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 Kapitel 184-185

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 184-185   Do Feb 09, 2012 6:21 am

184. Kapitel Ein Date?


Jetzt war es soweit und Rita harrte meiner am Trafalgar Square. Der Wind peitschte recht frisch durch die Straßen und ein leichter Nieselregen hatte eingesetzt, war nun Anfang Dezember das Wetter in England echt das letzte, dachte ich verdrießlich als ich meinen Mistkäfer auf dem sehr leeren, heute extrem ungemütliche Platz sah. Ich bemerkte wie sie sich missgelaunt an einen Regenschirm, in der frischen Brise klammerte, da sie schlecht die Magie nützen konnte um nicht nass zu werden und ich huschte auf sie zu, stellte mich vertraulich nah zu ihr unter dem Schirm, was ihre Augen Tellergroß werden ließ hinter ihrer Brille, die mit vielen, feinen Wassertropfen bespritzt war.

„Rita, zu schön sie zu sehen, ich habe sie regelrecht vermisst!“, begrüßte ich sie mit einer Portion Ironie in der Stimme und sie verzog säuerlich ihre Mundwinkel.

„Miss Granger!“, schien sie sich jeden Kommentar schwer zu verkneifen.

„Rita, kommen wir gleich zum Geschäft, so sehr ich es auch genieße mich mit ihnen auszutauschen!“, zog ich sie zucker süß auf.

„Ihre regelmäßigen Briefe reichen mir!“, giftete sie los und ich schmunzelte minimal.

„Na, na, ruhig Blut, also ich möchte das sie am 28.12 um 10 Uhr, vor den Toren Nurmengrads stehen. Sie bekommen große Augen meine Liebe, aber sie haben richtig gehört! Nun werden sie sich fragen was wir beide, sie und ich dort tun werden und hören sie jetzt genau zu. Ich werde es nur einmal erzählen. Dies ist ein ausgetüftelter Plan an den sie sich zu halten haben, verlangt aber auch einige Flexibilität von ihnen, aber ich setzte großes Vertrauen in ihr Können und sagen wir mal so, sollten sie mich enttäuschen RITA, könnte es sein das ich so sauer werde, das ich mir überlegen könnte ob sie für mich weiter von Bedeutung sind, oder ob ich sie nicht beseitigen sollte um mich nicht schwarz zu ärgern!“, schenkte ich ihr ein liebes Lächeln und ihre Gesichtszüge entgleisten ihr völlig als ihr bewusst wurde, das ich ihr bei Versagen ihren Tod angedroht hatte, musste man wohl sagen, das auch ich in der vergangenen Zeit eine Entwicklung gemacht hatte. Seit damals, als ich den Käfer in Geiselhaft nahm, aber bitte, ich war mittlerweile eine DeathEaterin, was bedeutete mir ihr Leben?

Schockierte ich mich gar nicht mehr über mich selbst, schließlich hatte ich mich damit abgefunden und arrangiert, zu was ich geworden war eine kalte, skrupellose und gefährliche Schlampe!

Als sie nach meinen Worten in meine Augen blickte und meinen eiskalten, ernsten Blick sah, schluckte sie sichtlich schwer und wisperte dann furchtsam:

„Wa…was…soll ich tun?“ Ich war mit meiner Wirkung auf sie rundum zufrieden, dann weihte ich sie nun detailliert in den Plan ein und sie schien aufmerksam bei der Sache, schenkte dem Ganzen die gewünschte Aufmerksamkeit, auch als wir uns trennten und sie regelrecht fluchtartig das Weite suchte, war ich erfühlt von dem Abend, da alles nach Plan verlief, liebte ich es wenn sich meine aufwendigen Pläne auszahlten.

Ich fühlte mich so rundum wohl, sodass ich mich entschloss den Abend noch nicht für beendet zu erklären, machte mir statt dessen einen Spaß und wandelte mich und apparierte in die Diagon Alley. Schnell zog ich mir meine Kapuze über das Gesicht, war freudig erregt, schließlich hatte ich schon lange nicht mehr die Zeit genützt einfach nur für mich zu sein. Jetzt bemerkte ich, wie ich es vermisste allein zu sein, hörte sich wohl komisch an waren Menschen doch kommunikative Wesen, aber ich zählte mich gerade nicht dazu.

Während ich durch die menschleeren, finsteren Gassen schlenderte und mir die Auslagen ansah, auch wenn einige Geschäfte vernagelt waren, was es zu Anfang meiner Zeit nicht gegeben hatte, wirkte die Diagon Alley aber noch immer gut bestückt, obwohl ich einige Auroren auf und ab patrouillieren sah, warfen mir einige skeptische Blicke zu, aber bitte, davon ließ ich mich nicht abhalten und während ich so durch die Schaufenster spähte, fiel mir ein das ich unbedingt noch an einem Tag mich ungesehen aus dem Staub machen musste um Weihnachtsgeschenke für mehrere, mir wichtige Personen zu erstehen. So besah ich mir die Auswahl und überlegte angestrengt, phu……Hilfe, das würde alles andere als leicht werden.

Als ich wie selbstverständlich in die Knockturn Alley abdriftete, zog mich die verruchte Gasse wie magisch an und ich lief auch hier im Gegensatz zu den anderen, die leicht gehetzt wirkten, gemächlich die Auslagen ab und sann gedankenversunken was ich allen schenken könnte, hätte ich das doch fast wirklich vergessen und hatte es aus den Augen verloren, schollt ich mich selbst.

Nun stand ich im sanften Lichtschein des „Geköpften Henkers“ und betrat ihn nach einer Sekunde des Zögerns, stieß die schwere, dicke Holztüre auf und wurde von einem Schwall an Geräuschen und Gerüchen empfangen, die aus dem Inneren kamen. Ich trat ruhig ein und sah mich in Ruhe um, wirkte es wie immer, als ich zielstrebig einen noch freien Platz an einem kleinen Tisch ansteuerte und mich setzte, die Kapuze etwas zurückzog damit ich besser sehen konnte, während mir sich eine dralle Bedienung nährte und erwartungsvoll neben mir stehen blieb. Sie bückte sich nun und wischte mit einem dreckigen Lappen über den verschrammten, alte Tisch und präsentierte mir damit eine beindruckende Ansicht ihres Brustansatzes, wenn ich den auf Frauen stehen würde, könnte ich ihr zugestehen das sie feiste Brüste hatte, knurrte ich nur.

„Feuerwiskey, doppelt!“, wandte sie sich bei meinem barschen Befehl brüsk ab, war meine Laune dank meiner Ideenlosigkeit was ich kaufen sollte nicht die beste! Wenig später landete ein Glas und eine kleine Karaffe vor mir, dann rauschte sie auch schon wieder eingeschnappt ab und ich schenkte mir ein, nippte an dem Drink und bemerkte durchaus die neugierigen Blicke zu meiner schwarz gewandeten Person, war in solchen Zeiten eine Frau alleine eine Seltenheit.

Jetzt drangen laute Stimmen an mein Ohr als sich eine Tür öffnete, die wohl in einen Gang gehörte der zu diversen Hinterzimmer führte, in denen man im unteren Stockwerk wohl kleine Meetings abhalten konnte, wenn es um dubiose Geschäfte ging. Ich ruckte unwohl auf meine Stuhl zurück, da es mich gar nicht verwunderte, dass wenn mich mal wieder die Lust überkam etwas alleine zu tun, aus meinem Goldenen Käfig auszubrechen, der mich nun schon seit langer Zeit beständig hielt, mein Glück mal wieder fulminant zuschlug und Lucius strahlend, gutaussehend und sichtlich gutgelaunt aus dem Zimmer trat und in Französisch parlierte.

Als er den Schankraum betrat, versteiften sich viele der hier anwesenden Gesellen und die ausgelassene Fröhlichkeit war so gut wie weggeblassen, unterdessen lehnten ich mich nun entspannt zurück und trank den nächsten Schuck, würde ich so tun als wäre er nicht da, hatte ich mich entschieden, fiel mir doch auch sieden heiß ein, das Tonks oder Remus da sein mussten, da sie Lucius nicht aus den Augen lassen würden. Ich versuchte es mit Galgenhumor zusehen, da machte ich mal einen Ausflug und dann so was? Schüttelte ich den Kopf, war das zu fassen?

Doch da blickte ich auch schon in sturmgraue Augen, die sich auf mich gerichtet hatten als könnte er mich riechen, was unmöglich war, trotzdem erhob sich eine elegant geschwungene Augenbraue in ungeahnte Höhen, während er charmant die Franzosen verabschiedete, die sich mit großen Trara verabschiedeten. Lucius blieb stehen und sah zu wie die Tür der Schenke zuging, nur um sich dann mit aufbauschendem, dunkelgrünem Samtmantel herumzuwirbeln, was ihm alle Aufmerksamkeit brachte, vor allem die begehrlichen Blicke der versammelten Damen, worauf er auch schon strammen Schrittes auf mich zuhielt.

Hermiones Sicht ende

Lucius Sicht

Ich schritt auf die vermummte Frau zu, die in einer abgeschiedenen Ecke saß und vor sich ein Glas und eine Karaffe stehen hatte, irgendwie zog mich etwas zu ihr und ich hatte gelernt nie meine Instinkte zu hinterfragen, sondern ihnen zu folgen.

War es mir als hätte ich vorher ihrer intensiven Blick in meinem Rücken gefühlt, aber erst interessant war es gewesen das sie nicht wie die meisten Menschen in diesen Schankraum vor Angst erstarrt war, sondern das sie immer noch relaxt und entspannt zurückgelehnt dasaß. Das war mir sonderbar erschienen, als ich dann aus den Augenwinkel, während meiner Verabschiedung, beobachtet wie ihre zierliche, kleine Hand aus den Falten ihres Mantels auftauchte und sie das Glas ergriff, machte sich eine Vermutung in mir breit wer das sein könnte und konnte es nicht abwarten, dieser nachzugehen.

Ich nährte mich ihr und die Gespräche an den Tischen die ich hinter mir ließ verstummten furchtsam, aber sie hob nur wieder ganz ruhig das Glas und nippt, versteckt unter ihrer Kapuze, als ich sie erreichte und kalt auf sie hinab starrte.

„Madame, dürfte ich mich setzten!“, war es keine Frage die ich stellte, zuckte sie nur die Schulten und ich glitt geschmeidig auf den Stuhl, betrachtete sie aufmerksam als ich knurrte:

„Möchten sie nicht den störenden Stoff aus ihrem Gesicht nehmen, ich sehe gerne mit wem ich spreche!“, klirrte meine Stimme wie Eis, erhob ich nur meinen Finger und bestellte ohne mich umzudrehen. Sie antwortete immer noch nicht, sondern hob die Hand und stich die Kapuze zurück, dann war ich gar nicht mal so erstaunt mich einer jungen, hübschen, blonden Dame mit Kurzhaarfrisur gegenüber zu sehen, die mir bekannt vorkam, fragte ich mich was sie hier zu suchen hatte, verbot ich mir ein gequältes Aufstöhnen.

„Was machst du hier MINNA!“, klang ich etwas genervt, was sie mir die Zähne zeigen ließ.

„Ich dachte, ich könnte etwas Spaß haben!“, wagte sie es keck zu sagen und ich dachte ich hörte nicht recht, klang es in meinen Ohren wie ein Affront.

„Wie bitte!!! Ich denke, das das niemandem aus der Familie zusagt, du weißt, das dir das nicht zusteht!“, dachte ich mich verhört zu haben und spielte aggressiv mit meinem Stock den ich in meinen Händen spielerisch wechselte, als ich bemerkte wie sie verwirrt die Stirn runzelte. Offensichtlich schien die Gute etwas anders unter Spaß zu verstehen als ich und über meine Anspielung erstaunt zu sein, hatte ich wohl aufgrund ihrer Tarnung auf die Flasche Art der Betätigung getippt. Als das verstehen in Sekundenschnelle in ihre Augen trat und sie auf sich deutete:

„Ach, das, nein, das würde ich nie! Warum denkt ihr immer so was? Ich dachte Malfoys kennen keine Eifersucht!“, versuchte sie nicht zu ironisch zu klingen und ich packte nun ihr Glas und stürzte es auf Ex hinunter, doch sofort ärgerte ich mich das ich mich hatte verleiten lassen einen vorschnellen Schluss zu ziehen, daher bemerkte ich erst eine Minute später wie vertraut es auf andere wirken musste das ich das Glas wie selbstverständlich mit ihr teilte, was sie fürsorglich wieder füllte als die neue Karaffe kam.

„He…Minna, ich will nur nicht das du auf falsche Gedanken kommst, was tust du in diesem Aufzug HIER, was soll ich da sonst denken!“, blieb ich beherrscht, ruhig, so wie sie. Erstaunte es mich schon, sie hier wieder zu sehen, in dieser mir bekannten anrüchigen Tarnung.

„Glaubst du mir, wenn ich sage es war eine spontane Idee, weil ich noch nicht zurück wollte?“, hörte es sich so profan an das es die Wahrheit sein konnte, erzählten mir ihre goldbraunen Augen, das sie wie es schien Ablenkung suchte und da winkte ich mit meiner Hand die Bedienung zu uns, ich schwieg, bis sich die dralle Dirne zu mir beugte und mir zu viel Einblick zeigte.

„Wir zahlen!“, befahl ich grob und schmiss einige goldene Münzen achtlos auf den Tisch und erhob mich elegant, sah wie Hermione meinen Wunsch nicht in Zweifel zog, sondern sich geschwind erhob auch wenn ich bemerkte, das ihre Augen eine Spur kälter und dunkler wurden, folgte sie mir als ich mich umdrehte.

Jetzt machte ich mir, als wir auf dem Weg waren die Schänke zu verlassen, Gedanken wie ungewöhnlich es war das sie mir immer ab und an über den Weg lief, dachte ich an den Juwelier zurück, in der Höhle zu erscheinen war von mir geplant gewesen um zu überprüfen ob sie es schaffte ihre Stellung innerhalb der Organisation zu festigen, was sie wie erhofft und erwartet eindrucksvoll umgesetzt hatte.

Nun so verwunderlich war es auch wieder nicht, seit dem Ganzen und Narcissas so tragischem Verscheiden von dieser Erde, war ich nur noch spät nachts und nur zum schlafen im Manor, denn ich war sehr beschäftigt und fast nur noch unterwegs. Die Wahrscheinlichkeit mich auf den Straßen der magischen Bevölkerung zu treffen waren hoch, also sollte es mich nicht wunder, dass so eine kleine Streunerin wie Hermione anscheinend eine war, die mir immer wieder in die Arme lief.

Ich hatte mich entschieden die Location zu wechseln, da ich wusste, dass SIE dort Severus immer getroffen hatte und ich hatte keine Lust, dass sie die Nerven wie im Gewölbe verlor, obgleich es schien als hätte sie sich gut im Griff, außerdem hatte sie diesen Ort ja Freiwillig zur Einkehr gewählt, aber ich hatte wirklich keine Lust mir diesen Abend durch einen Ausraster ihrerseits zu verderben oder sie gar noch beruhigen zu müssen, kannte ich ihr Temprament.

Aber wenn sie noch nicht nach Hogwarts zurück wollte und ich noch keine Notwendigkeit sah mich wieder ins Manor zu begeben, hatte ich eine Idee was wir tun könnten und ich hoffte, ich traf ihren Geschmack und da ich um meine Beschatter wusste, war ich nur zu froh das sie immer so bedacht in die Zukunft sah und sich gekonnt getarnt hatte.

Ich fasste fest ihre Hand und apparierte und war mir sicher, weil ich es mitbekommen hatte das meine trottligen Verfolger mir einen Aufspürzauber verpasst hatten, das sie mir folgen würden, aber sollten sie nur, weit würden sie nicht kommen da der Ort den ich anstrebte unzugänglich für sie sein würde.

Sekunden später trat ich aus der gegenüberliegenden Gasse und sah Hermiones Blick und ihren fragenden Ausdruck, der auf ihrem Gesicht erschien.

„Mayfair? Willst du einkaufen gehen?“, war ihr erstaunen amüsant, aber sie hatte recht, wenn ich sie einkleiden wollte war ich hier genau richtig, gleich neben uns befand sich die Boutique von Diane von Fürstenberg. Sie hatte eine schöne Mode, die ihr bestimmt stehen würde, nur hatten dank der späten Stunde die Geschäfte schon längst zu, auch die der Muggel. So legte ich mir ihre Hand in die Armbeuge und geleitete sie über die Straße auf ein unscheinbares, modernes Haus zu, das eine große, verdunkelte Fensterfront zeigte mit zwei elegant gekleideten Personen davor, ein Mann und eine Frau mit einer Liste in der Hand.

Herrisch trat ich vor die zwei und diese sahen mich dank meines langen Umhangs skeptisch an, sagten aber höflich, so wie ich es wenn erwartete:

„Könne wir ihnen behilflich sein Mister?“ Darauf hob ich spöttisch eine Braue.

„In der Tat, ich wünsche einen Tisch!“, hauchte ich samtig.

„Ohne Reservierung….Mister…?“, war die blonde Dame sehr freundlich.

„Ich brauche so etwas nicht, fragen sie nach und sagen sie Mr. Malfoy wünscht einen abgelegenen Tisch für zwei Personen!“, erklärte ich samtig, weiter freundlich aber bestimmt, als es den Türsteher aufschreckte und er sich rasant zu der jungen Frau beugte und ihr etwas hektisch ins Ohr flüsterte und sie große Augen bekam.

„Oh, Mr. Malfoy, verzeihen sie ich bin noch nicht lange hier, somit hatte ich noch nicht das Vergnügen, entschuldigen sie bitte, natürlich kommen sie bitte!“, eilte sie weiter während uns der Türsteher die Tür geschäftig aufhielt, währenddessen wisperte Hermione:

„Was könnte er ihr ins Ohr geflüstert haben?“

„Zum Beispiel, das ich der Besitzer bin!“, konnte ich mir ein amüsiertes Schmunzeln nicht verkneifen und schenkte es Hermione.

„Wow, dir gehört Haakkassan?“, hörte ich das sie überrascht schien, während wir der jungen Frau die Treppen hinab folgten. Nachdem wir die Bar zu linken hinter uns ließen, war das Restaurant mit dunklem Stein ausgelegt und die Möbel waren aus dunkelbraunen, filigran, geschnitzten Holz. Das gedämpfte, blaue Licht schuf eine behagliche, gediegene und gemütliche Atmosphäre. In den Treppen waren die Lichter an der Seite angebracht und leuchteten den Weg in dem ansonsten finsteren Gang. Ich hatte das Konzept und des Restaurants als sehr gut empfunden und die Einrichtung als ich es kaufte nur noch abgerundet, jetzt mochte ich dieses neue, edle Restaurant in Mayfair sehr, dass weiterhin moderne, chinesische Küche servierte. Es war in der Zeitung als Neueröffnug hochgelobt worden, natürlich war es ein IN Lokal bei dem ohne Reservierung nichts ging und auch der Preis nicht ohne war.

„Mr. Malfoy, was für eine Freude sie mal wieder hier begrüßen zu dürfen, bitte kommen sie!“, war eine Frau in einem strengen asiatischen, schwarzen Gewand auf uns zugeeilt und wirkte sehr souverän, schließlich war sie die stellvertretende Geschäftsführerin, wie ich mich entsann. Ich neigte höflich mein Haupt und wir folgten ihr in eine kleine Nische, die sie uns wies und als sie die Karten ablegt hatte, zog sie sich dezent in den Hintergrund zurück und bevor sich Hermione setzen konnte hielt ich sie jedoch auf.

„Du gehst dich erst frisch machen, ich möchte mit DIR speisen!“

„Aber…!“

„Sie werden nicht hier herein kommen, wenn wir gehen kannst du dich wieder richten aber jetzt möchte ich dich sehen, geh!“, befahl ich und sie nickte folgsam und machte sich sofort auf den Weg. Ich kümmerte ich mich in der Zeit darum uns einen schönen Abend zu organisieren.

Als sie zurückkam, hatte sie ihren beigen Mantel abgelegt, den sie unter ihrem Kapuzenumhang getragen hatte, jetzt konnte ich ihr schwarzes, knielanges, figurbetont geschnittenes Kleid sehen. Es hatte einen Tiefen V-Ausschnitt und der Stoff war über der Brust verknotet, sodass sie schön betont wurde. Ich nahm mit Freuden wahr, dass sie mein Geschenk, die Kette, trug, fühlte mich dadurch bestätigt. Nun in ihr Gesicht zu sehen und nicht in das von „Minna“, war doch gleich viel schöner. Ich zog ihren Stuhl galant vom Tisch und sie setzte sich lächelnd hin, dann nickte ich ihr huldvoll zu, umrundete geschmeidig den Tisch, ließ mich auf meinem Platz wieder nieder.

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Sie schien verwirrt was wir hier sollten, doch ich sah ihr nur freundlich entgegen und erklärte jovial:

„Ich habe schon einige Kleinigkeiten bestellt, ich denke, du solltest die Spezialitäten des Hauses probieren!“ Lehnte ich mich entspannt zurück und strich mir elegant meine langen Haar nach hinter, die in der gedimmten Umgebung dank des blauen Lichtes stark hervorstachen.

Sie blickte sich in dem gehobenen Ambiente um, die großen Aquarien, die als Trennwände dienten mit der Vielzahl von exotischen, farbenfrohen Fischen darin, die cremefarbenen Bänke, auf einer von denen ich saß, da ich immer das Geschehen im Blick haben wollte und sie mit dem Rücken zum Gastraum platziert hatte und die Trennwände mit den asiatischen Schnitzereien in dunklem Holz, schufen eine romantische, stimmungsvolle Umgebung um einen schönen Abend zu verbringen. Doch sie sagte nichts und so sprach ich weiter:

„Freut mich, dass dir mein Geschenk gefällt, du es trägst!“ Mir war durchaus aufgefallen, dass sie die Kette seit dem ich ihr sie umgelegt hatte, zumindest jedes mal getragen hatte wenn ich sie gesehen hatte und ich musste sagen, sie stand ihr sehr gut, vor allem jetzt, wo sie bei dem tiefen V-Ausschnitt deutlich zur Geltung kam, wusste ich schon immer das mein Geschmack exquisit war.

Ich sah zufrieden wie ihre Hand instinktiv zu dem kleinen Smaragdanhänger ging und ein kurzes Lächeln ihre Züge zierte, dann sah sie mich wieder an mit ihren glänzenden, aussagekräftigen Augen.

„Ja, die Kette gefällt mir, Danke!“, meinte sie gar nicht scheu sondern eher keck.

„Nicht dafür, Liebes, du hast sie dir verdient!“, gab ich gönnerisch zurück, aber schließlich stimmte das ja, es war eine Belohnung gewesen, die sie sich erarbeitet hatte.

Nun kam die Dame, die uns gerade schon den Tisch zugewiesen hatte geschäftig wieder, gefolgt von zwei weiteren Bedienungen und stellte auf dem typisch asiatisch, minimalistich eingedeckten Tisch vor uns allerlei kleine, tiefe Teller und Körbe ab, in denen sich ausgefallene, dampfende Köstlichkeiten und wohlschmeckend, erlesene Spezialitäten des Hauses befanden. Uns stieg sofort der teilweise exotische, köstliche und würzige Duft der heißen Speisen in die Nase.

Deutlich konnte ich die Neugierde in Hermiones Blick sehen, als die Damen alles serviert hatten und sich dann unauffällig zurückgezogen hatten, begann ich lächelnd zu erklären. „Ich war so frei dir einen Pflaumenwein zu bestellen, ich hoffe du magst ihn?“ Jetzt schenkte sie mir ein offenes lächeln.

„Ich liebe Pflaumenwein, aber auch mit Sake hättest du nichts falsch gemacht!“, spielte sie auf mein Getränk an, als ich fortfuhr.

„Bitte bediene dich, ich habe Dim Sum bestellt, und dieser knusprige Enten Salat mit Nüssen ist exzellent, das Fleisch ist butterzart und die Haut ganz kross, es ist mein persönlicher Favorit….hier Sesamgarnelen, ich hoffe ich habe deinen Geschmack getroffen!“, beobachtete ich sie, als sie sich nun die ein oder andere Köstlichkeit auf den Teller legte, fand ich unser stockendes Gespräch sollte doch endlich in Gang kommen, sie schien etwas überrumpelt von all dem hier, oder sie wartete, das ich sprach, jedenfalls war ich mir sicher, so ruhig war sie sonst nicht. Interessiert fragte ich daher, während auch ich mir etwas nahm:

„Du bist von der Heilung dieser Gryffindor wieder vollständig genesen, hoffe ich?!“

Sie nickte, nahm nun sehr geschickt die Stäbchen auf, was mich überrascht, dass sie sie hielt als wüsste sie genau was sie tat, lagen sie lässig in ihrer rechten Hand zwischen Zeigefinger und Daumen und sie arbeitete gekonnt mit ihnen.

„Ja, danke der Nachfrage Lucius. Es war anstrengend, aber ich hatte mich am nächsten Tag schon wieder vollständig erholt. Mir ist aufgefallen, Nott hat seine Strafe schon erhalten?“, kostete sie das erste Stück Garnele und gab ein kleines, durchwegs wohliges Geräusch von sich was mir gefiel, zeigte es doch sie genoss was ich ihr bot.

„OH ja, das hat er, ich habe ihn persönlich gestraft und ich denke, er wird seinen Fuß noch länger nicht aufsetzten können, das muss langsam und ohne Magie heilen!“, erklärte ich breit grinsend, aber nachdem er in seiner Ignoranz so dumm und dreist riskiert hatte, das Hermiones Tarnung aufflog und wir fast eine Tote Gryffindor gehabt hätten, er ohne Anweisung des Lords oder von MIR gehandelt hatte, war ich so außer mir gewesen, das er hatte sehr leiden müssen. Ich war wahrlich erfinderisch in meiner Strafe gewesen, fand ich doch nichts vergnüglicher, aber nun wollte ich den Abend mit meiner wahrhaft wunderbaren Begleitung genießen und schob den Gedanken weit von mir.

„Aber, der Lord wird sich ihn auch noch vornehmen, das ist gewiss!“, fügte ich noch knurrig hinzu und sah wie Hermione zufrieden lächelte.

„Wie macht sich Scabior in deinem Team? Hat er sich bewiesen?....Die Wölfe“, fragte ich interessiert nach, das wollte ich im Auge behalten und sie antwortete erstaunlich kalt:

„Ich komme mit ihm klar, er kennt seine Grenzen und wir haben einen Handel, er gehorcht mir, bedingungslos, dafür bleibt er im Team und hat das was er will, Nähe zum Inneren Kreis und dem Rudel, aber keine Angst, ich traue ihm keine Sekunde! Er will Kontakte, zu dir, zum Lord über mich, denkt er, ich bin sein Sprungbein…..“, klang sie wahrlich nicht naiv sondern blickte sehr genau durch wie es lief.

Darauf zeigte ich mich erfreut, das hatte ich auch nicht anders erwartet, sie war kalt, berechnend und intelligent, das sie ihm traute wäre unsinnig und so schenkte ich ihr ein zufriedenes Nicken. Langsam schien sie aufgetaut, denn nun fragte sie, zeigte deutlich Interesse:

„Wie sieht es bei dir aus Lucius, laufen die Geschäfte?“ Sie behielt mich im Blick, trank währenddessen von dem Getränk und nickte mir anerkennend zu.

„Ja, bestens, Liebes, die Geschäfte könnten nicht besser laufen. Und wo wir schon beim geschäftlichen sind, deine Informationen waren Gold wert. Der Minister frisst mir aus der Hand und die gute Mrs. Edgcombe, hat sich als sehr nützlich erwiesen, sie versteht es zu befriedigen!“, grinste ich sie anzüglich an, war mir ein böser Gedanke gekommen, wollte ich sehen wie sie reagierte und beobachtete sehr genau ihre Reaktion, doch sie zeigte mir nur ein zuckersüßes Lächeln, wenngleich ich dachte, ganz kurz genau den gleichen, kalten Blick in ihren Augen gesehen zu haben, den sie schon gezeigt hatte als die Dirne im Henker mir zu nahe kam, doch das war sicher nur eine optische Täuschung gewesen, da es so flüchtig war das ich es nicht fassen konnte.

„Das freut mich sehr für dich Lucius, ich hoffe, du genießt es und hast Spaß!“, meinte sie samtig, nahm emotionslos den nächsten bissen und aß ruhig weiter.

Es erstaunte mich, aber es ärgerte mich mehr, dass sie keine andere Reaktion zeigte, sondern mir zu meiner Affäre auch noch stoisch gratulierte, störte es sie also wirklich nicht, oder war sie ein so berechnendes, kaltes Biest, das sie mir sogar jetzt die Freude vorspielen konnte. Oder entsprang dieser Wunsch meiner Hoffnung, dass es so war und wenn warum sollte ich so fühlen? Fragte ich mich in dem Moment, warum ich mir noch einen schönen Abend mit Hermione hatten gönnen wollen, nachdem das Schicksal so gnädig gewesen war, sie mir in die Arme zu treiben, aber ich kam zu keinem befriedigenden Ergebnis.

Also saß auch meine Maske, ich zeigte meine Verstimmung nicht, sondern lächelte ihr süffisant und zufrieden entgegen, wusste aber, dass mich Edgcomb nicht im Ansatz so befriedigen konnte, wie es Hermione könnte. Aber ich wollte Geduld haben, weil ich ihr zeigen wollte, das es ihr nicht egal sein sollte wer in meinem Bett lag, würde für sie doch immer ein Platz darin sein und wenn sie sich entschied zu mir zu kommen, würde keine anderer mehr darin liegen! So in Gedanken ergriff ich nun mit den Stäbchen ein Stück Teigbällchen das mit Krabbenfleisch gefüllt war hob es an und sagte lasziv:

„Hier, das musst du probieren, es ist exquisit!“ Ich beugte mich leicht vor, hob die Stäbchen mit dem Leckerbissen über den Tisch ihr entgegen und sah ihr in die rehbraunen Augen.

Sie sprang darauf mit einem spöttischen Lächeln an, beugte sich vor und sah mich intensiv an. Meine Hand bewegte sich immer mehr auf sie zu, schließlich öffnete sie langsam den Mund, sah mich immer noch tief an und dann umschlossen ihre so sinnlichen Lippen das kleine Bällchen, nahmen es zwischen den denn glatten, dunklen Stäbchen heraus und begann genüsslich zu kauen, während sie mich weiter ansah und ich sie. „Und?“, fragte ich gespannt, ließ meinen Blick keine Sekunde von ihr. Sie schluckte, nickte dann und sagte sanft:

„Wirklich gut, du hast Recht! Wie meist Lucius! Es ist deliziös, sehr lecker!“ Mir gefiel wie sie mir begegnete und wusste das vermisste ich die ganze Zeit, sie zeigte weder Scheu, Furcht noch allzu großen Respekt, sie achtete mich, aber sie kroch nicht vor mir im Staub und das sagte mir sehr zu, machte sie besonders.

Ein breites, zufriedenes Grinsen trat auf mein Gesicht, heute Abend, hier mit ihr, so überraschend, zu sein, hatte meine Stimmung wirklich gehoben. Ich war in bester Laune, blickte in dem relativ dunklen Raum umher, der gut gefüllt war, auch wenn unsere Ecke etwas abseits lag, musste man sagen, das Lokal ging mehr als gut, denn jeder Platz war besetzt, dabei erntete ich einige Blicke dank meines auffälligen Haares und meiner Kleidung wie ich mir nur zu bewusst war.

Wir waren einander immer noch sehr zugeneigt, als ich meine Stäbchen beiseitelegte, ihre Hand, die locker auf dem Tisch lag, einer spontanen Eingebung folgend ergriff und anhob, ihr immer noch immer genau in die Augen sah und tief aber sanft erwiderte:

„Aber kein Vergleich mit deinem vorzüglichen, einmaligen Aroma!“ Langsam führte ich ihre feingliedrige Hand an meinen Mund, drehte sie dabei so, dass ihr Handrücken in meiner Handfläche lag und ich dann hauchzart mit meinen Lippen über ihren zarten Handballen streichen konnte, während ich an ihrem empfindsamen, filigranen Handgelenk genießend ihren süperben Duft einatmen konnte, stockte ihr in dem Moment der Atem. Jetzt konnte sie zum Glück dank meines geneigten Hauptes mein siegreiches Lächeln nicht sehen, als ich ihr bei meiner verführerischen Geste diesen weiblichen Ton entlockte.

Ich sah deutlich, dass ihr meine sanften Berührungen gefielen, erkannte zufrieden die leichte Gänsehaut, die sich auf ihrer zarten Haut bildete. Ja, auch wenn sie so kalt reagiert hatte als ich ihr von meiner Affäre erzählt hatte, so konnte sie es jetzt doch nicht verhindern dass ihr Körper sie verriet. Sie reagierte sehr wohl auf meine Aufmerksamkeit und darauf, dass ich sie umwarb.

Ich war ein Meister in allem was ich tat und sie zum Umwerben war wirklich ein Vergnügen, das hatte ich schon an ihrem Geburtstag feststellen müssen, gefiel es mir sie stetig zu Verführen. So lange und so sanft, aber beständig hatte ich noch nie um eine Frau geworben, aber es gefiel mir, solange ich die Führung in dem Spiel behielt, trieb ich es gerne weiter konstant voran. Und ich sah ja, dass sie auf mich anders reagierte als auf Draco, bei ihm hatte ich sie noch nie erröten sehen, aber für mich tat sie es gerade wieder.

Ich konnte nicht aufhören zu spielen und während ich zu ihr hinauf sah in ihre große, erstaunt blickenden Augen, leckte ich provozierend sanft mit meiner Zungenspitze über die bläulichen, schimmernden Adern, die unter der blassen, zarten und makellosen Haut ihres Handgelenks verliefen und konnte in dem Moment das schnelle, schon hektische Schlagen ihres Pulsschlags, an meiner einfühlsamen Zunge spüren und gab mich dem Hochgenuss, den ich gerade auslebte, als ihre Augen riesig wurden, voll und ganz hin, bemerkte ich wie sie sich auf ihre Unterlippe biss um ein Geräusch zu unterdrücken, dabei hatte sie sich sichtbar verspannt.

Eine wirklich schöne, mich sehr befriedigende Röte zierte gerade ihre Wangen, während ich wieder meine Lippen auf ihre Handfläche legte. Langsam entließ ich nun ihre Hand, ließ sie mit meiner auf den Tisch sinken, behielt sie jedoch in meiner Hand.

„Was wird das, Lucius?“, fragte sie nun heiser, ganz offensichtlich leicht verwirrt. Ich konnte mir ein zufriedenes Grinsen nicht verkneifen, wollte es auch nicht.

„Ein schöner Abend?! Oder, was immer du willst, Liebes!“, raunte ich ihr mit tiefer, seidiger Stimme zu.

Ich sah ihr bedeutungsvoll in die Augen, bot ihr offen an, das mehr aus diesem Abend werden könnte, was sie wollte, war mir aber zu meinem Bedauern leider klar, nachdem wir hier gespeist hatten, würde sie zurück nach Hogwarts kehren und ich ins Manor, zu schade, aber ich spürte deutlich, die Zeit für mehr war noch nicht gekommen, noch hatte ich sie nicht so weit, nicht dort wo ich sie wollte.

Ich könnte sie verführen, aber sie würde nicht mir gehören, ihre „Liebe“, wenn es denn das war, galt wohl immer noch Draco und ich vermutete auch, dass sie wieder mit Severus ins Bett stieg, jedenfalls ließ sein Verhalten in den letzten Wochen darauf schließen. Er war starken Schwankungen unterworfen, so war er des Öfteren erstaunlich ausgeglichen gewesen. So war er nur gewesen, wenn ihn damals „Lily“ beehrt hatte, oder jedenfalls fast so, wirkte er sogar befriedigter als zu den Zeiten des rothaarigen Mudbloods.

Aber wenn „Lily“ nicht hatte kommen können, war er unausstehlich und in diesen Tagen hatte sein Blick wirklich töten können und so war es auch jetzt, oder noch schlimmer? Ich vermutete, dass mein guter Severus es sich oft mir ihr verscherzte mit seiner wenig einfühlsamen Art und sie als Strafe gekonnt sein Bett mied, in dem Punkt waren die beiden wohl wie Hund und Katze, aber wie gesagt, sein ganze Art ließ mich zu dem Schluss kommen, das er es geschafft hatte sie in sein Bett zu bekommen. Würden außenstehende keine Veränderung an Severus Stimmungen auffallen, aber ich war ja nicht irgendwer, mir fielen seine Stimmungsschwankungen schon auf. Ich war der, der ihn am besten kannte und da verwunderte es mich wenig, das er es geschafft hatte Hermione zu erobern, wusste ich, das Severus nur sehr wenig nicht schaffte was er sich in den Kopf gesetzt hatte, also gönnte und neidete ich ihm seinen Erfolg gleichermaßen.

Sie schluckte hart, während ich sie charmant lächelnd ansah, doch dann entließ ich ihre Hand wieder aus meiner, widmete mich übergangslos wieder den exzellenten Speisen vor uns, war mir aber bewusst, sie war noch immer etwas durcheinander, was mich doch ungemein freute und mir eine gewisse Befriedigung schenkte, da ich wusste sonst brachte diese Frau nur sehr wenig aus dem Konzept, nicht einmal der Lord oder auch die Werwesen, deshalb war ich zufrieden, dass ich es konnte.

Unvermittelt fragte ich sie, während sie noch immer wohl versuchte sich wieder ganz zu fangen:

„Hast du schon eine Idee was du mit meinem Geburtstagsgeschenk anstellen willst?“ Zu herrlich, wie sie mit der Fassung rang, genoss ich es sehr sie so aus dem Konzept bringen zu können.

Sie kicherte plötzlich spöttisch auf, dann zeigte sie mir ein äußerst kaltes Grinsen, hatte sich sichtlich wieder gefangen und antwortete:

„Oh ja, das habe ich, aber verraten werde ich es noch nicht, beziehungsweise kann ich es nicht!“ Jetzt machte sie mich doch neugierig, aber ich würde mich in Geduld üben, denn sie dazu zu zwingen mir etwas zu sagen, brachte bei ihr nichts, das hatte ich mittlerweile gelernt. Wenn man sie offen reden ließ, erfuhr ich viel mehr und bisher hatten die Dinge, die sie für die Familie getan hatte, immer äußerst positive Folgen gehabt, sogar das Nott, so dumm es von ihm gewesen war, hatte für mich positive Seiten, denn ich hatte meine Lust zu Foltern mal wieder ausleben dürfen, zu schön. Es war jedenfalls sehr befriedigend gewesen und so konnte ich diesem unschönen Vorfall noch etwas Gutes für mich abgewinnen.

Ich ging sogleich zum nächsten Thema über, gab es doch eigentlich viel was ich mit ihr noch bereden wollte und dies was die perfekte Gelegenheit, wir waren mal allein, frei von Zeitdruck und der Rest der Familie weit entfernt in Hogwarts. Ich lehnte mich erneut vertraulich etwas vor und hauchte rauchig:

„Ich erwarte noch immer deine Wünsche für deine Räume Liebes, du hast mir noch nicht geschrieben und langsam wird es Zeit!“

„Ich überlasse das gerne deinem ausgewählten, außergewöhnlichen und exklusiven Geschmack, Lucius!“, erwiderte sie jetzt wieder ganz Herr über sich und sehr selbstsicher, aber auch schmeichelnd. Ich senkte kurz galant zum Dank den Kopf und schmunzelte, war erheitert.

„Dann gib mir wenigstens einige Anhaltspunkte, welche Farben bevorzugt du?“, wollte ich drängend wissen.

Sie überlegte kurz und antwortete dann: „Hell sollte es sein, weiß, creme, beige, auf keinen Fall zu viel dunkelgrün und Silber, das erinnert zu sehr an Narcissas Räume!“ Da gab ich ihr doch recht und helle Farben, vielleicht mit etwas Gold oder auch Dunkelrot hatte ich mir für sie schon angedacht und antwortete daher: „Das werde ich berücksichtigen, aber nun noch etwas anderes. Du solltest dich für Weihnachten einkleiden Liebes, denn es wird einen Ball im Manor geben und auch noch die ein oder andere festliche Aktivität. Aber ich wünsche, dass du dich standesgemäß kleidest. Die, die zu uns gehören werden wissen wer du bist, du wirst die Dame des Hauses sein, also elegant, stilvoll, durchaus sehr schön an zu sehen, aber nicht so aufreizend wie du dich auf dem Ball des Ministeriums präsentiert hast!“ Die letzten Sätze hatte ich eindringlich und fest gesprochen, denn so sehr mir ihr leichtes, liebliches und so fantasieanregendes Kleid im Ministerium auch gefallen hatte, hatte es mich doch animiert mehr von ihr zu wollen, so hatte ich doch auch die Blicke der anderen Männer wahrgenommen.

Für die Frau, die meine Familie repräsentierte, war es eindeutig nicht das richtige, zu sexy, zu aufreizend, wenn war der Familie dieser Anblick vorbehalten. Ich mochte es durchaus, wenn sie solche Kleider trug, mochte auch die Auswahl, die Draco im Manor für sie getroffen hatte, doch ihre Position hatte sich nach Narcissas Tod verändert, sie musste anfangen sich auch dementsprechend zu kleiden, sollte sie niemand von den anderen so sehen, war dieser verlockende Anblick uns vorbehalten, da konnte wir Mafloys sehr Besitzergreifend sein.

„Aber man wird mich doch erkennen Lucius, wie soll ich die Familie repräsentieren, die Frau des Hauses sein, wenn niemand wissen darf wer ich bin?“, fragte sie verwirrt und strich sich eine Haarsträhne ihres schön glänzenden, langen, lockigen Haares hinter ihr Ohr.

Das würde ich ihr erst später sagen, also gab ich lasziv als Antwort: „Lass das meine Sorge sein, Liebes! Du musst nur schön aussehen und da sein, um alles andere werde ich mich kümmern. Ich bin mir sicher, du wirst das passende Kleid finden, dich mal wieder gut in Szene setzten, dafür hast du schließlich ein Händchen, nur denk an meine Worte, nicht zu aufreizend, auch wenn ich gerne viel deiner schönen Haut sehe, geziemt es sich für eine Malfoy nicht zu viel davon zu zeigen!“

Meine Worte waren hart und unmissverständlich gewesen und sie senkte ergeben den Kopf, verfiel wieder in die unterwürfige Haltung, die sie auch einnahm wenn sie in diesen mir zustehenden tiefen Knicks vor mir versank.

„Ja, Lucius, wie du wünscht!“, kam es ruhig von ihr.

Ich mochte es nicht, wenn sie so übertrieben unterwürfig war und so griff ich über den Tisch hinweg ihr Kinn, hob ihren Kopf an, sie ging sofort mit und so musste ich sie nur sanft anfassen, sah sie intensiv an, sie begegnete meinem skeptischen Blick tapfer. Mit hartem Ton sagte ich: „Jetzt sieh mich doch an, seit wann zeigst du dich so unterwürfig? Ich wünsche das nicht!“ Sie nickte, doch ich hielt noch immer ihr Kinn fest, wenn auch nur sanft, dennoch behinderte es ihre Bewegungsfreiheit. Leise, aber sicher antwortete sie:

„Ich befolge nur die Regeln!“

Ein herzhaftes Lachen entkam mir, ich nahm die Hand von ihrem Kinn und maß sie belustigt an. Kurz sah sie mich überfordert an, doch dann zierte ihre Züge ein breites, sarkastisches Grinsen, das noch breiter wurde als ich erheitert erklärte: „Das ist nicht dein ernst, du kleines Biest, spiel doch nicht mit mir, da kannst du nicht gewinnen!“ Bei meinen letzten Worten war mein Blick kalt und hart geworden, die Stimmung ruckartig umgeschlagen und ihr Blick flackerte kurz, wurde dann auch kalt und ihr Lächeln sah nun berechnend aus. Ja, ich spielte, es gefiel mir, aber ich wusste auch, mit ihr konnte ich das tun, sie war taff genug. Präsentierte sie sich als das Biest das sie war.

Unterdessen wedelte ich mit der Hand bestimmt eine der Bedienungen heran, die sofort begann den Tisch ab zu räumen.

„Soll das Dessert jetzt serviert werden, Sir?“, fragte sie höflich, geradezu unterwürfig.

Ich nickte zustimmend und sie zog sich sofort zurück. Hermione fragte neugierig:

„Dessert?“ „Ja, Liebes, lass dich überraschen!“, antwortete ich schmunzelnd, was sie schweigend hinnahm. Das Gespräch verebbte schon wieder und ich fragte mich was geschehen war, das sie sich so verschwiegen zeigte, aber so würde ich das Gespräch also wieder in Gang bringen müssen.

„Warum hast du Greengrass gewählt? Sie ist nicht gerade klug oder eine gute Kämpferin, sie ist nervig!“, interessierten mich ihre Gründe wirklich, denn Greengrass war wahrlich eine schlechte Wahl. Aber ich gestand ihr zu, dass sie wohl nichts ohne Grund tat.

Nun grinste sie wieder breit, aber diesmal regelrecht teuflisch, lehnte ich mich leicht zurück, ihre Stimmung änderte sich heute wirklich schnell mit den Themen.

„Das, Lucius, hat Gründe, wichtige Gründe, aber die kann ich dir wirklich nicht sagen, außer du bestehst darauf, wäre es aber etwas was dich zwiespältig zurückließe….wenn du wünschst werde ich reden, aber mein Rat, lass es, du willst es gar nicht wissen! Und ja, das Weib ist nervig, aber ich werde sie schon zu zähmen wissen und wenn nicht…!“, stand die Drohung im Raum und sie zeigte mir das skrupellose Biest, das sie war und sah mich aus erschreckend emotionslosen Augen an. Wägte ich ab, sie war in dem wie sie sich verkaufte gut, sehr gut, was sollte ich tun, auf sie hören, oder fordern es zu erfahren. Ich wollte gerade darauf etwas entgegnen, als wir unterbrochen wurden, entschied ich mich das Schweigen erst mal zu akzeptieren.

Mit einem höfliche lächeln stellte die Bedienung vor mir eine moderne, hauchdünne, unebene, schwarze Schieferplatte ab, auf der sich eine doppelte Portion des exquisiten, exotischen, ganz besonderen, hausgemachten Vanilleeises befand. Dies war meine bevorzugte Wahl, da ich die hier verwendete Tahiti-Vanille mit ihrem starken, blütenartigen Duft bevorzugte und mich diesem Genuss hingab, die begehrteste und teuerste Vanillesorte der Welt zu kosten, aber das beste war für meine Restaurant nur gut genug und so kam auch dieses Gewürz von der Südsee Insel und verdiente sich seinen exquisiten Preis. Die Tahiti-Vanille kam aus der Familie der Orchideen und war somit eine gelungene Kreuzung und als Anspielung auf ihre Herkunft war als Dekoration auch noch eine wunderschöne, grünweiße Orchidee aufgelegt, dabei roch man schon den intensiven, berauschenden Geruch der schwarzen Punkte in dem cremig weißen Eis, letztendlich war dies ein besonderer Gaumenschmaus.

Hermione hob fragend eine Braue, als sich die Frau unauffällig entfernte und mir glitt ein leichtes Schmunzeln über die Züge, fragte sie sich sicher warum sie nur eine Portion gebracht hatte, aber so hatte ich es explizit angewiesen. Bedächtig hob ich den Löffel, hielt Hermione unentwegt im Fokus. Sie fragte nicht, denn ich nahm sie gerade mit meinem intensiven Blick wohl sehr gefangen, genau das wollte ich, aber auch ich nahm nur sie wahr, währenddessen traten die uns umgebenden Geräusche in den Hintergrund.

Bedächtig tauchte ich den Löffel in das herrlich cremige und so blumig duftende Eis, hob ihn an und führte ihn Hermione langsam entgegen, die sich schon während unseres konzentrierten Blickkontaktes mehr über den Tisch gebeugt hatte, mir sehr zugewandt war, genau wie ich ihr.

„Probier es!", raunte ich ihr sanft zu.

Der Löffel stieß an ihre noch geschlossenen rosigen Lippen, doch sie öffnete sie sofort, umschloss das kalte Metall und nahm mit den Lippen das Eis vom Löffel. Ich sah deutlich, dass es ihr schmeckte, sie den Leckerbissen zu schätzen wusste, da ihre Augenlieder flatternd zufielen, als der Löffel wieder aus ihrem Mund glitt, sie kurz mit ihrer Zungenspitze über die Mitte ihrer roten Oberlippe fuhr, hatte sich dort hin doch etwas helles Eis verirrt. Ich schluckte schwer und war froh, dass sie die Augen noch geschlossen hielt, fragte mich ob sie das absichtlich tat, gut… es war mein Spiel, aber ihre Sinnlichkeit brachte mich nah an die Grenzen meiner Selbstdisziplin.

Lächelnd fragte ich in der gleichen, heiseren Stimmlage: „Und?"

„Wirklich ein Hochgenuss!", antwortete sie rau, konnte ganz offensichtlich nachdem sie die Augen wieder aufgeschlagen hatte immer noch nicht ihren Blick von meinen Augen wenden. Ein zufriedenes Schmunzeln glitt über meine Züge, bevor ich den Löffel erneut mit köstlichem Eis anhob es diesmal aber in meinem Mund verschwinden ließ. Nun genoss ich die Geschmacksexplosion auf meinem Gaumen und leckte nun mir genüsslich über die Lippen, was sie veranlasste mich keine Sekunde aus den Augen zu lassen.

Erst folgten sie dem Löffeln und hingen dann begehrlich an meinen Lippen, mir war klar, die Stimmung, der Moment und mein Blick hatten sie gefangen genommen, aber das hatte ich ja auch gewollt, doch ich musste mir eingestehen, dass ich von dem zauberhaften Moment selbst eingenommen, regelrecht eingefangen war, was nie passierte. Ich war immer der, welcher alles im Auge behielt und nie die Übersicht verlor, aber hier in diesem Moment hätte ich mich vergessen können, sah mich selbstvergessen der erotischen Stimmung ausgeliefert.

Ich versuchte mich resolut zusammen zu reißen, mich nicht so sehr mitreißen zu lassen, aber es fiel mir wirklich schwer mich ihr und der sinnlichen Erotik des Ganzen zu entziehen, vor allem weil wir noch weiter, schweigen, während wir uns intensiv fixierten, das Eis abwechselnd genossen. Immer wieder hob ich ihr den Löffel mit dem weichen, blumigen Vanilleeis entgegen und sie genoss es wirklich es zu kosten, aber ich auch, so fütterte ich sie in einer sehr intimen Atmosphäre. Mich diesem Augenblick und der Magie, die hier grade herrschte zu entziehen, war selbst mir nicht möglich, was mich nicht nur verwunderte, sondern mir auch Sorgen bereitete.

Schließlich war das Eis komplett verspeist, doch wir sahen uns weiter an, ihre Augen glänzten verführerisch im Schein der Kerze, die neben uns brannte und im dämmrigen, bläulichen Licht um uns herum, so störte unsere Sprachlosigkeit nicht brachte sie uns nur noch näher. Mir gefiel der Anblick wirklich, doch schließlich löste ich meinen Blick von ihr und erhob mich, woraufhin auch sie sich wieder zu fangen schien, sich erhob als ich hinter ihrem Stuhl angelangt war und diesen wegrückte, ihr ganz der Gentlemen die Hand reichte.

Sie stand auf und schon kam eine der Bedienungen angelaufen, brachte uns aufmerksam unsere Mäntel. Galant half ich ihr in den ihren, legte meinen über meinen Arm und trat vor sie. Sie sah zu mir auf und sagte: „Ich muss mich noch richten, du entschuldigst mich?“ Sie wollte sich schon umwenden, doch ich ergriff sehr schnell ihre Hand und hielt sie zurück, sagte tiefklingend und sanft:

„Nicht so schnell Liebes, ich will mich von DIR verabschieden!“

Sie sah mir abwartend entgegen und ich auf sie herab, ihr in die Augen, während ich sie besitzergreifend, aber verhältnismäßig sanft an mich zog, meine Hände an ihren Wangen platzierte. Unsere Blicke verfingen sich noch mehr, bis ich ihr dann langsam, zärtlich meine Lippen auf die Stirn legte, sie sanft küsste, was sie mit einem kleinen Seufzer belohnte. Ein zufriedenes Lächeln zierte kurz meine Züge, bevor ich meine Lippen von ihrer Stirn löste und meine Hände von ihren Wangen in ihr Kreuz wandern ließ. Sie lehnte sich leicht in diese Umarmung und sah zu mir herauf, wisperte, während sie mich intensiv ansah:

„Danke Lucius, für diesen wundervollen Abend!“ Sie legte ihre Hände, die bisher untätig herab gehangen hatten, an meine Brust, hielt sich etwas fest und kam mir auf Zehenspitzen näher, bis ihre Lippen meine Wange berührten. Ich kam ihr mit dem Kopf etwas entgegen und genoss es ihre Lippen an meiner Wange zu spüren, dann hörte ich wie sie rau wisperte:

„Du hast mich wirklich überrascht, mit so einem Abend hatte ich nicht gerechnet!“

Dieses kleine Geständnis von ihr ließ mich doch gleich wieder selbstzufrieden drein schauen, sie zu überraschen war sicher nicht einfach und ich war mir sicher, ich hatte sie aus dem Konzept gebracht.

Als sie nun zurück sank, entließ ich sie aus der Umarmung und wies ruhig an:

„Geh, es ist spät geworden, wir müssen los!“

Sie nickte und entschwand.

Während sie sich richtete, ging ich gedanklich den Abend durch und musste sagen, das war eine gute Idee gewesen, war es schön mal mit ihr etwas abseits der Aufmerksamkeit der Anderen zu tun, zeigte sie mir eine umgängliche Seite die mir sehr zusagte, kannte ich mich in so milder Stimmung gar nicht, schollt ich mich selbst das ich etwas mehr aufpassen sollte, schließlich war ich kein dummer Junge sondern ein erwachsener Mann, rief ich mich zur Ordnung.

Ich zog meinen Mantel über und wartete, doch schon nach kurzer Zeit kam sie zurück, hatte ihren Zauberermantel wieder übergeworfen. Ihr schöner, beiger Mantel war nicht mehr zu sehen, ebenso wenig ihre hohen, glatten, schwarzen Stiefel. Sie trat zu mir und nun fehlte nur noch die Kapuze. Jetzt war sie wieder Minna und so verließen wir gemeinsam das Restaurant und traten auf die Straße in das vorwinterliche, ungemütliche Wetter hinaus.

Lucius Sicht ende
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queenie
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BeitragThema: Re: Kapitel 184-185   Do Feb 09, 2012 6:22 am

185. Kapitel Was war das?


Hermiones Sicht


Wow, einfach nur… WoW! Jetzt war ich überwältigt, was war hier passiert?

Ich kam mir vor als hätte ich ein Date gehabt und wüsste weder ein noch aus, war mir als wäre mein Gehirn in Watte gelegt!

Ich hing an Lucius Arm und er führte mich durch den Nieselregen in die abgelegene Gasse aus der wir apparieren konnten und ließen das atmosphärische Restaurant hinter uns. Schließlich war die Stunde schon weit vorgerückt, tippte ich auf so ein Uhr, aber ich fühlte mich nicht müde, eher angeregt, wenn nicht gar sehr erregt. War dies ein unerwarteter aber umso schönerer Abend gewesen, wenn ich so darüber nachdachte, war ich noch nie mit einem meiner bisherigen verflossenen oder aktuellen Liebhabern schön essen gewesen, also hatte Lucius mir bewusst oder unbewusst eine neue, unglaublich berauschende Erfahrung geschenkt.

Nicht das ich das „essen gehen“ nicht kennen würde, hatten meine Eltern es doch früher geliebt Indisch und Asiatisch essen zu gehen, aber ein intimes Treffen, nein, das hatte ich noch nicht gehabt und ich sah durchaus was ich verpasst hatte.

Ich fühlte auf einmal wie es in meinen Schulterblättern unwohl kippelte und schüttelte unwirsch meinen Kopf, wollte die wohltuende Watte ablegen um zu sehen was das für ein Gefühl war und linste aus den Augenwinkel hinter uns und dachte mir, das ich Tonks ausmachen konnte, wie sie auffällig unauffällig in die Gasse spähte, die Lucius und ich nun erreicht hatten. Ich verzog meine Mundwinkel.

„Du hast sie entdeckt, Liebes!“, wisperte Lucius leise und klang amüsiert.

„Ja, wenn du das nicht selbst bemerkt hättest, wäre ich enttäuscht von dir Lucius, Severus hatte wohl recht!“, verzog ich ärgerlich die Lippen, war es zu doof das Severus Einschätzung zur Sachlage doch richtig gewesen war, aber ich sah es positiv, schließlich hatte ich eine Kette von Lucius geschenkt bekommen, die mir sehr gut gefiel, da sie schlicht war und nicht zu protzig und man sie immer tragen konnte, so fiel mir der Anfang unseres Gespräches ein.

Es hatte mich mehr als überrumpelt, das Lucius, der Lucius Malfoy ein Muggelrestaurant besaß und dazu noch eines der Besten, okay, das Beste sollte ich vielleicht überdenken, es war klar und logisch das er nur das Beste haben konnte. Aber das er sich dafür nicht zu schade war, da auch die Bedienung und alles aus reinen Muggel bestand, darüber war ich wirklich überrascht gewesen. Ich war von dem stimmigen, luxuriösen Ambiente und dem ausgesuchten Interieur das mehr als anheimelnd und wunderschön war, gefangen gewesen, dann waren die Speisen eine Wucht gewesen, so wusste ich dass es nicht das letzte mal war, das mich das Restaurant wiedersah.

Bei Lucius verführerisch, sinnlichen Attacken als er mich fütterte, war es schon sehr zweideutig, aber dann, als dieses verdammt leckere Eis kam und er dann auch den Löffel teilte, hatte ich mein Herz bis zu meinem Hals schlagen gehört, dabei hatte ich gedacht ich würde auch schmelzen, ähnlich dem Eis das dies an meinem Gaumen tat.

Natürlich wusste dieser alte Schwerenöter was er tat, darüber war ich mir nur zu bewusst, aber ich hatte mich im Griff und war insgeheim leicht amüsiert über diese Show, wobei sie mir gefiel und mir schmeichelte, schließlich hatten Lucius graue Augen sturm gleich geglänzt als sich auch er dem Zauber nicht ganz entziehen konnte. Mir war aber als rettender Strohhalm seine vorherige Aussage eingefallen, dass seine derzeitige Spielgefährten Edgcombe war, die Mutter meiner Petze, musste die Frau attraktiv sein das Lucius nicht abgeneigt war. Ich wusste das Marietta auch durchaus hübsch zu nennen war und es selbst nach meiner sie verschandelnden Attacke noch immer war, musste die Mutter auch Lucius ansprechen genügen und wie reagierte ich? Genau, ich gratulierte mit einem süßlichen Lächeln zu seiner Eroberung!

Was empfand ich?

Nicht viel, ärger? Eigentlich nein, denn es stand mir nicht zu, schließlich war ich die Freundin von Draco, was hatte es mich zu tangieren wer sich in Lucius Bett tollte!

Aber einen leichten Stich gab es mir doch, auf der anderen Seite, er war ein Mann also bitte, das er mir aber dann im gleichen Atemzug so einen unverschämten Vorschlag unterbreitete war …gewagt! Schien ihm Edgcombe wahrlich viel zu bedeuten, wie wohl seine meisten Gespielinnen, war ich nicht bereit mich in deren lange Reihe einzureihen und schenkte ihm ein wohl leicht spöttisches Grinsen. Ich musste ihm aber zugestehen und zugutehalten er spielte seine charmante Rolle perfekt und ich genoss seine Aufmerksamkeit in vollen Zügen, war aber nicht bereit auch nur einen Schritt weiterzugehen, genoss ich doch dieses beständige Kribbeln viel zu sehr, bei dem die Erfüllung einen profanen und schalen Beigeschmack versprach, also dachte ich über letztere Option gar nicht nach.

Fühlte ich nicht viel, oder doch? Aber als er das mit meiner Hand anstellte und sich mein Handgelenk schnappte um dann mit seiner Zunge lasziv und provokant darüber zu lecken, dachte ich mein Herz würde aus der Brust springen so schnell hämmerte es, war das Gefühl als er sich so viel herausnahm überwältigend. Er war der geborene Verführer und er genoss es sichtlich mich bis aufs Blut zu reizen, letztendlich war er ein gefährlicher und verdammt heißer Mann, aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht wüsste wie ich mir etwas rigoros verbot und mich daran hielt.

Aber dieser Mann war unmöglich, brachte er mein Herz trotzdem dazu schneller zu schlagen, auf das mein Blut heißer durch meine Adern rauschte und seine Fragen, vor allem nach den neuen Räumen, erinnerten mich doch daran, dass er mich aus Dracos Zimmer raushalten wollte. Ich musste über seine taktischen Schachzüge echt den Hut zücken, spielte ich brav mit und ging auf ihn ein, seine Standpauke wie ich mich zu kleiden hätte, bescherte mir eine Gänsehaut die über meinen Körper zog, wusste ich doch das er impliziert, das er nichts dagegen hatte mich innerhalb der Familie so gekleidet zu sehen, aber andere NEIN NIE, manchmal kam ich mir wie im finstersten Mittelalter vor wenn Lucius dachte er müsste den Despoten rauskehren, aber ich wäre weder so verrückt noch so wagemutig es austesten zu wollen. Also fügte ich mich wiederspruchlos, trotzdem war er heute in einer speziellen Stimmung, da er meine Demut auch nicht sehen wollte, sie mir nicht abkaufte, wobei das so nicht stimmte, hier unterwarf ich mich seinem Willen wiederspruchlos, aber nun gut, ich konnte damit leben das er anders dachte, darüber konnte ich nur zynisch lächeln.

Jetzt wurden meine Gedanken unterbrochen als er meinen Arm losließ.

„Es war mir eine Freude und eine Ehre sie heute Abend ausführen zu dürfen, ich wünsche angenehme Träume, mein Liebes!“, konnte er es bei seiner förmlichen Verabschiedung nicht lassen und hauchte mir nun einen formvollendeten Handkuss auf meinem Handrücken und ich knickste leicht, erwies ihm Respekt und schon löste ich mich auf in dem Wissen, das ich verschwinden musste. Ich legte drei schnelle Sprünge verteilt über ganz England hin, ging an die Küste, in die Mitte und auf eine Insel, bevor ich im Verbotenen Wald erschien und schnell und eilig in den Geheimgang lief und ihn verbarrikadierte, bevor ich an die Wand sank und ausatmete, wollte ich die Möglichkeit das mich einer verfolgte verringern und testete nun magisch ob sie mir einen Bann angehext hatten, fand tatsächlich einen weißmagischen Aufspürzauber, den ich gekonnt löste und dann atmete ich erleichtert auf. Es war zu gut, dass ich nicht direkt hierher appariert war, so hatte ich meine Verfolger mit großer Wahrscheinlichkeit abgelenkt dank dem schnellen hintereinander springen, also hatte ich alles richtig gemacht.

Jetzt lehnte ich an der Wand und sah den Abend wieder vor meinen Augen, dass er so enden könnte hätte ich echt nicht gedacht, das mich Lucius ausführen würde. Ich kicherte gelöst auf, fand ich das Erlebnis sehr belebend und machte mich auf den Weg die Kerker hinter mir zu lassen, gerade wollte ich weder zu Draco noch bewahre zu Severus. Ich wollte ihnen nichts erzählen, schließlich hätten sie es mit ihren Fragen mir nur madig geredet und darauf hatte ich keine Lust.

Währenddessen ließ ich den Abend weiter Revue passieren, als mir einfiel das er mir zweimal zugestand hatte zu schweigen als er auf den Ritualdolch und Greengrass zu sprechen kam, also war wohl meine Taktik die Entscheidung über Wahrheit oder Schweigen ihm anzubieten die Richtige gewesen, sonst hätte er mich nicht entwischen lassen. Was hätte ich sagen sollen, den Dolch brauch ich spätestens für den Lord und seine Aufgabe an Weihnachten für mich? Genau, das würde ich meinen Männern nie gestehen was ich da verruchtes Tat, zumindest nicht freiwillig in diesem Leben. Und von Greengrass konnte ich ihm wegen Harry nichts erzählen, darüber wäre er alles andere als erfreut und da hatte ich Lucius aber richtig eingeschätzt und war durchgekommen, war es ein regelrechtes Katz und Maus spiel was wir spielten, aber es gefiel mir sehr genauso wie das Essen, das Eis war sooo lecker gewesen und Lucius erst….schmunzelte ich schon wieder!

Ich war mir sicher, es würde Draco gar nicht und Severus bedingt gefallen was Lucius mit mir tat?! Auf alle Fälle würde es ihnen nicht gefallen wo er mich aufgegabelt hatte, aber bitte Lucius trieb sich irgendwie immer da rum wo er beziehungsweise ich nicht sein sollte.

So fragte ich mich, ob ich beunruhigt oder erstaunt sein sollte, dass er mich in meiner Verkleidung erkannt hatte? Denn etwas hatte ihn auf mich aufmerksam gemacht, wäre Lucius aber nicht der der er war, wenn er nicht ein ausgeprägtes Gespür gehabt hätte, daher hatte ihn etwas zu mir gezogen, das er aber so reagieren würde und mich ausführen, das hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht gewagt zu denken.

Ich erreichte nun das Portrait und nannte das Passwort, krabbelte hinein bis ich erstaunt ob der späten Stunde stehen blieb und mich einem lesenden Harry gegenüberfand, der gerade seine Brille auf dem Nasenrücken zu recht schob und mir einen skeptischen Blick zuwarf, indem ansonsten leeren, stillen Raum, indem nur das Feuer im Kamin Geräusche von sich gab.

„Du kommst spät… oder früh?“, meinte er kryptisch und mein Gesicht musste die Frage zeigen, denn er antwortete weiter „Wenn du von Malfoy kommst, dann früh, sonst tauchst du erst kurz vor unserem Lauf auf, wenn du aber jetzt erst von deinem Treffen mit dem Käfer kommst, dann ist es ganz schön spät, auch möchte ich darauf hinweisen das du unglaublich zu glühen scheinst und auch wenn ich weiß, das du es genießest SIE zu treffen, weiß ich doch, habe ich dich noch nie so ergriffen gesehen wenn du wiederkamst!“, machte mir Harry Angst, als ich mir vorstellte wie sehr er sich doch verändert hatte, das er so viel sah, was er nicht sehen sollte, glühte ich bestimmt nicht, verdammt! Wollte ich meine Hände an meine erhitzen Wangen legen und hielt im letzten Moment inne und senkte diese wieder.

„Ähm, also ich…ich wollte noch nicht gleich zurück, war kurz unterwegs, hab was getrunken….!“

„Du wirkst leicht erhitzt!“, schenkte er mir ein spöttisches Grinsen und klappte nun lautstark sein Buch zu und sah mich an.

„Was machst du um die Uhrzeit hier unten Harry?“, wollte ich nun wissen ging in die Offensive.

„Ich hab keine Ruhe gefunden, wollte noch etwas lesen, ich mache mir so meine Gedanken wo die netten Dinge versteckt sein könnten mit denen Tom so gerne spielt, aber mir fällt echt absolut nichts ein, treten wir auf der Stelle! Aber lenk nicht ab Schönste, wo warst du denn?“

Jetzt nestelte ich an meinem Umhang und zog auch den Mantel aus, schließlich war es hier mit dem prasselnden Feuer sehr warm und schmiss beides auf den Sessel. Während ich noch immer stand erhob sich Harry, da ich unruhig auf meiner Lippe kaute, weil ich selbst noch nicht mit mir im reinen war ob oder was ich überhaupt sagen oder erzählen wollte, war ich unentschieden gewesen und hatte das alles erst für mich Ordnen wollen, aber nun fühlte ich mich überrollt von Harrys Wunsch zu reden.

Doch er überraschte mich, als er auf mich zutrat und vertraut meine Hände in seine nahm und mich mit sich zog, worauf ich fragend eine Braue hob, dann legte er seinen Zeigefinger auf seine Lippen, bedeutete mir leise zu sein und führte mich hoch in den Jungenschlafsaal zu seinem Bett. Schon flog mir ein T-Shirt von ihm ins Gesicht und ich fing es geschickt auf, währenddessen drehte er sich um und zog sich seinen Pyjama an und ich steige schnell ohne Scheu aus meiner Kleidung und zog mir das große, ausgeleierte Schlafshirt an, unterdessen hörte ich doch das Schnarchen der anderen Jungs, die in einem tiefen Schlummer gefangen zu sein schienen. Ich hatte absolut nichts dagegen meine Nachtruhe bei Harry zu verbringen, hatte ich nun doch nicht mehr das Bedürfnis allein zu sein, fürchtete ich mittlerweile die Träume die kommen könnten und war froh das sich mir Harry anbot.

Als wir uns ins Bett kuschelten und er mich wie selbstverständlich in seine Arme zog als wüsste er das ich etwas überwältigt war und sogar eine Spur Unsicherheit in mir fühlte, glitten meine Gedanken durch den Tag und kamen doch zu meinem Leidwesen immer wieder zu Lucius, zwar spürte ich die Müdigkeit doch irgendwann hatte ich doch das Bedürfnis zu reden, nur wie ich anfangen sollte war mir nicht ganz klar:

„Harry….“

„Ja, Schönste!“, klang er nicht wirklich müde, aber bereit zuzuhören.

„Lucius hat mich zum Essen ausgeführt, wir haben uns zufällig in der Knockturn Alley getroffen!“, sprudelte es plötzlich förmlich aus mir heraus.

„AHA!“, war alles was er sagte.

„Es war überraschend und lecker, wir haben geredet!“, erzählte ich weiter nuschelnd an seiner Brust.

Wir verfielen wieder in ein Schweigen und ich blickte auf den karierten, sich bewegenden Brustkorb von Harry, während ich etwas schläfriger wurde bemerkte wie die Anspannung aus mir wich aber ich wollte weiter sprechen, irgendwie lang mir noch etwas auf der Seele.

„Er hat eine Affäre mit Mariettas Mutter!", erklärte ich tonlos, kraftlos, müde.„Überrascht es dich, dass er eine Affäre hat? Du hast das doch selbst so prophezeit!", klang auch nun er schläfrig.

„MHM", war meine einsilbige Antwort, warum ich es Harry gerade erzählte konnte ich auch nicht so nachvollziehen, doch nach einiger Zeit sprach er wieder.

„Stört es dich?" Ich richtete mich auf, sah ihn in die trüben Augen und antwortete: „Dazu habe ich kein Recht!"

„Das habe ich nicht gefragt!", war er betont ruhig.

„Ja, irgendwie schon!", flüsterte ich zaghaft als ich mich wieder auf seinen Arm legte, stöhnte Harry seufzend, hörte es sich an als würde ihm diese Sache sorgen bereiten und er umfasste nun meine Schulter und zog mich eng an seine Seite, legte seine Lippen an meine Stirn und küsste mich.

„Verständlich,… versuch zu schlafen Hermione, er hat es dir bestimmt gesagt damit du dich grämst, tu ihm nicht den gefallen! Ich bin ja da!“, wisperte er und ich wusste nicht ob ich mich grämte, eher ärgerte es mich, aber ich stimmte ihm zu und schlummerte nun ein, fühlte es sich gut an, ehrlich und offen zu Harry sein zu können.Ich glitt in einen unruhigen, unsteten Schlaf, sah in schneller, aufwühlender Abfolge Bilder oder besser Vergangenheitssequenzen in meinem Traum vor mir auftauchen. Ich sah Lucius vor Gier gefährlich funkelnde stahlgraue Augen, die ich im Ministerium gesehen hatte, als er mich roh gebissen hatte und mir dann so einen eiskalt kalkulierenden Blick geschenkt hatte. Wie begierig und begehrlich er mich angesehen hatte als wir uns in der Mysteriumsabteilung in der Halle der Prophezeiungen wieder gesehen hatten und dann die absolute Überraschung in seinem Blick, als ich ihn vor Remus, vor Askaban, rettete.

Immer schneller und schneller wirbelten die Bilder vor meinen Augen umher, zog mein Unterbewusstsein meine Erinnerungen unbarmherzig hervor. Lucius, wie er charmant, galant und sehr verführerisch mich in Hogsmeade an meinem Geburtstag im Arm hielt, wie er arrogant mein Eingeständnis hören wollte wie sehr ich Gefallen an seinem Geschenk gefunden hatte. Seinen unerklärlich sanften, fast zärtlichen Blick, den er mir am Ende der Ferien geschenkt hatte, als er mir so eindrucksvoll erklärte, dass er alles von mir wollte, er mich wollte und nur mich und das GANZ!

Ich sah den wirbelnden Sturm in seinen eisgrauen Augen, nachdem er die Hure raus geschmissen hatte und auch als er mich bösartig aus dem Salon warf, nachdem ich das Angebot rundherum abgelehnt hatte mir bei den Wölfen helfen zu lassen. Ganz deutlich konnte ich seine nun eisigen Augen sehen und wie sie mir zeigten wie sehr in ihm seine Gefühle tobten, er es aber verstand sie vor mir zu unterdrücken. Dann kam die Erinnerung als er mich strafte, der gemeingefährliche, stahlharte Blick, der zeigte er würde mich strafen und er würde mir wehtun, der stete, kalte Ausdruck seiner Augen sagte alles, er kannte keine Gnade, als sich meine Finger um den glühenden Schürharken schlossen und ich mich verbrannte.

Und immer wieder, zwischendrin sah ich seinen Blick vor meinem geistigen Auge aufblitzen, den er mir heute geschenkt hatte, während er mich so verführerisch mit dem herrlichen Vanilleeis gefüttert hatte. Ich sah, wie es in seinen Augen träumerisch glänzte, wie gefangen er gewesen war, genau so sehr wie ich. All das wirbelte schneller und schneller vor mir herum. Jedes Mal wenn ich seinen so eiskalten Blick erwischte, den er mir noch im Ministerium gezeigt hatte, der zeigte wie unberechenbar und gefährlich, bösartig, gnadenlos und gemein dieser Mann war, zuckte ich im Traum zusammen, um wenig später wegen dem Kribbeln in meinem Magen ganz rot zu werden, regelrecht weich zu werden, wenn er mich so charmant anlächelte und mir diesen glühenden, intensiven Blick schenkte, den ich heute Abend so ausgiebig hatte genießen dürfen.

Die Bilder wurden immer verschwommener, nur seine vielschichtigen Gesichter, seine auswechselbaren Masken blieben, bald begann sich alles vor mir zu drehen, das es mich fast schwindlig werden ließ, es schien mir als löste sich seine Miene, seine Gesichtszüge, von dem was seine Augen ausdrückten. Seine Blicke wechselten ständig, genau wie sein Mienenspiel, nur passte jetzt nichts mehr zusammen. Während seinen Mund ein amüsiertes, spöttisches Schmunzeln zierte, sahen seine Augen mir kalt und feindselig entgegen, dann wiederum zeigte er ein wutverzerrtes, gehässiges Gesicht, während ich in seinen Augen den Glanz und die Ergriffenheit des heutigen Abends sehen konnte. Es verwirrte mich und ließ mich schier schwindelig umher taumeln, bis langsam alles vor meinen Augen verschwamm, auch sein Gesicht, alles zu einem Farbenmeer zu werden schien, um dann letztendlich wieder langsamer zu werden, wie in Zeitlupe ein Bild heraus zu gleiten schien und sich vor mir aufbaute. Ich hatte noch nie so einen Unsinn geträumt und es war mir noch nie so real erschienen wie heute, trotzdem schaffte ich es nicht mich aus dieser geistigen Umnachtung zu lösen.

Nun war alles wieder ruhig, drehte sich dem Himmel sei Dank nichts mehr, außerdem nahm ich nun wahr, das ich mich mitten in einer meiner Erinnerungen befand, jetzt stand ich an der Stelle an der ich damals in der Eingangshalle gestanden hatte. Ich sah, wie er meine Hand sanft hielt, mir einen sehr keuschen und ehrerbietig Handkuss auf hauchte, dabei aber inbrünstig zu mir herauf blickte und meinen Blick gefangen hielt. Ich erinnerte mich nur zu gut an diese Verabschiedung am Ende der Ferien. Wir standen in der großen Eingangshalle des Manors, hinter mir stand Draco und wartete, beäugte alles kritisch und vor mir Lucius, der mich respektvoll, galant aber auch sehr charmant verabschiedete. Gerade wollte ich genau das tun was ich damals getan hatte, auf ihn zutreten, doch binnen eines Lidschlags war ich plötzlich alleine in der imposanten Halle.

Suchend wand ich mich um, doch sowohl Lucius als auch Draco waren verschwunden. Ich stand alleine dort, sah mich um, aber irgendwas zog mich magisch zu der doppelflügligen Tür, zum Salon.

Eine immer verzweifelter werdende Stimme in mir, riet mir entschieden, das ich dort nicht rein gehen sollte, das mir nicht gefallen würde was ich sehen würde und ich gehen sollte, doch meine Füße schienen sich wie von selber zu bewegen, trugen sie mich unaufhörlich weiter. Ich versuchte ihnen zu befehlen stehen zu bleiben, doch ich Schritt weiter über den glatten Steinboden, erreichte die aufwendig verzierte Tür und legte meine Hand bedächtig auf die Türklinge. Irgendwas zog mich in diesen Raum wie die Motte das Licht anzieht, ich konnte nicht wiederstehen, auch wenn das ungute Gefühl in mir immer stärker wurde und die Stimme, die mich warnte immer lauter. Langsam öffnete ich die Tür, klopfte nicht vorher, sondern schlüpfte einfach schnell durch einen Spalt hinein und schloss die Tür dann wieder leise hinter mir.

Hier herrschte gedämpftes Licht. Mein Blick ging sofort zu der Sitzecke, in der wir immer saßen und uns besprachen, dann blieb er wie gebannt an Lucius Sessel hängen.

Da saß er, die Augen geschlossen, den Kopf leicht in den Nacken gelegt, eine Hand lässig auf der Armlehne, seinen Stock mit dem Schlangenkopf haltend und die andere…

Ich wollte raus, nur weg hier, doch meine Füße verweigerten mir den Dienst. Seine andere Hand hatte er tief in die üppige, dunkelbraune Frisur einer Frau vergraben, die vor ihm Kniete und ganz offensichtlich dabei war ihn, ihn….ihn, ja was wirkte es ordinär, das sie ihm einen blies, oder wirkte es eher so, dass sie ihn mit ihren Mund verwöhnte? Ich würde sagen, da er es hier vollständig Angezogen tat, wobei ich bezweifeln wollte, würde dies nicht mein bescheuerterer Traum sein, würde er nie und nimmer diesen Salon nehmen, da dies sein Lieblingssalon war und somit der Familie vorbehalten, aber nun zurück zu meinem Gedanken im Traum, blies sie ihm einen, da er sonst in einem der Boudoirs wäre und nicht hier sitzen würde.

Jetzt, als ich mit schreckensgeweiteten Augen dies erblickte, konnte ich auch die leisen, schmatzenden Geräusche vernehmen, die ihre Bemühungen begleiteten, sowie sein deutlich erregtes Atmen.

Ich wusste nicht wie sie aussah, aber in meiner Fantasie konnte das nur eine Frau sein….Edgcombe. So sehr ich es auch wollte, ich konnte mich nicht abwenden, konnte den Blick nicht von ihrem nackten Rücken, ihrer weiblichen, schönen Taille und Hüfte nehmen. Über ihren Rücken flossen ihre langen Haare, der Anblick hatte etwas für mich makaber fesselndes, sah ich doch auch genau, wie sie mit ihren Händen begann ihn weiter zu stimulieren, während sie auch weiter ihren Mund verwendete. Ein leiser, erstickter Entsetzenslaut entkam mir. Taten mir die Orgien, deren Besucher ich meiner Ansicht nach zu oft und zu regelmäßig war, entschieden nicht gut, wen ich so einen Scheiß träumte.

Ich keuche wohl zu leise auf, da sie es nicht hörte, aber nun öffnete Lucius die Augen, senkte etwas seinen Kopf und sah mich direkt an. Unverwandt sah er mir in die Augen, während sich ein teuflisch amüsiertes Grinsen auf seine Züge legte und er langsam seine Zungenspitze lasziv über seine Lippen gleiten ließ, dabei wirkte er völlig ruhig, überhaupt nicht überrascht mich zu sehen. Er hob leicht die Hand von der Lehne und winkte mich anrüchig heran, während er fast lautlos ein einzelnes Wort mit den Lippen formte: „Komm!“ Ich verstand es, obwohl ich es nicht hörte, aber ich wollte nur noch weg, das hier war… ja, was, ein Albtraum,….erinnerte es mich daran was Draco beinah getan hätte, nur sah ich es das es nun Lucius tat, wollte ich aus meinem Albtraum ausbrechen… als mir dies bewusst wurde, mir so klar ins Bewusstsein kam, spürte ich wie Hände hart meine Schultern ergriffen, an mir gerissen wurde, panisch versuchte ich die Hände weg zu schlagen, wollte protestieren, rief:

„Nein…!“

Keuchend fuhr ich hoch, saß kerzengerade im Bett, in Harrys Bett. Ich sah in seine besorgten Augen. Er saß über meinen Beinen, auf Höhe meiner Knie und sah mich äußerst besorgt an.

Leicht gehetzt, erhitzt und atemlos ließ ich mich zurück in die Kissen sinken und atmete tief aus um mich zu beruhigen, legte einen Arm über meine Augen und wollte ausblenden das Harry da war. Jetzt half nicht mal mehr seine Anwesenheit um mich vor unerwünschten Träumen zu bewahren, dachte ich sarkastisch, während ich versuchte runter zu kommen, den Schock, zu überwinden, den der Anblick, der Traum und das Aufwachen darstellten, war alles für meinen Geschmack zu real gewesen.

Unvermittelt fragte Harry leise und besorgt in die Stille:

„Geht es wieder Hermione? Du hast dich hin und her gewälzt und unverständliche Dinge geredet, ich glaube du hast seinen Namen gesagt, erst als du laut Nein geschrien hast, hab ich richtig vehement versucht dich zu wecken! Alles Ok? Du wirkst so atemlos und erregt!“ Mir war klar wen er meinte, hatte ich wohl im Schlaf auch noch gesprochen, etwas was ich NIE tat, verdammt, was würde Draco tun, wenn ich Lucius Namen im Schlaf sagen würde, konnte ich mich mit der Erkenntnis beim besten Willen nun gerade nicht auseinandersetzen.

Ich behielt den Arm über meinen Augen, sagte aber leicht entnervt und flach:

„Ich hatte einen Albtraum Harry, damit hast du doch Erfahrungen!“ Ich wusste nicht warum ich ihn so anfuhr, vielleicht weil er wenig einfühlsam nachfragte oder mir unter die Nase rieb, das ich im Schlaf Lucius Namen gesagt hatte, weil es wie ein Vorwurf in meinen Ohren klang das ich gehetzt klang und aufgeret war, oder weil mir die Scham über das was ich geträumt hatte und das während ich neben Harry lag, sicher ins Gesicht geschrieben stand und ich deswegen sauer auf mich war? Ich wusste es nicht, jedenfalls nahm ich jetzt den Arm weg und sah Harry, der immer noch über mir kniete an.

Ich sah die tiefe Sorge um mich in seinem Blick. Langsam stieg er von mir, setzte sich neben mich aufs Bett, behielt mich jedoch im Blick.

„Tut mir leid Harry, ich wollte…!“, wisperte ich leise. Doch er schüttelte den Kopf und unterbrach mich:

„Schon okay Schönste, aber ich sorge mich wirklich um dich!“, klang er tief besorgt, wusste er doch war so etwas absolut untypisch für mich, war ich regelrecht schreckensstarr, fragte mich, wie ich mich hatte so gehen lassen können.

„Wenn du drüber reden willst, ich bin immer da!", legte er sich wieder neben mich und ich versuchte nicht daran zu denken, was ich für einen großen Unsinn da zusammenträumte.

„Lass dich von ihm nicht so manipulieren, du bist so stark....! Aber wann immer du mich brauchst,...!", sprach er in die anhaltende Stille und holte mich aus meinen unwilligen Gedanken über Lucius und ich spürte wie mein Ärger über mich stieg als ich erkannte das Harry sehr wohl erkannte von wem ich geträumt hatte, aber ich fand es toll von ihm wie er versuchte seine Neugierde nicht überhand nehmen zu lassen, da er wusste, darüber reden wollte ich nicht! So würde ich dem Ganzen einen zu hohen Stellenwert einräumen, desto mehr ich darüber redete, oder nachdachte und das wollte ich unter allen Umständen vermeiden.

Jetzt streckt er wieder den Arm einladend aus, auf das ich mich wieder an ihn in kuscheln konnte, was ich doch gerne annahm und Harry dankbar anlächelte, aber schwieg, da es das beste für alle war. Ich atmete tief beruhigend seinen Duft ein und versuchte runter zu kommen.

Er hielt mich beschützend im Arm und lag ruhig da, so wie ich spielten wir uns beide vor das wir schliefen, auch wenn wir keinen Schlaf mehr fanden, sondern unseren Gedanken nachhingen. Ich bemerkte an seinem Atem das er nicht schlief, aber wir sagten immer noch nichts, schließlich ging mir durch den Kopf warum ich Lucius in Dracos Situation gesehen hatte und warum zum Teufel es mich wütend machte zu denken was er so trieb, hatte ich Angst den Verstand zu verlieren. Es war nervig, weil es mir überhaupt nicht Zustand und ich auch nicht wollte, dass es so war.

Außerdem hielt ich es mit meinen kontraproduktiven Gedanken nicht mehr aus und meinte auf einmal leise:

„Du brauchst dir keine Sorgen machen, so ist halt meine Familie und ich will sie nicht mehr missen!" Ich meinte diese Worte ernst, die schwer in der lastenden Stille wiederhallten, aber ich meinte das wirklich todernst, ich würde um nichts auf der Welt Draco, Severus und Lucius missen wollen, gaben sie meinem Leben nicht nur einen Sinn, sondern auch so etwas wie einen gewissen Reiz und eine Würze, die es erst Lebenswert machte. Somit wollte ich meine Familie um nichts auf der Welt mehr hergeben, keinen von ihnen, war ich mir der Krux der ganzen Angelegenheit durchaus bewusst. Harry stieß nach meinen so schicksalshaften Worten einen tiefen, leidenden Seufzer aus, der zeigte das er eines nicht tat und das war schlafen.

Aber er sagte nichts darauf, fasste mich nur noch fester an und hielt mich fest, während ich darüber nachdachte, das ich nicht wollte, das dank mir das Verhältnis von Lucius und Draco noch schlechter werden könnte, da ich wusste, spätestens Weihnachten, wenn ich meine Räume gegenüber von Lucius bezog, würde Draco sehr gut auf seinen Vater zu sprechen sein, ging es mir Ironisch durch den Sinn. Und da würde es nicht helfen wenn ich solche Träume von Lucius hätte, denn so sehr Draco es auch akzeptierte wenn ich nichts erzählte, würde er nicht aufgeben nachzubohren wenn ich Lucius Namen im Schlaf sprach. Mist, musste ich gerade sehr an meinen Okklumentik Schilden arbeiten, denn nur dann würde ich es auch im Schlaf schaffen diese unangebrachten Gedanken in die tiefsten untiefen meines Seins zu verbannen.

Auf ein mal befreite Harry seinen Arm von mir und rollte sich mit erstaunlich wachen Augen zu mir, klang dann reichlich resigniert:

„Schönste, das ist mir zu meinem Leidwesen durchwegs präsent! Aber es ist wie es ist! …Vorschlag!! Lass uns heute früher laufen gehen!" Das brachte mich kurz aus dem Konzept, aber dann nickte ich und sprang aus dem Bett und wollte schon in mein Zimmer eilen, als ich mich kurz glücklich umwandte und sah wie Harry Ron einen Zettel hin legte das er nachkommen, oder sein Training heute ausfallen lassen sollte, ging ich schnell und machte mich fertig. Es würde ein langes Lauftraining werden und wir powerten uns richtig dabei aus. Es tat mir richtig gut, verloren wir über das Geschehen doch keine Wörter mehr und es war gut so, denn es gab auch nichts mehr zu sagen, freute ich mich nachträglich noch über den gelungen Abend, das leckere Essen und das mich das Restaurant noch einmal sehen würde, so verliefen die kommenden Stunden rasant und dann war es soweit, das lang erwartete Spiel Slytherin gegen Gryffindor begann.

So war es sehr amüsant Daphne, Astoria und Blaise auf der gegenüberliegenden Tribüne zu beobachten, da Daphnes Begeisterung und Anfeuerung bei Harry lag und nicht bei Draco, aber sie in der bemitleidenswerten Lage war, es nicht zeigen zu dürfen und auch selbst das Geschehen über unsern Köpfen war herrlich. Draco und Harry ließen es sich nicht nehmen hoch oben zu schweben, während sie nach dem Schnatz Ausschau hielten und ein kleines Schwätzchen führten, was für alle aussah als würden sie sich provozieren, aber glaubte ich, so wie ich die Zwei mittlerweile einschätzte, das sie absprachen wer gewinnen sollte und wer nicht!

Schien es als hätte ich ein Gespür für solche Dinge, denn Harry fing den Schnatz und es war noch nicht mal so als würde Draco sich ärgern als er vom Besen stieg, jedenfalls erzählte er mir nachdem ich der Feier den Rücken gekehrt hatte, das er und Harry beschlossen hatten, das die Professoren und die anderen es wohl erwarten würden das Gryffindor gewann und sie wollten alle keine großen Verletzungen riskieren wegen eines blöden Spiels, war es zu herrlich.

Davor war in Gryffindor eine Party ohne gleichen gestiegen, schließlich hatten die Löwen ausgiebig den Sieg über den Feind gefeiert, auch Ron wurde hochgelobt, hatte er doch einen super Hütterjob erledigt und so gut wie keinen Quaffel durch gelassen, was so feucht fröhlich bejubelt wurde, das das unmögliche geschah und Ron angeheitert mit einer ebenso beschwipsten Lavender einen heißen Kuss tauschte. Als es nicht mehr jugendfrei wurde und er den Schlafsaal der Jungs mit ihr aufsuchte, schenkte mir Harry einen leidenden Blick und meinte nur, ob das so gut sei nachdem sie ihn doch gleichermaßen Hasste und Liebte, was das nach sich ziehen würde! Konnte ich ihm nur von ganzen Herzen zustimmen.

Ich war mir absolut nicht sicher was sich da für ein Drama morgen anbahnen würde, hoffte aber auch das vielleicht alles gut wurde, auch wenn ich schon lange nicht mehr optimistisch war was Lav und Ron anging!

Also flüchtete ich ins Reich der Schlangen und verbrachte eine angenehme Nacht, um dann am Morgen mit den Jungs zu laufen, dabei erstaunte es Harry und mich, dass Ron mitlief. Er sah uns immer mal wieder mit einem verschmitzten Grinsen an, sagte aber nichts wegen Lavender und auch sie hielt entgegen ihrer sonstigen Art ihren Freundinnen gegenüber dicht, ließ sich am Frühstückstisch nichts aus der Nase ziehen, warf Ron nur hin und wieder heiße Blicke zu, die er souverän erwiderte aber nichts sagte. Selbst als er Abends ging um seine aktuelle Flamme aus einem anderen Haus aufzusuchen, fielen keine Worte zwischen den Beiden, oder auch nur im Ansatz über die gemeinsame, ungeplante Nacht von gestern, schien sich etwas zu tun, was wir nicht nachvollziehen konnten!



Am nächsten Morgen geschahen mehrere, verschiedene, erstaunliche Dinge, so erhielt Ginny eine Eule, was an sich nicht komisch war, da ihre Mutter ihr ab und an Post sandte, sondern das erstaunliche war, das Ginnys hellbraune Augen riesig wurden und sie sich entsetzt die Hand vor den Mund schlug und dann die Karte ganz schnell in ihren Umhang schob und ein über und über rotes Gesicht bekam. Sie schien vor Freude aber innerlich zu glühen, da musste ich echt nicht Hellsehen um zu erkennen, dass das nicht von Molly kam. Also in Sachen Unauffälligkeit um keine unerwünschte Aufmerksamkeit zu erregen, würde Ginny dies erst noch lernen müssen, so viel war klar.

Als sie durch ihre ungeschickte Art schon Lav auf den Plan gerufen hatte, die i nachbohrten ob die Karte von einem heimlichen Verehrer war und wenn, wer der Unbekannte sei, da Ginny sich bisher von neuen Versuchen mit Jungs seit Dean zurückgehalten hatte, was man von Dean nicht behaupten konnte, der gerade eine Beziehung mit Lisa Turpin aufbaute. Doch sie wiegelte vehement ab, erhob sich mit einem genervten Seufzer und ging weg, setzte sich zu mir und malträtierte nervös ihre Lippe mit ihren Zähnen, das tat beim zusehen schon weh. Heute verspäteten sich Harry und Ron wie es schien, da sie nach unserem Lauf in ihrem Zimmer verschwunden waren und noch nicht wiedergekehrt waren, würden sie wohl über Rons TAT mit Lavender reden und das konnte dauern, sodass ich heute noch alleine war. Ich warf Ginny einen fragenden Blick zu, sagte aber nichts, wenn sie sich entschieden hatte, würde sie reden und wenn nicht, auch gut.

„Hermione???“, wisperte sie nun.

„Ja, Ginny!“, antworte ich leise.

„Du frägst gar nicht?“, fragte sie leise, überrascht.

„Ja, das tue ich nicht, das tun wir alle nicht, wir akzeptieren immer das Schwiegen, das ist eine Voraussetzung um bei uns dazu zu gehören, wir warten bis der andere freiwillig zu uns kommt!“, erklärte ich ihr die Regeln und sah wie sie verstand und sacht nickte.

„Oh…oh, okay, ich möchte es auch gar keinem sagen, aber du weißt es eh schon und ich….ich bräuchte halt RAT!“, meinte sie unsicher.

„Warum möchtest du es keinem sagen?“, wollte ich wissen, entsprach es doch krass ihrem sonstigen Verhalten.

„Ja, nun, also warum? Weil sie neidisch wären und es kaputt reden würden, wo gar nichts ist! Und alles müssen die anderen auch nicht wissen!....also und sie nerven, ich kann jetzt ein wenig verstehen warum du nichts wegen Sirius gesagt hast, sie würden sich auf unser Alter stürzen und das ich, nun ich bin …..“

„Wood?“, fragte ich da nur und sie sah mich nur mit großen Augen an und ich meinte dann noch „…ich rate dir immer gerne, wenn du meine Hilfe willst!“

„Ja, bitte, also die Karte… sie kam von ihm…“, wisperte sie verschwörerisch und eindringlich, ich konnte mir schon denken wer ER war und schmunzelte leicht „…ER hat mir zu unserem Sieg gratuliert, kurz und bündig und wünscht mir alles Gute und hat mir für den schönen Nachmittag gedankt, ich meine….ich also….was soll das?“, stotterte sie.

„Genieße es einfach, nicht zu viel hineininterpretieren und auch nicht zu ablehnend sein, schreib ihm zurück, danke ihm das er an dich denkt, dass du den Nachmittag auch genossen hast und gerne daran zurückdenkst und das dich seine Karte heute überrascht, aber auch total gefreut hat. Erzähl ihm was für ein Spaß es war die Slytherins fertig zu machen, bleib locker und freundlich, ganz du selbst….und mein Rat, erzähl es wirklich keinem, dafür ist dies alles…“, wedelte ich mit meiner Hand herum „…noch viel zu wage!“

„Echt Hermione, du meinst echt! Wow….es tut gut mit dir zu reden, ja, so mach ich es….danke!“, sprang sie wie von der Tarantel gestochen auf und hastete aus der Halle, als sie Harry und Ron, die verspätet die Halle betraten, fast über den Haufen rannte, warfen ihr beide erstaunte Blicke hinterher.

Harry und Ron setzten sich, wobei Ron etwas abwesend wirkte und Harry mir zu raunte, das etwas ganz erstaunliches passiert sei als Ron gestern Abend wiederkam, denn es war nicht so spät wie sonst, sondern sehr viel früher. Aber wir respektieren wie so oft das Schweigen und drangen nicht in ihn, war sein Liebesleben doch seine Angelegenheit, hatte er auch in der Abgeschiedenheit bei Harry nicht mit der Sprache rausgerückt, sondern nur über belanglose Dinge geredete, daher meinte Harry zu mir, wir würden uns überraschen lassen müssen wie sich das entwickeln würde.

Ich stimmte zu, wollte ich ja auch nicht mit ihnen über Severus sprechen, der mich mit seinen dunklen, intensiven Blicken verfolgte, was mir meist kleine Schauer sandte, aber er sagte nichts und tat nichts um diesen Zustand zu ändern. Manchmal dachte ich wieder an die Nacht, die ich bei ihm schlafend verbracht hatte und wie sehr mich dieses Verhalten von Severus doch erstaunt hatte und auch verunsicherte, trieb er mich damit langsam aber sicher in den Wahnsinn, brachte mich um den Verstand. Es sorgte doch dafür, dass mir durchaus bewusst war, dass es schon länger her war das ich mit Severus Sex gehabt hatte.

Und zu meinem größten Leidwesen musste ich mir eingestehen das ich es vermisste, mochte ich es doch mit Severus zu schlafen, zog er mich mit seinem ganzen Sein an, verdammt! Aber ich war auch eine sture Frau und weigerte mich zu ihm zu gehen und seine Nähe zu suchen, nicht nachdem was er sich alles immer mir gegenüber leistete, versuchte ich zu ergründen was er mir gab, was Draco anscheinend nicht tat, sodass ich es nicht verhindern konnte das meine Sehnsucht nach Severus größer wurde.

Man konnte die zwei einfach nicht vergleichen, zeigte mir Draco Gefühl und Einfühlungsvermögen im Allgemeinen, aber auch wenn wir miteinander schliefen und Severus….nun Severus, war da ganz anders, er kannte diese Wörter und ihre Bedeutung wohl gar nicht. Aber das war es auch gar nicht was ich bei Severus suchte und wohl auch fand, da mir dies ja Draco gab. Ich mochte den rauen und harten Sex den Severus mir bot, erwiderte ihn mit einer rasenden Leidenschaft und war wohl auch froh das er von mir keine tieferen Gefühle erwartete, schließlich war es oftmals schwer für mich Draco dieselbe zärtliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen wie er mir. Das war einfach nicht mein Ding und ich tat mir damit unglaublich schwer zärtliche Gesten zuzulassen und zu geben.

Obgleich ich Draco aufgrund meiner schäumenden Wut über Severus Verhalten, zugestand das er mir nicht gleichgültig war, wusste ich aber, dass eine Beziehung wie ich sie mit Draco führte zu dem jetzigen Zeitpunkt weder für mich, noch für Severus in Frage kam. Davon auszugehen das wir uns umbringen würden, sollte wir uns zu oft sehen und ganz ehrlich, so verwegen es klang, dann würde ich Draco von Herzen vermissen. Ich wollte das was ich besaß nicht mehr hergeben um nichts auf der Welt, schließlich gehörte er zu mir wie sein und mein Zeichen, die unabänderbar in unsere Haut eingebrannt waren, eindeutig zeigten, so gehörte er an meine Seite und ich an seine.

Aber genauso ging mir durch den Kopf, dass ich auch für einige Stunden an die Seite von Severus gehörte, nur halt nicht wenn er es sich einbildete, dachte ich wütend.

Hermiones Sicht ende

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