When Hermione Fights
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 Kapitel 253-254

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Kapitel 253-254 Empty
BeitragThema: Kapitel 253-254   Kapitel 253-254 EmptySo Feb 12, 2012 7:34 am

253. Kapitel Privacy


Ich vertiefte den Kuss, wurde fordernder und grober, ließ nun meine Hand von der kalten Wand in ihren warmen Nacken gleiten, presste sie fest und hart an mich und drückte meine Lippen fast schmerzhafter auf ihre.

Ich hatte zwar den Trotteln aus Gryffindor nur demonstrieren wollen, dass sie mich mit meiner Freundin gestört hatten, aber trotzdem war ich aufgebracht und leicht wütend auf Daphne, was sie in dem jetzt harten Kuss gerade zu spüren bekam.

Sie bemerkte es und wurde wieder steifer, aber sie wagte es nicht sich in irgendeiner Art zu wehren, wie es schien küsste Potter so nicht!

Nein, bestimmt sogar, denn solche strafenden Küsse kannte das wohlbehütete Mädchen vor mir nicht.
Hermione könnte darüber wohl ein Lied singen. Ich hatte sie oft schon böse geküsst, das Severus das auch ab und an tat konnte ich mir vorstellen und selbst mein Vater, als er sie küsste, war bestimmt auch nicht übermäßig zärtlich gewesen.

Ich konnte hören wie Longbottom kurz überrascht und peinlich berührt keuchte, um dann leise zu nuscheln:

„Sorry!“

Aber außerdem hörte ich Schritte, die sich uns näherten. Als ich meine Lippen von den ihren löste, waren sie gerötet und geschwollen. Daphne riss die Augen wieder auf und sah erschrocken aus, blickte mich mit riesigen, ungläubigen Augen an, derweil hörte ich hinter mir auch ein erschrockenes und ungläubiges Keuchen.

Sofort löste ich meinen Blick von Daphne, drehte den Kopf und sah in die weit aufgerissenen, geschockten, grünen Augen von Potter, die sich stark verdunkelten. Er war zusammen mit Hermione und Weasley hinter Longbottom, Finnigan und Thomas aufgetaucht.

Ich schenkte allen als Reaktion, ein höhnisches und überhebliches Grinsen.

Noch bevor jemand etwas sagen konnte, oder Potter sich noch mehr verraten, ging die Tür zum Klassenzimmer auf und Professor Sinistra ließ uns ein. Es kam zu keinem großen Wortwechsel mehr, nur das empörte Tuscheln der anderen, während nach uns die restlichen Schüler langsam in den Raum tröpfelten, in dieser Zeit flogen Blicke die töten könnten, diese flogen nur so durch den Raum, wahrlich sehr unauffällig.

Daphne und ich ließen uns relativ weit hinten nieder, während Potter, Weasley und Hermione mit den anderen Gryffindors einige Reihen vor uns saßen. Kurz bevor der Unterricht begann, traf auch ein gehetzter Blaise ein, der sich auf der anderen Seite neben Daphne nieder ließ.
Er zeigte uns ein breites, fröhliches Grinsen, das leicht atemlos wirkte, offenbar war er die Treppen schnell hinauf gestürmt, hatte wohl mit seiner Astoria die Zeit vergessen, bei welchen Aktivitäten auch immer, wobei sie befriedigend gewesen zu sein schienen.

Das Trio hatte bis zum Beginn des Unterrichtes sich offenbar noch leise unterhalten, aber nun folgten sie den Ausführungen von Professor Sinistra genauso brav wie ich. Ich ließ meinen gelangweilten Blick schweifen und als die Lehrerin erklärt hatte, dass wir in kleiner Gruppenarbeit uns das nächste Kapitel erarbeiten sollten, sah ich, wie das Trio sich zusammen ausrichtete und auch ich tat mich mit Blaise und Daphne als Trio zusammen.

Da spürte ich plötzlich, dass Potters skeptischer Blick immer mal wieder auf mir lag, so wandte ich mich provozierend zu ihm und erkannte, dass er mich mit großen Missfallen maß und sehr aufgebracht wirkte.

Zu herrlich, Potters Eifersucht, jetzt sah er wenigstens wie es war, denn schließlich spielte er auch vor meinen Augen das Paar mit MEINER Freundin und das schon seit langer Zeit, vielleicht war es eine minimale Rache gegen meinen Intimfeind?

Ja, ich glaube, ich lebte gerade einen Gutteil Rache aus. Sehr listig, aber hey, ich war eine Schlange, was erwartete man von mir!

Am besten nicht allzu viel Gutes!

Somit schenkte ich Potter ein offenes zynisches, sehr fieses Grinsen und griff demonstrativ nach Daphnes Hand, ihre Hand die sie locker neben ihrem Buch auf dem Tisch liegen hatte. Der Verlobungsring spiegelte reflektierend, das gelbe Licht der Sonne.

Daphne blinzelte mich irritiert an, doch ich schenkte ihr ein verruchtes Lächeln, was sie wohl noch mehr beunruhigte, vor allen Dingen, da ich sachte und sanft mit dem Daumen über ihren Handrücken strich um dann schlussendlich meine Finger mit ihren zu verweben.

Sie hatte schmale, zarte Hände und ihre Hand wirkte geradezu zierlich in meiner. Ich liebte es zu provozieren, denn das war ein großer Spaß, vor allem da sie es wiederspruchlos geschehen ließ.

Potters Blick wurde dunkel und richtig böse, aber Bitte, ich hatte oft genug sehen müssen wie er meine Hermione nicht keusch, wie ich eben Daphne, sondern inbrünstig, leidenschaftlich und mit Zunge küsste und auch, wie er sich in ihre Arme warf. Er sollte sich mal nicht so aufspielen und aufregen, wir hielten doch nur Händchen.

Außerdem wusste ich von den Vorfällen in ihrem Gemeinschaftsraum, wenn sie sich stürmisch küssten. Ich wusste auch Hermione gab nichts auf diese Gerüchte, aber ich war immer wohl informiert und nie derart desinteressiert wie sie.

Hinzu kam, dass sie oft in Potters Bett übernachtete….stellte ich mich da an?

Ich ließ meine Hand demonstrativ wo sie war, blickte jedoch Potter herausfordernd mit spöttisch erhobener Braue an, bis Hermione unser Blickduell bemerkte und Potter genervt dazu brachte es aufzugeben und sich der Aufgabe zu widmen.

Gerade als ich meine Hand von Daphnes löste, sah Hermione mich vorwurfsvoll an und sandte mir einen sehr kalten Blick, der mir deutlich sagen sollte, auch ich sollte es wohl nicht zu weit treiben.
Ob sie noch sauer war?

Mir kam, auch wenn ich es nicht wollte, das Wochenende wieder in den Sinn, die Feier im Gewölbe, unser Streit, ihr verschwinden, die Suche und ….das Zwischenspiel in meinen Räumen, wo wir uns danach ausgesprochen hatte und fest zusammen stehen wollten, gegen Vater…mähhh, auch wenn ich es nicht zugeben wollte, Potter unterstützte mich, ich schuldete ihm zu meinem Leidwesen was.
Bei Merlin, das hier war nur eine kleine Kabellei, so gesehen und sie sollte sich nicht so haben. Potter und Daphne hatten es schwer, weil sie sich so wenig sehen konnten, aber bitte, ein klein bisschen foppen, würde Potter doch wohl noch aushalten können.

Ich mochte ihn immer noch nicht, war das so schlimm? Auch wenn er mir lieber war als Weasley!

Der Rest der Stunde verlief ruhig und ehrlich gesagt, langweilig. Ich schob die unschönen Gedanken ans Wochenende und das Gewölbe weit von mir weg und meiner Sorge um Hermione, die ich gehabt hatte als ich erkannt hatte, das sie die Schule verlassen hatte und niemand wusste wo sie abgeblieben war und widmete mich stattdessen dem öden Schulstoff und war dann unendlich froh, als die endlose Stunde endlich vorbei war.

Als ich mit Blaise und Daphne zusammen als einer der Ersten den Klassenraum zügig verließ, merkte ich auf ein mal wie die Münze, die ich an einem Band um meinen Hals trug, warm wurde. Erstaunt blickte ich zu Daphne und Blaise, die mir anzeigten das ihreMünzen auch warm wurden, sofort zogen wir uns aus dem Strom der Schüler etwas zurück in eine Ecke des Korridors und Blaise linste geschützt vor neugierigen Blicken durch meinen Rücken auf seine Münze und erklärte dann ruhig:

„Heute, in der Mittagspause im Raum der Wünsche!“

Ich nickte nur, konnte mir denken warum, doch Blaise schenkte mir einen fragenden Blick, aber ich war nicht in der Stimmung etwas derart lapidares zu erklären und so reichte ich Daphne wieder wortlos, fast schon routiniert, weil es sich eingespielt hatte, meinen Arm und wir begannen den Abstieg aus dem Astronomietrum und gingen zur nächsten Stunde.
Wie erwartet schlüpften wir zu Beginn der Mittagspause durch die schon vorhandene Tür zum Raum der Wünsche. Nachdem wir eingetreten waren, verschwand sie unverzüglich und wir fanden Hermione und Potter ungeduldig wartend vor.

Hermione empfing uns mit stoischem, kaltem Blick und abwehrend vor der Brust verschränkten Armen, während Potters Blick erst starr auf Daphnes Hand lag, die auf meinem Arm ruhte, dann jedoch zu Daphnes Gesicht ging und umgehend sanfter wurde.

Sie löste sich sehr flink von mir und eilte zu ihm, schloss ihn erfreut in die Arme und auch er schlang die seinigen beschützend um sie.

„Wo ist Weasley?“, fragte ich lakonisch an Hermione gerichtet und sie antwortete ablehnend.

„Beim Essen, denn das hier ist nicht seine Angelegenheit. Warum hast du Blaise und Astoria mitgebracht? Sie geht das hier auch nichts an!“, kam es dann leider doch recht frostig von ihr.
Blaise sah mich nur fragend an, doch Astoria wagte es zu fragen: „Warum geht….!“

Ich unterbrach sie sofort herrisch mit einem bestimmten Wink und auch Blaise schenkte ihr einen warnenden Blick, von jetzt ab still zu sein, worauf hin sie betreten drein schaute und verlegen wegsehend schwieg.

„Wir klären das jetzt! Potter benimmt sich viel zu auffällig und mir ist egal das Blaise und Astoria dabei sind!“, antwortete ich kompromisslos und stur und verschränkte meine Arme aggressiv vor der Brust, zudem reckte ich mein Kinn herausfordernd vor.

Hermione wollte mir antworten, doch Potter kam ihr mit einem leicht aufgebrachten Einwurf zuvor und ließ etwas von Daphne ab:

„Ich bin nicht eifersüchtig, du provozierst endlos Malfoy, erst das beim Frühstück, dann küsst du derart aufreizend, MEINE VERLOBTE und dann noch das im Astronomieunterricht!“ Jetzt glühten seine Wangen vor Erregtheit. Sie leuchtend rot und seine Augen glommen stechend Grün auf, als er sich schwer beherrschte nicht zu laut und aufgebracht zu brüllen, ein Fortschritt bei dem sonst unbeherrschten Mann, wie ich ironisch, böse dachte.

Ich hörte Astoria neben mir keuchen, ob der Offenbarung das ich Daphne geküsst hatte, aber bitte, da war so was von nichts dahinter.

Er war ein kleines bisschen lauter geworden und ich sah deutlich, dass er erregt und sauer war während sich sein Brustkorb schnell hob und senkte.

„Potter, krieg dich ein. Ich tue nur was gut für dich und deine Verlobte ist. Ich schützte euer Geheimnis! Und Potter, du warst es, der so dumm war deiner Angebeteten offen Blumen zum Valentinstag zu schicken, bitte, es ist deine eigene Schuld! Jetzt denken die Slytherins halt, ich hätte neben Hermione eine Affäre mit Daphne, euer Geheimnis ist also geschützt. Und bitte, Daphne ist eine schöne Frau!“, meinte ich demonstrativ, nasal leiernd als ich ihm die unschönen Tatsachen detailliert auseinandersetzte.

Ich wusste, ich goss bösartig Öl ins Feuer mit meinem letzten Satz, aber es stimmte doch und sie zu küssen, ….also es gab schlimmeres, außerdem regte sich Potter in seiner Eifersucht so herrlich schön auf. Ich bemerkte, wie er immer grimmiger und wütender zu mir blickte und mich bedrohlich anfunkelte mit seinen bestechend grünen Augen, die mordlüsternd blickten.

Hermione besah sich emotionslos und schweigend unseren Schlagabtausch, sie wirkte genervt. Potter wollte etwas erwidern, doch Daphne legte ihm mahnend den Zeigefinger auf die Lippen, sodass er schwieg. Sie schien erstaunlich ruhig und überlegt in dieser geladenen Situation.

Dann löste sich Daphne etwas aus Potters Armen, sah mich tadelnd an und bat dann dennoch:
„Draco, lasse es mich erklären, ja, bitte!“ Es klang nicht wirklich wie eine Bitte, eher wie eine Forderung.

Ich rollte mit den Augen, aber dann nickte ich nur genervt und während sie sofort begann Potter leise zu erklären was vorgefallen war, fiel mein Blick wieder auf Hermione. Sie sah abweisend und sehr kalt aus.

„Sag´s gleich, wenn du sie…oder wenn auch immer in unser Bett holen willst! Du scheinst ja Abwechslung zu brauchen! Hat das letztens nicht gereicht?“, kam es herablassend kühl von ihr.

Sie klang äußerst eisig, doch ich sah intensiv in ihre sonst lebhaften, braunen Augen, die heute erschreckend dumpf wirkten. Ich hielt ihren eisigen Blick und wusste, aus ihr sprach noch immer das Entsetzten, die Enttäuschung und wohl auch der Ekel, über das was ich im Gewölbe in der Lage gewesen war zu tun und das ich auch bereit war es zu tun.

Wobei ich glaube, dass das Gewölbe Hermione immer etwas mehr mitnahm als sonstige Aktionen, schon ihr erster Besuch war nicht glücklich verlaufen und der letzte war auch für mich nicht wirklich ein zu wiederholender Höhepunkt gewesen und was sie hatte sehen müssen und auch selbst tun, war nicht wirklich …förderlich um meine Gedanken zu zerstreuen.
Hinzu kam das was geschehen war, dass sie zu Gellert getrieben hatte, sie wirkte noch nicht vollständig wieder auf der Höhe.

Auch wenn wir darüber gesprochen hatten, konnte sie das nicht einfach vergessen. So sehr sie es sicher auch wollte und ich auch, aber mein Kommentar, das Daphne eine hübsche Frau war, war in der Hinsicht wohl ein Tick zu viel gewesen, nachdem ich erst meiner Aufgabe im Gewölbe an einem hilflosen Mädchen nachgekommen war, wie es schien war meine Arroganz mit mir durchgegangen.

Während Daphne noch immer leise auf Potter einredete, ging ich auf Hermione zu, legte meine Hände beruhigend auf ihre Oberarme und ließ völlig außer Acht, das Blaise und Astoria noch immer beobachtend da waren und nichts verstanden.

„In mein Bett kommst nur DU, das weißt du. Wir haben über das andere gesprochen, wir tun beide was wir müssen! Egal wann, wo und wie!“, erwiderte ich leise wispernd und versucht ruhig zu bleiben, denn ich selbst fühlte mich auch nicht sonderlich wohl.

„Ja, leider! Immer!“, schnaubte sie abwertend, aber auch resigniert auf, zauberte ein verunglücktes Lächeln in ihr Gesicht.

Dann zog ich sie hart an mich und küsste sie fordernd, grob und voller Leidenschaft, was sie ebenso sehnsüchtig erwiderte, bis sie sich leicht außer Atem und keuchend von mir löste, dann klammerte sie sich recht verloren mit geschlossenen an mich.

Ich wollte an das Gewölbe nicht denken, wusste selber nicht so recht, warum ich es schaffte unter diesen Umständen meinen Mann zu sehen, aber wohl auch, weil Vater mir tief eingebläut hatte wie ich meine Gefühle ausschalten konnte.

Ich tat es selten, weil ich es hasste völlig die Gefühle und jedwede Emotion auszublenden, denn hart oder böse zu sein, störte mich ja nicht, als Anführer musste ich Dinge tun, die mir nicht immer gefielen, aber sie waren notwendig. Aber die Taten im Gewölbe waren einfach nur ekelig und auch für mich demütigend.

Die Feiern im Gewölbe und die Pflicht daran teilzunehmen, das gehörte eindeutig in die Kategorie der Dinge, die ich nicht tun wollte, ganz sicher nicht, aber ich tat es und konnte es. Ja, Lucius hatte seinen Spaß an vielen dieser Dinge, doch eine Frau im totalen und absoluten Zwang zu nehmen, daran hatte auch er keine sonderlich große Freude, denn dies war wahrlich keine Herausforderung, denn er spielte sich lieber in den Verließen, das war seine Passion.

Ich war nicht der Sadist, der mein Vater war, aber ich wusste, die Kälte, die er sich angewöhnt hatte, war essenziell um unter den DeathEater in den obersten Reihen bestehen zu können, doch für mich war es noch ein langer Weg wirklich bestehen zu können, aber dafür war ich ja Lucius und Severus Assistent geworden um genau das zu lernen.

Hermione maß mich unterdessen abwägend, aus wieder offenen Augen sie entspannte sich langsam etwas. Ihr Blick verriet, dass unser Kuss sie nicht kalt ließ und antwortete dann immer noch trotzdem seltsam ungerührt:

„Wenn du es sagst! Aber die beiden sind nicht wir!“

Mir war bewusst, wären die Ereignisse im Gewölbe nicht noch präsent bei uns, hätte Hermione nie so übertrieben reagiert, wahrscheinlich hätte sie sogar darüber gelacht und mit mir Witze gerissen über unser gelungenes Schauspiel, doch gerade schien sie wirklich angefressen, wohl weil die Bilder wieder bei ihr hoch kamen.

Für mich war das Thema damit beendet und ich wollte eigentlich zum Essen, doch nun warf Potter schon deutlich versöhnlicher, aber immer noch wiederstrebend ein:

„Malfoy, treibs einfach nicht zu weit, ja! Denk dran, sie ist meine Verlobte!“

„Keine Angst, das vergesse ich nicht!“ Ich nickte nur darauf knapp und antwortete dann höhnisch grinsend.
Potter küsste seine Daphne noch ein mal, doch dann legte ich demonstrativ, vertraulich meinen Arm um ihre Taille und forderte, dass sie mitkam.

„Komm, ich will noch zum Mittagessen und du auch, Potter, lass sie lieber gehen, denn sie muss doch für zwei Essen!“ Damit zog ich ihn absichtlich auf, weil er schon wieder protestieren wollte, dass ich Daphne so bestimmt mit mir nahm, aber er verstummte, wohl weil er Daphnes bittenden Blick sah und erkannte wie kindisch er dabei war sich zu geben.

„Wir sehen uns!“, gab er sich geschlagen, als er sie leise verabschiedete.

Ich verließ mit ihr den Raum, sah Hermione noch mal an und sie wirkte nicht mehr ganz so kalt und aufgebracht wie zuvor, zwinkerte mir zu und ich ihr auch, während ich versöhnlich wisperte:

„Wir sehen uns, mein Mudblood!“

Als wir den Raum verließen und ich Daphne wieder aufforderte sich bei mir ein zu harken, hörte ich:
„Mein Gott, ich bin schwanger, nicht krank…!“, das sie leise, aber auch sehr genervt zischte.

„Das hatten wir heute schon, da fällt mir ein, du hast mir noch immer nicht versprochen mir ehrlich zu antworten und zu sagen, wenn es wirklich Probleme gibt!“, schenkte ich ihr nur eine warnenden Blick.

Sie ließ erneut ergeben den Kopf sinken und ich fühlte mich dazu berufen zum zweiten mal an diesem Tage ihr Kinn zu ergreifen und sie zum Aufsehen zu zwingen. Sie blickte mir geschlagen entgegen, wusste, sie musste es tun, dann sagte sie leise und fest:

„Ich verspreche es, Draco!“

Ich war zufrieden, belohnte ihr Versprechen sogar mit einem Lächeln.

„Gut, und nun komm, ich habe Hunger!“

Blaise und Astoria folgten uns, wobei Astoria zu uns aufschloss und sich leise berichten ließ was passiert war. Blaise hörte gespannt zu, sagte jedoch nichts, aber an seinem Verhalten erkannte ich, dass er wieder über etwas grübelte und uns aufmerksam beobachtete.

Dank der drei Gryffindortrottel, die Daphne und mich bei unserem Gespräch gestört hatten, wusste beim Abendessen wohl ganz Hogwarts, das ich angeblich mit Daphne zusammen war, aber bitte, mir war das so was von egal, solange die Slytherins kuschten und mich in Ruhe ließen, denn die anderen ließen mich erst recht in Ruhe.

Dracos Sicht Ende

Hermiones Sicht
Als wir am Nachmittag in Severus Verteidigungsunterricht saßen bewunderte ich seine stoische Gleichgültigkeit, wie er mit den Gryffindors agierte, die ja sehr wohl gesehen hatten, wie er mit mir umging, aber auch das ich nicht zurückgekommen war.

Die Blicke sagten viel. Das offene Misstrauen, die gezeigten Zweifel und auch die große Empörung lagen offen als Spannung in der Luft, die er gekonnt überging und ignorierte, wobei auffiel, dass sich viel getan hatte bei uns Jugendlichen. Nichts erinnerte mehr an junge, unbeschwerte Kinder, an normale, glückliche Schüler, die unbesorgt lernten und der Zukunft unbesorgt entgegen sahen.

Nein, das Lachen war uns abhandengekommen. Die Klassen waren ruhig, um nicht zu sagen zu leise, die Aufmerksamkeit hoch und die Mitarbeit vorhanden. Es gab kein Tuscheln oder Kichern mehr während der Unterrichtsstunden. Ja, alles hatte sich in kürzester Zeit geändert!

Und wie gesagt, Severus nahm jede Änderung stoisch hin somit konnte man aber nicht behaupten das er anders war als sonst, denn er war ungerecht uns gegenüber wie eh und je und auch ebenso bösartig. Wie immer zischte ab und an seine Stimme peitschend hart durch den Raum, wenn er mich aufrief und ich auch wie immer mein Wissen bereitwillig kundtat, indem ich korrekt antwortete. Wir spielten das ewige schlechte Schauspiel weiter und ließen uns nichts anmerken, übergingen die spannungsgeladene Atmosphäre gekonnt in unserer Ignoranz.


Aber so kam es auch, das ein außerordentliches Treffen der DA anberaumt wurde, denn es glühten am Abend unsere Münzen und wir alle lüpften überrascht die Brauen, da weder Harry, noch Ron oder ich uns darauf einen Reim machen konnte.

So durften wir sehen wie uns die komplette DA aber auch die BL empfingen, zusammen mit den Sltyherins, die dazu gehörten!
Es wirkte wie ein Exekutionsausschuss, der uns erwartete, um uns vor ein Gericht zu stellen.
So stand ich kurz vor einem Schreikrampf und verbot ihn mir doch zur gleichen Zeit rigoros, denn mir standen derartig überschäumende Gefühle wahrlicher nicht mehr zu und so verschränkte ich meine Arme vor meinem Bauch und stand gezwungen abwartend da.

Ich bezog meinen Platz zu Harrys rechter Seite und Ron zu seiner linken, sodass wie eine tirolische Einheit bildeten, während mich eine gewisse Gleichgültigkeit überrollte mit der starken Vermutung zu wissen was auf uns zukommen würde.

„Wer hat das hier angeordnet?“, fragte nun Harry mit drakonisch tiefer Stimme, worauf sich Padma, Hannah und Neville aus der Masse lösten und Blaise genervt mit den Augen rollte, als auch er einen Schritt bestimmt vortrat. Es sah eher so aus als wäre er nicht wirklich dafür gewesen, aber überstimmt worden.

„Wir waren das Harry! …wir finden uns stehen einige Erklärungen zu …uns allen!“, zeigte sich Neville erstaunlich sicher und kämpferisch, als er nahe an uns herantrat und mich mit einem unleserlichen Blick maß, damit zeigten Padma, Hannah und er, dass sie als Anführer die Entscheidung einheitlich getroffen hatten.

„Ja, und diese Erklärungen stehen euch auch zu!“, ertönte es von Harry und sowohl Rons als auch mein Kopf ruckten überrascht zu Harry und wir sahen sein Profil verblüfft an, als er sich mehr als schnell in die neue Situation hineinfand.

„Schaut nicht so ihr zwei! Wir wollen uns doch gerade von Dumbledore und Co. absetzten, indem wir die „Kinder“ nicht für dumm verkaufen, oder?“, zeigte Harry uns ein schmallippiges, sehr berechnendes Grinsen und ich nickte sachte als Harry weitersprach.

Die aufgeregte und gespannt Unruhe, die bei seiner sofortigen Zustimmung ausgebrochen war, sollte verständlich sein.

„Setzte euch!“, meinte Harry gebietend und sank nachdem lauter Sitzkissen erschienen waren zu Boden und ich und Ron taten es ihm an seiner Seite gleich und warteten das uns die anderen folgten, nachdem alle saßen verstummten auch peu a peu die störenden Geräusche und eine gespannte Stille legte sich über die Gruppe.

„Ihr habt vollkommen Recht, euch steht ein Teil der Informationen zu…ihr, die ihr euch für UNS, für mich entschieden habt! Wobei, ich die Slytherins hiervon ausnehmen…aber bevor jemand rumschreit, ich vertraue ihnen, deshalb dürfen sie bleiben! Nur haben sie sich halt nicht aus freien Stücken und eigener Wahl für mich entschieden und sie haben einen anderen Chef…Malfoy, dem sie folgen, aber sie werden schweigen, nicht nur aufgrund der Zauber…“, hatte er seine Hand bestimmt gehoben und meine Lippen umspielte ein seidiges Lächeln, da ich wusste, die Schlangen gehörten eh mir, also war dies die geringste Sorge ,die wir hatten. Sofort setzte ein minimales Murren ein, das aber aufgrund des bitterbösen Blicks, den Harry jedem Einzelnen sandte, rasch verstummte. Aber die Slytherins wirkten wie bestätigt über so viel Zuspruch und sahen sehr ergriffen zu Harry, offenbar bedeutete es ihnen viel hier akzeptiert und auch respektiert zu werden.

„Ich denke, jeder von der DA weiß von der kleinen Hufflepuff?“, fragte er in den Raum und ich durfte die zum Teil recht giftigen und bösartigen Blicke erleben, die mir begegneten, darunter besonders gemeine und nachtragende aus den Reihen der Hufflepuffs, aber niemand wagte etwas zu sagen.

„Gut, dann muss ich wenigstens nicht bei Null anfangen! Also Hermione hier, sah sich gezwungen das Gedächtnis des Mädchens minimal zu modifizieren…und hierbei möchte ich die Möglichkeit beim Schopfe packen und Hannah, sowie die Weitsichtigkeit der Hufflepuffs besonders lobend hervorheben, dass sie so intelligent an die Sache gegangen sind und es vor der Lehrerschaft
verschwiegen haben! Hannah toll gemacht!“, kam es geschäftig von Harry, während er Hannah weiche Blicke sandte und diese bei dem offenem Lob leicht rosa anlief, aber von dem ein oder anderen Mitglied anerkennend die Schulter getätschelt bekam.

„Den Grund und das warum und wieso….ist ein Geheimnis!“, fuhr er kompromisslos fort. Klar, denn es wusste ja nicht mal Harry dass meine „weißen Augen“ gekommen waren. Aber darauf setzte unverzüglich ein Murren und Grummeln ein, das er aber unterband, indem er leicht die Stimme erhob als er weitersprach:

„Leute, ihr wollt alles gar nicht wissen! Weiter geht es….ja, Hermione war die letzten Tage nicht im Schloss! Das hat damit zu tun, das sie „meine Aufträge“ außerhalb der Schule ausführt!....“

„ABER DAS IST UNMÖGLICH!“, wurde er rüde von Ernie McMillan unterbrochen, der sich sichtlich echauffierte, während alle Harry bisher gebannt gelauscht hatten.

„Genau, niemand kann das Gelände unbemerkt verlassen!“, ertönte es von jemand anderem aus den Reihen der Mitglieder der DA.

„RUHE! UNTERBRECHT MICH NICHT!“, brüllte nun Harry erbost und sofort kehrte Ruhe ein, nachdem er sich aufgerichtet hatte und man spürte das sich mal wieder seine Magie um ihn ballte, die beeindruckend war.

„Natürlich ist es möglich, aber bis auf Hermione ist es niemandem möglich!“, verzogen bei der Behauptung die Slytherins verächtlich ihr Gesicht, schließlich wussten sie doch wiederum das Draco genauso oft verschwand wie ich, aber niemand wagte etwas zu sagen, was Harry wohlwollend nickend zur Kenntnis nahm.

„Wie dem auch sei, McGonagall ist soweit eingeweiht, das Hermione ab und an verschwindet!“, platzte die Bombe und die Gefahr bestand, das eigne bei ihrer Verblüffung nie mehr den Mund würden schließen können. Sie sahen in ihrer entgeisterten Übertölpelung sehr amüsant aus und mich kitzelte es in den Mundwinkeln hysterisch zu lachen, wenn ich es nicht derart verabscheut hätte, das man wollte das ich mich vor anderen rechtfertigte.

„Ist…ist…das, ist das euer Ernst?!?!“, kam es stotternd von Neville, als Harry sachte mit teuflischem Grinsen nickte und Nevilles Augen überrascht zu mir wanderten und ungläubig auf meiner Gestalt liegen blieben, wobei er nicht der einzige war, der mich ansah als wäre ich eine göttliche Erscheinung.

„Ja, wir haben es geschafft, sie fürs erste von uns zu überzeugen! Sie deckt uns zu einem gewissen Grad, gegenüber Dumbledore!“, verkündete Harry sichtlich Stolz und konnte eine gewisse selbstgerechte Arroganz ob dieser Tatsache nicht verhehlen.

„Wow, das ist abgefahren!“, „Unvorstellbar!“, „Die McGo?“, „Dieser Drachen?“, „Das kann ich nicht glauben!“, ereiferten sich die Mitglieder und eine große Unruhe brach aus, die wir einige Zeit laufen ließen damit sich die Gemüter beruhigen, bis Harry wieder ihre Aufmerksamkeit forderte, denn da mischte ich mich nicht ein, weil Harry lernen musste zu führen.

„Beruhigt euch….leider ging ein bisschen was schief, eigentlich ja schon von Anfang an, deshalb war Hermione länger fort und wir haben den „Spaß“, oder auch Schmierentheater genannt, mit Ron aufgeführt!“, kam es sehr ironisch von Harry und die Gryffindors sahen leidend aus, als sie sich daran erinnerten wie McGonagall nach „mir“ im Schlafsaal gesehen hatte und sandten mir schon wieder abwägende und misstrauische Blicke.

„Und ihr könnt uns ruhig glauben, McGonagall, ist wirklich zu einem Teil informiert! Wenn das vielleicht einige beruhigt! Nur Dumbledore ist absolut außen vor!“, führte Harry sachlich weiter aus, der die Stimmung gegen mich sehr wohl wahrnahm.

„Moment, das heißt auch, das Snape was weiß? So wie er sich aufgeführt hat?“, kam es nun reichlich laut von Ginny, der ein Geistesblitz gekommen war und die aufgeregt auf die Knie gegangen war bei dieser Feststellung. Harry warf mir dabei einen überlegenden Blick mit schiefgelegtem Kopf zu und meinte dann, als ich absolut nicht reagierte:

„Es ist vielleicht nicht immer alles so wie es scheint! Lasst es gut sein!“ Das war keine wirkliche Bitte, da seine knallharte Tonlage von den Wänden widerhallte und dafür sorgte das Ginny wieder auf ihren Hintern plumpste.

„Ja, Leute, lasst es gut sein und lasst es mich so sagen, Unwissenheit kann ein Segen sein!“, hatte nun plötzlich Ron seine Stimme erhoben.

Nachdem seine extrem schlauen Worte verklungen waren, herrschte wirkliche Stille, denn wie es schien nahm sich jeder diese Weisheit zu Herzen. Er hatte es inbrünstig gesagt, offensichtlich hatten Ron all die Wahrheiten und Offenbarung extrem reifen lassen und er hatte erkannt, dass er vielleicht doch nicht immer alles hätte wissen wollen, egal ob es das war was ich tat, oder dass das seine Brüder ein Paar waren. Egal, es gab viel was die Wahrheit war, aber noch lange nicht leicht zu akzeptieren.

„Was heißt das auf Snape bezogen!?“, wollte aber Neville trotzdem mit vorgerecktem Kinn wissen, worauf wieder Harry fragend zu mir sah, nur um dann zu seufzen.

„Er,… er ist gefährlich! Er ist Snape!“, zuckte Harry die Schultern als wäre damit alles gesagt, bekamen alle sehr wohl mit, das wir nicht mehr über diese Person sagen würden.

„Des Weiteren, warum muss Hermione aus der Schule raus? Das geht euch nichts an! Das hat meist mit einem Auftrag von mir zu tun. Sie erledigt es am schnellsten und am besten. Es wäre schön wenn sie von euch Unterstützung erwarten könnte und keine Knüppel, die ihr ihr zwischen die Beine werft!“, bat Harry alle und warf einen harten, fordernden Blick in die Runde, während ich die schweigsame Unschuld vom Lande mimte und tat als könnte mich kein Wässerchen trüben.

„Ja, aber ist das nicht viel zu gefährlich!“, meldete sich nun das zarte Stimmchen von Cho zu Wort und Astoria warf ihr sofort einen schiefen, leicht scheelen Blick zu.

„Ja das ist es immer!“, kam es abwiegelnd von Harry, bevor ich zum ersten mal aufraffte und was sagte:

„Jemand muss die Drecksarbeit machen!“ Ich war amüsiert und erntete dafür doch glatt alle Blicke, die zwar weniger erstaunt aussahen, dafür aber zweifelnd und misstrauisch.

„Ähm, ich hab mal eine selten doofe Frage, aber was habt ihr dauernd in unserem
Gemeinschaftsraum zu tuscheln, am besten ihr baut nur noch diese Zauber auf und um euch rum, denn ihr seid immer nur abgeschottet! WARUM?“, fragte nun Lavender erstaunlich interessiert und funkelte Ron an, der sichtbar mit den Augen rollte.

„MHM….Lavender, was! Mal dies Mal das….vieles was zu gefährlich ist als das ihr es hören solltet! Zu viel was die Außenwelt betrifft, fern ab von hier, dort wo die Realität lauert! Mit all ihren Schrecken! Das wollt ihr nicht hören! Und wenn doch, so müsstet ihr die Konsequenzen tragen, so wie wir es tun! Ron, ich und Hermione! Freut euch doch, wenn ihr noch „Kinder“ sein könnte!“, gab Harry viel zu und doch gar nichts, sorgte aber dafür das sich eine gespenstische, fast schon melancholisch schwere Atmosphäre ausbreitete und viele eine sichtbare betroffene Miene zeigten, wissend das wir nicht übertrieben, dafür hatten schon zu viele Verlust in der realen Welt erlitten, als das sie nicht wüssten wovon wir sprachen.

„WOW, das ist traurig!“, warf nun Romilda Vane vorsichtig ein und blickte mit großen, dunklen Kulleraugen treu doof zu Harry.

„Mein Leben war noch nie schön, oder besonders Lebenswert!“, bekannte nun Harry erstaunlich offen, aber mit einem Ton der nicht wirklich Nachfragen wünschte, oder auch nur im Ansatz darauf hindeute, das er bemitleidet werden wollte, weil er dies sehr eisig von sich gab und selbst Cormac und Co., seine größten Skeptiker, beobachteten Harry unwohl als er so darüber sprach, schließlich ging es nun bei mir ans Eingemachte, da sie sich nun auf mich einschossen.

„Hallo, das bringt mich aber zu einer anderen Frage, was hat dich Hermione derart anders…soooo kalt gemacht?“, durchbrach Parvati wacker die Stille und sorgte mit ihren neugierigen Worten dafür, das alle Aufmerksamkeit auf mir lag und ich hob abwägend eine Braue und blickte eisig in die Runde.

„Ja, fast eisig möchte ich sagen!“, warf nun Leanne forsch ein, sie sah mich entschuldigend an und somit wurde nun meine große Stunde eingeläutet, als ich meine Lider ergeben senkte um dann mit einem extrem wässrigen Blick aufzusehen, zauberte ich mir die unechten Tränen gekonnt in die Äugelein.

„Kalt, eisig…hart, nicht mehr die einsame, seltsame Streberin? Immer war ich wer, was verändert einen? Die Umstände, die äußeren Umstände…die ersten Anzeichen des Krieges blieben auch nicht vor mir verborgen und ihr wisst, Harry, Ron und ich, wir erleben seit der ersten Klasse viel, vielleicht zu viel? Das Turnier…Cedrics Tod, das kann doch auch an euch nicht ohne Folgen vorbeigegangen sein! Eigentlich geht es euch auch gar nichts an!“, versuchte ich abzuwiegeln, wusste aber sie würden weiter fragen und ich würde einen kleinen Teil preis geben, der sie wohl vorerst begüten würde, da es etwas war, was wohl niemand von ihnen von mir dachte und somit ausreichen würde, hoffte ich.

„Warum betonst du dermaßen, Cedric?“, wandte nun Cho erstaunlich hellhörig ein und ich überlegte während ich meinen Kopf sinnierend hin und her wiegte und entschied mich das ich mir den Spaß gönnen wollte, wobei ich mir auf die Unterlippe biss um mir das aufkeimende Lächeln zu verbeißen. Ich wollte und musste provozieren um abzulenken.

„Warum Cho…weil ich mal mit Cedric zusammen war!“, keuchten auch Ron und vor allem Harry erschrocken auf, weil ich dies hier so offen allen sagte, aber Harry und Ron wussten es ja.

Doch unter den Schülern tobte fast ein Sturm der Entrüstung und Überraschung, während sich meine beiden Freunde schnell fingen, rührte ihre Überraschung schließlich nicht von der Tatsache an sich, sondern nur das ich sie hier offenbarte. Wenn man bedachte, das Cedric noch harmlos war im Vergleich zu Snape oder auch Draco und sie wussten es ja beide, wobei ich Harry es damals persönlich offenbart hatte und er hatte die Aufgabe gehabt Ron in alles einzuweihen, aber sie schienen wirklich erstaunt das ich es den anderen vertrauensvoll mitteilte.

„Oh…deshalb seit ihr in deinem dritten Jahr immer zusammen im Vertrauensschülerbad verschwunden!“, lallte nun eine verträumte Luna und sorgte dafür das wieder alle abrupt verstummten, da sie ausplauderte, das ich ein frühreifes Früchtchen gewesen war, was mich doch glatt Grinsen ließ, Luna war ein Original.

„Luna, du Spionin!“, grinste ich nun frech. „Du hast uns gesehen?“

„Du hast es echt faustdick hinter den Ohren, oder?“, kicherte Blaise amüsiert, der nicht wirklich erstaunt wirkte, eher sehr belustigt, genauso wie Astoria, die mich mit bewundernden Augen von unten blickend maß.

„Klar, das ging ja fast ein halbes Jahr lang, bis zu den Ferien!“, zeigte sich Luna super gut informiert, während sie mich mit ihren hellen, silbrig blauen Glubschaugen ins Visier nahm. Diese Augen, die dermaßen benebelt blickten, aber wie es schein einen sehr klaren Durchblick hatten. Die Kleine war eine Wucht, wirklich!

„Erstaunlich, was du immer mitbekommst! Und ich dachte Cedric und ich, wir wären vorsichtig gewesen!“, sprach ich lässig über das Brausen hinweg, das meine Offenbarung mit sich brachte, da viele mehr als entrüstet wirkten das ich dem heiligen Cedric so nahe gekommen war, aber ihre Sichtbare Empörung ging an mir spurlos vorbei, denn es tangierte mich nicht wirklich.

„OH, das wart ihr….keiner wusste es! Ja, nicht mal Harry oder Ron!“, warf Luna nun selbst belustigt ein, während mich Cho mit riesigen, ungläubigen Augen anstierte.

„Das fass ich nicht, unser Cedric und DU, ein Paar?“, kam es abwertend von Zacharias Smith und so einige Hufflepuffs wirkten total konfus über diese unerwartete Offenbarung.

„Echt, jetzt Hermione! Cedric hatte was mit dir am Laufen das ist unglaublich!“, kam es von Hannah tonlos, als ihr auch Susan nickend zustimmte, meinte Justin verwirrt:

„Und ich dachte, er war zu dem Zeitpunkt mit einer anderen zusammen!“

„Du…du… das glaub ich nicht!“, schüttelte auch Cho den Kopf, worauf ich die Augen rollte, während sich Blaise fast in die Hose machte vor unterdrücktem lachen, zwar hatte er davon auch nichts gewusst, aber die Vorstellung schien ihm zu gefallen.

„Cho ganz ruhig, Cedric hat sich dann für dich entschieden, keine Sorge, zu Beginn meines vierten Schuljahres waren wir uns einige das es aus und vorbei war!“, überging ich die entrüsteten und empörten Einwürfe der Hufflepuffs und wandte mich an eine pikierte Cho. Es war zu herrlich, das ich alle mit dieser alten Kamelle ablenken konnte.

„Warst du nicht ein wenig arg jung für Cedric?“, kam es nun zweifelnd von Susan und ich lachte perlend auf.

„Eher frühreif“, warf Theodore Nott verhalten lächelnd ein und erstaunte mich, dass er derart tapfer das Wort ergriff, aber ich freute mich, denn Nott war nicht dumm.

„Jung? Also erstens bin ich eh ein Jahr älter als die anderen, 1979 geboren und nicht 1980 und in meinem dritten Jahr sorgte noch was dafür das sich daran etwas minimal veränderte, also war der Altersunterschied nicht sooo gravierend!“, machte ich eine abwägende Geste mit meiner erhobenen Hand, war aber auch im Zentrum des Interesses erstaunlich ruhig und gefasst.

„Wie soll denn das gehen?“, kam es zu meinem Erstaunen überfordert von Pansy, aber ich sah nur Harry und Ron fragend an.

„Ähm…nun, ja…Hermione….!“, stotterte Harry zum ersten mal heute rum, als Dean ungeduldig einwarf:

„Was…was, war im dritten Jahr?“

„Ich hatte vom Ministerium und Dumbledore einen Zeitumkehrer, damit bin ich, ab damals ein Jahr älter…und ja, Cedric wusste das!“, quoll mehr als nur ein Augenpaar aus den Höhlen.

„Ein Zeitumkehrer? Die sind verdammt selten!“, echote Padma ehrfürchtig.

„Ja, aber ich war auch froh ihn wieder los zu sein, denn es ist anstrengend, sehr anstrengend!“, erinnerte ich mich mit sichtbarem Schauder an die Doppelbelastung.

„Du und Cedric….ich finde immer noch das abwegig….“, flüsterte Harry mir zu und wackele amüsiert mit den Augenbrauen, während er mich mit der Schulter anstieß, unterdessen schüttelten so einige den Kopf, während Cho noch immer betäubt aussah.

„Ihr erlebt vieles was andere von uns nicht erleben, oder?“, warf Ernie McMillan wenig begeistert ein, aber er wirkte eher traurig, denn neidisch.

„Das erklärt aber nicht deine Veränderung, oder?“, kam es von Katie Bell und sie blickte mich intensiv an.

„Und… du hast dich enorm verändert!“, wandte auch Neville entschieden ein, als ich die taxierenden Blicke aller im Raum fühlen durfte.

„Na, zu einem Teil schon Neville! Aber ja, ich war erschüttert das Cedric nun Tod ist, aber vor allem der Tod meiner Eltern hat mich sehr mitgenommen!“, log ich wie gedruckt ohne rot zu werden. Es ging mir leicht von den Lippen, denn so schlimm es erschien, sie waren für mich wirklich Tod. Das mussten sein, damit ich weiterleben konnte!

„Inwiefern?“, wollte es nun interessiert Hannah hart wissen und strich sich eine Strähne ihres kurzen Haares zurück.

„Ich habe erkannt, nachdem ich nun allein war….das war erschütternd, aber das tragischste war zu erkennen, dass Dumbledore keine Sekunde einen Gedanken an meinen oder den Schutz meiner Eltern verschwendet hat!“, warf ich in den Raum, dann versank alles wieder in betroffener Stille, da meine Worte erschütterten, aber durchaus stimmten. Die gespannt Ruhe hielt weiter an, bis ich auf einmal böse grinste und meinte:

„Aber nur weil ihr denkt, dass ihr immer wusstet, dass ich eine heilige Streberin bin, geht ihr einfach von falschen Voraussetzungen aus, die ich aber nie war. Ich will euch mal etwas erzählen: Kam ein kleines Mädchen in eine Zoohandlung. Sie lächelt den Tierhändler freundlich an und sagte: „Ich möchte gern ein Kaninchen.“ Da fragte der Zoohändler: “Möchtest du dieses kleine, süß, braune mit den großen Augen, oder dieses kuschelige, wuschelige, flauschige, weiße Kaninchen?“ Da entgegnete das kleine Mädchen: „Ich denke, das ist meiner Python egal“!“ Ich hatte meine Erzählung beendet, als Ron affektiert lachte:

„Ahahah, das ist ein lustiger Witz!“ Sofort blickte ich ihn sparsam an und alle anderen wirkten geschockt, als sich Harry mit ungläubigen Augen zu Ron wandte:

„Ron das war kein Witz?!“

„Nicht??? Aber wann hattest du, Schönste, eine Schlange?“, kam es perplex von Ron.

„Mit sechs hatte ich sehr wohl eine Schlange. Sie war süß und ja, das WAR ICH! Meiner Mutter war es sehr unangenehm. Sie hat mich an Händen und Füßen von dem geschockten Händler weggezerrt!“, hatte ich mir den Spaß machen wollen, ihnen zu zeigen, das ich schon immer sehr….pragmatisch gewesen war.

Nun herrschte gespenstische Stille, bis auf einmal diese Ruhe durch die nächste Frage unterbrochen wurde.

„Wer hat einen Bären als Patronus?“, wollte da Greg auf einmal neugierig wissen, lenkte damit von mir persönlich ab und alle sahen sich gegenseitig verständnislos an.

„Keiner, warum Greg?“, wollte jetzt auch Harry wissen und er überspielte sein Wissen gekonnt und log erstaunlich gekonnt.

„Nun, es kam einer in den Gemeinschaftsraum und …..so erfuhren wir, das Hermione nicht im Schloss ist!“, hatte er sich gerade noch zusammengerissen um nicht zu verraten das ich im
Gemeinschaftsraum der Slytherins ein und ausging, oder hatte doch eher mein Zauber gewirkt?
Was auch immer, es war effektiv und nur das zählte!

„Nein, keiner von uns hat einen Bären! Wir haben erst heute Morgen von Hermione, das mit der Hufflepuff und den genaueren Umständen erfahren!“, log Harry ohne rot zu werden und blickte überzeugend in die Runde, sodass selbst die Slytherins ihm glaubten.

„Da kommt mir die Frage! Wer hat eine Echse?“, wollte Jack Sloper von uns Gryffindors interessiert wissen „Die kam nämlich immer zu uns gestürmt…gestern!“, verzogen die Slytherins nicht eine Miene und deckten Blaise, als alle verneinend die Köpfe schüttelten und abstritten einen solchen Patrouns zu kennen.

„Harry?“, wandte nun Neville fragend ein.

„Sorry Leute, ich kann es euch nicht sagen! Aber ja, ich weiß wem die Echse gehört!“, wedelte er abwehrend mit seinen Händen, was bei einigen für abfällige Schnauben sorgte.

„Der große Schweiger!“, „Und Geheimnisträger!“, kam es von Smith und McLaggen, aber mehr war von ihnen nicht zu hören, erstaunlich zu im Vergleich sonst, wie es schien hatten die Schläge geholfen.

„Ich, ich möchte was sagen…ich finde es sehr mutig von dir, das du dich alleine aus dem Schloss traust? Aber ist das wirklich schlau?“, wollte nun Lavender sehr tapfer wissen, während ich spürte, wie mich Padma mit gesenktem Kopf die ganze Zeit beobachtete, schien das indische Mädchen sehr argwöhnisch.

„Schlau, nein! Aber es musste sein, also blieb keine andere Möglichkeit!“, zeigte ich mich wieder mal pragmatisch.

„Ihr habt wirklich viel mitgemacht, wenn du dich dermaßen traust, trotz allem rauszugehen, oder?“, schluckte Demelza Robbins sichtlich und blickte mich aber auch mit einem gewissen Stolz an und ich zuckte bei einer derartigen Reaktion mit den Schultern gleichgültig.

„Ich möchte noch was wissen! War das mit meiner Hauskameradin wirklich nötig?“, sah ich in das mittlerweile sehr harte und scharfkantige Gesicht von Hannah. Die Weichheit und Sanftheit waren endgültig gewichen und auch ihre Stimme klang sehr streng.

„Hätte ich es sonst getan?“, warf ich kalt ein, als ich mich und ihrem Urteil stellte und sie hielt meinem Blick in einem regelrechten Duell stand, während sich ein erschreckend fieses Lächeln auf ihrem Gesicht ausbreitete:

„Du hattest echt Schwein, das Susan die Kleine entdeckt hat!“ Die Art wie sie damit umging war etwas das mir Hannah noch sympathischer machte als eh schon. Sie wurde zu einem abgebrühten, kleine Luder, worauf ich ihr Grinsen nicht weniger gefährlich erwiderte.

„Ich hoffe es geht ihr gut!“

„Klar, du hast ganze Arbeit geleistet! Wie gut, das du immer derart auf die Theorie bestehst, sonst hätte ich das alles nicht so erkannt und gewusst was zu tun ist!“, erwiderte sie und grinste noch immer sehr verschlagen

„Tja, da seht ihr einmal was es bringen kann zu lernen!“, meinte ich gutgelaunt zu ihr.

„Tut mir ja leid, wenn ich euren Plausch unterbreche, aber ich finde das schon alles sehr bedenklich….Hallo, ich meine Snape hat dir gestern eine runtergehauen und ist wieder einmal in Gryffindor eingedrungen…sollen wir das einfach so schlucken?“, warf nun Dean erregt ein und ich verkniff verärgert meine Lippen.

„Ja, Dean!“, ging Harry kompromisslos dazwischen, als das Murren entstand, dann konnten wir hören, dass Harry sich seufzend durch die Haare fuhr.

„Leute, ihr wisst so derart viel nicht…ihr habt doch alle keine Ahnung!“

„Ja, wer ist denn daran schuld….ihr redet doch nie!“, „Ja, das stimmt! Wir sind immer die letzten Deppen die was erfahren!“, kam es nun von Smith und McLaggen, aber diesmal waren an sich alle auf ihrer Seite, worauf mich Harry schockte als er meinte:

„Gut, dann was zur Unterhaltung, ihr wollt mehr wissen! Ich hab in der fünften Dumbledores Büro zu Kleinholz verarbeitet, als ich mich mit ihm gestritten hab, Hermione war dabei! Sie hat mich beruhigt, sonst würde wohl dort, nur noch ein Loch klaffen!“ Ich fasst ihn sofort an der Hand, wissend, dass er diese Erinnerung an Sirius Tod nur hervorrief um von mir abzulenken.

„Echt jetzt und was hat Dumbledore gemacht?“, funkelten Seamus Augen neugierig, wenn sie etwas von unserem Abenteuern erfuhren, waren immer alle ganz Ohr.

„Nichts, er hat sich bei mir entschuldigt!“, fauchte Harry wütend, denn die Erinnerung tat ihm immer noch weh und ich streichelte seine Rücken beruhigend.

„Dafür, dass du sein Büro zerstörst?“, zeigte sich Unverständnis in der Frage von Terry Boot.

„WOW!“, „Krass!“, zeigte sich Dean zusammen mit Dennis und Colin beeindruckt.

„Ja, er hat etwas sehr, sehr schlimmes getan und mir zum ersten Mal erklärt, warum er sich gezwungen sah so zu handeln, wenn du mich fragst, alles nur Mist, was ich mir anhören musste! Und ich mache ihn immer noch dafür verantwortlich, das mein Pate bei der Sache im Ministerium draufgegangen ist!“, zeigte Harry offen seine Verbitterung über seinen Verlust und das er enttäuscht vom Alten war.

„Du meinst den Sträfling?“, warf nun Cho vorsichtig fragend ein und Ron warf ihr einen finsteren Blick zu, als ich dazwischen ging bevor Harry aufbrauste:

„Lüge, alles LÜGE! Sirius Black war kein Mörder, …leider!“ Sofort schockten meine Worte und einige Mädchen der DA schrien oder kreischten leise auf, während Padma den Blick nicht von mir nahm, verhielten sich die BL- Mitglieder sehr besonnen, denn sie wussten ja etwas mehr als die anderen von den Hintergründen.

„Leute beruhigt euch! Das ist wirklich so! Ein Mann namens Peter Petewgrew hat Sirius diese Taten in die Schuhe geschoben, aber das ist Vergangenheit! Verfehlungen von Dumbledore und dem Ministerium, auf das ein Unschuldiger 12 Jahre in Askaban saß!“, meinte Ron laut und brachte damit Ruhe in den Aufruhr.

„Und Dumbledore hat sich wirklich entschuldigt!“, hörte man wie Susan zweifelnd hauchte.

„Ja, dafür und für noch viel mehr…aber das ist noch privater…lasst mir bitte etwas Privatsphäre!...aber ja, er hat sich entschuldigt, aber ich habe dankend verzichtet! Er hat mich ein paar Mal zu oft enttäuscht!“, zeigten die Mienen aller eine große Verblüffung darüber, das wir zum ersten Mal öffentlich zeigten das wir ein angespanntes Verhältnis zum Schulleiter unterhielten.

„Außerdem ist auch Dumbledore nicht das was er zu sein scheint! Leider können wir euch hier nicht mehr sagen!“, meinte nun Ron entschuldigend, als wir erstaunt wurden.

„Dachte mir schon, dass sein Opagetue der Sanft- und Gutmütigkeit nur aufgesetzt ist!“, kam es zum ersten Mal ernsthaft und intelligent von Smith, als er seine zynische Meinung kundtat und sich die Slytherins dem sofort lauthals anschlossen, verhielten sich die Gryffindors zurückhaltend über diese Eröffnung, vor allem Neville sah sehr unglücklich aus der Wäsche.

„Das ist nicht alles?“, meinte er da auch schon und dann lachte Harry rau auf und schüttelte betrübt den Kopf.

„Nein, Gott bewahre! Ich will ihn nicht als zweiten Voldemort hinstellen, aber der gute, brave, sanfte licht-und segenbringende Glücksbringer ist er auch nicht!“, erklärte Harry abgeklärt, dabei zuckte ich zusammen als er meinen Lord bei seinem verpönten Namen nannte und erntete ein kleines, entschuldigendes Lächeln von Harry.

„Oh mann!“, „Das hört sich nicht gut an!“, „Das gefällt mir gar nicht!“, „Und McGonagall sieht das ähnlich…ich meine, wenn sie euch hilft?“, riefen einige wüst dazwischen, bis sich eine Stimme von den anderen abhob.

„Uns, in Slytherin kam er noch nie Koscher vor!“, meinte Blaise lapidar und lümmelte sich nun fast liegend, genüsslich auf dem Boden.

„Mal was ganz anders, das würde mich jetzt brennend interessieren! Würdet ihr es uns sagen, in welches Haus euch der Hut einsortieren wollte?“, kam es neugierig von Antony Goldstein.

„Klar, Slytherin!“, war es als hätte Harry einen Todesfluch gesprochen, derart ungläubig waren alle erstarrt als sie verblüfft und total überrascht zu uns starrten. Ich wusste es ja, Ron hatte es sich gedacht, aber selbst Blaise wirkte leicht überrumpelt.

„Du…Du…Neee oder?“, „Das fass ich nicht!“, „Wie bitte?“, „Das geht nicht!“, „HARRY POTTER, IN SLYTHERIN!“, „Unmöglich!“, ging es erregt hin und her
„Ist das wirklich wahr?“, wollte nun Padma sehr erstaunt klingend wissen.

„Klar, warum sollte ich lügen? Der Hut meinte „Du würdest groß sein in Slyhterin“!“, zeigte sich Harry absolut unbeeindruckt, während ihn Ginny mit riesigen Augen anglubschte.

„Ich fass es nicht! Dann hätten du und Draco, ihr hätte euch von Anfangs an die Köpfe einschlagen können, das wäre zu amüsant gewesen! Hey, was meinst du Greg? Theo?“, rief ein lachender Blaise glucksend, während die anderen noch blicklos und ungläubig die Köpfe schüttelten.

„Merlin sei Dank, ist er nach Gryffindor! Unser Gemeinschaftsraum würde nicht mehr stehen!“, kam es relativ trocken von Greg und der Gedanke ließ mich laut lachen.

„Deshalb, hat der Hut so lange gebraucht!“, fasste es Neville zusammen.

„Ja, ich habe harte Überzeugungsarbeit geleistet nach Gryffindor zu kommen!“, wirkten fast alle erschüttert, selbst solche wie McLaggen und Smith, das Harry auch nicht das zu sein schien, was alle annahmen.

„Ja, aber warum!“, piepste nun recht unsicher Ginny, was dazu führte, das Harrys Hand fast automatisch zu seiner Stirn fuhr und er die Narbe gedankenverloren entlangstrich, darüber keuchten einige bei der Geste entsetzt auf. Ja, er hatte zu viel des Lords in sich als das das nicht auf ihn abfärben könnte! Eine Seele eines anderen musste auf der Seele des anderen wiederum etwas hinterlassen.

Hier waren keine Worte mehr nötig, sodass Ron meinte, um die unschöne Atmosphäre aufzulockern:

„Gryffindor!“

„Hey, der Hut hat deine karottenroten Haare gar nicht berührt!“, warf Michael Corner recht spöttisch ein und Ron grinste schief, als mich die Aufforderung traf und ich geschlagen antwortete.

„Oh, ich…Slytherin, wenn mein Blut nicht wäre! Oder Ravenclaw, wenn ich gewollt hätte, nur Hufflepuff nicht! Wobei der Hut dann Gryffindor nahm, weil er meinte, ich wäre zu flexibel!“, erzählte ich es ein wenig wiederwillig und viele Mienen drückten eher so etwas wie Bestätigung ihrer Vermutung aus, denn wirkliche Überraschung.

„War ja klar!“, „Das überrascht mich jetzt nicht wirklich!“, „Nein, irgendwie logisch!“

„Ich hoffe, wir konnten eure Neugierde befriedigen!“, kam es nun zynisch von Harry.

„Ja, fast! Aber eine Frage hätte ich noch!“, kam es von Cho, die sich wieder gefangen zu haben schien und Harry nickte ihr aufmunternd zu, da er sich freute, das sie das Vergangene zu bewältigen schien.

„Warum hast du Harry, Hermione eine tiefrote, fast schwarze Rose zum Valentinstag geschenkt? Das ist doch fast eine Drohung in der Blumensprach!“, harkte sie skeptisch nach und musterte uns abwägend, worauf Harry und ich lachten und wir seltsame Blicke einsammelten, bis Harry sich fing und dann meinte:

„Manche Dinge sollten wirklich privat bleiben, bitte, ich misch ja auch nicht in eure Beziehungen ein, oder? Das geht euch gar nichts an!“ Dann kicherte Harry noch immer belustigt, aber er zeigte sich auch arrogant! Ja, ich war ja auch eine Drohung nicht wahr, wie gut das Harry nichts von den „weißen Augen“ wusste und wie es schien war zwar Daphne in meiner Nähe manchmal unwohl, aber sie hatte sich im Griff. Was wollte ich mehr?

So handelte sie sich einige missbilligenden Blick ein, denn das war schon sehr persönlich, nachdem wir derart ungewohnt offen zu allen gesprochen hatten.

„Tja, Chang, du kommt wohl immer zu spät oder an zweiter Stelle, erst bei Cedric kam dir Hermione zuvor und bei Harry ja wohl auch!" kam es sehr böse von Astoria, der anscheinend die intensiven Blicke von Cho gar nicht gefielen, dabei glitt ein giftiger Blick von Cho zu Astoria, die ihr aber frech ins Antlitz grinste, während Ginny hinter vorgehaltener Hand kicherte.

„Ich hoffe, wir konnten euch viele Fragen beantworten und bedenkt, es ist nicht immer alles so wie es scheint! Und gerade viele Personen sind nicht das was sie zu sein scheinen, glaubt nicht alles und da draußen geht viel vor sich!“, wollte Harry dieses außerordentliche Treffen beenden, doch Luna warf plötzlich ein:

„Ja, das sagt Vater auch immer. Es geht da draußen vieles vor was wohl die Erwachsenen nicht verstehen!" Sie schaut dann verträumt zu mir, aber auch zu den Slytherins und einige von uns warfen sich besorgte Blicke zu, denn Luna war immer etwas ganz besonderes, im Guten wie im Schlechten.

So schaffte es Harry die Sitzung zu beenden, denn nach Lunas kryptischen Worten sagte keiner mehr etwas und nach und nach verließen alle wohl mehr oder weniger in Gedanken den Raum der
Wünsche und ich war froh endlich mich nicht mehr rechtfertigen zu müssen. Das nervte, echt!

Hermiones Sicht ende

Severus Sicht
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Kapitel 253-254 Empty
BeitragThema: Re: Kapitel 253-254   Kapitel 253-254 EmptyDi Feb 14, 2012 8:05 am

254. Kapitel „Schrecklich klischeehaft...!“

Severus Sicht

Ich war noch in jener Nacht, in der Hermione endlich wieder aufgetaucht war auf der Stelle aufgebrochen, nachdem Draco und das Biest meine Gemächer verlassen hatten.

Es musste schneller gehen, auch wenn es den Umständlichkeit liebenden, uralten untoten Herrschaften nicht passen mochte, wenn ich mich nicht an das strenge Protokoll der absoluten Ewigkeit hielt, aber ich wollte antworten und ich brauchte sie schnell und wenn dieses sture, dickköpfige Biest nicht antworten wollte, mir mit diesem unsäglich bescheuerten und beschränkten Schweigen kam, würde ich andere Wege finden um mir die Informationen zu beschaffen, die ich begehrte.

Ich war oft in meinem Leben vollkommen auf mich allein gestellt gewesen und jetzt war das nicht anders, aber das machte mir nichts, denn so fand ich die meisten Geheimnisse am schnellsten raus, die niemand preisgeben wollte. Ich war gut in dem was ich tat.

Lange schon grübelte ich über ihr wohl größtes Geheimnis, was sie zu meinem unendlichen Missmut mit dem Lord teilte, bis mir plötzlich etwas klar geworden war, als mein Blick auf eines der Bücher gefallen war, das auf meinem Sideboard in der Nähe meiner kleinen Bar lag.

Auf einmal hatte ich in meiner brillanten Genialität den Weg zu ihrem Geheimnis direkt vor mir, einem Geistesblitzt gleich. gesehen.

Zu meiner absoluten Ironie traf das Sprichwort wirklich zu, dass man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sah, aber jetzt sah ich den steinigen Weg, der vor mir lag, um endlich diese leidige und unselige Angelegenheit zu meiner Zufriedenheit zu beseitigen.

Ich konnte es nicht haben etwas nicht zu wissen!

Somit sah ich zu, dass sie mir zusammen mit Draco rasch aus dem Weg geschafft ging. Ich schmiss sie regelrecht raus, auf dass sie mich nicht mehr belästigten, damit ich ungestört meiner Wege gehen könnte, so wie ich es meist bevorzugte und zwar effektiv allein!

So glitt ich dann auch schon kurze Zeit später als schwarzer Schatten lautlos und duktil durch die Dunkelheit, eilte auf das düstere Viertel Paddington zu, das nördlich des Hyde Parks lag. Dieses war aufgrund seines Bahnhofs aus dem 19. Jahrhundert und dessen Eisenträgerdach aus der damaligen Zeit berühmt, aber das war es auch schon.

Denn Paddington als Viertel an sich hatte nie einen besonders guten Ruf, nicht zuletzt wegen der gefürchteten Nähe zu dem Galgen von Tyburn, der jahrhundertelang die wichtigste Hinrichtungsstätte Londons gewesen war.

Wer nett ist, nennt es schmuddelig. Wer gehässig ist, findet es schäbig. Es gibt eigentlich keinen Grund herzukommen, für normale Menschen zumindest, für mich gab es sehr wohl einen triftigen Grund, denn hier hauste etwas, was ich zu besuchen gedachte!

Ja, die Vampire hatten sich in dieser Gegend schnell heimisch gefühlt und waren lange Jahrhunderte hier gut verborgen geblieben, bis ein recht kurzlebiger Vampir des viktorianischen Zeitalters Namens Sir Herbert Varney, seiner animalischen Natur nachgab und für mehrere Angriffe auf Frauen in London während der 1880 Jahre verantwortlich war.

Er war schließlich von einer speziell beauftragten Einheit aus der Abteilung zur Führung und Aufsicht Magischer Geschöpfte gefangengenommen und hingerichtet worden. Dies war ein brutaler Akt der zu den aktuellen, süperben Beziehungen unserer Gemeinschaft mit den Vampiren beigetragen hatte, vor allem da die Vampire sich gerne selbst um ihre außer Kontrolle geratenen Leute kümmerten, aber unser Ministerium war schon immer gerne…. Übereifrig…. gewesen. Genau so könnte man es nennen, wenn man es von der sarkastischen Seite betrachtete, alles schrecklich stümperhafte, unüberlegte Idioten.

Seit dem waren die Vampire sehr zurückhaltend, um nicht zu sagen, uns Zauberern feindlich gesonnen, aber mir war das unmögliche geglückt und sie hatten mir vor vielen Jahren kurz nachdem ich von der Schule abgegangen war als ersten Magier seit den tragischen Umständen wieder Zugang in ihre elitäre Gemeinschaft der ewig Lebenden gewährt.

Warum auch jetzt diesem aufgeblasenen Idioten von Schreiberling Zugang gewährt wurde, war mir ein großes Rätsel, das mich aber weniger interessiert und ich bestimmt nicht lösen wollen würde. Vielleicht hatte Carmille sich wieder in etwas verbissen?

Da kam eindeutig der Zyniker in mir durch, wenn ich an die ätherisch schöne, aber heißhungrige Vampirin dachte.

In dieser Beziehung war ich zu sehr immer ein ironischer Mensch mit trockenem Humor, denn ständig fielen mir abwegige Gedanken ein, die etwas mit Vampiren und ihren Merkmalen zu tun hatte, aber ich rief mich zur Ordnung.

Ich dachte an heute Abend zurück, als mir die Lösung des Probleme, nämlich meines Nichtwissens, in den Sinn gekommen war, während ich mir die früher lebendigen und warmen, jetzt aber wie dumpf und unbewegt wirkenden Augen von dem Biest betrachtet hatte.

Die Augen, die selbst bei dem warmen Braunton ungewöhnlich kalt wirkten und dieses Merkmal war es gewesen, was mich nach dem vielen suchen endlich auf die Spur gebracht hatte, der ich nun nachgehen wollte. Ich war mir sicher, ich war jetzt auf dem richtigen Weg.

Dieses Phänomen der „weißen Augen“, das so selten war und aufgrund dessen so gut wie nicht dokumentiert, wollte ich lüften.

Ähnlich wie die roten, unmenschlichen Augen des Lords, deren Ursprung auch nicht aufzuspüren war, blieb es ein Rätsel. Auch hier hatte ich gründlich geforscht, aber noch keine befriedigende Antwort gefunden, außer der, das der Dark Lord nicht mehr menschlich und ein, nach magischen Gesichtspunkten, nach seiner Wiederkehr ein nicht zu definierendes Wesen geworden war. Aber wie er das alles bewerkstelligt hatte, das sagte der Lord niemandem und ich vermutete oft das Dumbledore wusste wie der Lord es geschafft hatte das zu werden was er war, aber er sagte es keinem und weihte niemanden ein, typisch der alte Mann.


Aber der Lord interessierte mich peripher, denn mein Interesse galt dem Biest, also war mein brillanter Geist nach dieser Erkenntnis hastig meine begrenzten Möglichkeiten durchgegangen endlich und endgültig der Ursache auf den Grund zu gehen und tja, welche unerträglich schlauen und unsäglich arroganten Wesen wurden Jahrhunderte alt und verreckten nicht?

Genau, die Vampire, wenn jemand etwas über diese „weißen Augen“ wüsste, dann diese elitäre Rasse der Untoten, die von der Gesellschaft gemieden wurden!

Und so begab ich mich auf den Weg diesem Mysterium auf den Grund zu gehen und nährte mich ihrem in Paddington liegenden Anwesen, dem „Haus der Vampire“.

Wie gesagt, sie waren schon immer dort zu finden wo Mord und Totschlag vorherrschten, denn es zog sie an wie Bienen den Honig und dieses berüchtigte Viertel war Jahrhunderte lang davon durchzogen gewesen, getränkt und genährt vom Blut der Hingerichteten und der Verzweifelten, somit also der perfekte Nährboden für diese magischen Raubtiere.

Heutzutage war die Umgebung immer noch schäbig und heruntergekommen, aber auch durchaus mit schönen, alten Häusern gesegnet, die die Straßen säumten.

Aus den vergangenen Jahrhunderten stammend waren sie im höchsten Fall zweistöckig erhalten, aus massiven Ziegelsteinen gebaut und hatten verzierenden Gitter, sowie einen Zaun vor den Vorgärten.

Es waren keine riesigen [link href=http://www.kreuzfahrten-auf-allen-meeren.de/images/0304_510.03.2006069.jpg]Villen[/link], nein….ob man es fasste oder nicht, anders als in der Burg in ihrem Transsilvanien, lebten sie hier immer sehr gut verdeckt und verborgen, versuchten nicht aufzufallen und taten ganz normal. Sie wiegten alles und jeden in falscher Sicherheit, um dann mit tödlicher Präzision zuzuschlagen.

Aber man sollte sich vom äußeren, mickrigen Schein nicht täuschen lassen, denn das unterirdische Gewölbe was sich einem dann im Inneren des Anwesens eröffnete, hatte immer das Ausmaß eines kleinen Dorfes.

Ich hätte ja gesagt, die U-Bahn müsste ihnen in der eine oder anderen Stadt Probleme bereiten, aber man durfte nicht vergessen, es waren magische Wesen. Wofür gab es die Magie?

Eben, um genau solche Störungen zu beheben!

Wie unglaublich praktisch es doch was, dass wir waren was wir waren?

Ein ironischer Gedanke, wie er mir in Bezug auf die Vampire doch häufig kam!

Ich wusste, ich musste jetzt diplomatisch, flexibel und wendig sein. Als ich das filigrane Gartentor öffnete, quietschte dieses theatralisch laut auf und das gelbliche Licht der defekten Laterne über meinem Haupt flackerte unheilverkündend.

Über derart viele schaurig schlechte Dramaturgie, konnte ich nur verächtlich die Augen rollen und spürte die Magiewelle über mich hinweg schwappen, als ich durch die Schutz- und Verschleierungszauber mit festem, selbstsicheren Schritt auf die dunkel Holztüre zuhielt und die drei Treppenstufen hochsteig, bevor ich anhielt und den messingfarbenen Türklopfer, der passenderweise einen Drachen darstellte, das Wappen Draculs, anstarrte.

Alles hier zeugte von versteckten Bedeutungen und geheimen Informationen, so auch dieser Hinweis der zum Drachenorden führte.

Ich zögerte nicht und betätigte das hässliche Ding magisch. Es bewegte sich und das Metall schlug laut donnernd auf das Holz der Tür auf und es hallte donnernd wieder. Ich war nicht dumm genug etwas zu berühren was diese Blutsauger angebracht hatten.

Es waren heimtückische, hinterhältige und gefährliche Wesen.

Als ich spürte, wie ich beobachtet wurde und wie mich da plötzlich ein Lufthauch streifte, fühlte es sich an als würden sie mich abtasten, bevor sich hier auf einmal die Tür schon wieder laut knirschend und herzerbarmend knarzend öffnete.

Wirklich schwer hielt ich das abfällige Augenrollen zurück über derart viel melodramatisches Theater!

Ich schielte in den nur mäßig beleuchteten Innenraum des Hauses, dann raffte ich meine Roben und somit betrat ich entschlossen das Haus. Meine Kleidung raschelten als ich die Schwele übertrat, sogleich glitt die Tür in meinem Rücken sanft zu und schloss mich mit einem deutlichen und vernehmlichen Klicken ein, das sehr endgültig klang.

Sofort spürte ich die kalte Luft, die mir entgegenschlug und versuchte so viel zu erkennen wie möglich, wohl wissend, dass ich aus der Finsternis gestochen scharf beobachtet werden würde. Sie mochten und vertrauten uns Zauberer nicht, was auch immer dieser blasierte, schriftstellerische Idiot von Eldred Worple in seinen Büchern schwachinniges dachte und verbreitete, Vampire wussten, dass wir sie als minderwertig und uns unterlegen ansahen!

Was sie wiederum auch in uns sahen, minderwertige Wesen.

Erstens, da wir ihre Nahrung waren und zweitens, da wir etwas absolut unglaubliches taten und starben, an sich ein Teufelskreis.

Das Foyer in dem ich stand war riesig und hätte man in seinem großzügigen, weitschweifigen Ausmaßen in einem spießbürgerlichen Haus nicht vermutet. Man stand direkt vor einer mittig hochgehenden breiten, geschwungenen und ausufernden Treppe, die eher vom Stil her in eine Burg oder ein Herrenhaus gepasst hätte.

Das Haus war einem Atrium in der Mitte gleich offen, nur das hier nichts licht und hell war. Alles war dunkel, denn dicke Stoffbahnen von schwerem schwarzen Brokat vor den Fenstern hier im Erdgeschoss verhinderten jedes Eindringen von Licht und die Decke war auch massiv und geschlossen und nicht aus Glas oder gar offen.

Die obere Etage zeigte eine große Anzahl von Türen, die vom Atrium aus zu sehen waren. Das den Flur umgebende Balkongitter war filigran gestaltet, genauso wie die Gitter außen am Gebäude, aber dadurch wirkte es auch nicht wie ein Heim, eher wie ein Durchgangshotel. Die alte, dunkelgrüne Seidentapete mit goldenem Brokatmuster strahlte den Glanz vergangener Tage, der Tage, als das Haus vor gut über 200 Jahren gebaut worden war, aus.

Schnickschnack suchte man hier vergebens, Minimalismus war angesagt, nicht mal ein Stuhl war auszumachen.

Aber das wirkliche Leben der hier ansässigen Vampire, lebte sie auch nicht in den oberen Etagen, sondern wo anders. Als sich endlich jemand bequemte mich zu empfangen und seinen lahmarschigen, viel zu alten Arsch zu mir bewegte, hatten sich meine Augen soweit es ging an die hier herrschende Dunkelheit gewöhnt.

„Sie wünschen?“, kam es nasal und herablassend von dem Schrecken eines jeden Menschen.

Ein in seiner Zeit festgefrorener, arroganter Buttler, stand in seiner hochtrabenden Livree da, mit Schwalbenschwanz, Weste und Fliege. Das diese Vampire immer derart übertreiben mussten in ihrem Aufzug und Auftreten.

Diese Aufmachung sah schon zu jener Zeit, vor hundert Jahren gewöhnungsbedürftig für einen Diener aus und jetzt wirkte es absolut deplatziert und amüsierte mich, dabei kitzelte es meinen Zynismus über die „Fortschrittlichkeit“ dieser Wesen, die die unsere, also die der Zauberwelt, bei weiten untertraf und das war doch schon mal eine fast nicht zu bietende Leistung.

Ich lüpfte eine Braue, denn der Typ kannte mich noch von früher, auch wenn ich älter wurde, sah ich immer noch wie ich aus, somit erwiderte ich stoisch mit auf dem Rücken verschränkten Armen und unter meinen schwarzen Stoffbahnen von meinem Umhang wohl verborgen und strahlte Ruhe und Gelassenheit aus.

Ich wartete auf die höfliche Anrede, die mir Gebührte, somit reagierte ich wenig, zeigte keine Scheu oder sonstige Regungen, die verpönt wären und wartete nur herablassend blickend ab. Es war wie ein Wettkampf der Eitelkeiten, wenngleich der Buttler lange darauf lauschen konnte ob sich mein Herzschlag vor Angst vor ihm verdoppelte, oder ich anfangen würde zu schwitzten.

Wer war ich denn? Ich hatte mich immer perfekt unter Kontrolle!

Schließlich war er der DIENER und ich nicht, kam hier sehr wohl meine snobistische Malfoyseite hervor und ich fühlte mich einem Vampir im Kampf nicht wirklich unterlegen, da ich es sehr gut verstand mich mit meinem Zauberstab gegen diese Wesen zu wehren. Schließlich brach er das Schweigen.

„MR….Snape?!?“, kam es schwer von ihm und es knirschte fast aus dem Raubtiermund, als er die Worte regelrecht gegen seinen Willen hervorzwang, denn er hatte sich geschlagen gegeben und ich verbiss mir wahrlich heroisch das spöttische Lächeln, das meine Mundwinkel kitzelte.

„Wohl wahr, würden sie mich Sanguini melden?“, befahl ich herrisch und hielt dabei meine Stimme arrogant kalt, aber wertfrei und ließ es wie eine Frage klingen, die es nicht war.

Während ich im diffusen Dunkel seelenruhig und abwartend dastand, traf mich der stechende Blick des Vampires, bevor dieser übertrieben mit den Hacken zusammenschlug und sich noch steifer aufrichtete als eh schon und knapp einen Soldaten nickte.

„Warten sie hier, Mr. Snape!“, erwiderte er wenig freundlich, worauf er auf dem Absatz umdrehte und aus dem Foyer rauschte, indem er auf die Rückseite der großen Aufgangstreppe in der Mitte zustrebte.

Ich wusste, dass die Treppe deshalb so weit nach vorne kam, da es Spiegelverkehrt unter der Treppe den gleichen Treppenabsatz gab, genauso pompös und weitschweifig und ausufernd, nur das er nach unten führte in die endlosen Gewölbe der Vampire, in die der steife Butler gerade abtauchte. Das sie derart klischeehaft sein mussten, ein Graus für mich.

Ich gab mir keine Blöße, ließ in meiner geraden Haltung nicht nach, denn wenn ich eines nicht war, dann allein.

Paranoid, alle miteinander! Aber wer Jahrjahrhunderte verfolgt und gejagt wurde, egal ob von Mensch oder Magiern, konnte seine Ängste wohl nicht so ohne weiteres ablegen und somit unterdrückte ich das genervte Stöhnen das in meiner Kehle aufsteigen wollte.

Als es mir ärgerlich lang wurde, in diesem kalten, eisigen und ungastlichen Haus, löste ich meine Hand aus meinem Rücken und besah mir ostentativ gelangweilt meine Nägel, sollte bitte keiner behaupten Lucius Nähe hätte keine Auswirkungen darauf wie ich mich benahm. Von ihm wusste ich, wie man sich der Umwelt präsentieren sollte und ich wollte den Blutsaugern zeigen, dass sie mich nicht zu Tode ängstigten!

Das hassten sie auf den Tod!

Ein Witz, denn sie konnte ja nicht sterben.

Ich weiß, hier wurde ich wieder zynisch, denn sie taten nichts lieber und ja, sie konnte zum Fürchten sein, aber ehrlich, das konnte ich auch. Ich hätte gerne bei dem Gedanken meine Zähne gefletscht, aber so polierte ich betont gleichgültig meine akkuraten und sauberen Nägel an dem Umschlag meines schwarzen Umhangs.

Ich tat weiter betont gelangweilt und genervt, bis mich ein verhaltenes Räuspern lasziv langsam aufsehen ließ, wenngleich ich nicht erstaunt war, so wusste ich, wie verdammt ich es hasste, dass diese Wese es gepachtet hatten sich geschmeidig, wie lautlose Raubtiere anzuschleichen.

Mir sagte man dieses Können auch gemeinhin nach, aber ihnen, den Vampiren, war es von Natur aus gegeben, da sie Jäger waren und so blickte ich in das blasse, hohlwangige Gesicht das mich ausdruckslos, aber mit einer Spur Verachtung in den Augen, maß.

„Er erwartet sie! Folgen sie mir!“, meinte er nur knapp, dann ruckte er wieder lautlos herum und eilte voran.

Gut war nur, dass ich es flott bevorzugte und gab Gas, holte weit aus, blieb ihm dicht auf den Fersen, was den steifen Klotz nur noch steifer werden ließ, während wir die Treppe umrundeten, um zu den nach unten führenden Absatz zu kommen. Es lohnte sich immer gut Trainiert zu sein und das war ich und konnte eine erhöhte Atmung unterdrücken, während er sein Tempo steigerte.

Wir glitten die Stufen in die Düsternis hinab, nur begleitet von dem Rascheln der Kleidung. Auch hier waren wie im Dark Manor Fackeln in großen Abständen angebracht. Es war eher finster, denn wirklich hell hier unten, schließlich hatten die Vampire zu gute Augen als das sie viel Licht benötigten und eine Heizung benötigten sie ebenso wenig, weshalb ihr auch eine grausige Kälte herrschte.

Immer tiefer ging es hinab in die Unterwelt. Die tapezierten Wände waren sofort roten, massiven Backsteinwänden gewichen, die hier in einem runden Tunnel weitergeführt wurden. So glitten viele weitverzweigte Gänge vom Haupttunnel ab und ab und an wurde eine Tür sichtbar, hinter der sich Gott weiß was befand.

Danach stiegen wir wieder eine Treppe in dieser großen, langen Röhre hinab, um dann endlich vor einer großen Doppelflügeltüre anzuhalten, an der der Diener stehenblieb.

Er beliebte, nachdem ich neben ihm ankam, zu klopfen, um dann diese auch schon dramatisch, wirksam mit beiden Händen aufzustoßen, auf dass beide Flügel aufschwangen und uns den Weg freigaben. Somit hatte auch ich einen ungehinderten Blick auf den hallenartigen, mittelalterlichen Saal, der in weißgrauem Stein gehalten war und an eine Burg erinnerte.

Dieser Saal war eines Vampires würdig, wie ich zynisch dachte, wobei die Wirkung des sich weit öffnenden Saals verloren ging, da ich derlei in beeindruckendererem Ausmaß von „Castelul Corvinilor“, dem Stammsitz des Vampirclans, kannte.

Es war ein an sich schmuckloser mittelalterlicher Steinsaal mit geschwungenen, gotischen Kreuzdecken und Säulen, die die Decke stützten und den Saal unterteilten. In ihm war auf jeden großen Schmuck verzichtet worden, wie gesagt, dem Minimalismus wurde genüge getan.

Einige Tische und Stühle standen rum, aber ansonsten war es kahl und wenig einladend gestaltet um hier verweilen zu wollen, bis auf eine abgelegene Ecke, in der sich auch der große Kamin befand, dort sah ich ihn.

Sanguini, wie er in der Nähe des Kamins auf einer schwarzen Sitzlandschaft aus Leder lässig und fließend dahingelegt liegen.

Fast sah es aus als floss er auf der Récamière lächerlich weibisch daher, aber er räkelte sich lasziv in seiner schwarzen Hose und dem blutroten, halblangen Hausherrenjackett aus Samt, das mit einem passendem Gürtel um seine schmale Hüfte zusammengehalten wurde und mit dem schwarzen Plastron an seinem Hals, sah er wie ein snobistischer Aristokrat vergangener Zeiten aus.

Er erinnerte mich erschreckend an Lucius.

Wirklich, ich konnte einem leidtun und tat es mir aus tiefster Seele selbst, denn ich kam von einem eitlen Geck zum nächsten. Ich verbot mir das abfällige Schnauben, das sich mir aufdrängen wollte, denn er, Sanguini, verkörperte das typische, von den Autoren der Muggel der letzten Jahrhunderte beschriebene, Klischee und das in einer absolut bescheuerten Erstklassigkeit. Wie es schien gefiel er sich in dieser bescheuerten Rolle.

Ich blickte nüchtern in das bleiche, hohlwangige und scharf geschnittene Gesicht des Anführers der englischen Enklave und seine nackenlangen, schwarzen Haare konnte sich in der tiefe der schwarzen Farbe mit den meinigen messen.

Somit ließ ich den steifen Pinguingesellen, der einen Stock verschluckt hatte, hinter mir und hörte wie er die Tür leise schloss, während meine Schritte über den Steinboden hallten und ich selbstsicher auf die schwarze Lederlandschaft zuhielt.

Dann bemerkte ich das raubtierähnliche Grinsen von Sanguini, derweil er mich mit schiefgelegtem Kopf höhnisch ansah. Sein halber Oberkörper war bequem an die hohe, aufgerichtete seitliche Lehne gelehnt.

„Severus, du kennst um das Protokoll? Du hast keine Einladung hier her, zu mir zu kommen, erhalten!“, säuselte er herablassend auf Latein und ich grunzte darauf etwas, das man mit viel Sympathie als etwas zustimmendes ansehen konnte und ersparte mir darauf großzügig hinzuweißen, dass ich an sich nicht warten wollte bis das Grab rief, das sparte ich mir dann doch.

„Und, da ich ja weiß, dass du die Etikette kennst und befolgst, bin ich sehr neugierig was dich hierhergeführt hat, denn deine Anfrage wurde von mir, wohlwollend wie von DIR gewünscht, nach Transsylvanien weitergeleitet ….“, hob sich seine dünne, dunkle Braue, während seine schlanke, lange Hand galant zur Sitzgelegenheit deutete, da ich aus Höflichkeit noch wie bei der Begrüßung stand.

Seine einlullende, säuselnde Stimme machte einen ganz weich in der Birne, aber ich schenke ihm ein schmales Lächeln.

Damit ließ ich mich geschmeidig nieder und erwiderte ebenso auf Latein mit schnarrender Stimme:

„Sanguini, ich sehe dich SO gerne, dass ich es nicht mehr aushielt, zu warten…verzeih!“

„Spar dir deinen Sarkasmus…“, kam es abwertend, aber wenig betroffen von dem Vampir, der mir ein wölfisches Grinsen zeigte.

„Wenn du seit neuerstem mit diesem Worple zusammenhängst, was erwartest du von mir….?“, schüttelte es mich dünkelhaft, verächtlich, als der lautlose Buttler auftauchte und mir der höflichen Gastfreundlichkeit halber einen mittelalterlichen, schweren, goldenen Trinkpokal reichte, um dann wieder wie ein guter, eingebildet Dienstbote im Hintergrund zu verschwinden.

Weder tranken, noch aßen die Vampire etwas, nie, so war dies von Sanguini eine große Freundlichkeit an mich, mich mit dergleichen zu bedenken und ich nickte ihm dankbar und anerkennend zu.

Aber dieses nichts zu mir nehmen, empfand ich dann doch als etwas triste und dröge. Natürlich benötigten sie, die Vampire Nahrung, aber an der Vene eines Menschen zu hängen und an diesem rum zu saugen, sah ich jetzt nicht wirklich als Genuss an.

„Ah…mrrrr, Befehl von oben!“, nuschelte da plötzlich Sanguini in seinen nicht vorhandenen Bart und blickte leidend zu mir, was dann doch meinen nicht vorhanden, trockenen Humor hervor kitzelte.

Von oben?

„AHA, was heißt von oben, selbst der hochwohlgeborene Vlad III. Drăculea tut sich schwer bei dir. Bedeuten deine leidvollen Worten „von OBEN“, deine dich tangierende, liebreizende Schwester, die hochverehrte Lady Carmilla Sanguina?“, kam mein beißender Spott sehr wohl durch, denn bei den Vampiren erlebte man viel, fast zu viel, wie ich aus eigener, leidvoller Erfahrung wusste.

Aber vor allem an die Vampirfrauen, Prinzessin Cneajna, die Mutter von Vlad III Tepes, Ilona Szilágyi die zweite Frau von Vlad III, hatte ich leidvolle Erinnerungen.

Aber da gab es auch noch die zwei Frauen von Vlads Sohn und auch noch dessen Tochter sie hatten es also auch geschafft, als eine der wenigen Frauen, sich über die Jahrhunderte zu halten und nicht doch nach einigen Jahrhunderten das Diesseits gegen das Jenseits zu tauschen und zu sterben, was eine Leistung war in dem intriganten Schlagnennest, das diese Sippschaft darstellte.

Und noch eine, nämlich Carmilla, hatte sich viel von ihren Vorbildern, diesen uralten Vampirdamen abgeschaut und erkannt, dass bei den Männern nur eines zog:

„Dominanz durch Penetranz“

Und somit war Sanguini mit seiner Schwester Zeit seines ewiglichen, untoten Lebens gestraft, sie die die geborene „Dominanzia“ war, wie ich sie gerne liebevoll in Gedanken nannte. Hier war ich absolut nicht zynisch, wobei sie um Längen einfacher war als Cneajna oder Ilona!

Ich freute mich wirklich unsäglich und wahnsinnig darauf im Sommer bei dem intriganten Haufen vorstellig zu werden, aber da ging ganz eindeutig meine Ironie mit mir durch.

Wobei, wenn ich überlegte, dann übertraf Carmilla die anderen beißwütigen Weiber doch noch in etwas, denn Carmilla war der wahnsinnigen Annahme verfallen, dass das für sie nahrhafte und überlebenswichtige Blut ihrer Opfer nicht nur zum Trinken war ….und somit war sie vor ein paar Jahrhunderten dermaßen dekadent und vermessen geworden, dass sie auch mordete um profan in dem wertvollen Blut zu baden!

Sie war der irrsinnigen Annahme verfallen, dass das noch schöner machen würde!

Diese hirnrissigen, blutrünstigen und unnötigen Taten hatte zum riesen Krach innerhalb des Clans geführt, da es selbst unter den Vampiren als verpönte Verschwendung der kostbaren Nahrung angesehen wurde und sie war als Strafe mit ihren Bruder in diese Enklave entsandt, oder man könnte auch verbannt worden, sagen.

Sanguini war nicht böse, da er hier sein eigener Herrscher war, anders als in Transsylvanien und bis jetzt hielt Sanguini sie, also Carmilla so weit zurück, dass sie sich bei ihren verschönernden Bädern mit warmem Tierblut begnügte, da die Haut von Vampiren allgemein nicht wirklich die Tendenz hatte zu altern, erkannte man den irrwitzigen Gedankengang der guten Frau nicht wirklich. Da war ich spöttisch.

Sanguini stöhnte langsam und leidend auf über die schwere der Last die er trug und ich hielt meinen schweren Trinkpokal noch immer in Händen, hatte aber noch nicht angehoben um davon zu trinken. Da sie keine Geschmacksknospen für normale, menschliche Nahrungsmittel hatten, schmeckte das Meiste auch so was sie Kredenzten und ich blickte gequält in die tiefrote Flüssigkeit, die in dem Gefäß hin und her schwappte.

Wein hin oder her, sie bemerkten es nicht ob er korkte oder ob er kippte, um zu Essig zu werden. Ja, es war eine Krux mit Toten zu tun zu haben.

Aber so war auch ich nichts weiter als ein leidgeplagter Mann, trug aber mein unseliges Schicksal gleichmütiger als das sichtlich schwer leidende Wesen vor mir, aber nur so behielt ich mein Ziel stoisch im Blick, wegen dem ich ja nur hergekommen war.

„Severus, du weißt gar nicht, wie recht du tust allein zu verharren….“, tat er sich gerade wirklich sehr Leid und typisch Vampir ergab er sich seinem Selbstleid und Weltschmerz in allererster Güte, wobei das bei Sanguini noch ging, denn die wirklich Alten kosteten ihr Leiden noch weidlicher aus und litten viel schlimmer in ihrer ewiglichen, weltlichen Anwesenheit.

Ich dachte immer lakonisch, wenn es so schlimm war, dann sollten sie sich halt selbst einen Pfahl ins Herz rammen, aber bei so was verstanden sie gar keinen Spaß. Wie es schien schwand der Humor von Jahrhundert zu Jahrhundert, bis er ganz in verdunkelnder Ernsthaftigkeit verlorenging und so schwieg ich dezent, zeigte ihm nur mein relativ nichtssagendes Gesicht bei dieser tragischen Feststellung.

„SIE meinte es wäre nach Sir Herbert Varney, nach über 100 Jahren, an der Zeit die Zauberwelt wieder näher an uns ranzulassen und sie hat sich mit diesem Worple „angefreundet“, aber der Geschmack von Carmilla war schon immer fabulös!“, kam es hochgestochen, blasiert und nasal von dem malerisch drapierten Vampir.

Ihre träge Art sich zu geben täuschte darüber hinweg, dass sie sich plötzlich rasant und geräuschlos bewegen konnten. Sie versuchten einen immer mit ihrer langgezogenen, einschläfernden Art einzulullen.

„Meinst du nicht es fällt auf, wenn Worple irgendwann verschwindet, nachdem er mit euch so enge war?“, wagte ich den Einwurf um auf das offensichtliche hinzuweisen.

„Mhm…die Zeit ist vergänglich und die Menschheit vergesslich!“, erwiderte er lapidar und zuckte herablassend die Schulten und die Samtjacke ging bei der Bewegung mit. Das stimmte sogar, aber diese Blasiertheit war enervierend. „Aber bevor du fragst, das war von Carmilla Taktik, ein Schachzug, in der Hoffnung Milde zu erfahren, vor allem nach dem Desaster mit dir. Worple wird mit Carmilla zusammen nach Transsilvanien reisen, da Mihnea, Carmilla endlich wiedersehen möchte!“, fasste er es mit einem verächtlichen Schnauben zum Schluss hin zusammen, das der Sohn von Vlad, Mihnea Carmilla seit Jahrhunderten neben seinen zwei Frauen als Geliebte hielt, was sie schließlich seit Urzeiten davor bewahrt hatte wirklich ihren letzten, nicht vorhandenen Atemzug zu tun.

„Och ernsthaft, das kann nicht sein ernst sein! Saramanda und Voica werden schrecklich konsterniert sein, wenn er seine Geliebte wieder zu sich holt, warum jetzt?“, fragte ich wirklich interessiert und stellte mir gerade wirklich das erbitterte Gekeife und Gegifte vor, wenn Cramilla in „Castelul Corvinilor“ eintreffen sollte, dann würde es hochhergehen.

Nun erntete ich dafür ein erheitertes, spöttisches und sehr melodisches Lachen. Es war erstaunlich was die Vampire mit der Klangfarbe ihrer Töne alles erreichen konnten. Ihre einflussnahem auf die Sinne ihrer potentiellen Opfer war enorm.

Smaranda Zápolya und Voica din Izvorani waren die Frauen von Mihnea I. cel Rau, was der Böse hieß. Er war der Sohn von Vlad III. Tepes, also verwunderte der Beiname weniger und seine zwei von Boshaftigkeit zerfressenen ihm angetrauten Weiber und oder auch seine Tochter Ruxandra waren ein Grund, dass Carmilla von Vlad III. verbannt worden war nach ihren Ausschweifungen des Badens. Ihr erster Versuch wieder in Gnaden aufgenommen zu werden, vor nicht ganz 18 Jahren, war ein schrecklicher Reinfall für sie gewesen und jetzt startete sie ihren nächsten Versuch in die Zentrale der Macht zurückzukehren.

„Du fragst, warum jetzt? Weil Vlad die vermehrte Umschmeichelung der Gruppierungen gefallen, die des Ordens des Phönix, des Ministerium der Zauberei aus England, die ihn unglaublich befriedigt, da dieses uns lange Zeit sträflich falsch und nicht unsrem Stand gemäß behandelt hat.
Du…beziehungsweise ihr, die DeathEater, nicht zu vergessen. Ja, es war von Carmilla ein wohlüberlegter Schachzug dieses Buch voran zu treiben und uns in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu projektieren!“, grinste er plötzlich derart teuflisch breit das seine Reißzähne bedrohlich und verheißungsvoll im Schein der Fackeln und des züngelnden Feuers im Kamin glitzerten.

„Ja, ihr werdet schmeichelhaft gezeichnet!“, grinste ich selbst sarkastisch zurück und rief mir den Unsinn in diesem „Roman Blutsbrüder“, wo Worple über sein Leben unter Vampiren schrieb, in den Sinn.

Was für ein Schund. Man musste ihnen, den Vampiren schon sehr viel entgegensetzten, um aus diesem „Zusammenleben“ wirklich wieder Lebend oder wenigstens noch auf der Erde wandelnd herauszukommen, aber wie Sanguini mir bestätigte, war seine Rückkehr aus Transsylvanien mehr als unwahrscheinlich, da könnte dieser Schreiberlin dann mal gleich seine Blutsbrüderschaft begießen, grinste ich boshaft erheitert bei diesem giftigen Gedanken.

„Willst du UNS beleidigen?“, meinte ein pikiert dreinblickender Sanguini. Man, diese Mimik hatten sie darauf. Wo man bei mir wenig gar nicht hinter meine Maske der Gleichgültigkeit blicken konnte, sahen Vampire meist mit leidlich verzogener Miene durch die Gegend.

„Würde ich nie wagen….das heißt, ich werde Carmilla begegnen!“, unterdrücke ich ein Schaudern des Grauens, denn dieses Weib war eine nervende Klette, was Sanguini wieder herzlich spöttisch hüsteln ließ.

„Ich verstehe dich nicht Severus, ohne Carmilla wärest du mir nicht vorgestellt worden und damit wärest du nie nach „Castelul Corvinilor“ eingeladen worden!“, kam es knapp von ihm, während es diabolisch in seine Augen funkelte, als er mich bösartig an früher erinnerte.

„Deine Schwester in Ehren, aber sie ist ….Einzigartig!“, klang ich dabei mehr als ironisch und doppeldeutig, dabei unterstrich ich dies indem ich die Beine lässig überschlug und den Arm mit dem Kelch in der Hand legte ich unterdessen auf meinem Bein ab.

„Jaaaa, das selbe würde sie von dir sagen! Sie war zu sehr von dir angetan, wie gut, dass unser oberster Woiwode Vlad ebenso deine Brillanz zu schätzen wusste, aber so auch ich!“, erwiderte er dramatisch. Ging es bitte überheblicher?

Aber ja, das da vor mir war ein Vampir, denn dann legte er auch schon theatralisch seine Hand an sein totes und nicht schlagendes Herz und blinzelte mich übertrieben an.

„Ohne dich und deinen Schutz, Woiwodschaftsmarschall dieser Enklave, wäre ich nie bis zu diesen obersten Ehren vorgedrungen!“, sprach ich schön geschwollen auf Latein an und hob seinen Rang extra stark hervor, als den hier vor Ort höchstrangingen Vampir. Aber es wirkte, er zeigte sich geschmeichelt und winkte gekünstelt mit seiner Hand ab, während er sprach:

„Wohl wahr, aber ich denke nicht, dass du dich um Carmilla sorgen solltest, eher diese Ruxandra, denn diese war nach deinem Fortgang sehr traurig….das du als Mensch gingst! Sie wird glückselig sein dich wiedersehen zu können!“ Für mich hörten sich seine Worte wie eine Drohung an und wenn man bedachte, dass ich im Jahre 1978-79 Gast der Vampire gewesen war, so waren diese 18 Jahre wirklich nur ein Katzensprung in der Vergänglichkeit des Seins, wenn man Ewig lebte.

„Schmeichelhaft!“, murrte ich dunkel, düster und wenig überzeugend. Ich erinnerte mich mit Schrecken an die ausweglose Situation, den wildgewordenen, verrückten Vampirweibern zu entkommen, denen schrecklich Langweilig war, da sie nicht „regierten“, konspirierten sie als einzige Waffe gegen die enorme Langeweile und machten die Ränkespiele, Verschwörnungen und Intrigen zu ihren einzigen Interesse. Sie sahen dieses Spiel als ihre Daseinsberechtigung an und spielten mit anderer Leute Leben wie andere dies mit Schachfiguren taten.

Man musste sich mal vorstellen, ein seit Jahrhundert andauerndes, weibisches Komplott konnte wirklich beschäftigen!

In dieser Burg ging es schlimmer zu als in jedem Muggelfilm, denn hier spielten sich unvorstellbare, komödiantische Dramen ab.

„Das solltest du!.... Du würdigst gar nicht, dass dir absolut außergewöhnliches…. ungewöhnliches und unnormales Interesse von unserer Seite entgegen gebracht wurde und wird!“, erklärte er pikiert und empört und richtete sich etwas auf, worauf ich sofort reagierte und sachte mit an meinem noch schlagenden Herzen ruhender Hand vor ihm mein Haupt ein wenig neigte, um ihn zu begüten.

„Sanguini, natürlich bin ich mir der unsäglichen Ehre bewusst, die mir wiederfuhr und auch derzeit wiederfährt! Aber trotzdem erkenne ich auch „die Gefahren“, die mir bei zu großem Interesse wiederfahren kann, sehr wohl!“, sprach ich sehr eindringlich und maß ihn aus starren Augen, denn man musste bei diesen alten und erfahrenen Wesen Wahrheit und Lüge immer wohl dosiert halten, sonst glaubten sie einem nicht. Sie waren schwer zu täuschen.

„Weise und wahre Worte, die du schon in der Jungend deines begrenzente Lebens dein eigen nennen konntest! Und nun unterbreite mir dein Anliegen!“, nickte er zustimmend und zeigte sich nun bereit die unwichtigen Höflichkeiten hinter uns zu lassen.

Und ich war dankbar, diese Floskeln endlich hinter uns zu lassen und wandte mich knapp an ihn.

„Ich muss wissen, wann ich endlich vorstellig werden darf, so schnell als möglich…ich…!“, fing ich an, dann unterbrach er mich, indem er mir über den Mund fuhr. Das war etwas, was mein Kinn vorschnellen ließ, denn niemand unterbrach mich und so zog ich verärgert eine Braue in die Höhe.

„Stopp, warum diese unangebrachte EILE…wir haben Zeit!“, diese Antwort allein brachte mich fast dazu aufzubrausen, denn diese ignorante Aussage konnten auch nur Vampire derart lasziv von sich geben.

„Nun, Sanguini, DU ja, ich leider… nein! Wenn ein bis zwei Wochen vor Ostern feststünde, dass ich von Vlad nach den Osterfeiertagen empfangen werde würde, dann wüsste ich, dass ich erst im Sommer wieder bei dir vorstellig werden müsste, das wäre optimal!“, fasste ich den Pokal fester und hoffte noch immer teilnahmslos und nicht zu involviert zu klingen.

„Aber ich entnehme deinen gehetzt klingenden Worten, dass du etwas noch anders zu Ostern vor Ort im Schloss begehrst?“, harkte Sanguini nach, darauf ging meine Hoffnung schwindend von dannen, dass Sanguini nichts gehört, beziehungsweise bemerkt hatte, verteufeltes Vampirgehör.

„JA!“, erwiderte ich unwirsch und blickte ihn dabei scharf an.

„Aber, du willst es mir nicht sagen?“, zuckten seine Mundwickel.

„Ich denk nicht, dass du mir wirst weiterhelfen können!“, wägte ich meine Worte mit Bedacht ab, worauf er die Stirn runzelte, denn es war gewagt einen Vampir zu sagen, dass er etwas nicht könnte, oder gar wusste.

„Bitte, beleidigst du mich schon wieder?“, echote er ungläubig und schüttelte konsterniert das schmale Haupt über meine freche Aussage.

„Ich wollte nicht deine Empfindsamkeit beleidigen, sondern ich dachte, du könntest für diese Frage noch zu jung sein!“, erregte ich sein Interesse mit dieser wohldosierten Feststellung, denn Jugend einem Jahrhunderte alten Wesen zu unterstellen, mutete wohl komisch, abstrus und sehr seltsam an, daher hob sich diesmal seine Augenbraue blasiert weit in die Höhe.

„Jetzt möchte ich eine Antwort, um deiner Bitte wohlwollend gegenüberzustehen, denn, bis jetzt sehe ich keine Veranlassung deiner Forderung das ganz zu beschleunigen zu Unterstützen!“, kehrte er jetzt den bockigen kleinen Vampir raus.

Eitelkeit pur strömte aus jeder Pore und schon allein seine versnobte Haltung sagte alles, da er gerade sein Haupt auf seiner Hand bettete, währenddessen langweilte er sich gespielt tödlich, obgleich dies spätestens jetzt nicht mehr galt.

„Ich weiß, beziehungsweise vermute und hoffe, dass einige von euch sich in einem sehr verpönten Gebiet auskennen…und suche bei euch antworten zu einer Frage!“, antwortete ich möglichst vage. Jetzt klopften seine Fingerspitzend immer abwechselnd, trommelnd auf das glatte Leder der Couch. Er zeigte sichtlich seine Ungeduld.

„Mhmmm…Nekromantie!“, stieß ich genervt hervor und da hatte ich die Bescherung, denn Sanguini ruckte in jener, den Vampiren typischen, rasanten aber äußerst geschmeidigen fast fliesenden Bewegung hoch, das ich nur noch schlieren sah, die er hinterließ.

Der nun aufrecht sitzende Vampir wirkte vom Kopf bis zum Fuß angespannt und ein lauernder, misstrauischer Ausdruck war in seine dunklen Augen getreten.

„Und….“, hauchte Sanguini misstrauisch rau, während er sein Gesicht argwöhnisch vorreckte.

Plötzlich schnüffelte sichtbar in der Luft, dabei bebten seine Nasenflügel. Sein Körper wirkte wie zum Sprung bereit und ich rührte mich zwar nicht, war aber bereit einem Angriff sofort Paroli zu bieten, sollte etwas passieren, aber zu meiner Verwunderung dauerte diese unterschwellige Spannung nur kurz an, denn schon kurze Zeit später ließ er sich wieder etwas entspannter zurückzusinken, dennoch hielt er mich noch immer mit einem scharfen, abwägenden Blick gefangen.

„Was…. ist auf diesem „speziellen Gebiet“ dein Begehr, Severus?“, stellte er die Frage fast wispernd leise und es erstaunte mich schon, dass er auf dem Gebiet derart mit Vorsicht und zurückhaltend bedächtig reagierte, da es an sich ja auch um Untote ging!

Wie gesagt, leider war das Gebiet der Nekromantie dünn und mehr als spärlich dokumentiert und die Bücher die es gab, lagerten in den Bibliotheken der Blacks, der Malfoys, der Prince und des Dark Lords und eventuell auf den Festland in den Archiven der Vampire.

Gellert Grindelwald soll einmal alle zu habende Lektüre auf diesem Gebiet zusammengetragen haben, nur die Bestände von den Blutsaugern und die der britischen Inseln waren nicht in seine gierigen Hände gefallen.

Nach Grindelwalds Niederlage gegen Dumbledore war zu meinem unendlichen Leidwesen und dem der gesamten gelehrten und belesenen Gemeinde der Magier, seine Sammlung in einem grausamen Akt der allergrößten Idiotie und Ignoranz vor dem geschriebenen Wort, vernichtet und unwiederbringlich zerstört worden und dies in den Mauern von Nurmengard, als man den Stützpunkt rücksichtslos in ein Gefängnis umwandelt hatte.

Aber selbst vor der Vernichtung dieser Bestände waren die Informationen über Nekromantie dünn gesät gewesen, doch seit jener Zeit, nach 1945, noch mehr und damit erlangte dieses fast unerforschte und unheimliche Gebiet der Magie einen nebulösen, geheimnisvollen Charakter.

„….mhm, wenn ich es sage, könntest du es mir beantworten?“, wagte ich die wohl kalkulierte, umsichtige Frage und wiegte sachte meinen Kopf und spürte dabei wie mich meine Haarspitzen am Kinn streiften.

„MHM….in Maßen….eventuell, wobei ich dir gegenüber bekunde, dass ich nicht der Experte auf diesen Gebiet bin, vor allem da wir es vorziehen zu diesem Thema zu schweigen!“, kam es verstockt von Sanguini und ich verstand die versteckte Drohung sehr wohl hinter der sehr leise vorgetragenen Erklärung, während er mir sehr ernst in die Augen sah.

„Zu jung!“, konnte ich mir diese kokette Pointe wirklich nicht verkneifen, worauf er tatsächlich seine Reißzähne fletschte und mich böse mit einem dunklen Schimmer in seinen Augen anfunkelte.

Aber ich zeigte Nerven, hob sachte und seelenruhig den Pokal an, trank einen wagemutigen Schluck von dem herben und sehr trockenen Rotwein, der von exzellenter Qualität war und nur in seiner Farbe an Blut erinnerte. Diesmal war der Wein gut und auch noch genießbar, noch nicht verdorben. Todesmut zahlte sich noch mal aus, wenngleich ich schon grausames erlebt hatte und runtergeschluckt hatte, der gebotenen Höflichkeit zuliebe.

Ich leckte mir überlegend über die benetzten Lippen und stellte jetzt den Pokal auf dem kleinen Tisch vor uns ab.

„Severus, hast du heute deinen speziellen Humor gefunden?....Dies ist ein heikles Thema!“, wehrte er kalt ab und ich reagierte verhalten, setzte nach:

„Das weiß ich, Sanguini! Und nein, es geht nicht um die schnöde Nekromantie an sich, sondern um ein Randgebiet in jener, etwas wo ich keine Hinweise finden kann, aber Informationen benötige!...“ Ich wollte gerade ansetzten um weiter auszuholen, als er mich erneut unterbrach.

„Schweig, ich will es gar nicht wissen!“, hatte er bestimmt seine schmale, blasse Hand erhoben und hielt sie vor mir abwehrend in die Luft, etwas was mich wirklich schaffte zu überrumpeln, ein Vampir der nicht alles wissen wollte?

Interessant, so folgte ich und schwieg, während er immer noch mit der erhobener Hand sichtlich nachdachte, bevor er sie langsam senkte.

„Die Werte, Prinzessin Cneajna, die Frau Mutter unseres verehrten Waiwoden Vlad könnte dir da vielleicht weiterhelfen, oder Vlad persönlich könnte dir ebenfalls behilflich sein, wenn er sich herablässt, aber ich warne dich Severus, du wandelst ab dann bei diesem speziellen Thema auf extrem dünnen Eis!“, warnte er mich mit seidiger Stimme und ich lüpfte eine Braue erstaunt, tatsächlich interessant!

Es war mir nicht bewusst gewesen und so schwieg ich besser entschlossen und neigte nur in sachter Zustimmung mein Haupt.

„Gut, das ist ein adäquater Grund, den du mir vorgetragen hast, der dein Begehren für ein früheres Treffen beschleunigen könnte. Ich werde Carmilla beauftragen und dein Anliegen vortragen lassen!“, erklärte der Vampir überlegend. Bei dieser freudigen Aussicht wanderten meine Augenbrauen weit in meine Stirn und ich warf ihm zweifelnde Blicke zu.

„Ja, Severus….das wird ein großzügiger Gefallen von unserer Seite an dich werden, auf das wir unsere Schulden bei dir bezahlen, danach sind wir, du, ich und Carmilla quitt!“, fuhr er bestimmt fort. Oh, meine Bitte schien etwas größeres zu sein, wenn dieser große, schwerwiegende Gefallen eingefordert wurde, den ich erworben hatte als ich das erste Mal in Transsylvanien geweilt hatte und dort Carmilla vor dem Zorn Vlads III. Tepes bewahrt hatte, indem ich Gnade vor Recht ihr gegenüber walten ließ.

Das war eine Geschichte, die ich gekonnt aus meiner Vergangenheit verdrängte, ein Chaos wie es nur die sich selbst zu wichtig nehmenden Vampire heraufbeschwören konnten in ihren Dramen, die sie sich selbst vorspielten. Wie gut, dass ich Drama Queens wie Lucius gewöhnt war, denn an ihn kamen sogar die selbstverliebten Blutsauger nicht ran.

„Sie wird dein Begehr kundtun….rechne mit der Einladung zu Ostern!“, kam es gewichtig und schwülstig von ihm und ich neigte wieder wohlwollend und zustimmend mein Haupt, erhob mich wortlos. Alles war gesagt und die Vampire wussten es zu schätzten wenn man wusste wann es Zeit war zu gehen.

Somit ich ließ das kalte und ungastliche „Haus der Vampire“ in London hinter mir und dachte mir meinen Teil über das seltsame Verhalten von Sanguini, während ich eine Seitengasse anstrebte, um ungesehen zu apparieren.

Ich landete umgehend in einer hellen und protzigen Empfangshalle an der selbst die Decke verziert war. Der runde Tisch war wieder mit einem üppigen, prächtigen und völlig überladenen Blumenschmuck geschmückt und die großen Portraits zu beiden Seiten des wuchtigen Kamins taten gekonnt als würden sie schlafen und das mit unvergleichlicher Arroganz. Ich wandte mich brüsk ab, da mir der Minimalismus der Vampire hier sogar mehr zusagte als diese Zurschaustellung.

Somit strebte ich zum Salon, wo ich die Tür nach einem mehr als flüchtigen klopfen aufstieß, dann sah ich Lucius in seinem hohen Ohrensessel sitzen, flankiert von seinen gemütlichen Wolfshunden Duke und Dutchess.
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Kapitel 253-254
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