When Hermione Fights
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 Kapitel 275

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 275   Kapitel 275 EmptySa Apr 28, 2012 8:43 am

275. Kapitel „Kalt, Kälter Lucius!“

Diese Erkenntnis hauchte ich nun schon deutlich entsetzt, denn ich erkannte sehr klar, dass ihr Verhalten nur diesen einen Schluss zuließ.

Mir gefiel das gar nicht!

Ich wollte nicht, dass andere das mitmachten was ich mitmachte, denn das war so gut wie nicht nötig.

Gut okay, Harry sollte die Ausnahme von der Regel sein und die anderen würden auch nicht immer unschuldig bleiben, aber doch nicht jetzt schon, dachte ich zaghaft?

Oder?

Ich legte mir bei meinen argwöhnischen Worten eine Hand auf die Brust in der es heftiger pochte, während ich in leuchtend strahlende Gesichter blickte, die mich fast verklärt anlächelten.

„Na, was hab ich dir gesagt, Georgyboy? Sie versteht uns ohne große Worte!“, „Ja, FreddyBOY, du hattest recht, das die Schönste es gleich rausfindet!“, zeigte sich George bedeutend weniger euphorisch wie Fred und verschandelte dessen Namen als Revanche.

„War das nötig? War das ein Unfall?“, wollte ich nüchtern wissen und fand mich pragmatisch mit den Gegebenheiten ab.

„Bitte, jetzt tu nicht SOOOOO….so moralisch rum!“, moserte Fred fast beleidigt, dabei funkelten mich seine braunen Augen aufgebracht an.

„Sorry Hermione, da halte ich zu Fred, denn es stand nicht zur Debatte!“, wandte George sehr bestimmt ein und legte wie zur sichtbaren Unterstützung seinen Hand auf die Schulter seines Bruders.

„Wie??? Kein Unfall!“, zeigte ich mich überrascht denn ich war nun doch sichtlich übertölpelt das es von den Red Devils geplant gewesen zu sein schien, wenn es „nicht zur Debatte“ stand.

„Sag mal hältst du uns für UNFÄHIG?“, empörte sich Fred ersichtlich erregt, worauf George Fred begütend, zärtlich über den Arm strich.

„Nein! Das nicht und das weißt du, Fred! Ich sehe nur keinen Grund das ihr jemanden an die Gurgel gehen wolltet!“, versuchte ich dem Sturm die Stirn zu bieten.

„Nicht?“, „Ehrlich!“, „Aber, HALLO!“, „Ich sag nur, RON!“, ereiferten sich beide sichtlich, während sie mir vor Augen führten was für rachsüchtige, kleine Biester sie waren.

„WASSSSSSSS, ihr habt Nott Senior erwischt?“, keuchte ich überrumpelt, dabei sprang ich fast von der Bank, da ich zwar um ihren Schwur am Krankbett wusste, aber ich hatte es nicht so ernst genommen.

Ein Fehler, wenn jemand gemeingefährlich war dann SIE!

„Jupp, du weißt, er war für RON verantwortlich!“, „Ja, er war schuld, das RON fast verreckt wäre!“, klangen beide total ernst, sowie sehr unversöhnlich und erschreckend lapidar.

Als ich diese Entschlossenheit in ihren Worten anhörte sank ich an die Rückenlehne zurück und schloss kurz die Augen und fand mich mit den Gegebenheiten ab.

„Du bist ja leider nicht wie versprochen gekommen um uns über die genauen Umstände aufzuklären….“

„Was kein Vorwurf sein soll, wir kennen deinen Terminplan!“, warf Fred sofort ein als ich empört die Augen aufriss und mich und mein Fehlen verteidigen wollte.

„ABER, Draco war so nett und hat uns das Ganze, tragische Drama sehr genau erzählt, auch das sich Nott bei seinem Sohn Theodore gemeldet hat und damit geprahlt hat das es zwar für Dumbledore gedacht war, aber es auch nicht schade um einen Wealsey gewesen wäre! Doof nur das ER, unser Bruder, doch noch gerettet wurde vom doofen Harry Potter!“, fauchte ein Red Devil bitterböse. Er wirkte dabei wie die Ausgeburt der Hölle und ich verbiss mir einen Kommentar.

„Draco sagte in dem Brief stand noch „….das es wohl abfärbt, das Potter, der zum Teufel nicht verrecken will, wohl auch dies auf seine Freunde übertragen hat und diese auch nicht verrecken wollen“, das bezog sich nicht nur auf Ron, sondern auch auf dich, Schönste!“, erzählten sie mir empört und legten ihre Gründe dar, wobei ich mich fragte ob das was Neues war?

Nott hasste mich oder besser, hatte mich gehasst.

„Hey und bitte, wir lassen so was nicht unbeantwortet! Wenn einer denkt er muss uns blöd kommen, kriegt er dafür die Quittung und wir kommen ihm noch blöder!“, stemmte Fred seine Hände entrüstet in die Hüften und schnaubte böse auf.

Ich hörte sprachlos zu und schloss jetzt wieder ergeben meine Augen und fand mich damit ab, dass die Red Devils schon immer Erfahrungen…in allem, vor den anderen gesammelt hatten. Es war ihre Entscheidung, daher war es nicht an mir sie dafür zu schelten oder gar über sie zu richten! Das stand mir nicht zu, sondern es war an mir, sie zu nehmen so wie sie mich nahmen, im Guten wie im Bösen.

Damit schlug ich meine Augen wieder entschlossen auf und legte beherzt los, sehr zielstrebig und sehr emotionslos.

„Okay, erstens, hat euch jemand gesehen?“, forschte ich eisig nach, denn jetzt ging es um die Tatsachen.

„Nein, er war zwar mit anderen DeathEatern in der Knockturn Alley, aber die waren alle im Puff oder Hacke voll, außerdem haben wir uns getarnt, wir sind nicht blöd!“, warf Fred leicht patzig ein, was ich großzügig überging und ihm ein kaltes Lächeln schenkte.

Nein, doof waren die Twins nicht, eher brandgefährlich!

„Zweitens, ich hoffe, ihr hattet euren Spaß und es ging nicht zu schnell!“, fletschte ich bei den gefühllosen Worten die Zähne, da ich Nott ebenso inbrünstig gehasst hatte wie er mich, somit war ich mehr als dankbar, dass er nicht mehr Unfrieden auf diese Welt bringen konnte und ließ meinem Sadismus freien Lauf. Diese Worte sorgten dafür, dass die Red Devils endlich befreit auflachten und sich erfreut abklatschten.

Es war als hätte ich ihnen Absolution erteilt mit meiner kaltschnäuzigen Aussage.

„Wow, das ist mein Mädchen!“, „Ja, Schönste! Du bist die geilste und das kälteste Miststück, was ich kenne!“, riefen beide wild durcheinander dabei kicherte ich kalt auf. Es war schön zu sehen dass wir selbst in solchen Situation eine Basis fanden, wenngleich es mich etwas beklemmte, das es nun so war und Fred und George nun nach mir und Draco die ersten waren, die wussten wie es war Leben zu nehmen.

„Sagen wir es so, wir haben viel an dem guten Nott ausprobiert, bevor er…endlich verschied!“, zierte ein gemeingefährliches glitzern Freds Augen. Es schien ihm Spaß gemacht zu haben.

„Ihr seid auch verdammt gefährliche, nicht zu unterschätzende Devils! Aber Gut, damit zu Nummer drei, kann man es zu euch zurückverfolgen, diese „Experimente“?“, fragte ich forschend, denn das bereitete mir dann doch Sorgen und ich fragte lieber nach.

„Hältst du uns wirklich für derart doof? Natürlich nicht, wobei auch nicht mehr viel von ihm übrig ist, aber davon abgesehen! Wir haben ihn dekorativ, aber gut versteckt abgelegt. Er wird gefunden werden, nur nicht gleich!“, erläuterte Fred, dabei nickte George eifrig zustimmend. Sie schienen sehr angetan von ihrer Tat und ihrem Vorgehen, sowie wirkten sie sehr stolz darauf.

„Gut, ich erwarte, dass eure Angaben stimmen und ihr gute Arbeit geleistet habt und eure Spuren vollständig verwischt habt!“, stimmten sie mir beide stumm zu, aber wenn ich eines wusste, dann das sie gut waren.

„Und nun zum wichtigsten, Fred, George wie geht es euch? Euerm Gewissen?!“, wollte ich doch mit einer Prise Sorge wissen.

„DU!!! machst dir Sorgen um uns, Schönste?“, „Das ist das liebste und schönste was du tun könntest!“, echoten beide synchron und wirkten wirklich irre erfreut.

„Aber keine Sorge was für ein Gewissen?“, grinste Fred nun regelrecht teuflisch, dabei hörte er sich sehr abgeklärt an.

„Und selbst wenn, es geht unserem Gewissen mehr als gut, denn der Bastard hatte nichts anders verdient! Er hat dich eh nicht gemocht und wäre dir irgendwann in den Rücken gefallen. Es ist besser so!“, zeigte George eine verbissene Miene, sodass ich mich zufrieden gab, als ich mich entschlossen erhob.

„Okay, ich akzeptiere dies alles! Sollte sich doch noch ein Gewissen melden, ich helfe euch und eine Frage, weiß es Draco?“, fragte ich nüchtern, dabei legte ich mein Haupt schief und taxierte die beiden verstörenden Irren.

„Neeeee noch nicht, aber wir werden es ihm sagen!“, erklärten sie breit grinsend und erwarteten wohl, das er sie loben würde.

„Aber nicht heute….morgen haben wir Männer dafür genügend Zeit!“, bei diesen Worten atmete ich erst einmal tief durch, nickte dann aber zustimmend und begab mich ins Haus um mit Draco ins Manor aufzubrechen.

Das war gut, da es mir nicht die Zeit ließ über das soeben gehörte zu sinnieren, denn diese Nachricht hatte mich sehr wohl schockiert!

Auch wenn ich mir nicht den Luxus gestattete darüber nachzudenken oder dies gar zu analysieren.

Hermiones Sicht ende

Lucius Sicht

Der Abend begann und sie waren noch nicht erschienen, wie nicht anders zu erwarten, möchte ich betonen. Ich stand in meinem Salon vor einem der Fenster und blickte auf die ausladende und weitschweifige Parkanlage des herrschaftlichen Manors.

Draco hatte mir gestern einen Brief geschrieben und gemeint es könnte später werden bis sie in nach Hause kämen. Ich wollte gar nicht wissen wo sie steckten, aber ich hatte die starke Vermutung, dass das Übel Potter heißen könnte!

Ich hatte SIE seit dem Gewölbe geschont und versucht aus dem Treiben der DeathEater herauszuhalten, denn eine Frau meiner Familie hatte meiner Ansicht nach noch immer nichts in den vordersten Reihen verloren und hinzukam, das auch Draco zwecks seiner Aufgabe mit den Veelas weniger eingesetzt wurde, wiederrum hinzukam auch der Lord schien gerade mit IHR fertig zu sein und ich wollte das „Biest“ nicht zu sehr wieder in den Vordergrund drängen.

So wartete ich gerade und überlegte was die neue Nachricht bedeuten könnte, das Nott seit gestern Abend vermisst wurde.

Ich hatte erfahren das Avery ihn gerufen hatte, er aber nicht erschienen war, somit hatte ich ihn gerufen, aber auch auf meinen Ruf hatte er nicht reagiert, was mehr als verwunderlich war!

Gerade Nott war niemand der einfach über einen „Ruf“ oder gerade über MEINEN RUF hinwegsah. Es war mysteriös und ich überlegte schwer was ich veranlassen sollte!

Aber so wichtig war Nott auch nicht, denn meine Gedanken kreisen um SIS, wann sie denn endlich kämen. Es hatte geheißen für die Nacht wären sie im Manor. Ich hatte die Arme im Rücken verschränkt und nahm die weißen Pfauen wahr, die gerade königlich über die breite Terrasse schritten und ihre langen, anmutigen Federn des Schwanzes hinter sich herzogen, während ich daran dachte wann ich SIE das letzte Mal gesehen hatte, nach dem Gewölbe.

Es war der Abend als sie Severus Gemächer erstürmt hatte auf das er diesen Weasely rettete und ich hatte sie nur einen Augenblick lang gesehen, also nicht wirklich.

Ich erinnerte mich an SIE, wie sie in dieser Mädchenuniform der Schule vor uns gestanden hatte.

Ich hatte sie noch nie in dieser gesehen, wie ich in dem Moment erkannt hatte und ja, es war ein erhellender Moment gewesen als ich ihren ansonsten so weiblichen und trainierten Körper in diesem grauen Faltenröckchen mit diesen Strümpfen, die bis zu den Knien gingen, den schwarzen, vernünftigen Schuhen, der braven Bluse und dem schwarzen unförmigen Umhang darüber erblickt hatte.

Es vermittelte ein gänzlich anders Bild von der Frau die sie sonst war.

Ich hatte Severus sofort verstanden, denn es war reizvoll sie, die sonst derart anders auftrat, in dieser sie als unschuldig, verkleidenden Uniform zu sehen.

Ich war versucht gewesen sie ihr vom Leib zu reisen, vor allem nachdem ich endlich wusste was sie seit Urzeiten vor mir darunter verbarg, aber ich war sitzen geblieben als Severus ungewohnt rasant aufgesprungen war um ihr zu helfen!

Sehr ungewohnt für Severus, aber dabei hatte ich mich an eine andere Begebenheit erinnert, die auch nicht normal für diesen ansonsten mehr als unterkühlten Mann war. Als er nämlich in einer geschmeidigen, gleitenden Bewegung seinen Mantel schützend über sie gelegt hatte, sodass sich der schwarze Stoff wie ein Leichentuch über ihr ausbreitet hatte im Gewölbe!

Und sie hatte es ungerührt geschehen lassen, war wie erschlagen liegengeblieben und als Severus sie in einer leichten fliesenden Bewegung auf seine Arme gehoben hatte und das Bündel Stoff an seine Brust gedrückt hatte, hatte er mich nur sehr kalt, abwertend und verächtlich angesehen und dann böse gemeint:

„Bist du nun zufrieden Lucius?“ Wobei er sich brüsk abgewandt hatte und noch im Gehen unsichtbar geworden war.

War ich zufrieden?

Nein, mit Sicherheit nicht!

Das war nicht so gelaufen wie ich gewollt hatte.

Ja, dieser alte Sturkopf von Severus redete sich ein, dass das Biest ihm gleich war. Wer wäre ich, ihn auf seinen gedanklichen Fehler hinzuweißen?

Ich war gespannt wann er erkannte, dass er ihr verfallen war!

Es würde für mich zu amüsant werden das zu erleben wenn er, Severus, erkannte, dass er gegen sie verloren hatte!

Denn diese Aktion war mehr als ungewöhnlich für ihn gewesen.

Ich schnaubte amüsiert auf, weil der Gute so stur, dickköpfig und verbohrt war. Hinzu kam das er sich selbst gegenüber blind war, wenn es darum ging zu erkennen was ihn fühlen ließ.

Und da waren wir schon beim Thema, ich erkannte dies in mir sehr wohl und wusste dies zu bekämpfen!

Ich wäre nicht der, der ich war, wenn ich gegen irgendetwas die Augen verschließen würde und somit tat ich das nicht, wenngleich es mich maßlos ärgerte, das ich es derart weit hatte kommen lassen, das ich etwas begehrte, aber was mich noch mehr erregte war das sich das von mir „begehrte“ Objekt weigerte mich zu erhören und das machte es enorm schwer für mich.

Ich, der ich alles bekam was ich begehrte!

Ja, für mich war dies eine sehr neue Erfahrung und der Jüngste war ich nun auch nicht mehr, als das ich fehlende Lebenserfahrung hätte vorschieben können, aber ich gestand es mir ein und bekämpfte es erfolgreich.

Denn bitte, Gefühle standen einem nur im Weg, sie machten einen schwach und ließen einen sich zu Taten hinreißen die gar nicht typisch oder gar klug waren, siehe Severus, der sich von ihr hinreißen ließ. Nein, ich wollte mich nicht von ihr manipulieren lassen, weil da vielleicht etwas war das sie ausnutzten konnte.

Ich würde mich von keinem manipulieren lassen und schon gar nicht von ihr wegen irgendwelcher Gefühle. Ich hatte ja an Weihnachten fulminant gesehen was sie sich herausnahm, wenn sie dachte sie konnte mit mir umgehen wie sie wollte, das würde ich trotz allem nicht zulassen. Diese Gefühle, diese Besitzgier und dieses Verlangen, bedeuteten nichts und ich würde sie weiter nicht beachten, ignorieren und gegebenenfalls bekämpfen.

Die einzige Frage, die ich mir stellte war ob ich nicht zu erfolgreich war, denn als ich plötzlich im Gewölbe erkannte, dass ich sie nicht brechen wollte, erkannte ich gleichzeitig zu meinem Erstaunen, dass ich die Macht über sie zu haben schien es tun zu können, das ich ihren Willen wirklich zerstören könnte.

Das hatte mich wirklich überrumpelt und war im Gewölbe so ganz und gar nicht mein Ziel gewesen!

Ja, ich hatte zeigen wollen das ich am längeren Hebel saß, das egal was sie sich versuchte raus zu nehmen, ich der Stärke war und ich hatten „spielen“ wollen, aber das ich sie so treffen würde, das war nicht geplant gewesen.

An sich war es Interessant zu wissen welche Macht ich über sie hatte!

Erkenne die Schwächen der anderen, sei deinen eigenen aber ebenfalls nicht blind gegenüber!

Damit hatte ich nicht gerechnet, nicht bei IHR, die sonst allem unbeugsam gegenüber stand, meine harte Strafe überraschend gleichmütig hingenommen hatte und sogar nach Kingswear erstaunlich gefasst gewesen war, selbst wenn sie sich einen kleinen Moment Auszeit gegönnt hatte.

Natürlich, hatte ich sie gerade mit dieser kleinen „Schwäche“ aufziehen müssen und ganz sicher auch den Rum in ihrem Kakao gerochen, aber bitte, das hatte ich mir nicht entgehen lassen können!

Es war ja nicht so das Severus oder auch ich, uns nach einem solchen Abend nicht auch einen guten Schluck gönnten um einen Moment innezuhalten, doch sagen musste ich ihr das ja noch lange nicht.

Nicht nachdem sie mich behandelte wie sie es tat, nicht nachdem sie sich gab, wie sie es tat!

Nachdem ich davon ausgegangen war wir hätten eine Basis gefunden, vor allen Dingen nach unserem zufälligen „Date“ im Hakkasan , war Weihnachten dann doch alles schief gelaufen und seit dem ging es steil Berg ab, das war mir nicht entgangen, aber ich würde nicht zurückweichen und ich bereute meinen Entschluss auch nicht, das ich mich von ihr weder manipulieren lassen würde noch das sie so mit mir umspringen konnte, wie auf dem Weihnachtsball.

Sie hatte mich respektlos angefahren und war danach abgehauen, sehr schön, so was ließ ich mir einfach nicht bieten, auch nicht von ihr. Vor allen Dingen nicht von ihr, doch was im Gewölbe passiert war, wie sie reagiert hatte, hatte mich in dem Moment geradezu sprachlos gemacht, denn es war so unerwartet gewesen, das ihr diese eine Träne über die Wange gelaufen war, das hatte mich dann doch irgendwie erschüttert und im Inneren tief berührt!

Ich war ein Meister darin hinter die Masken der Menschen zu blicken!

Vielleicht, weil ich selbst ein Meister der Masken war?

Aber ich hatte zu meinem Leidwesen nicht erkannt, das SIE wohl doch nicht derart kalt MIR gegenüber war, wie sie uns allen so gekonnt vorspielte.

Aber das hatte mir auch wiederrum gezeigt, dass sie mich auch nicht kalt ließ, denn diesen letzten Schritt konnte und wollte ich bei IHR nicht gehen!

Diese eine Träne die Severus aus seiner Lethargie gerissen hatte, hatte auch mir gezeigt, dass es ein schmaler Grat war, den ich hier beschritt und das ich genau abwägend musste was ich erreichen wollte.

Nicht, das es mir um Hermione sonderlich leidgetan hätte in der Hinsicht, denn ihr nackter Anblick war sehenswert und eine Schande das sie es derart lange geschafft hatte mich um diesen zu bringen, aber ich wollte ihren unbändigen Willen und ihren unverwüstlichen Kampfgeist nicht wirklich brechen.

Ich mochte es wenn sie stark und stur war, wie ich nur Sekunden später erstaunlich klar erkannt hatte als diese vermaledeite, einzelne Träne an ihrer Wange hinabgeglitten war.

Einmal gebrochen wäre sie nicht mehr die die sie mal gewesen war!

Ich hatte meine Konsequenzen gezogen und mich von ihr ferngehalten, ihr die Zeit gegeben wieder zu sich zu finden und somit auch ihre Aktivitäten bei den DeathEatern reduziert. Es reichte das sie und Draco die jüngsten Mitglieder waren, die anderen konnten mehr arbeiten.

Nun denn und jetzt erwartete ich das meine Familie eintrudelte und ich sie wieder hier willkommen heißen konnte in dem viel zu großen Herrenhaus der Familie Malfoy das dann doch erschreckend still war, wenn nur ich es bewohnte.

In dem Moment wurde ich endlich aus meinen Überlegungen gerissen, weil es sachte an die Holztüre klopfte, worauf sie sich dann auch schon zu öffnen begann und herein kamen die vermissten Personen.

„Vater?!“, konnte ich Draco vernehmen, aber ich wandte den Blick nicht von dem inzwischen finsteren Garten ab, sondern stand noch immer hochaufgerichtet mit dem Rücken zu ihnen da.

„Draco, schön das ihr da seid! Du kannst gleich auf dein Zimmer gehen, ich erwarte ich morgen beim Frühstück und freue mich darauf dich dann da zu sehen…Hermione du bleibst, nimm Platz!“, befahl ich routiniert und konnte in meinem Rücken das Rascheln wahrnehmen, dann bemerkte ich wie sich die Tür leise wieder schloss, denn meine „Bitte“ schien keinen von ihnen zu überraschen.

Ich verharrte noch absichtlich länger reglos an meinem Platz und wartend ab. Derweil spürte ich ihren Blick regelrecht zwischen meinen Schulterblättern und dann wandte ich mich abrupt um, schritt mit meinem langen, dunkelgrauen Gehrock gekleidet auf die Bar zu und schenkte uns beiden ein Glas ein.

Ich nahm ihren Schwenker und glitt geschmeidig auf sie zu, dann hielt ich ihr das Kristallgas mit der goldenen Flüssigkeit galant hin und sie legte den Kopf leicht in den Nacken um zu mir aufzusehen und wölbte dabei eine Braue, während sie mir mit einem Lächeln das Glas abnahm, dabei berührten ihre Finger die meinen.

Sie zuckte nicht zurück, nur das goldbraun ihrer Augen wurde eine Spur dunkler, was dazu führte das sich mein rechter Mundwinkel sachte anhob. Oh ja, das Biest hatte sich erholt und war bereit für die nächste Runde und ich war gespannt, das erfreute Kribbeln das in mir einsetzte war eine zu schöne Einladung, es gab mir ein vorfreudiges Gefühl auf die zu erwartenden Kämpfe mit dieser starken Frau. Nun ließ ich das Glas los und wandte mich schwungvoll ab, um fliesend in meinem hochlehnigen Ohrensessel platz zunehmen.

„Du wirkst erholt!“, eröffnete ich unser Gespräch.

„Könnte daran liegen, das ich „geschont“ werde?“, kam es sehr ironisch, nüchtern von ihr, bevor sie das Glas hob und mir spöttisch zuprostete, während sie jetzt endlich Platz nahm, dabei ging mein Blick sehr wohl zu ihrem doch gewagten Ensemble und wenn es nur das cremeweiße Spitzenkleid war das farblich so krass mit den roten Pumps kontrastierte.

Auch hier juckte es mich in den Fingern, ihr dieses gewagte Kleid genauso abspenstig zu machen wie die Schuluniform. Wobei ihre langen Beine, die nur bis auf den Oberschenkel bedeckt waren durch diese knallroten, so hohen Schuhe noch länger wirken.

„Selbst wenn es so wäre, würde ich es gnädig, erfreut hinnehmen und nicht derart zynisch erscheinen wollen!“, erwiderte ich provozierend auf ihre freche Aussage.

„Oh Lucius, wie kommst du darauf das ich mich darum reiße etwas „TUN“ zu müssen?“, schüttelte sie ihr Haupt bedächtig, während ich meinen Stock zur Hand nahm und ihn leicht auf dem Boden auf tappen ließ und sie weiterhin genau im Blick behielt, wobei ich nichts sagte und sie nur weiter stumm beobachtete.

Lediglich das Aufkommen des Stocks auf den Boden war zu hören, aber sie war beherrscht und kalt wie eh und je, da sie nur die Beine überschlug sich zurücklegte und mich abwartend ansah, dadurch kamen die hohen roten Schuhe noch besser zur Geltung und betonten ihre schlanken Beine.

„Ich weiß nicht, ob Draco dich informiert hat… Morgen wollten wir außer Haus nächtigen? Wäre das für dich in Ordnung?“, fragte sie geradezu vorbildlich nach.

„Wie wäre die weitere Planung?“, antwortete ich mit einer Gegenfrage, denn eigentlich war ich nicht erfreut, dass sie beide gleich wieder das Manor verlassen wollten.

„Oh, den kommenden Samstag und Sonntag hätten wir Freunde zu besuchen und äh…am Dienstag wollte ich allein einen kleinen Ausflug machen und ja… darauffolgend hätten wir von Freitag bis Sonntag, also über die Osterfeiertage einen Ausflug machen wollen, aber sonst wären wir da!“, zählte sie ruhig auf und erwiderte dabei stoisch meinen Blick.

„Derart verplant und beschäftigt?“, fragte ich süffisant und hob fragend eine Braue dabei war es eher eine rhetorische Frage, da ich gleich weitersprach:

„Nun gut, so nimm zur Kenntnis, dass ich aber nicht wünsche, das du die großen Ferien mit Draco groß Außerhalb vom Manor verbringst oder derart verplanst bist wie in diesen Ferien, verstanden?!“, war dies eine genervte und gebieterische Ansage von mir.

Dass sie sich über meine Despotismus ärgerte konnte man ihr an der kessen Nasenspitze ablesen, da diese sich gerade im Augenblick verdächtig kräuselte.

„Wie du wünschst, Lucius!“, erwiderte sie jedoch folgsam und neigte kurz ihr Haupt, etwas was sie in meinen Augen verdächtig machte, aber zeigen würde ich ihr dies nicht, derartige Folgsamkeit von IHR, dem Biest, war mehr als unwahrscheinlich.

„Wunderbar! Ich werde noch mit Draco absprechen, das ich es gar nicht zu schätzen weiß, dass er dich derart verplant! Hinzukommt, das es zu gefährlich wird…draußen!“, bezog ich mich auf Nott und konnte sehen wie sie konsterniert aufblickte.

„Warum? Du verwirrst mich!“, sagte sie deutlich irritiert und blickte mich auch so an.

„Ich wünsche, dass du daheim bleibst!“, befahl ich nun strikt, da ich ihr noch nichts von Nott erzählen wollte, dass er verschwunden war. Natürlich waren sie und Draco ein ganz anders Kaliber als Nott, aber man durfte nicht vergessen, dass es Nott durchaus in den Zirkel des Lords geschafft hatte.

„Tust du das Lucius?“, reizte mich schon allein ihr spöttischer Tonfall unermesslich.

„Ja!“, grollte ich tief aber betont kalt auf, jedoch knallte ich dabei meinen Stock etwas lauter und etwas fester auf den Boden.

„Und wenn der Lord oder einer der anderen aus dem Inneren Kreis ruft?“, provozierte sie lasziv und ich hob abwägend eine meiner Brauen.

„Du hörst nur auf den Lord oder die Rufe von mir, Severus oder Draco. Mir wurde durchaus das letztens Hinterbracht was sich in der Höhle abgespielt hat! Ich wünsche keinen Disput mit den Lestranges! Keine Sorge, der Lord sieht es ähnlich, dass du nur auf unsere Rufe zu reagieren hast. Die anderen können nicht über dich bestimmen!“, machte ich eine sehr bestimmte Bewegung mit meiner Hand, die die Ernsthaftigkeit meiner Worte unterstrich.

„Es reicht wenn ihr es könnt, nicht wahr?!“, verspritze das Biest gewohnt ihr Gift dabei klang sie sehr verärgert und ich muss sagen, es freute mich, dass sie sich wieder derart kämpferisch aber auch aufgebend gebärdete, worauf ich ihr ein teuflisches Grinsen schenkte und sachte mein hoheitsvolles Haupt senkte.

„Korrekt erkannt! Nun, das wäre es auch fast, wie immer wünsche ich, das du alleine in deinen Gemächern nächtigst!“, wies ich sie noch sehr despotisch darauf hin und erhob nun mein Glas um meine erhobenen Mundwinkel zu verbergen, denn ich schmunzelte minimal, als ich das unheilvolle Blitzen in ihren Augen wahrnahm, wenngleich sie ihre Züge maskenhaft, leblos hielt. Es schien ihr nicht zu gefallen, das ich wieder derart über sie bestimmte, aber ich mochte nicht das Draco in ihren Gemächern mit ihr schlief, sie aber auch nicht in seinen.

„Wie du wünschst! Wäre es das dann?“, fragte sie recht knapp dabei reckt sie das Kinn arrogant in die Höhe und ich zuckte nur leger die Schulter.

„Dann wünsche ich eine gute Nacht!“, antwortete sie unterkühlt.

Ihr kurzes weißes Kleid raschelte bei der Bewegung als sie ihr Glas unberührt auf einem Tischchen abstellte und ich mir dachte am liebsten hätte sie es an die Wand gedonnert, dafür war sie Severus zu ähnlich, wenn man sah wie schwer sich ihre Finger von dem Glas lösten, als ihre Stöckelschuhe über den Boden klackerten als sie entschlossen verschwand

„Die wünsche ich dir auch!“, flüsterte ich sehr, sehr leise zu der sich schließenden Tür und wandte mein Gesicht dem Kamin zu, dann beobachtete ich das flackernde Spiel der Flammen und überlegte, dass gerade wieder etwas mächtig schief lief.

Lucius Sicht ende

Hermione Sicht

Ich schloss die Tür bedächtig und ballte meine Hände zu wütenden Fäusten. Was bildete sich dieser Gockel ein?

Das ich nicht außer Haus sollte?

Das ich keine Termine machen sollte!

Aber was viel wichtiger war, was plante er?

Was hatte er in den Sommerferien mit mir vor wenn er derart präzise von mir meine Anwesenheit forderte?

Ich sollte nicht versuchen diesen Mann auch nur im Ansatz verstehen zu wollen, denn diese kalte, beherrschte Maske, die er mir gezeigt hatte, konnte nicht mal ich durchblicken!

Er war ein erschreckender Meister darin!

An sich war es das erste Mal das wir uns nach dem Gewölbe gesehen hatten, meinen Kurzauftritt in Hogwarts außenvorlassend, aber er ließ absolut nichts erkennen, doch ich auch nicht, da ich damit gerechnet hatte das er so sein würde.

Das erstaunlichste war, Innerlich war ich wirklich derart beherrscht gewesen. Seitdem ich wegen meiner Kinder und der „white-eyes“ noch mehr auf meine Stimmungen und mein Gemüt achtete, fiel es mir immer leichter nicht nur kalt zu erscheinen, sondern es auch zu sein.

Ich flog meinen Räumen förmlich entgegen und riss die Tür auf, worauf sofort die Lichter wie magisch angingen und als ich meinen hellen, freundlichen Salon sah, atmete ich tief ein. Was auch immer Lucius und mich gerade auseinandertrieb, für dieses Refugium war ich ihm dankbar, da es perfekt zu mir passte.

Zwar würde ich es nie offen zugeben, aber ich genoss es in vollen Zügen alleine in diesem meinem Reich zu sein.

Im Gehen streifte ich die hohen roten Pumps von den Füßen und strich mit meinen Fingerspitzten über die geschwungene Lehne der Couch, dann stieß ich die Doppeltür zu meinem Schlafgemach auf und stellte erstaunt fest, das auf dem Tischchen Osterglocken standen.

Fragend hob ich eine Braue als ich weiterging und die Tür zu meinem Kleideratelier öffnete. Wieder hielt ich inne, da ich sehr wohl erkannte das Lucius neue, exquisite Mode hineingehängt hatte. dieser Mann hatte ein Einkaufsproblem, so viel sei gesagt.

Während ich es von der komischen Seite zu sehen begann, lachte ich rau auf, als ich noch kurz über die Twins und ihre Tat sinnierte. Ich dachte mir auch noch das Lucius Verbot ,frei zu gehen und zu kommen wie ich wollte bestimmt damit zusammenhing, denn das es noch nicht aufgefallen war das Nott fehlte, daran glaubte ich nicht!

Somit machte ich mich rasch fertig fürs schlafen, denn morgen nach dem Frühstück mit Lucius würde es ein beängstigend neuer Tag werden.

Ich griff auch ungewohnt für mich zu einem Schlaftrunk, ahnend das ich nicht würde von selbst schlafen können und wissend wie wichtig es war das ich morgen ausgeschlafen war.

Morgen würde der Geburtstag von Harrys Baby sein!

Ja, morgen würde Harry Vater werden!

Und ich würde etwas Neues lernen und erleben, die Frage war nur, ob ich DAS jemals hatte erleben wollen!

Draco kam nicht mehr zu mir und ich war ehrlich gesagt froh darum, weil mir Lucius Worte dafür immer noch zu deutlich im Ohr lagen, das er Draco hier nicht bei mir haben wollte und so schlummerte ich einen erholsamen Schlaf entgegen.

Die Morgensonne kitzelte mich nicht wirklich wach, als ich in dem wunderschönen Himmelbett aufwachte und mich ausgiebig reckte und streckte.

Es war gewohnt früh am Morgen und ich blieb noch länger liegen, drehte mich auf die Seite und sah nichts wirklich, sondern glitt in meinen Gedanken zu meinen Kindern, öffnete die Verbindung und schenkte ihnen Aufmerksamkeit, auf das ich heute ausgeglichen sein würde. Ich fühlte wie sich meine Wahrnehmung veränderte und wusste als ich die Augen öffnete das ich jetzt wieder die „weißen“ Augen hatte.

Ich schwelgte in der Verbindung und genoss es einmal nicht unter Zeitstress zu sein und erlebte diese Welt ganz anders, aber die Zeit wirklich noch mehr zu versinken hatte ich dann doch nicht, denn ich rief mich zur Ordnung und begab mich unter eine die Lebensgeister erweckende Dusche.

Mein Kleid würde das schlichterste überhaupt werden, es glich eher einen Kittel aus dunklen schwarz und meine Haare band ich mir jetzt schon zu einem Pferdeschwanz zurück. Ich war ganz pragmatisch. Dann machte ich mich auf den Weg in den Frühstückssalon.

„Guten Morgen Lucius, Draco…wo ist Severus!“, blinzelte ich als ich Vater und Sohn einträchtig beim Essen antraf und beide gerade im Tagespropheten lasen als ich eintrat und sofort die Aufmerksamkeit beider auf mir liegen hatte. Während ich in Dracos Augen erkennen konnte, dass er amüsiert war über meinen Aufzug, lüpfte Lucius nur erstaunt eine elegante Augenbraue.

„Guten Morgen Hermione…derart leger?“, kam es süffisant von Lucius.

„Liebling, hier dein Kaffee!“, bediente mich Draco als ich mich setzte und zugriff, dann antworte Draco für mich:

„Nun, Vater es geht nur zu Freunden, nichts weltbewegendes!“

„Welche Freunde?“, harkte Lucius interessiert mit skeptisch erhobener Braue nach.

„OH Blaise, Daphne und Astoria!“, grinste Draco frech zu Lucius und dieser nickte leicht, wenngleich ich den argwöhnischen Zug in seiner Manier durchaus wahrnahm, auch wenn er nur minimal zu sehen war, aber Draco log vorzüglich.

„Grüße, den jungen Zabini von mir. Die Hochzeit seiner Mutter in Bulgarien war aufsehenerregend schön!“, spielte er aber gekonnt in dem Gespräch den Leadführer.

„Das werde ich tun, Vater!“, musste ich sagen, dass aber Draco seinem Vater in nichts nachstand, während ich süchtig an dem morgendlichen Hochgenuss nippte.

„Draco ich habe gestern Hermione informiert, dass ich wünsche, dass sie die Sommerferien hier verbringt!“, autsch, schnarrte es kalt von Lucius und wie immer wusste er, dass ich noch keine Möglichkeit gehabt hatte Draco vorzubereiten.

Er war ein bösartiger Bastard und ich verkniff mir ein gehässiges Schnauben!

„BITTE, Vater! Ich hatte anderes vor, denn ich wollte mit ihr verreisen!?“, empörte sich Draco auch prompt, zu sehr getroffen von dieser unerwarteten Offenbarung.

„Nun, dann fühle dich nun informiert, auf das du deine Pläne änderst…wobei es dir freisteht zu fahren!“, rissen mich Lucius süßlich, gestelzte Worte aus der Betrachtung des Gartens, da ich verwirrt die Stirn krauszog, warum konnte Draco gehen und ich nicht?

Dachte dieser eingebildete Bastard wirklich ich könnte mich weniger verteidigen als Draco?

Zu was mutierte hier Lucius? Zu einem beschützerischen Gockel?

Nein, wohl weniger, eher zu einem besitzergreifenden Hahn, der versuchte die arme Henne einzufangen!

„Vater…!“, setzt Draco hart an, als Lucius sein aristokratisch schönes Gesicht erhob, dabei seinen Sohn fest, fast eisern im Visier hielt, während er nun sein Haupt provokant schieflegte, erwartend das Draco es wagen würde aufzumucken oder gar ich, wobei mir heute gerade alles gleichgültig war und so knabberte ich in dem Moment wenig interessiert an meinem Toast rum und schüttetet den Kaffee in mich, ich hatte wichtigeres im Kopf als diesen lachhaften Wettkampf.

Plötzlich bemerkte ich, dass die Spannung sekündlich zunahm und keiner Nachgeben würde und wir auf einen Affront zusteuerten, somit schritt ich entschieden ein.

„Wie immer du wünschst, Lucius!“, unterbrach ich fest die beginnende Diskussion im Keim, dabei durfte ich erleben, dass beide abrupt „aufgaben“, die Spannung nachließ. Das sie somit auch das Atmen einstellten und mich mit ihren einander gleichenden, grauen Augen perplex anblickten.

„Hermione, das…?“

„Warte Draco, ich denke mir wenn es so weit ist, wird Lucius nichts gegen den ein oder anderen Tag haben, vor allem da er weiß, dass ich zu Gringotts muss und dergleichen, alles andere ist mir gleich!“, kam es recht kalt von mir, bevor ich den nächsten Schluck trank, während sich Lucius in seinem Stuhl zurücklehnte und gar nichts sagte und nur noch beobachtete.

In dieser Zeit kämpfte Draco sichtlich gegen seine Verstimmung.

„Wie du willst Vater!“, gab sich Draco geschlagen und hob seine Zeitung, um dahinter zu verschwinden. Es herrschte eine mehr als eigentümliche Stimmung und Lucius sagte gar nichts mehr, sondern beobachtete nur alles mit Argwohn.

Ich wusste, er fragte sich, warum ich derart willig und wenig wiederborstig war, aber ich hatte mir vorgenommen mit Lucius nach seiner letzten, vernichtenden Aktion, die mich fast ins Grab gebracht hatte, zu spielen.

Denn Rache war süß!

Und ich würde bestimmt nicht meinen Atem verschwenden wegen soetwas oder nichts, denn wenn ich weg musste gab es noch immer die Geheimgänge. Ich würde gegen Lucius nicht mit offener Verweigerung antreten, da konnte ich nur verlieren, also würde ich das willige, brave und lenkbare Weibchen mimen das er sich wünschte.

Wie es schien konnte er sein Glück gar nicht fassen, das ich ab jetzt derart seinen Wünschen entgegenkam, aber so schenkte ich ihm durch meine Maske ein gespielt sanftes lächeln, indem ich die Mundwinkel anhob, bevor ich wieder gierig trank.

Somit war ich die Herrin meiner Gefühle und würde Lucius seinen vormaligen Willen lassen, worauf dieser sich erhob und gewohnt eisig meinte:

„Nun denn, ihr entschuldigt mich, morgen Abend essen wir ALLE gemeinsam!“ Mit diesen bestimmten Worten schritt er von dannen, mit einem Abgang der Severus würdig war, denn ihn umwehte seine Aura und seine langen, weißblonden Haare flogen ihm hinterher als er den Saal verließ und Draco etwas von seiner permanenten Anspannung verlor.

„Sagst du mir was das sollte?“, kam es recht aggressiv von Draco.

„Was soll ich da sagen, außer, wenn dein Vater es wünscht, ist es mir Befehl!“, lächelte ich sarkastisch und unterstrich die Ironie in meinen Worten.

„Hermione sei vorsichtig, Vater und Du, ihr werdet es noch schaffen euch bei euren gegenseitigen Spielchen umbringen!“, warnte Draco eindringlich und ich wollte doch mal hoffen, dass er unrecht hatte, denn es machte doch zu viel Spaß, die Spiele mit Lucius zu spielen!

Als wir um 8 Uhr rum das Cottage betraten schlug uns eine erstaunlich eigentümliche, nicht zu benennende, nervöse Stimmung entgegen, da alle im Wohnzimmer versammelt waren, nur Harry und Daphne nicht.

„Wo sind SIE?“, fragte da auch schon Draco als freundliche Begrüßung.

„MHm…draußen im Garten, sie gehen spazieren!“, kam es von einem ungewohnt ernsten Ron, der nervös vor dem Kamin auf und ab Schritt und gar nicht innehielt.

„OH, wie war der Morgen?“, wollte ich wissen, während ich mir den freiliegenden Nacken massierte.

„Passt schon!“, meinte Fred und schielte auf seine Fingernägel.

Ich taxierte ihn sofort, wollte wissen ob es ihre TAT war, die ihn so wortkarg machte oder die Nervosität vor dem Neuen, auch wusste ich ja, das die anderen von der Connection noch nichts von Nott wussten und ich war mir ganz und garsicher, das die Twins es den anderen, bis auf Draco nicht sagen wollten.

„Gut, wie habt ihr es euch vorgestellt?“, wollte ich interessiert wissen.

„Wir? ÄH, sie hat wie von euch vereinbart Punkt sechs Uhr den schwarzmagischen Trank, den sie mit Draco gebraut hat, genommen…das heißt, jetzt müssten langsam die Wehen einsetzten!“, informierte mich George gewichtig aber ansonsten seelenruhig erscheinend.

„Wie stark kann ja leider keiner sagen!“, grummelte Astoria und knetet unruhig ihre Hände.

„Leute, reißt euch am Riemen!“, hisste ein jetzt schon genervt wirkender Draco und setzte sich in seinen Sessel.

Es war erstaunlich das gestern eine derart heitere, gelöste Stimmung geherrscht hatte, denn nun war eine erwartungsvoll, furchtvolle Atmosphäre allgegenwärtig.

Ich stand und wanderte ebenfalls unruhig hin und her und strich immer wieder unwohl über mein Kleid. Ich musste sagen, ich verspürte eine ungewohnte Nervosität über diese Untätigkeit, während ich mal aus dem Fenster lugte und die in einem weißen Nachthemd, das unter einem samtenen, lilafarbenen Morgenrock hervor schaute und einen lose um die Schulter hängender Umhang tragende deutlich schwangere Gestalt von Daphne begutachtete, die ihren prallen Bauch ab und an bedächtig streichelte.

Harry neben ihr wirkte leicht verwirrt und war eindeutig schwer mit sich am Kämpfen das alles gut zu finden. Die Schönheit der Umgebung, der beginnende Frühling, die knospenden Sträucher, Bäumen und Blumen fanden keine Beachtung, während die junge Familie furchtsam dem Tag entgegenging.

„Wie war die Nacht?“, harkte ich nach, eigentlich nur um mich zu beschäftigen.

„Gut!“, kam es von einem erstaunlich wortkargen Blaise, als mich ein knacksen aus meiner Beobachtung riss und ich sah wie Fred seine Finger einzelnd umknickte und dabei eklige Geräusche erzeugte, was dazu führte das alle im Raum angewidert die Gesichter verzogen.

„Hör auf!“, keifte George und sorgte dafür das Fred erschrocken hochsah, doch bevor er etwas sagen konnte knallte eine Tür zu und ein aufregt watschelnder Dobby eilte auf uns zu.

„Der Raum ist fertig!“, verneigte er sich vor den Twins überschwenkglich.

„DANKE!“, erwiderten sie einstimmig.

„Gerne, ich bin in der Küche!“, informierte ein ebenfalls sichtlich nervöser Hauself.

„Welcher Raum ist fertig?“, fragte Draco vorsichtig nach, denn nach dem „Jungle Room“ von gestern war er enorm skeptisch.

„Na, wir lassen das junge Paar doch nicht das „neue Zimmer“ einweihen, wenn da noch nix ist, also sprich ohne Baby kommen sie da nicht rein, das ihr das Badezimmer gestern einweiht habt…sei euch verziehen, aber keiner der anderen hat DEN Raum bisher gesehen!“, wurden wir gewichtig von einem sichtlich stolzen Twin informiert.

„Genau und wir dachten…nun wir dachten, sie schlafen die letzte Nacht noch in ihrem alten Zimmer und Dobby war so lieb diesen jetzt als Geburtszimmer vorzubereiten. Wir dachten Daphne möchte vielleicht nicht dort liegen und pressen, wo sie dann schlafen soll, also sie kommt dann danach rüber ins neue Zimmer….!“, haspelte ein sichtlicher unruhiger George und rieb sich durch die roten Haare die schon ganz struppig aussahen, wo es noch gar nicht losgegangen war.

„Na, vielleicht gar nicht schlecht der Schock über das „neue“ Zimmer hätte sonst vielleicht eine Sturzgeburt herbeiführen können!“, kam es schrecklich trocken von Draco, was mich kichern ließ.

„Hey, was soll das heißen!“, „JA, das ist gemein!“, „Echt fies, weißt du wie schwer es war die Tiere zu hexen?“, ereiferten sich die Red Devils.

„Warum? Sieht es so schlimm aus?“, fragte sofort Ron zaghaft nach was zu einem empörten Ausruf führte.

„Was für eine Frechheit von unserem eignen Bruder!“, „Genau als wäre unser Geschmack nicht über jeden Zweifel erhaben!“, „Brutal, gemein, Dobby und wir haben etwas grandioses erschaffen!“, keiften die Twins los.

„Ja, die Frage ist nur grandios grauenhaft oder grandios genial, wir werden sehen was Potter und Daphne sagen….!“, wisperte Draco erstaunlich leise, damit die erregten Twins ihn nicht hörten, aber Blaise, Astoria und Ron sehr wohl. Ich war auch gespannt was die anderen zum Urwald sagen würden.

Die Twins ereiferten sich empört in ihrer selbstgerechten Erregung, während ich nur mit halbem Ohr zuhörte als mir Astoria sorgend eine Tasse mit Tee in die Hand drückte.

„Hier, zur Beruhigung!“

„Du hilfst mir?“, fragte ich am zukünftigen Geschehen interessiert nach.

„Ja, ich hoffe, dass ich es kann und du zufrieden sein wirst! Aber ich werde mein Bestes geben!“, kam es entschlossen aber auch furchtsam von ihr und ich nickte, während ich an meinem Tee nippte, dabei langsam aber sicher verzweifelnd wie zäh die Zeit verging.

„Nun dann schau ich mir mal an wie ihr das Zimmer eingerichtet habt!“, meinet ich nach einiger Wartezeit abrupt ,somit wandte ich mich mit den Worten von dem an sich tröstlichen Bild, das die sich umarmenden, jungen Eltern in dem frühlingshaften und ins Sonnenlicht getauchten Garten boten ab und sah mich interessierten Augen gegenüber.

„Kommt wer mit?“

„Ich!“, war Fred sofort auf den Beinen.

Er schien überhaupt nicht ruhig sitzen zu können, also gingen wir beide die Treppe hinauf, froh irgendetwas zu tun und dann öffnete er das ehemals recht kleine Zimmer von Harry und Daphne, das die beiden ab heute nicht mehr bewohnen würden und das ab jetzt zukünftig Draco und meines bzw. ein Gästeschlafzimmer sein würde.

Der Raum war funktional umgestaltet worden mit einem großen Bett das kein Fußteil hatte und ansonsten war der Raum spärlich möbliert ein großer, runder Ball und ein Konstrukt das von der Decke hing und an eine Wippe erinnerte. Ein magisches Radio spielte leise, wispernde Musik, die wohl entspannen sollte, mir aber jetzt schon den letzten Nerv raubte.

Rechts war ein Waschbecken hergerichtet mit einer Wage, die auf einer Kommode bereit stand, sowie eine Schere zum Abtrennen der Nabelschnur und ein Strampler und eine Decke.

Sie hatten an sich an alles gedacht, sogar an einen Hocker für mich am Ende des Bettes, oder einen Stuhl für Harry am oberen Bettteil.

„Sehr schön, aber stell dieses Gedudel ab und …arch ist schon gut!“, deutet ich mit dem Finger auf das nervende Meeresrauschen mit dem trötenden Walgesang, als ich den Kopf schüttelte, da sie es wirklich gut eingerichtet hatten, aber ehrlich, das hatte ich so nie erleben wollen und ja, ich tat mir gerade sehr leid.

„Du bist unruhig?“, kam es fast sorgend und damit ungewohnt einfühlsam von dem rothaarigen Teufel neben mir.

„Nein, aber das Warten nervt!“, zeigte ich mich sehr bestimmt, denn es stimmte, das was ich tun musste, hatte ich schon lange akzeptiert, aber das ich derart nichts tun konnte um das alles zu beschleunigen raubte mir den letzten Nerv.

„Aber wegen gestern, unserem Eingeständnis ist alles gut, oder?“, schien er wie ein geprügelter Hund der Streicheleinheiten wollte.

„Fred, ich wäre sauer und beleidigt wenn ihr es mir nicht gesagt hättet! Ich erwarte von euch die Wahrheit! Und wie du sehr richtig gesagt hast, mir steht es nicht zu moralisch zu sein!...und warte, lass mich bitte aussprechen, um Nott ist es nicht schade! Dieser Mann hat seine Frau auf dem Gewissen, seinen Sohn behandelt er schlecht und er ist ein begeisterter DeathEater gewesen! Ich sehe es eher so, dass wir einen weniger haben, der sich uns in den Weg stellen wird!“, sprach ich die Absolution die Fred anscheinend von mir brauchte, denn im Nu wandelte sich der bedrückte Twin und wurde wieder zu dem unbesorgten junge Mann den ich kannte.

Es erinnerte minimal an Schizophrenie, so rasant wie die Wandlung stattfand, weil er mich anstrahlte wie ein Honigkuchenpferd.

„Klar, sag mal Schönste, aber das Babyzimmer gefällt dir doch, oder? Ich mag die Affen total gerne!“, fragte er sehr hoffend nach, als würde ihm enorm viel an meiner Meinung liegen, dabei grinste mich Fred treu doof an und dann kicherte ich doch auf weil er süß aussah.

„Naja, es ist gewöhnungsbedürftig, aber mit viel Liebe gemacht, da man die Arbeit dahinter durchaus sieht! ABER es ist grell, also typisch ihr….es passt schon, aber es passt zu keinem Malfoy! Ein Urwald! Wie kamt ihr darauf!“, rechtfertigte ich mich ungewohnt, aber sie hatten es verdient.

„Oh, ganz einfach, das Kind wird in eine magische Welt geboren, da ist schon alles so zauberhaft das wir dachten, wir bieten dem Baby das was es nicht jeden Tag zu sehen bekommt und was ist da spektakulärer als die Wildnis eines anderen Landes!“, haspelte er rasant hinunter und grinste derart breit, das es erschreckend an den Joker aus Batman erinnerte und fast furchterregend wirkte, aber ich sah durchaus die Logik hinter dem Ganzen, denn es stimmte, das Kind würde Hauselfen, Gnome, Kobolde, Feen, Zauberer und Hexen von Geburt an kennen, aber die „normale“ Welt eher sparsam erleben.

„Gut, dahinter steht eine gewisse Logik! Ich bin gespannt wie es die anderen finden werden. Ich finde es hell, freundlich und einfallsreich!“, stimmte ich ihm nun freundlich zu, dabei drückte ich seinen Arm.

„Oh und warte bis du den Sound hörst!“, kreischte er dabei hüpfte er dann auf und ab wie ein Flummiball.

„Wie? Was meinst du?“, hauchte ich ängstlich, da erneut meine schlimmsten Befürchtungen, dass die Tiere doch Töne von sich abgeben könnten erwachten.

„Na, was glaubst du denn? Denkst du, wir malen so schöne Tiere da hin und geben ihnen keine Stimme? HÄÄÄ …hat zwar bis heute gedauert und wir mussten viele Tricks anwenden, aber ja… jetzt ist der Urwaldsound voll drauf!“, konnte ich einen mehr als zufriedenen Fred sich selbst lobend erleben. Ich sah sparsam auf den aufgedreht wirkenden Twin, der mir wie eine Erscheinung erschien.

Die armen Eltern.

Ich wollte gerade antworten, als auf ein mal aufbrausend, erregte, sich nährender Stimmen zu hören waren, sowie das schwere Stapfen mehrerer Schritte, worauf auch schon Harry plötzlich mit einer schwer schnaufenden Daphne vor uns im Türrahmen stand. Daneben erschien Ron, der den anderen Arm von Daphne stützte. Beide hatten ihr die Treppe hinaufgeholfen. Sie schenkten uns alle drei ein schiefes Lächeln, derweil erkannte ich hinter dem Trio eine furchtsam und nervös aussehende Astoria.

„Es geht los!“, „Aber wie!“, „Himmel, ich bin sooo nervös!“, plapperten alle dann wüst durcheinander bis auf eine sichtlich angestrengt wirkende Daphne, die zwischen Harry und Ron hing und an sich nur auf ihre Atmung konzentriert war.

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