Inhaltsangabe
 
StartseiteStartseite  FAQFAQ  SuchenSuchen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Teilen | 
 

 Kapitel 228-229

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
queenie
Königin
Königin
avatar

Anzahl der Beiträge : 1443
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 36
Ort : München

BeitragThema: Kapitel 228-229   Do Feb 09, 2012 7:07 am

228. Kapitel Courage


Ich wusste heute Abend würde ich zu Draco gehen und dabei sein, wenn er von Padmas Idee die Slytherins in die DA aufzunehmen über Gregory Goyle erfahren würde. Heute war Sonntag und wir würden heute die BraterLugo und die veränderten Bedingungen der alten DA vorstellen und ich war bisher sehr dankbar, dass der Lord darauf verzichtet hatte nach mir zu rufen.

So standen wir am frühen Nachmittag schon wieder im Raum der Wünsche und warteten darauf, dass sich nun die DA versammelte. Ich dachte daran, dass Draco gerade das Schloss verlassen hatte, da ihn der Ruf des Lords ereilte, wie mir Blaise vorhin im Flur zu gewispert hatte, daher war ich noch zusätzlich gespannt was er heute Abend zu erzählen haben würde.

Die Spannung war regelrecht zu fühlen, denn nach dem Kampf wollten natürlich alle wissen, warum sie aussortiert worden waren, was das alles sollte und diese bohrenden Gerüchte, das sich innerhalb der DA etwas ändern würde, sorgten für eine sehr spannungsgeladene Atmosphäre.

Als Harry sich flankiert von uns beiden breitbeinig vor den anderen aufbaute und dann schweifend über die Gruppe blickte:

„So, als erstes wollte ich euch sagen, dass wir erstaunt waren wie gut ihr mittlerweile geworden seid, ihr alle! Eure Leistungen während der Simulation waren gigantisch! Mein Kompliment an alle DA-Mitglieder ihr habt uns sehr beeindruckt!“ Von Harrys Worten zeigten sich viele sehr angetan, geschmeichelt von dem Lob aber auch ungeduldig, gerade unsere gewohnten Querulanten wie Smith oder McLaggen murrten, das sie wissen wollten wie es weiterging.

„Ja, es war auch ein Test…um zu sehen, wer bereit ist etwas Neues zu tun…dürfte ich bitten, das sich 15 Personen, die wir ausgewählt haben, erheben und aufstellen!“, verstanden die BraterLugo automatisch, dass sie die Teams bilden sollten und die anderen übrigen blickten recht verständnislos drein.

„Was??“, „Was heißt das?“, „Was soll das?“, waren die harmloseren Reaktionen. Die Empörung darüber, dass wir aussortiert hatten, wogte recht hoch, auch Parvati schaute recht sparsam auf ihre Schwester, die bei uns mitmischte und sie nicht.

„Ruhe, ruhig Blut…. Leute!“, brüllte nun Ron wie ein Bär donnernd los und er erinnerte in diesem Moment eindrucksvoll an seinen Kodiakbär, der ihn als Patronus begleitete. Seine Stimme dröhnte derart durch den Raum, dass es vielen den Mut nahm sich weiter lautstark zu äußern, worauf Ron befriedigt murmelte:

„Geht doch!“, verschränkte er die Arme und Harry nickte ihm dankbar zu.

„So, da ich nun frei reden kann, lasst es uns erklären! Wir haben Teams gebildet, drei Stück und das sind die Teamleiter, tretet vor! Hannah, Padma und Neville, die Leute hinter ihnen gehören zu ihren Teams, die immer aus vier Mitgliedern und dem Teamleiter bestehen! Nein Antony, du brauchst gar nicht fragen, warum sie und nicht ihr? Es gab viele Gründe und nein, Smith, es war nicht weil sie angeblich besser waren, wobei ich diese Aussage einschränken möchte und darauf verweisen, dass die Teamleiter, sprich Neville, Padma und Hannah doch wirklich die Besten und als letzte übrig waren, daher ist ihr Status selbstredend erklärt, aber für unsere Entscheidung spielten verschiedene Faktoren eine Rolle, die ich euch aber nicht groß darlegen werde! Ihr habt unsere Entscheidung zu akzeptieren! Du auch McLaggen!“, hatte Harry derart harsch gesprochen, das alle wie versteinert dasaßen! Die verbliebenen 22 DA-Mitglieder konnten gar nicht fassen was gerade passierte und wie kompromisslos und hart Harry die neuen Teams einführte.

„Genau und es wird einige einschneidende Änderungen geben, hier in der DA! Die Teams übernehmen nun die Führung und Neville, Padma und Hannah werden die Anführer, sie werden ab jetzt das Training leiten! Wir kommen nur noch sonntags und lassen uns die Fortschritte vorführen!“, ergänzte Harry, einer sprachlosen Masse die geschockt wirkte was sich hier vor ihren ungläubigen Augen abspielte.

„Ja, aber das könnte ihr doch nicht so einfach machen, das ist nicht FAIR!“, brüllte Michael Corner unbeherrscht, mit hochrotem Gesicht.

„Bitte und warum nicht? Ich bin der Anführer, warum sollte ich das nicht bestimmen können?“, zeigte sich Harry eiskalt aber auch konsterniert, was solch eine Frage sollte und seine Augen glitzerten wie unnachgiebige Smaragde, als er gefährlich sanft sprach, standen Ron und ich nur wie Bodyguards neben Harry, bereit sofort wirkungsvoll eizugreifen.

„Ah…ja, also so einfach ist das nicht, ich lass mir doch nicht von jedem was sagen!“, kam es verschnupft und schrecklich überheblich, aber auch etwas eingeschüchtert von Cormac, stimmten einige leise murmelnd seinem Einwurf zu und ich wusste wir mussten sie überzeugen, das wir schon die richtigen Entscheidungen trafen.

„Arch, ich bitte dich, McLaggen, mach dich nicht lächerlich! Erstens, deine Leistung war nur mittelmäßig….“, meinte Harry verächtlich.

„WÄHHHH….es haben mich alle angegriffen!“, begehrte Cormac zornig auf und fuhr Harry harsch über den Mund.

„Unterbrich mich nicht!“, brauste Harry kalt auf und der Getadelte zuckte bei der unverhohlenen Aggressivität in Harrys Worten vor ihm zurück.

„Ja, du wurdest von allen angegangen….armer Junge, aber du hast es nicht geschafft, dagegen zu erwehren! Ein Anführer hättest du werden können, wenn du dich erfolgreich gegen diese Übermacht erwehrt hättest….auf der anderen Seite, kommen nun auf unsere drei Teamleiter viele Aufgaben und Pflichten zu, würdest du die wirklich gerne übernehmen! Führen bedeutet nicht Befehle raus zu plärren, sondern sehr viel mehr …vor allen bedeutet es Verantwortung und die Kompetenz für andere einzustehen, willst du das wirklich?“, fragte Harry zum Schluss süffisant, aber man erkannte er meinte alles in seiner Aussage sehr ernst, als er jeden im Raum durchdringend maß.

„Ausarbeiten der Trainingsabläufe, der Übungen, die Einteilung, die Aufsicht, dass sich niemand etwas tut und jeder gefördert wird und zu guter Letzt, die Verantwortung sich MIR gegenüber rechtfertigen zu müssen? MIR Rechenschaft schuldig zu sein!“, beeindruckte Harry in seiner überlegenen Rolle wie ich fand und McLaggen wurde vor unserer aller Augen sichtbar kleiner.

„Nun, wie es aussieht nicht!“, klang Harry sehr zynisch und die anderen sahen beeindruckt, aber auch leicht überfordert zu den Drein soeben in den Mittelpunkt gestellten, die versuchten ganz lässig und locker zu erscheinen, wirkten aber zu meinem Positiven erkennen weder die Mädchen noch Neville erstaunt über das was Harry gerade in Worte gefasst hatte, wie ihre Rolle aussah.

Wie es schien, hatten wir wirklich gut gewählt!

Offenbar hatten sie sich selber darüber Gedanken gemacht was für eine verantwortungsvolle und bedeutende Position sie nun innehatten.

Harry zog sich nun nach seinen bedeutungsschweren Worten wohlüberlegt zurück und übergab das Zepter an unsere drei „Erwählten“ und sie schlugen sich nicht mal so schlecht.

Sie übergaben Ritchie zusammen mit Dennis aus der BraterLugo die letzten drei Drittklässler Natalie McDonald, Haley Dakota und Jimmy Peakes um sie besonders intensiv zu schulen in einer kleinen Gruppe umso besser mit ihnen arbeiten zu können, denn als jüngste hatten sie von allen am wenigsten Erfahrung und Übung, Neville sollte so nebenbei ein wachendes Augen auf diese Gruppe haben.

Das schöne war zu sehen, dass sich Hannah, Padma und Neville wie es schien wirklich intensiv untereinander abgesprochen hatten. Sie versuchten sich nicht zu übertrumpfen, sondern versuchten als größere Einheit zu funktionieren, was toll war, zeigte sich hier was Harry gerade aufgezählt hatte, sie hatten schon geplant, ohne dass wir es groß Fordern musste, das war beeindruckend und erleichterte uns vieles.

Sie fassten, wie ich fand, nun eine Problemgruppe sondergleichen zusammen, aber damit hätten sie immer ein Augen auf die Unruhestifter, was auch von Vorteil war, indem sie eine Gruppe aus Coramc McLaggen, Leanne, Justin Kirsch, Michael Corner, Antony Goldstein und Zacharias Smith bildeten.

Diese sechs sollten von Hannahs Team betreut werden, weshalb sie auch Dennis freigestellt hatten, um nicht zwischen den Verrückten und deutlich älteren, denn sie waren bis auf Smith aus Hufflepuff und die zwei Ravenclaws Corner und Goldstein, alle Siebtklässler, zerrieben zu werden. Dennis würde ganz sicher in der kleinen Gruppe größere und ermutigendere Erfolge feiern können.

Die verbliebenen fünf Schüler aus der fünften mit Demelza und Co. übernahm Padmas Team.

Und die 10 Schüler der vierten Klasse, teilten sie in zwei Gruppen zu je 5 Personen, die Neville übernahm.

Hier kümmerten sich Jack und Ginny um Romilda plus Anhang, während Susan und Justin die anderen übernahmen, somit hatte auch Neville die Überwachung über die Gruppe, die Ritchie zusammen mit Dennis anführte übernommen. Das hörte sich richtig gut an und ich sah, wie sie uns fragende Blicke zuwarfen ob Harry einverstanden war, der ihnen ein knappes, bestätigendes Nicken schenkte.

Es zeigte sich, dass sich alle im Großen und Ganzen beruhigt hatten und nun bereit schienen das alles über sich ergehen zu lassen. Nach der Gruppeneinteilung bat uns nun Hannah, dass wir sie alleine lassen sollten, damit sie mit dem Training beginnen könnten.

Tja, wir kamen dem höflichen Rausschmiss nach und eilten davon. Wir verließen zusammen, geschlossen den Raum und überließen nun den Teams das Feld, darüber kicherten wir erlöst auf, da dies nun lief und waren gespannt wie sich alles entwickeln würde. Aber wie es schien störten wir nur noch, da sich jetzt auf einmal alle sehr ruhig und gesittet verhalten hatten.

So ging ich abends wie gewohnt hinab in die Kerker, um Draco zu informieren und war gespannt, was sich Padma einfallen ließ um ihre Idee mit den Slytherins umzusetzen. Ich freute mich nach dieser ganzen Planerei auf einen entspannten Abend, in einem Umkreis, in dem ich mich wohlfühlte.

Als ich das Passwort wisperte und wie immer diesen düstern, aber edlen Raum betrat, strebte ich zielgerichtet zu meinem Platz. Draco begrüßte mich mit seinem obligatorischen Kuss auf die Stirn, dann setzte ich mich auf meinen Platz und lauschte Blaise, der gerade etwas sehr komisches sehr charmant zum Besten gab.

Ich glaube es war die Nachricht, dass seine Mutter sich zum siebten oder achten Mal verheiraten wollte, dieses mal mit einem honorigen Mann aus Albanien, oder dergleichen. Die Wetten, wann dieser Ehegatte ins Gras beißen würde schossen gerade ins Bodenlose, was sehr erheiternd aber auch sehr makaber war.

Die Stimmung im Gemeinschaftsraum war ausgelassen, anders als in den anderen Häusern trauerte hier keiner um Opfer oder Bekannte aus Kingswear und somit waren die Kinder alle recht gelöst und unterhielten sich gut. So hatte auch mein Erscheinen nicht groß für Unruhe gesorgt, da es schon zu alltäglich geworden war, als das sich die Slytherins noch daran stören würden.

Wir waren in einer lockeren, lustigen Unterhaltung, als sich die Tür öffnete und wir Goyle sahen, der auf Draco zueilte und dann vor ihm sichtlich unschlüssig stehen blieb. Der große Junge wirkte verlegen und zeigte sichtliches Unbehagen in seinem sonst ausdruckslosen Gesicht.

„Greg?“, fragte Draco und wie es schien war Gregory erleichtert das Draco ihn gewillt war zu bemerken und ihn ansprach.

„Draco….nun, meine Freundin, also…ich….sie will…nun!“, wedelte er mit seine Händen unsicher durch die Luft, zu köstlich wenn er derart verlegen wirkte.

„Sag mal glaubst du, du schaffst es ohne zu stottern einen Satz zu sagen? Ich hab dich für heller gehalten!“, kam es von Draco wie immer schrecklich nett und so gab Goyle sich einen sichtbaren Ruck.

„Ja, sorry, nun Padma will dich sprechen, sie wartet vor der Tür!“, sah man regelrecht wie die Luft aus seinen Lungen wich, als es endlich raus war Ich war erstaunt und klimperte einige male mit den Lidern um meinen Unglauben zu vertreiben, SIE hier?

„WAS?“, regte Draco sich sofort auf, da er ja noch dachte es ginge um Kingswear und das Padma misstrauisch geworden war, musste ich sagen, dass ich wusste, was sie wollte. Sie erstaunte mich nur, das sie diesen Weg ging, derart tollkühn, mutig und couragiert hätte ich Padma nie eingeschätzt und so legte ich schnell Draco meine Hand beruhigend auf den Schenkel und sprach, bevor er weiter aufbrausen konnte, denn ich sah doch Greg´s Angst und Sorge vor Dracos Reaktion:

„Beruhige dich Draco!“

„WAS?“, fuhr Draco mich nun an, war er gerade herrlich eloquent und ich lachte amüsiert auf, was Draco gar nicht passte, so wie er mich jetzt kalt maß.

„Ich weiß, was Padma will! Ich dachte nur nicht, dass sie derart offensiv und schnell vorgeht! Aber nun… ich bin positiv überrascht….ich bitte dich, höre sie an und dann entscheide, du bist das Oberhaupt!“, erhob ich mich nach meine ernsten Worten, die in dem mal wieder totenstillen Raum gut zu hören gewesen waren, dann verwandelte ich mich lässig vor den Augen aller in Abraxina.

Ich ignorierte den quälenden Schmerz der aufwendigen Verwandlung, während ich eine weibliche Kopie eines Malfoys wurde mit blasser Haut, spitzen Gesicht, grauen Augen und den langen glatten weißblonden Haar das typisch für die Familie war und schritt auf eine abgelegene Ecke zu und grinste Pansy locker an, die mich erschrocken ansah, als ich mich unvermittelt und schwungvoll neben sie setzte, wurde die Gute ganz steif vor Angst.

Draco schüttelte leicht konsterniert sein Haupt, weil er noch nicht alles wusste, ich aber mal wieder mehr wusste als er und bedeutete Greg mit einer brüsken Handgeste Padma einzulassen und warf einen Blick auf seine Schlangen, der so viel aussagte wie „kein Ton oder ihr seid Tod“.

Jetzt geschah etwas was sehr, sehr selten passierte, das, mal abgesehen von mir, eine nicht Schlange den Gemeinschaftsraum der Slytherins betrat. Sie wirkte bei der sie begrüßenden absoluten Stille erstaunt und war gewillt furchtsam zurückzuweichen, aber Gregory hielt ihre schmale Hand in seiner breiten Pranke und zog sie erstaunlich sanft aber auch unnachgiebig vorwärts.

Das Pärchen wirkte in meinen Augen zu süß und ich zwinkerte Pansy aus den Augenwinkeln amüsiert zu ,was diese extrem zu verunsichern schien, schließlich war die arme Pansy noch immer nicht über meine Bösartigkeit hinweg und sie schlug schnell die Augen nieder.

Niemand sagte etwas, es war als hätte die Zuschauermasse auch das Atmen eingestellt, während die Zwei nun vor dem Kamin standen und sich Draco ihnen wie ein gebieterischer König zuwandte der Hof hielt und gerade zu einer Audienz lud.

„Patil…was willst du ihr? Im Feindesland!“, kam es zynisch von Draco und er zeigte sich von seiner nettesten Seite, wie ich ironisch feststellte. Lässig lehnte er sich zurück und überschlug die Beine, aber Blaise warf ihm von der Couch, auf der er mit Astoria kuschelte, einen strengen Blick zu bei seinen verächtlichen Worten.

Daphne saß in dem Sessel gegenüber von Draco und hielt sich seit dem sie das Korsett trug immer sehr gerade. Ich fand die Situation irre komisch und unterdrückte ein Lachen, aber dieses Bild war zu köstlich, wie Goyle und Padma vor dem Tribunal standen, aber das brachte mir einen ängstlichen Blick von Pansy ein, den kein anderer fand die Situation lustig.

Aber bitte, selbst Greg sah nun Draco kritisch an, sodass der Eisprinz ergeben mit den Augen rollte und sich seine Bösartigkeiten verbiss.

„Crrrr….nun erstmal danke, das du mich empfängst…ich hab gehört, du entscheidest was die Slytherins tun?“, wollte sie mit leicht schwankender, leiser Stimme wissen und schielte zu ihrem großen Freund, der ihre Informationsquelle war.

„Ja, das tue ich, aber was hat das mit dir zu tun, du darfst doch mit Greg zusammen sein, ich hab es erlaubt!“, erklärte Draco, darauf klappte ihr bei seiner arroganten und despotischen Art der Mund auf.

Dass er über ihre Beziehung bestimmen könnte, schien sie total aus dem Konzept zu bringen, bestimmt hatte sie dergleichen bestimmt nicht bedacht.

Amüsiert stellte ich mir das belustigte blitzen in Dracos Augen vor, er war zu fies. Greg legte schnell die Hand beruhigend auf Padmas Schulter und drücke sie sachte, unterstützend.

Aber es wirkte eher als wollte er sie begraben, der Größenunterschied in Breite und Höhe wirkte irgendwie eigenartig, es könnte fast als lächerlich durchgehen, aber die zwei waren zu süß. Sie derart zierlich, klein und schmal und er so grobschlächtig, groß und breit aber er hatte Recht, Padma durfte jetzt nicht über diese diskriminierende Beleidigung ausrasten, das wäre kontraproduktiv und an sich stimmte es, Draco log nicht, so leid es mir ja für Padma tat.

„Das…das…oh!“, schien sie schwer mit sich und ihre Beherrschung ihn nicht wütend anzuschreien zu ringen, aber wenn sie etwas von ihm wollte, war es wohl besser höflich zu bleiben!

Ja, ich konnte verstehen wie sie sich fühlte, hatte ich dieses Bedürfnisse doch auch einem anderen blonden Schönling öfters gegenüber, der genauso schrecklich arrogant in seinem Betragen war alles und jeden zu beherrschen.

„DANKE!“, quetschte sie schwerlich hervor und ich räusperte mich amüsiert, zu komisch, aber auch gut wie sie sich schlug, schließlich sprühten ihre Augen Gift und Galle und ihre Nägel bohrten sich sichtlich in ihre Handflächen, aber ihre Worte, die ihren Mund verließen, sagten etwas anderes und über das andere konnte Draco großmütig hinwegsehen.

„Aber wenn ich darf, würde ich gerne mein Anliegen vortragen, was nichts mit meinem Privatleben zu tun hat!“, wurde sie nun ein typischer, geschäftiger Ravenclaw und zeigte sich stark und verbot sich, sich provozieren zu lassen, richtig so Padma zeig es ihm.

„So, nun dann erleuchte mich mal!“, lehnte er sich wieder lässig zurück und ließ sein Glas zu sich schweben, um dran zu trinken.

„Nun….es ist so, äh…. entschuldige mal kurz!“, bat sie nett und drehte sich schwungvoll zu Greg, um mit ihm zu wispern, einige Dinge hörte man, da es immer noch derart still im Raum war, das Gespräch ging wie folgt:

„Greg….meinst du wirklich….was ist wenn Malfoy….Aber doch ein DeathEater ist!“

„Vertrau, mir Padma…mach!“

„Na, aber das könnte nicht gut sein, vielleicht sollte ich nochmal mit Harry….oder Hermione?“

„Wird es jetzt bald ich hab nicht ewig Zeit!“, ging Draco dazwischen, der er erkannte, es hatte mit uns zu tun und wäre damit vielleicht doch interessant.

„Glaub mir Padma, selbst wenn Draco ein DeathEater ist, würde er als Chef hier im Haus für unser Wohl bestimmen ….!“, kam es ernst von Greg und sie sah ihn nun mit weitaufgerissenen, erschrockenen Augen an und drehte sich wie in Zeitlupe zu Draco, ängstlich, das er vielleicht wirklich ein DeathEater war, was er ja auch war. Blieb Draco ungerührt über diese Unterhaltung sitzen wirkte er von hinten betrachtet seelenruhig.

„Vertrau ihm….oder vertrau mir!“, bat er eindringlich und sah sie intensiv an.

„Okay!“, trat sie nun vor und straffte ihr Schultern. Sie wirkte nun wieder wie die Kriegerin, die sie Neuerdings zu werden versprach und ihr Feuer und ihr Temperament schimmerte durch.

„Ich bin hier, weil es so ist…wir finden, die Slytherins haben es verdient es genauso zu lernen sich zu verteidigen, wie wir, die anderen Häuser…Es ist unfair, dass ihr nicht lernen solltet euch zu verteidigen….aber wir wollen natürlich keine zukünftigen DeathEater ausbilden, oder dergleichen, sondern solche die nichts damit zu tun haben wollen, wir….“, sprach sie schnell und ließ ihren Blick über den Gemeinschaftsraum und die darin Anwesenden schweifen.

„Moment Patil…wovon sprichst du!“, ließ Draco sie eiskalt auflaufen und schaffte es damit das ihre Augen groß wurden und schnell zu ihm zurückkehrten.

„OH, ihr kennt doch noch vom letzten Jahr die DA? Verschrien als „Dumbledore´s Armee“, aber in Wirklichkeit hieß es, „Defensive Alliance“! Also sollte das keine Schlange hindern, nicht wahr? Nun, wir lernen darin uns zu verteidigen…da wir finden der Unterricht bereitet uns nicht wirklich oder gar genügend auf den Krieg vor!....“

„Was bietest du uns an! Denkst du, wir trainieren unter Potter!“, kam man bei dem verächtlichen Ton nie auf dem Gedanken das Harry und Draco derweil auch unter einem Dach nächtigten, Draco verdiente des Öfteren einen Oscar für seine schauspielerische Leistung!

„Ja und Nein…lass mich bitte ausreden Malfoy, das ist komplizierter! Aber nur zur Info, Harry weiß es und ist damit einverstanden!....ja, also, wir, ich, Hannah Abbott und Neville Longbottom führen die DA!“, zeigte sie auf einmal keine Scheu mehr und präsentierte sich als selbstbewusste, junge Frau. Ihre Rede führte dazu, dass die Slytherins minimal miteinander zu wispern begannen, da dies doch besondere unerwartete Neuigkeiten waren auch für sie.

„WAS, du willst das WIR unter einem Trottel wie Longbottom lernen!?“, zischte es von Draco kalt, darüber war ich von jetzt auf gleich sauer und zielte mit meinem Stab unverzüglich auf seinen Kopf und verpasste ihm eine nonverbale, magische Kopfnuss, auf das sein Kopf unerwartet nach vorne fiel worauf alle geschockt aussahen, als Draco:

„Auwa!“, ausrief und mit der Hand seinen schmerzenden Hinterkopf rieb.

Er drehte sich nicht gleich um, da er wusste wer ihm dieses Andenken verpasst hatte, dennoch war ein zischendes, erstauntes Luftholen zu hören von den Slytherins, die sich nie dergleichen anmaßen oder gar erlauben würden.

Selbst Padma blickte erstaunt umher und Draco fuhr jetzt doch herum, um mir einen Todesblick zuzuwerfen und ich versteckte mich halb hinter Pansy, aber nicht vor Dracos Zorn, eher vor Padmas suchenden Augen, auch wenn ich wie Abraxina aussah, wusste ich sie könnte wissen, dass es mich nicht in Hogwarts als Schülerin gab.

Da wollte Pansy wegzucken und ich zischte: „NICHT“ was sie schreckenstarr verharren ließ und dann zeigte es sich halt doch, warum Pansy eine Slytherins war.

„Entschuldige, Draco….das war unabsichtlich!“, sprang sie geistesgegenwärtig für mich in die Bresche, leierte ihre ängstliche, unsichere Stimme durch den Raum und Draco nickte nur brüsk und wandte sich wieder um.

„Also Longbottom, Abbott und du? Ja, wie viele seit ihr?“, ging er übergangslos weiter vor.

„Ja und wir …das kann ich dir nicht sagen….!“, bremst sie sich als sie entschuldigend verneint und ich wusste, Draco war ganz schön böse, er teste sie nur ob wir gut gewählt hatten, wenn sie schon ins feindliche Lager kam, ob sie derart naiv und unbedarft war und mit Informationen hausierte, die nicht jeden etwas angingen.

„Nicht…schade! Und wo bleibt Potter in der Gleichung?“, überging er sehr lakonisch die Absage.

„Er beobachtet und testet ab und an, aber das Training bestreiten wir!“, erklärte sie nicht ohne Stolz in der Stimme.

„Wie kommt diese edelmütige Gesinnung…uns, dem verstoßenen Haus gegenüber?“, fragte nun Draco und zeigte Interesse und ich sah, das er sich leicht vorbeugte, wohl um sie intensiver an zu blicken, sie zu mustern was sie nervös machen sollte, versuchte er sie aus dem Konzept zu bringen, aber sie hielt sich gut.

„Nun, es war mein Vorschlag und auch wenn natürlich einige nicht so begeistert davon waren, stieß ich jetzt nicht direkt auf Ablehnung und warum…wegen Greg! Also Malfoy wie lautet deine Entscheidung?“, harkte sie sicher nach und ich war zufrieden, das sie sich nicht einschüchtern ließ, sondern ihr Anliegen trotz der ungewohnten Situation gut vertrat.

„Ich werde mir Gedanken machen…erwarte nächsten Freitag meine Entscheidung…Greg wird sie überbringen! Wenn, wie viele Leute und wo soll ich sie hinschicken!“, gab ihr Draco ruhig seine Antwort, dann wisperten viele durcheinander, da es hieß, das sie vielleicht als Slyhterins an dieser DA teilnehmen könnten. Das war eine Sensation, die vielen die Sprach zu verschlagen schien und einige erst recht dazu brachte die ihre zu finden.

Konnte ich im Gemeinschaftsraum nun blasse oder gar gerötete Gesichter wahrnehmen, große weitaufgerissen Augen oder kleine zu schmalen Schlitzen verengte, lautes oder leises Gewisper, es ging an sich nun zwar noch immer leise und mit Zurückhaltung aber für Slyherins schon ganz schön hoch her.

„10-15 Leute, schick sie am besten Freitag um 17 Uhr, in den siebten Stock zur blinden Hexe, es kommt jemand und holt sie…!“, erklärte Padma.

„Gut, du kannst gehen!“, wedelte Draco hochnäsig mit der Hand, beendete die Audienz und Padma blickte konsterniert auf diese, aber wandte sich dann nach einem unverständigen Blick auf uns brave, unterwürfige Gruppe kopfschüttelnd dem Ausgang zu mit Gregory im Schlepptau. Ich sah schon vor mir, wie sie ihn fragen würde, warum die Schlangen es zuließen das Draco derart selbstherrlich und despotisch über sie herrschte.

Kaum, dass Padma und Greg ihren Hintern aus dem Raum hatten, schoss Draco aus seinem Stuhl hoch und hielt zielstrebig auf mich zu. Pansy sah zu, dass sie schnellstmöglich aus der Schusslinie kam und haute erstaunlich flott ab, aber ich lehnte mich entspannt zurück und grinste ihn frech an.

„Was fällt dir ein!“, brummte er bedrohlich.

„Arch, ich bitte dich…du ziehst UNSERE Entscheidung wegen Neville in Frage und das verbitte ich mir! Ich stell deine Entscheidungen auch NIE in Frage!“, bot ich ihm kalt die Stirn und wich keinen Zentimeter zurück, unterdessen wurden unser Machtkampf belauert ohne Ende, als Draco mich intensiv und unnachgiebig ansah, senkte ich dann doch noch respektvoll mein Haupt, da ich nicht seine Führung in Frage stellen wollte und so unterwarf ich mich dann letztendlich, was zur Folge hatte, dass er in ein lautes, schallendes Lachen ausbrach und auch ich grinste böse, bis er sich beruhigte.

„HAHAHA…sag nur Longbottom, warum?“, fragte er atemlos.

„Er ist gut…wirklich! Du wärst erstaunt, begeh nicht den Fehler und unterschätze Neville, das wäre wie wenn du mich unterschätzt!“, warnte ich und ich konnte die Gänsehaut, die einigen Aufzog, regelrecht sehen als ich die schmerzhafte Rückverwandlung begann und meine Züge wieder die Meinigen annahmen.

Gequält verzog ich das Gesicht, das sich wieder wie Gummi anfühlte, dabei verschoben sich meine Knochen und Knorpel schmerzhaft wieder an die richtige Stellte, juckte meine Kopfhaut einfach schrecklich und das brennen meiner Haut war höllisch schmerzhaft.

„Ich wünschte, ich wäre ein Metamorphmagi!“, stöhnte ich leidend.

„Selbst Schuld, du wusstest davon, dass sie kommt?“, fragte Draco amüsiert nach.

„Ja, aber ich hatte keine Ahnung, das Padma hierherkommt! Wirklich nicht, damit hab ich nicht gerechnet!“, rieb ich mal wieder mit meinen Händen über das normale Gesicht und versuchte es zu durchbluten, kribbelte es überall.

„Nun komm….“, zog er mich flott an sich, indem er meine Hand packte und er führte mich schnell unter den Augen der anderen in sein Schlafzimmer, während die Schlangen sich bestimmt fragten was das alles sollte mit Padma. Armer Gregory wenn er zurückkam, würden ihn die Slytherins wie Hyänen anfallen und ausfragen. Ich war mir sicher, dass Blaise die Stellung halten würde bis alles soweit geklärt war.

Bestimmt wollte Draco, das die Connection seine heimlichen Spione waren, warum sonst zog er uns derart schnell aus der Schusslinie, ja er brauchte Anhaltspunkte und Meinungen, wen er zur DA lassen konnte und wen nicht!

Draco fragte mich dann selbst auch gleich neugierigst aus und ich erzählte vom Samstag und vom heutigen Tag, berichtete ihm von dem Teams und er war zufrieden mit dem was ich zu erzählen hatte.

Fragte ich Draco was er beim Lord getan hatte doch er winkte ab, das es noch nicht spruchreif war, ihm aber bald ein Auftrag bevor stehen würde.

Nun was soll ich sagen, auch diese Nacht mit Draco wurde sehr genüsslich und schön. Es war wirklich erholsam die vertrauten Stunden mit Draco zu verbringen, sich fallen lassen zu können und bei ihm eine Zweisamkeit und Sex zu genießen, die ich sonst nirgendwo bekam, auch bei Severus nicht, denn egal wie es sich weiter entwickelt hatte zwischen Severus und mir, Draco gab mir so viel anderes, so viele Gefühle, die Severus nie würde gebe können und die ich ihm auch nicht entgegen brachte.

Der nächste Morgen brach an und im Gryffindorgemeinschaftsraum erwarteten mich zu meinem Schrecken nicht nur Harry, Ron und Neville, sondern auch Dean, Seamus, Jack und die Creeveys um mit uns zu laufen. Ich bekam riesige Augen vor Staunen, denn nun fehlten nur Katie, Ginny und Ritchie.

Die Mitglieder unserer Armee schienen beseelt von einem neuen, antreibenden Kampfgeist und nun, ich hatte schon Sorge, dass das bald aufgrund der Anzahl an Laufwütigen, Fragen nach sich ziehen könnte, aber wer sollte uns verbieten zu laufen?

Eben keiner!

Und so wurde unsere Gruppe größer und größer, nur das wir vorneweg liefen, da wir fitter waren. Ich erzählte Ron und Harry von Padma, was Ron veranlasste mich zu fragen, warum sie nicht in Gryffindor gelandet wäre bei dem MUT?

Ein großes Kompliment für Padma was da Ron aussprach, aber auch mich hatte sie mit ihrem Geschick gestern Abend vor Draco beeindruckt, auch das sie es wagte nur mit Gregory als Unterstützung sich vor ein ansonsten feindliches Haus zu trauen, war etwas sehr tapferes was ihr meinen Respekt brachte.

Ganz offensichtlich wirkten sich solche Erlebnisse wie sie die Patils erlebet hatten auf jeden anders aus. Padma hatten den Schritt wie Hannah, Ron und Harry getan und endgültig ihre Kindheit hinter sich gelassen, sah den Tatsachen ins nackte, hässliche Antlitz, während ihre Schwester Parvati es vorzog sich in ihre eigene, kleine, heile Scheinwelt zu flüchten und so zu tun als wäre alles wie bisher.

Sie hatte sich ja auch an Halloween belogen und somit ihr Intermezzo mit Crabbe vergessen, während ihre Schwester sich entschieden hatte sich dem zu stellen, das es ihr wohl gefallen hatte mit dem ruhigen, etwas langsam wirkenden Slytherin zu tanzen. Das sie sogar die Courage fand bei einem weniger attraktiven Partner zu bleiben weil ihr sein Charakter zusagte, zeigte, das Padma eine starke Frau war, die ihre Entscheidungen genau abwog.

Pavati hingegen zeigte das Kingswear auch sie nicht losließ nur darin, dass sie ihre Vorhänge beim Schlafen nicht mehr zuzog und eines Morgens, als ich von Draco kam, hatte ich gesehen, das sie sich zu Lavender ins Bett geflüchtet hatte. Während ich so über die Zwillinge nachdachte, warf ich einen Blick zu Parvati und Lavender, die tuschelnd am Tisch saßen.

Jetzt saßen wir zusammen mit einigen recht schmerzverzehrten Gesellen am Gryffindortisch und Frühstückten, während die Posteulen zu uns segelten und vor Harry landete eine unauffällige Schleiereule, die ihm ihr Füßchen auffordernd hin hielt.

Harry nahm die Fracht und entrollte den Brief. Er las ihn mit sich umwölkter Stirn, während ich meine Blicke schweifen ließ, erkannte ich, dass Severus vorzüglicher Laune war und so rechnete ich schnell nach, denn mit heute gerechnet war schon fast eine Woche vergangen das ich bei ihm geblieben war. Offenbar holten mich meine Verpflichtungen wieder unerbittlich ein und ich wusste gar nicht wo mir noch der Kopf stand.

Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen als mir plötzlich ein Papier vor die Nase gehalten wurde und Harry mich aufforderte zu lesen. Ich schielte auf das beschriebene viel zu nahe Blatt und nahm es, während ich las, fragte Ron gar nichts, wissend wenn wir wollten würde er die Information erhalten, das wäre früher nicht möglich gewesen, aber jetzt war es zwischen uns selbstverständlich.

Ich flog rasch über die Zeilen und las das Remus nun endlich einmal die Zeit nutzte und ausführlich schrieb, auch über Nichtigkeiten bis hin zu Fragen über die Vergangenheit, aber noch nichts konkretes wirkte es wie eine unsicherere zum Teil unbeholfene Annährung zu Harry.

Als ich das PS las verstand ich, warum mir Harry den Brief derart unter die Nase gehalten hatte, denn Remus informierte mich, dass das Ordenstreffen vom 20. auf den 23. verschoben wurde.

„Das ist doch schön“, zerbröselte der Brief schon unter meinen Fingern als Harry einen kleinen Zauber gesprochen hatte, dann zuckte Harry nur die Schultern, wie es schien war sein Herz sehr erkaltet was die Personen wie Remus und dergleichen anbelangte. Ja, Harry konnte stur sein, wenn er denn wollte.

„Remus,… ich erzähl dir alles später, war nicht wirklich spannend!“, wisperte Harry gerade Ron zu, der lapidar nickte.

Ich hob den Blick und begegnete mehreren interessierten Blicken.

Dumbledore, der mich mit seinen hellblauen Augen zu durchbohren schien und als sich unsere Blicke trafen, dachte ich wie immer bei ihm an eine Mauer, die undurchdringlich war und wacker jedem Angriff standhielt und verkniff mir schwer ein zynisches Schnauben, aber ich sah auch McGonagalls taxierenden Blick über ihre Brille, sowie Severus bohrenden Augenkontakt, aber auch wie mich Padma versuchte vorsichtig auszuspähen.

Schließlich wurde ich auch des bösartigen Blicks von Marietta ansichtig, ebenso wie Cho erstaunlich unsicher zu Harry sah. Jetzt durfte ich auch sehen, wie Greg zu seiner geliebten Padma schielte und Flitwick mit einem zufriedenen Schmunzeln den intensiven Blick von Greg und Padma zur Kenntnis nahm.

Während Daphnes Blicke fast an Harry klebten, hingen ihr ihre langen Haar weit ins Gesicht, fast als wolle sie versuchen zu verbergen wen sie so intensiv ansah, zu amüsant!

Da sie eng neben Draco saß, war sie in der internen Hierarchie der Slytherins noch weiter aufgestiegen und durfte nun direkt neben Draco sitzen, ein Platz den bisher Blaise eingenommen hatte. Dieser saß nun Draco gegenüber mit Astoria an seiner Seite, darüber war ihnen die verständnislosen Blicke der Slyhterins sicher, da dieser Platz nur Dracos Freundin Zustand und nun sie wussten, dass ich zu Draco gehörte.

Bis vor den Ferien hatte Daphne nicht immer bei der Dreiergruppe Draco, Blaise Astoria gesessen, sondern oft noch sich den Mädchen ihres Jahrganges angeschlossen, so zum Beispiel mit Tracy und Pansy selbst wenn sie mit keiner von diesen eine wirkliche Freundschaft verband, hatte sie trotz allem sich wohl nicht getraut so vehement in Dracos und Blaises Nähe zu drängen, wohl auch weil es eventuell noch mehr Ärger zur Folge gehabt hatte, wie wir ihn ja schon erlebt hatten als einige keifende Slytherinziegen auf Daphne losgegangen waren in ihrem Neid.

Doch nun saß sie immer dort, direkt neben Draco und auch in den Pausen und im Unterricht saß sie in seiner Nähe, zum Teil sogar neben ihm, was natürlich zu Gerüchten führte und ungewohnt war, aber ich war mir sicher, Draco wollte sie unter Kontrolle und im Auge behalten um die Gefahr der Entdeckung minimal zu halten und im Falle eines Falles eingreifen zu können.

Ich fragte mich, was ihm Harry wohl gegeben hatte, was der Preis gewesen war, das Draco derart beschützerisch handelte. Dass er dafür sorgte, dass wir nicht aufflogen war klar, aber ich war mir sicher, dass er seinen Schutz so extrem gab, beruhte darauf dass er sich einen Vorteil erhoffte, auch Draco tat nie etwas umsonst!

Die Slytherins waren von seinem Verhalten hingegen nur verwirrt, tuschelten nicht ob Daphne Dracos Freundin war, sondern wie sie es geschafft hatte in der Hierarchie noch weiter aufzusteigen. Zu herrlich das alles, wie unterschiedlich die Häuser reagierten. Nun ging auch Harry’s Blick zu Daphne und er stieß ein erbärmliches Stöhnen aus und meinte leise:

„Ich bin wirklich froh, dass uns auch der Freitagabend erlaubt wurde!“ Er klang sehr leidend und es war nur verständlich, das jetzt, wo sie schwanger war es noch schwieriger für die beiden war und sie um jede Minute alleine froh waren.

Ich war schrecklich belustigt, was wir hier alle für ein schlechtes Theaterstück aufführten, wenn ich mir die versteckten Blicke von rechts, links, oben und unten so besah, zu köstlich.



Das Glücksgefühl verflog, als mich nach dem Abendessen ein eindeutiges Kribbeln im Nacken heimsuchte, das mir unmissverständlich klarmachte, dass my Dark Lord, meine Anwesenheit wünschte, das erste Mal seitdem er von meinem Blut getrunken hatte.

Harry und Ron erkannten, als ich mich rasch erhob, das ich nicht zum Spaß gehen würde und das tat ich wahrlich nicht. Ich eilte in meinen Schlafsaal um mich zu rüsteten, schließlich wusste schließlich keiner, was für grandiose Ideen er haben könnte! Nicht wahr!

Ich war schnell und versuchte den Lord nicht zu lange warten zu lassen und ließ leicht gehetzt den Geheimgang hinter mir und apperierte aus dem Wald und tauchte auch schon im Innenhof des Dark Manors auf, in dem der Wind toste und mir sofort ins Gesicht peitschte.

Es wirkte irgendwie immer gleich, denn ich hatte noch nie erlebet, das hier schönes Wetter herrschte, aber es passte wohl zu der Laune meines Meisters und somit erstürmte ich die breite Treppen und ließ das Eingangsportal hinter mir. Ich eilte die düsteren, kalten und tristen Gänge entlang und lauschte meinen klackernden Absätzen, nur um dann etwas perplex abzubremsen, als ich sah, das der versammelte Innere Kreis die Türen des Thronsaals verstopfte und wie es schien noch nicht die offizielle Aufforderung zum Eintreten erhalten hatte, auch wenn er sie schon gerufen hatte.

Verdammt!

War das von meinem Lord manipulierende und kalkulierende Absicht?

Ich sah die neugieren Mienen als ich mit einem Wisch meine Maske entfernte und ihnen gegenüber trat.

„Ja, das Püppchen, auch mal wieder da?“, kam es aufdringlich von Rabastan und er kicherte gekünstelt, stand ja noch unser kleiner Kampf aus, den meine Männer derart rüde unterbrochen hatten.

„Aus dem Weg!“, war dies mein sehr freundlicher Gruß in die illustre Runde um Avery, Nott, Macnair, Crabbe, Goyle und den Lestranges, aber der Lord rief und eine Verspätung würde er nicht gut aufnehmen, mir pressierte es.

„Nimm dich nicht zu wichtig, Mudblood!“, keifte da auch Bellatrix aufgebracht los und funkelte mich mit wilden, dunklen und sehr wütenden Augen an, wobei ihr ihre lockigen, langen Haare wüst ins Gesicht hingen.

Ich zog es vor sie nicht zu beachten und quetschte mich einfach bei Goyle vorbei und ergriff die Türklinke.

„Bist du verrückt….“, kam es nun erschrocken von Rudolphus und ich warf ihm einen verächtlichen Blick zu, als würde ich dies mir erlauben, wenn ich nicht die Erlaubnis hätte. Aber ich wusste, wenn ich nicht eiligst zum Lord ging, würde dieser sehr ungehalten werden und so ging ich weiter, auch wenn ich nicht wollte, dass der Innere Kreis ab jetzt das Wissen hatte, das ich dieselbe Erlaubnis des Eintretens besaß, wie die Rechte und Linke Hand sowie Draco.

Aber was sollte ich tun?

Der Lord nahm auf meine Befindlichkeiten bestimmt keine Rücksicht, wäre ja noch schöner.

Also riss ich nun unter den geschockten und mehr als überraschten Mienen der DeathEater die Tür auf und betrat die kühle, schwarzweiße Marmorhalle und wurde schon von einer kalten, klirrenden und gebieterischen Stimme empfangen:

„Du hast dir zeitgelassen, Mudblood!“ Er blickte mir mit stechend rotglühenden Augen entgegen und mich fröstelte unter meinem Mantel, nicht nur wegen der Kälte in diesem Manor.

„Verzeiht, My Lord….Hogwarts zu verlassen, ist derweil anstrengend….“, schlug die Tür hinter mir wieder zu und ich wusste, nun war bekannt, dass ich die Erlaubnis hatte.

Nach diesem netten Empfang und nach Sylvester konnte ich mir bildhaft Bellatrixs Stimmung vorstellen. Die Gute tobte gerade hinter der Tür, da war ich mir sicher!

Soviel stand fest, wie ich fand, denn sie würde es nicht verstehen und gutheißen, dass ich das minderwertige Mudblood diese Ehre erhalten hatte und sie nicht. Wie lange wir noch den Konflikt, der sich permanent anbahnte, aus dem Weg gehen konnte, frage ich mich zaghaft und vorfreudig zugleich?

„….Unter den Augen von Dumbledore, als Schülerin zu verschwinden, wobei ich noch das absolute „GLÜCK“ habe, eine Gryffindor zu sein!“, meinte ich zynisch, während ich mich ihm vorsichtig nährte, um dann vor ihm in einen tiefen, respektvollen Knicks zu versinken. Er blickte wortlos auf mein gesenktes Haupt und obwohl ich es leise rascheln hörte, wagte ich es nicht an meiner Haltung etwas zu verändern.

„Folge mir…..“, kam sein forscher Befehl von etwas weiter weg und ich sah zu, dass ich ihm in unseren Raum hinter dem Thron herkam und durch das geöffnete Wandpanelle eilte und gerade noch sah wie er sich in seinen Sessel vor dem beheizten Kamin in unserem Raum mit den Büchern setzte!

„Komm, nimm Platz!“, täuschte seine wertfreie Stimme nicht über seine gefährliche Präsenz hinweg und ich tat wie mir befohlen. Ich legte meine Hände sittsam in meinem Schoss und harrte der Dinge, die mir drohten als der Lord auf seinen blassen Zügen ein gemeingefährliches Lächeln sehen ließ.

„Du wurdest gelobt, für Kingswear! Deine Werwölfe waren gut. Ich denke, du solltest dir zwei neue suchen!“, erklärte er kalt. Ich nickte sofort, da dies keine Frage war. „Ich möchte, dass du einen Wolf an die Lestranges und einen an Crabbe und Goyle übergibst!“

„Wie ihr wünscht, My Lord!“

„Und nun, sage mir, wie geht es meinen Inferi!“, dröhnten seine eindringlichen Worte in meinen Ohren wieder, als er es relativ scharf aussprach und mich hart fokussierte, verstand ich die Drohung hinter seiner Aussage durchaus, es waren SEINE und nicht MEINE!

„Gut sehr gut! Sie fühlen sich in der Höhle sehr wohl!“, versuchte ich nicht zu nervös zu erschienen und dachte an nichts und versuchte meine Mauer stark zu halten, die meine geheimsten Gedanken schützte und versuchte nicht an Gellert zu denken und seine Offenbarung was den „white-eye-effect“ betraf, schien der Lord nur wissen zu wollen ob sich etwas getan hatte.

„Dein Blut ist noch gehaltvoller und schmackhafter als zu Anfang…köstlich, aber wage nicht zu oft zu hoffen, dass mich dies besänftigt!“, drohte er mir unverhohlen mit langgezogener Stimme und ich senkte sofort unterwürfig das Haupt und verharrte in dieser demütigen Geste.

Er kam auf meine Aktion Greengrass an Sylvester zu vergiften zu sprechen und schien mir nicht wirklich wohlgesonnen, so schrecklich kalt und nichtssagend wie er mich gemustert hatte.
Nach oben Nach unten
queenie
Königin
Königin
avatar

Anzahl der Beiträge : 1443
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 36
Ort : München

BeitragThema: Re: Kapitel 228-229   Do Feb 09, 2012 7:08 am

229. Kapitel Alles entwickelt sich


„My Lord!“, mehr wagte ich nicht als zu wispern, denn er schien es zu genießen, dass ich sichtbar wusste, dass ich auf dünnem Boden wandelte. Als mir schließlich das Schweigen schon Sorge bereite, wechselte er auf einmal abrupt das Thema und meinte:

„Hast du Veränderungen an dir gespürt?“ Er schien interessiert und ich schüttelte den Kopf.

„Nein… My Lord, wäre es euch den Recht, sollte es etwas an mir…geben, das sich verändert, wenn ich euch dann mit meiner…. Veränderung belästige?“, wollte ich sehr vorsichtig wissen und ich versuchte sehr überzeugend in meiner Verneinung zu sein, was dazu führte das er höhnisch und grausam kalt auflachte, erinnerte es an eine zischende Schlange und jagte mir Angstschauer über den Rücken.

„Wissen my Lord, was diese bedeuten?“, ging ich forsch vor aber da maß er mich mit einem derart brutalen Blick und der Finger seiner rechten Hand zuckte nervös, das ich schon große Angst bekam mich zu weit vorgewagt zu haben, das Thema schien sehr heikel für ihn zu sein und ich verstand, dank Gellert auch warum!

Doch ich verbot mir sie zu zeigen, wie verunsichert ich war indem ich mir rücksichtslos in die innere Backe biss und mich nicht rührte, so hielt mich der Schmerz im Hier und Jetzt, den ich mir selbst verursachte, dabei gruben sich meine Zähne fest in das Fleisch meiner Wange, sodass ich Angst hatte sie zu durchbeißen, dann schluckte ich schwer mein Blut hinunter.

Er antwortete nicht auf meine Frage, sondern maß mich nur mit diesen unmenschlichen Augen, was mich verzagt wieder schlucken ließ, denn er war wirklich furchteinflößend, wenn man sich seiner gesamten und totalen Aufmerksamkeit sicher sein konnte, musste man schon sehr auf der Hut vor diesem gefährlichen, sehr schwer einzuschätzenden Mann sein.

Er sagte nichts zu meiner Frage, was wohl bedeutete, er erwartete eine Information, sollten sich die „weißen Augen“ wieder einstellen, aber da würde der gute lange darauf warten können, diese Waffe würde ich ihm nicht liefern!

„Die Anderen warten auf uns!“, erhob er sich schon wieder und rauschte vor mir herrschaftlich in seiner langen, schwarzen Robe ab, aus dem Raum und ich stand etwas wackelig auf, wissend, dass ich nur knapp einer Strafe entkommen war.

Ein falsches Wort, eine falsche Bewegung, eine falsche Interpretation, wie ich mich gab und er hätte sich von seiner grausamen Seite gezeigt, aber noch schien mir das Glück hold zu sein…noch!

Aber es war knapp gewesen an sich zu knapp!

Als ich mich derart gefangen hatte, dass ich wieder sicher stand, lief ich eilfertig hinterher und durfte den Lord schon feudal sitzend auf seinen Thron vorfinden. Severus und Lucius waren mittlerweile auch eingetroffen und sahen den Lord ausdruckslos an, da er gerade die Türen der Halle öffnete, damit die andren Eintreten konnte, somit war mein Auftauchen aus dem hinteren Raum wieder das Ereignis, denn selbst Severus und Lucius schauten konsterniert zu mir.

Es war schließlich ein Novum, denn diese Räume zu betreten war ein Privileg das bisher nur die „Hände“ des Lords zugestanden bekommen hatten.

Funkelten mich Severus dunkel Augen fragend an während Lucius mit seinem Gehstock in seinen Händen spielte ansonsten aber unbewegt blieb, waren die beiden nicht wirklich amüsiert, ob dieser Entdeckung!

Ich beachtete die fragenden und empörten Blicke nicht, sondern ging um den Thron herum und stellte mich absichtlich abseits in einer sehr devoten und unterwürfigen Haltung hin, worauf ich die kalten rotglitzernden Augen auf mir fühlte, denn es schien den Lord zu amüsieren, da er wusste, dass ich mich der Gefahr, die er darstellte, durchaus bewusst zeigte.

Er sonnte sich in meiner versteckten Furcht vor seiner nicht kalkulierbaren Laune. Auch den Anderen blieb unsre Interaktion nicht verborgen, aber hinter meiner Familie verstecken wollte ich mich auch nicht!

Nun bedeute er mir mit einem lässigen Wink, seiner langen, feingliederigen, fast spinnenartigen Hand die anderen in Kenntnis zu setzten und ich gehorchte wieder umgehend.

„Lestranges….ihr erhaltet Stefen! Und Crabbe und Goyle ihr bekommen Ric! Kommt nach dieser Versammlung zur Höhle, dann übergebe ich euch eure neuen Truppenmitglieder!“, verbot ich mir ein Räuspern, wenngleich es in meiner Kehle schrecklich unangenehm kitzelte.

„Ihr habt es gehört…Mudblood, du bist entlassen!“, kam es harsch und sehr kühl vom Lord und ich versank in einem tiefem, huldvollen Knicks und sah zu, dass ich demütigst den Raum verließ. Es wagte keiner den Befehl des Lords infrage zu stellen und so war ich froh dem Ganzen zu entkommen. Lucius und Severus Fragen konnte ich mir lebhaft ausmalen, zu ärgerlich!

Ich eilte an den aufflackernden Fackeln vorbei und ließ das zischelnde Getier in seinen Ecken zurück und stand schließlich im diffusen Licht des Innenhofes und wollte schon weg, als en Blitz in dem nachtschwarzen Himmel, die Gestalt der Ratte hell blitzend offenbarte, die mich aus dem Schatten einer Säule heraus beobachtete.

Kurz trafen sich unsere Blicke und verhakten sich, aber ich wusste wirklich nicht was ich von seinem verschlagenen Blick halten sollte, bevor ich apperierte.

Ich erschien vor der unbeleuchteten Höhle und setzte meine Maske wieder auf und steuerte dann das Innere an. Da sich der Innere Kreis gesammelt beim Lord befand, durfte ich den Sauhaufen der niederen DeathEater erleben die sich ohne Aufsicht sich ordinär, pöbelnd und vulgär in der Höhle fläzten.

Sie genossen es sichtlich nicht von den Lestranges und Co. geritzt zu werden, dann erlitten einige bei meinem plötzlichen Anblick fast einen Schock, da ich sah, was sie hier taten und ich freute mich nur das die Mädchen sicher weg gesperrt im Gewölbe von Mulciber bewacht wurden, sonst wäre dieser Pöbel schon längst über die armen, wehrlosen Geschöpfe hergefallen.

Meine Augen glitten suchend, nur zu sehen durch die engen Schlitze meiner Maske, über die verachtenswerte Meute, bis ich in einer abgelegenen, verlassenen Ecke Scabior entdeckte, der gerade zu meiner Verwunderung ein Buch studierte und sich von dem Krach und dem Lärm, den seine Kollegen veranstalteten nicht ablenken ließ.

Er beteiligte sich an der Abartigkeit auch nicht, ließ sich auch nicht stören und kaute genüsslich auf einem Zahnstocher herum. Er blickte auf, als er wohl instinktiv spürte, dass ihn jemand intensiv beobachtete. Sein gestochen scharfer Blick ruhte auf mir, er erkannte mich sofort und kam dann sogleich auf die Beine, legte sein Buch weg und eilte auf ich zu.

„Püppchen, was verschafft mir die Ehre!“, gurrte er vertraut, während er sich lässig sein langes, gesträhntes Haar zurückstrich und mir ein sehr schiefes, aber auch freches Grinsen schenkte.

„Komm!“, war alles was ich forderte und drehte den anderen angeekelt den Rücken zu, da sie sich zwei Muggelmädchen gefangen hatten, mit denen sie sich auf sehr derbe und rüde Art verlustierten.

Ich konnte und durfte diesen armen, verdammten Seelen nicht helfen!

„Kommen Gibbon und Pyrites nicht mit?“, fragte mich Scabior auf dem Weg zum Ausgang der Höhle.

„Nein!“, war ich wahrlich knapp angebunden und er zuckte lakonisch mit den Schultern, schob sich wieder lässig seinen Zahnstocher zwischen die Zähne und folgte mir.

Bevor wir apparieren konnten teilte ich ihm kurz mit:

„Sherwood Forest!“, wies ich an, dann trat ein wissender Ausdruck in seine Augen und sogleich apparierten wir, kamen wieder an der Major Oak an. Wir standen unter dem breiten, alten Baum, der seine kahlen Äste in den klaren, eiskalten Nachthimmel des Januars erhob.

„Erfahre ich, warum wir unser Rudel aufsuchen?“, fragte er leise an meinem Ohr, dabei legte ich den Kopf in den Nacken und sah mir die Sterne an, versuchte zu verdrängen, dass ich Gefahr lief, sollte Remus vor Ort sein, etwas tun zu müssen, was ich nicht wollte….Puh…als ich Scabiors Hand vertraulich an meiner Schulter fühlte, wollte ich sie sofort abschütteln, aber sein Griff verstärkte sich dann nur noch mehr.

„Ihr alle wart beim Lord?“, wisperte er fast nur noch und ich nickte, wodurch er seinen Griff lockerte aber noch immer nicht losließ.

„Du wirst es gleich erfahren, komm, lass uns zu Fenrir gehen!“, antwortete ich nur ausweichend, aber nicht bösartig und wusste, dass ich mit Rick und Steffen wieder zwei gefährliche Waffen auf die Menschheit losließ. Sie waren sie gut trainiert worden und sie würden den Lestranges und Goyle und Crabbe gute Dienste leisten.

So strich seine Hand nun aufbauend über meinen Arm, sonst sagte er nichts und so glitten wir leise und still weiter in dem verlassenen, stockdunklen Wald vorwärts, mittlerweile kannten wir den Weg ins Lager und achteten nur darauf nicht zu viele Geräusche zu machen, wobei uns bewusst war, die Wölfe würden uns schon längst durch ihre Spähern gesehen und gehört haben.

Wir durchbrachen das morsche Astwerk und kamen in der Senke an und ich bemerkte, dass sich das Werwolfs Volk ebenfalls gut amüsierte. Es flackerten die Lagerfeuer hoch in den Nachthimmel. Ich blickte leicht gehetzt über die Meute und suchte Remus!

Ich hoffte, dass er nicht da war, als wir auf den Baum zustrebten, den Fenrir bewohnte. Wir gingen über den hartgefrorenen Boden, dabei wagte es keiner der Wölfe sich uns zu nähren. Mein Mantel wirbelte und flatterte um meine Beine, als ich von Fenrir freudestrahlend begrüßt wurde, indem er auf einen Platz neben sich wies, offenbar waren wir wie es schien schon angekündigt worden, da er nicht wirklich erstaunt wirkte uns zu sehen.

„Püppchen, was willst du hier? Mir einen Vortrag halten?“, fragte Fenrir brummig und spielte auf unsere Auseinandersetzung an wegen seinem Snacks in Kingswear, aber ich schüttelte nur den Kopf, während mir eine Werwolffrau eine Tasse mit dampfendem Bier reichte, warmes Bier…ihhh, aber bitte, während ich zusah wie Scabior fröhlich sein Glas hinabstürzte, schnupperte ich nur daran.

„Nimm die Maske ab!“, forderte Fenrir wieder und ich blickte mich unwohl um, aber wie sollte ich das erklären und so tat ich es und dann nippte ich an dem warmen Bier, als ich sprach:

„NEIN, Ric und Steffen werden übergeben, an den Lestranges Trupp und an Crabbe und Goyle! Ich brauchte zwei neue Wölfe!“ Bei meinen Worten sah ich wie Scabior interessiert aufhorchte.

„Der Lord?“, wollte da Fenrir wissen nur lapidar erfahren.

„Ja, also gibst du mir zwei neue?“, fragte ich süßlich mit schiefgelegtem Kopf!

„John, Kendrick!“, brüllte er erstaunlich laut und dann trollten sich zwei bullige, mit braunem, unspektakulärem Haar gesegnet Typen in gebückter Haltung zu ihrem Alpha.

„Ihr zwei, das ist eure Anführerin. Sie wird euch ausbilden und das Strähnchen hier neben mir, ist ihr Vertreter! Also redet mit Ric und Steffen was euch erwartet!“, grollte Fenrir tief und die zwei Wölfe nickten unterwürfig und warfen uns taxierende Blicke zu, um dann schnell zu ihren Kollegen zu eilen und ihnen die Neuigkeiten zu offenbaren.

Als nun dies erledigt war, lehnte ich mich seufzend zurück und fühlte die raue Rinde des Holzstammes in meinem Rücken und lehnte mich noch mehr dagegen, seufzte leise in mein Bier das ich gerade anhob.

Doch natürlich war es für das Gehör von einem Werwolf viel zu laut.

Ich bemerkte, dass es sich die beiden Männer neben mir ebenfalls gemütlich machten und sich entspannt zurücklegten. Scabior streckte lässig seine Füße von sich und überkreuzte sie keck, als er sich herrisch ein neues Bier bringen ließ, schien sich Scabior rund um wohl hier zu fühlen.

Es hatte sich eine leicht melancholische Stimmung über uns gelegt, während wir unseren Blick auf das offene Lager lenkten und ich zusah wie sich einige Leute spielerisch jagten, oder auch Sex hatten, aber hier sei gesagt einvernehmlichen, wenn auch nicht wirklich schönen.

Kurz fragte ich mich, ob Remus dabei mitmachte?

Das würde Tonks bestimmt freuen, ging es mir leicht bösartig durch den Kopf, aber nun gut, ich sah auch andere mal wieder an Knochen nagen, an deren Ursprungsort ich nicht denken wollte. Unterdessen zerriss ein ums andere mal ein lautes Jaulen oder Heulen die Stille, als ich fragte was mir schon die ganze Zeit durch den Kopf spukte.

„Tut dir das Mädel nicht leid?... Das du gefressen hast!“, fragte ich leise, aber mit fester Stimme.

„Nein, warum sie war Futter!“, kam es hart von Fenrir, der seine Arme erhoben hatte und seinen Kopf auf seine verschränkten Hände gelegt hatte, dabei strahlte er totale Ruhe und Entspannung aus.

„Was bin dann ich für dich?“, wagte ich es zu fragen, da dies ja bedeutete er betrachtet alle Menschen als „Futter“. Es dauerte etwas bis er antwortete, denn er schien seine Worte zu überlegen und abzuwägen.

„Kein Futter!“, lachte er rau auf und ich sah ihn mit einem skeptischen Blick aus den Augenwinkeln an, als auch Scabior erheitert laut auflachte und dann amüsiert meinte:

„Aber die andere Möglichkeit, gefällt dir bestimmt auch nicht!“

Ihm brachte diese vorwitzige Aussage einen harten, aber doch noch spielerischen Hieb mit Fenrirs Pranke ein und er jaulte schmerzhaft auf, während er über seinen Kopf strich.

„Ey, stimmt doch!“, brummte Scabior wütend auf und ich kicherte, da es erstaunlich war das diese beiden Männer einen Weg gefunden hatten sich die meiste Zeit zu respektieren und zu akzeptieren. So schaffte das Fenrir bei den Lestranges sonst nur bei Bellatrix, mit Rudolphus und Rabastan hingegen bekam er sich nach einem langen, gemeinsamen Abend meist gefährlich in die Wolle.

„Was sind die Menschen für dich, die du tötest Püppchen?“, überging er Scabior gekonnt und fragte nun mich weiter aus.

„Entbehrlich!“, kam es ohne zu zögern von mir.

„Tja, bei mir sind sie zum Fressen gedacht! Aber nicht jeder Mensch ist ein Fressen oder Entbehrlich? Einige werden zu meinen Kindern….andere sind gut, als das was sie sind!“, fasste er zusammen.

„Du unterscheidest? Du meinst so ähnlich, wie nicht jeder Anhänger des Dark Lord, ein DeathEater ist?“, warf ich ein.

„Genauso in der Art!“, antwortete Fenrir bestätigend nickend.

„Verstehe, aber ich hoffe, es schockiert dich nicht, wenn ich ehrlich bin und dir sage, dass es ein widerlicher Anblick war!...WAS??? Noch nie was von Tischmanieren gehört?“, blickten mich nun beide Männer mit großen Augen an.

„Das ist es was dich stört?“, fragte nun Scabior, als wäre ich nicht ganz dicht.

„Ja schon, es war kein wiederholungswürdiger Anblick! Bitte!“, schüttelte ich mich als ich wieder mein Bier anhob und trank.

„Na, wenn das alles ist, Püppchen, werde ich versuchen dir den Anblick zu ersparen, dann darf ich dir nun ein Essen reichen, einige der Rippchen sind gerade auf dem Grill fertig geworden! Nicht, dass dies mit frisch gerissenem Fleisch mithalten kann, aber die Röstaromen haben auch was!“, bot er mir mit einem verschlagenen Grinsen an und ich verkniff mir die Mundwinkel zu verziehen, als er derart gut unterhalten vom Essen sprach.

Er zog mich sichtlich auf, aber ich nickte und hielt mein Hand hoch, als Geste dass ich sein Angebot annahm, nur um zu zeigen, dass ich noch härter war als er dachte und wir Drei ließen es uns schmecken.

Danach verabschiedete ich mich rasch und nahm Ric und Steffen zum Letzten mal mit mir,

um sie an der Höhle den wartenden Lestranges, Goyle und Crabbe zu übergegen. Scabior hatte ich im Lager gelassen, damit er die Neuen einwies. Er schien sich bei Fenrir mehr als wohl zu fühlen und ich eilte weiter nach Hogwarts.

Es war tiefste Nacht und die Frage nach Schlaf peripher, da ich als erstes überlegte im verbotenen Wald das warme Bier und das Essen, das ich nicht hatte identifizieren können, wieder herzugeben und zu erbrechen, aber dann entschied ich mich dagegen, denn was auch immer ich gegessen hatte, es war schon tot gewesen und wenigstens gut durchgegrillt.

Also, es sollte schlimmeres gegeben, es hatte besser geschmeckt als wenn ich Blut zu meinen Zeremonien trinken musste, somit ging ich desillusioniert ins Bett.



Severus schien arg beschäftigt und als wir am Dienstag bei ihm eintrudelten um zu trainieren. Er wirkte gestresst und ich fragte mich zusammen mit Draco was oder wer ihn derart einspannte!

Auch wenn ich wusste, dass Severus beim Lord gewesen war. Draco hatte kein Ruf ereilt, da er unterwegs gewesen war und einen Auftrag erledigt hatte, nichts wichtiges, aber es sollte getan werden und ja, es war immer dasselbe Grauen das es zu verbreiten galt und das konnte wir doch alle mehr als Gut!

Aber das erstaunlichste war, Severus wollte nicht wissen was der Lord und ich in dem Raum zu besprechen gehabt hatten, aber ich vermutete stark, das würde schon noch kommen.

„Hört zu…ihr alle! Ich werde euch ab dem nächsten Training beginnen zu testen, jeden von euch! Ich beginne bei Weasley und Potter, danach kommen auch immer zwei! Wollen wir doch mal sehen, ob ihr was gelernt habt!“, brummte er sehr missgestimmt und mit einem Blick zu Draco.

Es war abgesprochen, dass ich nach dem Training bleiben würde, um zu hinterfragen was Severus beschäftigte.

Das erste Training im neunen Jahr verlief wie wir es uns wünschten. Wir alle schafften es Daphne im Hintergrund zu halten und jeder übte mit dem mulmigen Gefühl im Magen durch Severus Hand zu gehen. Es war jedem von uns klar, dass das schmerzhaft enden würde.

Als alle gingen, verzog sich Severus ins Schlafzimmer um sich umzuziehen und frisch zu machen, währenddessen schenkte ich uns einen Drink ein, doch als er energisch die Tür zum Wohnzimmer aufriss und leger gekleidet dieses betrat, schien er überrascht zu sein das ich noch da war.

„Was??? Musst du nicht zu Draco!“, klang er leicht pieksig und ich hielt ihm nur wortlos sein Glas schwenkend entgegen.

„Lass das mal meine Sorge sein, was wenn ich dir sage, dass ich genau da bin, wo ich sein will?“, fragte ich süffisant lächelnd, darüber gingen seine Augenbraue skeptisch hoch, verdammt, der Mann war das geborene Misstrauen. Er ergriff aber sein Glas und hob es an die Lippen und trank, während ich ihn beobachtete und mich nun auf meinen Platz setzte, dann glitt er in seinen Sessel.

„Wenn du meinst!“, brummte er nur unwillig und sah mich misslaunig an.

„Was beschäftigt dich so? Der Lord, Lucius?“, harkte ich nach und versuchte die Gründe seiner Laune zu ergründen.

„Was wollte der Lord von dir?“, fragte er da auch schon, als hätte ich es gewusst, dass er noch bald darauf zu sprechen kommen würde.

„Nichts….unwichtig!“, wiegelte ich ab.

„Das sagst du! Pass nur auf, Bellatrix war gar nicht erfreut zu erfahren, dass du auch den Thronsaal betreten darfst und als ihr noch aus einem seiner privat Gemächer gekommen seid….unterschätz sie nicht!“, sagten mir auch seine Augen, das ich Lucius nicht vergessen sollte und ich nickte.

„Ich verspreche es. Sagst du mir nun was dich dann derart beschäftigt? Ist es nur Lucius? Oder doch der Lord wegen etwas anderem?“, bohrte ich weiter.

„Mhm…schön wäre es, das könnte spannend oder erheiternd sein! In der Reihenfolge, aber nein, es ist Dumbledore!“, gab er grummelnd zu und trank einen Schluck.

Das war wirklich interessant und so forschte ich nach: „Wirklich…wirst du mich einweihen?“

„Vielleicht?“, verstummte er und blickte in den Kamin und ich nippte an meinem schweren Kristallglas und wartete geduldig, wenn Severus etwas hasste, dann zu etwas gedrängt zu werden.

„Er braucht viele Tränke….seine Hand, du weißt?“

„Oh, ist es schlimmer geworden?“, fragte ich nach.

„Nun, du weißt ja, das der Fluch in der Hand eingeschlossen ist, aber die Schmerzen werden schlimmer, außerdem scheint ihn etwas zu beschäftigen…ich mache mir Gedanken! Er ist misstrauisch und launischer, das könnten die Schmerzen oder das Alter machen…aber er beobachtet dich sehr intensiv bei den Mahlzeiten, hinzukommt, dass er immer nach dem Malfoymädchen fragt…ich frage mich…!“, erklärte er seine Bedenken, dann unterbrach ich ihn:

„Ob er weiß, dass ich, Miss Malfoy bin?“ Zur Antwort zuckte er nur mit den Schultern.

„Und was wäre wenn?“, fragte ich nach.

„Dann, wäre es fraglich, wie es weitergeht, denn es würde deine Position Potter gegenüber gefährden. Ich denke nicht, dass der Alte jemanden aus unserer Familie in der Nähe seines Auserwählten haben möchte…und ich denke, wenn Lucius das erfährt, würde er es so sehen, dass Dumbledore von der Erdfläche verschwinden sollte!“, führte Severus kalt und sachlich präzise aus, und ich sah es im Prinzip genauso.

„Oh, ist das so? Nun, was denkst du Severus?“, bohrte ich weiter nach und hoffte, er blieb so für seine Verhältnisse gesprächig.

„Die Familie geht vor und Dumbledore ist alt und hat viele Fehler in der letzten Zeit gemacht…er ist entbehrlich!“, erklärte er kühl und ich stimmte ihm auch da zu, denn wenn, ging die Familie und für mich auch Harry vor.

„Tja, und wer sollte die Ehre haben? Ich, Draco, Du,… Harry?“

„So rasant unterwegs, ich sagte eventuell!“, antwortete Severus, wobei er sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen konnte oder wollte.

„Mhm…okay, dann sag uns nur, wenn die Zeit reif ist, denn ich hätte da noch eine Rechnung offen, die vor seinem Ableben beglichen werden müsste!“, bat ich ihn und Severus Augenbrauen zuckten fragend in die Höhe, aber ich schüttelte nur den Kopf, denn ich würde es nicht sagen, da ich ihm nicht von Gellert erzählen wollte, aber ich versprach mir, das Gellert Albus noch vor dessen verscheiden sehen musste, schließlich wollte ich Gellert nicht um sein Vergnügen bringen und mich nicht um mein Amüsement, wenn Dumbledore sah wer da vor ihm stand.

Ich sah es bildlich vor mir und kicherte erheitert.

„Du bist blutrünstig junge Dame!“

„Das gefällt dir doch!“, grinste ich ihn lasziv an und er lachte rau auf, als er abrupt verstummte und mit ernster Miene hochruckte, mich dabei emotionslos ansah. Er zauberte sogleich und sein Mantel flog auf ihn zu und ich erhob mich wissend, trat wortlos auf ihn zu und küsste ihn kurz verabschiedend auf den Mund und verließ mit ihm seine Räume, wissend, dass er nun eine Audienz beim Lord hatte, schließlich rief dieser wann immer es ihm beliebte und wir hatten zu folgen……



Der nächste Tag begann früh mit dem Laufen und ich machte mir währenddessen wirklich Gedanken, was ich davon halten sollte, dass Severus begann sich darüber Gedanken zu machen, das Dumbledore misstrauisch werden könnte und damit ja auch indirekt an ihm zu zweifeln begann?

Ich zermarterte mir das Hirn, woher er wissen könnte, wer ich war? Und ob er es überhaupt wusste?

Ich war mir nur seiner taxierenden, skeptischen Blicke mehr als bewusst, wann immer er mich sah!

Stand Harrys Okklumentik vielleicht nicht? Oder die von Ron? Aber als ich sie einmal testete, ohne dass sie es wussten, standen ihre Mauern eins A. Es war als hätte nicht nur Harry dieses schwierige Gebiet der Magie gemeistert, sondern auch Ron, wobei bei Harry wohl der Ansporn größer gewesen war, wenn man bedachte, dass der Lord ständig hätte in seinem Geist eindringen und verweilen können, konnte dies schon eine großer Grund sein ein meisterlicher Okklumentiker zu werden, vor allem bei den Geheimnissen, die Harry derzeit hütete, also schieden er und die anderen aus.

Auch wurden alle anderen noch zusätzlich mit meinem Zauber geschützt, Gringotts schweig auch, also woher verdammt sollte er es wissen!

Ich nahm mir vor weiter daran zu denken und den Alten genau zu beobachten.

Ich muss gestehen, dass mich der Unterricht in seiner Trivialität nur noch nervte und schrecklich an meinen Nerven zerrte, schließlich beschäftigten uns doch viel wichtigere Dinge, wie zum Beispiel unser schwarzmagisches Training im Raum der Wüsche mit unseren Schlangen.

Somit waren wir froh, dass es Mittwoch war und Blaise, Astoria, Daphne, Harry, Ron und ich zusammen mit Draco versammelt reden konnten. Wir unterhielten uns über die ersten anderthalb Wochen und Draco sagte, er habe die Liste für die DA leider noch nicht zusammen und da erst erzählten wir Harry und Ron von Padma und Goyle.

Es war zu komisch und unser Lachen hallte von den Wänden wieder, während wir uns den wichtigsten Themen zuwandten. Es war nicht so, dass wir schon perfekt in der schwarzmagischen Kunst waren, aber wir waren gut!

Das Problem war nur, mich, Harry und Daphne beschäftigte doch schon sehr die Geburt, denn wie gesagt, ich war auf dem Gebiet des Todes bewandert, aber das des Lebens war mir an sich doch ein Buch mit sieben Siegeln, die es für mich zu durchbrechen galt und ich war ich, das heißt es wäre inakzeptabel für mich nicht alles über dieses Thema zu wissen.

Die anderen sahen es aber auch so und wir entschieden bis wir uns gewappnet fühlten diese neue Hürde zu nehmen, würde das Training eher kurz und prägnant ausfallen und der Rest der Zeit würde jetzt erst mal für die Recherche und Vorbereitung draufgehen, wie mit einem Frühchen in der 34. Woche umzugehen sein würde.

Wir würden Tränke für Mutter und Kind brauchen und für mich auch einen, der mich wiederherstellte. Ich hatte nie gesehen, dass ich mal ein Kind zur Welt bringen würde, quasi die Hebamme spielen.

Jetzt wurde ich makaber und dachte, eher unter die Erde, aber nicht auf die selbige. Somit war meine Freude unbeschreiblich, als ich mir versuchte das Wissen um ein entstehendes Kind anzueignen, bemerkte man das es Daphne sichtlich unangenehm war was sie uns für eine Heidenarbeit bescherte mit ihrem Missgeschick.

Auf der anderen Seite erkannte ich schnell, dass mir die Bücher über Geburten im Haus meiner Eltern mehr geholfen hatten, schließlich gingen die Muggel das Ganze nicht derart Theoretisch an wie die Zauberer, die nicht versuchten dem Vorgang auf den Grund zu gehen, sondern eher von der Magie faselten, der ich hier nicht ganz folgen konnte und so war ich gewiss ,dass mich Gellert nochmal sehen würde, da das bildliche Material mir hier viel lieber war, damit ich mir das vorstellen konnte.

Und ich überlegte, auch Daphne, sowie Astoria und Harry auf zu tragen die Muggelbücher zu studieren, sodass wir besser vorbereitet sein würden, da so nicht nur ich mehr über eine Geburt wissen würde.

„So wir müssen alles zusammenstellen und den Twins als Liste schicken, damit sie alles besorgen was wir benötigen! Auch das sie uns die Zutaten für die Tränke schicken, die wir Brauen müssen!“, zählte Astoria auf, während wir eine Weile schweigend geplant und gelesen hatten.

„Ja macht ihr das mal, Hermione, Astoria kommt ihr mal mit Daphne und mir mit in diese Ecke?“, fragte und bat Harry und in dem Moment veränderte sich schon der Raum und wir verschwanden vor den Augen der anderen.

„WAS?“, wollte Astoria wissen.

„Also, als ich das letzte und das erste mal mit Daphne hier alleine übernachtet hab, sollte ich dieses Ding am Morgen schnüren und was soll ich sagen…bringt es mir bei!“, grinste Harry derart spitzbübisch, das wir nur lachen konnten und so machten wir uns frohgemut an die Geschichte und was soll ich sagen, es war besser das die anderen es nicht sahen.

Daphne zog ihre Bluse aus und Astoria half ihr aus dem Korsett, löste die Schnüre und als sie dann nur noch mit dem Seidenleibchen bekleidet vor uns stand, war ihr sich leicht wölbender Bauch unübersehbar und auf einmal quiekte sie erstickt auf und ihre Hände fuhren zu ihrem Bauch und legten sich überrascht auf diesen, während sie mit glänzenden, liebenden Augen zu Harry sah und atemlos hauchte:

„Harry schnell, jetzt tritt es wieder!“ Harry war so schnell konnte man gar nicht schauen bei seiner Verlobten und strich begierig über den Bauch und verharrte, ging vor ihr auf die Knie, hob den Stoff hoch und lehnte mit seinem Ohr zusätzlich zu seiner Hand an dem nackten, gespannten Bauch als ich ein räuspern von Draco vernahm.

„Chr…ich dachte, er hätte ihr schon den Antrag gemacht, was macht Potter da auf den Füßen!“, kam es trocken von ihm.

„Ja, was sollte der Schrei? Ist was?“, wollte auch Blaise wissen.

„Arch, Blaise, das Baby tritt zum ersten mal wirklich richtig, fühlbar…komm!“, stürmte Astoria zu einem überrumpelten Blaise, dann wandte sie sich wieder um und sah ihre Schwester mit großen, freudigen, neugierigen Augen an.

„Dürfen wir!“, quietschte Astoria und Daphne nickte, während Harry sein Ohr von ihr nahm, aber Daphne lächelte und nickte als Harry nun aufstand und zu mir sah und in dem Moment verschränkte ich genervt die Arme vor der Brust.

Ich dachte, er wollte lernen sie zu schnüren?

Blaise und Astoria fühlten den Bewegungen gemeinsam nach und Astoria sah ihre Schwester zufrieden lächelnd an, war ganz aufgekratzt und auch wenn Blaise es geschickt verbarg und so tat als berühre es ihn nicht, schien auch er neugierig.

Wie nervig!

Auch Ron trat nun etwas zurückhaltend an Daphne heran und sah sie fragend an, legte seine große Hand jedoch erst auf ihren Bauch als sie zustimmend, lächelnd nickte. Fast sah es aus als müsse er sich konzentrieren, doch dann löste er breit grinsend die Hand von ihrem Bauch und ging zu Harry.

Ich verstand den Aufstand gerade nicht wirklich, was sollte an einem derart dicken Bauch so faszinierendes sein?

Okay, bitte, das Baby trat, das würde noch öfters passieren, versprochen!

Ich weiß, ich war unfair und nicht wirklich einfühlsam, aber ich war gedanklich eher dabei das Balg auf die Welt zu bringen und nicht sinnlos verzückt eine sich bewegende Bauchdecke zu begutachten.

Jetzt ging sie auf Draco zu und sprach diesen an, während Ron und Blaise rumalberten, das der oder die Kleine sicher ein toller Kämpfer würde, wenn er jetzt schon so treten würde und Ron klopft Harry anerkennend auf die Schulter und sagte breit grinsend mal wieder:„Mann, du wirst echt Vater!“ Es schien so, als könne Ron es manchmal noch nicht so recht glauben. Harry hingegen beobachtete alles mit einem versonnenen Lächeln auf den Lippen und ich hörte ihn leise sagen:

„Ich war noch nie dabei wenn es getreten hat, es fühlt sich toll an das zu spüren!“

Ich blickte Harry ruhig, etwas genervt an und hob fragend eine Braue, bevor ich mich dem Schauspiel zuwandte, das Draco und Daphne nun boten, bitte, das war ja wohl,…. jetzt ließ sogar ER sich auch noch einwickeln.

Ich verstand nicht was daran so toll sein sollte!

Hermiones Sicht ende

Dracos Sicht

Ich konnte deutlich in ihrem Blick sehen, das sie sich nicht ganz sicher war bei dem was sie tat, aber sie kam zielstrebig auf mich zu, steckte nun ihre Hand aus, war erstaunlich selbstsicher, angesichts dessen, das sie nur ein dünnes Hemdchen über ihrem Rock gerade trug, viel nackte Haut zeigte, was so gar nicht zu ihrer sonstigen Zurückhaltung passte und sagte:

„Komm, du musst es auch fühlen Draco!"

Bevor ich reagieren konnte, hatte sie meine Hand ergriffen und auf ihren nur von dem sehr dünnen Stoff bedeckten Bauch gelegt. Ihre derart offene, direkte Art auf mich zu zugehen, überraschte mich und auch das sie keine Scheu zeigte uns allen sich so zu präsentieren, denn sonst war sie immer darauf bedacht sich bedeckt zu geben, wie man es von einer Reinblüterin erwartete.

Offenbar machte auch sie das alles hier stärker, sie fand langsam ihre Position in unserer Gruppe, ja fast schon Familie, denn irgendwie wurden wir nach und nach zu so etwas mit allen Facetten, den guten wie den schlechten.

Da gab es, wie in jeder Familie, die Mitglieder die man weniger mochte, die man in Kauf nahm, weil sie halt Familie waren und die, die man selber in die Familie erwählt hatte durch Heirat und die, die man einfach mochte, doch letztendlich standen wir füreinander ein, schon eigenartig, wie diese Schwangerschaft uns noch mehr zu einer verschworenen Gemeinschaft machte als wir es vorher schon gewesen waren.

Daphne hatte meine Hand langsam auf ihren gewölbten Bauch gelegt und sah mich nun aus großen, gespannten Augen an. Ich blickte ihr direkt in die hellgrünen Augen, sah die große Freude, die sich in ihren grünen Seelenspiegeln zeigte und war erstaunt, aber auch erfreut dass sie endlich frei auf mich zuging.

Ich fühlte, wie sich leicht etwas unter meiner Hand bewegte, wie etwas dagegen stupste und Daphne sagte leise, lächelnd, während sie noch immer ihre schmale, weibliche Hand auf meiner hatte:

„Fühlst du es Draco?"

Ich nickte nur leicht. Irgendwie war es beeindruckend das hier zu fühlen, zu spüren, das dort wirklich ein keines Leben heran wuchs und um sich trat. Mich irritierte Hermiones dermaßen extrem abwehrende Haltung, denn sie stand noch immer am Rand der Gruppe mit verschränkten Armen und kaltem Blick.

Ich sah kurz auf meine Hand, auf unsere Hände hinab und dann noch mal zu Daphne, sah die strahlende Freude in ihrem Blick und wie sie mir nun ein überglückliches und fast gerührtes Lächeln schenkte, fehlte nur noch, das sie zu weinen begann vor Freude und ich musst mir leider eingestehen, dass ich kurz davor war, mich von ihrer Freude wirklich mitreißen zu lassen und von der Einzigartigkeit dieses Augenblicks, doch ich wollte das nicht, jedenfalls nicht so, dass alle es sahen.

Weder war das hier mein Kind, noch war sie meine Freundin oder Frau, noch wollte ich zeigen, das mich das hier berührte, so verkniff ich mir eisern das Schmunzeln, oder Lächeln, mit dem ich Daphnes Blick erwidern wollte, zog meine Hand statt dessen unter ihrer weg und grinste Potter fies und breit an.

„Na, wenn dein Balg schon derart hart treten kann Potter, hast du wohl endlich mal was mit Hand und Fuß hin bekommen!"

Potter ließ sich von meinem Spruch nicht aus der Ruhe bringen, sagte nur breit, glücklich grinsend:

„Tja, Malfoy, da hab ich dir was voraus!“

Daphne stand noch immer mir gegenüber und ich sah nun, wie Harry bestimmt zu Hermione trat, ihre wiederstrebende Hand fest ergriff, sie aus ihrer verschränkten, abweisenden Haltung löste und sagte:

„Komm Hermione, nur du hast noch nicht gefühlt, lass dir das nicht entgehen!“

Ihre Lippen waren zu einem festen, schmalen Strich zusammen gepresst und ich fragte mich, warum sie immer noch derart abweisend reagierte, denn auch wenn ich es nicht so offen zeigte, war das doch gerade mal einfach ein schöner Moment und selbst ich hatte mich nicht so angestellt.

Schöne Momente gab es für uns alle doch viel zu selten, also warum verschloss sie sich davor, so vehement?

Da war es völlig egal das dieses Baby uns Ärger und Probleme brachte, das es mehr als ungünstig kam, denn das hatte nichts damit zu tun, das der Moment irgendwie beeindruckend war, denn zum ersten Mal hatten wir alle wirklich wahrhaftig gespürt, das dort Leben entstand, was es so viel wirklicher und realer machte, jedenfalls für mich.

Potter ließ sich nicht beirren und zog Hermione unbeirrt mit sich zu uns, was sie leicht wiederstrebend zuließ, dann sagte er kompromisslos:

„Jetzt hab dich nicht so Hermione, das hier ist etwas Schönes, egal wie widrig die Umstände sind, fühl es doch einfach!“

Ich trat einen Schritt zurück und Potter legte Hermiones Hand auf Daphnes Bauch. Gespannt und glücklich aber auch furchtsam sah Daphne sie an, doch ich sah noch immer keine Regung in Hermiones Blick. Ihr Ausdruck veränderte sich nicht, dann hob sie nur kurz eine Braue, als sie wohl eine Bewegung gefühlt hatte, doch mehr Regung offenbarte sie nicht. Potter sah sie unterdessen gespannt an, behielt sie genau im Blick.

„Und, das ist doch aufregend oder?“ Nun Hermione entzog ihm ihre Hand.

„Und??? Es hat sich bewegt, das wird es noch oft tun, hat es sicher schon oft getan, bitte Harry!“, erwiderte sie wenig beeindruckt und wandte sich unwohl von der werdenden Mutter ab.

Potter schüttelte leicht den Kopf, nahm beide Hände von Hermione in seine, sah sie eindringlich an und sagte nun wohl etwas traurig:

„Hermione, lässt es dich wirklich kalt? Das ist mein Kind das sich da bewegt!“ Sie entzog ihm ihre Hände.

„Ja, genau, es ist DEINS, nicht meins. Du weißt, ich freue mich für dich, für euch, aber ich hab mit Kindern nichts am Hut! Sorry, ist nicht meine Welt!“ , erklärte sie ruhig, zeigte noch immer nicht mehr Emotionen oder überhaupt die Freude oder Ergriffenheit, die wir anderen empfanden, dann trat ein bedauernder Ausdruck in Potters Augen, aber selbst ich musste mir eingestehen, das mir ihre abweisende Haltung Sorge bereitete, wie auch die anderen die aussahen als würde sieben Tage regen Wetter herrschen, traute sich doch von ihnen niemand sich in das ernste Gespräch einzumischen.„Hermione, was soll das? Wir alle wissen, was dir Harry bedeutet, klar war das hier nicht geplant, aber warum kannst du dich nicht freuen, nicht mal mit ihm, denn lüg mich nicht an, du sagst du freust dich, aber ich kenne dich doch, kenne diesen Ausdruck auf deinem Gesicht. Du freust dich nicht, du gehst das alles genau so systematisch und geplant an wie das meiste was du tust, warum stößt es dich ab?“, fragte ich nach unbeugsam nach.

Gespannt behielt ich sie im Blick, wollte eine Antwort, denn mir war zwar klar, das sie selber keine Kinder wollte zumindest jetzt während des Krieges, da strikt und ganz klar in ihrer Entscheidung war, aber warum zeigte sie gar keine Regung wenn Potter, für den sie derart viel tat, Vater wurde und sich offenbar jetzt sogar freuen konnte das hier alles zu erleben und bitte, nicht mal ich konnte mich dem entziehen das es spannend war zu erleben das dort ein kleines Leben in Daphnes Bauch heranwuchs, warum ließ es sie also so kalt?

Hermione verschränkte wieder die Arme abwehrend vor der Brust, maß mich kalt und meinte: „Es ist halt nicht jeder ein Kindernarr! Ich tue alles für Harry und seine Familie, das sie sicher sind, das er heiraten kann, das er sein Baby behalten kann, also wirf mir nicht vor, ich würde mich nicht freuen. Ich habe keine Lust dieses Thema jetzt zu diskutieren! Und bitte, das ist ein Baby, das es in ihrem Bauch ist und sich irgendwann bewegt ist doch normal, reine Biologie, warum also einen Aufstand darum machen?“

Ihr Blick war wirklich kühl und zeigte mir deutlich, sie wollte vor den anderen nicht darüber reden, warum sie sich so gar nicht darauf einlassen konnte.

Ich gab nach, fragte nicht weiter, aber ich würde da daran bleiben, denn ich fragte mich, was der Grund war, dass sie dermaßen abgeneigt war.

Warum, war sie den Toten so nahe und den Lebenden so fern?

Aber das Thema war noch nicht beendet und wohl für Potter auch noch nicht, denn ich sah seinen Abwägenden Blick, den er Hermione zuwarf, bevor Daphne sagte:

„Lasst uns weiter machen!“

Ich nickte nur und wir verzogen uns wieder, während Hermione Potter zeigte, wie er das Korsett zu schnüren hätte.

Dracos Sicht Ende
Nach oben Nach unten
 
Kapitel 228-229
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Ludwig Revolution: Kapitel 15 & 16
» Das letzte Einhorn - Kapitel 09 - 11
» Tsubasa: Kapitel 026 - 030
» Seelen: Kapitel 26 - 28
» Seelen: Kapitel 47 - 49

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
When Hermione Fights :: When Hermione Fights :: Kapitel 226-250-
Gehe zu: