mich, das sie dichthielt über ihr Wissen das Harry schließlich Monate mit mir und Ron auf engstem Raum gewohnt hatte, das wir so viele waren, konnte die Gute ja nicht wissen.

„Okay,…..na dann werde ich dann nach Hogesmeade müssen und mir neue Unterwäsche kaufen kommt ihr mit?“

„Aber mal im Ernst was ist da los, wegen dem Geschenk, das Hermione zu ihrem Geburtstag von „L“ bekommen hat, hast du eine Ahnung wer „L“ ist? Aber dieses Schmuckstück sah zu prunkvoll aus!“, schwärmte Lav, meinte dann aber weiter: „Leider sagt Ron nichts dazu, ich wollte ihn ausquetschen was es genau ist und von wem, aber da wurde er richtig wütend und meinte ich sollte mein hübsches Näschen nicht in die Angelegenheiten von…, ich zitiere im O-Ton, „der Schönsten!“ hineinstecken, holla da dachte ich es piept! Seit wann nennen die sie andauernd so! Ich hab gedacht, ich platzte vor Eifersucht!“, steigerte sich Lavender so rein das sie rote Bäckchen bekam.

„Ernsthaft, heftig! Also ich tapp da völlig im Dunklen was das war, ich hab nur viel Gold gesehen und das helle blitzen von Steinchen, aber das Ron sie „die Schönste“ nennt, ich glaube erst seit diesem Jahr!“, meine Pavati und regte ihr Gesicht neugierig Ginny entgegen, ob sie mehr wüsste.

„Da hat Pavati richtig gehört, auch Harry nennt sie so! Aber warum, wieso? Die sind solche Geheimniskrämer geworden, das ist nicht zum Aushalten! Und das Geschenk, keine Ahnung, aber ich bin mir sicher das „L“ ein Mann sein muss! Und es war ein Dolch ein Ritualdolch! Ganz aus Gold mit Edelsteinen, der muss ein Vermögen wert sein, obgleich bei Hermione, Geld keine Rolle mehr spielen sollte!“, sinnierte Ginny und gab ihr Wissen ganz unbedacht preis, war ja klar gewesen, wenn es darum ging ob ich Harry hinterging, war sie ganz spitz auf alle Neuigkeiten.

„Wie meinst du das?“

„Oh, ach…nichts, sie hat doch von Sirius etwas geerbt, hab ich euch doch schon erzählt!“, wehrte sie mit dem wedeln ihrer Hand ab.

„Oh, stimmt hab ich vergessen! Zu schade aber auch, dass wir absolut keine Idee haben wer „L“ sein könnte. Ich meine, Männer die so reich sind und so was verschenken gibt’s doch auch nicht so viele, oder, vor allem, wer würde ihr so was schenken? Die Reichen sind doch fast alles Reinblüter. Aber krass, wie Harry sich dann wieder aufgespielt hat, oder, wie er hinter ihr gestanden hat, obwohl sie so ein Geschenk von einem anderen bekommen hat. Alles sehr merkwürdig….“, überlegte Lavender und sah fragend in die Runde.

Ginny nickte nur und gab überlegend zu: „Ja, eigenartig…!“ mehr sagte sie jedoch nicht dazu, gut so, vielleicht war noch nicht alles verloren bei ihr.

Sie schienen alle kurz in Gedanken versunken, bis Lavender auf einmal zu kichern begann und Ginny ansah, fragte:

„Jetzt mal du zu dir, sag mal wie läuft es mit Dean?“

„Der….der drängelt?“, zuckte Ginny die Schultern und zog eine leidende Grimasse.

„Wie er drängelt?“

„Ja, wie ich es sage, er möchte, dass ich mit ihm schlafe, aber ich weiß nicht!“, zuckte Ginny mit den Schultern.

„Ja bist du denn noch…?“, war Lav neugierig und Ginny nickte und ihre rote Gesichtsfarbe biss sich gefährlich mit ihrem rotem Haar.

„Aber du hattest doch schon Freunde!“, quiekte Pav.

„Ja, Michael, aber da kam nie der richtige Moment und Dean ist nett….aber!“, zögerte sie sichtlich und Lav fiel ein.

„Du liebst ihn nicht…immer noch Harry?“, sah sie Ginny mitleidig an.

„Nein, wenn ich ehrlich bin weniger, Harry ist nun so völlig anders als früher, recht kalt, so bestimmt, weniger herzlich. Er blickt immer so streng durch seine Brille und presst die Lippen ärgerlich zusammen, das was mich früher immer so zu ihm gezogen hat, war seine weiche, verspielte Seite, sein strahlendes Lächeln, die ist irgendwie weg, seit…seit….nun…dem Ministerium!“, spielte sie traurig auf Sirius an und ich gab ihr Recht, das war der Moment der Harry erwachsen gemacht hatte.

„Tja, Harry ist echt nee komplizierte Nummer, nicht nur das er versucht sich jedes Jahr umzubringen, aber er sieht seit diesem Sommer heiß aus, richtig chic, er hat sich gemacht, genau wie Ron!“, meinte Pavati schwärmerisch.

„Nun, Ginny, ganz ehrlich, warte, wenn Dean nicht der Richtige ist, wenn ich gewusst hätte das ich nun Ron habe, hätte ich gewartet und diesen Ravenclaw und den Hufflepuff, die mich überredet haben nie und nimmer an mich rangelassen, das war nix, es wäre schön gewesen mit WONWON das erste Mal zu haben, aber nun….du siehst Geduld hätte sich durchaus ausbezahlt….!“, ging das Geschnatter weiter und ich sprach auf die Tür einen Verschleierungszauber und huschte lautlos aus dem Raum, das war doch mal interessant gewesen.

Als ich durch die abendliche Schule ging musste ich denken, das alle Mädchen in ihren Betten lagen und tratschten und kicherten und ich, eine Sechstklässlerin begab mich zu einem Treffen wo es nur wieder um Mord und Totschlag gehen würde, es war grotesk.

Ich sollte auch in meinem Bett liegen, aber mit einem Lächeln erinnerte ich mich das ich das nie gemacht hatte, das ich früher als kleines Kind ja auch die Verbotene Abteilung unsicher gemacht hatte, irgendwie schien das normale Dasein nicht für mich zu sein.

Also entweder hatte der Ruf Severus und Draco nicht ereilt, oder sie waren schon aufgebrochen erkannte ich, dass ich alleine war. Nun, das war nicht schlimm, ich erwartete nichts und so apparerite auch ich dem Ruf hinterher und wartete gespannt wo ich landen würde. Die Bücher hatte ich geschrumpft dabei und dann sah ich es, ich stand diesmal vor dem Höhleneingang, lauschte aber hörte nichts, was wohl hieß das ich die Letzte war, Mist aber auch…das ich aber auch immer Aufmerksamkeit auf mich zog war doch zum Haare ausreißen.

Ich durchschritt die Schutzzauber der Höhle problemlos und ging den langen Röhrenweg, den mir damals Avery gezeigt hatte, entlang und achtete wo ich hintrat, da die spärliche Beleuchtung nicht dazu beitrug einem sicheren Halt auf dem viel zu glitschigen Boden zu geben. Als ich das Wispern von Stimmen vernehmen konnte, aber nicht dort wo ich nun ankam in der ersten großen Höllenkammer, wo sich letztes die DeahtEater hier herumgetrieben hatten, hier brannten zwar Lagerfeuer und es sah alles belebt aus, nur das wichtigste, die Menschen fehlten, so war ich überrascht, aber dann folgte ich den schwach zu hörenden Stimmen lauschte angestrengt und ging nach links, wie gesagt, das hier war ein riesiges Höhlensystem und ich hatte bisher noch nichts davon gesehen.

Als ich eine Versammlungshöhle betrat und die Gruppe sah die sich eingefunden hatte, nur die DeathEater des Inneren Kreises trugen ihre Masken, da bemerkte ich sehr wohl Severus und Draco, die neben Lucius Stellung bezogen hatten und ihn flankierten, Severus rechts, Draco links, zu süß wie Draco eingeführt wurde, als Lucius und Severus Vertretung.

Ich trat nicht weiter ein, blieb wo ich war und lauschte angespannt, durfte aber sehen wie mich Lucius graue Augen aufspießten als er meiner vermummten Gestalt ansichtig wurde. Ich glaubte eine Spur Verärgerung über meine Verspätung in ihnen Aufblitzen zu sehen und so knickste ich leicht, was sollte ich den tun? Ich war nicht alleine, ich war nicht die Herrscherin von Gryffindor, ich konnte nicht so wie Draco und Severus alles ungefragt stehen und liegen lassen um dem Ruf folgen, sah ich ihm trotz aller Unterwerfung trotzig durch meine Augenschlitze an.

Okay, ich war so was von zu spät, ich bekam nichts mehr von der Verteilung der Aufgaben mit, jetzt würde ich bei ihm zu Kreuze kriechen dürfen um zu erfahren was meine Aufgabe wäre. Und zu Severus würden mich keine Zehn Pferde bringen, nach dem er mich seit neuersten als Punchingball benützte um seinen sexuellen Frust abzubauen.

Ich erfuhr nur noch, das Stan Shunpike, der im Fahrenden Ritter arbeitete, als DeathEater festgenommen worden war und unser werter Herr Minister damit hartes Durchgreifen und Aktionismus gegen die drohende Gefahr zeigen wollte. Das Problem war nur, er war keiner von uns, daher brachen viele in lautes, johlendes und übermütiges Rufen aus als sie über das Ministerium lachten und ihren Spott über die bescheuerten Auroren und den Minister ausließen und auch ich schüttelte stöhnend über die Blödheit und Blindheit den Kopf der Zuständigen.

Und das schien es gewesen zu sein, da Severus mit Draco in ein Gespräch versank und Lucius etwas zu Avery sagte und ich sah mich aufmerksam um, bemerkte die vielen Abzweigungen und dachte mir, warum nicht. Ich war ein erwachsenen Mädchen, gehörte zum Inneren Kreis und eines war klar, ich konnte mich zu Wehr setzten, also wollte ich das alles mal ein bisschen besser kennenlernen, damit ich hier nicht immer wie ein verlorenes Etwas herum stolperte und umherirrte.

Ich schlich weiter durch die weiten und dunklen Tiefen der Höhle wollte mich mit ihr vertrauter machen. Ich hörte das laute platschen der Tropfen, die auf den Steinboden aufschlugen und ihn aushöhlten, rutschte nun mit meinem Fuß auf dem glitschigen Untergrund leicht aus und fing mich schnell mit meiner Hand am der nassen, kühlen Höhlenwand ab. Igitt, ich fühlte den ekelig weichen, leicht moosigen Bewuchs, der sich auf dem Stein gebildet hatte und verzog das Gesicht das war widerlich, der Glibber der nun an meinen Händen klebte.

Ich hatte mich, wie es schien, von den erleuchteten Gemeinschaftsräumen entfernt und war tief in das Höhlensystem vorgedrungen wollte mir alles genau ansehen, wie der Dark Lord seine Leute arbeiten und leben ließ. Ich meine wow, das hier war riesig, unterirdisch dunkel und unglaublich weitläufig, aber auch außerordentlich unheimlich, so finster und mysteriös in dem Wissen tief unter der Erde begraben zu sein, die wuchtigen Gesteinsgebilde waren beeindruckend, die sich über die Jahrmillionen gebildet hatten und der Höhle ihr unverkennbares Äußeres gaben, dann noch die immer spärlicher werdenden Fackeln, die die Umgebung notdürftig beleuchteten. Sie warfen flackernde Schatten über das schwarze Gestein und ließen der Phantasie eines jeden viele Möglichkeiten sich das grausigste auszumalen.

Die Höhe unterteilte sich, ich war viele Schächte entlang gegangen, einige Abzweigungen verliefen sich oder endeten in kleinen Höhlen, die über und über mit spitz, oder auch zapfenförmig zulaufenden, von oben und von unten kommenden Stalaktiten und Stalagmiten geschmückt waren. Beeindruckten, aber den Zugang so gut wie unmöglich gestalteten. Da kam ich mir, wie in Jules Verne, der Mittelpunkt der Erde vor! Wow, also der Junge musste bestimmt auch Höhlenwanderungen unternommen haben um sich solche Geschichten auszudenken.

Ich blickte in verschiedene schwarze Tunnel, in denen es relativ muffig und modrig roch oder wasserdurchtoste, rauschende Gänge, die ich wohlweißlich hinter mir ließ, große, sich weitöffnende Hallen, in denen das kleinste Geräusch ein großes Echo verursachte hinter mir. Dann stieß ich auf einen Vorhang aus Sinterröhrchen Galerien, diese Steinformation trat dann auf, wenn ein Tropfen aufgrund der Oberflächengestalt immer an exakt derselben Stelle austrat, dadurch kam dann die Ablagerung die Form eines Ringes mit der Tropfengröße zustande. Diese Formation konnte dann zu einem Sinterröhrchen wachsen, auch Makkaroni genannt, ich war richtiggehend gebannt, es war fesselnd, berauschend, mir gefiel es, das musste ich wohl zugeben. Diese Halle mit dem Makkaronivorhang gefiel mir, hinein konnte man fast nicht, aufgrund dieser steinernen Formation, aber beeindrucken tat es mich sehr.

Als ich auf einmal komische Geräusche vernahm, ich lauschte auf, spitzte die Ohren, was war das? Was waren das, Tiere? Es war schon lange her, das ich überhaupt etwas anders als meine Schritte hatte hören könne, so war ich den nun sehr neugierig.

Es war schon etwas her, das ich auf Leute von uns gestoßen war, soweit schienen die wenigste zu kommen, gut das es unbeschwerlich war sich bis hier her vorzukämpfen, konnte man nicht sagen, rutschte ich schon wieder fast aus und ruderte kurz mit den Armen in der Luft um das Gleichgewicht auszubalancieren. Ich versuchte keinen Laut von mir zu geben und unnötigen Lärm zu vermeiden, da ich nicht auf mich aufmerksam machen wollte, aber die Laute wurden lauter, übertönten meine Geräusche.

Ein knurren, ein spitzer Schrei, ein klatschen ein grollen und fauchen, wieder ein lauthallender Schlag, die Geräusche wurden immer lauter, während ich mich einer kleinen Höhlenabzweigung nährte und mich nun nah an die nasskalte Wand drückte und versuchte in das diffuse Innere zu linsen.

Das was ich sah, schlug mir umgehend und vollkommen auf den Magen, autsch, warum war ich nochmal so neugierig? Gute Frage, das nächste Mal, sollte ich es sein lassen! Man musste wahrlich nicht überall seine zu neugierige Nase hinein strecken und gerade wünschte ich mir meine Unwissenheit von vor ein paar Sekunden zurück und hielt mir mal wieder vor, das Nichtwissen auch ein Segen sein könnte, schade das ich den „obliviate“ nicht auf mich selbst anwenden konnte, aber auch zu ärgerlich! Schmollte ich etwas.

Ich weiß gar nicht ob ich das abgrundtief, abartige und absonderliche Geschehen vor meinen Augen beschreiben sollte, da es mir so grenzwertig erschien, aber meine Augen abwenden, das schaffte ich irgendwie auch nicht so recht.

Ja, ihr habt schon Recht wenn ihr vermutet, dass ich Zeugin eines kleinen Stelldicheins wurde, aber wie gesagt, das hätte ich so nie sehen wollen! Hätte ich nach dieser Feier doch schon gedacht so gut wie alles gesehen zu habe an absonderlichen Abartigkeiten, wurde ich mal wieder eines besseren Belehrt, das ich nichts wusste.

Ich sah eine nackte Bellatrix, ja schon wieder, leider ich weiß, ich hatte sie nie nackt sehen wollen und leider nicht mit Rudolphus, leider, also nur nicht falsch verstehen, mit dem hätte ich sie auch nicht sehen wollen, aber mit dem welchen ich sie hier sah….oh, man, das würde Albträume bedeuten.

Sie lag ungeschützt und völlig entblößt mit dem Rücken auf den blanken, rauen Stein, ihr Rücken musste blutig gescheuerte sein wenn sie fertigen waren, da ich sah das sie sehr wohl schon blutete und kleine Rinnsale über den Stein auf den Boden flossen. Ihre wirren, langen Haare hingen über die Kante weit in den moosigen matsch des Höhlenbodens, das schien sie in ihrer Lust und Ekstase nicht zu bemerken, ihr Körper hatte blutende Kratzer und Bisswunden, die Verletzungen gingen tief. Das Blut vermischte sich mit dem schimmernden Schweiß auf ihren Körpern. Als die laut klatschenden Körperteile hart aufeinander prallten und sie noch ein Stückchen weiter schabenden über den unebenen Stein geschoben wurde und ihr ein schmerzhaftes Wimmern entkam, nach der Aktion wäre ihr Rücken eine große schwärende Wunde, erschauerte ich kurz.

Ich beobachtete wie er immer wieder verroht, hart und fest in sie hämmerte, er war auf den ersten Blick, heute hatte ich ihn zum ersten Mal gesehen, furchterregend, aber nun so, wie er den doch zierlichen, weißen Frauenkörper vollständig brutal unterwarf und beinahe brachial brach, schluckte ich schwer. Seine Gestalt wirkte dadurch noch massiger, größer und drohender. Seine dreckstarrenden Hände mit den langen, gelblichen Fingernägeln waren schwarz vor Dreck und blutig und krallten sich in das Fleisch ihrer Hüfte und in eine Brust, die er sichtlich quetschte, bis sie bläulich anlief. Seine grauen, verfilzten Haare, die ihm weit in die Stirn wucherten, aus dem die hellen, gelblich leuchtenden Augen in der Dunkelheit gierig aufleuchteten und auch sein Kinn wurde von dem Haar wüst umwuchert, als er gerade seinen Mund weit öffnete und seine spitzen, dreckig, gelbbraunen Wolfszähne offenbarte. Dank seines der Leidenschaft zum Opfer gefallenem strak zerfetzten Hemdes konnte ich sehen, das sich der starke Haarwuchs auch über seinen stiernackigen Hals weiter über seine Brust vorsetzte, wer es gern haarig wollte, dachte ich angeekelt.

Als ich nun sah, wie Fenrir Greyback seine Hände zielstrebig von Bellatrix löste und sich weit über sie beugte und ihr seine Hände, nein falsch, bei ihm waren es eher Klauen, um den kleinen, zierlichen, blassen Hals der Frau legten, bekam ich große Augen, als er mit einem irren Grinsen auf den Lippen, zu zudrücken begann und das in einem stetigen langsamen Tempo immer mehr, bis er ihr ihre Kehle zudrückte.

Ich musste sehen, wie sich die Krallen seiner schmuddeligen Hände, in die weiße, makellose Haut ihres Halses unerbittlich hinein bohrten und zudrückten, er ihr die Luft zum Atmen raubte, wie ihre Hände panisch zu seinen Handgelenken fuhren und sie an ihnen riss. Ich sah und hörte, wieröchelnde, gurgelnde Töne aus ihrem weit aufgerissenen Mund kamen, sie erbärmliche unartikulierte Laute von sich gab, ihre Augen wie wild in ihren Höhlen rollten bis ich das weiß sah und die mich eins zu eins wieder in die Zeit zurückversetzten als ich röchelnd und nach Luft schnappend unter Boles unnachgiebigen Händen gefangen war, als er mir mit all Gewalt die Luft abschnürte. Meine Panik von damals, als mir die Erinnerung ins Gedächtnis schoss, wie mir der Sauerstoff ausging, all dies stieg langsam wieder in mir auf.

Den selbst heute konnte ich es immer noch nicht haben, wenn jemand dachte mir an die Gurgel gehen zu wollen, da bekam ich einen Tunnelblick und wurde skrupellos und so wanderten meine Hände unbewusst an meine ehemals geschundene Kehle, aber augenblicklich fesselte mich das Geschehen vor meinen Augen. Ich erlebte, nun wie er unbeeindruckt davon weiter mit seiner Hüfte grob und brutal in den sich aufbäumenden Körper von Bellatrix stieß.

Sie japste und kratzte ihn unermüdlich, da ihre Augen nun schon leicht aus den Höhlen quollen und ihre Lippe sich leicht blau verfärbten, ihre Beine hatten sich um seine Hüften geschlungen und ihre nackten Fersen trommelten verzweifelt auf seinen Rücken ein, bis er seine verkrampften Hände etwas lockerte. Ich sah die blutunterlaufenen, lilafarbenen Striemen, die ihren Hals zierten. Er gestand ihr eine Prise frischer Luft zu und die wahrlich Irre, die sie war, stieß heißeres Lachen aus, das sich jedoch schnell in ein luftschnappen verwandelte, als er wieder zerdrückte und ihr dabei sogar die Haut an der Kehle zerkratzte da seine Nägel so lang waren. Er knurrte laut und animalisch auf als sein erregtes Glied wieder aus ihr glitt, um dann wieder mit Wucht und einem lauten, aufheulen von ihm in ihr versenkt zu werden.

Ich war vollständig gefesselt, fasziniert und gebannt konnte mich nicht abwenden, denn eines war klar, sie tat das hier freiwillig, ihr gefiel es, unglaublich aber wahr, ich war bodenlos entsetzt von der mitreißenden, ekeligen Abartigkeit des Geschehens und vollkommen in meiner Betrachtung versunken. Ich konnte mich von dem sich vereinigendem Paar nicht abwenden.

Als ich zutiefst erschrak und mein Mund unter meiner Maske verborgen aufklappte, da ich mit ansehen musste, wie er sie nun auch noch während er sie würgte und gleichzeitig fickte jetzt auch noch mit weitaufgerissenen Maul seine gebeleckten, gelben Zähne unsanft und roh in ihre Schulter rammt und ich mich unweigerlich an Lucius Biss im Ministerium erinnert fühlte. Was mir einen Magenschwinger bescherte, als sie unmenschlich, schmerzhaft aufkreischte und somit die letzten Luftreserven hinaus stieß und er sie nun wieder Luft schnappen lassen musste, da sie kurz vorm ersticken war, als er sein Gesicht abrupt hob und ich seinen blutigen Mund sehen konnte, während er ihr ins blasse, schweißglänzende Gesicht lachte.

Ich wich in meinen eigenen Erinnerungen gefangen immer weiter rückwärts, glitt zurück, als mich etwas in meinem Rücken aufhielt, ich hätte am liebsten in dem Scheckmoment aufgeschrien, verbiss es mir aber schmerzhaft, da ich nicht wissen wollte was Greyback mit mir machen würde sollte er feststellen das ich sie beobachtete. Als sich dann eine Hand auf meinen Bauch legte und mich ruckartig an eine breite Burst zog und unbeweglich fest an sich presste, drohte mir die Realität endgültig zu entgleiten, da mir meine Beine bedenklich wackelig erschienen.

„Nicht schön, aber anregend.....ich mag es…und genieße es ihre Schreie zu hören!", fiel mir ein Stein von Herzen als ich Lucius Stimme erkannte, die mir leise ins Ohr hauchte und warm darüber strich. Er hielt mich fest an sich, ich war perplex, konnte nichts sagen, da mir immer noch so war als könnte ich keine Luft mehr bekommen, als würden sich wieder die Finger von Bole einzeln wie Lederbänder um meine Kehle festzurren Es fielen ihm seine langen blonden Haare über die Schulter und nun auch über mich herab, da er mit einer wedelnden Hand unsere Masken verschwinden ließ und seine Wange nun an meine legt und mir sein Duft in die Nase stieg, als er mit mir den Blick auf den Geschlechtsakt vor uns richtete!

Ich hörte ein raues Aufheulen und dann sah ich nur noch wie Schemen auf mich zuheilt. Ein zähnefletschender Greyback baute sich vor uns auf und knurrte wie wild. Er sah furchteinflößend aus und ich wollte schon in einer reflexartigen Bewegung meinen Dolch zücken um mich gegen diesen animalischen, wie wildgewordenen, geilen Werwolf zu schützen, als ich aber schon spürte wie mich eine stahlharte Hand herumwirbelte und ich in Lucius Rücken gewirbelt wurde, ich hatte gar nicht so schnell schauen könne wie Lucius reagiert hatte, mich in Sicherheit brachte.

Ich konnte hinter Lucius Rücken ausmachen wie er keinen Millimeter seine Miene verzog, wie Lucius stoisch dem wütenden Werwolf nur eiskalt und unbewegt entgegen sah, keine Regung zeigte und erst zum Schluss die aristokratische Braue leicht anhob und Greyback drohend maß und dieser eine sehr aufreißende Miene zeigte und laut und drohend auf knurrte und mit sich bewegender Nase schnüffelte, aber sich dann wohlüberlegt wieder in die Höhle zurückzog und zu Bellatrix ging.

Sie lag röchelnd und halb bewusstlos da, bevor sie von Greyback rüde gepackt wurde, er sie federleicht herum schmiss, auf dass er nun ihren geschundenen Rücken sehen konnte und sich von hinten in ihr versenkte, eine Hand in ihrem Haar verkrallte und grob hochriss. Nun sah sie Lucius mit aufgerissen Augen an und wohl auch mein Gesicht, das hinter dem breiten Rücken desselbigen hervor lugte. Ich konnte aber nur einen irren, ekstatischen Ausdruck in den ihrigen lesen, als sie sich über die blauen Lippen leckte und dann laut aufkreischte.

Lucius drängte mich unaufhaltsam aus diesem Teil der Unterwelt, wie ich es ab nun nennen würde und lotste mich in eine andere Abteilung. Ich hatte etwas die Orientierung verloren, dank dieser ganzen Eindrücke die auf mich ein stürmten und auf die ich mal wieder liebend gerne hätte verzichten können.

Dann stoppte Lucius plötzlich und drängte mich an die Höhlenwand, hob seine Hände und stützte sich an der Wand hinter mir ab, sein langer Umhang hing über seine Arme, wenn es Severus wäre hätte ich gesagt es erinnert mich an Fledermausflügel die er weit ausfuhr. Er schottet mich gegen alles Drumherum ab und so stand ich da, gefangen, aber nach dem was ich gesehen hatte, tat es gut gerade so abgeschottet zu sein und nichts zu sehen außer Lucius schönes Gesicht, das mich aufmerksam musterte und ich atmete befreit auf, nachdem er mich so bestimmt die Gänge entlang gezogen hatte und ich erstmal wieder zu mir kam, nachdem ich gesehen hatten was Menschen sich einvernehmlich antun konnten.

Sein frisches Duftwasser und sein herber, durchaus anregender, männlicher Duft umfingen mich, während er mich eindringlich musterte. Ich sah ihm entgegen, versuchte durch zu atmen und mich wieder voll gefangen zu geben, was kam jetzt? Ich wusste, ich durfte nach seiner Forderung nicht die Kontrolle verlieren, das viel an meinem Auftreten lag und das wusste ich immer, nur das damals in dem Gewölbe hatte mich aus der Fassung gerissen, das hier, nun ekelte und widerte mich nur an, schockierte mich aber nicht bis in meine Grundfeste, bestätigte nur meine Meinung das Bellatrix nicht ganz richtig im Kopf tickte. Nur Lucius beherztes Eingreifen hatte mich etwas überrumpelt, aber es war kein Grund mich nicht schnell wieder zu fangen, denn er hatte mich ja im Grunde nur positiv beeindruckt, dass er mich sofort und fraglos gegen Greyback schützte.

Langsam beugte er sich vor, kam mir immer näher fast glaubte ich, er wollte mich küssen, aber doch nicht hier, nicht in dem Umfeld, nein, das war mir ganz und gar nicht recht, doch seine Lippen steuerten nicht auf meine zu, nein, er glitt mit seinem Kopf neben meinen, flüsterte, dann ganz nah an meinem Ohr:

„Das war knapp, Liebes, pass besser auf dich auf! Ich sollte wohl eher dich warnen, denn du mich!“, hörte ich seine Belustigung in seiner Stimme mit schwingen. Mich überzog eine Gänsehaut, als ich seinen warmen Atem so nahe an meiner Haut fühlte, wie er darüber strich. Er entfernte sich wieder von mir und ich sah erstaunt ein amüsiertes Funkeln in seinen Augen, na super, kam es jetzt, machte er sich darüber lustig das ich ihn gewarnt hatte, okay, den Fehler würde ich kein zweites Mal begehen. Hatte Draco also recht gehabt?

War dies wirklich wieder eines dieser Spielchen zwischen Severus und Lucius das sie sich gegenseitig reizten und Sachen nur nicht ansprachen um den anderen zu ärgern? Wie krank, aber wie gut passend zu den beiden!

Ich wollte gerade etwas antworten als er in die Brusttasche seiner engsitzenden Lederweste griff und etwas heraus zog, es baumelnd vor mein Gesicht hielt und dann mit tiefer, rauer mir durch Mark und Bein gehender Stimme erklärte:

„Wer so loyal ist, sollte belohnt werden!“ Wow, er wollte mich belohnen, er machte sich nicht lustig über mich, zeigte sich mir mal wieder undurchsichtig, wie er es seit Wochen tat. Langsam konnte ich erfassen was dort vor meinem Gesicht herum baumelte.

Ich erkannte einen kleinen, dunkelgrünen lupenreinen Edelstein der selbst in diesem schwachen Licht stolz funkelte, der in einer kronenähnlichen, feinen Goldfassung saß und an einer sehr feinen, zierlichen Goldkette hing. Ich sollte wirklich belohnt werden für die Warnung, das hatte ich nicht erwartet, ich war total perplex aber so senkte ich leicht meinen Kopf, zeigte ihm, dass er sie mir umlegen sollte, was er auch sofort tat und ich gab mich abgeklärt, um ihn meine Überraschung nicht zu zeigen.

Ich sah, wie er den kleinen Verschluss öffnete, dann fuhr er mit den Händen an meinem Hals entlang und schloss die Kette in meinem Nacken wieder, ließ sanft seine Fingerspitzten über die Kette und meine Haut gleiten, was mir, wie ich zugeben musste, sehr gefiel. Er tat dies alles absichtlich langsam, genießend und sehr anzüglich, was meine Atmung ungewollt leicht erhöhte was er dank seiner Hände mehr als nur gut erfühlen konnte, das mich seine Berührungen etwas aus der Fassung brachten und meinen Puls beschleunigten. Seine Finger glitten nach vorne, zu meinem Dekolleté, bis er den kleinen Anhänger erreichte, ihn zurecht rückte und dann spürte ich sanft seine Hand an meinem Kinn und wie er meinen Kopf anhob, auf das ich ihn ansehen sollte.

Er stand so nah, ich musste richtig zu ihm hoch sehen und das tat ich nun auch. Langsam trat er einen Schritt zurück, legte mir nun beide Hände auf die Schultern und sah mich an, dann nickte er hochmütig, als ob ihm gefiel was er sah. Doch wenn wir schon mal so vertraut und ruhig miteinander umgingen, er mir dankte, wäre es vielleicht an der Zeit auch meine Schulden zu bezahlen, kam es mir spontan in den Sinn und so auch darüber hinwegzutäuschen das ich zu spät gekommen war, da ich annahm dieser Mann vergaß nichts aber vielleicht konnte ich ihn ablenken? Und so sagte ich fest:

„Danke, für die Kette, aber ich denke, ich sollte meine Schulden nun auch begleichen!“

Ich sah kurz ein begieriges Funkeln in seinen Augen, ahnte was er wohl erwartete das ich jetzt tun würde, ganz schnell war er wieder nahe bei mir, hatte mich erneut gefangen und von allen Blicken abgeschirmt, doch ich konnte ein leichtes schmunzeln nicht unterdrücken, legte ihm abwehrend einen Zeigefinger auf die begehrlichen Lippen, die er doch glatt spitzte und somit einen Kuss auf meinen Finger hauchte, ich aber ließ mich nicht beirren und fuhr fort:

„Nicht so Lucius. Ich habe Informationen für dich! Ich lerne aus meinen Fehlern, wenn bezahle ich meine Schulden nie wieder mit Sex!“, nahm ich ihm die Hoffnung und damit auch das glitzern und er blickte fragend. Ich entferne meinen Finger von seinen Lippen, legte stattdessen die Hand an seine starke, gut verpackte Brust, während ein fragender, aber interessierter Ausdruck auf sein Gesicht trat.

„Dann hoffe ich, sie sind gut!“, forderte er rau.

Ich schmunzelte weiter, zeigte ihm mit der anderen Hand an, dass er sich zu mir herab bemühen sollte und er neige seinen Kopf mir entgegen. Ich stellte mich auf die Zehenspitzten, kam ihm wieder sehr nahe, hielt mich etwas an seiner Brust fest, schob mit der anderen Hand seine seidigen, weichen, weißblonden Haare hinter sein Ohr und flüsterte dann:

„Sie werden dir den Minister vom Hals schaffen, wäre das gut genug?“

Ich ließ mich zurück sinken und musterte ihn abwartend, das begierige Funkeln, das jetzt jedoch anders wirkte, eher wie ein Raubtier das auf der Lauer lag kurz vorm Angriff, blickten mir seine Augen intensiv entgegen, als er langsam nickte und sagte:

„Wenn das so ist, wird deine Schuld beglichen sein!“ Erneut kam ich ihm nahe, reckte mich, dass ich ihm die brisanten Informationen zuflüstern konnte und er kam mir wieder entgegen, legte seine Hände auf meine Hüften, was mich kurz irritierte, aber dann fühlte ich, er hielt mich einfach, während ich auf Zehenspitzten stand, damit ich auch auf keinen Fall fiel.

„Er hat eine außereheliche Affäre …. Von der nicht mal seine Frau weiß. Das dürfte dir doch weiter helfen!“, Leise wisperte ich ihm diese Information in sein Ohr.

Ich zog den Kopf zurück und sah ganz kurz noch, das Lucius große Augen bekommen hatte, doch er fing sich schnell wieder und antwortete nur leise:

„Du bist gut, sehr gut. Woher du das nun wieder weißt, sind die Informationen sicher?“ Ich nickte leicht, war mir ziemlich sicher, die alte Umbridge war gründlich gewesen und so nickte auch er, ein diabolisches Grinsen erschien kurz auf seinen Zügen, dann wurden sie wieder ebenmäßig und glatt. „Nun, dann sollte deine Schuld beglichen sein! Wenn du mir mehr verraten kannst! Wer?“, erklärte er nonchalant und ließ mich los.

„Edgecombe! Sie arbeitet bei der Flohnetzwerkzentrale! Und die Informationen hab ich von Umbridge, die Alte war immer widerlich genau und penibel! Ich hoffe das hilft dir sehr, ich kann dir die Kopie ihres Exposees zukommen lassen, wenn du willst!“, kam es frech von mir und er hauchte mir fies grinsend nun einen Kuss auf den Mund und meinte dann jovial:

„Das hilft ungemein, damit wird unserer rechtschaffender Minister mir gehören, aber ich denke ich kaufe mir auch die Frau…..du bist ein gefährliches Biest!“ So überlegte er sich gleich wieder die taktisch beste Lösung und löste seine Hände wiederstrebend von meinen Hüften und ich war glücklich, endlich diese leidige Schuld beglichen zu habe, atmete ich erleichtert auf und zauberte mir wieder meine Maske an wie es auch in dem Moment Lucius tat.

Hermiones Sicht ende



Lucius Sicht
Nach oben Nach unten
 
Kapitel 161-162
Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Kapitel 16-18
» Kapitel 48-50
» Kapitel 86-87
» Kapitel 119-120
» Kapitel 153-154

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
When Hermione Fights :: When Hermione Fights :: Kapitel 151-175-
Gehe zu: